Alles nur in deinem Kopf

Symbolbild: Erinnerungen
Quelle: Pixabay

Sensationelle Entdeckung eines Forscherteams: Die Erinnerungen der Bürger an Corona sind unterschiedlich. Ein Kommentar.

Spiegel Online berichtet von einer neuen Psychologiestudie. Forscher haben herausgefunden, dass der Impfstatus die Erinnerungen an die Corona-Zeit beeinflusst. Geimpfte sähen jene Zeit positiver, Ungeimpfte negativer – was heißt: Geimpfte fanden Maßnahmen eher richtig, Ungeimpfte eher nicht. Diese Erinnerungen seien es, die die Spaltung der Gesellschaft aufrechterhalten, erklären die Forscher nun.

Diese Entdeckung ist sensationell: Menschen haben unterschiedliche Erinnerungen – und noch bahnbrechender: Sie machen Erinnerungen an Ereignissen fest und ordnen sie demgemäß für sich ein. Unglaublich geradezu!

Die Pandemie: Eine verblasste Erinnerung?

Was aber wirklich einem Paukenschlag gleichkommt: Erinnerungen haben ganz offenbar die Kraft, die Gesellschaft zu spalten. Nicht etwa ein falsches Maßnahmenpaket, ein arrogantes Krisenmanagement oder die Diskriminierung breiter Bevölkerungsschichten sind dafür verantwortlich zu machen: Es sind die fehlgeleiteten Erinnerungen der Menschen.

Die Forscher attestieren denen, die sich impfen ließen, dass sie vielleicht durchaus zu positive Erinnerungen haben. Für Ungeimpfte gilt das andersherum, sie verbinden die Jahre, die im Zeichen des Virus standen, mit viel zu schlechten Konnotationen.

Natürlich bewerten die Forscher nicht, was denn nun die Wahrheit ist. Waren die Maßnahmen richtig oder falsch, hat es sich gelohnt zu impfen oder eher nein? Diese Fragen werden ausgeklammert. Aber es schwingt natürlich etwas mit. Und das betrifft die Aufarbeitung, die es in vielen Ländern nicht oder nur zögerlich gibt. Wenn nämlich diese Pandemie einfach nur eine verblasste Erinnerung ist, bloß noch als individueller Erinnerungssplitter begriffen werden kann, so scheint die Aufarbeitung der Corona-Jahre nicht mehr relevant zu sein.

Echt jetzt, Menschen erinnern sich?

Die Spaltung, die laut Forscherteam bis heute Fortbestand hat, weil sich die Menschen unterschiedlich erinnerten, könnte ja auch auf Medienberichten gründen, die bis heute einsehbar sind. Oder auf Literatur, die zu der Angelegenheit geschrieben wurden. Dokumentierte Quellen sind ja nicht bloße Erinnerungen, sie sind Chroniken jener Jahre. Da geht es nicht bloß um Verschwommenes aus den Köpfen irgendwelcher Leute, es geht um Quellen, Fakten und Rekapitulation dessen, was war.

Hier im wissenschaftlichen Gewand weismachen zu wollen, dass jene Pandemie mehr oder weniger nur eine Gefühlssache war, die dann in die Erinnerung übergeht, ist nicht nur unlauter, sondern noch nicht mal originell. Menschen erinnern sich immer in verschiedener Weise. Und dass sie die Erinnerungen an Ereignissen, Entscheidungen oder Vorkommnissen ausrichten, ist nicht krass, wie die Psychologin Betsch aus Erfurt, die Teil des Teams war, kundtat – es ist gähnend-öde Normalität.

Spiegel Online beendet den Bericht mit einem Statement Betschs: »[Wissenschaftler] bekommen immer noch Hassnachrichten. Zwar weniger als in der Pandemie, aber das hat mitnichten aufgehört.« Aber womöglich ist das alles auch nur eine schwammige Erinnerung von Frau Betsch und die Wirklichkeit sah ganz anders aus – was wir jedoch nie wieder rekonstruieren können.

Diskriminierung: Reine Kopfsache

Ob solcherlei Studien nun (politische) Absichten pflegen oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber klar ist auch: Es können derartige »Forschungen« gar nicht seicht genug sein, um es dem Publikum nicht trotzdem als ausgewiesenes Expertenwissen vorzusetzen. Alles was geeignet scheint, die Debatte über diese dunklen Jahre zu bemänteln, findet seine öffentliche Rekrutierung.

Wenn Sie jetzt also schlechte Erinnerungen daran haben, wie Sie während der Corona-Zeit Ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil Sie nicht auf Drei geimpft waren oder weil Sie die Maßnahmenpolitik der Bundesregierung öffentlich rügten, grämen Sie sich nicht: All das ist nur eine böse Erinnerung. Ist nur in Ihrem Kopf. In Wirklichkeit war alles viel weniger drastisch. Seien Sie also so gut, fordern Sie bitte keine Aufarbeitung. Denn wer will schon in Erinnerungen schwelgen? Und nichts außer Erinnerungen haben wir von dieser Zeit.

Gut, Leute wie Marcus Klöckner haben zwar Bücher über jene Zeiten geschrieben, in denen die Republik mit dem Finger auf Ungeimpfte zeigte – oder nehmen wir aktuell Brigitte Röhrig, die juristisch dezidiert ausweist, was und wer über die ineffektive Wirkung und die vorhandenen Nebenwirkungen der Impfung Bescheid wusste. Aber all diese Bücher: Vielleicht gibt es sie ja gar nicht, vielleicht sind sie ja nicht auf Papier, sondern nur auf Erinnerungsfetzen geschrieben. Unter Umständen erinnern wir uns ja falsch und es gab niemals ein kritisches Buch zur Pandemie …

(Roberto De Lapuente)

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58 Kommentare

  1. Tja, man kann die ganze Sache wohl nur noch mit einer gehörigen Portion aus Sarkasmus, und Zynismus, sehen.
    Die Impfopfer werden weggelogen, oder alleingelassen, und was das menschliche Gedächtnis angeht, dass ist tatsächlich stark fehleranfällig, das schlachten die Befürworter der Coronoamaßnahmen, und -impfung, nun eben aus.

