Sie ist wieder da!

Merkel, Heiligenfigur vor Schloss Bellevue
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

16 Jahre saß sie die Macht aus – keine fünf Jahre ist es her, dass es sich mit ihr ausgesessen hat. Nun rufen die ersten ihre Mutti zurück – diesmal soll sie in Bellevue unterkommen.

Angela Merkel als Bundespräsidentin? Die Stimmen werden lauter. Selbst im Spiegel ruft man nun nach ihr – Deutschland brauche sie. Auch die Altoliven seien nicht abgeneigt, liest man zudem in Ströers Postille, was heißen soll: Jürgen Trittin und Renate Künast könnten sich die ehemalige Mutti als obersten Mann im Staate vorstellen. Eben saß sie noch irgendwo in Italien fest, wartete zerzaust und abgekämpft wie Großmutti bei der Altenspeisung auf die erhoffte Sättigung, nur um vom italienischen Gastwirt wegen eines Selfies aufgelauert zu werden – und nun soll sie doch nochmal den Laden retten: und zwar kraft ihrer moralischen Integrität?

Haben 16 Jahre nicht gereicht? Und hat all das, was um uns herum zusammenbricht, einklappt, niedergeht, sich auflöst, zerbröselt, zerbricht und verwahrlost, nicht wenigstens ein klein Bisschen mit dieser Frau zu tun? Als ich den Eindruck bekam, dass hier eine mediale Kampagne abläuft, die die Altkanzlerin zur Bundespräsidentin bewegen soll, dachte ich mir für einen Augenblick lang, dass ich laut schreien, in die Tasten hauen möchte. Ja, mir die Empörung vom Leib schreiben will! Mich ergrimmen nach Strich und Faden. Und dann sinnierte ich einen Moment darüber und kam zu der Erkenntnis: Scheiße, warum denn eigentlich? Sollen sie doch zum Bundespräsidenten machen, wen immer sie wollen – Marie-Luise Beck, Gunther von Hagen, Gil Ofarim oder nochmal den Steinmeier, auch wenn sie dann das Grundgesetz ändern müssten. Spielt das noch eine Rolle? Und wenn alle Stricke reißen, dann vor mir auch Angela Merkel!

Frank-Walter Merkel

Das ist ja, wir wissen es zur Genüge, gar nicht »unsere Demokratie«. Es ist deren – macht damit also was ihr wollt! Setzt doch immer wieder dieselben Visagen auf die Hocker der Macht, gewährt ständig aufs Neue quasiinzestuös denselben Gestalten irgendein Pöstchen oder einen Posten – was soll es denn jene kümmern, die längst das Gefühl für dieses Gemeinwesen verloren haben, weil man es ihnen quasi aberzogen hat? Es macht keinen Unterschied, ob im Lustschlösschen Bellevue ein Apparatschik aus Separatorenfleisch und Blut residiert oder einfach bloß ein Hackbraten – ja, es ist gewissermaßen auch einerlei, ob im Kanzleramt ein richtiger Mensch verweilt oder einfach nur eine von Sora generierte Waldo-Figur: Denn es läuft auf dasselbe hinaus.

Dem Spiegel geht es echt beschissen – 186.843 Print-Abonnenten hat er noch. So weist es die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) für das letzte Quartal des letzten Jahres aus. Im dritten Quartal 2025 gab es noch 191.791 Print-Abos – Ende 2023 konnte man noch 231.350 Print-Abos absetzen. Zuletzt sanken auch die elektronischen Abonnements: von 255.681 im dritten auf 252.602 im vierten Quartal 2025. Gleichwohl: offenbar geht es ihm immer noch zu gut, denn sonst täte er nicht so, als ob jene Frau, die Deutschland 16 Jahre lang aussaß, die letzte Rettung eines völlig desillusionierten Landes ist. Es hat ja seit Frank-Verwalter Steinmeier eine gewisse Tradition, dass man Leute in dieses Amt hievt, die als moralische Instanz wirken sollen, die aber gleichzeitig an den Zuständen, die den sittlichen Verfall des Gemeinwesens bewirkten, eine unbestreitbare Mitschuld tragen. Früher machte man Böcke zu Gärtnern, heute werden [Achtung, Achtung: §90 StGB-Alarm! §90 StGB-Alarm! §90 StGB-Alarm!] zu Bundespräsidenten erhoben.

Was jammert der noch amtierende Mann an der Spitze des Staates seit 2017 doch gar bedauernswert vor sich hin: ein gespaltenes Land sei das hier, man müsse umsichtig in die Zukunft blicken, zuversichtlich sein, denn das sei immer noch das beste Deutschland, dass er je gehabt habe. Und stets formuliert er es so – seine Redenschreibenden formulieren es so –, dass man den Eindruck bekommen könnte, er habe damit rein gar nichts zu tun. Dieser arme Herr Bundespräsident soll jedoch die Kohlen aus dem Feuer holen, die Herr Steinmeier einst dort hineinbugsiert hat. Denn dieser Steinmeier, das war die graue Eminenz des rot-grünen Sozialabbaus, der Agenda 2010, von Hartz IV und Bedarfsgemeinschaftssippenhaftung, der nicht nur Einzelschicksale besiegelte, sondern nebenher noch seine Partei so sehr schwächte, dass in das entstandende Vakuum eine andere Partei zu stoßen vermochte: die Alternative für Deutschland. Vor der warnt Steinmeier heute regelmäßig und gewohnt überparteilich. Mit ihm hat dieses Phänomen der AfD ja bekanntlich nichts zu tun.

Danke, Merkel!

Wir leben in Zeiten, in der so gut wie jeder Opfer sein will – meist wegen verletzter Gefühle. Steinmeier interpretiert das Amt des Bundespräsidenten seit Beginn seines Antrittes auf eine Weise, die ihn als den Opferpräsidenten vorstellt. Dass das Land in einem desolaten Zustand ist, ganz besonders auch geistig-moralisch, scheint für ihn, der innerhalb des rot-grünen Projektes Anfang des Jahrhunderts, eine ganz perfide Rolle spielte, nur ein Produkt Dritter zu sein – als Präsident spielt er das Opfer, das nun als sittliche Koryphäe wirken soll, als spiritueller Führer der Zuversicht; er soll »unsere Demokratie« hier, »unsere Demokratie« da verteidigen. Dieser arme Mensch, wie er da ausbadet, was er selbst für uns in die Wanne einließ: man möchte heulen.

Und nun rufen sie nach der nächsten Abrissbirne, die ihn beerben könnte. Noch so ein Opfer, dass uns bald weismachen will, dass Zusammenhalt notwendig sei und wir uns nicht spalten lassen dürften? Nun gut, man muss sich den ganzen präsidialen Unsinn ja nicht antun, wie eingangs erwähnt, es ist auch nicht von Bedeutung, wer in diesem Land welches Amt belegt. Aber dann schaut man ja doch hin – das ist wie ein Unfall, da fährt doch keiner vorbei und meidet den Blickkontakt. Voyeurismus geschieht zuweilen ganz unwillkürlich. Frau Merkel also, die Frau, die das Land auf Verschleiß fahren ließ, die die Einheit Europas auf dem Gewissen hat, die Zuwanderung deregulierte und diesbezügliche Diskussionen erst gar nicht führen wollte; diese Frau Merkel, die ihre Partei herrisch genug führte, sodass jene neue Partei, für deren Erscheinen der oben genannte Herr Steinmeier eine nicht unwesentliche Rolle spielte, genug Zulauf verzeichnen konnte, um zur politischen Konkurrenz aufzusteigen, soll jetzt dieses Amt griffiger Durchhalteparolen und abgewetzter Zuversichtsrhetorik übernehmen und die Leute für ein Schicksal trösten, für das sie die Verantwortung als 16-jährige Richtlinienkompetenz trägt?

Das soll doch wohl ein Witz sein, oder? Aber andererseits: wie sonst als mit Witzen und Slapstick, soll man denn diese Bundesrepublik noch ertragen? Und selbst die beste Alternative, die man haben könnte im Schloss Bellevue, ein Bundespräsident etwa, der es ernst meint mit Ausgleich, der unbelastet ins Amt kommen würde und die Politik als Ganzes und nicht nur nach Parteibuch tadelte – zwingen Sie mich bitte nicht, einen beispielhaften Namen zu nennen, ich habe nämlich keinen parat –, würde ja rein gar nichts ändern. Weil dieses Amt a) ziemlich nutzlos und b) das System verkrustet genug ist, sodass es sich nicht mehr aufweichen ließe. Sollen sie also Merkel zur Grüßauguste berufen – von mir aus! Es ist doch alles nicht mehr von Belang. Das System zieht die Zügel an, führt seine Bürger noch enger, macht auf Gesinnungsethik bis zum letzten Mann: wer politische Ämter innehat, hat gar keine Relevanz. Oder kümmert es das Rindvieh, ob der Kerl aus der Früh- oder der Widerling aus dem Spätschicht die Bolzenschusspistole an seine Stirn drückt? Und falls doch: was ändert es an der Situation des Tieres? Sicher, Sie haben ja recht, wir werden nicht geschlachtet – aber Rindviecher, das sind wir schon.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →

Ähnliche Beiträge:

72 Kommentare

    1. Bloß nicht,
      sonst landen die Meisten (Desaparecidos) im Fußballstadion und schlimmeres, das wird dann eine Mischung aus Khmer-Rouge und Monotonen-Junta

      1. Die oder wir, aber soweit denken die Meisten von euch gar nicht, weil ihr euch das eben nicht vorstellen könnt, was die herrschende Klasse mit euch vor hat.
        Wieso eigentlich (Desaparecidos) ?

  1. Eine bessere Figur als Stenmeier würde sie wohl abgeben. Habe habe aber gelesen das ganz andere für das Amt nominiert werden sollen. Mögliche Kandidatinnen Allmendinger, Kugel, Zeh, so der Spiegel.
    Ist aber eh wurscht wer Grüß-August oder Grüß-Augustin wird denn das Volk darf eh nicht entscheiden.

    1. @ Otto0815:
      Und gesetzt den Fall, dass Volk – das deutsche – dürfte in dieser Frage entscheiden. Was meinen Sie, wie und für wen fällt die Entscheidung wohl aus. Knapp 75% der Deutschen würden Frau Merkel gern in dem Amt sehen. So wie 75% Steinmeier akzeptabel fanden, oder Gauck – gehts noch kriegstreiberischer ? – auch Herzog, der Mann mit dem Ruck erhielt völkische Zustimmung. Nur wenn man Sätze wie der von Köhler, der Lieferketten militärisch verteidigen wollte, oder von Wulff, der den Islam zu Deutschland zählte, absondert, und die Zeit dafür noch nicht reif ist, dann wird man ausgetauscht.
      Deutschland hatte bisher eine Person in diesem Amt, die auch international hohes Ansehen genoss: Heinemann. Aber da hatte man sich wohl vergriffen. Das kommt nie wieder vor. Deshalb jetzt Merkel. Erstmals eine Frau – und was für eine!! Iss doch ne Frau, oder?

  2. Ein Bild statt Schloss mit Berlin-Moabit, stände besser zu Gesicht. Die Anzahl „Unserer Demokraten“ die auf dem Personenkarussell sitzen ist recht überschaubar. Ähnlich dem eines Kinderkarussell auf der Festwiese.

  3. Genau deswegen bin ich ja für eine Volksabstimmung für das Amt des Bundespräsidenten, der/die aber dann auch eine absolute Beschränkung seines Amtes erhalten sollte – wie der King Charles.III in Großbritannien.

    Der zukünftige Bundespräsident/-in sollte nur noch ein reiner Repräsentant des Staates (= ein reiner Grüß-August, Winke-Onkel, ohne sonstige Aufgaben – die rigoros auf andere übertragen werden sollten.) sein.

    Hier seine Aufgaben, die ich gerne rigoros weg hätte:

    https://www.bundespraesident.de/DE/amt-und-aufgaben/rolle-im-staat/rolle-im-staat_node.html

    Ihr könnt euch selber welche aussuchen, die weg gehören – wie oben erwähnt der/die Bundespräsident/-in sollte nur noch für reine Repräsentations- und Kaffeekränzchen-Aufgaben da sein….nicht mehr für Vergebung/Entziehung staatlicher Regierungsämter (Bundeskanzler-; Ministerernennung bzw. -entlassung etc. usw.)

    Gruß
    Bernie

    1. Sooo beschränkt ist die Macht des Königs in GB gar nicht!
      Er kann wenig selbst entscheiden, aber die Politik indirekt mitbestimmen. Und zwar über die Ernennung von Mitgliedern des Oberhauses. Im „House of Lords“ sitzen nämlich schon lange nicht mehr nur Angehörige des Erbadels. Sondern auch vom König „geadelte“ Personen, wie die ehemalige Premierministerin May.

    2. „….der/die aber dann auch eine absolute Beschränkung seines Amtes erhalten sollte – wie der King Charles.III in Großbritannien“

      Wenn man die reichste Familie der Welt anführt, kann man mit dieser (Schein-) Beschränkung gut leben. Das bißchen (Welt-)Herrschaft erledigen die seit Jahrhunderten etablierten Institutionen.

      https://matthewehret.substack.com/p/global-britain-and-king-charles-great

      Ein Vergleich Bundespräsident-König von GB wäre – so oder so – ziemlich daneben.

      1. @venice12

        Ok, ist angekommen, und jeder kann mal irren, aber ich bleib dabei unser Bundespräsident sollte nur noch Kaffeekränzchen anführen, und Hände schütteln. Mehr Macht sollte er nicht haben – er hat ja jetzt noch einige Aufgaben, die ich ihm gern zugestehe, aber Sie wissen bestimmt worauf ich hinaus will? Oder?

        Gruß
        Bernie

    3. Wir brauchen keinen Präsidenten, vor allem nicht einen Repräsentativen.
      Der Saat selbst ist das Problem.
      Wer das immer noch nicht geschnackelt hat, dem ist nicht mehr zu helfen.

              1. nö 🪱🐟 den Gefallen tue ich IHNEN🧌 nicht – hab noch kein 🍺 mit Ihnen getrunken also sind wir nicht PER DU 😁☺️

                Amüsierte Grüße
                Bernie 😂

  4. Ich sagte schon 2016, als plötzlich die Grün angestrichenen. anfingen zu sagen das Merkel (Wir schaffen das) „einen guten Job“ macht und dass es nur schlimmer kommen kann, wenn die mal weg ist und hatte eigentlich „Merz“ im Sinn.
    Aber, der war damals noch nicht soweit und diesen Scholz hatte ja eh noch keiner auf der Rechnung.
    Und, nicht vergessen, sie selbst hatte im Februar 2020 die „Neue Normalität“ ausgerufen.

  5. Mutti kommt etwas zu spät. Zu ihrer Zeit war Merz dazu verdammt die Krümel unter dem Tisch aufzulesen, weil Mutti ihn nicht mit am Tisch haben wollte. 😉 Vielleicht will er sich jetzt dafür rächen, an uns allen, wer weiß.

  6. „Dem Spiegel geht es echt beschissen“

    Kein Wunder. Dort merken inzwischen auch die Letzten, daß sie nur noch Propaganda- und Geheimdienst-Instruktionen in Artikelform zu lesen bekommen.

    Aktuelles Beispiel, ein ellenlanger Artikel über „den KGB-Agenten“ Epstein!
    Ich hab ja schon vorletzte Woche spekuliert, wie lange es wohl dauern würde, bis auch das ehemalige Nachrichtenmaganzin diesen Hoax von Mossad und MI6 verbreiten würde, mit dem zuerst die Springer-Blätter rauskamen. Es hat wohl etwas gedauert, das im „serösen Stil“ aufzubereiten. Hier die Analyse von Thomas Röper:

    https://anti-spiegel.ru/2026/der-spiegel-fragt-war-epstein-ein-agent-des-kreml/

    Kurzes Fazit: 14 Minuten Lesezeit, in der ständig das Narrativ bedient wird, um im allerletzten Absatz so gaaanz nebenbei festzuhalten, daß es weder einen Beweis noch einen überzeugenden Hinweis für die Nummer gäbe und selbst Geheimdienstler und -Experten das für ausgeschlossen halten.
    Wer sich als Spiegelleser bis dahin durchgearbeitet hat, muß sich doch völlig bescheuert vorkommen, was ihm da als „Qualitätsjournalismus“ verkauft wird!

      1. Wer, wenn nicht die?
        Wobei ich ja darauf getippt hatte, daß das wieder eine Gemeinschaftsproduktion des berüchtigten „Investigativ-Teams“ von Spiegel, Bellingcrap und The Insider werden würde. So mit auf dem Schwarzmarkt gekauften Handydaten, zugeflogenen Ausweiskopien, Flugdaten aus Russland, und vielleicht auch wieder mit der zweiköpfigen Wunderwaffe Petrow & Boschirow.

        Kommt vielleicht noch….

    1. Wie können die nur ihre Riesige Immobilie an der Relotiusspitze 1 halten oder bekommen die etwa Teile der GEZ zur Finanzierung der selben Qualitäten?

      1. Über 5 Millionen kamen ganz offiziell von Gates. Das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber es hilft wirtschaften.

        https://www.berliner-zeitung.de/news/gates-stiftung-unterstuetzt-den-spiegel-mit-weiteren-29-millionen-dollar-li.194183

        Direkte Staatshilfen sind auch schon lange im Gespräch:

        https://www.deutschlandfunk.de/vorerst-keine-pressefoerderung-verlage-warten-weiter-auf-staatshilfe-kein-geld-im-etat-2024-100.html

        Indirekte, etwa über Anzeigen für die Coronakampagnen, dürften auch helfen.
        Und ja, ich gehe fest davon aus, daß der Spiegel auch Geld aus GB bekommt. Zu oft „zitiert“ er „britische Geheimdienstquellen“.

        1. > Über 5 Millionen kamen ganz offiziell von Gates.

