Alles Faschisten außer Luigi?

Luigi Pantisano
Fyrtaarn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Des neuen Linken-Chef Luigi Pantisanos Gleichsetzung zwischen CDU und Faschismus ist kein rhetorischer Unfall gewesen – sie zeigt recht deutlich, dass das linke Milieu Andersdenkende schon im Grundsatz verabscheut.

Kaum Parteivorsitzender, schon die erste Rücktrittsforderung: Luigi Pantisano aus dem schwäbischen Waiblingen, neuer Vorsitzender der Linkspartei, gewählt von sagenhaften 53,3 Prozent der Delegierten des linken Parteitages vom letzten Wochenende, hat keinen guten Stand. In einem Interview mit der Bildzeitung am Rande des linken Catwalks stellte er klar, dass er zwischen der Union und »den Faschisten« gar keinen Unterschied erkennen könne. Das war selbst Daniel Günther zu viel, dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten und CDU-Vordenker in Sachen »Koalitionsbereitschaft mit der Linkspartei«. Ganz dienstlich und nicht als Privatmann – das muss man heutzutage offenbar betonen – forderte er daraufhin den Rücktritt des Pantisano.

Das liegt natürlich auf der Hand, denn Günther gibt seit Monaten den Kanalarbeiter, wenn es darum geht, die Linken seiner Union als koalitionsfähig schmackhaft zu machen. Die radikalen Ansichten des Herrn Pantisano stehen diesem Vorhaben aber ganz grundsätzlich im Wege. Wie soll er seinen Kameraden aus der Partei nun vermitteln können, dass diese Linken an sich ganz umgängliche Typen sind, wenn sie gleichzeitig das Bad ausschütten, ohne vorher das Kind aus der Wanne genommen zu haben? Pantisano dämmerte das vielleicht, er entschuldigte sich in aller Eile und parallel erklärte die andere Vorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, ihre Offenheit in puncto Koalitionsbereitschaft mit der Union in Ostdeutschland.

Faschismus ist, wenn einer anders denkt?

Daniel Günther teilte über die Medien mit, dass er die Entschuldigung nicht für ausreichend halte – aber an der Stelle verlassen wir die Szene, denn das übliche Geplänkel im Fegefeuer politischer Eitelkeiten, das man in anderen Milieus mit dem Label »Pack schlägt sich, Pack verträgt sich« trefflich ausstattet, hat wirklich keinen Erkenntnisgewinn und dient nur dem Ego-Marketing diverser Karrieristen aller politischen Couleur. Bezeichnend an dieser Causa ist etwas anderes: Pantisano stand recht gelassen vor dem Fragesteller der Bild und postulierte seinen Vergleich auf eine Weise, die verriet, dass das, was er da von sich gab, eine ziemlich weitverbreitete Ansicht in seinem Milieu ist – eine, die man nicht verheimlichen oder wenigstens leise formulieren muss, sondern ganz ungeniert ausposaunen kann. Auf dem Parteitag selbst musste er keine Rüge erwarten, ganz im Gegenteil, mit seiner Betrachtung zu Union und Faschisten, er meinte wohl die AfD, traf er voll und ganz den Spirit des veranstalteten Zirkusses.

Ein Blick in die Straßen des Landes lohnt sich, jedenfalls dann, wenn die von pensionierten Studienrätinnen gegen rechts – meist als Omas bekannt, wenn auch häufig enkellos – oder juvenileren Demonstranten ebenfalls gegen rechts bevölkert werden. Diese Proteste werden zwar nicht aus der Linkspartei heraus organisiert, sondern oft stecken Sympathisanten und sogar Parteigänger der Sozialdemokratie und der Grünen dahinter (wenn auch NGO-kaschiert), aber der Geist ist dennoch derselbe. Dort bezieht man Stellung gegen die AfD, aber da schwingt immer auch mehr mit, gegen wen man sich positioniert: Man zeigt überdies an, dass man gegen die Union, den Konservatismus – hin und wieder auch den Liberalismus – und die Kirche eingestellt ist. Man protestiert gegen Männer und Querdenker, gegen Traditionalisten und Skeptiker, gegen Kernkraftbefürworter und Fahrzeugführer von Verbrennern. Kurz: Andersdenkende haben es auf solchen Demonstrationen schwer, sie gelten bei der dortigen Klientel als problematisch und toxisch.

Nicht jeder Demonstrant mag bei diesen Ereignissen sofort annehmen wollen, dass jemand aus der Phalanx nicht gern gesehener Andersdenkender per se ein »Fascho« sein muss – aber recht häufig liegt diese Einordnung ja doch recht nahe, denn sie ist so herrlich unkompliziert und benötigt weder Kreativität noch profundes Wissen. Der Faschismus-Vorwurf hat in diesem Milieu eine gewisse Tradition – er ist älter als ein Jahrhundert, denn schon in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts erklärten Kommunisten voller Durchblick, dass reformoffene Sozialdemokraten nichts weiter als »Sozialfaschisten« seien. Wer nicht in den weltrevolutionären Kategorien der Internationalen dachte, war also definitiv faschistisch. Diese Schmähkultur aus dem linken Milieu wurde nach dem Zweiten Weltkrieg weiter kultiviert. Gelegentlich lag man mit dem Vorwurf auch richtig, schließlich fanden sich im Nachkriegsdeutschland viele, die in ihrem ersten Leben »Faschist« waren – sehen wir man von der Tatsache ab, dass diese Veteranen wohl eher nationalsozialistisch waren als faschistisch, was in der Tat nicht dasselbe war. Aber man darf nicht zu viel Hintergrundwissen erwarten, wenn die Pantisanos dieser Welt Statements verbreiten. Es war in jenem Nachkriegsdeutschland jedoch auch keine Seltenheit, dass man mit dieser unflätigen Kategorisierung einfach nur Bürgern schmähen wollte, die mit Faschismus und artverwandten Bewegungen gar nichts zu tun hatten.

Ein Kulturkampf des Unterkomplexen

Ziehen wir ein prominentes Beispiel heran: Franz-Josef Strauß. Er hat sich zeit seines Lebens mit jenen dunklen Jahren deutscher Geschichte auseinandergesetzt, seine Geschichte nie versteckt. Strauß war Offizier der Wehrmacht, aber ein Gegner der Nationalsozialisten – als Konservativer konnte er keine Sympathie für die Nazis aufbringen, deren Weltbild alles andere als konservativ geprägt war. Nun war dieser Strauß zwar ein politisch intellektueller, aber auch windiger Charakter, was ihn einige Gegner in der Bundesrepublik bescherte. Junge und protestfrohe Leute setzten ihn damals schon mit dem Faschismus gleich; Strauß litt darunter, dass sie seinen Namen aus Transparenten willentlich mit Doppel-S schrieben statt mit Eszett – der Bayer war in seinem Vorleben aber kein SS-Mitglied, ganz anders als mancher Sittenwächter auf der anderen Seite. Den Protestpöbel kümmerte all das herzlich wenig, er hielt sich nicht mit Fakten auf und erteilte der Komplexität der historischen Wahrheiten aus Gründen der Vereinfachung eine Abfuhr. Es ging schließlich und endlich um die richtige Haltung zu Strauß, den man ja durchaus herzlich unsympathisch finden konnte, dessen politische Agenda man auch nicht teilen musste, der aber eines sicher nicht war: ein Faschist oder Nazi.

Aber ein Rechter war er dennoch. Sebastian Haffner weist in seinem Buch »Anmerkungen zu Hitler« darauf hin, dass die Nationalsozialisten besonders von rechts attackiert wurden – die Konservativen, deren viele nach Rom als heimliche Hauptstadt blickten, waren keine Freunde des Regimes. Götz Aly greift in seinem aktuellen Buch »Wie konnte das geschehen?« nochmals auf. Diese Erkenntnisse gehen aber im zeitgenössischen Kulturkampf unter, auch weil man den mit unterkomplexen Mitteln der Simplifizierung betreibt. Ja, weiterbetreibt – denn innerhalb eines gar nicht mal so kleinen Teils des linken Milieus ist es seit jeher Gepflogenheit, die Union – damals noch durchaus konservativ – mit den Nazis gleichzustellen. Unter westlichen Linken war es auch nicht so unüblich, Sozialdemokraten – damals noch durchaus sozialdemokratisch – auch weiterhin als »Sozialfaschisten« zu rufen. Ein Stück weit muss man sich die westliche Linke der Sechziger- und Siebzigerjahre als paranoid vorstellen. Die Bundesrepublik war für sie häufig nicht weniger als die Fortsetzung des Nationalsozialismus mit freundlicheren Mitteln.

Damals liebäugelten sie bereits mit dem Orient, den sozialen Bewegungen in der islamischen Welt, die man als Gegenkonzept zu einem Kapitalismus verstand, der selbstverständlich auch faschistisch sei. Er habe immerhin den Nationalsozialismus gefördert und finanziert – eine Behauptung, die für den italienischen Faschismus weitaus stärker zutrifft, als für die deutsche Modifikation dieses Phänomens unter dem Namen des Nationalsozialismus. Haffner weist auch darauf hin: Hitler war kein Mann der Eliten – Mussolini hingegen schon. Aber auch an diesem Punkt bleibt links häufig gezielt unterkomplex, es dient schließlich der guten Sache und trifft nur Kapitalistenärsche, die man ohnehin verachtet. Wer schon vor Jahren in der Bewertung dieser Dinge anders dachte, wer dem Thema die Komplexität gewährte, das es verdiente, musste mit Schmähung und Gleichsetzung rechnen. So der Historiker Ernst Nolte zum Beispiel, der in den Sechzigerjahren die Dimitroff-These hinterfragte, die aus ideologischen Gründen den (Finanz-)Kapitalismus zum Urheber des Faschismus erkor. Nolte wurde schon damals in die rechte Ecke gestellt, wie man heute zu sagen pflegt. Denn er sah historische Zusammenhänge zwischen den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, was man ihm nicht durchgehen lassen konnte. Die Nähe zwischen Linken und Islam hat die Zeiten bekanntlich überdauert, der Islamismus wird in der heutigen Zeit bevorzugt heruntergespielt – wer ihn thematisiert und das anders sieht: Richtig! Der gilt schnell mal als faschistisch! Worin man in diesem Milieu weiterhin ein antikapitalistisches Motiv im islamistischen Streben sieht, lässt sich inhaltlich kaum erklären – wohl aber emotional.

Die Linke ist Teil der neofaschistischen Architektur

Die Geschichte der Linken fing nicht verheißungsvoll an. Das linke Bürgertum kulminierte in einem Wohlfahrtsausschuss, drang darauf einen neuen Menschentypus zu schaffen, eingebettet in eine völlig überarbeitete gesellschaftliche Struktur mit Institutionen, die nicht historisch vorbelastet sein sollten – dieses von den Jakobinern machtverwaltete Frankreich war weder besonders tolerant, pazifistisch oder gelassen. Es ließ die damaligen Zeitgenossen wissen, dass man nun endlich die Defizite des menschlichen Daseins begriffen habe und eine Umwertung aller Werte alternativlos sei – wer sich dem widersetzte, ganz gleich mit welcher Erklärung, musste damit rechnen geköpft zu werden. Auch die Guillotine war ein Stück »Aufklärung«, man wollte möglichst effizient und fortschrittlich Andersdenkende eliminieren – vor diesem Hintergrund kann man auch die Einschätzung des Schriftstellers Georges-Arthur Goldschmidt verstehen, die er vor einiger Zeit in einem Interview mit der Welt am Sonntag vertrat, als er das Fallbeil als Vorgeplänkel zum Holocaust skizzierte. Die neue Tötungskultur der Jakobiner etablierte eine Art der »aufgeklärten wissenschaftlichen Vernichtung«, die später ihren höllischen Höhepunkt fand, als man sich im Zuge der Endlösung fragte, wie man möglichst effizient und wenig nervenbelastend – für die Henker – im großen Stile töten könne.

Die zeitgenössischen Jakobiner dürfen nicht auf die Lösung ihrer Probleme durch eine Guillotine setzen. Aber sie enthaupten mit den kleinkarierten und niederträchtigen Mitteln, die ihnen der zivilisierte Staat gerade so lässt. Sie üben sich in sozialem Ausschluss, fordern Maulkörbe und kultivierten ein Klima, in dem leidige Problematiken gar nicht erst angesprochen werden dürfen. Einen Andersdenkenden in die Nähe zum Faschismus zu rücken, ist dabei die fieseste Art und Weise, wie man mit Menschen umgeht, die andere Werte- und Moralvorstellungen pflegen. Einen lästigen Zeitgenossen mit diesem Vergleich zu überziehen, ist immer auch von der Berechnung getragen, dass etwas hängen bleibt, was den Kontrahenten hoffentlich möglichst lange aus dem Rennen wirft. Andersdenkende als Vertreter des Faschismus einzunorden: Das ist gewissermaßen das hinterfotzige Fallbeil unserer Zeit, ein – unter bürgerlichen Aspekten – nicht statthafter Anschlag auf die Integrität von Leuten, die eben nicht das Welt- und Menschenbild verinnerlicht haben, das man »unter Linken« als unumstößliche Wahrheit handelt, als gäbe es darüber nichts zu streiten. Zudem ist es beliebt, dass sich diese zeitgenössische Linke gerne von den Übeln der Zeit abspaltet, Ines Schwerdtner ist hierbei beispielhaft. Im Bundestag ruft sie der AfD zu, dass sie »die Nachfahren des Verbrechens des Holocaustes« seien. Damit sagt sie auch, dass in ihrem Milieu keine solchen Nachfahren zu finden wären. Entweder gibt es in ihrer Partei also eine Sippenhaft über Zeitenläufte hinweg – oder sie formt die Wahrheit nach ihren Gunsten. Man darf von zweiterem ausgehen. Die Abspaltung von der Schuld, um den politischen Kontrahenten zu schaden: Das ist ein klarer Missbrauch der Gedenkkultur und ein revisionistischer Kniff.

Natürlich sollte man das alles nun nicht falsch verstehen: Man muss die Union, die Luigi Pantisano rhetorisch mit Faschismusnähe ausstattete, nun wirklich nicht schätzen – man kann sogar alles falsch finden, was diese Partei und ihre Schranzen anstellen. Das steht jedem offen, ohne dass man gleich den unterkomplexen, aber in der Sache völlig eskalierenden Vorwurf des Faschismus aufkommen lässt. Nicht jeder, der beispielsweise applaudiert, wenn ein Schwarzer zusammengeschlagen wird, ist ein Nazi oder Faschist, die Motive können so vielfältig sein, wie es die Gesellschaft zuweilen ist – Nazi oder Faschist: das sind ohnehin lediglich historische Begrifflichkeiten. Manchmal ist so ein klatschender Zeitgenosse ganz lapidar einfach nur ein Arschloch – und nicht jedes Arschloch ist gleich Faschist. Es gibt sogar viele Linke, die Arschlöcher sind. Aber da der neue Vorsitzende der Linken unbedingt über Faschismus sprechen will, sollte man ihm diesen Gefallen in aller Kürze tun. Es formiert sich ja durchaus einer, ausgebrütet in den Kulturstätten europäischer Zentralverwaltung: In Brüssel und Straßburg. Dort krallt sich der Eurofaschismus nationale Autonomien, unterläuft die Justizapparate der Mitgliedsländer und reißt Macht an sich, die den europäischen Souveränen und ihren Institutionen zustehen würde. Pantisanos Linke, die heutigentags jeden Kritiker der europäischen Idee sofort in die Internationale der Rechtspopulisten einordnet, ganz schamlos zum Nazi, Fascho und Rechten erklärt, gibt sich koalitionsfähig als europahörige Partei. Um Ihre Aussage aufzugreifen: Kann man jetzt noch einen Unterschied zwischen den Linken und den anderen Faschisten machen, Herr Pantisano?

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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116 Kommentare

  1. Ich unterscheide nur noch zwischen Arm/Reich, Oben/Unten, Arschloch/Kein Arschloch, Tierfresser/Kein Tierfresser etc. Links/Rechts Unterscheidung und Faschismus/Antifaschismus Unterscheidungen sind zur Idiotie verkommen.
    Außerdem gibt es für mich keine Feindnationen!
    Diese Welt ist ein asoziales Irrenhaus.

    1. falsch , falsch, falsch, Mister Frank ! Da-
      zu Oskar Lafontaine: „Was ist heute links „. Gefunden auf den Nachdenkseiten.

      1. Nicht vergessen: immer eine Quelle angeben, z. B. diese: https://www.nachdenkseiten.de/?p=152714
        Und der einleitende Text:

        eit Jahren nimmt die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung zu. Die parlamentarische Demokratie erfüllt ihren Auftrag, Politik nach dem Willen der Mehrheit zu machen, schon lange nicht mehr. Landauf, landab wird darüber diskutiert, warum das so ist und was sich ändern muss, um einen Weg aus dieser Krise zu finden.
        In einem Gespräch mit dem Philosophen Richard David Precht sagte der ZDF-Moderator Markus Lanz kürzlich: „Die Leute wollen eine konservative, wenn nicht rechte Politik, bekommen aber eine linke Regierung.“
        Viele Politiker und Journalisten stimmen dieser Analyse zu. Aber sie ist auf gefährliche Weise falsch und stärkt die AfD, die man doch angeblich bekämpfen will.
        Man kann über die Regierung Merz sicherlich vieles sagen, aber nicht, dass sie linke Politik macht.

    2. Da bin ich ganz bei Ihnen ! Wobei meiner Meinung nach sich einige der von Ihnen genannten Kategorien zwanglos unter Arschloch/Nichtarschloch einordnen lassen.
      Etwas, ETWAS differenziert sehe ich arm/reich. Nicht jeder der ETWAS wohlhabender ist ist zwingend ein Arschloch und nicht jeder ist ein guter Mensch, nur weil arm ist oder schweres Schicksal hatte.
      Eine anekdotische Sache zur Erhellung dazu. Es geht um ein leerstehendes ungenutztes Haus. Nun meinen sogenannte Linke das einfach besetzen und nutzen zu können. Ok, aber man sollte grundsätzlich erst mal Respekt vor dem Eigentum anderer haben, wenn es nicht offensichtlich kriminell erworben wurde. Genau so wie sie Respekt gegenüber sich selbst verlangen (zu recht übrigens). Wenn dann aber das ganze runtergwohnt wird, das Inventar kaputt ist, alles vermüllt ist, was ist daran progressiv oder links. Wenn man einen Schrank kaputt haut weil er ja einem Reichen gehört, zeigt man nur wie dumm man ist. Und das man keinen Respekt vor der Arbeit von einfachen Arbeitern hat, die da nämlich in dem fertigen Produkt steckt. Und weiter, der Eigentümer des leeren Hauses ist als Selbstständiger in einer Kategorie mit den Arbeitern die das Haus und das Inventar geschaffen haben. Den sie alle haben was sie haben mit eigener Arbeitskraft geschaffen. Ein Unternehmer hat sich dagegen was er hat nicht selbst mit eigener Arbeit erwirtschaftet, wozu brächte er denn dann Angestellte ? Er ist also in einer Kategorie mit denen, die von Sozialhilfe oder mehr oder weniger fragwürdigen Projekten aus Fördermitteln leben. Das soll Unternehmertum überhaupt nicht abwerten, es nur richtig einordnen.
      Die allgemeine übliche Gegenüberstellung Unternehmer/Selbstständige versus Angestellte /Leistungsempfänger ist also eine Mogelpackung. Die wirkliche Unterscheidung nach der Art der Erwirtschaftung des eigenen Vermögens ist Selbstständige/Arbeiter/Angestellte versus Unternehmer/Transferempfänger jeglicher Art. Daher ist also, um zur Eingangsthese zurückzukommen die einzig wirklich handfeste Unterscheidung Arschloch/Nichtarschloch, alles andere folgt daraus.

    3. erstmal Zustimmung. meine weiteren Ausführungen harren noch der Freigabe. Eventuell mal in einer späteren geologischen Epoche nachsehen.

  2. Wenn man nur genügend Kategorienfehler miteinander mischt, dann ist ein Artikel nicht besser.

    Die Linkspartei vertritt keine Linken. Unser Parteiensystem vertritt strukturell nur kapitalistische Parteien, alle anderen würden auch verboten. Sie sind damit im rechten Spektrum.

    All diese Parteien vertreten Ausbeutung im Inneren und Äusseren, damit also Armut, Repression und Krieg bzw Imperialismus.

    Wenn jetzt ein Rechter schreit, dass die anderen Faschisten seien, dann ist das einfach nur lustig.

    Tatsächlich ist es so, dass diese Parteien allesamt nur sehr wenig unterscheidet. Alice Weidel ist genauso wenig faschistisch, wie Friedrich Merz. Aber dass sie den Tod der Menschen ggfs noch leichter nehmen, als die anderen, kann man schon sagen.

    Was man im Kopf klar haben sollte, dass die politische Landkarte sehr viel größer ist, als die vom Staat zugelassenen Parteien, die sich zur Führung ebendiesem bewerben. Das ist ja auch irgendwie einleuchtend, dass wenn man für soviel Tod und Elend verantwortlich sein soll, es da nur eine begrenzte Anzahl Freiwilliger (aka Politiker) sich dafür melden.

    Die Probe aufs Exempel ist dann immer, ob man die Eigentumsordnung ablehnt oder unterstützt. Die lässt sich eben nur mit systemischer Gewalt durchsetzen. Wer Milliardäre besteuern will, statt abschaffen, der ist nicht links.

    1. Die Probe aufs Exempel ist dann immer, ob man die Eigentumsordnung ablehnt oder unterstützt. Die lässt sich eben nur mit systemischer Gewalt durchsetzen.

      So wie jede Ordnung in einer komplexeren Gesellschaft.

      Wer Milliardäre besteuern will, statt abschaffen, der ist nicht links.

