Deutscher RT-Journalist fordert Bombardierung Deutschlands

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RIA Novosti, Public domain, via Wikimedia Commons

Den Journalisten Gert Ewen Ungar gibt es nicht mehr – aus ihm ist ein Propagandist geworden, der sich um journalistische Mindeststandards wenig schert.

Zum Geleit: Gert Ewen Ungar stieß im Februar 2022 zu den neulandrebellen, einer Plattform, die ich 2017 zusammen mit Tom J. Wellbrock aufgebaut hatte. In dieser Zeit arbeiteten wir recht eng zusammen. Die folgenden Zeilen sind nicht einfach die Geschichte einer Entfremdung, sie dokumentieren viel mehr, wie der Krieg Fronten im zivilen Leben aufwirft – und welche Methoden zwischen einstigen Kollegen, die sich gut zu verstehen schienen, angewandt werden, wenn der Krieg dräut. Und sie zeigen auf, wie sehr es persönliche Erlebnisse sind, die die Bewertung der allgemeinen Sicht auf die Lage beeinflussen können.

Gert Ewen Ungar ist ein Anagramm. Mit bürgerlichen Namen heißt er Günter Wagner. Seit einigen Jahren lebt Wagner in Moskau – er arbeitet dort als Redakteur bei Russia Today. Vorher war er freier Mitarbeiter der russischen Nachrichtenplattform. Wagner hatte schon in den Jahren zuvor eine Nähe zu Russland entwickelt – das machte ihn für gewisse Medien, unter anderem auch für die im Geleitwort erwähnten neulandrebellen, zu einem Russland-Experten. Wagners Einschätzungen unterschieden sich wohltuend von dem medialen Einheitsbrei, den man schon damals – schon vor dem Ukrainekrieg – in der deutschen Medienlandschaft vernahm.

Mit Beginn des Krieges lag es für ihn nah, Berlin und sein Heimatland zu verlassen, um in Russland sein sowohl privates als auch sein berufliches Glück zu suchen. Damals freute ich mich für ihn – mir schien es, als würde Günter Wagner, den wir intern natürlich Gert nannten, nur dort aufblühen können. Ihn empörten jene Stimmen, die Russland zu einem diabolischen Akteur erklärten – und Russen entmenschlichten. Er stieß sich am Stadtbild Berlins, lange bevor der heutige Kanzler das thematisierte – und gleich zurückruderte. Seine Empörung zur Berichterstattung zu Russland, aber auch ganz generell, teilte ich – teilten wir als Team der neulandrebellen. Wagner war ein ruhiger Zeitgenosse, der seine Kritik strukturiert vortragen konnte. Ausgeglichenheit: Das wäre das Attribut, das man jenem Wagner von damals anheften konnte.

»Ihr müsst wieder Angst haben«

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Man steigt nie zweimal in denselben Fluss – der antike Denker Heraklit meinte damit, dass alles in Bewegung ist und weder das Gewässer noch derjenige, der ins feuchte Nass steigt, das- oder derselbe bleibt. Das Umfeld prägt einen, man entwickelt sich weiter – und man wird zu einem anderen. Wieso sollte Günter Wagner davon ausgeschlossen sein? Natürlich veränderten sich seine Artikel – Deutschland kam, auch damit konnte man noch einverstanden sein, immer häufiger als Gottes Geißel auf Erden vor. Zuletzt musste man sich jedoch die Augen reiben. »Warum sollte ich gegen diesen Krieg sein?«, fragte er bei X. Nun gut, hatte ich was in den falschen Hals bekommen? Ich kannte den Kontext nicht. Aber wie meinte er denn den folgenden Satz, gerichtet an die Deutschen? »Ihr müsst wieder Angst haben. Ihr müsst wieder lernen, die Spiele meiner Kindheit zu spielen: Wenn jetzt eine Atombombe kommt, was würdest du machen? Das sollte wieder euer Entertainment sein.« Befremdlich. Aber gut, vielleicht hatte er ja einen schlechten Tag im Moskauer Berufsverkehr?

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Dann das: »Ich kritisiere beispielsweise das sanfte und zaghafte Vorgehen Putins in der Ukraine. […] Kiew müsste längst in Schutt und Asche liegen und jeder Politiker, der einen Fuß in Kiew setzt, muss um sein Leben fürchten.« Gert war ein friedliebender Zeitgenosse, der den Krieg verachtete – zu viele menschliche Opfer müssten erbracht werden, alles Menschenmögliche müsse getan werden, um das Leid zu beenden. Wo ist das hin? Was ist mit Wagner geschehen? Dann noch so ein Auszug seines neuen Selbstbewusstseins: »Ich meine, Russland sollte Selenskij endlich töten. Dann ist der Spuk vorbei. […] Die USA und Israel sind hier große Vorbilder.«

An dieser Stelle wurde mir seine endgültige Radikalisierung bewusst – eine Radikalisierung, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Und ich meldete mich bei Wagner: »Leider habe ich einige – ich sage mal – befremdliche Aussagen von Dir bei X wahrgenommen. Ich nehme an, dass Du weißt, welche ich meinen könnte.« Ich bat um ein Interview, war mir aber noch nicht ganz schlüssig, ob ich nicht doch einen Artikel zur Causa schreiben sollte; dann aber natürlich mit der Möglichkeit, dass die Hauptfigur jener Zeilen auch zu Wort kommen darf – hierzu sandte ich Wagner einige Hintergrundfragen, mit denen ich den geplanten Artikel anreichern wollte. Anliegen war, auch Wagner einen Raum zur Artikulation zu geben – im Regelfall macht man das mit fokussierten Fragen, die man in einem veröffentlichten Interview nicht unbedingt auf diese Weise stellen würde. Ich sicherte Wagner selbstverständlich eine faire Berichterstattung zu – und ich versprach, ihm den Artikel vor der Publikation zur Freigabe vorzulegen. Das gebietet die journalistische Lauterkeit.

Hintergrundfragen als die große Wagner-Agitationsshow

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Am Montagabend veröffentlichte er die Fragen, die zur Veröffentlichung nicht von mir autorisiert waren, auf seiner Webpräsenz – angereichert mit seinen Antworten. Auch das persönliche Anschreiben, das überhaupt nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, legte er seinem Publikum vor. Den schlechten Stil monierte ich bei ihm natürlich – er beharrte jedoch weiter darauf, dass ich meinen Artikel zu seiner Person vorher von ihm absegnen lassen sollte. Wofür? Eine Erteilung der Freigabe wird notwendig, wenn Hintergrundfragen im Spiel sind, um folgende Fragen abzuarbeiten: Gibt der Autor die Aussagen richtig wieder? Und ordnet er sie richtig ein und zu? Aber wenn die Fragen veröffentlicht vorliegen, wozu noch freigeben? Ohnehin entspricht es nicht den Standards, zugegangene Fragen eines Mediums vorab auf der eigenen Plattform zu veröffentlichen. (Wenn Sie so nett wären, werfen Sie die Suchmaschine an und suchen nach Herrn Wagners Blog – wir wollen ihn hier nicht verlinken.)

Wagner beantwortet die Fragen ohnehin nur ausweichend, man muss den Eindruck bekommen, dass er sie nutzte, um sich bei seinen Lesern in Szene zu setzen. Er sah sie als Dokument einer ideologischen Entfremdung – bis heute sehe ich Russland nicht als Feindnation, bin aber nicht gewillt, es als Ausdruck eines irdischen Paradieses anzusehen. Ich will die geneigte Leserschaft an dieser Stelle nicht weiter mit den langweiligen Details journalistischer Arbeits- und Herangehensweisen nerven. Daher sei an dieser Stelle gesagt, dass im Vorgehen und den Auftritten des RT-Mannes mehr steckt, als die verkorkste Beziehung zweier ehemaliger Kollegen. Natürlich ist das eine Ebene, die mich als Mensch beschäftigt. Missgünstig bin ich nicht, ich wünsche Günter Wagner nichts Schlechtes, sorge mich auch um ihn. Wie geht es weiter mit ihm? Was, wenn ein Krieg ausbricht? Kann er dann als Deutscher in Russland noch arbeiten? Ungewöhnlich wäre es nicht, dass man Vertreter einer Feindnation aus dem öffentlichen Leben filtert.

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Auch das wollte ich von ihm in Erfahrung bringen, ohne den Stab über ihn zu brechen – daher die fokussierte Fragestellung zur O-Ton-Gewinnung. Und natürlich liegt die Frage nahe, ob er glaubt, hier Landesverrat zu begehen. Ich würde es zögerlich so interpretieren, wenngleich die juristische Einordnung das nicht zulässt – immerhin spielt er mit dem Tod seiner Landsleute, die übrigens deutlich mehrheitlich nicht an einen Angriff Russlands glauben und – davon kann man ausgehen – lieber heute als morgen diesen Konflikt beilegen wollen. Wagner macht zwischen den Bürgern und der Regierung keinen Unterschied. Ich erinnere mich, wie oft er kritisierte, dass die veröffentlichte Meinung in Deutschland genau denselben Fehler machen. Und ja, ich glaube in letzter Konsequenz auch, dass er ein Kandidat für eine Sanktionierung seitens der Europäische Union sein könnte.

Und ich ahne außerdem, dass auch dieser Artikel ihn in die Öffentlichkeit rückt und unter Umständen sichtbar macht für jene, die so fröhlich sanktionieren. Ich bin explizit kein Freund dieser Praxis. Aber eine gewisse Nachvollziehbarkeit wäre schon gegeben, wenn ein deutscher Journalist öffentlich dazu auffordert, das Land seiner Eltern – und seiner Familie, die heute noch dort lebt, nach meinen Informationen – mit Krieg zu überziehen. Man mag das nachvollziehen, wenn man in Moskau Drohnenangriffe erlebt hat. Auf emotionaler Ebene – aber als Journalist hat er eine Verantwortung, er ist in dieser Stellung mehr als Privatmann, auch wenn er sich damit herausredet, dass sein X-Account nicht von RT bezahlt würde. Wagner schimpft sich immerhin Journalist. Wie wäre es mit dem notwendigen Abstand, den er von Journalisten auf der anderen Seite stets – und zurecht – eingefordert hat?

Einer, der auszog Journalist zu werden – und als Propagandist endete

In unserer gemeinsamen Zeit ereiferte er sich – zurecht! – über den Haltungsjournalismus deutscher Medien, speziell der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Ihre Regierungsnähe war ihm unfassbar. Und jetzt? Was macht er? Nun gut, er geht über das hinaus, was die russische Regierung tut, er sähe es gerne brutaler – aber Haltung zeigt er grundsätzlich schon. Auch diese Frage stellte ich ihm. Bemerkt er den Doppelstandard? Nein, das tue er nicht, antwortete er – er zeige ja keine Haltung, seine Sicht sei begründet – George Restle und Co. würden das von sich auch so behaupten. Und die Haltungskollegin Wagners, Frau Hayali, sowieso. Das war eine der wenigen Hintergrundfragen, die Wagner bündig beantwortete – bei anderen schwang er sich dozierend auf, nochmals die Geschichte der Konfrontation auszubreiten, als ob ich sie nicht kenne, als ob das Overton Magazin nicht fast täglich über diese Gemengelage berichten würde.

Diese Geschichte des Mannes, der auszog, um Journalismus in Russland zu machen, endete mit einer besorgniserregenden Radikalisierung – Wagner ist zu einem Hardliner geworden, zu einem Falken. Der Journalist Gert Ewen Ungar ist tot, zurück bleibt der Propagandist Günter Wagner, der Öl ins Feuer gießt. Hat ihn jemand dazu aufgefordert? Auch das wollte ich, um ihm die Gelegenheit einer Erwiderung im geplanten Artikel zu geben, von ihm wissen. Wagner antwortet, das sei eine »Verschwörungserzählung über Russland«. Ist es so abwegig anzunehmen, dass jemand an ihn herangetreten ist, um ihn, den deutschsprachigen Mitarbeiter – von denen es bei RT immer weniger gibt, man berichtete mir von verschiedenen Seiten, dass die Arbeitsbedingungen miserabel, viele Inhalte mit KI generiert und gewisse tendenzbetriebliche Vorgaben vorherrschen sollen – als Angstagenten einzusetzen? Oder aber im Gegenteil, um das deutsche Publikum in einen Hassmodus zu versetzen? Wenn man mit einem rechnen kann im Krieg, dann damit dass man mit allem rechnen kann.

Vielleicht will er auch die Brücken hinter sich verbrennen und in Deutschland zu einer persona non grata werden? Ungefähr so, wie Sunzi es in der »Kunst des Krieges« formulierte, als er meinte, mit einer Barriere im Rücken kämpfe man mit dem Mut der Verzweiflung wackerer nach vorne? Dann wäre ich freilich nur ein nützlicher Idiot für ihn, der ihm zu diesem Bruch verhilft. Ist es also kognitive Dissonanz oder ist Wagner ein Provokationsagent? Darf man letzteres in Erwägung ziehen – und freundlicherweise beim Betroffenen nachfragen? Natürlich würde er, wäre dem so, eine solche Frage abwiegeln müssen. Oder weiß er am Ende gar nicht, wofür ihn sein Sender einspannt?

Nachdem ich sah, was Wagner aus den Fragen bastelte – ich mache ihm ja noch nicht mal zum Vorwurf, dass er seine Positionen beibehielt, schließlich wollte ich ihn auch auf einer menschlichen Ebene verstehen –, war mir schlagartig klar, was ich zuvor nur diffus verspürte: Ja, dieser Krieg wird kommen – wenn es selbst die einstmals Vernünftigen nicht schaffen, der Propagandamatrix zu entgehen, wie soll er sich abwenden lassen? Manchmal sind es die persönlichen Erfahrungen, die der Weltgeschichte vorzugreifen scheinen. Wagner hat es vielleicht auch nicht einfach bei seinem Arbeitgeber, muss sich beweisen – stimmt er deswegen in den Chor russischer Falken ein? Was haben wir über die Hunderprozentigen in Deutschland gelacht. Nun ist er selbst zu einem mutiert. Oder wie der Kollege Tom J. Wellbrock schreibt: »… im Falle eines Krieges würde ich wahrscheinlich lieber einem Russen gegenüberstehen als Gert Ewen Ungar«. Was auch immer der Antrieb für seine Entgrenzung ist: Es ist eine tragische Geschichte, die nicht an der Front für ihn enden wird – früher hat er das den Kriegstreibern noch zum Vorwurf gemacht.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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14 Kommentare

  1. Ist es wirklich erforderlich, bestimmte Menschen noch mit einer langen Etüde zu adeln? Es gibt unzählige Abweichler in dieser Branche, Einer hetzt gegen grün, der nächste gegen blau, ein anderer hetzt nur, weil es auch andere tun, ein dritter weiß gar nicht, warum er das tut. Viele schreiben auch von Dingen, von denen sie regelmäßig keine Ahnung haben. Also was soll das? Berichten wir doch lieber von Menschen, die ihren Beruf -egal in welchem Land sie aus welchen Gründen wohnen- ernst nehmen und wahrheitsgetreu berichten. Darauf kommt es an. Und wenn sie, weil sie die Wahrheit sprechen, verfolgt werden, so ist es eine Pflicht, erstens diese Menschen und ihre Berichte bekannt zu machen und zweitens auch diejenigen zu benennen, von denen sie verfolgt und drangsaliert/sanktioniert werden.

  2. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass wir schon längst in der Vorkriegszeit leben. Die Gesellschaft in allen beteiligten Ländern ist zunehmend polarisiert, Ein Dazwischen ist kaum noch möglich.
    Ich war lange in einer „russlandfreundlichen“ Gruppe, habe mich von ihr aber zunehmend distanziert, denn auch dort breitete sich eine unreflektierte positive Haltung gegenüber Russland zunehmend aus und wurde vehement vertreten: Bei Puntins Geburtstag fingen die Teilnehmer an, ihm zu gratulieren; alle seine Äußerungen wurden bis zur Unkenntlichkeit positiv verdreht; eine sachliche Auseinandersetzung darüber, dass Russland ein autokratisches System ist, war nicht mehr möglich. Die Tatsache, dass dort die digitale Überwachung schon wesentlich weiter fortgeschritten ist als hier, wird einfach ignoriert, obwohl die meisten aus der Gruppe, dies gerade in Deutschland kritiseren.
    In Russland sind die sozialen Medien wie Telegram, WhatsApp etc. fast vollständig eingeschränkt sind. Man kann sich nur noch über VPN kontaktieren. Und es wird offen darüber diskutiert, auch die VPN Dienste einzuschränken. Die Menschen sollen vollständig von der westlichen Außenwelt abgeschottet werden und einen vom Staat kontrollierten russischen Messanger nutzen. Mittlerweile haben vielen Menschen zwei Smartphones: eines für den staatlichen Messanger und ein anderes für eine darüber hinausgehende Kommunikation.

    Ich bin schon seit langem viel in Russland unterwegs, spreche die Sprache und habe dort viele Freunde, mit denen ich auch Kontakt halte, wenn ich in Deutschland bin. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Schichten und politischen Spektren. Seltsamerweise ist mir mit ihnen eine kritische Auseinandersetzung über Russland und den Krieg eher möglich als in Deutschland. Hier in Deutschland ist die Diskussion so polarisiert, dass eine sachliche Auseinandersetzung kaum noch möglich ist..

  3. Ich persönlich finde die Forderung, Kriegstreiber aus dem Spiel zu nehmen, alles andere als radikal. Als Politiker, welche zu ihrem eigenen Vorteil ihre Bestimmung, Krieg von ihren Mündeln fernzuhalten, in’s Gegenteil verkehren und Tod & Verstümmelung von Hunderttausenden nicht nur in Kauf nehmen, sondern aktiv befördern, sind diejenigen, welchen man neben unzähligen weiteren Charakterschwächen Radikalität zuschreiben kann und muss; und zwar völlig unabhängig von der politischen Ausgangslage oder persönlichen Überzeugung! Keine politische oder persönliche Grundausrichtung rechtfertigt es, Hunderttausende in’s Verderben zu schicken!

  4. Egal was Herr Unger, Herr De Lapuente, Herr Meyer, Herr Schulze oder ich fordern. Einfluß auf die Entscheidungsträger in der Politik hat das in DE ebenso wie in Russland keinen!

    Natürlich wäre es nicht schön wenn Deutschland sich in den Krieg ziehen läßt und deshalb bombardiert wird aber wenn es doch geschehen sollte sind unsere Entscheidungsträger dafür verantwortlich die nie auf entsprechende Warnungen gehört und stattdessen weiter eskaliert haben und es noch tun.

    Aber auch wir als Bevölkerung sind schuldig weil wir nicht STOP gesagt haben.

    Also wird es kommen wie es kommen muss, es sei denn es findet ein Wandel um 180 Grad in der deutscgen Außenpolitik hin zum Frieden statt

    „Wo zu wenig Hirn vorhanden ist, kommt die Moral!“

  5. Teil 2:

    Bei der Abwägung des Für & Wider sollte nicht vergessen werden, das es sich hierbei in erster Linie nur um die allseits bekannten Motive handelt, um Kriege und Zerstörung zu rechtfertigen: Gier, Machtgelüste & überzogener Egoismus; von Selbstverliebtheit und fehlender Empathie ganz zu schweigen!

  6. Wen zählt dann der Autor zu den Journalisten? Es wäre doch einfacher, deren Namen zu nennen. Abgezählt würde doch eine Hand ausreichen.
    Und wie hält er es mit Tucholksy: “ …küsst (schlagt) die Faychisten, wo ihr sie trefft.“?
    Sind ihm nur die akzeptabel, die in Auseinandersetzungen alle Kontrahenten gleichsetzen, unabhängig von ihrem Handeln? Damit meine ich ihn nicht ausschlieslich, nur machmal.

    1. Hören Sie, Herr Oberst. Ich kann ja keinen mehr küssen, wenn er mich vorher mittels Rakete in Stücke gerissen hat.

  7. als langjaeriger heise-foren-insasse war man ja noch deutlich beklopptere antideutsche gewohnt.
    dies ist mal ein leidlich originelles exemplar.
    und natuerlich sind solche hass-tiraden falsch. auch wenn sie sonst ja immer von der anderen seite kommen.

  8. Sinngemäß ist Propaganda eine Information, um die Empfänger dieser davon zu überzeugen, eine Sache, Idee oder eine Partei bzw. ein bestimmtes Ziel zu unterstützen. Der Autor macht nun gleiches in obigen Artikel.
    Schon in der Überschrift ist die Zielrichtung vorgegeben. Nicht einfach ein Journalist Ungar fordert da etwas, nein ein deutscher RT-Journalist muß es sein. Solcherart Schlagzeilen zeichnen westliche Propaganda aus.

    Quintessenz, ein Propagandist bezeichnet den anderen als Propagandisten.

  9. Ach, Unger betreibt Propaganda? Wer die Texte von Unger gelesen und verstanden hat, weiß das schon von Anbeginn. Ist das ein Alleinstellungsmerkmal von Unger und/oder der Zunft an sich? Nein.

    Gibt da einschlägige Literatur, z.B.: Erich Schmidt-Eenboom, Undercover – Der BND und die deutschen Journalisten

    Und wer nicht gerade das Empfinden und Verständnisvermögen eines Backsteins hat, kommt auch von selbst drauf. Die Dienste im Dienst der Herren, plus Subunternehmer. Wäre doch schon schräg ausgerechnet die Bewußtseinsformungssparte auszunehmen. Oder?

    Erstaunt das angesichts einer bis ins Mark verotteten bürgerlichen Gesellschaft? Nein.

    Nehmen wir an der ganze Laden kracht zusammen. Angesichts der zunehmenden Verwerfungen des krisenbehafteten Betriebssystems keine unrealistische Annahme. Manchen eher unbedarften Gemütern würden die Augen übergehen, wenn sie quasi offiziell erführen, wenn denn Dienstakten der Dienste in „unbefugte“ Hände geraten, wer da alles mit wem.

  10. Wenn jemand eine Bombardierung fordert, egal, was von wem aus welchen Gründen bombardiert werden soll, hat er sich selbst aus dem Spiel genommen. So jemand ist für mich moralisch erledigt, auf welchem Weg er dorthin gelangt ist, spielt für mich keine Rolle!

  11. Wladimir Putin wird sich sicher nicht von Ungar/Wagner beeinflussen lassen, aber das die reale Gefahr besteht, nach der russischen Auflistung der westlichen Rüstungsfirmen als Kriegsziele, ist nicht von der Hand zu weisen. Die deutliche Eskalation bei der letzten Bombardierung Kiews, und der Hinweis Lawrows an seinen amerikanischen Kollegen, sollte man im Westen vielleicht als Hinweis verstehen, wohin sich dieser Krieg entwickeln kann. Mein Wunschdenken konzentriert sich auf eine Wirkung des Offenen Briefes von Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz (Berliner Zeitung). Aber wahrscheinlich nur Wunschdenken.

  12. Habe mir die Screenshots der Posts von G. Wagner angeschaut und kann die Kritik des Autors RdL nicht nachvollziehen. Die contents entsprechen inhaltlich dem, was in Politik-Talk -Sendungen im russischen Staatsfunk seit spätestens 4 Jahren läuft. G. Wagner ist ein RT -Journalist in Moskau, macht dort seinen Job ganz gut und ist diesbezüglich niemandem in Deutschland Rechenschaft schuldig. Es handelt sich offensichtlich um eine persönliche Fehde zwischen dem Autor RdL und G. Wagner. Diese muss man als Freunde nicht öffentlich austragen,

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