Der bislang größte Omikron-Ausbruch fand in Oslo statt

„Alter“ Coronavirus. Bild: NIAID

 

 

Nach einer Betriebsfeier waren 60 Menschen von mehr als 120 infiziert, die alle „vollständig“ geimpft und zusätzlich negativ getestet waren.

Regierungschef Jonas Gahr Støre sagte, es gebe viele HInweise dafür, dass Omikron hoch ansteckend sei. Man könne auch angesteckt sein, wenn man geimpft ist, wie der Vorfall in Oslo zeige.

Die Regierung führte neue Schutzmaßnahmen für Oslo ein. Die Menschen sollen Abstand wahren, sich nicht mehr die Hand geben und sich nicht mehr umarmen. Wenn möglich, soll im Homeoffice gearbeitet werden. Erwachsene sollen ihre Kontakte reduzieren. Eine Maske soll getragen werden, wenn eine Person in Kontakt mit medizinischen und pflegerischen Einrichtungen ist. Empfohlen wird auch, eine Maske zu tragen, wenn der Abstand von mindestens einem Metter in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen, in Taxis oder bei Veranstaltungen nicht eingehalten werden kann.

 

Das ist alles ziemlich harmlos. Es wurden gestern nach dem Vorfall in Oslo weitere Restriktionen für einige Regionen auch über Oslo hinaus beschlossen, zumal die Inzidenz nicht nur wegen Omikron steigt. Aber weil man zwar noch nicht weiß, ob Omikron gefährlicher ist und zu schweren Erkrankungen führt, aber die Variante offenbar ansteckender ist und die Impfung dagegen wenig zu schützen scheint, wird jetzt Maskentragen verpflichtend, Kinder unter 12 Jahren ausgenommen, wo der erforderliche Abstand nicht gewahrt werden kann: in Geschäften, Taxis, Restaurants etc. Beim Sitzen in Restaurants besteht die Maskenpflicht nicht. Mehr als 100 Personen dürfen sich nicht zu Privatveranstaltungen treffen, öffentliche Veranstaltungen sind bis zu 600 Personen erlaubt. Restaurants und Kneipen, in denen Alkohol ausgeschenkt wird, müssen ihre Gäste registrieren und sie müssen Sitzplätze haben. Auch diese Maßnahmen sind weit geringer als die in Deutschland und dürften kaum wirksam sein.

 

Auf der Betriebsfeier am 26. November, zu der nur geimpfte und überdies getestete Mitarbeiter Zutritt hatten, wurden von den 100-120 Menschen 60 positiv getestet, mindestens 17 waren mit Omikron infiziert, wie die Gesundheitsbeauftragte von Oslo, Tine Ravlo, sagte. Es könnten aber mehr sein, da nicht alle auf die Variante untersucht worden seien. Einer der Teilnehmer war kürzlich aus Südafrika zurückgekehrt und könnte Omikron mitgebracht haben. Allerdings wurde die Variante nur zuerst in Südafrika entdeckt und könnte sich auch in einem anderen Land entwickelt haben.

Bislang zeigt keiner der Infizierten schwere Symptome oder musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Gesundheitsministerin Ingvild Kjerkol sagte dennoch, dass die Lage beunruhigend sei, da offensichtlich die Impfung nicht gut vor einer Infektion durch die Variante schützt. Erst einmal schlechte Nachrichten für die Befürworter einer Impfpflicht.

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