
„Steadfast Noon“ nennt sich das aktuelle NATO-Manöver. Geübt wird der Massen- und Völkermord.
Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich in den kommenden Tagen an einem Nato-Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. Dazu wurden drei Tornados, die normalerweise auf Büchel stationiert sind, nach Norditalien verlegt. Sie sind in der Lage US-Atomwaffen im Rahmen der nuklearen Teilhabe in Zielgebiete zu transportieren.
Gefragt werden kann: Was wird da eigentlich geübt? Die Antwort lautet: ein Kriegsverbrechen.
Mitte der 1990-Jahre befasste sich der Internationale Gerichtshof im Auftrag der UNO mit der Frage, ob Atomwaffen mit dem Völkerrecht zu vereinbaren seien. Der Gerichtshof erklärte, dass die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen generell gegen die Regeln des humanitären Völkerrechts verstoßen würden. Einstimmig stellte der Gerichtshof fest, dass alle Staaten verpflichtet seien, ernsthaft über nukleare Abrüstung zu verhandeln und diese Verhandlungen zu einem Abschluss zu bringen.
Wie wir wissen, wurde das alles ignoriert. Dabei ist sonnenklar: Eine Waffe, die vor allem die Zivilbevölkerung opfert und deren Einsatz auch bei einem regional begrenzten Atomkrieg zu einem Ende der globalen Zivilisation führen könnte – was daran ist rechtmäßig und gerechtfertigt?
Pistorius: Abschreckung ist unsere Lebensversicherung
Was also bedeutet es, wenn Pistorius Abschreckung als „unsere Lebensversicherung“ bezeichnet? Es bedeutet, was so gut wie alle glauben: Atomwaffen sind nur zur Abschreckung da und werden (wer denkt denn an sowas?) niemals eingesetzt. Was also macht die Bundeswehr da in Norditalien eigentlich? Sie übt etwas, für das es keine praktische Verwendung gibt, mit Waffen, die in keinem denkbaren Fall eine Rolle spielen werden. Welch seltsame Art eines Trainings? Es kostet zwar eine Menge, doch es befasst sich mit – mit was eigentlich? Wird den Piloten erklärt, wie sie den Befehl zum Transport völkerrechtswidriger Waffen verweigern können? Wohl eher nicht.
Eher scheint klar zu sein: Zu behaupten, Atomwaffen garantierten uns den Frieden, seien nicht für den Einsatz geplant, aber absolut nötig, kann nur eines sein: eine drastische Lüge. Im Falle des Falles würden Atomwaffen selbstverständlich eingesetzt! Kein Geld würde dafür ausgegeben, keine Manöver würden stattfinden, wenn es anders wäre.
So zeigt auch Deutschland wieder, dass die „regelbasierte Ordnung“, das Völkerrecht also, nur dann eine Rolle spielt, wenn es gerade politisch nützlich ist. Etwa um jene Mahner zu diffamieren, die Diplomatie an die Stelle der endlosen Verlängerung des Ukrainekriegs setzen wollen oder die nicht wollen, dass noch mehr Steuermittel mit diesem Ziel zweckentfremdet werden. Hat sich doch Putin beim Angriff auf die Ukraine nicht an das Völkerrecht gehalten.
Ist also der mögliche Massenmord „unsere Lebensversicherung“? Vielleicht ist das IGH-Urteil von 1996 vergessen worden. Aber es kann doch nicht völlig unter den Tisch gefallen sein, dass eine Verteidigung Deutschlands mit Atomwaffen überhaupt nicht möglich ist.
Deutschland mit Atomwaffen nicht zu verteidigen
Neben einer Anzahl von Militärexperten hatten das in den 1970-Jahren sowohl der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert McNamara wie auch etwa der Chef der deutschen Luftwaffe und Vorsitzende des NATO-Militärausschusses Johannes Steinhoff angemahnt. Und auch für Nichtexperten ist es offensichtlich: Nukleare Verteidigung in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland ist gleichbedeutend mit der Vernichtung dieses Landes.
Was ist das also für eine „Verteidigung“, die gerade wieder geübt wird? Sie richtet größere Schäden an, als sie der Gegner von sich aus anrichten könnte. Sobald eine Seite das atomare Tabu bricht und die nukleare Schwelle überschreitet, ist die Büchse der Pandora geöffnet. Keiner weiß, was folgen würde, keiner hat eine Ahnung, ob es zur Eskalation käme und wo diese endet. Sehr wohl ist denkbar, dass Schwaden von Fallout, radioaktivem Staub also, durch die Lande ziehen würden, um Millionen von Menschen zu verstrahlen. Wer, so sollte man die Deutschen fragen, ist bereit, im Krieg gegen Russland an der Strahlenkrankheit zu sterben?
Auf jeden Fall ist klar: Atomare Abschreckung ist ein Widerspruch in sich und die aktuellen Manöver beweisen es erneut.
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Die EU, insbesondere aber auch Deutschland, muß den Völkermord nicht üben, zumal er in Deutschland – siehe Gaza – Teil der Staatsräson ist! Wobei ich aber auch Namibia oder den Holocaust keinesfalls unterschlagen möchte!
«Bei unseren Politikern gibt es keine Reflexion, keine Vision und kein Verständnis für die Welt mehr»
Jacques Baud in einem Interview
https://globalbridge.ch/es-sind-die-europaeer-die-das-groesste-hindernis-fuer-den-frieden-darstellen/
Beispiel: Finnland und Schweden, die sich beeilten Nato-Mitglieder zu werden haben sich
damit keinen Gefallen getan, sie haben ihre Wirtschaft ruiniert und ihre Buerger belogen
Russland wird an seiner Grenze atomare Vorkehrungen treffen und sich auf Mitteleuropa konzentrieren. Mit der Neutralitaet haetten beide Staaten das verhindern koennen.
„“Jacques Baud: Finnland und Schweden hatten grundsätzlich keine Probleme mit Russland, insbesondere Finnland nicht. Die Neutralität wurde vertraglich von der Sowjetunion und nach der Auflösung der UdSSR von Russland garantiert. Diese Länder unterhielten sehr gute wirtschaftliche Beziehungen und so weiter. Russland hat nie erklärt, dass es die Neutralität Finnlands und Schwedens nicht respektieren würde.
In den verschiedenen Kriegsszenarien, die während des Kalten Krieges für Europa in Betracht gezogen wurden, ging man stets davon aus, dass ein Krieg in Mitteleuropa und nicht in Nordeuropa stattfinden würde. Ausserdem gibt es in dieser Region keine relevanten Ziele.
Doch die Lage hat sich völlig verändert. Durch die EU-Sanktionen ist die Wirtschaft im Nordosten Finnlands, die vom Tourismus und der Holzindustrie aus Russland lebte, buchstäblich zusammengebrochen. Mit dem Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO und der Zustimmung zu neuen US-Stützpunkten auf ihrem Territorium hat Russland begonnen, seine militärische Präsenz in der Region auszubauen.
Wird Finnland mit seinen Wäldern von Russland angegriffen, werden die USA nichts riskieren, um ein paar Rentiere zu schützen oder zu retten. Die Berechnungen von Schweden und Finnland sind völlig naiv. Das gilt auch für die Schweiz. „“
Ein Atomkrieg, egal wer anfaengt ist am Ende auch wurscht, sollte weder geuebt und schon gar nicht realisiert werden, wer sich darueber hinwegsetzt und Kriegstreiber spielt ist ein Verbrecher, ein Massenmoerder in spe!