Deutschland im Wahn

NATO-Flagge kann weg.
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Deutschlands Verwicklung in unzählige Kriege, die hauptsächlich den geopolitischen Interessen der USA dienen, hat uns in eine Spirale der Gewalt geführt.

Das sagen die Autoren und Autorinnen des Buches „Deutschland neutral“. Dies zu beenden liegt in unserem Interesse, im Interesse unserer Kinder. Ein neutrales Deutschland könnte hierfür einen wichtigen Impuls geben. Dieses Buch soll eine notwendige Debatte anstoßen. Folgend ein Auszug.

Ich habe Angst. Nicht vorm Zahnarzt. Nicht vor der Steuerprüfung. – Sondern vor Deutschland. Vor dem, was daraus geworden ist.

DEUTSCHLAND IST IM WAHN!!!

To be or NATO be!

Im Genderwahn, im Kriegswahn, im Zensurwahn, im Kontrollwahn – im Strafanzeigenwahn, im Hausdurchsuchungswahn, im Windräderwahn, im Klima-Weltrettungswahn, im Russenvernichtungswahn, im Ukraine-Sieg-Wahn, im Waffenwahn … im Hetz-Wahn, CSD-Wahn, im Transenwahn. Also, ich sag’s Ihnen, wenn mein Mann sowas hätt’, würde ich sagen, der hat einen Vollvogel! Schuss! GRÖSSENWAHN!

»Alle Macht geht vom Volke aus« … = ja, ich weiß: Das ist leider übelste Verschwörungstheorie.

Was geht uns denn wirklich aus?

Die Politiker! Die lügen – nachweislich – und nicht mal kreativ. Statt Märchen krieg ich: Duschgel-Versprechen. Riecht gut, bringt nix. Da kommt immer wieder dieser Bumerang-Geruch zurück … Und die Diäten–steigen–auto–ma–tisch! Diät heißt Verzicht – aber das Einzige, was die weglassen, ist Moral. Und Deutschland? Ist nicht nur Exportweltmeister … gewesen, sondern auch Kriegsmitfinanzierer deluxe. Frieden mit Panzern! Yep! Rheinmetall freut sich.

Während der Bürger Lichterketten bastelt, rechnet der Minister: »Bumm« bringt am meisten.

Die USA und Europa haben zusammen 350 Milliarden Euro für den Ukraine-Krieg ausgegeben, inkl. Militär-, Finanz-, Humanitär- & Flüchtlingshilfe. »Mit dem Geld hätte ein rasanter Anstieg des Lebensstandards in ganz Europa erreicht werden können«, liest man.

Aber das ist doch den Friedens-Leugnern egal. Das Militär – die größte Klima-Dreckschleuder aller Zeiten!

Demokratie? Demokratie ist, wenn vier Füchse und ein Hase abstimmen, was es zum Abendessen gibt. Und der Hase darf wählen, in welchem Topf.

WIR ZAHLEN IMMER – was auch immer hinter unserem Rücken oder vor unseren Augen passiert: WIR ZAHLEN! FÜR ALLES. Und die Irrwege einiger weniger führen immer wieder Millionen Menschen ins Verderben, WIR fallen aber auch immer wieder auf die Versprechungen rein! Wir wollen die Harmlosigkeitserklärungen der Volks-TRETER … äh, Volksvertreter glauben! Sonne scheint, alles gut. Und die Medien? … helfen gern nach mit regierungsfreundlicher Hofberichterstattung:

»Jawoi, Herr Kanzler, jawoi, obwohl … eigentlich, äh … ja, aber … im Prinzip … okee. Jawoi, jawoi!«

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, heißt’s – und vermutlich auch die Medien. Wenn wir das Zeugs nicht schauen würden – wegschalten, nicht lesen … dann kreist bei den Sendern und Verlagen schnell der Pleitegeier … Es wär so einfach.

Wie gesagt, ich habe Angst.

Migration? Ja, auch da.

Nicht nur vor der Diskussion. Weil, kaum sprichst du’s an, kommt die verbale Blockwarttruppe und checkt dein Wording. Als gäb’s nur zwei Schubladen: Gutmensch oder Rassist. Und wehe, du passt nicht ganz rein – dann wirst du passend gemacht. Zack, zack … au! ZACK!

Talkshows? Malen nach Zahlen. Ein Pro, ein Contra, bissl Empörung, bissl Betroffenheitsgelaber – und zack: Thema totgequasselt. Wie Ozonloch, Waldsterben, Brexit oder Harald Schmidt. Oder Corona. Und während sich alle im Netz ein gutes Gewissen zusammen-liken, buckeln sich ein paar Ehrenamtliche im Flüchtlingsheim den Rücken krumm.

Ja, ich habe Angst, wenn ich nachts an der Raststätte stehe, allein, weiblich – und neben mir parkt ein Bus voller finster dreinschauender Typen. Vielleicht ist das irrational. Vielleicht auch nicht.

Aber ich will das sagen dürfen – ohne dass mir 47 pseudo-ethische Maulheld:innen in die Kommentare kotzen. Sorry. Ich will, dass man über Angst reden kann – ohne dass gleich zur nächsten Cancelrunde geblasen wird. Ohne hysterisches Gutmenschen-Trompeten – aber auch ohne »Besorgte Bürger«-Hysterie. REDEN … REDEN.

Und die Politikerkasperl im Bundestag … das hohle Posing … »Herr Kollege, hören Sie mal …« Ja, hör du mal – auf! Mit dem Moral-Kasperletheater. Jedes Amateurtheater in der Provinz hat mehr Niveau. Was wir brauchen, sind Emotion UND Verstand. Was wir haben, ist ein Esel mit Tourette, der im Kreis galoppiert.

Also: Innehalten. Fragen: Ist meine Angst real? Übertrieben? Woher kommt sie? Was tu ich damit? Drüber sprechen … können. Denn: Angst ist erlaubt. Dummheit nicht. Lügen auch nicht. Wer nur hyperventiliert, kommt auch nicht weiter. Außer auf TikTok.

Und dieser Waffenwahn? Der kommt, weil Politiker nicht mit Geld umgehen können und immer alles auf die Vorgänger-Regierung schieben. Diese Monsterkredite, die gehen leichter durch, wenn’s für »Verteidigung« ist. Und wer weiß schon, wohin und in welche Kanäle da überall noch Schmu-Geld fließt … Die dunklen Flüsse des Geldes …

Ein Mensch, der seine Meinung frei äußert, gefährdet nie die Demokratie. Gefährlich sind die, die das verbieten wollen. Ken Adachi, das war ein kanadischer Schriftsteller, hat’s schon in den Achtzigern so schön gesagt: »Was die meisten für die öffentliche Meinung halten, ist in Wirklichkeit behutsam gefertigte und sauber ausgearbeitete Propaganda, die dazu dient, eine bestimmte Verhaltensreaktion der Öffentlichkeit auszulösen.«

SO ISSES. SO WAR ES.

Aber es müsste nicht so nicht bleiben …

Ich zähl auf euch!

Ah, ja …

Zum guten Schluss noch ein Zitat von Egon Bahr. Er sagte bei seinem letzten Vortrag in Moskau im Sommer 2015:

Es kann nichts am Kurs der Bundesregierung verändern, die Beziehungen zu dem unentbehrlichen Amerika wie zu dem unverrückbaren Russland zu pflegen. Weil wir kein Protektorat mehr sind, kann dieses Stück Selbstbestimmung Europas mit der Emanzipation von Amerika beginnen.

Egon Bahr war ein toller Mann, ein guter Politiker. Er konnte Brücken schlagen. Er war’s auch, der mutig hat verlauten lassen: »Ja, es gibt eine Kanzlerakte.« … Ich sag ja nur..

Brücken schlagen, das spricht mir aus meinem medien-geschundenen Herzen. Eine Frequenz nach oben schwingen mit der Energie. Bauchaufschwung.

Mein literarischer Großvater Hans Fitz, nach dem Krieg der meistgespielte Autor in den Kammerspielen in München, hat einmal den denkwürdigen Satz gesagt: »Es muss so weit kommen, dass ein reicher Mann eine lächerliche Figur ist.«

Damit die Kriegslust aus Geldgier so geächtet wird wie jemand, der in der Kirche laut furzt. Jagt sie vom Hof, die Kriegstreiber! – Neutral bleiben und nachdenken. »Eine Rückbesinnung auf zentrale europäische Werte wie Humanismus und Aufklärung ist angesagt …« sei wichtig. Ja, der Satz gefällt mir am besten! ❤️

Es müssen sich also nicht nur die Frauen emanzipieren, sondern auch die Bürger, die Wähler und nicht zuletzt die Politiker. Also: das ganze Land. Nichts Geringeres steht an.

Lisa Fitz

Lisa Fitz entstammt der bayerischen Künstlerdynastie Fitz. Nach Stu-dium von Musik, Ballett, Schauspiel und Gitarre machte sie als erste Frau in Deutschland Soloprogramme mit eigenen Texten. Breite Be-kanntheit durch TV (insbesondere »Scheibenwischer«). In über 40 Jahren Kabarett sahen ihre Shows über zwei Millionen begeisterte Zuschauer in der BRD, Österreich und der Schweiz. Auszeichnungen u. a.: Bayerischer Kabarettpreis, Deutscher Kleinkunstpreis, Bayerischer Verdienstorden. Lisa Fitz ist als Freigeist bekannt für liberale Gesin-nung; ihre überparteiliche und überkonfessionelle Satire bezieht stets politisch Stellung.
Mehr Beiträge von Lisa Fitz →

Ähnliche Beiträge:

5 Kommentare

  1. Nach dem Wort „Genderwahn“ , „CSD-Wahn“, „Transenwahn“ kann man aufhören zu lesen, wer interessiert sich schon für dümmlichen Kulturkampf?

    Warum will der Autor das man seine Texte nicht liest?

      1. Und im Abspann wird auch noch auf die genetische Abstammung des Autors eingegangen, haben wir das nicht vor 8 Jahrzehnten hinter uns gelassen?

    1. Den Text der Autorin Fitz fand ich gut, nur die Kommentare der/die/das AutorIn Vende waren nicht nur am Inhalt des Artikels vorbei, sondern auch völlig überflüssig. Leider stehen sie direkt nach dem Artikel, so dass ich nicht vermeiden konnte, sie auch zu lesen und den Kopf zu schütteln.
      Auch die kurzeVorstellung ihrer Vita nach dem Artikel könnte aufgeschlossenen Lesern helfen, soweit sie das Werk von Frau Fitz nicht kennen.

  2. Lisa Fizz beschreibt den eigentlichen Wahn sehr eindrücklich aber unfreiwillig.
    Er liegt in der Faulheit und dem Unvermögen die einzelnen Punkte aufzudröseln und einer Diskussion zuzuführen und darüber *miteinander* auch hart ins Gericht zu gehen. Sie beteiligt sich an der Lagerbildung imnerhalb derer diese Einzelpunkte nicht mehr einer Prüfung zugeführt werden dürfen.
    In einer Sache gebe ich ihr allerdings uneingeschränkt auf ihrer Seite. Wenn in einem Land, eine – wie auch immer geartete – Meinungsäußerung dazu führen kann, dass im Morgengrauen die Staatsgewalt an die Türe klopft, hat sich dieses Staatsgebilde von einer Demokratie weit entfernt. Gleiches gilt natürlich erst Recht, wenn Berufsverbote ausgesprochen werden. Interne Empörung wird hier allerdings nicht weiter führen. Ein wirksamer Hebel wäre vielleicht bei den internationalen Beziehungen anzusetzten. So dass von dort eine entsprechende Verurteilung erfolgt.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen