Heuchelei um die RBB-Intendantin

Patricia Schlesinger. Bild: Gregor Fischer/re:publica/CC BY-SA-2.0

Warum geht es in der derzeitigen Diskussion nur um falsche Bewirtungsquittungen und schmuddelige Berater-Verträge, aber nicht um das Wesentliche? Ein Kommentar

Nun plötzlich sehen alle Handlungsbedarf: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger tritt zurück (mit vollen Bezügen), die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen Untreue, die Gremien und die Journalistenverbände sprechen von „skandalösen Vorkommnissen“ und verlangen Aufklärung. Und sogar eine externe Anwaltskanzlei untersucht die jahrelange Vetternwirtschaft. Dabei wäre es sinnvoll zu fragen: warum eigentlich erst jetzt? Und: Warum geht es in der derzeitigen Diskussion nur um falsche Bewirtungsquittungen und schmuddelige Berater-Verträge?

Vom Wesentlichen spricht niemand, von der Glaubwürdigkeit der Institution. Warum untersuchen wir nur die Spesenquittungen und nicht die Qualität dieser Anstalten? Schließlich verdienen die Intendanten mehr als der Bundeskanzler, gespart wird im Programm, bei den Freien. Sind die oberen Chargen der ARD das Geld wert, dass sie den Gebührenzahlern abnehmen? Sorry, „Gebühren“ klang ja so nach Behördendeutsch, jetzt nennen wir das euphemistisch: Beiträge.

Frau Schlesinger wurde im NDR groß, und dort war sie 2010 die verantwortliche Redakteurin des „Doku-Dramas“: „Eichmanns Ende – Liebe, Verrat, Tod“. In dem teuer produzierten Streifen ging es um den jüdischen Flüchtling in Buenos Aires, Lothar Hermann und seine Tochter Silvia, der ein Liebesverhältnis mit dem Sohn des SS-Offiziers Adolf Eichmann angedichtet wurde.

Die Familie Hermann empfand diese Unterstellung als ehrenrührig und falsch. Die in den USA lebende Silvia ließ die NDR-Leute nicht in ihre Wohnung und bestreitet diese vom Mossad in die Welt gesetzte Behauptung, und die Großnichte in Buenos Aires wandte sich empört an Frau Schlesinger und bat um Auskunft, auf welche Fakten sie sich bezieht. Die NDR-Redakteurin lehnte dies „aus rechtlichen Gründen“ ab, es sei Vertraulichkeit mit den Informanten vereinbart worden. „Unter Heranwachsenden sei zwischen Liebe und Freundschaft aber nicht besonders trennscharf zu differenzieren“.

Im Film wird eine körperlich entwickelte junge Frau – die Silvia-Darstellerin – gezeigt, die vom Sex mit Klaus Eichmann schwärmt. Einziger Zeuge: Der Mossad bzw der Mossad-Agent Rafi Eitan, der vor der Kamera von einer 17-jährigen Frau spricht.

Der Film behauptete, ein Stück historische Wahrheit geliefert und die Akten des Bundesarchivs und Wissenschaftler zu Rate gezogen zu haben. Doch die Akten des Bundesarchivs waren zu diesem Zeitpunkt noch unvollständig – erst durch meine Klage gegen den BND wurde das Sassen-Interview offengelegt.

Fakt ist, dass die Familie Hermann 1954 Buenos Aires verließ, zu diesem Zeitpunkt war Silvia 12 Jahre alt. Wenn es also zwischen der Zwölfjährigen und dem 17-jährigen Eichmann-Sohn zu „Sex“ oder „Liebe“ gekommen wäre, dann wäre dies Missbrauch oder Vergewaltigung gewesen, und Vater Eichmann hätte dafür strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können, sechs Jahre vor seinem Auftauchen in Israel.

Alle Proteste der Familie Hermann gegen dieses infame Machwerk, die schon vor der Ausstrahlung vorgetragen wurden, wurden von Frau Schlesinger überhört, das Dokudrama gesendet und auf Festivals vorgeführt. Bis heute. Der NDR überhörte auch die von mir im Film „Desinformation“  zusammen getragenen Beweise, dass sie Fake-News produziert haben und dem Geheimdienst auf den Leim gegangen sind. Darin zeige ich Silvias Geburtsurkunde und die über den Gerichtsweg erhaltenen BND-Dokumente.

Nun begehen alle Journalisten auch Fehler. Frau Schlesinger hätte dies erkennen, die Fakten richtig stellen und sich entschuldigen können. Bei Beraterverträgen ist das ja jetzt auch möglich. Das hat sie nicht getan. Innerhalb oder außerhalb der ARD existiert keine Instanz, Behauptungen auf ihre Authentizität zu überprüfen, es ist politisch nicht gewollt – obwohl es, wie sich jetzt zeigt – möglich ist.

