
Ein Rentner bezeichnet den Bundeskanzler als »Pinocchio« – die Kriminalpolizei ermittelt. In der Tat ist es ein Skandal, Friedrich Merz so zu betiteln.
Pinocchio kam nach Heilbronn. So jedenfalls sah es ein Rentner aus eben jener Stadt. Neben seinem Post bei Facebook, wonach der Holzjunge nun eben Heilbronn heimsuche, platzierte er ein Nasen-Emoji. Denn bekanntlich wächst Pinocchio der Gesichtserker immer dann, wenn er die Unwahrheit sagt. Nun greift Paragraph 188 Strafgesetzbuch – die sogenannte Majestätsbeleidigung. Die Kriminalpolizei prüft nun, ob es sich um eine satisfaktionsfähige Beleidigung handelt. Auf den ersten, neutral geschulten Blick: Ja, das tut es. Es ist gut, dass die Polizei dem nachgeht. Denn wer solche Vergleiche zieht, muss verstehen lernen, dass das nicht geht.
Die Pinienpuppe und die Nase
Bevor wir aber dazu kommen, ein kurzer Ausblick auf die Leichtigkeit, mit der Politiker nun gegen Äußerungen aus dem Pool des Souveräns vorgehen können. Joana Cotar, ehemalige Bundestagsabgeordnete, berichtet darüber in ihrem aktuellen Buch »Inside Bundestag«. Sie schreibt, dass sie in ihrer Zeit in Berlin »mehrfach von Meldestellen kontaktiert« worden sei. »Höflich und beinahe fürsorglich« wies man sie auf »Beleidigungen oder herabsetzende Kommentare im Internet hin«. Erst erhielt sie einen Hinweis von Seiten der Meldestellen, dann eine »Einordnung als potenziell strafbar« und am Ende wurde gefragt, ob man dies zur Anzeige bringen wolle – »denn Beleidigungen seien ein Antragsdelikt«. Oft lag der Strafantrag bereits vorbereitet bei. Fehlte nur noch eine Unterschrift, um die Sache ins Rollen zu bringen. Die Strukturen sind also so geschaffen worden, dass Mandatare recht barrierefrei die Justiz einschalten können.
Bereits im letzten Dezember las man, dass der amtierende Bundeskanzler um die 5.000 Strafanträge unterschrieben haben soll. Friedrich Merz beschäftigt also offenbar die Behörden – sie haben freilich sonst wenig um die Ohren.
Man darf an dieser Stelle sicherlich vom Infrastrukturmissbrauch der politischen Klasse sprechen. Das heißt, ob man das ungestraft sagen darf, ist noch nicht mal ganz sicher. Alles was man heute der politischen Klasse an den Kopf werfen möchte, tut man im Trial-and-Error-Modus: man kann es mal versuchen und hofft halt, dass man sich nicht geirrt hat mit dem, was noch sagbar ist und was nicht. Es gibt keine Zahlen darüber, wie sehr deutsche Polizeistellen und Staatsanwaltschaften durch tausendfaches, ja zehntausendfaches Nachgehen diverser Anzeigen aus dem politischen Milieu belastet sind. Denken kann man es sich jedenfalls – die Gedanken sind schließlich frei.
Nun also auch der Rentner aus Heilbronn, der mit Carlo Collodis Romanfigur aus Pinienholz – daher auch der Name »Pinocchio« – gegen Merz schoss. Bekannteste Eigenschaft der zur Lebendigkeit gewordenen Arbeit des Schreiners Geppetto: Wenn er lügt, wächst ihm die Nase – sie wird länger und länger, erst die Aussprache der Wahrheit macht den biologisch nicht ganz nachvollziehbaren Akt rückgängig und lässt diesen Teil des Gesichtes abschwellen. Collodi schrieb seine Geschichte aber nicht deswegen auf, weil er von lustig sprießenden Nasen künden wollte. Die Geschichten, in die er Pinocchio stolpern lässt, haben ein zentrales Element: Es geht um Menschlichkeit.
Die Polizei muss der Sache nachgehen
Noch nicht mal so sehr darum, dass Pinocchios größter Wunsch ist, endlich ein Menschenkind zu werden – sondern um die Annahme eines Stückes Holz in die menschliche Familie. Und so präsentierte Collodi seinen meist jungen Lesern eine Marionette, die lebendig wird, orientierungslos ist und die nur ein Wesen kennt, das ihr von Bedeutung ist: es selbst. Pinocchio ist anfangs eher egoistisch, er nimmt keinerlei Rücksichten, lernt aber im Laufe seiner Abenteuer, mehr über Zusammenhalt und soziale Umgangsformen – kurz: Pinocchio nimmt menschliche Züge an. Er ist hilfsbereit, manchmal auch naiv hilfsbereit – und er zeigt sich als das, was man gemeinhin einen »guten Kerl« nennt.
Pinocchio riskiert sein Leben, als er erfährt, dass der alte Geppetto im Bauch eines Wales ist – und er befreit ihn. Er ist zur Liebe fähig. Und er lernt im Laufe der Geschichten, was Freude und was Trauer ist, was Verantwortungsgefühl und was Scham. Er weint sogar und zeigt sich immer wieder mal selbstlos. Außerdem macht er Bekanntschaft mit einem Gefühl, das wir Reue nennen. Anders gesagt: Collodis Hauptfigur ist schon als Holzpuppe menschlich. Am Ende – kann man so alte Geschichten eigentlich spoilern? – wacht er dann sogar als Menschenjunge auf. Ja, Pinocchio ist über Nacht ein Mensch geworden. Einer aus Fleisch und Blut und nicht aus Holzfasern.
Das alles steckt wirklich hinter Collodis Pinocchio. Es ist eine zutiefst menschliche und auch menschlich anrührende Geschichte, die er erzählte. Über jemanden, der sich müht, der anständig sein will, der dem Guten zustrebt und es auch tun möchte. Wie nur kann man den amtierenden Bundeskanzler namens Friedrich Merz mit Collodis wunderbarer Figur voller menschlicher Regungen gleichsetzen wollen? Wo sehen sich die beiden denn ähnlich? Ob Friedrich Merz eines Tages aufwacht und ein guter Mensch sein will? Ist er ein selbstloser Zeitgenosse? Hilfsbereit und brav? Klar, werden nun einige einwenden: Lügen kann er. Sicherlich, er ist Politiker! Aber wächst ihm schamvoll die Nase, wenn er es tut? Das wäre schön, denn das wäre eine regelrecht menschliche Reaktion auf so einen Vorgang: Scham eben! Aber nicht mal das trifft zu.
Es ist also durchaus gerechtfertigt, dass die Polizei der Sache nachgeht. Denn es kann einfach nicht sein, dass eine wehrlose Holzpuppe, die einfach nur versucht hat, ein guter Mensch zu werden, mit einem x-beliebig dahergelaufenen Bundeskanzler verglichen werden darf. Wenn es noch ein Fünkchen Anstand gibt, dann verpflichtet man den Rentner aus Heilbronn dazu, sich beim Pinienjungen zu entschuldigen.
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https://www.berliner-zeitung.de/news/beleidigung-von-kanzler-merz-als-pinocchio-ermittlungen-gegen-mehrere-personen-li.10020684
„„Lackaffe, Pinocchio“: Ermittlungen gegen weitere Personen wegen Beleidigung von Kanzler Merz
Unter einem Beitrag der Polizei Heilbronn sammelten sich mehrere Kommentare über den Bundeskanzler. Die Polizei ermittelt – das sorgt für Kritik
Die Polizei Heilbronn hat Ermittlungen gegen mehrere Personen wegen mäglicher Beleidigung des Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU) aufgenommen. Vor wenigen Tagen wurde zunächst bekannt, dass die Polizei gegen einen Rentner ermittelt, der den Kanzler als Pinocchio bezeichnete.
Die möglichen Beleidigungen sammelten sich unter einem Facebook-Post der Polizei Heilbronn. Nach Angaben eines Polizeisprechers geht es um Bezeichnungen wie „Pinocchio“ oder „Lackaffe“, die Nutzer unter einen Facebook-Post der Heilbronner Polizei zum Besuch von Merz posteten. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauerten noch an, so der Sprecher.“
Du kannst den Frieden in einem Land verhindern und am Tod von Millionen Toten mit beteiligt sein… keine Straftat. Einen kriminellen Politiker, dessen Job es ist zu lügen, als Pinocchio bezeichnen: Straftat. Das ist Deutschland im Jahre 2026. Die größten Verbrecher sitzen in Deutschland im Staatsapparat sowie Politik, Medien, militärisch industriellem Komplex.
Aber das Coole wird sein… mit diesem Vorgehen haben sie sich endgültig die Legitimität und Glaubwürdigkeit abgesprochen. Die Bevölkerung wird es nur noch als Lächerlichkeit ansehen, was diese Verbrecher vom Stapel lassen, um Macht vorzutäuschen und Völkermörder oder deren Komplizen zu beschützen.
👏👏👏👏👍🤥
Den „Fall Pinocchio“ schildert Richard David Precht auch in seinen Buch „Angststillstand“
https://www.penguin.de/buecher/richard-david-precht-angststillstand/buch/9783442302314
Dem ist wenig bis nichts hinzuzufügen. Precht macht im wesentlichen die vorauseilende Selbstzensur, die einen übertriebenen Individualismus entspringt, für die Einschränkung der Meinungsfreiheit verantwortlich. Aber lest selbst.
Für mich resultiert die Einschränkung der Meinungsfreiheit aus den Niedergang der liberalen, westlichen Demokratie. Diese entspringt einer spätrömisch-westlichen Dekadenz und ist ein Symptom für den Niedergang der westlichen Welt.
Die Freiheit, der Individualismus schafft sich sozusagen durch seine eigene Übertreibung selbst ab. Ich kann das sehr schön mit den dritten Gesetz der Dialektik (alte DDR-Schule) erklären, nämlich das ein Ding in sein Gegenteil umschlagen kann.
Zum Schluß kann ich mir einen Vergleich nicht verkneifen. Der westliche Liberalismus wirft China vor, dort sei die öffentliche Beleidigung der Regierung verboten. Das stimmt, aber macht nicht der Westen dasselbe, nur das er es mit der Verteidigung der Freiheit verkauft?
…………. the dark ages are back, folks …. Majestätsbeleidigung ….. geht ma garnicht, merkt euch das leewe Lüüd, sonst werdet ihr auch für vogelfrey erklärt, so wie es dem guten Jaques erging. Dem man noch nicht einmal eine Bratswurst spendieren darf, denn….. schwupps ist man mitgefangen….. Die Liste der ausgesperrten Deutschen, die im pösen,pösen
Land der ostischen Untermenschen darben müssen – immer die allgegenwärtige Nagajka fürchtend, ist lang. Die unbotmäßigen Advokates et Professores in diesem “ unseren“ Deutschland, die ebenfalls der Bannstrahl der neuen Parteienaristokratie getroffen hat, werden zwar nicht mehr in den Schuldturm geworfen, nein, gottbewahre, nein, die modernen Schuldtürme sind eher unscheinbar, aber weitaus effizienter. Und deutlich kostengünstiger. So siehts nunmal aus, in dem besten Deutschland aller Zeiten, gewöhnt euch mal dran.
unser staatliches Dilemma:
Monotonie, Monokultur. Die Vielstaatlichkeit des Deutschen Bundes (1815 bis 1866) hatte für renitente Bürger etwa Josef Görres durchaus Vorteile. ursprünglich vom König von Preußen zur Verhaftung ausgeschrieben flüchtete Görres nach Straßburg ins Exil. Von dort später nach München an die Universität wo er zum Professor berufen wurde. Görres lernte so die Vorzüge der Deutschen Vielstaatlichkeit kennen.
„Man konnte in Berlin vogelfrei sein und in München Professor, geadelt sogar, ein hoch angesehener Mann.“
Quelle: Golo Mann, deutsche Geschichte des 19 und 20 Jahrhunderts, Frankfurt am Main 1958
interessant ist die Doppelmoral, auf ähnliche Maßnahmen in der Türkei wird mit Empörung reagiert…
und wenn ich an die Verbalattacken von Strauss und Wehner denke… nicht mal in Englad wird so rigoros gehandelt
Den Goldenen Bären 2026 erhielt dieses Jahr der Film „Gelbe Briefe“, in dem es um eine fiktive (?) türkische Familie geht, die dem Erdoganregime missfällt und drangsaliert wird.
https://www.berlinale.de/de/2026/programm/202615786.html
Tja, aber wenn reale türkischstämmige Dissidenten wie Dogru, die in Berlin wohnen, von der EU unter fadenscheinigen Gründen sanktioniert werden, dann schweigt die kämpferische Filmbranche. Man gewinnt den Eindruck, die Kultur hat nichts mehr zu sagen, es sei denn Propaganda.
Merz „ist ein Pinoccio“?
Gut, dass habe ich jetzt zum ersten Mal hier gelesen.
Es gibt aber einen anderen Vergleich, der schon seit Merz Amtsantritt bei „Boomern“ – und jüngeren Menschen – durch das WorldwideWeb zieht, der seinen (miesen) unmenschlichen Charakter eher treffen könnte 🙂
Er ist der hier:
„[…]Burns, der nette Mann spendet[…]“
Link:
https://www.youtube.com/watch?v=wg4P9pvaE3U
Und wo ist hier die Anzeige?
Merz = „Mr. Burns“ aus der US-Serie „Die Simpsons“ ?
Wer ist eigentlich sein Waylon Smithers aus „den Simpsons“ dann?
Seine Frau Charlotte Merz (https://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Merz) etwa? 🙂
Die ist immerhin Richterin, und soll keinen Spaß (siehe auch oben verlinkter Wikipedia-Artikel über sie und ihren Mann) verstehen, wenn es um ihren „Mr. Burns“ alias Friedrich Merz gehen soll. 😉
Übrigens ich habe ja nur einen Ausschnitt der Serie der Simpsons über „Mr. Burns“ veröffentlicht – aus YouTube, aber ich bin mir sicher der/die das hier liest findet – nicht nur bei YouTube – auch andere treffende Ausschnitte aus der Serie „Die Simpsons“ mit „Mr. Burns“ die 1:1 auf Friedrich Merz (BK) zutreffen dürften.
Ironische Grüße
Bernie
PS: Nur die Sache mit den Atomkraftwerken muss Fritze Merz wieder anleiern und dann ist „Mr. Burns“ nicht nur vom Charakter in „Die Simpsons“ her gut getroffen *grins*
„Montgomery Merz“ – nicht schlecht!
+++++
Wir leben im Neofeudalismus. Die Herrscher teilen die Macht unter sich auf, es entstehen schon Dynastien aus Politikern, und sie schotten sich mit der Macht des Staates gegen die Bürger ab, die nur noch Untertanen sind und für die Visionen der Mächtigen arbeiten oder gar sterben sollen.
Hat natürlich nichts mit Merz zu tun. Der hat keine Macht.
@Heribert Wannsieder
Sie haben das Geld vergessen welches sie uns stehlen und unter sich aufteilen.
Noch ein Merkmal, dieset »Elite«, und zwar das Abscheulichste: Sie sind fest davon überzeugt etwas Besseres zu sein, als der Durchschnitts-Bürger und ich warte nur darauf, dass sie das Wahlrecht für den Durchschnitts-Bürger drastisch einschränken.
Noch ein Merkmal dieser »Elite«, und zwar da Abscheulichste: Sie sind fest davon überzeugt, dass sie etwas Besseres sind als der Durchschnitts-Bürger.
„ Ein Rentner bezeichnet den Bundeskanzler als »Pinocchio« – die Kriminalpolizei ermittelt. In der Tat ist es ein Skandal, Friedrich Merz so zu betiteln.“
—-
Ich finde es richtig, dass die Kriminalpolizei in diesem Fall ermittelt.
Eine derartige Diffamierung der Figur Pinocchio ist mehr als schändlich.
Was sagen eigentlich die Italiener dazu?
Wenn ich mich recht erinnere, bezeichnete man Merz in der Titanic einmal als Ohrfeigen-Gesicht.
Das kann man durchaus gelten lassen.
Ach was, „Mr. Burns“ passt viel besser – siehe oben *grins*
Amüsierter Gruß
Bernie
@Bernie
Merz hat in der Tat eine frappierende Ähnlichkeit mit Mr. Burns.
Ohrfeigen-Gesicht wirkt nur so
verführerisch.
👍👍👍👍👍
Man stelle sich vor, Kanzler Friedrich Merz stößt auf einen Beitrag auf Facebook, den er beleidigend findet und dass er daraufhin Anzeige erstattet.
Wenn er das tatsächlich bisher um die 5000 mal gemacht hat, dann kann man daraus schließen, dass er nichts anderes zu tun hatte. (Außer sich Gedanken über die Unbezahlbarkeit des Sozialstaats zu machen.)
Und seine Politiker-Kollegen Frau Strack-Zimmermann, Robert Habeck, Nancy Faeser scheinen auch nichts besseres zu tun zu haben.
Es gab schon immer genügend Denunzianten, die jeden Scheiß bei der Obrigkeit angeschwärzt haben.
Und wenn das Pack selbst Uniform trägt.
Es ist übrigens Bullshit wenn die Polizei behauptet, sie müßte ermitteln.
Das tut sie nämlich normalerweise auch nicht.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als Wehner die Parlamentsdebatten mit ausgesuchten Beleidigungen belebte.
Und auch Strauß ließ sich diesbezüglich nicht lumpen.
Heute bräuchte es eine Staatsanwaltschaft ausschließlich dafür.
Der Strauß hat hauptsächlich im Bierzelt beleidigt.
Vor der bayerischen Justiz brauchte er ja keine Angst zu haben.
Die deutsche Gerichtsbarkeit hat ja auch sonst nichts zu tun.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/justiz-ueberlastet-richterbund-mehr-als-eine-million-offene-strafverfahren
Zu diesem Mist kommen dann noch die Tausende Verfahren gegen angebliche Antisemiten, also Menschen, die gegen den israelischen Genozid und die ethnische Säuberung an den Palästinensern protestiert haben, was im übrigen die –ALARM! — die AS-Statistik gehörig aufbläht.
“ Sie nannten ihn Fotznfritz“, so Martin Sonneborn schon vor Jahren. Gilt das als Beleidigung oder als Tatsachenbehauptung ? Wobei man wissen muß, das der Bayer darunter das Mundwerk versteht, der Norddeutsche fügt allerdings ein “ e“ dazu und meint damit etwas völlig anderes. Können Majestätsbeleidigungen überhaupt verjähren, oder gilt die gleiche Einstufung wie bei Mord ? Gibt es auch Coldcase- Fälle bei Beleidigungen ?
„Können Majestätsbeleidigungen überhaupt verjähren, …..“
seit wann ist Deutschland wieder eine Monarchie und hat einen Kaiser????
Man kann über dieses auch moralisch heruntergewirtschaftete Land echt nur noch den Kopf schütteln. Polizei und Justiz sind ein Beleidigung für den Rechtstaat. Wir sind im Mittelalter angekommen.
Und zum Artikel:
Wohl wahr wohl wahr… Im Gegensatz zu Friedrich Merz finde ich Pinocchio echt sympathisch.
»Höflich und beinahe fürsorglich« wies man sie auf »Beleidigungen oder herabsetzende Kommentare im Internet hin«. Erst erhielt sie einen Hinweis von Seiten der Meldestellen, dann eine »Einordnung als potenziell strafbar« und am Ende wurde gefragt, ob man dies zur Anzeige bringen wolle – »denn Beleidigungen seien ein Antragsdelikt«.
Und gerade vor ein paar Tagen wurde mir höchst offiziell mitgeteilt, dass die Gerichte überlastet sind und viele Strafsachen wegen Überlastung nicht verfolgt werden könnten. Da werden sogar Inhaftierte, also schon etwas anspruchsvollere Täter, frei gelassen.
Aber zum Wohle des verfolgten Staates muss es natürlich Prioritäten geben.
In der Tat sollte sich Pinoccio wegen der Hernahme seiner Figur zur Verwendung des Vergleichs ins Recht setzen und Merz wegen kultureller Aneignung anzeigen.
Weiter stellt sich die gruselige Frage, was den bei seiner Hochwohlgeborenheit von Kanzler Merz alles anschwillt, wenn sie unentwegt lügt. Vermutlich der Geldbeutel?
Jedenfalls ist jetzt geklärt, warum es mehr Polizei und Militär braucht: Die Würde der Kanzlerschaft wird auch bei fiktivem Holzgewerke verteidigt.
Lieber Herr Lapuente
Vielen Dank!
Endlich sagt es mal einer.
Für mich, als Pinocchio-Fan seit frühester Kindheit, war es schon immer unerträglich, wenn diese liebenswerte und naive Figur als Synonym für notorische Lügner herhalten mußte. Ich stimme Ihrer Forderung im letzten Absatz uneigeschränkt zu.
Liebe Grüße
Ein anderer Anführer hätte sich das auch nicht gefallen lassen.
Irgendwie haben die Typen die falschen Vorbilder.
„Das Einzige, was schlimmer ist als ein Lügner, ist ein Lügner, der auch noch ein Heuchler ist!“
Tennessee Williams
ich habe mir jetzt leider nicht gemerkt wo ich das gefunden habe……
je länger ich das Bild betrachte, desto
sympathischer wird mir Pinocchio.
Nun ja – die (Original)Geschichte:
Aus einem sprechenden Holzklotz kreierte ein Schnitzer seinen kleinen, sehr individuellen Jungen.
„Pinocchio (Holz-/ Dummköpfchen, Wortspiel zwischen pino = Pinie und dem Deminutiv von pinco = Dummkopf und occhio = Auge)“ besaß anfänglich ein einflüsterndes „Gewissen“ namens Pepe (auch bekannt unter Jiminy Grille), welches von Pinocchio kurzerhand, da störend, erschlagen wurde, bevor die ganz große Reise (mit Goldmünzen, Gaunern, Puppenspielern, Eseln etc.) begann.
Sämtliche Abenteuer konnten jedoch nur gefahrlos, aber höchst erfolgreich bewältigt werden, weil eine „gute FEE“ permanent ihre schützende Hand über die Puppe hielt und ihr zusätzlich und schlussendlich auch noch ihren allergrößten Wunsch erfüllte.
Fin
„In einer Demokratie darf man die Herrschenden Idioten, Schwachköpfe, Deppen nennen. In Diktaturen wird man dafür strafrechtlich verfolgt“, schrieb Laschet in einem Tweet auf der Plattform X (ehemals Twitter).
Mit der Anzeige und deren Verbreitung in den Medien will man dem Volk klarmachen, dass man jetzt in einer Diktatur lebt und gefälligst zu gehorchen hat.
So eine Meldestelle wäre ja nur dann meines Erachtens legitim, wenn derjenige, der „Meldung gemacht hat“, also der Denunziant, ebenfalls mit Klarnamen erfasst ist und dem Denunzierten aus rechtlichen Gründen bekannt gemacht werden müsste. Ist das der Fall? 😉
Ich nehme mal stark an, dass damit dem munteren Denunziantentum schlagartig die heiße Luft aus dem Sack entpfeifen würde … LOL
Pinocchio bzw. sein russischer Bruder Buratino sind mir bekannt. Die Bücher mit ihren Abenteuern habe ich meinen Kindern und jetzt den Enkeln vorgelesen. Die konnten nie genug davon bekommen…
Aber die Person mit Namen Friedrich Merz? Muss man die kennen? Das soll ein Politiker sein. Und bekanntlich hat diese Spezies ein sehr gestörtes Verhältnis zur Wahrheit. Das kann man ernst nehmen, oder einfach ignorieren. Ändern tut sich trotzdem nichts.
Also eine liebenswerte Holzpuppe mit einem nutzlosen Politiker gleichzusetzen, das hat schon was.
Ich würde den betreffenden Rentner verpflichten, in einem Heilbronner Kindergarten die Geschichten um die Abenteuer des Pinocchio/ Buratino vorzulesen! Strafe muss sein….