Die Berichterstattung über „Putins Krieg“ ist irre

Zerstörung in Isjum

Die gepflegte moralische Aufrüstung der Berichterstattung erschlägt jede sachliche Beurteilung mit dem Zwang zur Parteinahme.

 

Dass Russland den Krieg gegen die Ukraine begonnen hat, ist Fakt. Außergewöhnlich ist Derartiges nicht. Wenn in den letzten 30 Jahren die USA, die einzig verbliebene Supermacht, im Bunde mit willigen NATO-Kumpanen Kriege starteten, wurde darum nicht viel Aufhebens gemacht – selbst wenn die rechtfertigenden Lügen (Saddams Atombomben, Bin Ladens Versteck am Hindukusch etc.) mit Händen zu greifen waren. Jetzt aber soll ein solcher Sachverhalt für sich selber sprechen: Ein Irrer führt Krieg als sadistisches Privatvergnügen, wie es sich nur Diktatoren leisten können.

„Putins Krieg“

Die Frage danach, warum Russland die Ukraine angegriffen hat – welche politischen Kalkulationen hier im Spiel waren und auf welchen Gegner sie trafen –, ist verpönt. Wer sie sich dennoch stellt oder versucht, eine Erklärung zu finden, wird gleich als Putin-Versteher, also als fünfte Kolonne des Feindes, diffamiert. Denn: Wer einen Krieg beginnt oder ein Land angreift, ist schuld und damit zu verdammen, so die – neuerdings – allseits verbreitete Auffassung. Deshalb gehört es zum guten Ton für Politiker wie Journalisten, bei jeder einschlägigen Äußerung das Mantra vom völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg zu bemühen, um so die zwingende moralische Verurteilung mit zu liefern. Wer diese Floskel weglässt, hat sich schon von vornherein mit seiner Wortmeldung unmöglich gemacht.

Was daherkommt, wie ein Kantscher Imperativ, ist dabei so selbstverständlich gar nicht. Als Aserbeidschan kürzlich Armenien angriff, war von einer Verurteilung des dortigen Regimes weit und breit nichts zu vernehmen. Nachfragen beim werteorientierten Außenministerium ergaben, dass ein Aggressor einfach nicht feststellbar sei. Das galt nicht als eine Kritik an den eigenen Geheimdiensten oder der Unfähigkeit des ministeriellen Ladens. Und ein Schelm ist, der Böses dabei denkt und meint, es hätte etwas damit zu tun, dass die Europäische Union gerade ein Abkommen mit dem dortigen Potentaten über Gaslieferungen geschlossen hat.

Bezeichnend auch: Der ehemalige deutsch Bundeskanzler Gerhard Schröder wird wegen seiner Putin-Nähe gescholten, nicht wegen seiner Beteiligung am Angriffskrieg gegen Serbien und der damit verbundenen Bombardierung (die auch die Infrastruktur und Stadtgebiete traf, dabei zivile Opfer produzierte). Hatte doch sein grüner Außenminister für diesen Krieg eine moralische Begründung in die Welt gesetzt, d.h. freihändig zusammenkonstruiert: Serbien wolle die Kosovaren vernichten und nicht etwa in seinem Territorium behalten.

Auch der Angriffskrieg der Nato gegen Afghanistan führte zu keiner moralischen Verurteilung, wurde vielmehr als Verteidigungsakt der USA verkauft. Dabei hatte nicht Afghanistan die USA angegriffen, sondern eine politische Gruppe, deren Führer sich zu diesem Zeitpunkt in Afghanistan aufhielt und schließlich in Pakistan von den USA hingerichtet wurde. Die Mitglieder dieser Gruppe stammten aus verschiedenen Ländern des Nahen Ostens, vorwiegend aus Saudi-Arabien, einem engen US-Verbündeten. Viele von ihnen wohnten zeitweilig in Deutschland und wurden in den USA ausgebildet. Folgt man der Logik der moralisch einwandfreien Begründung für den NATO-Überfall auf Afghanistan, dann hätten auch noch ganz andere Länder ins Visier geraten können – wäre es wirklich um eine kriminalistische Aufarbeitung des Falls gegangen. Doch die war ja nicht gewünscht, das betreffende „Urteil“ hatten die USA ja schon in der selbstherrlich angemaßten Rolle des Weltpolizisten, Anklägers und Richters gesprochen!

Für die Gründe des Überfalls interessierte sich damals wie heute niemand, wurde doch an Afghanistan eindeutig demonstriert, womit Islamisten, die Amerika feindlich gesinnt sind (und ihm nicht wie im antisowjetischen Afghanistankrieg die Drecksarbeit abnehmen), zu rechnen haben. Und so wurde die Legende geschaffen, der Krieg (den man in der BRD zehn Jahre lang so nicht nennen durfte) sei eine Hilfsaktion, quasi eine „Spezial-Operation“ für Menschen in Not. Dabei wurde niemand daran irre, dass man zum Brunnenbohren keine Maschinengewehre benötigt und dass Soldaten mit Schützenpanzern keine Bildungsbegleiter für Mädchen und junge Frauen sind. Nachdem das Land dann zerstört und somit eindeutig demonstriert war, womit Gegner des freien Westens zu rechnen haben, konnte die NATO Afghanistan sich selbst überlassen.

Zudem besteht mit der Drohnentechnologie die Möglichkeit, jedes Land aus der Luft zu terrorisieren und Menschen, die die US-Präsidenten aus eigener Machtvollkommenheit auf eine Todesliste setzen, zu liquidieren. Die dabei anfallenden toten Zivilisten – die Zahlen gehen bekanntlich in die Tausende – gelten denn auch nicht als Kriegsverbrechen, sondern als Kollateralschäden des moralisch einwandfreien Freiheitskampfes. Amerikanische Präsidenten oder deutschen Kommandeuren drohen daher auch keine Kriegsverbrecherprozesse. Wer hier – wie Julian Assange – mit Enthüllungen querschießen will, wird einfach weggesperrt.

Moralisten wissen eben sehr genau, dass moralische Gebote – wie die völkerrechtlichen Normen (siehe den Kommentar zu „unseren“ Werten – immer nur bedingt gelten, und sie wägen ab, wann sie in Anschlag zu bringen sind und wann nicht. „Unsere“ Werte beschreiben einen Sollzustand, der wünschenswert ist, aber wegen der widrigen Umstände oft nicht eingehalten werden kann. Vor der widrigen Realität oder zur Sicherung des privaten wie nationalen Erfolgs haben diese hohen Werte dann immer mal wieder zurückzutreten. Das gilt dann nicht als Abweichung von der Moral, sondern als Einsicht in die realpolitischen Bedingungen, als Pragmatismus, der diesen Moralisten dann ebenfalls zu Gute gehalten werden kann und nicht als Opportunismus oder als Doppelmoral zu verurteilen ist.

Die Ukraine – Söldnertruppe des Westens?

Inzwischen gilt der Krieg auch als „unser Krieg“. Denn Russland hat nicht nur die Ukraine angegriffen, heißt es, sondern damit auch den ganzen freien Westen. Das ist mehr als seltsam. Schließlich wehrt sich nicht der geballte freie Westen und tritt in den Krieg ein, sondern die Ukraine hat die ganze Last des Krieges zu tragen und für „uns“ zu kämpfen.

In der Vergangenheit wurden Soldaten, die nicht als Untertanen für ihr Land, sondern gegen Bezahlung für eine fremde Herrschaft kämpfen, als Söldner bezeichnet. Wenn man heute die Ukraine als die Söldnertruppe des Westens einstuft, wird das bestimmt für Aufregung sorgen. Dennoch wäre dieser Sachverhalt hier gerade festzuhalten! Die Ukrainer sollen ja ihren Kopf für ein fremdes, (welt-)herrschaftliches Interesse hinhalten, nämlich dafür, dass Russland in Zukunft nicht mehr in der Lage ist, irgendein Land anzugreifen; was nichts anderes bedeutet, als dass Russland der Militärmacht des Westens in Zukunft nichts Relevantes mehr entgegensetzen kann.

Dafür werden ukrainische Soldaten von Nato-Staaten ausgebildet, mit Waffen ausgerüstet und dirigiert, und dafür wird mit Milliarden-Summen der ukrainische Staat finanziert, dessen wirtschaftliche Grundlage ruiniert ist. Gesteuert wird dieser Kampf durch die Aufklärung der Nato und die Ausstattung wie Anleitung des Militärs. So wird sichergestellt, dass der Krieg auch seine beabsichtigte Wirkung erreicht.

Gelobt wird der Kampfesmut des ukrainischen Volkes, dessen Angehörige sich nicht nur als Soldaten, sondern auch als Zivilisten dem Feind entgegenstellen, die sich für den Volkswiderstand bewaffnen und Molotow-Cocktails („Bandera-Smoothies“) auf Panzer werfen. Die dabei anfallenden Toten liefern der Presse und den Politikern dann den Beweis für die Unmenschlichkeit russischer Kriegsführung. Die soll einfach keine Rücksichtnahme auf ukrainische Zivilisten kennen, da sie sie einfach als Feinde behandelt, wenn sie aus dem Hinterhalt schießen oder als Schutzschilde fürs Militär ihrem Land dienen, eben im Sinne des „totalen Verteidigungskriegs“ agieren, den die Kiewer Führung ausgerufen hat.

Zudem beweisen die Folterkeller der Russen und die eindeutigen Spuren an Leichen die Rückständigkeit russischer Kriegsführung. Amerika verfügt da über ein ganz anderes Spektrum von Maßnahmen, die vom „Outsourcing“ der Drecksarbeit bis zu elaborierten Methoden der Folterung (dauerhafter Schlafentzug, Beschallung mit Pop-Musik, Waterboarding …) reichen – Maßnahmen, die keine Spuren am Opfer hinterlassen oder einfach als adäquate Behandlung von „Terroristen“ gelten. Und so ist bei den Russen die moralische Verurteilung angebracht, während Guantanamo kein öffentliches Thema mehr ist, obgleich das Lager – bald zehn Jahre nach der Ankündigung seiner Schließung durch Friedensnobelpreisträger Obama – immer noch existiert.

Die Bürger der Ukraine verteidigen ihr Vaterland, ihre Lieben und überhaupt den westlichen Wohlstand in Freiheit, wird berichtet. Nur verfügen die meisten Bürger des Landes gar nicht über einen nennenswerten Besitz, ja noch nicht einmal über den „Besitz“ eines Arbeitsplatzes, weshalb sich ein Großteil der Bevölkerung auswärts, im europäischen Niedriglohnsektor, verdingt. Und sofern sie etwas besitzen oder ihre Heimat verteidigen wollen, müssen sie feststellen, dass beides gerade durch den Krieg zerstört wird.

Mit der Verteidigung der Lieben verhält es sich ähnlich, werden deren Leben doch gerade durch den immer weiter eskalierenden militärischen Einsatz gefährdet. Dass es bei der Verteidigung des Landes gar nicht ums Volk, sondern um den Schutz der Herrschaft seines Landes geht, das wollen diese Helden meist gar nicht wahrnehmen.

Solidarität mit der Ukraine

Einigkeit herrscht in weiten Kreisen der deutschen Gesellschaft bis hin zu den Linken, dass Solidarität mit der Ukraine zu üben ist. Gemeint ist damit, dass die Menschen hierzulande sich zumindest ideell auf die Seite der angegriffenen Nation stellen sollen. Das gilt, obwohl von dieser Einstellung für den Verlauf des Krieges gar nichts abhängt. Denn die hiesigen Bürger sind ja nicht die Akteure dieser gewalttätigen Auseinandersetzung. Praktisch werden sie ja auch nicht gefragt, wie sie in diesen Konflikt eingebunden sein wollen. Sie werden vielmehr mit den Folgen des Wirtschaftskriegs konfrontiert und haben mit den daraus resultierenden Preissteigerungen zurechtzukommen. Die Bürger hier – wie die Bürger in der Ukraine oder Russland – sind eben die Manövriermasse ihrer Regierungen, die sie nicht nur praktisch einspannen, sondern auch verlangen, dass sie ideell Partei ergreifen.

Solidarität ist dabei ein eigenartiger Imperativ: Sie war einmal ein Kampfbegriff der Arbeiterbewegung, die Aufforderung, die Konkurrenz untereinander einzustellen und sich gemeinsam gegen Kapital und Staat zur Wehr zu setzen. Jetzt wird der Begriff gerade im Gegenteil für eine Ansage „von oben“ benutzt, um die Gemeinsamkeit von Bürgerschaft und Staat über alle Klassengrenzen hinweg verbindlich zu machen. Dabei lohnt sich dieses Zusammenhalten nur für die einen, die wie immer ihre Gewinne, neuerdings sogar „Übergewinne“, machen, während er für die anderen das Sich-Abfinden mit den Preissteigerungen und den daraus resultierenden Einschränkungen bedeutet.

Ein viel gescholtener Autor des neunzehnten Jahrhunderts hat einmal geschrieben, dass Proletarier, die heute Arbeitnehmer heißen, kein Vaterland besitzen, und damit zum Ausdruck gebracht, dass sie von ihren Regierungen nichts Positives zu erwarten haben – außer der Hilfe, weiter die Lasten zu tragen, die andere reich und den Staat mächtig machen. Für ihn hat sich daraus die Forderung ergeben, dass sich die Proletarier aller Länder vereinigen sollten, um die Herrschaft ihrer nationalen Herren abzuschütteln, statt aufeinander zu schießen. Unterschätzt hat dieser Autor die moralische Macht des Nationalismus der Arbeiter, die als Bürger ihrer Länder – letztendlich, wenn die finale Opferbereitschaft eingefordert wurde – noch immer brav als Soldaten in jeden Krieg gezogen sind. So, wie sich heute auch Linke in die nationale Einheitsfront einreihen, standen Sozialdemokraten schon mit Beginn des Ersten Weltkriegs auf Seiten ihres Kaisers, bewilligten Kriegskredite fürs Schlachtfeld und verkündeten den Burgfrieden an der Heimatfront.

Die Verteidigung unserer Werte geht über Leichen

In dem Krieg gegen Russland, steht viel auf dem Spiel, wie es heißt: Die Verteidigung unserer Werte wie Freiheit und Rechtsstaat. Gerade die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock wird nicht müde, immer wieder die Werte hochzuhalten. Doch wenn es um die Freiheit geht, dann stellt sich schon die Frage, um wessen Freiheit es sich da handelt. Die Freiheit der männlichen Bürger zwischen 18 und 60 ist in der Ukraine per Dienstverpflichtung massiv eingeschränkt – was jetzt an Russland kritisiert wird. Die Regierung in Kiew vertraut nicht einfach auf die nationalistische Begeisterung der Massen, sondern hat eine Wehrpflicht verordnet. Ob man will oder nicht, man muss den Kopf für die Nation hinhalten. Sollte man dabei umkommen, wird man als Held geehrt, der sich für die Nation hingegeben hat – ganz so, als ob man sich beim Tod fürs Vaterland frei entscheiden könnte. So siegt auch in dem Fall die Moral in Form der erfundenen Opferbereitschaft.

