Selenskij kann den Krieg gewinnen, die Ukraine nicht

Bild: president.gov.ua/CC BY-SA-4.0

 

 

Wolodymyr Selenskij ist an erster Stelle ein Glückspilz und an zweiter Stelle Schauspieler. Außerdem ist er seit Mai 2019 Präsident der Ukraine. Jeder kennt ihn, denn Selenskij hat ein seltenes Medientalent von globalem Format. Zunächst wurde bekannt, dass er im Film jemanden gespielt hat, der zufällig Präsident geworden ist und dass er dann mit Unterstützung der Mächtigsten zum Präsidenten der Ukraine gewählt wurde.

Der professionelle Medienstar

„Diener des Volkes“ war eine satirische Fernseh-Serie über 4 Jahre mit 51 Episoden in 3 Staffeln, die Selenskij selber produziert hat. So harmlos, wie er aussieht, ist er also nicht. Selenskij gehört zu denen, die am Krieg Geld verdienen. Die Serie wurde synchronisiert und weltweit vermarktet. Als Producer verdient er an den Filmrechten und je länger der Krieg dauert, umso mehr.

Selenskij ist Medienprofi durch und durch, als Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent von mehreren Dutzend Werken. Sein Markenzeichen ist das harmlose Gesicht, das er als Präsident im Krieg der ganzen Welt präsentiert. Von Politik versteht er nicht viel, muss er auch nicht, um den Präsidenten zu spielen. Für die Politik ist das Drehbuch zuständig und der Drehbuchautor schreibt inzwischen auch die Präsidentenreden.

Dazu wurden eigene Formate entwickelt, die das Fernsehen einem normalen Schauspieler nicht bieten kann: Militärnahe Szenen mit gut aussehenden Kämpfern, im Hintergrund zerstörte Häuser oder Panzer und Kanonen. Wer genau hinschaut, erkennt, dass die Bilder genau durchdacht und aufgebaut sind. Man erkennt es an der Bildkomposition und an der Blickrichtung der Beteiligten.

Der Clou war das Format Videoauftritt des Präsidenten der Ukraine in einem anderen Parlament. Selenskij hat es in mehreren Ländern durchgespielt und überall eine auf das jeweilige Land zugeschnittene Ansprache gehalten. Mal bettelnd, mal drohend oder fordernd. Medienperformance vom Feinsten.

In Israel ist er damit böse angeeckt, weil er oder sein Drehbuchautor die dreiste Idee hatten, den Angriff auf die Ukraine mit dem Holocaust gleichzusetzen.

Heute hier und morgen anders

Wer Selinskijs Auftritte und seine Aussagen verfolgt, stellt fest, seine Statements und Forderungen sind nicht konsistent. In Istanbul verhandelt er mit Russen über Waffenstillstand, in Berlin fordert er Panzer und schwere Waffen, in Polen hetzt er die Hardliner auf, in München hat er behauptet, Ukraine könne Atomwaffen produzieren.

Damit die Menschen in der Ukraine, die am nächsten dran sind, nicht erkennen, wie sie aufgestachelt und verheizt werden, sind alle Nachrichten im Land gleichgeschaltet worden und die oppositionellen Parteien wurden verboten. Teilweise wurde das Mobilfunknetz abgeschaltet. Selenskij agiert nicht allein, er hat rabiate Leute hinter sich.

Selenskij selbst ist ein mediales Großereignis, ständig neue Szenen, manchmal auch durchsichtig und geschmacklos. Das passt ins Zeitalter von Twitter und Whatsapp.

Psychologische Kriegsführung

Die durchsichtigen Inszenierungen des Verteidigers der westlichen Werte mit gestellten Fotos und ausgetüftelten Videobotschaften werden flankiert von einer völlig verzerrten Darstellung des Krieges, die fast nur aus Kriegsverbrechen russischer Bestien besteht, was von unseren Medien und Politikern (!) kritiklos übernommen wird. Für weibliches Publikum, besonders in Deutschland, wird von sexualisierter Gewalt gegen Zivilistinnen und Angriffen auf Krankenhäuser und Kindergärten erzählt.

Das alles erinnert stark an die bekannte Brutkastenlüge gegen den Irak. Der Unterschied: Die Taktik des Filmprofis Selenskij ist wesentlich vielseitiger und sehr kreativ. Im Film- und Fernsehgeschäft war er ein Vielschaffender. Ehe eine Lüge enttarnt werden kann, sind schon zehn neue Gruselgeschichten in den Medien.

Weil es unkontrollierbare Milizen gibt und Waffen an Zivilisten verteilt wurden, gibt es Übergriffe von Fanatikern und Kriminellen auf alle möglichen Personen. Selenskij ist es gelungen, alles, was nach Verbrechen aussieht, den Russen in die Schuhe zu schieben. Die Behauptung, dass Russen plündern würden und Kühlschränke klauen, wurde nur ganz kurz aufgestellt, wohl weil niemand sie geglaubt hat. Was gut ankommt, wird ständig wiederholt.

In diesem Spiel mit Emotionen geht völlig unter, dass an erster Stelle Soldaten sterben, auf beiden Seiten. Und Soldaten sterben nicht durch Verbrechen oder Terror, sondern durch die Wirkung von Kriegswaffen, welche die Politikerinnen und Politiker aus der Westlichen Werte-Welt gerne finanzieren und ins Kriegsgebiet liefern.

Unsere gewählten Volksvertreter

Die durch den Medienkrieg angeheizte Hysterie gipfelte zuletzt im Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP (Drucksache 20/1550 vom 27.04.2022 des deutschen Bundestags).

Das ist ein Dokument der Massenpsychose, in dem alle Narrative der Selenskij-Propaganda aufgegriffen werden. Soldatinnen und Soldaten sind zwar gegendert, aber ihr Tod ist für die Fraktionen, die das Pamphlet verfasst haben, nicht relevant, so als seien sie ein Teil der Munition. In diesem offiziellen Papier gibt es nur Waffen, Verbrecher und Helden und hundertfach die Ausbrüche von Allmachts-Phantasien deutscher Volksvertreter.

Das sind genau die 700 Leute, die wir vor einem halben Jahr völlig arglos in den Bundestag gewählt haben, damit sie unsere Interessen vertreten. Jetzt vertreten sie mit einem vergifteten Wortschwall die amerikanische Expansionspolitik gegenüber Russland, China und einem starken Europa in friedlicher Nachbarschaft.

Man fühlt sich, wenn man das liest, in eine Dystopie versetzt, wo die Menschen ferngesteuert sind oder erst mit 80 Jahren erwachsen werden.

So grausam es auch klingt, dieses Schriftstück ist eine detaillierte Antwort auf die teuflische Frage, die Joseph Goebbels in der Sportpalastrede 1943 gestellt hat: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Die Antwort des deutschen Bundestages 2022 lautet: Ja!

Realitätsverlust oder Kunst

Wir leben im Medienzeitalter und haben in der Westlichen Werte-Welt die Realität als Fundament allen Denkens aus dem Bewusstsein verloren. Selenskij weiß das und spielt bravourös den perfekten Präsidenten im Medienkrieg. Das Verrückte ist, dass die Welt ihm kritiklos glaubt und ihn, den Darsteller, für einen realen Helden hält.

Ist das, was Selenskij macht, Kunst? Im Sinne von Joseph Beuys könnte es Kunst sein, nach dessen erweitertem Kunstbegriff. Auch Beuys hat Kunst und Politik vermischt, sogar Kunst und Krieg. Er hat von seiner Rettung aus dem abgestürzten STUKA auf der Krim erzählt, die selbstverständlich zu Russland gehörte, und von Schamanen, die seine Wunden mit Filz, Fett und Honig behandelten. Das waren später seine Lieblings-Materialien.

Beuys war Pazifist. (Kunst ist das Gegenteil von Krieg.) Die Grünen haben schon damals Beuys aus ihren Reihen weg geekelt. Heute sind die Grünen die Kriegstreiber der Regierung. Anhänger der Friedensidee sind entsetzt, auch Umweltbewusste, denn Krieg ist die denkbar größte Umweltsünde und Verschwendung von Ressourcen.

Um allen Friedensbemühungen von vorne herein den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat Annalena (Leoparda) Baerbock gefordert, Russland müsse erst seine Truppen abziehen, ehe man verhandelt. Das widerspricht jeder Logik eines Waffenstillstands, der die Voraussetzung für Frieden schafft.

Katastrophe als Medienereignis

Die Begeisterung von Wolodymyr Selenskij für seine jetzige Rolle als Präsident ist durchaus echt. Plötzlich ein Weltstar zu sein, ist für jeden Medienschaffenden verlockend, auch wenn aus der Satire Ernst geworden ist. Krieg ist zwar grausam, aber, gut inszeniert, ein Renner in Film, Funk und Fernsehen, auch als Foto, Kommentar, Augenzeugenbericht oder Diskussionsgegenstand, sogar als Sondersitzung des deutschen Bundestags. Da ist man gerne dabei und je weiter vom Geschehen weg, umso lieber.

Die Realität wird in der Westlichen Werte-Welt schon lange hinter das Medienereignis zurück gedrängt.

Wir erinnern uns noch an Corona. Da gab es täglich Neuinfektionen, die weder Infektionen, noch neu waren. Da gab es Inzidenzen, die man, wie die Neuinfektionen, mit der Zahl der Tests beliebig steigern konnte. Und niemand hat diese einfachen Lügen öffentlich bloßgestellt. Nur hinter vorgehaltener Hand durfte man das weitersagen. Uns wurde der Glaube aufgezwungen, dass Covid eine hochgefährliche Krankheit ist, und immer noch wird jede neue Mutation mit lautem Krach als Todesgefahr angekündigt.

Krieg und Frieden

Jetzt wollen uns Politikerinnen und Medien den Glauben aufzwingen, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen kann, wenn wir nur genügend Waffen liefern und Milliarden an Geld hinein pumpen. Die große Mehrheit der Deutschen glaubt das, weil ein Superstar es verkündet. Frieden ist langweilig und Friedensverhandlungen sind noch langweiliger, nix für Wolodymyr Selenskij, auch nicht als verantwortlicher Präsident, der er ja in Wirklichkeit auch wirklich ist.

Man könnte sich ein Drehbuch mit einem anderen Plot vorstellen:

Zwei Nebendarsteller hecken einen Friedensplan aus, ohne dass der Präsident es merkt. Sagen wir, zwei freche Kerle wie Max und Moritz, dargestellt von Olaf Scholz und Emanuel Macron.

Warum diese beiden? Weil Frankreich und Deutschland am besten wissen, dass man Russland nicht besiegen kann. Napoleon und Hitler haben es ernsthaft versucht, sehr ernsthaft. Sie hielten sich für die größten Feldherren ihrer Zeit und ihre Armeen waren den Russen technisch überlegen. Beide sind gescheitert und beide Länder haben gegenüber Russland immer noch etwas gut zu machen, im Fall von Deutschland eine ganze Menge: 27 Millionen tote Sowjetbürger.

Stellen wir uns folgende Szene vor:

Macron und Scholz als Garanten des Friedens machen dem Kreml ein Angebot: Ukraine kommt nicht in die NATO, bleibt neutral wie Österreich und verzichtet darauf, die Krim zu erobern, weil sie zu Russland gehört. Die Ostprovinzen können abstimmen, ob sie zur Ukraine oder zu Russland oder unabhängig sein wollen.

Was ist an einem fairen Friedensangebot so ungeheuerlich? Es widerspricht nur der US-amerikanischen Expansion im globalen Machtgefüge.

Frieden ist billiger als Krieg. Das Geld, das jetzt für Waffen vorgesehen ist, wird in den Wiederaufbau des Landes gesteckt. Auch die 100 Schulden-Scholz-Milliarden. Moskau stimmt zu und das war’s. Man fragt sich, warum nicht gleich so?

Flucht nach Hollywood

Selenskij muss in diesem Szenario natürlich mitspielen und eine Ansprache über die gleichgeschalteten Medien in der Ukraine halten, vielleicht auf einem improvisierten Soldatenfriedhof mit Holzkreuzen im orthodoxen Stil. Wie immer dreist, drastisch und aggressiv, etwa so:

„Unsere Soldaten sind gefallen, aber viel mehr Russen haben sie getötet. Der Westen hat uns Waffen und Geld geliefert, aber keine Soldaten. Feige Drückeberger sind sie alle. Wegen der Angst der Deutschen und Franzosen vor Russland müssen wir jetzt den Krieg beenden. Es lebe die neutrale Ukraine!“

Und tschüss.

Für Selenskij gibt es, damit er diese Szene spielt, einen lukrativen Anreiz: Man garantiert ihm, er kann als Filmstar und Produzent im Westen weitermachen. Es muss nur noch eine letzte Szene in Kiew gedreht werden:

Selenskij, nur provisorisch bekleidet und unrasiert, wird zum Rettungshubschrauber hoch geseilt und dann, ab über die Grenze, zum nächsten internationalen Flughafen. Einer Film-Karriere im Westen, ähnlich der von Roman Polanski, steht nichts im Wege.

Selenskij kann als Regisseur, Schauspieler und Medienstar den Krieg gewinnen, nicht aber die Ukraine gegen Russland. Vielleicht hat er als Star den Medienkrieg schon gewonnen. Es fehlt nur noch eine letzte Episode: „Flucht nach Hollywood.“ Dann ist er da, wo er hin gehört.

Rob Kenius betreibt die systemkritische Webseite https://kritlit.de. Seine Sicht auf das Finanzsystem legt er in dem Taschenbuch  Geld stinkt zum Himmel  / Weniger Zunder, mehr Zukunft vor.Bei Thalia und epubli bestellbar.

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12 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen Artikel!

    Daß diese verantwortungslose Regierungsclique ganz genau weiß was sie tut, macht dieser zynische Kommentar von Arestowitsch deutlich:

    https://twitter.com/zradaxxii/status/1520479136006950912

    „Wir sind ein abgefucktes Land mit einem abgefuckten kollektiven Unbewußten. Der Durchschnittsukrainer ist das ideale Opfer im Informationskrieg. Alle Kontakte in seinem Gehirn sind gestört, beeinflußbar. Anstelle eines Gehirns ist da nur Gas; ein extrem lehrreiches Schauspiel.“

    Zelensky hat den Krieg bereits gewonnen; die Ukrainer werden bitter dafür bezahlen müssen.

    1. Die Asow Milizen haben eine Hakenkreuz ähnliche Fahne die aber auch einer Wolfsangel zugeordnet wird,das ist ein weiterer Grund warum Israel keinen Holocaust Vergleich duldet,da dieses Asow Regiment auf Seiten der Ukraine kämpft und Bestandteil der ukrainischen Armee ist oder von dem Botschafter der Ukraine gefeiert wird sowie dies wohl Loyd Austin als Farbiger ausblendet.Der Artikel konnte noch deutlicher erkennen lassen wie es zu Toten unter der Zivilbevölkerung kommen konnte,weil Waffen verteilt wurden und ständig von Verteidigung getrommelt wird. Ich kann auf Fotos keine Massaker erkennen,obwohl dies medial möglich ist. Ich bedauere jeden Toten ob Zivilist oder Soldat ob Ukrainer,Russe oder Eingereist (USA) und die Tiere.Dieser Krieg führt uns auch in ein Weltwirtschaftschaos , die Sanktionen treffen uns genauso wie Russland. Die deutsche Regierung wurde in Berlin nicht gewählt genau genommen wie auch die US Regierung des Joe Biden .Eine weitere Umweltkatastrophe droht wenn die USA mittels Fracking Gas fördert und damit die Gefahr für Erdbeben und Monsterwellen rapide steigt.Warum lesen die Bürger keine Bücher wie „warum Krieg“anstatt mein Kampf oder lernen aus der Geschichte,was der Bundestag in DE jetzt beschlossen hat verstößt eindeutig gegen den Friedensvertrag von 1945

  2. Max und Moritz haben schon eine Brücke zersägt. Friedlich sind sie nicht. Und die Geldscheinchen, die ein Krieg kostet sind schnell gedruckt.
    Dieses Friedensangebot kam in den ersten Tagen schon von Putin selbst. Deshalb taugt es nichts.

    1. Das stimmt nicht schon deshalb weil es von der Ukraine abgelehnt wird.Die Ukraine lehnt die Anerkennung der Krim ab und die Unabhängigkeit der Teilrepubliken Donbass und Luhansk,ob dadurch jetzt noch Frieden oder Waffenstillstand geschaffen werden kann ist fraglich wenn die sogenannte „Osterweiterungen“des Jens Stoltenberg nicht drastisch verhindert wird,der sich selbst mutmaßlich wohl gegenüber Mütterchen Russland für die Herrenrasse hält .Tritt die Ukraine der EU bei,weil U.von der Leyen“sie drin haben will „besteht der Verteidigungsfall und es gibt den 3.Weltkrieg,der jetzt schon da ist weil die Ukraine und geheime Verbündete,mutmaßlich die USA?,Belgorod angegriffen haben…in Russland.

  3. Diese Rolle einer Person, die die totale Medienhoheit über ein Thema übernimmt ist in den letzten Jahren immer deutlciher zu Tage getreten. Wenn man glaubt, dass dies immer an der Person liegt, sei es deren Redetalent oder Charisma, mögen solche Analysen hilfreich sein. Ich vermute aber, dass dahinter eher die Ideen eines Bernays oder Walter Lippman stehen als die eine Beuys. Und da ist dann die Frage, durch was diese in dieser erfolgreichen Form verbreitet werden?

    Die Medien im Westen haben in den letzten 10 Jahren es aufgegeben hinter die Propagandashow der USA zu blicken (und stattdessen sich auf den lächerlich winzigen russischen zu fokusieren). Offensichtlich könenn sie heute solche (https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gekaufte-meinung-pentagon-beschaeftigt-pr-armee-fuer-us-tv-a-548519.html) Artikel verhindern und von dem was Snowden oder Assange erreicht haben, redet kein westliches Medium mit Reichweite mehr.

    Daher halte ich solche Figuren für Kreationen aus den ThinkTanks der US Finanzwirtschaft, die ihre Hegemonie gegenüber anderen Systemen mit aller Macht verteidigt.

  4. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ wusste vor dem Kriege einiges über den ukrainischen Che Guevara zu berichten. Ich zitiere die Meldung komplett, ehe sie irgendwann deaktiviert wird.

    „Die Verwicklung des ukrainischen Präsidenten in den neuen Offshore-Skandal.
    Am 2. Oktober 2021 informierte das Internationale Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) die Weltöffentlichkeit über die Existenz der so genannten Pandora-Papers, eines Daten-Leaks von 12 Millionen Dokumente aus 14 Quellen. Diese enthalten auch Daten zu bisher unbekannten Offshore-Geschäften des „Kwartal-95“-Netzwerkes um den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij und dessen Verbindungen zu dem Oligarchen Ihor Kolomoiskij und der von ihm bis 2016 betriebenen und dann verstaatlichten „PrivatBank“.

    Nach dem Wechsel auf Kolomoiskijs Fernsehkanal „1+1“ gründeten Selenskij und seine engsten Mitarbeiter Borys und Serhij Schefir und Andrij Jakowlew ab 2012 ein Geflecht von Offshore-Firmen, darunter die Firma „Maltex“ auf den Britischen Jungferninseln. Diese hielt wiederum die Hälfte an der Produktionsfirma „SVT“, die für „1+1“ das TV-Format „Bring den Komiker zum Lachen“ produzierte. Dafür erhielt sie 1,2 Mio. Dollar von der „Sprintex-Holding“, einem ebenfalls offshore ansässigen Unternehmen, das zum Firmengeflecht von Kolomoiskij zählt. Dieser steht unter Verdacht, als Eigentümer der 2016 verstaatlichten „PrivatBank“ große Summen durch faule Kredite an eigene Auslandsfirmen verschoben zu haben, um sie vor dem Zugriff der ukrainischen Steuerbehörden zu schützen.

    So sollen vor der Verstaatlichung auch 41 Mio. Dollar von der „PrivatBank“ auf das Konto von Selenskijs Produktionsfirma „Kwartal 95“ überwiesen worden sein. Die Überweisung erfolgte über die zypriotische Filiale der „PrivatBank“. Diese Überweisung wurde als „contribution to capital“ gekennzeichnet und nicht als Entgelt für eine Leistungserbringung. Somit war das Unternehmen von Steuerzahlungen über diese Summe befreit.

    Nur zwei Wochen vor der ersten Runde der ukrainischen Präsidentschaftswahl veränderten sich die Besitzverhältnisse der „Maltex“. Bis dahin wurde diese von den vier Anteilseignern Wolodymyr / Olena Seleskij, Borys Schefir, Serhij Schefir und Andrij Jakowlew zu je 25 Prozent gehalten.

    Am 13.03.2019 beurkundete der Anwalt Jurij Asarow ein Dokument über die Übergabe der bisher von Selenskij und seiner Ehefrau Olena gehaltenen Anteile von „Maltex“ an das Unternehmen von Serhij Schefir. Diese wurden nicht verkauft, sondern unentgeltlich von Selenskij an Serhij Schefir überschrieben. Diese Transaktion wird als Versuch Selenskijs gedeutet, vor der Präsidentschaftswahl veröffentlichungspflichtige Vermögenswerte zu verschleiern. Serhij Schefir wurde am Tag nach Selenskijs Wahl zum Chefberater des Präsidenten ernannt. Er bekleidet eine außerplanmäßige Stelle, die keinen Beamtenstatus hat und ihren Inhaber daher nicht zur Offenlegung seines Eigentums zwingt.

    Nach Aussage von Schefir ist Selenskij nicht mehr im aktiven Geschäft tätig, erhält aber trotzdem weiter Dividenden. Am 25.04.2019 beurkundete Jurij Asarow ein Dokument mit dem Inhalt, dass „Maltex“ beabsichtige, weiter Dividenden an Selenskij bzw. dessen Ehefrau zu zahlen, obwohl diese nicht mehr Anteilseigner waren. In der Einkommensdeklaration des Ehepaares für das Jahr 2020 wurden diese Beteiligungen nicht angegeben, hier tauchen lediglich Beteiligungen der Ehefrau an Unternehmen auf Zypern, in Belize und Italien auf.

    Während Serhij Schefir, auf den Ende September 2021 ein Attentat verübt wurde, als politischer Berater Selenskijs arbeitet, ist sein Bruder Borys weiterhin als TV-Produzent tätig. Er begründete gegenüber Journalisten die Gründung der Offshore-Unternehmen durch die „Kwartal-95-Gruppe“ ab 2012 mit der Notwendigkeit, Vermögenswerte vor Banditen, wie dem damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch, zu schützen.

    Den Pandora-Papers zufolge besitzt Sehij Shefir in einem teuren Stadtteil Londons zwei Wohnungen im Gesamtwert von rund 3,8 Mio. Pfund, die über eine der Offshore-Firmen erworben wurden. Auch Andrij Jakowlew soll eine Wohnung im Wert von rund 2 Mio. Pfund in London besitzen.

    Teil des Netzwerkes soll außerdem Iwan Bakanow, ein weiterer Kindheitsfreund Selenskijs, sein. Dieser hielt zunächst die „Davegra Limited“, die nominelle Muttergesellschaft von „Maltex“, und übereignete dieses Unternehmen aber 2019 an Jakowlew. Er gilt als Architekt des Firmengeflechts, über den Borys Schefir sagte: „Bakanow war unser Finanzdirektor, er hat die Finanzpläne unseres Unternehmens gemacht. Und ehrlich gesagt bin ich jetzt nicht bereit, Ihnen darauf zu antworten. Vielleicht bin ich der Eigentümer.“

    Die seit März 2020 amtierende Generalstaatsanwältin der Ukraine, Iryna Wenediktowa, lehnte es auf Anfrage der Journalisten von Slidstvo.info ab, Stellung zur möglichen Verwicklung der Offshore-Firmen von „Kwartal-95“ in die Geldwäscheaffäre um die „PrivatBank“ zu nehmen.“

    https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine/342240/dokumentation-offshore-geschaefte-selenskyj-und-kolomojskyj-in-den-pandora-papers/

  5. Wer hätte gedacht, dass diese skurrile Bewegung der „Wokeness“, die vor 10 Jahren nur an amerikanischen Colleges populär war, die Welt an den Rand eines dritten Weltkrieges führen würde.

    In Deutschland gab es 2011 beim Kachelmann-Prozess noch Medienvielfalt: Die einen Medien wiesen noch auf die Möglichkeit von Falschbeschuldigungen hin – andere waren schon in dem Film, dass jede Anschuldigung einer Frau die reine Wahrheit darstelle. Bei #MeToo einige Jahre später war die Medienlandschaft schon homogener und jede Anschuldigung war Ausdruck von Wahrheit.

    In den USA die vielen Falschbeschuldigungen gegen Trump, gegen Kavanaugh, dann Falschbeschuldigungen gegen Corona-Maßnahmen-Kritiker. Jede hysterisch-narzisstische Inszenierung der Opferposition stellte nun einen legitimen und wirksamen Weg der Machtausübung dar.

    Und nun sind wir bei Politikern, die Politik als große Opferinszenierung betreiben, die Bevölkerung anhand von Identitäten spalten, die ihre Macht durch Falschbeschuldigungen stabilisieren. Es trifft weiterhin zu, was über die selbstverliebten Protagonisten der „Wokeness“ schon länger gesagt wurde: Kindisches Verhalten, Selbstbezogenheit und Selbstüberschätzung. Aber wenn Politiker mit dieser Geisteshaltung Macht über Soldaten und Waffen haben, dann wird es richtig gefährlich, wie man gerade sieht.

  6. Selenskyj könnte keinen Erfolg haben, wenn es nicht den bösartigen Massenmenschen gäbe, der alles glaubt, Hauptsache es ist dummdreist und hysterisch. Man schaue mal in die Glotze. Ein Mörder tut es nicht, es muss eine Serienmörder, Ritualmörder usw. sein, und das jeden Tag. Actionfilme sind eigentlich totlangweilig, aber sie gefallen vielen Leuten, weil es knallt und kracht. Es ist auch nicht einfach einer Propaganda zuzuschreiben, wenn jeder Politiker, der Krieg führt, an Zuspruch gewinnt, und jeder, der ein sinnloses Gemetzel aufgibt, als Versager gilt. Jeder könnte durchschauen, dass Selenskyj ein blutrünstiger Nazihampelmann ist. Aber seine Botschaft fällt auf fruchtbaren Boden, eben weil sie blutrünstig und dumm ist. Es ist ein furchtbarer Irrtum, zu glauben, dass die Menschen vom Demagogen verführt werden, sondern umgekehrt, der Pöbel verführt die Demagogen!

  7. Viel Gerede, wenig Gehalt, dazu noch ein Absatz Querschlägerei eingeschmuggelt. Man muss Herrn Kenius daran erinnern, das realistisch gesehen bisher wahrscheinlich um die 20 Millionen Menschen an C-19 gestorben sind. Da können sie in der Ukraine noch lange Krieg führen, bevor sie das toppen.

    Schon der Titel ist Unsinn. Selenskis Position ist diejenige zwischen Hammer und Amboss, zwischen heimischen Rechtsextremen und den usa auf der einen, Russland auf der anderen Seite. Dass er nun täglich Mengen von Propaganda absondert, ist der Versuch, die Situation zu überleben. Er ist nicht zu beneiden. Sein Geschwätz ist nicht per se erfolgreich, sondern weil eine gigantische Meute an West-Journalisten es dazu macht. Mit seiner Schauspieler-Vergangenheit hat das alles wenig zu tun.

    1. genau, ohne CNN, NYT, Reuters,“Pilgerreisen“ nach Kiew… wäre Selenski nichts. Das Drehbuch schreiben für ihn die us- und britische PR-Agenturen

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