Zwischen Friedensritualismus und Friedensfrechheit

Make Love not War
Eva Rinaldi, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

„Make Love, Not War!“ – oder: Auf der Suche nach Friedensfrechheit.

Die Friedensbewegung ist in ihrer jetzigen Erscheinungsform – vergreist und im Ritualismus erstarrt – nicht zukunftsfähig. Täubchen und über vier Jahrzehnte alte Parolen sind kaum geeignet, jüngere Menschen hinterm Ofen hervorzulocken. Benötigt wird wieder Geist, Charme, Witz, Esprit – kurz: Friedensfrechheit!

Es war auf der bundesweiten Friedensdemonstration am 3. Oktober 2024 in Berlin. Die Teilnehmer näherten sich der zentralen Abschlusskundgebung an der Siegessäule sternförmig auf unterschiedlichen Routen. Meine startete an der Rathenowerstraße/ Ecke Altmoabit. Die Anzahl der versammelten Menschen war überschaubar: Vielleicht vier- bis fünftausend. Und erdrückend dominiert von der ‚Generation 60 plus‘. Wir latschten im Schritt-Tempo, ich unterhielt mich mit ein paar Bekannten – und dann geschah es.

Friedensritualismus

Zwei, drei Reihen hinter mir feuerte jemand ins Megaphon: „Hoch-die-internatio-naaa-le So-li-da-ri-tät!!“ Etwas zaghaft, dann spärlich lauter werdend, stimmten vielleicht acht oder neun Ältere mit ein. Es klang wie das Pfeifen des Kindes im Walde. Oder war es Nostalgie? Unwillkürlich fragte ich mich: Wer soll hier eigentlich mit wem (und weshalb) international solidarisch sein? Könnten das nicht genauso gut auch die Menschen skandieren, die gerade ein paar Straßen weiter für Waffenlieferungen an die Ukraine demonstrierten?

Ich hing noch meinen Gedanken nach, da ertönte von hinten aus dem Megaphon bereits der zeitlose Klassiker: „Deut-sche Waf-fen deut-sches Geld/ mor-den mit in al-ler Welt!!“ Fraglos wahr. Eine Binse. – So näherten wir uns allmählich der Siegessäule.

Die Abschlusskundgebung startete mit einer Rede von Gesine Lötzsch von der Linkspartei. Es war die übliche Litanei:

„Die Friedensbewegung lebt, und das ist eine gute Nachricht! Im Krieg sterben immer zuerst die Armen. Jeden Tag sterben unschuldige Frauen, Kinder und Greise. Im Krieg gewinnen immer Reiche. Wer am Krieg verdient, hat kein Interesse daran, einen Krieg zu beenden. Ein einziger Leopardpanzer II kostet 27,5 Millionen Euro. Eine Grundschule in meinem Wahlkreis kostet 25 Millionen.“ Conclusio: „Lasst uns weniger Panzer und mehr Schulen bauen! Schicken wir den Aktienkurs von Rheinmetall in den Keller!“ Die friedensbewegte Menge klatschte artig Beifall.

Alles richtig. Und alles tausendmal gehört. Same procedure as every war!

Kontrast

Nichts illustriert die Sackgasse, in der sich die Friedensbewegung (oder was sich noch so nennt) seit Jahren befindet, trefflicher als die Tatsache, dass die beste – und charmanteste – Rede auf dieser Demonstration ausgerechnet von CSU-Mann Peter Gauweiler stammte! Der Mann brachte es als absoluter Außenseiter in diesem Kontext fertig, ohne sich anzubiedern oder grundlegende Differenzen zuzukleistern, dem seiner Partei traditionell feindlich eingestellten Publikum immer wieder ein herzerfrischendes Grinsen zu entlocken. Er brachte einen anderen, dringend benötigten Ton in die Veranstaltung: Etwas mehr augenzwinkernde Leichtigkeit. Ja, sogar Humor!

Friedensfrechheit

Drei friedensbewegte Haltungen sind mir schon vor über vier Jahrzehnten gehörig auf den Wecker gegangen: Ein – „Krieg dem Krieg!“ – stramm-militanter Antimilitarismus, ein aufreizend lammfrommer, fast leidensseliger Habitus, der jede Veranstaltung in eine Gandhi-Hungerei oder zumindest in einen heiligen Gottesdienst der Gewaltfreiheit verwandelte und schließlich ein emsiger, oft etwas gedankenarmer Friedensritualismus. (Vor allem der letzte Gestus scheint überlebt zu haben.)

Aber es gab auch anderes. Etwas, das man „Friedensfrechheit“ – das Wort stammt leider nicht von mir! – nennen könnte: Geist, Witz, Charme, Esprit, Lust an (bisweilen leicht zweideutigen) Wortspielen. „Entrüstet Euch!“, „Petting statt Pershing!“, „Entspannt Euch!“ und natürlich der Hippie-Klassiker „Make Love, Not War!“ lauteten einige Slogans auf der ersten großen Friedensdemo im Herbst 1981 im Bonner Hofgarten.

Und sie waren durchaus nicht dumm: Was beim letzten Spruch so flapsig daher kommt, erweist sich bei näherer Sicht als erheblich tiefgründiger, als man auf den ersten Blick erahnen würde. Bei einem berühmten Mann liest sich das so: „Wenn die Bereitwilligkeit zum Krieg ein Ausfluss des Destruktionstriebs ist, so liegt es nahe, gegen sie den Gegenspieler dieses Triebes, den Eros, anzurufen. Alles, was Gefühlsbindungen unter den Menschen herstellt, muss dem Krieg entgegenwirken.“ Das schrieb 1932 kein Geringerer als der Erfinder der Psychoanalyse an den anderen Geistesgiganten, Albert Einstein, in deren bekannt gewordenem Briefwechsel „Warum Krieg?“.

Ist der einstmals so machtvollen Friedensbewegung (oder was davon noch übrig geblieben ist) im Laufe der Jahrzehnte vielleicht der „Eros“ abhandengekommen?

„Die Friedensbewegung ist nicht sexy!“

So brachte es ein guter Bekannter auf den Punkt, mit dem ich mich über die erschreckende Indolenz weiter Bevölkerungskreise angesichts steigender Kriegsgefahr unterhielt. (Auch wenn ich mir das betreffende Wörtchen lieber für andere Anlässe vorbehalten möchte, glaube ich doch zu verstehen, was er damit meinte.) Und vielleicht ist genau das ja auch ein Grund, warum das Thema „Frieden“ für die jüngeren Generationen so unattraktiv ist. Obwohl von der Sache her alles, aber auch alles für eine enge Zusammenarbeit von Klima- und Friedensbewegung spricht!

Versuchen wir einmal probeweise einen Perspektivwechsel und stellen wir uns vor, wie die Aktionen der Friedensbewegung auf junge Menschen zwischen zwanzig und dreißig wirken mögen. Könnte es sein, dass sie in erster Linie alte Leute sehen, die mit nicht selten sauertöpfischer Mine Transparente aus dem Geschichtsbuch tragen und verstaubte Parolen skandieren? (Als Siebzigjähriger darf ich mir solche Unverschämtheiten herausnehmen!)

Kurz: Wo ist der aufmüpfige, freche, nein: ‚rotzige‘ Sound geblieben?

Die Frage ist, ob wir mit dem üblichen, seit über vier Jahrzehnten eingefahrenen Friedensritualismus („Frie-den schaf-fen oh-ne Waf-fen!“, weiße Tauben auf hellblauem Grund etc.) überhaupt noch eine namhafte Zahl von jüngeren (gar jungen) Menschen hinter dem Ofen hervorlocken, für das Thema „Krieg und Frieden“ sensiblisieren oder sogar zum Engagement verleiten können. Ich habe es anderen Orts einmal provokativ formuliert: „Diese Friedensbewegung“ – die Betonung lag auf dem Wort diese – „hat keine Zukunft!“ Let’s face it: Wenn von hinten nichts nachkommt, werden wir in zehn, zwanzig Jahren (auch ohne Krieg) ausgestorben sein!

Und um voll ins Fettnäpfchen zu treten – jetzt, liebe Friedensveteranen und -funktionäre, bitte warm anziehen: Eine kraftvolle Bewegung für den Frieden wäre im Prinzip durchaus auch ohne die altehrwürdigen, aber reichlich eingestaubten Protestformen wie Ostermärsche, Friedenstäubchen, Hannes Wader-Lieder und „In der Rüstung sind sie fix/ für die Bildung tun sie nix!“-Slogans denkbar. (Keine Angst, Ihr könntet ruhig bleiben und weitermachen! Aber als eine Fraktion einer im optimalen Falle viel, viel breiteren, bunteren, modisch gesprochen: diversen Bewegung.)

