
16 Jahre saß sie die Macht aus – keine fünf Jahre ist es her, dass es sich mit ihr ausgesessen hat. Nun rufen die ersten ihre Mutti zurück – diesmal soll sie in Bellevue unterkommen.
Angela Merkel als Bundespräsidentin? Die Stimmen werden lauter. Selbst im Spiegel ruft man nun nach ihr – Deutschland brauche sie. Auch die Altoliven seien nicht abgeneigt, liest man zudem in Ströers Postille, was heißen soll: Jürgen Trittin und Renate Künast könnten sich die ehemalige Mutti als obersten Mann im Staate vorstellen. Eben saß sie noch irgendwo in Italien fest, wartete zerzaust und abgekämpft wie Großmutti bei der Altenspeisung auf die erhoffte Sättigung, nur um vom italienischen Gastwirt wegen eines Selfies aufgelauert zu werden – und nun soll sie doch nochmal den Laden retten: und zwar kraft ihrer moralischen Integrität?
Haben 16 Jahre nicht gereicht? Und hat all das, was um uns herum zusammenbricht, einklappt, niedergeht, sich auflöst, zerbröselt, zerbricht und verwahrlost, nicht wenigstens ein klein Bisschen mit dieser Frau zu tun? Als ich den Eindruck bekam, dass hier eine mediale Kampagne abläuft, die die Altkanzlerin zur Bundespräsidentin bewegen soll, dachte ich mir für einen Augenblick lang, dass ich laut schreien, in die Tasten hauen möchte. Ja, mir die Empörung vom Leib schreiben will! Mich ergrimmen nach Strich und Faden. Und dann sinnierte ich einen Moment darüber und kam zu der Erkenntnis: Scheiße, warum denn eigentlich? Sollen sie doch zum Bundespräsidenten machen, wen immer sie wollen – Marie-Luise Beck, Gunther von Hagen, Gil Ofarim oder nochmal den Steinmeier, auch wenn sie dann das Grundgesetz ändern müssten. Spielt das noch eine Rolle? Und wenn alle Stricke reißen, dann vor mir auch Angela Merkel!
Frank-Walter Merkel
Das ist ja, wir wissen es zur Genüge, gar nicht »unsere Demokratie«. Es ist deren – macht damit also was ihr wollt! Setzt doch immer wieder dieselben Visagen auf die Hocker der Macht, gewährt ständig aufs Neue quasiinzestuös denselben Gestalten irgendein Pöstchen oder einen Posten – was soll es denn jene kümmern, die längst das Gefühl für dieses Gemeinwesen verloren haben, weil man es ihnen quasi aberzogen hat? Es macht keinen Unterschied, ob im Lustschlösschen Bellevue ein Apparatschik aus Separatorenfleisch und Blut residiert oder einfach bloß ein Hackbraten – ja, es ist gewissermaßen auch einerlei, ob im Kanzleramt ein richtiger Mensch verweilt oder einfach nur eine von Sora generierte Waldo-Figur: Denn es läuft auf dasselbe hinaus.
Dem Spiegel geht es echt beschissen – 186.843 Print-Abonnenten hat er noch. So weist es die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) für das letzte Quartal des letzten Jahres aus. Im dritten Quartal 2025 gab es noch 191.791 Print-Abos – Ende 2023 konnte man noch 231.350 Print-Abos absetzen. Zuletzt sanken auch die elektronischen Abonnements: von 255.681 im dritten auf 252.602 im vierten Quartal 2025. Gleichwohl: offenbar geht es ihm immer noch zu gut, denn sonst täte er nicht so, als ob jene Frau, die Deutschland 16 Jahre lang aussaß, die letzte Rettung eines völlig desillusionierten Landes ist. Es hat ja seit Frank-Verwalter Steinmeier eine gewisse Tradition, dass man Leute in dieses Amt hievt, die als moralische Instanz wirken sollen, die aber gleichzeitig an den Zuständen, die den sittlichen Verfall des Gemeinwesens bewirkten, eine unbestreitbare Mitschuld tragen. Früher machte man Böcke zu Gärtnern, heute werden [Achtung, Achtung: §90 StGB-Alarm! §90 StGB-Alarm! §90 StGB-Alarm!] zu Bundespräsidenten erhoben.
