
Des neuen Linken-Chef Luigi Pantisanos Gleichsetzung zwischen CDU und Faschismus ist kein rhetorischer Unfall gewesen – sie zeigt recht deutlich, dass das linke Milieu Andersdenkende schon im Grundsatz verabscheut.
Kaum Parteivorsitzender, schon die erste Rücktrittsforderung: Luigi Pantisano aus dem schwäbischen Waiblingen, neuer Vorsitzender der Linkspartei, gewählt von sagenhaften 53,3 Prozent der Delegierten des linken Parteitages vom letzten Wochenende, hat keinen guten Stand. In einem Interview mit der Bildzeitung am Rande des linken Catwalks stellte er klar, dass er zwischen der Union und »den Faschisten« gar keinen Unterschied erkennen könne. Das war selbst Daniel Günther zu viel, dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten und CDU-Vordenker in Sachen »Koalitionsbereitschaft mit der Linkspartei«. Ganz dienstlich und nicht als Privatmann – das muss man heutzutage offenbar betonen – forderte er daraufhin den Rücktritt des Pantisano.
Das liegt natürlich auf der Hand, denn Günther gibt seit Monaten den Kanalarbeiter, wenn es darum geht, die Linken seiner Union als koalitionsfähig schmackhaft zu machen. Die radikalen Ansichten des Herrn Pantisano stehen diesem Vorhaben aber ganz grundsätzlich im Wege. Wie soll er seinen Kameraden aus der Partei nun vermitteln können, dass diese Linken an sich ganz umgängliche Typen sind, wenn sie gleichzeitig das Bad ausschütten, ohne vorher das Kind aus der Wanne genommen zu haben? Pantisano dämmerte das vielleicht, er entschuldigte sich in aller Eile und parallel erklärte die andere Vorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, ihre Offenheit in puncto Koalitionsbereitschaft mit der Union in Ostdeutschland.
Faschismus ist, wenn einer anders denkt?
Daniel Günther teilte über die Medien mit, dass er die Entschuldigung nicht für ausreichend halte – aber an der Stelle verlassen wir die Szene, denn das übliche Geplänkel im Fegefeuer politischer Eitelkeiten, das man in anderen Milieus mit dem Label »Pack schlägt sich, Pack verträgt sich« trefflich ausstattet, hat wirklich keinen Erkenntnisgewinn und dient nur dem Ego-Marketing diverser Karrieristen aller politischen Couleur. Bezeichnend an dieser Causa ist etwas anderes: Pantisano stand recht gelassen vor dem Fragesteller der Bild und postulierte seinen Vergleich auf eine Weise, die verriet, dass das, was er da von sich gab, eine ziemlich weitverbreitete Ansicht in seinem Milieu ist – eine, die man nicht verheimlichen oder wenigstens leise formulieren muss, sondern ganz ungeniert ausposaunen kann. Auf dem Parteitag selbst musste er keine Rüge erwarten, ganz im Gegenteil, mit seiner Betrachtung zu Union und Faschisten, er meinte wohl die AfD, traf er voll und ganz den Spirit des veranstalteten Zirkusses.
Ein Blick in die Straßen des Landes lohnt sich, jedenfalls dann, wenn die von pensionierten Studienrätinnen gegen rechts – meist als Omas bekannt, wenn auch häufig enkellos – oder juvenileren Demonstranten ebenfalls gegen rechts bevölkert werden. Diese Proteste werden zwar nicht aus der Linkspartei heraus organisiert, sondern oft stecken Sympathisanten und sogar Parteigänger der Sozialdemokratie und der Grünen dahinter (wenn auch NGO-kaschiert), aber der Geist ist dennoch derselbe. Dort bezieht man Stellung gegen die AfD, aber da schwingt immer auch mehr mit, gegen wen man sich positioniert: Man zeigt überdies an, dass man gegen die Union, den Konservatismus – hin und wieder auch den Liberalismus – und die Kirche eingestellt ist. Man protestiert gegen Männer und Querdenker, gegen Traditionalisten und Skeptiker, gegen Kernkraftbefürworter und Fahrzeugführer von Verbrennern. Kurz: Andersdenkende haben es auf solchen Demonstrationen schwer, sie gelten bei der dortigen Klientel als problematisch und toxisch.
Nicht jeder Demonstrant mag bei diesen Ereignissen sofort annehmen wollen, dass jemand aus der Phalanx nicht gern gesehener Andersdenkender per se ein »Fascho« sein muss – aber recht häufig liegt diese Einordnung ja doch recht nahe, denn sie ist so herrlich unkompliziert und benötigt weder Kreativität noch profundes Wissen. Der Faschismus-Vorwurf hat in diesem Milieu eine gewisse Tradition – er ist älter als ein Jahrhundert, denn schon in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts erklärten Kommunisten voller Durchblick, dass reformoffene Sozialdemokraten nichts weiter als »Sozialfaschisten« seien. Wer nicht in den weltrevolutionären Kategorien der Internationalen dachte, war also definitiv faschistisch. Diese Schmähkultur aus dem linken Milieu wurde nach dem Zweiten Weltkrieg weiter kultiviert. Gelegentlich lag man mit dem Vorwurf auch richtig, schließlich fanden sich im Nachkriegsdeutschland viele, die in ihrem ersten Leben »Faschist« waren – sehen wir man von der Tatsache ab, dass diese Veteranen wohl eher nationalsozialistisch waren als faschistisch, was in der Tat nicht dasselbe war. Aber man darf nicht zu viel Hintergrundwissen erwarten, wenn die Pantisanos dieser Welt Statements verbreiten. Es war in jenem Nachkriegsdeutschland jedoch auch keine Seltenheit, dass man mit dieser unflätigen Kategorisierung einfach nur Bürgern schmähen wollte, die mit Faschismus und artverwandten Bewegungen gar nichts zu tun hatten.
Ein Kulturkampf des Unterkomplexen
Ziehen wir ein prominentes Beispiel heran: Franz-Josef Strauß. Er hat sich zeit seines Lebens mit jenen dunklen Jahren deutscher Geschichte auseinandergesetzt, seine Geschichte nie versteckt. Strauß war Offizier der Wehrmacht, aber ein Gegner der Nationalsozialisten – als Konservativer konnte er keine Sympathie für die Nazis aufbringen, deren Weltbild alles andere als konservativ geprägt war. Nun war dieser Strauß zwar ein politisch intellektueller, aber auch windiger Charakter, was ihn einige Gegner in der Bundesrepublik bescherte. Junge und protestfrohe Leute setzten ihn damals schon mit dem Faschismus gleich; Strauß litt darunter, dass sie seinen Namen aus Transparenten willentlich mit Doppel-S schrieben statt mit Eszett – der Bayer war in seinem Vorleben aber kein SS-Mitglied, ganz anders als mancher Sittenwächter auf der anderen Seite. Den Protestpöbel kümmerte all das herzlich wenig, er hielt sich nicht mit Fakten auf und erteilte der Komplexität der historischen Wahrheiten aus Gründen der Vereinfachung eine Abfuhr. Es ging schließlich und endlich um die richtige Haltung zu Strauß, den man ja durchaus herzlich unsympathisch finden konnte, dessen politische Agenda man auch nicht teilen musste, der aber eines sicher nicht war: ein Faschist oder Nazi.
Aber ein Rechter war er dennoch. Sebastian Haffner weist in seinem Buch »Anmerkungen zu Hitler« darauf hin, dass die Nationalsozialisten besonders von rechts attackiert wurden – die Konservativen, deren viele nach Rom als heimliche Hauptstadt blickten, waren keine Freunde des Regimes. Götz Aly greift in seinem aktuellen Buch »Wie konnte das geschehen?« nochmals auf. Diese Erkenntnisse gehen aber im zeitgenössischen Kulturkampf unter, auch weil man den mit unterkomplexen Mitteln der Simplifizierung betreibt. Ja, weiterbetreibt – denn innerhalb eines gar nicht mal so kleinen Teils des linken Milieus ist es seit jeher Gepflogenheit, die Union – damals noch durchaus konservativ – mit den Nazis gleichzustellen. Unter westlichen Linken war es auch nicht so unüblich, Sozialdemokraten – damals noch durchaus sozialdemokratisch – auch weiterhin als »Sozialfaschisten« zu rufen. Ein Stück weit muss man sich die westliche Linke der Sechziger- und Siebzigerjahre als paranoid vorstellen. Die Bundesrepublik war für sie häufig nicht weniger als die Fortsetzung des Nationalsozialismus mit freundlicheren Mitteln.
Damals liebäugelten sie bereits mit dem Orient, den sozialen Bewegungen in der islamischen Welt, die man als Gegenkonzept zu einem Kapitalismus verstand, der selbstverständlich auch faschistisch sei. Er habe immerhin den Nationalsozialismus gefördert und finanziert – eine Behauptung, die für den italienischen Faschismus weitaus stärker zutrifft, als für die deutsche Modifikation dieses Phänomens unter dem Namen des Nationalsozialismus. Haffner weist auch darauf hin: Hitler war kein Mann der Eliten – Mussolini hingegen schon. Aber auch an diesem Punkt bleibt links häufig gezielt unterkomplex, es dient schließlich der guten Sache und trifft nur Kapitalistenärsche, die man ohnehin verachtet. Wer schon vor Jahren in der Bewertung dieser Dinge anders dachte, wer dem Thema die Komplexität gewährte, das es verdiente, musste mit Schmähung und Gleichsetzung rechnen. So der Historiker Ernst Nolte zum Beispiel, der in den Sechzigerjahren die Dimitroff-These hinterfragte, die aus ideologischen Gründen den (Finanz-)Kapitalismus zum Urheber des Faschismus erkor. Nolte wurde schon damals in die rechte Ecke gestellt, wie man heute zu sagen pflegt. Denn er sah historische Zusammenhänge zwischen den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, was man ihm nicht durchgehen lassen konnte. Die Nähe zwischen Linken und Islam hat die Zeiten bekanntlich überdauert, der Islamismus wird in der heutigen Zeit bevorzugt heruntergespielt – wer ihn thematisiert und das anders sieht: Richtig! Der gilt schnell mal als faschistisch! Worin man in diesem Milieu weiterhin ein antikapitalistisches Motiv im islamistischen Streben sieht, lässt sich inhaltlich kaum erklären – wohl aber emotional.
Die Linke ist Teil der neofaschistischen Architektur
Die Geschichte der Linken fing nicht verheißungsvoll an. Das linke Bürgertum kulminierte in einem Wohlfahrtsausschuss, drang darauf einen neuen Menschentypus zu schaffen, eingebettet in eine völlig überarbeitete gesellschaftliche Struktur mit Institutionen, die nicht historisch vorbelastet sein sollten – dieses von den Jakobinern machtverwaltete Frankreich war weder besonders tolerant, pazifistisch oder gelassen. Es ließ die damaligen Zeitgenossen wissen, dass man nun endlich die Defizite des menschlichen Daseins begriffen habe und eine Umwertung aller Werte alternativlos sei – wer sich dem widersetzte, ganz gleich mit welcher Erklärung, musste damit rechnen geköpft zu werden. Auch die Guillotine war ein Stück »Aufklärung«, man wollte möglichst effizient und fortschrittlich Andersdenkende eliminieren – vor diesem Hintergrund kann man auch die Einschätzung des Schriftstellers Georges-Arthur Goldschmidt verstehen, die er vor einiger Zeit in einem Interview mit der Welt am Sonntag vertrat, als er das Fallbeil als Vorgeplänkel zum Holocaust skizzierte. Die neue Tötungskultur der Jakobiner etablierte eine Art der »aufgeklärten wissenschaftlichen Vernichtung«, die später ihren höllischen Höhepunkt fand, als man sich im Zuge der Endlösung fragte, wie man möglichst effizient und wenig nervenbelastend – für die Henker – im großen Stile töten könne.
Die zeitgenössischen Jakobiner dürfen nicht auf die Lösung ihrer Probleme durch eine Guillotine setzen. Aber sie enthaupten mit den kleinkarierten und niederträchtigen Mitteln, die ihnen der zivilisierte Staat gerade so lässt. Sie üben sich in sozialem Ausschluss, fordern Maulkörbe und kultivierten ein Klima, in dem leidige Problematiken gar nicht erst angesprochen werden dürfen. Einen Andersdenkenden in die Nähe zum Faschismus zu rücken, ist dabei die fieseste Art und Weise, wie man mit Menschen umgeht, die andere Werte- und Moralvorstellungen pflegen. Einen lästigen Zeitgenossen mit diesem Vergleich zu überziehen, ist immer auch von der Berechnung getragen, dass etwas hängen bleibt, was den Kontrahenten hoffentlich möglichst lange aus dem Rennen wirft. Andersdenkende als Vertreter des Faschismus einzunorden: Das ist gewissermaßen das hinterfotzige Fallbeil unserer Zeit, ein – unter bürgerlichen Aspekten – nicht statthafter Anschlag auf die Integrität von Leuten, die eben nicht das Welt- und Menschenbild verinnerlicht haben, das man »unter Linken« als unumstößliche Wahrheit handelt, als gäbe es darüber nichts zu streiten. Zudem ist es beliebt, dass sich diese zeitgenössische Linke gerne von den Übeln der Zeit abspaltet, Ines Schwerdtner ist hierbei beispielhaft. Im Bundestag ruft sie der AfD zu, dass sie »die Nachfahren des Verbrechens des Holocaustes« seien. Damit sagt sie auch, dass in ihrem Milieu keine solchen Nachfahren zu finden wären. Entweder gibt es in ihrer Partei also eine Sippenhaft über Zeitenläufte hinweg – oder sie formt die Wahrheit nach ihren Gunsten. Man darf von zweiterem ausgehen. Die Abspaltung von der Schuld, um den politischen Kontrahenten zu schaden: Das ist ein klarer Missbrauch der Gedenkkultur und ein revisionistischer Kniff.
Natürlich sollte man das alles nun nicht falsch verstehen: Man muss die Union, die Luigi Pantisano rhetorisch mit Faschismusnähe ausstattete, nun wirklich nicht schätzen – man kann sogar alles falsch finden, was diese Partei und ihre Schranzen anstellen. Das steht jedem offen, ohne dass man gleich den unterkomplexen, aber in der Sache völlig eskalierenden Vorwurf des Faschismus aufkommen lässt. Nicht jeder, der beispielsweise applaudiert, wenn ein Schwarzer zusammengeschlagen wird, ist ein Nazi oder Faschist, die Motive können so vielfältig sein, wie es die Gesellschaft zuweilen ist – Nazi oder Faschist: das sind ohnehin lediglich historische Begrifflichkeiten. Manchmal ist so ein klatschender Zeitgenosse ganz lapidar einfach nur ein Arschloch – und nicht jedes Arschloch ist gleich Faschist. Es gibt sogar viele Linke, die Arschlöcher sind. Aber da der neue Vorsitzende der Linken unbedingt über Faschismus sprechen will, sollte man ihm diesen Gefallen in aller Kürze tun. Es formiert sich ja durchaus einer, ausgebrütet in den Kulturstätten europäischer Zentralverwaltung: In Brüssel und Straßburg. Dort krallt sich der Eurofaschismus nationale Autonomien, unterläuft die Justizapparate der Mitgliedsländer und reißt Macht an sich, die den europäischen Souveränen und ihren Institutionen zustehen würde. Pantisanos Linke, die heutigentags jeden Kritiker der europäischen Idee sofort in die Internationale der Rechtspopulisten einordnet, ganz schamlos zum Nazi, Fascho und Rechten erklärt, gibt sich koalitionsfähig als europahörige Partei. Um Ihre Aussage aufzugreifen: Kann man jetzt noch einen Unterschied zwischen den Linken und den anderen Faschisten machen, Herr Pantisano?
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Ich unterscheide nur noch zwischen Arm/Reich, Oben/Unten, Arschloch/Kein Arschloch, Tierfresser/Kein Tierfresser etc. Links/Rechts Unterscheidung und Faschismus/Antifaschismus Unterscheidungen sind zur Idiotie verkommen.
Außerdem gibt es für mich keine Feindnationen!
Diese Welt ist ein asoziales Irrenhaus.
Wenn man nur genügend Kategorienfehler miteinander mischt, dann ist ein Artikel nicht besser.
Die Linkspartei vertritt keine Linken. Unser Parteiensystem vertritt strukturell nur kapitalistische Parteien, alle anderen würden auch verboten. Sie sind damit im rechten Spektrum.
All diese Parteien vertreten Ausbeutung im Inneren und Äusseren, damit also Armut, Repression und Krieg bzw Imperialismus.
Wenn jetzt ein Rechter schreit, dass die anderen Faschisten seien, dann ist das einfach nur lustig.
Tatsächlich ist es so, dass diese Parteien allesamt nur sehr wenig unterscheidet. Alice Weidel ist genauso wenig faschistisch, wie Friedrich Merz. Aber dass sie den Tod der Menschen ggfs noch leichter nehmen, als die anderen, kann man schon sagen.
Was man im Kopf klar haben sollte, dass die politische Landkarte sehr viel größer ist, als die vom Staat zugelassenen Parteien, die sich zur Führung ebendiesem bewerben. Das ist ja auch irgendwie einleuchtend, dass wenn man für soviel Tod und Elend verantwortlich sein soll, es da nur eine begrenzte Anzahl Freiwilliger (aka Politiker) sich dafür melden.
Die Probe aufs Exempel ist dann immer, ob man die Eigentumsordnung ablehnt oder unterstützt. Die lässt sich eben nur mit systemischer Gewalt durchsetzen. Wer Milliardäre besteuern will, statt abschaffen, der ist nicht links.
So wie jede Ordnung in einer komplexeren Gesellschaft.
Wer Milliardäre besteuern will, statt abschaffen, der ist nicht links.
Ja, ja, die wahren Schotten sind unter den Linken jedenfalls in der Mehrheit. Fragt sich nur, wie du Milliardäre loswerden willst, die sind ja nicht auf dein Land angewiesen und treiben sich irgendwo in der Welt herum. Jede Wette: die Steuern ruinös zu erhöhen, reicht, damit die abhauen und wenn du nicht strikte Grenzen und Kapitalverkehrskontrollen einführst, nehmen die auch ihre Kohle mit, zum Nachteil von uns allen.
Dummerweise haben es die wahren Schotten, äh Linken, insgesamt nicht so mit Grenzen und Abschottung und von Geld verstehen sie idR genausowenig wie von Unternehmensführung und Wirtschaft… also werde ich die nächste linke Zwangsbeglückung vermutlich nicht mehr erleben.
Die saftige Besteuerung und weitere Pflichten für die Oligarchen waren aber das Erfolgsrezept schlechthin für die Athener. Und ich denke, Marx‘ einziger Fehler war vor der Wiederentdeckung der „Verfassung der Athener“ von Aristoteles einfach zu sterben.
Sehr schön geschrieben, vielen Dank Robert.
Und vielen Dank für den Buchtip von Götz Aly, das die Nazis damals von rechts / konservativ attackiert wurden wusste ich gar nicht.
Wieder was gelernt
Das wissen die wenigsten, weil man ja schon in der Schule lernt, dass die Nazis „Rechte“ waren, statt die progressiven nationalen Sozialisten, als die sie sich selbst sahen. Verständlicherweise wird dieses irreführende Narrativ vom gesamten linken Spektrum lustvoll am Leben gehalten, mit allerlei Ablenkung, Rabulismen und „wahre Schotten“-Geplapper.
Man braucht ja einen Counterpart, wie öde wäre das, wenn man die Nazis nur als eine weitere linksfanatische Spielart betrachtete. Das würde ja nur „den Falschen“ in die Hände spielen!
Nun ja, Herrschende wollen prinzipiell keine anderen Herrschenden neben sich. Das ist kein wirklich neuer Hut, wenn man z. B. Bourdieu kennt.
So wie Adlige unter sich bleiben wollten und keine anderen Herrscher neben sich duldeten („Geldadel“) hatte der alte „Geldadel“ (Sachs, Rockefeller, etc.) keine Lust auf den neuen „Geldadel“ (Thiel, Fink, Musk, etc.).
Das ist aber noch lange kein Grund, nicht zusammenzuarbeiten, wenn beide Seiten davon profitieren. So z. B., wenn es gegen die Arbeiter/Angestellten geht.
Deshalb gabe es auch „Konservative“, die (gerne) mit den Nazis zusammengearbeitet haben. Darunter waren ebenso Adlige wie Konzernchefs.
Was man öffentlich sagt/macht und wie man im Hintergrund arbeitet sind auch zwei verschiedene paar Schuhe.
Auch wenn ich mit der Partei „Die Linke“ nicht viel anfangen kann und ich sie genauso wie die anderen alten Parteien zur „radikalen“ Mitte zähle, was soll man denn von Aussagen wie „Die machen unsere Drecksarbeit“ oder „Russland ist unser ewiger Feind“ halten? Zumal sie größtenteils auf wenig bis keine Kritik gestoßen sind.
Ab hier muss man nicht mehr weiterlesen, da soll die Geschichte der CDU und ihr Personal wohl wieder verniedlicht werden. Vermutlich gab es auch niemals Nazis in der CDU, wer hätte das gedacht.
@“Des neuen Linken-Chef Luigi Pantisanos Gleichsetzung zwischen CDU und Faschismus ist kein rhetorischer Unfall gewesen – sie zeigt recht deutlich, dass das linke Milieu Andersdenkende schon im Grundsatz verabscheut.“
Wie unterscheidet sich Faschismus von Neoliberalismus? Lohnt es sich aus Linker Perspektive überhaupt, da sprachlich genau zu differenzieren und wäre es vielleicht plakativer, beim Unterschied zwischen CDU und AfD, auf den Unterschied zwischen BlackRock und Goldman & Sachs zu verweisen?
Naja, jeder hat mal einen schlechten tag und steckt in einer gedanklichen sackgasse – das kann leider auch dem ansonsten von mir sehr geschätzten Roberto J. De Lapuente mal passieren. Aber muss mensch das dann auch noch publizieren? Wahrscheinlich liegt hier auch kollektives redaktionsversagen vor.
Und trotzdem haben liberale, christliche, und ja, auch konservative und rechtskonservative Parteien „damals“ den Adolf in den Sattel gesetzt… Wohl nur deshalb, weil sie so wahnsinnig und inbrünstig gegen den NS waren, nicht wahr?? Und dass in der CDU nach ’45 mehr Altnazis saßen als Christen, dürfte auch bekannt sein. Und das bis zum Ablauf ihrer biologischen Uhr. Man konnte es ja nicht wissen und ahnen, „damals“, in jenen dunklen Jahren… Und wie ein Forposter richtig feststellt, unterscheidet die zugelassenen Parteien heute sehr wenig. Pantisanos Ausfall ist rein strategischer Natur, um Kräfte im System zu halten. Und nein, die AfD IST Teil dieses immer kriegsgeiler werdenden, kaputten Systems.
Nein, weil dieser gewählt wurde und eine starke Bewegung stellte. Was passiert, wenn man eine Opposition konsequent brandmauert, kannst du aktuell beobachten (und in der Weimarer Republik lief das schon ganz ähnlich, aber natürlich hat man nichts daraus gelernt, bis es zu spät war, was explizit nicht heißen soll, dass ich die Alternative genauso einschätze, wie die NSDAP)…
Im Übrigen hatte der NS damals noch nicht ansatzweise so viel Dreck am Stecken, wie am Ende seiner Herrschaftszeit. Als Spätgeborener, seinen Vorfahren die Leviten zu lesen, ist vollkommen unangebracht.
Das Brandmauer-Geschwafel halte ich für hochgradig verlogen. Ich vergleiche die AfD auch nicht mit der NSDAP, sondern sehe sie eher in der Traditionslinie der DNVP, wohl wissend, dass historische Vergleiche immer mehr oder weniger hinken. Die AfD vertritt m. E. eher die National-Rechten, die CDU die Global-Rechten. Aber beide laufen, wie auch die anderen Parlamentsparteien, mehr oder weniger auf dem neoliberalen und immer libertärer werdenden Betriebssystem, das zwangsläufig zu faschistoiden Strukturen strebt. Das BSW verließ diesen „Konsens“. Konsequenterweise wurde es unterlaufen, betrogen und medial kalt gestellt.
„Die AfD vertritt m. E. eher die National-Rechten, die CDU die Global-Rechten. Aber beide laufen, wie auch die anderen Parlamentsparteien, mehr oder weniger auf dem neoliberalen und immer libertärer werdenden Betriebssystem, das zwangsläufig zu faschistoiden Strukturen strebt. “
👍👍
super formuliert, hab mir das kopiert
wenn Sie gestatten…..
Also, Gnade der späten Geburt, sprich nicht schlecht über die Deutschen von damals (vielleicht gar noch eine Pervertierung der Bibel im Sinne von „Wer von euch ohne Sünde ist, der…“ (was Jesus ja wohlgemerkt in Bezug auf eine Ehebrecherin und die mörderischen Tugendwächter damals gesagt hat, aber was kümmern solche Kleinigkeiten, ne). Was wer auch immer damals selbst getan hätte, weiß man wirklich nicht. Dass wir aber heute leben und „Nie wieder!“ ernst gemeint sein muss ist eine Sache. Und die andere: Wer beim größten Menschheitsverbrechen mit der Masche kommt „Wer ohne Sünde ist/Du weißt nicht, was du selber getan hättest, also schweig, Nachgeborener!“, braucht auch sonst keine Gesetze mehr, da man ja bei keinem Delikt weiß, ob man nicht selbst in einer Situation… merke: Wenn ein Verbrechen nur groß und monströs genug war, ist merkwürdigerweise außer einer immerhin verurteilten Führungsschicht keiner schuld, man kann ja schließlich nicht ein ganzes Volk verantwortlich machen für… (ja, warum eigentlich nicht?)
Und dass in der CDU nach ’45 mehr Altnazis saßen als Christen, dürfte auch bekannt sein. Nicht nur in der CDU. Es war Lambsdorf der in NRW dafür sorgte das auch belastete NSdAP Mitglieder in der F.D.P. aufgenommen wurden. Das führte dazu das die F.D.P. im Südwesten zum Dreikönig Treffen in der Zeit von Theodor Heuss aufrief, die Treffen gibt es noch heute. Heuss selbst hat ja damals auch dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt. Die SPD hatte auch einige NSdAP Mitglieder in den Parlamenten sitzen.
Im ersten deutschen Bundestag saßen mehr Mitglieder als im letzten frei gewählten Reichstag. Mitglieder deswegen, weil ja keiner von denen jemals ausgetreten ist. Sprich sie waren ja auch immer noch in der alten Partei.
Wer kennt nicht den Ritterkreuzträger im Bundestag, der das dort so stolz trug. Neben Erich Mende auch Fritz Berendsen (CDU)Hellmuth Heye (CDU, später Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags.
Mir wäre allerdings niemand bekannt, der aus der KPD jemals ein Ritterkreuz erhalten hätte. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren
Vielleicht sollte man sich die Liste nochmal ansehen.
Pantisano hatte bei seiner demokratischen 53,3%-Wahl übrigens keinen Gegenkandidaten.
…sonst wäre es ja auch eine „Kampfkandidatur!!111!!elf!“ gewesen….
😉
Und was soll so schlimm daran sein, nur recht knapp über die Hälfte der Delegierten überzeugt zu haben? Weil halt manche offenbar auf keinen Fall die CDU vergraulen wollen (die von ihnen aber nichts wissen will)? Jaja, Frau Schwerdtner, die werden mit euch reden müssen – vielleicht ja übers Wetter oder so. Hätte der Luigi über 90% erhalten, hätte man ja auch das Fass „Wahlergebnisse wie im Stalinismus“ aufmachen können. Ansonsten ist die (Bundes-)“Linke“ seit dem 6.5.25 eigentlich erledigt.
Ist die CDU eine faschist.Partei. Nein, noch nicht. Aber sie ist dem Faschismus nicht abgeneigt. Ist die CDU eine rechtsextreme Partei – hundertprozentig. Wer vorsätzlich Völkermord, Apartheid, Versklavung, Vergewaltigung und Folter von Migranten fördert und unterstützt, ist nachweislich und gesichert rechtsextrem. Und ganz nebenbei – verfassungsfeindlich.
AfD-Anhänger sehen das sicher anders, wie man auch an diesem Artikel erkennt.
Und ausgerechenet Strauss heranzuziehen, der nachweislich rechtsextrmeTerrororganistionen/Todesschwadrone mitorganisierte/finanzierte,ist mehr als ein schlechter Take …..
In einen Heise-Forum nannte ein Nutzer die Union immer konsequent die „Nachfolgeorganisation der NSdAP“. Dafür gibt und gab es auch gute historische Gründe. Das Geschwafel von Pantisano unterstütze ich dennoch nicht, da es, und da hat Lapuente absolut recht, nichts weiter als das übliche „alles Nazis außer ich“ der heutigen „Linken“ ist, die selbst zu faschistischen Wiedergängern geworden sind (Grüne) oder dabei sind, es zu werden („Die Linke“).
Den Blödsinn gibt es aber eben auch auf der „rechten“ Seite, wie das furchtbare aber aufschlußreiche Interview mit Pauline Voss zeigte.
Der Begriff „Faschismus“ wird als inflationäres Etikett an alle möglichen Leute geklebt.
Meistens hat das mit Faschismus nichts zu tun, der „Faschismus“-Schreier macht sich da für
mich oft eher verdächtig.
Aber hier ist es ganz simpel auf den Punkt gebracht worden:
„Faschismus ist, wenn einer anders denkt.“
Ja, völlig überzogen! Dennoch danke für einen italienisch-stämmigen Vorsitzenden! Die Union ist die wohl mit Abstand Arbeitslosen-feindlichste Partei im Land! Fairerweise ist die neue CDU als liberalkonservative Partei sogar kritisch in Richtung Beamtenschaft, was es bei denen so politisch auch noch nie gegeben hat, also alles nicht so einfach!
Es sind Kultur-Linke, das heißt links sind sie nur mit ihrer großen Klappe. Sie beschränken ihr politisches Selbstverständnis darauf auf der vermeintlich „richtigen“ Seite zu stehen. Entweder zu den Guten zu gehören oder zu den Bösen, was bei ihnen gleichbedeutend mit Links oder Rechts ist. Das diese Zuordnungen bereits vorher von der liberalen Mitte zugewiesen wurde, das interessiert sie nicht. Auch nicht, dass sie damit vom herrschenden System vereinnahmt wurden.
Meiner Ansicht nach gehört zum Links-Sein das dialektische Denken, anstelle einfachem „Schwarz-Weiß“ oder „Richtig-Falsch“-Denken. Aber da hat in der liberalen Welt die politische Ideologie die Religion ersetzt. Nicht mehr Gott steht im Mittelpunkt der liberalen Demokratie, sondern Individualität, Ego und real auch Reichtum. Das sind die Dogmen, für die man kämpft, die der liberale Staat verteidigt.
Das Foto erklärt alles… alles erhabene und allwissende North-Face Funktionsjackenträger.
Ich bin ein Anderstragender, daher müssen die mich wohl verabscheuen…
Was Luigi Pantisanos gesagt hat, ist eigentlich ein Geplänkel in unserer Zeit, die man oder ich historisch einordne.
Historisch betrachtet scheint besteht die Konfrontation zwischen Kapitalisten und dem was Marx, Engels und Lenin geschriebeb haben – die Menschheit steht an einer langwierigen Auseinandersetzung. Erst mal war es wichtig, was Marx und Engels geschrieben haben, das Kapital betreffend. Lenin hat dann die Gedanken von Marx und Engels auf die Wirtschaft aller Länder der Erde übertragen. Und Lenin hat mit den Bolschewikie die Sowjetunion geschaffen, was bei dem Kapitalismus und seinen Vertretern eine Wut entstehen hat lassen – es entstand ein Loch im Denken der Imperialisten und ihren Profiten. Auch wenn es die Sowjetunion nicht mehr gibt, die Analyse und die Schriften von Marx, Engels und Lenin sind für die Kapitalisten ein ewiges Ärgernis – dass sie mit allen Mitteln auf der Erde die Bevölkerumgen militärisch unterdrücken und wirtschaftlich ausbeuten wollen, zeigt versteckt ihren Ärger, den sie in sich hineinfressen, auch wenn sie immer von Freiheit und Demokratie reden. Es wird noch eine lange Geschichte werden.
Heutzutage ist jeder ein Faschist!!11!
Außer, man läuft mit Wolfsangel und Hakenkreuzflagge durch die Ukraine …
Wer heute noch im Hinblick auf gegenwärtige Dinge den Faschismus-Begriff verwendet, ist ohnehin intellektuell nicht ernst zu nehmen.
—
Lustig übrigens folgende Info von Pantisanos Wikipediaseite:
„Während seines Studiums war er Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Baden-Württemberg Stiftung und des German Marshall Fund.[7]“
Spätestens die Annahme des Stipendiums der letztgenannte Stiftung lässt mich mich nur lachen.
—
Ach, alles nur Kinderkram.
Was den historischen Faschismus betrifft, da gebe ich ihnen Recht. Den politikwissenschaftlichen Begriff „Faschismus“ als zeitlose Beschreibung eines extremen Korporatismus der politischen, ökonomischen und kulturellen Machteliten halte ich aber nach wie vor für sinnvoll und angebracht.
Danke für die Nennung einiger Stationen in Pantisanos Laufbahn. Das scheint meine Annahmen zu ihm, zur Partei „Die Linke“ und zu seiner Äußerung weiter oben zu bestätigen.
„Den politikwissenschaftlichen Begriff „Faschismus“ als zeitlose Beschreibung eines extremen Korporatismus der politischen, ökonomischen und kulturellen Machteliten halte ich aber nach wie vor für sinnvoll und angebracht.“
Sorry, das ist 100 Jahre altes Antiquariat. Der Begriffe „Faachismus“ und „links“ sind heute in Deutschland klar definiert: ALLES, was nicht AfD ist bzw der AfD entspricht. Die Begriffe: „Faschist“ und „Linker“, die als Synonyme gelten, sind auch klar definiert: ALLE, die nicht die AfD wählen.
Hauptsache, er ist ein strammer Atlantiker, das lässt den Faschismus-Vorwurf schnell vergessen. Siehe Beispiel Meloni von der rechten Seite. Wer wirft ihr ihren Post-Faschismus heute noch vor? Sie ist atlantisch, das zählt.
Eine Wandmalerei in Jena, “ Faschos ins Lager“. Ich frage mich mich, wer soll die denn bewachen? Wollen die „aufrechten
Antifas“ sich mit solchem „Kleinkram“ beschäftigen, anstatt immer mehr „Faschisten“ zu entlarven ( ein Ausdruck, der mir aus der DDR Zeit vertraut ist). Marx Meinung, dass Geschichte sich als Farce wiederholt, findet aktuell seine Bestätigung.
Faschismus ist ein Schimpfwort, mit dem alle rumwerfen. Aber in Bezug auf die CDU hat Pantisano recht. Aber auch die anderen Blockparteien und die Linken gehören dazu, denn sie alle wollen Opposition verbieten. Das betrifft Meinungsfreiheit und Direkte Demokratie und Ablehnung der Unterstützung des Ukrainekriegs mit Russland, sowie EU und NAZO Kritik. Und wer sich zu weit vor wagt, sitzt schon in Untersuchungshaft und bleibt da sitzen, bis er zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt wird. Und wie A. H. (Anton Hofreiter) spielen sie mit der Existenz Europas. Und sie wollen Russland provozieren, bis es eine Rakete abschießt, worauf der Verteidigungsfall ausgerufen wird, Wahlen ausgesetzt werden, und die AfD neutralisiert wird.
Können man uns bitte von einer Berichterstattung darüber verschonen, was irgendwann, irgendein ein Parteipolitiker zum Besten gegeben hat, egal unter welchem Logo er agiert und völlig wurscht zu welchem Thema oder über welche Person, egal auch vor welchen Auditorium und dies einfach den Fachmedien überlassen. Es gibt hierzu das Goldene Blatt, die Aktuelle, den DLF, die Freizeitrevue, die Praline und wohl noch etliche weitere Medien denen sich Interessierte bedienen können.
Für alle anderen sind nur die Beschlüsse von Belang. Neue Kriegsanleihen, weiterer Sozialabau und höhere Steuern. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Herr Lapuente, kommt mein Beitrag jetzt in die Moderation, weil ich behaupte, dass ein AfD Verbot faschistisch ist, sie aber vielleicht dafür sind?
Bundesrepublik war die Fortsetzung des Nationalsozialismus mit freundlicheren Mitteln. Soziale Marktwirtschaft des Ludwig Wilhelm Erhard.
In der Adenauer CDU/ Regierung waren sogar NS Kriegsverbrecher in Regierungsämtern.
Die Linke ist genauso Kapitalistisch geprägt wie die sogenannten Volksparteien. Mein Großvater, der im 2.Weltkrieg an der Ostfront war ist nicht wieder zurück gekommen. Nein er ist nicht gefallen. Er blieb in der Sowjetunion und lebte bis 1970. Er und meine Großmutter und auch meine Eltern sagten immer eine Regierung muss immer einen Flügel Linker, einen Flügel Rechter und einen in der Mitte haben so das alle Interessen der Bevölkerung wahrgenommen werden können.
Der Rechte Flügel vertrat die bürgerlichen Nationalisten.
Der Linke Flügel vertrat die sozialen Ziele und Interessen der Bevölkerung
Und die Mitte abgewogen die Interessen der beiden Blöcke so kann verhindert werden das der Rechte oder Linke Block nicht in die Regierung kommt wie 1933.
Heute muss die Parteien Landschaft neu bewertet werden man kann nicht sagen die AfD ist eine Rechte/ Nazi Partei. Es tummeln sich fsschistisch Gesinnte in fast allen Parteien und vor allem da in der schon immer Nazi-Vorfahren und deren Nachkommen waren. ( CDU, CSU, FDP Grüne) Im Prinzip müssten sich alle sogenannten Volksparteien auflösen und sich neue politische Gruppen/ Parteien bilden die ihre Programme in vollem Umfang offen tun. Alle sollten zu Frieden und Souveränität ihres Landes stehen und verteidigen. Also Alles für Deutschland.
Wie kann man nur so einen unwissenden, rechten, weidschen Unsinn über Adolf Hitler verbreiten, wonach dieser mit den mächtigsten deutschen Kapitalfraktionen nichts zu tun gehabt hätte ?
de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_zum_Studium_des_Faschismus
noch ein „name“? Nun gut, ich habe den Artikel nicht gelesen, schön dass Sie es für mich getan haben.
Eigentlich sehe ich es so wie der Autor, auch wenn ich Einwände vortrage.
Den revolutionären Terror der Französischen Revolution, ohne den feudalen maßlosen und viele hundert Jahre anhaltenden Terror des alten Regimes zu beschreiben, ist nicht redlich. Ihn dann ins Verhältnis zur Shoa zu setzen, wie es der vom Autoren zitierte Historiker getan haben soll, geradezu infam. Der Jubel des Pariser Volkes, wenn die Köpfe fielen, ist sehr viel leichter zu verstehen, wenn man bedenkt, dass Tod, Ausplünderung per Steuer oder einfach mit Gewalt, Folter, usw. usf. alltägliche und historische Erfahrungen waren. Im Übrigen war das Fallbeil weniger grausam als die Methoden des alten Regimes, dass sich noch im Zeitalter der Aufklärung darin gefiel, ihre Opfer öffentlich zu Tode foltern zu lassen. Ich da hatte vor Wochen mal an Robert-François Damiens erinnert.
Und die Idee, dass das deutsche Kapital (mehrheitlich) den Nazis nicht eben zugetan gewesen sein soll, wird auch durch unendlich viele Wiederholungen nicht richtig. Ich kann jetzt nicht, wie ich es wider besseres Wissen immer wieder mache, lange Ausführungen zur Rolle der deutscher Kapitalisten bei der Machtergreifung machen. Das liest man halt in der Regel nicht. Aber in der Kurzfassung: Die Nazis hatten nie eine eigene Mehrheit in regulär gewählten Parlamenten und die Machtergreifung wurde von Hugenberg und den ihm nahestehenden Kreisen inszeniert und ich hatte hier auch schon mal detailliert unter Bezug aus die Tagebücher von Goebbels, in denen er berichtet, wie man offene Türen beim Kapital einrannte.
Der fortschreitenden Verblödung deutsche Mehrheitslinker, ihrem Abschied von emanzipatorischen Ansprüchen, ihrer Flach-Erde-Weltsicht auf die realen Konflikte und die sich tatsächlich vollziehende Faschisierung -da teile ich die Ansicht des Autoren voll und ganz- steht auf der anderen Seite genau diese Relativierung der deutschen Naziherrschaft und die Rolle des Kapitals gegenüber. Schon vor Nolte.
Und die deutschen Konservativen, ja, sie alle als Nazis zu beschimpfen ist grenzdebiler Unfug. Aber einfach nochmal auf den Punkt gebracht: Wer stimmte dem Ermächtigungsgesetz zu? Wer machte Hitler zum Kanzler und -für wen das Zeug von vor hundert Jahren ist- wer treibt den Brüsseler Generalangriff auf die Reste bürgerlicher Freiheiten voran?
Ein Artikel, der mich entsetzt zurücklässt. Der Faschismus, der sich in Deutschland aus guten Gründen Nationalsozialismus – wohlgemerkt Sozialismus – nennt, wurde also von „Rechten“, dem Großkapital und Leuten wie z.B. Strauß oder auch Adenauer vehement abgelehnt. Und natürlich waren der Großteil der deutschen Bevölkerung Sozialisten. Aha. Gut zu wissen. Die Totalitarismus Doktrin von Nolte oder auch Götz Aly – sprich Nationalsozialismus ist gleichzusetzen mit Kommunismus – muss immer wieder neu belebt werden.
Dieser Pantisanos setzt ein Zeichen. Die CDU/CSU Politik – auch die jetzige Regierungspolitik mit Hilfe der Verräterpartei SPD – kann ihn fast allen Fragen mit der der AfD in einen Topf geworfen werden. Das ist momentan aber NOCH gefährlich, obwohl es daran keinen Zweifel geben kann. Wer sehen will, sieht. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit und CDU koaliert mit der AfD. Beginnend auf Landesebene.
Als letztes hier eine Aussage von Stalin. Sie hat ihre Gültigkeit nicht verloren.
„Der Faschismus ist die Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv gesehen der gemäßigte Flügel des Faschismus.“ Zitatende
Der Faschismus gehört zum Kapitalismus wie der Regen zur Wolke. Sobald sich der Kapitalismus – seine stärksten Fraktionen Finanzkapital/Rüstungsindustrie – seine Profite in Gefahr sieht, greift er zu seiner brutalsten Waffe: Faschismus. Und die Politik, die seit Jahren in der BRD betrieben wird – egal wer die Regierung stellt – ist zwar noch kein Faschismus, sie bereitet aber den Weg und die faschistoiden Sozialkürzungen, der Bevölkerung als Reformen verkauft, sind erst der Anfang. Einschub: Hier werden Kürzungen Reformen genannt (Warum wohl), der Faschismus wird NationalSozialismus genannt (Warum wohl).
Also, ich sehe die Aussagen des Herrn, der sich links nennt, aber rechte Politik unterstützt so: er will ausdrücken, dass sich die CDU von der AfD nur noch minimal unterscheidet. Wo er recht hat, hat er recht.
Meine Fresse, Stalin zu zitieren und dem Zitat sogar noch Allgemeingültigkeit zuzusprechen, ist schon irritierend. Nun lässt sich über die Sozialdemokratie, zumal die deutsche, sehr viel sagen und nicht sehr viel davon ist aus meiner Sicht gut. Aber die These vom Sozialfaschismus, die zeitweilig dazu führte, dass die KPD, nachdem sie auf Moskauer Linie gebracht wurde, die SPD zum Hauptfeind ernannte, war abgrundtief dumm und falsch. Und zwar in jeder Hinsicht. Analytischer Schwachsinn sowieso, hat sie der Positionierung antifaschistischer Kräfte gegen die heraufziehende Gefahr unendlich geschadet und als Moskau eine neue Linie bestimmte, war es einfach zu spät und die Gräben zu tief. Den Preis haben nicht nur sowjetische Menschen zahlen müssen.
Um es ganz deutlich zu sagen. Der Stalinismus ist noch immer das beste und stärkste Argument für alle Rechten gegen den Kommunismus. Er ist der historische Exzess, der jeglicher emanzipatorischer und sozialistischer Bewegung für sehr lange Zeit geschadet hat.
Wenn ich Helmut Kohl sonst eher selten im positiven Sinne zitiere, hier aber doch: „Es kommt darauf an, was hinten rauskommt.“ Genauso ist es, wenngleich etwas ungelenk formuliert: Was draufsteht oder welches Etikett draufklebt, ist nebensächlich. Davon abgesehen: Wer bild ein Interview gibt, ist selber schuld, aber klar: „Reichweite, die Menschen (draußen) im Land“ usw.
Dieser großmäulige „Streit“ ist ein Paradebeispiel gemeinsamer Showkampfveranstaltungen von woken Pseudolinken und ihren Mitspielern aus den anderen bürgerlichen Parteien. Und hier liegt die Betonung auf „Gemeinsam“.
Inhaltlich so abgefuckt belanglos wie nur sonst was.
Dieser „linke“ Wahlverein gibt nicht nur alles für die entsetzlichsten Vorhaben dieser Nation, sondern lieferte bereits auch schon praktisch wesentliches ab: die Ermöglichung der Wahl von Fritze Merz zum Kanzler dieses Landes.
101 von 100 Punkten, dazu noch kurz und knapp, all thumbs up! Da passt wirklich die vielstrapazierte Vokabel ‚Klartext‘; was Luigi, Luigi Pantisano (jaja, Shantel!) gesagt hat, war vielleicht recht unscharf. Hier fragt sich dann natürlich, warum er ausgerechnet mit der eingebildetsten aller Zeitungen reden musste und dabei erwartete, das würde ganz sicher nicht irgendwie ‚skandalisiert‘ werden; aber auch sowas passt zu der PdL, die wahrscheinlich „Reichweite“ damit erzielen will.
Ansonsten nochmal: Die Aktion vom 6.5.25 war einfach nur sturzpeinlich-„verantwortungsvoll“, ganz nach dem Motto: ‚Hilfe, unser heißgeliebter Millionär ist im ersten Durchgang BEI DEN EIGENEN LEUTEN durchgefallen, heul, plärr, krachsauer (eben vom Thinktank Bodo R. erfunden) sei… ganz schlimm, nicht auszudenken, dass sich das ganze Theater um drei Tage verzögert… am Ende holt er sich seine Mehrheit noch woanders, wo doch jeder weiß, dass zu Hause gegessen wird, unabhängig von der Herkunft des Appetits… wir brauchen jetzt gleich den maximalen Kahlschlag im Sozialen, gegen den wir dann ritualisiert-wirkungslos wetter können – und vor allem: Was wäre denn die Alternative (gewesen)? Hilfe, Hilfe, Rasen betreten nicht mehr verboten, Bahnsteigkarten braucht‘s auch keine mehr und jetzt auch noch das, wie will so jemand die ganze Nation…‘ (langsam ausblenden).
Aber gut, wer sich für eine Teil-Verirrung eines 10%-Vereins interessiert, ist wohl der Meinung, dass wir seit Jahrtausenden von „irgendwie Linken“ beherrscht werden, die ja bekanntlich völlig bedeutungslos und gleichzeitig dämonisch-mächtig sind. Und damit endgültig Kamera aus.
Interessant ist hier vor allem das Muster: Die „Faschismus“-Keule funktioniert inzwischen ähnlich wie die „Antisemitismus“-Keule. Beides sind historisch hochbelastete Begriffe, die eigentlich sehr präzise verwendet werden müssten. Stattdessen werden sie immer häufiger als rhetorischer Vorschlaghammer benutzt: Wer nicht ins eigene politische Raster passt, wird moralisch erledigt.
Das ist bequem, aber billig. Denn wer jemanden zum Faschisten oder Antisemiten erklärt, muss sich mit dessen Argumenten nicht mehr beschäftigen. Die Debatte ist dann beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat.
Damit werden diese Begriffe nicht geschärft, sondern entwertet. Echter Faschismus und echter Antisemitismus existieren — und gerade deshalb sollte man damit nicht herumwerfen wie mit Konfetti auf dem Parteitag der Selbstgerechten.
Wenn alles Faschismus ist, ist irgendwann nichts mehr Faschismus. Und wenn jede unbequeme Israelkritik Antisemitismus sein soll, wird auch dieser Begriff stumpf. Am Ende profitieren davon genau diejenigen, die man angeblich bekämpfen will.
Grundregel des Journalismus:
Was hat er wirklich gesagt?
Bitte ein vollständiges Zitat und Einordnung in den Kontext!
Bevor hier die Empörungs-Automaten (KI und Pseudo-KI) in Nulltexten immer weiterlaufen: gäähhn!
Zur Erinnerung:
– Grundregel des Journalismus: Wer was wann wie wo und warum
– Wer hat Hitler an die Macht gebracht?
– Denkanstoß: Wer bringt einen wie Merz an die Macht?
Es ist nicht der Fehler des „Linken“-Vorsitzenden, die Partei des Reichskanzlers Merz „faschistisch“ zu nennen (was ist eine Partei, die mit aller Macht wieder den Krieg gegen Russland betreibt, denn bitteschön sonst?) sondern der Fehler ist, die Kriegstreiberei nicht konsequent zu bekämpfen.
Und Koalition mit der CDU? Also Bitte!
Faschismus ist keine Ideologie sondern eine Methode!
/Konfuzius o.s.
Und zu dieser Methode gehört u.a. Sündenböcke zu konstruieren…
Möge jetzt Jeder vergleichen mit wem er will…