Konsequenz: Wäre es nicht angebracht, endlich zusammen mit jungen Leuten – vor allem mit denen, die gerade die „Schulstreiks gegen die Wehrpflicht“ organisieren – auf die Suche nach Friedensfrechheit, ja ‚Friedens-Lust‘ zu gehen, im Sinne der Hippies und Sigmund Freuds erneut die subversive Macht des „Eros“ im weitesten Sinne anzurufen und zu überlegen, in welchen Erscheinungsformen er uns heute wieder im dringend nötigen Kampf gegen künftige Leichengebirge und einen im Worst Case kahlen, verstrahlten Planeten unterstützen könnte? (Zur Erinnerung: ‚Making love‘ ist durchaus angenehmer, bisweilen sogar produktiver als ‚making war‘!) Eine Vorlage könnte ich schon mal liefern:

„Make Peace Movement sexy again!“

PS: Das Wort „Friedensfrechheit“ habe ich zum ersten (und letzten) Mal bei Holger Franke gelesen. In seinem 1982 im Vorfeld der NATO-Nachrüstung erschienenen höchst originellen Büchlein „Ohne mich fehlt mir was“ kontrastierte der damals 40jährige Schauspieler des Berliner Kinder- und Jugendtheaters „Rote Grütze“ auf dem Hintergrund virulenter Atomkriegsängste Erinnerungen an seine Nachkriegskindheit, Briefe, Tagebuchnotizen und Prosafragmente mit Gedichten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, insbesondere den epigrammatischen „Sinnsprüchen“ eines Friedrich von Logau (1605-1655). Lapidare Sätze mit archaischer Wucht:

In Gefahr und großer Not

bringt der Mittelweg den Tod.

 

Ein Krieg ist köstlich gut,

der auf den Frieden dringt.

Ein Fried ist schändlich arg,

der neues Kriegen bringt.

 

Das Eisen zeugt sich selbst den Rost,

von dem es wird verzehret.

Wir Deutschen haben selbst gezeugt die,

die uns jetzt verheeret.

 

Alles machet mein und dein,

dass man nicht kann friedlich sein.

Rückgriff als Angriff. Auf eine immer unheimlicher in Richtung Krieg sich zuspitzende Gegenwart, Anfang der Achtziger Jahre.

Das Buch liest sich heute merkwürdig aktuell und veraltet zugleich: Erschreckend aktuell bezogen auf die noch erheblich ungenierter als damals daherkommende Mobilmachung unserer Gesellschaft in Richtung „Kriegstüchtigkeit“. Erschreckend veraltet, weil – und hier wird man fast neidisch, was das Problembewusstsein und die Handlungsbereitschaft der damaligen Zeit angeht – nicht nur die jungen Klimaschützer, sondern auch die meisten Menschen der Generation, die vor über 40 Jahren noch zu Hunderttausenden gegen Pershing II und Cruise Missiles auf die Straße ging, heute den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und der erneuten Stationierung von Marschflugkörpern und Mittelstreckenraketen saturiert entgegenschnarchen!

(Mit freundlicher Genehmigung von Globalbridge)

Leo Ensel

Dr. Leo Ensel („Look at the other side!“) ist Konfliktforscher und interkultureller Trainer mit Schwerpunkt „Postsowjetischer Raum und Mittel-/Ost-Europa“. Veröffentlichungen zu den Themen „Angst und atomare Aufrüstung“, zur Sozialpsychologie der Wiedervereinigung sowie Studien über die Deutschlandbilder im postsowjetischen Raum. Im Neuen West-Ost-Konflikt gilt sein Hauptanliegen der Überwindung falscher Narrative, der Deeskalation und der Rekonstruktion des Vertrauens. – Der Autor legt Wert auf seine Unabhängigheit. Er fühlt sich ausschließlich den genannten Themen und keinem nationalen Narrativ verpflichtet.
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20 Kommentare

