Kamikaze-Drohnen gegen Kiew: Gehen Russland die Präzisionsraketen aus?

Iranische Shahed-136-Drohnen, die nach Russland geliefert worden sein sollen.

Eine Drohne stürzte auf ein Wohngebäude. Für die ukrainische Regierung ein gezielter, terroristischer Angriff oder ein Kollateralschaden? Russland scheint auf Überwältigung durch billige (iranische) Drohnen und Raketen zu setzen, während der Westen superteure Luftabwehrsysteme wie NASAMS oder IRIS-T liefert.

 

Gestern erfolgte ein russischer Angriff auf die ukrainische Hauptstadt mit dem Ziel, wie schon bei vorhergehenden landesweiten Angriffen nach dem Anschlag auf die Krim-Brücke die Energieversorgung und -infrastruktur lahmzulegen. In einigen Städten und Teilen des Landes war die Stromversorgung zeitweise zusammengebrochen, sie ist teilweiseweiter  instabil, es drohen Blackouts, die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, vor allem Abends Strom zu sparen.

Dieses Mal beschränkten sich die russischen Streitkräfte bei dem Angriff auf Kiew auf Kamikaze-Drohnen aus dem Iran: Geran-2 bzw. Shahed-136. Eine mit 3,6m Länge und einer Flügelspannbreite von 2,5 m relativ kleine Drohne mit einem 40 kg Sprengkopf, einer Fluggeschwindigkeit von bis zu 185 km/h und einer Reichweite von bis 2500 km.

Der Iran streitet weiterhin ab, Drohnen an Russland geliefert zu haben, während die Ukraine dies natürlich hochspielt, auch um Israel dazu zu bringen, Kiew militärisch zu unterstützen und von Moskau abzurücken. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Nasser Kan’ani erklärte gestern, der Iran habe keiner der Kriegsparteien Waffen geliefert. Die Verbreitung der Nachricht habe politische Motive, der Iran trete für eine politische Lösung des Konflikts ein. Allerdings wurden Teile von Geran-2 in der Ukraine gefunden, sodass man davon ausgehen kann, dass Russland diese in Besitz hat und einsetzt. Auch in Kiew wurden dem Anschein nach Teile von iranischen Drohnen gefunden. Und auch russische Blogger sprechen von iranischen Kamikazedrohnen. Nach dem Weißen Haus lügt der Iran.

Von Klitschko veröffentlichtes Foto von den angeblichen Resten einer iranischen Drohne in Kiew.

Es war ein russischer Angriff auf das Zentrum von Kiew, auf den Bezirk Shevchenkiv. Daneben scheint es Drohnenangriffe auf Winniza, Tscherkassy, Odessa und andere Städte gegeben zu haben. Getroffen wurde in Kiew u.a. das Rechenzentrum des Energiekonzerns Ukrenergo, aber auch ein Gebäude in der Nähe des Bahnhofs.

Der ukrainische Präsident Selenskij erwähnte die vermutlichen Ziele der Angriffe zunächst nicht. Er sprach von Terrorisierung der Zivilbevölkerung und nur davon, dass in Kiew ein Wohnhaus von einer Kamikazedrohne getroffen worden sei. Russland vereine das Böse aller bisherigen Feinde der Ukraine, ließ er etwas später verlautbaren,  und handele „heimtückisch – tötet Zivilisten, trifft Wohnungen, Infrastruktur. Heute sind beim Angriff der Besatzer auf ein Wohnhaus in Kiew bereits 4 Menschen ums Leben gekommen.“

Der stellvertretende Leiter des Büros des Präsidenten, Kyrylo Timoschenko, griff den Beschuss des Wohnhauses auf, versuchte aber beides zusammenzukriegen: „Die Russen greifen Energieinfrastrukturanlagen an und versuchen auch, die Ukrainer einzuschüchtern, indem sie auf Wohngebäude schießen.“ Er forderte alle Menschen im ganzen Land Strom zu sparen. Nicht  nur die Städte sollen am Abend das Licht ausschalten, sondern auch kleine Gewerbetreibende wie Cafes oder Geschäfte. Man repariere, aber kommt dem offenbar nicht nach, weil immer neue Energieinfrastruktur zerstört wird. Stromsparen wird zum Krieg an der Energiefront erklärt: „Wenn wir alle zusammenstehen und an der Energiefront für das Land arbeiten, wie unsere Streitkräfte an der Front arbeiten, wird das viel helfen. Deshalb fordere ich noch einmal auf, den Stromverbrauch am Abend zu minimieren.“ Da in weiten Teilen die Stromversorgung ausfiel, scheint der russische Angriff erfolgreich gewesen zu sein.

Andriy Yermak, Leiter des Präsidialamts, will den Einsatz von iranischen Kamikaze-Drohnen als Verzweiflungstat sehen. Russland befinde sich in Agonie, um gleich darauf erneute weitere Flugabwehrsysteme zu fordern. Dem schloss sich auch Selenskij an. Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, erklärte, Kiew sei von 28 Drohnen angegriffen worden. Die meisten seien abgeschossen worden, möglicherweise auch mit Schusswaffen. Es habe 5 Explosionen gegeben, eine Drohne sei in das Wohnhaus eingeschlagen, in dem es Tote gegeben habe. Er vermied aber offenbar, dass die Drohne das Wohnhaus zum Ziel hatte, sprach aber von Terrorismus.

Was deutlich geworden ist, dass selbst der Luftraum über Kiew von der ukrainischen Luftabwehr nicht gesichert werden kann. Auch wenn einige Drohnen abgeschossen werden können, scheint die russische Strategie darin zu bestehen, auf ein Ziel mehrere zu schicken. Nach einem Video gelang es ukrainischen Soldaten und/oder Polizisten womöglich mit Schüssen eine Drohne abzuschießen, es könnte die Drohne sein, die dann in ein Wohnhaus gestürzt ist. Es könnte aber auch eine Rakete gewesen sein. Nach Strana gibt es keine Videobeweise, dass die Drohne, die angeblich auf eine Energieanlage zusteuerte, von einer Rakete getroffen wurde und deswegen auf das Wohngebäude stürzte.

Dass Russland flächendeckend Genozid verüben will, lässt sich aus dem Drohnenangriff auf Kiew nicht ableiten, vermutlich war das Wohnhaus nicht Ziel eines Angriffs. Das ändert nichts daran, dass Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur Kriegsverbrechen sind, Kollateralschäden können nicht vermieden werden, wenn Angriffe auf Ziele in Städten geflogen werden. Selbst wenn die Luftverteidigung Schäden und Opfer verursacht, so bleibt der Hauptverantwortliche der Angreifer (was natürlich auch für ukrainische Angriffe auf zivile Gebiete in Donezk, Lugansk oder Nowgorod zutrifft).

Nach dem Einschlag der Drohne in ein Wohngebäude in Kiew. Bild: Strana

Neue Strategie oder gehen Russland die Raketen aus?

Mit kleinen Drohnen wie den iranischen Geran-2 lässt sich freilich kein großer Schaden an der Infrastruktur bewirken – eine Kalibr-Rakete hat mit 400-500 kg einen zehnmal größeren Sprengkopf. Was die Kamikaze-Drohne im Rechenzentrum von Ukrenergo angerichtet hat, ist nicht bekannt. Man kann annehmen, dass die Systeme im Keller untergebracht sind und nicht oder kaum beschädigt wurden. In westlichen Kreisen wird vermutet, dass der Einsatz von iranischen Drohnen eine Folge davon sei, dass den russischen Streitkräften die Präzisionsraketen ausgehen und sie deshalb auf die vergleichsweise billigen Drohnen zurückgreifen. Sie sollen um die 20.000 Dollar kosten. Man kann also jeweils mehrere einsetzen, um die Luftverteidigung zu überwältigen.

Die langsam und tief fliegenden Drohnen können zwar gut von herkömmlichen Luftabwehrsystemen abgeschossen werden, weniger gut allerdings von den modernen Systemen wie NASAMS oder IRIS-T, die der Westen jetzt liefern beginnt und die die wesentlich teuren Marschflugkörper abschießen können. Die teuren russischen Raketen wie Kalibr oder Iskander, die Luftabwehrsysteme austricksen können, hält Russland wahrscheinlich auch deswegen zurück, um sie in einer möglichen Auseinandersetzung mit der Nato einsetzen zu können.  Eine NASAMS-Rakete soll über eine Million Dollar kosten, IRIS-T mehr als 300.000.

Aber es könnte auch auf eine einfache ökonomische Überlegung zurückzuführen sein. Für Russland sind Angriffe mit mehreren billigen Drohnen auf ukrainische Ziele, auch wenn viele abgeschossen werden, viel kosteneffektiver als der Einsatz von teuren Raketen. Zudem könnte die Ukraine auf diese Ziele die westlichen Luftabwehrsysteme einsetzen, bei denen schon eine Rakete das Vielfache einer Drohne kostet, wo man also mit Kanonen auf Spatzen schießt. Es zirkuliert das Gerücht, dass Russland auch relativ billige iranische Marschflugkörper des Typs Fateh-110 und Zolfaghar mit einer Reichweite von 330 bzw. 700 km kaufen will. NASAMS und IRIS-T haben eine relativ kurze Reichweite, es sind also viele Systeme nötig, um wichtige Ziele zu schützen. Und auch hier könnte es von Vorteil sein, sie mit billigen, wenn auch relativ primitiven Raketen zu überwältigen.

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72 Kommentare

      1. Ihre Aussage ist nicht zu widerlegen, aber es könnte sein, dass sich der russische Raktenschrott dann mehrere Meter hoch in der Ukraine auftürmt..:-)

  1. Ich denke, es ist schon effektiv, was die billigen Kriegsgeräte anrichten. Im Grund sagt es der Artikel auch. Es wird ja nicht so gehen, dass gesagt wird, die Drohen sind nicht so gefährlich, darum kümmern wir uns nicht.
    Es ist ja schon erstaunlich, was da in Kiew so läuft, die deutschen Nachrichten zeigen, Menschen in den Cafés sitzen und gegen den Krieg Kaffee trinken. Sagt die Korrespondenten aus dem Off.
    Die Drohnen der Russen sind jetzt im Einsatz, bis für die Ukraine zu liefernden Abwehrraketen da sind dauert es noch. Wenn in den Stellungen Drohnen einschlagen ist es dramatisch, Soldaten wird es auch binden und seien es Söldner mit 1000 Dollar pro Tag.

  2. Illegale Sanktionen führen in der Schlacht um die Kosten eben auch einen Krieg und der Einsatz liegt entscheidend in der Effektivität / Kosten Nutzen Rechnung.
    Die NATO verliert zwei schlachten, einmal die verlorenen Gebiete und zum zweiten mit dem eingesetzten Kriegsmaterial das geschreddert wurde.
    Die zivilen, unternehmerischen und staatliche Opfer durch illegale Sanktionen sind abscheulich und in diesem Fall werden alle Parteien OPFER einer sinnlosen Expansionspolitik unter der Führung der NATO.
    Die morgigen militärischen Messen werden heute schon neu verteilt.

  3. Dass Russland die Raketen vermeintlich ausgehen lesen wir nun seit März regelmäßig in den Medien. Bisher ist das offensichtlich nicht eingetreten. Inzwischen ist auch klar, dass Russland Raketen in Iran bestellt.
    Warum man daraus immer einen Mangel schlussfolgern will, leuchtet nicht ein. Es ist Krieg und es gibt unterschiedliche Unterstützer der verschiedenen Seiten mit unterschiedlichen Eigeninteressen.
    Wenn der Westen Mal wieder für Demokratie und Menschenrechte irgendwo massive Schläge gegen Infrastruktur unter Inkaufnahme massiver Kollateralschäden (eigens für den Irak promotes Wort) führt, dann wundert sich niemand wenn Waffen aller „Willigen“ zum Einsatz kommen. Man testet unter Gefechtsbedingungen. Das ist normal, begehrt und im Westen Usus.
    Kurzum: es kann sein, dass Russland dem Iran einfach ermöglicht, seine Eigenentwicklungen unter realen Bedingungen gegen westliche Systeme zu erproben.
    Dasselbe geschieht gerade anderherum. Die Ukraine ist im Nebenzweck ein gewaltiges Testgelände.

    1. Die Russen werden die Raketen nur bis an die Grenze der strategischen Reserve verschießen aber sicherlich nicht darüber hinaus. Und dann muss man sich mal überlegen was eine Iris-T Abwehrrakete kostet gegenüber einer Drohne aus dem Iran. Die Ukrainer sollten mit dem Iris-T System ungefähr 32 Abfangraketen bekommen haben und die sind innerhalb von ein paar Tagen weg und vermutlich kostet eine davon Millionen und ist sicherlich schwieriger zu stellen als eine iranische Drohne.
      Ich denke die Russen wissen genau was sie tun, man sollte das nicht unterschätzen.

      1. Herkömmliche Luftabwehr wie Iris-T kann kaum mit diesen Drohnen fertig werden. Die ist vor Allem gegen Flugzeuge und eventuell Marschflugkörper konzipiert. Drohnen dieser Art stellen ein großes Problem dar. Sie sind relativ klein, sind aus Styropor, Sperrholz und Pappe gefertigt und haben daher eine sehr kleine Signatur. Im Infrarotbereich emittieren sie zu wenig Wärme mit ihrem Rasenmäher-Motor. Nicht einmal Stinger können sie erfassen. Haben wir beim Angriff auf Kiew vorgestern gesehen. Da wurde eine Stinger auf eine der Drohnen abgefeuert und ging einfach vorbei. Hat die Drohne nicht gesehen. In Kiew gibt es auch ernstere Luftabwehr. Buks, S-300 usw… aber das Alles half nix gegen diese Drohnen. Sie waren gezwungen es mit Sperrfeuer aus Kleinfeuerwaffen zu versuchen, mit nur mäßigen Erfolg. 5 von 6 Drohnen erreichten ihr Ziel. Nur eine haben sie durch Sperrfeuer aus Handfeuerwaffen kurz vom Einschlag vom Kurs abbringen können, so dass sie das Ziel um nur 50 Meter verfehlte und stattdessen ein Wohnhaus traf.

        Iris-T hilft da auch nicht viel. Für sowas braucht es spezialisierte Systeme.

  4. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Nasser Kan’ani erklärte gestern, der Iran habe keiner der Kriegsparteien Waffen geliefert.

    LoL der iranische Außenminster trollt den Westen. Nein, der Iran lügt nicht. sas stimmt, der Iran hat sie nicht geliefert. Russland hat sie nämlich selbst abgeholt. In Russland wird daraus kein Hehl gemacht übrigens.

      1. Das Verteidigungsministerium verheimlicht nicht, dass es „iranische Drohnen“ seien, aber über die Frage ob sie in Russland gebaut werden schweigt es sich aus und kommentiert diese Frage nicht. Weder wird dies bestätigt noch dementiert. Offen gesagt glaubt das in Russland aber kaum jemand. Nachweisen kann man es aber dem Iran nicht, der kann natürlich sagen sie haben nur die Technologie übergeben, aber keine ganzen Drohnen. Aber das ist kaum haltbar. Es gab mehrere Flüge mit großen Militärtransportern und schon ein Paar Tage später erfolgten die ersten Angriffe in Odessa. Das sind zwar ziemlich einfache Drohnen aber es fällt mir dann doch schwer zu glauben, dass die Produktionslinien in nur einige Tagen eingestellt werden konnten. Obwohl den iranischen Ingenieuren könnte man das durchaus zutrauen, dass sie bewusst die Produktion so gestaltet haben, dass es besonders einfach ist eine Produktionslinie einzustellen.

        Also, schauen wir mal. Ich glaube jedenfalls die sind im Iran hergestellt. In Russland malt man sie wahrscheinlich nur an.

        1. Mit großen Transportern kann man auch die Maschinen zur Herstellung transportieren, oder?

          Es sollen bereits 3 Firmen sein, die die Drohnen herstellen. Angesichts der Masse doch auch eher wahrscheinlich.

          Warum soll es nicht haltbar sein, die Technik zu übergeben, wenn dadurch die Technik getestet, verbessert wird?

          Ich halte die russische Industrie für schon in der Lage, diese Probleme zu lösen.

        2. Natürlich wäre es möglich, dass Russland bei technisch so einfachen Flugkörpern relativ schnell eine eigene Produktion hochzieht (allerdings nicht in ein paar Tagen, sondern eher Wochen bis Monaten). Allerdings bräuchte Russland dann noch die geigneten Komponenten insbesondere die Elektronik und die Steuerung, die dann wieder aus dem Iran gelifert werden müssen, da eine Eigenentwicklung mindestens Monate dauern würde.
          Also es ist eindeutig, dass Russland die Drohnen aus dem Iran „abholt“ :-):-):-)

        3. „Das sind zwar ziemlich einfache Drohnen aber es fällt mir dann doch schwer zu glauben, dass die Produktionslinien in nur einige Tagen eingestellt werden konnten.“

          Es gibt bereits Hersteller von solchen Drohnen in Russland, d.h. die Produktionslinien existieren. Was man lediglich braucht, sind die entsprechenden CAD und CNC-Dateien für Rumpf und Tragflächen (Motor? Wobei die Iraner wohl die Kopie eines chinesischen Motors verwenden, der ursprünglich aus Deutschland stammt). Speziell wird es bei Elektronik und Software. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Iraner Lizenzen zur Produktion verkauft und nur Muster geliefert haben. Damit hätten quasi beide Seiten Recht.

          1. Wie gesagt, vielleicht, ich weiß es nicht genau. Möglich wäre es.
            Aber ich wüsste nicht warum man in Russland selbst dazu schweigt und die Eigenproduktion nicht bestätigt.

            1. Es ist missverständlich, weil auch begrifflich viel durcheinander geht. Man hat sich daran gewöhnt, die im Handel erhältlichen „Quadcopter“ als Drohnen zu bezeichnen, hingegen sind die ältere Drohnen, wie bspw. der MQ 9 aus den USA Starrflügler.
              Beide sind gleichermaßen „ferngesteuerte unbemannte Luftfahrzeuge“.
              Gleiche Gattung: Eine „Kamikaze-Drohne“ soll identisch zur „Loitering Munition“ sein; sehe ich aber nicht so, denn erstere haben in der Regel ein vorgegebenes Ziel, letztere nicht. Letztere kann man auch aus der Mündung eines Geschützes starten, erstere in der Regel nicht.
              Noch alles ziemlich neu.

        4. Ich gehe davon aus daß beides zutrifft. Also, es werden sowohl im Iran gefertigte UAV verwendet als auch welche, die nach iranischen Konstruktionsplänen in der RF hergestellt werden. Gründe:
          + viel hilft viel, eine Parallelisierung der Produktion ist daher dem Ziel dienend
          + Dem Verbündeten Iran Ware abkaufen verbessert die Beziehung
          + Man könnte annehmen, daß die „leeren“ Transporte dann erforderliche Rohstoffe für die Produktion enthalten.
          + Lokale Produktion aufbauen ist zwingend notwendig, wenn man sich auf die Verfügbarkeit der UAV verlassen will, unabhängig davon wie viele man tatsächlich im Land produzieren wird.

      2. Also angeblich hat Russland die Technologie gekauft und baut die Drohnen selbst.

        Hierzu gibt es gerade frische Neuigkeiten.

        Auf die Frage, ob Russland Kamikaze-Drohnen vom Iran kauft, sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, dass der Kreml „nicht über solche Informationen verfügt“.

        „Sie wissen, dass russische Ausrüstung mit russischen Namen verwendet wird. Alle anderen Fragen können an das Verteidigungsministerium gerichtet werden“, erklärte der Kreml.

        Also weder ein klares Ja noch ein klares Nein. Der Verweis auf das Verteidigungsministerium ist insofern geschickt, dass es sich weigert diese Frage zu kommentieren.

        1. Vielleicht werden diese Einheiten über eine „private Söldnertruppe“ bezogen?
          Zumindest in westlich liberale Denkweise völlig in Ordnung…

          1. Denkbar und durchaus wahrscheinlich wäre auch, dass nicht bereits fertige Drohnen gekauft wurden, sondern möglicherweise nur Komponenten, welche in Russland zusammengesetzt werden. Gut möglich, dass die Sprengladung dazu aus russischer Produktion verwendet wird. Ohne Sprengladung und nur in Form von Komponenten wäre das formal keine Waffenlieferung sondern könnte auch als Modellflugzeug-Bau-Kits deklariert werden.

            Die Frage die auch im Raum schwebt, wozu überhaupt?

            Ich schätze Russland möchte Stress mit Israel vermeiden und es dazu provozieren Kiew israelische Luftabwehrsysteme (Iron Dome) zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu herkömlicher westlicher Luftabwehr, sind die israelischen Systeme extra für iranische Drohnen und Raketen konzipiert und sind vermutlich besser in der Lage kritische Infrastruktur der Ukraine zu schützen als etwa die Abwehrsysteme der NATO.

            1. Der politökonomische Witz ist, dass „asymmetrische Kriegsführung“ eine völlig neue Ebene erreicht hat.
              Man kann (im Verhältnis) schweinebillige Angriffe starten, die zu extrem teuren Abwehr- /Gegenmaßnahmen führen. Auch „Iron Dome“ ist so ein Groschengrab.
              50 Drohnen losgeschickt und nur 5 tracken die Abwehr und melden sie zurück und dann schickst du 50-150 auf die Abwehr hinterher.

    1. Es ist eben alles Ansichtssache – und mit der Wahrheit, muss man nicht lügen. Sofern man eben kreative Interpretationen formulieren kann: Nö, es stand kein DPD-Bote mit der Lieferung vor der Tür, sondern, wir waren selbst dort „shoppen“.

      Krieg ist eben ein Markt – und wenn sich die Ukraine „beklagt“, der Iran „liefert“: Nun, der beste Kunde von „Amazon mil“, ist doch die Kokaine. (Allerdings, der beste Kunde? Kanner „zahlen“??)

  5. Wenn Russland das gleiche wie die andere Kriegspartei Ukraine tut, sind die Russen pöööse. Doppelstandarts in feinster Form.

    Also: Erich Maria Remarque „Im Westen nichts neues.“

    Bevor die Frage kommt, was machen die Russen wie die Ukraine:

    + die Ukraine beschießt regelmäßig und gezielt Wohngebiete in Donezk und Cherson
    + die Ukraine kauft in anderen Länder Waffen und Munition dazu (oder least und bezahlt später)

    Das die Ukraine mit den preiswerten Drohnen jetzt Probleme bekommen, treibt die Kosten für die USA und die NATO weiter in die Höhe, denn sie müssen darauf mit neuer Technik reagieren, denn die Ukraine selber hat ja nichts – außer die große Klappe.

  6. re: „Kamikazedrohnen

    hier ein aktuelles Beispiel aus dem FREITAG, der mit allergrößter Sorgfalt Artikel vom Partner GUARDIAN auswählt und übernimmt, die mit noch größerer Sorgfalt recherchiert sind und deshalb dauernd auf Spekulationen zurückgreifen, aber so formuliert sind, dass sie einem oberflächlichen Leser suggerieren, er hätte was Neues erfahren, das super fundiert ist

    https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/was-sind-kamikaze-drohnen-und-warum-setzt-russland-sie-in-der-ukraine-ein

    Aber wenn jemand nicht versteht, dass die GRÜNEN in Landtagswahlen grad dazu gewinnen, in dieser Art der Berichterstattung liegt einer der Schlüssel.

    p.s. der Autor ist „Redakteur für Verteidigung und Sicherheit beim Guardian“. Gott behüte…

    p.p.s. das Drohnen-Foto das den Artikel ziert, siehe link, kommt mir irgendwie spanisch vor. Vielleicht spinn ich. Aber dieses Größenverhältnis… Entweder der Fotograf ist 20 Meter weg, oder das Ding hat die Größe einer Boeing 747

    1. Entweder der Fotograf ist 20 Meter weg, oder das Ding hat die Größe einer Boeing 747

      Na, das ist vermutlich einfach aus einem hochauflösendem größerem Bild entnommen. Wegen der Vergrößerung sieht es dann halt so aus.

  7. Das ändert nichts daran, dass Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur Kriegsverbrechen sind

    Das erzählen sie mal den Amerikanern. Die Energieinfrastruktur angreifen ist das Erste was sie in ihren Kriegen machen. Wir haben es in Jugoslawien und im Irak gesehen. Empörung darüber gab es im Westen nicht.

    Ich weiß auch schon was sie ihnen antworten würden.
    Was bitteschön ist „zivile“ Energieinfrastruktur? Es gibt keine rein „zivile“ Energieinfrastruktur. Ohne Strom wird dem Gegner die Möglichkeit genommen sich effektiv zu verteidigen oder gar anzugreifen, denn ohne Strom erheblich erschwerte Nachschublogistik und Kommunikation.

    Was die Ukraine betrifft. Hat sie den höchsten Elektrifizierungsgrad in Osteuropa. 90% des Bahnverkehrs wird in der Ukraine elektrisch betrieben. Wenn Kraftwerke, Verteilungs- und Umspannwerke bis zu einem gewissen Anteil außer Betrieb genommen werden, dann kommt es zu weitreichenden Blackouts und das herankarren von westlichen Waffen, Munition dazu, Truppen aus dem Westen des Landes und ausländische Söldner wird dadurch sehr sehr viel schwieriger werden. Darüber hinaus wird auch die Kommunikation (internet, telefon, mobilfunk, radio) lahmgelegt. Dadurch bedingt wird eine weitere militärische Initiative der Ukraine praktisch ausgeschlossen sein.

    Natürlich trifft es auch die Zivilbevölkerung insoweit, dass sie unter Strommangel leiden muss. Ohne Strom kann man schließlich nicht einmal Geld vom Automaten abheben oder sein Auto an der Säule tanken. Das ist etwas was man in Russland von Anfang an eigentlich vermeiden wollte und immerhin ein halbes Jahr vermieden hatte.
    Nahm dadurch schwereren Widerstand und größere Verluste in den eigenen Reihen in Kauf. Russland bezahlte diesen Verzicht also mit dem Blut eigener Soldaten. Damit die Leute in Kiew durchgehend Strom haben können.

    Man spekulierte auf Vernunft von Selenskiy. In seiner Ansprache vom 24. Februar, in welcher Putin den Beginn der Operation ankündigte, forderte er das Ukrainische Militär dazu auf keinen Widerstand zu leisten, vernünftig zu sein und die Waffen niederzulegen. Die Führung der Ukraine forderte er zu Kooperation auf. Er bot einen Ausweg ohne Blutvergießen an. Aufgeben bereits am 24. Februar hätte für die Ukraine bedeutet sie hätte nur die Oblaste Denzk und Lugansk verloren und hätte auf jegliche Ansprüche auf sie + die Krim verbindlich verzichten müssen. Darüber hinaus hätte es bedeutet das Ukrainische Militär müsste weitestgehend entwaffnet und reduziert werden(Demilitarisierung). Außerdem müsste die Ukraine sich zu einem blockfreien Status verpflichten. Und schließlich sollten die Naziverbände (Azow, Dnepr, Tornado, Aydar und andere) aufgelöst und verboten werden (Denazifizierung). Hätte die Ukraine (genauer ihre westlichen Strippenzieher) damals gleich aufgegeben, hätte es kein Blutvergießen gegeben, und die Ukraine hätte viel weniger Territorium verloren. Sie wäre dann halt ein demilitarisierter Staat, ähnlich wie Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Ich finde das war nicht zu viel verlangt.

    Nun haben aber USA und ihre europäischen Minions beschlossen diese Gelegenheit für einen Stellvertreterkrieg gegen Russland mit den Händen der Ukrainer zu riskieren. Und wiesen Selensky an, sich nicht darauf einzulassen und Widerstand zu leisten. Versprachen ihn massiv zu unterstützen. Es gab ein Video welche Emanuel Makron veröffentlichte. Es zeigt wie er in seinem Büro ein Anruf von Selensky bekam, gleich nach dem die Angriffe begangen. Er war völlig in Panik gewesen. Als Makron ihn zu beruhigen versuchte und ihn fragte ob er persönlich in Sicherheit sei, antwortete Selensky Niemand sei in der Ukraine jetzt in Sicherheit. Später bei einem Interview offenbarte Selensky, dass er an diesem Tag damit rechnete getötet zu werden. Er war sich sicher, dass er auf der Zielliste ganz oben stand. Er hatte die Hosen voll, das war nicht seine Entscheidung.

    Nun, nachdem der Westen mit Finanzierung, mit Lieferungen von diversen mehr und weniger modernen Waffensystemen, mit Satellitenaufklärung, mit Ausbildung von Soldaten und mit eigenen Söldnern voll eingestiegen ist, und damit das ganze eskalierte, ließ man auf diese Weise Russland keine andere Wahl als seinerseits zu eskalieren. Weitere Gebiete zu besetzen. Sie in den Bestand der russischen Föderation aufzunehmen. Es war von Anfang gar nicht vorgesehen, dass Oblast Cherson und Zaparoschja sich an Russland anschließen würden. Das ist das Resultat westliches Eingreifens.

    Sowie die Angriffe auf die Elektrizitätsinfrastruktur ist jetzt eine weitere Eskalationsstufe. Die Krimbrücke spielt dabei nicht einmal die wichtigste Rolle, da ihre Beschädigung praktisch keinen militärischen Wert hatte. Wichtiger waren dabei die begrenzten Erfolge der Ukrainischen Armee im September, als es ihnen gelang dem weit verstreuten, da zahlenmäßig stark begrenztem russischen Kontingent, die Initiative zu entreißen und doch beachtliche Geländegewinne zu machen.

    Es wäre aus rein militärischer Sicht unter diesen Voraussetzungen einfach fahrlässig gewesen dabei zuzuschauen und die Versorgung der Ukrainischen Armee nicht anzutasten, damit Leute in Kiew ja nicht ohne Strom sitzen müssen.

    Von daher, ja das ist schlimm für die Bevölkerung der Ukraine und menschlich tun sie uns leid. Aber es ist nun mal unvermeidlich geworden, weil der Westen eben die Gelegenheit nutzen wollte um Russland eine empfindliche Niederlage zuzufügen und Selensky „empfohlen“ hatte gefälligst bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen anstatt gleich aufzugeben.

    Und abschließend noch einmal ein an den Westen gerichteter Auszug aus Putins Ansprache vom 24. Februar 2022.

    I would now like to say something very important for those who may be tempted to interfere in these developments from the outside. No matter who tries to stand in our way or all the more so create threats for our country and our people, they must know that Russia will respond immediately, and the consequences will be such as you have never seen in your entire history. No matter how the events unfold, we are ready. All the necessary decisions in this regard have been taken. I hope that my words will be heard.

    Offenbar wurden seine Worte weder in Washington, noch in Berlin gehört. Und das wird euch (leider) zum Verhängnis.

  8. Während der ca. 2 Monate andauernden Bombardierung Serbiens mussten die Bomber sehr hoch fliegen, um nicht von der serbischen Luftabwehr – natürlich russsischen Provenienz – erwischt zu werden. Das hat die Präzision nicht gerade erhöht. Im Gegensatz zu den gezielten Angriffen der Russen – nachdem sie über ein halbes Jahr weitgehend darauf verzichtet hatten – qualifiziert sich die nato- bzw. u.s.-Kriegstaktik als Flächenbombardierung, nicht nur im Fall Serbien. Aber damit hatten die Gesinnungsethiker in den westlichen Redaktionsstuben und Politzirkeln naturgemäss kein Problem. Joschka, der ja half ein zweites Auschwitz zu verhindern, ganz gewiss nicht.

    Dass die usa in vielen Kriegen DU-Munition eingesetzt hat, die ganze Landstriche nachhaltig verseuchte, oder früher noch mit Agent Orange exzellierte, das noch nach Generationen zu grauslichen Fehlbildungen bei Neugeborenen führt, gilt erst recht nicht als Kriegsverbrechen, hat jedenfalls nie auch nur die geringsten juristischen Folgen gehabt.

    Ich hätte auch noch eine kleine Liste von Fällen eklatanter Zivilistenabmurxerei durch das Pentagon. Bekanntlich kann man eine solche problemlos auch von jeder europäischen Nation zusammenstellen, wobei dann Deutschland… aber das zählt nicht mehr, man ist jetzt im Camp der Guten fest verankert, auch wenn ein gewisser Oberst Klein… aber das war nur ein Versehen.

    Kurz, die Moralisiererei auch der mehr oder weniger kritischen Stimmen im Westen ist erbärmlich. Sie sitzen alle in Glashäusern, aber können von ihrem Steinewerf-Habit nicht weg.

    Was wird eigentlich im Westen passieren, wenn auch dem Leichtgläubigsten klar geworden ist, dass die Ukraine keine Chance hat, auch nicht die nato, dass man den Krieg verliert, obwohl nahezu alle Medien monatelang das Gegenteil behauptet haben? Liegt dann nicht die Vertrauensbasis in Trümmern? Ist das dann nicht der Moment der Rechten?

    1. „Während der ca. 2 Monate andauernden Bombardierung Serbiens mussten die Bomber sehr hoch fliegen, um nicht von der serbischen Luftabwehr – natürlich russsischen Provenienz – erwischt zu werden. Das hat die Präzision nicht gerade erhöht.“

      Danke für den Hinweis!

      Ich hatte das völlig vergessen.

      Es war eine perfide Rechtfertigung, da die Presse zunächst überrascht wirkte über die verursachten Schäden.
      (Man hatte sich seit dem Golfkrieg ja schon an Krieg ohne Tote und Verletzte gewöhnt.)

      Dann drehte man es aber einfach um und schob es den Russen in die Schuhe, denn deren Technik bedrohe ja das Leben mutiger NATO-Piloten. Hätten die also ihre SAMs nicht geliefert, gäbs keine Opfer auf dem Boden

  9. Also China liefert Drohnen war ein Gerücht. Nordkorea liefert Missiles war ein weiteres. Nun behaupten die selben Quellen Iran liefert Drohnen.
    Als Quelle der Wahrheit wird dann ein Ukrainisches Präsädialamt akzeptiert.
    Ansonsten besteht der halbe Artikel sowieso aus der Wiederholung Ukrainischer Propaganda.
    Gerücht aus dem Westen die auch nichts anderes wie Propaganda sind als Überschrift zu nehmen, ist auch nicht überzeugend.
    und …
    “ …Die langsam und tief fliegenden Drohnen können zwar gut von herkömmlichen Luftabwehrsystemen abgeschossen werden, … “
    Offensichtlich wird diese Aussage in der Ukraine gerade wiederlegt.
    Außer Gerüchte und Propaganda Wiederholungen sehe ich hier keinen Inhalt.

    1. Hat man vom Autor je erfahren, das er den Artillerieterror der ukrainischen Armee gegen die fast ausschließlich ostukrainische Bevölkerung als Verbrechen ansieht? Aber die schrittweise Ausschaltung der energetischen Grundlage der ukrainischen Kriegsführung, die auch „Kollateralschäden“ erbringt, ist es für ihn.
      Erst spekuliert er gemeinsam mit der Nato-Propaganda , Russland habe keine Drohnen, ein Vorteil der ukrainischen Überlegenheit, und müsse seine teuren Raketen einsetzen, dann, als Russland erfolgreich Drohnen einsetzt, sieht er eine russische Notlage, Drohnen einsetzen zu müssen, weil ihm Raketen ausgehen.
      Er muss nur noch verbreiten, dass Russland Kühlschränke abwirft.
      Durch die Bank entnimmt er der psychologischen Kriegspropaganda der NATO ihm passende „Fakten“, um seine fragwürdige Argumentation aufzubauen.
      Er ist ein Kind seiner sozialen Prägung, antirussisch und revanchistisch in den Knochen, wie die manipulierte westdeutsche Bevölkerung seit Adolf.

      1. Kühlschränke abwerfen??? Klar, der „brutale Kreml-Zwerg“, schickte seine Schergen los: Kein Haushalt dürfe mehr einen solchen besitzen – kommt eh der Winter – denn man benötigt ja dringend die Chips. Tut mir leid, aber dieser Zynismus, war jetzt notwendig ;o)))))

  10. Warum teure Technik einsetzen, wenn es auch günstig geht? Das Ziel ist ganz offensichtlich Präsenz zu demonstrieren, dazu braucht es keine Hi-End Waffen, schließlich fängt der Krieg erst an, bislang war es nämlich nur eine Militäraktion o.ä., das heißt, der Westen hat es geschafft den Konflikt eskalieren zu lassen. Sie haben also aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Russland betrachtet die Krim als russisches Staatsgebiet, nun wurde also Russland angegriffen, sie haben die bisherigen Angriffe auf die Militärinfrastruktur als Unfall deklariert. Aber den Angriff auf die Brücke kann man nicht mehr umdeuten, somit muss Russland nun reagieren, etwas, was sie gar nicht wollen, schließlich hätten sie die ukrainische Infrastruktur schon von Anfang an angreifen können. Aber Russland will eigentlich nur, das die Ukraine nicht in die NATO kommt und solange es diesen Konflikt gibt, werden sie das auch nicht und sie wollen, das die Republiken zu Russland gehören, weil die Bevölkerung diesen Willen seit 8 Jahren deutlich gemacht hat. Aber die Republiken sind nur eine Art Kollateraleffekt, würde es nur um die Republiken gehen, hätte Russland diesen Konflikt nicht angefangen. Sie können es nicht zulassen, dass die Ukraine ein NATO Mitglied wird, das ist das eigentliche Ziel und letztlich das Problem und damit anfangen hat der Vizepräsident Biden, er hat den Putsch veranlasst, kein anderer. Und das bedeutet nicht, dass ich ein Putinversteher bin, ich nehme nur die Realität wahr.

    1. Verstehen heißt nicht alles für „gut“ heißen.

      Im Wertewesten gibt es so einen Feingeist aber schon lange nicht mehr, auch wenn das über viele Jahrzehnte den Deutschen nachgesagt wird. Im Wertewesten gilt jetzt wieder preußischer Kadavergehorsam unter amerikanischer Generalität.

      Man schaue sich nur das Trauerspiel der Bundesregierung zur Sprengung von NS1 & 2 an, der abgesagten Aufklärungsmission und der Abgesagten Bekanntmachung der Aufklärung.
      Antwort der Bundesregierung: „Darüber hinaus ist die Bundesregierung nach sorgfältiger Abwägung zu dem Schluss gekommen, dass weitere Auskünfte aus Gründen des Staatswohls nicht – auch nicht in eingestufter Form- erteilt werden können. Die erbetenen Auskünfte unterliegen den Restriktionen der „Third-Party-Rule“, die den internationalen Austausch von Informationen der Nachrichtendienste betrifft.“
      Die Antwort der Bundesregierung ist verräterisch, denn wäre es Russland gewesen, dass die Pipelines gesprengt hat, hätten die ausländischen Partner-Geheimdienste ganz sicher kein Problem damit, diese Informationen selbst zu veröffentlichen. Und auch der Bundesregierung würde es sicher niemand übel nehmen, wenn sie Informationen über eine russische Täterschaft veröffentlichen würde.

      1. „,… aus Gründen des Staatswohls nicht – auch nicht in eingestufter Form- erteilt werden können,…

        Nun ja, ginge es tatsächlich um das „Staatswohl“, würde die BR GÄNZLICH anders agieren. Aber so, „delegitimieren“ sie sich selbst.

  11. In Syrien fliegen die Russen Angriffe auf Terroristen (türkischen Hintergrund)…
    In Afghanistan arbeiten GB/US an Terroristen die im Grenzgebiet agieren sollen, obwohl jeder weiß das die Taliban weiter Drogen anbauen und auch andere Gruppen…, hängt auch mit dem NATO Fiasko zusammen + Sanktionen +++
    Iran verhandelt immer noch mit dem Atomabkommen und wird ständig von Israel ‚torpediert‘ und jetzt sind Drohnen in der Ukraine im Einsatz.
    Palästina /Libanon im Dauereinsatz mit Israel…
    Saudis, VAE haben mit opec+ den Westen den Rücken zugekehrt…
    Und dann sind noch China, Nordkorea,Afrika
    Das sind m. E. ein paar Konflikte zu viel für den brüllenden Westen und viele der Teilnehmer stehen schon hinter Russland und sicher genügend möchten aber können noch nicht.
    Die USA stehlen immer noch Öl was anderen gehört, frieren Staatseigentum/Privateigentum ein und was macht denn die politischen Kräfte dabei? Sie schauen weg und reden über andere die ihre Sauereien SATT HABEN!

  12. Das Propagandageschmier in dieser Abteilung und eure bisherige Reaktion darauf erzählen genau eine Geschichte.
    Die eurer lenkbaren, gelenkten, fortschreitenden Verdummung.

    Angenommen, jedes Wort daran sei ohne Rötzers „wenns und abers“ wahr, qualifiziert es dann für ukrainische Siegespropaganda?
    Wenn nicht, wofür dann?
    Qualifiziert es für eine Vorbereitung eines NATO-Angriffes auf das „geschwächte“ russische Kernland?
    Wenn nicht, wofür dann?

    Es qualifiziert offenkundig für einen substanziellen Beitrag zu einer Umdeutung der ukrainischen Verluste und Niederlagen in einen „strategischen Sieg“ der NATO. Das „große“ Russland – fortschreitend „ausgeblutet“.
    An welcher Front ausgeblutet?
    An der „Heimatfront“.

    Wer jetzt schließen wollte, das seien Vorbereitungen eines politischen Strategiewechsels, für die Akzeptanz von Waffenruheverhandlungen für den Winter, überdehnte gewiß diese Diagnose, doch ist das jedenfalls eine aufgemachte Option.
    Insbesondere, wenn man sich an die „Strategie“ erinnert, der die Kriegsfraktion der USA und des UK, deshalb auch „Chaosreiter“ genannt, seit über 20 Jahren folgt: Krieg um des Krieges willen führen, zerstören, um Fragen nach dem „Endgame“ aufzuwerfen – und genau an diesem Punkt weiterzuziehen, zum nächsten Schauplatz.

    Zum Beispiel Armenien, was den Iran gleich mit einbeziehen könnte, wenn nicht müßte, was die Herren dort gerade am Wenigsten gebrauchen könnten.

    1. Ja, für die Insassen trifft das zu, aber das Schauspiel läuft schon eine Weile länger…
      Die Frage nach den Insassen ist doch letztendlich überflüssig, denn diese „Arbeit“ verrichten andere und trotzdem sind die Insassen nicht bereit sich wirklich daran zu beteiligen.
      Opportunismus hat eben auch seine Konsequenzen, ich schreib dazu : selbst schuld.
      Was viele überhaupt gar nicht wahrnehmen möchten, ist der politische kulturelle Aspekt von anderen Teilnehmern.
      Wie aufgeklärt und verklärt sich die Ideologien weiter voran schreiten, sieht man ganz deutlich im verdorbenen Westen. Sie die verdorbenen kennen nur anerzogene überhebliche ideologische Strukturen und sind mit sich selbst in der ideologischen Blasen festgezurrt.
      Und eines nebenbei, TINA! die jungen der jungen sind schon voreingenommen durch das System der Dauerpropaganda…

  13. Die Ukraine wird diesen Wintern feststellen, das Minsk II eigentlich eine sehr gute Idee war und die Restukraine jetzt das durchmachen wird, was der Donbass seit 8 Jahren erleidet.
    Was diese Drohnen anbelangt. Es gibt da keinen praktischen Unterschied zu Cruise-Missiles, sie sind halt kleiner, langsamer und viel billiger, treffen aber genau so gut.
    Was das Stromnetz anbelangt: Mit solchen Drohnen ist es problemlos möglich die Großtrafos in der ganzen Ukraine, d.h. die zentralen elektrischen Knotenpunkte in den Umspannwerken komplett zu zerstören. Die brennen nach einem Treffer einfach ab, da sie mit Öl gefüllt sind.
    diese Trafos sind übrigens alle Unikate, speziell auf des Stromnetz ausgelegt. Ist so ein Großtrafo einmal zerstört, dauert Produktion und Lieferung mind. ein Jahr, wenn viele zerstört wurden entsprechend deutlich länger.
    Russland wäre in der Lage gewesen alle Großtrafos zu zerstören, hat dies aber nicht getan, sondern läßt aktuell der Ukraine ein Minimum der Stromversorgung, vermutlich aus humanitären Gründen. Bei weiterem Fortschritt des Krieges wird sicherlich auch der Rest zerstört werden. Dann fließt auch kein Wasser mehr, denn dafür benötigt es elektrische Pumpen. Die Ukraine gleitet dann relativ schnell ins Mittelalter ab..

    Die Ukraine hat verloren, es stellt sich nur die Frage wann sie dies akzeptiert. Wahrscheinlich dann wenn der Westen das „Spiel“ nicht mehr finanzieren will. die Ukraine wird die Kredite jedenfalls niemals wieder zurückzahlen..

  14. Hat man vom Autor je erfahren, das er den Artillerieterror der ukrainischen Armee gegen die fast ausschließlich ostukrainische Bevölkerung als Verbrechen ansieht? Aber die schrittweise Ausschaltung der energetischen Grundlage der ukrainischen Kriegsführung, die auch „Kollateralschäden“ erbringt, ist es für ihn.
    Erst spekuliert er gemeinsam mit der Nato-Propaganda , Russland habe keine Drohnen, ein Vorteil der ukrainischen Überlegenheit, und müsse seine teuren Raketen einsetzen, dann, als Russland erfolgreich Drohnen einsetzt, sieht er eine russische Notlage, Drohnen einsetzen zu müssen, weil ihm Raketen ausgehen.
    Er muss nur noch verbreiten, dass Russland Kühlschränke abwirft.
    Durch die Bank entnimmt er der psychologischen Kriegspropaganda der NATO ihm passende „Fakten“, um seine fragwürdige Argumentation aufzubauen.
    Er ist ein Kind seiner sozialen Prägung, antirussisch und revanchistisch in den Knochen, wie die manipulierte westdeutsche Bevölkerung seit Adolf.

    1. Nein nein, das mit den Kühlschränken hast Du falsch verstanden. Die Kühlschränke müssen die Russen aus der Ukraine klauen, weil sie sonst nicht genügend Chips für ihre Raketen haben. 😉

  15. Aus der Sicht der Redaktion: Welche Rolle spielen eigentlich noch eine Handvoll Drohnen in der Ukraine?

    Seit gestern wissen wir, dass die Amis Nordstream 1+2 gesprengt haben (bzw. wollten). Genauer gesagt ist das Ermittlungsergebnis unter so hoher Geheimhaltung gestellt worden, dass selbst der Bundestag nicht darüber informiert wird. Es hat sich herausgestellt, dass unserer wichtigster Verbündeter in Wahrheit unser Feind ist.

    Was ist dran an dem Gerücht, dass die Ukraine ihre Waffen geleast bekommt und Europa für die Leasinggebühren bezahlt?

    Was ist dran an Frau Bärbocks Aussage, dass wir im Winter 10 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine bekommen werden (das israelische Cartoon mit dem kleinen Schweinchen sollte zwischenzeitlich bekannt sein?).

    Was ist dran an den russischen Versuchen aus der Türkei den wichtigsten Erdgaslieferanten Europas zu machen? Vor dem Krieg gab es die Chance auf relativer energetischer Unabhängigkeit, Deutschland hätte Russland als einzigen Lieferanten ohne Zwischenstationen haben können. Wie es scheint gibt es nach dem Krieg für ganz Europa Russland als Lieferanten und einen Zwischenhändler namens Erdogan. Einen Zwischenhändler, der nur deshalb in der EU ist, weil die Amis auf diese Weise Europa schwächen (und die Türkei stärken) konnten.

    Was ist dran an der Aussage, dass Europa der Krieg bislang 200 bis 300 Mrd EUR gekostet hat. Und zwar nur durch die höheren Energiepreise? Was ist dran an den Aussagen, dass Russland bislang zusätzliche Gewinne gemacht hat? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das Europa in eine Rezession ruscht, Russland aber nicht?

    An die Redaktion: Kann es sein, dass Europa diesen Krieg verkackt hat? Und zwar so richtig gründlich? Das Europa durch diesen Krieg seinen wichtigsten, stabilsten und zuverlässigsten Lieferanten verloren hat und nun vollkommen in der Hand der USA ist, einem Land welches militärisch organisierte Terrorakte gegen die zivile Energieversorgung Europas durchführt?

    Was ist eigentlich dran an der Aussage, dass die USA alle amerikanischen Staatsbürger aus China abgezogen hat? Und zwar unter der Androhung, dass diese sonst ihre Staatsbürgerschaft verlieren würden. Was ist dran an der Aussage, dass dadurch in China die Chipproduktion zusammengebrochen ist? Was ist dran an der Aussage, dass China jetzt aus Selbsterhaltungsgründen Taiwan angreifen müsste? Und bedeutet das nicht irgendwie, dass die USA neben der Ukraine einen zweiten Kriegsschauplatz organisiert hat?

    Und wie müssen wir als Bürger eigentlich unsere Politiker einordnen? Kann es sein, dass unsere Politiker es nicht gut mit uns meinen?

    Und zuletzt, wie funktioniert das eigentlich mit dieser „Delegimitierung des Staates“? Ist es war, dass die Ausübung von Grundrechten wie Demonstrationen, Meinungsfreiheit und soon Zeuchs mittlerweile eine Straftat darstellen? Wie nennt man Staaten, in denen nur staatlich erlaubte Meinungen und Demonstrationen erlaubt sind?

    1. Hi Tuka Ram,

      viele gute Fragen und auf deren Antwort auch ich gespannt bin.

      Aber bedenke, klare, ehrliche Antworten bekommst du nur von alten Männer (oder Frauen siehe v12), welche nicht mehr auf regelmäßige Überweisungen eines Arbeitgebers/ Artikelabnehmers angewiesen ist.

    2. Hallo.
      Türkei ist in der NATO aber nicht in der EU. Es hat nur den Status einer EU Assoziierung, ähnlich wie auch die Ukraine.

      Kann es sein, dass Europa diesen Krieg verkackt hat? Und zwar so richtig gründlich?

      das kann gut sein.

      Das Europa durch diesen Krieg seinen wichtigsten, stabilsten und zuverlässigsten Lieferanten verloren hat

      Es ist noch schlimmer. Der europäische Wohlstand basierte im wesentlichen auf a) günstigen russischen Energie b) billiger chinesischer Arbeitskraft c) Zugang zu internationalen Märkten.

      Darüber hinaus ist die harte Realität, dass es für die russischen Rohstoffe keine Alternative gibt und die europäische Energiesicherheit weit davon entfernt ist autark zu sein. Russische Rohstoffe lassen sich nicht ersetzten. Das ist einfach unmöglich. Die Grundlagen der europäischen Wirtschaftskraft und des Wohlstands in Deutschland sind nachhaltig zerstört. Die fetten Jahre sind vorbei. Der s.g. Industriestandort Deutschland, das war einmal. Die deutschen Bürger müssen sich auf einen erheblichen Rückgang ihrer Lebensqualität gefasst machen. Außerdem erwartet die EU das Schicksal der Sowjetunion. Sie wird gespalten werden und wird zerfallen. Es ist bereits unvermeidlich. Wir sehen die Anzeichen dafür jetzt bereits. Zum Beispiel die Abkehr vom Prinzip „Europa mit einer Stimme“ und stattdessen der Übergang zum Mehrheitsprinzip (Das heißt die Entscheidungen der EU werden nun nicht mehr einstimmig beschlossen, sondern durch Mehrheitsabstimmung) ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass es innerhalb der EU bereits gewaltig brodelt.

      Wenn erstmal ganz EU von einer akuten Energiearmut bedroht ist, die Inflationsrate in die Stratosphäre steigt, eine Versorgungskrise akut wird, werden die einzelnen EU Staaten anfangen miteinander heftig zu konkurrieren. Sich auch gegenseitig zu plündern (Siehe Polens Reparationsforderungen). Und Russland wird die begehrte Energieträger den einzelnen europäischen Ländern vor die Nase halten. Einige werden ohne jeden Zweifel der Versuchung nachgeben, auf die EU scheißen und zugreifen. Das wird dann die Auflösung der EU in Gang setzen.

      1. Das wird passieren, ja Russischer Hacker. Und dann kommt die Ami-Peitsche.

        Sobald die Osteuropäischen Staaten keine Nettoempfänger mehr sind, ist deren Interesse an einer EU sowie so vorbei.

  16. Wenn ich 40 kg Sprengstoff in Schnellkochtöpfe umrechne, kommt da kein angenehmes Ergebnis raus.

    Israel muss gegen die langsamfliegenden Bastelraketen der Hisbollah auch besondere Flugabwehrraketen einsetzen, die gegen schnell fliegende Ziele nicht zu gebrauchen sind.
    Russland lässt die High-End-Flugabwehr aus dem Westen ziemlich alt aussehen.
    Den Russen sind nicht die Raketen ausgegangen.
    Die haben auch noch Flugabwehrraketen mit Atomsprengköpfen, so wie wir die Nike in den 70er/80ern hatten.
    Die werden gegen Bomberverbände eingesetzt und holen im Radius der Explosion von einem bis zwei Kilometern alles vom Himmel.
    Das fiel mir jetzt anlässlich der NATO-Bomber-Übung zur „nuklearen Teilhabe“ ein. Alles völliger Blödsinn. Wenn die es überhaupt schaffen von der Startbahn in Büchel abzuheben, haut es die schon hunderte von Kilometern vor der russischen Grenze vom Himmel.
    Wir sind wegen dem Atommüll der Amis in Büchel nur Erstschlagopfer und -ziel. Militärisch ist das alles Fred Feuerstein.

  17. Mal noch ein paar Gedanken: Ich habe vor 20 Jahre in der Industrie an militärischen Projekten gearbeitet. Im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung wurden auch USA-Reisen abgefragt. Nach meiner Rückfrage hieß es dann. Amerikaner sind „Freunde“. Also mit ausdrücklichen Anführungszeichen. Amerikaner sind Freunde, die wie ein Feindstaat behandelt werden.

    Echte Freunde sprengen einem nicht die Infrastruktur weg. Freunde betreiben keine Wirtschaftsspionage und Freund belauschen keine vertraulichen Gespräche von Politikern.

    Der EU sind die Probleme mit den „Freunden“ durchaus bekannt, deshalb gibt es seit Jahrzehnten Versuche sich zu emanzipieren. Ein Versuch war es, eine gemeinsame europäische Armee aufzustellen. Eine solche Armee wäre neben Russland, China und USA eine vierte Weltmacht. Europa hätte durch seine Lage und geografischen Strukturen eine gewaltige Landmacht sein können.

    Die „Freunde“ haben über Jahrzehnte hinweg systematisch dagegen gearbeitet. Zum Beispiel ging es bei der Trump-Forderung auf 2%-Rüstungsausgaben nur Vordergründung um die NATO. Eigentlich ging es darum zu verhindern, dass es eine gemeinsame europäische Armee gibt. Erreicht wurde dieses Ziel zB. dadurch, dass unsinnige Waffen in den USA gekauft wurden, obwohl es eine eigenständige europäische Rüstung gibt. Stichwort zum Beispiel der Kauf des F35, eines maßlos überteuerten Flugzeuges, welches selbst Amerikanern zu teuer und zu schlecht ist. Andere Methoden waren die durchgesetzte politische Säuberung von militärischen und paramilitärischen Strukturen (paramilitärisch = Aufgebaut wie Militär, aber kein Militär. In Deutschland zum Beispiel das gesamte Rettungswesen und die Feuerwehr).

    Ein unabhängiges Europa könnte sich wirtschaftlich mit Russland verbünden. Mit russischen Rohstoffen, osteuropäischen Arbeitskräftepotential und westlichem Know How hätte eine Wirtschaftsregion entstehen können, die völlig autark wäre und für die nächsten Jahrhunderte die Welt hätte reicher machen können.

    Allerdings haben die Amis diesen politischen Krieg gewonnen. Ok, vorerst. Die Transatlantiker haben sich durchgesetzt und begonnen, hingebungsvoll Europa zu deindustrialisieren und zu destabilisieren.

    Im Moment sind die Augen der Qualitätspresse streng in die Ukraine gerichtet. Löst man sich aus der Duldungsstarre und lässt den Blick etwas schweifen, dann sieht man das da sowas wie der „arabische Frühling“ auf Europa zu rollt. In Moldawien stehen die Zeichen auf Sturm, in Weißrussland und Kasachstan wurde zum x-ten mal ein Regimechange versucht. In den baltischen Staaten haben sich Faschisten durchgesetzt, Polen versucht mehr oder weniger offen seine Großpolnischen Träume durchzusetzen (einschließlich Geldforderungen an Deutschland und Gebietsansprüche an die Ukraine und Slowakei) in Frankreich und Tschechien gibt es Großdemonstrationen und in Deutschland gibt es „russische“ Terrorangriffe, sobald die AfD versucht Demonstrationen für Frieden mit Russland zu veranstalten (was ist schlimmer, dass es solche Angriffe gibt, dass die Qualitätspresse behauptet Russland würde eine russlandfreundliche Demo verhindern oder Michels, den dem glauben?).

    Ich habe das Gefühl, dass hohe Gaspreise und Blackouts bald das geringste unserer Sorgen sein werden. Der Winter hat noch nicht angefangen!

    1. „Ich habe das Gefühl, dass hohe Gaspreise und Blackouts bald das geringste unserer Sorgen sein werden. Der Winter hat noch nicht angefangen!“

      Darüber hinaus…..

      Die europäische Wirtschaft ist abhängig vom GPS der Amerikaner.
      Sie können die Positionsbestimmung für Länder und Regionen verzerren und abschalten.
      Was das für die Logistik bedeuten kann, ist der totale Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften.

      Das Galileo der Europäer ist noch nicht so weit, Glonass und Beidou-Geräte sind kaum vorhanden und verbaut.

      Zur weiteren Info am Rande:

      In den GPS-Satelliten sind Sensoren verbaut, die die Startblitze von Atomraketen detektieren. Sobald eine Rakete ihr Silo verlässt, „sieht“ das der Satellit und ab diesem Zeitpunkt läuft eine automatische, militärische Antwortschleife. Das Gelaber von „taktischen Atomschlägen“ ist Unsinn.

      1. Atomraketen haben andere „Starblitze“ als andere Fluggeräte? Wo soll der denn her kommen? Und wie wird der detektiert? Auch durch Wolken?
        Diese Information scheint mir eher aus einem amerikanischen Prospekt zu stammen….aus einer Zeit, als man SDI noch für realisierbar hielt….

        1. Über Satelittengestützte Frühwarnsysteme verfügen natürlich Alle Atomnationen einschließlich USA und Russland. Sie erfassen Raketenstarts global mit Radar und mit Infrarotkameras. Sie sehen damit natürlich nicht nur Atomraketen und können grundsätzlich nicht wissen ob es eine Atomrakete ist. Zumal man auch Marschflugkörper mit Atomsprengköpfen bestücken kann, die sehen sie aber auch wie auch Flugabwehrraketen mittlerreichweite oder auch größere Antischiffsraketen ebenfalls.

          Bei einem entdeckten Raketenstart wird die Rakete verfolgt und der Start von Menschen und Computern zunächst analysiert ob es sich um eine Atomrakete handeln könnte und anhand ihrer Flugparameter einschätzen was ihr Ziel sein könnte. Wenn also gleich mehrere Raketenstarts von mobilen Abschussrampen irgendwo in Sibirien erfolgen und ihre Flugparameter darauf deuten, dass sie in Richtung USA unterwegs sind, kann USA mit großer wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass gerade ein Atomkrieg begonnen hat. Umgekehrt funktioniert das genauso.

          Kompliziert wird es beim amerikanischen Raketenabwehrsystem was sie in Osteuropa installiert haben. Die Abschussrampen die sie verwenden sind universell, können mit verschiedenen Raketen beladen werden. Sowohl mit Flugabwehrraketen, als auch mit Marschflugkörpern, welche ihrerseits auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.

          Wenn also Russland einen Raketenstart von einer der amerikanischen Abschussrampen ihres Raketenabwehrsystems entdecken, können sie kaum einschätzen, ob es sich um eine Flugabwehrrakete, oder ein mit Atomsprengkopf bestückte Tomahawk handelt, welche als Ziel z.b. Moskau hat. Sie müssen einfach vom schlimmsten Szenario ausgehen und entsprechend reagieren. Das heißt das könnte einen Atomkrieg provozieren.

    2. @Tuka Ram
      trotzdem eine Frage: Was sollte eine eigene europäische Armee bringen?
      Sprich: Was kann die lösen was sich nicht besser anders lösen ließe?
      Abgesehen von einem eigenen miltär.industriellen Komplex, der, meiner bescheidenen Meinung nach (ich hab nicht im defense sector gearbeitet wie Sie) aber stets extrem ineffizient gewesen ist.

      Ich stelle diese Frage auch, weil ich mich mit den histor. Grundlagen bzgl. EU-Armee beschäfte, d.h. seit Ende der 40er.

      (Werde später einen eigenen kurzen Exkurs dazu posten.)

      1. In Bereich der elektronischen Kriegsführung und Aufklärungstechnik gehört(e) Deutschland zu den führenden Nationen. Panzer, Artillerie und Handfeuerwaffen (ja, auch das G36) sind immer noch Weltspitze. Deutschland baut hervorragende Klein-Uboote, die Franzmänner hervorragende Atom-Uboote. Beide zusammen einen sehr guten Fighter und Transportflugzeuge.

        Die entscheidenden Punkte liegen allerdings woanders: Die Amis haben sich angewöhnt, in ihre Technik Kill-Switches einzubauen. Amerikanische Flugzeuge lassen sich aus der Ferne abschalten. Damit kontrollieren die Amerikaner, ob Deutschland eine Luftwaffe hat. Somit können Amerikaner jederzeit Deutschland demilitarisieren. Ohne amerikanische Zustimmung hat Deutschland keine Armee mehr.

        Der Vorteil der Amis sind nicht Größe und Qualität. Der Vorteil ist die globale Dominanz einer Seestreitmacht. Egal wo auf der Welt, die Amis können Schiffe hinschicken und diese Schiffe auch versorgen. Aber die Versorgungsmöglichkeiten sind nicht unendlich, auch eine Seestreitmacht braucht Stützpunkte.

        Eine europäische Armee wäre eine Armee, die den Amerikanern Paroli bieten könnte. Die Seestreitmacht nutzt nichts mehr, wenn die Landstreitmacht über einen ganzen Kontinent verfügt und zwei weitere Kontinente per Auto erreichen kann.

        Eine gemeinsame europäische Armee und eine europäische Rüstung würde die Amis vom Kontinent vertreiben. Sind die Amis aus Europa verschwunden, kann Europa anfangen eine gegen amerikanische Spionage geschützte Wirtschaft aufzubauen. Und damit würden die Amis zu dem werden, was sie eigentlich sind: Eine Land mit sehr unterentwickelten intellektuellen und ingenieursmäßigen Möglichkeiten, ein Agrarstaat.

        Das chinesische Konzept der Seidenstraße hat seine Gründe. Und es hat auch seine Gründe, weshalb die Amis an jedem neuen Bauabschnitt der Seidenstraße eine Farbenrevolution (oder gleich einen Krieg) anfangen.

        1. @Tuka Ram

          Danke für die ausführliche Antwort!

          Und ich selbst bin vielleicht noch zu unausgegoren.

          Aber alles will mir nicht ohne Weiteres einleuchten.

          Inwiefern ist die stehende Armee tatsächlich notwendig um etwa wirtschaftliche Interessen durchzusetzen?

          Denn im Ernstfall obsiegt – wenn alle diplomatischen und nicht-diplomatischen Eskalationsstufen scheitern – die nukleare Verfügungsgewalt, siehe etwa die Suezkrise von 1956.
          Das aber ist ein deadend.

          Ziel muss eine nuklearfreie Welt sein, und beginnen sollte sie in Europa.
          In Südamerika ist sie ja schon Realität.

          Die Sogwirkung die ein denuklearisiertes Eruopa hätte, wäre gewaltig, meine These.

          Im Übrigen war der Abzug aller Mittelstreckenraketen aus Europa eine der völlig richtigen russischen Forderungen im Dezember, die aber sogar Le Monde Diplomatique für inazeptabel hielt.

          Es mag idiotisch klingen, aber der einzige Weg die Probleme langfristig zu lösen ohne die Gefahr dass wir uns (unbeabsichtigt) in die Luft jagen, ist eine absolut nicht-militärische- inklusive Strategie, die Afrika, Indien, China, usw, eng einbindet und zwar auf Augenhöhe und sich den echten Problemen widmet.

          Das heißt, eine auf Stärke und Konkurrenz basierende Denkweise (Der Kampf der Nationen um Wohlstand) führt in die Vernichtung.
          Sei es Vernichtung durch Bomben, durch Umweltzerstörung oder Krankheiten.

          Alle drei Szenarien absolute Realität. Spätestens die Jahre 2020-2022 sollten das bewiesen haben.

          Weshalb ich die Maßstäbe, wie Exzellenz in der militärischen Forschung, so bewundernswert ihre Ingenieursleistungen auch sein mögen (Idealbeispiel Manhattan Projekt), für eine absolut falsche, schon lange überholte „Ideologie“ ansehe.

          Denn das Atom U-Boot – z.b. – oder der „federleichte“ Abrams sind nicht denkbar ohne den Faktor Atombombe.

          Konventionelle und nichtkonventionelle Militär-Strategien bedingen einander. Will man das eine nicht, muss man auch das andere abbauen auf ein Minimum.

          Aus diesem Grund übrigens war Hugo Chavez, R.I.P., gegen eine Nuklearisierung der venezolanischen Streitkräfte.

          Das obwohl Chavez doch gerade ursprünglich ein Militär war mit Haut und Haar und die Effektivität von Gewalt kannte.

          Angenommen, Europa würde diesen „brutal“ kooperativen Weg einschlagen und die großen Kontinente auf diese Seite ziehen, würde das langfristig die USA unter extremen Legitimationsdruck setzen.

          Unsere Denk-Maßstäbe an sich müssen andere werden.

          Trotzdem muss ich über ihre Ausführungen weiter nachdenken.

          1. Hi xyz,

            ich mag deine Kommentare auf Grund deiner Kompetenz.
            „Angenommen, Europa würde diesen „brutal“ kooperativen Weg einschlagen und die großen Kontinente auf diese Seite ziehen, würde das langfristig die USA unter extremen Legitimationsdruck setzen.“

            Glaubst du, die Frau Pelosi, Frau Nuland, G.Friedman uva. us-amerikanische Politiker und Militärs würden ein Land/ Region, welches sich nicht ihren Willen beugt, bloß deshalb nicht angreifen, weil es pazifistisch aufgestellt ist? Ich denke nicht, dass diese Politiker, Militärs, Wirtschaftsbosse aus ethischen Bedenken einem super Deal mit exorbitanten Gewinnen ausschlagen. Da bin ich bei dem Spruch von Karl Marx, der gar nicht ursprünglich von ihm sondern vom Funktionär der englischen Gewerkschaftsbewegung T. J. Dunning ist.
            Das vollständige Zitat lautet: »Kapital, sagt der Quarterly Reviewer, flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.«

            Ich denke schon, dass jedes Land eine gewisse militärische Abschreckung braucht. D.h., die Kosten materiell wie human ressource müssen eine Angreifer mehr abschrecken als ermutigen. Dabei braucht man nicht unbedingt Atomwaffen.

            Das Problem beim einseitigen Einsatz von Atomwaffe ist, dass gewonnene Gebiet ist auch für den Sieger nicht wirklich nutzbar.

          2. Der große Denkfehler ist es, Konkurrenz als Verlust anzusehen. Kooperation ist keine sozialistische Erfindung, sondern ein Ur-Mechanismus des Kapitalismus. Eine weitere Strategie ist es ein Win-Win anzustreben. Etwa zwischen Westeuropa und Russland: Russland liefert Rohstoffe, Europa liefert Technologie. Beide Seiten gewinnen, niemand verliert.

            Die amerikanische Denkweise des „Winners takes All“ funktioniert nur, weil ein Staat hinter den wesentlichen Strukturen steht.

            Bezüglich stehendes Heer: Das war ein Angebot von Putin vor 25 Jahren: Die stehenden Heere abbauen. Der Westen hat abgelehnt. Ein stehendes Heer braucht es, wenn die Nachbar stehende Heere haben.

            Die sinnvollste Strategie um Kriege zu vermeiden ist IMO eine ausgewogene, gegenseitige Abhängigkeit zu haben. Zum Beispiel Russland liefert Gas, Europa liefert Strom. Die Folge wäre, dass keines von beiden Staaten den anderen angreifen könnte, da beide Staaten anschließend sofort pleite wären.

            Deshalb beginnen Kriege zwischen relativ gleichstarken Gegner auch zwangsweise immer mit wirtschaftlicher Entflechtung und Sanktionen. Ja, auch der Zweite Weltkrieg.

    3. hier eine weitere unterstützung des argumentes für ein bündnis eu+.ru:

      Es ist durchaus vorstellbar , dass China nur darauf wartet, dass wir bzw. der Westen Russland in einem ukrainischen Abnutzungskrieg lange genug dezimiert haben, um anschließend eine taktische Finte gegen Taiwan loszutreten, die die US-Armee mit dessen Verteidigung beschäftigen wird – um dann im Norden einen neuen Grenzkonflikt mit Russland zu provozieren und die  geschwächte russische Armee anzugreifen.

      https://ansage.org/sucht-china-sein-rohstoffglueck-in-sibirien/

  18. Das Thema „Iran oder nicht“ hat übrigens eine humorige Seite.
    Die iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) sind vom iranischen Staatswesen unabhängig – ist ja Voraussetzung des zugleich säkularen UND sakralen Dienstes, den sie der „Gemeinschaft der Gläubigen“ leisten sollen.
    Die Pasdaran sind bekanntlich von den USA zur „Terrororganisation“ erklärt und deshalb werden RF wie Iran maliziös den Teufel tun, zu sagen, wie diese Waffen in russische Hände gelangen.

    Denselben Status hat übrigens die chinesische Volksarmee. Ihr gehören gewaltige Unternehmen zu, die hierzulande als „Stiftungen“ figurieren würden.

    Der Hauptwitz ist aber, daß große Teile der US-Armee vermittels Pentagon UND den Regionalkommandos CENTCOM, EUCOM und AFRICOM eine ähnliche Unabhängigkeit genießen. Sie können Kontrakteure mit allgemeinen oder abstrakten Zweckbindungen verpflichten, ausbilden, bewaffnen, einsetzen, wie es ihnen beliebt. Formell sind die Regionalkommandos und die Spezialkommandos rechenschaftspflichtig, doch ist diese Pflicht seit Jahrzehnten so gut wie nicht erfüllt worden, oder, wenn sie erfüllt wurde, versanken die Berichte und Belege in unbearbeiteten Archiven. Große Teile dieser Archive wurden bequemerweise an 9/11 entsorgt. In jüngerer Zeit wurde, noch auf eine Initiative Trumps zurück gehend, ein eigener, hochrangiger Posten im Pentagon eingerichtet, der diesem Zustand abhelfen sollte und nur dem WH, nicht dem Ministerium verantwortlich sein sollte. War ein totgeborenes Kind, die Amtsinhaberin gab nach kurzer Frist auf, danach habe ich das nicht weiter verfolgt.
    Auf dem o.a. Wege hat die NATO über EUCOM einen sehr beträchtlichen Anteil der Bewaffnung der „Islamistischen Horden“ in Irak und Syrien übernommen, abertausende von Tonnen hat die NATO über private Reedereien oder auswärtige Fluggesellschaften, mehrmals auch mit eigenen Schiffen, an Ort und Stelle verbracht, namentlich aus Kroatien, Slovenien (Tschechien), Rumänien, Azerbaidschan und Bulgarien. Das blieb nicht ohne Leaks und ihr dürftet Dokumente (Faksimiles) dazu bis auf den Tag finden, denn NATO liegt daran, daß sie zwar marginalisiert, aber nicht gestopft werden. Die Prahlerei damit gehört halt mit zum Geschäft der NATO, des CIA und des MI6.

  19. Die Ukrainer prahlen ja damit, dass durch ihren Beschuss einer Drohne diese von ihrem Kurs abkam und statt ihrer Stellung ein Wohnhaus getroffen wurde. Schön zu sehen, dass ihrer Intention hier entsprochen wird und weiter am Narrativ russischer Angriffe auf die Zivilbevölkerung gefeilt wird.

    Ich habs aufgegeben, hier noch irgendwas zu „hinterfragen“, alles, aber wirklich alles, was im Wertewesten und in der Ukraine verzapft wird als Fake, Propaganda, gelogen und staged zu betrachten vereinfacht das Ganze, spart Zeit und man liegt zu 99,9% richtig.

    😎

  20. Um 15:56 In Primorje, einer russischen Grenzregion zu China und Nordkorea, wurde Roman Malyk tot aufgefunden. Der 49-Jährige war der für die Region zuständige Mobilisierungschef der Russischen Armee.
    „Es ist ein grosses Rätsel, wie er zu Tode gekommen ist“ so Gmx.
    I bet it is !

    1. Kyrill der Viertelvoreinste hatte doch jüngst proklamiert: Es ist schön vom Herrgott einberufen zu werden! Eine große Ehre wurde dem guten Roman Malyk zuteil.

      phz

  21. Mal einen Realitätscheck: Auf einem ukrainischen (!) Telegramkanal las ich vor ein paar Tagen, dass US-Experten die Zahl der für Einsätze in der Ukraine geeigneten Lenkrakete wie Kalibr, Onyx, Iskander, CH-55/101 etc. auf 1840 zu Beginn des Konflikts schätzten. Davon seien bis dato (vor ein paar Tagen) 662 abgefeuert worden, also vielleicht 100-200 mehr in der derzeitigen Offensive.

    Nun wissen wir auch, dass Almaz-Antay seit Februar in 3Schicht 24/7 arbeitet und kräftig neu eingestellt hat. Sollten die 100 Raketen am Tag produzieren, könnte die RF ewig so weiterballern und noch drauflegen, wenn es nur 20 sind, könnten sie bei einem Verschuss von ca. 60 pro Tag derzeit auch noch ein gutes Jahr so weitermachen. Spekulationen über Chipmangel sind Dünnpfiff, militärische (und industrielle allgemein) Hardware ist ohne Funktionsverlust mühelos ein Jahrzehnt hinter dem bleeding edge, da zählt Robustheit.

    Warum also die Mopeds? Zum einen sind die extrem billig, 20.000$ je Geschoss. Ein Himars-GMLRS kostet 150.000, eine Lenkgranate der M777 50.000. Das sind die vergleichbaren Waffen mit ca. 50kg Gefechtskopf wie die Geran-2/Shahed136. Und sie brauchen auch keine millionenteuren Launcher oder Haubitzen, die nach ein paarhundert Schuss in Wartung müssen, sondern ein einfaches Gestell. Dazu haben sie eine Reichweite ähnlich den Cruise Missiles, nicht bloss 50-100km. Und auch die russischen Fernraketen kosten im Millionenbereich oder nur wenig darunter, allerdings haben sie mit Gefechtsköpfen um 500kg auch etwas mehr .. wie sagt man, Wumms?

    Und die Mopeds sind für konventionelle Luftabwehr sehr schwer zu bekämpfen, der kleine Deltaflügler hat fast keine Radarsignatur und fliegt tief, der 50PS-Motor hat praktisch keinen thermischen Ausstoss oberhalb der Entropie. Die Russen hatten in Hmeimin auch ihre Probleme mit Drohnen, allerdings scheinen die TOR-2 und Panzir-Komplexe (vor allem letzterer mit seinen Schnellfeuerkanonen) die Aufgabe ganz gut gelöst zu haben, mit optischer, vielleicht auch akustischer Ortung. Aber das war auch nur eine einzige Basis, keine Kette von Grossstädten.

    Das ist auch das perfekte Mittel, Luftabwehr zu übersättigen und obendrein zur Bekämpfung sichtbar zu machen. Die Ukrops haben sogar mehrere Flugzeuge verloren, eines sogar im „Luftkampf“ mit einer Geran-2, eine Weltpremiere.

    Wohlgemerkt, es gibt keine Wunderwaffen (auch wenn die demente Strack-Zimmermann das für einen Nazivergleich hält, das Personal unseres Regimes ist abartig strunzblöde). Jedes Waffensystem mag bei Einführung taktische und operative Vorteile bieten, am Ende des Tages gibt es Gegenwaffen, das uralte Spiel von Schwert und Schild. Aber derzeit stehen die Hohols ohne Schild da.

    1. Völlig richtig. Ich teile deine Einschätzung. Die Mopeds haben sich als extrem effektiv erwiesen.
      Ein Vorteil noch. Aufgrund der Einfachheit können sie in kurzer Zeit in großen Massen gefertigt werden.
      Ukraine setzte früher mal auf türkische High-Tech Drohnen Bayraktar. Eine davon kostet 100 mal soviel aber sie waren überhaupt nicht effektiv. Ein Vertreter des ukrainischen MIK Paschinski in einem vertrauten Gespräch, welches gestern geleakt wurde eingeräumt, dass die Bayraktars ein völliger Flopp war, und dass die russische Luftabwehr schon in der ersten Märzwoche praktisch Alle Bayraktars abgeschossen hatte, ohne dass sie nennenswerte Wirkung entfalten konnten. Das ist wieder einmal ein Beispiel, dass Masse > Klasse.

  22. Kriegsberichterstattung „damals“ ARD / Friedhelm Brebeck

    Wenn man einen Beschuss keiner Partei zuordnen kann, sagt man das so, nennt die Quelle, hier „Behörden“,
    und zeigt unparteiisch das Elend und die Brutalität eines Krieges.
    Es gibt an Kriegen nichts zu deuteln und zu heroisieren, ihr Idioten von ARD und ZDF.

    https://www.youtube.com/watch?v=25Utz6dnDPU

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