    Zufälliger Weise habe ich mich schon als Jungspund für das Thema interessiert, und kann bestätigen, dass alles was Mensch sieht, liest, oder hört, das Gedächtnis bei etlichen unserer MitbürgerInnne so anfällig macht, dass Mensch denkt das selber erlebt zu haben – teils bis ins hohe Alter hinein. Mein Thema damals waren Täter, und Opfer, des 2. Weltkrieges, und das ist tatsächlich ausgiebig im angelsächsischen Raum untersucht worden. So haben manche einen Kriegsfilm über diese Zeit gesehen, und halten die Erinnerung aus diesem Film für selbst erlebtes – um nur ein Beispiel zu nennen, aber hier geht es ja um Corona, und es wäre interessant das in dieser Hinsicht einmal vorurteilslos zu untersuchen. Übrigens habe ich den starken Verdacht, dass unsere derzeitige kriegsbegeisterte Zeit bei den „deutschen Eliten“ in Medien und Politik, auch eine Folge der Pandemie sein könnte – in dieser Hinsicht wäre es mal interessant sämtliche Pandemien längst vergangener Jahrhunderte zu untersuchen. Gab es nicht auch nach, oder sogar während, Pestepedemien große Kriege? Stieg die Kriegsbegeisterung der Pandemieüberlebenden an? Ja, eine steile These, gebe ich selber zu, aber irgendwie habe ich den starken Verdacht, dass da was dran sein könnte, und meine die Sache gehört dringendst mal untersucht.

    Wer sich für die Thematik „falsches Gedächtnis“ interessiert, der kann ja mal zum Thema nachgoogeln – beim Thema Corona ist mir das neu, aber beim Theme „Erinnerungskultur“ – speziell der deutschen Welt- und Nachkriegserinnerungsgeneration ist die Sache – vorwiegend im angelsächsischen Raum, aber auch im deutschen Sprachraum – sehr gut untersucht worden.

    Gibt auch krasse Beispiele von Menschen, die komplette Bücher veröffentlichten als angebliche Shoa-, oder sonstige Opfer, die sich, im Nachhinein, als „falsche Erinnerung“ entlarvt haben. Die Menschen waren keineswegs sogenannte Hochstapler sondern tatsächlich davon überzeugt etwas selbst erlebt zu haben, was sich später als „falsche Erinnerung“ herauskristalisiert hat – aber das ist ein anderes, wenn auch sehr interessantes, Thema……..

    Wie schon gesagt, die moderne Hirnforschung weis dies schon lange, aber ich denke das ist auch den Autoren dieses Beitrages bekannt – hier geht es aber um die miese Masche die Erinnerung an Corona als falsch darzustellen, und da stimme ich den Autoren zu, es gibt – zum Glück muss Mensch sagen – offizielle Unterlagen, und Dokumente, die dies so belegen.

    Gruß
    Bernie

  2. Der ganz normale BILD-Leser mag ja glauben das E=mc2 mal „festgelegt“ wurde aber so funktioniert nun mal Wissenschaft nicht. Im Gegenteil noch zu Lebzeiten von Albert Einstein war die Relativitätstheorie gelinde gesagt umstritten, viele Wissenschaftler glaubten noch an „Äther“ und ähnlichen Unsinn. Inzwischen ist die Relativitätstheorie etabliert aber nicht weil irgendeine UN-Physikorganisation das praktisch festgelegt hat, sondern weil sie noch niemand widerlegen konnte. Den Diskurs zwischen den unterschiedlichen Wissenschaftlern wiederzugeben wäre Aufgabe vor allem der öffentlich-rechtlichen Medien gewesen – dabei haben sie ebenso wie alle anderen versagt. Dazu kommt noch die exlizite Anweisung aus dem Robert-Koch-Institut „Diese Maßnahmen dürfen niemals hinterfragt werden“ (Wiehler). Jetzt kommt noch ein zweiter Anspekt ins Spiel, denn das Robert-Koch-Institut ist nicht nur ein Wissenschaftliches Institut sondern untersteht einer demokratisch gewählten Regierung. In der Demokratie (Demos=Volksherrschaft) ist alles zu hinterfragen.

    Wie ging das Spiel aus? Jene die „munter geblieben sind“ Fragen gestellt haben und das ihnen Vorgesetzte nicht bereitwillig geschluckt haben sind heute als „Verschwörungstheretiker“ stigmatisiert. Die meisten Menschen haben jedoch das geschluckt was die Medien in Vertretung der Politik ihnen vorgesetzt haben, mangels Ahnung und „es wird schon richtig sein“ haben sie auch die Nebenwirkungsreiche Covid-Impfung sich spritzen lassen. Nun leiden viele unter LongCovid und anderen Impfnebenwirkungen. Die Politik konnte erfolgreich alle kritischen Geister ausfindig machen – das wird Folgen haben. Aber auch die sogenannten Linken die sich bereitwillig den Herrschenden in der Covid-Frage an die Brust geworfen haben haben sich endgültig demaskiert.

    Es ist und war natürlich nicht alles richtig was gerade von konservativ-rechter Ecke zum Thema Covid kam und kommt.Manchen war nur an Selbstdarstellung gelegen, manche haben aus Unkenntnis den Lauf geschichtlicher Prozesse überschätzt oder auch die Macht des Staates unterschätzt. Es war für viele Bundesbürger eine heilsame Erfahrung wie mächtig auch ein „Nachtwächterstaat“ Bundesrepublik Deutschland sein kann, wenn es darauf ankommt. Damit bin ich bei einem Punkt der sich bei der „Corona-Szene“ als immer problematischer herausgestellt hat, nämlich das fehlen jeglichen theoretischen Wissens zum Thema Staat, Wirtschaft aber auch Soziales.

    1. Zustimmung soweit, aber die BRD war nie ein Nachtwächterstaat. Sonst würden wir hier in Deutschland nicht in Gesetzen, Vorschriften und Bürokratie ertrinken und auch keine Großprojekte mehr verwirklicht bekommen. Alles erwürgt in korruptem Filz, der zu spät, zu teuer, das Falsche liefert. Und weiter hâlt sich die BRD auch nicht an den eigenen Anspruch und Gesetze. Die Verfassung wird gegen den Bürger verwendet und sollten Beamte, Soldaten, Polizisten von ihrem Widerspruchsrecht gegen eigentlich illegale Befehle Gebrauch machen, werden diese Leute natürlich von den Apparatschiks abgestraft. Auch wenn sie dann irgendwann vor dem Bundesverwaltungsgericht Recht bekommen. Folgen für die Geber illegaler Befehle null. Dann sind gerade zufällig Laptops verschwunden mit Beweisen in Cumex. Folgen wird das auch keine haben. Usw. Usf. Ohne Aufstand der Bürger wird Corona auch keine Folgen für die Verantwortlichen haben.

      Daß die Bildung in Staatstheorie mangelt bei den Meisten ist nicht verwunderlich. Politik/Sozialkunde/Staatsbürgerkunde oder wie sich das Fach jeweils nennt in der Schule streift Staatstheorie bestenfalls. Und nach Schulabschluss hört für die Meisten das lernen auf und man bildet sich höchstens beruflich weiter. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, daß das so stiefmütterlich behandelt wird.

      1. > Auch wenn sie dann irgendwann vor dem Bundesverwaltungsgericht Recht bekommen.
        Ich möchte in den Satz ein vielleicht oder gelegentlich einfügen, denn sonst liest sich das so als wäre auf der Ebene der Bundes(verwaltungs)gerichtsbarkeit alles im Lot. Dafür gibt es aber zuviele Gegenbeispiele.

        Ansonsten Zustimmung.

        1. Ja natürlich. Gibt dort auch viele Urteile um die Staatsraison zu stützen. Oder auch einfach Fehlurteile aus verschiedensten Gründen.

  3. Schöne Pirouette, das muss man ja sagen …:)
    Schön ausgebreitet zb auf SPON.

    Frau Betsch samt Team, und entsprechender medialer Unterstützung ist genau die, die per psychologischem Nudging Menschen zur Impfung bringen will die das nicht möchten.

    Und die uns jetzt erzählt das wir uns alle falsch erinnern 🙂
    Wieviel Bullshit geht eigentlich noch?

  4. Je mehr Universitäten von Geldgebern abhängen, umso früher lernen die Wissenschaftler, dass je inniger sie im Mainstream mit schwimmen, ihre Zukunft umso besser finanziert sein wird.

    Zu Statistik: Ich habe mich, so bald es ging, zur Impfung angemeldet. Meine Erinnerungen an die Maßnahmen sind gruselig, wobei ich schon vor Covid-19 von Schniefenden und Hustenden eher Abstand suchte.

    Ich beobachtete beim ersten Corona-Lockdown wie in schwarze Kampfuniformen gekleidete Polizei-Gruppen bei uns durch den Park gingen und immer wieder Leute. die sich auf eine Parkbank gesetzt hatten, zum Aufstehen und Weiterlaufen zwangen.

    Das war der gruselige Auftakt und die Fehlleistungen gingen dann bei den Kindern so richtig in die Breite. Nicht weil die Politik hinterrücks überrascht war, sondern weil sie Tätigkeit zeigen wollte, sich dafür die (wahren) Schwächsten aussuchte, Angst ihr bevorzugter gesellschaftlicher Hebel war und Aufklärung selbst vom RKI eher behindert wurde (bspw. Statistiken und Untersuchung von „Corona-Toten“).

  5. Es ist erstaunlich, was die deutsche Forschung alles an leckeren Ergebnissen zustande bringt – Ergebnisse, die entweder schon bekannt oder aber derart trivial sind, dass sie zumindestens noch als Basis herrschaftskonformer Anwendung dienen können. Frau Professor Betsch arbeitet jetzt – laut ihrer Erfurter Universität – an der Klimafront. Herzlichen Glückwunsch! Leider ist ein saftiges Wort der deutschen Sprache verloren gegangen, das wir gerne für derartige akademische Leistungen wieder erwecken sollten: Afterwissenschaft.

    1. Man wird Fr. Betsch sicher bald auf dieser Liste finden:
      https://klimajournalismus.de/charta/

      Ein Zusammenschluss von „Journalisten“, die sich dem Klima-Alarmismus verschrieben haben und wohl in einem Großteil der Redaktionsstuben mittlerweile hocken, um ihren wissenschaftsfernen Schwachsinn unters Volk zu bringen…
      Zeit, diesen Sumpf trocken zu legen und stattdessen Moore zu renaturieren 😉

  6. Der Wahlspruch der Versicherer lautet:

    Es ist leichter, Menschen zu betrügen, als sie davon zu überzeugen, betrogen worden zu sein. Viele Menschen klammern sich an den Betrug, und verleugnen die Realitäten.

    Der Wahlspruch der Partei lautet:

    Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Wer die Gedanken kontrolliert, kontrolliert die Realität!

    Gruß der Freie Wille

    1. Moin
      Mit dem freien Willen ist das so ne Sache. Der will freie Gedanken und die wollen freie Informationen und die brauchen zwecks Prüfung auf Plausibilität wieder freie Kommunikation.
      Dazu scheint mir der freie Wille etwas selbstreferenziert zu sein, will er doch die freie Gestaltung seiner Aufmerksamkeiten.
      Das mir alles zu komplexiziert – nehme ’süße Kätzchenvideos‘ und genieße die Grabesstille zwischen den Ohren.
      😉
      ___________

      „Es ist leichter, Menschen zu betrügen, als sie davon zu überzeugen, betrogen worden zu sein.“
      Das ist wohl wahr und ich kann für mich keine generelle Ausnahme geltend machen.
      “ Viele Menschen klammern sich an den Betrug, und verleugnen die Realitäten.“
      Gegen dieses Fazit gibt es in diesem Kontext nichts zu sagen.
      Es lässt sich Betrug, unter der Voraussetzung, daß Betrug als Folge des ‚betrogen worden seiens‘ als aktives Handeln zweier Parteien, gegensätzlich zur „doofen blöden scheiß Tür“ welche einen Zeh findet und genüsslich hinein beißt, aufgefasst wird, als Element des ‚eigenen Irrtums‘ zuordnen, so das man auch sagen kann:
      „Viele Menschen klammern sich an den eigenen Irrtum, und verleugnen die Realitäten.“

      Dies erweiterte Fazit ist schon jenseits von leicht verdaulich, oder sollte es sein um die Dimension, welche dies ’sich klammern an‘ umfasst, wenigstens etwas zu beleuchten.

