Unser wertebasierter Standort

Audi geht in die USA, KI-generiert
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Die wertebasierte Außen- und Wirtschaftspolitik hat einen empfindlichen Knacks erhalten. Audi hat diesem Traumtanz ein Ende bereitet.

Der Ingolstädter Automobilhersteller Audi wird künftig keine Autos mehr in die Vereinigten Staaten exportieren – aber das ist ganz anders gemeint, als mancher Anhänger des wertebasierten Politisierens erhofft haben mag. Denn Audi braucht bald schon keine Exporte mehr in die Staaten – der Konzern wird für vier Milliarden Dollar ein eigenes Werk in Georgia eröffnen und unmittelbar dort produzieren. Auf diese Weise möchte der Automobilhersteller auch die 15-prozentigen US-Autozölle umgehen, die im April 2025 eingeführt wurden.

Viel wurde damals über das große Unrecht diskutiert, das dem Industriestandort Deutschland durch die Zölle des US-Präsidenten widerfahre. Die Debatte war moralisch hoch aufgeladen. How dare you, Mister President? Politik und Medien skizzierten – wie sie es ohnehin gerne tun – eine Schicksalsgemeinschaft. Man stehe zusammen gegen die Autokraten dieser Welt, die nur Übles im Schilde führten. Zusammenhalten! Zusammenstehen! Haltung zeigen! Wir dürften nun keine Parteien mehr kennen – Haltungspatriot sollte man nun mindestens werden. Mal wieder!

Vorsprung durch Standortwechsel

Eine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme, in die sich der Wirtschaftsstandort Deutschland zuletzt manövriert hat, war das freilich alles nicht – aber empört sein über das Unrecht des Donald Trump, über den Fokus auf billige russische Energie im Vorfeld und die sich daraus ergebende Nähe zu Russland, simulierte wenigstens, dass man für die Problematiken sensibilisiert sei. Die Wirtschaft würde dies doch sicherlich honorieren – und sie würde einsehen, dass man nun patriotisch zusammenhalten müsse. Im Zweifelsfall schiebt man den Unternehmen Rüstungsaufträge zu, damit sie irgendwie weitermachen können. Kriegswirtschaft ist schließlich rentabel.

Was aber macht Audi? Es macht Geschäfte. Nur eben nicht mehr in der Heimat, sondern direkt in Übersee. Dort werden nun Automobile vom Fließband laufen. Von wegen Verständnis! Von wegen Patriotismus! Aber was hat man denn erwartet? Konzerne, die aus einem Solidaritätsgefühl mit der Bundesregierung heraus auf Gewinne verzichtet? Liebe Aktionäre, bitte haben Sie Verständnis, dass wir jetzt erstmal wirtschaften ohne Renditeabsichten! Lieber Mitarbeiter, danke für alles – bitte sei soldarisch, wenn du zum Arbeitsamt gehst! Und das alles nur, um ein Zeichen gegen Donald Trump und andere Autokraten zu setzen?

Dass der Markt als amoralischer Komplex zu betrachten ist, gilt als alter Hut. Ihm jedoch mit Bekenntnissen zu begegnen: Das ist wirklich neu – innovativ jedoch nicht. Auf solche Ideen kommt man nur in einer Republik, die sich längst im Nachbeten von Credos erschöpft hat – und die es offenbar gelernt hat, lästige Realitäten auszublenden. Anstand – wie auch immer man den hierzulande hoheitsstaatlich und pressedienstlich definiert – ist keine Eigenschaft, die die Weltwirtschaft belohnt. Das darf man selbstverständlich für ziemlich doof befinden, aber die Dinge sind nun mal, wie sie sind. Zuwarten ist jedenfalls keine Wirtschaftspolitik – immer wieder Werte nachzubeten, die Haltung zu betonen: Die Märkte danken einem solche Unterlassungserklärungen nicht. Haltung war nie und wird nie ein Standortvorteil sein.