          Deshalb soviele Artikel zum Thema Epstein / Gates…

          > Das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

          Es braucht oft weniger als manche Denken.
          Ab dem ersten Euro hängt man drin.
          Lustig sind dann immer Anmerkungen „das spielt keine Rolle in unserer journalistischen Tätigkeit“.
          Ja ne.

          > Direkte Staatshilfen sind auch schon lange im Gespräch:

          Ich weis zwar nicht ob man den Unterschied noch bemerken würde, aber es wäre das offizielle Ende der 4. Gewalt.

          1. „Lustig sind dann immer Anmerkungen „das spielt keine Rolle in unserer journalistischen Tätigkeit“.
            Ja ne.“

            Jupp!
            Beim Spielge hat man so getan, als hätte man eine spezielle Rubrik neugeschaffen, die man davon finanziere. Ja, nee, ist klaaa… Deshalb hat man die „Spende“ ja auch verschwiegen, bis fremde Journalisten, darunter Thomas Röper, die Zahlung im Jahresbericht der Gates-Stiftung entdeckten! Und dann tat man so, als sei das nix… bei 200 Mio JahresUMSATZ… Nur daß die Spende kein „Umsatz“ war, sondern 1:1 Gewinn.

            Mit dem Thema hat sich auch mal Thomas Röper beschäftigt, und einen Spiegel-Artikel über Gates gefunden, der im Tenor abgehalten war, Gates würde eine Art Weltherrschaft anstreben. Sehr negativ aber sachlich gut begründet. Und aus der Zeit VOR der ersten „Spende“ der B&M Gates-Stiftung. Wenige Jahre später und nach der Spende ein neuer Artikel über den selbstlosen Philanthropen Gates, der ja so gut sei und mit dem Spenden seines Vermögens weltweit Krankheiten bekämpfe (alles übrigens noch vor Corona).

            Das war schon mehr als nur auffällig. Ok, könnte man meinen, das seien vielleicht verschiedene Meinungen innerhalb derselben Zeitung, das kommt ja vor, daß zwei Autoren da unterschiedllich schreiben.

            Möööp! Es war beidemale DERSELBE Autor!

            😀

    2. @Elbradler
      „Aktuelles Beispiel, ein ellenlanger Artikel über „den KGB-Agenten“ Epstein!“

      Oha, hat man jetzt die Dienste geändert, vorher soll er für die Stasi gearbeitet und die sollen die Infos an den KGB weitergeleitet haben.
      Jeden Tag was Neues

  7. Vielen Dank Herr Autor für den fulminanten Artikel. Es wurde ja gemunkelt, dass sich die Abrissbirne nach Paraguay auf ihre Finca bei Oiviedo verkrümeln würde. Ihre Sippschaft hatte ja angeblich im gleichen Land in Hohenau ein Häuschen und soll dort zeitweise wohnhaft gewesen sein. (Quelle: Wochenblatt Paraguay). Im Zuge der FeMännerisierung sind allerdings noch weitere grauselige Politikster-Gestalten für die präsidialen Pfründen im Gespräch (Quelle: das Fachblatt für der/die/das Transatlantikfas: einBild).
    https://m.bild.de/politik/inland/steinmeier-nachfolge-diese-frauen-wollen-praesidentin-werden-der-grosse-bild-check-6996db9ee29e5d6f1421ec50

  8. „[…]„Wir werden noch ein paar Biere auf ihn trinken“ – Interview mit Martin Sonneborn zum Tod von Marco Bülow ein Artikel von: Maike Gosch.

    Im Januar dieses Jahres verstarb der Politiker (SPD, Die PARTEI), Anti-Korruptions-Aktivist und Autor Marco Bülow im Alter von 54 Jahren. Sein Tod löste große Betroffenheit und Trauer bei vielen seiner Wähler und Anhänger aus. Der Parteivorsitzende und Europaabgeordnete der Satirepartei Die PARTEI, Martin Sonneborn, kannte ihn gut. Im Interview mit den NachDenkSeiten reflektiert er über Bülows Erbe und den aktuellen Zustand der deutschen und europäischen Politik oder, so Sonneborn, „das komplett irre gewordene, selbstzerstörerische, kapitalistische System“. Die Fragen stellte Maike Gosch.[…]“

    Quelle:

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=146512

    Anmerkungen:

    Marco Bülow fehlt schon jetzt.

    Marco Bülow saß, anders als Frau Joana Cotar, die neuerdings in sämtlichen Alternativmedien herumgereicht wird, immerhin über 20 Jahre für die SPD im Bundestag bevor er die SPD-Partei,und den Bundestag verließ, und sich, zu seinen Lebzeiten noch, in DER PARTEI des Herrn Sonneborn engagierte, sowie sich auch sonst gegen die „Lobbykratie“ in Deutschland äußerte.

    Immerhin 12 Jahre länger als Frau Cotar, die zu ähnlichen Schlüssen wie Herr Bülow kam, wenn auch aus einer völlig anderen jetzt parteiunabhängigen Richtung – nach ihrem Austritt aus der AfD.

    Marco Bülow möge in Frieden ruhen, und seiner Familie, seinen Bekannten und Verwandten, sowie Freunden, viel Kraft in ihrer Trauer.

    Gruß
    Bernie

    1. Marco habe ich bei der Gründung des „Instituts für Solidarische Moderne“ kennen gelernt. Nach der Eröffnung teilten sich die Teilnehmer auf, um in kleinen Gruppen zu diskutieren. Marco war in der Gruppe, in der auch so Neulinge wie ich selber war. Was mir auffiel: Marco hat sich zurückgehalten, hat aufmerksam zugehört, hat sich nicht in den Vordergrund gespielt, hat nicht den MdB heraushängen lassen, jemand anders hat dann die Ideen unserer Gruppe vorgetragen.

