Die New York Times und Israel

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Ein Bericht in der New York Times zeigt israelische Gräueltaten auf. Wird er der Anfang vom Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft werden?

Ich bin nicht leicht zu schockieren, aber die New York Times vom Montag hat mich umgehauen. Auf einer halben Seite beschreibt Nicholas Kristof, einer der bekanntesten Kolumnisten der Zeitung, die Grausamkeiten, die israelische Soldaten an ihren Gefangenen begehen, Folter, aber vor allen Vergewaltigungen.

Vergewaltigungen durch Hunde. Mit Gummistöcken. Metallstöcken. Durch Gefängniswachen. Durch Soldaten. Agenten des Bet-Shin und, natürlich, Siedler. Die Opfer sind palästinensische Männer, Frauen und Kinder. Ein Gefangener beschreibt, wie eine Soldatin seinen Penis gequetscht hat. Anderen wurden mit Metalldetektoren geschlagen, die Hoden wurden ihnen amputiert oder die Zähne ausgeschlagen.

Alles nur hässliche Lügen?

Eine Frau erzählt, wie sie nackt auf einen Metalltisch geschnallt wurde und zwei Tage lang von Soldaten vergewaltigt. Die Männer filmten sie dabei und drohten, das Video zu veröffentlichen, wenn sie nicht kollaboriere. Zehntausende von Palästinensern hält Israel gefangen, manche erst zwölf Jahre alt. Auch Beduinen würden Opfer sexueller Gewalt.

Israel lässt das Rote Kreuz nicht in die Gefängnisse, aber es gibt Organisationen, die Kristofs Bericht bestätigen, wie „Save the Children„, das Comitee to save Journalists, das israelisch-amerikanische Public Committee Against Torture in Israel und Human Rights Monitor. Die Netanyahu-Regierung schlage routinemäßig alle Ermittlungen nieder, so Kristof in der Times, und Bibi hat Donald Trump an ihrer Seite.

Wie man sich denken kann, waren die Schockwellen von amerikanisch-jüdischen Organisationen und aus Israel fast mit Händen zu greifen. Hunderte von Israel-Unterstützern protestierten gestern vor dem Times-Gebäude in New York. Kristof ist ein Pulitzerpreis-gekrönter Journalist, der über Darfur und andere kriegerische Grausamkeiten berichtet hat. Das bremste seine Kritiker nicht.

Vor allem werfen sie Kristof (und der Times) vor, dass Opfer nur anonym zitiert werden. Der Einzige, der mit Namen genannt wird, habe für den arabischen Sender Al Jazeera gearbeitet. Es ist natürlich schwierig, Leute zur Offenlegung ihres Namens zu bewegen, die unter israelischer Besatzung leben. Eine Nebendebatte hub an, ob Hunde überhaupt Menschen vergewaltigen können (ähnliche Vorwürfe gab es gegen den chilenischen Diktator Auguste Pinochet). Aber wirklich, wenn nur die Hälfte in dem Artikel stimmt, das wäre schon schlimm genug.

Israels Außenminister Gideon Sa’ar allerdings sagte, der Artikel sei einer der hässlichsten und verzerrenden Lügen, die jemals gegen Israel in moderner Zeit veröffentlicht worden seien. Man werde die New York Times verklagen. Er hat die Unterstützung von Netanyahu, der die Times auch vor Gericht zerren will.

New York vs. Netanyahu

Dürfen die das überhaupt? Im Prinzip ja, aber wegen des First Amendment, die Redefreiheit in unsere Verfassung, ist das ist sehr schwer, und erst recht schwierig wäre es, die Times zu einer Richtigstellung zu zwingen. Und wenn Israel vor Gericht siegte, das würde ohnehin ein Pyrrhussieg. Ganz abgesehen davon, dass der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani angekündigt hat. Er werde Netanyahu verhaften lassen, falls der seinen Fuß in die Stadt setzt.

Deshalb schlugen publizistische Hilfstruppen in den USA einen anderen Weg ein. Die Murdoch-Presse im Verein mit rechten Blättern wie der National Review griffen Kristof frontal an. Am meisten tat sich der Washington Free Beacon hervor, der schrieb, Kristofs (2010 verstorbener) Vater habe im Zweiten Weltkrieg für die Nazis gekämpft. Tatsächlich wurde Ladislas Kristof in Czernowitz, Rumänien geboren, und Rumänien gehörte, wie alle Länder des alten Habsburger Imperiums zu den Achsenmächten und hat Ladislas eingezogen, um gegen die UdSSR zu kämpfen. Für den Zweiten Weltkrieg ist das nicht so ungewöhnlich, und vererbt sich auch nicht.

Interessanter ist, wem gehört der Washington Free Beacon? Der Hauptfinanzier ist der Hedgefondsmanager Paul Singer, ein „vulture capitalist“, der Firmen und manchmal auch ganze Länder ausschlachtet. Er war der Mann, der die erste schwarze Präsidentin von Harvard zu Fall gebracht hat und der an der Columbia durch schieren finanziellen Druck mit israelkritischen Studenten jeglichen Glaubens aufräumte.

Mitgründer ist Michael Goldfarb, der vom Murdoch-eigenen Weekly Standard und dem Project for the New American Century kommt. Das ist der Think Tank, der kurz vor 9-11 die USA mit der Hilfe eines „neuen Pearl Harbor“ zur Weltherrschaft propellern wollten. Von solchen Leuten angegriffen zu werden ist eine Ehre.

Aber was mich mehr bewegt, ist die Rolle der New York Times. Als ich aufwuchs, in Brooklyn, war die Times unsere Bibel, wie bei vielen jüdischen Familie. Sie ist selbst im Besitz einer jüdischen Familie. Einer eher antizionistischen und natürlich demokratischen Familie. Mein Vater, seit hundert Jahren Demokrat, findet das gut.

Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft in Sicht?

Meine Mutter denkt, in einer Zeit, wo es Anschläge auf Synagogen gibt, wo Populisten wie Tucker Carlson sich auf Israel einschießen, hätten wir schon genug Feinde, unser Hausblatt müsse sich da nicht einreihen. Was denken meine Eltern über den Bericht von Kristof? Ich weiß es nicht, ich traue mich nicht, sie zu fragen. Zum Glück feiern sie keine religiösen Feiertage, es steht also kein Besuch an.

Natürlich hat die Times auch Böcke geschossen, etwa über die Shoa nur „unter ferner liefen“ berichtet. Oder die Sache mit den irakischen Massenvernichtungswaffen … Nun aber, mit Donald Trump als Hauptfeind und Rupert Murdoch Arm in Arm mit Bibi Netanyahu, sehe viele von uns die Zeitung als wichtige Verbündete.