Und diejenigen, die nicht an der Front eingesetzt werden, dürfen ihre Freiheit in den Bunkern ausleben, während hierzulande die Folgen dieses Freiheitskampfes hinzunehmen und keineswegs mit Protest zu kontern sind: Dass viele Menschen sich einschränken müssen, weil ihr Einkommen angesichts der steigenden Preise hinten und vorne nicht mehr reicht, darf allein unter dem Blickwinkel betrachtet werden, ob das Ganze auch gerecht, also als Verteilung der Lasten auf alle Schultern, vor sich geht.

Auch die Meinungsfreiheit, bekanntlich eins der höchsten Güter in der „freien Welt“, gilt es zu verteidigen. Hier droht die Gefahr, dass sich die Bürger doch glatt die Sicht des Gegners anhören oder antun könnten. Solchen Gefährdungen der richtigen Sicht auf den Krieg muss vorgebeugt werden, und zwar durch die entsprechenden Verbote feindliche Sender. Eine Gleichschaltung der heimischen Medien braucht es dagegen kaum – weder in Russland noch im Westen –, sind sich Journalisten in der Regel doch ihrer nationalen Verantwortung bewusst und übernehmen schon von daher die Sicht ihrer Politiker, denen sie allenfalls vorhalten, zu lasch gegenüber dem Gegner zu sein und damit den Sieg über ihn zu verhindern.

So haben Journalisten in ihrem Job einiges zu tun. Klar ist z.B., dass die Eroberung eines Atomkraftwerkes dieses beschädigen und damit unter Umständen eine Atomkatastrophe auslösen kann. Dieser Vorwurf kann den Russen daher nicht erspart bleiben. Nur geht der Wiedereroberungsversuch der Ukrainer das gleiche Risiko ein – aber das ist für die freie Presse natürlich etwas ganz anderes. Die Bomben, die laufend aufs AKW Saporischja fallen, werden nicht verschwiegen, aber von einem Beschuss durch die ukrainische Armee ist auch nicht die Rede; irgendwie sollen die Angriffe von den Russen, die das Kraftwerk bereits besetzt haben, selber ausgehen. Über die Absurdität dieses Vorwurfs lacht die moralisch gefestigte Öffentlichkeit natürlich nicht, sondern nimmt sie selbstverständlich hin. Und wenn sich dann noch der russische Präsident erdreistet und auf diese Absurdität hinweist, dann zeigt dies nur dessen Abgebrühtheit. Schließlich sind westliche Partner über jeden Verdacht erhaben und es disqualifiziert sich jeder, der dies in Frage zu stellen wagt.

Bei der Besprechung des Krieges und seiner Parteien werden westliche Politiker dann auch noch sehr grundsätzlich: Es gehe in diesem Konflikt um die Prinzipien der Herrschaft, um die Alternative Demokratie versus Autokratie. Zwar lässt sich auch ein Putin wählen wie ein Orban oder ein Kaczynski in der EU oder wie ein Erdogan beim NATO-Mitglied Türkei, doch gilt der russische Präsident als Autokrat, während letztere sich in den Reihen der Demokraten wiederfinden, auch wenn sie im Rahmen der europäischen Konkurrenz einige Beschwerden einstecken müssen.

Demokraten stützen sich auf die Zustimmung ihres Volkes und somit geht ihre Herrschaft in Ordnung, während Autokraten sich nur durch Gewalt halten können, so die Behauptung. Wie Letzteres funktionieren soll – müsste doch im Prinzip hinter jedem Bürger ein Polizist oder Aufseher stehen –, ist zwar rätselhaft, wird aber vielfach geglaubt und von den Journalisten der Leitmedien eifrig kolportiert.

Hinzu kommt übrigens bei dieser prinzipiellen Alternative, dass zu den Verbündeten der ehrenhaften demokratischen Regierungen solche sinistren Gestalten gehören wie der saudiarabische Prinz Salman, der sich gerade des Besuchs des deutschen Kanzlers erfreut,  oder der Putschist al Sisi aus Ägypten. Sie stehen – irgendwie – im Lager der Demokratie und werden daher reichlich mit deutschen Waffen ausgestattet, um mit uns – im Falle des Falles – gegen Autokraten zu kämpfen.

Die Macht der Moral – Futter für Mitmacher

Die Regierenden aller Länder sind auf die Loyalität ihrer Bürger angewiesen und auch ein Putin kann nicht hinter jeden Volksgenossen einen Büttel seines Sicherheitsapparats stellen. Natürlich berufen sich alle Regierungen darauf, dass ihre Herrschaft ganz dem Wohl des Volkes verpflichtet ist, doch spürt der Einzelne, wenn er zum gewöhnlichen Fußvolk gehört, in der Regel wenig davon. Denn das Wohl des Volkes ist eben etwas anderes ist als das Wohl des einzelnen Bürgers. Mit dem Wohl des Volkes bzw. der Nation ist der Erfolg des eigenen Staates gemeint, dessen Macht in der Welt gestärkt werden soll, um die Konkurrenz mit anderen Staaten zu bestehen; dafür haben die Bürger ihren Dienst zu leisten.

Also können Politiker nicht einfach auf die positiven Seiten ihres Handelns verweisen, das den Bürgern selbstverständlich Nutzen bringt. Denn auch ein Entlastungspaket für den kleinen Mann, das eine hilfreiche Leistung für „sozial Schwache“ darstellen soll, ist ja ein Schadensmilderungspaket, macht das Leben nicht leichter, sondern allenfalls die Schädigung erträglicher. Die politische Klasse führt daher ständig höhere Werte – in leicht abgewandelten Varianten – an, denen sie in ihrem Handeln verpflichtet ist.

In schweren Zeiten gilt es in besonderem Maße die Moral zu bemühen: Da wird die Gemeinschaftlichkeit beschworen, obwohl die einen mit dem Lebensunterhalt der Leute – nicht nur in der Krise – ihre Geschäfte machen und die anderen sich einzuschränken haben. Auch sollen die neuen Einschränkungen nicht das Resultat des Wirtschaftskrieges gegen Russland sein, der noch nicht einmal so heißen darf, sondern die Folge der Boshaftigkeit Putins oder eben wirtschaftlicher Prozesse, die nicht aus der Gestaltung der Wirtschaft durch die Politik erfolgen, sondern sich irgendwie sachzwangmäßig ergeben.

Es braucht eben moralisch gefestigte Bürger mit der entsprechenden Sicht auf die Dinge, damit sie nicht nur die Kriegsfolgen an der Heimatfront hinnehmen, sondern gegebenenfalls auch auf wildfremde Bürger anderer Staaten schießen, wenn das Kommando von oben kommt.

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53 Kommentare

  1. Fun-Fact: Nach den USA und China hat die Ukraine seit diesem Jahr die mächtigste (ok, teuerste) Militärmacht der Welt. Noch vor Russland, Deutschland, UK, Frankreich, …

    1. die Ukraine wird demnaechst auch zum Nettoempfaenger der EU, ohne Mitglied der EU zu sein…..der US-Wunsch ist ein Befehl an die EU-Granden! Und Ungehorsam kann Washington gar nicht leiden!

      1. Oh, 2020 hat Polen 13 Milliarden EUR bekommen. Das dürfte die Ukraine dieses Jahr locker überboten haben. Die Ukraine ist somit nicht nur die größte Militärmacht Europas, sondern auch der größte Nettoempfänger der EU. Die Ukraine war bereits vor dem russischen Angriff das ärmste Land Europas. Und weil wir mit den Superlativen noch nicht fertig sind: Die Ukraine ist das einzige Land in Europa, in welchem es keine Oppositionsparteien gibt. Es ist somit das ähm demokratischste Land. Oder so.

        Aber logisch, der Krieg findet nur zwischen der Ukraine und Russland statt. 🙂

        1. @Tuka Ram
          Hast Recht – die heutigen Zustände kann Mensch nur mit Zynismus überleben. Zumindest ist Selenskji mit seiner Bitte nach einem sofortigen Atomkrieg nach den Referenten bei der NATO, den USA und den westlichen Verbündeten abgeblitzt. Zynische Grüße Bernie

          1. Der sofortige NATO Beitritt der Ukraine hätte zu einem solchen geführt und das war unseren westlichen „Eliten“ dann doch etwas zu heiß Sarkastische Grüße Bernie

        2. Die Ukraine ist das einzige Land in Europa, in welchem es keine Oppositionsparteien gibt.

          Jede Opposition in der Ukraine wird ja auch brutal unterdrückt bis hin zur physischen Liquidierung.

          1. Das war ein – zynischer – Witz, RH.
            Ebenso hat die Ukraine die freieste Presse, weil alle das Recht haben zu verbreiten, was in den Staatsmedien sowieso berichtet wird. Im Wortlaut. Der Rest wurde bereits vorher verboten. Das war der nächste zynische Witz.

    2. Sehr guter Text, übrigens werden die Kriegsverbrechen der Ukraine, an der eigenen ukrainischen wie an der Bevölkerung der angeblichen „Separatisten“ von unseren Mainstream-Medien weitgehend totgeschwiegen. Dabei wird die Zivilbevölkerung des Donbass gerade mit NATO-Munition traktiert und ermordet. Seit 2014 geht das schon so und Putins Schuld ist das er diese bald 15.000 Toten auf seinem Gewissen hat. Er hat zu lange zugesehen und ist nun erst, völkerrechtswidrig wie die USA und deren westlichen Verbündete meinen, dagegen vorgegangen. Das das mit dem Nazitum von Teilen der ukrainischen Armee nicht gelogen ist kann man seit gestern sogar bei der Website von Correctiv nachlesen – insofern die Info nicht über Nacht von diesem Fakten-Checker gelöscht wurde.

      Und ein neues „Holdomor“ gibt es bald auch – nur in Afghanistan statt der Ukraine und mit der NATO und den USA als Schuldigen statt Stalins Russland, die die afghanische Zivilbevölkerung nicht nur der Willkür und dem Terror der Taliban sondern auch dem millionenfachen Hungertod durch Beschlagnahmung des afghanischen Staatsvermögens ausgeliefert hat. Mir klingen die Worte afghanischer Betroffener sie nicht zu vergessen immer noch in den Ohren. Hier zeigt sich, ebenso wie im Umgang mit arabischen Mördern und Despoten was unsere Eliten für westliche Werte haben – nämlich keine. Zynische Grüße
      Bernie

  2. Die Resolution 1368 des UN-Sicherheitsrates vom 12 September 2001.
    Und was vom
    7. Okt. 2001 bis zum 30. Aug. 2021 in Deutschland nicht als Krieg bezeichnet wurde. Dafür hat sich bisher keiner bei der Afghanischen Bevölkerung Entschuldigt! Aber zum Dank gab’s am Ende Sanktionen für die Angegriffenen.

    So viel zum Thema Krieg und der richtigen Moral.

    1. Hast Recht. Wo sind die Reparationsforderungen der neuen afghanischen Regierung für 20 Jahre Krieg? Schade, dass Mensch nicht uralt wird, denn ich glaube die kommen sicher, aber erst in 100 Jahren wenn ich tot bin und es dann noch Afghanen gibt. Zynische Grüße Bernie

    1. Zu Aserbaidschan findet man laut dem Schweizer Webportal Infosperber ein tödliches Vergewaltigungsvideo im Netz das die Täter selbst eingestellt haben und wo bleibt da der Aufschrei des Wertewestens?

      Aserbaidschanische Soldaten sollen eine Armenierin zu Tode vergewaltigt und deren Leiche verstümmelt haben und das auf YouTube ins Netzt gestellt. Wo bleiben da die Sanktionen? Ja, ich weis deren Gas ist wichtiger als Protest.

      Zynische Grüße Bernie

    2. Bei solchen Kommentaren merkt man, dass Du von Putins Propaganda verseucht wurdest.

      Die Wahrheit ist natürlich, dass der Westen Demokratie verteilt. Und jeder, der über die Verteilung nicht glücklich ist, wird zerhackt, zerstückelt, erschossen, durch Granaten zerfetzt oder vergiftet.

      Zur Strafe musst Du jetzt zwei Stunden Tagesschau gucken.

  3. „Die Ukrainer sollen ja ihren Kopf für ein fremdes, (welt-)herrschaftliches Interesse hinhalten, nämlich dafür, dass Russland in Zukunft nicht mehr in der Lage ist, irgendein Land anzugreifen; was nichts anderes bedeutet, als dass Russland der Militärmacht des Westens in Zukunft nichts Relevantes mehr entgegensetzen kann.“
    Diese Zielsetzung beschreibt die westliche Selbstüberschätzung und Hybris. Das russische Zerstörungspotential reicht, um die Menschheit mehrfach auszurotten und käme es zu einem direkten Angriff aufs russische Kernland, würde die Führung – ebensowenig wie die u.s.-amerikanische im spiegelverkehrten Fall – nicht zögern, dieses Potential zur Anwendung zu bringen. Davon ist fest auszugehen. Wer also eine derartige Zielsetzung in irgendeiner Form unterstützt, handelt suizidal.

    Die Versuchung, massiv und direkt einzugreifen, wird für den Westen noch viel grösser werden, wenn buchstäblich offensichtlich ist, dass man sich auf der Verliererstrasse befindet. Momentan überwiegen Illusionen, sogar bei westkritischen Kommentatoren. Spätestens in ein paar Monaten wird diese Phase vorbei sein.

  4.  Harold Pinter:
    „Die US-Außenpolitik“, sagte er, „lässt sich am besten wie folgt definieren: Kriech mir in den Hintern, oder ich schlag dir den Schädel ein. So einfach und plump ist es. Das Interessante daran ist, dass diese Politik so unglaublich erfolgreich ist. Sie besitzt die Strukturen der Desinformation, greift zu Mitteln der Rhetorik, verzerrt die Sprache – all das wirkt sehr überzeugend und ist doch nur erstunken und erlogen. Sie haben das Geld, sie haben die Technologie, sie haben alle Mittel in der Hand, um damit durchzukommen, und sie kommen damit durch.“
    Ein sehr guter John Pilger Artikel heute auf den NDS

  5. Danke an den Autor Suitbert Cechura für die Zusammenfassung der Absurditäten mit dem die Bevölkerung in Deutschland und Europa von ihren politischen (Ver)führern und den Verkündungsjournalisten mit Propagandaauftrag Tag für Tag bombardiert wird. Das man selbst vor den absurdesten Behauptungen nicht zurück schreckt (siehe Selbstbeschuss der Russen mit NATO-Munition des KKW, Selbstsprengung von NS1 & 2 im Wert von 20 Milliarden Euro durch die Russen) zeigt, wie weit diese „Politiker“ und „Journalisten“ in Europa sich für die Interessen der us-amerikanischen Oligarchie einspannen/ benutzen lassen. Dieser Krieg ist nicht im Interesse der europäischen Wirtschaft, Politik und erst recht nicht zum Wohle der EU-Bevölkerung. Dieser Krieg hätte ganz leicht verhindert werden können, wenn man es einfach ausgeschlossen hätte, dass ehemalige Sowjetrepubliken Mitglied der NATO werden und das man die russischen Ethnien in den Ländern als gleichberechtigte Menschen behandelt und integrieren würde. Beides sind keine „unmenschlichen“ Forderungen. Aber beides sind nicht im Interesse der oben genannten US-Elithen.

    Wie stark die westliche Darstellung von der Realität vor Ort abweicht, zeigt ein auch für mich überraschendes Ergebnis des Referendums im Gebiet Cherson (ca. 87% Zustimmung bei rund 90% Beteidigung). Thomas Rötzer Macher des Anti-Spiegels war seid März mehrfach als Journalist in dieser Gegend vor Ort und hat auch das Referendum als Wahlbeobachter dort beobachtet. Er erzählt nachzulesen in seinen Block über die Entwicklung der Einstellung der örtlichen Bevölkerung zu den Russen. Die Russen konnten dieses Gebiet ohne wirkliche Gegenwhr der ukrainischen Armee im April einnehmen, was zu einer intakt gebliebenen Infrastruktur beitrug. Waren die Menschen im April/ Mai bei Herrn Rötzers erstem Besuch noch sehr resserviert, hat sich dies in eine klar prorussische Stimmung gewandelt, was mit dem ständigen Beschuss der zivilen Infrastruktur (fast alle Schulen weisen heute Schäden durch Beschuss der Ukrainer auf) und den dadurch verbundenden sinnlosen Schäden und menschlichen Leid gut erklärbar ist. Hinzu kommt, dass die Russen sehr schnell Rentenzahlungen übernommen haben, russische Infrastruktur (Banken, Internet, Telefon, Strom) zu viel günstigeren Kosten installiert haben und direkete humane Hilfe leisteten. Dabei durften die Anwohner eben auch wieder überall ihre Muttersprache einschließlich ukrainisch (in Lugansk und Donesk wird bis heute ukrainisch an den Schulen unterrichtet) sprechen. Die Bewohner vor Ort sehen wohl eine bessere wirtschaftliche und persönliche Zukunft für sich bei den Russen als bei den Ukrainern. Und als Demokraten sollte man zuerst den Willen der Menschen anerkennen.

    In den Friedensverhandlungen kann man ja als Punkt mit verankern, dass die Bewohner der Gebiete das Referendum unter UN-Beobachtung wiederholen. Ich glaube nicht, dass sich das Ergebnis von dem ersten Referendum unterscheidet. Vor allem nicht wenn in Kiew nicht die vielen unmenschlichen, antirussischen (genauer gesagt gegen andere Ethnien gerichtete) Gesetze, Verordnungen und Praxen geändert werden. Die berüchtigten Säuberungsaktionen der ukrainischen Nationalisten werden kaum den Willen zum Anschluss an Kiew fördern.

  6. @Mengel
    Du zitierst einen Überläufer namens Thomas Röper, vom Anti-Spiegel „Feindsender“ aus St. Petersburg? Mutig von dir und fehlt bloß noch der Hinweis auf den Russensender RT Deutsch und die deutschen Überläufer dort?

    Ansonsten ich geb dir in allem Recht. 👍😁

    Sarkastische Grüße Bernie

    1. Hi Bernie,

      ich als Linker sehe mich in der heutigen Situation oftmals gezwungen mich bei Leuten zu bedienen, die nach Berliner Verständnis nicht demokratisch legitimiert sein sollen.
      Doch was ist an deiner gut begründeten, sachlichen Meinung undemokratisch?
      Warum ist Journalismus nur Journalismus, wenn es den wertewestlichen Meinungsdiktus bestätigt?

      Eine sehr anhörenswerte Rede des MdEP und AfD-Mitglieds Dr. Nicolaus Fest im Europäischen Parlament. Nur 3:20 Minuten muss man sich Zeit nehmen.

      https://www.tiktok.com/@julijabudimir1/video/7149852164058369285?_t=8WBxVWHvk7K&_r=1

      Es ist eine Zeit, da muss man die Politik der angeblichen Mitte, welche wieder zu Krieg geführt hat, mit allen Mitteln bekämpfen. Und ich sehe dies auch, im Gegensatz vieler anderer Linke auch, mit Menschen aus dem bürgerlich-konservativen Lager für möglich an.

      1. @Mengel

        Keine Sorge sehr es mittlerweile genauso wie du und meine Kritik an deinen Infoquellen war spaßig gemeint.

        Heute hab ich Mal eine Rede eines angeblich bösen Afdlers im Berliner Reichstag angehört – zum aktuellen Thema Energiesparen, Putin und Krieg – und festgestellt der gute Mann hat völlig Recht 😳 Schock!

        Gruß Bernie

          1. @Alf
            Keine Sorge nur weil ich in einzelnen Positionen der AfD durchaus Sinnvolles sehe heißt das noch lange nicht, dass ich gleich ein Braunhemd anziehe oder zum Rassisten mutiere. Gruß Bernie

        1. Hallo Bernie,

          Nein, kein Schock. Diese Erkenntnis, dass es vernünftige Menschen in allen Parteien gibt, hat sich bei mir schon lange verfestigt. Sicherlich wird es viele Differenzen zwischen Herrn Fest und meinen Überzeugungen abseits dieses Krieges geben. Aber die Beendigung des Krieges und eine Politik im Interesse der Menschen in Europa dafür können wir gemeinsam eintreten.

          Hier ein Video eines CDU-Mitgliedes:
          https://www.tiktok.com/@alexthepanzer/video/7143996684823956742?_t=8VujuGUDX2D&_r=1

          Der Krieg und die Folgen sind so schlimm, dass man mit allen Menschen zusammenarbeiten muss, welche dagegen sind!

  7. Denn das Wohl des Volkes ist eben etwas anderes ist als das Wohl des einzelnen Bürgers.

    Das hat mich an Voltaire erinnert, der schreibt dazu satirisch bereits im Candide:
    »All dieses ist unerläßlich«, entgegnete der einäugige Doktor, »das Unglück des einzelnen begründet das Wohl der Gesamtheit, so daß es ums allgemeine Wohl desto besser steht, je mehr privates Unglück es gibt.«
    [Voltaire, Candide oder der Optimismus (1759)]

    Unsere politischen Frauen (Baerbock, Lambrecht) werden in die Ukraine eingeladen, dort durch leere Straßenzüge geführt, vorbei an zerstörten Häusern und PKWs, sie besichtigen Massengräber, tragen Schutzweste und Kampfhelm, exakt zum Zeitpunkt des Besuches ist plötzlich Luftalarm und frau muss vorübergehend in den Bunker usw. Das alles emotionalisiert enorm. Ich halte beispielsweise Frau Baerbocks emotionale Anteilnahme und Appelle zum Zusammenhalt für authentisch, Mimik, Gestik, Körpersprache sind da stimmig. Ich denke aber, dass sie und andere zum gewissen Teil auch naiv „hereingefallen“ sind auf eine bewusst durchgeführte Emotionalisierung des Konfliktes. Emotionalisierte Entscheider sind eher bereit zur Hilfe.

    Die moralische Begründung für diesen Krieg als eine Verteidigung von Freiheiten ist aber keine Letztbegründung. Davor noch befindet sich ein in völliger Abwesenheit von Moral strategisch nüchtern geplanter und durchgeführter Stellvertreterkrieg der USA zur Festigung ihrer Hegemonie. Wer aber hoch emotionalisiert und tief im Verdauungstrakt eines Freundes steckt, dessen Sichtfeld ist eingeschränkt. Sein Blick auf das Ganze wird getrübt. Er kann nicht erkennen, dass Moral hier lediglich Mittel zum Zweck ist. Eine Moral, die je nach Nützlichkeit für die eigene Sache entweder beansprucht wird oder nicht beansprucht wird, wodurch sie ihre Unabhängigkeit verliert. Sie ist nicht einmal mehr Doppelmoral, sondern wird umgeschmiedet in ein Werkzeug der Handlungsrechtfertigung. Der Begriff der Moral wurde wohl immer schon an Kriegsfronten vergewaltigt, wo im Prinzip immer Gut gegen Gut kämpft.

    1. Hallo Annando,

      ich gebe dir allen Punkten recht. Das Bild was du von Baerbock und Lamprecht als Verführte zeigst, sehe ich kritischer. Was Frau Baerbock und Frau Lamprecht dort aber vorzuwerfen wäre, wenn sie wirklich so einfach manipulierbar sind , dass sie sich nicht von beiden Seiten ein Bild machen. Ein Besuch in Donezk in der „Allee der Kinder“ wäre eine gute Bildungsreise dann für diese Frauen.

      Ich glaube aber nicht, dass zumindestens Frau Baerbock so naiv ist. Sie weiß, was sie tut und ist bereit, wie ihr großes Vorbild Madeleine Albright über Leichen zu gehen. Ukrainische, die sie angeblich betrauert und russische. Dies ist meine persönliche Meinung! Von einer humanistischen Grundhaltung und von ursprünglichen Werten der Partei der Grünen hat sich diese Vertreterin des deutschen Volkes vollkommen verabschiedet.

      https://www.youtube.com/watch?v=X2cNCHtiurg&t=5s
      Madeleine Albright war eine der treibenden Kräfte hinter den illegalen Kriegen von USA und NATO gegen Jugoslawien und den Irak. In einem Interview wurde sie mal damit konfrontiert, dass 500.000 irakische Kinder an den Folgen der westlichen Sanktionen gegen das Land gestorben sind. Ihre Antwort war: „Es ist den Preis wert!“

      Merkur.de 24.93.2022:
      Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die verstorbene frühere US-Außenministerin Madeleine Albright als «streitbare Kämpferin, wahre Transatlantikerin und Vorreiterin» gewürdigt. Mit Haltung, Klarheit und Mut habe Albright als erste US-Außenministerin für Freiheit und die Stärke von Demokratien gestanden, schrieb Baerbock am Mittwochabend auf Twitter. «Auch ich stehe heute auf ihren Schultern», betonte die erste deutsche Außenministerin.

    1. Richtig Christa Meist.
      Und in diesem Krieg ist hier keiner hinein gestolpert, dieser Krieg war von der amerikanischen Seite so gewollt, die heutige ukrainische Führung bereit dafür, die europäische und deutsche Regierung konnte/ wollte diesen Krieg nicht verhindern und Russland sah keinen Sinn mehr den Zeitpunkt des Krieges weiter hinaus zu zögern.

      Ein Versagen an allen Fronten!
      Auch der Friedensbewegung!
      Wir alle haben zu wenig in den letzten 10 Jahren zum eErhalt des Friedens getan.

      Als ich das berühmte G.Friedman Video 2015 zum ersten Mal sah, habe ich es nicht wahr haben wollen und in den nächsten Jahren unterschätzt. Es ist aber alles so eingetreten, wie angekündigt und schlimmer als in meinen schlimmsten Träumen. Wir hätten es wissen können.

    2. @ Christa Meist

      „Krieg dem Kriege“ – Zitat des Pazifisten und Schriftstellers Ernst Friedrich sollte die neu-alte Parole einer frontenübergreifenden globalen Friedensbewegung sein – nicht den Kriegern den Krieg erklären sondern den Kriegen selbst den Kampf ansagen. ja, ich weis eine schöne Utopie, aber ich wollte einmal auf diese uralte Idee hingewiesen haben.

      Hast Recht der Krieg selber ist ein Verbrechen.

      Gruß Bernie

    3. Krieg ist Krieg und kein Verbrechen. Er hat sogar seine Spielregeln.
      Die Verbrechen geschehen im Vorfeld. Wenn jemand nicht anders will, gibt es nun mal ein Problem.
      Es gibt keine andere Möglichkeit mit einer unfriedlichen Kreatur zurecht zu kommen, als sie zu beseitigen.
      Alles andere führt nur zu weiteren bösen Verwicklungen. Davor kann man die Augen nicht verschließen. Das ist Selbstbetrug.

    4. Und die Verbrecher sind besonders diejenigen Politiker und Strategen, die einen Krieg in Gang bringen und diese findet man hauptsächlich jenseits des Atlantiks.

  8. Guter Artikel mit klarer Ansage. Das größte Drama ist, wie in wenigen Monaten ganze Völker auf Krieg und Völkerhass umgedreht und eingeschworen werden konnten. Meistenteils ohne das Aufflammen jedweder Kritik und Nachdenklichkeit. Man möchte an der Menschheit, jedenfalls dem abendländischen Teil, verzweifeln.

    1. „Das größte Drama ist, wie in wenigen Monaten ganze Völker auf Krieg und Völkerhass umgedreht und eingeschworen werden konnten.“ Ich weiss nicht, ob sie umgedreht wurden oder ob sie schon vorher so waren.

      Erschüttert bin ich eher von Linken, die 100 Jahre lang vom „Verrat“ der SPD 1914 quatschten und nun Kriegsbefürworter geworden sind. Leute mit einem Rosa-Luxemburg-Plakat zu Hause gehen auf Demos für die Ukraine.Welche Partei ist die grösste Kriegsopposition im Bundestag? Die LINKE? —- Selbst ein simpler Überlebenswillen ist bei vielen „Genossen“ nicht mehr vorhanden. Für ukrainische oder russische Oligarchen sterben? Echt?

      PS. Der Cechura-Artikel ist m. E der beste zum Thema hier auf der Site.

      1. Ich erwarte von den Linken, einzelne Außenseiter ausgenommen, schon lange nichts mehr. Es ist doch so, dass Dir jetzt viele selbsternannte „Linke“ erklären werden, die linksgrünen Ampeln seien eben keine wirkliche Linke, das seien nur sie selbst usw. Linke Heuchelei eben. Wie jemand weiter oben schreibt. Es gibt in allen Parteien, sehr vereinzelt! vernünftige Leute. Alle übrigen sind korrupt und nur dadurch an ihre Posten gekommen. Gleiches gilt für die Medien“schaffenden“. Man kann sie allesamt in der Pfeife rauchen.

        1. Und nicht zu vergessen, jede und jeder, der wider den medialen Stachel löckt, wird medial vernichtet, abgeschossen, mit raunenden Meinungen versehen, Querfront hergestellt.
          Bestes Beispiel, Ulrike Guerot.
          Oder, auch selbsterklärend, Michael Meyen, in einem eigenen Artikel auf Zeit Campus, zum Abschuss freigegeben.

          Unsere 4. Gewalt.
          Und die westlichen Werte.

    2. Zum Nordlandreisender:
      Ich möchte mal ein bißchen polemisch behaupten: Loyale Staatsbürger muss man zum Thema Krieg und Verteidigung der Freiheit nicht „umdrehen“. Die fühlen sich prinzipiell als Teil einer Wohlstandsgeselllschaft mit verfassungsverbürgter Freiheit, Gleichheit, Menschenwürde, Sozialstaat und Demokratie. Das mal näher zu befragen, was diese Titel praktisch bedeuten, was es heisst, sein Dasein erst nach dem Empfang der Rechte überhaupt führen zu dürfen, in aller Freiheit seinen Verpflichtungen in Beruf, Ehe und Freizeit nachgehen zu dürfen, wäre ja mal was. Mein Eindruck: Die Mehrzahl der Bevölkerung fühlt sich unter demokratischer Herrschaft und als Teil der Gesellschaft gut aufgehoben. Dass da bereits Vorentscheidungen getroffen sind, was er tun darf und was nicht, bekommt er zwar täglich mit, aber der Rechteinhaber versucht sich unter Wahrnehmung seiner Freiheitsrechte in diesen Bahnen zu bewegen, Soweit alles paletti. Verlangt der Rechtegeber, diesen seinen Status zu verteidigen ist er prinzipiell dazu bereit. Das reicht vom Opfer bringen durch persönliche Einschränkungen bis zur Generalmobilmachung mit potentieller Todesfolge. Dann ist er halt Freiheitsheld. So einfach ist das.

    3. „Das größte Drama ist, wie in wenigen Monaten ganze Völker auf Krieg und Völkerhass umgedreht und eingeschworen werden konnten.“

      Dabei könnte man gerade in Deutschland noch wissen, wie schnell das gehen kann. Es funktioniert immer wieder und überall und wird deshalb von interessierter Seite auch immer wieder geschürt. Und heute sind die medialen Möglichkeiten, das zu steuern, noch unendlich viel raffinierter (auch wenn es Goebbels bereits zu einer gewissen Meisterschaft gebracht hatte). Was seit Februar läuft ist nichts weniger als ein Medientsunami, der sich immer weiter auftürmt, bis…… Und das ist die intelligenteste Spezies, die die Evolution hervorgebracht hat. Und zielgerichtet zerstört sie ihre eigenen Lebensgrundlagen.

      Beam me up, Scotty!

      1. Das Vorbuchstabieren und Einschwören der Gesellschaft auf eine bestimmte Lesart, wie der Bürger das denn einordnen soll, wenn Russland zu den Waffen greift, die Ukraine als vorbildlicher Partnerstaat der EU und der Nato zu betrachten ist oder der russische Psychopath/Verbrecher nichts anderes als die entschlossene Gegenwehr des freien Westens verdient und dann auch erhält, eingeschlossen die Notwendigkeit eines gnadenlosen Wirtschaftskriegs mit kollateralen Nebenwirkungen für Land und Leute, all das wird unisono auf allen Medienkanälen dem verehrten Volk unterbreitet. Alle Behauptungen und Bebilderungen laufen auf eine Botschaft hinaus: Ein Aggressor ist aus der Spur geraten und überzieht die friedliebenden Staaten mit Krieg und ungezügeltem Eroberungswillen. Die Gegenwehr ist alternativlos!
        Die Frage war allerdings, wieso dieses Narrativ den freiheitsgewohnten Westbürgern runterläuft wie Öl und die plötzlich auch in größeren Teilen das Zuschlagen und Kriegführen für toll finden.
        Ganz einfach, der Gewalteinsatz ist eigentlich seit Staatsgründung im Konfliktfall vorgesehen. Deswegen gibt es Nato, Bundeswehr, Bewaffnung und Militärforschung samt Einsatzplänen, Kommandostrukturen mit modernstem Schießgerät und Auklärungs- wie Kampfdrohnen zuhauf. Je nach Geldbeutel und Kreditwürdigkeit bis zur Totalvernichtung jedes wie auch immer als Gegner identifizierten Staates oder staatsähnlich organisierten Wüstenfüchsen.
        „Und das ist die intelligenteste Spezies, die die Evolution hervorgebracht hat. Und zielgerichtet zerstört sie ihre eigenen Lebensgrundlagen.“ Das stimmt, zimperlich geht der westliche Gewaltapparat nicht um, wenn es um die Durchsetzung der eigenen Interessen geht, die dann meistens zusammenfallen in dem Biden-Wort: Es geht um eine Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Autokratie. Ein Demokrat kann eigetlich nur leben, wenn er Freiheit atmet, beim Autokraten ist das Gegenteil der Fall. Deshalb muss man dem seine Lebensgrundlagen zerstören und die eigenen soweit schonen, dass der Autokrat als erstes den Löffel abgibt. Dann nämlich kann man wieder aufatmen.
        Will sagen: So sind sie gestrickt, die Narrative und das tut nicht gut.

  9. Ja, ein guter Artikel, warum? Er gibt mein Denken wieder.
    Es wird wohl jeder wissen, dass niemand aus Guantanamo einen Prozesstermin hat.
    Interessant ist auch, welche Terrororganisation von den USA gegründet wurde. Gegen die sie jetzt kämpfen.
    Besten Dank
    Die Frauen in den Gebieten, wo Brunnen gebaut wurden, haben diese selbst immer wieder gesprengt. Das Wasser holen war für sie eine Möglichkeit soziale Kontakte zu pflegen und von den Männern unbeobachtet zu quatschen.

      1. Sehr gut, habe ich schon gesehen. Und dabei ist besonders das dröhnende Schweigen auffällig, mit dem der Wertesten dieses Verbrechen totschweigt. Das zeigt mal wieder, die Politik mit der Moralkeule funktioniert nur solange man die eigenen Untaten unerwähnt lässt.

  10. Danke für den klugen Artikel!

    Es fehlen mir auch die Worte, angesichts des medialen Feuerwerkes, der Halbwahrheiten, der Narrative, der Einordnungen unserer Journalisten. Sehr bezeichnend, in der Diskussion bei Lanz, mit Precht und Melanie Amann, Leiterin des Spiegel Hauptstadt Büros, die Aussage, es hätte eine einseitige Berichterstattung in den deutschen Medien niemals gegeben. Zu keiner Zeit, zu keiner Frage.

    Ja, so kenne ich inzwischen die allermeisten Journalisten, Faktenfrei, Recherchefrei, Haltungsgetrieben, vollkommen Kritik unfähig. Es ist schwer diese offensichtlichen Unwahrheiten zu ertragen.

    Aber, angesichts des Nachdenkseiten Artikels über die Maßnahmen der strategischen Kommunikation der Bundesregierung, erwartbar.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=88618

    Mir wird nur noch übel angesichts des medialen Elends in diesem Land.

    1. Precht hat Melanie Amann darauf aufmerksam gemacht, dass sie intellektuell überfordert ist.
      Sie erkennt nicht, dass jede Debattenkulur einen Mindestdiskursraum braucht, um überhaupt eine zu sein.
      Damit sind wir aber wieder bei Chomsky.

      Robin Alexander hat insofern recht gehabt, dass journalistische Aufklärung in Echtzeit diese noch nicht zum Akteur macht, aber eine ungeheure katalytische Funktion ausübt.

      Lanz ist intellektuell zu wenig beschlagen, um durch Erkennen der eigentlichen Problemlagen eine gute Moderation hinzubekommen.
      Da ist er aber nicht alleine.
      Dazu gehört auch eine Anne Will, eine Sandra Maischberger, welche bei „live aus dem Alabame“ noch mehr konnte, und noch so diverse Gartenzwerge, welche penedrant beweisen müssen, dass sie der Moderationsauftrag überfordert, was nicht selten auf Faulheit und damit auch mangelnder journalistischer Redlichkeit gründet.