      Eine Episode von dieser Veranstaltung ist mir noch in Erinnerung. Nach dem Mittagessen, als alle ein wenig schläfrig im Schnitzelkoma waren, wollte Andrea Ypsilanti irgendeine Verfahrensfrage zur Abstimmung durchdrücken und hatte dabei wohl mit der teilnahmslosen Schläfrigkeit der Anwesenden gerechnet. Das stand ein älterer Herr und sagte: „Dat ham wa ja nu jelernt, dat wa dat so nicht machen dürfen.“

      Das „Institut für Solidarische Moderne“ ist dann so geendet, wie „Aufstehen“, als Kopfgeburt von BeSserWissern. Marco, deine Persönlichkeit , dein Anstand und deine Bescheidenheit ist das was der Politik heute fehlt!

  9. Tja, es ist kalt geworden in Deutschland.
    Und der Friedrich taugt eben nicht als Mutti (als Papi aber auch nicht).
    Deshalb muss die richtige Mutti wieder ran.

    1. @Eric Meyer

      Da sei Merz vor *Ironie*😁

      Die Mutti ist ja so eine Art Intimfeindin 👍😎von Fritze Merz – die will ihn nur piesacken 🤣🤣🤣🤣 wie so oft im cdu-parteipolitischen Leben des Herrn Friedrich Merz 😎😁🤣👍

      Amüsierte Grüße
      Bernie

  10. Nach „der Spaziergang hat seine Unschuld verloren“ Frank Spalter Steinmeier, jetzt unsere exponentielle Inzidenz Angela M. Passt doch!
    Wir brauchen ja für die nächste Angstkrise jemanden der die Bevölkerung mit Ansprachen und Erklärungen beschwichtigt und beruhigt und vor allem ausmacht, wer die „vernünftige Mehrheit“ ist. Sonst ist das Volk ja völlig orientierungslos.

  11. Und ich dachte immer, das die Trampoline bei ihrer letzten Rede eine Bewerbung für das Amt des Bundes-Grüssaugust abgegeben hat….Aber eigentlich ist es egal, wer in Schloss Bellevue wohnt.
    Mich vertreten solche Figuren nicht. Und Achtung und Respekt muss sich bei mir Jeder/ Jede verdienen. Den gibt es nicht als Vorschuss.

  12. Den Job der Bundesgrüßaugustine kam doch unsere EU-Königin Ursula von der Leyen gleich mit erledigen! Die Reisekosten usw. rechnen wir auch über Brüssel ab. Spart Geld 😉

  13. Meine Favoritin ist nach wie vor Gabriele Krone-Schmalz.

    Es muessen mehr Externe in politische Aemter. Das ganze System faengt an unter schwerer Inzucht zu leiden mit Dekadenz als Folge. A wechselt mit B wechselt mit C. D muss aus der Schusslinie – ab nach Bruessel oder gleich Head of Nato. Zu unqualifiziert fuer das deutsche Aussenministerium? Kein Problem, ab in die UN.

    Unser System leidet unter zuviel Politikern. Es braucht Menschen aus dem richtigen Leben.

  14. Zurück zum Thema, please!

    Dass mit dem ehemaligen Sturmgeschütz – als veritablen rotem Hering – von anderen ’stinkenden‘ Fischen abgelenkt werden sollte, mag ja den Versuch wert gewesen sein. Da hätte aber besser der alte Ostfriesenwitz, der mit der vollgeladenen Mistkarre vor der Spitze des Hochzeitszuges völlig gereicht, wenn nicht besser gepasst. Egal!

    Merkel also soll’s werden! Klaro, auf die tunlichst zu erfüllenden Prämissen – ‚Frau‘ und ‚Schwarz‘ – würde sie passen, wie die Faust aufs Auge. Nun, mit der Wahl von seiten üblicher Spin-Doktoren hat ‚man‘ nicht unbedingt ein goldenes Händchen bewiesen. Und die letzten beiden ’schwarzen‘ Frühstücksdirektoren in der Pension zur schönen Aussicht (Achtung – Deepl-Übersetzung von ‚Bellevue‘) waren so überzeugend auch wieder nicht, weswegen sie dann auch …

    Jetzt also – kaum dürfen Rentnerinnen und Rentner doch wieder zur üRaz (der üppigsten Rente aller Zeiten) vermögensbildend auch noch hinzuverdienen – unsere einst ans Herz gewachsene Mutti, andere pflegten sie – schon wieder ein Fisch – aus bekannten Gründen auch als ‚Zitterrochen‘ zu titulieren. Nun, dieses ‚Syndrom‘ scheint sich nach dem Abschied aus dem Amte wieder verflüchtigt zu haben. Also ehrlich, ich würde mir das mit dem neuen Amte noch mal überlegen, nicht dass der Rochen noch mal als Rezidiv zu erscheinen hat. Und was sagt eigentlich der Göttergatte dazu? Hatte seine Gattin nicht ihre hausfraulichen Pflichten dereinst keinesfalls in der ‚Waschmaschine‘ verbracht und die Frühstücksbrötchen und die Kartoffelsuppe in der Einkaufstasche von zuhause mitgebracht? Dass – ma chère Madame Angéla – wird wohl allein protokollmäßig im Bellevue nicht mehr möglich sein, selbst wenn sich Joachim, der Sauer nicht weigern würde noch mal umzuziehen. Also, bitte vorher klären, nicht dass aus den ewigen Trennungsgerüchten doch noch was werden sollte.

    Nein, nach (mit-)erlebten bzw. durchgestandenen sechzehn Jahren muß ich einem (Schlandi-)Deutschen vermutlich nicht noch mal auffrischen, was ihm ja kaum hatte entgehen können. Ein kleiner Tipp sei mir dennoch erlaubt, um sich wieder in ihre Denke einfinden zu können. Da gibt es nämlich auf ihrem ‚Neuland‘ eine Preziose zu. „Merkel fordert“ vom ‚Alten Mann‘ auf dessen ehemaligen blog, man kucke also da https://www.altermannblog.de/merkel-fordert/. Kann ich nur – zumindest jenen, die ihre neue Kandidatur begrüssen und befürworten – zur Lektüre empfehlen. Zumal direkt daneben sich noch eine weitere adäquate Spalte finden lässt, nämlich die hier: https://www.altermannblog.de/steinmeier-warnt-2/. Ja, genau, dieser Pflichtbewohner lief bei mir unter dem Nickie Frank Walter Oberwarner. Nicht eine, sondern zwei Listen waren notwendig all seine Warnungen – die von vor seiner Vorturner-Zeit – aufzulisten. Man glaubt es nicht! https://www.altermannblog.de/steinmeier-warnt-2/ In den folgenden neun Jahren, na ja, was soll ich sagen. Goethe mal wieder: über allen Wipfeln ist Ruh!

