Nackt im Internet: Objektivierung, Menschenbild und Menschenwürde

Bild: pxhere.com/CC0

Erfolgreiche OnlyFans-Creatorin mit hohem fünfstelligen Monatseinkommen trifft auf Aussteigerin mit erfahrener Misshandlung.

Bei unbubble, einem Format von ZDFKultur, bei dessen 13 Fragen ich kürzlich selbst zu Gast war (Haben wir ein Alkoholproblem?), ging es am 3. August um Erotik-Plattformen im Internet: Nackt im Netz: OnlyFans-Creatorin trifft Aussteigerin. Dort beantworten Roxie Roots, die von 2017 bis 2021 mit Erotikbildern und schließlich auch Pornofilmen Geld verdiente, und Sophie Lauren, die seit Dezember 2020 mit Erotikmaterial sehr erfolgreich geworden ist, Fragen zum Thema Sexarbeit im Internet.

Roxie hat leider selbst sexuellen Missbrauch erlebt und will jetzt Mädchen vor den Gefahren der Online-Pornographie warnen. Sophie Lauren sei eine der erfolgreichsten Anbieterinnen auf OnlyFans und verdiene mit ihren Inhalten monatlich eine „hohe fünfstellige Summe“. Sie sieht in der Bezahlplattform gerade eine Möglichkeit, sich selbst zu ermächtigen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Im Folgenden soll es nun um die Themen Objektivierung, Menschenbild und Menschenwürde gehen.

Am Anfang der Sendung berichtet Roxie, wie sie in einer schweren Zeit eine deutlich jüngere und deutlich reichere Frau getroffen habe, die ihr von den finanziellen Vorteilen der Sexindustrie berichtet habe. Demgegenüber verweist die siebenundzwanzigjährige Sophie Lauren auf den Rat ihrer Mutter, sich nicht von Männern abhängig zu machen. Jetzt sei sie sehr unabhängig. Dem widerspricht Roxy aber, weil man auf Plattformen wie OnlyFans zu 100% von Männern abhängig sei.

Begegnung im Overall

Für die Begegnung der beiden Frauen hat sich das Fernsehteam eine Besonderheit ausgedacht: Sie sollen sich einen grünen Overall anziehen und „alle erkennbaren Merkmale, die auf Klasse, sozialen Status oder persönlichen Geschmack hinweisen“ entfernen. Das führe zu einer „Anonymisierung“ des Gesprächs. Diese Uniform (wörtlich: eine oder gleiche Form) kann aber nicht verbergen, dass Sophie Lauren einen ganzen Kopf größer ist. Und natürlich unterscheiden sich die Gesichter der beiden.

In der einführenden Selbstdarstellung beschreibt Roxie sich als „authentisch, freiheitsliebend und unabhängig“, Sophie Lauren sich als „anpassungsfähig, sehr optimistisch und auch sehr mutig“. Letztere berichtet, ohne Vater aufgewachsen zu sein; dieser habe sich nie für sie interessiert. Demgegenüber berichtet Roxie von sexuellem Kindesmissbrauch, der sie sehr früh geformt habe, insbesondere ihr Selbstbild und ihre Beziehungen zu anderen Menschen.

Bevor es um Online-Erotik geht, wechseln die beiden Frauen Sichtweisen über Prostitution aus: Roxie antwortet nämlich auf die Frage, welche Gesetzesänderung sie sich wünscht, mit der Bestrafung von Freiern. Sophie Lauren findet es aber okay, dass man Sex gegen Bezahlung haben könne. Sie verweist auf Frauen, denen diese Arbeit Spaß mache, und dass es durch diese Möglichkeit zu weniger Vergewaltigungen komme. Dieses Argument kontert Roxie mit dem Einwand, dass man damit Prostituierte zum „Kollateralschaden“ männlicher Sexualität mache.

Online-Plattform

OnlyFans ist eine Online-Plattform, auf der Anbieter, sogenannte „Creator“, Medieninhalte an „Fans“ verkaufen können. Nach eigenen Angaben des in London basierten Unternehmens habe man über 1,5 Millionen Creator, an die man jährlich über 5 Milliarden US-Dollar ausschütte, und über 150 Millionen Fans. Die Branche war übrigens ein Gewinner der Lockdowns während der Coronapandemie.

Auch wenn das Unternehmen selbst keine Vorgabe über die Art der Inhalte macht, ist sexuelles Material auf der Plattform besonders beliebt. Es gibt aber auch Angebote für Sport und Fitness oder von Musikerinnen und Musikern. Im August 2021 wollte OnlyFans das Angebot sexuellen Materials unterbinden, weil man deswegen Probleme mit Banken habe. Nach einem gemeinsamen Aufschrei von Creators und Fans zog das Unternehmen diese Entscheidung aber nach nur sechs Tagen wieder zurück. In Zwischenzeit erhielt zudem der Wettbewerber Fansly viel Zulauf.