      Ja, ja, die wahren Schotten sind unter den Linken jedenfalls in der Mehrheit. Fragt sich nur, wie du Milliardäre loswerden willst, die sind ja nicht auf dein Land angewiesen und treiben sich irgendwo in der Welt herum. Jede Wette: die Steuern ruinös zu erhöhen, reicht, damit die abhauen und wenn du nicht strikte Grenzen und Kapitalverkehrskontrollen einführst, nehmen die auch ihre Kohle mit, zum Nachteil von uns allen.

      Dummerweise haben es die wahren Schotten, äh Linken, insgesamt nicht so mit Grenzen und Abschottung und von Geld verstehen sie idR genausowenig wie von Unternehmensführung und Wirtschaft… also werde ich die nächste linke Zwangsbeglückung vermutlich nicht mehr erleben.

    2. Die saftige Besteuerung und weitere Pflichten für die Oligarchen waren aber das Erfolgsrezept schlechthin für die Athener. Und ich denke, Marx‘ einziger Fehler war vor der Wiederentdeckung der „Verfassung der Athener“ von Aristoteles einfach zu sterben.

      1. Aristoteles war 100% pro Slaverei und 300% überzeugt, dass Sklaven als Untermenschen geboren sind und dort auch hingehören, Frauen waren auch Sklaven, in seiner Weltanschauung.

        Da war sein Lehrer weit fortschrittlicher, mit seiner „Republik“.

        Sich von einem radikalen Sklavenhalter und Protokapitalistenschwein inspirieren zu lassen, war vielleicht kontraproduktiv?

    3. Danke Oliver! Deinen Beitrag müsste man unter jeden Rechts- Linksartikel den es irgendwo gibt stellen, aber letztlich ist all das vergebene Liebesmüh. Es ist genauso als wollte man Blinden von Farben erzählen.

    4. “’Die Probe aufs Exempel ist dann immer, ob man die Eigentumsordnung ablehnt oder unterstützt. Die lässt sich eben nur mit systemischer Gewalt durchsetzen. Wer Milliardäre besteuern will, statt abschaffen, der ist nicht links.“‘

      Das scheint mir ein wenig zu naiv. Ich halte es da mittlerweile schon mehr mit dem dialektischen Materialismus. Die gegenwärtige Eigentumsordnung ist bedingt durch die Entwicklung der Produktionsverhältnisse. Man kann sie mögen oder ablehnen, das ändert so gut wie nichts an ihrer historischen Tatsache und ihrer Weiterentwicklung. Die kapitalistische Produktionsweise war lange sowohl der treibende Faktor des gesellschaftlichen Fortschritts als auch der treibende Faktor für inhumane Lebensbedingungen für Viele. Diese Eigentumsordnung ist auch nichts geplantes, sondern gewachsen. Die herrschende Klasse organisiert die Staatsgewalt so, dass ihre Macht nicht gefährdet wird, das ist nicht anders zu erwarten.
      Dass es nicht so einfach ist, mit blossem Willen und Wunschdenken etwas daran zu ändern, zeigen die gescheiterten marxistisch-leninistischen Experimente des 20. Jahrhunderts. Lenin hat sich gewaltig verkalkuliert als er annahm, eine Revolution in Russland würde der Auslöser der europäischen Revolution und damit der Weltrevolution werden. Als die Ansätze zur Revolution in Deutschland 1918 fehlschlugen war diese Strategie im Grunde gescheitert. Der Kapitalismus erwies sich als um Grössenordnungen anpassungsfähiger als vermutet, und die Sozialdemokratie als ungeeignet, ihrer Rolle gerecht zu werden. Die Bezeichnung „Linke“ ist dabei ein parlamentarischer Begriff, der so weit von dme Klassenbegriff abstrahiert, dass er in der Praxis bedeutungslos geworden ist. Die sozialdemokratische Partei sollte im Idealfall die parlamentarische Kampforganisation der Arbeiterklasse sein, hat dieses Konzept in Deutschland aber schon bei der Einigung zwischen Marxisten und Lassallianern zur SPD 1876 stark verwässert. In der Meinung von Marx und Engels war Ferdinand Lassalle ein Scharlatan und Ideologe, und Wilhelm Liebknecht ein Dummkopf. Das Problem des „wissenschaftlichen Sozialismus“ von Marx und Engels ist nun mal leider, dass er nicht besonders einfach komplett zu durchschauen ist und leicht in sein Gegenteil verfälscht werden kann, bewusst oder unbewusst. Das „wissenschaftlich“ darin bezieht sich unter anderem darauf, dass die politische Taktik evidenzbasiert sein muss und nicht an unerreichbaren Idealen ausgerichtet oder als Kopie obsoleter historischer Beispiele die aufgrund der Weiterentwicklung der kapitalistischen Gesellschaft nicht mehr zielführend sind. Kommen wir zum zweiten Satz: “’Wer Milliardäre besteuern will, statt abschaffen, der ist nicht links.“‘. Also wäre es die „linkere“ Variante, Milliardäre nicht zu besteuern und kein Geld einzusammeln, um damit grosse Sozialprojekte zu finanzieren? Und wenn, ist das die selbe Situation mit der selben Schlussfolgerung in den USA, in Deutschland, in Russland, in China und meinetwegen in Ghana?
      Prinzipiell definiere ich „links“ für meinen Gebrauch als eine Haltung, die die Beseitigung des Lohnsystems anstrebt hin zu einer klassenlosen Gesellschaft. Dieses Ziel hat sich als hartnäckig komplex erwiesen und war bislang nicht zu knacken, nirgendwo. Den Grund dafür kann man bereits beim ollen Marx nachlesen. Lohnarbeit wird erst dann verschwinden, wenn die Kapitalisten selber aufgrund der verschwindenden Profitrate kein Interesse mehr daran haben. Das wäre dann der Zeitpunkt für die Lohnarbeiter, die Herrschaft der Kapitalistenklasse zu beenden, die Kontrolle über die Produktionsmittel zu übernehmen und den Übergang zur klassenlosen Gesellschaft einzuleiten. Wir scheinen der Sache näher zu kommen, die Kapitalisten sind eifrig dabei, Lohnarbeit durch KI und Robotik zu ersetzen. Es wäre an der Zeit für die Lohnarbeiter, aus ihrem langen Dämmerschlaf aufzuwachen und anzufangen, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie verhindert werden kann, aus Lohnarbeitern zu wertlosen, willenlosen, zum selbstständigen Denken nicht mehr fähigen Sklaven der Oligarchie zu werden. Das ist die Revolution, die vorbereitet werden muss, und dazu sollte eine geeinte Partei der Arbeiterklasse geeignete Strategien und Taktiken entwerfen. Wie aber kann es eine solche Partei geben, wenn die Klasse der Lohnarbeiter nicht mal mehr weiss, ob sie Weibchen oder Männchen sind? Sie muss da praktisch komplett von vorne anfangen, sich ihrer Klasse bewusst zu werden, sich zu informieren, kommende Generationen selber zu bilden, die Gehirnwäsche der oligarchischen Massenverblödungsmedien abzuschütteln und ihre gesellschaftliche Kampfkraft wiederzugewinnen. Gleich nach der Sportschau.

  3. Sehr schön geschrieben, vielen Dank Robert.
    Und vielen Dank für den Buchtip von Götz Aly, das die Nazis damals von rechts / konservativ attackiert wurden wusste ich gar nicht.
    Wieder was gelernt

    1. Das wissen die wenigsten, weil man ja schon in der Schule lernt, dass die Nazis „Rechte“ waren, statt die progressiven nationalen Sozialisten, als die sie sich selbst sahen. Verständlicherweise wird dieses irreführende Narrativ vom gesamten linken Spektrum lustvoll am Leben gehalten, mit allerlei Ablenkung, Rabulismen und „wahre Schotten“-Geplapper.

      Man braucht ja einen Counterpart, wie öde wäre das, wenn man die Nazis nur als eine weitere linksfanatische Spielart betrachtete. Das würde ja nur „den Falschen“ in die Hände spielen!

    2. Nun ja, Herrschende wollen prinzipiell keine anderen Herrschenden neben sich. Das ist kein wirklich neuer Hut, wenn man z. B. Bourdieu kennt.

      So wie Adlige unter sich bleiben wollten und keine anderen Herrscher neben sich duldeten („Geldadel“) hatte der alte „Geldadel“ (Sachs, Rockefeller, etc.) keine Lust auf den neuen „Geldadel“ (Thiel, Fink, Musk, etc.).
      Das ist aber noch lange kein Grund, nicht zusammenzuarbeiten, wenn beide Seiten davon profitieren. So z. B., wenn es gegen die Arbeiter/Angestellten geht.

      Deshalb gabe es auch „Konservative“, die (gerne) mit den Nazis zusammengearbeitet haben. Darunter waren ebenso Adlige wie Konzernchefs.
      Was man öffentlich sagt/macht und wie man im Hintergrund arbeitet sind auch zwei verschiedene paar Schuhe.

      Auch wenn ich mit der Partei „Die Linke“ nicht viel anfangen kann und ich sie genauso wie die anderen alten Parteien zur „radikalen“ Mitte zähle, was soll man denn von Aussagen wie „Die machen unsere Drecksarbeit“ oder „Russland ist unser ewiger Feind“ halten? Zumal sie größtenteils auf wenig bis keine Kritik gestoßen sind.

  4. Ab hier muss man nicht mehr weiterlesen, da soll die Geschichte der CDU und ihr Personal wohl wieder verniedlicht werden. Vermutlich gab es auch niemals Nazis in der CDU, wer hätte das gedacht.

    @“Des neuen Linken-Chef Luigi Pantisanos Gleichsetzung zwischen CDU und Faschismus ist kein rhetorischer Unfall gewesen – sie zeigt recht deutlich, dass das linke Milieu Andersdenkende schon im Grundsatz verabscheut.“

  5. Wie unterscheidet sich Faschismus von Neoliberalismus? Lohnt es sich aus Linker Perspektive überhaupt, da sprachlich genau zu differenzieren und wäre es vielleicht plakativer, beim Unterschied zwischen CDU und AfD, auf den Unterschied zwischen BlackRock und Goldman & Sachs zu verweisen?

  6. Naja, jeder hat mal einen schlechten tag und steckt in einer gedanklichen sackgasse – das kann leider auch dem ansonsten von mir sehr geschätzten Roberto J. De Lapuente mal passieren. Aber muss mensch das dann auch noch publizieren? Wahrscheinlich liegt hier auch kollektives redaktionsversagen vor.

    1. Es ist ja ein Wiederholungsfall. Insofern muss man abwarten ob das wirklich nur Einzelfälle sind oder eine Tendenz die sich bei Overton breit macht.
      Ich erinnere an den Artikel von Roberto über Gert-Ewen Ungar. Im gleichen Atemzug, in dem man sich gegen Zensur wendet erscheint Roberto´s Artikel in dem er dann auch noch den Klarnamen von Ungar preisgibt, was zuvor nur auf Rechtsradikalen Seiten der Fall war.

      Ich habe hierfür nur eine Erklärung, man will nicht unter den Bann der EU Zensurbehörden fallen. Aber ob das was nützt? Da habe ich meine Zweifel.

      Man macht halt ein wenig mit und vergisst, dabei das man ab dem Moment selbst Teil desen wird, das man vermeintlich kritisiert.

      Dazu kommt natürlich auch immer das Projekte wie Overton finanziert werden müssen die dadurch entstehenden Abhängigkeiten wären aus Journalistischer Sicht vermutlich ein Thema das Ganze Semester Jahrgänge ausfüllen würde.
      Ein anderes Thema wäre, aber das ist ja genau nicht geschen, die Frage wie unabhängig ist Journalismus im Kapitalistischen System?
      Reicht es ab und an kritische Berichte zu schreiben oder sind diese Berichte / Artikel dann das Feigenblatt für einen wie auch immer gearteten Systemkritischen Journalismus?
      Sie sehen alles Fragen über Fragen, deren persönliche Beantwortung für uns alle wichtig ist, aber denen dann das geneigte Publikum dankend mit der Erkenntnis begegnet was man eigentlich wolle es gäbe ja auch noch diese Artikel.
      Das sind selektive Wahrnehmungen die auch auf mich zutreffen.
      Tucho stellte die Frage, was darf Satire, heute könnte man fragen was darf Journalismus noch im Angesicht der Vernichtung von Existenzen abweichender Auffassungen.
      Ich habe damals aufgehört, für irgendwelche Publikumsobjekte zu schreiben, als klar war das ich nur der Hofnarr bin desen kritische Auffassungen zur Belustigung oder künstlichen Erregung von Leuten dienen die von der realen Wirklichkeit in ihren Blasen nichts mehr mitbekommen.
      FJD besingt das im Lied vom Wildledermantelmann sehr treffend. Es wäre sicher nicht schlecht wenn sich das Lied einige Leute mal anhören würden.

  7. Und trotzdem haben liberale, christliche, und ja, auch konservative und rechtskonservative Parteien „damals“ den Adolf in den Sattel gesetzt… Wohl nur deshalb, weil sie so wahnsinnig und inbrünstig gegen den NS waren, nicht wahr?? Und dass in der CDU nach ’45 mehr Altnazis saßen als Christen, dürfte auch bekannt sein. Und das bis zum Ablauf ihrer biologischen Uhr. Man konnte es ja nicht wissen und ahnen, „damals“, in jenen dunklen Jahren… Und wie ein Forposter richtig feststellt, unterscheidet die zugelassenen Parteien heute sehr wenig. Pantisanos Ausfall ist rein strategischer Natur, um Kräfte im System zu halten. Und nein, die AfD IST Teil dieses immer kriegsgeiler werdenden, kaputten Systems.

    1. Wohl nur deshalb, weil sie so wahnsinnig und inbrünstig gegen den NS waren, nicht wahr?

      Nein, weil dieser gewählt wurde und eine starke Bewegung stellte. Was passiert, wenn man eine Opposition konsequent brandmauert, kannst du aktuell beobachten (und in der Weimarer Republik lief das schon ganz ähnlich, aber natürlich hat man nichts daraus gelernt, bis es zu spät war, was explizit nicht heißen soll, dass ich die Alternative genauso einschätze, wie die NSDAP)…

      Im Übrigen hatte der NS damals noch nicht ansatzweise so viel Dreck am Stecken, wie am Ende seiner Herrschaftszeit. Als Spätgeborener, seinen Vorfahren die Leviten zu lesen, ist vollkommen unangebracht.

      1. Das Brandmauer-Geschwafel halte ich für hochgradig verlogen. Ich vergleiche die AfD auch nicht mit der NSDAP, sondern sehe sie eher in der Traditionslinie der DNVP, wohl wissend, dass historische Vergleiche immer mehr oder weniger hinken. Die AfD vertritt m. E. eher die National-Rechten, die CDU die Global-Rechten. Aber beide laufen, wie auch die anderen Parlamentsparteien, mehr oder weniger auf dem neoliberalen und immer libertärer werdenden Betriebssystem, das zwangsläufig zu faschistoiden Strukturen strebt. Das BSW verließ diesen „Konsens“. Konsequenterweise wurde es unterlaufen, betrogen und medial kalt gestellt.

        1. „Die AfD vertritt m. E. eher die National-Rechten, die CDU die Global-Rechten. Aber beide laufen, wie auch die anderen Parlamentsparteien, mehr oder weniger auf dem neoliberalen und immer libertärer werdenden Betriebssystem, das zwangsläufig zu faschistoiden Strukturen strebt. “
          👍👍
          super formuliert, hab mir das kopiert
          wenn Sie gestatten…..

      2. Also, Gnade der späten Geburt, sprich nicht schlecht über die Deutschen von damals (vielleicht gar noch eine Pervertierung der Bibel im Sinne von „Wer von euch ohne Sünde ist, der…“ (was Jesus ja wohlgemerkt in Bezug auf eine Ehebrecherin und die mörderischen Tugendwächter damals gesagt hat, aber was kümmern solche Kleinigkeiten, ne). Was wer auch immer damals selbst getan hätte, weiß man wirklich nicht. Dass wir aber heute leben und „Nie wieder!“ ernst gemeint sein muss ist eine Sache. Und die andere: Wer beim größten Menschheitsverbrechen mit der Masche kommt „Wer ohne Sünde ist/Du weißt nicht, was du selber getan hättest, also schweig, Nachgeborener!“, braucht auch sonst keine Gesetze mehr, da man ja bei keinem Delikt weiß, ob man nicht selbst in einer Situation… merke: Wenn ein Verbrechen nur groß und monströs genug war, ist merkwürdigerweise außer einer immerhin verurteilten Führungsschicht keiner schuld, man kann ja schließlich nicht ein ganzes Volk verantwortlich machen für… (ja, warum eigentlich nicht?)