Die ARD-Intendanz sah damals „keinen Grund für die Befürchtung, das Dokudrama könnte den guten Ruf und die Glaubwürdigkeit der ARD beschädigen“. Das war 2010, inzwischen ist die Glaubwürdigkeit der ARD ohnehin beschädigt – aber nicht wegen falscher Abrechnungen, sondern wegen schlechtem Journalismus.

Im vergangenen Jahr ließ der NDR meinen Film bei Youtube blockieren. Ich klagte auf Unterlassung. Die Anstalt schickte nicht ihre Rechtsabteilung ins Feld, sondern einen Münchner Anwalt – Geld ist ja im Überfluss vorhanden. Und der schrieb im außergerichtlichen Verfahren: „Zu einer inhaltlichen Stellungnahme zum Film Ihrer Mandantin sieht sich unsere Mandantin nicht veranlasst. Der Film unserer Mandantin erhebt keinen Anspruch auf absolute historische Präzision.“ Der NDR unterzeichnete die Unterlassungserklärung.

So ist das mit der ARD. Keine historische Präzision – außer bei den Spesenquittungen.

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12 Kommentare

  1. Ich finde die Kritik, die geführt wird, für nicht relevant. Es trifft nicht den Kern der Öffentlich rechtlichen Bande. Im Grunde lenkt es sogar ab und stützt die Struktur, die die bemängelten (mehr ist es nicht)Widersprüche nennt.
    Alles Angemerkte ist schon tausendmal kritisiert worden. Dabei ist es doch unerheblich was die Frau an Salär bekommt und das weiterhin. Wäre es besser bei geringen Salär? Auch wie der Sender mit Dokus umgeht, ist doch Tagesgeschäft. Wobei ich eine Lanze brechen will zu etlichen sehr guten Dokus in den öffentlichen Rechtlichen.
    Wenn es um die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehen geht, empfehle ich:
    https://publikumskonferenz.de/blog/2022/07/31/herr-m-hat-ein-problem/
    Was Frau Weber für sich in Anspruch nehmen kann, dass sie zeigt, dass die sogenannte öffentliche Kontrolle der Sender nicht funktioniert. Wie auch bei den Gehältern ist, zu vermuten, dass über die Hälfte Bestechung für Mund halten ist. Erstaunlich dabei, wer alles Regierungssprecher wird.

  2. Der Auftrag der Öffentlich-rechtlichen ist es eine Wirklichkeit zu erzeugen die dem Zuschauer Glaubwürdig Erscheint. Und daß ist immerhin noch mehrheitlich akzeptiert.

    Kriminalisiert wird ein Julian Assange!

  3. Liebe Gaby Weber,

    danke für Ihren Meinungsbeitrag. Sicherlich ist es richtig, dass es vieles kritikwürdiges in dem ÖRR gerade in den ganz finsteren hinteren Ecken gibt. Es müßten eigentlich noch viel mehr Skandale und Skandälchen an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden. Diese Ungereimtheiten sind womöglich politisch viel brisanter, auch weil diese womöglich systemisch bedingt sind. Deshalb ist die derzeitigen Diskussion um falsche Bewirtungsquittungen und schmuddelige Berater-Verträge womöglich „Vetternwirtschaft“ RBB-Intendantin Patricia Schlesinger,was der deutsche Journalismus als „skandalösen Vorkommnissen“ und Aufklärung verlangt, nur ein kleines und unlauteres Ablenkungsmanöver. Frau Schlesingers wird mit ihrem Fehlverhalten als persönlich Korrupte an den öffentlichen Pranger gestellt, als kleinstmögliches Bauernopfer in einer Reihe von Unstimmigkeiten bei den Verschiedenen Fernseh- und Rundfunkanstalten. Es hilft über den viel größeren Elefanten im Raum wie die Installierung von Personen aus Parteien, Politik und staatsnahen Institutionen, um politisch brisante abweichende Themen und Ereignisse nur in homopathischer Dosis zu veröffentlichen oder an Sendestandorten und-zeiten zu verbannen mit ganz geringer Zuschauerfrequentierung oder gar ganz abzuwürgen und nicht zu veröffentlichen, nicht zu sprechen.

    Trotzdem ist es richtig, dass die kriminellen Machenschaften von Frau Schlesinger bekannt zu machen.

    Und auch trotzdem ist der Öffentlich rechtliche Rundfunk eine wichtige Institution und muss erhalten bleiben. Es kann keiner wollen, dass die Meinungsmacht alleine im privaten Bereich liegt.

    Das der ÖRR einiges an Veränderung bedarf keine Frage, aber bitte ein anderer Teilnehmer soll diese Diskussion anwerfen.