A Hund is a scho

Man darf sich ohnehin fragen, ob die Zölle als einziger Grund angeführt werden können, um diesen »Haltungsbruch« Audis zu begründen. Die Situation für die Wirtschaft ist gravierend – besonders die extrem hohen Energiekosten veranlassen viele Produzenten, sich über einen Standortwechsel Gedanken zu machen. Wertebasierte Schicksalsgemeinschaft? Das sind Worthülsen, die sich nur jemand leisten kann, der wirtschaftlich keine Verantwortung trägt. Oder aber solche führen diese Parolen im Mund, die gar nicht erst wettbewerbsfähig sein wollen. Bei den Energiepreisen wäre die Bundesregierung in der Verantwortung – aber sie schafft es seit Monaten nicht, die explodierenden Preise einzudämmen, kommt mit albernen Rabatten um die Ecke und macht alles, nur keine nennenswerte Wirtschafts- und Nachfragepolitik.

Die Beschäftigten sollen länger arbeiten, die Sozialversicherung soll weniger Kosten erzeugen und die Unternehmen weiter fröhlich investieren: Aber die Bundesregierung vernachlässigt gewohnt zuverlässig die eigenen Aufgaben. Sie bekommt die Energiekrise nicht in den Griff, gibt den KI-Markt in die Hände amerikanischer Konzerne, kümmert sich leidlich zurückhaltend um nicht funktionierende Verkehrswege und schaut dabei zu, wie die unproduktive Verwaltung immer größer zu werden scheint. Immer mehr Leistungsappelle und noch eine Standortrede: Das ist keine Wirtschaftspolitik – es ist die Simulation einer solchen. Wenn überhaupt!

Früher oder später wandern die Unternehmen ab, wenn sich politisch nichts mehr bewegt – es ist vielleicht ihre einzige Chance, wenn sie wirtschaftlich überleben wollen. Unter Liberalen wird der Clou der Ingolstädter geradezu gefeiert, denn sie würden es der Regierung Merz nun zeigen. Aber heldenhaft ist daran nichts. Sie tun, was sie tun müssen – es ist eine existenzielle Entscheidung. Und es ist mehr als fraglich, ob die Bundesregierung dieses Zeichen der Zeit verstehen wird. Trump bietet den Unternehmen in Europa einen handfesten Anreiz, auf der anderen Seite des Atlantiks zu produzieren – a Hund is a scho, sagt man zu solchen Typen in Oberbayern anerkennend, wo auch Audi seinen Hauptstandort hat. Einen solchen »Hund« gibt es hierzulande nicht. Stattdessen kommen US-Autos weiterhin zollfrei nach Europa, denn die Europäische Union setzt wie gewohnt auf Freihandel. Wer unter solchen Bedingungen am Freihandel festhält, verteidigt ein vermeintlich wertebasiertes Ideal und weist der eigenen Industrie die Tür.

Was es auch nur am Standort Deutschland gibt: Ökonomen, die Bücher zu »antifaschistischer Wirtschaftspolitik« veröffentlichen. Mit Haltung verdienen lediglich solche »Wirtschaftskundigen« Geld – Konzerne jedoch nicht.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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25 Kommentare

    1. „Das sind Worthülsen, die sich nur jemand leisten kann, der wirtschaftlich keine Verantwortung trägt. Oder aber solche führen diese Parolen im Mund, die gar nicht erst wettbewerbsfähig sein wollen.“

      Die Bundesregierung versucht lieber den Krieg gegen Russland zu gewinnen, als die Wirtschaft zu behalten. Zölle und Sanktionen schädigen den deutschen Standort.

      1. Ja, das sagt er doch auch, der gefühlt größte
        Kanzler aller Zeiten: Ihm mache die
        russische Bedrohung mehr Sorgen als
        die Probleme der heimischen. Wirtschaft.
        So handelt er auch – zumindest in diesem
        Punkte – absolut transparent konsequent so,
        dass er Deutschland für alle Zeiten ruiniert.
        Russland nicht, wie gewünscht, aber
        zumindest Germany. Man kann das wissen,
        aber die Deutschen verhalten sich alle
        wie das kleine Schweinchen mit dem
        Strohhaus: Man wartet, bis der Wind
        alles weggepustet hat und wundert sich,
        wenn einen der böse Wolf frisst.

        Kein Mitleid. Auch wenn es mein Land ist.

  1. VW / Audi / SPD / Gewerkschaften / Staatskonzern …: Wozu der Lärm? Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing‘. Folge den Spuren des Geldes. Alles nixx Neues! Wir werden uns alle noch sehr wundern! Wir leben in einem Politik- und Wirtschaftssystem der Beziehungspflege top-down. Mein Widerstandsvorschlag im ersten Schritt: Otto NormalbürgerInnen, beendet Euren schrankenlosen Konsum, boykottiert das System, kauft keine Autos … und, viel wichtiger: Löst Eure Sparkonten auf, zieht Euer Geld ab und legt es unter das Kopfkissen! Ihr werdet sehen, das wirkt Wunder, große Wunder!!

    Ja, und wieder eimal ein unhaltbarer NAZI-Vergleich, da man beim »Handelsblatt« unfähig zu sein scheint, ‚rrrichtige Systemkritikargumente‘ vorzubringen. Zu welchem Konzern gehört das Handelsblatt noch einmal??? Folge den Spuren des Geldes! — Literaturtip zum Themenkomplex USA / Wirtschaft / Nationalsozialismus: Werner Rügemer, Verhängnisvolle Freundschaft. Wie die USA Europa eroberten. Erste Stufe: Vom 1. zum 2. Weltkrieg, Papyrossa Verlag, 2023. — Ferner bin ich der Auffassung: »Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.« ( RW ) Darüber hinaus gilt für mich, dass der Kapitalismus letztlich noch viel perfider menschenverachtender als der Faschismus ist. Aber das ist ein anderes Thema.

    1. Roland Weinert: Die Deutschen kaufen schon keine Autos mehr. Und wenn welche aus
      China ec. Man kann sich ein Deutsches Auto gar nicht mehr leisten. Min. die Hälfte der
      Zulassungen deutscher Autos, werden Firmenfahrzeuge. Das Geld unter das Kopfkissen
      legen ist / wäre eine gute Möglichkeit gegen das „System“ zu protestieren. Aber: Das
      System schränkt immer mehr den Einkauf mit Bargeld ein. Jetzt sind es noch 5.000 € die
      man bar zahlen darf. Wie soll jemand ein Auto für 20.000€ mit dem Geld unter dem
      Kopfkissen bezahlen?

  2. •Sie bekommt die Energiekrise nicht in den Griff,..“
    Tja, wenn eine Energie(oder sonstige)krise plötzlich, unerwartet und ohne Zutun, dafür aber uneingeladen, unbezähmbar vor der Tür steht, kann man nichts tun.
    •…schaut dabei zu, wie die unproduktive Verwaltung immer größer zu werden scheint.“
    Siehe oben;aber immerhin blieb noch peosaischerRaum für den Konjunktiv.
    •Sie tun, was sie tun müssen – es ist eine existenzielle Entscheidung.“
    Weise, gar reflektierte Worte: existentiell, bisher dem Wohle dienend, doch nun am Rande der Verarmung – ach was, Verelendung.
    •Auf solche Ideen kommt man nur…(wer)sich längst im Nachbeten von Credos erschöpft hat – und offenbar gelernt hat, lästige Realitäten (täglich und aus Überzeugung) auszublenden.“
    Chapeau,stimmt auffallend.
    Aber immerhin wird das Phrasenschwein täglich fetter und gebiert unzählige Nachkommen.
    Übrigens,wichtige Info:jetzt ist es raus-RexGildo trug Perücke ,nachts ist’s kälter als draußen und in Kiena fiel soeben (mindestens) ein alter Sack auf Fahrrad beim Reiskauf um.

