Moral und Kriegsideologie – Wie reagieren auf Putins Atomdrohungen?

Atompilz, bei einem Atomtest.
Federal government of the United States, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Man hört und liest dieser Tage viel von Werten, die der Westen vertritt. Sie kosten nichts und lenken vor zentralen Fragen ab. Haben Werte einen Wert im Angesicht nuklearer Bedrohung?

Am 10. Oktober brachte tagesschau.de eine Meldung, die geradezu klassisch zeigt, in welche gefährlicher Sackgasse sich die Eliten dieses Landes parteienübergreifend zurzeit befinden: »Der Westen«, so die Tagesschau, »sollte sich nach Ansicht des Chefs der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, nicht von den Atomdrohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin beirren lassen. »Die atomaren Drohungen Putins müssen wir ernst nehmen, aber sie dürfen nicht unser Handeln bestimmen«, sagte der CSU-Politiker der Funke Mediengruppe. Entscheidungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine müssten stattdessen geleitet sein von »Grundprinzipien wie Menschenrechte, das Selbstverteidigungsrecht eines Staates und die regelbasierte Werteordnung.«

Danach hätten wir gerne die Probleme von heute zurück

Kaum kann erwartet werden, dass Politiker logisch konsistente Statements abgeben. Sie reden, weil sie Anhängerschaft mobilisieren wollen und nicht, weil sie den Lauf der Welt verstanden haben. Wegen ihres so typischen Gehalts dieser Aussage als Ausdruck herrschender Ideologie kann man aber auch einmal etwas genauer hinschauen.

Weber sieht einen Gegensatz zwischen einem ernsten Tatbestand und der Frage, ob er uns beeinflussen sollte. Das lehnt er ab. Ja, Putins Drohungen sind gefährlich, aber wir werden sie in unserem Handeln nicht berücksichtigen. Die Absicht der Botschaft liegt darin, die augenblicklichen Grundentscheidungen der Politik zu bestätigen und eine bestehende Gefahr kleinzureden. Sind wir, wie Lauterbach richtig vermerkte, im Krieg mit Russland, so sind der Einsatz und die Lieferung von Waffen gut.

Störend sind dagegen Bedenklichkeiten, alles könne zu einer nuklearen Auseinandersetzung führen. Im Kontext naheliegend wäre es, solche Ängstlichkeiten als Ergebnis russischer Propaganda zu stigmatisieren. Wäre es jedoch keine Propaganda, wird hier das denkbar größte Desaster thematisiert, das die Menschheit jemals erlebt hat. Und auch wenn es Propaganda wäre, würde das Desaster, falls es eintritt, dadurch in keiner Weise harmloser sein. Bereits der Einsatz eines einzigen Prozents der nuklearen Potentials – so zeigen Studien – würde dem angeschlagenen Klima den Rest geben.₁ Wir würden uns die Finger danach lecken, hätten wir lediglich die Probleme, die wir hatten, bevor Putins Drohung wahr wurde. Das globale Chaos wäre perfekt.

Wo wären nach der Zerstörung all die Werte hin?

Weber rät uns also, unser politisches Handeln durch solche Perspektiven nicht irritieren zu lassen. Ernst nehmen, aber nichts dagegen tun. Und da kämen ja immerhin Initiativen in Frage, die zu Verhandlungen führen. Stattdessen sind wir nach Weber als Teil des Wertewestens an moralischen Grundsätzen orientiert. An der Werteordnung. Man meint einen Grünen zu hören, aber deren Wertedenken ist anschlussfähig. Schon lange wird mit Werten gehandelt, die jeder gerne anbietet, der etwas zu verbergen hat. »Wenn ein Politiker anfängt, über Werte zu schwadronieren, anstatt seine Interessen zu benennen, wird es höchste Zeit, den Raum zu verlassen«, kommentierte einst treffend Egon Bahr. Eine Grundwahrheit des politischen Alltags.

Und lange wissen es wohl die meisten, die sich nicht ausschließlich über die Tagesschau informieren: der geopolitische Weltkonflikt um die Ukraine ist ein Stellvertreterkrieg. Bei ihm geht es um Macht, Geld und Ressourcen. Sie sind teuer und hart umkämpft. »Werte« dagegen sind billig, und es gibt sie immer auf allen Seiten. Und niemals stehen Werte so hoch im Kurs wie in kriegerischen Zeiten. Wo sich die jeweilige Jugend gegenseitig umbringt, da haben Werte Hochkonjunktur. Deren Stroh wir zumeist von den etwas älteren Herrschaften gedroschen, die hinten etwas davon haben, wenn man sich vorne an den Fronten prügelt. Um übrigens die Werte Putins kennenzulernen, befasse man sich mit seinen Reden. Natürlich verbergen auch sie nichts anderes als ein Machtinteresse.

Nun aber so zu tun, als beträfe uns die atomare Drohung Putins nicht wirklich, geht über das übliche Wertegerede hinaus. Von Werten, christlichen damals, redeten auch die spanischen Eroberer Mittelamerikas, während sie die Indios über die Klinge springen ließen. Weit hergeholt erscheint das Beispiel nur, wenn man nicht versteht, was das aktuelle Wertegerede eigentlich soll: Es soll den Blick gen Himmel richten, wo sich die Ideale befinden und zugleich die Bereitschaft wecken, auf der Erde das Allerschlimmste hinzunehmen. Oder was könnte schlimmer sein, als eine nukleare Auseinandersetzung in Europa? Was hilft die schönste Werteordnung, wenn sie sich im realen Leben nirgendwo wiederfindet? Dass Europa einen Atomkrieg nicht überleben würde, das wurde schon vielfach gezeigt. Wo wären bei totaler Zerstörung Webers Werte wiederzufinden, wo jene Hofreiters, Baerbocks und der anderen Werteapostel? Da könnte man lange suchen.

 

Rudolf, Peter, Aporien atomarer Abschreckung, Zur US-Nukleardoktrin und ihren Problemen, Stiftung Wissenschaft und Politik, SWP-Studie 15, Juli 2018 – Startseite | IPPNW.DENuclear Famine Report Draft (ippnw.de)

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35 Kommentare

  1. Welche Atomdrohung Putins ist denn bloß gemeint? Immer wieder wird sich auf eine solche bezogen, aber niemand kann eine Promärquelle dazu nennen.

    Sie, lieber Autor, gehen hier genau der vermeintlich durchschauten Propaganda auf den Leim.
    Die russische Nukleardoktrin ist sehr eindeutig: Wenn (und nur dann) der Fortbestand und die Integrität Russlands in ernsthafter Gefahr ist, dürfen Nuklearwaffen eingesetzt werden. Das ist momentan sehr weit weg.
    Die atomare Drohung ist nie direkt ausgesprochen worden, sondern eine Interpretation der Formulierung „mit allen Mitteln“.
    Irgendwie wird überall einfach übernommen, dass Putin mit Atomwaffen gedroht habe. Das kann man natürlich in seine Aussagen rein interpretieren, aber dann muss man das dazu sagen und nicht so tun, als wäre dies eine unumstößliche Wahrheit.
    Inzwischen wurde ja angesagt seitens der Nato, dass man auf einen Einsatz taktischer Kernwaffen durch Russland (der in der aktuellen Situation, in der Russland bemüht ist, die internationale Ordnung umzugestalten, wozu es Sympathien benötigt, völlig kontraproduktiv wäre) keinen nuklearen Gegenschlag, sondern ein massives Eingreifen der Nato auf konventionellem Wege geben würde.
    Und das riecht sehr nach der Schaffung einer Möglichkeit der Rechtfertigung, endlich mit dem gesamten Nato Arsenal eingreifen zu können. Falls eine taktische Kernwaffe in der Ukraine detonieren würde, wäre wie so oft die Frage cui Bono hilfreich. Denn tatsächlich steht der Westen aktuell in diesem Konflikt sehr mit dem Rücken an der Wand: die Arsenale sind leer, die industrielle Basis für nennenswerten Nachschub nicht mehr vorhanden, wirtschaftlich entstehen erhebliche Probleme und Russland ist offenbar noch immer sehr schlagkräftig und ohne weiteres in der Lage, über den Winter die neuen Gebiete zu konsolidieren und langfristig zu sichern. Ebenso ist es in der Lage, die Ukraine analog zu westlicher Standard Kriegführung ins Mittelalter zu versetzen. Nur entspricht das eigentlich nicht den russischen Zielen, da es nicht „die Ukrainer“ als Feinde ausmacht, sondern die dortigen Faschisten und den Konflikt anheizenden Westen. Es betrachtet das Ukrainische Volk eher als Geiseln einer korrupten pro westlichen Elite und ist daher bisher -auch der rechtlichen Definition als militärische Spezialoperation folgend- sehr zurückhaltend vorgegangen.

    Kurzum: Artikel über russische Drohungen mit Kernwaffen sind komplett daneben, weil es eben diese Drohung so nicht gegeben hat. Damit wird nur das Nato Narrativ von Russland als Paria bedient um den Boden zu bereiten für eine false flag Operation, falls sich die Lage des Westens weiter verschlechtert.

    1. Ob diese Drohung nun existiert oder nicht, ist am Ende doch belanglos.
      Wir sollen es halt glauben und der Glaube steht den hier zitierten Werten doch auch in nichts nach – heiße Luft produziert beides gleichermaßen.
      Wir sind jetzt – zum Glück – endlich am Ende der möglichen Bedrohungseskalationen angekommen und schöpfen das Angstpotential maximal aus. Atomkrieg nebst dem unvermeidlichen Weltuntergang und Putin wäre der einzige Schuldige.
      Was ist jetzt noch an Steigerung drin?
      Armageddon… mehr geht doch nicht – oder mangelt es mir einfach nur an der erforderlichen Phantasie?

    2. Danke T.h.omas!

      Diese Frage wollte ich Herrn Waldrich auch gerade stellen. Er möge doch bitte die Rede nennen und das Zitat bringen, wo der russische Präsident w.Putin mit einem Erstschlag seiner Atomwaffen droht.

      W.Putin droht den Westen mit einem Erstschlag von Waffen, die den Waffen der NATO überlegen sind (die Atomwaffen sind den NATO-Atomwaffen nicht überlegen), wenn der Westen gewisse „Rote Linien“ übertritt. Da Putin diese „Roten Linien“ so genau nicht öffentlich definiert, vermute ich, dass es den NATO-Staaten über diplomatische Kreise vermittelt wurde.

      Jetzt kann der Autor sich überlegen, welche Waffen der russische Präsident gemeint haben könnte. Ein kleiner Tipp, sie sind konventineller Natur und fangen mit K…… & S…… an.

    3. Lieber T.h.omas, Sie haben recht, eine „formelle“, ausdrückliche Drohung Putins mit Atomwaffen hat es nicht gegeben. Die Drohung liegt aber stets in der objektiven Situation, selbst wenn Putin nichts gesagt hätte. Die objektive Situation ist die der atomaren Abschreckung zwischen Atommächten. Setzen wir voraus, dass sich in diesem Konflikt Russland und die USA gegenüber stehen, so ist die atomare Konfrontation eindeutig. Setzen wir weiterhin voraus, dass eine nukleare Auseinandersetzung zum historisch größten bislang bekannten Schaden führen könnte, so kann man nicht einfach sagen: Putin hat nicht ausdrücklich gedroht , also gibt es kein Problem.

      1. Hallo Herr Waldrich,

        ich habe auch noch keine Drohung ausgesprochen. Heißt das, dass ich dadurch gedroht habe? Die objektive Situation ist so, dass ich in meiner Küche ein Nudelholz habe.

        Bezüglich USA: Hat denn Russland mit einem Angriff auf die USA gedroht?

        Da der von Ihnen beschriebene atomare Konflikt vermutlich beidseitig wäre, können wir dann jetzt mit Inbrunst erklären, dass die USA Russland bedroht? Die ganz objektive Situation ist doch exakt die gleiche. Vielleicht mit dem kleinen Unterschied das die NATO seit Jahren rund um die Welt Kriegspartei ist, die NATO systematisch näher an Russland herangerückt ist und die NATO ganz offen über eine Zerstörung Russlands spricht (Frau Bärbock, nur als Beispiel).

        Und letzte Frage: Können wir uns darauf einigen, dass Sie einfach nur NATO-Propaganda wieder gegeben haben?

        Viele Grüße

      2. Zitat: „Lieber T.h.omas, Sie haben recht, eine „formelle“, ausdrückliche Drohung Putins mit Atomwaffen hat es nicht gegeben.“

        Sie lügen bzw. verbreiten also diese Lügen (Russland bedrohe die Ukraine) vorsätzlich in ihrem Artikel, obwohl sie genau wissen das des nicht zutrifft! Sie hetzen die Menschen/Völker gegen einander auf. Was sind sie nur für ein armseliger bedauernswerter Mensch, wobei Menschen hätten ein Mitgefühl für andere Menschen. Das dürfte hier wohl nicht zutreffen!

        Fasse mal zusammen
        – Biden behauptet in seinen Hass gegen alles Leben, was sie behaupten, obwohl es keine Primärquelle gibt
        – Weber behauptet in seinen Hass gegen alles Leben, was sie behaupten, obwohl es keine Primärquelle gibt
        – Borell behauptet in seinen Hass gegen alles Leben, was sie behaupten obwohl, es keine Primärquelle gibt
        – Manche Medien behaupten in ihren Hass gegen alles Leben, was sie behaupten, obwohl es keine Primärquelle gibt
        – Die Trolle behaupten in ihren Hass gegen alles Leben, was sie behaupten, obwohl es keine Primärquelle gibt
        – …
        – Elenski will vorsorglich Russland atomar auslöschen

        Das zeigt euer Abyss Niveau! Normalerweise gehört ihr in die Gummizelle, dort wo abnormale hingehören.

  2. Zu dem halben Titel des Kommentars von Herrn Waldrich „Moral und Kriegsideologie“ passt sehr gut ein Artikel des Autors Florian Warweg gestern auf den NachDenkSeiten.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=89145

    Dieser befasst sich mit der USA und deren Anzahl von Kriegen:

    Laut offiziellen Daten des „Congressional Research Service“ (CRS – vergleichbar mit dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages), veröffentlicht unter dem Titel „Instances of Use of United States Armed Forces Abroad, 1798-2022“, haben die Vereinigten Staaten allein in den Jahren zwischen 1991 und 2022 mindestens 251 militärische Interventionen durchgeführt. Das entspricht durchschnittlich acht Militärinterventionen pro Jahr. Bei den Zahlen sind CIA-Operationen und Putschversuche nicht erfasst.
    Die Liste der Länder, die laut der CRS-Zusammenstellung Ziel von US-Militärinterventionen wurden, umfasst fast alle Nationen der Erde. So gibt es beispielsweise kein einziges Land Lateinamerikas und der Karibik ohne US-Militärintervention, Ähnliches gilt für den größten Teil des afrikanischen Kontinents. Allein von Anfang 1991 bis Anfang 2004 hat das US-Militär nach Angaben vom CRS 100 Interventionen durchgeführt. Diese Zahl stieg zwischen 1991 und 2018 auf 200 Militärinterventionen an
    Der Bericht zeigt auf, dass die Zahl der militärischen Interventionen Washingtons im Ausland seit dem Ende des Kalten Krieges im Jahr 1991, dem Zeitpunkt des Beginns der unipolaren Hegemonie der USA, erheblich gestiegen ist.

    Bloß mal zu Erinnerung, wer der wirkliche „Böse“ ist.

    1. Das wissen wir. Wir befinden uns in der Hand des Bösen. Unsere Politiker handeln „im Auftrag des Teufels“. Wir kommen wir da bloß raus und das möglichst unbeschadet. Jedenfalls körperlich. Finanziell und wirtschaftlich sind wir schon erledigt.

  3. Ist doch logisch: Der Wertloswesten, hat es hervorragend verstanden, sich als den einzig „Guten“, den „Retter der Demokratie“ darzustellen – wobei es hier keineswegs um „Demokratie mit MENSCHLICHEM Antlitz“ geht.

    Hinzu kommt noch die festimplantierte „Dankbarkeit“, die Amerikaner hätten uns vom „Nazismus“ befreit – und erst stabile Verhältnisse, geschaffen, als wir das „Nazijoch“, abgestreift haben.

    Wunderbar, wie gut Propaganda funktioniert, bei einem völlig verblödetem Volk, wie es Dummschland, leider heute ist.

    Am Dienstag, 13 Uhr, habe ich mir auf BR2, das „Tagesgespräch“ angetan. Erschütternd, welche höchst einfältigen Meinungen da aus völlig unberufenem Mündern gequollen sind. Und wieder das übliche Vokabular von: Man müsse Putin klare Kante zeigen – eine wahrhaft beschissene Floskel – und andere Wortbaukasten-Plattitüden, aus dem Repetoire der Gutmenschen. Es wurde sogar akzeptiert, dass wir „vielleicht ein bisschen den Gürtel enger schnallen müssen“ – denn wir müssen für den „brutalen Angriffskrieg“ auch Opfer bringen.

    Deutschland hat sich zu einer billigen Zwangsprostituierten entwickelt, die sich dem Druck politisch korrekter Zuhälter befindet.

    1. Hi Rebane,

      vielleicht ist dieser Mund nicht so unbeholfen.

      Energieanalystin Dr. Karin Kneissl, Österreichs Außenministerin von 2017-2019. Ein Leckerbissen:

      „Um den Kern des Konflikts in der Ukraine – wo ein Stellvertreterkrieg tobt – wirklich zu verstehen, muss man die Konfrontation so aufschlüsseln: Die USA und ihre europäischen Verbündeten, die den globalen Finanzsektor vertreten und unterstützen, führen im Wesentlichen einen Kampf gegen den Energiesektor der Welt.

      „In den vergangenen 22 Jahren haben wir gesehen, wie einfach es für Regierungen ist, Papiergeld zu drucken. In nur 2022 hat der US-Dollar mehr Papiergeld gedruckt als in seiner gesamten Geschichte. Energie hingegen lässt sich nicht drucken. Und hierin liegt ein grundlegendes Problem für Washington: Der Rohstoffsektor kann die Finanzindustrie übertrumpfen.“

      1. Servus oskar,

        natürlich kenne ich Karin Kneissl. Das war wenigstens noch eine Außenministerin, mit Format! Eine fundierte Nahostexpertin – die auch über entsprechenden historischen „Fundus“ verfügte, um die Krisen der heutigen Zeit, auch auf einem stabilen Fundament zu erklären.

        Was ihr – auch – zum Verhängnis wurde, war der „Hofknicks“, vor dem „Kremltryannen“, anlässlich ihrer Hochzeit. Zweifellos war das – gerade für eine Außenministerin – eine etwas pikante Angelegenheit. Hätte sie sich für die geile Foto-Meute, freundlich, aber nicht so offenkundig „erfreut“ gezeigt, hätte man sich zwar auch das Maul zerrissen, aber aus meiner Sicht, war das ein wenig unbedacht.

        Zweitens: Sie war Mitglied der Schwarz/Blauen Koalition, wurde zwar als „unabhängig“ von der FPÖ geholt, was aber schon allein einen Dreckspritzer am Hochzeitskleid verursacht hatte.

        Tja, dann ging das Mobbing los. Der heutige Außenminister Schallenberg, zwar einer Diplomatenfamilie entstammend, ist leider genauso ein Schleimscheißer, wie der Großteil der ebenso gegen – wie widerwärtigen „Depplomaten“. Kneissl verstand es nämlich, wirklich zu VERHANDELN, war lösungsorientiert – und (weitgehend) objektiv. Und das ist eben nicht erwünscht. Du kennst ja sicher die Kontensperrungen, Schwierigkeiten, die man ihr selbst in Frankreich gemacht hat?!

        1. Ja, kenne ich. Kontosperrung – mitten in Europa. Wenn man das jemand erzählt, wird man als VTler weggeschickt.
          Ich lese sehr gerne ihre Artikel in den alternativen Medien. Alle fundiert und lesenwert. Heute lebt Frau Kneissl in Libanon, nach eigener Darstellung in recht schlichten Verhältnissen, was den Blick auf die wesentlichen Dinge wohl lenken würde. Ich hoffe, dass ich sie so korrekt aus meiner Erinnerung wiedergebe.

          Es gibt so ein paar ganz schlimme Aussetzer bereits heute in der EU sowie Europa, wo man ahnt, wohin die Reise gehen wird, wenn es keine 180Grad-Wendung gibt. Und das, was man Putin vorwirft, macht man hier genau so. Bloß wird von unseren Medien das total verschwiegen.

          Ach, liebe Rebane, warum gibt es in Europa nur noch strohdoofe (Baerbock), erpressbare (Scholz – CumEx) oder total amerikanisierte (vdL) Politiker in den wichtigsten Entscheidungspunkten der wichtigsten Staaten sowie der EU? Das kann doch nicht nur Zufall sein?

  4. »Die atomaren Drohungen Putins müssen wir ernst nehmen, aber sie dürfen nicht unser Handeln bestimmen«, sagte der CSU-Politiker Manfred Weber der Funke Mediengruppe.

    Bald können die ganzen westlichen Politiker ihrem Volk einen hervorragenden Sieg verkaufen: „Der Wertewesten angeführt von der USA und brilliand verteidigt von der NATO hat die Welt gerettet, da es die bösen Russen daran gehindert hat, seine Atomwaffen in den pösen Krieg einzusetzen.“

    Erst behauptet man was. Dann schreibt man sich den Erfolg zu. So einfach kann siegen sein.

    Kleiner Tipp noch von mir:
    https://www.hintergrund.de/globales/armageddon-was-tatsaechlich-am-russischen-atomschlag-dran-ist/

  5. Der Streit über die „Werte“ hat zum eigentlichen Ziel, zu unterstellen, dass es Werte gäbe, die über der Menschheit stünden, quasi von einem Gott gestiftet seien. Und also sakrosankt. In solcherart Gedanken stecken gleich mehrere Lügen. Es ist das „Verdienst“ des Autors, nicht eine einzige sichtbar gemacht zu haben und so den wahren Kern der Auseinandersetzung verschleiert zu haben. Schlecht für den Leser, denn er findet die Wahrheit nicht. Statt sich in operativen Erwägungen zu ergehen, ist auch hier nach marxscher Tradition – oder waren es schon die Römer? – die Interessenfrage zuerst zu stellen. Wem nützt es. Was die Werte angeht, so belehrt uns schon Goethe über das Wesen derselben: „Was ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln.“ Also schon Goethe war es klar, dass die Werte keineswegs aus dem Nichts kommen, sondern die Handschrift der Herren tragen. Damit sind die Moral an sich und auch „die“ Werte entlarft. Es geht wieder mal nur um Interessenlagen. Von denen wissen wir seit Marx, dass sie charakterisiert sind von der sozialen Stellung in der Gesellschaft. Wenn wir nun das Wort Werte austauchen durch das Wort Interessen, werden wir klarer sehen. Es dämmert die Frage herauf, welche Interessen der Westen in diesem Krieg verfolgt und welche Interessen Russland. Und wir müssen feststellen, dass die Interessen Russlands in diesem Krieg durch den Westen unisono verschwiegen werden. Das macht neugierig. Und so erfahren wir, dass ein Ziel Russlands die Entmilitarisierung der Ukraine ist, also keine Nato oder Ableger in der Ukraine. Aber das war doch mal Ziel der Friedensbewegten – Nato raus! Russland will keinen Rassismus gegen die Russen der Ukraine. Aber wollen Humanisten nicht generell keinerlei Rassimus? Russland will eine Entnazifizierung der Ukraine. Aber wollen das wiederum nicht alle Humanisten? Kein Faschismus – nirgends?

    Genau diese drei Punkte werden vom Westen nie diskutiert. Und nur deshalb ergeht man sich in operativen und taktischen Wortspielen. Um die Sprachlosigkeit des Westens ob seiner eigenen Barbarei zu kaschieren. Denn dieser Wertewesten will die Nato überall haben, will störende Bevölkerung überall klein machen, will auch von der Methode Faschismus nicht lassen.

    Wenn nun aber die Frage Kernwaffen vom Westen eingeführt wird, so soll dem gemeinen Bürger lediglich Angst gemacht werden, in der Hoffnung, dass er unter die Fittiche der nächststehenden Mutterglucke flüchtet und die dann machen lässt.

    Wag the dog…….

    Sind wir wirklich so dumm, dass der Schwanz mit uns wedeln kann?

    1. Nein, sicher nicht WIR, sondern der erschreckende Großteil unserer „MitbrüderINNEN“, deren woker Wahn, die Birne weich werden ließ. Für mich erhärtet sich mit jedem Tag aufs Neue meine Theorie, dass die gefährlichste Seuche „Toxoplasma gondii“ ist, mit dem die Gehirne seit Jahrzehnten, infiziert wurden.

  6. Was dabei doch sehr auffällig ist, dass im Westen doch ziemlich penetrant die These geritten wird, Putin habe angeblich gedroht taktische Atomwaffen in der Ukraine einzusetzen. Unterschwellig wird dabei das Narrativ bedient die Ukraine sei am Gewinnen und Russland stünde bereits dermaßen mit dem Rücken an der Wand, dass es der Ukraine mit dem Einsatz von Atomwaffen drohe.

    Gestützt wird das Alles auf die Ansprache Putins an die Nation vom 21. September, in welcher Putin die Teilmobilmachung ankündigte. Dabei wird die Aussage Putins „we will certainly make use of all weapon systems available to us. This is not a bluff.“ aus dem Kontext gerissen, besonders herausgestellt, der Rest ignoriert und sich darauf eingebildet Putin habe der Ukraine mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.

    Aber schauen wir mal genauer hin, was Putin IM KONTEXT wirklich gesagt hat und wem er mit was gedoht habe. Die vollständige Ansprache Putins vom 21. September ist in englischer Sprache auf der Seite des Kremls verfügbar.

    en.kremlin.ru/events/president/news/69390

    daraus

    The West has gone too far in its aggressive anti-Russia policy, making endless threats to our country and people.

    Washington, London and Brussels are openly encouraging Kiev to move the hostilities to our territory. They openly say that Russia must be defeated on the battlefield by any means, and subsequently deprived of political, economic, cultural and any other sovereignty and ransacked.

    Putin beschwert sich hier also gar nicht über die Ukraine, sondern über die verantwortungslose Politik Washingtons, Londons, Brüssels und der NATO.

    They have even resorted to the nuclear blackmail. I am referring not only to the Western-encouraged shelling of the Zaporozhye Nuclear Power Plant, which poses a threat of a nuclear disaster, but also to the statements made by some high-ranking representatives of the leading NATO countries on the possibility and admissibility of using weapons of mass destruction – nuclear weapons – against Russia.

    Putin sagt hier, dass DER WESTEN zur nuklearen Erpressung übergegangen sei. Er spricht dabei in erster Linie über Aussagen einiger Vertreter der NATO Staaten über die Möglichkeit eines Einsatzes von Massenvernichtungswaffen gegen Russland. Was meint er damit? Vor allem stechen dabei Aussagen von der britischen Premierministerin Liz Truss heraus, welche während der Fernsehdebatten im Rennen um das Amt des Premierministers nach Johnsons Abgang eindeutig die Bereitschaft für einen nuklearen Erstschlag gegen Russland signalisierte. Der Moderator stellte die Frage ob sie als Premierministerin bereit wäre den roten Knopf zu drücken. Die Frage lautete nicht, ob sie als Antwort auf einen Atomschlag gegen Großbritannien oder Verbündete bereit wäre britische Atomwaffen einzusetzen, nein, die Frage war ganz allgemein ob sie überhaupt bereit wäre Atomwaffen einzusetzen, also auch einen Erstschlag gegen Russland einschloss. Liz Truss hätte antworten können: Wenn wir oder Verbündete angegriffen werden dann ja, aber sie antwortete einfach mit JA. Schloss also die Möglichkeit eines Erstschlags gegen Russland grundsätzlich nicht aus. Natürlich hat man es in Russland im Kontext mit anderen Aussagen der Vertreter von NATO Staaten Russland müsse auf jeden Fall militärisch besiegt werden, als eine direkte Drohung mit Atomwaffen interpretiert.

    Im Folgenden antwortet Putin also auf diese Art von Kriegsretorik seitens des Westens. Es folgt der Abschnitt, aus welchem die westliche Propaganda Dinge aus dem Kontext gerissen hat.

    I would like to remind those who make such statements regarding Russia that our country has different types of weapons as well, and some of them are more modern than the weapons NATO countries have. In the event of a threat to the territorial integrity of our country and to defend Russia and our people, we will certainly make use of all weapon systems available to us. This is not a bluff.

    Putin erinnert also nur daran, dass Russland auch über alle möglichen Waffen (einschließlich Atomwaffen) verfüge und richtet diese Warnung (und nicht Drohung) nicht an die Ukraine, sondern an NATO Staaten, insbesondere Washington, Brüssel und London. Kurz: Vergesst nicht, dass wir im Zweifelsfall euch auch vernichten können und wir werden dann wenn es darauf ankommt auch nicht zögern.

    Ansonsten hat Putin nichts gesagt was nicht auch bereits in der russischen Militärdoktrin stünde. Und da steht, dass Russland Atomwaffen nur dann einsetzen würde, wenn die Existenz Russlands auf dem Spiel stünde.

    Putin drohte also nicht mit einen Einsatz von taktischen Atomwaffen gegen die Ukraine. Er erinnerte den Westen nur daran, dass Russland nicht zögern würde strategische Atomwaffen gegen Washington, Brüssel und London einzusetzen, wenn der Westen Russland zu zerstören versucht. Das ist eigentlich nichts neues, stand auch vorher schon Alles in der russischen Militärdoktrin. Putin erinnerte nur daran, dass Russland nicht der Irak sei, und dass der Westen mit seinen Ambitionen im Bezug auf Russland aufpassen solle den Bogen nicht zu überspannen, da dies zu einem umfassenden Atomkrieg führen könnte, nach welchem es grundsätzlich keine Gewinner geben kann.

    Wie kommen sie also darauf, dass Putin über Ukraine und über taktische Atomwaffen sprach?
    Warum taktische? Schon der Begriff „taktische Atomwaffen“ ist ein Begriff welcher von US Militär geprägt wurde. In Russland unterscheidet man nicht zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen. In Russland gibt es nur Atomwaffen. Es ist vor Allem die USA, welche meinen ein begrenzter Einsatz von „kleinen“ Atomwaffen zu taktischen Zwecken sei in bestimmten Fällen grundsätzlich legitim. Für Russland spielen die Atomwaffen ausschließlich den Zweck der Abschreckung und die hat Russland nicht für die Ukraine gebaut, sondern für einen hoffentlich vermeidbaren Atomkrieg mit USA und Europa.

    1. Als Ergänzung dazu Beispiele der aktuellen Kriegsrhetorik. In USA und Großbritannien wird unter den Falken bereits über die mögliche Antwort der Vereinigten Staaten auf einen vermeintlichen Einsatz von taktischen Atomwaffen durch Russland in der Ukraine spekuliert.

      Der Ex-CIA Chef Petraeus meint, dies würde den Eintritt der Vereinigten Staaten in die direkte Konfrontation mit Russland provozieren. Dass die USA dann mit nicht-nuklearen Mitteln die Schwarzmeerflotte und russische Truppen in der Ukraine vernichten würde.

      theguardian.com/world/2022/oct/02/us-russia-putin-ukraine-war-david-petraeus

      Und der frühere Sicherheitsberater des US-Präsidenten Bolton meint, dann würde USA Putin liquidieren.

      businessinsider.com/john-bolton-putin-signing-suicide-note-by-using-nukes-2022-10

      Jetzt nehmen wir mal an, in der Ukraine explodiert plötzlich eine „Mini-Atombombe“.

      USA fangen also an russische Truppen in der Ukraine zu bombardieren, russische Schiffe im schwarzen Meer zu versenken, und versuchen Putin zu töten. Was passiert dann?
      Naja, darauf würde Russland mit massiven Raketenschlägen gegen US Basen in Europa und Versenkung ihrer Trägerverbände antworten. Und dann würden nur noch wenige Minuten bleiben um schnell zu irgendeiner Einigung über Waffenstillstand zu kommen bis ein vollumfassender Atomkrieg ausbricht. Russland würde bestimmt verwüstet werden, aber USA und Europa ohne jeden Zweifel auch.

      1. Viele der Beiträge von unserem Mitkommentator sind sehr gut mit Fakten belegt und deshalb sehr lesenswert. Wenn man diese Fakten kennt, fragt man sich, was von dem Artikel noch übrig bleibt?

  7. Will oder kann er nicht begreifen, dass Rußland keine KW in der Ukraine angedroht hat, jedoch das Gegenteil?
    Die Verweise auf KW richten sich an die NATO, dass, wenn sie so weitermacht, die Existenz Rußlands in Gefahr geriete und dann dort die Bomben niedergehen, GB und USA wurden ausdrücklich genannt, die Ukraine aber ausgeschlossen.
    In welcher Baumschule versuchten die ätzenden Protagonisten denken zu erlernen?

  8. „Am 10. Oktober brachte tagesschau.de eine Meldung…“

    Unser täglich‘ Brot gib‘ uns heute….
    Dieses herbeifabulierte, mystisch-religiös und schicksalhaft anmutende „Armageddon“ – Szenario des Primats der Politik, welches ausschließlich der destruktiven und kapitalistischen Ratio verhafteten ist, passt und ist nur konsequent.
    Je größer und tiefgreifender die geopolitischen und damit gesellschaftlichen Umwälzungen, desto größer und lähmender müssen die dafür benötigten Angst – und Schreckensszenarien gestaltet sein.

  9. Ein guter Artikel, wie ich finde…….
    ABER: es gibt m.E. mehr und mehr Gründe, mit seinem Latein am Ende zu sein, wenn man die Gesamtszenerie beobachtet…..; ich gestehe, dass ich die Verlautbarungen der Leitmedien sehr genau beobachte, sehr genau zuhöre. Ich behaupte daher (Verschwörungsschwurbler oder-in???), dass medial gerade Alles getan wird, um darauf vorzubereiten, dass es demnächst zu einem „begrenzten“ oder von mir aus „taktischen“ Nuklearschlag, selbstredend seitens „der Russen“, kommen wird; alles, wirklich alles deutet darauf hin; man schaue sich dafür die Talkshows, die Tagesschau, die Heute-Nachrichten, die NachrichtenApps und Online-Berichterstattung sämtlicher, wirklich sämtlicher als „seriös“ geltender Medien an………. und abgesehen davon, dass einen das kalte Kotzen überkommt, verspürt man doch sehr deutlich, nachgerade penetrant, was die Botschaft hinter all dem irrsinnigen Geschwafel sein soll!
    Und deswegen wird es keinen mehr wundern, wenn es demnächst zu einem Einsatz von Atomwaffen oder der Vielzahl von ähnlich abartigen Waffengattungen und Vernichtungsmaterialien kommt,………….., es wird medial wirklich vorbereitet. Und wenn so etwas passiert, wird es immer „der Russe“ gewesen sein. Was ein wunderbarer Grund für Nato und Konsorten bedeutet, endlich auch proaktiv eingreifen zu können bzw. die Rechtfertigung dafür zu haben. Und ich traue, und das implizieren meine Worte, dieser Wertegemeinschaft vollumfänglich zu, einen solchen „Zivilisationsbruch“ (ist nicht jegliche kriegerische Handlung ein Zivilisationsbruch? Aber o.k., man kann immer noch einen drauf setzen…, bis hin zum Armageddon) zu planen, zu begehen, denn ja, selbst ICH weiß inzwischen, was man unter „False Flag“ versteht……und könnte kotzen, über was für Themen man sich heute Gedanken machen muss.

    Und ja, ich schließe bereits Wetten in meinem Bekanntenkreis darüber ab, ob meine Sicht auf die Dinge sich bewahrheitet oder nicht.
    Die einzige Quintessenz ist, dass man den ganzen Tag kotzen könnte, wenn man sich mit dem Thema befasst oder gar befassen MUSS, und dass man, also ich, tatsächlich beginnt, realitätsnäher darüber zu sinnieren, wo man hin flüchten könnte, um all dem Irrsinn zu entgehen.

    1. Knobloch sagt:
      „……dass medial gerade Alles getan wird, um darauf vorzubereiten, dass es demnächst zu einem „begrenzten“ oder von mir aus „taktischen“ Nuklearschlag, selbstredend seitens „der Russen“, kommen wird; alles, wirklich alles deutet darauf hin; man schaue sich dafür die Talkshows, die Tagesschau, die Heute-Nachrichten, die NachrichtenApps und Online-Berichterstattung sämtlicher, wirklich sämtlicher als „seriös“ geltender Medien an ……“

      da hilft nur eins ABSCHALTEN! Ich schaue schone lange keine Talkshows oder
      Nachrichten mehr. Auch die Hetzer finden keine Zuflucht wenns tatsaechlich losgehen sollte. Es gibt keine Atombunker
      in Deutschland wohin man fluechten koennte, erstens spielt sich das in Sekungen ab und zweitens sind diese Atomraketen nicht zu vergleichen mit den Bomben auf Hiroshima und Nagasaki. Wenn jemand behauptet, nach einem Atomschlag heute koennte man die Staedte wieder aufbauen wie in Japan, dann muesste der sofort eingewiesen werden aber….. leider sind die Menschen zu vertrauensselig, sie glauben alles und hinterfragen nichts……tot ist aber tot!

  10. Der eine oder andere mag sich wundern, was denn mit den Ermittlungsergebnissen bezüglich NS1+NS2 ist: Die sind jetzt Top Geheim. Selbst Deutschland bekommt die Ergebnisse nicht zu sehen. Da kann man natürlich nichts mehr machen.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nord-stream-schweden-laesst-zusammenarbeit-bei-pipeline-ermittlungen-platzen-a-490b359c-1508-458a-bb57-954e4ce11050

    Jetzt könnte man sagen, dass ja auch Dänemark ermittelt. Aber auch Dänemark will keine Ermittlungsergebnisse herausgeben:
    https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/nordstream-pipelines-ermittlungen-101.html

    Kann es sein, nur so ein klitzekleines bisschen, dass bei den Ermittlungsergebnissen schlicht das falsche herausgekommen ist?

    1. Damit ist das Ergebnis doch klar. Es waren „die Russen“. Und man sagt nur deshalb nichts, weil man eine weitere Eskalation des Ukrainekiegs verhindern will. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Las ich einmal in einem Poesiealbum.

  11. Der Autor des Artikels:
    2. Teil des Titels:
    „Wie reagieren auf Putins Atomdrohungen?“
    In einem Kommentar:
    „Sie haben recht, eine „formelle“, ausdrückliche Drohung Putins mit Atomwaffen hat es nicht gegeben.“
    Die Drohung mit dem Einsatz von ABC-Waffen ist wohl die schwerwiegendste Drohung, die ein Politiker aussprechen kann.
    Wird er zu Unrecht dieser Drohung bezichtigt, liegt nach deutschen Strafrecht der Tatbestand der Verleumdung vor.

    Nach der Pandemie folgt also landauf, landab die Diskussion mit der Bezichtigung mit Atomwaffendrohungen. Und wie das Beispiel Nordstream-Pipelines zeigt bleibt es nicht dabei. Die wahrscheinlich Ausführenden bezichtigen die Geschädigten der Tat.

    Ich für meinen Teil halte in diesem Fall jegliche denkbaren Grenzen der Auseinandersetzung überschritten. Doug Casey schließt seine Stellungnahme dazu mit den Sätzen:
    „But if it goes to a global thermonuclear war, it’s going to set civilization back hundreds of years.
    The people that are in back of fomenting and promoting the Ukraine war should be hauled out of office and tried for war crimes and crimes against humanity. These fools are toying with what could soon be the biggest disaster in world history.”
    Doug Casey on the Likelihood of Nuclear War With Russia – International Man

    1. Man bekommt das Gefühl, als gibt es eine größere Zahl an westlichen Propagandisten (es ist westliche Propaganda, dass Russland als erstes Atomwaffen einsetzt ohne eine existentielle Bedrohung), welche unbedingt so einen Vorfall haben möchten. Im Vorfeld des konstruierten Giftgaseklas in Duma (Syrien) wurden auch genau solche Gerüchte über die Syrer gestreut. Wollen hier bestimmte Kreise den 3.WK auf eine noch höhere Stufe stellen, die nach dem ersten Einsatz einer Atomwaffe kaum noch beherrschbar ist.

      1. @oskarwagenrecht, noch als Ergänzung zu deinen Ausführungen re: Linke, multipolar-Magazin, Hinweis von gestern:

        „MDR: Ost-Innenminister wollen in Erfurt zu Radikalisierung bei Energiepreis-Protesten beraten – Auszug: „Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) warnte kürzlich vor der ‚Bildung einer neuen öffentlich sichtbaren faschistischen Bewegung‘. Eine ostdeutsche Sicherheitskooperation ist laut Thüringens Innenminister Maier wichtig, weil gerade die ostdeutschen Bundesländer ähnliche Problemlagen hätten.“ (Anmerkung: Stefan Korinth: Anstatt sich mit den Anliegen der demonstrierenden Bürger ernsthaft auseinanderzusetzen, werden die Demos von den Innenministern als „Problemlage“ betrachtet, der man mit krassen Behauptungen und einer „Sicherheitskooperation“ begegnet. Das kritischere, politische Bewusstsein vieler Bürger in Ostdeutschland wird von solchen Politikern offenbar grundsätzlich nicht verstanden und sehr gefürchtet. Vier der fünf „Ost-Innenminister“ sind übrigens Westdeutsche: Georg Maier (Thüringen) kommt aus Baden-Württemberg, Tamara Zieschang (Sachsen-Anhalt) aus dem Saarland, Christian Pegel (Mecklenburg-Vorpommern) aus Hamburg und Armin Schuster (Sachsen) stammt aus Rheinland-Pfalz.)“

  12. Könnte Manfred (Weber) konsequent denken und den Fleiss haben, sich mit den eigentlichen Worten Putins zu beschäftigen, käme er zum Schluss, dass man Putin ernst nehmen sollte und sich nicht länger von den herrschaftlichen Wahnvorstellungen aus dem eigenen Lager fehlleiten sollte.

    Früher oder später wird dieser Erkenntnisprozess stattfinden müssen, sofern dauerhaft etwas stattfinden soll.

    1. Gehst Du tatsächlich davon aus, daß Weber nur versehentlich und/oder aus Zeitmangel noch nicht auf die Tatsachen gestoßen ist? Ist das nicht arg blauäugig?
      Für mich ist die einzige Erklärung:, vorsätzliches Handeln.

      1. Einen Putin-Wahn hat der Manfred ja schon mindestens 2015, als ich ihn auf einer Veranstaltung im Landkreis Kelheim erlebte.
        Weber hat ja in der Samstagsausgabe des Straubinger Tagblattes ein längere Verlautbarung über eine ganze Seite gegeben und dabei gezeigt, dass nicht nur ein kleiner Goebbels in ihm steckt. Ob er alles bewusst lügt, kann ich mir nur sehr bedingt vorstellen. Er ist zumindest nicht völlig unredlich als EU-Abgeordneter gestartet und hat versucht, eine große finanzielle Transparenz zu wahren. Von dem was er sagt, scheint er durchaus überzeugt zu sein. Aber so ergeht es auch einer Annalena und einem Robert.
        Ich glaube nicht, dass Manfred auch nur eine Rede von Putin im Wortlaut bzw. Inhalt kennt…
        Denn dann würde es ihm schwer fallen, einem der schärfsten und dreckigsten Kettenhunde auf EU-Ebene zu spielen.
        Hätte ich mich nicht durch einen gewissen Zufall und Umstände über diesen Konklikt informieren können, hätte ich auch ein völlig anderes Bild.

  13. Im Artikel des Autors, in den Kommentaren, wurde viel Kluges geschrieben. Trotzdem wurde nicht klar, weshalb Präsident Putin zugeschrieben wird: „Wie reagieren auf Putins Atomdrohungen?“

    Dagegen gibt es die Erklärung von letzter Woche:
    US-Präsident Joe Biden warnte, dass Russland und der Westen einer größeren Bedrohung durch ein nukleares Armageddon (Johannesoffenbarung (Apk 16,16)) ausgesetzt seien als jemals zuvor seit der Kubakrise 1962.
    Der US-Präsident drohte nicht, er stellte einfach fest. Und es laufen vom NATO-Manöver bis hin zu Maßnahmen von US-Gesundheitsbehörden, Verteilung von Verhaltens-Broschüren, als handele es sich um „das Normalste in der Welt“.
    Insbesondere alternative Online-Portale knüpfen an diese „Vorbereitungen“ an. US-MSM (NYT, WP, etc.) sind für mich hinter Pay-Walls:
    NATO Moves Ahead with Nuclear Deterrent Drills Next Week (thegatewaypundit.com)
    America Quietly Prepares for Nuclear War | Armstrong Economics
    We’re Being Pushed Toward Nuclear War On A Fiction: Notes From The Edge Of The Narrative Matrix (substack.com)
    Doug Casey on the Likelihood of Nuclear War With Russia – International Man
    und Weitere.

  14. George Beebe vom Quincy-Institut, ein ehemaliger CIA-Analyst, schreibt:
    „Als nichtatomare Lösungsoptionen gäbe es neben einem Siegfrieden für die Ukraine oder Russland jedoch noch drei weitere. Dies wären:
    – ein „köchelnder“ Krieg wie in Libyen,
    – ein eingefrorener Konflikt wie in Korea oder
    – ein tatsächlicher Frieden wie in Finnland.
    Auch vor diesem Hintergrund hatte Tesla-CEO Elon Musk jüngst auf Twitter einen eigenen Friedensplan vorgestellt.“
    Als Vorschlag für das (diplomatische) Verfahren verweist Beebe auf Geheimverhandlungen direkt zwischen USA und RF:
    „Auf US-amerikanischer Seite müsste jemand, der das volle Vertrauen des Präsidenten genießt, damit betraut werden. In Russland sollte man sich um Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew als Gesprächspartner bemühen.“
    Entnommen aus einem Artikel von:
    Analyst zu Ukraine: „Wahl um Demütigung und Atomkrieg verhindern“ (epochtimes.de)

  15. Wertegefasel dient der Legitimation von Herrschaft im Kopf der Beherrschten.
    Wenn die Herrscher ihre Lüge seber glauben wirkt sie überzeugender.
    Werte sind mentale Konstrukte des Sollens.
    Sie heben den realen Konflikt auf die Ebene des moralisch religiösen Absoluten.
    Djihadisten der Freiheit (des Kapitals) müssen siegen, das Böse muß vernichtet werden, Kompromisse gibts nicht.

    Wer vom Wahrheitsgehalt der Mitteilung redet begibt sich auf die selbe abschüssige Bahn. Darum gehts nicht.
    Die Werte der Kwer- & Rechtsdenker sind andere (bessere Führer) aber nicht keine.

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