Dem ukrainischen Volke

Dem ukrainischen Volke
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz wurde das ukrainische Volk ausgezeichnet. Ein fatales Signal an die Welt! Ein Kommentar.

Auszeichnung in München: Der Ukrainische Präsident Wolodimir Selenskjy hat stellvertretend für das ukrainische Volk den Ewald-von-Kleist-Preis entgegengenommen. Der Preis wurde 2009 von der Münchner Sicherheitskonferenz ins Leben gerufen. Letzte Preisträgerin dieses sogenannten Friedenspreises: Kaja Kallas. Der Namensgeber des Preises stammt vom Gründer des Wehrkundetages, aus der 1992 die Sicherheitskonferenz hervorging.

Es gäbe einiges zur Person dieses Ewald-Heinrich von Kleist zu sagen: so etwa, dass er Widerständler des 20. Juli 1944 war und damit unter Wehrmachtsoffizieren wirkte, die zwar Hitler beseitigen wollten, aber die zum Zeitpunkt von Hitlers Ableben eroberten Gebiete des Krieges einzubehalten planten. Treppenwitz der Geschichte: Teile der Ukraine waren im Sommer 1944 noch in deutscher Hand. Und nun erhält ein ukrainischer Präsident einen Preis, der eigentlich seinem Volk gebühren soll und dessen Mut und Widerstandsfähigkeit gilt.

Eine in Mut vereinte ukrainische Nation?

Ein Volk ist kein handelndes Subjekt. Die Preisstifter denken sich das aber offenbar genau auf diese Weise. Ukrainisches Volk: Das ist eine Chiffre, ein politischer Sammelbegriff, der Unterschiede ausblendet. In der Ukraine leben Menschen, deren Loyalität nicht gleichsam der ukrainischen Regierung gilt. Gerade im Osten des Landes ist die Mehrheit der Ukrainer kulturell und familiär enger an Russland gebunden. Die Würdigung des ukrainischen Volkes, simuliert nun, dass es eine homogene moralische Einheit gäbe, die nur einem einzigen Willen untergeordnet sei: dem Durchhalten und dem Mut vor dem Feind.

Die Preisvergabe soll darüber hinwegtäuschen, dass die Ukrainer heute mehr denn je ein uneiniges, ein zersplittertes Volk sind. Der Krieg hat die gespaltene Nation nicht etwa vereint, sondern die Kluft noch abgründiger werden lassen. Westen und Osten sind sich fremder denn je. Und die Jagdszenen der Feldjäger auf Männer, die an der Front verheizt werden sollen, hat nicht etwa zur Folge, dass sich die Ukrainer als stolzes Volk voller Mut betrachten, sondern immer häufiger an dieser Nation zweifeln, die einen Krieg führt, den man nicht gewinnen kann. Längst fragt man sich dort, ob es nicht besser sei, russische Zugeständnisse zu bewilligen und die in München prämierte Widerstandsfähigkeit aufzugeben.

Preise sollen gemeinhin etwas auszeichnen, das als gut und lobenswert erachtet wird: Ein gutes Buch. Ein schöner Film. Eine noble Haltung. Zumindest ist dies das Ideal. Wir wissen natürlich, dass dem längst nicht mehr so ist – Preisverleihungen sind Teil der Propagandaindustrie. Im Westen zeichnet man Umstände aus, die sich propagandistisch ausschlachten lassen. Dennoch glauben viele Menschen immer noch daran, dass etwas von hoher Güte ist, wenn es prämiert wird. Ein Volk, das sich im Krieg befindet: Was genau soll denn da eine Auszeichnung verdienen? Durchhalten? Leiden? Zerschossene Leiber? Abgerissene Glieder? Die Angst der Kinder vor Raketen und den Häschern der Feldgendarmerie?

Vom deutschen Boden geht Verherrlichung aus

Die Preisrichter zeichneten das würdevolle Leiden der Ukrainer aus. Und teilen ihnen damit durch die Blume der Preisverleihung mit, dass sie etwas tun, etwas erleiden, was aufzugeben weniger preiswürdig wäre. Denn der prämierte Durchhaltewillen soll der Welt suggerieren, was wirklich richtig, edel und belobigend ist: Durchhalten. Weitermachen. Der Zerstörung, dem Tod, den Verstümmelungen und Traumatisierungen zu trotzen. Wer das beenden möchte, wer nicht mehr durchzuhalten beabsichtigt, der muss wohl nicht damit rechnen, in München mit Preisvergaben aufgepeitscht zu werden. Im Krieg zu funktionieren als bravouröse Eigenschaft: Das ist die Botschaft, die die Münchner Sicherheitskonferenz für die Ukraine hat.

Dieser Ewald-von-Kleist-Preis ist Öl in loderndes Feuer. Ein ausgeübter Druck der Europäer – und Deutschen! – auf die Ukraine. Ein fatales Signal an die Welt, das voller Pathos die Hölle auszeichnet, während sich andernorts zäh um eine Verhandlungslösung bemüht wird. Der Beitrag zu jenen Gesprächen, der von deutschem Boden ausgeht: Die Würdigung und damit die Aufforderung, weiter durchzuhalten, es auszuhalten und weiterzumachen. Hieß es nicht mal, dass von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgehen soll? Beinhaltete das nicht auch, vom deutschen Boden aus nicht zu zündeln?

Der Mensch als Material, als Wesen in Stahlgewittern. Opferbereit und willens, einem Leben in Normalität abzuschwören. München hat eine symbolpolitische Entscheidung getroffen: Die Ukrainer machen es richtig. Durchzuhalten um des Durchhaltens willen mag manchem ja durchaus imponieren, denn das klingt nach Charakterstärke. Aber das ist kein politisches Ziel, sondern Ausdruck politischen Versagens. Standhaftigkeit mag eine Tugend sein – aber nicht, wenn Standhaftigkeit tödlich und zerstörerisch wirkt. Dann ist es eine Sackgasse, in der man zwar würdevoll stehen kann, die aber am Ende eine Falle darstellt. Verharren im Krieg ist keine moralische Leistung, die eines Preises bedarf. Wer das prämiert, offenbart die Schändlichkeit seines Treibens.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →

Ähnliche Beiträge:

75 Kommentare

  1. Man kann getrost davon ausgehen, dass sämtliche westlichen Preise der letzten 10 und der kommenden Jahre an Feinde der Menschheit vergeben wurden und werden. Es sei denn, man betrachtet die Menschheit als Kampfroboter, denen nichts mehr heilig ist, weder Natur, noch Freiheit, und Humanismus gemäß Aufklärung schon gleich gar nicht. In 10 Jahren, sofern wir das erleben, wissen wir mehr.