  3. Ups-vergaß doch glatt zu erwähnen, dass im Beitrag viel Erhellendes steckt.Danke(vielleicht klappt’s ja mit Anbiederung).
    Sie bekommt die Energiekrise nicht in den Griff,..“
    Tja, wenn eine Energie(oder sonstige)krise plötzlich, unerwartet und ohne Zutun, dafür aber uneingeladen, unbezähmbar vor der Tür steht, kann man nichts tun.
    •…schaut dabei zu, wie die unproduktive Verwaltung immer größer zu werden scheint.“
    Siehe oben;aber immerhin blieb noch peosaischerRaum für den Konjunktiv.
    •Sie tun, was sie tun müssen – es ist eine existenzielle Entscheidung.“
    Weise, gar reflektierte Worte: existentiell, bisher dem Wohle dienend, doch nun am Rande der Verarmung – ach was, Verelendung.
    •Auf solche Ideen kommt man nur…(wer)sich längst im Nachbeten von Credos erschöpft hat – und offenbar gelernt hat, lästige Realitäten (täglich und aus Überzeugung) auszublenden.“
    Chapeau,stimmt auffallend.
    Aber immerhin wird das Phrasenschwein täglich fetter und gebiert unzählige Nachkommen.
    Übrigens,wichtige Info:jetzt ist es raus-RexGildo trug Perücke ,nachts ist’s kälter als draußen und in Kiena fiel soeben (mindestens) ein alter Sack auf Fahrrad beim Reiskauf um.

  4. Ein Haltungs-Märchen im Ultra-Kapitalismus-Land für Berufsempörte, das erzählt uns RdL heute zum späten Fasten-Frühstück eines fingiert fixen Wirtschaftsstandortes inmitten der Globalisierung. Wenn politisch Unmoralische wirtschaftlich Moralfreie zu moralischem Handeln einladen oder nötigen wollen, kommt das dabei heraus: Nüx. Solidarität unter Parasiten und Prädatoren? Das ist selbst für ein Hardcore-Märchen zu viel hartes Brot. Doch diese Realität wird vielleicht die Erwerbslosen-Matrix verändern, wenn denn da zukünftig noch vor der „KI“-gesteuerten Total-Robotisierung ein Facharbeiter-Überschuss herrscht und der Exportweltmeister dem Profit-Endgegner gewahr wird.

    Für DE also einen Schritt weiter auf der Zielgeraden ins Nirgendwo, nachdem Norwegen jetzt offiziell unterwandert oder überwältigt wurde, tanzen auch die vier Ringe ab. Das ist einerseits weder Nobelpreis verdächtig, andererseits auch nicht olympisch – dazu bräuchte es 5 Ringe. Doch vielleicht zählt der um sich selbst kreisende kapitale Standortvorteil in den US als Ring..? Das voltigieren der bürgernahen Sozialstaatslegende auf jeden Fall.

    Wie auch immer, das ist Notwehr, wie uns RdL erklärt: »Früher oder später wandern die Unternehmen ab, […] wenn sie wirtschaftlich überleben wollen […] es ist eine existenzielle Entscheidung.« Also wenn die Aktienrendite weiter an der 10% Marke kratzen soll, wie die letzten 10 Jahre, um genau zu sein. Denn darunter macht doch nun wirklich keine Existenz Spaß. Und wir lernen mal von der anderen Seite: Für Patriotismus kannst du dir auch nichts kaufen.

    1. Ein Haltungs-Märchen…(begründet mit)… Notwehr“
      Na, das war aber keineswegs sehr diplomtisch formuliert, da doch eher ich für’s direkt „Grobe“ verantwortlich zeichne😉.
      Da aber alle Wege hier(nicht) nach Rom führen, ist’s unerheblich, ob man sich dennoch die sinn- und nutzlose Qual gelegentlich auf die ein oder andere Weise antut, solange man den ‚Ausführungen/Inhalten‘ keine tatsächliche Bedeutung bemisst.
      Einige der hier früher Inhalt/Niveau Hochhaltenden, verglichen diesen T/Rummelplatz mit einem pöhsen Unfall, bei dem man einfach nicht wegzuschauen vermag.
      Dies Problem hatte ich glückerweise, auch im realen Leben, noch nie.
      Aber meines scheint, zwar anders gelagert, aber dennoch abträglich zu sein.
      Jeder kennt das: ob bei Verletzung, Wunde, Zahnweh usw. wird kontrolliert, gefummelt, gedrückt, geprüft, ob’s denn noch schmerzt.
      JA, tut es jedes Mal-man weiß es bereits zuvor, aber die vage Hoffnung darauf, dass es nur ein wirrer Traum oder optional das Schlimmste überstanden ist, scheint übermächtig zu sein.🤕

