Ist die amerikanische Außenpolitik noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen Wertegemeinschaft?“

Sprengstoffexperten auf der Naval Air Weapons Station China Lake. Bild: U.S. Navy

Vorbemerkung der Redaktion: Der Artikel wurde vor dem Überfall auf Venezuela geschrieben. Damit haben sich die USA wohl endgültig gegen die „wertebasierte Ordnung“ des Westens verstoßen, die sie auch früher nur beachtet hat, wenn es den eigenen Interessen entsprach.

Die amerikanische Politik verstößt zunehmend gegen die regelbasierte internationale Ordnung, so dass sich die Frage stellt, ob die immer wieder betonte „westliche“ Wertegemeinschaft noch glaubwürdig ist und welche Konsequenzen dieser Konflikt für die europäische/deutsche Außenpolitik haben sollte.

Die regelbasierte internationale Ordnung

 Die Prinzipien einer regelbasierten Ordnung werden seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine immer wieder betont, weil Russland zu Recht der Vorwurf gemacht wird, gegen diese Ordnung zu verstoßen. Hinterfragt wird allerdings nicht, ob sich eigentlich die USA als Führungsmacht der „westlichen Wertegemeinschaft“ daranhalten.

Deshalb ist es wichtig, sich zunächst einmal damit zu befassen, was eigentlich die entscheidenden Merkmale einer solchen Ordnung sind.

Die regelbasierte Ordnung, man könnte sie auch als wertebasierte Weltordnung bezeichnen, basiert im Wesentlichen auf den Prinzipien des Völkerrechts, und in den jeweiligen Ländern auf Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Einhaltung von Grund-und Menschenrechten. Sie verbietet die Anwendung von Gewalt und damit auch die Durchsetzung nationaler Interessen mit militärischen Mitteln oder wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen. Sie ist der absolute Gegensatz zum „Recht des Stärkeren“, das manche auch als „Gesetz des Dschungels“ bezeichnen. Ziel ist eine gerechtere globale Governance.

Last,but not least, kann man feststellen, dass die regelbasierte internationale Ordnung die Grundlage für die Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen allen Völkern ist. Demokratie als eine Staatsform ist keine zwingende Voraussetzung für eine staatliche Mitgliedschaft in einer solchen Wertegemeinschaft.

Die aktuelle amerikanische Politik unter Präsident Trump

 Die Innenpolitik des US Präsidenten entspricht – u.a. wegen seines Vorgehens gegen Migranten oder Kritiker seiner Maßnahmen  – sicherlich nicht den Prinzipen einer Wertegemeinschaft, ist aber nicht Gegenstand dieses Beitrags, der sich mit der amerikanischen Außenpolitik befasst.

Darüber hinaus kann durchaus bezweifelt werden, ob seine Executive Orders, die ja in Teilen auch die Innenpolitik kennzeichnen, noch mit der Präambel des  NATO- Vertrags vereinbar sind.

Die Präambel des NATO-Vertrags

In der Präambel des NATO Vertrags vom 04. April 1949 heißt es wörtlich:

„Die Parteien dieses Vertrags bekräftigen erneut ihren Glauben an die Ziele und Grundsätze der Satzung der Vereinten Nationen und ihren Wunsch, mit allen Völkern und Regierungen in Frieden zu leben. Sie sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Erbe und die Zivilisation ihrer Völker, die auf den Grundsätzen der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechts beruhen, zu gewährleisten. Sie sind bestrebt, die innere Festigkeit und das Wohlergehen im nordatlantischen Gebiet zu fördern. Sie sind entschlossen, ihre Bemühungen für die gemeinsame Verteidigung und für die Erhaltung des Friedens und der Sicherheit zu vereinigen. Sie vereinbaren daher diesen Nordatlantikvertrag.“

Die amerikanische Außenpolitik

Unstrittig ist, dass die amerikanische Außenpolitik mit dem NATO-Vertrag nicht zu vereinbaren ist, weil sie gegen alle in der Präambel formulierten Prinzipien verstößt, in erster Linie natürlich gegen das Völkerrecht.

Die USA haben auch unter anderen Präsidenten immer wieder gegen internationales Recht verstoßen, um ihre nationalen Interessen durchzusetzen, aber nicht in dem Maße und der Häufigkeit, wie das jetzt unter Präsident Trump der Fall ist. Vier aktuelle Beispiele sollen das aufzeigen und/oder in Erinnerung rufen

Operation Midnight Hammer

Am 22. Juni 2025 führten die US Streitkräfte einen komplexen Angriff auf drei Ziele des iranischen Atomprogramms durch. Nach Angaben des US-Militärs seien insgesamt 125 Flugzeuge an dem Einsatz beteiligt gewesen, darunter Dutzende hunderte Soldaten. Der amerikanische Generalstabschef Dan Caine schilderte im US-Verteidigungsministerium auf einer Pressekonferenz Details zum Einsatz. Caine wörtlich: „Die Hauptangriffsflotte, bestehend aus sieben B-2-Bombern, jeweils mit zwei Besatzungsmitgliedern, flog heimlich nach Osten, mit nur minimaler Funkkommunikation während des 18 Stunden langen Flugs ins Zielgebiet.“

Der Einsatz habe einen „monatelangen“ Vorlauf gehabt, um bereit zu sein, wenn US-Präsident Donald Trump den Befehl geben sollte.

Caine sprach von einem komplexen und streng getakteten Einsatz in „einem kleinen Stück Luftraum, alles mit minimaler Kommunikation“. Zunächst habe ein U-Boot Ziele in der Stadt Isfahan mit mehr als zwei Dutzend Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk angegriffen, kurz bevor die B-2-Bomber ihre Ziele anflogen. Um 18:40 Uhr Ortszeit Washington (00:40 MESZ) habe der erste B-2-Bomber zwei der massiven bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57 gegen die unterirdische Atomanlage in Fordo eingesetzt. Insgesamt seien 14 dieser Bomben abgeworfen worden .Es gebe noch keine finale Bilanz, aber die ersten Erkenntnisse ließen darauf schließen, dass es bei allen drei Zielen „extrem schwere Schäden und Zerstörung“ gebe, so Caine.

Die USA hatten für diesen Einsatz kein Mandat der UNO, und es hatte auch keine Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgelegen, die diesen Angriff als eine Maßnahme der Selbstverteidigung hätte rechtfertigen können. Damit steht zweifelsfrei fest, dass diese monatelang vorab geplante Militäroperation völkerrechtswidrig war.

Beim aktuellen Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu hat der US-Präsident angedeutet, dass ein weiterer Angriff – also ein erneuter Völkerrechtsbruch – möglich wäre, falls es notwendig sei. Netanjahu erweckte den Eindruck, als wenn er versucht hätte, Trump zu einem weiteren Angriff zu überreden. Israel hat ja in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, grundsätzlich keinerlei Probleme damit zu haben, internationales Recht zu brechen. In dem Punkt befinden sich die beiden Politiker in bester Gesellschaft.

Operation „Southern Spear“

Im September 2025 begannen die USA damit, Boote aus Venezuela in internationalen Gewässern zu versenken. Im Verlauf weiterer Angriffe erhielten die Militäroperationen den Nam3n „Southern Spear“. Washington begründete die Operationen, bei denen mittlerweile mehr als 100 Menschen getötet wurden, mit einem Kampf gegen den Drogenschmuggel, durch den ihre nationale Sicherheit gefährdet würde.

Nach den Angriffen auf Boote in internationalen Gewässern kaperten die USA zwei Tanker auf offener See

Parallel zu diesen völkerrechtwidrigen Militäroperationen verlegten die USA im Verlauf der vergangenen Wochen einen Trägerverband mit einem Flugzeugträger und weiteren Kampfschiffen in die Region. Zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt wurde mit einer Hafenanlage erstmalig ein Ziel in Venezuela bombardiert. Unklar ist, ob der Angriff von der US-Luftwaffe oder mittels einer „Rapier-Drohne“ der CIA erfolgt ist. Fest steht, dass US-Präsident Trump der CIA bereits vor Wochen das “Go“ für jede Art von verdeckten Operationen in Venezuela gegeben hat. Nach Einschätzung von Experten ist das eigentliche Ziel der US-Militäroperationen der Sturz von Präsident Maduro.

Auch in diesem Fall sind die Militäroperationen weder durch ein UN-Mandat noch durch das Recht auf Selbstverteidigung gerechtfertigt. Eine Verurteilung der völkerrechtswidrigen Operationen durch den Weltsicherheitsrat erfolgte nicht, obwohl das Vorgehen der USA im Rat, vor allem von China und Russland, massiv kritisiert wurde

Bombardierung von Einrichtungen der Terrormiliz IS in Syrien

Am 20. Dezember 2025 flogen die amerikanischen Luftstreitkräfte nach eigenen Angaben Einsätze gegen 70 Einrichtungen der Terrormiliz IS in Syrien. Die USA begründeten die Angriffe als Vergeltung für den Tod von 2 US Soldaten und einem US-Dolmetscher in der syrischen Stadt Palmyra am 13. Dezember 2025. Hintergrundinformationen zu dem Vorfall liegen kaum vor. Bekannt wurde lediglich, dass es sich bei den beiden Soldaten um Angehörige der amerikanischen Nationalgarde gehandelt hat, so dass sich die Frage stellt, was US-Nationalgardisten eigentlich in Syrien machen.

Da niemand weiß, was sich wirklich ereignet hat, bestehen berechtigte Zweifel, ob ein derartig massiver Militärschlag gegen 70 IS-Einrichtungen durch internationales Recht gedeckt ist, zumal der Auftrag der US-Soldaten in Palmyra völlig unklar ist und es für ihren Aufenthalt kein UN-Mandat gibt.

Raketenangriffe in Nigeria

Am Weihnachtsfest 2025 feuerte ein US-Kriegsschiff im Golf von Guinea 16 Tomahawk-Raketen auf zwei Einrichtungen von Terroristen – vermutlich der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) – im „Sokoto State“ im Nordwesten Nigerias.

Den Angriff hatte US-Präsident Trump angeordnet und dazu auf seinem Kanal  „Truth Social“ gepostet: „ The United States launched a powerful and deadly strike against ISIS Terrorist Scum in Northwest Nigeria, who have been targeting and viciously killing, primarily, innocent Christians at levels not seen for many years, and even Centuries!” („Die Vereinigten Staaten haben einen mächtigen und tödlichen Schlag gegen ISIS-Terroristen-Abschaum im Nordwesten Nigerias geführt, die gezielt und bösartig vor allem unschuldige Christen angreifen in einem Maß, das man für viele Jahre und sogar Jahrhunderte nicht gesehen hat.“)

Nigerias muslimischer Präsident Bola Ahmed Tinubu hatte Trumps Vorwürfe und Behauptungen zurückgewiesen und erklärt: „Nigeria lehnt religiöse Verfolgung ab und fördert sie nicht. Christen und Muslime sind von Konflikten betroffen.“

Der nigerianische Außenminister Yusuf Maitama Tuggar sagte der BBC, die Anti-Terror-Operation habe „nichts mit einer bestimmten Religion zu tun“.

Ob der amerikanische Angriff auf Bitten der nigerianischen Regierung erfolgt ist, muss vor diesem Hintergrund bezweifelt werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Präsident Trump die Militäroperation befohlen hat, um die amerikanischen Christen, die seine besonders seine Migrationspolitik zunehmend ablehnen und deren Wählerstimmen bei den „Midterm Elections“ im November diesen Jahres verloren gehen könnten, „bei der Stange zu halten“.

Der US-Präsident hat mit diesem Angriff erneut gegen das Völkerrecht verstoßen, um seine eigenen Interessen durchzusetzen.

Die amerikanische Politik – noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen“ Wertegemeinschaft?

In Kenntnis der aufgeführten amerikanischen Völkerrechtsverletzungen muss die Frage, ob diese Politik noch mit den Prinzipien der westlichen Wertegemeinschaft zu vereinbaren ist, mit einem klaren Nein beantwortet werden.

Deshalb ist es unverständlich, warum die „westliche“ Staatengemeinschaft diese Militäroperationen bislang nicht eindeutig verurteilt und unmissverständlich als Verletzungen des Völkerrechts bezeichnet hat. Durch das Schweigen Europas zu diesen Verbrechen fühlt sich Präsident Trump immer wieder in seiner Hybris bestätigt, dass er als mächtigster Mann dieser Erde, machen kann, was er will, und dass das Schicksal der Weltbevölkerung letztlich vom Gebrauch militärischer Gewalt durch die USA abhängt. Die westlichen Politiker machen sich durch ihr Schweigen und den Verzicht von diplomatischen Maßnahmen im Rahmen des Wiener Übereinkommens mitschuldig, dass die regelbasierte internationale Ordnung nicht nur Schaden nimmt, sondern in ihrer Existenz bedroht ist.

Was ist zu tun?

Der Beginn dieses neuen Jahres muss der Beginn einer neuen Amerikapolitik Europas sein, weil es nur diese zwei Möglichkeiten gibt: Entweder führt sich die „westliche Wertegemeinschaft“ durch ihre Unglaubwürdigkeit selbst ad absurdum oder sie konfrontiert den US-Präsidenten mit klaren Konsequenzen seines Handelns für das transatlantische Verhältnis.

Realistisch gesehen bleibt nur die Option, die transatlantischen Beziehungen in ihrer Gesamtheit auf den Prüfstand zu stellen.

Bei den nachfolgend vorgeschlagenen Schritten und Optionen werden mir Kritiker mangelnden Realitätssinn vorwerfen. Diesen Vorwurf kann ich grundsätzlich nicht entkräften, weil der politische Mut, diese Schritte zu vollziehen und/oder diese Maßnahmen durchzusetzen, vielleicht fehlen wird. Trotzdem lasse ich mir meinen Optimismus nicht nehmen, weil die Aufgabe der „westlichen Wertegemeinschaft“ keine Alternative zu der Option ist, dass man Präsident Trump klarmacht, dass „ein Weiter So“ mit seiner völkerrechtswidrigen Politik für Europa nicht akzeptabel ist.

Die nachfolgend dargestellten europäischen Optionen können nach einander, sozusagen eskalierend erfolgen oder auch gleichzeitig, falls der US-Präsident sich weiterhin in seinen außenpolitischen Maßnahmen nicht an geltendes Recht hält. Wichtig ist aus europäischer Sicht, dass die nachfolgenden Konsequenzen abgestimmt, möglichst gemeinsam und auch zeitgleich erfolgen. Europa muss umgehend beim US-Präsidenten vorstellig werden und zwar im Weißen Haus und nicht in Mar-a-Lago und ihm die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen vor Augen führen, über die die Europäer ganz konkret nachdenken, falls er weiterhin völkerrechtswidrige Militäroperationen durchführen lässt.  Die nachstehende Auflistung nennt lediglich Beispiele, die aber besonders wirksam sein können.

  • Einbestellen der amerikanischen Botschafter – die ja nach diplomatischem Verständnis die Vertreter ihres Präsidenten im Gastland sind – in die Außenministerien der jeweiligen Länder, um ihnen zu erklären, dass man mit der völkerrechtswidrigen Politik des US-Präsidenten nicht einverstanden ist.
  • Rückruf der eigenen Botschafter in die entsendenden Hauptstädte, um sich zur Politik der USA vortragen zu lassen. Rückkehr in das Gastland nach einer untereinander abgestimmten Frist.
  • Einbestellen der amerikanischen Botschafter, um eine formale Protestnote zu überreichen.
  • Forderung an die USA ihre Atomwaffen aus Europa abzuziehen.
  • Forderung an die USA, bestimmte militärische Einrichtungen in den jeweiligen europäischen Ländern zu schließen oder Kündigung von Unterstützungsverträgen
    • In Deutschland könnten das z.B. der Stützpunkt Ramstein sein, der als US-Drehscheibe nach Nah- und Fernost und als Steuerungszentrale für US-Drohneneinsätze fungiert.
    • Schließung des amerikanischen Afrika-Kommandos in Stuttgart
    • Schließung des größten außerhalb der USA stationierten Militärkrankenhaus in Landstuhl
    • Kündigung der Verträge im Rahmen des „Host-Nation Support“

Die dargestellten Maßnahmen müssen auch im Zusammenhang mit der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der USA eingeordnet werden, in der Europa quasi nur noch eine politische Nebenrolle zugestanden wird. Sie würden dem US-Präsidenten klarmachen, dass dies eine fundamentale Fehleinschätzung ist. Die USA brauchen Europa, weil es nämlich eine grundsätzliche militärische Erkenntnis ist, dass Inselstaaten- und ein solcher sind die USA- an ihren Gegenküsten verteidigt werden, und das ist für die USA in Richtung Osten Europa.

Dazu kommt die Tatsache, dass sich die Bedeutung der USA weltweit im Niedergang befindet. Wirkliche Macht kann Washington mittlerweile nur noch im militärischen Bereich ausüben und das auch nur gegenüber militärisch total unterlegenen Ländern, siehe aktuell Iran, Nigeria, Syrien oder Venezuela. Dasselbe gilt grundsätzlich für das Verhängen von Sanktionen.

China wird in naher Zukunft mächtiger sein als die USA, und auch Indien ist eine aufstrebende Weltmacht in Richtung Augenhöhe mit den USA. Hinzu kommt Russland, das durch den Ukrainekrieg international nicht annähernd so isoliert ist, wie es seitens „westlicher“ Politiker und Medien dargestellt wird.

Nicht zu vergessen sind aufstrebende Bündnisse, wie u.a. BRICS oder auch die SCO, wobei besonders wichtig ist, dass die BRICS-Staaten seit langem planen, den Dollar als weltweite Leitwährung zu ersetzen.

Fazit

Europa hat sich in der Vergangenheit nicht nur zu sehr auf die USA verlassen, sondern ist Washington sicherheitspolitisch weitgehend kritiklos gefolgt. Unter dem jetzigen Präsidenten ist dieses „Folgen“ de facto zu einem „Kuschen“ geworden, wurde Europa von einem Verbündeten zu einem Vasallen.

Der erschreckenden Blamage der EU im Zusammenhang mit der willkürlichen Zollpolitik des Präsidenten und der vasallenhaften Zustimmung, amerikanische Waffen für die Ukraine in Zukunft zu bezahlen, darf kein Schweigen zu den völkerrechtswidrigen Militäroperationen der USA und der Abwertung Europas in der neuen nationalen Sicherheitsstrategie des US-Präsidenten folgen.

Zum Beginn des Jahres 2026 muss das gesamte transatlantische Verhältnis auf den Prüfstand gestellt werden. Sollte dieser Präsident dazu nicht bereit sein und weiterhin die regelbasierte internationale Ordnung ignorieren, dann sind die USA kein akzeptabler Partner mehr und Europa muss sich neu orientieren.

Europa muss jetzt das Gesetz des Handelns zurückgewinnen. Viel Zeit bleibt Europa nicht mehr, durch entschlossenes Handeln gegenüber dem US Präsidenten der Gefahr entgegenzuwirken, besonders vom globalen Süden mit der völkerrechtswidrigen Politik der USA gleichgesetzt zu werden und darüber hinaus global in die Bedeutungslosigkeit zu geraten.

Jürgen Hübschen

Jürgen Hübschen, Jahrgang 1945, Westfale und Europäer. Ehemaliger Luftwaffenoberst im Generalstabsdienst. Zehn Jahre Einsatz als Raketenspezialist mit amerikanischen Kameraden in NATO-Verbänden. Drei Jahre Verteidigungsattaché bei der deutschen Botschaft in Bagdad während des Irak-Iran Krieges. Weiß dadurch, was Krieg für eine Scheiße ist, wie wichtig unabhängige Medien sind und wie wenig Möglichkeiten die Menschen in einer Diktatur haben, das herrschende System zu kritisieren oder gar zu ändern. 5 Jahre Leiter einer erfolgreichen OSZE-Mission in Lettland zur Überwachung eines Vertrags zwischen Russland und Lettland. Weiß dadurch, wie man mit Russen zusammenarbeitet. Letzte militärische Verwendung Referatsleiter im Verteidigungsministerium, zuständig u.a. für die Landesverteidigung, die zivil-militärische Zusammenarbeit und die Unterstützung der alliierten Streitkräfte in Deutschland.
Nach der Pensionierung 14 Jahre Unterstützer von NGOs in Sicherheitsfragen. Durchführung praktischer Trainings und Einsätze in Afghanistan und Afrika
Verfasser sicherheitspolitischer Bücher und Artikel, mit dem Ziel die Berichterstattung unserer stark stromlinienförmigen Medien aufzubrechen.
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91 Kommentare

  1. War die US-amerikanische Außenpolitik überhaupt schon jemals mit den „Sonntags“-Prinzipien der westlichen Werte-Gemeinschaft vereinbar?
    Und sind diese Prinzipien wirklich nur westliche und keine universellen?
    Prinzipien-Analphabetismus durch anale Prinzipien-Folussierung werden so offenbar.

  2. Die westlichen Werte in Venezuela sind besonders gross – das Land hat ja das grösste Erdölvorkommen der Welt.
    Insofern, ja selbstverständlich! Donald Trump hat jetzt sogar gute Chancen, wie sein Vorgänger Obama auch einen Friedensnobelpreis zu bekommen.

  3. Wer kann sich noch an den Bundeskanzler erinnern, der grinsend neben dem alten POTUS wie ein Souverän* gestanden hatte?

    *Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet!

  4. Ich könnte mich immer über den Ausdruck „regelbasierte Ordnung“ amüsieren, denn der sagt überhaupt nichts aus, denn es geht einfach nur um eine Ordnung, die auf Regeln basiert. Das können auch schlechte und unmoralische Regeln sein.

    Die Mafia hat z.B. auch eine „regelbasierte Ordnung“: Wer singt, der findet sich mit Beton-Schlapperl auf dem Grund des Meeres wieder und der Killer könnte sich sogar damit entschuldigen, sich ja nur an die „regelbasierte Ordnung“ gehalten zu haben, wenn Taten neuerdings danach bemessen werden. Nicht an die „regelbasierte Ordnung“ halten, hieße in dem Fall, Mitleid zu haben und die arme geständige Sau laufen zu lassen. Böser Killer. Hätte sich dann nicht an die „regelbasierte Ordnung“ gehalten…

    Wenn die Regel ist, dass die USA Militärstützpunkte in der ganzen Welt haben und tun und lassen können, was sie wollen, entspricht das Verhalten von Trump und Co. sehr wohl einer „regelbasierten Ordnung“. Nur sind die Regeln halt scheiße.

    Die Regel lautet: Es gibt nur das Recht des Stärkeren, wenn es hart auf hart kommt und das hat noch nie ein amerikanischer Präsident anders gesehen. Trump zeigt nur das wahre Gesicht der sog. „Elite“ dieser Nation (ich will die Normalo-US-Amerikaner hier nicht in Mithaftung nehmen, die werden von dieser sog. „Elite“ ja ebenfalls gef***t).

    „Regelbasierte Ordnung“ ist ein absoluter Nonsense-Begriff. Welche Ordnung basiert nicht auf Regeln? Und warum soll eine Ordnung toll sein, die auf der Regel „Was der Trump macht, ist dem Putin oder Xi noch lange nicht erlaubt“ beruht?

    Warum redet eigentlich keiner mehr vom Völkerrecht? Weil das gar nicht mehr die „regelbasierte Ordnung“ ist? Und übrigens auch nie war, wenn man von der Gleichheit aller Nationen ausgeht, bei der manche Nationen sich alles herausnehmen können und andere gar nichts?

    Ich finde es wichtig, solche Begriffe nicht einfach zu übernehmen, sondern zu hinterfragen.

    1. @Bettina-di-Monaco
      Zitat: „Ich finde es wichtig, solche Begriffe nicht einfach zu übernehmen, sondern zu hinterfragen.“

      Volle Zustimmung.
      Bei allem guten Willen des Autors, aber da ist er zu unkritisch.

  5. Die USA hält sich weniger an die regelbasierte Ordnung, als dass sie den Vorgaben relevanter Think Tanks folgt. Das hatte ich am 5. Dezember sowohl hier bei Overton als auch auf meiner Webseite in einer Venezuela-Analyse bereits geschrieben.
    Die Analyse erfüllt sich jetzt. Die Punkte 4 und 5 sind mittlerweile eingetroffen, Punkt 6 ist in Vorbereitung.
    Wer sich anschauen möchte, was in den Think-Tank-Papieren steht und was daraus folgt, findet die Analyse hier: https://www.michael-hollister.com/de/2025/12/05/venezuela-intervention-3/
    Michael Hollister

  6. Zitat: Ist die amerikanische Außenpolitik noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen Wertegemeinschaft?“

    Gegenfrage: War sie es je?

  7. Ihnen ist schon klar, dass die EU bei jedem Waffengang dabei war und auch Völkermord unterstützt? Ihnen ist auch klar, dass durch dieses Verhalten Millionen Menschen durch Waffengewalt getötet wurden, alleine seit 1990?

    Ihr Artikel soll doch einfach rechtfertigen, dass Deutschland neu eben auch militärisch aktiv sein soll, weitere Kriege starten „darf“, ja „gezwungen“ ist.

    Die „Regeln“ sind übrigens mit anderen Staaten auch gar nicht verhandelt und vertraglich gesichert. Es gibt auch gar keinen Versuch dazu. Warum nicht? Weil „Regeln“ einfach nur die nackte Willkür einer Macht ist, nämlich die, für die man gerade sein Fähnchen schwenkt.

    Es ist die Propagandafassade, die man in einer gewalttätigen Demokratie braucht, damit die Einwohner dieser Staaten nicht auf die Barrikaden gehen.

    1. Neu ist ja nicht, dass Trump gegen die vorgeblich regelbasierte Ordnung verstösst. Das haben alle US-Präsidenten getan.
      Neu ist, dass Trump Politik gegen die US-EU-Eliten betreibt und sich nicht einpasst in die Neocon/Deep-State/EU- Vorgaben für Politikziele.

      Trump hat andere Ziele, seine Methoden sind aber nicht so sehr verschieden von beispielsweise Obama. Obama hat per Drohnenmord Hunderte wenn nicht Tausende ins Jenseits befördert, wovon man seinerzeit kaum etwas hörte. Trump macht dies mit den Bootsinsassen in der Karibik genauso, aber dieses Mal werden die Untaten nicht unterschlagen. Und wie war das mit dem „vergessenen Krieg“ im Jemen.

      Darum wird seine Politik angegriffen, nicht etwa, weil er den Wertewesten desavouiert. Das hat doch Herr Merz selbst auch schon getan. Er hat vom verschwinden des „normativen Westens“ getönt und gleichzeitig wollte er die russischen Staatsgelder enteignen und Netanjahu, der per Haftbefehl gesucht wird, wollte er nicht antasten. Beides verstösst gegen die Farce der „regelbasierten Ordnung“.

      Und ja, die Europäer waren immer mit dabei, wenn diese wunderbare Ordnung verletzt werden sollte. Es gibt doch gar kein staatliches Subjekt, dass die „regelbasierte Ordnung“ einhalten möchte. Und diejenigen, die z.B. im ISTGH die Regeln durchsetzen wollen, werden widerrechtlich sanktioniert – wieder ohne irgend eine öffentliche Gegenwehr.

      Und so braucht man nur gucken, was die Tagesschau zum amerikanischen Angriff auf Venezuela sagt. Gemäß Tagesschau und anderen Medien haben wir es hier mit einem „Eingriff“ zu tun.

      1. Wohl ein „invasiver“ auch noch!

        Die arme Frau, die da immer so auftaucht und ‚verlautbaren‘ oder ‚mutmaßen‘ darf, zu vermelden hat, was es gerade so „zu heißen hat“, was eben der Teleprompter vom ‚Großen Bruder‘ so vorzugeben pflegt – um ehrlich zu sein – sie tut mir nicht mal mehr leid. Schon gar nicht ob ihrer täglichen Vergewaltingen, die sie ungeprüft hinzunehmen hat. Life ist Life! Es zwingt sie ja niemand, oderrrrr?

        1. Meinte natürlich minimalinvasiv …

          „Minimal-invasive Eingriffe … werden die chirurgischen Eingriffe bezeichnet, welche den Bereich der Verletzung des Körpers durch eine möglichst kleine Einschnittstelle so gering wie möglich halten wollen …“

          Na ja, beim Körper vielleischt schon, aber nicht überall. Im Frontexlappe z.B. …

  8. „Ist die amerikanische Außenpolitik NOCH vereinbar mit den Prinzipien……………“

    So ein Quatsch

    Das derzeitige Verhalten der USA ist der Inbegriff der „feministisch-wertebasierten Ordnung“ des Wertewestens!*
    (s. die Unterstützung vom Vertreibung und Massenmord in der Ukraine und in Gaza)

    Die „Vereinigten Terrorstaaten von Amerika“ und das „EU-Terrorkartell“ machen im 21. Jahrhundert dort weiter, wo man im 20. Jahrhundert aufgehört hat

  9. Ein langer Artikel,der aber schon in den ersten Zeilen zeigt auf wessen Seite Overtone steht. Da wird von „regelbasiertere Ordnung“ geschwatzt – ohne überhaupt zu begreifen was diese besagt. Russland würde man „mit Recht den cerstoss gegen diese Ordnung vorwerfen. Schliesslich habe Russland dagegen verstossen. Abgesehen davon das Russland (wie ALLE Brics-Staaten) sich nie dieser „internationalen“ regelbasierten Ordnung (die in vom Wesen nicht einmal als „international“ bezeichnet wird – sie heisst WESTLICHE regelbasierte Ordnung! ihr Idioten) sich nie dieser Ordnung (die laut WEF und Eu die „Neue globale Ordnung, die wir früher Neue Welt Ordnung nannten darstellt“ ist (Ursula von der Leyen, Davos 2025) – will der Autor wohl die alleinige Vorherrschaft des Westens +der NATO – ÜBER ALLES UND JEDEN – als völlig legitim darstellen.

    Bei solchen Texten denke ich immer an Ausschnitte aus dem Film „The Agenda – their Vision – you Feature“ auf YT.
    Ich denke an die kurzen, nur wenige Sekunden langen clips, die dort eingeblendet werden. Von Massendemonstrationen durch „Pro-Agenda“ Institutionen-und frage mich: Warum zum Henker machen die Redakteure von Overtone nicht das, was dort TAUSENDE fordern? „Save the Earth – Kill youre self“…………

    1. Ja, den Artikel an einen propagandistischen Kampfbegriff des „Wertewestens“ nzuklöppeln, war keine gute Idee. Es gibt nur EINE international verbindliche „regelbasierte Weltordnung“, und das ist das Völkerrecht, repräsentiert durch die von 190 Mitgliedern unterzeichnete UN-Charta. Und wer statt „Völkerrecht“ diesen Kampfbegriff benutzt, saagt damit vor allem aus, daß er/sie/es das Völkerrecht nicht anerkennt, sondern stattdessen einer nirgendwo definierten und von niemandem anerkannten separaten „Ordnung“ das Wort redet.

      Und man sieht ja auch, wie in genau diesem Sinne schon wieder relativiert wird. Gestern erklärte der deutsche Kriegsminister Pistorius auf die Frage, wie man den Überfall auf Venezuela denn völkerrechtlich bewerten müsse, daß Maduro ja „kein legitimer Machhaber“, und von USA und der EU auch „nicht anerkannt worden sei“. Als ob das eine Rolle spielen würde, wen die USA oder Deutschland als Präsidenten Venezuelas „anerkennen“! Das geht nur die Venezolaner etwas an! Und Zwangsmaßnahmen gegen den Staat dürfte maximal die UNO als Vertreterin des Völkerrechtes verhängen!
      Aber nein, der „Wertewesten“ legt fest, wer legitim ist, und wer nicht! Das ist genau diese „regelbasierte Weltordnung“ – nach den „Regeln“ die ständig neu ausgelegt werden. Immer so, wie es gerade paßt.

      1. Früher als es noch „Richtfeste“ gab – bei neuen Baulichkeiten – da versenkte der jeweilige Zeremonienmeister in einem eigens bereit gestellten Betonhohlblock sowas ähnliches wie eine Papyrusrolle, wohl mit weisen Sprüchen drauf. Vielleicht sollte mal jemand da nachschauen!

        (Hinweis: Das war ein erster Beitrag zur „Aktion Schutz dem abhanden gekommenen, WhatsApp-widrigen gepflegten deutschen Wortschatz“)

  10. „Die USA haben auch unter anderen Präsidenten immer wieder gegen internationales Recht verstoßen, um ihre nationalen Interessen durchzusetzen, aber nicht in dem Maße und der Häufigkeit, wie das jetzt unter Präsident Trump der Fall ist. “

    Wie bitte?

    Bei über 250 Kriegen und kriegerischen Konflikten, die die USA allein seit 1991 geführt haben (Auskunft des wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses) halte ich das doch für eine höchst gewagte Behauptung! Allein Dabbeljuhs „War on terror“ sei hier zu nennen. Oder Obamas Kriege gegen Libyen, Syrien, Afghanistan, der Putsch in der Ukraine etc. pp.

    Ohne Trump loben zu wollen (das käme mir nie in den Sinn), aber da muß er noch ne ganze Ecke stricken….

  11. Oh ja!
    Absolut vereinbar!
    Die sogenannte westliche Wertegemeinschaft ist insgesamt ein Haufen Dreck!
    Von der USA mal abgesehen ist der ganze restliche Westen keinen Deut besser!
    Hat man auf dem Balkan gesehen, sieht man in der Haltung zur Ukraine!
    Menschenrechte auf dem Papier, Friedenspolitik noch nicht mal auf dem Papier und der ganze Westen ist eine einzige menschenverachtende Hilfskonstruktion des Kapitals!
    Da passt die amerikanische Außenpolitik nicht nur hinein, sondern diese zeigt den Wertewesten ohne Maske!
    Wenn der schäbige Rest des Westens so könnten wie die USA, würden sie genau dasselbe tun!
    Haben sie ja auch, Jahrhunderte lang!
    Gleich und Gleich gesellt sich gern, hätte meine Oma gesagt!

  12. Die „westliche Wertegemeinschaft“ war nie was anderes als eine Räuber- und Mörderbande. Ihre „Werte“ sind rein materieller Art, „Demokratie und Menschenrechte“ billiges Wegwerf-Dekor, das sie inzwischen nicht mehr zu brauchen meint. Von daher paßt der Raubüberfall auf Venezuela perfekt zu ihren anderen vollendeten und versuchten Verbrechen. Der Blackrock-Statthalter der BRD hat ja auch schon seine Zustimmung ausgesprochen und ich könnte nur noch k*tzen…

  13. Die westliche Dominanz, wurde mit Yugoslawien final begraben.
    Die restliche Politik daraus, wurde über die eigenen westlichen Gesellschaften, so ausgenommen, wie sich diese Gesellschaften selbst verdient haben.
    Der Westen hat sich selbst kastriert.
    Weil Russland es vor langer Zeit sagte, wir die Russen verfügen über die militärische Hoheit mit ihren militärischen Objekte. Dazu hieß es, einen Vorsprung von einer Dekade.
    Um was geht es in der heutigen westlichen Politik?
    Es geht darum wer wem wieviel schuldet und dieser Staat, besitzt die Kontrolle über ihre Schuldner.
    Der amerikanische Markt, mit seinen 300 Millionen Insassen ist ein Markt von internationalem Interesse.
    Das ist was zählt, Kapital die Eigner vom Kapital ist es Schnuppe woher diese ihre Einnahmen beziehen, da das Kapital unisono weltweit aktiv ist…

  14. Eine regelbasierte internationale Ordnung hat es doch sowieso nie wirklich gegeben. Die USA haben immer das gemacht was sie wollten, egal was irgendwelche Regeln oder das Völkerrecht dazu sagen und sagten. Die USA können nur Krieg und je eher der Rest der Welt dieses begreift, je besser. Auch dieser Blödsinn mit Europa vom Faschismus befreit ist nur eine Lüge, da haben die Rassisten den Faschisten ihre Beute Abgenommen, ansonsten haben die sich gleich nach Hitlers Abgang ja gut genug verstanden um auf die Reste des 3 Reichs ein neues Label zu kleben und schwupps waren all die Bösen Faschisten zu guten Demokraten gewandelt.
    Nein, der Westen ohne Werte hatte noch nie eine Wertebasierte Politik außer auf dem Wert des Geldes fabriziert. Nun wo das Zeitalter des Neokolonialismus zumindest für die EU zu Ende ist, unterwirft sich diese EU als Sklave den USA in der Idiotischen Hoffnung so noch etwas weiter die Herrschaft der Kleptokraten zu ermöglichen.
    Je schneller der Wertelose Westen die Grätsche macht, je besser für die Welt.

  15. Könnte es sein, dass uns die chinesischen Konsumenten im Laufe der nächsten Jahre den passenden Umgang mit amerikanischen Marken von Weltruf vorführen werden? Apple, Starbucks, Tesla zum Beispiel. Erste Anzeichen eines Umsatzrückgangs dieser Marken waren 2025 schon zu beobachten, vielleicht beschleunigt sich das ja noch. Dass ASML und Nvidia ihren Marktzugang in China verloren haben, ist auf die chinesische Regierung zurückzuführen. Mir geht es dagegen um die Macht eines boykottierenden Konsumenten von Alltagsmarken aus dem angelsächsischen Universum, z. B. von Procter & Gamble, Unilever, Johnson & Johnson, alle reichlich im Drogerie-Segment vertreten. Da könnte man doch beginnen ….

    1. Klar, es wird eng wenn man zu 100% boykottieren will, aber es geht zumindest zu 95%. Reicht ja schon, wenns ALLE tun.
      NoThanks und/oder BoycottPro helfen dabei.
      China sollte das Angebot, weiter venezolanisches Öl zu kaufen abehnen wenns von US-Firmen kommt, es gibt genug andere Quellen. D hat sich ja von einer zuverlässigen „Abhängigkeit“ in eine unzuverlässige Abhängigkeit begeben was Öl und Gas betrifft. Selber schuld. Jedes Volk hat die Führer die es verdient.

      1. Hä,`95%? Doch schon? Würde wohl meinen wollen, mehr als 4,97% dürften es wohl kaum werden, die mitmachen würden … Und wenn mir jetzt einer noch mit den Blauen kommen sollte – kleinen Moment, muß erst mal zum Ablachen raus …

        Und die ehemaligen ‚Fast-Fünf-Prozent‘, ob die 95% schaffen von den unter ‚Anderen‘ Subsummierten, auch das dürfte zwischenzeitlich tunlichst zu bezweifeln sein.

  16. Für mich klingt die Fragestellung etwas merkwürdig…

    Zunächst einmal ist es löblich die Widersprüche im System aufzudecken. Am Besten geht das nunmal indem man die eigenen Maßstäbe hinterfragt. Soweit so gut und auch positiv. Nur so bekommt man die besonders Überzeugten (Fanatiker) auch mal dazu den eigenen Standpunkt nicht als den heiligen Gral zu verteidigen. Diese Leute erreicht man ja überhaupt auch nur so…. sie tragen übermoralisierend sich selbst als was Besseres sehend ihre Weltsicht vor, sehen aber – vor lauter Arroganz und Überheblichkeit – nicht die Widersprüche im System. Die deutsche Bundesregierung nennt das Aufdecken solcher Widersprüche „Desinformation“ oder „prorussische Propaganda“, weil das ganze westliche Modell auf der gleichen Lüge basiert, die die Deutschen kurz nach ’45 mit „ich hab von nichts gewusst“ zum Ausdruck gebracht haben.

    Genau da fängt auch meine Kritik an bei dieser Sichtweise…

    Ich sag mal so: für mich klingt diese Fragestellung ein bißchen nach „mir geht gerade auf, dass das westliche Modell ein einziges auf Lügen basierendes Verbrechen ist und ich merke, dass es sich dabei um ein Auslaufmodell handelt, also versuche ich noch schnell mit ein paar „richtigen“ Fragen mich auf die richtige Seite der Geschichte zu schlagen, ohne das alte westliche Modell, die alte westliche Erzählung gleich ganz zu beerdigen“. Anders formuliert klingt es für mich nach „huch, ist das westliche Modell, die westliche Erzählung etwa gar nicht so toll wie behauptet (und lässt sich nicht mit der Realität in Einklang bringen)? Vom wirklichen Ausßmaß hab ich aber nichts gewusst und konnte ich auch gar nichts wissen“….

    Nun…. Diese Erzählung – „von all dem hab ich nichts gewusst“ (und der irgendwie peinliche Versuch es als Problem Trump einzugrenzen)- nehme ich vielleicht noch einem 25jährigen ab, maximal… Natürlich kann und muss man sagen, dass die Gehirnwäsche im Westen schon extrem ist. Aber von nichts gewusst?

    Ich finde immer lustig, wenn ich meine Tanten, Onkels, Eltern etc. so reden höre, als hätte es Vietnam und all die anderen genozidalen grausamen Verbrechen, all die Lügen, die drumherum erzählt wurden, nie gegeben. Die leben (meine Geschwister leider auch zu einem Großteil) allesamt in einer einzigen Scheinwelt, in einer Fantasiewelt, die mit der Realität NULL gemeinsam hat. Nach ihrer Erzählung ist der Westen immer nur das Gute gewesen und wenn doch mal ein Fünkchen Kritik durchscheint, dann sind das allesamt nur kleine vernachlässigbare Fehler im System gewesen, so nach dem Motto „kein System ist ohne Fehler“. Dass der FEHLER SYSTEMIMMANENT ist, dass das ganze SYSTEM der FEHLER ist, darauf kommen sie genauso wenig, wie all jene, die bis ’45 direkt neben KZs gelebt haben und nach dem Krieg nichts davon gewusst haben wollen, was in ihrer direkten Nachbarschaft geschah.

    Ich möchte den Autor nicht so hart angehen. Ich sehe ihn nicht auf der Ebene all der Blinden, die das System Westen vor lauter Mitläuferschaft nicht im Ansatz durchschauen WOLLEN, weil es bequemer ist und ein wohliges Gefühl gibt, wenn man sich als was Besseres fühlen kann, einer, der angeblich nur das Gute will.

    Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, dass das Ausmaß der wertewestlichen Verbrechen bei weitem nicht korrekt erfasst wird…

    Wie gesagt… es ist eine Gradwanderung. Sagt man deutlich, was ist, stößt man bei dieser Mitläufer- und Mittätergesellschaft (die sog. Mitte der Gesellschaft, die in Wahrheit ziemlich rechtsradikal ist) wohl auf breite Ablehnung. Die rechtsradikale deutsche Naziregierung droht dann sogar mit Debanking und Sanktionen. Andererseits könnte man auf die Idee kommen: sich nicht klar gegen dieses Unrecht zu positionieren, das SYSTEM des Unrechts nicht klar zu benennen, könnte als unbeholfener Versuch gewertet werden seine Hände in Unschuld zu waschen (möglicherweise gar nur ein Fähnchen im Wind zu sein).

    Das, was mit Venezuela passiert, also das UNRECHT, IST der WESTEN. Der Westen war auch NIE etwas ANDERES. Einzig seine Erzählungen sollten etwas Anderes suggerieren. Doch genau diesen Erzählungen zu folgen ist ja erheblicher Teil des Problems… es ist eine rassistische Erzählung vom Garten Eden und den Wilden außerhalb dieses Gartens….. Die Erzählung ist Rassismus, sie für bare Münze zu nehmen ebenso. Nur einem ganz jungen, naiven Menschen nehme ich das noch ab. Ab einem gewissen Alter, ab einer gewissen Entwicklung, ab vll. sogar aktiver Mittäterschaft, erlischt diese Unschuld. Da kann nur retten, wenn man das Ufer klar und deutlich wechselt.

    Dennoch erkenne ich an, dass wenn man die Menschen in dieser (kranken) Gesellschaft erreichen will, ihre Erzählung zumindest teilweise aufgreifen muss.

    1. Meine Kritik soll sich weniger gegen den Autor richten als vielmehr gegen die Naivität und Dummheit der westlichen Gesellschaft, die ich aufgrund ihrer zum Himmel schreienden Ignoranz auch noch für wirklich bösartig halte. Die wenigen kritischen Stimmen (die vll. auch noch eine Brücke zu schlagen versuchen zwischen den noch viel kritischeren Stimmen und dem Mainstream) sind ja immerhin ein kleiner Lichtblick.

      Ich persönlich kann es nicht mehr. Ich verachte den Westen aus all seinen Poren. Ich halte ihn für komplett falsch, gewalttätig, grausam, kriminell, dreist, diktatorisch, versklavend etc. pp.

      1. Gewiß doch, es ehrt den Autor ja, bei seiner beruflichen Vergangenheit – quasi ein kleiner Baud – solche Fragen stellen zu können. Dennoch, solcherlei Verharmlosungen wie heute gehen mir auf den S***!

        Hatte jüngst – anlässlich des neuen Jahres – eine ähnliche Diskussion. Nein, die Zeiten Nachsicht zu üben sind – meiner zwar unmaßgeblichen. aber eindeutig endgültig eingenommenen Meinung nach – nur noch vorbei. Aber dem ‚Richard‘ ein Dank für seine Elogen! Ja, ich weiß, es gibt noch den ein oder anderen Anderen hier. So ähnlich müssen sich die in den Katakomben gefühlt haben. Ob uns das Vorgeworfensein vor den ganz großen Miezekatzen erspart wird? Weiß nicht, was besser wäre. Wenn das Jüngste auch nur kurz extrapoliert wird, Rocketman’s Kim ausbaldowerte Methode sich um den Erdball – urbs et orbs – verbreitet, wird das entsprechende Ende wohl kaum zu verhindern sein. Was uns – Richard und einigen anderen, nebst meiner Wenigkeit – hier über bleibt? Dafür irgendwie zu sorgen, dass niemand mehr sagen „Ooooh, das habe ich aber nicht gewußt!“. Und das ist schwierig genug.

      2. Gewiß doch, es ehrt den Autor ja, bei seiner beruflichen Vergangenheit – quasi ein kleiner Baud – solche Fragen stellen zu können. Dennoch, solcherlei Verharmlosungen wie heute gehen mir auf den S***!

        Hatte jüngst – anlässlich des neuen Jahres – eine ähnliche Diskussion. Nein, die Zeiten Nachsicht zu üben sind – meiner zwar unmaßgeblichen. aber eindeutig endgültig eingenommenen Meinung nach – nur noch vorbei. Aber dem ‚Richard‘ ein Dank für seine Elogen! Ja, ich weiß, es gibt noch den ein oder anderen Anderen hier. So ähnlich müssen sich die in den Katakomben gefühlt haben. Ob uns das Vorgeworfensein vor den ganz großen Miezekatzen erspart wird? Weiß nicht, was besser wäre. Wenn das Jüngste auch nur kurz extrapoliert wird, Rocketman’s Kim ausbaldowerte Methode sich um den Erdball – urbs et orbs – verbreitet, wird das entsprechende Ende wohl kaum zu verhindern sein. Was uns – Richard und einigen anderen, nebst meiner Wenigkeit – hier über bleibt? Dafür irgendwie zu sorgen, dass niemand mehr sagen „Ooooh, das habe ich aber nicht gewußt!“. Und das ist schwierig genug….

        1. Sorry, so passiert es eben, wenn man mit Bordmitteln zurücksurft und dann keine Korrekturmöglichkeit erhält. Werde es nie begreifen, warum mal nein, dann mal doch und dann wieder nicht …

          Ach was, man muss wohl Korrrektur anfordern so wie hier und schon fluppt’s …

    2. Schöner Beitrag. Das ist leider genau das Problem, dass der Autor eben auch nicht so genau hinschaut, was die Verbrechen des Wertewestens angeht, und hier – zum Glück auf verlorenem Posten – was von Verteidigungsfähigkeit Deutschlands erzählt und wenn wir nur nicht mehr vom bösen Trump abhängig wären, dann wäre alles so viel besser. Er ist eben der Heiner Geisler von Overton, also eigentlich ein Judas und sicher nicht der Einzige.

      Die westlichen Werte waren und sind offensichtlich auch seine Lebenslüge, und da er beim Militär und sogar in der Verwaltung davon war, sogar noch schlimmer als bei vielen anderen Deutschen. Die BRD bezahlt seine Rente.

      1. Ja. Zu glauben, dass sich das Problem lösen ließe, indem sich Deutschland von den USA, von der transatlantischen Sekte löst (was mMn ziemlich naiv ist), ist schon eine recht einfache Sicht auf die Dinge. Es mag nicht verkehrt sein das US-Marionetten-Regime abzuschütteln. Es ist aber maximal nur ein Anfang. Das ganze mindset des gesamten Westens ist grundlegend falsch, weil es auf Verbrechen aufbaut. Es ist ja nicht so, dass Deutschlands mindset grundlegend besser wäre.

        Doch wie sehr ist der Westen in der Lage zu lernen? Ist er überhaupt dazu fähig? Ich sehe das als äußerst schwierig an. Immerhin ist dieser Kult bereits mehrere Jahrhunderte alt. Meiner Meinung nach kann der Westen nur durch Zwang dazu gebracht werden… so wie Algerien kürzlich ein Gesetz verabschiedet hat, welches Schadensersatz von Frankreich für koloniale Verbrechen vorsieht. Ihnen mögen die Mittel fehlen, um so etwas auch unmittelbar durchzusetzen. Aber es ist zumindest ein Ass im Ärmel für zukünftige Verhandlungen. Algerien kann immer sagen, wenn Frankreich irgendwas von ihnen will oder ihnen irgendwie krumm kommt „begleicht erst einmal Eure Rechnungen, ehe wir weiter reden“. Und dank China und Russland bzw. insgesamt der Entwicklungen im globalen Süden und den BRICS sind so Länder wie Algerien auf den Westen auch überhaupt gar nicht mehr angewiesen.

        Ich hoffe, dass der Westen auf kurz oder lang dazu gezwungen wird anzuerkennen, was er der Welt angetan hat. Dass im Westen vermutlich mehrere Generationen erst einmal abgelöst werden müssen, ehe hier ein echtes fundamentales Lernen stattfindet, ist hingegen wohl wahrscheinlich. Jahrhunderte in die falsche Richtung rennen lässt sich nicht mal eben beiseite wischen…

    3. @Richard
      Schön beschrieben.
      In der Physik hat mal jemand gesagt, dass sich neue Ansichten nicht deshalb durchsetzen, weil sie von den alten Physikern übernommen würden, sondern deshalb, weil diese alten Physiker wegsterben.
      Insofern vermute ich, dass das mit dem alten Personal nicht gelingen wird. Neues haben wir aber auch nicht am Start.
      Sehr unschön, das alles…

      1. Schönes Zitat bzw. schöne Aussage. Genauso sehe ich das auch. Ich kenne Leute, die schätze ich so ein, dass sie lieber andere Menschen töten oder selber sterben würden (in einem Krieg), nur um nicht ihr mindset ändern zu müssen. Die haben kein Unrechtsempfinden. Die interessiert einzig nur, wie sie mit der ganzen Sache klarkommen, sich in das System einfügen. Folgsame Fanatiker. Und die gab es auch im 3. Reich.

        Nun… was sind die Optionen? Ich denke jeder einzelne muss schauen, welche Schlüsse er daraus zieht. Im Zweifel kann das nur bedeuten das Land zu verlassen und zu schauen, wo die Menschen an die Zukunft denken und nicht daran ein Modell aufrecht zu erhalten, welches seinen Zenit überschritten hat. Für alle Anderen kann ich nur sagen, dass man sich einen Umgang mit diesem kriminellen System zurecht legen muss. Dazu gehört ua zu akzeptieren, DASS das System kriminell ist. Man sollte nicht versuchen darin noch etwas Gutes zu suchen. Das führt nur zu falschen guten Hoffnungen. So sehe ich das für mich zumindest. Dass es zu ändernden Impulsen kommt sehe ich vor allem außerhalb Deutschlands. In Spanien, Frankreich, Italien zum Beispiel. Ungarn, Tschechien, Bulgarien und Belgien zeigen auch einige Tendenzen. Kurz: ich hoffe ganz einfach, dass zwar nach außen hin viel geredet wird, wenn es um Konkretes geht, sich dann aber doch die Differenzen herausstellen (wie z.B. bei der versuchten Beschlagnahme russischer Vermögenswerte zu sehen war).

        Tja konkrete Entwicklungen vorherzusagen ist aber ziemlich schwer.

        An Deutschland finde ich so schlimm, dass hier das Mitläufertum besonders schlimm ist, sprich der Widerstand gegen die Entwicklungen ist gering.

        Ansonsten hab ich keine weitere Idee…

      2. Herrschaftszeiten, ich kann doch nicht zu allem,was bei mir offene Türen einrennt, meinen Senf abdrücken. Obwohl, wenn man einmal – warum auch immer – Ruhe vor den Trollbrigaden hat …

        Kaum verlautbart, schon ist er da, der erste Trollophone! Niedere Charge zwar – nur ein O – aber die ünliche Sprachregelung voll eingehalten, der ‚cro…cro …“

  17. Das man als ehemaliger Militär die Fassung verliert, angesichts der raschen Änderung der Weltlage, ist verständlich.

    Der Oberst glaubte bisher an seine regelbasierte Weltordnung mit seinen westlichen Werten. Die hat es so nie gegeben. Die Macht des Westens beruhte auf brutaler Gewalt gegen die Länder des globalen Südens. Diese Weltordnung zerbricht jetzt und unser nicht mehr ganz junger Oberst kann es nicht fassen, versteht seine Welt nicht mehr. Diese seine Welt aber geht unter und es entsteht unter qualvollen Geburtswehen eine neue, multipolare Weltordnung.

    Die neue multipolare Weltordnung besteht aus dem Mächtedreieck USA – China – Russland. Europa kommt in dieser Konstellation nicht mehr vor und keine Macht der Welt, am wenigsten die Europäer selbst, sind in der Lage ihre geliebte alte Weltordnung zu restaurieren.

    Europa, Deutschland ist eine Abstiegsgesellschaft. Den vielen Enkeln des Oberst wird es schlechter gehen als ihn selbst. Als Oberst in Ruhestand braucht er sich allerdings keine Sorgen zu machen, bekommt er doch eine Pension, von der viele hier nur träumen können. Mein Rat an ihn wäre etwas an seine Enkel zu vererben und sich im Übrigen mit christlicher Demut in den Prozeß des Abstiegs einzuordnen

    1. „Mein Rat an ihn wäre etwas an seine Enkel zu vererben und sich im Übrigen mit christlicher Demut in den Prozeß des Abstiegs einzuordnen“

      Sie posten hier andauernd stilistisch so als wären Sie mit dem Parteibuch der KPCh in der Tasche in luxury shopping malls in Beijing unterwegs und befänden sich gar nicht mit Ihrem Ossilanten-Geldbeutel in Ihrer globalisierungsabgehängten Ostshit-Zone.

  18. Schon sehr seltsam:
    da halten die sich seit der Entdeckung des Kolumbus durch die Ureinwohner jahrhundertelang an christliche um nicht zu sagen universelle Werte, und auf einmal, aus heiterem Himmel, sowas.

    Naja Fehler passieren jedem mal.

    Ich bin sicher am Montag geht wieder alles seinen gewohnten Gang.

    Wir müssen nichts tun.

  19. „…ob die immer wieder betonte „westliche“ Wertegemeinschaft noch glaubwürdig ist“

    Die „westliche“ Wertegemeinschaft war noch nie glaubwürdig, jeder politisch interessierte und informierte weiß das.

    1. die korrekte Frage wäre: „…ob die immer wieder betonte „westliche“ Wertegemeinschaft für normale Medienkonsumenten noch glaubwürdig ist“

  20. Die amerikanische Politik – noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen“ Wertegemeinschaft?

    Hat diese rhetorische Frage, als Clickbait, unser Militärattaché aus Bagdad selbst geschrieben oder irgendein superschlauer Redaktör? „Westliche Wertegemeinschaft“ könnte man leicht missverstehen als „Internationales Recht“. Ist das Absicht? Ja, was ist denn mit diesem „internationalem Recht“. Ist das etwa an einer ICU (Intensivstation-Einheit) angeschlossen, wo wir zuschauen konnten in einem Video aus Gaza wie der Pali daran verbrannte?

    Mir ist auch nicht entgangen, dass im Text die GBU-57 vorkam und einer der dümmsten Trolle im Forum sich so nennt.

    1. Dabei wäre es doch so einfach für Flo&Rob, einfach die FSK18-x einführen so wie anderswo auch, die Offenlegung der Nasenamen eben. Die regelmäßigen Spendeneinklagen noch dazu immer. Einfach ein Premiumstroll-Abo einführen. Soll bekanntlich helfen!

  21. Der Luftwaffenoberst müsste eigentlich wissen welche Macht die USA/Israel über deutsche Politiker haben. Da getraut sich keiner aufzumucken, wäre der politische Tod. Oder mehr.

  22. §1 Der Wirt (durch den jeweiligen POTUS ersetzen) hat immer Recht.
    §2 Hat der Wirt einmal nicht recht, tritt automatisch §1 in Kraft.
    Altes Kneipengesetz.
    Des Weiteren gilt: Tu was ich sage aber tu nicht was ich tue.

    Soweit die wesentlichen „wertebasieren Regeln“ des Wertloswestens.
    Hab ich was vergessen?

  23. „Europa hat sich in der Vergangenheit nicht nur zu sehr auf die USA verlassen, sondern ist Washington sicherheitspolitisch weitgehend kritiklos gefolgt. Unter dem jetzigen Präsidenten ist dieses „Folgen“ de facto zu einem „Kuschen“ geworden, wurde Europa von einem Verbündeten zu einem Vasallen.“

    Falsch, Herr Hübschen!
    Europa, allen voran Deutschland ist schon seit 1945 Vasall der USA und hatte nie den Status eines „Verbündeten“.
    Deutschland war seit 1945 dazu da, einen potentiellen Konflikt mit der Atommacht Sowjetunion als Bauernopfer abzufangen, so dass die atomare Verwüstung sich auf diese Seite des Atlantiks beschränkt hätte. Gleicher Grundgedanke wie bei den Weltkriegen. Im Hintergrund mit allen Seiten dicken Reibach machen, sowohl dickes Rüstungsgeschäft mit NS-Deutschland, wie auch mit der Sowjetunion machen und wenn sich herausstellt, wer gewinnen wird, sich schnell auf die Seite der Sieger stellen, um sich noch einen Großteil der Beute untern Nagel zu reissen.
    Das war unter keinem US-Präsident anders als jetzt.
    Einziger Unterschied: Trump ist eine diplomatische Null und sagt was Fakt ist. Er lügt nicht so gut wie Biden und lügt nicht so eloquent wie ein Obama oder Clinton, die ja die Medienlieblinge der transatlantischen Arschkriecherfraktion unserer Mainstream-Medien und der Politdarsteller waren.

    1. Bezüglich des Zitats oben: Papperlapapp! So wie bei der ersten Inthronisation vom O’Bomber mal aus CNN beobachtet, nach dem Radebrechen des Amtseides kein Entkommen, erst hieß es, Diverses zu unterschreiben. Das gilt bestimmt auch bei unseren Kanzlerinnen und Kanzlern. Der Sage nach soll es ja so eine Kanzler-Wasauchimmer (im Safe auch noch) geben. Nie bestätigt aber immer befolgt, selbst unser Wlad-Amigo ..
      Ein fake?
      „Lieber XY, Gratulation zu Deinem neuen Amt. Aber gut aufgepasst, bei auch noch dem kleinsten Zweifel – please -umgehend hier melden: Pariser Platz 2, 10117 Berlin Telefon: 030 83050, in dringenden Fällen bei
      Office secretaryofstate@sos.wa.gov 360-902-4151 (Legislative Building) 360-725-0377 (Abteilung Protektorate Europa verlangen).“
      Have a nice day, today. Later, you will see!“

  24. Was sind denn die „westlichen Werte“ anderes als eine ideologische Rechtfertigung des ausbeuterischen westlichen Kapitalismus? Der Trumpismus (und der Populismus) verzichtet auf diese ideologische Rechtfertigung, weil sie zu einem Bremsklotz in der kapitalistischen Ausbeutung und Bereicherung einiger Weniger geworden ist, was das eigentliche Neue ist. Insofern ist er sogar ehrlicher, bzw. seine Lügen sind als solche erkennbar.

    Autor: „Europa muss jetzt das Gesetz des Handelns zurückgewinnen.“

    Was ein frommer Wunsch bleiben wird, denn Europa hat sich über viele Jahrzehnten hinweg auf Gedeih und Verderb den imperialistischen USA ausgeliefert – militärisch, kulturell, wirtschaftlich und politisch, da ist kaum noch eigenständig europäisches.

    Das zukünftige Verhalten der Europäer ist voraussehbar: Sie werden sich geben als die letzten aufrechten Demokraten, im Verhalten und Handeln aber werden sie Trump zustimmen. Sie haben keine andere Wahl, sie sind keine eigenständige Macht, sie sind Vasallen und da kommen sie (erst einmal) nicht raus. Sie werden lernen müssen zu akzeptieren, dass auch sie zu Opfern des Imperiums geworden sind.

  25. ……….“ wenn der Sheriff reiten geht, reiten alle mit „…DAF 90er Jahre… die hirn- und skrupellosen Pistoleros der UNITED SHIT of AMERICA Mafia hatten mal wieder Bock auf’n geilen SHOOT-OUT…so what???? …… mal ehrlich..?? WEN hat das jemals gestört…,he? So wird es auch diesmal enden : nach kläglichem Aufgejaule Einiger wird wieder zum business übergegangen und das heisst ganz simpel : …..money-money-money……

  26. Gefragt wird:“ Ist die amerikanische Außenpolitik noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen Wertegemeinschaft?“
    Wie bitte?
    Der sog. Westen hat sich stets nicht nur vorbehalten diese sog. Werte und Regeln zu artikulieren,zu definieren und zu diktieren, sondern sich gleichzeitig die Deutung- und Geltungs-hoheit vorbehalten, und jetzt sollten sie plötzlich nicht mehr funktionieren sprich zu vereinbaren sein? Das ist lächerlich! Siehe Venezuela: es war Staatsterrorismus, läuft jetzt aber unter dem Stichwort: US strafrechtlicher Verfolgung!
    Na also, die Vereinbarkeit ist immer gesichert!

  27. Die Einleitung des Artikels ist gewiss ein Scherz. Anders kann es nicht gemeint sein.

    „Die regelbasierte Ordnung, man könnte sie auch als wertebasierte Weltordnung bezeichnen, basiert im Wesentlichen auf den Prinzipien des Völkerrechts, und in den jeweiligen Ländern auf Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Einhaltung von Grund-und Menschenrechten. Sie verbietet die Anwendung von Gewalt und damit auch die Durchsetzung nationaler Interessen mit militärischen Mitteln oder wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen. Sie ist der absolute Gegensatz zum „Recht des Stärkeren“, das manche auch als „Gesetz des Dschungels“ bezeichnen. Ziel ist eine gerechtere globale Governance.

    Last,but not least, kann man feststellen, dass die regelbasierte internationale Ordnung die Grundlage für die Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen allen Völkern ist. Demokratie als eine Staatsform ist keine zwingende Voraussetzung für eine staatliche Mitgliedschaft in einer solchen Wertegemeinschaft.“

    John Dugard – Chefankläger der Südafrikaner im Fall gegn Israel vor dem ICJ mit einem Text zur „rules-based-order“ – die – Ulrike Guérot hat es auf Manova zuletzt wieder zum Glück betont – überhaupt keine Basis hat und eine völige mysteriöse Idee ist und Herkunft hat und durch und durch illegal. Ein paar Amis haben sich das ausgedacht – um einer Realität, die längst Gang und Gebe war, den Schein der Legitimität zu verleihen und die UN noch mehr zu unterminieren als ohnehin schon.

    rules-based-order ein Phantom

    The choice before us: International law or a ‘rules-based international order’?
    Published online by Cambridge University Press: 21 February 2023
    John Dugard
    https://www.cambridge.org/core/journals/leiden-journal-of-international-law/article/choice-before-us-international-law-or-a-rulesbased-international-order/7BEDE2312FDF9D6225E16988FD18BAF0

    Und was die „“westliche Wertegemeinschaft angeh“ auch hier hat sich nichts geändert durch die Entführung.
    Oder müssen wir hier jetzt im Ernst die Verbrechen der US-Regierung z.B. der letzten 30 Jahre aufzählen?

    Hier die Studien des COST OF WAR Projekts der BROWN UNIVERSITY
    https://costsofwar.watson.brown.edu/papers

    Oder David Swanson:
    What the War of Terror Has Cost Us So Far
    2021
    https://davidswanson.org/what-the-war-of-terror-has-cost-us-so-far/

    „The best available estimates of the number of people directly and violently killed by the wars — so, not counting those who’ve frozen to death, starved to death, died of disease after moving elsewhere, committed suicide, etc. — are:
    Iraq: 2.38 million
    Afghanistan and Pakistan: 1.2 million
    Libya: 0.25 million
    Syria: 1.5 million
    Somalia: 0.65 million
    Yemen: 0.18 million“

  28. Es gibt viele Schriften zum Thema Völkerrecht.
    Es gibt aber nicht DAS Völkerrecht.
    Was es statt dessen gibt, das ist die „Charta der Vereinten Nationen“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Charta_der_Vereinten_Nationen

    Sie ist es, die die Staaten bindet.

    Wie erst kürzlich ein Artikel von Michael Hollister darlegte (hier im Forum durch den Autor nochmal verlinkt), haben u.a. die Koch-Brüder mit ihrer Wahlkampfhilfe an Trump einen Regimewechsel in Venezuela bestellt, und sie trafen dabei auf einen POTUS, der denkt, er sei so etwas wie ein auf 4 Jahre gewählter spätabsolutistischer Monarch, der über allen Regeln und Gesetzen schwebe. Und genau so verhält er sich auch.
    Und wenn ihm niemand in die Beine grätscht, dann wird seine Interpretation von Macht sogar zur Wirklichkeit (selffullfilling prophecy).
    Das verhindern könnte nur ein Warnschuss bisheriger verbündeter Staaten in enger Abstimmung,
    oder aber ein überparteiliches Bündnis im Repräsentantenhaus (Impeachment).
    Beides sehe ich nicht.

  29. Was soll denn dieser Blödsinn?
    Das Gegenteil ist der Fall.
    Von welchen „Werten“ diese Welt schon immer gelenkt ist, wird jetzt eben mal wieder sichtbar.
    Und das ist doch aller Grund zur Freude.

  30. „Die amerikanische Politik verstößt zunehmend gegen die regelbasierte internationale Ordnung“
    Nein Herr Hübschen, das tun die USA nicht. Das was die USA die letzten Wochen in der Karibik getrieben haben , das ist die regelbasierte Ordnung, die USA machen die Regeln und setzen diese durch, und wenn ihnen diese Regeln nicht mehr passen, machen sie neue und setzen diese dann durch, sofern sie das können und die entsprechenden Länder sich nicht ausreichend wehren können. Schließlich arbeitet ja auch die Mafia nicht völlig regellos, sondern mit Hilfe einer regelbasierten Ordnung.

  31. „Ist die amerikanische Außenpolitik noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen Wertegemeinschaft?““ In was für einem Wolkenkuckucksheimt lebt der Herr Autor denn so? „Die amerikanische Außenpolitik“ ? Ist es nicht dieser brutalste „Unrechtsstaat“ aller „Schurkenstaaten“ ever? Da waren ja die Hunnen und Dschingis Kan noch friedliebender. „Westliche Wertegemeinschaft“, fasse es nicht, dass dieser „Ausdruck“ überhaupt.nicht auftauchen darf. Welcher Westen, welche Werte, welche Gemeinschaft? Empfehle da doch besser mal eine Vorgehensweise – à la Kant. Er betrachtete das Ding an sich! Rechtsstaat in diesem unseren Lande?

    Wie heißt es eingangs, dieses vorgenannte „Fabelwesen“ „basiert im Wesentlichen auf den Prinzipien des Völkerrechts, und in den jeweiligen Ländern auf Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Einhaltung von Grund-und Menschenrechten“. Da schauen wir doch gleich mal.. Rechtsstaatlichkeit: Nein, ich wiederhole jetzt nicht die gefühlt tausend „Vorkommnisse“ – allein hier auf OM gebetsmühlenhaft angeführten – „Vorkommnisse“ allein die letzten Jahre. Allein die ‚Geschehnisse‘ rund um – die Volksverdummung feierte Feste – um die Vorführung des Souveräns am Nasenring, da muß ich nicht einmal das C-Wort anführen, würde völlig reichen, um die ‚Rechtsstaatlichkeit‘ als lachhaftes „Unwort des jungen Jahrhunderts“ zu identifizieren. Wenn es da nicht noch genügend Anderes gäbe. Also: ‚Rechtsstaatlichkeit‘ gestrichen. Ersatzlos? Mitnichten, Selbstbedienungsladen der Eliten-Kette passt, von MIK und MPK. Wer von MPK noch nie etwas gehört hat, abwarten, da kommt jeder hin … in die Krallen des Medizinisch-Pharmazeutischen Komplexes.

    Number Two: die „Gewaltenteilung“! Teilung? Von was denn genau? Legislative, Exekutive, Judikative? Nun, letzteres haben wir ja eigentlich schon mal gerade gestrichen, läuft aber offiziell unter „Vierter Gewalt“. Können wir aber bestens ersetzen durch jenen Einheitsbrei aus den wahrhaftigen Garanten der ‚Meinungsfreiheit‘, von der Schriftumskammer 2.0 (früher mal dem Reichspropagandaminister unterstellt) geführt wie die Schafherde vom Hütehund. Welche Meinungsfreiheit? Nun gut, allein gestern haben die Elite-Einheitskolumnisten doch tatsächlich mal Schwierigkeiten, auf welche Seite sie sich schlagen sollen. Aber sonst? Ein einziger undefinierbarer Einheitssumpf auch hier Und die schwarzen Schafe, nun die werden zwischenzeitlich js schon reichlich zusammengebissen von gut entlohnten Kojoten, Schakalen und Hyänen.

    Nein, das Völkerrecht wollte ich nicht unterschlagen, das packe ich nur zusammen mit den löblichen Menschenrechten, wer erinnert sich nicht gerne an „die Würde ist unantastbar“. Genau, da waren sie ja auch noch irgendwann einmal: die GRUNDRECHTE! Festgemauert in in Grundgesetz und – wie die Kaaba zu Mekka – als FDGO-Karotte vor die Nase gehalten. Lange genug, auch noch. Aber heutzutage bis zum jüngsten Tag wohl nichts mehr, was noch irgendwie Beachtung oder selbst nur Erwähnung verdient hätte. Da wäre nichts mehr, was nicht flugs in Mitternachts-Sitzungen des hohen Hauses entbeint, entkernt, ersetzt werden könnte – notfalls durch Beiziehung von Mehrheiten vom vorigen Mal. Grundrechte – selbst im ureigenen, ehernen Grundgesetz-Text steht es ja schon geschrieben. Wie heißt es da gewohnt regelmäßig: „Wenn nicht andere Bestimmungen was anderes fordern …“ so oder so ähnlich. Es wird einem ganz schon wuschig bei der Lektüre. Grundgesetz? Hä? Und wenn da mal was Geeignetes fehlen sollte, nun, dann schaft man sich eben welches. Wenn möglich noch in der gleichen Nachtsitzung wie die Grundgesetzänderung. Warum nicht, wo doch die Mehrheiten gerade so schön beisammen sind. Und wenn das immer noch nicht hilft, was dann? Aus die Maus? Mitnichten! Dann kann man immer noch bei Uschi anklopfen, die kann einem bestimmt unter die schweissnassen Arme greifen, wenn bspw. ein ‚andersdenkender Widerspenstiger‘ gezähmt werden muss, nachträglich bestraft oder putativ ruhiggestellt oder beides, versteht sich. Nun, zu diesem Punkt muß ich jetzt ein Ende machen, sonst sitze ich nächste Woche noch hier.

    Womit wir beim ‚Völkerrecht‘ zurück wären.Dass die Welt nur noch ein Irrenhaus darstellt, als ein solches nur noch zu existieren vermag. das zu erkennen, dazu hätte es des Amoklaufs von Don Donald Wirkich ncht bedurft. Auch da reicht ein kurzer Blick auf Großdeutschland 2.0 völlig. Völkerrecht – Recht der Völker? Ja, wie denn, was denn! Wo doch allein unser so lange gewartet Habender ‚Frischgewählter‘ sich mehr um all die ‚Drecksarbeiten‘ anderweitig zu kümmern hat und sich allenfalls als Bedenkenträger zu bemühen hat, wenn es darum geht, was sich sein eigenes Wahlvolk zukünftig keinesfalls mehr zu leisten fähig und in der Lage mehr sein wird. Wahrlich als Kreuzritter auch noch unterwegs, wenn man genau hinsieht, sogar zur Rückeroberung gar zweier heiliger, gelobter Länder. Wenn nicht vielleicht ab sofort dreier solcher ‚Gebilde‘, wie heißt es von ihm gerade, er würde noch ernsthaft darüber Sinnieren, was genau es mit dem jüngsten Abbruchunternehmen bezüglich Völkerrecht, UN-Charta was sonst noch so alles so auf sich hsben sollte. Ob dabei allzu viel Gutes für sein ‚Volch‘ heraus kommen wird, na ja, Zweifel sind ‚möglicherweise‘ erechtigt. Ist das überhaupt Fremdschämen, wenn man sich als Bio-Schlandiländler nicht besonders mehr wohlzufühlen vermag? Allein, jetzt bei der dritten causa für maßlos vergewaltigtes Völkerrecht, selbst der von den Brandstiftern selbst auferstellten, immer mit Hosiannah-Chören hochgelobten ‚regelbasierten Ordnung‘, wo doch schon für Number One und Number Two schon Grenzen, rote Linien und sonstige Geschmacklosigkeiten überschritten werden mußten, und – als gäbe es keinen Morgen mehr – Sozial- und Kriegskassen bis in über- und übernächste Generationen hin zu plündern sind.

    Übrigens, es gab mal Zeiten – um all das Bisherige hier Verlautbarte zusammenzufassen zu versuchen – da hieß es doch tatsächlich mal, Artikel 1 vom hehren deutschen Grundgesetz – die Chose von der Würde, der unantastbaren – würde sich nicht nur auf den deutschen Michael beziehen – nein, weit gefehlt – sondern, wie es so schön hieß, auf den unantastbaren ‚Menschen‘. Selbst mit dem Zusatz, egal wo er gerade sein Leben lang so zu darben hat – schließlich ist das Leben kein Ponyhof – will sich mir einfach nicht erschließen, warum eine bei Gelegenheit von einer längst aus dem Amt geschiedenen dahergeplapperten Staatsräsonggg die ‚Würde‘ von Unantastbaren durch ein ‚Recht auf Selbstverteidigung‘ ersetzt werden kann, mit dem dann bis zum Abwinken – zum biblischen, wenn nicht Eretz-Tag, heldenhaft zur Tat geschritten werden kann, eine erträumte Tabula rasa zustande zu bringen. Und das.ganze Gewäsch aus Lug und Trug und Niedertracht … ach lassen wir das, der ein oder andere wird mein Échauffement vielleicht verstehen..

    Aihmsoosorry! Die „Außenpolitik, die amerikanische“ – um endlich mal zum Thema und seinem Ende zu kommen – soso! Aha, Außenpolitik soll das also sein, was da so gerade im Dienste der ‚wertewestlichen (Sach-)Wertegemeinschaft abzugehen hat. Na dann! Kann nur warnen, solch – pardon – ‚Stuhlrundengewäsch‘ ernst zu nehmen. Ansonsten, frei nach ‚Zur Sache Schätzchen‘ – immer noch aktuell – könnte es böse enden. Aber selbst das interessiert ja auch kein Schwein. Warum auch!

  32. Die amerikanische Außenpolitik ist mit den Prinzipien der westlichen Wertegemeinschaft vereinbar, denn die Prinzipien der westlichen Wertegemeinschaft dienen nur einem Ziel:

    Aus allen Ländern der Welt mit minimalem Einsatz eine maximale Beute zu erzwingen.

  33. Die vielzitierte „regelbasierte Ordnung“ habe ich immer als Gegenentwurf der USA gegen das Völkerrecht bzw. die UN-Charta verstanden: Die USA machen die Regeln, und der Rest der Welt muss sich dran halten. Nur politische Heuchler haben diesen Begriff benutzt – womit ich allerdings die entsprechenden Politiker meine und nicht jemanden wie Herrn Hübschen.

    1. @Carole King
      Präzise!
      Schriftlich fixiert wurde sie übrigens erstmals genau heute um 17:46 Uhr durch den Forenten @H.L., genau eins weiter unten (sofern niemand auf mich antwortet). Man kann sie also endlich auch mal nachlesen.
      (Danke an H.L.!)

  34. Die regelbasierte Ordnung:

    Die USA und Israel haben immer Recht. Selbst beim schlimmsten Massenmord tun sie keiner Fliege was zuleide. Wer das anzweifelt, ist Antiamerikaner oder Antisemit.

    /Sarkasmus off

    Wobei man Trump vielleicht noch zugute halten kann, daß er als Nicht-Politiker so herrlich undiplomatisch ist. Er verheimlicht gar nicht erst, daß es in Venezuela um „unser Öl“ geht. Oder er preist in der Knesset die auf der Zuschauertribüne anwesende Miriam Adelson an und plaudert dabei ungewollt aus, vom wem er so gekauft wird. Fehler, die echten Politikern nicht passieren und wenigstens ab und zu für einen Lacher im ganzen Elend sorgen.

  35. Ich empfehle dem Autoren dringendst die „ NSS 2025“ Intensiv zu studieren. Dort steht nichts von „Wertebasierter Ordnung“ oder Völkerrecht. Dort steht, das die USA die „westliche Hemisphäre“ ( der amerikanische Doppelkontinent) als ihr Eigentum betrachten. Und sie allein bestimmen, was in ihrem Eigentum geschieht. Auch bekannt als Monroe-Doktrin. Das „transatlantische Bündnis“ existiert nicht mehr. Und die EU wird als Konkurrent und Ballast betrachtet…

  36. Die westliche Wertegemeinschaft: Die hat der Luftwaffenoberst jahrelang mit der Knarre in der Hand auf Leben und Tod verteidigt. Jetzt auf seine alten Tage kommen ihm die Zweifel, und ich sage, viele, viele Berufsjahre ans Bein geschmiert, alles für die Katz. Ein Berufsleben für die Tonne.

  37. Noch ein kleiner Scherz am Rande:

    An Putins Stelle würde ich (a) zum Judentum konvertieren und (b) Atombomben auf Berlin und Warschau werfen.

    Dann kann er in Ruhe in der Ukraine Ordnung schaffen. Und wer meckert ist ANTISEMIT …

    /Sarkasmus off

  38. Ich hätte mal eine Liste vielleicht sinnvoller Massnahmen für europäische Staaten, Organisationen und Einwohner jetzt:

    – NATO auflösen. Es macht keinen Sinn, mit einem expansionistischen Aggressor, der schon nach dem einen oder anderen Territorium schielt, in einem gemeinsamen Verteidigungsbündnis zu sein. Der kann sämtliche Verteidigungsmassnahmen gegen ihn im Ansatz aushebeln.
    – Keine Zusammenarbeit mit US Geheimdiensten mehr.
    – UN Sitz aus New York evakuieren. Allein schon die Visa-Politik der letzten Jahre gegenüber missliebigen UN-Diplomaten hat gezeigt, dass die USA nicht länger als Sitz taugen.
    – Sanktionen sollten für alle verbrecherischen Regime nach gleichem Massstab angewendet werden. Die Doppelzüngigkeit der Pickelhauben-EU zerstört sämtliches diplomatische Potential.
    – Boykott amerikanischer Produkte und Dienstleistungen. Das macht vor allem deshalb Sinn, weil die USA kein wirklicher Rechtsstaat mehr sind und deshalb Verträge mit denen nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben sind. Für digitale Kopien gilt der Vergleich genau so.
    – Ersetzung aller durch die USA kontrollierten digitalen Systeme. Das wird weh tun, scheint aber dringend notwendig zu sein.
    – Rausschmiss aller Politiker und Journalisten, die in atlantischen Netzwerken korrumpiert wurden.
    – Suche nach einem politischen Ausgleich mit China und Russland. Schlimmer als eine Fascho-USA sind die auch nicht, also warum nicht mindestens genau so von ihnen profitieren wie von den USA?

    Ich denke, das postamerikanische Zeitalter hat begonnen.

  39. Regelbasierte Ordnung ist nichts weiter als der Akkumulation des Kapitals bei ein paar Wenigen zu folgen.
    Was jetzt wirklich zum Tragen kommt ist der Spruch aus den 80ern von Frank Zappa

    The illusion of freedom will continue as long as it’s profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater.

    Frank Zappa

    P.S:
    Ich weiß auch wirklich nicht warum wir uns andauernd von irgendwelchen Generälen im Ruhestand hier bei Overton erklären lassen müssen wie die Welt funktioniert.

    1. Ich verwahre mich. Bin zwar im Ruhestand, aber weder General noch Oberst ehem, auch kein Ehegespons von Frau Major.

      Aber dem Antrag – zurückhaltend formuliert – vom Motonomen schließe ich mich an, vollinhaltlich.

    2. Ich verwahre mich. Bin zwar im Ruhestand, aber weder General noch Oberst ehem, auch kein Ehegespons von Frau Major.

      Aber dem Antrag – zurückhaltend formuliert – vom Motonomen schließe ich mich an, vollinhaltlich.

    3. motonomer

      P.S:
      Ich weiß auch wirklich nicht warum wir uns andauernd von irgendwelchen Generälen im Ruhestand hier bei Overton erklären lassen müssen wie die Welt funktioniert.

      Darüber habe ich mal nachgedacht.

      Ein vortreffliches Schutzschild gegenüber Landesmedienanstalten, die ja bekanntlich der „journalistischen Sorgfalt“ verpflichtet sind.

      @All

      Nicht lachen, das nennen die wirklich so.

  40. Unter Salvador Allende wurde eine Bodenreform durchgeführt und! die chilenischen Kupferminen wurden entschädigungslos verstaatlicht. Huch – dabei sind (und waren auch damals schon) die Kupfervorkommen in Chile angeblich die größten in der Welt! ( https://de.wikipedia.org/wiki/Codelco#Geschichte )

    Das geht gar nicht. Da könnte ja jedes Land kommen und seine Ressourcen für sich beanspruchen.

    Man war sich nicht zu schade gewesen, sich bei der Iran-Contra-Affäre schmutzige Finger zu machen.
    Man hat Saddam gegen Khomeini im Iran aufgerüstet (weil das zu dem Zeitpunkt von wirtschaftlichem Interesse war) und man lässt seine Vasallen fallen, sobald sie nutzlos geworden sind.

    Wer hat Saddams mobile Trucks zur Produktion von WMD gefunden, die Colin Powell uns vor der UN mit bunten Bildern präsentiert hat?
    https://www.washingtonpost.com/national-security/colin-powell-iraq-war/2021/10/18/179d66bc-3023-11ec-a880-a9d8c009a0b1_story.html

    Sehr geehrter Herr Hübschen,
    Sie haben unter „Was ist zu tun?“ sehr schöne Punkte zusammengefasst. Die angeführten Maßnahmen werden erfüllt … und übererfüllt (z. B. mit gefühlt drölfzig Sanktionspaketen die gern ins eigene Knie schießen) … aber eben nicht bei jedem.

    Ich möchte Ihnen Ihre schönen Illusionen wirklich nicht nehmen, aber so geht Werte$Westen:
    Die US-Eliten sehen ihre Interessen bedroht und reagieren darauf völlig losgelöst vom Völkerrecht. Die transatlantische EU-Gefolgschaft mahnt zu Zurückhaltung und für den BlackRock-Kanzler ist es „komplex“, wenn sich das Imperium z. B. das venezolanische Öl einverleiben will.

    It’s not a bug – it’s a feature.

    Amerika: Warum die USA fast immer im Krieg sind, ARTE
    https://www.youtube.com/watch?v=gGuv5AcR25E&t=1166s

    PS.: hatte Dschordsch Dabbelju nicht gesagt, dass die Einnahmen aus dem irakischen Öl den Wiederaufbau des zerstörten Landes finanzieren sollen? Wo ist jetzt das Problem, wenn Trump bei Verhandlungen mit ukrainischen Ressourcen spielt? Wer weiß schon, was die beiden direkt oder telefonisch miteinander abgesprochen haben? Vielleicht hat Putin jetzt das OK für Odessa und macht den Zugang zum Schwarzen Meer dicht? Den Schaden davon hätte lediglich die bisherige europäische Landwirtschaft, weil das ganze Zeug hier den Markt fluten würde.

  41. „Ist die amerikanische Außenpolitik noch vereinbar mit den Prinzipien der „westlichen Wertegemeinschaft?““
    Irgendwie macht Overton keinen Spaß mehr. Die Schreiberlinge sind inzwischen auf Spiegelniveau angekommen. Vielleicht sollte ich mir endlich was anderes suchen, dann können sich auch die Rechten hier entspannt einrichten, hab eh das Gefühl, dass man inzwischen mehr für diese Leute schreibt.

  42. Der Begriff Regelbasierte Ordnung beruht in seiner Definition auf der Schlussakte von Helsinki. Die kann aber nicht gemeint sein.

    Den Begriff den der Autor vermeint zu kennen beruht streng genommen auf einem Euphemismus, denn die Adressaten sind ja immer andere, niemals die eigene Klientel. Streng genommen muss man konstatieren das die Durchsetzung dieser vermeintlichen „regelbasierte Ordnung“ die Herr Hübschen meint, in der Vergangenheit auf Dominazgebahren beruht. So ähnlich wie die Kanonenbootpolitik in der Zeit vor dem WW I.

  43. Mal wieder so eine lächerliche Frage… es gab niemals eine derartige Gemeinschaft, deren Mitglieder sich an die postulierten Werte gehalten hätten. Die US Aussenpolitik war nie etwas anderes als eine Mischung aus Raubmord und Mafia Style Schutzgeld Erpressung… Man sollte ihnen ganz im Gegenteil dankbar sein, dass sie nun einen Trump haben, der sich weigert derselbe widerliche Heuchler zu sein, wie es die Clintons und Obamas waren! Was er offen macht war seit Menschengedenken der Umgang eines Herrschaftsgebiets mit einem anderen, Wertegemeinschaft ist eine leere Phrase mit der man Kinder in den Schulen konditioniert. Die Dümmeren werden dann Erwachsene die sich wie Baerbock benehmen!

    1. Kann ihnen nur zustimmen. Seltsame Frage als Überschrift.
      Wenn man sie beantworten wollte: Eindeutig ja. Genau das ist doch der Kern westlicher Werte, Eigene Interessen ohne Rücksicht auf andere und rechtliche Regelungen mit Gewalt und Intrigen durchzusetzen und möglichst die ganze Welt zu beherrschen.
      Man sollte doch endlich mal mit diesem Hinterfragen aufhören und die Welt so sehen wie sie ist.
      Und in noch was haben Sie Recht. Trump ist ein Glücksfall, Er lässt die ganze Heuchelei weg. So kann jeder sehen der sehen will.

      1. Klappt nur leider nicht, denn das war auch schon im Frühjahr 2020 der Fall, als uns die herrschende Klasse ganz offen den Krieg erklärt hat.
        Denn, die Massen wollen das alles gar nicht sehen, weil sie sich dann bewußt werden würden, das sie sich irreversibel entfremdet haben.
        Es gibt kein richtiges Leben im Falschen!

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