      Kann ich noch’n Kätzchenvid?

  7. Erfreulich; endlich mal immer wieder eine fundierte wissenschaftliche „Studie“ von „Forschern“ heiß und fettig serviert zu bekommen.

    Somit wäre eindeutig bewiesen, dass die Ungepimmten nicht nur asozial waren, sondern aufgrund fehlerhafter Erinnerungen auch noch verantwortlich für eine Spaltung sind. pfui pfui pfui
    In dem Zusammenhang kann man nur jedem gratulieren, der „sich prinzipiell (an was auch immer) nicht mehr erinnern kann!“

    Leider etwas vor meiner Zeit, gab es doch im Kontext mit PCs, einen Befehl: clear:C?, also das Löschen der Festplatte.
    Daher ist eine Schnittstelle zum Hirn nur zu befürworten (clear:huC – lösche menschliche Festplatte, wo möglicherweise noch notwendig), um Anwendungen nach Gusto und Präferenz neu zu installieren!
    Was für grandiose Möglichkeiten.🥳

    1. Format C:
      Danach muss aber das Betriebssystem neu installiert werden. Wäre bei Menschen sehr kostenintensiv, beginnend bei nicht mehr in die Windel machen, laufen lernen,etc.
      Nur wenn die unangenehme Erinnerung komplett auf einer anderen Partition als das Betriebssystem ist ginge das.Nur ist das Gehirn eher nicht partitionierbar.
      Dummerweise kann man „normal“ gelöschte Dateien oft wiederherstellen.
      Verdrängtes kann jederzeit getriggert werden. Solange die Möchtegerndiktatoren vom (geh)Ampel samt angelagerter CDU diese abartigen Fehlverhalten weiterführen wirds also kaum was mit der politisch gewollten Massenamnesie.

      1. Stimmt, Format C:, danke.
        Aber eine Art Partition des Gehirns gibt es durchaus, da verschiedene Areale für Verschiedenes zuständig sind.
        Die schon heute vom selbständig Denken Befreiten finden den Weg noch immer eigenständig aufs WC, oder? 😉

            1. Wenn man mur die Partitionstabelle löscht, dann sind die Dateien immer nocj da und lesbar. Muss mab aif magnetischen Datenträgern überschreiben um sicherzu gehen. Zum Beispiel mit dem GNU tool shred.

              Bei SSD reicht es den Verschlüsselungsschlüssel der Hardwareverschlüsselung der SSD wegzuwerfen. Dann ist das nicht mehr lesbar ohne Schreiborgien.

  8. Komisch. Meine Erinnerung ist die an „Covidioten“. Kriegsgeil bin ich auch nicht. Muss wohl der „Impfstoff“ nicht richtig gewirkt haben. Hm.
    Ja, die deutsche Erinnerungskultur ist schon immer zu allen Zeiten geschickt eingefädelt gesteuert. Ich erinnere mich: Der Kohl konnte sich nicht erinnern, der Scholz kann sich nicht erinnern. Und für so manche Grüne in Amt und Würden ist das Wort „Erinnern“ an ihre eigene Geschichte, woher sie einst herkamen, ein völlig unbekanntes Wesen aus einer offenbar anderen Galaxie… 😉

      1. Berechtigte Frage, aber dem restlichen Beitrag nach meint er vermutlich das gleiche wie wir und nicht das, was Leute wie zB Frau Esken von der aSPD damit meint.

  9. Schöne lesbare Worte, die Sinn machen, Grins.
    Zur Erinnerung hat Russland die Kosten für Sanktionen seitens der EU auf konservative 1,5Trillionen geschätzt (natürlich für die EU).
    Ernest und Young schätzt für den nahen Osten weltweit 2 Trillionen USD.
    Was hatte St. Corona die EU oder gar der Welt gekostet?
    Meine damalige negative Wahrnehmung bleibt bis heute sehr getrübt, da die kollektive Welt für etwas bezahlt, daß nie und nimmer im WIR vereinbar ist.

  10. „Spiegel Online beendet den Bericht mit einem Statement Betschs: »[Wissenschaftler] bekommen immer noch Hassnachrichten. Zwar weniger als in der Pandemie, aber das hat mitnichten aufgehört.«“

    Wissenschaft ist normalerweise dazu da, Wissen zu schaffen.
    Was Frau Betsch hier verwechselt ist Wissenschaft mit Ideologie und dazu gehöriger Propaganda.
    Letztere Gruppe war dann wohl Rezipient von „Hassnachrichten“ – wobei ich letzteres als geistigen Ausrutscher Frau Betschs nach unten betrachte, denn wenn es „Hassnachrichten“ waren, dann sind auch jegliche Äußerungen unseres Marionetten-Kabinetts in Berlin und deren angeschlossener Hofschranzen vom „Spiegel“ in Bezug auf Russland schlicht Hassnachrichten und nichts anderes. Aber das ist ja ein anderes Thema und hinreichend oft thematisiert worden.

    Im Endeffekt ist es so: wenn sich seriöse Wissenschaftler zu gegenwärtig aktuellen Themen, wie z.B. Corona, Klimawandel oder auch Geopolitik äußern, dann sind sie auch nicht „Hassnachrichten“- Empfänger. Das sind nur diejenigen unter den sich selbst so nennenden „Wissenschaftlern“, die unseriöse Propaganda betreiben unter dem Motto „Wes‘ Brot ich ess, dess‘ Lied ich sing“.

      1. Nä, das ist ne Selbstauskunft, also die Art und Weise, wie mit Gegenargumenten umgegangen wird.
        Wer da mit Pseudokram wie dem ‚99% sind sich einig‘ ankommt schießt sich selbst ins Aus.
        Gruß

  11. Allerdings. Ausschließlich im Kopf der Spinner wurde „mit dem Finger aus Ungeimpfte“ gezeigt. Wo soll das denn gewesen sein? Link bitte. Tatsächlich ging man äußerst pfleglich mit ihnen um. Es handelt sich um einen Verfolgungswahn, der immer wieder neu geschürt werden muss und der natürlich identitätsstiftend wirkt.

    „„Spiegel Online beendet den Bericht mit einem Statement Betschs: »[Wissenschaftler] bekommen immer noch Hassnachrichten. Zwar weniger als in der Pandemie, aber das hat mitnichten aufgehört.«““

    Wenn es das nur wäre. Tatsächlich bekommen sie Morddrohungen und das ist eine Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft wird. Die Polizei müsste vom Gesetz her ermitteln, tut aber schlichtweg nichts. Die Drohungen kommen aus der Ecke, die auch die Klimaforscher und neuerdings Metereologen bedroht. Wie natürlich fast alle Politiker dWie schnell die Polizei er Linkspartei. Och, das sind Nazis, da machen wir nichts. Das stört die Redaktion natürlich nicht. Kein Thema.

    Wie schnell die Polizei sein kann, zeigt sich bei diesen Bombendrohungen an Schulen. Das haben sie ruckzuck abgestellt und man hat Täter. Weil die Polizei hier ein Eigeninteresse hatte. Aber Nazis? Kann man doch lassen.

    Ist das wahr, wird hier ein Buch von Bodo Schiffmann beworben, dem Oberbefehlshaber der Nazitruppe, die im Ahrtal? So ist das, die ganze Nazitruppe hörte auf sein Kommando, womit er wohl als Führer zu sehen ist:

    https://www.tagesspiegel.de/politik/querdenker-und-rechte-missbrauchen-die-not-der-flut-opfer-6856834.html

    Darunter auch Maximilian Eder, Ex-KSK und bei der „Patriotischen Union“, die einen Staatssreich plante.

    Reda, macht doch reinen Tisch. Sagt doch, dass ihr gern in einem Staat leben würdet, der von Heinrich XIII. regiert wird und dass ihr das Scheitern des Putsches bedauert.

    Von da, wo ihr steht, ist es nur ein kleines Schrittchen.

      1. Dieser ungeheure Fleiß, um ja alles zusammenzutragen, worüber man beleidigt sein könnte.

        Wenn ich alles zusammen nehme, was man als persönliche Diffamierung nehmen könnte, ist da extrem wenig. Dieser RTL-Moderator mit seinem Fingerzeig. Das war’s eigentlich schon.

        Was ich mir als Einzelperson bei Telepolis anhören musste, ist da schon wesentlich mehr. Schalfschaf und Systemling sind noch die Harmloseren.

        1. Klar, man ist beleidigt, weil man auf die Straße geprügelt, ausgegrenzt wurde, seinen Job verloren hat, von der Gesellschaft als Schädling beschimpft wurde… eben einfach nur eingeschnappt.

          Du wolltest einen Link, habe ich dir gegeben und wenn du all das, was da dokumentiert wird als Lapalie abtust, dann sagt das wirklich mehr über dich aus als über uns Schwurbler. Vielmehr sagst du damit: Das war alles ok und Kleinkram. Gut, kann man so meinen, aber dann weiß ich eben auch wohin eine Gesellschaft gehen kann, wenn Menschen wie du ihre Richtung bestimmen. Da stemme ich mich dann tatsächlich mit allem, was ich aufbringen kann, dagegen.
          Grundrechte sind keine Spassveranstaltung, sondern die Brandmauer, die uns vor einem übergriffigen Staat schützt und dafür werde ich immer wieder in die Opposition gehen, egal wie oft man hier Pandemien veranstaltet.

            1. Nicht mir danken, wir haben denjenigen zu danken, die das alles festgehalten haben und nun unter diesem Hashtag dokumentieren. Ich hatte einiges davon tatsächlich bereits vergessen / verdrängt.

    1. Also wenn Berufsverbote, Diskriminierung,Hasspredigten,permanente Hetzkampagnen quer durch alle Medien, auch durch alle angeblich zur Neutralität verpflichteten öffentlich-schlechtlichen Schutzgeldmafiasender, berufsbezogener Bespritzungszwang,Besuchsverbote in Altersheimen,Krankenhäusern etc., sämtliche Repressalien, die letztlich frühzeitig bewiesen haben das die mmRNA Spritze keine Schutzwirkung hat als „pfleglicher Umgang“ gelten sollen kann ich nur Jedem, der dieser pervers realitätsverleugnenden Meinung ist wünschen, das dieser „pflegliche Umgang“ nie selbst erlebt werden muss. Das könnte nämlich zu politisch unerwünschten Erinnerungen führen.

      1. ArturC glaubt vermutlich daß die freiheitlich-demokratische Grundordnung in dem Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland gelte. Die Regierung hat immer recht und ist gut! Und Nazis überall!

      2. Jetzt mal der Reihe nach:

        Berufsverbote“ – falsch, niemandem wurde die Ausübung des Berufs verboten.

        Hasspredigten“ – an was denkt der Autor da? Mir sind im Wesentlichen recht heftige Anfeindungen seitens der Impfverweigerer erinnerlich. Dass Drosten oder Spahn mal Hass gepredigt hätten, habe ich nun wirklich nicht mitbekommen. Nicht mal Lauterbach.

        Permanente Hetzkampagnen quer durch alle Medien“ – in sehr vielen Medien wurde zur Impfung aufgerufen. Man versuchte auch, die Impfgegner inhaltlich zu widerlegen.
        Das gilt aber nicht für alle Medien. Allerlei Medien, vornehmlich im Internet, haben durchaus zur Impfverweigerung aufgerufen. Es gab sogar (schon vergessen?) richtige öffentliche Demos gegen die Impfung, und die wurden gar nicht zusammengeschossen!
        Es waren doch wohl eher jene Medien, die zur Impfverweigerung aufriefen, die dann auch mal ganz gerne Hetzparolen abgesondert haben.

        Berufsbezogener Bespritzungszwang“ – jetzt mal ganz unter uns: Wie Sie meinem Nickname entnehmen können (falls Sie können), komme ich aus der Lebensmittelbranche. Für einen wie mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man gewisse hygienische und gesundheitliche Standards einzuhalten hat, bevor man zur Tat schreitet. Das hat was mit der Vorsorge zu tun, damit man andere Menschen mit seiner Arbeit nicht schädigt. Kritisieren Sie das auch?

        Besuchsverbote in Altersheimen, Krankenhäusern etc.“ – den Punkt haben Sie. Inzwischen haben aber wohl auch die politisch Verantwortlichen kapiert, dass sie hier zu weit gegangen sind in ihrer Angst. Hoffen wir mal gemeinsam, dass man bei der nächsten Pandemie besser vorbereitet ist!
        Das Verweilverbot im Freien, dass in einigen Bundesländern galt (ich glaube, hauptsächlich im Süden), haben Sie übrigens vergessen. Wie konnte das jetzt passieren? Das war für mich jedenfalls der Gipfel des planlosen Aktivismus.

        Auf den Rest Ihres Beitrags wäre ich auch gerne noch eingegangen, komme aber leider nicht so ganz hinter den Sinn Ihrer wohlgesetzten Worte.

        1. pflegende, die sich nicht impfen lassen wollten (zurecht bei den hierzulande einzig zugelassenen impfstoffen!) , wurden einfach „ausgestellt“, heißt : weder kündigung (also alg-anspruch), noch „lohnfortzahlung“ …..

        2. Berufsbezogene Bespritzungspflicht, die nur dann angemessen gewesen wäre wenn die mmRNA Spritze wirksam immunisieren würde und die zwangsweisen Schliessungen im Schockdown sind effektive Berufsverbote. Bosettis Blinddarmvergleich und andere Entgleisungen sind offenbar schon vergessen. http://www.ich-habe-mitgemacht.de bietet da eine Übersicht.
          Demos waren mehrheitlich gegen den Grundrechtsentzug und andere Aspekte des Coronaterrors gerichtet, wurden auch mit derartig überzogener Gewalt beantwortet das die berliner Polizei im UN Folterbericht umfassende Beachtung fand. Da waren die offiziell nur mit Wasser, real aber mit Wasser/Reizgas Gemisch sprühenden Wasserwerfer noch am harmloseren Ende der Polizeigewalt.

        3. Moin
          „„Berufsverbote“ – falsch, niemandem wurde die Ausübung des Berufs verboten.“
          Machst hier an Schmäh? Oder warst längere Zeit bei die wo da Banane hen?
          Berufsbezogene Impfpflicht mit angeflanschtem Beschäftigungsverbot bei Verweigerung ist dir also durchgeflutscht.

          „„Berufsbezogener Bespritzungszwang“ – jetzt mal ganz unter uns: Wie Sie meinem Nickname entnehmen können (falls Sie können), komme ich aus der Lebensmittelbranche. Für einen wie mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man gewisse hygienische und gesundheitliche Standards einzuhalten hat, bevor man zur Tat schreitet. Das hat was mit der Vorsorge zu tun, damit man andere Menschen mit seiner Arbeit nicht schädigt. Kritisieren Sie das auch?“

          Sie kehren inne Keksfabrik den Hof oder was soll diese geistige Tristesse zum Ausdruck bringen?

          Ach menno, mag nich mal mehr stänkern gegen die Anmaßung dieses Glaubensbekenntnisses, was einfach ignoriert, das es die Vorgabe einer angsterzeugenten Kommunikation gab.
          Gruß

        4. „„Berufsverbote“ – falsch, niemandem wurde die Ausübung des Berufs verboten.“
          Wie heißt das hier doch oft so gerne: Diese Aussage ist undifferenziert. Was sich heute niemand mehr vorstellen kann, weil es die Regelbeschäftigung im Beamtenverhältnis nicht mehr gibt: Eine Nichtzulassung zum Vorbereitungsdienst der Lokführer, Postboten, Lehrer, … war de facto ein Berufsverbot, weil z. B. auch private, kirchliche oder z. B. anthroposophisch ausgerichtete Schulen niemanden unterhalb der Qualifikation des 2. Staatsexamens einstellen durften. Abgeschlossene Berufsausbildung für Lehrer war in manchen Bundesländern gleich Staatsexamen II.

  12. Sehr verehrte deutsche Volksgenossen, was regt ihr euch so auf?

    Corona ist vorbei, die Regierungen der Welt haben es abgeblasen und wir leben noch!
    Warum immer den alten Mist wiederkäuen, hat die Welt nicht andere, wichtigere Probleme?

    Seht ihr, ich bin viermal geimpft und lebe noch! Allerdings war meine erste Impfung – ein Geschenk meines letzten Arbeitgebers – ideologisch nicht rein und deshalb wurde diese Impfung von er deutschen Regierung nicht anerkennt. Dann hab ich mich deutsch/amerikanisch impfen lassen und lebe immer noch. Mittlerweile ist mir völlig egal wer von euch geimpft oder ungeimpft ist aber verschont mich bitte mit esoterischen Diskussionen.

    Nehmt euch ein Beispiel an China. Dort hat man über Nacht, in chinesischer Schnelle, Corona einfach abgeschafft und die Leichenberge, die die Westpresse gerne gesehen hätte, waren nicht zu finden.

    Die Welt steht vielleicht vor eine Weltkrieg, vergeßt Corona, das war gestern!

    1. Moin
      „Seht ihr, ich bin viermal geimpft und lebe noch!“
      Könnten Sie bitte Ihrer Aussage etwas Substanz anfügen und mitteilen, was in Ihrer Blutbahn schwimmt um diese Ihre Aussage einordnen zu können?
      Danke und herzliche Grüße

      😀

  13. Danke @ Roberto De Lapuente für diesen Beitrag, dem nichts weiter hinzuzufügen ist. Außer vielleicht, dass dieses Gefühlssache-Zeug schon lange zuvor kursierte. Die faulen Hartzer fühlen sich ja nur als unterprivilegiert in ihrer sozialen Hängematte. Und die pösen Ossis sind eben nur gefühlt abgehängt und ansonsten nichts als undankbare Miesepeter in ihrem dank Westimporten wieder auf Vordermann gebrachten Schutzgebiet Deutsch-Neuost… (Reihe ließe sich fortsetzen)

    Explizit kein Dank dagegen all denjenigen, die bis heute die Folgen der Pandemiemaßnahmen kleinreden, die Betroffenen der Regierungspolitik verhöhnen und das Leid der Opfer sowie die ihnen widerfahrenen Demütigungen offen begrüßen. In anderen Kontexten nennen die geneigten Persönlichkeiten solcherlei Tun ja gerne „victim blaming / shaming“. Wenn sie nicht gerade fordern, dass man den Aussagen der Betroffenen immer uneingeschränkt Glauben schenken solle oder sie gerade ihre sonstigen „Werte“ mit extra viel Moralin zur Schau stellen. Aber gut – da nehmen die geneigten Gruppen bekanntlich wertvollere Opfer in den Blick. „Schwurbler“, „Covidioten“ und andere „Terroristen“, „Aasgeier“ und „Geiselnehmer“ gehören nun mal hart gezüchtigt (Stichwort: Schlagstock-Saskia). Sie sind einfach „raus aus der Gesellschaft“. Gegen die darf man ruhig hetzen und pöbeln. Fühlt sich bei einer Flasche Grenache aus dem sanierten Altbau oder dem Feriendomizil auf Sylt heraus besonders gut an. Pro-Tipp: Im Hintergrund etwas Musik von Grönemeyer oder Böhmermann laufen lassen…

    Die Pandemiemaßnahmen und die sie begleitende Hetze, Übergriffigkeit und Treibjagdstimmung sollten eigentlich dem letzten hier verdeutlicht haben, dass Deutschland nicht das Land der Dichter und Denker, sondern jenes der (selbsternannten) Richter und Henker ist. Insbesondere was seine scheinprogressiven Dauerbesorgten, milchsauren Tugendpächter und sonstigen Vollzeit-Blockwarte betrifft. Ein Land, dessen Bevölkerungsmehrheit leider nichts, aber auch rein gar nichts, aus den Verbrechen seiner Vorfahren – ob unter Kaiser, Führer oder in BRD-DDR – gelernt hat. Außer vielleicht wie man stets die falschen Lehren aus der Vergangenheit zieht, pflichtbewusst das Fähnlein nach dem Wind stellt oder besonders diszipliniert beim lukrativen „Erinnerungskultur“-Theater mitspielt…

    1. Haben sie es nicht noch eine Nummer größer, um sich vollends zum Horst zu machen? Wie wäre es mit Pogrom, Reichskristallnacht, oder vielleicht wäre ja auch Genozid genehm? Damit der Schaum um’s Bärtchen auch richtig sitzt.

      1. Er benennt das schon recht genau so wie es war. Können sie natürlich mit solchen Überspitzungen ins Lächerliche ziehen, ändert aber nichts daran wie es war. Waren sie evtl. auch einer dieser Hetzer?

        1. @ Yossarian

          Danke für Ihre Bemerkungen.

          Die Tugendfraktion muss in die rhetorische Überspitzung sowie die ad-hominem-Argumentation fliehen und die Argumente der Gegenseite ins Lächerliche ziehen, weil sie anders schlicht nicht ihre Narrativlinie aufrechterhalten kann – und ebenso ihre vorgeblichen Gewissheiten, auf denen ihr Weltbild und letztlich ihre Existenz ruht. Und natürlich verstehen die Vertreter dieser Fraktion nicht, dass ein Vergleich keine Gleichsetzung darstellt. Unterhalb der Gipfel Pogrom und Genozid gibt es nämlich noch einen ganzen Apparat an anderen finsteren Praktiken. Und es steht doch außer Frage, dass gewisse Signaturen dieses Autoritären konserviert und ins heutige Deutschland tradiert worden sind. Nicht zu wenige obendrein. Sie werden von Zeit zu Zeit bloß für wirklich alle offen sichtbar und die Pandemiemaßnahmen sind ein sehr luzides Beispiel gewesen.

          Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass es die Pandemiemaßnahmen und die zugehörige Übergriffigkeit auch in anderen Teilen der (westlichen) Welt gegeben hat. Aber es kommt nicht von ungefähr, dass gerade die drei vom Faschismus des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägten Länder Deutschland, Österreich und Italien mit die rigidesten Maßnahmen sowie die Impfpflicht(versuche) hatten. Freilich spielt die Tugendfraktion das herunter, zweifelt die zugehörigen Messindikatoren (etwa den Oxforder Index) an etc. pp. Ist alles recht durchschaubar und letztlich zwar nicht wirkungslos aber argumentativ doch trivial.

          Für Deutschland kommt noch hinzu, dass dieses Land in den 152 Jahren seines nationalstaatlichen Bestehens etliche schwere Verbrechen begangen hat – von Namibia / Tansania, über den industriellen Massenmord in Auschwitz bis hinein in die Gegenwart. Und daraus erwuchs in gewissen gesellschaftlichen Kreisen der zwanghafte Wunsch als Deutscher endlich mal auf der Seite der Guten zu stehen, das Richtige zu tun, als tugendhaft (von der „Welt“) anerkannt zu werden. Deswegen ist man x-fach geimpft, klebt für’s Klima, rettet die Wale, schwenkt den Regenbogen (oder die Ukraine- oder die Israelflagge), spricht „sensibel“, hält Predigten – und vergisst, dass man dabei doch bloß Lampen putzt und das vermeintlich richtige nichts als Schall und Rauch beziehungsweise nur eine doppelmoralische Maske für die finstere Fratze der alt(bekannt)en Reaktion ist.

    2. „…scheinprogressiven Dauerbesorgten, milchsauren Tugendpächter und sonstigen Vollzeit-Blockwarte …“
      je nachdem, wo in D man lebt/arbeitet….
      da (also hier bei mir drumrum) gibts eben auch all das „andersrum“, also querdenkende „sittlichkeit“…. wenn du nicht in solchem raum lebst, stell dir die dauerbesorgten tugendpächter als vollzeit-erzieher am „schlafschaf“ vor, am besten am „long covidierenden“ kundenbediener…… steht ja alles in artikeln+va kommentaren hier + auf telepolis+…. da, also die „sittlichkeit“, die hierzugegend durchgeprügelt wurde….

      ihr nehmt euch nichts allesamt….null!

      1. „ihr nehmt euch nichts allesamt….null!“

        Es bestreitet wohl niemand, dass es auf allen Seiten Menschen gibt, die sich in der absoluten Wahrheit sehen und in Folge dessen über andere Menschen in unangemessener Art urteilen.

        Es macht aber einen Unterschied, ob man in Folge eines solchen Glaubens seinen Mitmenschen Rechte wegnehmen möchte oder nicht. Die Fraktion, die du hier benennst, hat mir gegenüber jedenfalls nie geäußert, dass sie das tun möchte. Damit bleibt es ihr Ding, ob sie sich als „Aufgewachte“ sehen und andere eben nicht. Muss man nicht toll finden, kann man aber mit leben.

        1. wir leben im kapitalismus….in einem sozialstaat, in……also „standortgemäße“ auslegung der rechtsvorschriften….und wenn ein standort in beträchtlichem umfang von tourismus lebt, gibts eben kein sarscov2, kein covid, kein …….sondern nur „hysterische kundenbediener“ …naja und tatsächlich schwersterkrankte, schwerstgeschädigte (pur infektionsdurchgenudelte+geimpfte), die zum standortwohl hinnehmen/lügen/kaum krauchen könnend schlafschafe terrorisieren…..absolut schräg und fast 100% durchgesetzt -immernoch…
          also kein „meinen“/“was sagen“, sondern TUN……hiesige querdenkergesellschaft tat und tut : terror, folter, verweigerung angemessener med. versorgung usw….alles im rechtsrahmen+gut beraten 😉 ….
          wer sich dem nicht unterwirft und irgendwie auf „my body my ….“ besteht, wird halt zu tode gerichtet 😉 …

  14. Fragen Sie mal größere Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern.

    Wobei mein Kind über diese Zeit am liebsten gar nicht mehr reden möchte. Es würde auch völlig banale Antworten auf solche Umfragen geben, nur um sich das Thema vom Hals zu halten.
    Trotz oder weil es sich wegen der vielen Corona-Wiederholer der 10. Klasse heute in keiner normalen Schullaufbahn befindet…

    Solche Umfragen verletzen die wissenschaftliche Ethik. Sie sind so verlogen wie der Cum Ex-Scholzomat und sehr vieles in diesem Land.

  15. Ob es zu dieser Einsicht einer sog. Wissenschaftlerin bedarf? Jeder Mensch, der ein gewisses Mindestalter erreicht hat, und zur Selbstreflexion fähig ist – das sind eigentlich alle! – weiß, dass sich die persönlichen Erinnerungen verändern, manches in eigenem Interesse gelöscht wird – leider oder glücklicher Weise… . Arm dran, sind vor allem diejenigen, die das Bereinigen der Festplatte sehr eingeschränkt können und deshalb viel Zeit auf die Bewältigung von Ereignissen mit einem persönlich als Übel empfundenen Ausgang ver(sch)wenden müssen.
    Die Gesellschafts-, Human-, Sprach – und Geisteswissenschaften versuchen, sich durch Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung der „Wissenschaftlichkeit“ zu nähern. Mir scheint fraglich zu sein, ob Mensch wissenschaftlicher Schulung überhaupt bedarf. Mir ist jedenfalls im Laufe meines Lebens kein einziger Mensch, auch kein sehr junger, bekannt geworden, der jemals versucht hätte, einen entglittenen Gegenstand aus der Luft über seinem Kopf zu fischen. Ganz ohne Newton.
    Mensch hört es nicht gern: „Wahrheit“ ist eine Glaubensfrage und eine der persönlichen, autonomen Entscheidung. Die Möglichkeiten der Wissenschaften sind begrenzt durch die Leistungsfähigkeit der menschlichen Wahrnehmungssysteme und die Verarbeitung der Wahrnehmung auf dem kurzen Weg im Klein- und dem langen Weg im Großhirn. Eng mit der Anerkennung oder Nichtanerkennung dieser Existenzgrundlagen werden irrationale Hoffnungen auf ein ewiges Leben verknüpft. Es ist gleich, ob sich mensch die Erfüllung dieses Wunsches von der Medizin erhofft, von Ersatzteilen oder durch den Glauben.
    Deshalb ist es auch müßig über den Frieden an und für sich zu diskutieren. Mehr als miteinander reden, Vorschläge machen, sie wechselseitig zur Kenntnis nehmen und gemeinsam Kompromisse entwickeln kann mensch nicht. Gegenwärtig feiert die Annahme, es sei sinnvoll für die „Wahrheit der Werte“ zu sterben wieder einmal fröhliche Urständ. Überraschung! 1, 2, 300, 5.000, 80,000, 300.000, 4.000.000 Menschen (Anzahl nach oben offen) werden wieder einmal zu Krüppeln gemacht oder verlieren ihr Leben – leider nicht umsonst, sondern nur vergebens.

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