Sophie Lauren berichtet, online erst Nacktfotos von sich angeboten zu haben, später dann mehr. Auf Instagram und TikTok hat sie jeweils um die 100.000 Follower. Das Material zeigt sie leicht bekleidet auf Weltreise: in Paris, der griechischen Insel Santorin, Miami, dem spanischen Valencia oder Los Angeles. Ihre „Stories“ fassen zusätzlich Fotoalben über Mexico, London, Malaga, Lissabon und andere Reiseziele zusammen.

Das Profil

Auf OnlyFans bezeichnet sie sich als „deine Lieblings-Sexbombe“. Sie sei gerne nackt und entdecke ihre Sexualität. Für ein Abonnement von zurzeit rund 9 Euro im Monat bekomme man exklusive Fotos und Videos, die es nirgendwo sonst gebe. Sie sei „super interaktiv“ und wolle eine „Verbindung“ aufbauen. Dahinter steht das Emoji für ein pulsierendes Herz.

In der Sendung erzählt sie, nicht immer so schlank gewesen zu sein. Doch in der Pubertät habe sie Spaß daran bekommen, knappere Bikinis zu tragen. Später habe sie FKK-Baden für sich entdeckt. Nun fühle sie sich wohl in ihrem Körper, treibe sehr viel Sport und könne sich auch ungeschminkt, ohne eine „Maske“ besser akzeptieren.

Die Anzahl ihrer bezahlenden Fans steht nicht auf ihrer Profilseite. Um mit diesen Preisen ein „hohes fünfstelliges Monatseinkommen“ zu erzielen, müssen es aber einige tausend sein. Laut unbubble behalte OnlyFans dabei 20% für sich selbst und bezahle 80% an die Creators. (Das sind übrigens Margen, denen die meisten Buchautoren nicht einmal in ihren wildesten Träumen nahekommen dürften.)

Roxie hält dem entgegen, die Plattform veranlasse einen dazu, über seine Grenzen hinauszugehen, wenn man in einer finanziellen Notlage sei. In Nachrichten erhalte man permanent Vorschläge. Und bevor man ohne Fans auf der Plattform bleibe, fange man damit an, diese umzusetzen. Laut Sophie Lauren kann aber jede Frau selbst bestimmen, wie sie sich „promoten“ wolle. „Also selbstbestimmt können Frauen auf jeden Fall arbeiten.“

Die etwas ältere Roxie sieht in ihrer Gesprächspartnerin eine frühere Version von sich selbst: Früher habe sie genauso positiv über das Geschäft mit Online-Sex erzählt. Sophie Lauren unterscheidet daraufhin Frauen, die die Arbeit machten, weil sie das Geld dringend bräuchten, und solche wie sie, der die Arbeit wirklich Spaß mache. Leute mit einem „Nine-to-five-Job“ hätten weniger Sicherheit als sie: Sie sei flexibel, reise viel, könne andere Kulturen kennenlernen, ihren „Mindset“ anpassen und sich zum Guten verändern. Das seien die heutzutage wichtigen Fähigkeiten.

Anpassbares Selbst

Das ist das Vokabular des anpassbaren, unternehmerischen Selbst, das unseren Zeitgeist widerspiegelt. Im Fall von Sophie Lauren scheint die Rechnung aufzugehen: Bei einem Durchschnittseinkommen von 4.100 Euro im Monat (brutto und in Vollzeit) über die gesamte Bevölkerung hat sie schon als 27-Jährige die allermeisten überholt, um nicht zu sagen abgehängt.

Roxie sieht sich demgegenüber in einer Schicksalsgemeinschaft mit Millionen von Frauen, die sexualisiert und in eine Opferrolle gedrängt würden. Ihre Gesprächspartnerin wünsche sie, irgendwann auch einmal dahinterzukommen. Hier reagiert Sophie Lauren vielleicht doch etwas genervt: „Was meinst du mit dahinterkommen?“ „Dass das ganze Internet voll ist mit deinen Bildern, dass das Stigma bleibt. […] Du bleibst ’ne Hure online.“

Da verzieht die OnlyFans-Creatorin das Gesicht und stellt klar: „Ich möchte nicht, dass Prostitution und das Online-Business in einen Topf geschmissen werden.“ Physisch mit einem Mann ins Bett zu gehen, sei etwas anderes, als sich online zu präsentieren.

