
Vor wenigen Tagen wurde Frieden verkündet. Heute drohen wieder Eskalation, steigende Ölpreise und neue Unsicherheit. Wenn niemand mehr sagen kann, ob der Durchbruch überhaupt noch gilt – war er dann jemals einer?
War da nicht gerade noch Frieden?
Noch vor wenigen Tagen wurde der Öffentlichkeit ein diplomatischer Durchbruch präsentiert. Aus Washington kamen große Worte. Man habe die Lage entschärft. Die Schifffahrtswege sollten gesichert werden. Die Region stehe vor einer neuen Phase der Stabilität. Die Botschaft war eindeutig: Die Vereinigten Staaten hätten einmal mehr bewiesen, dass sie die Dinge im Nahen Osten ordnen können.
Heute weiß offenbar niemand mehr so genau, was eigentlich gilt.
Israel bombardiert erneut Ziele im Libanon. Iran droht wieder mit der Straße von Hormus. Die Ölpreise reagieren nervös. Die Börsen springen bei jeder neuen Meldung nach oben oder unten. Aus Washington kommen beschwichtigende Erklärungen, aus Teheran scharfe Warnungen, aus Jerusalem Sicherheitsargumente. Jeder erklärt, warum sein Handeln notwendig sei. Aber je länger man die Nachrichten verfolgt, desto einfacher wird eine Frage:
Haben wir jetzt Frieden oder nicht?
Wenn die Antwort selbst wenige Tage nach dem angeblichen Durchbruch niemand mehr klar beantworten kann, dann ist möglicherweise genau das das eigentliche Problem.
Die Welt erlebt inzwischen eine seltsame Form der Geopolitik. Große Erfolge werden verkündet, während die Realität gleichzeitig in eine andere Richtung läuft. Man erklärt Konflikte für eingedämmt, während an anderer Stelle bereits die nächste Eskalation beginnt. Man spricht von Stabilität, während die Märkte jede Stunde das Gegenteil einpreisen.
Vielleicht liegt die größte Ironie dieser Tage darin, dass ausgerechnet der angebliche Friedensprozess vor allem eines sichtbar gemacht hat: die enorme Verwundbarkeit der globalen Ordnung.
Denn die eigentliche Machtfrage wird heute nicht in Washington, Jerusalem oder Teheran entschieden. Sie entscheidet sich an den Finanzmärkten.
Es reicht inzwischen eine einzige Meldung über Hormus, und Milliarden beginnen sich zu bewegen.
Ein Satz aus Teheran. Eine militärische Aktion im Libanon. Eine Erklärung aus Washington.
Schon steigen oder fallen Ölpreise. Energieunternehmen reagieren. Fluggesellschaften geraten unter Druck. Unternehmen rechnen ihre Kosten neu durch. Händler schließen Positionen. Algorithmen durchsuchen Nachrichtenagenturen und treffen Kauf- oder Verkaufsentscheidungen in Sekundenbruchteilen.
Während die meisten Menschen schlafen, wechseln Milliarden den Besitzer. Die Bevölkerung bekommt die Folgen später zu spüren. An der Tankstelle. Bei der Heizkostenabrechnung. Beim Einkauf. Über steigende Transportkosten. Über neue Inflationssorgen. Der moderne Krieg reist nicht mehr nur in Panzern und Raketen um die Welt. Er reist in Preisen. Und genau deshalb sollte man sich nicht in militärischen Erfolgsmeldungen verlieren. Die wichtigere Frage lautet:
Was wurde eigentlich erreicht?
Der Westen wollte Stabilität. Er diskutiert erneut über Hormus. Der Westen wollte Berechenbarkeit. Er erhält erneut extreme Schwankungen an den Energiemärkten. Der Westen wollte verhindern, dass Iran die Weltwirtschaft unter Druck setzen kann. Doch die halbe Welt diskutiert wieder darüber, ob Teheran genau dazu in der Lage ist.
Natürlich kann man argumentieren, dass Israel seine Sicherheitsinteressen verfolgt. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre und angesichts der Bedrohung durch die Hisbollah wäre es politisch kaum vorstellbar, dass eine israelische Regierung erklärt, man werde trotz wahrgenommener Gefahren einfach abwarten. Aus israelischer Sicht geht es um Abschreckung und die Verhinderung neuer Angriffe. Ebenso nachvollziehbar ist allerdings, dass Iran die jüngsten Entwicklungen völlig anders darstellt. In Teheran sieht man sich seit Jahren militärisch, wirtschaftlich und politisch unter Druck gesetzt und verweist regelmäßig auf das Recht, auf Entwicklungen in der Region zu reagieren.
Beide Seiten können ihre Sichtweise erklären. Aber keine dieser Erklärungen beantwortet die entscheidende Frage: Warum steht die Welt wenige Tage nach einem angeblichen diplomatischen Durchbruch schon wieder vor derselben Unsicherheit wie zuvor?
Vielleicht deshalb, weil die eigentliche Macht des Iran niemals ausschließlich in Raketen, Drohnen oder Stellvertretergruppen lag. Die eigentliche Macht liegt in der Geografie. Die Straße von Hormus bleibt eine der empfindlichsten Stellen der Weltwirtschaft. Ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels passiert diese schmale Meerenge. Deshalb reagiert die Welt bereits auf die Möglichkeit einer Störung.
Und genau hier wird es unerquicklich. Denn wenn nach Krieg, Sanktionen und monatelanger Eskalation erneut dieselbe Diskussion geführt wird, dann muss die Frage erlaubt sein, ob die Ausgangslage des Westens tatsächlich besser geworden ist.
Man muss dafür weder Anhänger der iranischen Führung noch Gegner der amerikanischen Außenpolitik sein. Man muss lediglich feststellen:
Die Nervosität ist zurück. Die Unsicherheit ist zurück. Die Abhängigkeit ist zurück.
Und die Welt reagiert wieder genauso empfindlich wie vor den großen Ankündigungen. Das sollte zu denken geben. Denn moderne Politik neigt immer stärker dazu, Erfolg über Kommunikation zu definieren. Pressekonferenzen werden zu historischen Momenten erklärt. Verhandlungen werden als Durchbruch bezeichnet. Erklärungen werden zu Siegen erhoben. Die Realität ist häufig komplizierter. Ein wirklicher Durchbruch würde bedeuten, dass die Welt nach der Vereinbarung weniger verwundbar ist.
Davon kann momentan keine Rede sein. Ein wirklicher Durchbruch würde bedeuten, dass die Energiemärkte ruhiger werden. Das Gegenteil ist der Fall. Ein wirklicher Durchbruch würde bedeuten, dass neue militärische Zwischenfälle nicht sofort die nächste globale Nervosität auslösen.
Genau das erleben wir aber erneut. Vielleicht ist deshalb nicht Iran der große Gewinner dieser Tage. Vielleicht ist auch nicht Israel der Gewinner. Und möglicherweise sind es erst recht nicht die Vereinigten Staaten. Der eigentliche Gewinner heißt Unsicherheit.
Sie hat wieder einmal bewiesen, wie wenig robust die globale Ordnung geworden ist. Sie hat gezeigt, dass die Weltwirtschaft nach wie vor an wenigen empfindlichen Punkten hängt. Und sie hat deutlich gemacht, dass politische Erfolgsmeldungen manchmal nur so lange funktionieren, bis die nächste Rakete startet, die nächste Drohung ausgesprochen wird oder die nächste Eilmeldung über die Bildschirme läuft.
Die vielleicht bitterste Erkenntnis lautet deshalb: Nach Monaten der Eskalation, nach Verhandlungen, Sanktionen, Drohungen und großen Worten ist die Welt nicht beruhigter als zuvor. Sie ist nervöser. Und solange wenige Ereignisse im Libanon ausreichen, um die halbe Welt wieder über Hormus, Ölpreise und Lieferketten diskutieren zu lassen, sollte man mit Siegesmeldungen vorsichtig sein.
Denn Frieden erkennt man nicht an Pressekonferenzen. Man erkennt ihn daran, dass die Welt nicht mehr bei jeder Meldung aus dem Nahen Osten die Luft anhält.
Quellen
Reuters
US und Iran erreichen vorläufiges Abkommen, das die Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie die Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte vorsieht.
https://www.reuters.com/world/asia-pacific/us-iran-reach-peace-deal-signing-set-friday-pakistan-says-2026-06-14/
Associated Press (AP)
Iran kündigt erneut die Schließung der Straße von Hormus an und macht israelische Militäraktionen im Libanon sowie angebliche Verstöße gegen Vereinbarungen verantwortlich.
https://apnews.com/article/6e23fb5f37e23427dbfc2bc80c59bda8
Reuters
Die USA weisen Irans Behauptung zurück und erklären, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus laufe weiter.
https://www.reuters.com/world/middle-east/us-forces-monitoring-strait-hormuz-ensure-it-stays-open-2026-06-20/
Reuters
Entwürfe des Abkommens sehen die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und Ausnahmen bei Ölsanktionen vor.
https://www.reuters.com/world/asia-pacific/iran-peace-deal-looms-while-new-military-action-flares-near-strait-hormuz-2026-06-13/
Reuters
Das Abkommen lässt wesentliche Konfliktpunkte wie die Spannungen im Libanon, das iranische Raketenprogramm und langfristige Sicherheitsfragen weitgehend offen.
https://www.reuters.com/world/middle-east/deal-calm-now-risks-ahead-2026-06-17
The Guardian
Neue israelische Luftangriffe im Libanon belasten die Waffenruhe und stellen die Belastbarkeit der jüngsten diplomatischen Vereinbarungen infrage.
https://www.theguardian.com/world/2026/jun/20/israeli-strikes-southern-lebanon-reports-renewed-ceasefire





Warum soll ich mir die Mühe machen, den Text zu lesen, wenn der Autor sich nicht mal die Mühe macht, ihn selbst zu schreiben?
Wenn ich wissen will, was die KI denkt, kann ich sie auch direkt fragen.
Ohne Werbung. Ohne Artikel. Mit abgehackten Sätzen. Das ist keine Drohung. Das ist eine Erklärung.
@Heribert Wannsieder:
Selbst wenn der Text mit KI-Hilfe geschrieben wurde: Na und? Ein Taschenrechner macht aus niemandem einen Mathematiker, aber er nimmt einem Arbeit ab. Genauso ersetzt KI nicht automatisch das Denken des Autors.
Damit ein KI-Text überhaupt eine Richtung bekommt, muss jemand die Gedanken, Argumente und Gewichtungen vorgeben — und im Idealfall auch prüfen und überarbeiten. Wer also nur „KI!“ ruft und den Inhalt gar nicht mehr bewertet, macht es sich ziemlich bequem.
Man kann einen Text schlecht finden. Man kann ihn inhaltlich zerlegen. Aber ihn nur wegen des Werkzeugs abzuwerten, ist kein Argument, sondern eher eine Pose.
Der Taschenrechner löst keine Fragestellungen, sondern ist ein Hilfsmittel beim Berechnen.
Dies gilt gleichfalls für den Backofen des Bäckers, das Gefährt des Berufskraftfahrers, den Schraubendreher des Handwerkers, den Stapler des Lagerarbeiter, den Pinsel des Malers etc.
Beim Verfassen von Texten, zumal mit „journalistischem“ Anspruch“ gilt noch immer die eigene intellektuelle Leistung als Prädikat für die Herkunft.
Dies anzumahnen bzw. zu erwarten, entspricht keineswegs einem falschen, sondern dem einzig richtigen Verständnis.
Andernfalls – und auf dieser eingleisigen Schmalspur befinden sich bereits Viele – wird man künftig in der „Bildung“ die „Leistung der KI“ und nicht die der Schüler, Studenten, bewerten müssen und Kunst, Kultur, Literatur usw. wird sich dadurch auszeichnen, dass die KI geistiger Schöpfer war.
