Erste Aufnahme des Webb-Teleskops von einem Exoplaneten

HIP 65426 b in verschiedenen Bändern von Infrarorwellen. Bild: NASA/ESA/CSA, A Carter (UCSC), the ERS 1386 team, and A. Pagan (STScI)

Mit der Suche nach Exoplaneten will man auch entdecken, ob es Leben außerhalb der Erde gibt. HIP 65426 b ist ein lebensabweisender Gasriese.

Wir haben schon Bilder von einem Schwarzen Loch gesehen, obgleich diese das Licht verschlucken. Jetzt präsentiert die Nasa die erste Aufnahme eines Explaneten, also eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Das ist natürlich ein ziemlich zentristisches Weltbild, aber die Menschen suchen auch deshalb Exoplaneten, um zu sehen, ob es anderswo Leben geben könnte, wobei man auch wieder nur nach Bedingungen suchen kann, die das irdische Leben ermöglich haben.

Und natürlich könnten bewohnbare Exoplaneten, die nicht zu weit entfernt sind, auch zu einer neuen Heimat für Menschen werden, wenn sie die Erde unbewohnbar machen. Nahe Entfernungen sind in astronomischen Verhältnissen aber kaum zu überwindende Lichtjahre. Bei Auswanderungen in der gesamten Geschichte der Menschheit kam man vielleicht nicht an, aber wenn man erfolgreich war, kam der Auswandernde an, nicht eine der nächsten Generationen. Und in einer Kapsel in der Wüste des Weltalls sein Leben auf der Generationenreise zu einem Exoplaneten zu verbringen, der vielleicht als neue Heimat dienen könnte, ist nicht gerade ein begeisternder Ausblick, zumal Pioniere auch immer gerne alles niedergemacht haben, was sie eroberten.

Bislang wurden Exoplaneten meist indirekt entdeckt, beispielsweise durch periodische Abnahme des von einem Stern ausgehenden Lichts, wenn der Planet vorbeizieht. Zwar konnten auch – vermutlich – Exoplaneten direkt als leuchtende Punkte gefunden werden. Aber die Nasa hat nun das erste Foto von einem 2017 mit SPHERE von ESO entdeckten Exoplaneten mit dem Webb Space Teleskop gemacht. Die Aufnahme ist etwas deutlicher, aber für Nicht-Astronomen noch immer nur ein vager Eindruck von dem, wie der lebensfeindliche Planet aussehen könnte.

Aufnahme mit SPHERE von ESO

Bewohnbar ist HIP 65426 b sicher nicht, es handelt sich um ein Gasriesen, der keine Gesteinsoberfläche hat und weit über 1000 GRad Celsius heiß ist, also weniger keine Ersatzerde, sondern eine Hölle. Er hat die zwölffache Masse des Jupiter, ist aber mit 15-20 Millionen Jahren blutjung – und ist 385 Lichtjahre im Sternbild Zentaur entfernt.

Bild: Nasa

Aber das erste Foto des Teleskops mit großen Infrarotwellen, bei dem das Licht des Zentralgestirns abgeblendet wurde, eröffnet die Perspektive nun auch weitere und kleinere Exoplaneten aufnehmen  und sich ein Bild von ihnen machen zu können.

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6 Kommentare

  1. „Und natürlich könnten bewohnbare Exoplaneten, die nicht zu weit entfernt sind, auch zu einer neuen Heimat für Menschen werden, wenn sie die Erde unbewohnbar machen.“

    Na, was sind denn schon ein paar Lichtjahre…

  2. Der letzte Start einer supergigantischen Rakete zum Mond wurde in letzter Sekunde abgebrochen, wegen technischen Problemen.
    Das grösste britische Flugzeugträgerchen hat es immerhin bis zur Isle of Wright gebracht um Russland und China zu imponieren.
    Und was ist denn aus der Mars VISION geworden?

    1. „Der letzte Start einer supergigantischen Rakete zum Mond wurde in letzter Sekunde abgebrochen, wegen technischen Problemen.“

      Dass Putin aber auch überall seine Hände im Spiel haben muss.
      Der zwingt uns nicht nur den Krieg, sondern auch das Leben auf der Erde ohne Fluchtmöglichkeit auf.
      Sabotage!!

  3. Das Webb-Teleskop der NASA ist genau so eine interessante wissenschaftliche Spielerei, wie das CERN in der Schweiz, die internationale Raumstation und es gibt noch ganz viele andere wissenschaftliche Forschungsstätte, wo der Kindheitstraum vieler Genies ausgelebt werden kann. Mit etwas Glück gibt es auch einen Erkenntnisgewinn für die gesamte Menschheit.

    Ich liebe es, wissenschaftliche Reportagen mit neuesten Erkenntnissen zu schauen oder zu lesen. Natürlich weiß ich auch, dass man davon ganz viele Kindergärten und Schulen bauen, besser ausrüsten und mehr Lehrer einstellen kann, wenn man das Forschungsgeld umlagern würde. Aber ich finde, dass Geld sollte bei den Wissenschaftlern bleiben. Vielleicht würde ich deren Budget sogar aufstocken. Dafür gäbe es bei mir den Rüstungsetat mehr in dieser sinnlosen Höhe.

  4. Ich hoffe, dass es demnächst keinen absehbar bewohn- und erreichbaren In- oder Exo gibt, auf welchen wir unser irdisches, kleinlichles Putin-NATO-Klimakatastrophen-Kernwaffen-Pandemie-Geschisse et al. als maßgebende Matrix „auslagern“ könnten. Die Menschleins sollten zunächst einmal zu Hause versuchen, klar zu kommen, bevor sie die nächsten, interplanetaren/interstellaren Paradiese versauen wie gewohnt.

  5. Wie sagte eins ein Astrologe in einer Doku:

    ‚Ich moechte nicht von uns draussen entdeckt werden‘.

    Desweiteren bemaengelte er die logik worauf UFO Sichtungen etc immer Nachts passieren mit einfachen Aussage:

    ‚Ich wuerde hier auf der Erde Tagsueber landen, da sehe ich mehr.

    Das beste ist das wir den Planeten erde + die Umlaufbahn vermuellt haben, welch eine Leistung……hehehehehe

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