Roxie sieht hier aber keinen wesentlichen Unterschied: Auch wer online für sexuelle Dienstleistungen bezahle, sei ein Freier. Diese Menschen stellt sie so dar, als würden sie für ihr Geld nur sexuelle Befriedigung suchen und sich nicht um das Wohlergehen der Frauen kümmern. Sie verweist auf Single-Mütter, die in Armut lebten und mit ihren Sexdienstleistungen gerade einmal 200 Euro im Monat verdienten. Für diese Gruppe spreche sie.

Objektivierung und Instrumentalisierung

Gegen Ende kommt das Gespräch auf die Themen Objektivierung und Instrumentalisierung. Sophie Lauren erklärt hierzu ihren Standpunkt: „Ich sehe ein, dass ich für Männer nur ein Objekt bin, eine Person im Internet. Die kennen mich nicht. Ich bin meine eigene Persönlichkeit und finde es auch gut so, dass ich das trennen kann, dass ich keine Männer in Wirklichkeit sehe.“

An dieser Stelle wird klar, dass die Objektivierung und Instrumentalisierung nicht nur in eine Richtung geht: Die Fans bezahlen für exklusive erotische Inhalte. Die Creatorin unterstreicht in ihrem Zitat aber, dass ihre Fans für sie vor allem nur das sind: zahlende Kunden. Diese ermöglichen ihr einen luxuriösen Lebensstil, den sich die meisten Menschen nicht leisten können. Wie das zu ihrem Versprechen passt, es gehe ihr um das „Aufbauen einer Verbindung“, möge jeder selbst beurteilen.

Und ich gehe noch einen Schritt weiter: Das Internet überflutet die Welt jetzt schon mit unzähligen Stunden von Gratis-Porno – und es werden jede Minute mehr. Erdenkliche und unerdenkliche sexuelle Inhalte sind überall verfügbar, rund um die Uhr, wohin es die Radiowellen von WiFi oder das Datennetz der Mobiltelefonie schaffen. Wer dann noch einen Account auf einer Online-Plattform erstellt und sein Portemonnaie öffnet, vor allem für ein monatliches Abonnement, der ist in der Regel wirklich Fan: also, laut Duden, ein begeisterter Anhänger.

Wir wissen nicht, wie viele der vermutlich mehreren tausend Fans sich gerne einmal mit einer jungen, attraktiven Frau wie Sophie Lauren treffen würden. Für die meisten dürfte diese Option unrealistisch sein: Sie sind vielleicht zu alt, sehen nicht gut genug aus, sind zu weit weg oder aus anderen Gründen uninteressant. Das bedeutet aber, dass die Objektivierung und Instrumentalisierung – oder besser vielleicht: Reduktion – des zwischenmenschlichen Kontakts von der Creatorin ausdrücklich erwünscht ist!

Der Erfolg des Inhalte-Modells im sogenannten Plattformkapitalismus setzt gerade voraus, dass es keine intensive persönliche Beziehung gibt. Ein Like-Button, ein Kommentarfeld und im „Extremfall“ eine Chatnachricht sind hier in der Regel das Maximum an vorgesehener Interaktion. Ansonsten müsste sich Sophie Lauren wohl einen eigenen Kundenservice leisten, um der großen Nachfrage zu begegnen.

Körperkultur

Zudem sollte man einmal hinterfragen, inwiefern die jahrzehntealte Diskussion über Objektivierung in unserer heutigen Körperkultur überhaupt noch plausibel ist. Der Körper ist in immer mehr Bereichen das Aushängeschild von uns selbst geworden: Schönheit und Fitness stehen für Erfolg.

 

Davon profitieren die Mode-, Beauty-, Wellness- und nun eben auch Inhalte-Industrien gleichermaßen. Traditionell betraf das Frauen stärker; doch die Männer holen auf, was sich zum Beispiel in körperbetonter Mode, vermehrt „slim fit“ und „skinny“ Styles äußert. Wahrscheinlich sind die Wachstumszahlen heute in diesen Bereichen für die Männer sogar größer, weil der Markt für Frauen allmählich gesättigt ist.

Wenn aber die körperliche Erscheinung in diesem Maße zentral, ja Wesensmerkmal des Menschen geworden ist, dann zieht die Kritik mit der Objektivierung nicht mehr. Man arbeitet ja nicht so hart an seinem „Normkörper“ im Fitnessstudio, optimiert ihn unablässig, hilft mit Mode und Make-up nach, um dann nicht für sein Aussehen geschätzt zu werden.

Man kann dieses Menschenbild traurig finden. Es ist aber unser Zeitgeist, der durch die Bild-, Foto- und jetzt auch Videokultur der Online-Medien weiter angetrieben wird. Pech haben diejenigen, die schlechte Chancen auf einen „Normkörper“ haben, also nicht zum Schönheitsideal passen.