    1. Genau „Feinde der Menschheit “ nenne ich die seit ™1974 auch immer..
      Seitdem Ignatz Bubis das Große Verdienstkreuz bekommen hat gebe ich keinen Pfifferling mehr auf derartige Auszeichnungen und Preise.
      Wir wissen ja immerhin jetzt wo die Kinder aus der Ukraine hin verschwunden sind.
      Großes Kino und ich soll mich nicht weiter aufregen…kicher

  2. Über diese seltsame Preisverleihung hab ich gar nichts mitbekommen.

    Das ganze ist doch im höchsten Maße lächerlich, aber typisch für den Westen. Man hat nichts in der Hose und um dies zu kompensieren macht man Symbolpolitik, nicht nur im Fall der Ukraine.

    Ich kann mich auch an keinen Fall erinnern, das ein ganzes Volk wegen seiner Kriegsleistungen einen Preis erhalten hätte. Nach dieser Logik hätte man den Völkern der Sowjetunion gleich mehre Preise für seine Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit im Krieg gegen Hitlerdeutschland verleihen müssen. Auch das vietnamesische Volk hat für eine opferreichen Kampf gegen die US-Aggression keinen Preis erhalten.

    Der Westen setzt sich erneut den Gespött der zivilisierten Welt aus!
    Es wird Zeit das der Westen von der Weltbühne abtritt. Selbst die westliche Clownerie nervt doch nur!

  3. ​„Wahrlich, Agamemnon, es geziemt dir, jene im Geiste zu meiden, welche sich Philosophen nennen, doch nur im Unrat der Gosse nach Wahrheit suchen.“

      1. Ja, das ist seltsam, dass jemand, der Wert auf Bildung klassischer Natur legt, sich ideologisch lieber von Busfahrern, Dachdeckern, Malermeistern, Kunstmalern, Straßenfegern, Sesamkringelverkäufern und Metallarbeitern führen lässt.

        1. auch das Lumpenkommentariat hat eine Antwort verdient:

          Ob wir können präsidieren
          Oder müssen Akten schmieren
          Ohne Rast und ohne Ruh‘
          Ob wir just Collegia lesen
          Oder aber binden Besen
          Das tut, das tut nichts dazu!
          …..
          Aber ob wir Neues bauen
          Oder Altes nur verdauen
          Wie das Gras verdaut die Kuh
          Ob wir in der Welt was schaffen
          Oder nur die Welt begaffen
          Das tut, das tut was dazu!

          1. Danke. Ich wage doch zu bezweifeln, ob die „Reaktion auf Sofa“ hier im Forum das auf irgendeine Art und Weise auf sich beziehen wird.
            Aber noch eine Verständnisfrage: Ideen und Umsetzung des Kunstmalers waren per se gut, weil sie „Neues“ geschaffen haben? Oder gibt es da noch andere Kriterien der Bewertung?
            Dem Immobilienproleten Donni kann man ja auch so einiges vorwerfen, aber bestimmt nicht, dass er nicht nichts verändert hätte in den US & A.

  4. Preise sind wie Hämorroiden, irgendwann bekommt sie halt jedes Ar….loch

    Aber Spass beiseite. Heute berichtet der Münchener Beobachter SZ, dass ukrainische Militärs als Ausbilder in der deutschen Armee, auch Bundeswehr genannt, eingesetzt werden sollen. Kommen dann etwa Asow-Faschisten, um ihr rechtes Gedankengut in der Bundeswehr zu verbreiten? Bundeswehr will Soldaten in die baltischen Staaten zwangsverpflichen, weil niemand von denen dort hin will. Und Musk will Russland den Zugang zu seinem Satellitensystem sperren, da sie keine Lizenzgebühren zahlen. Ich befürchte, dass Putin auch ohne dieses System weiss wo Kiew zu treffen ist. Es wird immer verrückter.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesregierung-liveblog-ukraine-bundeswehr-ausbilder-drohnenabwehr-heer-li.3366225

  5. Die Wertegemeinschaft im Höhenflug:
    Friedensnobelpreis an Machado, weil sie nicht Donald Trump heisst und darum gebeten hat ihr eigenes Land mit Krieg zu überziehen damit es wieder stärker vom Westen geplündert werden kann.
    Jetzt ein Altnazi-Preis an die ukrainischen Banderas, um Rassismus (inkl Verbot von Sprachen), die massive Korruption und die Entführung (Bussifizierung) der eigenen Bevölkerung – um sie für US-Interessen an der Front zu verheizen – zu würdigen.

    Was kommt als nächstes? Der Barack Obama Award für Israels erfolgreiches kaschieren von Folter? General Custer Preis für ethnische Säuberungen?

    Unterdessen hält der Clown Rubio eine Lobrede auf den Kolonialismus/Imperialismus und verurteilt die überfallenen Länder dafür, dass sich einige gewehrt haben und ein fast schon epischer Sex/Erpressungsskandal wird erfolgreich unter den Teppich gekehrt. Währenddessen ernte ich (unter anderen) schräge Blicke vom Heer der Indoktrinierten, wenn ich das ganze Gebilde als viertes Reich bezeichne oder einfach auch nur Faschismus nenne.

  6. Diese ganze Uneinigkeit und der Streit, das ist nichts Natürliches. Das wird von Juden und Freimaurern ins Volk getragen, um es zu spalten. In Wirklichkeit ist das Volk stark und hat eine einheitliche Meinung, die durch den Führer zum Ausdruck gebracht und umgesetzt wird.
    Das ist das Weltbild des Nationalsozialismus. Hätte ich das jetzt nicht schreiben sollen? Doch. Trivialerweise lässt sich auch der Nazi nur widerlegen, indem man ihm zuhört.
    Unübersehbar, dass es genau dieses Weltbild ist, das durch diese Preisverleihung gezeichnet werden soll. Es ist ein sehr öffnendes Outing. Dass das Bild im Land der Bussifizierungen und der vielen Flüchtlinge nicht stimmt, stört da natürlich überhaupt nicht. Realitätsbezug wäre eher störend.
    Ist so eine Preisverleihung in anderen Ländern möglich? USA und westeuropäische Staaten scheiden schon mal aus. Aber das hier wäre auch Balten und Polen zu peinlich. Das ist urdeutsche Renazifizierung.
    Was ja voraussetzt, dass es jemals eine Entnazifizierung gegeben hat. Nun ja, in Ansätzen. Nichts Ernstes.

    1. Urdeutsch. Aha. Ich stimme Ihnen ja im Prinzip zu, was die sog. deutschen Eliten angeht (oder zumindest Teilen davon), aber Sie unterliegen ansonsten dem gleichen Denkfehler: „Die“ Deutschen sind nicht homogen.

      Es ist eine kleine üble Minderheit, die sich ganz offen über den überwältigenden Mehrheitswillen hinwegsetzt. Das ist übrigens durchaus eine historische Parallele: Es war nicht das Volk, das Hitler gewählt hat, die Nazis hatten nie eine Mehrheit, im Gegenteil, die Wahlerfolge der Nazis schrumpften bereits und zwar massiv. Es war Von Hindenburg, der Hitler zum Reichskanzler ernannte (gedängt von Papen) mit allen bekannten Folgen. Weil man nämlich dachte, man könne ihn instrumentalisieren. Tja, blöd gelaufen.

      Trotzdem wird uns übrigens mit dem Argument, dass das Volk ja schließlich Hitler gewählt habe, die direkte Demokratie im Bund verweigert, was historisch schlicht und einfach gelogen ist. Und dann heißt es wieder „die“ Deutschen müssten entnazifiziert werden. Es ödet mich an.

      1. @ Bettina-di-Monaco

        „Weil man nämlich dachte, man könne ihn instrumentalisieren. Tja, blöd gelaufen.“

        Wieso blöd gelaufen? Es ist gelaufen wie zunächst, auch von den späteren Alliierten, geplant. Bis man im Frühjahr/Sommer begriff, dass die deutschen Machthaber den Ostfeldzug für eine Weile unterbrachen und sie mithin erkannten, dass die Deutschen eine Konstante europäischer Machtpolitik brutal anwandten – den Wortbruch. Das war die britische und französische Fehlenschätzung. Sie setzten auf die tumbe, teutonische Treue.
        Na ja, jetzt haben sie sie wieder.

      2. Absolut. In der deutschen Öffentlichkeit existiert ein breiter antifaschistischer Konsens. Aber wir sollen umerzogen werden. Die DNA soll umprogrammiert werden, wie es beim Kampf gegen den Friedenswillen formuliert wurde.
        Wer? Es gäbe „Kontinuitäten innerhalb der deutschen Eliten“, wie Jürgen Elsässer das vorsichtig formuliert hatte, als er noch links war.
        So in etwa.

  7. Jaja, all diese Konsorten tragen Preisschilder und wer sie kaufen will muss die Kosten berappen! Die wirklich ehrwürdigen sind nzu haben!icht käuflich! Sie sind nur kostenlos

    1. Sorry, korrekt muss es heißen:
      Jaja, all diese Konsorten tragen Preisschilder und wer sie kaufen will muss die Kosten berappen! Die wirklich ehrwürdigen sind nicht käuflich! Sie sind nur kostenlos zu haben!
      Ps. Die Autokorrektur kann einen verrückt machen, nicht nur wenn man sich zwischen verschiedenen Sprachen bewegt, sondern auch seit sich zusehends AI bzw. KI einschleicht, der Sprachen aber offensichtlich nicht hinreichend mächtig ist!

  8. Klingt ein bisschen nach Nachruf. ⚰
    Im Übrigen ist es erstaunlich, dass es nur 38.000 gefallene Ukrainer geben soll, insgesamt aber über 20.000 ukrainische Leichen zurückgegeben wurden, wenn man die Zahlen aus den Nachrichten zusammenzählt. D.h. über 50% Prozent der toten Ukrainer würden dann von Russland zurückgegeben, während die Zahl in bisherigen Kriegen nur im einstelligen Prozentbereich lag.
    Entweder die Russen haben nichts besseres zu tun, als tagein tagaus Ukrainer zu sammeln oder die ukrainischen Zahlen sind kräftig getürkt.

    1. Das sind sie.

      Schon die massenhaft neu angelegten Soldatenfriedhöfe belegen das ganze Ausmaß. Erst recht die „Bussifizierungen“. Die wären ja nicht nötig wenn es nur so wenig Ausfälle gäbe.

      Der für gewöhnlich gut unterrichtete Patrik Baab sprach schon vor Jahresfrist von über 600.000 toten ukrainischen Soldaten. Herausgefunden haben das Ukrainer, die das getan haben, was westliche „Journalisten“ nie tun: Gräber gezählt und Todesanzeigen studiert.

      Von der Leichen hatte sich schon Ende 2022 (!!!) mal verplappert und von (damals!) 100.000 Toten gesprochen. Kiew war sauer, die Rede wurde aus dem Netz gelöscht, und später relativiert.

      https://www.rnd.de/politik/von-der-leyen-100-000-tote-ukrainische-soldaten-ansprache-sorgt-fuer-irritation-BFHX6742Y42DY5MHLM2RCIJV7E.html

    2. Entweder die Russen haben nichts besseres zu tun, als tagein tagaus Ukrainer zu sammeln oder die ukrainischen Zahlen sind kräftig getürkt.

      Ukrainische Zahlen getürkt? Gehts nocht?

      Es ist doch offensichtlich und klar – die Russen plündern heimlich ukrainische Friedhöfe, und geben die Beute dann als tote Soldaten zurück.
      Oder auch gut möglich, dass die Russen da auch eine Kreislaufwirtschaft eingerichtet haben, dh. sie stehlen morgen dieselben Leichen, welche sie heute zurückgegeben haben. Und das immer wieder und wieder !
      Diese Russen aber auch !

