Prognose zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz

Enges Rennen zwischen SPD und CDU, Zugewinne der Grünen, Verluste der AfD, Zitterpartie für FDP, Die Linke wird es wieder nicht schaffen.

Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz zeichnet sich folgendes Bild ab. Dabei geben wir den aktuellen Stand unserer PESM-Wahlbörse an sowie als Vergleich in Klammern jeweils den kleinsten und größten Wert aus den Februar-Umfragen von Forschungsgruppe Wahlen, INSA und infratest.

An der Wahlbörse gibt es schon seit längerer Zeit zwischen der regierenden SPD mit 30,9 Prozent (30-31 Prozent) und der CDU mit ebenfalls 30,9 Prozent (31-33 Prozent) ein enges Kopf-an-Kopfrennen, während die Umfragen die CDU mit 1-2 Prozentpunkten vorn sehen. Auf dem dritten Platz stehen unangefochten die Grünen mit 12,6 Prozent (12-13 Prozent), die im Vergleich zur Vorwahl die stärksten Zugewinne verbuchen können. Sie haben an der Börse jedoch auch die höchsten Schwankungen, was ein Zeichen für eine unsichere Einschätzung ist.

Relativ hohe Verluste gegenüber 2016 verzeichnet die AfD mit 9,0 Prozent (7-9 Prozent). Für die FDP könnte es beim Stand von 6,3 Prozent (5-7 Prozent) eventuell noch eine kleine Zitterpartie geben. Die Linke wird hingegen mit 3,3 Prozent (3-4 Prozent) wieder keine Chance auf einen Einzug ins Landesparlament haben. Die Sonstigen könnten mit 7,0 Prozent (6-8Prozent) sogar mehr Stimmen als beim letzten Mal holen.

Wenn die FDP wieder in den Landtag kommt, ist die zurzeit regierende Ampel unter Führung der SPD, aber auch eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP möglich. Unabhängig vom Abschneiden der FDP ist natürlich ein Verbund der beiden führenden Parteien von CDU und SPD jederzeit realisierbar. Sollte es die FDP nicht wieder schaffen, sind sogar Bündnisse aus SPD und Grünen sowie CDU und Grünen in Reichweite. Politisch und rechnerisch gibt es also eine relativ große Anzahl von Koalitionsmöglichkeiten.

Hinsichtlich der Prognosegüte lag bei der letzten Landtagswahl die PESM-Wahlbörse knapp vor Forschungsgruppe Wahlen. Deutlich dahinter folgten in der angegebenen Reihenfolge die Umfrageinstitute Forsa, INSA, YouGov, infratest und GESS.

An unserer Wahlbörse kann man noch teilnehmen unter: boerse.prognosys.de. Siehe auch: Prognose für die Wahlen in Baden-Württemberg.

Prof. Dr. Walter Mohr ist Leiter der Prognosys Bewertungs GmbH.

 

Ähnliche Beiträge:

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.