Hollywoodstars machen uns vor, wie man mit Schönheitschirurgie die natürliche Alterung jedenfalls äußerlich verlangsamt. Doch auch sie können ihn nicht gänzlich anhalten – noch nicht. Das betrifft Menschen aus anderen Bereichen ebenso: Schauen Sie sich beispielsweise einmal ein aktuelles Foto von Nancy Pelosi an, der aktuellen Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten, die gerade nach Taiwan reiste. Und werfen Sie erst hinterher einen Blick auf das Geburtsjahr. Sie werden vielleicht so staunen, wie ich.

Menschenwürde

Das Thema betrifft also einen tiefgreifenden Aspekt unserer heutigen Gesellschaftsform. Dabei geht es nicht nur um Sex im Internet. Wo bleibt da die Menschenwürde? Das ist eine gute Frage.

Einen Anhaltspunkt bietet hier ein inzwischen selbst schon in die Jahre gekommenes Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Dezember 1981. Damals ging es um die Zulässigkeit von Peep-Shows, die mit der Entscheidung höchstrichterlich für sittenwidrig eingestuft und damit – jedenfalls für gewerbliche Zwecke – verboten wurden.

Das Gericht stellte erst einmal fest, dass die guten Sitten, dass die Moral „geschichtlichen Wandel unterworfenen sozialethische Wertvorstellungen“ betreffen. Mit anderen Worten: andere Zeiten, andere Sitten. Doch Nacktheit allein sei nicht das Problem: „Das bloße Zurschaustellen des nackten weiblichen Körpers verletzt nicht die Menschenwürde, deshalb sind gegen die üblichen Stripteasedarbietungen jedenfalls unter dem Gesichtspunkt der Verletzung der Menschenwürde keine grundsätzlichen Einwände zu erheben.“

Weiter: „Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes schützt den personalen Eigenwert des Menschen. Die Menschenwürde ist verletzt, wenn die einzelne Person zum Objekt herabgewürdigt wird.“ Das wird dann in der Begründung wie folgt auf den Fall der Peep-Shows übertragen:

„Die Stripteasedarstellerin – vor einem von ihr wahrgenommenen Publikum im Saale auftretend – bewegt sich in einem Rahmen, der in der Tradition der herkömmlichen Bühnen- oder Tanzschau steht und der nach dem hier maßgeblichen regelmäßigen Erscheinungsbild die personale Subjektsituation der Darstellerin unberührt läßt. Demgegenüber wird bei der Peep-Show der auftretenden Frau eine entwürdigende objekthafte Rolle zugewiesen, wobei mehrere Umstände der Veranstaltung zusammenwirken: die durch die Art der Bezahlung vermittelte Atmosphäre eines mechanisierten und automatisierten Geschäftsvorganges; bei dem der Anblick der nackten Frau wie die Ware eines Automaten durch Münzeinwurf verkauft und gekauft wird; die durch den Fensterklappenmechanismus und den einseitigen Sichtkontakt hervorgehobene verdinglichende Isolierung der als Lustobjekt zur Schau gestellten Frau vor im Verborgenen bleibenden Voyeuren; der durch diesen Geschehensablauf besonders kraß hervortretende Eindruck einer entpersonifizierenden Vermarktung der Frau; die Isolation auch des allein in der Kabine befindlichen Zuschauers und das damit verbundene Fehlen einer sozialen Kontrolle; die durch das System der Einzelkabine bewußt geschaffene Möglichkeit der Selbstbefriedigung und deren kommerzielle Ausnutzung.“ (BVerwG 1 C 232.79 vom 15. Dezember 1981)

Und im Ergebnis:

„Diese Umstände bewirken in ihrer Gesamtheit, daß die zur Schau gestellte Frau durch den Veranstalter wie eine der sexuellen Stimulierung dienende Sache zur entgeltlichen Betrachtung dargeboten und jedem der in den Einzelkabinen befindlichen, der Frau nicht sichtbaren Zuschauer als bloßes Anregungsobjekt zur Befriedigung sexueller Interessen angeboten wird. Dies rechtfertigt das Urteil, daß die zur Schau gestellte Frau durch diese – die sogenannte Peep-Show als gewerbsmäßige öffentliche Veranstaltung […] in ihrer typischen Eigenart kennzeichnende – Art und Weise der Darbietung erniedrigt und dadurch in ihrer Menschenwürde verletzt wird.“ (BVerwG 1 C 232.79 vom 15. Dezember 1981)

Diese schon 40 Jahre alte Begründung, als die Körperkultur weniger ausgeprägt war, lässt es fraglich erscheinen, dass eine Übertragung auf Online-Plattformen wie OnlyFans mit Blick auf die Menschenwürde zu einem ähnlichen Ergebnis führen würde: Vielen zahlenden Fans dürfte es um eine Creatorin wie Sophie Lauren <em>persönlich</em> gehen, nicht nur irgendeinen nackten Körper im Internet. Zudem vermarktet sie gerade das Versprechen einer „echten Verbindung“, „Interaktion“ mit den Kunden und bietet die Plattform tatsächlich solche Möglichkeiten – in für soziale Medien üblichen Formen.

Gesellschaft

Dass OnlyFans-Profile zu spezifischen Problemen mit Instrumentalisierung, Objektivierung und Menschenwürde führen, ist somit fraglich. Damit wird natürlich nicht bestritten, dass es auch dort Menschen mit persönlichen und/oder sozialen Problemen gibt. Dass beispielsweise Single-Mütter – oder allgemein Single-Eltern – oft ein härteres Leben haben, ist nicht die Folge von Sexdienstleistung, wohl in bestimmten Fällen aber deren Nährboden. Eine verfüg- wie bezahlbare Kinderbetreuung wäre schon eine Erleichterung.

Und wie viel Instrumentalisierung und Objektivierung ist eigentlich im Arbeitsleben normal? Warum spricht man in der Arbeitspsychologie von „Humanresourcen“? Damit sind die Angestellten eines Unternehmens gemeint. Und wie vielen Arbeitgebern geht es wohl um die „inneren Werte“ ihres Personals und nicht nur um deren in produktivitätszahlen errechenbare Arbeitskraft?

In einem aktuellen niederländischen Artikel über die Überalterung unserer Gesellschaft wurde hierzu gerade ein einschlägiges Beispiel aus Japan diskutiert, der ältesten Bevölkerung der Welt: „Die japanische Regierung holt Ausländer nicht als Menschen ins Land, sondern als Arbeitskräfte. Das ist das größte Problem.“

Letztes Jahr sei dort sogar eine 33-jährige Arbeitsmigrantin in der Abschiebehaft gestorben, die ihre Aufenthaltserlaubnis überzogen hatte. Das Bewachungspersonal habe ihre Hilfeschreie nur als einen Trick gesehen, um freigelassen zu werden.

Werte

Dass es hier um Werte geht, die uns alle betreffen, wird auch in der Sendung von unbubble deutlich: Roxie und Sophie Lauren scheinen sich in dem Punkt einig, dass man einen gesellschaftlichen Wandel brauche. Man solle mehr Toleranz gegenüber dem haben, was Frauen heute machen, und auch nicht mit dem Finger auf Leute zeigen, von denen es Nacktfotos gibt. Roxie unterstreicht, Sophie Lauren nicht für das beschämen zu wollen, was sie tut.

Ob dann die Bezeichnung als „Hure“ hilfreich ist? Aber auch Sophie Lauren grenzt sich wiederum moralisch von anderen Gruppen ab: Was sie mache, sei weder Prostitution, noch gehöre es zur Porno-Industrie. Auch damit kommuniziert sie ein hierarchisches Wertesystem und man erinnert sich an die Rufe von Prostituierten, die auf Demonstrationen mehr Anerkennung fordern: „Unser Problem ist nicht unsere Arbeit. Unser Problem ist eure Moral!“

Ich persönlich wünsche Roxie alles Gute und gönne Sophie Lauren, die scheinbar ein Vielfaches meines Monatsgehalts verdient, ihren Erfolg. Aus psychologischer Sicht bezieht sie jetzt einen großen Teil ihres Selbstwerts aus ihrem Körperbild, aus der Anzahl ihrer Fans und aus dem Geld, das sie für ihre Inhalte bezahlen.

Ironischerweise dürfte die Creatorin mit ihrem Auftritt in der unbubble-Sendung den Wettbewerb für sich selbst verschärfen: Kurzfristig bekommt sie über die Bekanntheit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vielleicht mehr Kunden. Aber auch andere junge Frauen mit hübschen Körpern, dem richtigen „Mindset“ und dem Wunsch nach Geld und einem Jetset-Leben sehen das. Manche von denen sind vielleicht ihre Konkurrentinnen von morgen.

Idealerweise hat Sophie Lauren – und stellvertretend für sie alle anderen Personen in diesem Bereich – genug Geld gespart, um sich ein anderes Betätigungsfeld zu suchen, wenn es mit den Fans irgendwann einmal nicht mehr so gut läuft. Und dieser Zeitpunkt wird kommen. Die gute Nachricht ist aber für uns alle, dass es in überalternden Gesellschaften so schnell keinen Arbeitskräftemangel geben wird.

Entspricht die Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt und der Verkauf seiner Arbeitskraft nun aber den Idealvorstellungen der Menschenwürde?

 

Hinweis: Dieser Artikel erscheint ebenfalls im Blog „Menschen-Bilder“ des Autors.

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15 Kommentare

  1. Was für ein Gutmenschen Bild!
    Was soll der Artikel sagen? Weil die eine Frau weniger verdient als die andere, muss sie die moralisch angreifen. Die andere muss die ganze Chose heiligsprechen, weil sie ja Geld abschleppt. Was aber ist daran so besonderes, was wird so gehypt? Dass es intimer Körpereinsatz ist, wo ist die Intimität, wenn es öffentlich dargestellt wird. Was ist denn so toll daran, wenn es nicht öffentlich dargestellt wird?
    Was ist denn mit der ganzen Fremdgeher? Was mit den Swingerclubs?
    Der größte Bluff ist immer wieder der Spruch mit der Selbstbestimmung. https://www.youtube.com/watch?v=ZDO1G7-Dggw&t=926s
    Dass es im Internet passiert ist das normalste von der Welt, dazu ein Blick in die Kommentare. Ich wusste nicht das es so flache Sinnleere Sprüche gibt, wie sollen die öffentlich einer „normalen“ Frau oder Mann gesagt werden.
    Was natürlich auch berücksichtigt werden sollte, ist die sexuelle Betätigung, außer an sich selbst, immer früher beginnt. Da frage ich mich, wo die jungen Menschen lernen, mit der Sexualität umzugehen. Aus Filmen sicher nicht, da geht es lediglich um Quantität des „Flach Legens“.
    Das elendige ist das es im Internet unreale Praktiken und Körper gibt, an den sich gemessen wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=9ZyLBv5iNUE

    1. Aber das, was Sophie Lauren auf und für ihre Kanäle tut, könnte man doch gerade auch im Sinne von Fromms Sein – Aktivität und Produktivität – sehen und nicht nur vom Haben.

      P.S: Der Artikel soll u.a. sagen, dass das Argument mit der Objektivierung nicht mehr so zieht in einer Körperkultur.

  2. Eigentlich wollte ich den Artikel nicht lesen, als ich Sie, Herr Schleim, als Autor identifizierte dachte ich, ich probiere es. Bereut habe ich es nicht. Es ist ein sehr differenzierter Text, den ich bei diesem Thema als gelungen bezeichnen möchte.

    Was ich als absolut GUT empfand, war dieser Absatz von Ihnen:
    „…Dass beispielsweise Single-Mütter – oder allgemein Single-Eltern – oft ein härteres Leben haben, ist nicht die Folge von Sexdienstleistung, wohl in bestimmten Fällen aber deren Nährboden. Eine verfüg- wie bezahlbare Kinderbetreuung wäre schon eine Erleichterung.

    Und wie viel Instrumentalisierung und Objektivierung ist eigentlich im Arbeitsleben normal? Warum spricht man in der Arbeitspsychologie von „Humanresourcen“? Damit sind die Angestellten eines Unternehmens gemeint. Und wie vielen Arbeitgebern geht es wohl um die „inneren Werte“ ihres Personals und nicht nur um deren in produktivitätszahlen errechenbare Arbeitskraft?

    In einem aktuellen niederländischen Artikel über die Überalterung unserer Gesellschaft wurde hierzu gerade ein einschlägiges Beispiel aus Japan diskutiert, der ältesten Bevölkerung der Welt: „Die japanische Regierung holt Ausländer nicht als Menschen ins Land, sondern als Arbeitskräfte. Das ist das größte Problem.“

    Es sind die Bedingungen, die die Menschen zwingen solche Arbeit an- bzw aufzunehmen. Ist die polnische Mutter hier in einer deutschen Familie um dort ein Mitglied 24 Stunden und 7 Tage die Woche vor Ort zu pflegen aus reinem SPAß da oder sind es die materiellen Zwänge, die diese Frau zu dieser Tätigkeit treiben? Sind nicht sehr viele Menschen in einem Job gezwungen, der sie nicht erfüllt oder gar innerlich erniedrigt?

    Zu Roxie Roots und Sophie Lauren möchte ich mich nicht äußern, weil es mir nicht zu steht. Das Prostitution und die Sexbranche hier in Europa Problem verursacht und Veränderungen bedarf, denke ich auch. Sie ganz zu verbieten, halte ich für genau so problematisch wie ein Alkeholverbot, weil es dann kriminalisiert weiter bestehen wird und der Zugang für besondere Kreise trotzdem recht unproblematisch bleibt. Gab es alles schon und war auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Und wenn man so verächtlich auf Prostituierte harab schaut, was ist mit den Frauen die sich eine „gute Partie“ schnappen, siehe Lothar Mathesius und Dieter Bohlen (es gibt davon aber tausende solcher Fälle)? Was ist mit den Freundinnen denen regelmäßig ein Taschengeld (egal welcher Höhe) zugesteckt wird? Machen diese ehrenwerten Frauen dies immer nur aus Liebe? Wie ordnet man dies moralisch korrekt ein?

    Mir steht es nicht zu, ein moralisches Urteil über jede einzelne Frau auf dieser welt Wegen ihres Privat- und Sexlebens ein Urteil zu fällen!

    Das Thema Mann als Sexarbeiter kommt in diesem Zusammenhang übrigens nirgens hier vor. Warum wohl? Wäre das ein Thema für die Gleichberechtigungsbeauftragte?

    1. Wussten Sie nicht, dass es die WAHRE LIEBE ist, wenn z.B. der inzwischen fast 50-jährige Schauspieler Leonardo DiCaprio immer wieder mit Models Anfang 20 „geht“? Da geht es nur um die inneren Werte und nicht den äußeren Wert.

      https://www.elle.com/culture/celebrities/news/g27849/leonardo-dicaprio-dating-history/ (Auf die Bilderstrecke klicken.)

      Und zum Thema Männer: Die verdienen meines Wissens in de P-Industrie deutlich weniger als Frauen. Und auf Instagram sind die allermeisten Influencer weiblich (wohl, weil in der weiblichen Mode- und Beauty-Industrie mehr Geld zu verdienen ist), einige der am meisten verdienenden Influencer aber Männer (v.a. Fußball- und Hollywoodstars).

      1. In dem Artikel wird ja vor allem die Hochglanzsexindustrie beleuchtet.

        Dort spielen Männer eine sehr untergeordnete Rolle.

        Aber ein bedeutender Teil der Sexindustrie findet auf der Straße statt. Und da gibt es auch einen Bedarf von Männern an Männer. Und dort ist die Ausbeutung, die Not, der Druck, das Elend genauso wie bei den Frauen. Dort findet bei Frauen wie Männern vieles nicht selbstbestimmt statt.

        Wenn ich einen kleinen Vergleich ziehen darf (Vergleiche passen nie zu 100%), daan kann man die Tätigkeit von Roxie Roots und Sophie Lauren im Vorstand eines Konzerns ansiedeln und den Straßenstrich bei den Leiharbeitern mit Sitz in der östlichen EU.

  3. Na wunnebar, der ‚politische Feminismus‘ hat vor der deutschen diplomatischen Leuchte lange Einzug erfahren. Wie tief möchten die ‚Gesellschaften‘ noch sinken?
    Ich kann manche Leser beruhigen, das „narrativ“ umfasst nur Gesellschaften die gerade scheitern…

  4. Bin ich froh, daß ich schon so alt bin.
    In den 70ern war es das Paradies auf Erden. Man konnte nackt im Englischen Garten
    liegen, ohne daß es auch nur irgendjemanden gestört hat und ungestört seine eigenen Erfahrungen machen. Prostitution gab es eben auch und sie gehörte genauso zum Leben dazu wie alles andere auch.

    Dieser ganze Wahnsinn begann erst, als die ganzen selbst ernannten Saubermänner und die Verbotskultur
    auf den Plan traten und Prostitution, Rauchen, Trinken etc. etc. plötzlich gaaaaaaanz ganz phöse waren.
    Das Ergebnis: Keiner kann sich mehr ohne „schlechtes Gewissen“ so verhalten wie er es natürlicherweise täte und alles wird bis ins Endlose in irgendwelchen Quasselshows analysiert und zerredet. Furchtbar !!!!
    Die Puritaner von jenseits des Ozeans mit ihrer verklemmten Doppelmoral und ihren Angstphobien haben ganze Arbeit geleistet.

    1. Ich lese hin und wieder in den Interviews mit Frauen aus den 70ern („Guten Morgen, du Schöne“) und denke, dass ich zwar in der richtigen Zeit gezeugt wurde, doch in der falschen aufgewachsen bin.

      P.S. Ich war gerade heute Nacht in einem Club in Amsterdam mit Musikerinnen und Musikern aus Südamerika. Nach dem, was ich dort gesehen und gehört habe, übernimmt die nächste Generation mitnichten die zurzeit in den Medien vorherrschenden Werte, sondern hat man eigene Vorstellung zur „neuen Weiblichkeit“ und „neuen Männlichkeit“. Die Geschichte steht nie fest.

  5. Obwohl ich anders als Zauberfee immer sehr auf Distanz zu anderen und Privatheit meines Körpers geachtet habe und dies auch im Alter so halte, so lange es körperlich möglich ist: Meine eigene Einstellung und die anderer haben nichts miteinander zu tun. Auf Basis von Freiwilligkeit können Menschen sich prostituieren. Ich bin allerdings sehr skeptisch, ob es nicht das materielle Überleben ist, das so manche „Freiwilligkeit“ erzwingt. Bei Frauen und Männern. Prostitution von Männern wird gerne ausgeblendet. Sie mag weniger häufig sein, weil es nach wie vor große Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Im Unterschied zu Moral zwingt aber Freiheit niemanden etwas zu tun. Ich für mich möchte diesen gesellschaftlichen „Schutz“ einer ganz persönlichen Lebenssphäre nicht haben. Zumal er interessenbezogen beliebig gewendet wird. Kurzform: Den eigenen Körper gegen Geld zur Verfügung stellen darf man nicht. (Prostitution) Einen Eingriff in die körperliche Autonomie erzwingen darf man schon. (Zwangsimpfung von Nichtentscheidungsfähigen). Rauschmittelverbote und Opioid-Krise… . Es gibt in diesem Sektor viele offene Fragen. Es steht außer Zweifel, dass die Freiheit von Eigentum und Profit einen höheren Stellenwert hat, als die autonome Entscheidung über den Körper.

    1. Danke für die Ergänzung – oder gibt es schlicht aus dem Grunde viel weniger männliche Sexarbeiter, weil damit weniger Geld zu verdienen ist? In der P-Industrie verdienen männliche Darsteller doch auch sehr viel weniger.

    2. Zum Schluss wirst du ganz spannend. „Im Unterschied zu Moral zwingt aber Freiheit niemanden. „Moral zwingt auch niemanden, es müssen nur die Konsequenzen ausgehalten werden. So auch mit dem, was Freiheit genannt wird. Was ist es, das einem die Freiheit deutlich werden lässt?
      Es ist noch nicht so lange her, dass die Frau einem Mann zugeordnet wurde, der dann heiratet und er schlief nur solange mit der Frau bis sie schwanger war. Ansonsten er Konkubinen und befriedigt seine Bedürfnisse anderweitig. Um keinen Bastard untergeschoben zu bekommen, passte die ganze Gesellschaft auf, dass die Ehefrau nicht anderweitig geschwängert wurde.
      Das Erbrecht eben.
      Von daher ist dein Einwand zum Eigentum sehr wichtig. Es fällt sofort zusammen, wenn sie Gesellschaft materialistisch organisiert ist. Die Frau bestimmt, mit wem sie schlafen will. Kein Mann weis, wer Vater der Kinder ist. (Bachofen, Engels Ursprung der Familie)
      Wichtig scheint mir hier auch zu sein wie die Gesellschaft ist, erst das macht das Individuum frei.

      1. Danke für den Hinweis, Peter, zum Gebrauch des Wortes „Zwang“. Der ist genauso erläuterungsbedürftig wie die Freiheit. Das ist der Grund, warum ich mich für einen materialistischen Denkansatz entschieden habe. Ich habe mich damit nicht entschieden, was für Einsteiger wichtiger ist „Der Ursprung der Familie“, „Lohn. Preis und Profit“ oder „Was tun?“. Die persönliche Existenz (–> Sisyphos) zwischen den Widersprüchlichkeiten
        der Lebenspraxis muss Mensch aushalten – manchmal kann er es nicht. Deshalb ist die Alternative Religion (noch?) nicht verschwunden. Empfehlung: Das Konzept PRAXIS im 21. Jahrhundert. Karl Marx und die Praxisdenker, das Praxiskonzept in der Übergangsperiode und die latent existierende Systemalternative. 2. vollständig überarbeitete und ergänzte Auflage. Norderstedt 2021. ISBN 978-3-7534-9705-1;

        1. Danke für deinen Hinweis Christa, ich werde das Buch wohl nicht lesen, wenn ich es in der Bücherei nicht bekomme. Es ist mir zu teuer bzw. ich habe das Geld nicht.
          Ich würde dir empfehlen „Gesellschaft bei Marx“ ISBN 3-89691-510-X.
          Es ist leicht zu lesen, sonst hätte ich es nicht geschafft. Erstaunlich, wie Marx die Globalisierung behandelt hat.
          Was ich zu dem Thema sagen kann ist, dass fast allem zugestimmt werden kann, was allerdings im dunkel bleibt, ist, wann etwas passiert. Also kann mensch loslassen und gelassen weitermachen. Denn auch die Reihenfolge, wie was zu tun ist, wird sich erst dann zeigen.
          https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Wir-machen-aus-der-Scham-eine-moralisierende-Waffe-gegen-andere/Kann-ich-gut-nachvollziehen/posting-41464009/show/

          1. Ich muss nachschauen. Möglicherweise ist in meinem externen Speicher ein erster Text des Buchs vorhanden, der früher im Webauftritt von Horst Müller als Diskussionsgrundlage kostenfrei zur Verfügung stand. Hat vielleicht nicht genau den Inhalt des gedruckten Exemplars. Den könnte ich dir zukommen lassen. Du könntest mir den Kontakt zu dir über „https://randstaendig.wordpress.com“ ermöglichen.

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