Nato bereitet sich auf einen großen Krieg vor

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: „Our new Concept will guide us in an era of strategic competition.
I expect it will make clear that Allies consider Russia as the most significant and direct threat to our security.
It will address China for the first time. And the challenges that Beijing poses to our security, interests, and values.“ Bild: Nato

Vermutlich soll jetzt nur Russland mit der Unterstützung der Ukraine geschwächt werden, um gegen China aufzurüsten, das seit langem Hauptkonkurrent der amerikanischen „internationalen Ordnung“ ist. Die Ukraine als Trojanisches Pferd?

 

 

Die Nato wird auf dem Gipfel in Madrid, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg ankündigte, beschließen, die Zahl der schnell einsetzbaren Einsatztruppen von jetzt 40.000 um ein Vielfaches auf „weit über 300.000 Soldaten“ zu erhöhen. Das ist Teil des neuen Strategiekonzepts. Die Truppen stehen in Friedenszeiten unter nationalem Kommando, werden aber bei Krisen unter Nato-Kommando gestellt, was letztlich bedeutet, unter amerikanisches Kommando. Verstärkt werden soll nicht nur die Ostflanke gegen Russland, sondern es sollen auch Ausrüstung, militärische Versorgung, Kommandozentren und Luftabwehrsysteme nach „vorne“ verlegt werden. Noch führt die Nato keinen direkten Krieg, auch wenn sie mit den Waffenlieferungen, der Ausbildung von ukrainischen Soldaten und der Anwesenheit von Militärs und Geheimdiensten in der Ukraine längst Kriegspartei geworden ist.

Die Ankündigung von Stoltenberg, dass es sich um die „größte Neuaufstellung unserer kollektiven Verteidigung und Abschreckung seit dem Kalten Krieg“ handelt, weist darauf hin, dass sich die Nato auf einen Krieg vorbereitet. Begründet wird dies mit dem angeblich nicht provozierten Angriff Russlands auf die Ukraine, was wie ein Mantra wiederholt wird, wobei der Verdacht wächst, dass Russland in die Falle gelockt wurde. Russland sei, so sagte Stoltenberg die „bedeutendste und direkte Bedrohung unserer Sicherheit“. Aber er fügte hinzu, dass sich diese Neuaufstellung des Nordatlantikpakts auch gegen China und die Bedrohungen „für unsere Sicherheit, Interessen und Werte“ richtet. Und eine weitere Botschaft: Die Nato-Länder müssen mehr in Rüstung investieren, nur 9 Nato-Länder wurden 2 Prozent des BIP in die „Verteidigung“ investieren.

Damit wird Klartext gesprochen, denn nach dem Ukraine-Krieg droht das Risiko eines Kriegs mit China, wenn es zu einem militärischen Konflikt zwischen China und Taiwan kommt, das für die Nato die Ukraine in Ostasien ist. Schon lange sieht Washington China als Hauptkonkurrenten und versucht, das Land ebenso mit Stützpunkten und Alliierten abzuschließen, wie dies mit der Osterweiterung der Nato gegenüber Russland gemacht wurde. Nachdem die Nato schon längst kein reines Verteidigungsbündnis mehr ist, sondern sich auch in Afghanistan, in der Ukraine, in Libyen oder in Syrien „verteidigt“, waren die Nato-Staaten auch willig, beim militärischen Aufmarsch gegen China mitzuspielen, der schon lange vor dem Ukraine-Krieg begonnen hat. Das Brexit-Großbritannien spielt wie im Ukraine-Konflikt  eine vorpreschende Rolle, Deutschland ist auch dabei, dafür sorgte bereits die große Koalition, schließlich wird Deutschland bzw. die „internationale Ordnung“ auch im Südchinesischen Meer verteidigt.

Klar ist mittlerweile, dass Washington und der „Westen“ Russland militärisch, wirtschaftlich und politisch so schwächen wollen, um freiere Hand gegen China zu haben. Daher die uneingeschränkte und unbefristete Unterstützung der Ukraine und das Versprechen von mehr Waffen und 28 Milliarden US-Dollar zur Aufrechterhaltung des ukrainischen Pleitestaats, der monatlich mindesten 5 Milliarden benötigt. US-Präsident Joe Biden verkündete schon mal auf dem G7-Gipfel in Elmau, dass man für eine „Partnerschaft für Globale Infrastruktur“ als Konkurrenzprojekt  zur chinesischen „Neue Seidenstraße“ 600 Milliarden US-Dollar investieren wolle.

Was die Containmant-Strategie betrifft, so sind Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea zum Nato-Gipfel eingeladen. In der Pressekonferenz spielte die Orientierung der Nato Richtung China keine Rolle, Russland stand im Vordergrund und verdeckte die Vorbereitung für einen neuen Konflikt in Ostasien zur Aufrechterhaltung der „internationalen Ordnung“, der nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlicher gefährlicher werden könnte als der Ukraine-Krieg.

Interessant ist auch, dass die Nato nun auch die „Souveränität und territoriale Integrität“ der Mitgliedsstaaten verteidigen soll. Gerade war die spanische Exklave Melilla in Marokko  ein Thema, weil dort spanische und marokkanische Sicherheitskräften brutal gegen einen Versuch von mehreren hundert Migranten aus Schwarzafrika vorgegangen sind, in die Festung EU zu gelangen. Dabei starben fast 40 Migranten. Stoltenberg wich einer klaren Beantwortung der Frage aus, ob Ceuta und Melilla auch unter den Nato-Beistandspakt fallen:

„In Artikel 6 des Washingtoner Vertrags wird der geografische Geltungsbereich unserer kollektiven Verteidigungsgarantie, Artikel 5, definiert, und zwar als das Hoheitsgebiet einer der Vertragsparteien in Europa oder Nordamerika oder Inseln unter der Hoheitsgewalt einer der Vertragsparteien im nordatlantischen Raum, nördlich des Wendekreises des Krebses. Ich denke, wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Inanspruchnahme von Artikel Fünf und unserer Klausel zur kollektiven Verteidigung eine politische Entscheidung ist. Sie muss also im Konsens getroffen werden, und zwar von allen Verbündeten im Nordatlantikrat, und zwar auf der Grundlage dessen, was in diesem speziellen Fall von Bedeutung ist. Das ist alles, was ich sagen kann, wenn es darum geht, spezifische Fragen zu kommentieren.“

In Spanien wird das dennoch so gedeutet, dass Ceuta und Melilla auch von der Nato verteidigt werden. Wie auch immer, Bundesregierung ist jedenfalls daran gescheitert, Indonesien, Argentinien, Senegal und Südafrika auf die antirussische Seite zu ziehen. Indonesien hält daran fest, Russland zum G20-Gipfel einzuladen, Argentinien will mit Iran Mitglied von BRICS werden, Indien wird nicht an der G7-Erklärung beteiligt sein, mit der die Ukraine unterstützt und Russland verurteilt wird. Das bedeutet, dass der Einfluss der USA als Supermacht schwindet.

Ende der asymmterischen Kriege

In der Ukraine wird seit Jahrzehnten wieder der erste konventionelle Krieg in Europa zwischen zwar nicht ebenbürtigen, aber doch ähnlich hochgerüsteten Armeen geführt, die, abgesehen von Atomwaffen, alle Waffensysteme und Truppen einsetzen. Er erinnert daran, wie verheerend konventionelle Kriege sein können und mit welchen Materialschlachten und Opferzahlen sie einhergehen. Abgeschlossen ist damit die Zeit nach dem Kalten Krieg, in dem vorwiegend asymmetrische Kriege mit Lufthoheit gegen meist nur leicht bewaffnete Aufständische geführt wurden. Allerdings wurden auch hier ganze Städte ohne Rücksicht auf Zivilisten in Schutt und Asche gelegt, wie von den Russen Grosny oder von den Amerikanern Raqqa und Mosul.

Ausnahmen bildeten der Irak-Krieg 1990, der Nato-Krieg gegen Serbien (Kosovo-Krieg) und der Irak-Krieg 2003 oder der russisch-georgische Krieg (2008), bei denen aber auch eine Kriegspartei extrem überlegen war und der Krieg sich nicht auf das Territorium des Angreifers erweiterte. Zu diesen Kriegen reichte ein begrenzter Einsatz von schweren Waffen aus, die Kriegsführung beruhte weitgehend auf Kampfflugzeugen, Drohnen und Raketen. Die Landesvereidigung spielte deswegen eine geringere Rolle, daher wurde für schwere Waffen am Boden und deren Weiterentwicklung weniger investiert und Bodentruppen gekürzt, während Spezialkräfte, die kleinen Einheiten operieren, ausgebaut wurden. Dazu kam der Aufbau von Cyberwarkommandos und zuletzt von Weltraumkommandos, die Entwicklung von autonomen (Waffen)Systemen mit Künstlicher Intelligenz und die Weiterentwicklung von (Präzisions)Raketen und Raketenabwehrsystemen. Mit der Aufkündigung des ABM-Abkommens mit Russland und  dem Aufbau des Raketenwabwehrschilds in der Nähe der russischen Grenze (Rumänien und Polen) hatte ab 2002 allerdings Washington die Zündschnur für eine Eskalation des Konflikts mit Russland und ein zum Antiterrorkrieg paralleles Wettrüsten gelegt.

Auch aus russischer Sicht ist der Ukraine-Krieg ein Bruch, so etwa Wassilij Kaschin, Direktor des Zentrums für umfassende europäische und internationale Studien, in einem Beitrag zum Magazin „Russia in Global Affairs“:

 

„Militärische Konflikte, die mit der eindeutigen technischen Überlegenheit einer Seite ausgetragen wurden, haben in der Gesellschaft und in der Politik sehr unrealistische Vorstellungen über das Ausmaß der Risiken, der Opfer und der Ungewissheit, die mit einem Krieg einhergehen, geprägt. Generationen von Offizieren, die in den ersten großen Krieg seit Generationen verwickelt sind, sind mit Kriegen mit irregulären Gegnern aufgewachsen. Infolgedessen hat der Konflikt gravierende Mängel in Bezug auf Strategie, Taktik, Ausrüstung und Gefechtsausbildung sowohl auf Seiten Russlands und der Ukraine als auch auf Seiten der sie unterstützenden westlichen Verbündeten offenbart. Die Rückkehr zur Ära der „großen“ Kriege – blutige, intensive Konflikte, die mit dem gesamten Arsenal, einschließlich der Atomwaffen, ausgetragen werden – kann als Zeichen für das endgültige Ende der dreißigjährigen Ära der unipolaren Weltordnung angesehen werden.“

Russland sei für einen „großen“ Krieg gar nicht vorbereitet gewesen, so Kaschin, und habe deswegen die Invasion auch nur mit einer gegenüber der ukrainischen Armee kleinen Zahl von Bodentruppen begonnen, was eher einer asymmetrischen Kriegsführung entspricht. Man glaubte nicht an einen großen Landkrieg zwischen Russland und der Nato, sondern war von Szenarien der Kriegsführung wie in Syrien gefangen.

Massiv wird nun aufgerüstet, um sich auf große Kriege vorzubereiten. Der Ukraine-Krieg bildet des Anlass für die Nato, massiv in die Aufrüstung einzusteigen. Deutschlands 100 Milliarden-Rüstungsprogramm ist dafür nur ein Beispiel. Wichtig werden nun neben Kampfdrohnen, Kampfflugzeugen, Raketen und Luftabwehrsystemen wieder Panzer und Artillerie, aber auch die Marine sowie die entsprechenden Abwehrwaffen, die die Nato-Länder massenhaft in die Ukraine geliefert haben, so dass die Waffenlager geleert wurden, die so schnell nicht wieder aufgefüllt werden können. Über alles steht die Modernisierung und der Ausbau des strategischen Arsenals, wodurch nun wieder das Risiko eines nuklearen Kriegs ansteigt.

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24 Kommentare

  1. „Klar ist mittlerweile, dass Washington und der „Westen“ Russland militärisch, wirtschaftlich und politisch so schwächen wollen, um freiere Hand gegen China zu haben.“ Noch klarer aber ist, dass das gründlichst misslingt. Die Wirtschaftsindikatoren, Aussenwert der Währung, Leitzins, Verschuldunsgrad etc. beweisen es ökonomisch, die Isoliertheit des Westens – sozusagen der gesamte Rest der Welt spielt nicht mit, nicht einmal stark u.s.-lastige Regierungen wie die bisherige kolumbianische – politisch. Und auch militärisch läuft es, wie Jacques Baud es kompetent beschreibt, alles andere als günstig für den Westen.

    „Russland sei für einen „großen“ Krieg gar nicht vorbereitet gewesen, so Kaschin, und habe deswegen die Invasion auch nur mit einer gegenüber der ukrainischen Armee kleinen Zahl von Bodentruppen begonnen.“ Das ist Unsinn. Dass die russische Seite nur einen kleinen Teil ihrer Möglichkeiten nutzt, ist ein sicheres Indiz dafür, dass die Regierung mit weiteren Fronten rechnet, für die sie gerüstet bleiben will. Putin setzt stets nur ein Minimum ein. Das heisst natürlich nicht, dass die russische Armee keine Fehler begeht, aber diese bleiben korrigierbar.

    Es ist schon nur fraglich, ob es dem Westen umstandslos gelingen wird, über 300’000 Soldaten aufzubieten. Man tut gerne so, als habe man unerschöpflich tiefe Taschen. In Wirklichkeit fürchten sich alle vor der kommenden Wirtschaftskrise. Die BIZ empfiehlt eine aggressive Zinssteigerungspolitik um ein sich Verstetigen der Inflation zu verhindern. Das aber ist nur zum Preis schwerer sozialer Erschütterungen zu haben. In den usa kommt die extreme Polarisierung hinzu, die jederzeit in einen Bürgerkrieg umschlagen kann. Die Tage des geistig angeschlagenen Bidens, dem man offenbar sagen muss, wann er sich wo setzen, wen er ansprechen soll etc. sind gezählt.

    1. „Noch klarer aber ist, dass das gründlichst misslingt.“

      Naja, entschieden ist da noch nichts. Der politische Wille des Westens, Russland zu ruinieren, führt immerhin dazu, dass der Stellvertreter-Krieg ungebrochen weiterläuft. Auch die Baud-Analyse, die die militärische Situation sehr aufschlussreich beleuchtet, gibt nur Anhaltspunkte über die politische Beschlusslage der beteiligten Kombattanten, so was wie das Hin und Her beim Kaltmachen des Gegners. Aus Sicht der Staatsführer ist das Rumgeballere Teil des praktischen Kräftemessens und zwingt in letzter Instanz den Gegner zur Aufgabe entweder durch Auslöschen oder Unterordnung. Wenn die Nato ihre Kapazitäten hochfährt, das Maidan-Regime per Geldüberweisung und (kostenlose?) Waffenlieferung aufrechterhalten bleibt heisst das erst mal nur, dass der Westen an seinem Eskalationsprogramm festhält, koste es was es wolle. Dafür strapazieren sie ihren Staatskredit. Letztlich mobilisieren sie die gesamte Geldmacht des Westens und lenken die Knete in die Zerstörung des aus der Spur geratenen Rivalen, ökonomische Verwerfungen im eigenen Lager miteingeschlossen. Selbst Joe die Mumie hofft, dass dieser Plan, so Gott will, aufgeht und den Glorienschein der Nation wieder so richtig aufleuchten lässt. Für die sozialen Erschütterungen gibts ja schließlich die Nationalgarde.

