
Der 1. September ist Weltfriedenstag – und der Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen. Doch ausgerechnet an diesem Tag präsentiert die Bundesregierung Russland erneut als Feind: Ist das historische Vergesslichkeit oder politisches Kalkül?
„Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“: Mit diesem Satz im Reichstag eröffnete Adolf Hitler am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg.
Am Dienstag, den 1. September 2026, haben Außenminister Wadephul und Innenminister Dobrindt öffentlich bekanntgeben, was der Deutschlandfunk und mit ihm im Gefolge der Mainstream alle schon zu wissen glaubten, sogar die Außenbeauftragte der EU, Frau Kallas, wusste es schon vor Wadephuls großem Auftritt: die Drohnen in Leipzig, das waren die Russen. Schade, dass wir es bei Nord Stream II immer noch nicht beweisen können.
Papst Leo XIV. hat in seiner Enzyklika den Verlust des historischen Gedächtnisses als einen wesentlichen Grund herausgehoben, warum wir Krieg immer noch für eine normale Lösung von Konflikten halten. Was bedeutet es also, wenn ein deutscher Außenminister ausgerechnet am 1. September sein Feindbild Russland erneut der Öffentlichkeit präsentiert?
Ist das ein gravierender Verlust historischen Gedächtnisses oder machtpolitisches Kalkül? Kann man Wadephul wirklich unterstellen, er wisse nicht, was der 1. September 1939 für uns Deutsche bedeutet? Der 1. September gilt in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Weltfriedenstag. Der Deutschlandfunk schweigt dazu, auch die Aachener Zeitung hat es vergessen. Ihre Schlagzeile am 1. September 2026 lautete: „NRW soll Rüstungsland werden“. Vom 1. September kein Wort. Ist das der Verlust unseres historischen Gedächtnisses?
„Leute, es möcht der Holunder sterben an eurer Vergeßlichkeit“ schreibt Johannes Bobrowski im letzten Vers seines Gedichtes „Holunderblüte“. Vielleicht ist die Poesie eine Möglichkeit, den gegenwärtigen Hass und die Propaganda zu ertragen:
Leute, ihr redet: Vergessen –
Es kommen die jungen Menschen,
ihr Lachen wie Büsche Holunders.
Leute, es möcht der Holunder
sterben
an eurer Vergeßlichkeit.




Eine formelle Kriegserklärung gab es in dem Falle ja meines Wissens nie. Der feige Hund Hitler ließ stattdessen eine „polnischen Angriff“ simulieren, auf den man dann nur „reagiert“ hätte. Auch den Verbündeten Polens wurde nicht der Krieg erklärt, das ließ man diese (GB zB.) selbst erledigen. Meines Wissens war die Kriegserklärung an die USA die erste offizielle seitens Deutschland in diesem Krieg.
Und genau in dieser unseligen Tradition stehen nun auch Whatafool, Dobrindt und Merz, sowie die Volli….n Kallas, die außer Russenhass nix kann (wer hat mit dieser „Chefdiplomatin“ außerhalb der EU je offiziell gesprochen?). Sie mimen die „Angegriffenen“ und wissen doch genau, daß es nicht „die Russen“ waren. Wären sie es gewesen, hätte man Beweise präsentieren können. Und „ins Muster der hybriden Kriegsführung“ passen die neuerlichen Ereignisse auch nur insofern, als daß auch bei allen (!!!!!) bisher Russland angelasteten Vorkommnissen dieser Art innerhalb der EU umgehend ebenfalls Russland beschuldigt wurde, um im Nachhinein nicht nur keine Beweise vorlegen zu können, nein, die meisten dieser Ereignisse entpuppten sich auch noch als Nicht-Ereignisse. Entweder gab es die „Drohnen“ gar nicht (es waren bspw. Kleinflugzeuge mit aktiviertem Scheinwerfer) oder es waren Privatpersonen, die ihr Spielzeug ausführten, wie in Frankfurt (M). Die letzte dieser Drohnen, die „in der Nähe des Leipziger Flughafens gefunden“ worden war, war bpsw. eine Kontrolldrohne eines Gebäudeunternehmens.
Aber es wird weiter eskaliert, da keiner diesen Kriegstreibern in den Arm fällt. Das wäre Aufgabe der Medien. Die aber treiben die Politik ja noch förmlich vor sich her….
Vielleicht ist es noch nicht jedem klar. Der Westen WILL diesen Krieg und der Ukrainekonflikt war nur EIN Schachzug, um Russland vor dem großen Halali möglichst weitgehend zu schwächen.
Die Zeichen standen schon 2005 / 2006 auf Krieg, in Moskau war das damals schon deutlich beim Wechsel der Kabinett Schröder – Merkel zu spüren, u. a. hielten damals in der deutschen Botschaft die ersten grünen Russenhasser Einzug. Spätestens 2013, im. Vorfeld der olymp. Winterspiele in Sotschi, wurde in der deutschen Presse bereits offen Räuberpistolen über Russland kolportiert.
Der Westen zieht das jetzt durch, aus deren Sicht ist Russland bald ’sturmreif‘ und das Hinterland genügend propagandistisch beackert. Das Verrückte daran, in meiner Jugend konnte ich mir nicht vorstellen, wie diese Indoktrination vor 1939 funktionieren konnte, nun ist man live dabei, furchtbar.
Ha. Na jetzt haben sie Russland da wo sie es haben wollten nicht war? Das Land mit der kampferfahrensten Armee der Welt.
Na ja, sagen wir mal das Land mit einer erfahrenen, verlusttoleranten und wenig erfolgreichen Armee.
Da die meisten Länder den Frieden mehr schätzen als autoritäre Führer, Haben die meisten Staaten glücklicherweise nicht so viel Kriegserfahrung als imperialistische Staaten.
Bei dem Teilaspekt sicher nicht, aber es hat ja keiner behauptet daß unsere lieben Führer schlau sind.
Hitler hat nichts simuliert, falls Du auf Gleiweitz anspielst, das kam erst nach dem Krieg im Nürnberger Prozess durch einen gewissen Alfred Naujock, seines Zeichens sehr umtriebiger SS- Obersturmbannführer, auf, und wurde von der nachkriegshistorte dann als wahre Geschichte verkauft, obwohl dahinter mehr als ein Fragezeichen steht, Die Nazis selber haben sich in ihren Kriegsansprachen nie auf Gleiwitz bezogen. Das mussten sie auch nicht, denn die Grenzscharmützel an der polnischen Grenze gab es Tatsache. Das musste man nicht als kriegsgrund nehmen, konnte es aber…
Klaus Kenke: „Vom 1. September kein Wort. Ist das der Verlust unseres historischen Gedächtnisses?“
Nein, ist es nicht! Die Schwerpunkte und Prioritäten bezüglich der Deutschen Geschichte werden von der russophoben Berliner Truppe jetzt nur anders gesetzt. Geschichtsrevisionismus und Revanchismus würde ich dazu sagen. Man könnte fast meinen, seit dem 24.2.2022 haben viele von den „Blockparteien“ wieder verstärkt einen Sinn in ihrem Leben gefunden. Oder nehmen wir die Bundeswehr: Wer hätte sich vor einigen Jahren noch vorstellen können, wie schneidig Breuer, Freuding und Konsorten im von uns bezahlten Fernsehen auftreten. Die Propagandafacharbeiter in den ÖRR setzen sich mit ihren Gesprächspartnern gemütlich für einen langen Plausch aufs Sofa, oder stoßen zusammen an.
https://www.ardmediathek.de/sendung/7-fragen-zukunft/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNlcmllcy9TMjAyNVdPMDEwODM1QTA
https://www.ardmediathek.de/video/zur-sache-intensiv/wehrpflicht-nato-russland-was-der-ranghoechste-soldat-in-bw-zur-wehrpflicht-sagt-i-zur-sache-intensiv/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMzgxNTQ
bitte am Min. 00:20 schauen.
Ich denke, dass sich die Berliner Regierungsclique in ihren Amtsbüros mit „Slawa Ukrajini“ begüßt.
Die Russenhasser kennen die geschichtsträchtigen Termine sehr gut!
„Am Montag besuchte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius Litauen, um an der ersten Großübung der dort stationierten 45. Panzerbrigade der Bundeswehr teilzunehmen. Dass der Besuch genau am 85. Jahrestag des deutschen Einmarsches in die Sowjetunion stattfand, ist mehr als nur eine Provokation. Er verdeutlicht den Charakter der NATO-Kriegsoffensive gegen Russland in der Ukraine, die zunehmend von den europäischen Mächten und insbesondere von Berlin angeführt wird.“
https://www.wsws.org/en/articles/2026/06/23/fskj-j23.html
Und oft denkt man, noch infantiler können die jetzt nicht mehr daherquatschen:
Jens Spahn, März 2025: „Was nützt die schönste Schuldenbremse, wenn der Russe vor der Tür steht?“
Aber sicher kennt er den Ursprung seines Gefasels!?
„Einen Tag nach Paulus’ Ernennung, am 31. Januar 1943, drangen sowjetische Truppen in das Kaufhaus „Univermag“ ein. Um 7.35 Uhr sendete Paulus’ Gefechtsstand die Meldung: „Russe steht vor der Tür. “
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paulus
Die Nutzung dieser historischen Symbole ist m.E. kein Zufall. Das alles ist Kommunikation auf Metaebene. In der Diplomatie wird normalerweise auf solche Dinge geachtet, einzig die Amerikaner sind diesbezüglich als Trampel bekannt.
Eventuell breitet sich dieses Trampeltum auch bei uns aus, immerhin sind unsere Vortänzer allesamt transatlantisch politisiert. Aber gerade was Russland angeht sind derartige Lapsus eher als Vorsatz denn Versehen zu sehen.
Am Tag von Barbarossa eine Panzerbrigade an der Ostflanke zu besuchen ist kein definitiv Symbolik.
Wenn man die Handlungen und Aussagen unserer Politiker seit 2022 mal auf einem Haufen sieht, von „Russen sehen aus wie Europäer, sind aber anders“ über „Russland wird immer unser Feind sein“ bis „Alle Russen ausweisen“ (ich frage mich, wann die Idee kommt, Russisch-stämmige in Lagern zu „konzentrieren“🤔), dann wird klar, dass hier eine Agenda verfolgt wird. Vermutlich schon sehr sehr lange…
Hiezu ein Interview von gestern mit dem russischen Botschafter der Russischen Föderation, Sergej J. Netschajew auf dem Kanal „ungeskriptet“:
https://m.youtube.com/watch?v=Tlj7LbR_c6g
Habe ich auch gesehen. Aber was hat das Kremlsprachrohr für einen Stellenwert?
Der Job des Botschafters ist die Meinung des Kremls wieder zu geben.
Eine Meinung entspricht nicht unbedingt den Tatsachen. Also wird der gute Mann alles wiederkäuen, egal ob er dabei lügt, dass sich die Balken biegen!
Und das hat er auch ausgiebig getan.
Wenn der Autor eine gerade Linie vom 1. September 1939 zum 1, September 2026 zieht, ich fürchte, da hat er auf seinem Weg Einiges vergessen.
Z.B. das hier:
https://encyclopedia.ushmm.org/content/de/article/german-soviet-pact
und das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=qdWmRJe8sUE
Es ist eindeutig ein machtpolitisches Kalkül. Der Russenfresser Wadephul hat diesen Termin bewusst gewählt. Dieser soll der Welt signalisieren: Wir treten zum dritten Mal an, Europa bis zum Ural unter unsere Knute zu zwingen….Der Kanzler, den man nicht“Pinocchio“ nennen darf, hat es ja deutlich genug gesagt: Deutschland will wieder stärkste Militärmacht in Europa werden. Und dieses „wieder“ hat nicht nur Menschen in Russland aufhorchen lassen. Denn es gab sie ja schon mal, die „stärkste Militärmacht“ Europas. Ein zerstörter Kontinent und mehr als 60 Mill. Tote waren die Folge…
Also ich tippe mal auf „historische Vergesslichkeit“ – der 01. September liegt immerhin nun, rein rechnerisch, 87 Jahre zurück.
Die Normale Lebenserwartung liegt bei Frauen bei 84 Jahren – bei Männern sogar etwas weniger – 79 Jahren.
Ich hatte mal – als ich noch ein Jungspund war – einen Kumpel, der mir einen schönen, sehr sinnigen Satz, an den Kopf war, als ich mal etwas erzählen wollte – als immer schon geschichtsinteressiertem Mensch, der ich damals schon war:
„In hundert Jahren interessiert das keinen Menschen mehr“
Tja, schade, dass ich den Kontakt schon vor Jahrzehnten verloren habe, aber der Satz ergibt für mich heute doch etwas an Sinn.
Unsere „Eliten“ handeln genauso – mal Russland ausgeklammert. Die merken nicht einmal wie geschichtsvergessen ihr tun ist, was im privaten vielleicht durchaus erwünscht sein könnte – siehe oben – aber in der internationalen Politik doch für „Verstimmungen“ sorgen könnte – nicht nur bei „den Russen“.
Was z.B. die Pläne angeht, die Merz, Klingbeil, Pistorius und Konsorten angeht Deutschland zur größten Militärmacht Europas zu machen, da haben sich auch schon heutige Allierte zu Wort gemeldet, die diese „Herrschaften“ wohl gar nicht im Plan hatten als sie diesen größenwahnsinnigen, geschichtsvergessenen Plan veröffentlicht haben – namentlich Frankreich, Großbritannien (?) und die Niederlande.
Ich tippe daher mal auf die „historische Vergesslichkeit“ – übrigens irgendwo las ich mal den Satz, dass es in jeder Generation – nach natürlichem Ableben der Vorgängergeneration – „wieder Krieg gegeben hat“…..diese absurde Logik gilt es für eine internationale Friedenswegung zur Durchbrechen.
Ich selber lebe übrigens in einer Gegend die reichlich von Franzosen, Einheimischen und Österreichern „gedüngt“ wurde – in allen vorhergehenden Jahrhunderten vor der deutsch-deutschen Einheit anno 1871 schon…..und übrigens ist diese Gegend im Südwesten Deutschlands auch der Grund warum die (angeblich) deutsch-französische Erbfeindschaft entstanden ist – Ludwig XIV, auch als „Sonnenkönig“ bekannt, wandte hier nämlich die Taktik der verbrannten Erde an, die 75 % der Ursprungsbevölkerung entweder vertrieb, oder endgültig „zu Dünger verarbeitet“ hat, um Selenskijs furchtbaren Worte von heute zu verwenden.
Apropos Ukraine – ich habe mal den (zugegeben) furchbaren Verdacht, dass diese berühmte „schwarze Erde der Ukraine“ auch reichlich mit „Dünger“ versehen wurde, wie heute schon mit „russischen Soldaten, die zu Dünger verarbeitet“ wurden, aber wie oben bereits erwähnt, dass menschliche Gedächnis reicht nur für ein Menschenleben aus, da kann so etwas – auch was die ukrainische Gesamtgeschichte, Mensch klammere die heutige faschistische Bandera-Geschichts-Ideologie dabei mal aus, angeht – sehr rasch in die Vergessenheit geraten – im Jahre des Herrn 2026.
Zynische Grüße
Bernie
Gebaut fuer den Angriff auf Infrastruktur in Russland…
https://www.n-tv.de/politik/Bau-von-Langstreckendrohnen-fuer-die-Ukraine-startet-in-Bayern-id31265994.html
Alles ganz normal im Besten Deutschland Aller Zeiten TM
zurückgeschissen. die Gruselaugusts „reagieren“ stets. der Papst kommt allerdings auch etwas spät und ich verweise kurz auf den heutigen Text von Helmut Ortner hierselbst über die Urmutter der geplanten und durchgeführten Verwirrung. Erinnerung ist schon so alt!
Also Wadephul und Dobrindt hauen sich jetzt auf die Stirn und bereuen den Vorgang zutiefst. Wie konnten wir das vergessen?
Das ist die freundliche Version der Geschichte. Die unfreundliche: sie taten das absichtlich und schauen mal, wem das auffällt. Wenige. Aber viel mehr, die das kapieren . Wir sind bei einer Neuauflage des Unternehmens Barbarossa. Wer mich kennt, weiß dass ich Letzterem zuneige.
Da gibt es überhaupt kein Vertun. Diese saudämliche und widersprüchliche Story mit der Drohne wurde mit voller Absicht am 1. September rausgehauen.
Jeder halbwegs gebildete Mensch in Deutschland und auch woanders, weiß, warum der 1. September Antikriegstag heisst.
Unfassbar ist für mich die Dreistigkeit, mit der die beiden Minister uns eine völlig absurde Story auftischen. Da ist von einem hochprofessionellen Anschlagsversuch die Rede, bei dem der Sprengstoff in einer Konservendose angebracht war. Sehr professionell! Dann kollidierte eine durchstartende Maschine mit einer Drohne. Man fand kein organisches Material und schliesslich im Kleingedruckten auf Tagesschau.de war es dann doch ein Vogel.
Man fragt sich, ob die uns für komplett debil halten oder ob das Methode hat: Orwell ’sches Zwiedenk.
Diese Herren Merz, Wadepuhl, Pistorius und Dobrindt verstossen allesamt gegen ihren Amtseid, nämlich Schaden vom deutschen Volk abzuwehren und gegen Artikel 26 des Grundgesetzes, dem Friedensgebot.
Wenn es uns nicht gelingt, dieses Personal so schnell, wie möglich auszutauschen, ist der nächste Krieg da.
Der Autor stellt auf wundersame Weise eine Verbindung zwischen Deutschlands Angriff auf Polen 1939 und den heutigen deutsch-russischen Beziehungen her. Tatsächlich handelt es sich bei Polen 1939 und Russland 2026 um völlig unterschiedliche Länder.
Diese Verbindung lässt sich zwar herstellen, aber sie entspricht keineswegs der Darstellung des Autors.
Im Jahr 2024 verkündete der allseits beliebte russische Präsident, Polen habe Hitler „zum Beginn des Zweiten Weltkriegs gegen Polen gezwungen“.
Ach Roman – es gab auch schon die EU-Behauptung, dass die UDSSR eigentlich den 2. Weltkrieg ausgelöst hat – mit dem Hitler-Stalin-Pakt – Wer lügt nun in der neuen Kriegspropaganda? Geschichtsvergessene Zeiten in denen wir leben.
Übrigens der (angeblich) allseits beliebte russische Präsident Putin hat da wohl nur „spiegelbildlich zurückgeschossen“ – gegen die Lüge der EU…..an der angeblichen Schuld Russlands am Beginn des 2. Weltkrieges…..
Die Strategie, die auch Lawrow heute anwendet indem er von einer deutschen Kriegserklärung am 01. September 2026 gegen Russland spricht ist also „spiegelbildlich“ altbekannt – oder um es – ohne gleich gläubig zu sein – biblisch auszudrücken „Auge um Auge, Zahn um Zahn“…..
So kommen wir in Richtung Frieden mit der Atommacht Russland nie auf einen „grünen Zweig“.
Zynische Grüße
Bernie
Warum sollte man sich ausmalen, dass „der angeblichen Schuld Russlands am Beginn des 2. Weltkrieges“? Die Sowjetunion ist nicht Russland. Es ist an der Zeit, die UdSSR von Russland, vom modernen Russland und vom Russischen Reich zu unterscheiden.
Können Sie Letzteres belegen? Wäre doch interessant, wo und wann das Putin gesagt haben soll.
Aber bitte keine Meldung aus der Ukraine nennen.
Wiessen Sie wirklich nicht?
Hier:
„Nachdem Polen mit Hitler kollaboriert hatte – es hat mit Hitler kollaboriert, wissen Sie -, bot Hitler 1939 Polen Frieden und einen Freundschafts- und Bündnisvertrag an (wir haben alle einschlägigen Dokumente in den Archiven) und verlangte im Gegenzug, dass Polen den so genannten Danziger Korridor, der den größten Teil Deutschlands mit Ostpreußen und Königsberg verband, an Deutschland zurückgibt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieses Gebiet an Polen abgetreten, und anstelle von Danzig entstand die Stadt Gdansk. Hitler forderte sie auf, es freundschaftlich abzugeben, aber sie weigerten sich. Dennoch kollaborierten sie mit Hitler und waren gemeinsam an der Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt[….]Vor dem Zweiten Weltkrieg hat Polen also mit Hitler kollaboriert, und obwohl es Hitlers Forderungen nicht nachgegeben hat, hat es sich dennoch gemeinsam mit Hitler an der Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt. Da die Polen den Danziger Korridor nicht an Deutschland abtraten, gingen sie zu weit und veranlassten Hitler, den Zweiten Weltkrieg durch einen Angriff auf sie zu beginnen. Warum begann der Krieg am 1. September 1939 ausgerechnet gegen Polen? Polen erwies sich als kompromisslos, und Hitler hatte nichts anderes zu tun, als seine Pläne mit Polen in die Tat umzusetzen.“ usw.
War doch das „Interview des Jahrhunderts“.
https://germany.mid.ru/de/aktuelles/pressemitteilungen/das_tucker_carlson_interview_mit_pr_sident_wladimir_putin/
Doppelt ist besser.
Und? Was ist hier unwahr?
Was sind die Fakten? Polen kooperierte mit Hitler und beteiligte sich mit ihm Zusammen an der Zerschlagung der Tschechoslowakei und annektierte auch einige Teile davon. Es stimmt doch. In die Haare gekriegt haben sie sich wegen Danzig. Hitler forderte Danzig in ultimativer Form. Polen hat ihn zurückgewiesen und das war der Grund für Kampfhandlungen zwischen Deutschland und Polen. Oder etwa nicht?
Daraus folgt jedoch nicht, dass Polen den zweiten Weltkrieg provoziert hätte. Das hat auch Niemand behauptet. Im Gegenteil, das war eine Provokation Hitlers. Denn Hitler wusste, dass das inakzeptable Forderungen waren und dass Polen sein Ultimatum zurückweisen würde. Dies sollte als Legitimation für einen Angriff genutzt werden, welche längst geplant gewesen ist, wie auch der Angriff auf die Sowjetunion lange vor dem Hitler-Stalin Deal längst geplant gewesen ist.
Genau wie es für Polen unannehmbar war, Gebiete an Hitlerdeutschland abzugeben, ist es für die Ukraine unannehmbar Gebiete an Putinrussland abzugeben.
Zwei Diktatoren, zwei Überfälle, zwei verbrecherische Kriege.
Geschichte wiederholt sich eben doch.
Lesen Sie das Interview des beliebten russischen Präsidenten mit Tucker Carlson (9. Februar 2024) auf der offiziellen Website des russischen Präsidenten (auf Russisch) (http://www.kremlin.ru/events/president/transcripts/interviews/73411): „Поляки … вынудили Гитлера начать Вторую мировую войну именно с них“ oder in der englischen Übersetzung (http://en.kremlin.ru/events/president/news/73411): „they [Poles] pushed Hitler to start World War II by attacking them.“ Der russische Originaltext ist natürlich besser als die bereinigte englische Übersetzung.
Irgendwie gehen meine Kommentare immer auf dem Weg verloren…
Also vierter Versuch – und ganz kurz: Danke für das weltbekannte Interview, Roman!
Ну да вынудили, в какой то мере, после того как Гитлер выдвинул им ультиматум вернуть Данциг „по хорошему“, угражая при этом в противном случае забрать его силой. При этом прекрасно понимая, что Польша на такие требования согласиться никак не могла и просто обязана была отказать, что потом можно было использовать как предлог для реализации давно приготовленных планов. Вынудили – это не значит что спровоцировали. Это разные вещи. Гитлер за долго до этого планировал нападение на Польшу и дальше на СССР. Иму лишь нужен был подходящий предлог. Вот он и выдвинул такой ультиматум который Польша должа была отвергнуть и „вынудить“ его таким образом приступить к реализации своих планов.
@Roman Bleiben wir doch mal bei den historischen Fakten:
Fakt ist: Am 1. September 1939 haben die Deutschen Polen überfallen, aber anschließend wurden auch andere europäische Staaten besetzt und/oder angegriffen: Dänemark, Norwegen, Belgien, NL, Frankreich, Griechenland, Jugoslawien.
GB wurde zwar ab 1940 massiv bombardiert, konnte aber wegen der Insellage 🏝️ nicht besetzt werden, weil die Deutschen schon immer gut im Gleichschritt marschieren und gut schießen konnten, aber keine guten Schwimmer waren. Deshalb marschierte die deutsche Wehrmacht dann 1941 Richtung Osten nach Stalingrad, das ist eine Stadt am russischen Fluß Wolga. Aber auch da war dann bekanntlich Endstation, weil die Deutschen vergessen hatten, dicke Winterpullover und dicke Wintersocken einzupacken.
Das faschistische Italien war zwar zunächst ein Verbündeter Deutschlands, aber nachdem sich der große italienische Skifahrer, Benito Mussolini aka „Il Duce“ bei einem Skirennen in Sizilien 1943 schwer verletzte, wurden auch große Teile Italiens von den Deutschen besetzt.
Fakt ist: Ohne diesen Weltkrieg von 1939 bis 1945 und ohne die Niederlage/Kapitulation der Deutschen Wehrmacht wäre Deutschland nicht geteilt worden, 1949 wäre die NATO von den USA, Kanada, GB, Frankreich usw. nicht gegründet worden und 1955 auch kein Warschauer Pakt.
Und jetzt kommen wir zu einer sehr interessanten Tatsache: Diesen Warschauer Pakt gibt es nicht mehr, der hat sich nämlich 1991 aufgelöst. Die NATO gibt es noch immer und diese NATO hat sich seit dem Fall der innerdeutschen Mauer und der Auflösung des Warschauer Paktes nach Osten ausgebreitet. Bemerkenswert ist auch, dass die NATO vor dem Warschauer Pakt gegründet wurde.
Sorry, aber das hier hatten Sie vergessen:
https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/institut/mitglieder/Ausserplanmaessige-_und_Honorarprofessorinnen_und_Professoren/koerfer_daniel/Presseartikel_Daniel_Koerfer/Zeitgeschichte/Deutsch-sowjetische_Beutepartnerschaft__Langfassung_/index.html
Daniel Körfer promovierte 1986 bei Arnulf Baring und gehörte bereits kurz nach Erscheinen des Buches „Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik“ zu dessen schärfsten Kritikern. Als Geschäftsführer der „Koerfer’schen Verwaltungsgesellschaft mbH“ mit Sitz in Köln verwaltet er das Vermögen der Familie.
Noch so ein Hobbyhistoriker…
Das mag ja sein, dass er ein „Hobbyhistoriker “ ist. Aber können Sie die aufgeführten Fakten denn wenigstens widerlegen?
„Die Bereitschaft, Russland und Stalin zu kritisieren, ist der Test für intellektuelle Ehrlichkeit. Es ist das Einzige, was aus der Sicht eines literarischen Intellektuellen wirklich gefährlich ist.“ G. Orwell 1946
Heute so wie damals.
An den wilden Interpretationen des Herrn Koerfer ohne jegliche Einordnung in historische Zusammenhänge gibt es schlicht und ergreifend nichts zu widerlegen. Sein Pamphlet verfolgt nur einen Zweck, nämlich die Handlungen von Hitler und Stalin im selben Licht erscheinen zu lassen.
Schon der gewählte Titel lässt mich arg an der Seriösität des Herrn Professor zweifeln und wenn er dann auch noch im gesamten Text nicht mit einer Zeile den historischen Fakt erwähnt, dass Hitler den Krieg mit der Sowjetunion von langer Hand plante und vorbereitete, weiß ich zumindest, dass es sich um antisowjetische Propaganda in Reinkultur handelt.
Fakt ist: Der Warschauer Pakt hat sich aufgelöst, weil die Mitglieder keine Gefahr in der NATO gesehen haben. Also konnten sie ihren Pakt auflösen, er war obsolet geworden.
Der WP hat die osteuropäischen Staaten an die SU gebunden, das wollten diese Staaten nicht mehr.
Polen z.B. war vor WK2 mit GB verbunden. Alle anderen osteuropäische Staaten fahren mit einem Bündnis mit der NATO auch besser. Sie kennen ihren Nachbarn im Osten gut genug um zu wissen was gut für sie ist.
Die Invasion in der Ukraine beweist diese Bedenken einmal mehr.
Die letzten Zeitzeugen des letzten deutschen Krieges sind vorbei. Die Nachkommen lassen schon die Waffen klirren.
„Spiegelbildlich antwortet Russland“ wie man heute an Lawrows neuester Äußerung sieht auf „die deutsche Kriegserklärung am 01. September 2026…..
So kommen wir nie zum echten Frieden….. 😉
Traurige Grüße
Bernie
Vergesslichkeit setzt voraus, dass man es jemals wusste 📚 🧠. Wenn man 2026 eine 20 Jahre alte Studentin fragt: wer waren Georg Elser und Graf von Stauffenberg und sie zuckt mit den Achseln, dann stellt sich die Frage, wie viele Stunden im Fach Geschichte auf dem Weg zum Abitur ausgefallen sind. Gendern ist offenkundig wichtiger als historisches Wissen über die jüngere Geschichte des eigenen Landes. Aber das war keine repräsentative Umfrage und kann ein Einzelfall sein.
Wenn die Mainstream-Presse am 1. September 2026 schreibt: „NRW soll Rüstungsland werden“ dann hat das m. E. nichts mit „Vergesslichkeit“ zu tun. Hier wird etwas medial ganz gezielt unter den historischen Teppich gekehrt, um Deutschland „kriegstüchtig“ 🪖⚔️ zu machen und für die USA einen Stellvertreterkrieg 👥 ⚔️ gegen Russland zu führen.
Diese Journalisten wissen nicht, was sie tun? Dann wären die meisten Journalistinnen und Journalisten der Mainstream-Medien einfach nur dumm. Aber die Mainstream-Presse in Deutschland ist nicht erst seit Sarah Frühauf („Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften. Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown.“) zu einem willfährigen Organ des vorauseilendem Gehorsams der Regierung verkommen. Kritik an der Politik der Regierung ist von gestern und stammt noch aus den Zeiten der Bonner Demokratie. Im postdemokratischen Neoliberalismus von Berlin ist Opportunismus angesagt. Der typische Deutsche ist ein Untertan. Zu diesem Ergebnis kam der Schriftsteller Heinrich Mann allerdings schon vor dem Ersten Weltkrieg. Bekanntermaßen ist der Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann eine Gesellschaftskritik des Deutschen Kaiserreiches auch wenn der Roman erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und nach Ende des Kaiserreiches veröffentlicht wurde.
Von dem 1995 verstorbenen Fernsehjournalisten Hanns Joachim Friedrichs stammt der bekannte Satz: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Man sollte 2026 hinzufügen: mit einer schlechten Sache schon zweimal nicht.
Und wenn die promovierte Akademikerin und AfD-Politikerin, die 🔷 Alice Weidel den Rechtsextremisten Adolf Hitler als „links“ und Kommunisten/Sozialisten framt, dann muss man davon ausgehen, dass sie die Bürger bewusst anlügt. Diesen Geschichtsrevisionsmus haben sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes von 1949 leider nicht vorstellen können.
Warum nicht.
Es war unter den Adenauer-Vögeln doch jahrzehntlang Konsens, dass die Nazis Sozialisten waren. Und das die Kommunisten Schuld waren am Aufstieg Hitlers. Insofern sind die blauen Erben der Adenauer-CDU konsequent.
Da kommen wir nämlich zum Grundgesetz des konservativen Universums: „Wir sind nicht schuld!“
Zur Adenauer-Zeit konnte man dergleichen noch nicht behaupten. Die Alt-Nazis lebten ja noch und besetzten die Adenauerschen Ministerien. Oder auch das Bundespräsidialamt. Und der Rest der Bevölkerung hatte im Mai ’45 ja auch nicht plötzlich das Gedächtnis verloren.
Mit der Behauptung, die Nazis seien „Linke“ gewesen, musste man schon ein paar Jahrzehnte warten.