Was jammert der noch amtierende Mann an der Spitze des Staates seit 2017 doch gar bedauernswert vor sich hin: ein gespaltenes Land sei das hier, man müsse umsichtig in die Zukunft blicken, zuversichtlich sein, denn das sei immer noch das beste Deutschland, dass er je gehabt habe. Und stets formuliert er es so – seine Redenschreibenden formulieren es so –, dass man den Eindruck bekommen könnte, er habe damit rein gar nichts zu tun. Dieser arme Herr Bundespräsident soll jedoch die Kohlen aus dem Feuer holen, die Herr Steinmeier einst dort hineinbugsiert hat. Denn dieser Steinmeier, das war die graue Eminenz des rot-grünen Sozialabbaus, der Agenda 2010, von Hartz IV und Bedarfsgemeinschaftssippenhaftung, der nicht nur Einzelschicksale besiegelte, sondern nebenher noch seine Partei so sehr schwächte, dass in das entstandende Vakuum eine andere Partei zu stoßen vermochte: die Alternative für Deutschland. Vor der warnt Steinmeier heute regelmäßig und gewohnt überparteilich. Mit ihm hat dieses Phänomen der AfD ja bekanntlich nichts zu tun.
Danke, Merkel!
Wir leben in Zeiten, in der so gut wie jeder Opfer sein will – meist wegen verletzter Gefühle. Steinmeier interpretiert das Amt des Bundespräsidenten seit Beginn seines Antrittes auf eine Weise, die ihn als den Opferpräsidenten vorstellt. Dass das Land in einem desolaten Zustand ist, ganz besonders auch geistig-moralisch, scheint für ihn, der innerhalb des rot-grünen Projektes Anfang des Jahrhunderts, eine ganz perfide Rolle spielte, nur ein Produkt Dritter zu sein – als Präsident spielt er das Opfer, das nun als sittliche Koryphäe wirken soll, als spiritueller Führer der Zuversicht; er soll »unsere Demokratie« hier, »unsere Demokratie« da verteidigen. Dieser arme Mensch, wie er da ausbadet, was er selbst für uns in die Wanne einließ: man möchte heulen.
Und nun rufen sie nach der nächsten Abrissbirne, die ihn beerben könnte. Noch so ein Opfer, dass uns bald weismachen will, dass Zusammenhalt notwendig sei und wir uns nicht spalten lassen dürften? Nun gut, man muss sich den ganzen präsidialen Unsinn ja nicht antun, wie eingangs erwähnt, es ist auch nicht von Bedeutung, wer in diesem Land welches Amt belegt. Aber dann schaut man ja doch hin – das ist wie ein Unfall, da fährt doch keiner vorbei und meidet den Blickkontakt. Voyeurismus geschieht zuweilen ganz unwillkürlich. Frau Merkel also, die Frau, die das Land auf Verschleiß fahren ließ, die die Einheit Europas auf dem Gewissen hat, die Zuwanderung deregulierte und diesbezügliche Diskussionen erst gar nicht führen wollte; diese Frau Merkel, die ihre Partei herrisch genug führte, sodass jene neue Partei, für deren Erscheinen der oben genannte Herr Steinmeier eine nicht unwesentliche Rolle spielte, genug Zulauf verzeichnen konnte, um zur politischen Konkurrenz aufzusteigen, soll jetzt dieses Amt griffiger Durchhalteparolen und abgewetzter Zuversichtsrhetorik übernehmen und die Leute für ein Schicksal trösten, für das sie die Verantwortung als 16-jährige Richtlinienkompetenz trägt?
Das soll doch wohl ein Witz sein, oder? Aber andererseits: wie sonst als mit Witzen und Slapstick, soll man denn diese Bundesrepublik noch ertragen? Und selbst die beste Alternative, die man haben könnte im Schloss Bellevue, ein Bundespräsident etwa, der es ernst meint mit Ausgleich, der unbelastet ins Amt kommen würde und die Politik als Ganzes und nicht nur nach Parteibuch tadelte – zwingen Sie mich bitte nicht, einen beispielhaften Namen zu nennen, ich habe nämlich keinen parat –, würde ja rein gar nichts ändern. Weil dieses Amt a) ziemlich nutzlos und b) das System verkrustet genug ist, sodass es sich nicht mehr aufweichen ließe. Sollen sie also Merkel zur Grüßauguste berufen – von mir aus! Es ist doch alles nicht mehr von Belang. Das System zieht die Zügel an, führt seine Bürger noch enger, macht auf Gesinnungsethik bis zum letzten Mann: wer politische Ämter innehat, hat gar keine Relevanz. Oder kümmert es das Rindvieh, ob der Kerl aus Früh- oder der Widerling aus dem Spätschicht die Bolzenschusspistole an seine Stirn drückt? Und falls doch: was ändert es an der Situation des Tieres? Sicher, Sie haben ja recht, wir werden nicht geschlachtet – aber Rindviecher, das sind wir schon.