      1. Trotzdem hat der Westen in der Ukraine zumindest östlich des Dnjepr null Chance zu gewinnen oder Russland zu ruinieren.
        Russland ist jederzeit in der Lage, die gesamte Führungsorgansiation des Maidanregimes in der Ukraine zu zerstören. Strategische Waffen dafür sind ausreichend vorhanden und dürften derzeit für den Fall der Fälle auf Halde produziert werden. Darüber hinaus wäre es auch kein Problem alle Brücken des Dnjepr zu zerstören, die gesamte Energieversorgung der Ukraine, die ja jetzt schon zu größeren von Russland kontrolliert wird, abzuschalten, sowie den größten Teil der Logistik samt Tanklager etc.. zu zerstören. Da hilft dann auch keine Geldüberweisung und keine Waffenlieferung mehr. Dann kommt an der Front kaum noch was an.
        Weiterhin sollte man bedenken, dass der Osten und Süden der Ukraine bisher mehr als dreiviertel des BSP der Ukraine erzeugt hat.
        Aktuell hat Russland auf jedem nur erdenklichen Gebiet die Eskalationsdominanz, es sei denn die Nato greift mit eigenen Truppen direkt in den Krieg ein. Aber dann ist eh Armageddon…:-(.
        Meine Prognose ist folgende: Sollten die Ukraine und der Westen auf die Kernforderungen Russland nicht eingehen, wird die Ukraine in spätestens einem Jahr nur noch westlich des Dnjepr und der Osten in von Russland abhängige Rrgionen abgespalten werden..

  2. Die NATO-Länder, erinnern mich an eine gefährliche Sekte im dumpf delirierenden Drogenrausch. „Wir haben das Recht auf ALLES, wir haben die WAHRHEIT, „Gott“, hat uns auserwählt, um diese Welt nach SEINEM Willen, zu gestalten“!

    Nun: WARNUNG: Enthält blasphemische/verstörende Inhalte: Gäbe es „Gott“, würde er diesen Zustand nicht nur NICHT zulassen, sondern er hätte seine dummen „Schäfchen“, auch nicht unbegleitet zur Schlachtbank geschickt. Damit: „Gott“ – kein reales Thema. Auch wenn er Großgrundbesitzer ist: USA= „gods own country“. Gut, das kann sich der/die/das RauschebärtIn, gern behalten.

    Um weiter etwas zynisch zu bleiben: Warum fürchten sich die USA, immer vor einem „Konkurrenten“, zumal, wenn der vielleicht sogar intelligenter agiert, als der tumbe „Haudrauf“? Das erinnert mich immer an das – freilich „Fake-Foto“, der „Penis-Enlargement-Clinic“, irgendwo, im sonnigen Süden: Am Parkplatz, lauter Ferraris, Lamborghinis, und andre Nobelflitzer.

    Süffisant betrachtet: Auch in Gender-Zeiten, hat der Schwanz, seine weltpolitische Bedeutung nicht verloren. Je kürzer, desto aggressiver, daher mein Appel: „BITTE, liebe Leute, starten wir ein CROWD-FUNDING“, um für den magenkranken Stoltenberg, Olly – und andere übliche Verdächtige – ein paar Zentimeter MEHR herauszuholen. Auch wenn sie damit nicht umgehen könnten: Allein das Gefühl: „ÄÄÄÄtsch, ich hab den längeren“, hätte deeskaliernde Wirkung. Wir bräuchten also nicht mehr Waffen – sondern längere Schwänze. Die dann mit den dranhängenden Gehirnen, kompatibel wären.;o)))))))))

  3. Bleibt nur zu hoffen, dass die Europäer mal so schlau werden und bemerken, dass ihre Interessen nicht die der USA sind. Dabei müssten sie nur ihre „Ideologie der Werte“ konsequent denken. Ein eigenständiges Europa hätte wieder die Chance zu einem friedlichen „gemeinsamen Haus Europa“. Der Traum jedes aufgeklärten Europäers.

    1. Wer sagt denn, dass die Europäer das nicht merken? Mal ehrlich, welche Chance hätten sie gegen die USA?
      Ein eigenständiges Europa? Da sei die NATO vor!

      1. „Man“ könnte schon, aber mittlerweile sind ja in DE Politiker an der „Macht“, deren Ausbildung vom Pentagon mitfinanziert worden ist.