    Auch hier drängt sich die Lektüre geradezu auf. Darf, kann das überhaupt war sein? Allein, um in der aktuellen Situation den ein oder anderen Hinweis zu erhalten, wie das neuerliche ‚Spielchen‘ abzulaufen hat in dieser ‚unserer einmaligen Demokratie‘ habe ich mich nochmal auf die Suche gemacht nach ‚Aufklärerischem‘. Ist ja schon eine Weile her seit seiner Inthronisation anno 2017. Seither ist ja ‚ne Menge passiert, abgegangen. Eine gsnze Menge Wortschöpfungen rauschten den Fluss hinab. Neuauflagen des Duden geradezu erzwingen. ‚Neuer Virus‘, ‚Maskenpflicht‘, ‚Covidioten‘, ‚Impfpflicht‘, „Doppelwumms“, „Sondervermögen“, ‚Selbstverteidigungsrecht‘, ‚Drecksarbeit‘, ‚Staatsräsonggg‘, ja sogar ‚Zeitenwende‘ um nicht’Endzeit’ sagen zu müssen …

    Weswegen ich hier mit dem ganzen Stuss nochmal ankomme? Ganz einfach, irgendwie muß sich Frank Walter ja mit irgendetwas verdient haben und wegen Hartz I bis IV kann es eigentlich wie uneigentlich nicht unbedingt gewesen sein. Obwohl … ganz so an den Haaren beigezogen wäre es auch wieder nicht, wenn man bedenkt, wie damit die Spur für den Erfolg von Frau Merkel gelegt werden konnte. Aber wie kam es denn dann mit seiner Kandidatur für’s höchste Amt im Staate? Wie schon, wie immer eben! Ja und wie jetzt? Wie immer eben, via Bild, BamS, Springer!
    Weil das – selbst hier auf OM die Wenigsten abzunerhmen bereit fähig, bereit und in der Lage sind – nicht nur den Beleg-Link, sondern auch den entsprechenden Text in Auszügen, sorry, für die Länge kann ich nichts …

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/160619-bm-bild-am-sonntag-281354
    Startseite News 19.06.2016 – Pressemitteilung
    
Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Verhältnis NATO – Russland

    Überschrift
    „Zum Verhältnis zwischen der NATO und Russland sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier gegenüber der Bild am Sonntag am 19.06.2016:“

    Alles da im Text, was sich für ein Bewerbungsschreiben auch heuer so andient, nur eben hie und da leicht gebremst in dem, was sich vor einer ‚Zeitenwende‘ nicht so geziemt, was dem widerlich pazifistischen plebs damals bestimmt nicht konveniert hätte … So jubelt und schleimt man sich dem Volk als Kandidat unter bzw. an:

    „…Was wir jetzt allerdings nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt. Wir sind gut beraten, keine Vorwände für eine neue, alte Konfrontation frei Haus zu liefern….Es wäre fatal, jetzt den Blick auf das Militärische zu verengen und allein in einer Abschreckungspolitik das Heil zu suchen. Die Geschichte lehrt uns doch: neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft muss es immer auch die Bereitschaft zum Dialog und Kooperationsangebote geben. Und deswegen müssen wir mit unseren Partnern auch wieder verstärkt über den Nutzen von Abrüstung und Rüstungskontrolle für die Sicherheit in Europa sprechen…“

    Und alsbald hieß es dann doch, „was geht mich mein saudummes Geschwätz von vorgestern an.“ Das unleidige Erlebnis anno 2014 im Frühsommer an der Kranzabwurfstelle zu Kiew – oder war es doch zu Odessa – mit den paar Blümchen am Patschehändchen, zügig von den neuen blaugelben Herrschaften erzürnt als ‚nogo‘ aus dem deutschen ÖRR entfernt wollte der Noch-Außenminister tunlichst vergessen, so wie auch seine Feststellung, er sei bei seinem Antrittsbesuch mit keinen – sagen wir mal – Banderistas zusammengesto… äh…zusammen getroffen.

    Ja doch, dann auch alles Weitere völlig plötzlich, unerwartet und ‚unprovoked‘, so wie man sich eben entsprechende Projekte zusammenklöppelt. Bzgl. der Kranzabwurfstelle noch mal. War da nicht – just diese Woche – ein ähnliches Vorkommnis, allerdings eines das erst einmal nicht schief zu laufen brauchte. Wieder als ‚Saugalopp durch die Schlandgemeinde‘ propagiert – die derzeit zweite Frau im Staate, – die Klöckner, Julia, der neue Lover, dem Liebling der Nation qua Amt des Quiz-Masters, der Jörg, der Pilawa, der mit der eigenen Insel, so wie sie jeder hat – wo stattete sie gerade ihren quasi-Staatsbesuch ab? Gensu in ‚Gaza-al-mare‘ – gut beschützt von den Helden der IDF ‚for her own security‘, vermutlich ohne Blümchen.

    Konstatiere, ES IST ANGERICHTET !

