Asow-Offizier: „Wir können uns nicht ergeben, weil wir keinen Befehl erhalten haben“

Die Kluft zwischen der Regierung in Kiew und den Unterstützern von Asow wird größer und kann die Einheit des Widerstands schwächen. Zuletzt hat der Kommandant der Marinebrigade einen Hilferuf an Elon Musk geschickt.

 

Das Leben in den Bunkersystemen des Stahlwerks Asovstal muss brutal sein. Vor allem weil bislang nur die Alternative besteht, dass die Soldaten und Kämpfer sich ergeben oder dort durch die Bombardierung, an Verletzungen, an ausgehenden Lebensmitteln sterben werden. Aber ergeben wollen sich die Eingeschlossenen, zumindest diejenigen, die das Sagen haben, (noch) auf keinen Fall. Interessant ist, was Frauen der Asow-Kämpfer jetzt auch wieder Papst Franziskus sagten, dass sie eine Evakuierung in ein Drittland wünschen. Warum sie auch nicht in die Ukraine wollen, bleibt schleierhaft, allerdings scheint klar zu sein, dass sie sich von Kiew, den Streitkräften und vielleicht den übrigen Asow-Verbänden und Freiwilligenbataillonen verraten fühlen.

Frauen von Asow-Kämpfern suchen Hilfe durch den Papst. Bild: National Corps

Videos lassen erahnen, was in den Katakomben vor sich geht, wo viele verletzte Soldaten und Kämpfer angeblich nicht mehr wirklich versorgt werden können und dauernd Bomben mit großer Wucht und lautem Krach niederprasseln. Zwar können offenbar auch weiterhin manchmal Soldaten durch Öffnungen an die Oberfläche, aber an ein Entkommen ist nicht zu denken. Natürlich gedeiht da die Heldenprosa – von den „Verteidigern von Mariupol“, die nur noch überleben wollen, aber auch von außen, da man ein schlechtes Gewissen hat, die Eingeschlossenen sich selbst zu überlassen, aber diese gleichzeitig das Heldentum der Ukrainer symbolisieren sollen, sich bis zuletzt gegen das Böse zu verteidigen.

Dumm für beide Seiten nur, dass die Eingeschlossenen schon länger einen Ausweg suchen und sich doch nicht opfern wollen. Das trübt das Heldentum, auch das der Ukraine, die trotz Aufforderung von Asow nicht willens ist, einen militärischen Vorstoß zur Befreiung zu machen. Asow selbst schiebt die Verantwortung gerade wieder Kiew und dem Oberbefehlshaber Selenskij zu. Ilya Samoilenko, ein Asow-Geheimdienstoffizier mit Augenbinde, gab Sky News ein Interview und sagte, sie könnten sich nicht ergeben, weil sie keinen Befehl zur Kapitulation erhalten hätten. Sie würden Befehle strikt einhalten, zudem würden Asow-Kämpfer von Russland nicht als normale Kriegsgefangene behandelt werden, sie müssten mit Gefängnisstrafen oder mit Tod rechnen.

Allerdings hatte Selenskji schon vor geraumer Zeit den Eingeschlossenen angeboten, sich zu ergeben, was diese damals ablehnten. Er hatte allerdings nicht den Befehl gegeben. Das traut sich Selenskij auch nicht, weil er dann als Verräter gelten würde und der Ukraine eine Niederlage bereitet hätte. Samoilenko macht auch deutlich, dass sie stellvertretend für die Ukraine stehen: „Unser Leben bedeutet nichts, aber unser Kampf bedeutet alles.“ Man erhalte die Unterstützung der gesamten „freien Welt“ und des „ukrainischen Volks“, aber das nützte nicht viel. Kiew könne militärisch und politisch helfen, man wisse, wie man das militärisch machen könne. Das ist ein schwerer Vorwurf. Entgegen anderen Behauptungen sagte er, es seien seines Wissens nach keine Zivilisten mehr in Asovstal.

Verwundete in Asovstal

Kiew bietet an, die verwundeten Soldaten gegen russische Kriegsgefangene auszutauschen. Vize-Premierministerin Irina Vereshchuk sagte, es sei nicht möglich, die Soldaten in Asovstal militärisch zu befreien: „Die Verteidiger von Asowstal wollen sich nicht ergeben. Das verdient Respekt. Die Russen stimmen der ‚Extraktion‘ nicht zu.“ Extraktion bedeutet Evakuierung, daran hat Russland kein Interesse, weil es ein Exempel gegen Asow, für Moskau die Inkarnation des Nazitums, statuieren und wahrscheinlich kontrollieren will, wer sich neben den Soldaten und Kämpfern noch dort aufhält. Interessant ist aber auch, dass Vereshchuk die Verantwortung auf die Asow-Kämpfer schiebt, die sich nicht ergeben wollen. Kiew hat damit angeblich nichts zu tun. Selenskij hat Russland gedroht, dass es womöglich keine Verhandlungen mit Russland geben werde, wenn die Eingeschlossenen vernichtet würden.

Das Schicksal der Kämpfer in Asovstal könnte sich auf den Widerstandswillen der Ukrainer auswirken. Im Augenblick zeichnet sich wieder ein Riss zwischen den nationalistischen Freiwilligenverbänden und der Regierung in Kiew ab.  Der Berater des Leiters des Präsidialamtes Alexei Arestovich erklärte am Mittwoch, die Situation um Asovstal sei außer Kontrolle geraten. Er und seine Frau würden Todesdrohungen von Ehefrauen und Verwandten der Asow-Kämpfer erhalten: „Sie sagen, dass uns die Hinrichtung droht, sie werden mich, meine Frau und meine Kinder töten. Sie beschuldigen uns, Asow abgeschrieben zu haben.“ Dagegen würden die Familienangehörigen der auch in Asovstal eingeschlossenen Grenzschutzbeamten, Marinesoldaten oder Angehörige der Territorialverteidigung  dies nicht machen. Arestovich kritisierte nicht die Asow-Familienangehörigen, sondern diejenigen, die ihnen zu solchem Verhalten raten, was nur deutlich macht, dass natürlich hinter den Auftritten der Asow-Kämpfer und ihren Frauen eine inszenierte Medienkampagne steht, die seit Wochen Zug um Zug den Druck zu erhöhen sucht. Vorwürfe an das Büro des Präsidenten, nichts für die Rettung zu tun, seien „ein schmutziges politisches Spiel“.

Zuletzt hat Sergei Volynsky (Volyna), der Kommandeur der Marinebrigade, einen verzweifelten Hilferuf via Twitter an Elon Musk geschickt. Ohne Musks Starlink könnten die Eingeschlossenen nicht weiterhin ihre Botschaften und Videos an die Öffentlichkeit senden. Am 26. Februar hatte Musk verkündet: „Starlink service is now active in Ukraine. More terminals en route.“  Starlink hat dem ukrainischen Militär auch viele Vorteile gebracht, beispielsweise für den Einsatz von Drohnen. Die erforderliche Starlink-Ausrüstung für die Satellitenverbindung soll Asow in Asovstal mit einem Hubschrauber gebracht worden sein. Es ist also nicht ganz abwegig sich an Musk zu wenden, zumal er ein Oligarch ist, die in der Ukraine viel zu sagen haben.

Volyna versucht etwas plump, den Narzissmus von Musk zu wecken, um ihn dazu zu bringen, bei der Evakuierung zu helfen: „Man sagt, Sie kämen von einem anderen Planeten, um die Menschen zu lehren, an das Unmögliche zu glauben. Unsere Planeten liegen nahe beieinander, denn ich lebe dort, wo es fast unmöglich ist zu überleben. Hilf uns, aus Asowstal in ein vermittelndes Land zu kommen. Wenn nicht du, wer dann? Gib mir einen Tipp.“

Musk hat noch nicht darauf reagiert. Zuletzt hat er einen Artikel verlinkt, in dem es heißt, dass Starlink bislang den russischen Hacker- und Jamming-Angriffen standgehalten habe.

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9 Kommentare

  1. Es ist nicht nur Asow. Rechtsextreme Äusserungen und Taten gibt es von ukrainischer Seite Querbeet. Vielleicht muss deshalb darauf bestanden werden, dass Asow keine Nazis seien, weil man sonst die Debatte auch über den Rest der Bevölkerung führen müsste?

    Etwa die zahllosen Vorfälle, in denen angebliche „Plünderer“ in Selbstjustiz vom Mob gedemütigt werden, indem sie mit Plastikfolie öffentlich an Pfähle gefesselt werden, wobei man ihnen die Hosen herunter zieht und ihnen Schläge auf den nackten Po verabreicht.

    Präsident Selenskij himself postete neulich einen Kämpfer mit SS-Totenkopf, nachdem er zuvor bereits im griechischen Parlament, dass ihm einen Video-Auftritt gewährt hatte, für Empörung gesorgt hatte, indem er das Wort an Asow-Kämpfer weitergab.

    Oder Nachricht vom 14.06.2021:
    Ein SS-Mann der Division wurde in Kiew mit Präsidentschaftsehren begraben „Galicien“
    https://de.rua.gr/2021/06/14/ein-ss-mann-der-division-wurde-in-kiew-mit-praesidentschaftsehren-begraben-galicien/

    Oder jener Vorfall, beschrieben in einem Artikel von Juli 2020:
    „Noch skan­da­lö­ser war eine Szene, bei der die Vor­sit­zende des Sozi­al­aus­schus­ses der Rada Halyna Tret­ja­kowa von der „Min­der­wer­tig­keit“ der Kinder armer Ukrai­ner sprach. Sie hielt es zudem für eine gute Idee, Antrag­stel­ler von Sozi­al­hilfe zu ste­ri­li­sie­ren. Ihre Äuße­run­gen sorgten für einen media­len Auf­schrei. Ein Rück­tritt von Tret­ja­kowa ist dennoch nicht in Sicht.“
    https://ukraineverstehen.de/trubetskoy-scheitern-erneuerung-parlament/

    Man denke auch an den Protest aus dem ukrainischen Bildungsministerium, ukrainische Kinder gemeinsam mit deutschen nach deutschen Lehrplänen zu unterrichten. Die „nationale Identität“ der Kinder sei gefährdet.
    https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:Iwewn7IvresJ:https://checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/3mkTDHz3jsWaizElEqsF7Y

    Bereits 2018 gab es Kritik, da das Bildungsministerium Asow und dem Education Assembly von der Neo-Nazi-Organisation C14 Geld zur Durchführung von Jugendcamps gab.

    Der Bildungsminister von 2014 bis 2016 war Serhiy Kvit, Präsident der Kyiv-Mohyla Academy, und „guter Freund und Schwager“ von niemand geringerem als Dmytro Jarosch:

    Jarosch im Interview mit der ukrainischen Prawda über die Bedeutung von Bildung beim Rechten Sektor und Seriy Kvit:

    „- Haben Sie schon einmal Schulungen durchgeführt?

    – Also, 20 Jahre. Bei uns haben bereits viele Generationen gewechselt. Meine Kinder waren zu der Zeit noch klein, aber jetzt ist meine Tochter 20 Jahre alt und sie hat ihr ganzes Leben in Trident verbracht.

    Im Allgemeinen ist der Trident eine geordnete, funktionale Organisation. Wir haben drei konkrete Aufgaben: Propagierung der Ideologie des ukrainischen Nationalismus, wie sie von Stepan Bandera interpretiert wird; Erziehung der ukrainischen Jugend im Geiste des Patriotismus; und Aktivitäten zum Schutz der Nation, d.h. Schutz der Integrität und Unversehrtheit der ukrainischen Nation, unter allen Umständen und mit allen verfügbaren Methoden und Mitteln.

    Im Allgemeinen sind der ukrainische Nationalismus und die Bandera-Leute keine bösartigen und sadistischen Plebejer, sie sind Intellektuelle, Menschen, die schreiben, die gesehen werden, die nicht nur bei den Sicherheitskräften arbeiten. Trident ist eine Organisation, die bestimmte Ideen fördert.

    Wir sind keine politische Partei und Trident darf nicht einmal ein öffentliches Amt bekleiden.

    Zu den prominenten Vertretern von Trident gehört Serhiy Kvit, Präsident der Kyiv-Mohyla Academy, mein guter Freund und Schwager. Einst war er ein Zenturio in unserer Organisation. Oder Petro Ivanyshyn – Doktor der Philologie, Leiter des Lehrstuhls an der Pädagogischen Universität Drohobytschi, ebenfalls ein Zenturio.“

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
    https://www.pravda.com.ua/articles/2014/02/4/7012683/view_print/

    Seine Biografie auf linkedin lässt Kvits Einfluss auf Medien und Bildung erahnen:

    „Serhiy Kvit, an expert and a commentator on educational and media issues, currently is the president of the National University of Kyiv-Mohyla Academy and a professor at Kyiv-Mohyla School of Journalism.

    From 2002-to 2007, he was a Dean of the Faculty of Social Studies Faculty at the National University of Kyiv-Mohyla Academy. Serhiy Kvit founded the Kyiv-Mohyla School of Journalism in 2001 and became the president of the Media Reform Centre, set up to initiate open debate, and promote more transparent media and government. In 2005-2010, he was a Chairman of the Consortium of University Autonomy.

    He has been rector (president) of the National University of Kyiv-Mohyla Academy from 2007 until 2014. Serhiy Kvit occupied the position of the Minister of Education and Science of Ukraine in 2014-2016 when progressive Laws „On Higher Education“ (2014) and „On Scientific and Scientific-Technical Activity“ (On Science and Research, 2015) were adopted. In 2015, Serhiy Kvit signed an agreement that allowed Ukrainian scientists and businesses to fully participate in Horizon 2020 (H2020), the European Union’s flagship research program. He headed the National Agency for Higher Education Quality Assurance of Ukraine in 2019-2022.

    Dr. Kvit’s research focuses on educational and media reforms, mass communications, and philosophical hermeneutics; he has published several books and numerous articles. He has a Ph.D. from the Ukrainian Free University (Germany) and a doctorate in philology. He held a Fulbright scholarship at Ohio University and Stanford University, a Kennan Institute scholarship at the Woodrow Wilson International Centre in Washington, DC, and a DAAD (German Academic Exchange Service) scholarship at the University of Cologne.“

    https://ua.linkedin.com/in/serhiy-kvit-868a7453?original_referer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

    Und vielleicht liefert er die Antwort, warum Asow nicht kapitulieren darf?

    Serhiy Kvit: What is the Capitulation Resistance Movement and why does it matter? (May 8, 2020)

    „Of immediate concern was the surprising declaration by the new leaders of a heretofore unknown political force that their intention was to end Russia’s war against Ukraine immediately, yet without naming Russia as the aggressor state and refusing to articulate in public those national interests of Ukraine which are not negotiable and that they intended to defend.
    […]
    The Capitulation Resistance Movement launched its activities by organizing mass actions under the banner «No to Capitulation!” and rejecting official policy aimed at recognizing the aggressor country as a “partner”, legalizing the “Steinmeier’s formula,” withdrawing the Ukrainian troops from the front lines, and legitimizing Russian controlled terrorist organizations in the occupied territories of Donbas.“

    https://www.kyivpost.com/article/opinion/op-ed/serhiy-kvit-what-is-the-capitulation-resistance-movement-and-why-does-it-matter.html

    1. Also, meine Übersetzung oben, in der Jarosch Kvit als „Schwager“ bezeichnet, ist ungenau, es kann auch „Kollege“ oder „Bruder“ bedeuten.
      Kvits Frau heisst Tetiana und soll als PR-Managerin bei der Vereinigung Innovative Entwicklung der Ukraine arbeiten. https://my.ua/persons/sergii-kvit

    2. „Es ist nicht nur Asow. Rechtsextreme Äusserungen und Taten gibt es von ukrainischer Seite Querbeet. Vielleicht muss deshalb darauf bestanden werden, dass Asow keine Nazis seien, weil man sonst die Debatte auch über den Rest der Bevölkerung führen müsste? “

      Was sollte man von einem Land und dessen Bevölkerung halten, in dem am 01. Januar nicht Neujahr sondern offizieller Bandera-Gedenk- und Feiertag ist.

      Immerhin, falls das selbsternannte „Herrenvolk“ seine Beine in der EU und Deutschland tatsächlich auf den Boden bekommen sollte, wäre für die woken grün-alternativen Gender-PolitikerInnen und -Jubel-Journa(il)listInnen & Co. aber sowas von ganz schnell Schluss mit Lustig.

  2. Lieber Herr Rotzer,
    es ist keinesfalls „schleierhaft“, warum die „Verteidiger der europäischen Zivilisation“ Extraktion nicht in die Ukraine, sondern in ein Drittland fordern.
    Sondern es ist bekannt, dass das Verfahren der Extraktion grundsätzlich daraus besteht, dass ein Drittland, auf das die Kriegsparteien sich geeinigt haben, die betreffenden Soldaten in sein Staatsgebiet transportiert und die Garantie dafür übernimmt, dass sie bis Kriegsende nicht mehr ins Kriegsgebiet zurückkehren.

    https://english.nv.ua/amp/donbass-ukraine-mariupol-defenders-may-be-saved-with-a-third-country-extraction-50240403.html

    Die Phrase „Verteidigung der europäischen Zivilisation“ hat Asow wörtlich von den deutschen Nazis übernommen.
    Damals wurde deutschen Kindern in der HJ beigebracht, sie müssten die europäische Zivilisation gegen den Bolschewismus verteidigen.
    Auch Letzteres hat Asow übernommen und bringt Kindern in Ferienlagern z. B. bei, LGBT-Rechte seien bolschewistisch und würden die europäische Zivilisation schwächen.
    Verschiedene Videos und jede Menge Artikel über mehrere solcher Asow-Ferienlager haben westliche Medien von AP über NBC bis hin zur Daily Mail veröffentlicht.
    Darin sieht man neben zahlreichen Symbolen der deutschen Nazis auch einen modernen Sticker, auf dem eine weiße Bombe, die in eine Moschee einschlägt, abgebildet ist. Darunter steht: „Für ein weißes Europa“
    Und beim Training mit echten Maschinengewehren lernen schon Grundschulkinder dort „Wir zielen nie auf Menschen, sondern nur auf Russen“

    Wie würde man hier in Deutschland eine Organisation bezeichnen, wenn sie deutschen Kindern und Jugendlichen so etwas beibringt, z. B. es gäbe Nicht-Menschen, die aufgrund ihrer Ethnie zu töten seien?

    Laut Time Magazine war Asow schon vor Jahren im weltweiten Neonazi-Netzwerk führend, rekrutiert hauptsächlich via Facebook und verbirgt dabei seine Nazi-Ideologie nicht.
    Durch die jetzt eingetretene Verklärung Asows zu Helden im westlichen Mainstream dürften Neonazis in aller Welt Aufschwung bekommen, auch unsere hierzulande.

    In Berlin hat es bereits einen Brandanschlag auf russische Journalisten gegeben sowie eine Grabmal-Schändung mit „Death to all Russians“, was wörtlich von Asow übernommen worden ist.

    Ist es wirklich so belustigend, dass Russland Asow als Neonazis ansieht, oder könnte es damit vielleicht Recht haben?
    Könnte es vielleicht auch berechtigt sein, dass Russland die Kriegsverbrecher unter den Asow-Leuten nicht einfach abreisen lassen, sondern vor Gericht bringen will?

    1. Sorry, Tippfehler, ich meinte natürlich „Herr Rötzer“.
      Da muss auf meinem Handy das „ö“ zu „o“ umgesprungen sein.
      Das war echt keine Absicht!
      Nochmals, sorry!

  3. Peinliche Possen, größenwahnsinniger Neo-Nazis, die bei uns längst schon vor dem Richter stünden.

    Ja was nun? Der Papst wird von deren Tussis eingschaltet, wollen „Sonderbehandlung“, durch ein Drittland? Tja, vielleicht flattert ja einer der heroischen „Marvels“ herbei, Bat- oder Superman.

    Zugegeben: ich habe wieder einmal verweigert, den ganzen Text zu lesen – da ich vermute, den Rest, kann man sich ersparen.

    Ich warte aber auf einen Bürgerkrieg der „Nazis“, gegen die „Verräter“ in Kiew. Das hielte ich nicht für ganz ausgeschlossen. Uiii, dann wirds lustig: Die Polen wollen vom Kuchen mitnaschen, „Gemäßigte Kräfte“, gegen Nazis und Polen – Leute, das wäre doch wirklich geil, wenn Russland einfach nur noch zusehen müsste, wie sie sich selber aufreiben. Die Welt ist komplett gaga!!!!!

  4. Frage: Wie konnte man die Kriegsoption, die 2019 von der Rand Corp. in „Overextending and Unbalancing Russia“ garantieren.
    Antwort: Indem man dem nominalen Machthaber – also dem Präsidenten – einen irregulären Machtfaktor an die Seite stellte, der seinerseits den Krieg wollte und jederzeit einen widerspenstigen Präsidenten zur Räson bringen konnte.
    Und darum wundert mich nicht, wenn in dieser Weise, wie hier beschrieben, mal wieder höchste Beamte bedroht werden.

    Ausserdem würde ich mal gerne wissen, wie es in dieser Ukraine nach dem Krieg weiter gehen soll. Meine Information zu Asow und Co ist, dass sie gar nicht in die Gefechte auf dem Schlachtfeld beteiligt sind. Dort trifft es die reguläre Armee, die auch einen Machtfaktor darstellt – jedenfalls solange sie dann noch existiert.

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