Vereint gegen Putin, für die Rettung des Klimas und den Erfolg der deutschen Wirtschaft

Zusammen mit einem breiten Bündnis von Verbänden hat Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck zu einer Kampagne zum Energiesparen aufgerufen.

Das Wundermittel heißt Energiesparen – ein nationaler Schulterschluss, der keine Interessengegensätze mehr kennen will.

 

Mit einer öffentlichen Erklärung zur Energiesparkampagne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (Öffentliche Erklärung der Verbände zum Gipfel Energieeffizienz am 10. Juni 2022 anlässlich des Starts der Energiesparkampagne des BMWK) haben sich Politik, Industrie, Mittelstand, Betriebe und Unternehmen, Handwerk, Sozialpartner, Kommunen, Umweltverbände und Verbraucherorganisationen zu Wort gemeldet und so den nationalen Schulterschluss in der Energiefrage demonstriert.

Die Begründungen für diese Aktion fallen jedoch – gerade angesichts der bekannten Unterschiede bei den Interessengruppen – etwas seltsam aus. Dazu hier einige Hinweise.

„Energiesparen für mehr Unabhängigkeit und Klimaschutz“

„Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die hohe Energieabhängigkeit von Russland in den Fokus gerückt. Ersatz für notwendige Rohstoffe zu beschaffen, die unser Land politisch und energiepolitisch Schritt für Schritt unabhängiger von russischen Energieträgern machen, war in den vergangenen Monaten vordringliche Aufgabe und hat weiterhin Priorität. Klar ist: Es braucht den Abschied von fossilen Energien, um unabhängiger zu werden und die Klimaziele zu erreichen. Deshalb arbeiten wir in Deutschland gemeinsam daran, den Ausbau erneuerbaren Energie zu beschleunigen. Wir wollen zugleich Energie einsparen und effizienter nutzen. Dabei liegt noch ein herausforderndes Stück des Weges vor uns.“ (Erklärung)

Wenn die Autoren der Erklärung die Energieabhängigkeit beschwören, dann wissen sie, dass die Adressaten dieser Erklärung, die verehrten Bürger und Bürgerinnen, gleich ihre Abhängigkeit von den Energiekonzernen vor Augen haben. Otto Normalverbraucher ist allerdings in ganz anderer Art und Weise von der Lieferung der benötigten Energie abhängig, als es die meisten Parteien sind, die diese Erklärung abgegeben haben. Während die Politik in der Abhängigkeit von Energielieferungen gleich eine Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit sieht, weil der Handel mit Energieleistungen auch Rücksichtnahme auf die Interessen des Lieferlandes bedeutet, ist der besagte Stoff für die Wirtschaft ein Geschäftsmittel.

Und zwar ist er ein ganz spezielles Mittel, das die Voraussetzung für so gut wie jede Produktion im Lande bildet und an dem in erster Linie der Preis interessiert. Ein hoher Preis ist hier jedoch kein Hindernis, wenn er auf die Kundschaft abgewälzt werden kann. Für die Endverbraucher gibt es diese Möglichkeit nicht; ihre Abhängigkeit von Energielieferungen für Licht und Heizung ist gerade die Basis des Geschäfts der verschiedenen Energiefirmen, die diese Abhängigkeit leidlich auszunutzen wissen, wie die Preise für die betreffenden Produkte gerade zeigen.

Wenn aus der Abhängigkeit sofort eine politische Aufgabe deduziert wird, so betrifft diese den einfachen Bürger nicht, schließlich ist er kein Akteur in dem ganzen Geschehen, sondern immer nur mit den negativen Folgen der einschlägigen Entscheidungen konfrontiert – nämlich in Form hoher Preise, die seinen Geldbeutel strapazieren.

Dabei wirft die Zielsetzung der Aktion ebenso Fragen auf. Ist doch die Herbeiführung einer Unabhängigkeit von russischer Energielieferung durch erneuerbare Energien ein anderes Ziel als die Verhinderung der Erderwärmung. Dass die beiden Zielsetzungen – anders als die Autoren der Erklärung weismachen wollen – nicht einfach zusammengehen, wird gerade an den praktizierten Maßnahmen deutlich. Um unabhängiger von russischen Energielieferungen zu werden, ist ja der verstärkte Einsatz heimischer Braunkohle wieder ein akzeptiertes Mittel, obwohl er alles andere als einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Das fällt ja auch zunehmend den Teilen des Ökoprotests auf, die auf die Grünen im Amt große Hoffnungen gesetzt hatten.

Wichtig ist natürlich, dass sich die Effizienz der unterschiedlichen Energien auf recht unterschiedliche Weise bestimmen lässt. Es macht eben einen Unterschied, ob die Angelegenheit physikalisch betrachtet wird – sprich der sachliche Aufwand an Energie für die Herstellung bestimmter Produkte ins Auge gefasst wird – oder ob die Betrachtung ökonomischer Natur ist, die Kostenkalkulation also den Maßstab bildet. Dann kann auch viel billige Energie durchaus lohnend sein.

So ist denn auch das Motto der Kampagne des grünen Wirtschaftsministers mit den Sorgenfalten auf der Stirn ziemlich verlogen:

„Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz startet im Juni eine Energiespar-Kampagne, die unter dem Motto ’80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel‘ steht – sie lädt ein, aktiv mitzuarbeiten und kreativ zu sein: Denn jede eingesparte Kilowattstunde Energie leistet einen Beitrag für unsere Unabhängigkeit, senkt den Kostendruck und hilft unsere Klimaziele zu erreichen.“ (Erklärung)

Die Gemeinsamkeit, die der Wirtschaftsminister mit seiner Kampagne beschwört, ist eine von oben verordnete. Was da als Einladung daherkommt, stellt sich für die meisten Menschen als reine Notwendigkeit dar. Schließlich müssen sie sich einschränken, weil die Kosten für Energie, ob an der Tankstelle oder für Heizung und Strom, steigen. Auch wenn sie noch so kreativ sich einen Pullover überziehen oder vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, bleiben sie doch abhängig von den Energiekonzernen und deren Preisgestaltung, zu der die Politik mit ihren Steuersenkungen für die Energiekonzerne diesen alle Freiheiten eingeräumt hat. Auch wird der Kostendruck nicht weniger, wenn man sich einschränkt, hilft die Einschränkung doch gerade, mit dem Kostendruck umzugehen, und schafft diesen nicht aus der Welt.

Damit die Bürger dennoch mitmachen und ihren Einschränkungen die richtige Deutung abgewinnen, melden sich die Unterstützer der Kampagne einzeln zu Wort.

Alle für den Erfolg der Nation

Als erste dürfen die Vertreter von Städten und Kommunen ihren Senf zur Aktion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima beitragen:

„Wir als kommunale Akteure unterstützen die Energiespar-Kampagne. Jede eingesparte Kilowattstunde ist ein echter Beitrag zum Klimaschutz. Städten, Landkreisen und Gemeinden kommt eine Schlüsselrolle zu. Sie sind Vorbild und beraten Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft… Die großen Potenziale, etwa bei über 180.000 kommunalen Gebäuden, über 2 Millionen kommunalen Wohnungen, bei Straßenbeleuchtungen oder auch im Verkehr müssen gehoben werden.“ (Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund)

Zwar ist es ein offenes Geheimnis, dass die Aktion des Bundesministeriums in erster Linie auf das kurzfristige Einsparen von Energie zielt, um unabhängiger von Gas- und Öllieferungen aus Russland zu werden, dennoch wollen die kommunalen Akteure ihren Beitrag als einen zum Klimaschutz verstanden wissen. Wenn sie auf die Möglichkeiten zum Klimaschutz durch die Sanierung der oft verkommenen öffentlichen Gebäude und Wohnungen verweisen, haben sie keine Angst, sich zu blamieren – schließlich würde die betreffende Sanierung Jahre dauern und einen Energieeinspareffekt erst in fernerer Zukunft bewirken. Hauptsache, man hat seinen guten nationalen Willen gezeigt.

Was faktisch bleibt, ist die Beratung der Bürger. Denen beim Umgang mit der teurer werdenden Energie und mit einem schrumpfenden Geldbeutel ermunternd zur Seite zu stehen, das sehen die kommunalen Vertreter offenbar als ihre vordringlichste Aufgabe und als ihren positiven Beitrag für die Bürgerschaft in Städten und Gemeinden an.

Direkt angesprochen fühlen sich auch die Handwerker – und das mit Recht:

„Wir als Handwerker sind Umsetzer und zugleich Betroffene beim Einsparen von Energie. Wir bauen und installieren das, was in privaten Haushalten und im gewerblichen Bereich eine effiziente Energienutzung möglich macht… es liegt auch im ureigenen Interesse von Handwerksbetrieben, selbst möglichst energieeffizient zu arbeiten“. (Zentralverband des Deutschen Handwerks – ZDH)

Die Kampagne des Bundeswirtschaftsministers stellt geradezu eine kostenlose Werbung für die Handwerksbetriebe dar, die mit der Installation von Heizungen und Solardächern ihr Geschäft betreiben. Und da Energieeinsatz Kosten verursacht, ist das Handwerk auch immer bedacht, ihn niedrig zu halten. So kann man sich leichten Herzens der Kampagne des Ministers anschließen, zeigt sie doch wieder einmal: Handwerk hat goldenen Boden.

Doch nicht nur das Handwerk ist beteiligt, die sogenannten Sozialpartner treten sogar gemeinsam an:

„Energieeffizienz ist ein wichtiger Lösungsansatz, um Klimaziele zu erreichen und mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und hochwertigen Arbeitsplätzen zu verbinden. Das gilt umso mehr in Zeiten rasant ansteigender Energiekosten. Wir als Sozialpartner werben daher dafür, weiter in Energieeffizienz zu investieren… Wichtig sind dafür qualifizierte Fachkräfte, finanzielle Anreize und langfristig gesicherte Rahmenbedingungen.“ (Deutscher Gewerkschaftsbund – DGB, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände – BDA).

Zwar geht es in erster Linie um die Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen, aber auch die Sozialpartner wollen das Energiesparen als Beitrag zum Klimaschutz deuten. Sie bringen das vorgeschobene Ziel jedoch gleich in Verbindung damit – und so gleich unter den Vorbehalt –, dass es im Zusammenhang mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und entsprechenden Arbeitsplätzen zu sehen sei. Was nichts anderes bedeutet, als dass Klimaschutz gut und schön ist, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft aber in keiner Weise beeinträchtigen darf, sondern befördern soll.

Dass eine wettbewerbsfähige Wirtschaft gleichzusetzen ist mit hochwertigen Arbeitsplätzen, ist eine Mär, die Gewerkschafter gerne verbreiten. Sie werden dabei auch nicht an den Rationalisierungen der Betriebe irre, die Arbeitsplätze ständig überflüssig machen. Hochwertige Arbeitsplätze sind nach der marktwirtschaftlichen Logik eben solche, die sich für die Unternehmen lohnen – gezahlt in nationalen Betrieben, die möglichst auf dem Weltmarkt den Ton angeben. Dass dies immer auch niedrige Löhne bedeutet, haben die Gewerkschafter der IG Metall gerade wieder in der Stahltarifrunde unterstrichen, in der sie von vornherein auf einen Ausgleich für die Inflation verzichteten und so zur Lohnsenkungen zum Wohle der Stahlindustrie beitrugen (vgl. Die Leistung der deutschen Gewerkschaft in Kriegszeiten).

Schließlich befindet sich die Stahlindustrie in der Umstellung auf die Direktreduktion durch den Einsatz von Wasserstoff, was zunächst Investitionskosten verlangt, aber für die Zukunft eine kostengünstigere Produktion – auch unter Einsparung von Lohnkosten – erbringen soll. Als Partner der Unternehmen wollen Gewerkschafter somit nichts mehr von einem Gegensatz von Kapital und Arbeit wissen, machen sich vielmehr zu Lobbyisten für die Unternehmen, indem sie zur Absicherung der Gewinne beim Einsatz von energieeffizienten Maßnahmen finanzielle Anreize und rentierliche Rahmenbedingungen fordern. Für die Qualifizierung von Fachkräften, also die Sicherung der Nützlichkeit der Arbeitsmannschaft, sehen sich die Gewerkschaften dann selber zuständig und sind dafür auch in Tarifrunden stets zu Lohnverzicht bereit.

Unternehmen können nie genug Bedarf zur Förderung ihres Geschäfts durch die Politik anmelden und so treten sie gleich mehrfach in Erscheinung:

 „Wir als Industrie stehen für die Wirtschafts- und Innovationskraft Deutschlands. Wir wollen den immer effizienteren Einsatz von Energie als wichtiger Beitrag zu einer modernen, leistungsfähigeren Wirtschaft beschleunigen… Wegen des russischen Krieges in der Ukraine unterstützt die deutsche Industrie nun so rasch wie möglich den Gasverbrauch in der Stromerzeugung zu senken und Kohlekraftwerke schon jetzt aus der Reserve wieder in den Markt zu nehmen, um Gas für den Winter zu speichern.“ (Bundesverband der Deutschen Industrie – BDI)

Unternehmen haben es offenbar nicht nötig, wie andere Interessenvertreter zu heucheln. Sie verweisen schlicht auf ihre Bedeutung in diesem Staat, in dem alles vom Gelingen des Geschäftemachens abhängig gemacht ist. Ihren Erfolg in der Konkurrenz setzen sie daher gleich mit dem Erfolg Deutschlands. Dem hat auch der Einsatz von Energie zu dienen, daran bemisst sich deren Effizienz. Von daher braucht der BDI auch gar nicht groß den Klimaschutz zu bemühen, sondern kann klar zum Ausdruck bringen, dass es bei dieser Kampagne darum nicht geht. Wenn billige Energie gebraucht wird für die deutsche Wirtschaft, dann müssen halt die Braunkohleschlote wieder rauchen.

Die deutsche Wirtschaft besteht aber nicht nur aus der Industrie und so meldet sich auch der Handel zu Wort:

 „Um noch mehr Einsparungen anzuregen, setzen wir auf Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerke und wollen in den nächsten Jahren weitere 10.000 Energie-Scouts im Rahmen unseres Unternehmensnetzwerkes Klimaschutz ausbilden. Damit können wir den Mut und das Engagement dieser jungen Menschen nutzen, um bisher liegen gebliebene Einsparpotenziale in den Betrieben aufzuspüren und neue, innovative Wege zu gehen. Ganz nebenbei tragen die Jugendlichen das erworbene Knowhow auch in ihr privates Umfeld, und machen Erfolgsprojekte zu einem Baustein mit doppelter Rendite – für den Klimaschutz und für mehr Unabhängigkeit.“ (Deutscher Industrie-und Handelskammertag – DIHK)

Als Unternehmer sehen sich die Verbände angesichts der Kampagne gefordert, ihre Innovationskraft zu zeigen. Die besteht in der Ausbildung von jungen Leuten, die in den Betrieben Energieeinsparpotenziale ausfindig machen sollen, schließlich ist Energie immer ein wichtiger Kostenfaktor und überflüssige Kosten gilt es zu vermeiden. Zudem lassen sich aus solchen Ideen vielleicht neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen – Erfolgsprojekte, die sich auch mit Unterstützung dieser jungen Menschen im privaten Bereich vermarkten lassen. So können diese Projekte nicht nur für die Unabhängigkeit Deutschland, alias Klimaschutz, sorgen, sondern auch für die Betriebe eine Rendite abwerfen.

Die Wirtschaftszweige, die vom Geschäft mit der Energie leben, dürfen in der Kampagne natürlich nicht fehlen und so reihen sich auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) und der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) in die Liste der Propagandisten ein.

Es fehlen aber auch nicht die Umweltverbände:

„Wir als Umweltverbände sehen in der absoluten Reduktion des Energieverbrauchs den Schlüssel für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat unsere Abhängigkeit brutal vor Augen geführt und zwingt uns zum sofortigen Kurswechsel. Als Umweltverbände unterstützen wir alle Bemühungen der Bundesregierung, diesen Kurswechsel zu vollziehen. Nur wenn es uns gelingt, den Energiebedarf dauerhaft drastisch zu senken, können wir als Industrienation Vorbild sein für ein Wohlstandsmodell, das nicht auf Kosten anderer Weltregionen  und der Natur wirtschaftet. Dafür braucht es die richtigen politischen Weichenstellungen und einen regulatorischen Rahmen, der Reduktion, Effizienz und Flexibilität belohnt und Ineffizienz und Verschwendung verhindert. Kurzfristig sind wir alle aufgerufen, durch individuelle Verhaltensänderungen den Energieverbrauch drastisch zu senken…“ (Deutscher Naturschutzring – DNR)

Es ist schon interessant, wie die Umweltverbände auf die Zielsetzung des Wirtschafts- und Klimaministers eingehen. Dass es sich bei der Kampagne um eine Maßnahme im Wirtschaftskrieg mit Russland handelt, bleibt ihnen nicht verborgen. Offenbar sehen sie in dem Umgang der Politik mit der Reduzierung der Lieferungen aus Russland eine Chance zur Verwirklichung ihres Anliegens, eben des Klimaschutzes. Nur wollen sie nicht zur Kenntnis nehmen, dass es dem Minister nicht um eine absolute Reduktion von Energie geht, er will ja vielmehr sicherstellen, dass der Wirtschaft und den Verbrauchern immer in ausreichender Menge Energie zur Verfügung steht. Die Wirtschaft soll ja weiter wachsen und dazu braucht es auch Bürger, die sich nicht wegen mangelhafter Heizung erkälten und so unbrauchbar werden.

Auch die Behauptung, bei Deutschland handle es sich um ein Wohlstandsmodell, ist eine Schönfärberei sondergleichen. Sie will von der massenhaften Armut im Lande nichts wissen, schließt sich vielmehr den gängigen Umdeutungen  an, dass man es mit massenhaften Einzel- und Sonderfällen zu tun hat.

Dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll, wird geteilt. Das weist die Vertreter der Umwelt als stramme Nationalisten aus. Ihr Aufruf zur individuellen Verhaltensänderung – wie das Gürtel-Enger-Schnallen in ihrem Jargon heißt – wird von den Regierenden sicher wohlwollend zur Kenntnis genommen; was aber nicht heißt, dass diese sich damit auch das Anliegen des Naturschutzes zu eigen machen.

Last but not least treten auch noch die Verbraucherschützer auf den Plan:

„Wir als Verbraucherschützer helfen Verbraucherinnen und Verbrauchern mit der unabhängigen Energieberatung, Energie und Bares zu sparen und uns unabhängiger von fossiler Energie zu machen… Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viele Menschen keinen oder kaum noch Spielraum für Einsparungen haben. Damit die steigenden Energiepreise sie nicht in existentielle Nöte bringen, muss die Politik sie gezielt unterstützen und entlasten.“ (Verbraucherzentrale Bundesverband – vzbv)

Die Tatsache, dass der Verbraucher des systematischen Schutzes bedarf, dementiert eigentlich schon eine weit verbreitete Lobhudelei, der zufolge der Kunde König ist und darüber entscheidet, was wie hergestellt wird – seien es nun Textilien, Lebensmittel oder sonstige Produkte, die es für den Lebensunterhalt braucht. Die Existenz der zahlreichen Verbraucherschutzinstanzen, angefangen von Ministerien bis hin zu einschlägigen Verbänden, zeigt das Gegenteil.

Es ist schon eine seltsame Aktion, die sich die Verbraucherschützer da leisten. Sie beteiligen sich an einem Aufruf an die Bürger, Energie zu sparen, wohl wissend, dass viele dies überhaupt nicht leisten können, weil sie mangels Geld schon an allen möglichen Ecken und Enden sparen müssen. Dann kann sich die Beratung in vielen Fällen offenbar nur darauf beschränken, Trost zu spenden. Es kommt zudem einer Beschönigung gleich, wenn davon die Rede ist, dass viele Menschen erst in Zukunft in existentielle Nöte geraten werden, haben doch diejenigen, von denen die Verbraucherschützer Hilfe erwarten, mit der Festlegung von Grundsicherungs-, Arbeitslosengeld II-Sätzen und ähnlichen Sozialleistungen dafür gesorgt, dass sich viele Menschen beständig in existentiellen Nöten befinden.

Die Adressaten: solidarisch vereinnahmt

Mit der Kampagne der Bundesregierung und den Unterstützungserklärungen der Verbände wendet sich die Bundesregierung an die 80 Millionen Bürger im Lande. Für viele von ihnen haben bereits die Interessenverbände ohne ihr Wissen ihre Solidarität bekundet. Aber alle anderen werden mit der Kampagne vor die Frage gestellt, ob sie sich diesem breiten Bündnis anschließen oder abseits stehen wollen. Dabei stellt sich die Frage des Energiesparens für die 80 Millionen in ganz unterschiedlicher Art und Weise – je nach Größe ihres Geldbeutels.

Viele werden sich – ganz gleich, was sie von der Kampagne halten – dem Einspargedanken nicht verschließen können. Und das nicht, weil sie der Aufruf überzeugt hätte. Schließlich müssen sie sehen, wie sie angesichts der allgemein steigenden Preise nicht nur bei Energie mit ihrem begrenzten Geldbeutel zu Recht kommen. Da braucht es keine Vorschriften durch die Politik, sondern es bleibt ganz ihrer freien Entscheidung überlassen, wo sie auf Dinge verzichten und was sie sich noch leisten wollen und auch können.

Der Verzicht auf Urlaub oder die Fahrt mit dem Auto lässt sich natürlich auch in Kilowattstunden umrechnen und in die Vorstellung übersetzen, der eigene Verzicht würde einem höheren Zwecke dienen. Und traditioneller Weise steht – seit mittlerweile 150 Jahren – eine politische Kraft, nämlich die deutsche Sozialdemokratie, den „kleinen Leute“ zur Seite, um ihnen den Respekt der Staatsgewalt für die nimmermüde (und immer wieder aufs Neue geforderte) Verzichtshaltung zu erweisen.

Das Ganze kann auch ein grüner Minister, dessen Ansehen, wie man aus den Meinungsumfragen erfährt, dank des moralischen Rigorismus grüner Kriegstreiberei stark gestiegen ist. Wie die Nachdenkseiten vermerkten, hat man hier im Grunde einen „grünen Sarrazin“ vor sich. Der damalige Berliner Finanzsenator Sarrazin hatte ja finanzschwachen Bürgern anlässlich steigender Energiepreise empfohlen, doch einfach die Heizung runterzudrehen und sich einen dicken Pullover anzuziehen, was damals einen Aufschrei in der sozial denkenden Öffentlichkeit verursachte: „Heute wäre Sarrazin voll im Trend, denn wenn es gegen Russland geht, scheint es in der politischen Debatte keine Tabus mehr zu geben.“ (Jens Berger, NDS)

Auf die Freiwilligkeit des Publikums verlässt sich die Politik natürlich nicht. Laut letzten Meldungen  prüft die Bundesnetzagentur bereits, ob Vermieter zur Absenkung der Mindesttemperatur in Wohngebäuden verpflichtet werden könnten. Worauf der Deutsche Mieterbund den interessanten Protest einlegte, dass sei grundfalsch, da die Mieter schon allein deshalb auf ihre Energiebilanz achteten, weil sie ihre Energiekosten kaum noch zu schultern vermöchten.

Was auch immer die neue Energiespar-Kampagne bewirkt, sie ist in jedem Fall ein Beitrag zur nationalen Bewusstseinsbildung, also dazu, dass sich die Bürger weiterhin alle Zumutungen gefallen lassen, die für sie aus den Maßnahmen der Regierung zur Befeuerung von Krieg und Wirtschaftskrieg gegen Russland resultieren. Wie der Steckrübenwinter  im Ersten Weltkrieg und das Winterhilfswerk im Zweiten sind das eben die Momente, wo die Nation zur Hochform aufläuft und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Volksgemeinschaft für jeden hautnah erlebbar wird.

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31 Kommentare

  1. Deutschland hat die höchsten Energiekosten der Welt.
    Deutschland hat die höchsten Steuern aller Industriestaaten.
    Deutschland hat die niedrigste Vermögensquote aller westlichen Staaten.
    Deutschland hat die niedrigste Eigentumsquote bei Wohnungen aller westlichen Staaten.

    Wie kommt die Autorin auf die Idee, dass Deutsche überhaupt noch nennenswerte Einsparmöglichkeiten haben?

    Die Autorin behauptet im Artikel, dass es in Deutschland 80 Millionen Bürger gäbe. Wie kann das sein, wenn in Deutschland rund 83 Millionen Menschen leben, von denen rund 25% einen Migrationshintergrund haben.

    Das einzige, was im Moment rational ist, ist Hartz IV anmelden. Dann übernimmt das Sozialamt die Energiekosten, in unbegrenzter Höhe.

    1. Es gibt hier einen kleinen Unterschied.
      Beim Sozialamt bekommt man kein Hartz IV.
      Das bekommt man vom Job Center. (Früher hieß das Arbeitslosengeld 2 )
      Und nein, Energiekosten werden nicht unbegrenzt übernommen.
      Wer mehr verbraucht als es die Nebenkosten hergeben zahlt das selbst.
      Den Strom natürlich selbstverständlich auch.

      1. https://www.gegen-hartz.de/sozialhilfe-anspruch#Was_beinhaltet_die_Sozialhilfe

        Ich habe mal Sozialhilfe bekommen, Ursache war eine schwere Krankheit. Das Sozialamt hat mir im Monat 1700 EUR überwiesen, der Regelsatz betrug damals 3xx,- EUR. Neben dem Regelsatz wird auch die Miete, Nebenkosten und Energiekosten bezahlt. Wenn die Verträge mit Energielieferanten halt x-Tausend-Euro pro Monat betragen und es keinen billigeren Tarif gibt, dann wird auch das bezahlt.

        Das Sozialamt kommt da auch nicht raus. Computer, Fernseher, Elektroherd, Waschmaschine gehört heute alles zur Grundausstattung und wird ebenfalls vom Sozialamt bezahlt, wenn nicht vorhanden.

  2. Wer hat uns das beschert, dass wir jetzt Energie sparen müssen. Mit was muss ich das gegen rechnen, mit mehr Freiheit oder mehr Sicherheit. Das kann ich allerdings nicht erkennen. Vielleicht ist es ein Opfer für die Ideologie. Für welche Werte. Wo also sind die rationalen Gründe für meine Wohlstandseinbußen?

    1. „Wer hat uns das beschert, Wo also sind die rationalen Gründe?“

      Echt? Man nennt es ein manipuliertes, verblödetes Volk, der Urnenpöbel. Mit dem man ALL DIES machen kann !

      16 Jahre lange Merkel wählen, weil es ja so toll sich als Gut-Mensch zu fühlen, und wenn der Karren dann ganz offensichtlich durch die absurde Verschuldung vor den Wand gefahren ist, kommen die noch besseren Gut-Menschen an die Macht.
      Jene angepassten Schleimer dersich selber für die Elite der 68er haltenden, die seit damals nichts ausser Karriere gemacht haben, und die jetzt die Arbeit eines Schröder = HartzIV und eines ehemaligen vom Steine-auf-Polizisten-Schmeisser zum braven, aber völkerrechtlichen NATO Kriegsführer gewandelten Joschka vollenden. Jetzt kann man Russland und Putin, dem personifizierten Bösen, den Krieg erklären!

      Das einzige Problem das es also gibt ist…. ein Volk, mit dem man praktisch alles machen kann.
      Das wird eben nur eine kleine Minderheit aus Corona und Ukraine lernen.
      Mehr geht nicht….

  3. Kurz – man muss sparen für den Sieg gegen Russland. Wer ständig von Wasserstoff und LN(Frack)G redet und dann behauptet, es gehe um Energie-Autarkie und Klima, macht sich unsterblich lächerlich.

    Der aus allen westlichen Rohren eskalierte Konflikt vertieft die ohnehin anstehende tiefe ökonomische Krise, bietet aber die Chance, deren Ursachen zu verschleiern. Dabei wirken die deutschen Grünen an vorderster Front mit.

    1. Der „macht sich unsterblich lächerlich.“
      Nein, ganz bestimmt nicht. Der macht Karriere. Wir alle werden Habeck noch als Bundeskanzler erleben….

    1. Dann bleibt vielleicht die alte Weltordnung erhalten und es lässt sich weiter im Windschatten der USA segeln. So das kalkül. Denn wenn es nicht gelingt hat der Westen fertig. Die Musik spielt dann in Asien.

    2. Ganz einfach: Im guten Gefühl, „moralisch erhaben zu sein.“ Das ist doch was, oder? Tut mir leid, aber angesichts der totalen Idiotie, geht nur noch Sarkassmus;o)))

      Aber abgesehen davon: Was soll dieser hysterische „Energiespar-Aufruf?“ Wir verfolgen diesen Modus schon seit Jahrzehnten: Kein Stand-by, Licht aus, wenn das Zimmer verlassen wird – und beim Zähneputzen, läuft auch nicht die ganze Zeit das Wasser. Für VERNÜNFTIGE Menschen, eigentlich normal. Ach ja, vernünftige Menschen=Mangelware.

      1. Sicher richtig abre es gibt auch nich einen anderen hintergrund. Wimmer hat ihn auf den nachdenkseiten gut beschrieben:

        „Die neue Bundesregierung langt zu. Konnte Willy Brandt noch in seiner ersten Regierungserklärung davon sprechen, „mehr Demokratie“ zu wagen und Deutschland zu einem Land und Volk der guten Nachbarschaft zu machen, geht die neue Bundesregierung davon aus, von den Grund- und Menschenrechten leere Hüllen übrig zu lassen. Meinungsfreiheit wird als regierungsstörend eingeordnet und damit so eingehegt, daß jeder besser das Schweigen vorzieht, statt den demokratischen Meinungsbildungsprozeß zu gestalten. Meinung zu haben und zu reden, wie eine der Schnabel gewachsen ist, das macht ein freies Land aus. Institutionalisierte und outgesourcste Meinungshäscher sind der Tod von Meinungsfreiheit in unserem Land. Das abartige Grundrechtsverständnis in Teilen unserer Regierung oder der Regierung als Ganzes hat Methode. Es wird seit Jahren in der NATO vorgemacht. Mit irrem Finanzaufwand wird alles darauf durch Sonderkommandos durchgeforstet, was der in Washington festgelegten offiziellen NATO-Politik zuwider sein könnte. So wird man zum Totengräber der Werte, die man zu schützen vorgibt. Wer diesem Blockwart-Verhalten die Hand reicht, macht damit klar, wes Geistes Kind er selbst ist. Die Nachdenkseiten gegen das übergriffige Verhalten zu verteidigen, das ist erste Bürgerpflicht. Wehret den totalitären Zensuranfängen. Willy Wimmer“

        https://www.nachdenkseiten.de/?p=85449#more-85449

  4. Energie spare ich schon seit Jahrzehnten und dies hätten die, die wegen des vom Westen provozierten Ukrainekrieges der Russen, jetzt ganz schnell und ganz viel Energie sparen wollen, auch längst machen können.

    Behauptet nicht eines der wunderbaren ökonomischen Leitgesetze der Marktwirtschaft, dass wir stets auf die höchst mögliche Effizienz zielen – wie kann es dann sein, dass wir so eine Unmenge offenkundig obsoleter Energie konsumieren? Oder stimmt das gar nicht und ist Wunschdenken? Und galt nicht bis vor kurzem: je mehr wir verbrauchen, desto mehr werden wir haben?

    Glaubt wirklich irgend jemand man könnte in 3-6 Monaten das Land mit Wärmepumpen, die man nicht hat und WKA, die noch nicht geplant und angeschlossen sind und all den anderen Wunderwerken die Situation im Winter retten? Mal ganz abgesehen davon, wie die glücklichen Neubesitzer einer Wärmepumpe wohl gucken mögen, wenn im Winter bei der nächsten Dunkelflaute (keine Solar- und Windenergie) der Blackout kommt, weil alle neuen Wärmepumpen wie blöd Strom saugen?

    Der kleine Mieter, der in einer schlecht gedämmten Wohnung sitzt, kann nur den Thermostat runterdrehen und nur die Energieverschwender mit Geld können sich noch anderes leisten.

    Und ja, mit Kohle das Erdgas ersetzen, ist bestimmt nicht Klimaschutz fördernd – aber das megadreckige LNG-Frackinggas aus den USA auch nicht!! Abgesehen davon, dass es auch eine höchst fragwürdige humanitäre Art ist, die Verursacher diverser Angriffskriege auf diese Weise zu belohnen.

  5. Ideologisches, undurchdachtes Geschwätz hat noch nie einen Industriestandort gesichert und Wohlstand für die Bürger gebracht.
    Daher gebe ich auf die Durchhalteparolen (bis zum Endsieg) rein gar nichts und behaupte das genaue Gegenteil.
    Was dieses Land jetzt braucht, ist eine 180°- Wende und zwar in fast allen politischen Entscheidungen der letzten Jahre. Eine Amokfahrt kann man noch relativ ohne größere Schäden abbrechen, so lange man noch nicht mit Vollgas gegen einen Brückenpfeiler geknallt ist.

    1. „Was dieses Land jetzt braucht, ist eine 180°- Wende…“

      Aha! Und wo siehst du die Politier und die politsche Partei, mit der das ginge ?????

      Kleiner Tip (und jetzt wirds ganz unangenehm!): Die Einzige politische Partei die alles was du gerne hättest im Programm hat… ist die AfD.

      Möchtest Du gerne von denen regiert werden? Was also schlägst Du vor?

  6. In dem Beitrag kommt das Wort Klima ja nur 20 mal vor. Das ist ein großer Fauxpas, mindestens das doppelte wäre angemessen. Es geht ja nicht ums Klima, das macht eh die Sonne und der Einfluss der großen Planeten auf die Erdbahn. Naja, wir Menschen sind schon an so einigen Änderungen mit Schuld wenn wir Wälder roden und die Erdoberfläche schwarz anmalen oder mit Solarplatten vollpflastern. Und mit der CO2 Religion kann man ungeahnte Spekulations- und andere Geschäfte machen. Angst macht dummes Volk gefügig.

  7. Es ist dasselbe wie bei Coronahysterie und Coronaimpfung. Alle machen mit. Dieses Problem hängt mit dem Einfluss und etwas deutlicher mit der Dominanz der Funktionäre zusammen. Diese schleimen sich bei der Basis ein und arbeiten dann für die wahren Herren. Natürlich hat das Kapital ein perverses Interesse an Russlandsanktionen und Coronaimpfungen. Es läuft auch alles darauf hinaus, die Menschheit mit völlig sinnlosen Produkten, wie unwirksamen Impfungen und Elektroautos zu versorgen. Darauf muss man doch bei dem Publikum dieses Online-Mediums gar nicht hinweisen. Es geht aber nicht nur um das Klein-Klein, wie Impfreibach für Ärzte, Gewinne für Unternehmen der CO2-Einsparbranche usw.. Die Oligopole haben alles in der Hand, üben eine absolute Herrschaft aus und verfolgen globale Ziele. Eines davon ist eben die Zerstörung und Transformation von Staaten, die Widerstand gegen die Diktatur der Globokonzerne leisten. Verluste spielen dabei keine Rolle.

    1. Wie albern: „Dieses Problem hängt mit dem Einfluss und etwas deutlicher mit der Dominanz der Funktionäre zusammen.“

      Und all die Millionen Deutschen, die das ohne selber eines eigenen Gedanken fähig zu sein fessen, oder wenigstens mal zu recherchieren… alles nur arme Opfer?

    2. „Die Oligopole haben alles in der Hand, üben eine absolute Herrschaft aus und verfolgen globale Ziele. Eines davon ist eben die Zerstörung und Transformation von Staaten, die Widerstand gegen die Diktatur der Globokonzerne leisten. Verluste spielen dabei keine Rolle.“

      Seit wann sind Gates & Co staatszersetzend? Und das ist nur eins von deren Zielen? Die Hybris einer Geldelite mag ja ein bißchen abweichen von Otto und seiner Minna, schließlich haben die ja sehr efolgreich Geldmengen mit ihren Konzernen angehäuft (und wollen damit etwas anstellen, was auch in Zukunft der Geldmehrung dient). Die Grundlage ihres Megaerfolgs ist ja immer noch die staatlich eingerichtete und garantierte Ordnung, die diese Geldvermehrung erlaubt und schützt. Warum sollen Privateigentümer mit dickem Geldbeutel diese schützende Basis zersetzen? Sie müssen nicht einmal übermäßig Steuern zahlen haben schrankenlosen Zugriff auf den gesamten Reichtum und können sich ein paar Spinnereien leisten, wenn sie nicht gegen die guten Sitten verstoßen oder Geldvemehrung betrügerisch betreiben. Warum sollen die den Staatsapparat entern, der ihnen dolce vita garantiert und auch sonst wegen ihres Geldes hochschätzt?

      1. Diese „staatlich eingerichtete und garantierte Ordnung“ wird durch Regierungen aufrecht erhalten die von dem jeweilihgen Volk gewählt worden ist!!!

        Was genau verstehst Du denn daran nicht? Immer mit dem Finger auf andere zeigen. Ja keine Eigenverantwortung akzeptieren! Unter gar keinen Umständen die Realität sehen wollen, immer nur armes Opfer der bösen, bösen Umstände sein…

        Du bist der Prototyp des Deutschen der solche Sauereien erst möglich macht! Das was Du schreibst ist die Meinung der kollektiven Mittelmäßigkeit!

        (Wahrscheinlich darf man sowas nicht sagen,. weil es nicht ins Overton Window passt. )

  8. Putzig ist doch, das dem Bürger abgefordert wird Energie zu sparen, als wenn der Bürger im Winter die Fenster aufhat, weil er es ja hat, das Gas zum Fenster heraus zu Verheizen. Da ich mit der Handlung unserer Regierung, insbesondere diesem Krieg keinesfalls einverstanden bin, wäre es am klügsten, Job zukündigen ALG1 2 Jahre , die Heizkosten vom Amt zahlen lassen, und FENSTER AUF, von Oktober bis April , oder?

    1. Am Klügsten ist das sicher nicht, aber besser als zu versuchen brav alle eingehenden doppelt so hohen Rechnungen mkt dem eigenen Geld zu bezahlen. Ausserdem wird selbstverständlich wie schon bei der Miete, für die Heizkosten eine Obergrenze einführen, für die in der sozialen Hängematte wohnenden.
      Übrigens… wusstest Du dass man denen das Gas abdrehen kann? Natürlich zwecks Klimaschutz …

      Leider gibt es in der Tabelle der zu Verachtenden, bei den linken und rechten Spiessern, nur mehr Verschwörungstheoretiker und die Russen unterhalb der HartzIV. Und die Tendenz kann jederzeit durch Faktenchecker verstärkt werden…
      Und so wird dein Vorschlag (leider) keine Massenbewegung…. die Meinung, die andere über einen selber haben, die ist eines der höchsten Güter des Spiessers.

  9. Vielleicht täusche ich mich, aber die Stimmung kippt langsam. Manche Redakteure unserer ach so freien Presse und der öffentlichen Sender haben dies auch schon bemerkt und mäßigen sich im Ton. Mit jeder neuen Forderung bzw. Repression von Seiten der Regierung werden Beschleunigungskräfte zunehmen.
    Aber zum Glück für unsere Missionare, die sagenhafte „Nibelungentreue und der Deutschen Lust zum Untergang“ sind immer noch stark in der Bevölkerung verwurzelt.
    Leider haben wir, außer auf dem rechten Sektor, innerhalb unseres leider nur quantitativen Parlaments keine echte Opposition.
    Die CDU treibt die Ampel vor sich her, die Linkspartei hat sich selbst amputiert.

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