        Wer hätte sich träumen lassen, dass man eines Tages mal Leuten wie Schröder/Fischer nachtrauern würde?

        Sollte sich die Bundeswehr eines Tages in einem Krieg nahe Taiwan zeigen, werden die Chinesen kein Problem haben auch DE direkt in den Krieg zu verwickeln.
        Ich bin mittlerweile so verärgert über diesen Staat und sein Volk, dass ich hoffe das noch erleben zu dürfen.
        Neuseeland zB ist weit weg….

  4. Die ganze Wirtschaft und das andere Alles ist so kompliziert geworden, dass es keiner von unseren Staatenlenkern mehr versteht. Das Militärspiel glauben sie zu verstehen. Endlich etwas, was sie leisten können.

    1. Nicht obwohl, sondern gerade deshalb braucht man im Westen händeringend einen großen Krieg und tut Alles dafür damit es dazu kommt nicht erst seit Februar. Nur will man nicht selbst als Aggressor auftreten und stattdessen Russland dazu bringen, was nun endlich gelungen zu sein scheint, nachdem Russland sich über viele Jahre verweigerte dabei mitzumachen. Dass Russland die Ukraine nun doch angreift ist der Segen für NATO, USA und EU. Davon träumen sie seit sovielen Jahren schon. Vorher mussten sie die vermeintliche russische Aggression erfinden und an den Haaren herbeiziehen. Jetzt ist sie real. Was besseres konnte dem Westen gar nicht passieren. Der Kapitalismus ist in einer tiefen Kriese und ein großer Krieg hat ihn schon mehr als nur einmal wieder auf die Beine geholfen. Siehe zum Beispiel Anfang des 20. Jh. USA waren damals noch gar keine Weltmacht. Die führenden Weltmächte waren europäische Kolonialmächte. USA spielte kaum eine Rolle, weder militärisch noch weltpolitisch. Die Wirtschaftskriese der 1920ger und 30ger Jahre war noch viel schlimmer gewesen. Diese hat auch zur Radikalisierung und Faschisierung in Europa beigetragen. Grassierende Arbeitslosigkeit und Hungersnöte haben Hitler an die Macht verholfen. Schließlich hat der Zweite Weltkrieg USA aus der Kriese geholt und zu einer Weltmacht gemacht. USA haben von Kriegen in Europa enorm profitiert, nicht nur die schlimmste Kriese aller Zeiten zu überwinden, sondern auch zur Weltmacht aufzusteigen. Jetzt brauchen sie es wohl wieder. Man braucht halt jemanden der als Aggressor auftritt. Also provoziert und gängelt man Russland. Jetzt hat sich Russland nun doch darauf eingelassen. Aber nicht weil sie dumm sind, das sind sie sicherlich nicht. Sie haben es durchschaut und wissen was sie tun müssen, damit USA diesmal den kürzeren zieht.

      1. Wenn dem Ukraine-Krieg ein Stück Plausibilität innewohnt, dann ist das schlicht die Tatsache, dass Staaten hier einen Konflikt austragen, der sich mit den üblichen Mitteln der Diplomatie und der Geschäftsbeziehugen nicht lösen lässt. Was anstand war die Eingemeindung der Ukiraine in EU/Nato und die gewaltsame Disziplinierung der Ost-Ukraine auf prowestlichen Kurs. Wenn das mal keine Feindschaftserklärung Richtung Kreml war. Schon unter Obama war Russland ein Staatsgebilde, das man unter Kontrolle halten muss. Ökonomisch nicht besonders erfolgreich mit Ausnahme des Rohstoffsektors. So auf dem Niveau der OPEC-Staaten vielleicht. Zweite Ausnahme der Militär- und Raumfahrtbereich, eine Erbschaft aus Sowjetzeiten mit ansehnlichen Exportquoten und ein paar Highlights. Solange sich Iwan an die ihm auferlegten Regeln hält ist alles paletti. Eine Windzigkeit stört nur: die atomare Waffenausstattung entzieht sich naturgemäß dem Kontrolleur. Und die ließ sich die Russische Förderation bis dato nicht abhandeln. Diese Hartnäckigkeit der Kreml-Führung, sich in einem Punkt der regelbasierten US-Ordnung zu widersetzen, ist mE der Knackpunkt für die eskalierende Feindschaft. Das mit dem Agressor ist ein Titel, den man beliebig mit Inhalten füllen kann mit dem schönen Hinweis, man selber ist ja aus ganz anderem Holz geschnitzt. Oder als nützliche Sprachregelung fürs aufgewühlte patriotische Gemüt, das man noch mit weiteren Attributen aus der Moral-Kiste befeuert. Die Überlegung, dass die US-Macht von seiner finalen Pleite plus innerstaatlichen Spannungen ablenken will klingt etwas bemüht angesichts der globalen Rolle der Amis als Weltordnungsmacht, des Zuspruchs aller westlichen Staaten und der in Gang gesetzten Eskalation. Ob die USA diemal den Kürzeren ziehen bleibt abzuwarten. Gruselig ist beides.

        1. Jaja. Die Kriegskosten schlagen auch im Westen zu Buche, Sanktionen behindern natürlich die Geschäfte der Industrie. Spekulanten an den Rohstoffbörsen und sonst wo können den Geldwert von Dollar & Euro massiv unter Druck setzen, Händler setzen die Preise rauf und und und …. Inflation, Rezession alles Aggreagatzustände der Marktwirtschaft bis zur Währungskrise, Staatspleite und Reanimation mit spektakulären „Rettungsprogrammen“. Immer wieder platzen Geschäfte, manche überleben, andere treten überschuldet ab. Was bislang nicht eingetreten ist: Der Zusammenbruch des Kredits, einfach weil die Geschäftsgrundlage (weltweit) weiter funktioniert.
          Der Westen leistet sich im Fall der Ukraine einen Auftragnehmer, der fünf Milliarden im Monat braucht. Schiebt das Geld über die Grenze und legt noch Panzer und Artillerie oben drauf. Kaufmännisch hochriskant, politisch unverzichtbar. Das ist Geld für den politischen Zweck. Einflussmehrung Richtung Osten, das kostet. Irgendwann schlägt sich das auch bei den Geschäften nieder, denn mehr Einfluss, mehr Geschäft. Russland muss für seine Interessenwahrung allein aufkommen. Es gibt nicht mal Kredit auserhalb des Rubelraums, weil international abgekoppelt. Im Westen veteilt sich das auf mindestens 7 Staaten plus Anhang. Aus Sicht der Blockkonfrontation ist das doch erst mal ein bißchen asymmetrisch. Und die Nato hält frische Einsatzkräfte noch überwiegend raus. Bringt aber das Kämpfermaterial schon mal vermehrt in Stellung. Brauch jetzt nicht zu erwähnen, dass das alles höchst gruselig bis lebensgefährlich ist. Aber so sind sie halt, die Herrschaften.

          1. Du vergisst, dass die Kriegskosten kein Problem sind..

            Es ist genau umgekehrt. Man kann problemlos JEDEN Welt-Krieg finanzieren, weil man anschliessend das gesamte Währungs kollabieren lassen und mit DigitalGeld prinzipiell die ganze Macht über die Bürger bekommt. Die dabei ebenfalls folgende Armut trifft die (in freier und demokratischer Wahl ermittelten) Entscheider ja nicht, sondern den, man es nicht anders sagen: den Urnenpöbel. Die Massen haben es sich selber eingebrockt, nun müssen sie halt mit den Konsequenzen leben. Was interessiert es die Amis, wie Europa nach einem erweiterten Krieg aussieht?

  5. Da kann man mittlerweile ja nur hoffen, dass die US+Lakaien sich vorher, und zwar alsbald, durch ihre bisherigen „Maßnahmen“ so sehr wirtschaftlich in die Grütze reiten, dass diese vollkommen skrupellosen „Geo-Strategen“ und ihre Erfüllungsgehilfen (Stoltenberg, vdL, …) bald eher mit dem Problem zu kämpfen haben, nicht vom Pöbel mit Mistgabeln und Fackeln durch ihre eigenen brennenden Städte gejagt zu werden.

    Sollten diese Edelmenschen die Gelegenheit bekommen, ihre hirntote Agenda umzusetzen, wird’s finster.
    Endgültig und global.

    1. Ihr und eure albernen Träume.. Der Dollar ist Leitwährung und wird es auch bleiben. Oder glaubst Du die Finanzwelt könne Entscheidungen ohne den US Anteil am Bankenwesen treffen. Die USA sind die Finanzwelt !
      Zumindest für den Teil der Welt, in dem deutsche Politiker mit Freude dem A….kriecher bei den Amis machen.

      Teuer wird es immer nur für die Anderen, nicht die USA. Die BRICS Staaten werden grösser sein, aber getrennt.
      Oder glaubst Du die Baerbocks des Landes werden sich gegen die USA einem chinesischen (oder anderen) Währungssystem anschliessen?

  6. „Begründet wird dies mit dem angeblich nicht provozierten Angriff Russlands auf die Ukraine, was wie ein Mantra wiederholt wird, wobei der Verdacht wächst, dass Russland in die Falle gelockt wurde. “

    Das Mantra des „nicht provozierten Angriff Russlands auf die Ukraine“ wird bestimmt so sein, man muss nur fest dran glauben und es oft genug wiederholen. Warum? Antwort: Weil der Putin verrückt und imperialistisch ist!

    Man halte aber einmal kurz inne und überlege, ob es diesen Krieg gegeben hätte, wenn die Ukraine kein Nachbarstaat Russlands gewesen wäre, sondern ein „Pleitestaat“ irgendwo in Südamerika zwischen Peru und Bolivien, oder irgendwo auf dem afrikanischen Kontinent oder in Südostasien neben Indonesien. Wer glaubt ernsthaft, es hätte diesen Krieg dann wirklich zu irgend einem Zeitpunkt gegeben?

    Das ist sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Und ebenso unwahrscheinlich ist, dass dieser „Pleitestaat“ auch noch von den Amerikanern zu einem waffenstarrenden Frontstaat ausgerüstet worden wäre, selbst wenn man die stets vorgebrachten Argumente von „regelbasierter Ordnung“, „Menschenrechte“, „Selbstbestimmung“ und „Völkerrechte“ den Amerikanern glauben wollte.

    1. Du scheinst das Problem nicht sehen zu wollen.
      Die Ausweitung dieses Krieges durch einen „Golf von Tonkin“ in Lettland zum Beispiel….

  7. Absolut erste Aufgabe ist es, der Hetze gegen Russland ein klares Stopp zu setzen.
    Keine Bereitschaft zum Krieg in den Köpfen bedeutet kein Krieg in Europa,

    1. Schau einfach mal in irgendeine der Tageszeitungen die die Masse, also das autoritär-reaktionäre Spießertum von links heutzutage liest… Steht da irgendwas von „keiner Bereitschaft zum Krieg in den deutschen Köpfen“ ?

  8. Der NATO-Generalsekretär erklärte, die NATO habe sich bereits seit 2014 auf eine Konfrontation mit Russland vorbereitet. Niemand in Russland zweifelte wirklich daran, insbesondere nachdem die USA und die NATO den Staatsstreich in der Ukraine unterstützt hatten, um dort eine Marionettenregierung zu installieren und die Ukraine als Instrument gegen Russland zu benutzen. Die Zeiten der „alternativlosen“ Minsker Vereinbarungen wurden genutzt, um den aktuellen Stellvertreterkrieg vorzubereiten, in dem die NATO ihr ukrainisches Instrument gegen Russlands einsetzt.

  9. Fuer 10 Jahre ist die Nato kastriert,die fehlenden,geschenkten Waffen sind i/d Ukraine,koennen aber im Schwarzmarkt wieder zurueckgekauft werden.So laeuft das Geschaeft rund

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