Höckes Falle

Björn Höcke
Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum Wagenknecht bei diesem Angebot nur verlieren kann.

Am Mittwochabend, dem 12. August, stellt Björn Höcke ein Video auf X online. Kein Parteitag, kein Pressetermin, keine Ankündigung vorher, einfach ein Clip, in dem der Thüringer AfD-Fraktionschef direkt in die Kamera spricht, adressiert an eine einzelne Person: Sahra Wagenknecht. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagt er. „Ich reiche Ihnen die Hand.“

Innerhalb weniger Stunden ist der Clip überall. Nicht weil irgendjemand ernsthaft glaubt, dass Wagenknecht am nächsten Morgen ihre Koffer packt und nach Erfurt zieht. Sondern weil das Angebot auf den ersten Blick funktioniert wie eine Einladung und bei genauerem Hinsehen wie eine Falle.

Der Anlass ist real genug. Mario Voigt, seit Dezember 2024 CDU-Ministerpräsident einer Koalition aus CDU, BSW und SPD, hat gerade eine juristische Niederlage kassiert: Sein Widerspruch gegen die Aberkennung seines Doktortitels wurde abgewiesen. Höcke nennt das öffentlich einen Beweis für Voigts Amtsunfähigkeit und kündigt an, was die AfD-Fraktion schon einmal versucht hat, ein konstruktives Misstrauensvotum. Im Februar war der erste Anlauf gescheitert, damals mit Höcke selbst als Kandidat. Diesmal soll jemand anderes auf dem Stimmzettel stehen.

AfD und BSW kommen zusammen auf 47 Sitze

Die Rechnung dahinter ist schnell gemacht. 88 Sitze hat der Thüringer Landtag, AfD und BSW kommen zusammen auf 47. Für ein konstruktives Misstrauensvotum braucht es die absolute Mehrheit der Mitglieder, also mindestens 45 Stimmen und zwar in einem einzigen Akt, der Abwahl und Neuwahl zugleich ist. Kein Vakuum, keine Übergangsregierung, kein zweiter Wahlgang. Stimmen genug Abgeordnete für die Kandidatin, ist sie ab diesem Moment im Amt.

Rein arithmetisch reicht das. Politisch ist es etwas anderes.

Thüringen hat mit genau diesem Mechanismus schon einmal Erfahrung gemacht, wenn auch unter anderen Vorzeichen. Im Februar 2020 wurde Thomas Kemmerich von der FDP mit den Stimmen von CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt, kein konstruktives Misstrauensvotum, sondern eine reguläre Wahl, aber mit derselben Grundfrage: Was passiert, wenn eine knappe Mehrheit nur mithilfe der AfD zustande kommt? Die Antwort damals war eine bundesweite Erschütterung, öffentlicher Druck bis in den Bundestag, ein Rücktritt Kemmerichs nach wenigen Tagen. Diese Erinnerung ist in Erfurt niemandem fremd, am wenigsten Höcke selbst. Wer heute ein ähnliches Szenario mit umgekehrten Vorzeichen anbietet, diesmal mit einer Kandidatin, die nicht aus der AfD selbst kommt, sondern aus einer Partei, die sich offiziell von ihr abgrenzt, kennt die Wucht, die ein solcher Schritt auslösen würde. Genau das macht die Sache für Wagenknecht so viel riskanter, als es das freundliche „Ich reiche Ihnen die Hand“ im Video suggeriert.

Wer die BSW-Gründerin seit 2024 verfolgt hat, kennt eigentlich die Trennlinie, die sie um sich gezogen hat: Zusammenarbeit mit der AfD, nicht mit uns. Nur ist diese Linie brüchiger geworden, als es von außen scheint. Seit Dezember 2025 ist Wagenknecht nicht mehr Parteivorsitzende, dieses Amt teilen sich seither Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali. Und ausgerechnet Wagenknecht selbst hat sich zuletzt deutlich weiter aus dem Fenster gelehnt, als es die alte Rollenverteilung nahelegt: Gegenüber dem „Stern“ verlangte sie nach der gescheiterten Titel-Verteidigung die Wahl eines parteilosen Regierungschefs in Erfurt, notfalls auch mit Stimmen aus der AfD. Voigt nannte sie eine „Lame Duck“, die Koalition eine, die faktisch „von der CDU bis zur Linken“ reiche.

Es ist kein Regierungsangebot, es ist eine Wette ohne Einsatz

Höcke greift genau diese Steilvorlage auf, spitzt sie aber zu seinen Gunsten zu. Wagenknecht hatte von einem parteilosen Kandidaten gesprochen, nicht von sich selbst. Höcke macht daraus in seinem Video ein persönliches Angebot an sie und verbindet es mit ihrer älteren Kritik an der „gescheiterten Brandmauerpolitik“ aus dem Wahlkampf in Sachsen-Anhalt. Er nennt das Thüringer BSW eine „Kartellpartei“, weil es dort Voigt stütze, während die Bundespartei in Sachsen-Anhalt gegen genau diese Brandmauer wettere.

Diese Verschiebung, von „ein Parteiloser mit AfD-Stimmen“ zu „Wagenknecht persönlich“ – lässt ihr kaum eine Antwort, die ihr nicht schadet. Schweigt sie zu Höckes konkretem Angebot, wirkt es wie ein Bluff, den niemand einlöst. Distanziert sie sich ausdrücklich, muss sie erklären, warum ihre eigene Kritik an der Brandmauer für Thüringen plötzlich nicht mehr gelten soll, nachdem sie selbst gerade erst einen AfD-gestützten Regierungswechsel dort ins Spiel gebracht hat. Und ginge sie tatsächlich darauf ein, hätte die AfD zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine Landesregierung mitgetragen, ein Dammbruch, den Höcke sich als historischen Erfolg anrechnen könnte.

Höcke selbst verliert bei keiner dieser drei Varianten etwas. Das ist der eigentliche Punkt an diesem Video: Es ist kein Regierungsangebot – es ist eine Wette ohne Einsatz.

Im BSW zeigt die Provokation trotzdem Wirkung, allerdings nicht dort, wo Höcke sie inszeniert. Der eigentliche Riss verläuft nicht zwischen BSW und AfD, sondern innerhalb der eigenen Partei, zwischen Bundesebene und Landesverband. Parteichef Fabio De Masi fordert öffentlich Voigts Rücktritt und verweist dabei auf die Fälle zu Guttenberg und Schavan: Was dort gegolten habe, müsse auch für Voigt gelten. Bundesvorstandsmitglied Luca Sass schreibt bei X „Genug ist genug“, die Thüringer Landtagsabgeordnete Anke Wirsing schließt sich an.

Katja Wolf, die den Thüringer Landesverband führt und als stellvertretende Ministerpräsidentin selbst Teil von Voigts Kabinett ist, hält dagegen. Für das Thüringer BSW gelte weiterhin: „Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen.“ Damit widerspricht die Landeschefin nicht nur der AfD, sondern der eigenen Bundesspitze samt Parteigründerin, eine offene Meinungsverschiedenheit, mitten im Wahlkampf. Höckes Video trifft also nicht auf ein geschlossenes BSW, sondern auf eine Partei, die sich in der Frage, wie viel Nähe zu Voigt und wie viel Distanz zur AfD sie sich erlauben will, gerade selbst nicht einig ist.

Aus Sicht der Bundesparteien wäre das ein Menetekel

Für die CDU und die SPD in Erfurt wäre ein zweiter, diesmal erfolgreicher Anlauf zum Misstrauensvotum in jedem Fall das Ende ihrer Regierungsbeteiligung. Beide Partner säßen von einem Tag auf den anderen in der Opposition, ohne dass sie selbst darüber mitentschieden hätten, eine Konstellation, die sich allein aus dem Verhalten des dritten Koalitionspartners ergäbe. Aus Sicht der Bundesparteien wäre das ein Menetekel: Wenn ein Koalitionspartner mit 15 Sitzen jederzeit die Seiten wechseln und eine bestehende Landesregierung stürzen kann, stellt das die Verlässlichkeit jeder BSW-Koalition infrage, nicht nur der in Thüringen. Genau diese Unsicherheit dürfte auch der Grund sein, warum die Reaktionen aus Berlin bislang so scharf ausfallen, obwohl es sich bislang lediglich um ein Video und eine Ankündigung handelt, kein vollzogenes Votum.

Was danach folgen würde, sollte es doch zu einem zweiten Misstrauensvotum kommen und dieses tatsächlich eine Mehrheit finden, ist verfassungsrechtlich eindeutig, politisch aber alles andere als stabil. Die neue Regierungschefin müsste ihr Kabinett zusammenstellen und im Landtag bestätigen lassen. Für jeden Haushalt, jedes Gesetz, jede künftige Abstimmung bräuchte sie erneut exakt die Mehrheit, die sie ins Amt gebracht hat, 47 Stimmen aus zwei Fraktionen, die außer diesem einen Ziel wenig verbindet. Schon eine Handvoll Abweichler auf beiden Seiten würde genügen, um jede weitere Initiative scheitern zu lassen. Eine Ministerpräsidentin Wagenknecht wäre, anders als es Höckes Video suggeriert, keine Partnerin auf Augenhöhe, sondern dauerhaft von der AfD-Fraktion abhängig, deren wichtigstes politisches Kapital genau diese Abhängigkeit wäre.

Bleibt die Frage, warum ein Politiker wie Höcke, der weiß, wie unwahrscheinlich die Annahme seines Angebots ist, es trotzdem stellt. Die Antwort liegt vermutlich nicht in Erfurt, sondern in Magdeburg. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September ist der eigentliche Adressat des Videos. Jede Schlagzeile, die das BSW in die Nähe der AfD rückt oder es zur Erklärung zwingt, warum es das nicht ist, nützt der AfD dort mehr als eine tatsächliche Regierungsübernahme in Thüringen es je könnte. Ein Ministerpräsidentenamt für Wagenknecht wäre der Preis; die eigentliche Währung, um die es Höcke geht, ist ein anderes Ergebnis, drei Wochen später, dreihundert Kilometer weiter nördlich.

Günther Burbach

Günther Burbach, Jahrgang 1963, ist Informatikkaufmann, Publizist und Buchautor. Nach einer eigenen Kolumne in einer Wochenzeitung arbeitete er in der Redaktion der Funke Mediengruppe. Er veröffentlichte vier Bücher mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz sowie deutscher Innen- und Außenpolitik. In seinen Texten verbindet er technisches Verständnis mit gesellschaftspolitischem Blick – immer mit dem Ziel, Debatten anzustoßen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
Mehr Beiträge von Günther Burbach →

Ähnliche Beiträge:

60 Kommentare

  1. Genau diese auffällig termingerechten „Lieferungen“ von Herrn Höcke (aktuell zum Wahlkampf im Osten) belegen für mich, daß er ein V-Mann des Verfassungsschutzes ist. Und das ist ja nicht das erste Mal. Vor einiger Zeit hat er ihr auch mal öffentlich angeboten, in die AfD einzutreten. Zweck dieser Äußerung damals war es, die Demonstrationen von Wagenknecht und Unterstützern wie Alice Schwarzer öffentlich zu diskreditieren.

    1. Hat ja der Verfassungsschutz schon Erfahrung damit Parteien zu übernehmen, wie man damals bei der NPD gesehen hat. Alles voller Informanten dort.

      Da fragt man sich wie das bei anderen Parteien aussieht?

      1. Ich halte taktisch geschickte Kommunikation nicht für ein Alleinstellungsmerkmal des Verfassungsschutzes, da müsste noch mehr kommen. Daß Höcke reden und denken kann – mehr war nun für diese Aktion wirklich nicht nötig – war vorher schon bekannt, der ist der Ausbildung nach Lehrer.

      2. @Alfred Nonym

        Auch den NSU sollten wir in diesem Zusammenhang nicht vergessen.

        Gut das Sahra Wagenknecht das Angebot ausgeschlagen hat da das Ansinnen von Höcke doch klar ersichtlich ist.

        1. Und vom Verfassungsschutz haben Böhnhardt/Mundlos die Namen der Berliner V-Leute erhalten damit sie diese veröffentlichen konnten? Es sieht doch eher beim NSU so aus dass diese nur vom Verfassungsschutz beobachtet wurden um Unheil abzuwenden. Die Berliner sind ja nicht umsonst nach Wien gereist um sich zu informieren wie ein fremder Dienst rechts eingestellte Bürger für seine Ziele in Österreich nutzt. Und wegen der Staatsräson sind wahrscheinlich auch die Beobachtungs- Akten für 100 Jahre gesperrt. Siehe auch den Auftritt eines Geheimdienstlers im NSU- Untersuchungsausschuss der wegen der Staatsräson die Aussage verweigerte.

      3. Ich erinnere mich von ungefähr, dass bei den Berliner Grünen in den Jahren noch vor 2000 nach offiziellen Angaben, die bei einer anderen Gelegenheit (NSU-Untersuchungsausschüsse oder dergl.?) im Nebenbei ausgeplaudert wurden, knapp 10 Prozent der Mitglieder Informanten und Zuträger des Verfassungsschutzes waren. Damals waren dort anscheinend noch allerlei idealistisch ungefestigte oder unbequeme Vögel auszuspähen, nur für den Fall, während man heutzutage GRÜNE mit bestem Gewissen in die Konktrollgremien der ‚Dienste‘ setzen kann. Vielleicht haben einige sogar beide Funktionen wahrgenommen in ihrer Laufbahn – aber das unterliegt natürlich der Geheimhaltung!

        1. Die Berliner „Grünen“ sind ohnehin ein spezieller „Haufen“. Der Landesverband wurde damals (in den 80ern) zweimal gegründet, weil bei der ersten Gründung sehr viele Rechte eingetreten und den Laden schon fast übernommen hatten.
          Das hat damals gut geklappt, da die grundsätzlich jeden genommen haben, der „hier“ rief. Auf diese Weise stieg ja auch der ganz und gar nicht Öko Josef Fischer so schnell auf, einfach weil in seinen Verband einfach soviele Unterstützer mit eintraten, und ihn wählten.

          Der Berliner Verband löste sich dann auf und gründete sich neu.

  2. Herr Burbach, dass was der Herr Höcke gemacht hat, ist das was man „Politik“ nennt.
    Die Altparteien versuchen mit fiesen Mitteln die AFD zu diskreditieren und möglichst,
    trotz einem Drittel der Wählerstimmen sogar zu verbieten. Was würde geschehen, wenn Frau
    Wagenknecht dem Vorschlag zustimmt? Als Erstes wäre dieser Betrüger und Versager Voigt
    weg vom Fenster. Dann könnte Frau Wagenknecht endlich auch einmal Politik machen und
    vielleicht auch etwas bewegen, statt nur herum zu schwafeln. Wichtig wäre es doch, dass
    endlich wieder etwas für die Menschen im Land getan und auch ein Wechsel in der
    Bundespolitik eingeläutet wird. Wenn wir nicht in einem Krieg mit Russland landen wollen,
    muß sich etwas von unten heraus bewegen. Jetzt wäre die Gelegenheit für einen ersten Schritt !!

    1. @ Inninör
      Ich glaube das BSW hat nur eine (geringe) Chance zu überleben (wahrscheinlich aber eh nicht), wenn sie weder mit der AFD noch mit den Altparteien gemeinsame Sache machen – und ich denke das haben die mittlerweile auch verstanden.
      Sie können die AFD nicht, und schon gar nicht Höcke, als Königinnenmacher akzeptieren. An einer Regierung könnten sie sich nur beteiligen, wenn sie, quasi als Expertenregierung von fast allen Parteien unterstützt würde, die dann bei bestimmten Themen mit wechselnden Mehrheiten agieren müsste. Aktuell schwer vorstellbar, aber die Alternativen dazu gibt es so recht auch nicht, wenn die CDU nicht mit der AFD will.

    2. Die Frage wäre ob Herr Höcke wie auch andere auf der Liste standen, die die „unsichtbaren Hände“ als „Aufbauhelfer“ in die „Ostgebiete“ schickten. Es fällt ja bei bestimmten „Westexporten“ auf, dass diese in bestimmten Parteien ganz schnell in die Landtage und im Bundestag landeten. Thüringen und Sachsen war ein Schwerpunkt für „Aufbauhelfer“, dort erwartete man Stasi-und SED- Seilschaften, die man politisch und wenn nötig mittels rechter Gruppierungen, wie den Thüringer Heimatschutz, bekämpfen wollte.

    3. Man verbietet eine Partei und keine Wählerstimmen.

      Sie werden weiterhin wählen dürfen. Und die Auswahl jenseits der ansonsten im Bundestag vertretenen Parteien ist auch dann noch groß.

  3. Frau Wagenknecht ist völlig ungeeignet die Machtfrage zu stellen. sie brauchte mindestens einen “ Herbert Wehner“ an ihrer Seite. und Lafontaine ist eines ganz bestimmt nicht: einer, der für eine andere Person Macht erkämpft.

    BSW hat fertig, und nicht nur weil Mohammed Ali das U Boot ist.
    Das BSW hat kein Thema, keinen Markenkern, nur Allgemeinplätte

    1. @Egoist Was ist z. B. mit Fabio De Masi. Das ist ein ausgewiesener Finanzmarkt – und Experte für die Bekämpfung von Steueroasen und Steuerhinterziehung. Warum wird der immer unter den Teppich gekehrt? Liegt das daran, dass auch die AfD eine Partei ist, für die Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe ein „Kavaliersdelikt“ ist. Bei dem größten Steuerraub in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland haben sich Kriminelle jahrelang auf Kosten der Allgemeinheit Steuern in Milliardenhöhe erstatten lassen und zwar Steuern, die sie vorher nie gezahlt hatten. Da hat man von z. B. von der blauen Alice Weidel und der AfD nichts gehört.

      Der Markenkern des BSW ist die soziale Frage⚖️, denn diese soziale Frage wird seit der neoliberalen „geistig-moralischen Wende“ von Helmut Kohl in den 1980er Jahren in Deutschland nicht mehr gestellt.

      Bei der sozialen Frage geht es um Armut und ökonomische Ungleichheit bzw. soziale Gerechtigkeit, weil manche „Leistungsträger“ im Geld schwimmen und manche Leistungserbringer nicht wissen, womit sie ihre Miete zahlen sollen, weil der gierige Vermieter/Leistungsträger schon wieder die Miete erhöht hat. Bei der sozialen Fragen geht es auch um faire Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne, befristete Verträge, Arbeitslosigkeit und soziale Absicherung, um Bildungschancen, erfolgreiche Migration und Integration, armutsfeste Renten usw.

      Falls die soziale Frage gestellt wird, dann wird sie von den Rechten, Konservativen und neoliberalen Sozialdarwinisten nämlich damit beantwortet, die besserverdienenden Reichen und vor allem die milliardenschweren „Superreichen“ immer noch reicher zu machen 💰💰💰 und bei allen anderen zu „sparen“.

      1. Der Markenkern des BSW ist die soziale Frage …

        Ich verorte das BSW eher im anti-imperialistischen und friedenspolitischen Lager, das sich für Diplomatie und gute Beziehungen zu seinen Nachbarn einsetzt. Die soziale Frage (auch im Sinne von karitativ) beackern doch weiterhin die Linken.

        Aber wem nützt denn der Kampf der Arbeiter für höhere Löhne, wenn es sich um eine Rüstungsfabrik handelt? Oder, hätte deutsche Politik sich nicht den USA und den heimischen Transatlantikern gebeugt (Stichwort Zeitenwende), dann wäre unser Wohlstand und unsere Wirtschaft noch auf einem ganz anderen Niveau. Auch das gehört zur sozialen Frage.

        1. „Die soziale Frage (auch im Sinne von karitativ) beackern doch weiterhin die Linken.“

          Ernsthaft, Linke beackert die soziale Frage?
          Bitte mal wieder in die Realität eintauchen.

          1. Realtätscheck gefällig oder 6 Jahre unterm Stein gelebt?
            Allein schon das Programm zur BT-Wahl 2025 war das sozialste aller Parteien.
            Aber Ressentiments sind ja einfacher als Analyse. Die brauchen eben kein Nachdenken.

      2. Sehr guter Kommentar!
        Die soziale Frage kann die AFD spielt für die AFD keine Rolle, sie ist durch und durch eine neoliberale Partei und passt gut zur FDP und der CDU/CSU.

        Die AFD kann nicht mal beantworten wue sie die Probleme angesichts der enormen Verschuldung lösen will.

        Käme sie an die Regierung würde sie, wie andere Parteien zuvor, das Märchen vom Kassensturz erzöhlen und das obwohl sie in den Haushaltsausschüssen sitzen..Der Souverän muss endlich begreifen das ihm seine Bequemlichkeit nicht weiter bringt und er seine ureigensten Interessen zunächt artikulieren muss und nicht irgendwelchen Programmen von Parteien hinterher läuft auf die er keinen Einfluß hat
        Das wäre zumindest schon mal ein Anfang.

        1. Otto0815: Haben sie mal wieder ihre Glaskugel geputzt und können jetzt
          die Zukunft gut erkennen? Ist ihre Glaskugel speziell auf die AFD geeicht?
          Statt vor ihrer Glaskugel zu hocken, empfehle ich ihnen sich doch einmal
          die Bundetagsdebatten und speziell die Reden der AFD Abgeordneten
          anzusehen und zu hören. Im Gegensatz zu den Ungelernten Kräften in den
          Altparteien, die sich vor ihrer Politiker Laufbahn mit Straßenmusik und
          Küchenhilfsarbeiten am Leben gehalten haben, setzt sich die AFD aus
          Fachkräften und richtigen Studienabsolventen zusammen.

          1. Studienabsolventen können auch Auswendiglerner sein, besonders in juristischen Fachgebieten. Entscheidend für ein Vorwärtskommen ist nicht das Auswendiglernen von Wissen, sondern die Phantasie. Da erlebe ich aber bei AfD-Politikern in Talkshows gar nichts, oft sogar gar nicht vorbereitet und wenig Ahnung, da unterscheiden sie sich nicht von den anderen Bla-Bla- Rednern. Hatte oft Kontakte zu einem Spitzenpolitiker der AfD, der ist mittlerweile aus der AfD ausgetreten. Wollte den neuen Kurs der AfD nicht mitgestalten. Zuviel Ähnlichkeit mit Stalinisten, wie bei der beabsichtigten geplanten Neuauflage von Stalins „Timur und sein Trupp“ unter anderen Namen. Hoffnung dass die AfD etwas positiv für Menschen ändert sehe ich nicht.

            1. Oskar: Helmut Schmidt sagte einmal: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“.
              In der Politik zählt die knall harte Realität und nicht die Phantasie. Der Herr Habeck
              und die Grünen haben mit ihren Pantasien unsere Wirtschaft zerstört und Millionen
              in die Armut verfrachtet, weil sie ihre Heiz- und Stromkosten nicht mehr bezahlen
              können. AFD Politiker sind in Talkshows die Fußabtreter, wenn sie denn überhaupt
              eingeladen werden. Sie müssen sich dann gegen die irren Phantasien der Moderatoren
              und der anderen „Gäste“ von den hintersten Bänken der Linken, Grünen und der SPD
              wehren. Das ist schon schwierig, weil sie kaum einmal einen Satz beginnen und erst
              Recht nicht beenden können, weil immer wieder der/ die „Moderrierende“ ihnen
              hinein quatscht. Oskar, schauen Sie sich doch lieber einmal an was tatsächlich
              Politik sein soll: Bundestagsdebatten. Leider fehlen heute die waschechten Politiker
              wie Wehner, Strauss, Brandt, Schmitt ec. Die hätten eine Frau Klöckner sicher nicht
              zugelassen. Eine Frau Göring – Eckard wäre nach einer Atacke von Franz- Josef Straus
              in die Kantine gerannt und hätte wieder das gemacht, was sie gelernt hat.

      3. Sie haben da was überhört…
        „Rückforderungslücken bei Cum-Ex und Cum-Cum schließen
        Der Bundestag wolle beschließen:
        Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung dazu auf, dass das Bundesministerium der Finanzen im Rahmen seiner gesetzlichen Möglichkeiten alles unternimmt, dass zügig und vollständig die Erstattungen aus allen Cum-Ex-Verfahren und Cum-Cum-Verfahren, die bundesweit zu Rückforderungen führen, durch die Landesfinanzbehörden geltend gemacht werden. Berlin, den 15. September 2022
        Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion“
        https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://dserver.bundestag.de/btd/20/043/2004320.pdf&ved=2ahUKEwjJuZbojaOWAxVj_7sIHdjiPBkQFnoECB4QAQ&usg=AOvVaw3Qt9E6rlLaRVTVFCd4fxvX

  4. Natürlich ist Höckw kein Sympathieträger, aber man muss ihm zugestehen, dass er die Demokratie ernst nimmt und auf die Heuchelei des BSW hinweist. Denn in Thüringen hat die Bevölkerung eine Mehrheit für eine Koalition aus AfD und BSW gestimmt. Nach allen demokratischen Spielregeln vor 2015 hätten die großen Zugewinne sowie die absolute Mehrheit für beide Parteien zusammen einen Wählerauftrag zur Regierungsbildung von AfD mit BSW bedeutet.

    Das BSW hat seine Wähler in Thüringen enttäuscht, bei der Bundestagswahl allein in Thüringen 60.000 Stimmen verloren und zittern nun um den Einzug in Sachsen-Anhalt, weil die Wähler sich betrogen fühlen vom BSW Thüringen. Höcke legt seinen Finger in genau diese Widersprüchlichkeit des BSW.

    Wagenknecht fordert eine Expertenregierung für Sachsen-Anhalt unter Einbeziehung auch der AfD. Höcke macht darauf aufmerksam, dass das in Thüringen bereits heute möglich ist, heute bot er dem BSW die Suche nach einem geeigneten parteilosen Ministerpräsidenten an. Wirklich genial von Höcke. Entweder muss Wagenknecht nun Wagenknecht darauf eingehen oder sie macht sich unglaubwürdig für die Wähler in Sachsen-Anhalt. Denn wenn das BSW die vorhandenen Spielräume in Thüringen nicht nutzt wird sie diese kaum in Sachsen-Anhalt nutzen.

    Das BSW hat offenbar erkannt, dass es sich durch die Regierungsbeteiligung in Thüringen unwählbar für viele Wähler in Sachsen-Anhalt macht. Heute gab die BSW-Bundesspitze bekannt, sie werde notfalls den gesamten BSW-Landesverband Thüringen aus der Partei ausschließen, wenn dieser weiterhin einen MP Voigt unterstützt. Schauen wir mal ob das wieder nur leere Worte sind oder ob man diesmal konsequent handelt.

    1. @Helmchen Da stellt sich in der Tat die Frage, wie eine neoliberale rechte und sozialdarwinistische Partei, die das Terror-Regime des Dritten Reiches inklusive Zweitem Weltkrieg, Holocaust und Euthanasie als „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ verharmlost und beschönigt, mit dem BSW zusammengehen soll?

      Gegründet wurde die AfD bekanntlich 2013 von Neoliberalen, denen die Wirtschaft-, Steuer und Sozialpolitik von CDU/CSU und FDP zu „sozial“ war. Hinzugekommen sind später auch ein paar Nationalisten, Militaristen und Rassisten. Geändert hat das am asozialen Markenkern der AfD aber nichts: AfD = „Asoziale für Deutschland“ oder warum hetzt die AfD immer Geringverdiener gegen Arbeitslose auf? Warum stimmt die AfD regelmäßig gegen jede Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes? Die AfD war sogar gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes für Geringverdiener. Kein Problem hat die AfD aber mit US-amerikanischen Billionären und Plutokraten, denen die blaue Alice Weidel von der blauen AfD kiloweise Honig 🍯 um den Mund schmiert.

    2. Helmchen: Wenn ich mit die Sympathieträger Merz, Hofreiter, Baerbock, Strack-
      Zimmerfrau, Amthor, Kiesewetter, Esken, Göring-Eckard ec. der Altparteien so ansehe,
      hege ich doch erheblich mehr Sympathie für Höcke.

      1. Die am Anfang von ihnen genannten Politiker und Politikerinnen sind mir weder sympathisch noch halte ich sie für besonders kompetent oder intelligent. Aber Höcke? Er verfügt über eine gute Bildung, aber ist er sympathisch? Haben Sie die Texte von ihm gelesen?

        Anbei ein paar Aussagen aus seinem Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ (Frank Kraemer im Gespräch mit Björn Höcke, Verlag Antaios, 2018):
        – „Vor allem ein neuer Führer wird gebraucht, um die Krise zu bewältigen.“ (S. 200)
        – „Die deutsche Erstarrung wird wohl erst durchbrochen, wenn der Leidensdruck für die verbliebenen Einheimischen unerträglich groß geworden ist. […] Neben dem Schutz unserer nationalen Grenzen wird ein großangelegtes Remigrationsprojekt notwendig sein. Und bei dem wird man, um eine künftige Stabilität zu sichern, nicht um eine ‚Politik der wohltemperierten Grausamkeit‘ herumkommen.“ (S. 254)
        – „Ein paar Korrekturen und Reförmchen werden nicht ausreichen, aber das deutsche Stammeskapital ist noch nicht erschöpft. […] Man wird die existenzbedrohende Krebserkrankung, den menschlichen Kaltbrand, nicht mit Heftpflastern heilen können.“ (S. 286)
        – „Und schließlich ist die deutsche Unbedingtheit, das Beseitigen der Schutthalden der Moderne, die Sehnsucht nach Ganzheitlichkeit, nach dem Heilen der inneren und äußeren Spaltung dieses Volkes, etwas, was die Welt braucht.“ (S. 215)
        – „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt.“ (S. 257)

        Na, wie klingt das für Sie und woran erinnern Sie die Aussagen? Vielleicht am „Mein Kampf“? Höcke darf man getrost als Faschisten bezeichnen. Und so jemanden finden Sie sympathisch. Das kann ich nicht nachvollziehen.

        1. Sie sind noch recht jung, oder?

          Solche Aussagen waren, vom Duktus her, in den 70er und 80er Jahren in CDU/CSU ganz normal.
          Strauß, Dregger, Wörner, Albrecht (Ja genau, Ursulas Papa) und Stoltenberg, etc. aka „Die Stahlhelmfraktion“, waren von Teilen der heutigen AFD nicht zu unterscheiden….., aber damals hat niemand nach „Verboten“ geheult……

          1. @Thomas Sie haben selbstverständlich Recht, das mit der „Entnazifizierung“ nach dem Ende des Dritten Reiches ist gründlich in die Hose gegangen, vor allem weil es von der großen Mehrheit der Karrieristen, Opportunisten, Wendehälse und denen, die immer „nur“ Befehle ausgeführt haben, nicht gewollt war. Die Widerstände, auf die Fritz Bauer, der als Generalstaatsanwalt nach dem Krieg bis zu seinem Tod 1968 einige dieser braunen Mörder und Verbrecher zur Rechenschaft ziehen wollte, waren gewaltig.

            Die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus opportunistischen Untertanen und kleinen Nazis, die nach unten treten und nach oben buckeln. Man stelle sich vor, 1933 wäre die NSDAP verboten worden. Stattdessen haben am Ende der Weimarer Republik 43,9 Prozent der deutschen Wähler den großen braunen Führer gewählt, der dann via „Ermächtigungsgesetz“ von den anderen Parteien (mit Ausnahme der SPD) zum Diktator gemacht wurde. 1945 konnte sich allerdings keiner mehr daran erinnern, da war dann der große deutsche Führer allein an allem Schuld. Das ist das große Dilemma der Demokratie.

            Ich bezweifle allerdings, dass Rechtsausleger wie Strauß, Wörner, Albrecht, Stoltenberg usw. das Dritte Reich inkl. Holocaust und Zweitem Weltkrieg als „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte bezeichnet hätten wie der Mitbegründer und Ehrenvorsitzende der AfD Alexander Gauland.

            Von Fritz Bauer stammt folgendes Zitat: „Ich glaube, es ist eine traurige Wahrheit, dass wir unserem Affenzustand noch sehr nahe sind und dass die Zivilisation nur eine sehr dünne Decke ist, die sehr schnell abblättert.“

  5. Was Höcke da macht, ist ganz offensichtlich ein vergiftetes Angebot. Es ist nicht davon auszugehen, dass er glaubte, dass es in der Form auch angenommen würde. Bei einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit – direkt oder indirekt – würde oder wird die AfD das BSW wohl absorbieren. Es verfängt aber in Teilen des BSW anscheinend trotzdem. So etwas ergibt sich wohl fast zwangsläufig aus der inkonsistenten Ausrichtung der Partei. Man hat sich wohl bei den verschiedenen Themengebieten die Positionen ausgesucht, mit denen andere Parteien punkten konnten, und alles zusammengemischt, ohne darauf zu achten, wie man ein stimmiges Gesamtpaket daraus schnüren kann. Das macht es leicht, innere Unstimmigkeiten hervortreten zu lassen, auch ohne sie explizit zu benennen, und ist sicher auch ein grundsätzliches Problem in der Partei.

  6. Wenn das BSW, das Angebot nicht annimmt, wird sie endgültig untergehen….
    Wenn das BSW das Angebot annimmt, könnte es in Kürze zwei Landesregierungen geben, in denen die beiden zeigen können, was sie zusammen verändern können … und das würde den Durchbruch für die nächste Bundestagswahl bedeuten … Wenn nicht, sind beide Geschichte…..

  7. die einfachste Ablehnung seitens des BSW wäre der Hinweis, das BSW mache (sachorientierte) Poltik für die Menschen und ist für einen AfD-Postenschacher nicht zu haben. Was den Voigt betrifft, so sollte der Hinweis genügen, dass bei einer nächsten MP -Wahl Voigt nur mit bestätigten Doktortitel seitens des BSW gewählt werden könne.

    Ich halte es für einen politischen Fehler von Wagenknecht und Co sich auf die Brandmauerdebatte überhaupt einzulassen. Politisch halte ich es für ein Thüringer- Desaster, wenn einem energieintensivem Thüringer Unternehmen bei einer dringend notwendige Anlagenerneuerung Landes-Fördergelder für eine CO2-freie Produktion vorenthalten werden, so dass sie gezwungen sind, sich stattdessen als Rüstungsunternehmen völlig neu zu orientieren. Da bleibt dann nicht mehr viel von der angeblichen Friedenspolitik übrig.

    Wobei ich fairerweise dazu sagen muss, dass ich jetzt nicht weiss, ob die Ablehnung auf ein CDU- oder BSW-geführtes Ministerium zurück geht. Letztlich geht die Entscheidung aber mit der BSW -Politik konform, CO2-Freiheit nur als Gefahr für die fossile Profitrendite zu sehen und nicht als Chance Zukunftsmärkte innovativ bedienen zu können, sowie entsprechend Energie- und Stromkosten durch EE zu senken.

  8. „Ich reiche Ihnen die Hand.“

    Höcke reicht nur die Hand zurück nach dem sog. „Bettelbrief“ der prominenten Ost-Berlinerin Sahra Weidelknecht-Steigbügel an den AfD-Parteivorstand vom Ende Mai 2026, in dem eine strategische Allianz zwecks Machtübernahme in den DDR-Landtagen angeboten wird. In diese Falle der Ost-Berliner Kad(av)erpartei sollte die AfD nicht tappen, es wurde hier auf OT von AfD-Wählern zutreffend festgestellt: entweder schafft es die AfD in der braunen Zone alleine oder gar nicht.

  9. Wer sich so nah an die AfD heranpirscht, kommt darin um – oder tritt nach der Wahl zu ihr über?

    Für das BSW ist es ein Spiel in den Medien zum Zuschauen. Gerade auch Sahra kommuniziert mit ihrer Partei nur über die Medien. Die Parteibasis, mehrheitlich links, hat nix zu melden. Wo sind Richtungsbeschlüsse der Parteitage? Wo sind Diskussionen in den Kreis- und Stadtbezirksgruppen, die über die Richtung der Partei diskutieren und entscheiden? Gibt es nicht, gibt es schon lange gar nicht!

  10. Wagenknecht hat wohl schon die beste aller möglichen Antworten gegeben: ein Ministerpräsidentenamt ist keine Spielkarte, die man beliebig hin und herschieben kann, der Posten gehöre jemandem, der im Land fest verwurzelt ist, deshalb könne sie so ein Angebot niemals annehmen.

    Damit hat sie Höcke als das entlarvt, was er ist: ein Zocker, ein politischer Spieler, unseriös bis zum GehtNichtMehr. Das Ding ist ihm so aufs eigene Bein gekracht, daß er wohl für eine Weile nicht mehr geradeaus laufen kann.

    Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß einige aus der Politikerkaste bei so einem Angebot übermäßigen Speichelfluß entwickeln könnten – wohlgemerkt aus allen Parteien.
    Ich glaube, der Autor hat sich da auch ein wenig verrannt.

    1. Eben. Wagenknecht hat zwar in Jena an der FSU studiert, aber das ist jetzt auch schon ein halbes Leben her. Was hat sie noch mit Thüringen zu tun? Sie hat ihr ganzes Arbeitsleben in Berlin verbracht.

      Das Angebot ist natürlich ein Danaaergeschenk von Höcke, wir andere ja auch schon schrieben.

  11. In diesem Moment zeigt sich der Wert des BSW. Eine bessere Chance, die überfälligen Regierungsversager los zu werden, kommt nicht.
    BSW, ein Ableger der SED, das ist alles.

    1. EU? Nein danke! „BSW, ein Ableger der SED, das ist alles.“

      Mit Verlaub, aber das ist nicht alles. Nüchtern und bei Lichte betrachtet ist überhaupt nichts außer billigem Framing.

      Was hat z. B. der Finanzmarkt- und Experte für die Bekämpfung von Steueroasen und Steuerhinterziehung Fabio De Masi mit der „SED“ zu tun?

      Was hat z. B. Oskar Lafontaine mit der „SED“ zu tun? Oskar Lafontaine war einmal in der SPD, weil diese SPD nach dem Ende des Dritten Reiches 1945 die Partei für die Interessen der sogenannten „kleinen Leute“ und die hart arbeitende Mittelschicht, für die vielen Leistungserbringer war. Im Gegensatz zur SPD waren CDU/CSU und FDP schon immer die Parteien für die Interessen der Großkonzerne, der Großbanken, der Immobilienspekulanten, der Mithaie, der besserverdienenden Reichen und milliardenschweren „Leistungsträger“. Als der „SPD“-Politiker Gerhard Schröder 1998 mit seiner neoliberalen und asozialen Agenda 2010 kam, wurde allerdings auch aus der SPD eine Partei für die Leute mit den fetten Bankkonten, dicken Autos und der Ferienvilla in Nizza.

      Wenn man das BSW als SED-Ableger framt, dann drängt sich der Verdacht auf, Mann oder Frau gehört zu jener rechtsextremen Partei, deren Politiker das 🟫 Terror-Regime des Dritten Reichs von 1933 bis 1945 als „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ 🦆 bezeichnen wie der 🟦 AfD-Politiker Alexander Gauland.

      Dieser rechte „Vogelschiss“ führte von 1933 bis 1945 weltweit zu 65 bis 70 Millionen Toten, darunter rund 6 Millionen Juden. Aber auch 250.000 bis 300.000 Behinderte/Kranke wurden von diesen braunen rechten „Vögeln“ ermordet, um Kosten zu „sparen“. Rechte Sozialdarwinisten sparen nämlich immer bei den Armen, den Behinderten, den Arbeitslosen, den Wehrlosen und Obdachlosen. Rechte „sparen“ nie bei den Leuten, die im Geld schwimmen und den Hals nicht voll kriegen. Ganz abgesehen davon, dass Deutschland am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 in Trümmern lag und in Ost und West geteilt wurde. Ohne diesen braunen rechten „Vogelschiss“ wäre Deutschland nicht geteilt worden.

      1. Am Beispiel der BSW-Kandidatin in Sachsen-Anhalt im dortigen aktuelen Wahlkampf sieht man es ziemlich gut. Frau Wittig ist 2018 in die SED „Linke“ eingetreten. Das muß man sich mal vorstellen. Auf jeden Fall, BSW ist ein Ableger der SED. Alle Parteien haben eine Tradition, besonders stolz ist die SPD auf ihre uralte Tradition und auch die CDU ist stolz auf die Errichtung der BRD samt ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Wie kann man jetzt leugnen, daß auch die SED eine Tradition hat? Ihr heutigen Linksfanatiker seid SED-Leugner, das ist mir schon öfter aufgefallen.

        1. Und besonders stolz sind die Altparteien, von Grüne über SPD bis CDU, die SED besiegt zu haben. Und auf eine Niederlage kann die Linke natürlich nicht stolz sein.

          Die Funktion der Linken in der kapitalistischen Demokratie ist heute aber eine ganz andere als zur Zeiten des Kalten Krieges. Wo ist also das Problem? Dass nicht alle die SED so abgrundtief hassen?

          1. Wichtig ist nur, daß man die Partei als das behandelt, was sie ist. Was diese Partei zu verantworten hat, ist im Prinzip jedem Ü50 in der ehem. DDR bewußt. Die von den linken Ideen faszinierten Westdeutschen sind gegen Argumente immun, weil einfach zu fett gemästet, vielleicht sind die 40 Jahre Diktatur auch einfach zu monströs, als das es Linksdrall-Westdeutsche überhaupt verdauen könnten. Es war eine kompromißlose Diktatur, mit millionenfach verhinderten Karrieren, erzwungenen Lebensläufen, unbeschreiblichem Umweltfrevel usw. Für Fluchtversuch kam man in den Knast, konnte ohne Umschweife sogar erschossen werden. usw. DAS war er, der SED-Staat. Und diese SED macht nach Umbenennung einfach weiter und wird sogar noch gewählt. Das ist wahre Wohlstandsverwahrlosung.

  12. Prinzipieller Denkfehler: Nach allen bisherigen Wahlumfragen schafft es das BSW nicht ins Parlament Sachsen-Anhalts.
    Einige der hier geäußerten Kalkulationen sind weltfremd, denn das BSW spielt gar nicht mit.

    Wir sind im Wahlkampf, und da hat Sahra aufs falsche Pferd gesetzt, über die Köpfe vieler in ihrer Partei hinweg. Es kam auch schon wieder zu einer Austrittswelle von Aktiven aus Kreisverbänden Sachsen-Anhalts:
    Statt Stimmen links zu holen durch ein klar sozialpolitisch profiliertes BSW, versucht Sahra, der AfD Stimmen abzujagen. Das Ergebnis ist in den Wahlumfragen zu sehen.

  13. Der Artikel ist ganz lesenswert, mir fehlt aber eine wichtige Erkenntnis: Das BSW ist politisch tot. In so einer Lage kann man auch über vergiftete Geschenke nachdenken. Es bräuchte ein politisches Husarenstück um überhaupt eine Chance auf ein Fortbestehen mit Relevanz zu haben.

    Leider ist das Personal in Thüringen denkbar ungeeignet, so ein Wunder zu vollbringen. Auch bei SW hätte ich mittlerweile große Fragen, was die Eignung als MP angeht.

    Die Brandmauerpolitik ist aber der sichere Weg in die völlige politische Bedeutungslosigkeit. Bei einer Zusammenarbeit mit der AfD gibt es zumindest eine kleine Chance für eine Wende – sowohl für die Bundesrepublik, als auch für die Partei.
    Das wahrscheinlichere Ergebnis wäre wohl leider die Implosion des BSW. Aber ich würde ein krachendes Ende dem fortgesetzten Siechtum auch vorziehen.

  14. Herrlich, da sind wir doch genau da,
    wo man uns haben möchte:
    Wir diskutieren parteipolitische Macht-
    frägelchen statt über Sachfragen!
    Wer mit wem wann um Pöstchen schachert
    ist im Grunde völlig belanglos..

    1. Richtig. In einer Regierung mit der AfD könnte das BSW die soziale Frage stellen, nicht in der Art und Weise als Robin Hood, der Geld verteilt, sondern wie wir als Volkswirtschaft Leistungsfähigkeit und Emanzipation hinkriegen.
      Beide Parteien sind für Volksentscheide.
      Wenn sie sich nicht einigen, können sie ja die Bürger entscheiden lassen.
      Da entfällt die Debatte, ob es einen Führer wie Höcke oder eine Kaderpartei braucht.
      Frau Wittig in Sachsen-Anhalt beschäftigt sich mit der Geschichte des Mittelalters.
      Sie möchte aber auch die Geschichte der DDR aufarbeiten.
      Ich merke davon nur nichts und auch Emails an Frau Wittig dazu werden nicht beantwortet.
      Nun von der AfD und von der Partei der Honoratoren auch nicht.
      Bei echter direkter Demokratie könnten die Bürger etwas daran ändern.
      Vielleicht geht es tatsächlich erst mit Lerning by Doing.
      Es würde das alte Regime noch nicht zusammenbrechen lassen, aber die Iden des Merz könnten in Sichtweise kommen.
      Beide Parteien wollen Deutschland wieder eine vernünftige Energiebasis ermöglichen und keine Kriege führen.
      Das würde mir für den Anfang erst mal reichen.

  15. „… Schweigt sie zu Höckes konkretem Angebot, wirkt es wie ein Bluff, den niemand einlöst. Distanziert sie sich ausdrücklich, …“

    Es ist erschreckend, offensichtlich hat sich nicht mal der Autor richtig informiert. So kann nicht verwundern, dass die Kommentare ebenso weitgehend Unsinn sind. Wie wäre es, sich erst mal schlau zu machen, _bevor_ man einen Artikel verfasst oder auch einen Kommentar? Ich weiß, das ist heutzutage völlig unüblich, trotzdem hier der Link zur Antwort Wagenknechts. Und unter dem Text findet man den Link „Alle Beiträge“. Da kann man sich selbst ein Bild von der Partei machen, statt den überall verbreiteten Unsinn nachzuplappern.

    https://bsw-vg.de/sahra-wagenknechts-antwort-auf-den-vorschlag-von-bjoern-hoecke-ich-fordere-ein-duell/

  16. Nach der Eroberung der politischen Macht waren die Führer ratlos, wie es weiter gehen sollte. Es konnten ja nicht alle Einwohner ständig zusammen kommen, um Beschlüsse zu fassen, einige mussten ja arbeiten. Also müßten Vertreten gewählt werden.
    Sie wandten sich an einen ihrer Inspirationen im Exil ( Name ist der Redaktion entfallen), wen sie wählen sollten.
    Der riet: Wählt nicht die, die sich dafür melden, wählt die, die sich nicht melden.
    Das kommt mir des öfteren in den Sinn, wenn es um bürgerliche Wahlen geht, um mich nicht von der üblichen vordergründigen Wahlarithmetik täuschen zu lassen und das Wesentliche im Auge zu behalten.

  17. Die Sozialpolitik und die Verteidigung des sozialen Rechtsstaats hätte das zweite Standbein neben der Friedenspolitik werden müssen: der Protest gegen den Sozialabbau in Verbindung mit dem Protest gegen den Krieg.

    Das BSW wurde gebraucht, um diesen Sozialabbau in den Mittelpunkt zu stellen, den Kampf dagegen zu führen und dafür die Wähler zu gewinnen – mit Schwerpunkten in den Vierteln der Arbeiter und der Marginalisierten, migrantisch, und biodeutsch, queere Arbeiter und nicht-gendernde Arbeiter, ganz egal, alle zusammen, die gute Gründe haben, gegen Sozialabbau und gegen Aufrüstung, gegen die Diskrimierung des Ostens und gegen den Krieg in Gaza zu kämpfen.

    Das wäre das Schließen der Repräsentationslücke in der Demokratie der Bundesrepublik gewesen.

    Aber gar nix davon ist zu sehen. Stattdessen Höcke & Sahra, Weidel & Sahra, erneut das große Medienspektakel über die Köpfe der Parteibasis hinweg, noch ein Landesvorstand zertrümmert, ein Kreisverband ausgetreten usw. Jammern tun Sahra & Co nur über die Brandmauer, welche Idiotie! Die Wahlumfragen zeigen, wem das nützt.

    1. „Aber gar nix davon ist zu sehen. Stattdessen Höcke & Sahra, Weidel & Sahra, erneut das große Medienspektakel …“

      Natürlich sieht man davon nix in unseren „Qualitätsmedien“ ist doch nicht anders zu erwarten. Das heißt aber doch nicht, dass es so ist wie dort geschildert, ganz im Gegenteil. Die Aussagen zur Sozialpolitik findet man am besten zusammengefasst im Wahlprogramm 2025 (ab S. 15). Man muss sich halt schon selber informieren, es sollte klar sein, dass in unseren MSM in Bezug auf das BSW neben Effekthascherei nur Verunglimpfung betrieben wird – wenn es nicht gleich ganz totgeschwiegen wird.

      https://bsw-vg.de/wp-content/themes/bsw/assets/downloads/BSW%20Wahlprogramm%202025%20(Entwurf).pdf

  18. Wo manche ein halbvolles Glas sehen sehen andere ein halbleeres. Halbleer ist damit nicht die einzig mögliche Wahrheit. Natürlich macht in der Politik keiner Angebote ohne auch eigene Vorteile im Blick zu haben. Das gilt da für jeden.

    Ich seh ein Angebot. Das Amt Ministerpräsident verleiht ziemlich viel Macht, hinterher ist egal wer einen gewählt hat.

  19. Ich habe mir die Mühe gemacht den Artikeltext in den KI-Check-Dienst Pangram zu pasten. Ergebnis – wie vermutet – 98% Ki, 2% Human.

    Möchte sich er „Autor“ bitte dazu äußern?

    Ich wünsche mir ein Plugin auf Overton, welches automatisch prüft und die Ergebnisse transparent macht.

    Ich finde es sehr anstrengend diese KI-generierten, phrasenhaften und oft sehr langen Texte zu lesen. Und irgendwie auch ein Armutszeugnis dies als Autor nicht transparent zu machen.

    Was denken die Anderen?

      1. Ein Autor beim Infosperber kam da zu einem anderen Schluss. So kam ich überhaupt auf Pangram.

        Was sagst du denn zum Artikel? KI oder aus der geistig eigenen Feder des angeblichen Verfassers?

  20. Wahlzeiten sind m.u.M.n. durchaus ‚vergnügliche Zeiten‘. Was da so alles abzugehen hat, unfasslich. Fast wie bei den Grimm’s und ihren Märchen, im heutigen Fall jenes von den ‚Sieben auf einen Streich‘!

    Ob es der erste Streich war, das mit dem angeblichen mal wieder völlig unprovozierten Schlag des unzurechnungsfähigen ‚Russen‘ auf den nächtens völlig unschuldig und unb- paewachten dummrummm stehenden Jumbo-Waffentransporter vom Zauberlehrling zu Kiew/CaymanIslands auf Leepz’sch DHL-Verladeplatz&Takeoff, ist doch völlig egal. Ob es ausreichen könnte, für den üblichen ‚Kaugummi am Hosenboden klebend‘, Artikel 4 vom NATO-Statut endlich mal – nach 9/11 – zum Einsatz zu bringen. Nun – es ist auch zwischenzeitlich ziemlich still geworden darob. Dass es da neben dem ‚Celler Loch‘ auch noch eine bessere Erklärung geben könnte – die Rubin-connection 2.0 (einfach mal dort nachschauen, bei den beiden Wiki-Einträgen) – Ein eurzes summary von mir im Ursprungsbeitrag auf OT ließ ja kaum ein Auge trocken.

    Lassen wir das und gehen über zum Thema Höcke, eigentlich AfD und noch eigentlicher eigentlich Burbach. Gerade Letzterer ließ sich ja – Pardon – besonders bekömmlich über den Björn, den Hoecke aus, Fast ein ‚innerer Reichsparteitag‘, nicht der ‚Sack‘, die Eselin ‚Sahra‘ wars, die in den Senkel gestellt werden sollte. Um’s kurz zu machen, seine Auslassungen hätte er sich schenken können, auch seinen letzten Absatz. Hätte er doch nur ‚kucken‘ müssen, was die Nobelmarke ‚Zeit‘ am gleichen Tag wenn nicht gleicher Stunde so zu verlautbaren hatte, was sie bestimmt just vorher zur allfälligen Verwendung von dpa gesteckt bekommen hat. Da hieß es nämlich:

    „Höcke hatte zunächst am Mittwochabend mit einem Video überrascht, in dem er BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht als mögliche neue Regierungschefin ins Spiel brachte. Diese lehnte jedoch ab. Höcke wisse, dass «die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden», hatte Wagenknecht ihr Nein begründet.“

    Oder hatte Herr Burbach, das schon erfahren gehabt und noch schnell die Gelegenheit usnutzen wollen? Steht wohl eher der ‚Mutmaßung‘ an!

    Aber wenn ich schon hier bin, auf der Zeit ging es ja noch weiter. Tja, dumm gelaufen! Ganz so dumm ist der Björn auch wieder nicht.

    „AfD bereitet Misstrauensvotum gegen Voigt vor. Nun greift Höcke ihren (der Sahra W., der Komm.) Wunsch nach einem parteiunabhängigen Kandidaten auf. Gespräche zwischen Fraktionen sollten in einer parlamentarischen Demokratie keine Ausnahme, sondern eine Selbstverständlichkeit sein, schreibt er in dem offenen Brief. «Deshalb lade ich Sie herzlich zu einem zeitnahen Treffen ein.»

    Nicht, dass der Herr Oberstudienrat mein Freund wäre, aber – nein – dumm ist er wahrlich nicht. Er kennt seine Pappenheimer und weiß – was ja selbst ein Burbach hat konstatieren müssen – wie man Zwickmühlen setzt. In diesem Falle nicht nur für die Parteigründerin zum eigenen Namen. Dass allein schon die Zeit – fast wie in einer der stets üblichen konzertierten Medienaktionen – kräftig mitzumischen beabsichtigt hat, dazu kontaktiere man o.g. Artikel und vor allem das ‚embedded Kampfbild‘. https://www.zeit.de/news/2026-08/14/hoecke-will-mit-bsw-parteiunabhaengigen-regierungschef-suchen. Siehe da, der ‚Beeernd‘ äh ‚Björn‘ neben der zufrieden kichernden Frau Wolf.

    Da stellt sich doch die Frage, welche ‚Sau’ denn jetzt die VKPD – die Vereinte Kampfpresse Deutschlands – als erstes zu erlegen hat. Die nächsten Wahlen angedacht, na ja, da dürfte die fast zu erwartende ‚absolute Mehrheit‘ für die alternativlose Alternative die einzig richtige Antwort ja geben. Das Bündnis (für was auch immer aus S und W) dem sollte ‚man‘ dann besser nicht so reingrätschen wollen, oder doch oder doch nicht … man was es eben nicht. Traue keinem Wahlergebnis, dass du nicht selbst … Und der Frau Wolf als echter ‚mandschurian candidata‘ zuzusetzen wäre doch wahrlich ganz daneben, oder nicht oder doch ?

    Schließlich gäbe es da nicht nur sondern gibt es da noch einen ganz anderen – eigentlich pflichtigen – Handlungsstrang. Reinem zufällig auch und gerade mit maßgeblicher Beteiligung des anderen BSW, dem des Bundes und nicht des gekauften (?) aus. Ist zwar eine andere Brandstelle, fast gar eine Brandmauer, aber … was wäre denn, wenn ein Herr Harbarth aus grenzensprengender Empathie heraus seinem Parteikollegen im Kanzleramt – je nach Sicht entweder zu Hilfe eilen oder die finale Blutgrätsche angedeihen lassen würde? Irgendwann wird es ja wohl fällig sein, die Wahl aus dem Februar 2025 noch mal nachzählen zu lassen. Und das nach Ablauf der Legislaturperiode durchzuziehen, na ja, schlimmer ginge das für die Rotkäppchen wahrlich nicht mit dem Fremdschämen. Besser also vorher! Was dann durchaus zur Folge haben könnte, dass der Bundespräsident der ehrenvollsten seiner Aufgaben, nämlich den nächsten Kanzler vorzuschlagen, nachkommen dürfte.

  21. Ich denke, das BSW ist durch. Finde ich eher nicht so gut, kann ich aber nicht ändern. Die Höcke_Nummer ist geschickt, hat natürlich keine praktische Bedeutung und wird vermutlich der AFD nutzen. Das war wohl auch der Plan.

    Derweilen geht ein neues Video von Ben „viral“. Diesmal mit Siegmund. Hat in zehn Stunden schon so viel Aufrufe wie das mit Höcke in 24. Sehr gut plaziert zum Erscheinen des Spiegels mit dem Generalangriff auf ihn, weil es schon vor Tagen aufgenommen worden sein soll.
    Ich glaube nicht, dass es in Magdeburg die Alleinregierung der AFD geben wird. Aber es wird schwer sein, nach diesen Wahlen so mit der AFD umzugehen wie bisher und mit Leuten wie Sigmund auch schwerer als mit Höcke.
    Ich hatte mich vor Tagen in Tangermünde mal mit SPDlern unterhalten, die am Markt Straßenwahlkampf machten. Meinen Respekt, da lebt Sigmund und ich hoffe, dass ich die Wahlkämpfer nicht falsch interpretiere – die waren nicht sehr optimistisch.

    Ich habe jetzt noch nicht das ganze Video gesehen, aber in der ersten Stunde agiert Sigmund schlichtweg gekonnt. Wenn er den Betrieb in den Parlamenten beschreibt zum Beispiel: Die Linke bringt einen Entwurf zur Unterstützung behinderter Menschen ein und die Konstellation im Plenum ist so, dass wegen der Undiszipliniertheit der Regierungskoalition eine Mehrheit mit der AFD besteht und als diese erklärt, das Anliegen zu unterstützen und für den Antrag der Linken zu stimmen, wird diese panisch und verhindert dadurch, dass eigene Abgeordnete den Saal verlassen, die Annahme der eigenen Anträge.
    Wie es aussieht, sehen das jetzt wieder Millionen. Wer wird dadurch punkten?

    Jetzt verstehe ich auch, warum die Zensurmaschine der Republik anfängt, sich warm zu laufen. Anders als mit Zensur und Verbot, kommen die nicht mehr klar. Wem außerhalb der eigenen Blase vermag die Linke das noch plausibel zu machen, dass sie eigene Anträge durchfallen lässt? Und ob es dem Spiegel gelingt, dass Bild Sigmunds anders zu färben, als die eigene Wahrnahme es gebietet?
    Mal sehen.

  22. Analysieren wir doch die AfD einmal nüchtern und aus der Sicht eine objektiven Dritten: 🧐

    1. Die AfD verwendet gerne „Kampfbegriffe“. Ein paar Beispiele: Lügenpresse, Asylchaos, Altparteien, Systemparteien, Bevölkerungsaustausch, Klimadiktatur, Ökodiktatur, Staatsfunk, Masseneinwanderung, Asylindustrie. Gleichzeitigit wirft die AfD den anderen vor, die Debatte zu vereinfachen und Kampfbegriffe gegen die AfD zu verwenden.

    Es gibt zweifelsohne Probleme in diesem Land z. B.im Bereich Asylpolitik, Einwanderung und Migration. Wer will das bestreiten? Aber ich würde nie von „Bevölkerungsaustauch“ oder „Asylindustrie“ sprechen. Und was den „Staatsfunk“ oder treffender formuliert den Regierungsfunk angeht: Ich bin einer der größten Kritiker des ÖRR, aber warum beantwortet die AfD nie die Frage, wer das Millionengehalt von Günther Jauch und alle andern Gehälter der privaten Konzermedien zahlt, die sich über die Werbung finanzieren oder im Internet Daten sammeln und dann mit dem Verkauf dieser Daten Milliarden verdienen? Sind die Politiker und Fans der AfD mit dieser einfachen Frage überfordert?

    2. Für den Mitbegründer und Ehrenvorsitzenden der AfD Alexander Gauland ist das Dritte Reich inkl. Holocaust, Euthansie und Zweitem Weltkrieg ein 🐦💩 „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“. Was ist man, wenn ingesamt 65 bis 70 Millionen Tote, rund 6 Millionen ermordete Juden, mehr als 250.000 ermordete Behinderte/Kranke usw. als „Vogelschiss“ bezeichnet? Ein Demokrat, Pazifist, Humanist, Sozialist, Menschenfreund, Christ und Freund des Grundgesetzes ist man sicherlich nicht und einen großen Aufschrei gegen die Verharmlosung und Geschichtsklitterung hat es im „gebildeten“ Deutschland nicht gegeben weder bei der AfD noch bei der konservativ-bürgerlich-liberalen Mitte.

    Hauser: Noch Fragen Kienzle?
    Kienzle: Nein Hauser. Dieses Deutschland ist reich an Vermögen und Gier, aber sehr arm, wenn es um Mitmenschlichkeit und Solidarität geht.

  23. Die Spielchen des Herrn Höcke sind so offensichtlich, dass nur AfD-Symps darauf reinfallen.
    Und das BSW ist so ungeschickt, daß nicht sauber klarzumachen sondern verstolpert den letzten Rest an Seriosität.
    Schade eigentlich.

  24. Alleine wenn das hier stimmt: „Wie die „Welt“ und das Nachrichtenportal „n-tv“ berichteten, entwickeln mehrere Ressorts der Bundesregierung Notfallpläne für den Fall, dass einzelne Bundesländer, namentlich das vom AfD-Wahlerfolg bedrohte Sachsen-Anhalt, die Verlegung von NATO-Truppen an die Ostflanke behindern könnten.“
    wäre das schon ein guter Grund, doch mal AfD zu wählen.

    Referenz:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=155146 (Hinweise des Tages)
    bzw. h#ttps://www.unsere-zeit.de/unheimlicher-aufmarsch-2-4817345/

    Und bitte, an der AfD ist nichts „rechter“ oder schlimmer als an den aktuell HERRSCHENDEN und mauschelnden, korrumpierten Parteien!!!!!

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen