Welches Kalkül verfolgte Kiew mit dem Anschlag auf die Krim-Brücke?

Veröffentlichte Bilder wie etwa dieses von Selenskij zeigen vornehmlich Schäden an Wohngebäuden und auf Straßen, die mitunter auch durch herabfallende Teile von Raketen der Abwehr oder abgeschossenen Raketen stammen könnten. Das geschieht natürlich mit Absicht.

Mit der zu erwartenden russischen Reaktion sollte Russland noch einmal mehr als „terroristischer Staat“ verurteilt werden, um die Unterstützerstaaten hinter sich zu zwingen, Forderungen nach Verhandlungen abzuweisen und mehr Waffen und Geld zu erhalten.

Nach den russischen Angriffen auf Wärmekraftwerke, Umspannwerke und andere Ziele in der ganzen Ukraine wie der Zentrale des Geheimdienstes als Vergeltung für den Anschlag auf die Krim-Brücke, kehrt der Krieg wieder in die gesamte Ukraine ein. Auch in der Hauptstadt Kiew, wo schon fast wieder normales Leben zurückgekehrt war, mussten die Menschen Schutz suchen, beispielsweise in U-Bahn-Stationen. In vielen Städten und Regionen ist zeitweise die Stromversorgung eingebrochen, die Menschen werden dringend aufgefordert, Strom zu sparen.

Die schon fast siegestrunkenen Siegesmeldungen, die sich mit dem Anschlag auf die Brücke noch gesteigert hatten, sind merklich ruhiger geworden. Der Leiter des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats Oleksiy Danilov versuchte die Bevölkerung zu beruhigen, da die Angriffe angeblichen Zeichen der Schwäche seien und die Niederlage Putins bewirken würden. Er würde „Chaos, Panik und innere Destabilisierung“ bewirken wollen, was auch die Mordanschläge auf Kollaborateure, Anschläge auf Munitionslager, Kraftwerke und zivile Strukturen in der Ukraine und auf russischem Territorium seitens der Ukraine allerdings auch bewirken sollen. Danilov behauptete, dass Russland „nicht mehr so viele Raketen“ habe, was er mit der Binsenweisheit belegte, dass es weniger seien als vor dem 24. Februar. Dabei zirkulierte gleichzeitig die Meldung in ukrainischen Medien, dass russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer mit Kalibr-Raketen beladen worden seien, um wahrscheinlich einen nächsten Angriff auszuführen. Ob sich die Menschen so durch Danilov beruhigen lassen, ist doch ziemlich fraglich.

Auch wenn das russische Verteidigungsministerium meldete, dass alle Ziele getroffen worden seien – Militärkommandos, Energie- und Kommunikationsinfrastruktur -, dürfte es sich wohl nur um eine erste Angriffswelle handeln. Man kann davon ausgehen, dass tatsächlich der ukrainische Geheimdienst SBU oder eine Sonderheit für den Anschlag auf die Brücke verantwortlich war, weswegen die Führung in Kiew sehr wohl ins Kalkül genommen hat, welche Folgen dieser symbolisch spektakuläre, wenn auch militärisch nicht so bedeutsam ausgefallene Anschlag nach sich ziehen würde.

Im Kalkül dürfte gewesen sein, schnell vor dem Winter handeln zu müssen. Vermutlich wird es so sein, dass die letzten Offensiven, die zwar erfolgreich waren, viele Opfer gekostet haben und nicht über den Winter weiterführbar sind, zumal Russland versucht, die Truppen durch die Teilmobilisierung wieder zu stärken. Den Bündnispartnern gehen zudem selbst die Waffen aus, wie Bloomberg berichtet, die Rüstungskonzerne, die vom Krieg zwar profitieren, sind offenbar nicht in der Lage, die Bestände schnell wieder zu füllen. So sollen in den USA nicht nur Javelin-Raketen, sondern auch Raketen für die HIMARS-Mehrfachraketenwerfer knapp werden.

Wahrscheinlich besteht auch berechtigte Sorge, so die Washington Post, dass nach den Midterm-Wahlen die amerikanische Unterstützung weniger werden könnte, wenn die Republikaner wieder die Mehrheit im Repräsentantenhaus erringen sollten. Donald Trump hatte bereits zu Friedensverhandlungen aufgerufen. Kiew war klar, dass Russland noch keinen entfesselten Krieg führte und dass im Winter der Luftkrieg wichtiger wird. Zudem ist fraglich, wie lange in der EU mit sanktionsbedingt zunehmender Inflation, wirtschaftlichen Problemen und hohen Energiepreisen die Bereitschaft zur Unterstützung der Ukraine anhalten wird, die weiter Monat für Monat Milliarden zum Überleben als Staat benötigt und die EU-Mitgliedsländer weiter in die Schulden treibt.

Der einkalkulierte Gegenangriff auf den Anschlag auf die Brücke dürfte damit von Kiew als Mittel betrachtet worden sein, die Unterstützerstaaten hinter sich zu halten und nun doch schnell schwere Panzer und vor allem Luftabwehrsysteme zu erhalten oder vielleicht auch noch eine Flugverbotszone einzuführen: „Ich weiß nicht, was Putin sonst noch tun muss, um die Reaktion unserer Partner auf Russland als terroristisches Land radikaler zu gestalten“, sagte Danilov.

Bei den veröffentlichten Bildern, die Schäden an Wohnhäusern und Straßen zeigen, müsste erst geklärt werden, ob diese durch russische Raketen und Drohnen verursacht wurden oder durch die Raketen der ukrainischen Luftabwehr oder von dieser abgeschossenen russischen Raketen. Nach dem ukrainischen Generalstab gab es 84 Angriffe mit Raketen und Drohnen auf über 20 Städte, 56 seien abgewehrt worden. Das klingt entweder übertrieben oder unwahrscheinlich, wenn alle Schäden von den russischen Raketen und Drohnen verursacht worden sein sollen.

Selenskij telefonierte und sprach gestern mit vielen Politikern, um Rückhalt zu suchen. Manche Formulierungen in seinen vielen Reden gehen auch daneben. So verurteilte er die Angriffe des „terroristischen Staats“, so die Sprachregelung seit einiger Zeit: „Ein Land, das sein wahres blutiges und kriminelles Wesen und Ziel nur mit Friedensgesprächen verdeckt. Und auf alle Angebote für echten Frieden antwortet es mit Raketenangriffen. All dies beweist nur, dass die Befreiung unseres gesamten Landes die einzige Grundlage für Frieden und Sicherheit für alle Ukrainer ist.“ Die Raketenangriffe waren wohl nicht gerade eine Antwort auf ein Friedensangebot, wenn man nicht gerade zynisch den Anschlag auf die Brücke so sehen will, bei dem auch drei Menschen gestorben sind. Offen ist noch, ob der Fahrer sich in die Luft sprengte oder ob er von dieser nichts wusste und durch die Zündung getötet wurde.

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54 Kommentare

  1. In einem anderen Online-Portal, ein großes, habe ich eben gelesen: “ Rache ist Blutdurst“ . Und so wird dann hier eben Volkes Meinung manipuliert, es ist für mich (59) erschreckend, wie unser Land (war bisher ok, so halbwegs) in eine Spirale der Desinformation, Meinungsmache geschaaukelt wurde, die Aussagen unserer Außenminsterin dazu, das ist alles unterste Schublade. Und die Länder ausserhalb des “ WestlichenWerte Konsortiums“ werden das alles nicht vergessen. Das Russland sich ob dieser Angriffe wehrt, das sollte allen klargewesen sein, besonders Selensky, der ja nun seit 6 Monaten stichelt, fordert und massiv provoziert, einen Nuklearen Erstschlag fordert.
    Den wird er provozieren wollen, das Ende dieses schändlichen Tuns wird mit dem Anschlag auf die Brücke nicht beendet sein, und ich vermute, auch für uns wird es durch den SBU und seine Anhänger zu erwarten sein. Auch wenn der Krieg evtl. mal beendet wird, dort wurde eine Hydra etabliert, die unseren Kontinent noch lange beschäftigen wird.

    1. Der Nukleare-Erstschlag wird demnächst aus geführt! Die Ukraine eskaliert Zurück und greift das Atomkraftwerk Saporischschja mit allen verfügbaren Mitteln an. Die Nuklearstrategie des Armen Mannes.