      Kleiner,erholsamer Tipp zur Entspannung:
      17.10./Manova/Belächelte Greise

      P.S. „Also wenn die Aktienrendite weiter an der 10% Marke kratzen soll….darunter macht doch nun wirklich keine Existenz Spaß.“👍
      Gut erkannt:darum findet auch nichts einen schäbigen Platz in all den alternativ-aufklärenden-ergüsslichenElaboratoriumsen, das nur minimal darunter anzusiedeln ist.Und aktuelle/zukünftig garantierte Armut/Not/Elend – iiiiih,geh‘ weg; gibt’s nicht.

    2. No4:Ein Haltungs-Märchen…(begründet mit)… Notwehr“
      Na, das war aber keineswegs sehr diplomtisch formuliert, da doch eher ich für’s direkt „Grobe“ verantwortlich zeichne😉.
      Da aber alle Wege hier(nicht) nach Rom führen, ist’s unerheblich, ob man sich dennoch die sinn- und nutzlose Qual gelegentlich auf die ein oder andere Weise antut, solange man den ‚Ausführungen/Inhalten‘ keine tatsächliche Bedeutung bemisst.
      Einige der hier früher Inhalt/Niveau Hochhaltenden, verglichen diesen T/Rummelplatz mit einem pöhsen Unfall, bei dem man einfach nicht wegzuschauen vermag.
      Dies Problem hatte ich glückerweise, auch im realen Leben, noch nie.
      Aber meines scheint, zwar anders gelagert, aber dennoch abträglich zu sein.
      Jeder kennt das: ob bei Verletzung, Wunde, Zahnweh usw. wird kontrolliert, gefummelt, gedrückt, geprüft, ob’s denn noch schmerzt.
      JA, tut es jedes Mal-man weiß es bereits zuvor, aber die vage Hoffnung darauf, dass es nur ein wirrer Traum oder optional das Schlimmste überstanden ist, scheint übermächtig zu sein.🤕
      –
      Kleiner,erholsamer Tipp zur Entspannung:
      17.10./Månøva/Belächelte Greise
      P.S. „Also wenn die Aktienrendite weiter an der 10%Marke kratzen soll….darunter macht doch nun wirklich keine ExistenzSpaß.“👍
      Gut erkannt:darum findet auch nichts einen noch so schäbigen Platz in all den alternativ-aufklärenden-ergüsslichenElãboratoriumsen, das nur minimal darunter anzusiedeln ist.Und aktuelle/zukünftig garantierte Armut/Not/Elend-iiiiih,geh‘ weg;gibt’s nicht.

  5. Es kommt wie es kommen musste.
    Und Audi ist ja nicht die einzige Firma, die mit Ihrer Produktion auswandert.
    Noch viele andere werden Folgen.

    Wenn die Politik nicht umsteuert, dann werden wir am Ende dastehen als Agrarstaat,
    in dem der Boden mit der Hacke bearbeitet wird, weil Diesel zu teuer ist
    und der Einsatz von Tieren (Pferde und Ochsen) wegen Tierschutz verboten ist.

    1. Coroner: Es sind schon viele Firmen in die USA abgewandert. Die Politik soll umsteuern?
      Was glauben Sie wofür der Blackrockkanzler auf den Thron gestzt wurde? Er hat es doch nun
      schon immer wieder deutlich gesagt, was für ihn wichtig ist.