  15. Seit Merkels Abtritt als BKin hat sich ja einiges im Land geändert.
    Damals konnte man sich ja vor lauter „Merkel muss weg“-Rufen und irgendwelchen Galgen, an denen Sie baumelte, kaum retten.
    Dann aber kam die durch und durch furchtbare Ampel-Zeit mit Scholz, Baerbock und Habeck und mit ihr der Ukraine-Krieg.
    Da war die Merkel dann schnell vergessen.
    Dann folgte eine weitere GroKo, diesmal mit Merz und Klingbeil. Und da hängen wir bis heute drin.
    Der Ukraine-Krieg geht endlos weiter, es werden diskussions- und protestlos Waffen und Munition geliefert, vom Sozialstaat ist nicht mehr viel übrig, es gibt Massenentlassungen usw. usf.
    Blackrock-Merz verscherbelt das Land business-as-usual-mäßig an die USA.
    Die Stimmung in D ist am Boden, diskutiert wird quasi nur noch in kleinen Internet-Foren, ansonsten herrscht Totenstille, Kälte und Angst. D im Februar 2026.
    Aber da war doch früher mal was…irgendeine Mutti mit lachenden und dankbaren Migranten…wo ist die…was ist mit der…die gibt es doch noch, oder?
    Ja, es gibt Sie noch. Sie ist noch da. Und Sie will wieder wohin.

    1. Wer heute nachmittag in den ÖRR-news den Einzug der Merkel auf dem CDU-Parteitag zu Schdurgrd verfolgen mußte, fühlte sich bestimmt bestens erinnert an die beste Hollywood-Krönungszeremonie ever: Liz Taylor alias Cleopatra bei ihrem Einzug in Rom begrüßt vom Volk und Friedrich „Imperator“ März alias Julius Cäsar! Kaum noch steigerungsfähig datjanze,
      Nehme hiermit meinen Klöckner-Tipp von früher zurück. Das „Ding“ ist gelaufen, „Hoch lebe Kaiserin Angela die Große“!
      Bin dann mal weg,, beim ko….!

      1. Ich weiß jetzt auch, warum Steffen Seibert als Botschafter in Israel aufhört:
        Er wird Sprecher von Bundespräsidentin Merkel.
        Merkel hat das (wie immer) von langer Hand geplant und Ihre Truppen zusammengezogen.
        Ihr Triumphzug auf dem CDU-Parteitag spricht in der Tat Bände.

    1. @Wolfgang Wirth

      Das wird nicht geschehen denn Merz wird seine alte „Intimfeindin“ seit seinen ersten Politikerschritten in der CDU, Ex-BK-Merkel, wohl kaum als neue Bundespräsidentin Merkel akzeptieren….. 😉

      Ironischer Gruß
      Bernie

      1. @Bernie

        Hoffen wir es, dann hätte er mal was Richtiges getan.

        Allerdings möchte die CDU doch eigentlich gerne mit den Grünen … und die lieben jene Person, deren Name ich nicht mehr aussprechen oder schreiben werde.

        1. @Wolfgang Wirth

          Übrigens Fritze Merz bleibt Parteichef der CDU – er wurde mit 91 % wiedergewählt.

          Tja, bin zwar Wessi, aber irgendwie erinnert mich das Ergebnis an die letzten Tage der SED Erich Honeckers in der ehemaligen DDR…😁

          Gruß
          Bernie

  16. „Dem Spiegel geht es echt beschissen“

    Dazu müsste man erstens GEZ abschaffen und Urheberrecht überarbeiten .. Die verdienen dadurch sogar noch genug wenn Sie 10 Zeitungen am Tag verkaufen würden..

  17. Ich fände es ganz prima, Frau M wieder
    zu sehen, diesmal als Staatsoberhaupt.

    Eine schöne Mischung aus Erich Honecker,
    Catweazle und Oliver Hardy.
    Welche materiellen oder immateriellen
    Eigenschaften beim Vergleich jeweils führen, mag jeder für sich entscheiden.

    Am Ende die richtige Wahl mit starker
    Symbolkraft für dieses Shithole am Ende der Zeit….

  18. Ich denke, es steht so gut wie fest, daß Merkel Bundespräsidentin wird.
    Die Situation für Merz ist jetzt eine andere als früher:
    Er braucht Merkel in vielerlei Hinsicht.
    Er ist unbeliebt bei den Leuten, gilt als kalter Fisch (ist er ja auch), arrogant, überheblich, sozial eiskalt, unnahbar, menschenfeindlich, rassistisch.
    Merkel steht für einen Anti-AfD-Kurs, gilt als weltoffen, beliebt und menschlich (ich denke das nicht, aber so wird sie von vielen wahrgenommen) und könnte dem Merz-Deutschland ein „menschliches Gesicht“ verleihen.
    Natürlich wird jetzt erstmal eifrig dementiert und irgendwelche anderen Namen ins Spiel gebracht (alle völlig absurd und abwegig).
    Ich hatte schon befürchtet, daß sich Ursula von der Leyen ins Bundespräsidentenamt rettet, aber das wird dann ja wohl zum Glück nicht passieren.

  19. Ich könnte das meiste im Artikel sofort unterschreiben!
    Wenn ich früher das Merkel im Fernsehen sah, ( da habe ich noch geguckt, seit 10 Jahren nicht mehr) habe ich sofort umgeschaltet, mich brachte die Stimme allein schon auf Hundertachtzig!
    Interessant finde ich jedoch, das ausgerechnet der Spiegel meint, das Deutschland „gerettet“ werden muss .
    Da sollte man vielleicht mal nachhaken und fragen vor wem und warum!
    Lustig, oder?
    Ausgerechnet der Spiegel!!
    Das das Merkel dazu ausersehen wird, ist natürlich ein Witz, aber der Autor hat schon recht, es ist vollkommen egal, wer da in Amt und Würden ist!
    Im Eimer sind wir schon lange!

  20. Bellevue sucht… wieder dieselbe

    Es ist schon faszinierend: Ein Land mit 84 Millionen Einwohnern, Universitäten, Akademien, Gerichten, Verbänden, Thinktanks, Dichtern, Denkern, Querdenkern (im ursprünglichen Sinn) – und wenn es ernst wird, greift man ins Archiv.

    Wieder einmal.

    Jetzt also die Idee: Angela Merkel ins Schloss Bellevue. Vom Kanzleramt direkt in die moralische Beletage. Erst Richtlinienkompetenz, dann Überparteilichkeit. Karriereleiter mit Rundlauf.

    Natürlich, Präsidenten reden „nur“. Aber Reden sind nicht nichts. Man erinnere sich an Richard von Weizsäcker und den 8. Mai 1985. Ein einziger Auftritt, und der Blick auf die deutsche Geschichte verschob sich. Worte können tektonisch wirken.

    Gerade deshalb stellt sich die Frage:
    Sollte jemand, der 16 Jahre lang politisch gestaltet, entschieden, polarisiert hat, nun als über den Dingen schwebende Instanz auftreten? Wird aus Richtlinienpolitik durch bloßen Amtswechsel moralische Unbeflecktheit?

    Oder anders gefragt: Reicht ein Tapetenwechsel für eine neue Rolle?

    Es geht nicht um persönliche Abrechnung. Es geht um politische Hygiene. Das Amt des Bundespräsident lebt vom Abstand. Von der Idee, dass dort jemand sitzt, der nicht mehr Teil des täglichen Machtkampfes war – oder ihn zumindest nicht über anderthalb Jahrzehnte geprägt hat.

    Deutschland hat Professoren mit staatsrechtlicher Tiefe. Verfassungsrichter mit intellektueller Unabhängigkeit. Diplomaten mit weltpolitischer Erfahrung. Bürgerrechtler mit moralischem Rückgrat. Unternehmer mit internationalem Blick. Künstler mit gesellschaftlichem Sensorium.

    Aber offenbar herrscht in Berlin eine Art politischer Inzuchtlogik: Man kennt sich, man schätzt sich, man rotiert sich.

    Vielleicht ist das eigentliche Problem gar nicht Merkel.
    Vielleicht ist es die Vorstellung, dass Spitzenämter eine Art Abonnement sind. Wer lange genug oben war, bekommt irgendwann das nächste Stockwerk.

    Doch ein demokratisches Gemeinwesen ist kein Bonusprogramm.

    Wer das höchste Staatsamt besetzt, sollte nicht die Vergangenheit verwalten, sondern Vertrauen stiften. Und Vertrauen entsteht nicht aus Gewohnheit. Sondern aus Glaubwürdigkeit – und aus der Bereitschaft, wirklich Neues zu wagen.

    Sonst bleibt der Eindruck, dass hier nicht gewählt wird, sondern recycelt.

    Und ein Land dieser Größe sollte mehr zu bieten haben als politisches Pfandflaschenmanagement.

  21. Queen Mum ist tot – Lang lebe Queen Mutti !

    Bei allen (F/M)erkeleien, aber seien wir doch mal ehrlich, so richtig bergab ging es erst _nach_ den 16 bleiernen Jahren.

    Während Merkel sich immerhin ein „Abhören unter Freunden, das geht gar nicht“ abringen konnte (was natürlich nur das Kanzlerhandy betraf – dass der Pöbel weiter ausspioniert wird, war eh klar), wartete man bei Scholz vergeblich auf ein „Pipelines wegsprengen unter Freunden, das geht gar nicht“, und wurden die Staatsterroristen auch noch mit mrd.-schweren LNG-Aufträgen belohnt.

    Ob die zivil(isatorisch), finanziell und wirtschaftlich suizidale „Zeitenwende“ unter Merkel so glatt über die Bühne gegangen wäre, wage ich zu bezweifeln, ebenso wie die ausufernde Xenophobie, die sich in ihrer kanalisierten Sonderform, der Russophobie, nunmehr staatlich gefördert hemmungslos ausbreiten darf.

    Und last but not least sollte man die Weissagungen des Häuptlings der Casablanca-Indianer nicht unterschätzen, der über Angela Merkel sagte: „Sie könnte Sie noch überraschen. Vielleicht ist sie noch lange da.“
    https://www.youtube.com/watch?v=dJfMFkXxj5U&t=55s

  22. Ich hatte die Gelegenheit mit Frau Merkel 1989 ein kurzes Interview zu führen, als sie sich noch bei der Bürgerrechtsbewegung “Demokratischer Aufbruch“ engagierte. Mein Eindruck war: Wichtig ist immer bei Frau Merkel, was sie nicht sagt oder schreibt.

  23. Hatte eigentlich auf die Trampoline gesetzt, denn sollte BSW überraschenderweise doch noch in den Bundestag kommen, werden die Grünen ja wieder zum durchregieren gebraucht. Dafür dürften die Grünen sicher einen hohen Preis fordern. Lenchen Hüpf hat ja bis zur Ernennung des nächsten BuPrä ihren Job bei der UN erledigt. Das Amt des Bundespräsidenten ist ja auch immer der Lohn dafür, dass man als Politiker unangenehme Sachen durchgepeischt hat, wie Steinmeier die Agenda 2010 oder Gauck die Stasi-Behörde.

    Aber Merkel als Grüß-Gott-Augustine, das hätte auch was, dann kommen ja hoffentlich auch ihre beiden besten Nachäffer wieder auf die Bühne, Volker Pispers und Wilfried Schmickler. Oooch wie wär das lustig.

  24. Hier eine weitere lesenswerte Einschätzung des Themas und der aktuellen Lage:
    https://reitschuster.de/post/merkel-plant-letzten-akt-ihrer-brd-uebernahme/

    von dort zitiert:

    „Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, ein Intimfeind Merkels, die ihn einst entmachtete, soll denn auch massiv beunruhigt sein über die Gerüchte, sie könne ins Schloss Bellevue wechseln. Das befürchtete Szenario laut Bild: Die Grünen könnten Merkel zur Bundespräsidenten-Kandidatin vorschlagen – gegen den Willen von Merz. Der wäre damit in einem Fiasko: Denn Nein zu sagen zur Kandidatin aus den eigenen Reihen – das sähe merkwürdig aus.“
    ( … )
    “ „In der CDU werden zwei Kandidatinnen die besten Chancen eingeräumt: der liberalen Bildungsministerin Karin Prien und der eher konservativen Bundestagspräsidentin Julia Klöckner“, heißt es in dem Bericht.
    Prien ist überzeugte Merkelianerin und mehr grün als schwarz.
    Klöckner dagegen steht eher für die alte CDU – wäre deshalb aber kaum mehrheitsfähig, da in der Bundesversammlung die Stimmen von SPD oder Grünen nötig wären. Dank der Selbstkastration der CDU durch die „Brandmauer“. „

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert