
Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz wurde das ukrainische Volk ausgezeichnet. Ein fatales Signal an die Welt! Ein Kommentar.
Auszeichnung in München: Der Ukrainische Präsident Wolodimir Selenskjy hat stellvertretend für das ukrainische Volk den Ewald-von-Kleist-Preis entgegengenommen. Der Preis wurde 2009 von der Münchner Sicherheitskonferenz ins Leben gerufen. Letzte Preisträgerin dieses sogenannten Friedenspreises: Kaja Kallas. Der Namensgeber des Preises stammt vom Gründer des Wehrkundetages, aus der 1992 die Sicherheitskonferenz hervorging.
Es gäbe einiges zur Person dieses Ewald-Heinrich von Kleist zu sagen: so etwa, dass er Widerständler des 20. Juli 1944 war und damit unter Wehrmachtsoffizieren wirkte, die zwar Hitler beseitigen wollten, aber die zum Zeitpunkt von Hitlers Ableben eroberten Gebiete des Krieges einzubehalten planten. Treppenwitz der Geschichte: Teile der Ukraine waren im Sommer 1944 noch in deutscher Hand. Und nun erhält ein ukrainischer Präsident einen Preis, der eigentlich seinem Volk gebühren soll und dessen Mut und Widerstandsfähigkeit gilt.
Eine in Mut vereinte ukrainische Nation?
Ein Volk ist kein handelndes Subjekt. Die Preisstifter denken sich das aber offenbar genau auf diese Weise. Ukrainisches Volk: Das ist eine Chiffre, ein politischer Sammelbegriff, der Unterschiede ausblendet. In der Ukraine leben Menschen, deren Loyalität nicht gleichsam der ukrainischen Regierung gilt. Gerade im Osten des Landes ist die Mehrheit der Ukrainer kulturell und familiär enger an Russland gebunden. Die Würdigung des ukrainischen Volkes, simuliert nun, dass es eine homogene moralische Einheit gäbe, die nur einem einzigen Willen untergeordnet sei: dem Durchhalten und dem Mut vor dem Feind.
Die Preisvergabe soll darüber hinwegtäuschen, dass die Ukrainer heute mehr denn je ein uneiniges, ein zersplittertes Volk sind. Der Krieg hat die gespaltene Nation nicht etwa vereint, sondern die Kluft noch abgründiger werden lassen. Westen und Osten sind sich fremder denn je. Und die Jagdszenen der Feldjäger auf Männer, die an der Front verheizt werden sollen, hat nicht etwa zur Folge, dass sich die Ukrainer als stolzes Volk voller Mut betrachten, sondern immer häufiger an dieser Nation zweifeln, die einen Krieg führt, den man nicht gewinnen kann. Längst fragt man sich dort, ob es nicht besser sei, russische Zugeständnisse zu bewilligen und die in München prämierte Widerstandsfähigkeit aufzugeben.
Preise sollen gemeinhin etwas auszeichnen, das als gut und lobenswert erachtet wird: Ein gutes Buch. Ein schöner Film. Eine noble Haltung. Zumindest ist dies das Ideal. Wir wissen natürlich, dass dem längst nicht mehr so ist – Preisverleihungen sind Teil der Propagandaindustrie. Im Westen zeichnet man Umstände aus, die sich propagandistisch ausschlachten lassen. Dennoch glauben viele Menschen immer noch daran, dass etwas von hoher Güte ist, wenn es prämiert wird. Ein Volk, das sich im Krieg befindet: Was genau soll denn da eine Auszeichnung verdienen? Durchhalten? Leiden? Zerschossene Leiber? Abgerissene Glieder? Die Angst der Kinder vor Raketen und den Häschern der Feldgendarmerie?
Vom deutschen Boden geht Verherrlichung aus
Die Preisrichter zeichneten das würdevolle Leiden der Ukrainer aus. Und teilen ihnen damit durch die Blume der Preisverleihung mit, dass sie etwas tun, etwas erleiden, was aufzugeben weniger preiswürdig wäre. Denn der prämierte Durchhaltewillen soll der Welt suggerieren, was wirklich richtig, edel und belobigend ist: Durchhalten. Weitermachen. Der Zerstörung, dem Tod, den Verstümmelungen und Traumatisierungen zu trotzen. Wer das beenden möchte, wer nicht mehr durchzuhalten beabsichtigt, der muss wohl nicht damit rechnen, in München mit Preisvergaben aufgepeitscht zu werden. Im Krieg zu funktionieren als bravouröse Eigenschaft: Das ist die Botschaft, die die Münchner Sicherheitskonferenz für die Ukraine hat.
Dieser Ewald-von-Kleist-Preis ist Öl in loderndes Feuer. Ein ausgeübter Druck der Europäer – und Deutschen! – auf die Ukraine. Ein fatales Signal an die Welt, das voller Pathos die Hölle auszeichnet, während sich andernorts zäh um eine Verhandlungslösung bemüht wird. Der Beitrag zu jenen Gesprächen, der von deutschem Boden ausgeht: Die Würdigung und damit die Aufforderung, weiter durchzuhalten, es auszuhalten und weiterzumachen. Hieß es nicht mal, dass von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgehen soll? Beinhaltete das nicht auch, vom deutschen Boden aus nicht zu zündeln?
Der Mensch als Material, als Wesen in Stahlgewittern. Opferbereit und willens, einem Leben in Normalität abzuschwören. München hat eine symbolpolitische Entscheidung getroffen: Die Ukrainer machen es richtig. Durchzuhalten um des Durchhaltens willen mag manchem ja durchaus imponieren, denn das klingt nach Charakterstärke. Aber das ist kein politisches Ziel, sondern Ausdruck politischen Versagens. Standhaftigkeit mag eine Tugend sein – aber nicht, wenn Standhaftigkeit tödlich und zerstörerisch wirkt. Dann ist es eine Sackgasse, in der man zwar würdevoll stehen kann, die aber am Ende eine Falle darstellt. Verharren im Krieg ist keine moralische Leistung, die eines Preises bedarf. Wer das prämiert, offenbart die Schändlichkeit seines Treibens.
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Man kann getrost davon ausgehen, dass sämtliche westlichen Preise der letzten 10 und der kommenden Jahre an Feinde der Menschheit vergeben wurden und werden. Es sei denn, man betrachtet die Menschheit als Kampfroboter, denen nichts mehr heilig ist, weder Natur, noch Freiheit, und Humanismus gemäß Aufklärung schon gleich gar nicht. In 10 Jahren, sofern wir das erleben, wissen wir mehr.
Über diese seltsame Preisverleihung hab ich gar nichts mitbekommen.
Das ganze ist doch im höchsten Maße lächerlich, aber typisch für den Westen. Man hat nichts in der Hose und um dies zu kompensieren macht man Symbolpolitik, nicht nur im Fall der Ukraine.
Ich kann mich auch an keinen Fall erinnern, das ein ganzes Volk wegen seiner Kriegsleistungen einen Preis erhalten hätte. Nach dieser Logik hätte man den Völkern der Sowjetunion gleich mehre Preise für seine Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit im Krieg gegen Hitlerdeutschland verleihen müssen. Auch das vietnamesische Volk hat für eine opferreichen Kampf gegen die US-Aggression keinen Preis erhalten.
Der Westen setzt sich erneut den Gespött der zivilisierten Welt aus!
Es wird Zeit das der Westen von der Weltbühne abtritt. Selbst die westliche Clownerie nervt doch nur!
„Wahrlich, Agamemnon, es geziemt dir, jene im Geiste zu meiden, welche sich Philosophen nennen, doch nur im Unrat der Gosse nach Wahrheit suchen.“
Also Dich, tief in den Dreck sich einwühlenden Knallkörper, der mittels „KI“ Bildung heuchelt.
Preise sind wie Hämorroiden, irgendwann bekommt sie halt jedes Ar….loch
Aber Spass beiseite. Heute berichtet der Münchener Beobachter SZ, dass ukrainische Militärs als Ausbilder in der deutschen Armee, auch Bundeswehr genannt, eingesetzt werden sollen. Kommen dann etwa Asow-Faschisten, um ihr rechtes Gedankengut in der Bundeswehr zu verbreiten? Bundeswehr will Soldaten in die baltischen Staaten zwangsverpflichen, weil niemand von denen dort hin will. Und Musk will Russland den Zugang zu seinem Satellitensystem sperren, da sie keine Lizenzgebühren zahlen. Ich befürchte, dass Putin auch ohne dieses System weiss wo Kiew zu treffen ist. Es wird immer verrückter.
https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesregierung-liveblog-ukraine-bundeswehr-ausbilder-drohnenabwehr-heer-li.3366225
Die Wertegemeinschaft im Höhenflug:
Friedensnobelpreis an Machado, weil sie nicht Donald Trump heisst und darum gebeten hat ihr eigenes Land mit Krieg zu überziehen damit es wieder stärker vom Westen geplündert werden kann.
Jetzt ein Altnazi-Preis an die ukrainischen Banderas, um Rassismus (inkl Verbot von Sprachen), die massive Korruption und die Entführung (Bussifizierung) der eigenen Bevölkerung – um sie für US-Interessen an der Front zu verheizen – zu würdigen.
Was kommt als nächstes? Der Barack Obama Award für Israels erfolgreiches kaschieren von Folter? General Custer Preis für ethnische Säuberungen?
Unterdessen hält der Clown Rubio eine Lobrede auf den Kolonialismus/Imperialismus und verurteilt die überfallenen Länder dafür, dass sich einige gewehrt haben und ein fast schon epischer Sex/Erpressungsskandal wird erfolgreich unter den Teppich gekehrt. Währenddessen ernte ich (unter anderen) schräge Blicke vom Heer der Indoktrinierten, wenn ich das ganze Gebilde als viertes Reich bezeichne oder einfach auch nur Faschismus nenne.
Diese ganze Uneinigkeit und der Streit, das ist nichts Natürliches. Das wird von Juden und Freimaurern ins Volk getragen, um es zu spalten. In Wirklichkeit ist das Volk stark und hat eine einheitliche Meinung, die durch den Führer zum Ausdruck gebracht und umgesetzt wird.
Das ist das Weltbild des Nationalsozialismus. Hätte ich das jetzt nicht schreiben sollen? Doch. Trivialerweise lässt sich auch der Nazi nur widerlegen, indem man ihm zuhört.
Unübersehbar, dass es genau dieses Weltbild ist, das durch diese Preisverleihung gezeichnet werden soll. Es ist ein sehr öffnendes Outing. Dass das Bild im Land der Bussifizierungen und der vielen Flüchtlinge nicht stimmt, stört da natürlich überhaupt nicht. Realitätsbezug wäre eher störend.
Ist so eine Preisverleihung in anderen Ländern möglich? USA und westeuropäische Staaten scheiden schon mal aus. Aber das hier wäre auch Balten und Polen zu peinlich. Das ist urdeutsche Renazifizierung.
Was ja voraussetzt, dass es jemals eine Entnazifizierung gegeben hat. Nun ja, in Ansätzen. Nichts Ernstes.
Urdeutsch. Aha. Ich stimme Ihnen ja im Prinzip zu, was die sog. deutschen Eliten angeht (oder zumindest Teilen davon), aber Sie unterliegen ansonsten dem gleichen Denkfehler: „Die“ Deutschen sind nicht homogen.
Es ist eine kleine üble Minderheit, die sich ganz offen über den überwältigenden Mehrheitswillen hinwegsetzt. Das ist übrigens durchaus eine historische Parallele: Es war nicht das Volk, das Hitler gewählt hat, die Nazis hatten nie eine Mehrheit, im Gegenteil, die Wahlerfolge der Nazis schrumpften bereits und zwar massiv. Es war Von Hindenburg, der Hitler zum Reichskanzler ernannte (gedängt von Papen) mit allen bekannten Folgen. Weil man nämlich dachte, man könne ihn instrumentalisieren. Tja, blöd gelaufen.
Trotzdem wird uns übrigens mit dem Argument, dass das Volk ja schließlich Hitler gewählt habe, die direkte Demokratie im Bund verweigert, was historisch schlicht und einfach gelogen ist. Und dann heißt es wieder „die“ Deutschen müssten entnazifiziert werden. Es ödet mich an.
@Artur_C
Als den ersten Absatz las, war ich total verwirrt😉
Man sollte wirklich alles lesen 😉😊
Jaja, all diese Konsorten tragen Preisschilder und wer sie kaufen will muss die Kosten berappen! Die wirklich ehrwürdigen sind nzu haben!icht käuflich! Sie sind nur kostenlos
Sorry, korrekt muss es heißen:
Jaja, all diese Konsorten tragen Preisschilder und wer sie kaufen will muss die Kosten berappen! Die wirklich ehrwürdigen sind nicht käuflich! Sie sind nur kostenlos zu haben!
Ps. Die Autokorrektur kann einen verrückt machen, nicht nur wenn man sich zwischen verschiedenen Sprachen bewegt, sondern auch seit sich zusehends AI bzw. KI einschleicht, der Sprachen aber offensichtlich nicht hinreichend mächtig ist!
Klingt ein bisschen nach Nachruf. ⚰
Im Übrigen ist es erstaunlich, dass es nur 38.000 gefallene Ukrainer geben soll, insgesamt aber über 20.000 ukrainische Leichen zurückgegeben wurden, wenn man die Zahlen aus den Nachrichten zusammenzählt. D.h. über 50% Prozent der toten Ukrainer würden dann von Russland zurückgegeben, während die Zahl in bisherigen Kriegen nur im einstelligen Prozentbereich lag.
Entweder die Russen haben nichts besseres zu tun, als tagein tagaus Ukrainer zu sammeln oder die ukrainischen Zahlen sind kräftig getürkt.
Das sind sie.
Schon die massenhaft neu angelegten Soldatenfriedhöfe belegen das ganze Ausmaß. Erst recht die „Bussifizierungen“. Die wären ja nicht nötig wenn es nur so wenig Ausfälle gäbe.
Der für gewöhnlich gut unterrichtete Patrik Baab sprach schon vor Jahresfrist von über 600.000 toten ukrainischen Soldaten. Herausgefunden haben das Ukrainer, die das getan haben, was westliche „Journalisten“ nie tun: Gräber gezählt und Todesanzeigen studiert.
Von der Leichen hatte sich schon Ende 2022 (!!!) mal verplappert und von (damals!) 100.000 Toten gesprochen. Kiew war sauer, die Rede wurde aus dem Netz gelöscht, und später relativiert.
https://www.rnd.de/politik/von-der-leyen-100-000-tote-ukrainische-soldaten-ansprache-sorgt-fuer-irritation-BFHX6742Y42DY5MHLM2RCIJV7E.html
Ach was? Und seit wann ist das so? Vielleicht schon seit immer?
Was der Preis wert ist, sieht man ja an der vorangegangenen Preisträgerin: Kallas!
Gibt es überhaupt einen Staat der Welt, der diese „EU-Chefdiplomatin“ für voll nimmt?
Es gibt da diese Geschichte, daß sie nach Washington fuhr, um Marco Rubio zu sprechen, und gar nicht erst vorgelassen wurde. „Wegen Termingründen“. Das Gespräch war übrigens vereinbart!
Ende Februar war das.
Wohin die Reise gehen soll, hat derweil vonderleichen in ihrer Rede klar gemacht:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146376
Schon Pispers sagte über die „Die ist mir unheimlich! Die strebt ganz nach oben“
Derweil gibt es für „EUropa“ nur noch den Weg nach unten….
„Letzte Preisträgerin dieses … Friedenspreises: Kaja Kallas. “
Das reicht mir schon was ich zu dem Preis wissen muss.
Das ist ein Preis für die Ukronazis und deren Vorbild Adolf Hitler. Der hat allerdings Selbstmord begangen. Das sollten seine adepten auch berücksichtigen.
Es ist auffällig, das die brd der 2020er Jahre durch die Unterstützung der Ukraine den modrigen Mief der alten Sowjetzeiten erhält. Da werden Schlachten geschlagen, Helden gefeiert, Verdienstorden der Ukraine an Krethi und Plethie verliehen. Da kann der Westen nicht zurückstehen. Die alten kommunistischen Machthaber haben sich auch gegenseitig mit Blech behängt. Jatzt als der Ewald von Kleist-Preis.
Ach ja, der Persilschein-Inhaber Ewald-Heinrich von Kleist hatte Erfahrung an der Ostfront gesammelt.
„[…]“Mein geliebter Führer!“ von Helmut Ortner.
Tausende Deutsche schrieben im nationalsozialistischen Deutschland an ihren „Führer“: Fürbitten, Demutsbekundungen und Lobpreisungen. Dies greift Helmut Ortner in seinem neuen Buch auf, das Ende des Monats erscheint[…]“
Link:
https://hpd.de/artikel/mein-geliebter-fuehrer-23804
Anmerkungen:
Über 80 Jahre her, längst vergessen der weltlich-religiöse Kult um „den Führer“, aber A.H. würde heute in München (= einst Hauptstadt „der Bewegung“) auch einen Preis für „Mein Kampf“ erhalten, und wie Selensky einen Preis für sein „Bandera-Volk“ (= Selenskjs Anhänger in der Ukraine) erhalten. 🙁
Nichts Neues unter der deutschen Sonne also 😉
Ironische Grüße
Bernie