Die große, unausgesprochene Frage ist aber: Ist der Times-Artikel ein Menetekel, dass wir vor dem Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft stehen? Der Irankrieg, den wir zusammen mit Israel führen, ist nicht beliebt. Wir hauen einander Kritik um die Ohren, öffentlich, mit Namen, wie es sich für fünf, sechs Jahren noch niemand getraut hätte. Bei den Rechten sowieso, aber auch bei den Linken. Dass Netanyahu Trump mit in den Abgrund ziehen könnte, ist für viele ein Feature, kein Bug.

Ich bin selber kein Zionist. Aber ich weiß noch, wie ich Zionisten, wenn schon nicht sonderlich schätzte, doch immerhin verstand. Nun beobachte ich mit Entsetzen, dass die Zionisten, uns, die jüdischen Amerikaner gegen unseren Willen an Donald Trump gekettet haben, den halb Wahnsinnigen, wild tweetenden Semifaschisten mit dem wir nun ganz gewiss nicht zusammen untergehen wollen.

Danny Patrick Rose

Danny Patrick Rose schreibt unter anderem Namen für die US-Fernsehshows Real Time und die Daily Show. Er begann als Stand-up-Comedian in seiner Heimatstadt Salt Lake City, studierte Civic Disobedience am City College in New York und arbeitete dann als Coach für das Baseballteam Boston Red Sox, Pizzalieferant für Tupac Shakur und Faktenchecker beim Council of Foreign Relations. Danach eröffnete er eine Stripbar in New Orleans. Als ihn das FBI als Person of Interest suchte, tauchte er in New Mexico unter, wo er bewusstseinserweiternde Kekse mit Kakteen kreuzte. Nach einem Burnout reiste er nach Indien, die Mongolei und Liechtenstein und verbrachte ein Jahr in London als Liebhaber der Duchess of York. Zurück in den USA, konzipierte er Sitcoms unter dem Pseudonym Tucker Carlson. Heute lebt der Autor des Politfachblatts The Onion und Hobbyveganer im Brooklyner Stadtteil Crown Heights mit seiner dreibeinigen Katze Petunia und zwei Piranhas. Die Verschwörung ist sein erster Roman. Er beruht auf einer wahren Geschichte.
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40 Kommentare

  1. Alles nix neues, da gab es schon längerer Zeit Berichte über Folterknäste die von Israel betrieben werden.
    Und es wurden auch ihre eigenen Leute von ihren eigenen Leuten umgenietet .

    Sollten die Israelis bei der nächsten Wahl noch mal diese Spackos an die Regierung wählen ist der Laden endgültig und komplett bei mir durch.

    1. Später Erkenntnis – aber besser spät als nie. Übrigens scheint es mir egal zu sein, ob bei irgendwelchen Wahlen die gleichen oder dieselben an die Macht kommen.

      1. Diese Erkenntnis ist keine neue bei mir.

        Aber quasi jedes Volk hat Dreck am Stecken, entscheidend ist wie man damit umgeht und ob man Konsequenzen zieht.

    2. Ja klar, war alles bekannt. Nur ist es erhellend, dass das nun die NYT schreibt und darin liegt das Neue und könnte auch in Toitschland die Ewiggestrigen in Bedrängnis angesichts der systematischen Gräueltaten der Zionisten bringen.

      1. Ich habe kein Problem damit das sich Schland gegenüber Israel zurückhält.

        Für einige scheint das ja ein Problem zu sein, woran liegt das eigentlich?

        1. Es ist ja nicht so, dass D sich gegenüber Israel ‚zurückhält‘ – es unterstützt es weiterhin zu 100%.
          Geld, Waffen, mediale Rückendeckung; wenn die israelische Luftwaffe im Libanon in 10 Minuten fast 400 Zivilisten ermordet heißt in deutschen Medien nur: ‚die israelische Luftwaffe bombardierte Hisbollah-Ziele im Libanon‘.
          D macht sich mitschuldig…

      2. Die NYT hat sich nach dem Irak-Krieg für ihre lügenpropaganda über Saddams chemische Waffen entschuldigt. Immerhin. Die anderen Sudelblätter haben geschwiegen.

  2. Wenn nur die Hälfte stimmt — nein, wenn nur ein einziger Fakt nicht stimmt wird das ausreichen, ihn in Gänze zu diskreditieren.

    1. Das stimmt so nicht, weil die NYT hier etwas nachplappert, was längstens überall bekannt sein könnte und in Israel bekannt ist. Dort wurden Soldaten, die sich an sexuellen Übergriffen beteiligt hatten, nach ihrer Inhaftierung durch die Justiz von einem Mob befreit. Anschließend wurde in den Medien in Israel darüber diskutiert, ob derartige Verbrechen gegen Palästinenser strafwürdig seien.

      Hier vom August 2024 der Bericht von B´tselem über die israelischen Folterlager:
      https://www.btselem.org/publications/202408_welcome_to_hell

  3. Zum guten Glück nimmt das jemand in dem verrückten Deutschland auf, wo man wieder einmal auf der falschen Seite und wieder auf der Seite der Völkermörder steht.
    Und jetzt kommen sicher gleich die „Antideutschen“ um die Ecke und erklären, dass das alles falsch oder nur „Selbstverteidigung“ sei.

    1. Warten Sie ab, wie schnell auch hier in overton die üblichen Verdächtigen erklären werden, dass das alles seine Ordnung hat.

    2. @Heiner Flusser
      Deutschland steht immer auf der falschen Seite, jetzt haben sie sogar Angst Trump könnte sich mit den Chinesen gegen sie wenden.

      So ist das, wenn man es sich mit allen verdirbt, Russland, China, Iran, Nahost, dem globalen Süden, usw., nur weil man sich wieder für die Größten hält. Am Ende haben sich die Deppen von allen Handelswegen und Gütern abgeschnitten.
      So ist das mit der deutschen Großmansucht, mit einem Auspuff am Arsch düst man durch die Welt und verpestet jedes Miteinander.

      Ein solches System kann nur krank machen, da hilft auch keine Raucher- oder Zuckesteuer. 🙂

      1. Diese politische Richtung nicht zu kennen, läßt tief blicken. Die Selbstdefinition dieser politischen Sekte kann man ansatzweise in Wikipedia erfahren.
        Also nix mit Propagandeabegriff.

        1. Warum sollte man an jeder Mülltonne schnüffeln?
          Warum sollte man an jeder Mülltonne schnüffeln?
          Warum sollte man an jeder Mülltonne schnüffeln?

  4. Mehr als eine Million Europäer fordern Aussetzung des Abkommens zwischen der EU und Israel doch Deutschland liefert lieber Waffen an Israel u. a. U-Boote die mit Atomraketen bestückt werden können
    https://www.pressenza.com/fr/2026/05/gaza-plus-dun-million-deuropeens-reclament-la-suspension-de-laccord-union-europisrael/

    Mehr Infos
    EAD, Anmerkung des EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, 20. Juni 2025 — https://euobserver.com/eu-and-the-world/ar0246a0da
    IKJ, Verordnungen vom 26. Januar, 28. März und 24. Mai 2024 — https://www.icj-cij.org/fr/node/203447
    ICJ, Gutachten vom 22. Oktober 2025 — https://www.un.org/unispal/document/icj-advisory-opinion-22Oct2025/
    Abkommen EU-Israel (1995), Artikel 2 — https://policy.trade.ec.europa.eu/eu-trade-relationships-country-and-region/countrys-and-regions/israel_en

  5. Es ist am Freitag der Nakba Tag.
    Zu diesem Anlass finden in vielen Städten am Wochenende auch Demonstrationen statt.
    „Am 15. Mai 1948 begann die Nakba, die Vertreibung von fast 800.000 Palästinenser*innen aus ihrer Heimat. Seither haben sie nie aufgehört, um ihre Befreiung, um ein würdiges Leben in Palästina zu kämpfen.“
    Über fünftausend Amputationen gab es seit Oktober 2023 und jeder fünfte Betroffene ist ein Kind. Nach UNICEF-Angaben wurden seit Januar 2025 in der West-Bank siebzig Kinder getötet und achthundertfünfzig verletzt. Die meisten dieser Kinder wurden vom Militär getötet. Aufgrund der zahlreichen Angriffe von den Siedlern hat die Europäische Union einige sanktioniert. Die Anzahl der Menschen die in Gaza bei einem Hilfsdienst anrufen und Selbstmordgedanken äussern hat sich mit 96% verdoppelt. Es gibt viele Fälle von Mangelernährung und in einem von fünf Haushalten gibt es nur eine Mahlzeit am Tag.

    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

    1. Zum dem was u.a. in der West-Bank passiert (Donnerstag den 14.05.2026):
      Es hat der achte Fatah-Kongress stattgefunden. Hr.Abbas wurde wiedergewählt.
      „Lokalen Quellen zufolge wurde der 16-jährige Fahd Zidan Owais von israelischen Streitkräften erschossen, als er sich auf freiem Feld in der Umgebung des Dorfes aufhielt.“ Am Mittwoch wurden in Sinjil, nördlich von Ramallah ungefähr siebenhundert Schafe bei einem Angriff von den Siedlern gestohlen. Und es wurde Yusuf Kaabneh, 16, vom Militär erschossen.

      Am Freitag haben die Siedler in Jibiya, nordwestlich von Ramallah eine Moschee angezündet und mehrere Kraftfahrzeuge verbrannt und rassistische Rede an die Wände von mehreren Gebäuden gesprüht.

  6. Es sind schon mehr als siebzig Kinder oder Jugendliche getötet worden.
    Warum tun Sie meinen Kommentar zu dem Völkermord an den Palästinensern nicht posten?

  7. Und das alles ist in der „demokratischsten Armee der Welt“ (Zitat wird Bibi zugeschrieben) passiert? Das ist ja…

    /Sarkasmus

    Wenn man sich zusätzlich überlegt, daß in Israel die Wehrpflicht für Männer und Frauen besteht, also alle Bürger im entsprechenden Alter einen Armeedienst durchlaufen haben, der so etwas nicht bestraft/durchgehen lässt/zulässt/fördert (Auswahl je nach persönlicher Situation des Täters), kann man einen Eindruck bekommen, in welchem Ausmaß die israelische Gesellschaft verroht sein dürfte.
    Davon kann man wohl nur die wenigen Israeli ausnehmen, die vor dem Wehrdienst rechtzeitig ins Ausland geflüchtet sind. Ob die deswegen aber den Pass verlieren, entzieht sich meiner Kenntnis.

  8. Verbesserte Version
    Wenn „Populisten wie Tucker Carlson sich auf Israel einschießen,“, und dieser Trump sogar als „slave to Israel“ bezeichnen darf, und Danny Patrick Rose fragt „Ist der Times-Artikel ein Menetekel, dass wir vor dem Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft stehen?“, dann sind das Zeichen, dass Trump sich von Israel offen absetzen will und kann. Der Autor behauptet sogar, die Juden müssten Trump unterstützen, mit der Behauptung, dass die Zionisten „die jüdischen Amerikaner gegen unseren Willen an Donald Trump gekettet haben, den halb Wahnsinnigen“. Tatsächlich kann man Trump als hypomanisch bezeichnen, eine Störung, über die im ICD10 F30.0 steht: „Reizbarkeit, Selbstüberschätzung und flegelhaftes Verhalten können an die Stelle der häufigen euphorischen Geselligkeit treten.“ Es muss sich noch zeigen, ob Trump trotzdem ein großer Staatsmann ist. Jedenfalls ist er kein Freund Israels, und wenn die Juden ihn unterstützen, wird er das auch offen zeigen. Bisher hat er einen Plan für eine Zweistaatenlösung vorgelegt und die Annexion des Gazastreifens durch Israel verhindert. Ferner dient ihm Israel als Sündenbock für den Irankrieg, wobei natürlich absolut unglaubwürdig ist, dass er sich in den Krieg habe ziehen lassen. Die Araber haben Trump vor dem Krieg gewarnt, weil sie dann von Iran angegriffen würden. Aber der Verlierer des Kriegs ist Israel, das durch die Bombardements durch den Iran sehr geschädigt wurde. Ich glaube, dass das das Trumps Hauptziel war, weil Netanjahu Trumps Arabienpolitik im Wege stand. Außerdem hat USA noch andere Vorteile aus dem Krieg gezogen, die aber nicht so wichtig sind.

  9. Endlich!
    Aber dann auch ein: Weshalb schreibt die Times erst jetzt?
    Hoffentlich bleibt es noch bei Gerichtsverfahren, denn Israel kann nicht nur foltern und Journalisten die davon berichten was in Israel passiert, stehen schon lange unter Todesstrafe.

  10. Ich glaube, dass das das Trumps Hauptziel war, denn Israel musste zurechtgestutzt werden

    Eine Einschätzung, die ich absolut nicht teile, mit dem Beginn des Irankrieges sollte man bemerkt haben, dass der Typ kein 3D-Schach spielt, sondern dem Mossad (der seite Jahrzehnten versucht, die Amis in einen Krieg gegen den Iran zu ziehen) billigst auf den Leim gegangen ist. Man kann es drehen und wenden, wie man will, die Sache war eine (teure und unmoralische) Dummheit und wenn die Gerüchte stimmen, schaffen die Amis gerade Unmengen an Material in die Region, das ist also noch nicht ausgestanden, noch ist genug da, was man kaputtbomben kann.

    Die Sache wird den Niedergang des Imperiums erheblich beschleunigen, alles andere würde mich wundern. Trump wird damit seiner Aufgabe durchaus gerecht: er agiert als Abrissbirne… nun eben auch für das eigene Lager.

    1. TOO BIG TO FAIL
      Vielleicht gehen die USA Pleite. Also wird man im Falle eines Konkurses einen Deal machen, einen Schuldenschnitt nämlich. Die Schuldner werden sich überlegen, ob sie gar nichts bekommen, oder nur einen Teil.
      Und solange man mit dem Dollar etwas kaufen kann, ist er nicht wertlos. Und mit dem Dollar kann man viel einkaufen. Der Export der USA hat ein Jahresvolumen von ca. 2,3–2,4 Billionen USD Dienstleistungsexporte z. B. Software, Finanzdienste, Lizenzen sind nicht eingerechnet.
      Der Irankrieg hat bisher 25 Milliarden gekostet. Ich weiß nicht, was das bedeutet. Das Zeug war da, und wurde jetzt verpulvert, wozu es produziert worden war. Aber ich weiß, was es bedeutet, wenn die EU gerade 90 Milliarden in die Ukraine verschoben hat.

  11. Die große, unausgesprochene Frage ist aber: Ist der Times-Artikel ein Menetekel, dass wir vor dem Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft stehen?

    Möglich, daß Danny Patrick Rose so naiv ist, wie er sich hier gibt. Naja, „eigentlich“ weiß ich von einem seiner öffentlichen Auftritte, er ist es nicht, aber das darf hier möglicherweise nicht gesagt werden?
    Es gibt keine „israelisch-amerikanische Freundschaft“. Eigentlich eine Binse.

    Aber ich wiederhole mich in diesem Fall gern:
    Ronald Reagan hat kurz nach dem „Beirut Barracks Bombing“ öffentlich verkündet, der israelische Dauerkrieg müsse endlich ein Ende haben, das Besatzungsregime in Libanon und auf der Westbank aufgelassen werden und ein „Friede“ her.
    Der damalige Ministerpräsident Yitzhak Shamir hat sie mit den Worten quittiert, das sei „der schwärzeste Tag meines Lebens.“
    Reagan hat ja nicht nur geschwätzt. Er zwang Israel zum substanziellen Rückzug von libanesischem Boden, wenn auch die letzten Reste der Besatzung erst 2000 aufgegeben worden ist, und vor allem wertete er die PLO von einer „Terrororganisation“ zur palästinensischen Interessenvertretung auf, wenn auch zunächst nur, indem er die vorübergehende Evakuierung ihrer Hauptkräfte nach Nordafrika mitinszenierte und die darin einbegriffene außenpolitische Aufwertung der Libyschen Revolution duldete.
    Mit dem nuklear bewaffneten Shamir war kein „Friedensprozess“ zu machen, deshalb dauerte es zehn Jahre bis „Oslo“.

    Es bedürfte dieser Episode nicht einmal, schon Nixon war ein intimer Gesinnungsfeind der zionistischen Militäraristokratie, wahrscheinlich aus der Episode des Suez-Krieges heraus. Kissinger hat in den 90-ern kichernd bekannt, daß er Nixon erst anläßlich des Jom Kippur – Krieges reinen Wein über den Stand und die Einsatzreife der nuklearen Bewaffnung Israels eingeschenkt hat. Nicht bekannt hat Kissinger, daß er diesen Krieg mit Anwar al Sadat zur Konsolidierung Israels eingefädelt hatte, aber das ist der akademischen historischen Forschung zu entnehmen. Der Gewinn Sadats: Der verlorene Krieg erlaubte ihm die Gefolgschaft Nassers aus dem Offizierskorps zu entfernen und das Projekt der „Vereinigten Arabischen Republik“ mit Syrien, die zwar 1961 aufgelöst worden ist, aber in Ägypten noch viele Proponenten und Befürworter hatte, endgültig aus der politischen Szenerie zu nehmen.

    Ich könnte das noch unendlich fortsetzen.
    Aber thematisch enger gestrickt: Auf eine zweckmäßige Anfrage antwortete Chat GPT:

    The well-known essay criticizing the U.S. entanglements in the Middle East and the dynamics of the American-Israeli alliance—specifically titled „Tar Baby Strikes Again“—was written by the prominent American political columnist William Safire.
    Published in The New York Times, the essay utilizes the „tar baby“ folklore metaphor to critique how U.S. foreign policy becomes deeply trapped, stuck, and compromised when negotiating weapon sales, regional alliances, and strategic appeasement involving Israel and Iran.
    Note: In broader geopolitical commentary, the term „tar baby“ has routinely been used as a conceptual framework by foreign policy analysts at institutions like the Cato Institute and the Middle East Research and Information Project (MERIP) to critique the sticky, inescapable nature of U.S. foreign aid and military alliances in the region.
    Opinion | ESSAY; Tar Baby Strikes Again – The New York Times
    13.11.1986
    KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

    Der Essay dürfte noch verfügbar sein.
    Weiterhin hat die NYT mehrfach Artikel über die Greuel des israelischen Kriegs- und Besatzungsregimes veröffentlicht, die überwiegend, aber durchaus nicht ausschließlich, auf den Arbeiten „Linker Zionisten“ und abtrünniger IDF-Angehörigen beruht haben, die in Haaretz und jüdischen Exilzeitschriften erschienen waren.

    Es gibt einen aktuellen Anlaß für diesen Kommentar. Denn der Donald wird in diesem Krieg immer öfter zur senilen Plaudertasche:

    Donald Trump hat die Suche nach den Vorräten an hoch angereichertem Uran im Iran als Frage der politischen Außenwirkung dargestellt. „Ich denke, es geht eher um Außenwirkung als um alles andere“, sagte Trump in einem … Interview [für] Fox News …“Ich würde mich einfach besser fühlen, wenn ich es bekäme“, sagte Trump zu den Beständen, die sich derzeit noch im Iran befinden sollen. „Die Alternative wäre, es wieder zu bombardieren“, fügte der Präsident an. Er würde sich aber „einfach besser fühlen, wenn wir es bekommen, und wir werden es bekommen“. (T-Online)

    Ein klareres Bekenntnis dazu, daß Israel diesen Waffengang nuklear erpresst hat und seine Fortsetzung weiterhin erpresst, wird es außerhalb der akademischen und geheimdienstnahen Think-Tank-Schriften vorerst schwerlich geben.

    1. Verschwiegen wird, daß israelische Wissenschaftler in den 70igern das iran. Atomprogramm aufgebaut hat, s. The Times of Israel, „Did Israel, under the shah, help start Iran’s nuclear programe“. Siemens hat die Komponenten geliefert.

  12. Alle diese Anschuldigungen sind schon bekannt. Danny Patrick Rose erweckt den irreführenden Eindruck „aber es gibt Organisationen, die Kristofs Bericht bestätigen“ als wären es diese Organisatoren, die den NYT-Artikel bestätigen, dabei darf jetzt ein hoch angesehener Autor das veröffentlichen, was die von ihm als Beleg angeführten Organisation schon teilweise Monate vorher veröffentlich haben. Interessant finde ich, dass darüber keine Diskussionen in seiner Familie und in seinem Bekanntenkreis stattgefunden zu haben scheinen. Ich finde Caitlin Johnstone zutreffend: „Israel apologists aren’t shrieking about the New York Times report because they believe Israel was lied about, they’re shrieking because they’d assumed it’s the Times’ job to administer propaganda for Israel. It’s not about “blood libel”, it’s about narrative control.“
    https://caitlinjohnstone.com.au/2026/05/15/its-not-about-blood-libel-its-about-narrative-control/

  13. Die NYT …“selbst im Besitz einer jüdischen Familie. Einer eher antizionistischen und natürlich demokratischen Familie“ … berichtete erstmals so richtig brühwarm darüber, wie das ‚seinerzeit‘ nach den vierundzwanzig Stunden von TenSeven über mehr als drei Jahre hinweg mit der Inanspruchnahme des Rechts auf ‚Self defense‘ so zugehen hatte, so umgesetzt werden durfte. Ein veritables? Recht, dass doch tatsächlich von eigentlich unbeteiligten Dritten – unisono und quasi als ein ‚ewiges‘ – eingeräumt, zugestanden bzw. mitwisserisch gespendet wurde. Ein laut einem – wie es doch unstrittig heißt – offensichtlich total redundanten „Internationalen Strafgerichtshof’ als mißbrauchtes Recht gar gemutmaßt und schon fast mit Haftbefehlen belegt wurde. Jedenfalls hat die Welt, vorallem nicht die mit der ‚rule based order‘, nüscht mehr von vernommen. Wo doch ein anderer Schurke bei einem vorhergehenden Haftbefehl des gleichen Rechtsorgans immer noch wegen seiner von wohlwollenden Wissenden unterstellten ‚Kinderlandverschickung‘ immer noch – bei Bedarf – im Fadenkreuz der Empörung lokalisiert werden darf.

    So wie die Völker Transatlantikas, vorneweg mit Staatsräsonggg der Hannemann, der deutsche Michel – den immer ach so Stolz auf „Ihr allseits gültiges“ Völkerrecht wie auch den passenden ubsurpierten Menschenrechten so gut wie gar nie nicht etwas vernommen haben durften. Von was? Von dem just ablaufenden Völkermord im Freizeitpark zu Gaza – Genozid darf es ja nicht heißen. Zum Einen, weil da ja ein anderes schreckliches Ereignis einen Alleinvertretungsanspruch erhebt, zum Anderen, weil da ja gar kein Volk zum Meucheln zur Verfügung bereitbstand. Nicht Freizeitpark für Menschen – auch nicht die neue Spezies, die tierische. Freigehege oder – noch besser – Tiergarten, so wie bei Gelegenheit der Herr Galant, Joaw ja verlautbart hatte „Wir kämpfen gegen Tiere!“ Immerhin war er zu der Zeit rein zufällig Verteidigungsminister und somit Oberster Fähnleinführer der „Helden von der moralischsten Armee ever“. Übrigens, oben erwähnter IStGH war diesbezüglich nicht ganz unrührig. Das Wahrheitsministerium von Wiki Bericht selbst eben noch Folgendes:

    „Am 21. November 2024 gab der Internationale Strafgerichtshof dem Haftbefehlantrag gegen Gallant wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kriegsführung im Gazastreifen statt Gallant wurde im Haftbefehlantrag die Herbeiführung von Ausrottung, die Kriegsmethode des Aushungerns, einschließlich der Verweigerung humanitärer Hilfslieferungen, sowie die gezielte Bekämpfung von Zivilisten vorgeworfen.“

    Bekämpfung von Zivilisten? Ja, gewiß doch, und nicht nur hinter dem Zaun vom Gehege, selbst die vor dem Zaun waren sich ihres Lebens nicht sicher in jener fürchterlichen Nacht. Und dann gibt es an gleicher Stelle noch das, allerdings gut unterfüttert mit Belegstellen, für die, die darob bestimmt vehement den Kopf schütteln:

    „In seinem ersten Interview nach seiner Entlassung als Verteidigungsminister, bestätigte Gallant am 6. Februar 2025 gegenüber dem Fernsehsender N12 und der Zeitung Yedioth Ahronoth die umstrittene Hannibal-Direktive während des von der Hamas angeführten Angriffs am 7. Oktober 2023 erteilt zu haben … Diese Militärdirektive erlaubt den Einsatz von Gewalt – selbst auf die Gefahr hin, eigene zivile Geiseln und eigene Soldaten zusammen mit ihren Entführern zu töten –, um zu verhindern, dass sie Gefangene in den Hände des Feindes werden.“

    Was ja vorgekommen sein muß, denn schließlich bedauert er ja, dass die Direktive leider nicht konsequent zum Einsatz gelang.

    Und jetzt also fast 10000 Tage danach gibt es auf der New York Times – der Zeitung mit der höchsten Abo-Zahl (fast 10 Millionen) in den USA alias AIPAC-country, mit der größten Online-Reichweite unter den Nachrichtenseiten – geradezu ‚das‘ Leitmedium,wie es heißt – etwas was
    wahrscheinlich nicht nur den Autoren des Overton-Artikels umgehauen haben dürfte:

    „Auf einer halben Seite beschreibt Nicholas Kristof, einer der bekanntesten Kolumnisten der Zeitung, die Grausamkeiten, die israelische Soldaten an ihren Gefangenen begehen, Folter, aber vor allen Vergewaltigungen.Vergewaltigungen durch Hunde. Mit Gummistöcken. Metallstöcken. Durch Gefängniswachen. Durch Soldaten. Agenten des Bet-Shin und, natürlich, Siedler. Die Opfer sind palästinensische Männer, Frauen und Kinder. Ein Gefangener beschreibt, wie eine Soldatin seinen Penis gequetscht hat. Anderen wurden mit Metalldetektoren geschlagen, die Hoden wurden ihnen amputiert oder die Zähne ausgeschlagen.“

    Kann das wirklich sein, stellte sich da bestimmt auch der ein oder andere umfassend von ÖRR und Leitmedien bis zur Rentner-Bravo bestens Eingependelte bestürzt die nicht ganz unberechtigte Frage. Ja, es kann nicht nur so sein, es ist es immer noch. Krebs, cancer – man nennt es systemische Krankheit, zwischenzeitlich Metastasen im größeren Umfeld, Westbank, Libanon und darüber hinaus. Aber das alles darf ja nicht wahr sein, sagen jedenfalls die üblichen Verdächtigen. Und eben. dieser Kristof, den ‚man‘ jetzt als ungeeignet ansieht, solch einen ‚Schmutzartikl‘ zu verbreiten, war der nicht jahre- wenn nicht jahrzehntelang – zusammen mit diversen Kollegen und Chefredakteur:Innen – fleischgewordene Eretz-Israel-Vertreter (zurückhaltend formuliert)?

    Mag ja sein, dass sich dieser Kristof erst jüngst seines Vaters Ladislas zu erinnern vermochte, was er denn alles so zu gestehen hatte vor seinem letzten Schnapper. Was so in den Tagen vor und nach dem 22, Juni 1941 an der rumänisch/russischen Grenze so abging, nun, so besonders appetitlich war es nicht. Unser halber Landsmann Kurt Schuckert alias Curzio Malaparte berichtete darüber – Kriegsberichtserstatter von Mussolinis Gnaden, der er nunmal war. Und zwar so empathievoll und detailliert, dass sich ein Joseph Goebbels nicht nur echauffierte sondern sich darum bemühen zu müssen glaubtte, dass Amigo Benito Adolfs Weisungen entsprach und unseren Halbsachsen von der Südfront Abzug und erstmal bis auf Weiteres in die Verbannung auf eine Vulkaninsel schickte.

    Dass die üblichen Verdächtigen – im Artikel reichlich angeführt – jetzt selbst diesen ‚armen‘ Nicholas Kristof auf einmal in den Dreck ziehen zu müssen.glsauben, wo doch selbst ein anderes Sprachrohr wie die NZZ offensichtlich Zweifel anmeldet. Wie heißt es heute: „Der Pulitzerpreisträger Nicholas Kristof relativiert in der «New York Times» die Verbrechen der Hamas. Von einer Fehlleistung will das Weltblatt nichts wissen.“ Was sagt eigentlich dazu unser Hamas-Chefankläger? Jetzt, wo er die Chance hätte das Five-Letter-word – mit H am Anfang und S am Ende – endlich mal wieder zu bringen?

    Ob Hunde überhaupt zu einer Vergewaltigung fähig, in der Lage sind, überrascht diese Frage überhaupt jemand. Frei nach Amazon: diejenigen, die diese Frage stell(t)en haben bestimmt auch die Hasbara-story prodzuziert, der sogar ein Joe Biden aufsass, der Mär von dem Bullerofen voller Frischgeborener mit abgeschlagenen Köpfen. Man ist ja einiges gewohnt, schon seit NineEleven. Was da nicht alles von jetzt auf nachher plötzlich möglich gewesen sein soll, ein halbwegs Vernunft- und Verstandbegabter … Schrödingers Katze und so … aber das lassen wir mal lieber.

    Und dann das noch: „Ist der Times-Artikel ein Menetekel, dass wir vor dem Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft stehen?“ Falsche Frage oder zu weit gesprungen? Auch eine NYT hat schließlich längst neben der eigenen auch eine künstliche Intelligenz im Einsatz. Vermute mal, wenn die AI/KI wirklich intelligent sein will, sollte sie tunlichst und endlich dafür sorgen – wenn sie wirklich die amerikanisch-israelische Freundschaft nicht in den Keller dividieren und überhaupt das ‚home of the braves‘ wie auch den Planeten in den Orkus des Vergessen stoßen will – und diese ganze Sippschaft um Mileikowsky jun. genannt Bibbi irgendwie zu entsorgen versuchen, Denn wenn nicht … Mutmaße mal, das könnte auch der Nicholas Kristof allmählich begriffen haben.

    Hoffen wir das Beste, lieber Leser!

  14. War ja klar, dass das kommt. Letzte Woche kam ein Bericht über die systematidsche sexuelle Gewalt am 7. Oktober heraus.
    https://www.tagesspiegel.de/internationales/neuer-bericht-zum-7-oktober-israelische-kommission-wirft-hamas-sexuelle-gewalt-als-terrormittel-vor-15587406.html

    Alles belegt mit medizinischen und forensischen Gutachten. Selbstverständlich muss die NYT da kontern. Nicht belegt, der einzige Zeuge von Al Jazeera. Als ob der Reda nicht bekannt wäre, wie es in einer Diktatur zugeht. Wenn Du im Gazastreifen lebst, dann sagst und schreibst Du, was Dir die Hamas diktiert.

    Nächster Tiefschlag: Karim Khan (ICC) wird keine Anklage wegen Genozid erheben.

    https://www.facebook.com/reel/1508375890730481

    Tiiiiiiiefe Enttäuschung allenthalben

    1. Nun ja, schaun’mermal!

      Was hat denn das Wahrheitsministerium im Beitrag zu Karim+Khan so zu vermelden, ohne was hinzuzufügen oder wegzulassen …

      Druckausübung und Bedrohung
      Am 24. April 2024 drohten 12 US-amerikanische Senatoren der Republikanischen Partei Khan und anderen UN-Juristen sowie ihren Familien mit persönlichen Konsequenzen, sollte der IStGH einen internationalen Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu oder andere Mitglieder der israelischen Regierung beantragen, und verwiesen dabei auf den American Service-Members’ Protection Act, der ausdrücklich „alle Mittel“ einschließt.[14][15] Der Brief wurde von Senatsminderheitenführer Mitch McConnell aus Kentucky sowie den Senatoren Tom Cotton aus Arkansas, Marsha Blackburn aus Tennessee, Katie Britt aus Alabama, Ted Budd aus North Carolina, Kevin Cramer aus North Dakota, Ted Cruz aus Texas, Bill Hagerty aus Tennessee, Pete Ricketts aus Nebraska, Marco Rubio und Rick Scott aus Florida und Tim Scott aus South Carolina unterzeichnet. Die Unterzeichner erklärten, sie würden jeden Haftbefehl als „nicht nur eine Bedrohung für Israels Souveränität, sondern auch für die Souveränität der Vereinigten Staaten“ betrachten. Sie drohten: „Nehmt Israel ins Visier, und wir werden euch ins Visier nehmen“, und dass jede weitere Maßnahme „jegliche amerikanische Unterstützung für den IStGH beenden“ und „[Khan] und [seine] Familien aus den Vereinigten Staaten ausschließen“ werde. Der Brief endete mit: „Sie sind gewarnt worden.“[14]

      Im Jahr 2024 deckte die britische Zeitung The Guardian in Zusammenarbeit mit den israelischen Zeitschriften +972 und Local Call auf, dass die israelischen Geheimdienste Mossad, Schin Bet und Aman auf Weisung der von Netanjahu geführten israelischen Regierungen über neun Jahre hinweg „dazu eingesetzt wurden, hochrangige Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs zu überwachen, zu hacken, unter Druck zu setzen, zu verleumden und angeblich zu bedrohen, um Ermittlungen des Gerichts zu behindern“. Die israelischen Geheimdienste hatten Telefongespräche und andere Arten der Kommunikation mehrerer IStGH-Beamter gezielt abgefangen, darunter auch die von Khan.[16]“

      Na dann, wer würde da widerstehen können, wer kann da schon ‚ja‘ sagen , den Daumen nach oben recken!

      1. Ach wo. Die ganze Chose hat sich gedreht. Das ist offensichtlich, dass Israel nichts anderes tut, als die Terrororganisation Hamas auszulöschen. Wo sind jetzt Vorstöße von Südafrika und Nicaragua? Völlig verschwunden, da chancenlos. Ihr habt verloren.

    2. Die israelische Propagandaabteilung und der Tagesspiegel legt vor und „Selbstverständlich muss die NYT da kontern“.

      Die NYT als Gegenspieler vom „Tagesspiegel“. Ich lach mich tot.

      Tatsächlich ist es so, dass der israelische Bericht eine Reaktion auf die uralten, längst zirkulierenden Berichte verschiedener Organisationen über die israelischen Folterpraktiken sind.

  15. „das wußten wir nicht!“, „das konnte doch niemand wissen“, „“die hamas hat angefangen,“ usw. glaubt ihr denn im ernst, dass der artikel, inkl. der darin veröffentlichten un-taten deutschen politiker.innen NICHT am arxch vorbeigeht? dass kinder im gaza von hinten mittels drohnen erschossen wurden, hat doch auch keine s.au interessiert. wir stehen zu israel und wer was anderes sagt, ist ein antisemitischer terrorist.

  16. Leider muss man davon ausgehen, dass das in der NYT Geschilderte weitestgehend zutrifft. Was da geschildert wird ist praktizierter Faschismus, woran sich auch nichts ändert durch den Umstand, dass in Israel immer noch regelmässig formal akzeptable Wahlen stattfinden. Dass der Faschismus sich bei seinem Comeback nicht so bezeichnen und auch andere Formen finden würde, war vorauszusehen. Nun ist er da, ausgerechnet im Land seiner früheren Opfer. Und der Westen kriminalisiert eher die heutigen Opfer, als die Täter. Nie wieder gilt offenbar ausschliesslich für die historische Rollenverteilung, für keine andere. Gerade die deutsche Regierung verhält sich extrem still, ja, von gewissen ihrer Minister hat man den Eindruck, sie hätten keine Skrupel, in die aktuelle israelische Regierung einzutreten, wären sie Israelis. Und gleichzeitig wird zum Krieg gehetzt, soll man kriegstüchtig werden…

  17. Interessant, was in Amerika möglich ist. Aber für die Deutschen wäre eigentlich wichtiger zu fragen, wann so etwas von der Tagesschau oder von einem großen MSM kommt. Wir befinden uns doch hier im „Tal der Ahnungslosen“, was die Verbrechen der israelischen Soldaten betrifft.

    Während die Schergen Assads hier aufgespürt und vor Gericht gestellt werden, gibt es keinerlei Untersuchungen zu dem Verhalten deutscher Freiwilliger, die nach Gaza gegangen sind. Auch seitens der Medien gibt es keine kritischen Berichte, höchstens eine niedliche Homestory, wenn die Helden in Deutschland Urlaub machen.

  18. Wenn’s denn unbedingt sein muß. Mein erster Contra-Kommentar (A.-C „Nächster Tiefschlag: Karim Khan (ICC) wird keine Anklage wegen Genozid erheben.“) verglüht ja gerade noch im Overton-Audit. Besser noch, ich hätte noch was anzufügen.
    Hatte ja einen veritablen fast ganz-seitiges Summary zum Thema aus dem deutschen Wahrheitsministerium eingestellt, penibelst wörtlich zitiert und gepastet. Deutsch-Wikipedia? Den Beitrag gibt es übrigens auf Deutsch-Wiki nicht, nur den englisch-angelsächsischen.
    Hole ich mir eben einfach den deutschen. von den Lauf-Enten, duckduckgo hat eben doch gelegentlich Vorteile. Hier der komplette Absatz zu Karim Khan. https://de.wikipedia.org/wiki/Karim_Ahmad_Khan 15.5.2026 18Uhr 40

    „Druckausübung und Bedrohung
    Am 24. April 2024 drohten 12 US-amerikanische Senatoren der Republikanischen Partei Khan und anderen UN-Juristen sowie ihren Familien mit persönlichen Konsequenzen, sollte der IStGH einen internationalen Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu oder andere Mitglieder der israelischen Regierung beantragen, und verwiesen dabei auf den American Service-Members’ Protection Act, der ausdrücklich „alle Mittel“ einschließt.[14][15] Der Brief wurde von Senatsminderheitenführer Mitch McConnell aus Kentucky sowie den Senatoren Tom Cotton aus Arkansas, Marsha Blackburn aus Tennessee, Katie Britt aus Alabama, Ted Budd aus North Carolina, Kevin Cramer aus North Dakota, Ted Cruz aus Texas, Bill Hagerty aus Tennessee, Pete Ricketts aus Nebraska, Marco Rubio und Rick Scott aus Florida und Tim Scott aus South Carolina unterzeichnet. Die Unterzeichner erklärten, sie würden jeden Haftbefehl als „nicht nur eine Bedrohung für Israels Souveränität, sondern auch für die Souveränität der Vereinigten Staaten“ betrachten. Sie drohten: „Nehmt Israel ins Visier, und wir werden euch ins Visier nehmen“, und dass jede weitere Maßnahme „jegliche amerikanische Unterstützung für den IStGH beenden“ und „[Khan] und [seine] Familien aus den Vereinigten Staaten ausschließen“ werde. Der Brief endete mit: „Sie sind gewarnt worden.“[14]

    Im Jahr 2024 deckte die britische Zeitung The Guardian in Zusammenarbeit mit den israelischen Zeitschriften +972 und Local Call auf, dass die israelischen Geheimdienste Mossad, Schin Bet und Aman auf Weisung der von Netanjahu geführten israelischen Regierungen über neun Jahre hinweg „dazu eingesetzt wurden, hochrangige Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs zu überwachen, zu hacken, unter Druck zu setzen, zu verleumden und angeblich zu bedrohen, um Ermittlungen des Gerichts zu behindern“. Die israelischen Geheimdienste hatten Telefongespräche und andere Arten der Kommunikation mehrerer IStGH-Beamter gezielt abgefangen, darunter auch die von Khan.[16]

    Am 13. Februar 2025 verhängte das US-Finanzministerium von Scott Bessent der Trump-Regierung, während des Staatsbesuchs von Israels Ministerpräsident Netanjahu im Weißen Haus, Sanktionen gegen Khan wegen seiner Entscheidung, gegen Netanjahu und Gallant zu ermitteln.[17][18] Zu den Sanktionen gehörte die Sperrung des Microsoft-E-Mail-Konto von Khan.[19]

    Am 1. Mai 2025 warnte der britisch-israelische Anwalt Nicholas Kaufman bei einem privaten Treffen in einem Hotel in Den Haag Khan und seine Frau Shyamala Alagendra, dass Khan und der IStGH „zerstört“ würden, wenn die Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Netanyahu und den Verteidigungsminister Joaw Galant nicht zurückgezogen würden. Kaufman teilte Khan mit, er habe mit Netanyahus Berater Roy Schondorf gesprochen und sei „autorisiert“, einen Vorschlag zu unterbreiten, der es ihm ermöglichen würde, die Haftbefehle zurückzunehmen. Nicholas Kaufman warnte, wenn sich herausstellen sollte, dass Khan weitere Haftbefehle, etwa gegen die rechtsextremen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich wegen ihrer Unterstützung illegaler jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland beantragen würde, dann seien „alle Optionen vom Tisch“.[20]

    Tiiiiiiiefe Enttäuschung allenthalben? Mehr noch, Entsetzen! Wo es doch direkt anschließend noch das hier gibt:

    „Untersuchung wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe
    Anfang November 2024 wurden Ermittlungen des Leitungsgremiums des IStGHs gegen Khan bekannt. Ihm wurde sexuelles Fehlverhalten gegenüber einer Mitarbeiterin seines Büros vorgeworfen. Khan wies die Vorwürfe zurück und erklärte seine Unterstützung bei der Klärung der Vorwürfe.[21]

    Khan trat am 16. Mai 2025 im Zusammenhang mit der Untersuchung zu sexuellen Übergriffen vorübergehend zurück, wies aber die Anschuldigungen als haltlos zurück und begrüßte die Untersuchung.[17] Bis vor seinem Rücktritt plante Khan Haftbefehle gegen zwei rechtsextreme israelische Kabinettsmitglieder, gegen den Finanzminister Bezalel Smotrich und gegen den Nationalen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir. Diese Verfahren konzentrierten sich auf ihre Rolle beim Ausbau illegaler jüdischer Siedlungen im Westjordanland, Palästina.[22]“

    Wer erinnert sich da nicht – völlig angewidert, versteht sich – an die Geschichte bzw. Legende von einem Strauss-Kahn (notfalls googeln), wie er ein Zimmermädchen im Hotel zu New York gep…. äh… belästigt haben soll. Fällt den Herrschaften aus dem ‚besten Rechtsstaat der Welt‘ ever (O-ton N.Röttgen in einer Stuhlrunde vor Jahren) nicht mal was Neues ein? Bin nicht nachtragend, aber vergessen kann ich auch nicht.

  19. Mir ist es ERSTMAL wurscht, was letztendlich die Gründe sein mögen, das dieser NYT-Artikel erscheinen konnte.
    Gut ist, dass die systematischen Gräueltaten des israelischen Regimes überhaupt mal in einem führenden US-Medium veröffentlicht wurden, und hoffentlich ein schockiertes und nachhakendes Klientel hinterlassen wird.
    Auch Dannys Artikel da oben geht da völlig in Ordnung.
    Danke.

  20. Torwächter
    heute 13:26 Uhr
    Wenn „Populisten wie Tucker Carlson sich auf Israel einschießen,“, und dieser Trump sogar als „slave to Israel“ bezeichnen darf, und Danny Patrick Rose fragt „Ist der Times-Artikel ein Menetekel, dass wir vor dem Ende der israelisch-amerikanischen Freundschaft stehen?“, dann sind das Zeichen, dass Trump sich von Israel offen absetzen will und kann. Der Autor behauptet sogar, die Juden müssten Trump unterstützen, mit der Behauptung, dass die Zionisten „die jüdischen Amerikaner gegen unseren Willen an Donald Trump gekettet haben, den halb Wahnsinnigen“.

    Tatsächlich kann man Trump als hypomanisch bezeichnen, eine Störung, über die im ICD10 F30.0 steht: „Reizbarkeit, Selbstüberschätzung und flegelhaftes Verhalten können an die Stelle der häufigen euphorischen Geselligkeit treten.“

    Es muss sich noch zeigen, ob Trump trotzdem ein großer Staatsmann ist. Jedenfalls ist er kein Freund Israels, und wenn die Juden ihn unterstützen, wird er das auch offen zeigen. Bisher hat er einen Plan für eine Zweistaatenlösung vorgelegt und die Annexion des Gazastreifens durch Israel verhindert. Ferner dient ihm Israel als Sündenbock für den Irankrieg, wobei natürlich absolut unglaubwürdig ist, dass er sich in den Krieg habe ziehen lassen. Die Araber haben Trump vor dem Krieg gewarnt, weil sie dann von Iran angegriffen würden. Aber der Verlierer des Kriegs ist Israel, das durch die Bombardements durch den Iran sehr geschädigt wurde. Ich glaube, dass das das Trumps Hauptziel war, denn Israel musste zurechtgestutzt werden, weil Netanjahu Trumps Arabienpolitik im Wege stand. Außerdem hat USA noch andere Vorteile aus dem Krieg gezogen, die aber nicht so wichtig sind.

  21. Ich hatte während einer Zugfahrt das „Vergnügen“, mit einem (jüdischen) Israeli ins Gespräch zu kommen, der sich für
    „progressiv“ hielt. Nun ja, er war offensichtlich schwul und hat sich sicherlich nicht mit den FaschistInnen vertragen, bei sich zuhause. Sein Argument: Entweder wir töten sie oder sie töten uns.
    Was ich ihm nicht sagte:
    So „progressiv“ er subjektiv auch immer sein mochte, seine Ideologie rechtfertigt den Massenmord.
    Ich bin überzeugt, dass auch Islamisten genau dasselbe über „die“ Israelis sagen würden.
    Beide gemeinsam haben das Potential, die Spirale der Grausamkeit auch in Zukunft auf immer neue Höhen zu treiben.
    (Aber Israel ist immer noch die weitaus stärkere Seite dabei.)
    Was kommt als nächstes? Und was käme am Ende? Gaskammern? Eine „saubere“ Atombombe?
    Ich konnte das Gespräch nicht fortsetzen und habe mir einen anderen Platz gesucht.

  22. Die Frage ist müßig. Es gibt keine US-Israel Freundschaft. Es ist eine Freundschaft zwischen bestimmten Kreisen in den USA und Israel. Und diese hat eine lange Historie und ist völlig immun gegen gegen Kritik oder abweichende Haltungen in Presse oder Öffentlichkeit. Alle weiteren Erläuterungen dazu sind schwierig weil sie schnell als Verschwörungstheorie diskreditiert werden.

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