
„Warum sieht sich die Trump-Administration genötigt, die Europäer öffentlich wie einen widerspenstigen Knecht zu demütigen? Weil die Europäer nicht zuhören wollen. Der Präsident und seine Entourage haben den Europäern wiederholt und unmissverständlich klargemacht, dass der Krieg in der Ukraine beendet werden muss und Europa einen Weg finden soll, friedlich mit Russland zu leben. Doch die Europäer sind in ihr gewohntes, zickiges Verhalten zurückgefallen und haben alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel genutzt, um jegliche Verhandlungen – geschweige denn eine künftige Sicherheitsarchitektur – zu sabotieren.“ – Philip Pilkington, The American Conservative, 23. Januar 2026)1
1. Christian Freuding und sein Interview
Der Heeres-Inspekteur, Generalleutnant Christian Freuding (geb. 1971), hat am 22. Januar 2026 dem Handelsblatt ein Interview gegeben und auf die Frage eines Interviewers, für wie wahrscheinlich er „einen russischen Angriff auf Nato-Gebiet“ halte, wie folgt, geantwortet: „Russland bereitet sich so vor, dass es spätestens bis 2029 in der Lage sein könnte, militärisch gegen Nato-Gebiet vorzugehen. Diese Einschätzung teilen die Verbündeten – darauf richten wir unsere Vorbereitungen aus.“2
Seit Monaten warnt die politische und militärische Führung der Bundesrepublik davor, dass Russland uns demnächst angreifen werde. Die Warner können sich nur nicht darauf einigen, wann genau das passieren soll: 2029, 2030, 2031 oder vielleicht 2032? Ansonsten sind sie sich ganz sicher: Russland werde uns früher oder später angreifen.
Woher diese Kriegspropheten das so genau wissen, bleibt ihr Geheimnis. Die einen verweisen wie Freuding auf die anonymen „Verbündeten“, die anderen auf die sog. „gut informierten Kreise“ und die dritten auf den Militärischen Abschirmdienst (MAD). Sie wissen mit anderen Worten von nichts. Umso mehr verbreiten sie Angst und schüren Kriegshysterie in Deutschland.
Für diese Kriegshysterie, die nicht einmal originell ist, hat Russland freilich keinen Anlass gegeben. Den Älteren unter uns ist die westdeutsche Russenfurcht des „Kalten Krieges“ mit der Warnung: „Die Russen kommen! The Russians Are Coming!“ noch gut in Erinnerung. „Nur eine geängstigte Bevölkerung lässt sich leicht manipulieren, gängeln und regieren. Nur einer solchen Bevölkerung lassen sich soziale Verbesserungen und überfällige Reformen vorenthalten“, schrieb Helmut Wolfgang Kahn (1922-2005) 1969 in seinem Werk mit dem trotzigen Titel „Die Russen kommen nicht“3.
Aber warum sollten „die Russen“ uns erst 2029 ff. angreifen? Warum nicht gleich heute im Jahr 2026? Denn Russland ist nach vier Jahren Krieg kriegserfahren genug, um gleich angreifen zu können. Im Gegensatz zur deutschen Bundeswehr, die noch lange nicht „kriegstüchtig“ ist, um dieses Unwort des Jahres 2023 in den Mund zu nehmen, ist Russland jederzeit kampfbereit. Das hat kein geringerer als Putin selbst mit Nachdruck unterstrichen.
Russland habe nicht die Absicht, in einen Krieg mit europäischen Ländern einzutreten, sei aber „jetzt sofort“ darauf vorbereitet. Diese Aussage machte Putin am 2. Dezember 2025, auf einem Investorenforum der VTB Bank kurz vor einem Treffen mit Steve Wittkoff in Moskau.
„Wir werden keinen Krieg gegen Europa führen; das habe ich schon hundertmal gesagt. Aber wenn Europa sich plötzlich zum Kampf entschließt und anfängt, sind wir sofort bereit“, kommentierte Putin die Möglichkeit einer direkten Konfrontation und fügte gleich hinzu: Der Ausgang eines solchen potenziellen militärischen Konflikts wäre „enttäuschend für Europa“ (неутешительными для Европы), und Russland hätte „niemanden, mit dem es verhandeln konnte“ (не с кем договариваться).
Ob Christian Freuding diese Äußerung Putins kannte, als er in dem erwähnten Interview hochtrabend und selbstsicher ankündigte: „2029 ist eine Planungsgrundlage, auf die sich alle 32 Nato-Partner verständigt haben. Aber wir müssen jederzeit auf eine Verletzung des Bündnisgebiets militärisch reagieren können. Wir nennen das ‚Fight Tonight‘ – sofort bereit zu sein, auch ohne Vorwarnzeit. Und das sind wir mit dem, was wir haben, so, wie wir sind.“
Ob der Salonstratege, der den Krieg nie hautnah miterlebt hat, weiß, wovon er da redet. Reagans Außenminister, Alexander Haig (1981-1982), hat einmal gesagt, „dass er für Leonid Breschnevs Gesundheit bete, weil das nächste Gespann sowjetischer Führer aus Männern bestehen werde, ‚die den Krieg nie kennengelernt haben und für die Stalingrad ein Filmtitel ist‘. Deshalb glaubt(e) der Minister, dass sie die Vereinigten Staaten unbekümmerter herausfordern werden.“4
Diese Unbekümmertheit kann auch Freuding bescheinigt werden. Falls er wirklich glaubt, einen Krieg gegen eine nukleare Supermacht Russland so führen zu können, wie Russland seinen Krieg gegen die Ukraine führt, dann wird er sehr enttäuscht sein. Denn er wird mit allen seinen „32 Nato-Partnern“ keine Zeit haben, in einen Krieg einzutreten, der bereits nach wenigen Stunden zu Ende sein wird.
Dieser „General YouTube“, wie sein Spitzname lautet, sollte eigentlich General Stultus heißen. Er hat wohl nicht begriffen, was Putin gesagt hat: Es werde nach einem solchen Krieg „niemanden“ geben, „mit dem Russland verhandeln könnte“. Freuding ist indes schon früher mit seinen kriegerischen Äußerungen unangenehm aufgefallen.
Im Juni 2025 erklärte er gegenüber Reuters, Europa werde den Widerstand in der Ukraine selbst dann unterstützen, wenn die USA ihre Finanzierung einstellten. Es verfüge über die nötigen Ressourcen. „Wenn der politische Wille vorhanden ist, werden die Mittel gefunden, um die fehlende US-Unterstützung zu kompensieren“, sagte Freuding in einem Interview. 2023 kündigte er auf dem Forum „Yalta European Strategy“ (YES) an: Deutschland sei bereit, die Ukraine bis 2032 zu unterstützen. „Wir sind bereit eine langfristige Unterstützung zu leisten … und beabsichtigen die Zeit zu unserem Verbündeten und nicht zum Verbündeten Putins zu machen.“
Und heute? Freuding und seine Kriegskameraden sind schon längst mit ihrer Kriegspolitik am Ende und auf der ganzen Linie gescheitert5, wollen das nur nicht wahrhaben. Dem Salonstrategen ist es nämlich nicht gelungen, „die Zeit zu unserem Verbündeten“ zu machen. Das Kriegsspiel ist zu Ende und Putin hat „die Zeit“ eben auf seiner Seite.
Das sollte all jenen Kriegsstrategen eine Lehre sein, die das Kriegsgeschehen aus der Ferne beobachten und andere für die eigenen Kriegsphantasien verheizen. Sie müssen sich ja nicht für die Kriegsopfer der eigenen Bevölkerung rechtfertigen. Die „Drecksarbeit“ (Friedrich Merz) machen ja die anderen.
2. Ist die Nato „die stärkste Militärallianz der Geschichte“?
Wenn Freuding wirklich glaubt, dass Krieg gegen Russland führbar und gewinnbar sei, dann ist er auf dem Holzweg. Der Krieg zwischen Russland und der Nato wird ein ganz anderer Krieg als der in der Ukraine sein. Aus seinem Interview geht hervor, dass er sich militärstrategisch immer noch am Krieg des 20. Jahrhunderts orientiert. Auf die Frage, ob die Bundeswehr „eher 1000 neue Leopard-Kampfpanzer“ braucht oder ob auch „500 reichen“ würden, reagiert Freuding ausweichend: „Wir leiten unseren Bedarf aus den Nato-Verteidigungsplänen ab. … Konkrete Zahlen beispielsweise von Kampfpanzern will ich aus guten Gründen nicht in der Öffentlichkeit debattieren.“
Nun ja, es gibt nur einen einzigen „guten Grund“ in der Öffentlichkeit nicht debattieren zu wollen: seine Ahnungslosigkeit, es sei denn, er verheimlicht vor unsereinem wider besseres Wissen einen geringen Nutzen der Kampfpanzer im Ukrainekrieg. Bereits vor zwei Jahren berichtete beispielsweise die Deutsche Welle (DW) am 2. Januar 2024:
„Die von Deutschland an Kiew gelieferten Leopard-2-Panzer weisen Gefechtsschäden und Verschleiß auf. Es herrscht ein Mangel an Ersatzteilen, um sie wieder einsatzbereit zu machen. Von den 18 von Deutschland an die Ukraine gelieferten Leopard-2A6-Panzern ist nur noch ein kleiner Teil einsatzbereit. Der Verteidigungsexperte der Grünen, Sebastian Schäfer, forderte daher umgehend Reparaturmaßnahmen. ‚Leider müssen wir feststellen, dass nur noch ein sehr kleiner Teil der an die Ukraine gelieferten Panzer einsatzbereit ist. Die Reparaturen dauern sehr lange, da es dem Reparaturwerk in Litauen an Ersatzteilen mangelt‘, zitierte die dpa Schäfer aus einem Schreiben an die Rüstungskonzerne Rheinmetall und KMW.“
Zudem hat der Kampfpanzer im Krieg des 21. Jahrhunderts im Vergleich zum Krieg des 20. Jahrhunderts dramatisch an Bedeutung verloren. Wie der ehem. Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Jurij N. Balujevskij (2004-2008), in einem bereits 2023 erschienenen Sammelband „Алгоритмы огня и стали: оружие современных войн“ (Algorithmen aus Feuer und Stahl: Waffe der modernen Kriege) schreibt, wurden die Panzer „zu einem der Hauptopfern der Kampfhandlungen der letzten zwei Jahre“. Das frühere Symbol der Schlag- und Kampfkraft hat sich als leicht zu erkennendes und leicht zu zerstörendes Ziel erwiesen.6
Und auf eine weitere Frage, ob „wir überhaupt noch Panzerarmeen wie zur Hochzeit des Kalten Krieges (brauchen)“, antwortete Freuding erneut ausweichend: „Die Kriegsgeschichte zeigt, dass Innovationen traditionelle Systeme nie komplett ersetzen, sondern diese ergänzen. … So wird mit den Drohnen auch der bemannte Kampfpanzer nicht verschwinden, aber er wird vermutlich künftig begleitet werden von unbemannten Systemen – luftgestützt und auf dem Boden.“
Zwar stellt er zutreffend fest, dass wir „die Erkenntnisse aus dem Ukrainekrieg auch nicht eins zu eins auf einen möglichen Konflikt zwischen der Nato und Russland übertragen (dürfen)“ und dass beispielsweise „die Luftkriegsführung eine ganz andere Rolle spielen wird“. Denn „die Ukraine hat kaum eigene Luftstreitkräfte, und Russland setzt seine Luftwaffe sehr dosiert ein … Unser Ziel in der Nato wäre zudem ein möglichst beweglich geführtes Gefecht, um einen Stellungskrieg – wie wir ihn in der Ukraine sehen – unter allen Umständen zu vermeiden.“
Die zitierte Passage zeigt aber zugleich, wie wenig Freuding die strategischen Ziele der russischen politischen und militärischen Führung versteht, wenn er von einem „unter allen Umständen“ zu vermeidenden „Stellungskrieg“ redet. Keine Sorge, Herr General! Dazu wird es gar nicht kommen. Noch bevor sich die Bundeswehr mit ihrem „beweglich geführten Gefecht“ in Bewegung setzt, wird der Krieg zu Ende sein.
Wenn Freuding samt der Militärführung der Bundeswehr und der europäischen Nato-Staaten allen Ernstes glaubt, gegen Russland einen siegreichen Krieg führen zu können, dann weiß er nicht, worauf er sich da einlässt. Aber genau daran glaubt er und lässt auch keinen Zweifel daran aufkommen, sagt er doch, darauf angesprochen, was die in Litauen stationierte deutsche Panzerbrigade tun würde, falls „Russland im Baltikum unsere Verteidigungsbereitschaft testen würde“: „Wir wären nicht allein, Russland würde ja nicht die Panzerbrigade 45 angreifen, sondern die stärkste Militärallianz der Geschichte. Und das Bündnis würde reagieren. Wir können uns auf die Unterstützung unserer Partner verlassen.“
Es ist diese maßlose Selbstüberschätzung der deutschen und der Nato-Militärführung, die unsereinen in Angst und Schrecken versetzt, wenn man bedenkt, mit welcher Leichtigkeit des Seins solche Salonstrategen vom Krieg reden. Abgesehen davon, dass wir uns heutzutage nicht ohne weiteres „auf die Unterstützung unserer Partner“ insbesondere der US-Verbündeten verlassen können, ist es noch lange nicht ausgemacht, dass die Nato immer noch „die stärkste Militärallianz der Geschichte“ ist. Eine derart maßlose Selbstüberschätzung kann uns zum Verhängnis werden.
3. Auf verlorenem Posten
Nun stellt sich in der Tat die Frage: Was wäre, wenn …? Was wäre, wenn es tatsächlich zum Krieg zwischen Russland und Europa käme? Wer würde den Sieg davontragen? Eines ist schon jetzt von vornherein auszuschließen, dass nämlich dieser Krieg genauso wie in der Ukraine verlaufen wird. Der Krieg zwischen Russland und der Nato wird ganz anderes aussehen, als wir uns das nur vorstellen können.
Der ehem. israelische Geheimdienstoffizier und Militärexperte, Jakov Kedmi (geb. 1947), hat darauf am 16. Januar 2026 in einem Interview mit Ukraina.ru eine ausreichende Antwort gegeben. Russland stehe seiner Meinung nach gleichzeitig vor den drei militärischen Herausforderungen, die unterschiedlicher nicht sein können. Moskau bereite seine Streitkräfte für strategische Durchbrüche in der Ukraine und unabhängig davon für einen hypothetischen Konflikt mit einem vereinten Europa vor.
Russland verfüge derzeit über „drei Armeen“. Die erste führe einen Stellungskrieg im Donbass, die zweite Armee könne zur Verfolgung strategischer Ziele in der Ukraine eingesetzt werden, etwa zur Kontrolle von Odessa und des Schwarzen Meeres und die dritte sei für einen Krieg mit der Nato vorgesehen.
Derzeit führen die russischen Streitkräfte Kampfhandlungen mit traditionellen Methoden durch. Gleichzeitig betreibt die russische Militärführung eine Reorganisation ihrer Streitkräfte. Da die Idee einer europäischen Nato-Armee zum Krieg gegen Russland immer realistischer wird, bereitet sich auch Russland auf einen solchen Krieg vor. Ziel eines solchen Krieges ist die Vernichtung der Nato-Allianz, die eine ernsthafte Bedrohung für Russland darstellt.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird Russland keine Panzerarmeen einsetzen, sondern stattdessen massive Raketenangriffe starten. In diesem Krieg wird Russland den Einsatz taktischer Atomwaffen, über die es in hohen Maß verfügt, kaum vermeiden können.
Diese Art der Kriegsführung erfordert aber eine ganz andere militärische Organisation. Russland baut zudem auch seinen militärisch-industriellen Komplex massiv aus, basierend auf Unternehmen, die klassische Militärausrüstung herstellen. Dazu gehören nicht nur Flugzeuge und Hubschrauber, sondern auch Panzer und Artillerie. Auch Drohnen sind ein direkter Bestandteil davon.
Im Falle eines Krieges mit Europa sollte sich der Hauptangriff zuallererst gegen Frankreich als den gefährlichsten europäischen Nato-Verbündeten richten. Frankreich verfügt über eigene taktische Atomwaffen: Raketen, U-Boote und Flugzeuge. Russland wird daher Atomwaffenlager und Produktionsstätten, die Luftwaffe und die Marine ins Visier nehmen. Es wird mit Flugzeugen, Raketen des Typs Oreschnik sowie U-Booten und Überwasserschiffen angreifen.
„Die Oreschnik-Technologie wird für Militäroperationen in Europa unverzichtbar sein. Sie kann auch als Träger für taktische Atomwaffen eingesetzt werden. Taktische Atomsprengköpfe wurden sowohl in den USA als auch in Russland entwickelt. Ihre Sprengkraft reicht von etwa 300 Tonnen über 500 Tonnen, eine Kilotonne, fünf Kilotonnen, zehn Kilotonnen bis hin zu zwanzig Kilotonnen. In den USA wurden sie jedoch nicht im gleichen Umfang wie in Russland entwickelt. Allein die Tatsache, dass 36 Raketen mit Kilotonnen-Sprengköpfen bestückt werden, lässt die katastrophalen Auswirkungen der Oreschnik-Technologie auf das betroffene Gebiet nur erahnen.
Was alle anderen europäischen Nato-Länder betrifft, so werden die russischen Angriffe auf Militärstützpunkte und Ausrüstungsdepots in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze durchgeführt, die Russland Schaden zufügen können. Sie müssen zerstört werden. Alles Weitere hängt von Moskaus Zielen ab. Es kann Europa einfach neutralisieren oder es zur Kapitulation zwingen.
Sollte Russland Europa zur Kapitulation zwingen wollen, wird es zu drastischeren Mitteln greifen, um wichtige Ziele in Europa anzugreifen. Wird beispielsweise die Energieinfrastruktur eines Landes zerstört, hört dieses Land auf zu existieren.
Deutschland von der Stromversorgung abzuschneiden, wäre noch am einfachsten. Der Bundeswehr fehlen zudem laut Kedmi die operativen und strategischen Kapazitäten. Frankreich von der Stromversorgung abzuschneiden, wird hingegen schwieriger sein. Sein Energiesystem basiert auf Kernkraftwerken, deren Zerstörung schwierig ist und einen komplexeren Ansatz erfordert. Auf jedem Fall werden die EU-Länder ihrer Infrastruktur und Streitkräfte beraubt und anschließend zur Kapitulation gezwungen sein.
Und was die Kriegsschäden angeht, die die europäischen Nato-Länder Russland zufügen würden, so sind sie laut Kedmi ziemlich überschaubar. Die Europäer verfügen nicht über ernstzunehmende Waffen, die tief in russisches Territorium vordringen können. Deshalb haben sie versucht, sie näher an die russische Grenze heranzubringen.
Das russische Luft- und Raketenabwehrsystem, kombiniert mit ständigen Angriffen auf feindliche Ziele, kann zudem diese Bedrohung relativ schnell neutralisieren. Französische Atomwaffen (Flugzeug- und U-Boot-gestützte Raketen) können russisches Territorium nicht ohne weiteres erreichen. Die landgestützten Raketen in Frankreich sind stillgelegt. Es gibt dort praktisch keine entsprechenden Truppen. Wenn der Wiederaufbau sechs Monate bis zu einem Jahr dauern soll, ist das ein wichtiger Punkt. Doch im Moment sind ihre bodengestützten Raketen außer Gefecht gesetzt.
Vor diesem Hintergrund kann man nur sagen: Wenn Christian Freuding und seine Kriegskameraden glauben, „die stärkste Militärallianz der Geschichte“ im Rücken zu haben, dann kann man ihnen nur sehr, sehr viel Glück wünschen, in einem aussichtslosen Krieg gegen Russland bestehen zu können. Sie stehen von vornherein auf verlorenem Posten, sollten sie nur versuchen, Russland ohne die USA militärisch standzuhalten. Ohne Trumps Amerika, das mittlerweile nicht gewillt ist, gegen Russland zu kämpfen, kann Europa gegen die russische Militärmaschinerie nichts ausrichten.
Europa sollte sich lieber auf Frieden statt auf Krieg konzentrieren, falls es noch als eine einzigartige Zivilisation überleben will, und nicht auf alle möglichen Salonstrategen wie „General YouTube“ hören, die nur Kriegshysterie schüren, Öl ins Feuer gießen und auf die Fortsetzung des Ukrainekrieges setzen. Sie bringen dem deutschen Volk und den Völkern Europas Unheil.
Man möchte all jenen, die auf Krieg setzen, mit dem bereits eingangs zitierten Philip Pilkington zurufen: „This position is not just immoral; it is also delusional. From a moral perspective, the liberal elite in Brussels and in other European capitals have cultivated a cynicism about Ukrainian lives that borders on ritual blood sacrifice. It is disgusting and will be viewed by civilized people in the future for what it is“ (Diese Position ist nicht nur unmoralisch, sondern auch paranoid. Aus moralischer Perspektive gesehen, hat die liberale Elite in Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten einen Zynismus gegenüber Ukrainern an den Tag gelegt, der an rituelle Blutopfer grenzt. Das ist widerlich und wird von zivilisierten Menschen in Zukunft als das erkannt werden, was es ist).
Anmerkungen
- Philip Pilkington, Greenland Is a Punishment for Europe’s Role in Ukraine. Europeans can expect more of
the same until they get with the peace program, The American Conservative, Jan 23, 2026.
- Christian Freuding im Handelsblatt-Interview „Wir können uns auch stärker auf Grönland engagieren“,
- Januar 2026, 12 f.
- Kahn, H. W., Die Russen kommen nicht. Fehlleistungen unserer Sicherheitspolitik. München Bern Wien
1969, 15.
- Zitiert nach Flora Lewis, Wenn Europa an Krieg denkt, in: Wilhelm Bittorf (Hg.), Nachrüstung. Der
Atomkrieg rückt näher. Spiegel-Buch 1981, 199-201 (199).
- Silnizki, M., Europas gescheiterte Kriegspolitik. Zwischen die Fronten geraten. 23. November 2025.
- Zitiert nach Silnizki, M., Die militärische Revolution. Der Ukrainekrieg aus Sicht eines russischen
Militärexperten. 18. Februar 2024, www.ontopraxiologie.de.


In allen autoritären Staaten ereignen sich demografische Katastrophen. Siehe dazu unter anderem Wikipedia „Demographics of China“, Vital Statistics.
Die Bürgerrechtler sind aber nicht von den demografischen Katastrophen betroffen. In Russland werden sich die Nachfolger Nawalnys durchsetzen.
Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
“ In Russland werden sich die Nachfolger Nawalnys durchsetzen.“
und dann?? Was passiert dann? Die Chodorkowski’s werden was machen, Russland
in ca.40 Kleinstaaten zerlegen und dann verschwindet Russland von der Weltkarte?
Auch die Nawalny’s und Chodorkowski’s etc sind Russen und die Russen haben seit den 90iger Jahren eine feine Antenne!
Lesen Sie noch mal den Artikel!
Der Typ liest nichts. Er sondert unter jedem Artikel ein paar Allgemeinplätzchen ab und sucht dann nach Leuten, die dumm genug sind, auf seinen Links zu klicken und seinen Blog supi zu finden.
Der Autor behandelt J. Kedmi als eine maßgebliche Expertin, was wiederum die Glaubwürdigkeit des Autors mindert. Der Artikel enthält auch keinen Link zu dem erwähnten Interview mit dem Zionisten Jakov Kedmi. Aus irgendeinem Grund hat der Autor darauf verzichtet.
So ist es!
Aber Herr Freudig ist auch kein Entscheider. Er ist lediglich ein recht wenig reflektierender Befehlsempfänger.
Der erste Absatz irrt in der Ansicht Trump würde tatsächlich den Krieg in der Ukraine ablehnen. Das was die europäischen Politeliten veranstalten geschieht ausschließlich auf Geheiß der USA unter Wahrung von US Interessen. Dass die USA sehr gerne Stellvertreter verheißen, dürfte inzwischen auch zum Autor durchgedrungen sein.
Der am Anfang zitierte Passus aus der konservativen Zeitung verkennt völlig die Rolle der USA in dem Konflikt und trotz kritischen Blicks auf die amerikanische Aussenpolitik, fällt man auf Trumps doppeltes Spiel herein. Die USA könnten den Krieg sofort beenden, wenn sie wollten!
Der Rest des Artikel könnte bereits mit der Erwähnung des Einsatzes der sicherlich unumgänglichen Atomsprengköpfe enden.
Danach ist nämlich aus die Maus – und zwar für alle (auch für die im Atom-Bunker.. nur etwas später).
Es ist doch offensichtlich: 2029 haben die Europäer fleißig aufgerüstet und in Washington regieren wahrscheinlich wieder die Demokraten. Das ist der beste Zeitpunkt für Putin, den Sender Gleiwitz zu überfallen!
Na endlich jemand, der die Dinge beim Namen nennt. Ich kann all diese Salon-Strategen nicht mehr hören, die von einer Überlegenheit der nato über Russland faseln, gleichzeitig aber versichern, dass die, dann offensichtlich saudummen Russen, ganz sicher angreifen werden. Wichtig ist hevorzuheben, dass bei einem Krieg das Ziel entscheidend ist. Will ich, wie die Russen im Donbass, Gebiete in meinen Staat integrieren, oder will ich die militärische Schlagkraft eines aggressiven Gegners zerstören. In diesem letzteren Fall muss ich wesentlich weniger Rücksichten nehmen, kann die wirklich grossen Kaliber hervorholen, ohne Rücksicht auf Zivilbevölkerung. In diesem Zusammen zu betonen – im Gegensatz zur westlichen Propaganda gehen die Russen in der Ukraine enorm zivilbevölkerungsfreundlich vor. Entsprechend ist die Opferzahl unter den ukrainischen Zivilisten auch nach langen Kriegsjahren noch sehr bescheiden, der Quotient zwischen Militär und Zivilopfern so zivilistengünstig wie seit über einem Jahrhundert an Kriegen nicht mehr. Sollten es die Europäer auf die Spitze treiben und es in der Tat zu einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland kommen, wird das ganz anders sein. Man muss dann damit rechnen, das ganze Städte mit Mann und Maus untergehen. Zudem wäre die Wahrscheinlichkeit nahe der Gewissheit, dass sich das Ganze zu einem globalen Desaster ausweiten würde, in dem alle wichtigen Militärmächte involviert würden. Das wiedeum würde vermutlich den gefürchteten nuklearen Winter auslösen und die gesamte Menschheit bedrohen. Man kann daher nicht genug deutlich und oft betonen, was für eine verantwortungslose Bande zurzeit die europäischen Geschicke bestimmt.
Herr Freuding versteht etwas von Militärgeschichte. So hat das Maschinengewehr laut ihm Kavallerieangriffe nicht ersetzt, sondern “ergänzt”.
„Sapere aude!“ — Auch der neue Kriegsfaschismus in Deutschland ekelt mich an!
Träumen wir doch besser einmal über Utopien wie den „Ewigen Frieden“ im Sinne Immanuel Kants, über aufrichtige Liebe …, die eine Erde für uns alle …
Ich weiß sehr wohl, daß dies weitaus komplexer erscheint, als oft und oft und oft – wie seit über 2025 Jahren – immer nur über Zerstörungsszenarien zu philosophieren, welche ‚uns‘ Computerspiele und vermeintliche ‚Friedens-Game-Changer-Freunde‘ wie Merz, von der Leyen, Weber, Röttgen, Roth, Kiesewetter, Prien, Günther, Trump, Putin, Erdogan, Hitler, Stalin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, FDP, CDU / CSU, Rheinmetall, BlackRock … suggerieren wollen!
Und ja, ich bin der Auffassung, dass fast alle PolitikerInnen viel zu hoch bezahlt werden, zu gegebener Zeit wegen demokratiezersetzender Handlungen, Kriegstreiberei, Volks- und Völkerverhetzung sowie wegen der systemischen Verbreitung von Lügen, Hass und Hetze bzw. Verharmlosung des Nationalsozialismus zur Verantwortung gezogen werden müssen. Und zwar vor einem ordentlichen, demokratisch erkennenden Gericht: Ein Menschenrechts-Tribunal in Den Haag wäre m. E. durchaus angemessen.
Ferner bin ich der Auffassung, dass Deutschland angesichts seiner Geschichte alles unternehmen muss, um friedenstüchtig zu werden bzw. eine Friedensbewegung zu etablieren. Beginnen wir unverzüglich mit dem Stopp deutscher Waffenexporte ( direkt und indirekt ), Rüstungsfinanzierungen im Ausland usw. – https://aufschrei-waffenhandel.de/ .
Ferner bin ich der Auffassung: Kein deutscher Staatsbürger sollte sich für diesen Staat oder die sog. ‚Westliche Un-Wertegemeinschaft‘, den die ÖRR propagandistisch unterstützen ( u. a. durch Propaganda-Formate wie https://www.ardmediathek.de/sendung/die-100-was-deutschland-bewegt/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTU0 ) und für den diese wie auch Sie stehen, auch durch tätiges Nichttun / Verschweigen ( NATO-Osterweiterung als eine Kriegsursache ), Verdrehen von ( vermeintlichen ) Tatsachen, in welchem Pazifistinnen und Pazifisten u. a. Gruppen systematisch straffrei diffamiert werden, zu welchem Dienst auch immer zur Verfügung stellen – womöglich noch sein Leben riskieren, welches deutsche Politik leichtfertigst aufs Spiel setzt seit dem Jahre 2001 bzw. dem 24.02.2022.
Angesichts der Schuld Deutschlands für Krieg und Leid und Genozid im 20. Jahrhundert, sollte es die Neutralität nach Schweizer Modell anstreben. ASAP!
„Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.“ ( RW ) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt!
https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/meta-objekt/beteiligt-euch-es-geht-um-eure-erde.-erika-mann-und-ihr-politisches-kabarett-die-%22pfeffermuehle%22-1933-1937/1650spinnboden
Ich sehe die Schlagzeile schon vor meinem geistigen Auge:
Angriff auf Litauen-Brigade
Die Panzerbrigade 45 der Bundeswehr in Litauen („Litauen-Brigade“) wurde gestern Nacht heimtückisch von russischen Drohnen angegriffen.
–
Sehr witzig.
Die NATO-Staaten befinden sich bereits im Krieg gegen Russland.
Und seit 05:45 Uhr wird dann zurück geschossen.
Paul Celan
Todesfuge
Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne
er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz
Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr anderen spielt weiter zum Tanz auf
Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen
Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus Deutschland
er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng
Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus
Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith
Das Hauptproblem ist jedoch , was sollen Militärs machen wenn es keinen Krieg gibt? Das hat uns auch in den Ukrainekrieg geführt.
Hier wurde ja schon eine Menge Richtiges gesagt und der Hinweis darauf daß ein Krieg gegen Russland für den Westen im Endeffekt nicht zu gewinnen ist, wurde ja auch schon häufig gebracht.
Aber – Eines fehlt mir bisher:
Was soll der „deutsche Michel“ eigentlich glauben, wie ein möglicher Sieg des Westens aussähe?
Was ist das Positivszenario? Was der bestmögliche Verlauf eines Krieges aus westlicher Sicht?
Kommen in einem Sieg-Szenario Atomwaffen vor? Setzt Russland Atomwaffen ein? Wir?
Töten wir wieder 27 Millionen Menschen? Mehr? Weniger?
Besetzen wir danach Russland und unterdrücken die Bevölkerung? Zerschlagen wir Russland, wie so oft angedacht?
Und was soll die Bevölkerung Europas davon denken?
Errichten wir danach wieder irgendwelche Denkmäler? Gibt es eine neue „Erinnerungskultur“?
Wirklich…. ein Sieg-Szenario und die Idee von den – sagen wir – folgenden 10 Jahren, würde mich mal interessieren.
(Nur um es klarzustellen: Ich will wissen wie Leute wie Freuding, Hofreiter oder Strack-Zimmermann bzw. deren Anhänger unter den Normalbürgern sich das denken).