Ukraine: Terror gegen „Verräter“ und Kollaborateure

Anschlag auf ein Polizeifahrzeug im russisch besetzten Cherson.

Der ukrainische Militärgeheimdienst steuert offenbar Terroranschläge auf vermeintliche Kollaborateure in den besetzten Gebieten. „Erfolge“ werden in menschenverachtender Weise gefeiert.

Ukrainische Partisanen führen offenbar in offiziellem Auftrag wie einst die Bandera-OUN vermehrt Terroranschläge in den besetzten Gebieten im Süden aus – nicht gegen russische Besetzer, sondern gegen Ukrainer, die als Kollaborateure zum Tod verurteilt werden.

Der Terror der „Widerstandsbewegung“ wird offiziell von der ukrainischen Armee affirmiert und mit zynischen Worten kommentiert. Das ist eine schon unheimliche Menschenverachtung, schließlich töten hier Ukrainer andere Ukrainer.

Im Folgenden ein Bericht des Militärgeheimdienstes DIU, in der ein tödlicher Anschlag auf Polizisten (auch hier) als Einladung in ein Konzert des russischen, aus einer jüdischen Familie aus dem Donbass stammenden Sängers Kobson (1937-2018) dargestellt wird. Kobson, der auch ein Abgeordneter der Kremlpartei Geeintes Russland war, als Frank Sinatra Russlands galt und zahlreiche Ehrungen des russischen Staats erhielt, hatte nach 2014 die „Volksrepubliken“ und die Integration der Krim in die Russische Föderation unterstützt.

 

„Widerstandsbewegung räumt Cherson von Kollaborateuren frei

Die Widerstandsbewegung in der vorübergehend besetzten Region Cherson verteilt weiterhin ‚Tickets für das Kobzon-Konzert‘ unter Anhängern der „russischen Welt“ und lokalen Kollaborateuren.

Diesmal erhielt das ‚Ticket‘ die Besatzung des Autos der sogenannten Polizei der russischen Besatzungsverwaltung. Seine Präsentation fand in Cherson an der Kreuzung der Repina Street und der Admiral Senyavin Avenue mit Hilfe einer funkgesteuerten Landmine statt, wodurch ein Polizist ‚zu einem Konzert ging‘ und der zweite etwas in einer medizinischen Einrichtung ‚verweilen‘ wird.

Der Verteidigungsgeheimdienst der Ukraine erinnert alle Verräter an die unvermeidliche Abrechnung, den russischen Besatzern zu helfen.“

 

Sollten die ukrainischen Truppen einige der besetzten Gebiete zurückerobern, sieht es für die dort verbliebenen Ukrainer schlecht aus. Sie müssen mit Gefängnis und Tod rechnen, wenn sie aus ukrainischer Sicht befreit werden und in den Verdacht geraten, Verräter zu sein. Darüber macht man sich aber auch im Westen keine Gedanken, wo man nur auf den Sieg setzt, ohne zu bedenken, was das für die Ukraine nach dem russischen Angriffskrieg bedeuten kann.

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4 Kommentare

  1. So etwas ist normal, und war es auch immer, und man nennt es Guerilla Taktik.
    Wenn es die eigene Seite macht, dient es der Freiheit und ist es eine gute Sache, wenn es die andere Seite macht, ist es Terrorismus.

    Man muss eine eigenartige Vorstellung von der Lage in der Ukraine haben, wenn man sich nicht darüber klar ist, dass die (wahrscheinlichen) Nazis ihre Aktionen in den Ost Provinzen selbstverständlich wie bisher auch nach einem Vertragsfrieden, der den Russen die beiden Provinzen zuspricht, nicht nur fortsetzen, sondern auch massiv erweitern werden.

    Soll das etwa eine Überraschung sein ????

    So ist das überall weltweit, wenn der Werte-Westen anderswo Freiheit und Demokratie bringt!
    Leider ist auch Deutschland mittlerweile auf das erbärmliche USA Niveau gesunken… einfach widerlich diese Regierung und sein Volk!

    1. Dieser Meinung bin ich auch, solange es keine neutrale und ernsthafte Untersuchung gibt. Aber mit den eigenen Mordopfern werden dann die Russen pauschal diffamiert. Solider Nazi-Humor.
      Wurde eigentlich jemals dieser Säuberungsverein, der als erstes die Staat betrat über seine Tätigkeit befragt? Ich glaube, das geschah nie, weil die Ukrainer machen solche Sachen nicht. Das sind doch auch alles Wertedemokraten, die in die EU und die NATO wollen. Undenkbar, dass die nach russischen Ortskräften suchen und Rache üben.

  2. Dass Partisanen- oder Terroraktionen zu erwarten sind, ist nichts Neues. Bereits 2014 kündigten der damals noch lebende Brzesinski und der immer noch lebende Soros (ich wünsche ihm nichts Schlechtes, aber er sollte langsam mal die Fresse halten) ein „Afghanistan in der Ukraine“ an, unter der Befürchtung oder Hoffnung, die RF würde tatsächlich in der Ukraine intervenieren und das Maidanregime stürzen. Und Terrorakte in DNR und LNR wie die Ermordung von Sachartschenko und Motorola hat es ja auch gegeben, aber sie blieben vereinzelt. Auf der Krim scheiterten sie kläglich.

    Aus der Erfahrung von Tschetschenien lässt sich ableiten, dass auf mittlere und lange Sicht selbst fanatische und extrem mordbereite „Widerstandskämpfer“/Terroristen keine Chance haben, wenn sich Wirtschaft und Gesellschaft stabilisieren. Das war auch nach 1945 in der Ukraine so, als die OUN/UPA in der Tat Unterstützung in der Westukraine hatte, vor allem unter den aus Polen Zwangsumgesiedelten.

    Die Kämpfer waren bald isoliert und agierten entsprechend irrational. Franziska Bruder beschreibt in ihrer Dissertation über die OUN/UPA, wie ein Kämpfer ins Haus seiner Eltern kam und, als er erfuhr, dass diese einer Kolchose beigetreten waren, erst seine Mutter erstach und seinen Vater mit Schüssen schwer verletzte. So wurde, bis nach 1991 die massive Propaganda der zurückgekehrten Exilfaschisten einsetzte, Bandera selbst in der Westukraine zum Schimpfwort.

    In Cherson wurden bereits viele Waffenverstecke von der Bevölkerung verraten. Die Menschen mögen Russland mögen oder nicht, in erster Linie wollen sie ein Auskommen und Arbeit.

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