  1. Herr Dr. Ensel, da haben sie völlig Recht, die ritualisierenden Weltverbesserer mit ihrer Intoleranz und ihren Ritualen gingen und gehen mir schwer auf den S***!
    In der Sache stehe ich da durchaus hinter, aber auch da haben Sie recht, die jungen Leute brauchen uns alte Säcke nicht.
    Die machen das schon.
    Unser Sohn hat eine Gruppe von jungen Leuten, Klimaaktivisten und Pazifisten um sich versammelt, die Aktionen planen und durchführen, ich mache bisschen Logistik, zahle mal nen Bus, oder Material für Aktionen, Transparente, etc. und habe ihnen einen Raum mit Lager zur Verfügung gestellt.
    Auf meine Tipps und Erfahrungen als bald Siebzigjähriger können die gut verzichten und ich halte mich zurück!
    Ich freue mich über die Ernsthaftigkeit und das Engagement der jungen Menschen, nachdem ich Jahre an einer Altenpflegeschule unterrichtet habe und an der jungen Generation schon zu zweifeln begonnen habe.
    Da war null politisches Bewusstsein, erschreckende Unkenntnis in Geschichte, Politik, Verfassung, alles! Außer Sport!
    Aber es gibt engagierte junge Leute, sehr viele sogar und ich bin mir sicher, das auch irgendwann einmal die Systemfrage gestellt wird, spätestens dann, wie sie begreifen, das ihre Proteste nichts erreichen.
    Aber man soll sie wirklich machen lassen, die Slogans von damals stammen aus einer anderen Zeit, die jungen Menschen müssen ihr Eigenes entwickeln.
    Und das tun sie!

    1. „Aber es gibt engagierte junge Leute, sehr viele sogar und ich bin mir sicher, das auch irgendwann einmal die Systemfrage gestellt wird, spätestens dann, wie sie begreifen, das ihre Proteste nichts erreichen.“
      Klingt nicht schlecht. 🙂

      Sehr zu hoffen, dass es nicht mehr allzu lange braucht zur Stellung der Systemfrage:
      „Alle Macht dem Volke: Ich kann’s nicht mehr hören, und du?“
      https://www.youtube.com/watch?v=9NRDjX_5Mzg

      „Der Strudel der Stásis – Fallbeispiel“
      https://www.youtube.com/watch?v=QEM2xeuur5s

  2. > Die Friedensbewegung ist in ihrer jetzigen Erscheinungsform – vergreist und im Ritualismus erstarrt – nicht zukunftsfähig. Täubchen und über vier Jahrzehnte alte Parolen sind kaum geeignet, jüngere Menschen hinterm Ofen hervorzulocken. Benötigt wird wieder Geist, Charme, Witz, Esprit – kurz: Friedensfrechheit!

    Aus meiner Kenntnis ist der Grund das man die Friedensbewegung zersplittert hat. Die Gruppen sind sich alle nicht grün weil jeder den anderen verdächtigt rechter zu sein. Mit dem Rechtsframing spaltet man die Gesellschaft, nicht nur für die Wahl.

    Zudem hämmert man den Leuten ein das Aufrüstung systemrelevant ist. Anders erklärt sich für mich nicht das Pistorius in der Beliebtheit führt.

    1. Die Zersplitterung: Das nennt man glaube ich Zersetzung, aktiv betrieben von „Diensten“. Sollte es mal zur Veröffentlichung der Gestapoakten kommen, werden einigen die Kinnladen herunterfallen.

      Das Typen wie der Pistolerius „beliebt“ sind, ist einerseits ein Medienartefakt und andererseis Ausflus des nach wie vor gerne genommenen Führerprinzips.

  3. „Oh, das ist alles sehr schön, aber Stimme oder keine Stimme, das Volk kann immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht ihnen nur zu sagen, sie würden angegriffen, und den Pazifisten mangelnden Patriotismus vorzuwerfen, wodurch sie das Land der Gefahr aussetzen. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“ Kommentar Görings in einer Verhandlungspause in Nürnberg, zu dem Einwand, „in einer Demokratie gäbe es einen Unterschied (zur Diktatur), da das Volk dort durch seine gewählten Vertreter eine Stimme habe“ des US-amerikanischen Gerichtspsychologen Gustave M. Gilbert

  4. Leo hat natürlich recht. Wer den Frieden erhalten will, muss ihn attraktiv gestalten. Die Altvorderen von 1968 scheinen das gewusst zu haben. Statt des War soll man Love machen. Ist ja schon mal etwas. Dann sollte da Musik sein und wenn für den Frieden gesungen wird, dann nicht unbedingt so, dass alle einschlafen. Wie dieser hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=GqooTCWdyPg

    Das Woodstock-Festival kann man als Manifestation eines attraktiven Friedens sehen. Plus alle möglichen Kunstformen, die hierbei helfend in Aktion gesetzt wurden. All das fehlt heute. Die Jungen müssen den Eindruck gewinnen, der Friede sei ein Ort mittelalterlicher Einfalt.

    Die Linke, deren Kernanliegen der Friede sein muss, tut alles, um diesen Eindruck zu vertiefen. Überall Fallgruben aufstellen, wo der Normalmensch im Fall des Hineintappens sofort mit Sexismus, Islamo- und Homophobie beschimpft wird. Mitwirkung bei der Erschaffung einer Abstinenzlerdiktatur ist ebenfalls erwünscht. Im Bunde mit den äußerst negativen Corona-Schwurblern und Genozid-Brüllern. Dass das nichts wird, was absehbar.

    Und dann die argumentative Unfähigkeit. Niemand ist mehr in der Lage, eine zündende Rede zu halten. Man musste dazu die betagte Gesine Lötsch mobilisieren. Welche natürlich nicht in der Lage ist, den Leuten den Ukrainekrieg zu erklären.

    Was ja durchaus möglich wäre, wenn man Overton liest.

    1. Und wie der Leo Recht hat, … also wo auch immer? So Recht wie der Artur_C, er sagt zwar nichts aus über Faktisches, aber viel über den Zustand seines Rechts. Ein klitzekleines Bonmot ist doch immer nett zum Einstieg und dann kommts knüppeldick. Ich fang mal mit Sanktus Woodstock an. Ist nur ein rund zehnminütiger Ausschnitt und gibt ein paar Einblicke wie Popkultur entsteht:

      Aktualisiert am Juni 13, 2026
      Spotlight: Tariq Hübsch | Die CIA hat an Rap-Texten mitgeschrieben

      Tariq Hübsch hat zusammen mit Tahir Chaudhry ein spannendes Buch geschrieben: „Peter Thiel – Palantir, der KI-Gott und das Ende des Menschen“.

      Wer ist Peter Thiel? Sollte man ihn kennen? Muss man ihn vielleicht kennen, wenn man die Zeit, in der wir leben, besser verstehen will? Was will dieser Mann?

      Was macht eine Firma wie Palantir, wem dient Anduril Industries? In welcher Beziehung stehen Peter Thiel und seine Kumpanen aus dem Silicon Valley zum militärisch-industriellen-Geheimdienst-Komplex? Wer hat ihn so reich gemacht?

      Thiel ist Anhänger der KI-Revolution und Großsektenmitglied einer säkularen Techno-Religion. Er bekennt sich zum Transhumanismus, der Ideologie des „Human Enhancement“. „Singularität“ und „Superintelligenz“ sind die Zielmarken. Der Mensch soll auf allen Ebenen „verbessert“ werden.

      https://apolut.net/spotlight-tariq-huebsch-die-cia-hat-an-rap-texten-mitgeschrieben/

      Also natürlich kann man sich das Video auch ganz ansehn. Na dann … und jetzt zum kleingeschriebenen Massenmord. Nur ein wenig, ich mag ja mal nicht auf die dutzende Millionen Tote weltweit eingehen:

      BREAKING: Multi-Year Study of 808 Embalmers Across 5 Countries Finds 75.2% Observed Unusual White Fibrous Clots in Corpses
      The anomalous clots were estimated to be present in 23.4% of all embalmed corpses overall.
      By Nicolas Hulscher
      Global Research, July 03, 2026
      Focal Points

      A new peer-reviewed study in the International Journal of Innovative Research in Medical Science has officially documented a phenomenon embalmers have been reporting for years: unusual white fibrous structures found in the veins and arteries of deceased individuals.

      https://www.globalresearch.ca/breaking-multi-year-study-808-embalmers-finds-75-2-observed-unusual-white-fibrous-clots/5932337

      Sterbeüberschuss in Deutschland seit drei Jahren auf Rekordhöhe

      2024: Zum dritten Mal in Folge starben in einem Jahr über 300.000 Menschen mehr als geboren wurden / Forscher verweisen auf demografische Entwicklung / Studien: Geburtenrückgang und hohe Sterberate könnten mit Corona-Impfungen zusammenhängen
      1. Juli 2025

      https://multipolar-magazin.de/meldungen/0284

      Und schließlich (kein Witz, das ist offenbar das Hauptanliegen) die Befriedungsbewegung, die die Häppchen aufbereitet und tatsächlich vorgibt zu versuchen (über die aufbereiteten Häppchen) den Kapitalismus netter erscheinen zu lassen. Also wenn man vlt. oder auch nicht, hier und da etwas korrigiert. Das war mal anders:

      Samstag, 02. März 2019, 15:57 Uhr
      ~5 Minuten Lesezeit
      Marktgerechter Frieden
      Der Neoliberalismus hat die Friedensforschung entpolitisiert und sie den Gesetzen der Rentabilität unterworfen.
      von Werner Ruf

      Die Friedensforschung, einst beliebtes Forschungsgebiet von Akademikern, die auch in der Friedensbewegung aktiv waren, hat sich im Laufe der Jahre von der politischen Bewegung abgespalten. Dies ist symptomatisch für eine Wissenschaft, die sich an das herrschende Dogma des Wettbewerbs anpasst.

      In ihrer Gründungsphase definierte die Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) auf einer Tagung in Berlin-Wannsee am 24. und 25. April 1971 ihr Selbstverständnis folgendermaßen:

      „Kritische Friedensforscher/innen lehnen eine am Status quo orientierte Befriedungsforschung ab. … Kritische Friedensforscher/innen begreifen sich als wissenschaftliche Parteigänger von Menschen, die durch die ungleiche Verteilung sozialer und ökonomischer Lebenschancen in und zwischen Nationen, das heißt durch strukturelle Gewalt, betroffen sind: von Ausgebeuteten, von sozial Diskriminierten und von unmittelbar in ihrer physischen Existenz Bedrohten“ (1).

      Wird Friedensforschung konsequent gedacht, kann sie sich nicht auf Kriege in Form zwischenstaatlicher bewaffneter Auseinandersetzung beschränken, sondern sie muss die Frage nach dem Ursprung und den Ursachen von Gewalt stellen. Forschungsgegenstand werden dann alle Formen struktureller Gewalt, wie Johan Galtung sie versteht, ebenso — als Gegenmodell zum gewaltförmigen Widerstand — Formen der Gewaltfreiheit, wie Gandhi sie praktizierte.

      https://web.archive.org/web/20190723230150/https://www.rubikon.news/artikel/marktgerechter-frieden

      Aber der Herr Ensel hatte schon immer ein Auge für’s Wesentliche, z.B. Liebe und Garderobefragen, was irgendwie auch nach Woodstock klingt:

      Raissa Gorbatschowa: Die Welt ahnt nicht, was sie dieser Frau verdankt!
      Leo Ensel
      20. September 2024 um 13:30 Ein Artikel von Leo Ensel

      Vor 25 Jahren, am 20. September 1999, starb Raissa Gorbatschowa in Münster. Die Bedeutung der Philosophieprofessorin für die Ideen von Perestroika und Glasnost sowie für die Entwicklung des „Neuen Denkens“ wird immer noch unterschätzt. Von Leo Ensel.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=121581

      Ja die Welt verdankt dem Ehepaar Gorbatschow in der Tat sehr viel. Neues Denken wie neue Schläuche, plus dem alten Wein. Einen entfesselten Kapitalismus der heutzutage imstande ist, tatsächlich an sein Endziel zu gelangen. Ein Großfriedhof auf verbrannter Erde. Und nein, das kann zwar sein, aber es zielt nicht auf „wir werden alle den Atomtod sterben.“

  5. Der Wunsch, die Welt zu retten und damit Teil von etwas Größerem zu sein, ist für viele die Möglichkeit, die unendliche Sinnlosigkeit in sich selbst zu bekämpfen.

    Der aktuelle Weltkrieg wird um die Vereinnahmung des menschlichen Geistes geführt, denn die Kontrolle des menschlichen Gehirns durch subtile Manipulation ist von weit größerer Bedeutung als die Herrschaft über ein geografisches Territoriums.

    Warum versuchen es unsere „Führungskräfte“ in EU, NATO und „UnsererDemokratie“ zur Abschreckung der Feinde (Putin, Xi, Mullahs, Klingonen, etc.) nicht mal mit dem neuseeländischen Nationaltanz der Māori, dem Haka? Das soll Kraft, Stärke und Einheit demonstrieren. Sich lächerlicher machen als bisher schon, geht doch eh nicht mehr.

  6. Es ist doch einzig der Jugend Zukkkunft, dumm nur es ist auch die vom MIK. Beides zusammen geht eigentlich kaum zusammen. Die Alten – mal früher, mal später aber immer mit dem absehbaren Ende – landen i.d.R. voll in der Kralle des MPK. Und wenn dann mal alles an ‚Possibilitäten‘ abgehakt ist, alle Werte des großen Blutbildes – fein von der Lobby des Medizinisch-pharrmazeutischen Komplexes mit den Profiterwartungen abgestimmt – in die stets angepasste dunkelrote Zone überführt (die Hände üben dem Kopf zusammenschlagend) hat jeder dieser doch nur ‚Kostgänger der Jungen‘ sich tunlichst rauszuhalten aus allem was mit Zukkkunft zu tun haben könnte. Von Frieden wie auch Krieg, von Liebe und Lebensfreude haben sie gefälligst ihre Pfoten zu lassen. Was die ‚Machthaber‘ mit den Alten anzufangen wissen, hat man ja endgültig erfahren dürfen so ab März 2020.

    Nein, nein – Herr Ensel! Lassen sie die Jungen ruhig mal machen. Und wenn sie Glück haben, werden sie eher früher denn später feststellen (dürfen), dass der Flecktarn auch nicht die Lösung ist!

  7. Ich sehe eine zentrale Ursache für die „Friedensfaulheit“ vieler Politiker und Bürger zum einen in der neoliberal-konservativ-kapitalistischen Agenda und der neolilberal-konservativ-kapitalistischen Propaganda. Der Kanzler der „geistig-moralischen Wende“ 1982/83, Helmut Kohl von der CDU sprach immer von der „Gnade der späten Geburt“, um nicht über die ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Ursachen für den Niedergang der Weimarer Republik, den Terror des Dritten Reiches, den Zweiten Weltkrieg, den Holocaust, die Euthanasie, den Überfall auf Polen, Frankreich, Holland, Russland usw. und die vielen Leichenberge reden zu müssen.

    Herr Kohl beschönigte die NSDAP vor angehenden Offizieren der Bundeswehr einmal damit, dass der Opa nur in die „Nazi-Partei“ eingetreten wäre, um dort „Karierre“ zu machen. So „einfach“ war das 1933 mit der „Nazi-Partei“. Soll man daraus den Schluss ziehen, wenn er 1910 und nicht 1930 geboren worden wäre, dass er dann 1933 auch die „Nazi-Partei“ eingetreten wäre, um dort „Karierre“ zu machen?

    Zu dieser Agenda gehört auch die gezielte mediale Ablenkung. In der Tagessschau usw. kommen zwar ein paar gefilterte Meldungen über den Krieg im Gaza, in der Ukraine und im Irak. Aber das ist 1. weit weg und 2. kommt bei RTL1, RTL2, RTL3, RTL4, RTL5, PRO 17, TELE 33 und den anderen We-love-to-entertain-you-Sendern „Wer wird Millionär“, Comedy auf niederschwelligem Niveau, eine Sendung mit einer Kuh, die einen Bauern sucht, und fröhlicher Singsang und heiteres Gedudel. Wen interessieren da tote Soldaten, verstümmelte Soldaten ohne Arme/Beine, tote Zivilisten und zerstörte Häuser?

    Die andere Ursache ist m. E. der zeitliche Horizont. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 hatte die Mehrheit der Deutschen ein paar Jahre lang genug vom Krieg, um dann 1939 zusammen mit dem Führer wieder in den Krieg zu ziehen. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 hatten viele Deutsche den Krieg satt. Aber das ist lange her, viel zu lange. 2025 sind viele Deutsche offenkundig wieder hungrig nach Krieg, Tod, Leichenbergen und Zerstörung.

  8. Von wegen Friedensritualismus! Was hatten wir schon für Friedensspontis! Der kotz-grüne Joschka Fischer („Nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz! – „Bomben auf Jugoslawien!“) oder SPD-Freiheits- und Friedensminister Peter Struck der die Bundeswehr, „die größte Friedensbewegung Deutschlands“, 20 Jahre zu Friedensmärschen mit fröhlichem Brunnenbohren an den Hindukusch schickte.
    Das kann man doch gar nicht mehr toppen an Spontitum. Höchstens noch durch die Bestellung von 400 Tomahawk Friedenssicherungsflugkörpern mit 2000 km Reichweite durch den Christen-Fritz und seine Gläubiger – pardon: Gläubigen.

  9. Ich nehme an, dass viele Menschen so mit Klimaangst, Spurengasphobie und Nazipanik ausgefüllt sind, dass für Kriegsangst kein Platz mehr ist. Die Grünen machen es ja vor, die Russen und Nazis sind viel gefährlicher als Erderwärmung und CO². Außerdem kann man nicht ständig gegen alles demonstrieren, man muss Schwerpunkte setzen. „Make Love, Not War!“ funktioniert vielleicht auch nicht, weil viele Junge Menschen wegen HIV Angst haben, sich spontan mit fremden Personen einzulassen. Dazu kommt die Diffamierung der Sexualität. Frauen sollen keine Sexobjekte sein und Männer dürfen nicht vergewaltigen. Was macht man nun, wenn ein Mädchen „ich weiß nicht“ sagt, oder „nichtdoch“. Nicht oder doch? Die lustigen 68 Jahre sind vorbei, auch beim Demonstrieren.

  10. Ensel, der sich in einer Bewegung für den Frieden und nicht gegen den Krieg bewegt, vermisst also dort einen „aufmüpfige(n), freche(n) und rotzige(n)‘ Sound.“
    Na und. Kann er kundtun, interessiert aber einen Sch…ss.

  11. Lieber Leo Ensel,
    noch so viele schöne friedensfreche Worte werden am vorherrschenden System etwas verändern, wiewohl ich natürlich sehr dafür bin, junge Menschen bei ihren Protesten gegen Wehrpflicht und Kriegswirtschaft zu unterstützen.
    Als jemand, der seit Jahr und Tag Konfliktforschung betreibt vermisse ich allerdings auch bei Ihnen die Konkretisierung eines systemischen Konzepts zur Einhegung von Gewalt/Herrschaft. Vielleicht sind Sie noch in dem Denken verhaftet, dass politische Parteien das leisten können?
    Dass diese mit eine Wurzel des systemischen Übels darstellen zeigt sich inzwischen ja allerorten.
    Leider hält sich die Overton-Redaktion noch ständig mit Rechtslinksgedöns auf.
    Um über diesen Tellerrand hinaus zu blicken, bitte mal hier vorbei schauen:
    Alle Macht dem Volke: Ich kann’s nicht mehr hören, und du?“
    https://www.youtube.com/watch?v=9NRDjX_5Mzg

    „Der Strudel der Stásis – Fallbeispiel“
    https://www.youtube.com/watch?v=QEM2xeuur5s

  12. „Alles, was Gefühlsbindungen unter den Menschen herstellt, muss dem Krieg entgegenwirken“. Schön und wahr, denn Oversexed sind ja bereits alle. Woran es fehlt, sind die authentischen menschlichen Bindungen – natürlich mitten ins „Feindslager“. Wohin denn sonst, und das massenhaft.
    Es bräuchte nur einen, der dies organisiert und einen der es bezahlt. Keiner da, der mit vielleicht zwanzig oder dreißig Millionen Kleingeld den weiteren Krieg verunmöglichen möchte?

  13. Der Verrat am Bürger ( durch Friedrich Merz): Deutschland ist am Ende!

    https://www.youtube.com/watch?v=hg-Nng5y520&t=276s

    CDU will eine CHRISTLICHE Partei sein, wahre Christen wollen keine Kriege!

    SPD will eine ARBEITNEHMER Partei sein, echte sozialdemokraten wollen keine Kriege!

    GRÜNE wollen das KLIMA bewahren, Kriege machen das Klima kaputt!

    AfD ist die EINZIGE Partei die Frieden und Wohlstand für die Bürger will und wird von den oben genannten GANGSTER-PARTEIEN sabotiert!

  14. Die Schlafwandler marschieren wieder in den Weltkrieg

    https://www.unser-mitteleuropa.com/201573#comment-318372

    Der NATO-Gipfel vorige Woche brachte dieses Angriffsbündnis dem herbeigesehnten Krieg gegen Russland ein gutes Stück näher.

    Hauptsächlich wurde Kiew von Seiten der NATO wieder 40 Milliarden Euro pro Jahr (andere Quellen sprechen sogar von 70 Milliarden) zusätzlich zu all den anderen „Hilfen“ durch die EU zugesagt, um den von der Ukraine stellvertretend geführten NATO und EU-Expansionskrieg fortzusetzen.

    NATO ein Relikt des Kalten Krieges

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion hätte man die NATO auflösen müssen, da nach der von Russland ermöglichten deutschen Wiedervereinigung, keinerlei Bedrohung von Seiten Russlands bestand und der Weg für eine gedeihliche Entwicklung zwischen Russland und Europa offenstand. ALLES LESEN !!

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