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motonomer for President!
Du machst mir alle Ehre aber das sind mir doch deutlich zu wenig Befugnisse. 😉
@Dan
und jeden Tag Fisch* ??
(motonomer ist in Wirklichkeit Käpt’n Iglo [evtl. auch Verleihnix] )
https://www.youtube.com/watch?v=PSG5KFLAdFY
Bloß nicht,
sonst landen die Meisten (Desaparecidos) im Fußballstadion und schlimmeres, das wird dann eine Mischung aus Khmer-Rouge und Monotonen-Junta
Die oder wir, aber soweit denken die Meisten von euch gar nicht, weil ihr euch das eben nicht vorstellen könnt, was die herrschende Klasse mit euch vor hat.
Wieso eigentlich (Desaparecidos) ?
Eine bessere Figur als Stenmeier würde sie wohl abgeben. Habe habe aber gelesen das ganz andere für das Amt nominiert werden sollen. Mögliche Kandidatinnen Allmendinger, Kugel, Zeh, so der Spiegel.
Ist aber eh wurscht wer Grüß-August oder Grüß-Augustin wird denn das Volk darf eh nicht entscheiden.
@ Otto0815:
Und gesetzt den Fall, dass Volk – das deutsche – dürfte in dieser Frage entscheiden. Was meinen Sie, wie und für wen fällt die Entscheidung wohl aus. Knapp 75% der Deutschen würden Frau Merkel gern in dem Amt sehen. So wie 75% Steinmeier akzeptabel fanden, oder Gauck – gehts noch kriegstreiberischer ? – auch Herzog, der Mann mit dem Ruck erhielt völkische Zustimmung. Nur wenn man Sätze wie der von Köhler, der Lieferketten militärisch verteidigen wollte, oder von Wulff, der den Islam zu Deutschland zählte, absondert, und die Zeit dafür noch nicht reif ist, dann wird man ausgetauscht.
Deutschland hatte bisher eine Person in diesem Amt, die auch international hohes Ansehen genoss: Heinemann. Aber da hatte man sich wohl vergriffen. Das kommt nie wieder vor. Deshalb jetzt Merkel. Erstmals eine Frau – und was für eine!! Iss doch ne Frau, oder?
Ein Bild statt Schloss mit Berlin-Moabit, stände besser zu Gesicht. Die Anzahl „Unserer Demokraten“ die auf dem Personenkarussell sitzen ist recht überschaubar. Ähnlich dem eines Kinderkarussell auf der Festwiese.
Genau deswegen bin ich ja für eine Volksabstimmung für das Amt des Bundespräsidenten, der/die aber dann auch eine absolute Beschränkung seines Amtes erhalten sollte – wie der King Charles.III in Großbritannien.
Der zukünftige Bundespräsident/-in sollte nur noch ein reiner Repräsentant des Staates (= ein reiner Grüß-August, Winke-Onkel, ohne sonstige Aufgaben – die rigoros auf andere übertragen werden sollten.) sein.
Hier seine Aufgaben, die ich gerne rigoros weg hätte:
https://www.bundespraesident.de/DE/amt-und-aufgaben/rolle-im-staat/rolle-im-staat_node.html
Ihr könnt euch selber welche aussuchen, die weg gehören – wie oben erwähnt der/die Bundespräsident/-in sollte nur noch für reine Repräsentations- und Kaffeekränzchen-Aufgaben da sein….nicht mehr für Vergebung/Entziehung staatlicher Regierungsämter (Bundeskanzler-; Ministerernennung bzw. -entlassung etc. usw.)
Gruß
Bernie
Sooo beschränkt ist die Macht des Königs in GB gar nicht!
Er kann wenig selbst entscheiden, aber die Politik indirekt mitbestimmen. Und zwar über die Ernennung von Mitgliedern des Oberhauses. Im „House of Lords“ sitzen nämlich schon lange nicht mehr nur Angehörige des Erbadels. Sondern auch vom König „geadelte“ Personen, wie die ehemalige Premierministerin May.
@Elberadler
Schäm…danke für Ihre Korrektur 😉
Gruß
Bernie
Ich sagte schon 2016, als plötzlich die Grün angestrichenen. anfingen zu sagen das Merkel (Wir schaffen das) „einen guten Job“ macht und dass es nur schlimmer kommen kann, wenn die mal weg ist und hatte eigentlich „Merz“ im Sinn.
Aber, der war damals noch nicht soweit und diesen Scholz hatte ja eh noch keiner auf der Rechnung.
