AKW Saporischschja und die Eskalation des Kriegs

Ukrainisches Propagandabild

Das von russischen Truppen besetzte AKW dient allen Seiten als Bedrohungspotential. John Mearsheimer warnt, dass Russland bei einem von ukrainischer Seite verursachten Schaden auch ein europäisches AKW angreifen könnte. Politiker sehen bei  einem Austritt von Radioaktivität Artikel 5 der Nato in Kraft treten.

 

Im Augenblick wird sowohl von Russland als auch von der Ukraine die Sicherheit des von russischen Truppen besetzten AKW Saporischschja hochgespielt – mit 6 Reaktoren das größte AKW Europas, das ausgerechnet an der Front liegt. Es fliegen Granaten, Drohnen und Raketen, jede Seite beschuldigt die andere der „nuklearen Erpressung“ oder des „nuklearen Terrorismus“ und des gefährlichen Spiels durch eine Beschädigung der Reaktoren, der Kühlsysteme oder der Brennstäbe-Lager. Beide Seiten hatten auch schon mal davor gewarnt, dass die jeweils andere Seite am vergangenen Freitag einen False-Flag-Angriff planen würden, was aber nicht geschehen ist. Nach Behauptung von Wladimir Rogow vom Verwaltungsrat habe man eine für den Freitag geplante Provokation verhindern können. Vor allem Kiew will damit die Weltöffentlichkeit gegen den „terroristischen Staat“ hinter sich bringen, da es um die globale Sicherheit gehe.

 

Beschädigt wurde bereits eine Hochstromleitung, zwei Reaktoren mussten angeblich abgeschaltet werden. Gefährlich wäre, wenn das Kühlsystem ausfallen würde oder alle Reaktoren heruntergefahren werden, da diese zur Kühlung weiterhin viel Strom benötigen. Generatoren könnten wohl nur ein begrenzte Zeit dann eine Kernschmelze verhindern. Unklar ist überdies, wie viel ukrainisches Personal noch im AKW und unter welchen Bedingungen arbeitet.  Bei den Atomunfällen in Harrisburg oder Tschernobyl waren Fehler des Personals entscheidend. Vermutlich wird Russland aber auch Rosatom-Angestellte ins AKW geschickt haben, um sich nicht nur auf das ukrainische Personal verlassen zu müssen. Unmittelbar gefährdet wären aber, wenn es zu einem Austritt von Radioaktivität käme, vor allem Teile der ukrainischen und russischen Bevölkerung.

Unterstützer der Ukraine haben das Thema der nuklearen Gefährdung aufgegriffen. Während von der UN und von westlichen Staaten gefordert wird, dass Russland die Soldaten abzieht und dass eine demilitarisierte Zone um das AKW eingerichtet wird, gehen einzelne Politiker weiter. Tobias Ellwood, ein Tory-Abgeordneter aus Großbritannien und der Vorsitzende des  Verteidigungsausschusses, meint, dass „jede absichtliche Beschädigung, die einen potentiellen Radioaktivitätsaustritt bei einem ukrainischen Reaktor verursacht, eine Verletzung von Artikel 5 der Nato ist“. In Artikel 5 ist allerdings die Rede von einem „bewaffneten Angriff“ auf ein Mitgliedsland. Ellwood schrieb dies als Kommentar eines Artikels in der Time, der nur die ukrainische Version aufgriff, dass Russland einen False-Flag-Angriff plane.

Der republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger stellte sich hinter Ellwood und schrieb, seine Position sei „hunderprozentig richtig“, mit dieser Androhung könne man dies verhindern (was der Ukraine die Möglichkeit böte, die Nato in den Krieg zu ziehen). Und er versicherte: „Das steht ganz außer Debatte. Jeder Leak wird Menschen in Nato-Ländern töten. Das ist ein automatischer Artikel 5.“ Der ukrainische Kraftwerksbetreiber Energoatom hat die  Aussagen von Ellwood und Kinzinger auf Telegram verbreitet.

Spiel mit dem Feuer

John Mearsheimer ist in seinem kürzlich in Foreign Affairs erschienen Artikel „Playing with Fire“ darauf eingegangen, warum der Ukraine-Konflikt derzeit kaum beendbar erscheint und schnell in einen großen Krieg oder einen Atomkrieg eskalieren könnte. Sowohl Russland als auch die Ukraine und die USA setzen auf Sieg und dürften eine Niederlage mit allen Kräften vermeiden wollen. Das lasse „wenig Raum für einen Kompromiss“. Westliche Politiker würden glauben, dass nach einem längeren Krieg Russland schließlich ein Friedensabkommen  schließen werde, das zugunsten der Ukraine und dem Westen ausfalle. Grundsätzlich herrsche die Meinung vor, dass ein „eine katastrophale Eskalation“ vermieden werden könne. Das Risiko sei aber weitaus größer, als angenommen.

Gerade hatten auch amerikanische Ex-Militärs- und Diplomaten gefordert, die Ukraine, um einen Sieg über Russland zu erreichen, schneller und stärker, etwa auch mit weitreichenden HIMARS-Raketen, aufzurüsten.  Sie warfen der US-Regierung vor, zu ängstlich zu sein, weil diese vermeiden will, in den Krieg hineingezogen zu werden oder dass es zu einem Atomkrieg kommt.

Als ein mögliches Szenario sieht Mearsheimer auch einen Konflikt um das AKW Saporischschja. Er geht davon aus, dass das AKW bei Kämpfen durch die ukrainischen Truppen so beschädigt wird, dass Radioaktivität austritt und dazu bringt, darauf zu reagieren. Er zitiert den früheren Präsidenten Medwedew, der vor kurzem ziemlich deutlich warnte, wie Russland antworten könnte: „Man darf nicht vergessen, dass es auch nukleare Orte in der EU gibt. Und dort sind Vorfälle genauso möglich.“ Wenn Russland, so Mearsheimer, einen europäischen Reaktor angreifen sollte, würden die USA „fast sicher“ in den Krieg eintreten, allerdings nicht in einen Atomkrieg.

Bislang sei Russland zurückhaltend gewesen und hat den Krieg nicht eskalieren lassen, so Mearsheimer. Sollte die Nato in den Krieg einsteigen und  Russland eine Niederlage kommen sehen, könne dies dazu führen, auch Atomwaffen einzusetzen, zumindest demonstrative Angriffe zu machen, um den Westen abzuschrecken. Die Wahrscheinlichkeit sei größer, dass Russland Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen würde, wenn diese einem militärischen Sieg näherkomme. Washington würde deswegen keinen Atomkrieg beginnen. Es könnte auch sein, wenn Russland verzweifelt einen langen und kostspieligen Krieg mit einer nuklearen Eskalation beenden wolle, um einen Sieg zu erreichen.

Erneuter Beschuss

Noch sind diese Szenarien weit entfernt, auch wenn manche Politiker wie die oben genannten die kritische Situation um das AKW ausnützen wollen, um eine Eskalation vorzubereiten. Offenbar gab es einen erneuten Beschuss in der Nähe des AKW. So berichtet Ria Novosti, ein Vertreter der lokalen Regierung habe gesagt, ukrainische Truppen würden von der anderen Seite des Dnepr mit Artillerie das Gelände des AKW beschießen. Dazu seien auch westliche Langstreckenwaffen verwendet worden. „Kritische Anlagen“ seien nicht beschädigt worden. Zudem seien Vororte von Enorgodar beschossen worden.

Das ukrainische Verteidigungsministerium warnt, dass Russland sich darauf vorbereite, demnächst das AKW vom ukrainischen Netz abzukoppeln und an das russische anzuschließen. So sei das Wochenende eines Teils des ukrainischen Personals verlängert worden, während Rosatom-Mitarbeiter ins Werk gekommen seien. Eine Abkoppelung habe zur Folge, dass das AKW eine Zeitlang ohne Stromversorgung sei, die dann von Generatoren geleistet werden muss. Nach dem ukrainischen Geheimdienst könne dies eine potenzielle Gefahr verursachen, „weil die Wahrscheinlichkeit kritischer Situationen zunimmt, was anscheinend das Hauptziel der vorsätzlichen Aktionen der russischen Invasoren in der ukrainischen Atomanlage ist“, so die Nachrichtenagentur Ukrinform. Wer von den Mitarbeiter an „prorassistischen“ Aufnahmen für russische Fernsehsender mitgewirkt hat, wird wegen Hochverrat und Kollaboration entlassen, so Energeatom.

Zu dem angeblichen Beschuss des AKW Saporischschja liest man noch nichts auf ukrainischer Seite. Aber dort heißt es, russische Truppen hätten mit einer Rakete die südukrainische Stadt Wosnessensk angegriffen, die 30 km entfernt vom zweitgrößten ukrainischen AKW liegt. Es seien neun Zivilisten verletzt worden. Die relative Nähe zum AKW wird in ukrainischen Medien nicht erwähnt, aber von der tagesschau in Bezug auf Reuters.

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51 Kommentare

  1. Auch Mearsheimer schwafelt viel, wenn der Tag lang ist. Weder er, noch Rötzer scheinen sich je die Mühe zu machen, sich zu informieren, was an den gut 2’000 Kilometer Front so läuft. Zwar läuft es zäh für die Russen, weil das hauptsächlich im Fokus stehende Donetzk in acht Jahren von den Ukrainern extrem befestigt wurde. Dennoch werden jeden Tag weitere Quadratkilometer durch die Russen erobert. Gleichzeitig werden durch Lenkwaffen tagtäglich vier bis sechs ukrainische Einheiten angegriffen, wobei es jedes Mal eine Unzahl Tote gibt. Sowohl im Süden wie auch im Norden der Front greifen die Russen an, während die Ukrainer kaum eine Gelegenheit dazu bekommen. Ihre Verluste sind riesig, die Moral entsprechend und Desertionen wahrscheinlich nicht nur in russischen Tagesberichten an der Tagesordnung. Wer will schon als Kanonenfutter enden? HIMARs und Drohnen können der russischen Seite zwar durchaus empfindliche Verluste beibringen, die keine Luftabwehr der Welt komplett verhindern kann, aber am Kriegsverlauf ändert das nichts. Spätestens in ein paar Monaten werden die Angreifer die Verteidigungslinien im Donbass endgültig durchbrochen haben, dann kommt weit weniger dicht bevölkertes und verteidigtes Gebiet.

    Wenn also jemand Grund zur Verzweiflung hat, dann die ukrainische Führung und ihre westlichen Ermöglicher. Entsprechend ist es diese Seite, die stets weiter eskaliert und zu kriminellen Mitteln greift, wie den Beschuss eines aktiven AKWs. Es ist der Gipfel der Perfidie und Verlogenheit, wenn Briten, die federführend an den Eskalationsschritten beteiligt sind, die Russen für etwas verantwortlich machen, das ihnen nur schadet und an dem sie logischerweise nicht das geringste Interesse haben können. Die Briten, die sich schon vorbereitend mit den unsäglichen Skripal-Märchen hervorgetan haben, äussern auch sonst eine tägliche Ration an nachprüfbaren Unsinn, seit mindestens vier Monaten behaupten sie etwa, Russland gingen die Waffen aus. Die Wirklichkeit zeigt das Gegenteil, die Angriffskadenz hat in den vergangenen zwei Wochen weiter zugenommen, während der von ihnen ebenfalls seit Monaten angekündigte ukrainische Angriff im Süden auf den Sanktnimmerleinstag verschoben ist.

    In den westlichen Medien wird der eigentliche Kriegsverlauf so gut wie komplett ausgeblendet, nur die Karten im Internet, inklusive denjenigen aus westlicher Seite zeigen cum grano salis die Realität. Aber weder Mearsheimer noch Rötzer scheinen sich dafür zu interessieren. Stattdessen von Rötzer im Tagesrhythmus ausgebreitete ukrainische Propaganda, neuerdings illustriert mit passend aufbereitetem Bildmaterial.

    Das AKW ist Ablenkung, die Sabotageakte auf der Krim sollen den Schein von Erfolgen evozieren. Kriege aber gewinnt man nicht mit Fernwaffen, sondern mit Soldaten am Boden, die Haus um Haus erobern. Zwar treibt jedes in die Luft gesprengte Munitionslager – die vielen ukrainischen, die dasselbe Schicksal erleiden, werden totgeschwiegen – den Kriegspreis für Russland hoch, da aber auch die Exporteinnahmen trotz, z. T. wegen des westlichen Wirtschaftskrieges massiv gestiegen sind, ist das kein Problem, im Gegensatz zum deindustrialisierten Westen sind die russischen Produktionskapazitäten sehr hoch und Russland voll von Rohstoffen – bekanntlich ein Grund für westliche Begierden.

    Immer noch warte ich auf eine unmissverständliche Verurteilung des AKW-Beschusses, aber dafür muss man sich zuerst vom bequemen Agnostizismus verabschieden. Es ist ein Armutszeugnis.

    1. Hi Pnyx,

      sehe es genau so wie du.

      Die russische Armee kämpft erst mit 15 maximal 20% und hat kaum ihre modernsten Waffen im Einsatz.

      Der langsame stetige Verlauf blutet die Ukraine finanzielle und menschlich (LEIDER!!) aus und den Westen finanzielle und militärtechnisch.

      Das Eskalationspotential liegt bei den Russen. Und bis jetzt schont der Russe vor allem die ukrainische Bevölkerung. Ich hoffe, dass das auch in Kiew, Lemberg usw. ankommt.

      Angeblich haben Leute von den „Kraken“ 100 ukrainische Soldaten standrechtlich erschossen, weil sie die Frontlinie verlassen hatten.

    2. „In den westlichen Medien wird der eigentliche Kriegsverlauf so gut wie komplett ausgeblendet, nur die Karten im Internet, inklusive denjenigen aus westlicher Seite zeigen cum grano salis die Realität.“

      Und bei einem Blick auf diese Karten könnte man bei NATOs und in Kiew auf die Idee kommen, mit vergleichsweise geringem Aufwand und Kosten einen vergleichsweise spektakulären „Sieg“ über Russland einzufahren. Hat man nicht gerade unter UK-Leitung Spezialkräfte ausgebildet, die auf bestimmte Sondereinsätze warten?

      Wie wäre es mit einem kleinen „Blitzkrieg“ in Transnistrien, das derzeit kaum wirkungsvoll zu verteidigen wäre.
      Außerdem gibt es dort ein riesiges Lagerhaus mit Waffen und Munition aus Sowjetzeiten, und man könnte damit die zurückgehenden Lieferungen aus dem Westen ausgleichen.

      Unter dem Jubel der „freien Welt“ könnte man Transnistrien unter die Aufsicht „internationaler Friedenstruppen“ stellen, um dann zu gegebener Zeit die „territoriale Integrität“ von Moldavien wieder herzustellen, EU und NATO-Anwartschaft inklusive (wenn nicht sogar Anschluß an Rumänien).

      Ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß man mangels besserer Siegesaussichten auf so eine Idee kommt.

    3. Hallo Pnyx,

      klasse fundierter Kommentar.
      Es ist zum Heulen wie hier in Deutschland die Medien Kriegshetze betreiben.

      Habe selbst Bekannte aus der Ukraine und die schütteln nur den Kopf über die verlogene Berichterstattung in Deutschland seit dem Maidan 2014.

  2. Da las ich gerade beim deutschen saker
    Quelle
    https://www.vineyardsaker.de/2022/08/16/dies-und-das-der-drache-verreckt-endlich/#comment-111703
    Quote
    MOSKAU: UKRAINE SETZTE CHEMISCHE GIFTSTOFFE GEGEN RUSSISCHES MILITÄR EIN
    Die Ukraine hat nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums im Gebiet Saporoschje giftige Substanzen gegen das russische Militär eingesetzt:

    „Vor dem Hintergrund der militärischen Niederlagen im Donbass und in anderen Gebieten sanktionierte das Selenskij-Regime terroristische Akte, bei denen chemische Giftstoffe gegen russische Soldaten und Zivilisten eingesetzt wurden. Am 31. Juli wurden russische Soldaten, die in der Nähe des Dorfes Wassiljewka im Gebiet Saporoschje im Einsatz waren, mit Anzeichen einer schweren Vergiftung in ein Militärkrankenhaus gebracht.“

    Bei Untersuchungen sei der giftige Stoff Botulinumtoxin Typ B gefunden worden. Spezialisten hätten das in einer weiteren Analyse bestätigt.

    Moskau bereitet aktuell Dokumente vor, die den Akt des chemischen Terrorismus durch die Ukraine bestätigen und die in Kürze an die OPCW geschickt werden sollen.

    Quelle: Roter Oktober
    Unquote

    1. Oder die haben Gammelfleisch gegessen. Komm mal wieder runter von deinem spekulativen Vorwurfsturm.
      Aber sollten doch die U. das Kunststück fertig gebracht haben r. Soldaten zu vergiften, dann haben sie eben vom Besten gelernt.
      Vom Zaren Vladimir.
      Und die russ. Armee muss sich warm anziehen.

      1. Hi Ottono,

        nur weil es nicht in Ihren monotonen Zeitungswald verkündet wird, kann es so etwas trotzdem geben.

        Und die russische Armee ist für Winterkämpfe super vorbereitet. Die hatten Dank der europäischen Aggressionspolitik schon seit mehreren Jahrhunderten reichlich Möglichkeiten zu üben und sind immer als Sieger aus den russischen Winter hervor gegangen.

          1. Die ukrainischen „Verteidiger des Vaterlands“ von OUN und UPA waren da auch mit von der Partie, auf der Seite der Nazis, und die „Helden der Ukraine“ Bandera, Stetko, Melnik und Schuchtjewitsch ganz besonders. Bandera hat in seiner Schrift „Kämpfe und Aktivitäten“ vom Mai 1941 postuliert, dass Polen, Russen und Juden vernichtet werden müssen, und am 29. und 30. Juni die Massenmorde in Lemberg aus dem Cholmer Gebiet im „Generalgouvernement“ in Kontakt mit Stetko koordiniert. Schuchtjewitsch hat mit NS-Polizeibataillonen in der „Bandenbekämpfung“ in Weissrussland Ortschaften niedergebrannt, mit den Menschen drin, oder sie erschossen und aufgehängt. Melnik hat den Genozid an Polen in Wolhynien geleitet.

            Das Andenken der ukrainischen Soldaten der Roten Armee wird in Deiner Ukraine geschändet, die Veteranen werden von Asownazis schikaniert und angegriffen, die Denkmäler zerstört. Ihre Befreiungstat wird als „Okkupation“ verleumdet.

            1. Aqua, ich hab‘s doch kapiert. Alle Ukrainer sind Nazis, alle Russen Befreier.
              Leider passiert es den Befreiern aber trotzdem, dass sie in einen fremden Land das sie überfallen.. nein betreten haben, zu Tode kommen, aus den unterschiedlichsten Gründen.
              Das sie darüber auch noch Klage erheben ist nicht üblich im Völkerrecht.
              Fehlt noch, dass der Soldat der die Waschmaschine befreit hat und sich dabei einen Bruch hob, über die ukrainische BG abgerechnet wird.
              Falls ihr es vergessen habt, da unten herrscht Krieg und ihr macht ein Fass auf wegen ein paar versch… Unterhosen.