      Ein Tilo Jung mit seinem Melnyk-Interview hat gezeigt, dass es auch anders geht.
      Und journalistisch kann den NDS und den anderen „querdenkenden Blättern“ wie dieses oft kein etabliertes Medium das Wasser reichen, was nicht heißt, dass es auch hier noch Verbesserungspotenzial gibt.

  11. Vor drei Tagen, bei der Aufnahme der ostukrainischen Regionen in den Bestand Russlands hielt Putin eine seiner schärfsten und seiner bedeutensten Reden. Er sprach über viele Dinge, war dabei sehr direkt und nahm kein Blatt vor den Mund. Im Westen wurde diese Rede weitestgehend nicht zugehört und allenfalls nur einzelne Sätze oder auch nur Teile davon aus dem Kontext gerissen um sie propagandistisch im eigenem Sinne auszuschlachten. Dabei hat er dort Viele wichtige Dinge gesagt, die man im Westen lieber nicht beachten geschweige darüber diskutieren oder auch nur nachdenken möchte.

    Die gesamte Rede gibt es auf der Seite des Kremls in englischer Sprache. Empfehle:

    en.kremlin.ru/events/president/transcripts/69465

    Hie ist nur ein kleiner Abschnitt über das was der s.g. „kollektive Westen“ darstelt und was ihn antreibt und motiviert. Wer kann hier auch nur einem Wort widersprechen?

    Der Westen ist bereit, jede Grenze zu überschreiten, um das neokoloniale System aufrechtzuerhalten, das es ihm erlaubt, auf Kosten der Welt zu leben, sie dank der Vorherrschaft des Dollars und der Technologie auszuplündern, einen regelrechten Tribut von der Menschheit zu kassieren und ihre wichtigste Quelle unverdienten Wohlstands, die an den Hegemon gezahlte Tribut, abzuschöpfen. Die Aufrechterhaltung dieser Einkünfte ist ihr wichtigstes, reales und absolut eigennütziges Motiv. Aus diesem Grund liegt die völlige Entsouveränisierung in ihrem Interesse. Dies erklärt ihre Aggression gegenüber unabhängigen Staaten, traditionellen Werten und authentischen Kulturen, ihre Versuche, internationale Integrationsprozesse, neue globale Währungen und technologische Entwicklungszentren, die sie nicht kontrollieren können, zu untergraben. Für sie ist es von entscheidender Bedeutung, alle Länder zu zwingen, ihre Souveränität an die Vereinigten Staaten abzutreten.

    In einigen Ländern lassen sich die herrschenden Eliten freiwillig darauf ein, lassen sich freiwillig zu Vasallen machen, andere werden bestochen oder eingeschüchtert. Und wenn das nicht funktioniert, zerstören sie ganze Staaten und hinterlassen humanitäre Katastrophen, Verwüstungen, Ruinen, Millionen von zerstörten und zerstückelten Menschenleben, terroristische Enklaven, soziale Katastrophengebiete, Protektorate, Kolonien und Halbkolonien. Das interessiert sie nicht. Alles, was sie interessiert, ist ihr eigener Vorteil.

    Einige Bemerkungen von mir dazu.

    In einigen Ländern lassen sich die herrschenden Eliten freiwillig darauf ein, lassen sich freiwillig zu Vasallen machen.
    Das ist unter anderen über Deutschland und die Meisten anderen europäischen Minions der Vereinigten Staaten. Ihr seid Sklaven. Und was noch widerlicher ist, Ihr seid es freiwillig.

    Für sie ist es von entscheidender Bedeutung, alle Länder zu zwingen, ihre Souveränität an die Vereinigten Staaten abzutreten.

    Genau darum geht es bei dem Begriff „Regelbasierte Ordnung“.
    Damit ist nicht etwas das Völkerrecht gemeint. Die Regeln sind die Regeln der USA und sie sind sehr einfach. Washington diktiert, Alle anderen haben sich gefälligst zu unterwerfen. Entweder freiwillig oder unter Druck. Und wer sich dagegen wehrt wird im besten Fall ruiniert.

    Aber diesmal, werden sie sich die Zähne ausbeißen. USA wird bald an ihren Ambitionen die ganze Welt zu unterwerfen scheitern. Alle, die die Welt erobern wollten scheiterten auf kurz oder lang. Aber was machen dann die ganzen Minions, wenn sie ohne ihren Herr dastehen?

    1. Lieber Russischer Hacker,
      > Ihr seid Sklaven. Und was noch widerlicher ist, Ihr seid es freiwillig.

      Wie sagt Nietzsche es so schön,

      „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, daß er dabei nicht selbst zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch aus dir heraus“

      Du hast dich zulange mit den Trollenden Ottono und PzH.2000
      beschäftigt.

      Ich nicht!
      JtP

      1. Mit „Ihr“ und mit „freiwillig“ meine ich jetzt im allgemeinen, die Deutschen als Ganzes. Klar habe ich viele kennengelernt, die auch differenziert denken, sich ihrer Lage bewusst sind und nicht gern Sklaven sind, aber auch die können nicht mehr, als sich darüber aufzuregen.

      2. Wer anderer Meinung ist trollt. Du machst dir da einen schlanken Fuß, bzw. bist du nur ein bisschen denkfaul? Bleib in deiner Blase, dass ist alles was du brauchst.

  12. Diesem Artikel, einem der sehr wenigen zu lesen, ist nichts hinzuzufügen, denn er prangert brilliant die erbärmliche, hirnverbrannte, zutiefst unmoralische, ja widerliche gesellschaftliche Realität im wertelosen Westen an, so wie jeder vernünftige Mensch es nicht anders beurteilen kann! Bravo endlich mal Mut die Wahrheit und nicht als die Wahrheit zu schreiben!!

  13. Damals wie heute ist ein Krieg ein Krieg vom Kapital. Damals waren Fürsten, Könige und Kaiser die ihre Untertanen los schickten, heute sind es Despoten,Diktator oder Demokratien. Der Mensch hat mit all der zugedichteten Zivilisation nichts rein gar nichts hinzugelernt.
    Welche westliche Nation ist wirklich, wahrhaftig SOUVERÄN?
    Black Rock & andere schreiben den ‚demokratisch‘ gewählten Repräsentanten vor was diese zu tun haben.
    Die Top 40 „deutschen“ Aktienunternehmen werden von B&R kontrolliert und wie soll nationales Dasein sich entwickeln, wie sollen Parteien jeglicher Ausrichtung eine Politik für das Volk tätigen.
    Der heutige Krieg besteht darin, das Russland das System vom Westen übernahm und heute stellt sich dieses Land gegen die zu 100% avisierte Privatisierung von Nationalstaaten.
    Dieser Krieg ist ein Krieg gegen Kritiker aus den eigenen westlichen Lager, mit der Zielsetzung ein ganzes System zu Ramschwert herunterzubringen um dann die ‚Peanuts‘ einzusammeln. Das kritisiert Herr Putin seit Jahren, denn man kann nicht Demokratie brüllen um zeitgleich eine Kapitaldiktatur zu etablieren.
    Die Ukraine wird auf ihre dummbatzende Soldaten herunter reduziert, dabei ist die Ukraine genau das Modell wie angeblich Demokratie funktioniert, es ist eine Diktatur von aussen geführt.
    D funktioniert seit dem Ende von WKII auf dieser Basis, wieviele andere Nationen existieren daneben?
    Die Ansage den Faschismus zu bekämpfen erhält dadurch ganz andere Dimensionen, es geht um eine Milliarden Bevölkerung die befreit werden muss von dieser Sklaverei.

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