  4. Danke Gaby Weber, dass Sie immer wieder den Finger in die Richtigen Wunden legen.

    In der Tat ist die Vorteilsnahme, die Frau Schlesinger zur Last gelegt wird, verwerflich, aber das weitgehendende Versagen hinsichtlich des gesetzlichen Auftrags der Öffentlich-Rechtlichen geht dabei wieder völlig unter.

    Nicht auszumalen, wenn die ÖR mit ihrer finanziellen Ausstattung und (wo)manpower mal die Themen angingen, und die Klagen führten, die so unermüdlich verfolgen!

    Leider sind es sehr oft einzelne, die mit unverstelltem Blick an die Dinge herangehen, sei es ein Max Schrems gegen den EU-Datenausverkauf an die USA, ein Thilo Jung, der Herrn Melnik die Bühne bietet, sich um Kopf und Kragen zu reden, ein Edward Snowden, der unglaubliches Unrecht aufgedeckt hat – um nur einige wenige zu nennen…

    1. „Nicht auszumalen, wenn die ÖR mit ihrer finanziellen Ausstattung und (wo)manpower mal die Themen angingen, und die Klagen führten, die so unermüdlich verfolgen!“

      Da hätte ich gerade ein Beispiel, das aber offensichtlich nach dem monatelangen Geschrei in den ÖR über von Russland verursachte Hungersnöte weltweit keinen mehr interessiert:

      „The UN negotiated the grain deal last month with Ukraine, Russia and Turkey, and officials had high hopes that it would unlock millions of tonnes of foodstuffs for countries in Africa that are on the brink of starvation. Instead, the deal has run up against commercial interests, and the 12 ships that have left so far have gone to Britain, Ireland, Italy, China, South Korea and Turkey.

      The UN deal was seen as a way to move the grain and get it to countries most in need. But UN officials now acknowledge that they are beholden to commercial contracts and have little control over where the grain ends up.“

      https://www.theglobeandmail.com/world/article-ukraines-efforts-to-help-countries-hampered-as-un-brokered-grain-deal/

      Geschäft ist Geschäft, da mag hungern wer will. Aber wieso sollte das unsere ÖR noch interessieren?

      PS Ich habe nicht die Absicht, vom Thema abzulenken, aber ich fand das einfach wichtig, darzustellen, wie rührend sich die UNO um die Geschäftsinteressen der Getreidehändler kümmert.

  5. Bei einer Recherche über die Geschichte des Ukrainekriegs bei Youtube hatte ich nach Quellen sortiert und den öffentlich rechtlichen Rundfunk separat geordnet. Ab dem Jahr 2013 gibt es eine auffallende Häufung von Beiträgen welche die schlimmen Zustände gut recherchiert in ansprechender journalistischer Qualität darstellen. Dann etwa ab 2018 – 19 schlägt die Berichterstattung einen Haken und wendet sich um 180°. Besonders „lustig“
    Beiträge von Herrn Restle die im Vergleich zu seinen heutigen „Faktencheck“ Beiträgen ihn eindeutig der proukrainischen Propagandalüge überführen. Wes Brot ich fress – des Lied ich sing. Die ganze Berichterstattung des öffentlich rechtlichen Rundfunks hat ein zutiefst parteiisches Propagandaniveau erreicht. Sie eignet sich nun bestens als Unterrichtsmaterial für die Ausbildung von Politoffizieren in der Thematik „psychologische Kriegführung, Vorbereitung der Bevölkerung auf einen „Verteidigungs“ Krieg“. Dafür braucht man käufliche Journalisten wie Schlesinger und Restle.

  6. Finde ich außerordentlich (und richtig) diese „Angelegenheit“ so aufzugreifen. Macht sonst niemand. Vermutlich, weil der exorbitant bezahlten Leitung des ÖR Themen und Inhalte am verlängerten Rückenende vorbeigehen. Hauptsache, die Kohle stimmt und gegen irgendwen kann gehetzt werden, weil das weniger Grips und Anstrengung erfordert, als journalistische Arbeit.

    Journalistische Arbeit früher: Themenexploration, Recherche, Quellenerschließung, Sicherung von Belegen, Informantenschutz. Berichterstattung in Form von Darlegung der Fakten und der von den verschiedenen (!) Seiten getätigten Aussagen. Einordnung, Bewertung ggf. in einem Begleitkommentar oder auch, zur Freude der Leserschaft, als Glosse.

    „Journalistische“ „Arbeit“ heute: Wertende Aussagen vor Präsentation selbst ausgedachter Sachverhalte, gefolgt von unsäglichem Propagandamüll, Qualitätssicherung ausgelagert an mit- oder anderweitig finanzierte „Faktenchecker“, die den gleichen Müll noch einmal, nur andersherum verbraten.

    „Vom Wesentlichen spricht niemand“ – weil nicht menschliches Leben, Moral, Vernunft u. dgl. in diesen Kreisen eine Rolle spielen, sondern eben bloß Geld. Die Hohlheit von Selbstbeweih­räucherung, Protz und „Mitnahmeeffekten“. Die mutierte Affenart, die sich selbst (!) „Homo sapiens“ nennt (was ein Hohn), braucht zwingend Glasperlen und Tand (oder Immobilien und Aktien) als Zeichen ihrer Überlegenheit gegenüber ihrem Spiegelbild.

    Von solchen Leuten kann man kein Mitgefühl erwarten oder irgendeine Bereitschaft, Rücksicht zu nehmen, auf Kinder schon gar nicht. Für einen Hochglanz-Porsche gehen die über Leichen, wenn sie glauben, sie sähen damit „gut“ aus. Frau Schlesinger wurde beim Naschen erwischt, das macht ihresgleichen dann Spaß, darüber herzuziehen. Was sie über irgendwen „berichtet“ hat oder „berichten“ ließ, ist egal. Für einen Spaß lassen solche „Elite“-Cliquen auch 12-jährige Mädchen über die Klinge springen.

    Meine Hochachtung gilt Frau Weber für ihre Arbeit, die ein leuchtendes Beispiel für Journalismus gibt – für echten Journalismus, nicht diesen modernen Fakekram von nachgemachten, halben Menschen, die zombiegleich durch den ÖR und die vom Staat und von Milliardären finanzierten Gazetten geistern.

  7. Hi Ohein,

    Bei Ihrer Beschreibung von journalistischer Arbeit heute, habe ich das Gefühl, dass Sie richtig guten Journalisten von heute, die es in den Verlagen auch zu was bringen werden, mit zu viel Arbeit überfrachten.

    Ich hatte heute, bei einem parallelen Artikel hier im overton-magazin für einen Kommentar in meiner Suchmaschine den Namen Denys Kirjejew eingegeben, nicht ganz so schön geschrieben wie jetzt, weil ich mir zurecht unsicher mit der Schreibweise war. Da wurden mir am Anfang der Liste Artikel von T-online und Zeitonline angezeigt, wo ich mich noch kurz vergewissern wollte und stellte fest, dass beide Artikel absolut identisch waren. Die beiden Journalisten haben es also geschafft, in ihrem mehrjährigen Studium erfolgreich zu erlernen, die Meldung von rnd mittels Copy & Paste auf ihr Nachrichtenportal einzufügen.

    Der heutige Journalismus im MSM ist zum verzweifeln!

    Danke Frau Weber für Ihren wertvollen Beitrag und ich freue mich schon auf Ihr nachfolgendes Werk, welches ich gleich lesen darf.

  8. Zum Verzweifeln ist auch, daß selbst einfache Fakten, die festzustellen keinerlei aufwendiger Recherche bedarf,schlicht falsch dargestellt werden. Da hat Schweden plötzlich eine gemeinsamme Grenze mit Russland, weil sich das in dem Beitrag zum NATO-Beitritt (Schweden-Finnland) besser macht, oder die Ukrainer haben die Antonovbrücke völlig zerstört, weil man ihnen eben auch mal einen militärischen Erfolg zuschreiben will.

    Ja, ich behaupte, das sind bewußte Lügen (im Fall der Brücke von der „Expertin“ Dornblüth) und keine Irrtümer, denn die tatsächlichen Fakten kann man mühelos feststellen. Aber so ist sie halt, die Postmoderne…….Aufklärung ade – es lebe das „Narrativ“.

  9. Ja venice12! Aber es verfängt eben in einem bedeutenden Teil der Köpfe. Und nicht nur in denen, die aus monetären Gründen keine andere Meinung haben dürfen.

    Und je schwerer das suchen wird, je mehr Aufwand für eine gute Recherche braucht, desto mehr geben vorzeitig auf.

    Ich habe viele Jahre gebraucht, bis ich ein breites Spektrum an Seiten gefunden habe, die alternative Denkweisen/ Ereignisse anbieten. Man muss ja nicht mit allem mit gehen, aber man sollte darüber nachdenken dürfen.

    Bei mir haben Foren sehr stark geholfen, andere Medien zu finden. Bei der TAZ (was waren das noch für Zeiten) habeich die NDS gefunden, welche dann ein Spektrum aufmachten….
    Deshalb müssen Forenbeiträge zensiert, Suchergebnisse gelenkt, alternativ medien unterdrückt bis verboten werden, damit solche billigen Lügen von der Masse nicht so leicht erkannt werden.

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