    2. Zu „Und so wird dann hier eben Volkes Meinung manipuliert, es ist für mich (59) erschreckend, wie unser Land (war bisher ok, so halbwegs) in eine Spirale der Desinformation, Meinungsmache geschaaukelt wurde, die Aussagen unserer Außenminsterin dazu, das ist alles unterste Schublade. Und die Länder ausserhalb des “ WestlichenWerte Konsortiums“ werden das alles nicht vergessen.“:

      Ich bin noch etwas älter, konnte „unser Land“ eigentlich nie als ok empfinden (in meiner Jugend hatte es noch viele lupenreine Nazi-Verbrecher in wesentlichen Positionen) und andererseits damals nicht glauben, dass wir wirklich in ein Orwell-Szenario eintreten würden.
      Tja.

      Was unsere Außenministerin angeht: Im ach-so-„ungebildeten“ globalen Süden hat sie Kolleginnen, die den USA und dem westlichen Imperialismus auch zum Ukraine-Krieg sehr klug die Stirn bieten (z. B. Außenministerin von Südafrika, Präsidentin von Honduras, ……)

      Asien und dem globalen Süden gehört die Zukunft.
      Deutschland hätte sich einer eurasischen Gemeinschaft, wie Putin sie vorschlug, anschließen können.
      Aber stattdessen haben wir jetzt laut Habeck eine „dienende Führungsrolle“ beim Absturz des verbrecherischen westlichen Imperiums.

      Schlaflied: „We are f*cking f*cked“ von Muse

      1. „Deutschland hätte sich einer eurasischen Gemeinschaft, wie Putin sie vorschlug, anschließen können.“

        Schlagen Sie das mal vor, bei einem Empfang in politischen Kreisen in Hamburg, oder München, oder Düsseldorf. Da wird ihnen der antiasiatische/antirussische Rassimus nur so um die Ohren fliegen.

        Und zwar schon vor 20 Jahren und 10 Jahren und vor 1 Jahr. Ganz ohne Krieg.

        Da würden auch ganz viele Grüne ganz plötzlich ganz weiß im Geiste.
        Melnyk hat ja nicht unbereiteten Boden beackert.

        Im Herzen wissen wir doch, dass uns vor den Horden unkultivierter Slawen und Hunnen, letztlich nur das russische Zarengeschlecht geschützt hat.

        1. Aber wie soll eine Abgrenzung von der USA gehen, wenn unsere gesamten Dax-Konzerne BlackRock und Co. gesteuert sind?
          Die EU ist seit von der Leyen auch fest in US-Hand, siehe:
          „Ian Lesser, Vizepräsident des German Marshall Fund, bewertete die Kooperation zwischen der EU und den USA gegenüber Politico so:
          “Es ist unwahrscheinlich, dass sich die sehr enge Zusammenarbeit, die wir bei den Sanktionen und an anderen Fronten erleben, so entwickelt hätte, wenn es nicht zu einem guten Verhältnis zwischen Washington und Brüssel gekommen wäre – auf höchster Ebene, aber auch auf Arbeitsebene.”
          Von der Leyens Initiative und Hingabe wurden von der US-Seite anerkannt.“

          Hier nutzte vdL. alte Seilschaften, welche sie bereits als Verteidigungsministerin nach Washingthon aufgebaut hatte, um amerikanische Ideen und Sanktionspolitik auf ganz Europa durchzusetzen. Egal welche Folgen diese vor Ort verursachen.

          1. allerdings könnte auch VdL gegen die Rest-EU nichts erreichen, wenn die nicht einverstanden wären. Das ist ein glasklarer Klassenkampf, bei dem die Grenzen nicht zwischen den Kontinenten verlaufen.

            Ein Kommentator bei nakedcapitalism schrieb zum Michael Hudson Text im Februar, aus seiner Erfahrung, würden sich EU-Beamte, wenn sie von den US-Amerikanern eingeladen und umgarnt würden, wie Starlets in Hollywood fühlen.

            Das ist, ich habs mittlerweile auch begriffen, Baerbocks zynischer Plan: Karriere machen mit dem geringsten Widerstand, mit ihrer Madeleine-Albright Nummer, die sie bestimmt vor dem Spiegel einstudiert hat.

            Und die Seilschaften gehen zurück bis in die späten 40er. Als die konservativen Netzwerke Richtung Atlantik und Richtung Vatikan, in Kooperation mit der NATO, ihr Anti-Kommunisten-Spiel begannen.

            Nicht immer in Kongruenz mit Gaullisten oder Bad Godesberg-SPDlern. Aber unterm Strich waren die Fronten betoniert.

            Weshalb auch ein Rapacki Plan 1958 zum atomwaffenfreien Europa von Adenaur mit Schweigen quittiert wurde.

  2. Russland steckt auch hinter den
    Anschlägen auf die Kabel der Bahn in Norddeutschland.
    Da lachte mich der Titel der Bild,
    beim Kaufmann im Regal, heute sehr hässlich an.
    Alles ohne Beweisfoto, Putin mit ner Astschere in der Hand, oder dergleichen.
    Das ist doch alles erfunden, oder nich ? Kann doch einer sagen, was er will…

    1. Es gibt ganz häßliche Bilder aus den zurückgewonnenen Gebieten durch ukrainische Kräfte bei Charkiw.

      Wer keine guten Nerven hat, rufe dieses Video nicht auf!!!!

      https://t.me/MaksymZhorin/3779

      Jorin von Asow
      Das immer noch besetzte Kupiansk, Gebiet Charkiw. Zivilbevölkerung. Es wird eine Abrechnung geben!
      Das Video wurde mit dem Handy des Besetzers aufgenommen.
      @MaksymZhorin 👊🏻
      t.me/MaksymZhorin/377

      Auch wenn der Twitternutzer suggerieren will, dass diese Verbrechen Russen getan haben, denke ich dass es im Zusammenhang steht mit Säuberungsaktionen durch die ukrainische Seite gegen sogenannte „Kollabarateure“.
      Sollte sich meine These als wahr heraus stellen, würde es nach den Morden an die Journalistin Darja Dugina und mehreren Personen in den Gebiet Cherson durch den ukrainischen Geheimdienst, eine weitere dunkle Seite der ukrainischen Faschisten beweisen. Angekündigt hatte es ja die ukrainische Führung, dass sie gegen Kollabarateure der Russen vorgehen wollen. Dazu zählen Lehrer aber auch Leute, welche humane Hilfe angenommen haben oder welche im Alltag mit den russen zusammen gearbeitet haben. Eigentlich alle, welche im Gebiet verblieben sind.

      1. Boaaaah…
        Wer macht denn so was????

        Laut eigen Beschreibung ist der Twittereinsteller das:
        „Maxim Zhorin’s Blog. Seit 2014 als Freiwilliger im Krieg, Ex-Kommandeur des Asow-Regiments. Jetzt – ein Offizier der SDF. Ich spreche über die realen Verhältnisse an der Front und die Aktivitäten der ukrainischen Nationalisten während des Krieges.“

        Hoffentlich merken sich die Menschen vor Ort diese Verbrechen und können die Verbrecher dingfest machen. Die Russen sind ja nicht mehr vor Ort und wie die Kleidung und das Laub aussieht, denkt man eher an Oktober als an Sommer.

      2. Nach der Veröffentlichung der Videoaufnahme einer brutalen Hinrichtung von Zivilisten im Internet hat das Oberhaupt des russischen Ermittlungskomitees Alexandr Bastrykin die Einleitung eines Strafverfahrens angeordnet. Die Aufnahme war von einem der ehemaligen Kommandeure des neonazistischen Asow-Bataillons gepostet worden. Bald nach der Publikation änderte der Neonazi die Beschreibung. Angeblich sei das Video in der Stadt Kupjansk von russischen Militärangehörigen aufgezeichnet worden. Allerdings bezeugen die Metadaten, dass die Aufnahme gemacht wurde, nachdem Kupjansk bereits unter die Kontrolle des ukrainischen Militärs geraten war. Wie die Ermittler hinzufügten, belegt dies auch die gezeigte Umgebung. Nach Angaben der Quelle von RT handelte es sich bei den Opfern vermutlich um örtliche Lehrer.

      3. Als notorischen Zweifler war ich schon vor dem 24.2. ziemlich skeptisch. Wochenlang sprachen die verschiedensten Akteure mit Putin und Co. Sie warnten ihn alle vor einem Einmarsch und den niegekannten Strafmaßnahmen gegen ihn. Das wurde einem tagelang vorgekaut. Was da sonst noch gesagt wurde, oder was Putin meinte – bei diesen langen Gesprächen, weiß ich bis heute nicht. Und danach kam das tagelange „GEMEINSAM“ Mantra.
        Nun bin ich ziemlich einzeln unterwegs, und wußte noch nichts von krass und konkret etc.und zweifelte ob meiner sündigen Gedanken “ da stimmt doch was nicht“
        Dann kamen die Bilder von Butscha. Außer den stolz präsentierten Aufnahmen der zu Schrott geschossenen russischen Panzer sah man viele verstreut rumliegende Leichen. Drei Wochen alte Opfer der Russenbestien. Ich bin ein wenig sonderbar und wenn ich tote Tiere auf der Straße sehe, halte ich wo immer es geht an und räume sie an den Straßenrand. Dort bleiben sie dann meist liegen, bis ein Dienst sie vielleicht entsorgt. Oft aber kann man sehen, was aus ihnen wird. Ohne detailliert zu werden kann ich aber sagen: Die Leichen auf den Bildern von Butscha waren keine drei Wochen dort gelegen. Nicht mal drei Tage ! Mal ganz davon abgesehen, daß Butscha nicht ausgestorben war und Tote, die etwas länger liegen ziemlich unangenehm werden und schon deshalb bald weggeräumt werden, gibt es in Butscha auch jede Menge hungriger Tiere. Nun, ich belasse es dabei. Erst vor kurzem wurden diese Menschen beerdigt. Anonym. Man hatte sie international untersucht. Also von der Ukraine. Die Untersuchungsberichte sind scheinbar jedem zugänglich. Also vielleicht in 100 Jahren. Aber es besteht kein Zweifel. Die unmenschlichen Russen waren es. Persönlich von Putin beauftragt.
        Ich glaube, wenn ich das sehen kann, können das andere auch. Die meisten Bilder wurde inzwischen gelöscht. Es gibt noch jede Menge mehr Indizien. Aber nur noch eines.Zwei Tote neben zwei Koffern und einer Katzentransportkiste. Dahinter ein weißgoldenes Gebäude.(Denkmal), Die Koffer sauber obwohl es geregnet hatte ( Pfützen auf der Straße). Diese Leute wollten fliehen. Und zwar vor Kurzem. Vor wem? Vor den fliehenden Russen?
        Ich denke, man wird es nie erfahren. Denn wenn es so ist, wie ich erschütternderweise denke, und das rauskommt – dann kann die ganze westliche Welt GEMEINSAM zurücktreten. Von sämtlichen Ämtern. Obwohl – vielleicht würde das den Planeten retten.

  3. Besser. Diese Schilderung nähert sich der Realität an.

    Der Westen ist machtlos – es sei denn, er entscheidet sich für direktes Eingreifen und steigert damit die Katastrophe für die gesamte Menschheit ins Unermessliche. Es bräuchte ein klares Zeichen der Bereitschaft zu Verhandlungen, stattdessen dümmliche Ankündigungen noch mehr Waffen liefern zu wollen. Wie viel von der russischen Variante von Shock and Awe braucht es, bis die Triumphierenden von ’89 endlich merken, dass wr a in einer anderen Zeit leben und b der Triumph leichtfertig verspielt worden ist. Aus Masslosigkeit und Arroganz.

  4. Weitere Meldungen:

    „Ukraine stellt nach Angriffen, Stromexporte in die EU ein“ ( dpa )

    „Belarus baut Truppen für einen
    gemeinsamen Verband mit Russland
    auf“ ( dpa )

  5. Schon komische Zeiten, da steht die „konservative“ Seite wie ein Trump für eher Frieden und die „linken“ Demokraten wie Biden, Nuland, Mrs. Clinton, Blinken für Krieg.

    Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage hielten 63% der AfD-Wähler die Sanktionen gegen Russland für übertrieben, verglichen mit 43, 26, 20, 9 und 2% der Linke-, FDP-, CDU/CSU-, SPD- und Grünen-Wähler. Eine weitere aktuelle Umfrage zeigt, dass die Wähler NICHT für die Lieferung schwerer Waffen (Kampfpanzer) an die Ukraine sind: AfD 89%, Linke 75%, SPD 41%, CDU 37%, FDP 33%, Grüne 12%. Es ist klar, dass die „rechtsextreme“ AfD und in deutlich geringerem Maße die „linksextreme“ Linke die führenden Befürworter des Friedens sind. Hier in Deutschland ist die atlantischste Partei die Olivgrünen (gegründet als umweltorientiert, pazifistisch und antiatom) heute die Kriegspartei, steht für Waffenlieferung und Hochrüstung.

    1. Allerdings.

      Ich bezweifel aber, dass jenseits ein paar dickköpfiger Soziologen und eigensinniger Historiker, da jemand die richtigen Schlüsse draus ziehen wird.

      Dass die AfD der Linken hier den Schneid abkauft, ist extrem bitter.

      – Allein die Person Alice Weidel lässt den Anspruch der AfD, ehrlicher als die anderen Parteien zu sein, absurd erscheinen:

      Konrad-Adenauer Stiftung, Goldman Sachs, Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft, Ex-Lebengefährtin aus Sri-Lanka, aber eine Partei vertretend die Probleme mit so was hat, und dann großer Fan von Zuwanderung. Das nenn ich mal einen einzigen wandelnden Widerspruch –

      Für den Parteivorstand Der Linken sollte das wiederum der letzte Beweis für die eigene Inkompetenz sein.

      1. Hi xyz und Thalrecht,

        wenn man sieht, wie die Parteiführungen der PdL bis in den Ortsverbänden mit ihren Lichtgestalten Sarah Wagenknecht und Sevim Dağdelen, welche halbwegs glaubwürdig (trotz der auch von denen jedesmal benutzten Phrase : „der Russe hat den völkerrechtswiedrigen Angriffskrieg als böser Aggressor begonnen) eine Linke Postion zu diesem NATO-Krieg vertreten und die Sanktionspolitik als Ursache für die Verschlechterung der Lebensgrundlage von der Mass der Menschen benennen, umgehen, braucht sich über das Wahlergebnis der Linken in Niedersachsen und deren Umfragewerte nicht wundern.

        Wenn solche Kräfte, geführt von Wagenknecht, nicht bald eine eigene Partei gründen, geht für ein PdL in Deutschland das Licht aus. Das hat keine friedliche Revolution geschafft, sondern eine Unterwanderung durch transatlantische Denkweise.

        1. es wäre spannend zu wissen, was in der LINKEN vor sich geht.

          Der Versuch, die Partei für Jüngere attraktiver zu machen, hat den Blick auf alles andere aber wohl komplett verdeckt.

          Und der letzte Versuch einer neuen Partei ist doch in die Hose gegangen, oder übertreibe ich?
          Und eigentlich auch völlig überflüssig.

          Das Feld für einen Parteierfolg wäre doch längst bestellt.
          Man müsste das Parteiprogramm nur entsprechend umsetzen.

          Dass man das unterlässt, ist genauso haarsträubend fahrlässig wie die Geopolitik der Bundesregierung.
          Das Naheliegende wird einfach ignoriert. Zum Schaden der eigenen Bevölkerung.

          Aber ich kann mir vorstellen, dass Dagdelen, Al-Dailami (er kommt aus dem Jemen, ausgerechnet) und Nastic innerlich kochen/verzweifelt sind.

          1. Hi xyz,

            mein Schwiegersohn ist in der Nähe von Pollmann und Nagel.
            Vielleicht sagen dir die beiden Namen etwas. Die sind in ihren Positionen so weit weg von den Gedanken welches uns Arbeiter bewegt, dass man als selber „Linker“ verzweifelt ist. Nagel (MdL Sachsen) fordert mehr Waffen in die Ukraine und diskutiert intern für die BW. Gleichzeitig geht sie schon seit vielen Jahren besonders radikal gegen alles „rechte“ vor, ohne zu verstehen, wie Pegidapositionen entstanden sind.

            Solche Leute vertreten keine „linken“ Positionen, denn nur mit offene Grenzen, LGBTI, Gendern, Feminismus und dies in der radikalsten Form kann man vielleicht junge Menschen aus gutsituierten kleinbürgerlichen Verhältnissen ansprechen, aber doch keine „Hartzer“ und „Arbeiter“ zum „Klassenkampf“ bewegen.

            Wo kommt das Wort „Klassenkampf“ heute noch vor? Und dieser Kampf wäre im Moment so wichtig wie schon seit vielen Jahren nicht mehr! „

            1. Nagel ist eine Faschistin. Sie hat schon 2015 Veranstaltungen verfolgter ukrainischer Antifaschisten von Borotba verhindert. Neulich hat sie mit ihrer atlantifaschistischen SA-Truppe, mit einigen Banderajüngern im Schlepptau, einen Filmfestivalbeitrag mit dem Film „Ukraine in Flammen“ überfallen bzw. belästigt. Sie hat auch schon unter Parolen für Bomben auf Syrien demonstriert. Und sie stand hinter dem „kein Frieden mit Russland“-Auftritt der „Linksjugend Sachsen“.

              1. Hi aquadraht,

                aber mit solchen „Führungspersönlichkeiten“ ist die Linkspartei durchdrungen.
                Hinzu kommt deren diktatorisches Auftreten, ihre „Cancell Cultur“ und ihre Anspruch auf Allwissenheit ohne demokratische Diskursmöglichkeiten zu zulassen. Nagel´s gibts dort viele.

                Mit dieser Partei der Linken wird es keine wirklich Linkepolitik mehr geben. Deshalb sehe ich auch keine Zukunft für diese Partei. Der letzte Warnschuss (BTW 2021) wurde nicht gehört oder nicht verstanden. Das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin wird demnächst zum Verkauf angeboten.

                Sarah Wagenknecht und Sevim Dağdelen werden das letzte Mal für diese Partei ihre Diäten im Bundestag einstreichen, demnächst leben sie dann von deren Pension, Buchverkäufen, Talkshowauftritten, tingeln übers Land oder sie schaffen es, was neues wirklich linkes zu gründen.

            2. das ist alles sehr interessant.

              Ich selbst habe vor langer Zeit Kontakt zu Mitmenschen verloren, die heute auf Landesebene bei den GRÜNEN sind und einige wohl bei der Union.

              Daher fehlt mir dies Wissen, das wohl durch nichts zu ersetzen ist.

              Ich hatte ja gehofft, dass man in Sachsen wenigstens auf regionaler Ebene das Pegida-topos richtig einschätzt und behandelt. Hab ich mich wohl geirrt…

              Der Verlust einer Arbeiterbewegung ist einer der Gründe für unser jetziges Ukraine-Desaster. Der Glaube, statt dessen würde die universitäre „Elite“ es schon richten, kann nur den Gehirnen eben dieser „Elite“ entsprungen sein.

              Ich will mit NoamChomky nicht nerven aber er hat gestern in einem neuen democracyNow Gespräch auf ein wichtiges Detail hingewiesen bzgl. Vietnam Proteste, das mich an Heute erinnert:

              „(…) First of all, we should be realistic about the peace movement in Vietnam and Iraq. In the case of Vietnam, it took years to develop any kind of a peace movement. By the time a significant peace movement had developed, by 1967, South Vietnam, which had been the main — or, was always the main target of attack, had been practically destroyed, to the point where the leading specialist on the topic, Bernard Fall — who was no dove, incidentally — warned that Vietnam may not survive as a cultural and historical entity under the most severe attacks that any country that size has ever suffered. By that time you began to get a peace movement — not much in Congress, incidentally, very little, and certainly not much among the great intellectual community. In fact, there never was a peace movement in those sectors. It was a popular peace movement, which did have an effect, after years and years of effort to develop it. And that’s when the United States was wiping out much of Indochina.

              Case of the Iraq War is important. First time in history that there was a major protest against a war before it was officially launched. I say “officially,” because it was already underway. But then it declined. There was not much protest later, when the United States was carrying out horrendous atrocities in Iraq — Fallujah and other places, just horrifying atrocities. Very little protest. (…)“

              komplett hier:
              https://www.democracynow.org/2022/10/10/noam_chomsky_vijay_prashad_china_ukraine

              1. Hi xyz,

                ich bin ein total enttäuschter langjähriger Wähler der PdL gewesen. Hier bei mir in der Gemeinde (Sachsen-Anhalt) geht es mit der Linken noch, aber in Leipzig, wo ich ursprünglich her komme, ist das nur noch eine Woke-Partei mit Happeningveranstaltungen für ihr Jungvolk am liebsten gegen Rechte und alles was sie so für rechts halten.

                Deren Realpolitik an der Basis in Leipzig ist kaum Mehrheitsfähig in der arbeitenden Bevölkerung.

                Mal ein Beispiel für Pellmann:
                aus https://www.die-linke-in-leipzig.de/home/home/presse/detail-p/vernunft-statt-angst-leipziger-bundestagsabgeordnete-unterstuetzen-freiberg-fuer-alle/

                „Am 20. Dezember 2021, 17.30 Uhr, zeigen sich die ehemaligen und aktuellen Leipziger Bundestagsabgeordneten Monika Lazar (Grüne), Daniela Kolbe (SPD), Jens Lehmann (CDU) und Sören Pellmann (DIE LINKE) solidarisch mit dem Bündnis „Freiberg für alle“. Sie organisieren unter dem Motto „Vernunft statt Angst“ unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen an der Ecke Peterstraße 35 und Bebelplatz eine Kundgebung.

                Das Bündnis „Freiberg für alle“ hatte am 5. Dezember 2021 einen Offenen Brief an ihre Freiberger Mitbürger:innen veröffentlicht, nachdem sich die Situation der illegalen Demonstration in der Stadt in den Tagen zuvor deutlich verschärft hatte. Darin fordert es ein Ende der sogenannten „Spaziergänge“ und die Durchsetzung der Verordnung durch die Verantwortlichen. Gleichzeitig wehrt sich das Bündnis gegen eine Vereinnahmung der Stadt durch Rechtsextremisten und Corona-Leugner und gibt der bis dahin leisen Mehrheit der Stadtgesellschaft, die in der Pandemie verantwortlich und solidarisch handelt, eine Stimme. Der Brief stieß in Freiberg und der Region auf große Zustimmung und löste ein bundesweites Medienecho aus. Inzwischen haben mehr als 5.000 Unterstützer:innen unterschrieben.“

                Das sind genau die politischen Mandatsträger, welche rumheulen, wenn in Russland nichtangemeldete Demonstranten von Polizei ohne Wasserwerfer, Gummigeschosse wie bei den Gelbwesten aufgelöst werden. Doppelstandarts überall!!

                Übrigens Corona-Leugner statt Coronamaßnahmekritiker!

                1. Nochmals hi xyz,

                  ja es fehlt eine Friedensbewegung, eine Gewerkschaftsbewegung im Sinne aller Arbeiter und nicht nur die sich für die gutverdienenden bei Porsche, Siemen, Krauss-Maffei für noch mehr Lohn und erhalt deren Konzernprivilegien einsetzt.

                  Es fehlt an ein Medium, wo die Arbeiter, Angestellten, Hartz4er also die unteren 60% sich unabhängig von den MSM informieren können. Wo allen die Politik für Oben und deren Gesetze erklärt wird. So etwas gibt es nicht für die Massen und die Massen sind entwöhnt so etwas zu lesen.

                  Deshalb stehen wir „Linken“ heute vor diesem Scherbenhaufen. Und Schuld sind wir selber.

                  Als ich Anfangs der 2000er gegen Hartz4 demonstrierte und ich die Gewerkschaftsführung im Betrieb zum mitmachen aufforderte, wurde ich mit unverständnis weggeschickt, nach dem Motto: „Wie kann man sich für diese Schmarotzer einsetzen?“.

                  Oder erinnere dich wie der Gewerkschaftsboss der Lokführergewerkschaft Weselsky von den Medien und darauf hin auch von vielen in der Bevölkerung runter gemacht wurde. Doch solche Leute braucht es in Deutschland seit vielen Jahren zu tausenden. Doch wie sollen sich Leute finden, wenn sie wissen, denen blüht das.

                  1. ich hinke mit Lesen und Antworten grad hinterher.

                    Dass die Gewerkschaft von Schmarotzertum spricht ist natürlich erschütternd.

                    Auch dort müssen gewisse Interessen am Wirken gewesen sein, die gegen den Flächentarifvertrag waren – ich hab die damaligen Vorgänge schon vergessen – aber mit VERDI begann der Abstieg.

                    Und ja, Weselsky. Vielleicht bräuchte der in den 2000ern eine Geschlechts-und Schönheits-OP und würde als Heidi Klum seine Politik erfolgreicher verkaufen können.

                    Der Gegenstandspunkt hat seinerzeit eine gute Verteidigung Weselkys gebracht, glaube ich. Lang ists her.

                    polit. Veränderung ist harte, schmutzige, Handarbeit. Und alles andere als sexy.
                    Und Weselsky hat den Medienfuzzis genau dieses ungeschminkte Bild geliefert.

                    Das Absurde ist, dass das alle Beteiligten genauso erleben wie Weselsky es verkörpert, den harten Alltag, sobald sie die Flimmerkiste ausmachen.

                    p.s. weil du Hartz IV erwähnst.
                    Das Scheitern der MSM heute war damals schon abzusehen. Also warum wundere ich mich…

                  2. „Es fehlt an ein Medium, wo die Arbeiter, Angestellten, Hartz4er also die unteren 60% sich unabhängig von den MSM informieren können. Wo allen die Politik für Oben und deren Gesetze erklärt wird. So etwas gibt es nicht für die Massen und die Massen sind entwöhnt so etwas zu lesen.“

                    Junge Welt?
                    -> https://www.jungewelt.de/

                    1. Ja gute Zeitung, aber durch die DDR-Vergangenheit bei großen Teilen verbrannt.

                      Du kannst dir nicht vorstellen, wenn ich zu meinen Kollegen sage, habe ich in der „Jungen Welt“ gelesen, mit was für große Augen ich angeschaut werde. Nach dem Motto. „Hä, die gibt`s noch?“.

                    2. @Mengel: Dann hast Du geschichtsbewusste Kollegen. Ich habe da von Leuten, die zur „Wende“ Anfang zwanzig waren (die sind jetzt Mitte 50 und zum Teil Grosseltern 🙂 ) eher gehört „hiess nicht so die FDJ-Zeitung?“ Und das bei denen, die mit FDJ überhaupt was anfangen können.

                      Das ist natürlich ein Gutteil Entpolitisierung und Symptom der allgemeinen Apathie. Andererseits zeigt es auch, dass die DDR-Verteufelug and Wirkkraft verliert.

                    3. Ich bin von meiner Tochter aufmerksam gemacht worden auf einen Artikel daraus über meine Firma. Die kam dabei nicht wirklich gut weg.

                      Als ich den unter meinen Kollegen bekannt machen wollte, erlebte ich diese Reaktion.

                      Ja, die sind Ende 50.

                2. aber wäre es weniger enttäuschend, wenn die Parteien versuchen würden auf die Corona-Situation – angemessen Rücksicht zu nehmen – und zugleich auf die finanziellen Nöte der Leute eingingen und ihre nicht-hippen Anliegen? Lässt sich überhaupt noch richten?

                  (Ich kenne viele nette Menschen, die bei der Pandemie ein wenig ihre intellektuelle Widerborstigkeit verloren, weil sie nun mal Angst hatten, weil übergewichtig, weil alt und weil in ihrem Umfeld dummerweise kerngesunde junge Leute gestorben sind. Da muss man dann tatsächlich differenziert vorgehen, was es zu einer Gratwanderung macht und anstrengend sein kann.)

                  Andererseits würde ich jetzt trotzdem die friedliche Auflösung einer solchen Demo nicht vergleichen mit Wasserwerfern und gepanzerten Bullen, sei es in Moskau, Paris oder Seattle.

                  Der Aufruf gibt unfreiwillig Zeugnis des Desinteresses von Leuten, die sich auf der guten Seite wähnen, für Andersdenkende. Was ein Kardinalfehler eines Politikers ist.

                  Und: was heißt das denn jetzt für Leipzig für die kommenden Jahre? Und für Sachsen-Anhalt?

                  1. Ich will hier die Coronapolitik der Regierung un der Oppositionspartei oder Nichtoppositionspartei PdL nicht wieder aufarbeiten. Es galt nur als Beispiel für Pellmann und die Linke, dass es die Ängste, Nöte der einfachen Menschen nicht sah, sehen wollte.
                    Denn es waren keine „Nazis“ die dort gegen die Coronamaßnahmen protestiert haben.

                    Und gerade Schulschließungen waren in meinen Augen besonders problematisch. Bei meinem Arbeitgeber wäre die Bundesregierung nie auf so einem Einfall gekommen.

                    Übrigens wollte ich mit dem Beispiel für Pellmann nichts wegen der Auflösung dieser Veranstaltungen / Demonstrationen oder seine Denke zu den „Corona-Leugnern“ die „Coronamaßnahmengegner“ waren sagen, sondern kritisiere sein Angebiedere an Regierungspolitik. Wo waren/ sind die Forderungen nach wirklich wissenschaftlichen Begleitstudien bei den Maßnahmen? Wir stolpern in das dritte Jahr und wissen eigentlich, dass wir nichts wissen. Schließen aber weiter Krankenhäuser, bilden kaum aus, schaffen keine guten Arbeitsbedingungen in Krankenhäuser.

                    Der Aufruf von Pellmann ist ein Beispiel dafür, denn ich nehme ihn das ab, dass er das „gut“ gemeint hat, dass er sich in genau der Blase bewegt, aber ganz weit weg von der eigentlichen Arbeiterschaft ist.

                    Ich habe meinem Schwiegersohn mal gefragt, wieviel in seiner Gruppe wirklich richtige Arbeiter sind oder Handwerker. Er kam bei 50 Leuten „vielleicht“ auf drei. Davon zwei Handwerker. Zu der Basis in den Betrieben fehlt jeglicher Kontakt.

                    Wie geht es weiter? Ich weiß es nicht…..

                    Und ehrlich, mir fehlt auch die Kraft von neuem etwas aufzubauen.

                    1. Was du sagst, leuchtet total ein. Es ist aber wichtig, das so ausführlich auch von einem Zeitzeugen wie dir nochmal zu hören. Die Verkürzungen mit denen man überall nur noch arbeitet, wie auch der Begriff „Corona-Leugner“, „Querdenker“, „Putin-Versteher“ usw. führt zu Amnesieerscheinungen. Irgendwann werden die Menschen nicht mehr wissen, was sich wirklich hinter den Begriffen verbarg und was wirklich passiert ist, damit sie sich im Sprachgebrauch durchsetzten. Das kollektive Gedächtnis das permanenten Manipulationen ausgesetzt ist, ist in Wahrheit ein sensibles Organ.

                    2. (und unser Bild der Welt ist eines der Medien. Und dessen hippe „Macher“ projizieren ihre vermeintlich fortschrittliche Ideologie, die damit unsere aller wird, oder werden soll. Und der Politiker, der den persönlichen Weg zum Bürger scheut, benutzt statt dessen extensiv diese Medien und spielt mit deren medialen Konstruktionen, um die Bürger indirekt zu bespaßen. Was bleibt ist eine riesige dunkle Lücke unberücksichtigter Menschen mit missachteten Sorgen.)

                    3. Hallo Oskar und xyz,

                      entschuldigt mein reinhängen.

                      Aber ist diese Verkürzung auf Schlagwortniveau nicht durch Twitter, TikTok und Co genau so gewollt? Nur mit kurzen Botschaftenarbeiten. Ohne müßige Erklärungen. Das macht doch das Leben unserer Politiker viel einfacher? Hat Viktor Klempner dies nicht schon für die dunkle deutsche Zeit so beschrieben? Entspricht das der Oberflächlichkeit und dem Bildungsniveau der heutigen Zeit? Wer von der Händygeneration hat noch Bücher gelesen? Google und Wikepedia ersetzt das Allgemeinwissen in der heutigen Zeit.

                      Und mit Corona – liegt es nicht auch sehr stark an den persönlichen Erfahrungen. Komme gerade aus der Nachtschicht eines Großbetriebes, dort hat es eigentlich 90% erwischt, aber von den mehreren hundert in diesem näheren Umfeld habe ich von keinem Toten und auch von keinem Long-Covit-Opfer bewusst gehört. Und die Firmenklatschmäuler sind schon sehr aktiv.
                      Damit will ich nicht sagen, dass es keine Opfer gibt. Im Pflegeheim meiner Mutter gab es leider Covidtote. Dagegen hat meine 83jährige Mutter es zweimal als heftige Erkältung erlebt. Schlimm ist dann, ihr nicht beistehn zu dürfen.
                      Und so macht es bestimmt einen Unterschied, ob man einen Arzt auf einer Coronastation oder einen Kardiologen befragt, welcher in den letztem Jahr mehr jung Patienten wegen einer Myokarditis behandelt hat. In dieser gesamten Debatte fehlt die Ausgewogenheit und da haben sich die meisten Parteien (und Medien) nicht mit Ruhm bekleckert.

                      Zu Hartz4 , das wird hier doch immer als das Problem (selber schuld?) der anderen betrachtet. Die letzten zwei Jahre haben plötzlich fleißige Leute in diese Situation gebracht, die damit nie gerechnet haben. Durch die damalige Kampagne der Bild mit den Sozialschmarotzern wurde das Thema in eine Ecke gedrängt, auch von den damaligen anderen Medien aufgenommen und verbreitet, dass Gewerkschaften und die PDS sich dieses Themas kaum anzunehmen wagten. Außerdem kann es sich keiner vorstellen, der diese Repressalien nicht erlebt hat. Durch die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen im Osten damals traf es bestimmt auch mehr Menschen der Neuenbundesländer. Damals ging gerade eine riesige Pleitewelle durch das ostdeutsche Bauhandwerk, weil die steuerlichen Förderprogramme ausliefen.

                      Dann kommt hinzu, dass durch den Zusammenbruch der sozialistischen Staaten, die klare Ansprache vom Klassenkampf, Kapitalismus, Ausbeutung, Unterdrückung uvm. verloren ging. Wer autet sich gerne als einer von den System“verlierern“? Dies fehlt heute. Wird ersetzt von Pseudodebatten wie vegetarisch, vegan (kann doch jeder machen wie er will – wird aber benutzt den Armen ein schlechtes Gewissen einzureden) oder LGBTI und Feminismus/ Gleichberechtigung ( alles wichtig – ersetzt aber keine gute Familienpolitik mit Kindergarten uvm.). Da freut man sich über eine Frauenquote in den Vorständen, genügend und gute Kindergärtenplätzen mit Öffnungszeiten, die sich an die Arbeitsrealität der Frauen halten, wäre der Masse der Frauen viel mehr geholfen. Oder ein Tag im Monat als „Haushaltstag“ für alle verheiratete (heute vielleicht für alle mit Kindern) Frauen wie es zu DDR-Zeitengab, um wichtige organisatorische Dinge für die Familie zu erledigen. Soetwas würde der Masse der Frauen wirklich helfen. Aber jeder von uns hier, kann die Frage beantworten, warum man nicht wirklich den Frauen hilft, sondern Placebos verteilt.

                      Und ja auch ich seh für die Roten schwarz.

                3. so endet der von dir verlinkte DIE LINKE Aufruf:

                  „Wir werden diese Pandemie nur gemeinsam und solidarisch überstehen und hoffentlich daraus lernen, was eine Gesellschaft zusammenhält und diesen Zusammenhalt gefährdet“.

                  …Mit selbst ernannten Pädagogen außerhalb des Klassenzimmers konnte ich nie was anfangen…

                  1. @Mengel, habe diesen thread von letzter Nacht zwar wiedergefunden, aber die Software ist mit so viel Hin-und Her leider immer noch überfordert. Ich antworte also auf meine eigenen Text.

                    ja, Victor Klemperer! (ich denke „Sprache des Dritten Reichs“?) wird gerne wohlfeil angeführt wenn es Journalisten in den Kram passt. Aber die Erkenntnisse Klemperers qua Transferleistung auf heutige Phänomene anzuwenden, darauf käme von denen keiner.

                    Ich benutze weder Tiktok noch Twitter.
                    Aber selbst, oder vor allem, professionelle Schriftsteller benutzen Twitter gerne, v.a. für polit. Scharmützel.
                    Das hat ganz klar Sensationscharakter und dient natürlich auch der Vermarktung.

                    Die HErausforderung, in, keine Ahnung, 140 Zeichen?, was Sinnvolles beizutragen und dann zu posten, ist weniger dem Erkenntnisgewinn geschuldet, als dem Adrenalinschub und der Befeuerung der virtuellen community. Unterm Strich sind es Eitelkeit und Entertainment und Absatzzahlen.

                    Im arabischen Frühling war Twitter noch substantiell. Und da ging es nicht darum zu glänzen, sondern um Wohl und Wehe eines Aufstandes.

                    Ach ja, weil ich auf die social media draufhaue: In den USA werden die Anti-Abtreibungsgruppen von facebook, google, amazon gesponsert. Warum? Weil sich die Unternehmen von den betroffenen republikanischen Bundesstaaten als Gegenleistung entsprechende Wirtschaftspolitik erhoffen. Eine Hand wäscht die andere.

                    Das wird nicht berichtet.
                    Was ALLE berichten, sind die erschütternden Bekundigungen von fb, google und amazon, ihren Mitarbeitern Abtreibungn zu finanzieren. Sie schaffen also das Übel um es dann als PR-Folie zu benutzen.

                    P.e.r.f.i.d.e.

    2. Das ist so neu gar nicht. 1914 stimmten die deutschen Sozen auch für die Kriegskredite. Schön, das du die politischen Richtungszuschreibungen konsequent in „“ gesetzt hast, sonst käme wirklich noch jemand auf die Idee, Frau Clinton für links zu halten. Dann wäre wohl der aktuelle Papst die geballte Inkarnation von Marx, Lenin und Mao.

      1. @Mathematiker

        „Linke“ Positionen den Demokraten aber auch der SPD oder den Olivgrünen und selbst bei weiten Teilen der PdL zu finden kann nur sehr abhängigen, finanziell verzweifelten oder überbezahlten sogenannten Journalisten in der sogenannten „westlichen freien Medienlandschaft“ gelingen. Denn deren Politik hat nichts mit linken Positionen (also zum Wohle der Arbeiter, Angestellten also des „kleinen Mannes“ heute wohl auch der „prikären Frau“ ) zu tun.

        Falls du mal linke Positionen finden willst:
        https://rotfuchs.net/files/rotfuchs-ausgaben-pdf/2022/RF-297-10-22.pdf

        Auszug
        „Die SPD in der parlamentarischen Demokratie
        Albrecht Müller, ehemaliger Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt von Willy Brandt und Helmut Schmidt, übt in seinem 2019 vorgelegten Buch „Glaube wenig – Hinterfrage alles – Denke selbst“ Kritik an seiner eigenen Partei, der SPD: „Als in Deutschland 1999 die Agenda 2010 und der Ausbau des breiten Niedriglohnsektors durchgesetzt wurden, da konnten sich jene, die an niedrigen Löhnen interessiert waren, herzlich darüber freuen, daß diese Drecksarbeit von einem sozialdemokratischen Bundeskanzler begonnen und umgesetzt wurde.“ Und jetzt, 2022, können sich jene, die den größten Nutzen am Sonderprogramm für die Hochrüstung der Bundeswehr von 100 Milliarden haben, herzlich darüber freuen, daß auch diese Drecksarbeit wieder von einem sozialdemokratischen Bundeskanzler in Gang gebracht und im Grundgesetz verankert wurde. 1999 ging es darum, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Kapitals zu erhöhen. 2022 sind es wieder die Sozialdemokraten, die mit den Grünen und mit der FDP, der Partei der Besserverdienenden, in Regierungsverantwortung eine neue Etappe des Sozialabbaus einleiten. Diesmal, um als Vasall des US-Imperialismus den Stellvertreterkrieg der USA in der Ukraine zu unterstützen. Wenn es darum geht, die „Drecksarbeit“ für das Kapital zu leisten, ist die SPD entscheidend zur Stelle. (…) In seinem Buch zitiert Albrecht Müller auch das Grundsatzprogramm seiner Partei zur europäischen Friedensordnung vom 20. Dezember 1989: „Unser Ziel ist eine europäische Friedensordnung auf der Grundlage gemeinsamer Sicherheit … Von deutschem Boden muß Frieden ausgehen … Unser Ziel ist es, die Militärbündnisse durch eine europäische Friedensordnung abzulösen … Diese eröffnet auch die Perspektive für das Ende amerikanischer und sowjetischer Streitkräfte außerhalb ihrer Territorien in Europa.“ Resignierend kommentiert Müller 20 Jahre später: „Dieses friedenspolitisch hervorragende Programm ist heute vergessen, auch vergessen gemacht worden … Die SPD will heute nichts mehr davon wissen, die anderen politischen Kräfte sowieso nicht.“ Und das Resultat dieses „Vergessens“ beschreibt er: „Als es 1999 darum ging, die Bundeswehr zu ihrem ersten Auslandseinsatz außerhalb des NATO-Bereichs in Jugoslawien zu schicken (…) kam die Zustimmung für diese Ouvertüre zur Politik mit militärischen Mitteln aus nahezu allen Ecken der deutschen politischen Gesellschaft.“ Auch für die von Bundeskanzler Scholz (SPD) am 27.Februar 2022 angekündigte Hochrüstung kam die Zustimmung zur Fortsetzung der „Politik mit militärischen Mitteln aus nahezu allen Ecken der deutschen politischen Gesellschaft“. Vom Parlament der bundesdeutschen Parteiendemokratie (nicht vom Volk) wurde das 100 Milliarden Hochrüstungs- „Sondervermögen für die Bundeswehr“ mit stehenden Ovationen begrüßt. (…)“

    3. „Schon komische Zeiten, da steht die „konservative“ Seite wie ein Trump für eher Frieden und die „linken“ Demokraten wie Biden, Nuland, Mrs. Clinton, Blinken für Krieg.“

      Trump ist ein Fascho, da braucht man sich keinen Illusionen hingeben.
      In Syrien hat er einen Flugplatz bombardieren lassen. Ein Pazifist ist er also auch nicht.
      Die Rechten besetzten linke Themen um sich neue Wählermillieus zu erschließen.
      Die AfD macht es auch so, ist aber von ihrem wirtschaftlichen Kernkonzept nicht dazu in der Lage, linke Themen zu beliefern und Versprechen einzulösen, so wie Trump das auch nicht ist. Die AfD ist neoliberal aufgestellt und unterscheidet sich dadurch nicht von den Blockparteien, SPD-CDU-FDP und Grüne.
      Die Diskussion ob man den Kapitalismus bändigen, oder überwinden muss, ist eine alte Diskussion. Man muss sie jedoch wieder öffentlich führen und Konsequenzen ziehen. Der äußere Frieden führt nur über den inneren Frieden im Land. Ohne soziale Gerechtigkeit ist alles nichts, auch die „Klimagerechtigkeit“ nicht, am Rande erwähnt.
      Es gibt bessere Alternativen für Deutschland !

      1. Buch: Ernst Bloch / Das Prinzip Hoffnung

        „Die Utopie ist kein Nirgendwo oder Wolkenkuckucksheim, sondern Teil der Realität – denn die Hoffnung auf Veränderung besteht jederzeit.“

  6. Diese massiven Raketenangriffen auf die ukrainische Infrastruktur war leider zu erwarten. Mir tuen die normalen ukrainischen Bürger leid. Sie (80%) haben Selensky gewählt, weil er Frieden mit den Donbasgebieten versprochen hat. Heute ist der Krieg im ganzen Land, es flüchten nicht nur Oppositionelle und russische Muttersprachler aus der Ukraine, wie es bis zum Februar diesen Jahres geschah, heute flieht jeder der kann. Und Selensky macht mit seiner Frau schöne Bilder, klopft starke Sprüche und fordert mehr Geld.

    Aber auf den korrupten Selbstherrscher in Kiew lassen Tagesschau & Co. nichts kommen: Russischsprachige Bücher (1)und russische Musik verbieten (2), den Ostukrainern den Gebrauch ihrer Muttersprache untersagen (3, 4), kritische Fernsehsender dicht machen (5), rassistische Sprüche kloppen (6), die Oppositionsparteien verbieten (7, 10), erlassen von antirussischen Gesetzen wie „Gesetzes sind „einheimische“ Völker“ (8) oder das Gesetzes über die Staatssprache (9) politische Gegner entführen und foltern (10) lassen: Selenskij darf so etwas. Darüber verlieren öffentlich-rechtliche Qualitätsjournalisten kein Wort in ihren „hochinformativen“ Nachrichtensendungen. Der Mafioso im Kiewer Präsidentenamt gilt ihnen als Ehrenmann. Seine Offshore-Millionen sind für die Tagesschau aber tabu. Dabei gibt es viele Sachen die, die in der Öffentlichkeit unbekannt sind und dem Bildungs- und Nachrichtenauftrag der Tagesschau entsoprechen würden:

    Der Text des Gesetzentwurfs der ukrainischen Präsidialverwaltung unterteilt die in der Ukraine lebenden Menschen in „einheimisch“ und „nicht einheimisch.“ Die Übersetzung des benutzten Ausdrucks ist ein wenig schwierig, denn wörtlich müsste man es wohl als „verwurzelt“ und „nicht verwurzelt“ übersetzen. Es geht in den Gesetz um die Frage, welche Völker in der Ukraine ihre Wurzeln haben und welche nicht. Nach dieser Einteilung sollen Bürger der Ukraine in Zukunft unterschiedliche Rechte haben.
    Nach dem Wortlaut Gesetzes sind „einheimische“ Völker diejenigen, deren ethnische Gesellschaft auf dem Territorium der Ukraine entstanden sind und die keinen eigenen Staat außerhalb der Ukraine haben. Weitere Attribute der „einheimischen“ Völker sind laut Selenskys Gesetzentwurf das Vorhandensein einer ausgeprägten Sprache und Kultur sowie traditioneller, sozialer, kultureller oder repräsentativer Gremien.Die Formulierung ist interessant, weil sie alle Menschen außer ethnischen Ukrainern, Krimtataren, Karaiten und Krimtschaken von der Liste der „Einheimischen“ ausschließt. Das heißt, Russen, Weißrussen, Juden, Polen, Ungarn, Bulgaren, Armenier, Moldawier, Griechen und Vertreter anderer Ethnien, die jahrhundertelang in der Ukraine gelebt haben und immer noch dort leben, werden nicht in die privilegierte Klasse der „Einheimischen“ aufgenommen
    Damit wird ein großer Teil der ukrainischen Bevölkerung (Russen, Weißrussen, Juden, Polen, Ungarn, Bulgaren, Armenier, Moldawier, Griechen und andere) über Nacht zu Menschen zweiter Klasse. Das ist durchaus konsequent, wenn wir uns daran erinnern, dass seit Januar 2021 in der Ukraine ein neues Sprachengesetz gilt, das es den ethnischen Minderheiten verbietet, in der Öffentlichkeit (zum Beispiel beim Einkaufen, beim Arzt, etc.) in ihrer Muttersprache zu sprechen. Dafür gibt es sogar Geldstrafen und es gibt sogar Sprachinspektoren, die die Einhaltung dieses Gesetzes überwachen.

    Während die deutschen und westlichen Medien die Ukraine nach dem Maidan unter Poroschenko als Hort der Demokratie gefeiert haben und Merkel sich 16 Mal mit Poroschenko getroffen hat, um ihm ihre Unterstützung zuzusagen, gab es in der Ukraine nach dem Maidan viele Morde an kritischen Journalisten und Oppositionellen (11). In der Ukraine gibt es Geheimgefängnisse für politische Gefangene, in denen Menschen spurlos und ohne Kontakt zur Außenwelt verschwunden sind, in denen gefoltert und vergewaltigt wurde und wird (10).

    Die Ermordung der russischen Journalistin Darja Dugina unweit von Moskau durch ein Autobombenanschlag ist ein weiterer Terroranschlag des ukrainischen Geheimdienstes. Selbst die New-Yourk-Times beschreibt den ukrainischen Geheimdienst als Auftraggeber und Organisator des Mordes an der jungen Frau (12)

    Quellen folgen.

  7. Quellen zu vorhergehenden Link.

    (1) https://www.voltairenet.org/article217288.html
    (2) https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/kulturmeldung-ukraine-verbietet-russische-musik-100.html
    (3) https://uepo.de/2022/01/28/sprachpolitik-ukraine-bekaempft-russische-sprache-per-gesetz/
    (4) https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ukraine-neues-sprachgesetz-soll-das-russische-zurueckdraengen-17736397.html
    (5) https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/ukraine-schaltet-prorussische-tv-sender-ab-100.html
    (6) https://weltwoche.ch/daily/wolodymyr-selenskyjs-juengste-forderung-sperrt-alle-russen-in-ihrem-land-ein-und-aus-der-eu-ertoent-beifall/
    (7) https://weltwoche.ch/daily/wolodymyr-selenskyj-hat-in-der-ukraine-praktisch-alle-parteien-verboten-und-konzentriert-seine-medienmacht-kritik-im-westen-fehlanzeige/
    (8) https://www.anti-spiegel.ru/2021/neues-gesetz-teilt-ukrainer-nach-voelkischen-kriterien-in-menschen-erster-und-zweiter-klasse-ein/
    (9) https://www.anti-spiegel.ru/2021/das-sprachengesetz-und-die-zwangsweise-ukrainisierung/
    (10) https://sicht-vom-hochblauen.de/ein-verraeter-weniger-selenskyj-beaufsichtigt-eine-kampagne-der-ermordung-entfuehrung-und-folterung-politischer-oppositioneller-von-max-blumenthal-und-esha-krishnaswamy/
    (11) https://www.anti-spiegel.ru/2019/im-westen-totgeschwiegen-politische-morde-in-der-ukraine-nach-dem-maidan-13-beispiele/?doing_wp_cron=1663853462.2963869571685791015625#
    (12) https://www.anti-spiegel.ru/2022/morde-und-kriegsverbrechen-durch-ukrainer-und-westliche-soeldner/

    1. Danke für die Zusammenstellung.
      Dieser lupenreine Faschismus in der Ukraine, durch uns getragen, befördert und gerade erst durch Wahlen in NS demokratisch legitimiert.
      Es zeigt sich hier endlich das wahre Gesicht unserer sog. freiheitlich demokratischen und staatstragenden Grundordnung, die all jene zu Staats- und Verfassungsfeinden erklärt, die Fundamentalkriktik äußern.
      Wahre linke Politik im Sinne einer vernunftgeleiteten Gesellschaft aus freien und sich ihrer selbst bewussten Individuen kann und wird sich innerhalb des bestehenden Systems definitiv nicht ergeben.

        1. Großen Dank an dich, venice12, für die beiden Artikel von Pepe Escobar und Kit Klarenberg. Es ist einfach schade, dass dies nicht mehr der großen Anzahl TP-Foren-Lesern zu gute kommt. Wir hier freuen uns immer über deine Erweiterungen!

          Wie Kit Klarenberg gut dokumentiert ist der M16 extrem in den Terrorismus durch den ukrainischen Geheimdienst verwickelt. Bin gespannt, wann dort es Moskau reicht?

          1. Danke für die Blumen. Ich hätte da noch etwas: sieht so aus, als habe man den Anschlag auf die Brücke aufgeklärt. Der russischsprachige Artikel ist ausführlicher:

            (x)https://www.rt.com/russia/564510-fsb-crimean-bridge-bombing/

            (x)https://www.politnavigator.net/dlya-terakta-na-krymskom-mostu-ukraina-ispolzovala-zernovojj-koridor.html

            „Die Ermittlungen ergaben, dass der Sprengstoff auf 22 Paletten mit einem Gewicht von 22,7 Tonnen in Rollen aus Bau-Polyethylenfolie versteckt war. Die Ladung wurde vom Hafen von Odessa in die bulgarische Stadt Ruse verschifft.

            „Die ukrainischen Staatsbürger Mykhailo Tsyurkalo, geboren 1975, Denys Kovach, geboren 1979, Roman Solomko, geboren 1971, Sandro Inosaridze, ein Makler namens Levan und der armenische Staatsbürger Artur Terchanyan, geboren 1985, waren an der Organisation des Gütertransports von Bulgarien zum Hafen von Poti (Georgien) und dann nach Armenien beteiligt.

            Zwischen dem 29. September und dem 3. Oktober 2022 wurde die Ladung in Eriwan am Transalliance-Terminal gemäß den EurAsEC-Regeln verzollt und die Dokumente wurden geändert, woraufhin der Absender bereits LLC „GU ARJ Group“ (Republik Armenien, Alaverdi) und der Empfänger LLC „Leader“ (Moskau) war“, berichtete der FSB.

            Am 4. Oktober überquerte die Ladung die russisch-georgische Grenze am Grenzübergang Oberer Lars und wurde am 6. Oktober in der Großhandelsbasis in Armavir, Gebiet Krasnodar, angeliefert und entladen.

            Am 7. Oktober dieses Jahres wurden mit Hilfe des ukrainischen Staatsbürgers R. Solomko, des 1987 geborenen Zlob Wladimir Wassiljewitsch und fünf weiterer identifizierter russischer Staatsbürger die Dokumente für die Ladung erneut geändert, als Absender wurde „TEK-34″ LLC (Uljanowsk) angegeben, und der Empfänger war eine nicht existierende Firma in der Republik Krim.

            Am selben Tag wurden die Paletten in den Lastwagen des russischen Staatsbürgers Mahir Jussubow, geboren 1971, geladen, der nach Simferopol fuhr und am 8. Oktober 2022 um 06:03 Uhr auf dem Weg über die Krimbrücke in die Luft gesprengt wurde“, – so der russische Sonderdienst.

            Den Ermittlungen zufolge wurde die gesamte Route von einem Offizier des Staatssicherheitsdienstes des ukrainischen Innenministeriums kontrolliert, der sich als Iwan Iwanowitsch vorstellte. Er benutzte eine virtuelle Telefonnummer und eine SIM-Karte, die auf Serhiy Vladimirovich Andreychenko, einen Einwohner des ukrainischen Kremenchuk, registriert ist.
            ….
            Nach Angaben des FSB gelangte der Sprengstoff zur Sprengung der Krim-Brücke im August auf dem Seeweg von Odessa nach Bulgarien. Mit anderen Worten: Ukrainische Terroristen nutzten ein Getreidegeschäft, um einen Terroranschlag in Russland zu verüben! Ein wichtiges Argument dafür, es in seiner jetzigen Form nicht zu verlängern.“

            Mastermind des Ganzen auf ukrainischer Seite ist Kirill Budanov, der Chef des Militärgeheimdienstes.

            PS Man kann nur hoffen, daß nach dieser Erfahrung die Kontrollen ernster genommen werden als bisher. Und Russland wird wohl zukünftig auf seine „Gesten des guten Willens“ der Ukraine gegenüber verzichten.

  8. Hier mal eine antwort auf die frage nach dem kalkül welches Moskau mit der raketenattacke, bei der es sich scheinbar auch um eine neue art von „sanktionen“©Ⓡ™ handelt, verfolgen könnte…

    „Und nun zu den Folgen.
    Der Ausfall des größten Wärmekraftwerks in Kryvyi Rih bedeutet die Einstellung des Betriebs im wichtigen Stahlwerk Kryvorizhstal.
    Die geopolitische Besonderheit liegt in der Herstellung einzigartiger legierter Stähle, die für Frankreich lebenswichtig sind, um Kernkraftwerke zu reparieren, die aufgrund von Korrosion kurz vor der Stilllegung stehen.
    Auch die kanadischen Interessen sind betroffen: Black Iron plant die Erschließung der Lagerstätte Shimanovskoye seit 2020.
    Und auch der pro-britische Teil der indischen Elite – das Werk ist im Besitz der Arcelor Mittal Gruppe.“
    (übersetzt mit deepl.com)

    -> https://t.me/boris_rozhin/66665

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