Und, nicht vergessen, sie selbst hatte im Februar 2020 die „Neue Normalität“ ausgerufen.
Mutti kommt etwas zu spät. Zu ihrer Zeit war Merz dazu verdammt die Krümel unter dem Tisch aufzulesen, weil Mutti ihn nicht mit am Tisch haben wollte. 😉 Vielleicht will er sich jetzt dafür rächen, an uns allen, wer weiß.
„Dem Spiegel geht es echt beschissen“
Kein Wunder. Dort merken inzwischen auch die Letzten, daß sie nur noch Propaganda- und Geheimdienst-Instruktionen in Artikelform zu lesen bekommen.
Aktuelles Beispiel, ein ellenlanger Artikel über „den KGB-Agenten“ Epstein!
Ich hab ja schon vorletzte Woche spekuliert, wie lange es wohl dauern würde, bis auch das ehemalige Nachrichtenmaganzin diesen Hoax von Mossad und MI6 verbreiten würde, mit dem zuerst die Springer-Blätter rauskamen. Es hat wohl etwas gedauert, das im „serösen Stil“ aufzubereiten. Hier die Analyse von Thomas Röper:
https://anti-spiegel.ru/2026/der-spiegel-fragt-war-epstein-ein-agent-des-kreml/
Kurzes Fazit: 14 Minuten Lesezeit, in der ständig das Narrativ bedient wird, um im allerletzten Absatz so gaaanz nebenbei festzuhalten, daß es weder einen Beweis noch einen überzeugenden Hinweis für die Nummer gäbe und selbst Geheimdienstler und -Experten das für ausgeschlossen halten.
Wer sich als Spiegelleser bis dahin durchgearbeitet hat, muß sich doch völlig bescheuert vorkommen, was ihm da als „Qualitätsjournalismus“ verkauft wird!
Guter Hinweis…war aber auch schon lange abzusehen, das die damit kommen. 👍
Wer, wenn nicht die?
Wobei ich ja darauf getippt hatte, daß das wieder eine Gemeinschaftsproduktion des berüchtigten „Investigativ-Teams“ von Spiegel, Bellingcrap und The Insider werden würde. So mit auf dem Schwarzmarkt gekauften Handydaten, zugeflogenen Ausweiskopien, Flugdaten aus Russland, und vielleicht auch wieder mit der zweiköpfigen Wunderwaffe Petrow & Boschirow.
Kommt vielleicht noch….
Wie können die nur ihre Riesige Immobilie an der Relotiusspitze 1 halten oder bekommen die etwa Teile der GEZ zur Finanzierung der selben Qualitäten?
Über 5 Millionen kamen ganz offiziell von Gates. Das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber es hilft wirtschaften.
https://www.berliner-zeitung.de/news/gates-stiftung-unterstuetzt-den-spiegel-mit-weiteren-29-millionen-dollar-li.194183
Direkte Staatshilfen sind auch schon lange im Gespräch:
https://www.deutschlandfunk.de/vorerst-keine-pressefoerderung-verlage-warten-weiter-auf-staatshilfe-kein-geld-im-etat-2024-100.html
Indirekte, etwa über Anzeigen für die Coronakampagnen, dürften auch helfen.
Und ja, ich gehe fest davon aus, daß der Spiegel auch Geld aus GB bekommt. Zu oft „zitiert“ er „britische Geheimdienstquellen“.
> Über 5 Millionen kamen ganz offiziell von Gates.
Deshalb soviele Artikel zum Thema Epstein / Gates…
> Das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Es braucht oft weniger als manche Denken.
Ab dem ersten Euro hängt man drin.
Lustig sind dann immer Anmerkungen „das spielt keine Rolle in unserer journalistischen Tätigkeit“.
Ja ne.
> Direkte Staatshilfen sind auch schon lange im Gespräch:
Ich weis zwar nicht ob man den Unterschied noch bemerken würde, aber es wäre das offizielle Ende der 4. Gewalt.
Vielen Dank Herr Autor für den fulminanten Artikel. Es wurde ja gemunkelt, dass sich die Abrissbirne nach Paraguay auf ihre Finca bei Oiviedo verkrümeln würde. Ihre Sippschaft hatte ja angeblich im gleichen Land in Hohenau ein Häuschen und soll dort zeitweise wohnhaft gewesen sein. (Quelle: Wochenblatt Paraguay). Im Zuge der FeMännerisierung sind allerdings noch weitere grauselige Politikster-Gestalten für die präsidialen Pfründen im Gespräch (Quelle: das Fachblatt für der/die/das Transatlantikfas: einBild).
https://m.bild.de/politik/inland/steinmeier-nachfolge-diese-frauen-wollen-praesidentin-werden-der-grosse-bild-check-6996db9ee29e5d6f1421ec50
„[…]„Wir werden noch ein paar Biere auf ihn trinken“ – Interview mit Martin Sonneborn zum Tod von Marco Bülow ein Artikel von: Maike Gosch.
Im Januar dieses Jahres verstarb der Politiker (SPD, Die PARTEI), Anti-Korruptions-Aktivist und Autor Marco Bülow im Alter von 54 Jahren. Sein Tod löste große Betroffenheit und Trauer bei vielen seiner Wähler und Anhänger aus. Der Parteivorsitzende und Europaabgeordnete der Satirepartei Die PARTEI, Martin Sonneborn, kannte ihn gut. Im Interview mit den NachDenkSeiten reflektiert er über Bülows Erbe und den aktuellen Zustand der deutschen und europäischen Politik oder, so Sonneborn, „das komplett irre gewordene, selbstzerstörerische, kapitalistische System“. Die Fragen stellte Maike Gosch.[…]“
Quelle:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146512
Anmerkungen:
Marco Bülow fehlt schon jetzt.
Marco Bülow saß, anders als Frau Joana Cotar, die neuerdings in sämtlichen Alternativmedien herumgereicht wird, immerhin über 20 Jahre für die SPD im Bundestag bevor er die SPD-Partei,und den Bundestag verließ, und sich, zu seinen Lebzeiten noch, in DER PARTEI des Herrn Sonneborn engagierte, sowie sich auch sonst gegen die „Lobbykratie“ in Deutschland äußerte.
Immerhin 12 Jahre länger als Frau Cotar, die zu ähnlichen Schlüssen wie Herr Bülow kam, wenn auch aus einer völlig anderen jetzt parteiunabhängigen Richtung – nach ihrem Austritt aus der AfD.
Marco Bülow möge in Frieden ruhen, und seiner Familie, seinen Bekannten und Verwandten, sowie Freunden, viel Kraft in ihrer Trauer.
Gruß
Bernie
Marco habe ich bei der Gründung des „Instituts für Solidarische Moderne“ kennen gelernt. Nach der Eröffnung teilten sich die Teilnehmer auf, um in kleinen Gruppen zu diskutieren. Marco war in der Gruppe, in der auch so Neulinge wie ich selber war. Was mir auffiel: Marco hat sich zurückgehalten, hat aufmerksam zugehört, hat sich nicht in den Vordergrund gespielt, hat nicht den MdB heraushängen lassen, jemand anders hat dann die Ideen unserer Gruppe vorgetragen.
Eine Episode von dieser Veranstaltung ist mir noch in Erinnerung. Nach dem Mittagessen, als alle ein wenig schläfrig im Schnitzelkoma waren, wollte Andrea Ypsilanti irgendeine Verfahrensfrage zur Abstimmung durchdrücken und hatte dabei wohl mit der teilnahmslosen Schläfrigkeit der Anwesenden gerechnet. Das stand ein älterer Herr und sagte: „Dat ham wa ja nu jelernt, dat wa dat so nicht machen dürfen.“
Das „Institut für Solidarische Moderne“ ist dann so geendet, wie „Aufstehen“, als Kopfgeburt von BeSserWissern. Marco, deine Persönlichkeit , dein Anstand und deine Bescheidenheit ist das was der Politik heute fehlt!
Herr De Lapuente spricht mir aus der Seele. Besser geht nicht. Was könnte ich also noch hinzufügen?
Tja, es ist kalt geworden in Deutschland.
Und der Friedrich taugt eben nicht als Mutti (als Papi aber auch nicht).
Deshalb muss die richtige Mutti wieder ran.
@Eric Meyer
Da sei Merz vor *Ironie*😁
Die Mutti ist ja so eine Art Intimfeindin 👍😎von Fritze Merz – die will ihn nur piesacken 🤣🤣🤣🤣 wie so oft im cdu-parteipolitischen Leben des Herrn Friedrich Merz 😎😁🤣👍
Amüsierte Grüße
Bernie
Nach „der Spaziergang hat seine Unschuld verloren“ Frank Spalter Steinmeier, jetzt unsere exponentielle Inzidenz Angela M. Passt doch!
Wir brauchen ja für die nächste Angstkrise jemanden der die Bevölkerung mit Ansprachen und Erklärungen beschwichtigt und beruhigt und vor allem ausmacht, wer die „vernünftige Mehrheit“ ist. Sonst ist das Volk ja völlig orientierungslos.