              1. Über „Die Ukraine“ zu reden ist sehr vereinfacht.

                Es gibt „Ukrainischstämmige“ (eher im Nordwesten) und „Russischsstämmige“ bzw. Russischsprachige (eher im Südosten, besonders auf der Krim). Wer sich die historische Entwicklung des Gebiets der Ukraine in den letzten 200 Jahren anschaut versteht, dass dieser Staat nicht homogen ist.

                Genauso wie in Polen, Deutschland, USA, Frankreich … usw. (so gut wie jedem „Teilnehmer“ des 2. Weltkriegs) gibt es Nazis und Antisemiten in unterschiedlicher Häufigkeit und publizistischer Wirksamkeit (um es vorsichtig zu formulieren), auch in der Ukraine. Genauso gab es vor 20 Jahren unter den Muslimen Radikale (Terroristen als Minderheit) und ganz viele normale Menschen mit Familien, die keine Konflikte wollen, sondern leben wollen, dann kam der 9/11 und der „War against torror“ und Muslime waren „alle“ böse. Jetzt sind „alle“ Russen böse. Bald sind (alle armen jetzt unterdrückten) Chinesen böse.
                Ich kenne wenige Muslime, Russen, Chinesen persönlich, die sind alle nicht böse. Ich kenne wenige Amerikaner persönlich, die ich kenne sind auch nicht böse. Warum passiert all dieser Scheiß? Geht es wirklich nur um Macht, Geld, Egoismus von den Machthabern wie in den Kriegen der Fürsten und Kolonialherren vor einigen hundert Jahren (Waffen, Öl, Politischen Kindergarten für Erwachsene), womit diese Welt zugrunde gerichtet wird?

                Um zu einem Kommentar von mir auf einen anderen Artikel Bezug zu nehmen: In der Evolution gewinnt nicht das Bessere, sondern das Mächtigere.

                Ich hoffe das beste für uns alle aber befürchte das Schlimmste.

              2. Nein, es sind nicht alle Ukrainer Nazis, aber die ukrainischen Nazis haben die Macht. Und kapiert hast Du nichts. Und Du leugnest die Geschichte genau wie die Banderafaschisten und andere Holocaustleugner und Nazifans. Sicher ist es Dir peinlich, deshalb pöbelst Du.

                Es beschwert sich auch niemand über Kämpfe, sondern über Kriegsverbrechen und ständige Verstösse gegen das Kriegsvölkerrecht. Ich habe über die Berichte über den Chemiewaffenangriff keine weitergehenden Informationen, Du auch nicht, aber Du höhnst und pöbelst. Die Kinder, denen in Donezk die Beine abgerissen wurden durch die ukrainischen Antipersonenminen, sind Dir ebenfalls egal. Ekelhaft.

              3. Hi Ottono,

                Vergleichen wir doch einfach mal!

                hier die gute USA – Irakkrieg (völkerrechtlich einwandfrei, weil böse Massenvernichtungswaffen dort, Genozid gegen Kurden und Hussein = Hitler)

                Konservativ geschätzt 500ooo Tote ca. 90% Zivilisten also 450ooo tote Zivilisten
                Quelle: Süddeutsche Zeitung und versicherungsbote.de (1, 2 )

                Böse Russe führt in der Ukraine einen Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung. Das ist doch unbestritten, deshalb gibt es doch soooooooo viele zivile Opfer, oder nicht Ottono?

                Ukraine: Aktualisierung der Zahl der zivilen Opfer 15. August 2022

                Datum: 15. August 2022

                Vom 24. Februar 2022, dem Beginn des bewaffneten Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine, bis zum 14. August 2022 verzeichnete das Büro des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) 13.212 zivile Opfer im Lande: 5.514 Tote und 7.698 Verletzte. Dazu gehören:

                insgesamt 5.514 Tote (2.125 Männer, 1.451 Frauen, 147 Mädchen und 170 Jungen sowie 39 Kinder und 1.582 Erwachsene, deren Geschlecht noch unbekannt ist)
                insgesamt 7.698 Verletzte (1.560 Männer, 1.149 Frauen, 164 Mädchen und 231 Jungen, sowie 200 Kinder und 4.394 Erwachsene, deren Geschlecht noch nicht bekannt ist)

                In anderen Regionen der Ukraine (die Stadt Kiew sowie die Regionen Tscherkassy, Tschernihiw, Iwano-Frankiwsk, Charkiw, Cherson, Kirowohrad, Kiew, Mykolajiw, Odesa, Sumy, Saporischschja, Dnipropetrowsk, Poltawa, Riwne, Ternopil, Winnyzja, Wolyn und Schytomyr), die zum Zeitpunkt der Opfer unter Kontrolle der Regierung standen: 5.726 Todesopfer (2.241 Tote und 3.485 Verletzte)

                In den von der Regierung kontrollierten Gebieten: 6.064 Tote (2.984 Tote und 3.080 Verletzte)

                In den Regionen Donezk und Luhansk: 7.486 Tote (3.273 Tote und 4.213 Verletzte)

                Auf dem von den russischen Streitkräften und mit ihnen verbundenen bewaffneten Gruppen kontrollierten Gebiet: 1.422 Tote (289 Tote und 1.133 Verletzte)

                Der Russe hat also ca. 5520 + 2240 + 3000 = 10760 tote Zivilisten verursacht
                und die Ukrainer in ihrer angeblich so geliebten eigenen Bevölkerung ca. 3270 + 290 = 3560 Tote.

                Quelle: OHCHR, UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine (HRMMU) (3)

                Bis jetzt hat der Krieg etwas über 14300 tote Zivilisten gefordert.

                Ca. 11ooo Tote durch RF
                Da sieht man den deutlichen Unterschied in der Kriegsführung USA gegen RF. Die USA bomben mit ihren Flugzeugen alles platt, ohne Rücksicht auf zivile Menschen und Infrastruktur.
                Die russische Armee beschießt vor allem militärische Ziele. Da diese oftmals wie „Haus der Offiziere“ im Znetren von Städten stehen, kommen auch zivile Opfer vor. Ausserdem nutzen die ukrainischen Militärs Zivilisten als Schutzschilder, wie AI zu berichten wußte.

                Glaubst du, lieber Ottono, dass wenn die Amerikaner die Ukraine überfallen hätten, dass dann noch Wasser, Strom, Telekommunikation funktionieren würde? Das während ein von der USA geführten Krieg ein ausländischer Politiker hätte nach Kiew reisen können? Führt der Russe ein Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung oder gegen die ukrainische Regierung, welche einen Stellvertreterkrieg für die USA führt?

                Ich hoffe, ich habe dir, lieber Ottono, nicht zu viele Fragen gestellt.

                Links im nächsten Kommentar, damit du meine Zahlen auch überprüfen kannst.

                1. Quellen:

                  (1) https://www.sueddeutsche.de/politik/us-studie-500-000-iraker-starben-im-irak-krieg-1.1795930
                  (2) https://www.versicherungsbote.de/id/4796819/Krieg-Opfer-90-Prozent-Zivilisten-Irak-Afghanistan/
                  (3) https://www.ohchr.org/en/news/2022/08/ukraine-civilian-casualty-update-15-august-2022

                  Übrigens sind bei den Toten nicht die über 14ooo Opfer dabei, die dieser von der ukrainischen Regierungen und den CIA-Chef Brennan ausgelöste Krieg bis zum Kriegseintritt der Russen auf Grund der UN-Charta Art. 51 gefordert haben. ( https://de.wikipedia.org/wiki/John_O._Brennan )

                  Es ist eine Tatsache, keine Analyse, nicht einmal eine Meinung – die seit 1945 von den Vereinigten Staaten vorangetriebene „freie und offene internationale Ordnung“ hat weltweit 20 bis 30 Millionen Menschen das Leben gekostet. Kein Präsident, welcher auch immer, hat es geschafft, den Rhythmus dieser Tötungsmaschine zu verlangsamen. ( https://www.voltairenet.org/article204026.html )

                  Zwischen 1945 und 2001 habe es weltweit 248 bewaffnete Konflikte in 153 Ländern gegeben – darunter 201 mit amerikanischer Beteiligung ( https://www.versicherungsbote.de/id/4796819/Krieg-Opfer-90-Prozent-Zivilisten-Irak-Afghanistan/ )

                  1. Caren Miosga, Marietta Slomka, Claus Kleber und Co. informieren uns also doch korrekt, die Russen sind zu blöde Krieg zu führen. Wenn man das bei ca. 11000 Toten Zivilisten in einem halben Jahr als Krieg überhaupt bezeichnen kann.
                    Dummerweise hat Schoigu auch keinen guten Draht mehr ins Pentagon, um sich mal ein paar Tricks verraten zu lassen, wie man richtig Krieg führt, um die halbe Millionen Kinder, Frauen und Männer militärisch korrekt zu ermorden.
                    Etwas besser machen es unsere ukrainischen Freunde mit ca. 14000 Toten im Donbas. Aber dafür brauchen die Kiewer Militärs mit ihren Freunden „Rechter Sektor“, ASOV, Kraken und Co. 8 Jahre. Damit das ukrainische zu seinem amerikanischen Brudervolk aufschließen kann, ist so ein Beschuss eines KKW schon mal ein guter Versuch. Außerdem bringt so einen Erschießungskommando im Stile von Banderas mit 100 Toten durch die Kraken auch ein paar Punkte in Washington. Das sollen sich das zwangsverpflichtete Kanonenfutter merken, wenn der Russe sie ncht tötet auf Grund der militärischen Glanzleistung des ukrainischen Militärstabes machen es eben die Henker mit den hübschen Tatoos.

                    ISakasmus für heute beendet

                    1. In Moskau werden jetzt schon die rechtsextremen Dugins auf’s Korn genommen. Angeblich von der Ukraine. Aber das sind doch die Faschisten!?
                      Dann töten jetzt Faschisten andere Faschisten.
                      Gibt es gute (russische) Faschisten und schlechte (ukrainische) Faschisten?
                      Und ist nicht jeder tote Faschist ein guter Faschist?
                      Fragen über Fragen die die Oskars und die Aquas dieser Welt sicher beantworten können.

                    2. Hi Ottono,

                      dass wurde Ihnen also auch gleich im ersten Seminar des Young Global Leaders Programms beigebracht, unangenehme Fragen einfach zu übergehem, eine Absetzbewegung starten und mit einer angeblichen Gegenfrage kontern.

                      Genau so machen Diskussionen keinen Sinn, weil Sie von Ihnen zu einer Propagandashow abdisqualifiziert werden soll.

      1. Tach oskarwagenrecht,
        um die zwei Organisationen ist das nicht weiter tragisch, tragisch ist wenn Chemische bzw. Biologische Elemente zum tragen kommen. Gerade finden die internationalen Militärspiele (Grotesk) statt und nebenbei auch eine Messe. Kinshal/Tzirkon sollen in Massen produziert werden, das könnte bedeuten gute Verkäufe oder eben gezielte Einsätze für strategische Ziele.
        Falls Interesse besteht zum Fall Novischok, empfehle ich JohnHelmerpunktnet. Er schreibt über die Transparenz der Vorzeigedemokratie UK.

        1. UK ist schon lange tot.

          Sie möchte bloß groß sein, deshalb gibt es dort solche „mächtigen“, „unabhängigen“ Wahrheitsfinder wie Bellingcat.

          „Wo Bellingcat drauf steht, ist Lüge drin!“

          Hi PRO1,

          du schreibst, dass es um die beiden nicht tragisch ist. Da hast du irgendwie schon bei den beiden recht. Aber irgend wann gibt es Verhandlungen. Irgend wann gibt es Vereinbarungen. Diese Vereinbarungen müssen eine Instanz der glaubwürdigen Kontrolle haben. Das hätte ganz früher OSZE, OPCW und andere sein können. Aber heute ist alles vom Westen unterwandert, AI tot, IRK tot, Ärzte ohne Grenzen tot. Es gibt nichts mehr. Dank des Westens!!

  3. Militärtechnisch ist man leider auf russischer Seite nicht in der Lage zeitnahe und sichere Ortungsdaten der gegnerischen Artillerie so effizient zur Verfügung zu haben, sodass man solche Stellungen umgehend sofort ausschalten kann. – Dieser Mangel macht diesen Krieg u.a. so mühsam und auch langwierig.

  4. Wieder eine der seltsamen Analysen Rötzers. Wohl aus Opportunismusgründen spricht er den idiotischen Behauptungen der Ukraine über den angeblichen Beschuß des AKW eine gewisse Berechtigung zu. Tenor: Nichts genaues weiß man nicht, bin ja nicht vor Ort. Er ist immer nie vor Ort, bei fast allem Geschehen. So dürfte er eigentlich zu nichts eine Aussage treffen.
    Aber warum schreibt er dann überhaupt?

  5. Qualitative Verschlechterung der Berichterstattung zur Ukraine
    Nachstehender Bericht erläutert einigermaßen nachvollziehbar, dass der Beschuss der AKW-Anlagen ukrainischen Ursprungs sein müssen. Auch wird versucht zu beleuchten, wie die teils abenteuerlichen Unterstellungen, die russischen Truppen würden ein von ihnen gehaltenes Objekt angreifen, konstruiert werden.
    Offen ist das personelle Problem des AKWs, da die ukrainischen Mitarbeiter vielfachem Druck bis hin zum Kollaborationsvorwurf ausgesetzt sind.
    https://www.moonofalabama.org/2022/08/quality-of-ukraine-reporting-continues-to-deteriorate.html#more

  6. @Pnyx
    Halten wir also fest: „Mearsheimer schwafelt viel“ – „Weder er, noch Rötzer scheinen sich je die Mühe zu machen, sich zu informieren“
    „Schlingel“ und „Agnostiker“ Rötzer verbreitet „im Tagesrhythmus ausgebreitete ukrainische Propaganda“.

    @OberstMeyer
    „Er (Rötzer) ist immer nie vor Ort, bei fast allem Geschehen. So dürfte er eigentlich zu nichts eine Aussage treffen. Aber warum schreibt er dann überhaupt?“

    Fazit: Pnyx ist IMMER vor Ort! Um 3:34 Uhr sogar (wenn „brave“ Leser schlafen). Wäre es also nicht konsequent, wenn Pnyx hier übernehmen würde? Rötzer könnte dann ja spazieren gehen oder Kreuzworträtsel lösen oder……
    Pnyx soll doch den Lesern und Herrn Rötzer mal erklären, warum er immer alles weiß und wer diese Wahrheiten verbreitet, die er hier wiederkäut…
    Leute, die immer alles wissen sind mir eher unsympathisch. Wohlwollend ausgedrückt! So, und jetzt macht mich meinetwegen „fertig“….!

    1. Ich mache niemanden ‚fertig‘, verehrter Gaukler. Nur zwei Tipps: Denken Sie einmal darüber nach, warum jemand um 03:34 deutsche Zeit munter und wach sein könnte. Und wichtiger noch, versuchen Sie es mit konkret-sachlichen Argumenten, die meinen von Ihnen zitierten, zugegeben recht apodiktisch formulierten Aussagen, widersprechen würden. Ich habe übrigens noch einen Link zu einem Artikel von Gilbert Doctorow gepostet, ein ausgewiesener Fachmann und Russland-Experte aus den usa, der ziemlich präzis und detailliert dasselbe sagt wie ich.

  7. AWer ein Komplement, eine Ergänzung, kennt, wird in der Lage sein, die Beiträge von Herrn Rötzer dementsprechend zu deuten.
    Es ist ja nicht so, dass seine Beiträge keine klaren Aussagen kennen. Die politische Korrektheit gebietet aber auch heutzutage, mit ergänzenden Gedankenkonstruktionen Leerstellen zu füllen, wo zwar eigentlich keine sind, aber der Eindruck vermittelt wird, auch Dummbumsern im neuronalen Netzwerk Genüge getan zu haben.
    Bisher ist mir keine Kommentierung in den Massenmedien bekannt, in welcher Selenskijs Logik, Russland/Putin wollen die Ukraine ausrotten, mit der Realität in Deckung zu bringen, gemacht worden ist.

    Ein Beitragsschreiber hat nicht die Freiheiten eines hier Kommentierenden.
    Jeder der hier Kommentierenden hat auch nicht die Freiheiten, welche ich mir selbst im Zweifel zugestehen kann.

    Im konkreten Fall ergeben sich aus der ‚cui bono‘-Frage die Antworten von selbst.

    Die Ukraine ist gerade dabei, mit ihrer ‚Sommer-Offensive‘ ihre Reserven zu verheizen. Aber so wie im 1. Weltkrieg wird es auch hier den 8. August geben, den Schwarzen Tag des Deutschen Heeres, mit dem die Mittelmächte faktisch in Matt-Stellung geraten sind. Damit wären sie faktisch noch nicht besiegt, aber es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis dieser Zustand eingetreten wäre.

    Im 2. Weltkrieg wurde durch die Operation Bagration dies dann umgesetzt. Das war die größte Niederlage, welche eine Deutsche Streitmacht jemals erlitten hat, ist im öffentlichen Bewusstsein aber belanglos, wenn man sie mit Stalingrad vergleicht.

    Eine solche Operation hat es im 1. Weltkrieg dann nicht gegeben, weil die OHL einen Waffenstillstand ohne Bedingungen wollte, um ihr Versagen zu verschleiern.
    Schuld an Versailles waren dann angeblich die ‚November-Verbrecher‘.

    Eigentlich müsste man meinen, dass zumindest auf Offiziers-Ebene genügend Sachverstand vorhanden gewesen sein müsste, um Hindenburgs/Ludendorffs Schmarrn von „im Felde unbesiegt“ und der Logik dahinter in die Schranken zu weisen.

    Aber auch heutzutage versuchen einige Militärs den Eindruck zu schinden, Putin hätte vor Kiew militärisch eine Niederlage erlitten. Wie man sieht, ist Dummheit bei Generalstabsoffizieren auch heute noch nicht ausgestorben. Die Ausbildung hierfür war jedenfalls „für die Katz'“.

      1. Hier ist noch ein Beitrag zu diesen amer. Marien.
        https://de.rt.com/meinung/146285-geistiges-ringen-moralisches-argument-us-ueber-russischen-einsatz-ukraine/

        kurzer Ausschnitt:

        Marinus tut in seinem Text etwas, was die Verkünder von Legenden wie der „Belagerung Kiews“ völlig übergehen. Er teilt die gesamte ukrainische Frontlinie in drei Sektoren und notiert, in jedem dieser Sektoren werde ein anderes Ziel verfolgt und dementsprechend sei auch das militärische Vorgehen völlig unterschiedlich.
        Im Norden, insbesondere in der Umgebung von Kiew, aber auch von Charkow, konstatiert er rasche Manöver, die vor allem dazu dienten, gegnerische Kräfte zu täuschen und zu binden. Als diese Aufgabe erfüllt war, zogen sich diese Truppen wieder zurück. Diesen Teil bezeichnet er als Überraschungsangriff: „Das heißt, im Verlauf der Bewegung entlang verschiedener Haupt- und Nebenstraßen verwirren sie die gegnerischen Kommandeure, unterbrechen die gegnerische Logistik und berauben die gegnerische Regierung jener Legitimität, die aus der unangefochtenen Kontrolle über ihr eigenes Gebiet entspringt.“ Während die „kleinere“ Version eines solchen Angriffs, wie ihn die US-Armee praktiziert (engl. raid), einem genau geplanten Drehbuch folgt und auf die taktische Ebene beschränkt bleibt, ist das eher operationelle russische Gegenstück (рейд, rejd) „ein Unternehmen mit einem offeneren Ende, das angepasst werden kann, um neue Möglichkeiten zu nutzen, neue Gefahren zu vermeiden oder neuen Zwecken zu dienen.“
        Er nennt für dieses Vorgehen ein historisches Vorbild. Im September 1813 nahmen 2.300 Kosakenreiter mit ganzen zwei leichten Kanonen die Stadt Kassel ein und banden dadurch zwei ganze Armeegruppen Napoleons, die dann bei der Völkerschlacht von Leipzig nicht zur Verfügung standen. Ähnliche größere Scheinangriffe finden sich auch in der Geschichte des zweiten Weltkriegs.

  8. Moin, ihr Luschen !

    Warum sollten die Russen ein AKW zerstören, das sie ans eigene Netz anschließen möchten ?

    Behaltet die 1000 Kilometer Front weiterhin vom Sessel aus im Auge, Männer !

  9. „Das ukrainische Verteidigungsministerium warnt, dass Russland sich darauf vorbereite, demnächst das AKW vom ukrainischen Netz abzukoppeln und an das russische anzuschließen,…“

    Das hätte ich, aber schon längst gemacht. Pech, das AKW, steht nun unter russischer Kontrolle – und danach entscheidet eben der „Neue“, wer den Strom bekommt. Es könnte so einfach sein. Alternative: Die Ukraine bleibt weiter Kunde, allerdings zum mehrfachen Tarif. Deutsche Verhältnisse eben;o))))))

    1. Mit dem Strom können ja die ukrainischen Flüchtlinge, die nach Russland sind, versorgt werden. So bleibt es ukrainisch und wird nicht Russisch.

  10. Iran verhandelt seit Jahren ein Atomabkommen mit dem Westen, eine Verhandlung beruhend auf Forderungen und gleichzeitiger Sanktionen.
    Die gleichen Staaten schauen in der Ukraine zu, nur Russland forderte als erste Partei Untersuchungen.
    Der tägliche Wahnsinn…

  11. Putin hat sich vor Tagen mit einer Anreise der IAEO-Inspektoren über ukrainisches Gebiet einverstanden erklärt; was ist da eigentlich Stand der Dinge? Weiß jemand genaueres?

    1. „Putin hat sich vor Tagen mit einer Anreise der IAEO-Inspektoren über ukrainisches Gebiet einverstanden erklärt…“

      Ukraine möcht nur zustimmen wenn das AKW unter ziviler Kontrolle ist und ich glaube die Bedinungen gingen auch so weit das es eine West-Ukrainischee Zivile Kontrolle sein müßte. Also die West-Ukraine versucht die Inspektion zu verschleppen und Zeit zu gewinnen.

    2. Die Russen haben schon vor Monaten einer Inspektion zugestimmt. Es ist die IAEA selbst, die sich – nach wie vor – ziert, mit dem Argument, es handle sich um ein ukrainisches Werk und die ukrainische Regierung hat ihr Einverständnis bisher verweigert…

  12. Wenn Mearsheimer davon ausgeht, „dass das AKW bei Kämpfen durch die ukrainischen Truppen so beschädigt wird“, dann wäre das nur sinnvoll, wenn die Ukrainer von der anderen Seite des Dnjepr auf die von Russland besetzte wechseln würden. Tatsächlich gibt es aktuell aber keine Kämpfe um dieses Gebiet.

  13. Ich kann der Kritik an Florian Rötzer nicht nachvollziehen. Ich würde zustimmen das er häufig herumeiert, aber das mach die Berichte ja nicht falsch. Nicht einmal, wenn er sagt „Behauptungen“ oder „Angeblich“. In den Begriffen ist der Zweifel gleich mit eingebaut, so wie bei „Selbst-ernannt.“ Das könnte weggelassen werden, ist aber eine Rückzugsmöglichkeit.
    Unverständlich ist mir bei manchen Kritikern, dass sie Bergriffe ähnlich Bergriffe benutzen und spekulieren mit, wie „offensichtlich“ oder „scheinen sich.“
    Bei aller Kritik kann ich nicht sehen, dass sich hier Klassenfeinde schlagen und es möglich sein muss Kritiken solidarisch zu führen. Es sollten Nebensachen auch nicht aufgeblasen werden, wie beim Spiegel oder Bild.
    https://rumble.com/vwxxi8-ukraine-on-fire.html

  14. Mein topographisches Wissen:
    Der Dnjepr macht vor Enerhodar einen Knick nach (Süd-)Westen. Es gibt einen Staudamm, daher die Breite. Südlich des D. ist russisch besetzt, nördlich ist ukrainisches Gebiet.
    Enerhodar, heute etwas mehr als 50.000 EW, wurde 1970 zur gleichen Zeit wie das AKW gebaut. Es sind also überwiegend Kraftwerksmitarbeiter mit Familien, Handwerkern usw. Es gibt eine Bahnlinie, konnte nicht feststellen wohin. Seit der russischen Besetzung sind zusätzlich ca. 1500 Soldaten da.
    Am nord-(westlichen) Dnjepr-Ufer befindet sich u.a. Nikopol und weitere Orte, die nach Lage der Dinge wohl erwarten, demnächst russisch besetzt zu werden. Von dort wird wohl auf das AKW gezielt.

    Mein Wissen zur Sachlage:
    Der UN-GenSek Guterres hat unter Aufsicht von Präs. Erdogan mit Präs. Zelenskyi verhandelt, ihm nach in der Pressekonferenz gesagt, dass die Ballerei selbstmörderisch sei und er einer IAEA-Untersuchung zustimmen muss. Z. hat angeblich jetzt nur noch Probleme mit der Anreise. Ursächlich las ich einmal, dass auf dem Kraftwerksgelände sehr viele nicht gemeldete alte Brennstäbe lagern würden (für „schmutzige“ Bombe).
    Jedenfalls seit dem Telefongespräch zwischen den Präs. Macron und Putin gibt es von russischer Seite keine Einwände gegen eine IAEA-Untersuchung. Was noch fehlt ist die Vorbereitung und Anreise.

    Zu den vielen Versuchen, sich an die bisher brisanteste Auseinandersetzung anzuhängen, will ich hier nichts sagen.

    Wie ich schon weiter oben ausgeführt habe, wird die Berichterstattung qualitativ immer schlechter. Insofern wäre mein Anliegen, hier im Forum noch Genaueres zu erfahren.

    1. “ Insofern wäre mein Anliegen, hier im Forum noch Genaueres zu erfahren.“

      Für so etwas war früher das TP-Forum gut und da. Leider ist das ja spätestens seit Corona (eigentlich vorher schon) völlig unlesbar und unbenutzbar. Es wäre schön, wenn sich dieses Forum hier zu dem entwickeln könnte, was TP früher einmal war, eine wertvolle Ergänzung zum Artikel.

        1. Wie es aussieht, hat die Forumsmoderation bei TP (in den Händen einer privaten Auftragsfirma) seit / vor etlichen Monaten großen Hausputz gemacht und eine ganze Reihe fleißiger, aber besonders linker oder russophiler (ich sag mal: realismuslastiger) Meinung verdächtiger Forenten „entsorgt“, sprich gesperrt oder entfernt. Eine kleine Auswahl der dortigen Forentennamen findet sich wohl nicht ganz zufällig im Forum zu diesem Artikel hier wieder. Das Forum bei TP drohte wohl zu sehr gegen den Mainstream (= das Narrativ mit dem Alleinvertretungsanspruch) abzukippen; wenn man sich die Kommentarfärbungen zu den Ukraineartikeln dort anschaute, und es hatte Reichweite – also wurde durchgekärchert.
          Übrigens konnte ich am Wochenende einen hochinteressanten Beitrag von Projanski zu bestimmten Diskussionen in den russischen Führungsebenen lesen
          „Krieg bis zum Sieg?
          Russische Militärexperten diskutieren Perspektiven des Waffengangs in der Ukraine. “
          https://www.jungewelt.de/artikel/432897.russlands-krieg-krieg-bis-zum-sieg.html
          Da geht es um die Fragen, die ich mir auch schon seit Mitte März stelle. Von denen ich allerdings vermutet habe, daß die in Moskau intern längst beantwortet sind.

          1. Ich gehöre auch zu den „Entsorgten“. Es kommt noch dazu, dass sich das einst eher linksliberale TP-Forum in eine Nazi- und russophobe Kriegshetzerkloake verwandelt hat, was mir vor einiger Zeit sogar von einem damals Forenverantwortlichen, Herrn Tesmer, bestätigt wurde.

        2. Das TP Forum hatte sich schon lange verändert, allerdings eher schleichend. Seit einiger Zeit ist das deutlich drastischer geworden, unter offensichtlicher Federführung des Heise Verantwortlichen für das Forum.
          Außerdem gibt es eine ganze Reihe Foristen die eigentlich jeden verbal verprügeln der auch nur annähernd dem westlichen Narrativ widerspricht, und das weitgehend Argumentfrei, dafür umso rüder im Ton.
          Ganz offensichtlich geduldet von der Foren Administration. Im Forum in dem die Qualität des Forums besprochen werden soll, ist wörtlich vom auskärchern die Rede, und es werden offensichtlich jede Menge Beiträge im Hinblick auf ihren politischen Inhalt gemeldet, und anschließend gelöscht.

          Das ganze ist ausgesprochen unangenehm. Die Redaktion reagiert überhaupt nicht auf Gesprächsangebote.

          Das erstaunliche, die Artikel die dort erscheinen sind manchmal kritischer als die im Forum erlaubten Kommentare, so verlinkt Neubert locker auf die Nachdenkseiten, wenn ein Forist das macht wird der Post sofort gelöscht. Eine krude Situation.

          Aus meiner Sicht ist Telepolis als Diskussionsforum komplett vorbei.

          1. Hi Davidl,

            das war mal früher anders herum, da waren oftmals die Forenbeiträge durch die vielen Zuschauerbeiträge mit dazu gehörigen Verlinkungen viel weiter führender. Heute ist TP toz.

            Viele die jetzt hier schreiben, waren früher bei TP. Heute findet man gerade hier im Forum oftmals richtg gute Links.

            Deshalb auch noch mal mein Dank an overton-magazin für das offene Forum.

            Hier kommen auch keine totalen Entgleisungen vor und das ist gut so.

            1. stimmt!
              danke an overtone, danke an rötzer!

              da sind wir quasi wieder beim original gelandet!

              ich bin auch gesperrt worden bei tp, gut so, da zeitverschwendung.

    2. Es gab von russischer Seite nie Einwände. Im Gegenteil hatte Russland das immer verlangt, allerdings auf einer Einreise über Russland bestanden, um die Sicherheit garantieren zu können. Eine Untersuchung war für Ende Juni bereits vorbereitet, wurde vom Sekretariat der UN jedoch untersagt. Seit ein paar Tagen ist man in Russland auch mit einer Anreise über ukrainisches Gebiet einverstanden, aber Kiew blockiert offenbar weiter.

  15. Wäre doch auch wirklich peinlich, käme die IAEO zu ähnlich entlarvenden Erkenntnissen, wie AI. Nämlich dass im infantil versifften „Marvel-Universum“, einfach nur die Lüge existiert.

    1. So was kann man doch alles im Nachgang korrigieren. AI hat es doch vor gemacht und sich noch tausendmal entschuldigt. Die armen Ukrainer brauchen nach so einer Bösen Beschuldigung einen oder besser mehrere gute Seelenklemptner auf Kosten von den europäischen Steuerzahlern. Auf den Konten der ukrainischen Vorzeigedemokraten ist noch viel Platz.

      Und unsere Schmierenjournalisten merken das gar nicht, denn der Russe ist SCHULD!

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