  9. Wir wissen natürlich, dass dem längst nicht mehr so ist – Preisverleihungen sind Teil der Propagandaindustrie.

    Ach was? Und seit wann ist das so? Vielleicht schon seit immer?

  10. Was der Preis wert ist, sieht man ja an der vorangegangenen Preisträgerin: Kallas!

    Gibt es überhaupt einen Staat der Welt, der diese „EU-Chefdiplomatin“ für voll nimmt?
    Es gibt da diese Geschichte, daß sie nach Washington fuhr, um Marco Rubio zu sprechen, und gar nicht erst vorgelassen wurde. „Wegen Termingründen“. Das Gespräch war übrigens vereinbart!
    Ende Februar war das.

    Wohin die Reise gehen soll, hat derweil vonderleichen in ihrer Rede klar gemacht:

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=146376

    Schon Pispers sagte über die „Die ist mir unheimlich! Die strebt ganz nach oben“
    Derweil gibt es für „EUropa“ nur noch den Weg nach unten….

  11. Das ist ein Preis für die Ukronazis und deren Vorbild Adolf Hitler. Der hat allerdings Selbstmord begangen. Das sollten seine adepten auch berücksichtigen.

  12. Es ist auffällig, das die brd der 2020er Jahre durch die Unterstützung der Ukraine den modrigen Mief der alten Sowjetzeiten erhält. Da werden Schlachten geschlagen, Helden gefeiert, Verdienstorden der Ukraine an Krethi und Plethie verliehen. Da kann der Westen nicht zurückstehen. Die alten kommunistischen Machthaber haben sich auch gegenseitig mit Blech behängt. Jatzt als der Ewald von Kleist-Preis.
    Ach ja, der Persilschein-Inhaber Ewald-Heinrich von Kleist hatte Erfahrung an der Ostfront gesammelt.

  13. „[…]“Mein geliebter Führer!“ von Helmut Ortner.

    Tausende Deutsche schrieben im nationalsozialistischen Deutschland an ihren „Führer“: Fürbitten, Demutsbekundungen und Lobpreisungen. Dies greift Helmut Ortner in seinem neuen Buch auf, das Ende des Monats erscheint[…]“

    Link:

    https://hpd.de/artikel/mein-geliebter-fuehrer-23804

    Anmerkungen:

    Über 80 Jahre her, längst vergessen der weltlich-religiöse Kult um „den Führer“, aber A.H. würde heute in München (= einst Hauptstadt „der Bewegung“) auch einen Preis für „Mein Kampf“ erhalten, und wie Selensky einen Preis für sein „Bandera-Volk“ (= Selenskjs Anhänger in der Ukraine) erhalten. 🙁

    Nichts Neues unter der deutschen Sonne also 😉

    Ironische Grüße
    Bernie

    1. Google KI sagt:

      Am 19./20. März 1945 zeichnete Adolf Hitler im Garten der Reichskanzlei in Berlin Mitglieder des sogenannten „letzten Aufgebots“ – junge Hitlerjungen (darunter Alfred Czech und Wilhelm Hübner) und ältere Volkssturmmänner – mit dem Eisernen Kreuz aus
      . Diese propagandistische Aktion kurz vor Kriegsende unterstrich den Einsatz von Minderjährigen und älteren Männern an der Front.

      Der Ukrainekrieg ist zwar bald (Juni?) auch zuende, aber immerhin ist es nicht Selenzki, der solcherlei Orden verleiht,
      – oder doch?

  14. Die Deutschen lieben es, Preise zu verleihen. Bambi, Karlspreis und jetzt Ewald-von-Kleist etwas Nettes aus Plastik für eine nicht quantifizierbare Leistung eines imaginierten Heroen.
    Bei der Situation in der Ukraine sind wir nicht so weit weg von den letzten Augenblicken vor der zerbombten Reichskanzlei. Kurz vor der Stunde Null, noch eine Auszeichnung.
    Unmittelbar nach der Stunde Null war alles im Widerstand, war allen schon immer klar, dass alles falsch war, und die Geschäfte konnten weitergehen.

    Das wird auch nach Kriegsende in der Ukraine so sein. Nach einer kurzen Schamfrist werden die deutschen Medien auf die Bedeutung der Kooperation und die positiven Aspekte der deutsch-russischen Geschichte verweisen und natürlich auf die Vorteile von Handel und Zusammenarbeit. Alles andere war ein Mißverständnis, an allem waren nur X schuld.

    Daher Beweise sammeln, bevor die öffentlichen und gekauften privaten Medien auch den letzten Archivinhalt gefälscht haben.

    1. Das erinnert mich an das Bild, als Adolf vor der zerbombten Berliner Kulisse, selbst schon
      heftig gesundheitlich angeschlagen, Jungs mit Lametta behängt, die sich als Flackhelfer
      nützlich gemacht hatten. Alle diese Jungs sollen die letzten Tage des Krieges nicht überlebt
      haben.

  15. „[…]Rosenmontagsumzug Tilly legt mit neuem Putin-Wagen nach Stand: 16.02.2026 10:42 Uhr.

    Eine neue Spitze in Richtung Moskau: Karnevalswagenbauer Tilly hat beim Rosenmontagsumzug in Düsseldorf einen Motivwagen präsentiert, der seine Verfolgung durch die russische Justiz thematisiert. Solidarität kommt aus Köln.

    Ein grimmiger Putin spießt einen kleinen Narren mit dem Schwert auf, der Winzling schlägt tapfer mit einer Papp-Klatsche zurück. So hat der Karnevalswagenbauer Jacques Tilly seine eigene Verfolgung durch die russische Justiz beim Düsseldorfer Rosenmontagszug aufs Korn genommen.

    „Dieser Wagen ist unser närrischer Kommentar zu der ganzen Sache“, sagte Tilly. Die Mottowagen sind traditionell bis Rosenmontag streng geheim.

    Wegen seiner Spitzen gegen den Kreml wird Tilly in Moskau derzeit in Abwesenheit der Prozess gemacht. Die russische Justiz wirft dem Künstler unter anderem vor, den Präsidenten Wladimir Putin mit seinen früheren Wagen beleidigt zu haben[…]“

    „[…]“Angriff auf Narrenfreiheit“

    Über den Prozess und die Vorwürfe gegen ihn sei er immer noch nicht informiert worden, sagte Tilly. Die ihm zugeteilte Pflichtverteidigerin habe sich auch nicht bei ihm gemeldet. Es handle sich um einen Propagandaprozess eines totalitären Regimes, so der Künstler. „Höchstwahrscheinlich steht das Urteil gegen mich auch schon fest. Ich nehme an, es werden viele, viele Jahre Straflager sein.“[…]“

    Link:

    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/karneval-tilly-russland-anklage-100.html

    Übrigens im selben, oben verlinkten, Tagesschauartikel ist auch zu lesen:

    „[…]Zuvor war Kritik laut geworden, weil in diesem Jahr kein Putin-Wagen im Kölner Rosenmontagszug mitfährt. Auch in Mainz gibt es keinen Wagen mit Putin-Bezug. Zur Begründung hieß es von den dortigen Offiziellen, Putin und der Krieg gegen der Ukraine seien in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Thema gewesen, und man wolle „eine gewisse Redundanz vermeiden“[…]“

    Anmerkung:

    Jaques Tilly ist auch kein Putin-Freund, und macht daraus keinen Hehl, dass er Putins Russland für eine Autokratie hält.

    Ergo wäre so jemand, der anderen Propaganda vorwirft, ein lohnendes Ziel für die UKROS, und die russische Opposition, der ja auch Frau Nawalnaya angehören soll.

    Ein Fake-Prozeß würde bei einem solchen anti-russischen Fanatiker namens Jaques Tilly wie eine Bombe einschlagen, denn es ist schon seltsam, dass die Nachricht schon länger bei Jaques Tilly rumgeistert, er aber bis dato noch keine Infos zum Prozeß erhalten hat, außer, dass dieser Prozeß immer mal wieder verschoben wird. Monate lang nix Neues unter der Sonne für Herrn Jaques Tilly, aber er nimmt es in seinem anti-russischen Furor natürlich für bare Münze 🙁

    Gruß
    Bernie

    1. Ergänzung:

      https://hpd.de/sites/hpd.de/files/field/popup_bild/260216_stuttmann.jpg

      Scheint auch bei Karikaturisten ein regelrechter „Volkssport“ zu sein Putin zu verhöhnen, aber eigenen deutsche PolitikerInnen, aus Angst vor § 188 StGB „Politikerbeleidigung“, zu schonen – man könnte ja sonst strafrechlich in vor BRD-Strafgerichten belangt werden, also richtet man seine Kritik wohlfeil an ausländische PolitikerInnen, wobei aber ebenfalls Sankt Selenskij, der wertewestlich Heilige Mann aus Kiew, ganz offensichtlich geschont wird *Ironie*

      Gruß
      Bernie

    2. qua qua qua qua: Feindbild-Aufbau . Das haben die Nazi schon 1940 ff vorgehüpft,
      und bis heute wuchert dieses Implantant durch die Schädel der Teutschen. Heil !

      1. 👍 Ich wies bereits darauf hin. Nix gelernt unsere „Eliten“ – nicht einmal 2 haushoch verlorene Weltkriege haben bei denen für einen Lerneffekt gesorgt 👍

        Gruß
        Bernie

  16. @ Bernie

    „Ich [Tilly] nehme an, es werden viele, viele Jahre Straflager sein.“[…]“

    Ich nahm an, er ist da schon, im Straflager „Köln Karneval“.

  17. Ich fand die Wagen und Skulpturen von Tilly nie besonders witzig. Insbesondere, weil
    bei den Umzügen ja tausende von Kindern zusehen. Wenn man dann den Gegensatz der
    deutschen Justiz dagegen hält, die einen Rentner, der eine satirische Fotomontage im Netz
    nur weitergeleitet hat, auf der Habeck zu sehen war und auch richtig bezeichnet wurde,
    dann kann man sich eigentich über eine Strafverfolgung durch Russland nicht wundern.
    Wenn die Russen Whatafool oder Merz so darstellen, wie Tilly das mit Putin gemacht hat,
    würden die Russland noch vor 2029 den Krieg erklären.

    1. @Träumer

      Sehe es wie Sie.

      Übrigens so ein Gedanke, der mir als historisch interessiertem Menschen, gerade durch den Kopf geistert.

      Gab es nicht schon einmal eine Zeit wo der Karneval politisch für politische Zwecke, z.B. Hasspropaganda gegen jüdische MitbürgerInnen, mißbraucht wurde:

      „[…]1933 bis 1945 – Karneval im Nationalsozialismus[…]“

      Link:

      https://www.kölner-karneval.de/historie-koelner-karneval/nationalsozialismus

      Tilly steht da ja in einer düsteren Tradition des politischen Mißbrauchs des Karneval in Deutschland 😉

      Gruß
      Bernie

      1. Ergänzung:

        Gab es eigentlich auch spöttische Karnevalswagen über die Merz-Klingbeil-Regierung?

        Oder gab es die nicht weil Karnevalsmensch Angst vor dem neuen 188 StGB hatte, der Politikerbeleidigungen deutscher Spitzenpolitiker neuerdings unter Strafe stellt?

        Würde mich echt einmal interessieren

        1. Korrektur – es gab Sie, aber die haben sich nur an Merz/Söder, und der AfD, abgearbeitet, andere politische Richtungen, im Inland, wurden von Jaques Tilly auffällig geschont:

          „[…]Politischer Rosenmontag in Düsseldorf. Die Satire schlägt zurück von Gisa Bodenstein[…]“

          Link:

          https://hpd.de/artikel/satire-schlaegt-zurueck-23810

          Interessant ist wen sich Tilly im Ausland vorgeknöpft hat – allesamt „Autokraten“ – inkl. Trump 😉

          Jaques Tillys Karnevalswagen scheint eine links-grün-gelbe Schlagseite zu haben?

          Siehe auch sein Motivwagen zum „Generationenvertrag“ – dazu hat Albrecht Müller schon gesagt, dass das eine Mär ist, was Tilly hier karikiert. Gut, er scheint die Nachdenkseiten nicht zu kennen, denn sonst hätte er wohl einen anderen Motivwagen – mit „Zockern diverser Versicherungskonzerne“, die nach der „Aktienrente“ schielen, gebaut.

          Außerdem scheint er ein blind ergebener Freund der Ukraine zu sein?

          Oder habe nur ich diesen Eindruck?

          In einem Motivwagen erwähnt er z.B. die „Kälteopfer“ in der Ukraine, aber wo ist eigentlich der Motivwagen, der sich mit den Berliner „Kälteopfern“ 2026 – durch tagelangen Stromausfall in Berlin – beschäftigt?

          Oder sind die Berliner, die in der Kälte saßen, Herrn Tilly herzlich egal?

          Fragen über Fragen 😉

          Ironische Grüße
          Bernie

    2. Könnte es sein, dass die „Abteilung Agitation und Propaganda beim Zentralkomitee der …“ sich die russische Reaktion auf den Papp-Putin komplett ausgedacht hat? Motiv: Wir müssen dem Karneval mal bisschen helfen!
      Beim Schaum haben sie nichts gemerkt, freuen sich aber über ein Thema mit Bild?
      Prozess in Abwesenheit, Pflichtverteidiger – wegen Pappe? Russisch kommt das nicht rüber. Da braucht man sich nur den Lawrow vorzustellen.
      Wahrscheinlich üben die Psy-Ops noch an Mentholzigarette und Schlafwagenschaffner.

      1. @Götz

        Neige Ihnen zuzustimmen – die Sache mit dem angeblichen Prozess gegen Jaques Tilly wabbert schon seit über einem halben Jahr, oder länger, im Web herum.

        Jaques Tilly sieht in Putin schon seit dessen Amtsantritt im Kreml als einen Autokraten an, nicht erst seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022, sondern schon etliche Jahre vorher 😉

        Soll heißen so ein „Russenfresser“ ist natürlich ideal als ihn als westliches Opfer Putins darzustellen – Tilly selber sieht das wohl nicht so in seiner Verblendung. Eigentlich auch hier nichts Neues seit dem Kalten Krieg.

        Gruß
        Bernie

        PS: ‚Der Prozess“ wurde immer Mal wieder verschoben 🙄 Seltsam, nicht wahr?

  18. „… Hieß es nicht mal, dass von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgehen soll? Beinhaltete das nicht auch, vom deutschen Boden aus nicht zu zündeln?
    —-
    Ja. Genau das ist es, was darunter zu verstehen ist, aus historischer Verantwortung heraus zu handeln.
    Mit dem Preis zeichnen europäische Politiker nicht nur Selenski aus, sondern auch sich selbst. Dies dient dem Zweck, nach einer politischen und militärischen Niederlage, dennoch als moralischer Sieger dazustehen.
    Das soll in den Köpfen der westlichen Welt haften bleiben.
    Nibelungentreue beschwören, als Entschuldig für politisches Versagen. Es lässt auch geschickt die wahren Hintergründe des Krieges vergessen.
    Ein PR-Trick, wenn man so will.
    Die leidvolle Realität, wie sie sich für die ukrainische Zivilbevölkerung und dem Einzelnen an der Front darstellt, bleibt in der westlichen Welt bewusst unerwähnt. Diese Leute sterben nicht für ihr Land, sie sterben für Selenski und für westliche Politiker.
    Aber das wird in dem sehr guten Artikel ja bereits klar formuliert.

  19. Nur ein weiterer Schlag ins Gesicht der Demokratie und eine weitere Verhöhnung der Opfer der Ukronazis

    Es ist kein Erbe, das im Schlafe ruht,
    Kein stiller Fels in stummem Zeitgeschehen.
    Sie braucht den Stolz, sie braucht den Mut,
    Um gegen jene, die sie hassen, festzustehen.

    Die Freiheit ist kein sanftes Ruhekissen,
    Sie ist ein Schrei, ein Recht, ein steter Streit.
    Wer schweigt, wird bald die Stimme missen,
    In einer Welt, die blind dem Zwang sich weiht.

    Hört ihr den Hall der Tausend Schritte?
    Die Macht gehört nicht dem, der oben thront.
    Sie wohnt in uns, in unserer Mitte,
    Dort, wo das freie Wort im Geiste wohnt.

    Zerreißt das Netz aus Angst und lichten Lügen,
    Bevor die Gleichgültigkeit das Licht bricht.
    Wir lassen uns nicht beugen, nicht betrügen –
    Denn wer nicht wählt, der wird gewählt, vergisst das nicht!

    Steht auf für das, was uns erst menschlich macht,
    Verteidigt jeden Funken, jede Zeile.
    Damit das Morgen nicht in Grau erwacht:
    Demokratie ist Tat, nicht Langeweile!

  20. Guter Artikel. Vielen Dank!
    Von dieser Preisverleihung hatte ich noch gar nicht gehört.
    Sie paßt aber zur „Zeitenwende“.

    Heldenverehrung wie im Deutschland der Nazi-Zeit.

  21. Ich frage mich seit Monaten wie lange die Ukrainer, die noch denken können, dieses unwürdige Spiel noch mitmachen? Wann werden sie verstehen, dass sie von den Amis und Vasallen für einen Krieg missbraucht. werden, der letztendlich auf die Vernichtung der Ukraine hinausläuft? Wieviel Tote müssen sie noch ertragen?
    Fragen über Fragen….

    1. Es war vielleicht ein Fehler Russlands, den Krieg die ersten Jahre auf die Ost-Ukraine zu beschränken. So blieben die verbreiteten ukr. Ultra-Nationalisten im Gebiet Lwiw weitgehend unberührt vom Krieg. Dass ihre Landsleute im Donbas starben war für sie wohl weitgehend egal, hatten sie diese ja bereits Jahre zuvor zB während der ATO von Poroschenko gnadenlos selbst beschossen.

      Erst nachdem Kiew mit Angriffen auf Energieanlagen und auf Teile der nuklearen Triade in Russland massiv provozierte, startete Russland seinen Raketen- und Drohnenkrieg gegen den Westen der Ukraine.

      Nun scheint dort zunehmend mehr Menschen zu dämmern, dass der Untergang des Landes bevor steht.

      Erstaunlich ist es trotzdem, wir lange es dauert, bis einem Großteil der Bevölkerung dämmert, wo der wahre Feind steht. Hat ja auch in Deutschland während des 2. Wk lange gedauert.

      Aber wer weiß, vielleich geht es am Ende dann doch recht schnell und Selensky könnte das gleiche Schicksal wie Mussolini treffen.

  22. Dem „ukrainischen Volk“ muss natürlich jetzt eine Höchstzahl an Preisen verliehen werden. Denn in wenigen Jahrzehnten wird es kein „ukrainisches Volk“ mehr geben. Wer sich die demographischen Zahlen des Staates 404 ansieht, begreift, das die Bevölkerung des Staates 404 bald nicht mehr existieren wird.
    Dann ist natürlich die Frage erlaubt, wer eigentlich zum „ukrainischen Volk“ gehört. Die ethnischen Russen wohl nicht. Dann die ethnischen Ungarn auch nicht. Die Roma, Griechen…Rusinen, Rumänen auch nicht.
    Ich vermute, das die Preisverleiher wohl die Bandera- Anbeter in Lemberg und umliegenden Dörfern zum „Ukrainischen Volk“ ernannt haben. Damals und heute „Waffenbrüder“…

    1. Zur Wiedervorlage mit Ergänzung speziell zu @Roman (nach verunglückter Erstsendung am 17.02.2026 um 19:57):

      „Ethnische Russen und andere ethnische Minderheiten gehören als politische Nation zum „ukrainischen Volk“.“

      Sieht aus wie ein deutscher Satz, ist aber eine typisch transatlantisch-westschlandische Begriffsverwirrung, und auch noch maximal verschwurbelt (WTF soll denn eine „politische Nation“ sein?):

      Wenn im Englischen von „nation“ die Rede ist, meint das mal „Staat“, mal „Ethnie“, und populistisch auch „Staatsvolk“. Ein Ami oder Brit‘ kann das je nach Kontext meist auseinanderhalten. Anders bei transatlantisch Sozialisierten und „Gebildeten“ in Westschland: Auch andere „false friends“ werden ja da „eingedeutscht“ und falsch verwendet.* Wenn man in diesem Fall zur „Nation“ noch das auch im Deutschen „umstrittene“, weil mehrdeutige und elend missbrauchte „Volk“ zugibt und alles gut verrührt, ist die Verwirrung komplett, besonders beim abgeleiteten Begriff „Nationalität“. Simpels blicken dann gar nicht mehr durch, und Meinungsmacher setzen das eben gerade deshalb auch gern gezielt so ein – wie ja oben RdL darlegte.

      Dagegen war im DDR-Idiom der deutschen Sprache die Sache klar und eindeutig geregelt: In allen Ausweisen gab es die Zeile „Nationalität“, was eineindeutig „Ethnie“ in Sinne von Abstammung, Sprache und kultureller Identität bedeutete („deutsch“, „ungarisch“, …). Und zweitens „Staatsangehörigkeit“ – „DDR“, oder bei Ausländern mit Aufenthaltserlaubnis die lt. ihrem Reisepass oder „staatenlos“. Ähnlich in allen Ländern des „Ostblocks“**. Die entsprechenden Regelungen in der UdSSR lasse ich jetzt wegen gebotener Kürze weg, obwohl die speziell in Bezug auf die „Ukraine“ interessant sind.

      Ansonsten siehe meine früheren Auslassungen zum Thema:

      https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/dolchstosslegende-neuen-typs/#comment-265218

      https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/dolchstosslegende-neuen-typs/#comment-265640

      https://overton-magazin.de/top-story/westliche-laender-haben-die-souveraenitaet-der-ukraine-untergraben/#comment-272288

      https://overton-magazin.de/top-story/nur-uns-gehoert-das-land/#comment-313361

      https://overton-magazin.de/top-story/merz-selenskiy-soll-dafuer-sorgen-dass-die-jungen-maenner-in-der-ukraine-bleiben/#comment-313594

      ——————-

      *) ähnliche Beispiele: engl. „social media“ meint eben nicht dt. „_soziale_ Medien“; oder „technology“ nicht dt. „Technologie“ …

      **) so in meinem ersten Ausweis:
      – Národnost: německá (Nationalität: deutsch)
      – Státní příslušnost: československá (Staatsangehörigkeit: tschechoslowakisch)

      1. Nachtrag zur „Wiedervorlage“ vom 18. Februar 2026 um 23:55 Uhr:

        In einem „Kommentar zum Kommentar“ (von „Wenzels Liste“, wo ich o.g. Beitrag geteilt hatte) wird auf eine mögliche Inspirationsquelle der Ukronazis hingewiesen:
        ———
        Ich vermute, mit dem „ukrainischen Volk“ ist in dem Zusammenhang etwas analog zum Reichsbürgergesetz vom 15. September 1935 gemeint (https://de.wikisource.org/wiki/Reichsb%C3%BCrgergesetz):
        „§ 2 (1) Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes, der durch sein Verhalten beweist, daß er gewillt und geeignet ist, in Treue dem Deutschen Volk und Reich zu dienen.“
        ———

        Aus meiner Antwort darauf:
        ———
        Das ist eine wichtige, sehr zutreffende Ergänzung: Die Original-Banderisten der 1940er Jahre hatten ja die NS-Ideologie voll verinnerlicht und eifrig in die Praxis umgesetzt – gegen die ihrer Ansicht nach „rassisch minderwertigen“ Minderheiten, vulgo „Untermenschen“, in dem ihnen von den deutschen Faschisten zugebilligten Machtbereich.

        Und ihre Enkel im Geiste machen da heute einfach weiter – nach siebzigjähriger, maßgeblich von eben den „Untermenschen“ erzwungener Pause, und mit großer Sympathie und vollster Unterstützung „unserer Wertegemeinschaft“ …

        Auf diesen rassistischen Überlegenheitswahn hatte ich bereits kurz nach „Maidan“ hingewiesen – hier zitiert (aus HELLO1169 vom 26.02.2014) am letzten Nikolaustag (06.12.2025 02:03 Uhr, https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/die-ukraine-zwischen-hoffnung-und-zusammenbruch/#comment-322829).

        Inzwischen haben diese Faschisten, pardon, Kämpfer für nicht zuletzt auch unsere Freiheit, in dem obskuren geopolitischen Gebilde namens „Ukraine“ maßgebliche Machtpositionen erobert und jegliche Hemmungen fallen gelassen. Darauf weist weiter unten – im Kommentar Nr. 30 vom 17. Februar 2026, 15:38 – „RustyNail“ hin – mit einem noch vor nicht allzu langer Zeit für schier undenkbar gehaltenen Zitat nebst Originalquelle.
        (https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/dem-ukrainischen-volke/#comment-356671)
        ———

        Wenzel

  23. @“Dem ukrainischen Volke“

    Ist Merz schon Regierungschef in der Ukraine oder wird er es falls Selenskij abgelöst wird???
    Fragen über Fragen 🙂

  24. Der Botschafter der Ukraine in London, Vadym Prystaiko, sagte in einem Interview in der „newsweek“ am 7.1.2023:

    „Der Westen hat jetzt eine einzigartige Chance. Es gibt nicht viele Nationen auf der Welt, die es sich erlauben würden, so viele Menschenleben, Territorien und Jahrzehnte der Entwicklung zu opfern, um einen Erzfeind zu besiegen.“

    https://www.newsweek.com/putins-war-plan-reaching-critical-momentukraine-ambassador-1771840

    Das ZDF meint: „Europa hält die Ukraine am Leben“ !!

    „Bei all den Krisen droht eines unterzugehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist nach München. Die USA haben sich von der Unterstützung verabschiedet. Europa hält die Ukraine am Leben, ist aber bei den Verhandlungen über einen Frieden nicht dabei.“

    https://www.zdfheute.de/politik/muenchner-sicherheitskonferenz-europa-usa-partnerschaft-100.html

  25. Die deutsche Symbiose aus gut und schlecht, hatte sich WWI-2 selbst zugeführt, um endlich sich dem 3 Verlust zu ergeben.
    Das Problem liegt nicht in der Intelligenz der Menschen, sondern im deutschen System der Antidemokraten verankert.
    Der deutsche Bewohner ist intelligent, aber zu blöd die Politik zu verstehen.
    Diese deutsche Politik ist Abschaum und das wird durch jede Fraktion der politischen Kaste bestätigt.
    Damit attestiert die deutsche Politik ihren nicht vorhandenen demokratischen Sinn.
    Heute ist das Jahr 2026, seit wievielen Dekaden leiden die Menschen unter dieser Politik?

  26. …Der Mensch als Material, als Wesen in Stahlgewittern. Opferbereit und willens, einem Leben in Normalität abzuschwören. München hat eine symbolpolitische Entscheidung getroffen: Die Ukrainer machen es richtig…

    Das ist ja im Prinzip die Aussage von dem Anführer des faschistischen Asov-Regiments Andriy Biletsky, ein ehemaliges Mitglied der ukrainischen Werchowna Rada wo er dann 2019 (!) aus der Rada ausschied. Bilezkyj dient als Brigadegeneral in der ukrainischen Armee. Im Jahr 2025 wurde er zum Kommandanten des 3. Armeekorps ernannt. Zuvor kommandierte er die 3. separate Sturmbrigade, die aus Veteranen des ursprünglichen Asow-Regiments besteht.

    In einer charakteristischen Aussage wurde der Neo-Nazi mit den Worten zitiert:
    „Die Ukrainer sind Teil (und einer der größten und hochwertigsten) der europäischen weißen Rasse. Ras – Schöpfer einer großen Zivilisation, der höchsten menschlichen Errungenschaften.
    Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment besteht darin, die Weißen Rassen der Welt in einem letzten Kreuzzug für ihr Überleben zu führen, einem Kreuzzug gegen die von Semiten geführten Untermenschen.“

    Im Original: “Ukrainians are part (and one of the largest and highest quality) of the European White Race. Ras-Creator of great civilization, the highest human achievements. The historical mission of our Nation, in this turning point, to lead and lead the White peoples of the whole world into the last crusade for its existence against the Semitic-led untermenschen”
    https://www.antiwar.com/blog/2025/04/22/ukrainian-racial-social-nationalism/

    Das hört sich ja jetzt nicht so an, dass der Herrenmensch an einem schönen sonnigen Tag sein normales Leben leben kann… Zumindest nicht bis alle – in den Augen der Neo-Nazis – „Untermenschen“ ausgerottet und abgeschlachtet sind.

    Es lohnt sich den ganzen Artikel mal durchzulesen, man bekommt einen perfekten Einblick in die geistesgestörte Welt der ukrainischen Hardcore-Nazis und wen oder was die transatlantische Elite wirklich unterstützt.

    1. Solche Leute wurden ja in Nürnberg mal mit dem großen
      Wilhelm-Keitel-Preis am Band geehrt.
      Eine schöne Tradition, die man durchaus wiederbeleben sollte!

  27. Diese Zusammenrottungen von Nazis 2.0, ob nun bei MSC, den NATO-Treffen, Brüssel oder den Absurdistan-Preisverleihungen der letzten 10 Jahre zeigen doch im Prinzip nur eines:
    sie klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, wohlwissend, dass die Bürger der Länder längst nicht mehr hinter ihnen stehen und sie am liebsten auf den Mond schießen würden, wenn Elon eine Rakete mit entsprechender Traglast konstruieren würde, aber nicht auf den Mond der Erde, sondern auf einen des Neptun. Möglichst dort, wo die Sonne nur noch als Stern unter 1000en erscheint und sie keinen Schaden mehr anrichten können.
    Ich denke mal, dass die Bevölkerung des Planeten Erde auch mit einem Crowd-Funding die nötigen Milliarden locker machen würde, diese elendige Pest in Form von menschlichen Kreaturen endlich und ein für allemal los zu werden 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert