Stand der spanische Geheimdienst hinter den islamistischen Anschlägen in Katalonien?

Archivbild

Gespräch mit Ralf Streck (San Sebastian) über die Verstrickungen des spanischen Geheimdienstes mit dem islamistischen Terrorismus und den vermutlichen politischen Zielen, die dahinter standen.

 

Ein hoher Ex-Polizeikomissar berichtet, dass der Geheimdienst nicht nur den Imam, den Chef der Terrorzelle, als Informant beschäftigte, sondern auch von den Anschlagsplänen wusste. Angeblich war damit geplant, das geplante Unabhängigkeitsreferendum und den Unabhängigkeitsprozess zu verhindern. Nur weil die Bombenwerkstatt in die Luft flog, richteten die Terroristen keine Massaker aus, sondern fuhren „nur“ mit Fahrzeugen in Menschenmengen. Offiziell kam der Imam bei der Explosion ums Leben, es spricht aber einiges dafür, dass er untertauchen konnte. Schon bei den Anschlägen in Madrid im Jahr 2004, bei denen 200 Menschen ums Leben kamen, waren Geheimdienst, Guradia Civil und Polizei verwickelt. Eine erschreckende Geschichte aus Spanien, wo die Opfer nun darauf hoffen, dass die EU für Aufklärung sorgt, weil die in Spanien blockiert wird. Allerdings werden die Machenschaften der Geheimdienste auch in Deutschland trotz aller Bemühungen wie im Fall NSU oder dem Anschlag auf den Breitscheidplatz nicht wirklich aufgedeckt.

Das Gespräch wurde am 13. Januar um 16 Uhr geführt. Transkript demnächst.

 

https://youtu.be/5iYmgp-kzOs

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher. In diesen Tagen erschien sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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