Wer meint, ALLES nutzen zu müssen, was als probates Mittel zur Geistesdegeneration auf den Markt geworfen wird, darf sich keinesfalls darüber beschweren, dass man das Ziel freudig unterstützt, zum überflüssigen „Apendix“ zu degradieren und als solcher behandelt zu werden!
WIR sind offensichtlich unserem Zenit wesentlich näher, als die surreale Realität vermuten lässt.
Denn wenn selbst der kreative Prozess des Denkens, sich Befassens und Er/Schaffens bereits delegierbar ist, dann sollten wir für die Zukunft absolut nichts mehr, sondern nur noch auf das unschöne Ende warten.
@Ach so:
Ich glaube, hier wird etwas vermischt. Das Verfassen eines Textes ist nicht automatisch identisch mit dem Gedanken hinter dem Text. Ein Text ist zunächst die sprachliche Form eines Gedankens.
Entscheidend ist doch: Wer bestimmt die Richtung? Wer wählt die Argumente? Wer prüft den Inhalt? Wer übernimmt Verantwortung für die Aussage?
Wenn jemand KI nur benutzt, um eigenes Denken zu ersetzen, ist Kritik berechtigt. Aber wenn KI dabei hilft, eigene Gedanken zu strukturieren, sprachlich klarer zu formulieren oder einen Text verständlicher zu machen, ist das nicht automatisch geistige Degeneration. Dann ist es ein Werkzeug.
Man kann also nicht allein aus der Nutzung von KI schließen, dass keine eigene intellektuelle Leistung vorhanden ist. Maßgeblich bleibt der Inhalt: Ist der Gedanke nachvollziehbar? Sind die Argumente tragfähig? Ist der Autor bereit, für die Aussage einzustehen?
Wer diese Fragen überspringt und stattdessen nur „KI!“ ruft, kritisiert nicht den Text, sondern das Werkzeug.
Vermutlich werden wir uns in dieser Hinsicht nicht einig, denn diese Aussagen widersprechen sich:
„1)Das Verfassen eines Textes ist nicht automatisch identisch mit dem Gedanken hinter dem Text. 2)Ein Text ist zunächst die sprachliche Form eines Gedankens.“
2) Ist korrekt, da der Gedanke lediglich verbal und/oder schriftlich in Form gebracht und geäußert wird.
1) Wenn es zwischen fremd erstelltem Text und eigenem Gedanken eine Diskrepanz gäbe, dann wäre das Produkt keine Äußerung des eigenen Gedankens, sondern eine wohlfeile Anpassung* oder schlicht und ergreifend Unfähigkeit oder Desinteresse ,einen strukturierten, verständlichen Text zu erstellen.
Und wenn ein Text durch Sichtbarmachen und Festhalten des Gedankens nicht zwangsläufig identisch ist/sein muss, dann wäre dies schwer pathologisch.
„Wer diese Fragen überspringt und stattdessen nur „KI!“ ruft, kritisiert nicht den Text, sondern das Werkzeug.“
Auch hier bin ich grundlegend anderer Meinung, was das „Werkzeug“ anbetrifft:
entweder wird etwas aus eigener Befähigung, Überzeugung oder Meinung erschaffen (gerne mit KI-Unterstützung bzgl. Recherche/Statistik), aber das Endprodukt sollte der eigenen Befähigung entsprungen sein.
Wenn wir noch radikaler und umfassender auf Erwerb und Einsatz von Wissen und Fähigkeiten verzichten, dann reicht’s künftig noch nicht einmal mehr dafür, zurück auf einen Baum zu klettern!
*völlig absurd, dass hier bereits durch Nutzer vorgeschlagen wurde/ wird, den eigenen Kommentar durch KI „korrigieren“ zu lassen, damit dieser freigegeben wird.
Wer, wessen Geistes Kind, tut Derartiges, warum und was kann man von derlei „Denkenden“ bzgl. In/Output erwarten?
@achso:
Ihre Kritik an KI-Nutzung kann man ja teilen oder zumindest diskutieren. Aber Begriffe wie „schwer pathologisch“, „Geistesdegeneration“ oder „zurück auf einen Baum klettern“ sind keine Sachargumente mehr, sondern persönliche Herabsetzungen.
Ich sehe den Punkt anders: Ein eigener Gedanke wird nicht dadurch unecht, dass man sich bei der sprachlichen Formulierung helfen lässt. Nicht jeder Mensch hat jederzeit dieselbe Formulierungsstärke, dieselbe Grammatikfähigkeit oder dieselbe Konzentration. Daraus mangelndes Denken abzuleiten, halte ich für ziemlich anmaßend.
Natürlich sollte niemand KI blind übernehmen. Der Nutzer muss prüfen, korrigieren, gewichten und am Ende für die Aussage einstehen. Aber genau das ist der Unterschied zwischen Unterstützung beim Formulieren und Ersatz des eigenen Denkens.
Wer diese Unterscheidung nicht zulässt, macht aus Sprache eine Eintrittshürde — und verwechselt rhetorische Gewandtheit mit geistiger Eigenleistung.
Wenn ich wissen will mit welchem Weltbild Konzerne oder Oligarchen aus den USA mich indoktrinieren wollen, dann kann ich mich direkt mit einem ihrer Bots „unterhalten“, oder die Qualitätsmedien lesen, ich brauch dafür kein als Artikel getarnter Wörter-Junk-Food.
Wenn du an ein Konzert gehst und die Band lässt bloss, ohne selbst aufzutreten, irgendwelche generische Fahrstuhlmusik abspuhlen, dann wärst du auch enttäuscht.
Möglicherweise bin ich ja einfach zu blöd um es zu erkennen. (Das meine ich durchaus ernst. 😇) Aber gerade dann wäre ich froh wenn mir mal jemand erklären könnte, wieso dies ein mit KI erstellter Text ist. Vielen Dank im voraus.
Folgende Prognosen gibt meine KI zum Irankrieg ab.
Regime-Collapse oder größerer Regime-Change im Iran (<10–15 %)
Instabile Waffenruhe / „Frozen Conflict“ (~15–30 %)
Waffen schweigen weitgehend, aber keine umfassende Einigung.
Erfolgreiches Rahmenabkommen / dauerhafter Deal (am wahrscheinlichsten, ~60–80 % bis Ende 2026)
Ich persönlich glaube, dass das Regime nicht mehr in der Lage ist, auf einen Schlag 3500 Leute abzuknallen und ständig Menschen aufzuhängen. Dann ist mit neuen Schlägen der USA zu rechnen
Das ständige hin und her erklärt sich dadurch, das sowohl die Angreifer als auch der Iran gespalten sind. Israel unterläuft ständig die Bemühungen der USA, und die Revolutionsgarden unterlaufen die Bemühungen der Regierung. Israel und die Mullahs müssen erst noch besiegt werden. Der Krieg hat im Iran 3500 Todesopfer gefordert. Das schaffen die Revolutionsgarden an einem Tag.
Warum sollten die Revolutionsgarden an einem Tag 3.550 Menschen umbringen?
Hätten sie in den letzten Monaten richtig aufgepasst, dann hätten auch Sie mitbekommen
haben müssen, das sich das iranische Volk sehr einig ist und zusammen steht. Wenn Sie gerne
West – Mainstreampropaganda nachplappern möchten, gehen Sie besser in die Komentarspalten
von Apollo oder Focus.
Das sollen die Revolutionsgarden gar nicht tun, haben es aber getan. Das ist sogar die niedrigste Schätzung. Das Volk ist eingeschüchtert, aber das Regime treibt noch die eigenen Leute auf die Straße. Wie dem auch sei, der Regime Chance ist im Gange, und auch der Abgang Netanjahus ist absehbar.
Was wir sehen, ist, wie eine Weltmacht im Niedergang von einem rassistischen genozidalen Kläffer am Nasenring durch die Manege geschleppt wird.
