EU-Parlament verleiht Sacharow-Preis an die „tapferen Menschen der Ukraine“

Parlamentspräsidentin Roberta Metsola bei der Ankündigung der Preisträger des Sacharow-Preises. Screenshot aus Video des EU-Parlaments

Natürlich nicht an alle Ukrainer, sondern nur an die, die von Selenskij vertreten werden, weil sie auch „unsere Werte“ verteidigen. Julian Assange war auch zur Auswahl gestanden, aber dafür reicht die Tapferkeit der EU-Abgeordneten nicht aus.

 

Der „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“, auch Meinungsfreiheitspreis genannt, wurde vom EU-Parlament nicht einer Person oder einer Organisation, sondern einem Volk verliehen. Geehrt werden „die Menschen der Ukraine, vertreten durch ihren Präsidenten, ihre gewählten Politiker und die Zivilgesellschaft“, darunter einige Organisationen wie das Yellow Ribbon Civil Resistance Movement, die mit Anbringung von Graffitis oder Plakaten etwa in Cherson auf die Ablehnung der Besatzer hinweist, gegen die Teilnahme am Referendum mobilisierte, aber auch dazu auffordert zu berichten oder Fotos oder Videos zu schicken, wo sich „Invasoren“ oder allgemeiner „Raschisten“, d.h. auch Kollaborateure, aufhalten. Dafür wird auch bezahlt. Vermutlich werden damit Anschläge vorbereitet.

 

Abgestimmt haben nicht die Parlamentarier, sondern die Konferenz der Präsidenten, die aus der Präsidentin des Parlaments und den Vorsitzenden der Fraktionen besteht. Sie habe einstimmig entschieden, sagte Roberta Metsola, die Präsidentin, bei der Ankündigung der Preisverleihung im Parlament. Die Preisverleihung wird am 14. Dezember stattfinden.

Ein ganzes Volk wird mit einem Preis für geistige Freiheit ausgezeichnet, während sich das Land im Krieg befinden und nicht das ganze Volk auf der Seite der vom Westen unterstützten Regierung in Kiew steht. Man muss aber wohl annehmen, dass der Preis nicht den ukrainischen Menschen in der Ostukraine und im Süden verliehen wird, die sich von Kiew abgewendet haben und die wie die Truppen der „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk auch – „tapfer“ – gegen die ukrainischen Truppen kämpfen. Ob der Preis auch den Kollaborateuren in der Ukraine gilt oder jenen, die sich vor dem Militärdienst drücken und sich ins Ausland abgesetzt haben?

Natürlich nicht, der Preis gilt nur jenen Menschen der der Ukraine, die durch den Präsidenten und die Abgeordneten in der Rada vertreten werden. Dazu gehören aber auch die Freiwilligenbataillone, die für den Widerstand wesentlich sind und oft eine extreme nationalistische, auch rassistische Ideologie besitzen, die den liberalen Westen ablehnt und auch nicht auf einen EU-Beitritt ausgerichtet ist.

Zudem geht der Preis für „geistige Freiheit“ an ein politisches System, das schon vor Kriegsausbruch begonnen hat, die Meinungsfreiheit zu beschneiden und Sender und Medien zu verbieten, Webseiten zu sperren, unabhängige Medien wie Strana ins Exil zu treiben und in dem ungeahndet kritische Journalisten getötet wurden. Im Krieg wurden weitere Fernsehsender geschlossen, die verbliebenen müssen nach einem Dekret des Präsidenten ein einheitliches Nachrichtenprogramm – den gemeinsamen „Nachrichten-Marathon“ – senden. Russische Kultur und auch Erinnerungen an die kommunistische Vergangenheit werden ausgemerzt, was auch nicht sonderlich gut einem Preis für geistige Freiheit entspricht.

Bild: EU-Parlament

Parlamentspräsidentin Metsola schrieb in einem Tweet mit dem obigen Bild:

„Sie setzen sich für das ein, woran sie glauben. Kämpfen für unsere Werte. Sie verteidigen Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Sie riskieren ihr Leben für uns. Und heute stolze Gewinner des @Europarl_EN #SakharovPreises. Keiner hat es mehr verdient. Herzlichen Glückwunsch an die tapferen Menschen in der Ukraine!“

Damit scheint klar zu sein, dass die Menschen in der Ukraine, die gegen die Russen und die prorussischen oder separatistischen Ukrainer kämpfen, deswegen gut sind, weil sie angeblich für uns stellvertretend kämpfen und für uns und „unsere Werte“ ihr Leben nicht nur riskieren, sondern auch opfern. Etwas genauer und deutlicher sagte Metsola:

„Dieser Preis ist für die Ukrainer, die vor Ort kämpfen. Für diejenigen, die gezwungen waren zu fliehen. Für diejenigen, die Angehörige und Freunde verloren haben. Für alle, die aufstehen und für das kämpfen, woran sie glauben. Ich weiß, dass die tapferen Menschen in der Ukraine nicht aufgeben werden und wir auch nicht.“ Noch einmal wird wiederholt, dass die Ukrainer, also die von Selenskij und der Rada vertretenen, für das kämpfen, woran sie glauben. Muss das hervorgehoben werden, weil die EU-Abgeordneten den passiven, postheroischen Menschen Europas  zurufen wollen, auch für das vor Ort  zu kämpfen, woran sie glauben, womöglich auch mit Waffen? Aber dann doch nur für das, was in Brüssel oder den EU-Hauptstädten oder eben in Kiew genehm ist.

Natürlich ist auch unsere Außenministerin Annalena Baerbock hoch erfreut: „Ich hätte mir keinen besseren Preisträger des #SakharovPrize vorstellen können als die Bevölkerung der #Ukraine. Trotz all der Opfer, dem unermesslichen Leid behalten sie sich den unerschütterlichen Glauben an den Wert der Freiheit. Wir stehen an Eurer Seite, lieber@ZelenskyyUa“. Da geht gleich einiges durcheinander. An die Bevölkerung der Ukraine geht der Preis nicht, sondern nur an einen Teil. Ob es den Ukrainern um den Wert der Freiheit geht, ist eine Behauptung, es geht wohl in erster Linie darum, nicht unter die Kontrolle durch Moskau zu geraten. Aber ob die Freiheit der nationalistischen Strömungen die Freiheit ist, die Baerbock meint, ist doch fraglich. Und warum stehen „wir“ an der Seite des „lieben“ Selenskijs und nicht an der der Bevölkerung?

Letztes Jahr wurde der Preis an Nawalny verliehen. Dieses Mal waren neben den „Menschen der Ukraine“  die Wahrheitskommission in Kolumbien und Julian Assange nominiert. Es wäre tapfer gewesen, wenn es die Konferenz der Präsidenten gewagt hätte,  Julian Assange den Preis zu verleihen, der ansonsten in der Regel an Personen nicht aus der EU verliehen wird, wo man also keine größere Kritik zu befürchten hat und „geistige Freiheit“ auf dem eigenen Gebiet nicht verteidigen muss.  Die europäischen Werte scheinen aber für Menschen wie Assange keine Rolle zu spielen, auch wenn der eben für sie eingetreten ist und Kriegsverbrechen aufgedeckt hat. Dummerweise die der westlichen Länder, die aber nur für das Gute kämpfen.

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39 Kommentare

  1. Grandios!
    Die EU verleiht ihren „Preis für geistige Freiheit“ an ein Land und seine Regierung, in dem diese Regierung es per Gesetz verboten hat, sich kritisch über die Nazi-Kollaborateure, die Tausende Juden und Polen bestialisch umgebracht haben, zu äußern.
    An ein Land, das blutrünstige Verbrecher wie Bandera als seine Nationalhelden und Vorbilder für die Jugend feiert und sich jede Kritik daran verbietet.
    Seien wir EU-Bürger also stolz auf diesen eindrucksvollen Ausdruck unserer Werte!

    1. Ich muss dem Autor Abbitte leisten, er hat doch nicht die Orientierung verloren.
      Ob er, wäre er noch Chef von Telepolis, solche Beiträge bringen könnte?
      Wie es aussieht bestimmen dort jetzt Personen wie Baron und Gulka die Rußland/Ukraine-Nachrichten mit subtiler Nato-Propaganda. Nach Buschfunk ist der jetzige Chef nicht mehr kompetent, die Säuberungen in den Reihen der Journalisten und im Forum mit dem Ergebnis, dort jetzt Überzahl von Nato-Beklatschern, wurde extern verlagert („staatliche Stellen“).
      Er hat Glück, nicht in die Mühle geraten zu sein.

      1. Bathon heißt der. Neuber macht sich nützlich. Das Forum wurde gesäubert.
        Seit Rötzer von TP weg ist macht er keine Tippfehler mehr.

        1. echt ein lob an herrn rötzer !!

          er leistet einen wertvollen dienst für die menschenlichkeit und freiheit, die forenten hier bezeugen das, TP ist seit spätestens C tot, dort hat die integrity-initiative das ruder übernommen.

          slava idiota !!

  2. Was die eigene Lächerlichkeit betrifft steigert sich die EU fortlaufend.
    Mittlerweile hat sie ein so schönes Maß der Selbstentblößung erreicht, daß im Prinzip jeder Kommentar echte Zeitverschwendung ist.
    Da ist Hopfen und Malz verloren.

  3. Also, wie immer, reine Propaganda.
    Was mich nicht wirklich wundert.

    Wenn die EU ihre Kriegskasse als Friedensfaszilität verkauft, würde mich auch der Friedensnobelpreis für Selensky nicht mehr wundern. Es kann nur noch wütend machen, erst recht angesichts der medialen Jubelarien, samt spitzen Schreien der Grünen. Abartig. Komplett. Und, ein Missbrauch des Namens Sacharow. Über die „geistige Freiheit“ nun ja, kann man nicht mehr kommentieren.

    „Natürlich ist auch unsere Außenministerin Annalena Baerbock hoch erfreut: „Ich hätte mir keinen besseren Preisträger des #SakharovPrize vorstellen können als die Bevölkerung der #Ukraine. Trotz all der Opfer, dem unermesslichen Leid behalten sie sich den unerschütterlichen Glauben an den Wert der Freiheit. Wir stehen an Eurer Seite, lieber@ZelenskyyUa“

    Orwell.

  4. Danke für den Hinweis auf Assange! Die ihn scheinbar „vergessen“ haben, sind ja auch Mittäter an seiner Situation.
    Volksvertreter – was war das einmal für ein Begriff. Davon geblieben ist – fast nichts. EU-Parlamentarier, das war von vornherein nichts, das mir Respekt abgewinnen konnte. Überbezahlte Minderleister in einem fast unvorstellbar teueren Beamten- und Behördenapparat. Privilegiert bis jenseits der Schmerzgrenze. Oft schwer nachzuvollziehen, wie sie an diesen Job gekommen sind. Ihre Haupttätigkeit besteht darin, Symbole abzusondern mit gefährlicher ideologischer Tendenz. Für den einzelnen Arbeiter, Rentner, Obdachlosen in diesem Europa haben sie exakt: nichts geleistet. Eigentlich muss Julian dankbar sein, dass er in deren Überlegungen nicht vorkommt.
    Es müssen Menschen wie Du und ich sein, die sich für ihn einsetzen. Denn er hat sich wirklich für die Bürgerrechte stark gemacht. Ebenso wie Edward Snowden. Auf die anderen kann man verzichten, die kosten nur extrem viel Geld.

    1. Nur zur Erinnerung:

      Portrait von Annalena Baerbock
      Annalena Baerbocks Antwort vom 14. September 2021 – 15:03
      Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 22 Stunden

      Sehr geehrte Frau N.,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir verfolgen den Umgang mit Wikileaks und Julian Assange sehr aufmerksam und setzen uns bei der Bundesregierung mit Nachdruck dafür ein, dass sie sich die jeweiligen Regierungen klar für die Einhaltung seiner grundlegenden Menschenrechte aussprechen. Aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen grundlegende Freiheitsrechte der Europäischen Menschenrechtskonvention im Umgang mit Julian Assange – allen voran gegen das Verbot von Folter (Art. 3), gegen das Recht auf Freiheit und Sicherheit (Art. 5), gegen das Recht auf ein faires Verfahren (Art. 6) und gegen das Recht, keine Strafe ohne Gesetz zu erhalten (Art. 7) – schließen wir uns der Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 27. Januar 2020 sowie dem Appell des UN-Sonderbeauftragten Nils Melzer an und fordern die sofortige Freilassung von Julian Assange.

      Neuigkeiten und Informationen zum Fall Assange finden Sie bei der zuständigen Fraktionskollegin Margit Stumpp auf der Website: https://margit-stumpp.de/tag/julian-assange/

      Mit freundlichen Grüßen
      Team Annalena Baerbock

      Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/annalena-baerbock/fragen-antworten/wie-stehen-sie-zum-fall-julian-assange

      Und heute läßt die Außenministerin Baerbock über das Außwärtige Amt, wo sie Weisungsbefugt ist ausrichten:

      “ Die Bundesregierung verfolgt den Auslieferungsprozess gegen Herrn Julian Assange, weiterhin sehr aufmerksam, ebenso wie die öffentlich verfügbaren Berichte über seinen Gesundheitszustand.

      Nach Kenntnis der Bundesregierung dauert das Auslieferungsverfahren gegen Herrn Assange weiterhin an. Die Verteidigung von Herrn Assange hat eine Überprüfung, des Urteils des Londoner High Courts vom 10. Dezember 2021 durch den britischen Obersten Gerichtshof beantragt, der über die Annahme dieses Antrags noch nicht entschieden hat.

      Die Bundesregierung hat keinen Anlass, an der Rechtstaatlichkeit, des Verfahrens und des Vorgehens der britischen Justiz zu zweifeln.
      Auswärtiges Amt, 09.02.2022 “

      Was interessiert Frau Baebock, was des Volkes Wille ist. Meine leider schon verstorbene Oma hätte gesagt: „Verlogenes Drecksstück“, ich würde sowas nicht mal denken.

    2. Auch Robert Habeck als möglicher Kanzlerkandidat der Olivgrünenkhakibraunen setzt sich in einem Interview bei „Jung und Naiv“ Folge 496 geführt von Thilo Jung für die Freilassung von Julian Assange ein.

      Siehe hier:
      https://duckduckgo.com/?q=youtube+Habeck+Jung+und+naiv+Julian+Assange&t=newext&atb=v257-1&iax=videos&ia=videos&iai=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DqtMDubgHcYw

      und er wußte in diesem Moment schon, dass er lügt. Man merkt es ihm an. Diese Art von Politiker vertritt das deutsche Volk!

      ZDF heute vom 17.06.2022 17:08 Uhr

      Der Deutsche Journalisten-Verband erklärte, mit der Anweisung für die Überstellung an die USA setze sich die britische Innenministerin Priti Patel über alle internationalen Appelle zur Freilassung von Julian Assange hinweg. Die Bundesvorsitzende der Journalisten-Union in ver.di, Monique Hofmann, sagte, Patel habe Assange „ans Messer geliefert“.
      Die Linken-Sprecherin für Internationale Politik im Bundestag, Sevim Dagdelen, sprach von einem „Generalangriff auf die Pressefreiheit“. Die Bundesregierung müsse sich „laut und deutlich gegen die Auslieferung des Journalisten an die US-Regierung aussprechen“.
      Indessen verhielt sich die Bundesregierung ( SPD, FDP, OlivGrüne )zunächst zurückhaltend: Eine stellvertretende Regierungssprecherin sagte in Berlin, man müsse sich die Entscheidung zunächst genauer anschauen, bevor man sie bewerten könne.

      Hier wird das konstruierte Gebilde um die Inhaftierung und Anklage von Juliabn Assange nochmals sehr gut beschrieben:
      https://duckduckgo.com/?q=republik.ch+%C2%ABVor+unseren+Augen+kreiert+sich+ein+m%C3%B6rderisches+System%C2%BB&t=newext&atb=v257-1&ia=web

      1. Hallo Oskar, vielen Dank für die beiden aussagekräftigen Texte. Mir liegt das überlegene Herumjammern nicht, ebensowenig das Zurückziehen auf Verschwörungstheorien. Ich darf nicht sagen, was ich zur Zeit oft denke, dann könnte ich Probleme bekommen. Außerdem stoße ich immer wieder auf eine unbegreifliche Oberflächlichkeit bei den lieben Mitmenschen. Dann frage ich mich, warum ich überhaupt noch aktiv werden soll.
        Wünsche alles Gute.

        1. Leider sind wir wieder in Deutschland kurz vor einem Kipppunkt, wo man freie Meinungsäußerungen sich gut überlegen muss. Es aber nicht zu tun, macht diese Antidemokraten mit ihrer gepachteten Wahrheit sofort zum Sieger.

          Trotzdem verstehe ich viele Menschen die noch so denken wie du.

          Ich wünsch dir auch alles Gute und danke für dein Lob.

          1. Ich muss das korrigieren. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die so einfach das Maul halten. Gebracht hat es mir im Leben wenig, außer, dass ich immer in den Spiegel sehen konnte. Aber mit 74 Jahren auf dem Buckel und den Körper voll Krebs hat man nur noch wenig Kräfte für Anderes, mag das auch noch so wichtig sein. Auch spricht mich das, was in den Foren ankommt, wenig an. Oft selbstverliebt, rechthaberisch und geschwätzig, aber sehr sehr wenig konstruktiv. Das geht mir gegen den Strich, und wie soll sich auf diesem Wege etwas verändern bzw. verbessern? –
            Nochmals alles Gute!

      1. Danke für den Hinweis, ich habe den NDS-Artikel sofort gelesen. Ist doch eigenartig und ziemlich widerlich, wie und von wem integre Menschen missbraucht werden. Seien es Sacharow oder Heinrich Böll. Sie sind tot und können sich gegen den Missbrauch ihrer Namen nicht mehr wehren. Vielleicht gibt es demnächst auch einen Assange-Preis für Bürgerrechte, den dann die verteilen, die ihn umgebracht haben.

  5. „Letztes Jahr wurde der Preis an Nawalny verliehen.“

    Wahrscheinlich weil Nawalny die äußerlich asiatisch wirkenden Russen als Nichtrussen bezeichnet hat, und sie “ wie Viecher abknallen“ wollte.

    Dafür gabs dann wohl den Höcke des
    Jahres von der EU, ääh…Freie-Meinungs-Äußerungs-Preis…

  6. Andrei Dmitrijewitsch Sacharow (russisch Андрей Дмитриевич Сахаров) würde im Grab rotieren, wenn er noch erführe, dass ein Präsident Selensky, der den atomaren Erstschlag gegen Russland fordert und ein neonazistisches Freischärlerregiment Asow einen Preis mit seinem Namen erhalten.

    1. Man stellt sich unwillkürlich die Frage: Was qualifiziert das EU-Parlament dazu, einen „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“ zu vergeben?

      Offenbar einzig der Wille zur Propaganda.

      1. Vielleicht koennte das russische Parlament eine Assange- oder Snowden-Preis stiften?

        Ist immer dumm, wenn Politik zur Reklame – wie beim Sacharo-Preis u.ae. – verkommt.

        Aber an der Suppe kochen eine Menge Werbeagenturen mit – blaugelbe Demos mit bestickten Hemden und Blumen im Haar, klassische Musik mit Yoga (soo kultiviert) in Dresden, Gesine Dornblueths „Massenvergewaltigungen“ – gesendet, aber wo steht das Skript im Netz?, …

  7. All diese Preise nehme ich schon lang nicht mehr ernst.
    Relotius, Greta, zb. wurden mit Preisen überschüttet.
    auch Selensky

    Der Friedensnobelpreis ist spätestens seit der Verleihung an Obama ein Witz.
    Obama wurde dann der US präsident mit den meisten Kriegstagen.

    Aber die jetzige Verleihung zeigt : es gelingt immer wieder den größten Schwachsinn zu toppen.

    1. Der einzig wirklich relevante Preis, ist für mich der „DARWIN-AWARD“! Idioten, die sich dank eigner Blödheit selbst dem Genpool entnehmen, wunderbar!!! Bestenfalls noch vor der Fortpflanzung.

  8. Vorweg: Vielen Dank für diesen Artikel, Florian Rötzer, auf den Punkt gebracht.

    „Abgestimmt haben nicht die Parlamentarier, sondern die Konferenz der Präsidenten, die aus der Präsidentin des Parlaments und den Vorsitzenden der Fraktionen besteht.“
    Der feuchte Traum der herrschenden Idioten, Elite genannt: Ungewählt am Volk vorbei regieren, mehr noch: wider alles Volk zu regieren, um sich an der eigenen Hybris zu besaufen.

    Der Sacharow-Preis geht an wen? Das ukrainische Volk? Wurde das dazu befragt?
    Das Armenhaus Europas, von us-amerikanischen Kapitalanlagefirmen geplündert, des eigenen Landes beraubt, von einer Riege von Nazi-Kollaborateuren beherrscht, die mit Nato-Hilfe das eigene Volk im Osten des Landes abschlachten. Genau das ist die „Leuchte“ des „Wertewestens“. Der feuchte Traum der hier herrschenden Idioten: Genauso möchten sie mit dem hiesigen Volk umgehen.

    Die Auszeichnung des Heinrich-Heine-Kreises für „Zivilcourage“ ging an die Klitschko-Brüder. Nein, nicht wegen Boxen. Sondern weil sie mit der Partei Swoboda zusammenarbeiten, oder so ähnlich. Den Kommentar von Heine selbst dazu kann sich jeder selbst denken. Auch den zu Frau Schnurstracks-Irgendwas, die bei dieser Gelegenheit für die Rüstungslobby zum Hassgesang antritt.

    Wer Spaß daran hat: Einfach mal die Liste der Träger des Bundesverdienstkreuzes durchgehen. Kein ehrlicher, aufrechter Mensch möchte auf solch einer Liste stehen.

    Weiß nicht, ob es ein Trost ist: Es gibt auch hierzulande viele ehrliche und aufrechte Menschen. Ihrer eigenen Natur gemäß sind sie nur nicht „an der Macht“, weil sie kein Interesse daran haben, andere niederzumachen. Die „Mächtigen“ verfügen halt über die Mittel, pausenlos Propaganda erschallen zu lassen. Dennoch sind sie in der Minderheit, also prinzipiell verjagbar. Aber in dieser Gesellschaft? In der es so viele Idioten gibt?

    Idioten verstehen die Wirtschaft nicht
    Frühe Coronazeit, erster Logout (Logikausschaltung): Horten war bei denjenigen angezeigt, die sich sonst über Prepper mokierten. Nudeln, Toilettenpapier (Pasta Carta Igienica, natürlich von Sklaven an die feudale Wohnungstür geliefert).
    Ein arisiertes, im Nachkriegsschland mehrfach verschachertes Kaufhaus als Wirtschaftsmodell: Horten.
    Und weil Idioten horten, brechen weitere Idioten in Panik aus („Ohje, mit was soll ich denn nun meine Nudel umwickeln?“). Da kommt das zuvor eingespielte System aus Angebot und Nachfrage nicht mehr mit, Lieferengpässe entstehen (Papierfabrik Klohausen: „Ach du Schreck, wer will denn auf einmal so viel von uns?“). Kopierpapierhersteller wittern ihre Chance und „sellen“ ihr Papier als hinternwärtig brauchbar, für 2 Cent pro Blatt. Lieferengpass Kopierpapier: Also auch hier muss man horten. …

    Frühe Ukrainekriegszeit: Öl wird knapp, also sämtliches Sonnenblumenöl aufkaufen. Das wird zwar nicht knapp, gemeint war Erdöl, aber wer hört schon genau hin? Hauptsache: Kaufhaus (Horten). Weizen wird noch knapper, also sämtliches Mehl aufkaufen. …

    Dass eine überlebende Gesellschaft auf Kooperation und Austausch basiert, verstehen diese Idioten nicht.

    Idioten verstehen die Natur nicht
    Was ist Kennzeichen der Natur? Werden und wachsen. Eine menschfreie Natur wächst in alle Richtungen, permanent. Unendlicher Reichtum, sozusagen. Was ist Kennzeichen von Menschen (als Bestandteil der Natur)? Sie können mehr produzieren, als sie selbst verbrauchen. Das machen sie so oder so. Was soll in dieser Hinsicht dann eine politische Maßgabe der herrschenden Klasse wie „Wachstum, dem muss sich alles unterordnen“? Es wächst ja alles. Das meint diese vor Hybris triefende Klasse auch nicht. Sie meint ihre persönliche, sinnfreie und auf endloser Gier (das ist Merkmal der Gier, das sie endlos ist) gründende Bereicherung durch Ausbeutung anderer.
    Aufmerksame Leseronen werden spätestens hier bemerkt haben: Ohne diese macht- und gold-/geldgeilen Irren hätten wir hier auf der Erde ein friedliches und bekömmliches Auskommen.

    Idioten verstehen die Welt nicht
    Idioten kriechen irgendwo hervor und wollen wieder irgendwo hinein kriechen, z. B. will eine Regierung, inkompetent, verstandesfrei wie sie ist, in den Hintern einer anderen Regierung kriechen. Beispiele dafür könnt ihr durch einfache Anschauung selbst entdecken. Das ist von diesen Idioten nicht „böse gemeint“, die sind so, haben schlicht Angst, weil sie über keinerlei Orientierung verfügen, aber ganz viel Geld und ganz viel (darmwarme) Sicherheit haben wollen. Und gerne andere treten. Skrupellos, gewissenlos, moralfrei, gerne unethisch. Hasszerfressen. Gierig. Und – das gehört zu ihrer Natur – denkfaul, leistungsscheu, absolut unselbständig, eigentlich kaum lebensfähig, wäre es ihnen nicht durch Kriechen gelungen, an Stellen zu gelangen, von denen Abortwissenschaftler keine Ahnung hatten, dass es sie gibt.

    Letztlich geht es um die Frage, wie man sich in vernünftiger Weise dem herrschenden Irrsinn gegenüber zur Wehr setzt. Kann sein, dass das ein P versus NP-Problem ist. Meine liebe Großmutter hatte dafür eine Lösung. Die verrate ich aber nicht.

    Von den Verbrechern, die gerade das ganze Elend hereinbrechen lassen, wird – da „Herrschaft“ – niemand frieren, allenfalls erfrieren am eigenen kalten Herz. Die folgen übrigens bloß dem „american dream“: Vom Tellerwäscher zum Kriegsverbrecher.

    Wie sangen einst Wolfgang Müller und Wolfgang Neuss? „Es könnte so schön sein …“.

    1. Die Auszeichnung des Heinrich-Heine-Kreises für „Zivilcourage“ ging an die Klitschko-Brüder.

      Zitat von Klitschko: „Was ist mein Erfolgsgeheimnis? Ich habe ein Talisman in Form eines Hufeisens. Ich lege es vor dem Kampf in meinen rechten Handschuh. Das bringt mir Glück“.

  9. Der Preis hätte so gut zu den Klitschkos gepasst, ganau so eine halbherzige Geschichte wie diese beiden Milchschnitte-Buben.
    Die ganze EU macht sich nur noch lächerlich, Selenskij mit Sacharov zu vergleichen, der wenigstens gut schreiben konnte.

  10. Das ist der Hauptgrund, warum ich solche Preise ablehne – sie werden regelmässig politisch instrumentalisiert und damit missbraucht. Leider nicht nur diejenigen unter ihnen, die sich aufgrund ihres moralisierenden Gehaltes dafür besonders eignen – man denke etwa an den Friedensnobelpreis -, sondern auch solche, bei denen man nicht gleich Unrat wittert, wie diverse Filmpreise, darunter Palme, Bär, Leopard, oder Buchpreise, wie aktuell der deutsche. Überall spielen wesensfremde Krititerien immer wieder eine bestimmende Rolle. Und nun, da man de facto sich mit Russland im Kriegszustand befindet, räumen eben Ukrainer ab. Und wenn da welche mit Swastikas am Handgelenk herumlaufen – egal, die gute Sache ficht es nicht an und basta.

  11. Diese Preise sind dafür da, dass sie diese von ihnen selbstbestimmt in ihren Reihen Reih um sich verleihen können und danach gibt Party auf´s Haus der Steuerzahler. Und jetzt hier bitte keine Neiddebatte von Sozialschmarotzer, welche sich bald mit einer „Energiepreispauschale“ auf Steuerzahlerkosten maßlos bereichern werden. Ihr werdet bald sehen, der Steuerzahler kann noch viel mehr Waffen und andere Gelder zur Unterstützung der dortigen Korruption und unserer verarmten Rüstungsmafia aufbringen…..

    Übrigens spart der Steuerzahler heute viel Geld. Steinmeyer hat Schiß in die Ukraine zu reisen, er telefoniert nur mit Selensky. Diese billig Variante hat der deutsche Steuerzahler Госпожа и господин Киншал zu verdanken, die Rubel dafür hat er ja bei den neuen Öl-und Gaspreisen mit überwiesen.

  12. Ich finde, wir Deutschen verdienen auch einen Preis, weil wir den Zusammenbruch von Energieversorgung und Wirtschaft ertragen, auf Völkerrecht und Verfassung scheißen und einen Angriffskrieg gegen Russland in Form von Finanzierung und Waffenlieferungen führen, und sogar einen Atomkrieg in Kauf nehmen würden, um die Ukraine zu unterstützen!

    1. Ich finde, wir Deutschen verdienen auch einen Preis …

      Mal überlegen. Die Goldene Kokosnuss vielleicht? Oder die Trübe Tasse? Und als Preis ein Wasserschloss am Niederrhein?

      Ich hab’s: Wir kriegen die Goldene Lange Nase mit Verdienstkreuz am Bande! Das passt!

    2. Der „Zahlemann & Söhne“-Preis geht an das deutsche Volk. Er ist dotiert mit einem Griff ins Portemonaie seitens der Staatsmacht.

      Zufrieden?

    3. Gibt es so einen Preis überhaupt? Er müsste etwa lauten:
      „Preis für die doofsten Dumpfmichel, die den Lügen eines Verbrechergesindels folgen.“

      Von so einem Preis habe ich allerdings noch nie gehört.

      1. Wie, Putin kann „glücklicherweise“ keine Minister entlassen? Da macht sich ein ständiges Fettnäpfchen die Welt, wie sie ihm gefällt. 😊

  13. Vor dem Krieg, kam mr auch manchmal ukrainischer Vodka ins Haus. Heute bevorzuge ich „russian golden crown.“ Nicht nur aus Geschmacksgründen, sondern auch für die Seelenhygiene.

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