Stand der spanische Geheimdienst hinter den islamistischen Anschlägen in Katalonien?

Las Ramblas in Barcelona nach dem Anschlag. Bild: jikato/CC BY-2.0

Gespräch mit Ralf Streck (San Sebastian) über die Verstrickungen des spanischen Geheimdienstes mit dem islamistischen Terrorismus und den vermutlichen politischen Zielen, die dahinter standen.

 

Ein hoher Ex-Polizeikomissar berichtet, dass der Geheimdienst nicht nur den Imam, den Chef der Terrorzelle, als Informant beschäftigte, sondern auch von den Anschlagsplänen wusste. Angeblich war damit geplant, das geplante Unabhängigkeitsreferendum und den Unabhängigkeitsprozess zu verhindern. Nur weil die Bombenwerkstatt in die Luft flog, richteten die Terroristen keine Massaker aus, sondern fuhren „nur“ mit Fahrzeugen in Menschenmengen. Offiziell kam der Imam bei der Explosion ums Leben, es spricht aber einiges dafür, dass er untertauchen konnte. Schon bei den Anschlägen in Madrid im Jahr 2004, bei denen 200 Menschen ums Leben kamen, waren Geheimdienst, Guradia Civil und Polizei verwickelt. Eine erschreckende Geschichte aus Spanien, wo die Opfer nun darauf hoffen, dass die EU für Aufklärung sorgt, weil die in Spanien blockiert wird. Allerdings werden die Machenschaften der Geheimdienste auch in Deutschland trotz aller Bemühungen wie im Fall NSU oder dem Anschlag auf den Breitscheidplatz nicht wirklich aufgedeckt.

Das Gespräch wurde am 13. Januar um 16 Uhr geführt. Transkript demnächst.

 

https://youtu.be/5iYmgp-kzOs

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