Die USA hat offensichtlich keine Kontrolle. Israel hat diesen Krieg vom Zaun gebrochen und er wird erst enden wenn Israel entweder genug Blut getrunken hat (Arthur_H’s Vorbild Ben Gvir will ganz Libanon brennen sehen) oder irgendwie zur Räson gebracht wird. Iran versucht imo letzteres zu erreichen in dem sie einen Keil zwischen den Kreuzfahrerstaat und seinen adipösen Schulhofschläger treibt: Entweder AIPAC* oder ein stabiler Ölpreis (egal ob GOP/MAGA oder Dems/Neocons, das ist die Achillesferse jeder US-Präsidentschaft).
Interessant dabei finde ich, wie Iran mittlerweile die Deutungshoheit erlangt hat. Trump und Co prahlen eh nur ständig oder manipulieren den Ölmarkt, also warten alle bis Iran den aktuellen Verhandlungsstatus bestätigt oder dementiert.
* Die ganze Epstein Sache lassen wir mal aussen vor, zuviel Spekulation.
Völkermord in Gaza heißt Friedensvertrag und beidseitige Blockierung der Straße von Hormus heißt Memorandum Of Understandig.
Was ist daran nicht zu verstehen?
Und „Waffenstillstand“ heißt, das die „Guten“ trotzdem weiter morden.
Und „Regelbasierte Ordnung“ bedeutet das Recht des Stärkeren.
Die Frage dürfte doch gar nicht sein, warum der Markt/das Kapital so wie geschieht reagiert, sondern warum die Politik trotz Wissen um die Gefahr der Instabilität so hsndelt.
So kommt man von der Illusion weg, die USA würden Stabilität wollen. Vor allem, wenn man sich die bisherige Nahost-Politik vor Augen führt, die bewußt um der Dominanz willen die fast völlige Zerstörung der vorhandenen staatlichen Strukturen in Kauf nimmt.
Das eigentliche Problem ist doch, dass sich der Konflikt um imaginäres atomwaffenfähiges Material dreht, welches von der einen Seite behauptet und der anderen Seite abgestritten wird.
Die Droh-Bomb-Angriffe und Hormus-Blockaden mit Ölpreisschocks sind nur die Folgen einer vorsätzlichen und unlösbaren (nicht falsifizierbaren) Situation. Dem Iran kann immer wieder vorgeworfen werden, heimlich Atomwaffen zu bauen, selbst die Anti-Atomwaffen-Fatwa des obersten religiösen Führers im Iran reichte nicht aus.
Dass die iranische Führung nun zu Kreuze kriecht und sämtlicher Urananreicherung für immer und ewig abschwört, ist sehr unwahrscheinlich.
Und falls USIsrael mal vorhaben, strategische Überlegungen miteinzubeziehen, ein kleiner Tipp: Der Iran braucht gar keine eigenen! Atomwaffen, gute Beziehungen zu Nordkorea, Russland und Pakistan wären theoretisch auch zielführend! Also, was soll der ganze Schwindel, das werden sich die Iraner zu Recht fragen. Es wäre übrigens nicht der erste Krieg, der durch falsche Informationen der Geheimdienste ausgelöst wurde…Die Ölpreise (und die enormen Börsengewinne) bezahlt eh nur der „Pöbel“ und wenn der Preis einen Monat vor den Wahlen wieder runter geht, wird auch vermeintlich richtig gewählt 😉
Ach ja, sollten die Iraner langfristig Maut verlangen, so werden die USA eher profitieren, sie haben ja viel eigenes Öl, das kann auch teuer verkauft werden und die dann strauchelnde EU-Industrie wird auch sehr gerne aufgenommen.
Warum darf ein derart aggressiver Staat wie Israel, der unzählige Male das Völkerrecht brach und dem die UN z.B. die gezielte(!) Tötung von Kindern sowie Genozid vorwirft, Atomwaffen entwickeln und der Iran nicht???
Wenn Israel seine Atomwaffen unter internationaler Aufsicht zerstört und sich gegenüber dem IAEA derart offen und transparent verhält, wie dieses vom Iran gefordert wird, so wäre sicherlich auch der Iran nicht mehr so stark an einer nuklearen Abschreckung interessiert.
Leider hat auch Trump am 7. Apr. 26 wörtlich geschrieben: „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben, um nie wieder zurückgebracht zu werden“ („A whole civilization will die tonight, never to be brought back again“), was von Militärexperten als indirekte nukleare Drohung gedeutet wurde und die iranischen Falken sicherlich stärkte, als Abschreckung eigene nukleare Fähigkeiten aufzubauen.
Anders als im Artikel behauptet, finde ich die israelische Argumentation in keiner Weise nachvollziehbar. Trump hat es kürzlich ganz gut auf den Punkt gebracht:
„Man muss nicht jedes Mal ein ganzes Wohnhaus zum Einsturz bringen, wenn man nach jemandem sucht. In diesen Wohnungen leben viele Menschen, und sie gehören nicht alle zur Hisbollah.“
Dieses Memorandum of Understanding (MoU) diente dem stoisch transatlantisch ausgerichteten europäischen NATO-Staat Deutschland bereits jetzt dazu, ihr Minenjagdboot Fulda und den Tender Mosel Richtung Iran steuern zu lassen, denn sie können es jetzt ihrer Bevölkerung als „sicher“ verkaufen, auch wenn der Waffenstillstand de facto höchst fragil ist.
(s. https://suv.report/deutsche-marine-verlegt-minenraeumer-in-richtung-persischer-golf/)
Doch Trump hat die Unterstützung der EU-Osterweiterung von der Unterstützung ihrer NATO-Mitglieder an seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran abhängig gemacht und hält daran auch weiterhin fest (s. letztes Treffen Rutte Trump)
Genau das war zu erwarten. Trump dachte, dass man mit diesem Regime einen vernünftigen Vertrag hinbekommt. Sie haben ihn über den Tisch gezogen, haben ihm aber dann erlaubt, einen Frieden zu verkünden. Was jetzt auch schon wieder Makulatur ist. Maximale Blamage für Trump. Haben sie gekonnt.
Wenigstens halbwegs neutrale Bericht erstattung aus dem Libanon. Dieser hatte 150.000 Raketen iranischer Produktion, die auf Israel gerichtet waren. Davon sind 80 Prozent zerstört, bleiben 30.000. Reicht immer noch für einen Overkill aller Israelis. Und auf jeden Fall genug, um eine Evakuierung ganz Nordisraels zu erzwingen. Soll sich Israel das gefallen lassen?
Die Hisbollah ist geschwächt. Darüber, dass sie eine iranische Bestzungsarmee darstellt, die mit äußerster Gewalt das Land regiert, kann es kein Debatte mehr geben. Aber jetzt trauen sich die kritischen Stimmen erstmals auch ins Fernsehen. Gut gemacht von den Zionisten, dass das möglich ist. Hört mal rein:
https://x.com/facts_by_truth/status/2069521661267759482
Die äusserste Gewalt – Kriegsverbrechen – sind die israelischen genozidalen Bombardements von Gaza bis Beirut. Ohne den unprovozierten und völkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA auf Iran gäbe es das Problem der Hormus-Blockade übrgigens gar nicht.
Man sollte im Westen den Iran und das MoU ernst nehmen. Bisher versucht man immer wieder seitens der US-Regierung das unterzeichnete zu redefinieren, wie beim der angeblichen Verpflichtung des Iran, von den aufgetauten Geldern US-Landwirtschaftsprodukte zu kaufen. Steht nicht im MoA sondern ist nur eine Wunschvorstellung der US-REgierung.
Gleiches gilt für den Rückzug Israels aus Libanon. Ist vereinbart und muss passieren, wenn das MoA gültig sein soll.
Und Deutschland und Europa haben im arabischen Golf nun nichts verloren. Das sind nur deutsche Großmachtsphantasien.