      1. Unsere Regierungspolitiker, vor allem BlackRock-Merz werden nicht umsteuern.
        Soviel ist klar.
        Aber dann müssen sie eben ausgetauscht werden, durch den Willen der Bevölkerung.
        Vor allem dann, wenn sie wie Merz erkennbar für ausländische Mächte arbeiten
        und unserem Land damit massiv Schaden zufügen.

        Es müssten groß angelegte Proteste zur Absetzung der Regierung durchgeführt werden.
        ZB: Generalstreik, bis die Regierung zurücktritt.

        Man sollte nicht warten, bis der Spannungs- oder Verteidigungsfall erklärt und
        der Notstand ausgerufen wird, der dann womöglich den Eisatz der Armee im Inneren ermöglicht,

        1. Coroner: Mit welchen Leuten wollen Sie einen Generalstreik veranstalten?
          Sehen sie sich doch einmal die Menschen in den Städten oder in den Supermärkten
          an. Mit den Meisten würden Sie doch nicht einmal ein Bier zusammen trinken wollen.
          Ab und zu treffe ich tatsächlich noch auf Gleichgesinnte beim Einkaufen. Kann sogar sein,
          dass ich vielleicht schon mit jemanden ins Gespräch gekommen bin, der hier auch kommentiert.
          Aber die überwiegende Mehrheit, wartet den ganzen Tag nur daraut, auf den Privaten irgendwelche
          Doko-Soaps zu glotzen, in denen sich Frauen mit Ganzkörpertatoos fetzen. Ansonsten zappen sie
          auf ihren Smartphons herum.

          1. Auch wennn es vermutlich eine treffende Beschreibung des Zustands unserer Bevölkerung ist,
            so klingt es doch sehr nach Resignation.

            Ich verstehe Sie schon und teile auch weitgehend ihre Einschätzung.
            Aber wir stehen an der Schwelle eines Atomkrieges.
            Unsere Regierung lässt in Europa (auch bei uns) gebaute und bezahlte Drohnen und Marschflugkörper
            aus der Ukraine heraus nach Russland fliegen. liefert/bezahlt dazu die Daten
            zur Zielauswahl und Zielführung.
            Unsere Regierung glaubt, je mehr man Russland mit konventionellen Angriffen reizt, desto eher
            wird Russland im Ukrainekrieg aufgeben.
            Das ist eine komplett selbstmörderische Strategie gegenüber der global stärksten Atommacht!

            Und die Medien wie auch die meisten in der Bevölkerung wollen noch nicht mal über diese
            drohende Gefahr unserer Vernichtung reden.
            Für jemand, der den kalten Krieg politisch bewusst miterlebt hat, ist diese heutige
            völlige Gleichgültigkeit gegenüber der Gefahr der eigenen atomaren Vernichtung vollkommen unverständlich.
            Die Bevölkerung scheint mental sediert worden zu sein.
            Früher nannte man so etwas „Gehirnwäsche“.

            1. Coroner: Die Lethargie der Menschen ist beängstigend. Leider muß ich gestehen,
              dass ich in den 70ern und 80ern, als alles recht locker lief, die Politik nur nebenbei
              beobachtet habe. Erst als ich anfang der 90er hörte, dass 1983 ein Sowjet-
              Offizier den wahrscheinlich letzten Krieg nur verhinderte, weil er der Elektronik
              die ihm einen Angriff der Ammis vorgaukelte nicht traute und die Gegenreaktion
              nicht auslöste, wurde mir recht schlagartig bewußt, was unsere Regierungen
              da spielten. Gedankt wurde es ihm nicht, das war damals so. Seit dem versuche ich
              aus den Medien die Wahrheiten herauszupulen. Die Medienwelt hat sich seit dem
              aber sehr schlecht entwickelt. Dem ÖRR kann man heute gar nichts mehr abkaufen
              und die früher einmal besseren Infoquellen Stern und Spiegel sind nur noch Müll.
              Die Infos aus dem Internet muß man auch sehr kritische beäugen. Was wirklich
              gerade geschieht, erfährt man wohl erst, wenn alles vorbei ist. Der „Normalmensch“
              stumpft durch die von ihm zu nutzenden Medien ab. Außerdem sind viele auch damit
              beschäftigt mit dem wenigen Geld was sie verdienen und den steigenden Ausgaben
              zurecht zu kommen. Sie achten in den Nachrichten darauf ob die Energiepreise steigen,
              aber registrieren nicht, dass Deutschland durch die Waffenlieferungen an die Ukraine
              jeden Moment das Ziel einer Hyperschallrakete sein kann. Wenn sie etwas über den Ukraine-
              Krieg sehen und hören, dann sind es die Horrorgeschichten von russischen Angriffen
              auf ukrainische Schulen und Krankenhäuser. Das sich darin Waffenlager und Drohnen-
              fabriken befanden und keine Zivilisten, wird geflissen weg gelassen. Auch von den
              Angriffen der Ukrainer auf Zivilisten in Russland hört der Normaldeutsche nichts.

  6. Wie immer lohnt sich der genauere Blick auf die Dinge. Der Energiekostenanteil beträgt ca. 3% der Erstehungskosten des Fahrzeugs (Verbrenner). Diese lassen sich mittels Strom aus Wind und Solar so ungefäht halbieren, wenn man der Direktvermarktung – eben wie in den USA – keine bürokratischen Hürden in den Weg legt. Die deutsche EE-Wirtschaft ist längst dort und etliche Autobauer sind es ebenfalls. Das ist bisher nur nicht groß aufgefallen, heimlich still und leise schließen sich die Werkstore – in beiden Branchen. Audi war jetzt einen Aufreger wert, dabei liefen die betroffenen Bauserien eh schon längst nicht mehr in Deutschland vom Band.

    1. Denk lieber nochmal nach. Ein Auto besteht fast ausschließlich aus Energie, von der Gewinnung seiner Rohstoffe über alle Schritte von deren Weiterverarbeitung bis zum fertigen Produkt.

      1. Halte ich auch für einen groben Schnitzer von 3% Kostenanteil zu reden.
        In einem Verbrenner-Auto stecken nämlich auch immense Entwicklungskosten (im Gegensatz zum technisch doch eher primitiven E-Auto) und F+E kostet auch enorm viel Energie.
        Die Herstellung der Materialien natürlich ebenso und wenn man diese wegen den hohen Energiekosten ins Ausland ausgelagert hat, dann sind es halt die Transportkosten, die dann umso höher zuschlagen….

        1. Für die Produktionsstätte, wie sie eben auch verlagert wurde sollte das durchaus passen. Die energetischen Aufwendungen insgesamt sind erheblich höher. Es gab hierüber eine ältere Studie, die sich leider nicht mehr auffinden lässt, demnach entsprach die gesamte energetische Aufwendung zur Produktion eines Autos (Verbrenner) typischerweise einer Fahrtstrecke von 160 tkm. Diese läge dann im Bereich von ca. 100.000 kWh.

  7. Nun ist das Erheben von derart hohen Zöllen mindestens ein unfreundlicher Akt, wenn nicht hybride Kriegsführung. Audi hat eben nicht rein profitorientiert gehandelt, denn sonst hätte es den Wahlausgang am 4. November abgewartet, nach dem durchaus ein Impeachment Trumps droht. Wenn das passiert, hat Audi mit Zitronen gehandelt. Es ist offene Wahlunterstützung. Und das nehmen dem Konzern Viele übel.
    Wobei Trump ausnutzt, dass ein Gegenschlag nicht möglich ist. Was können wir denn von den USA mit Zoll belegen? Autos, Staubsauger, Baumaschinen, Kühlschränke nicht mehr. Fast niemand kann sich mehr vorstellen, dass die USA beim Maschinenbau einmal führend waren. Aber die Pionierländer des Neoliberalismus sind völlig deindustrialisiert. Was natürlich so niemals festgestellt wird. Jede vernünftige Debatte blockierend.
    Das Audiwerk ist ein kleiner Fisch gegen die Zusage von der Leyens, den USA für 750 Milliarden Fossilbrennstoffe abzunehmen. Das blockiert die Energiewende.

  8. „Unser völkischer Standort“

    Der völkisch-deutsche Patriotismus als RdL’s Online-Warendauerangebot an die fossile „Unser Land zuerst!“ .-Klientel aus dem AfDBSW-Lager groovt nicht so richtig im heutigen Weltkapitalismus.? Wer hätte das gedacht. Und deutsche Kapitalisten treffen Unternehmensentscheidungen renditebasiert ohne Bekenntnis zum völkisch-deutschen Patriotismus? Wer hätte das gedacht. Und Autokunden in Europa (und China) wollen bei Preisen von Zweifufzig/Liter keine 2,5 Tonnen SUV -Dieselmonster der Fossildeutschen mehr, sodass nur noch die MAGA-USA als allerletzter Verschleudermarkt realisierbar ist? Wer hätte das gedacht.

    1. Na zum Glück ist das mit den „erneuerbar“ Elektrifizier-Aposteln und deren Rendite totalitär anders. Da weiß man als Endverbrauchter schon gar nicht mehr welches Vehikel oder anderen Mist man sich sowieso nicht kauft und erstrecht sowieso obsolet weil man zwischendurch verstorben ist.

  9. A geh….. sapperlott, wir haben doch die Klimakrise! Da brauchts doch nicht a noch ne Energiekrise!
    Selbstverständlich hat die US-Regierung – ich sage extra nicht Trump, denn die NS2-Pipeline hat Biden hochgejagt – ihre Ziele so weit erreicht, wie sie sie erreichen wollte:
    die Knallchargen in Brüssel haben sich durch schwachsinnige Sanktionen von günstiger russischer Energie abgeklemmt und die Energiepreise explodieren seit dem
    die Vollpfosten in Berlin denken nicht im Traum daran, etwas gegen die explodierenden Energiekosten – z.B. Abschaffung der CO2-Abzocksteuer, oder Wiederinbetriebnahme der verbliebenen NS1-Pipeline zu tun. Stattdessen stumpfsinniges Herumgeschwafel über den pösen Putin, der uns alle destabilisieren und ins Verderben schicken will, weil wir so frei und demokratisch sind
    eine Partei, die noch in der vorigen Bundesregierung vertreten war, verkündete ganz offen, dass sie die damals eh schon in Deutschland sehr hohen Energiepreise noch mehr verteuern will und sie von der deutschen Industrie nicht nur nichts hält, sondern auch so viel Ahnung von Wirtschaftspolitik hat, wie eine Milchkuh vom Schachspiel
    der Rest der Komödiantentruppe in Berlin ist stramm transatlantisch remote controlled und tut alles, um die US-Wirtschaft wieder great again zu machen, koste es was es wolle, what it takes! Wollt ihrrr den totalen Krr……?

    Somit läufts doch wie am Schnürchen und die amüsante Empörung bei den Hofschranzen-Berichterstattern des Reichstags entbehrt nicht einer gewissen Komik.

  10. Also, ich möchte lieber im kreativen Bereich arbeiten als in einer Autofabrik, finde SUVs klobig und unpraktisch. Kleine, elegante Verbrenner, meinetwegen auch E-Lastenraeder und ein ausgebautes Schienennetz verbinde ich eher mit Lebensqualitaet. Das viele Geld, das man in der Industrie verdient, setzt meines Erachtens die falschen Anreize, alle wollen ploetzlich so viel besitzen wie der Nachbar, fuerchterlich. (Als gebuertiger Stuttgarter darf ich so etwas sagen.)

    Das gute Leben jetzt! Raus in die Natur! Baut wieder Porsches wie in den 70ern! Hinter den Alpen die Toskana!

    Im Ernst, mir fehlt im Moment eine Stimme, die postmaterialistische Gedanken verbindet mit echtem Umweltschutz und der Frage, was wirklich wichtig ist im Leben.

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