    2. Und dass in der CDU nach ’45 mehr Altnazis saßen als Christen, dürfte auch bekannt sein. Nicht nur in der CDU. Es war Lambsdorf der in NRW dafür sorgte das auch belastete NSdAP Mitglieder in der F.D.P. aufgenommen wurden. Das führte dazu das die F.D.P. im Südwesten zum Dreikönig Treffen in der Zeit von Theodor Heuss aufrief, die Treffen gibt es noch heute. Heuss selbst hat ja damals auch dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt. Die SPD hatte auch einige NSdAP Mitglieder in den Parlamenten sitzen.
      Im ersten deutschen Bundestag saßen mehr Mitglieder als im letzten frei gewählten Reichstag. Mitglieder deswegen, weil ja keiner von denen jemals ausgetreten ist. Sprich sie waren ja auch immer noch in der alten Partei.
      Wer kennt nicht den Ritterkreuzträger im Bundestag, der das dort so stolz trug. Neben Erich Mende auch Fritz Berendsen (CDU)Hellmuth Heye (CDU, später Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags.
      Mir wäre allerdings niemand bekannt, der aus der KPD jemals ein Ritterkreuz erhalten hätte. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren

      Vielleicht sollte man sich die Liste nochmal ansehen.

  8. Pantisano hatte bei seiner demokratischen 53,3%-Wahl übrigens keinen Gegenkandidaten.

    …sonst wäre es ja auch eine „Kampfkandidatur!!111!!elf!“ gewesen….

    😉

    1. Und was soll so schlimm daran sein, nur recht knapp über die Hälfte der Delegierten überzeugt zu haben? Weil halt manche offenbar auf keinen Fall die CDU vergraulen wollen (die von ihnen aber nichts wissen will)? Jaja, Frau Schwerdtner, die werden mit euch reden müssen – vielleicht ja übers Wetter oder so. Hätte der Luigi über 90% erhalten, hätte man ja auch das Fass „Wahlergebnisse wie im Stalinismus“ aufmachen können. Ansonsten ist die (Bundes-)“Linke“ seit dem 6.5.25 eigentlich erledigt.

  9. Ist die CDU eine faschist.Partei. Nein, noch nicht. Aber sie ist dem Faschismus nicht abgeneigt. Ist die CDU eine rechtsextreme Partei – hundertprozentig. Wer vorsätzlich Völkermord, Apartheid, Versklavung, Vergewaltigung und Folter von Migranten fördert und unterstützt, ist nachweislich und gesichert rechtsextrem. Und ganz nebenbei – verfassungsfeindlich.

    AfD-Anhänger sehen das sicher anders, wie man auch an diesem Artikel erkennt.

    Und ausgerechenet Strauss heranzuziehen, der nachweislich rechtsextrmeTerrororganistionen/Todesschwadrone mitorganisierte/finanzierte,ist mehr als ein schlechter Take …..

    1. In einen Heise-Forum nannte ein Nutzer die Union immer konsequent die „Nachfolgeorganisation der NSdAP“. Dafür gibt und gab es auch gute historische Gründe. Das Geschwafel von Pantisano unterstütze ich dennoch nicht, da es, und da hat Lapuente absolut recht, nichts weiter als das übliche „alles Nazis außer ich“ der heutigen „Linken“ ist, die selbst zu faschistischen Wiedergängern geworden sind (Grüne) oder dabei sind, es zu werden („Die Linke“).

      Den Blödsinn gibt es aber eben auch auf der „rechten“ Seite, wie das furchtbare aber aufschlußreiche Interview mit Pauline Voss zeigte.

    2. Faschismus ist die totale Diktatur des Finanzkapitals (der Oligarchen) über Politik und das öffentliche Leben, die CDU könnte nicht faschistischer sein, wenn sie es sich auf die Fahnen schreiben würde.

  10. Der Begriff „Faschismus“ wird als inflationäres Etikett an alle möglichen Leute geklebt.
    Meistens hat das mit Faschismus nichts zu tun, der „Faschismus“-Schreier macht sich da für
    mich oft eher verdächtig.
    Aber hier ist es ganz simpel auf den Punkt gebracht worden:
    „Faschismus ist, wenn einer anders denkt.“

  11. Ja, völlig überzogen! Dennoch danke für einen italienisch-stämmigen Vorsitzenden! Die Union ist die wohl mit Abstand Arbeitslosen-feindlichste Partei im Land! Fairerweise ist die neue CDU als liberalkonservative Partei sogar kritisch in Richtung Beamtenschaft, was es bei denen so politisch auch noch nie gegeben hat, also alles nicht so einfach!

  12. Es sind Kultur-Linke, das heißt links sind sie nur mit ihrer großen Klappe. Sie beschränken ihr politisches Selbstverständnis darauf auf der vermeintlich „richtigen“ Seite zu stehen. Entweder zu den Guten zu gehören oder zu den Bösen, was bei ihnen gleichbedeutend mit Links oder Rechts ist. Das diese Zuordnungen bereits vorher von der liberalen Mitte zugewiesen wurde, das interessiert sie nicht. Auch nicht, dass sie damit vom herrschenden System vereinnahmt wurden.

    Meiner Ansicht nach gehört zum Links-Sein das dialektische Denken, anstelle einfachem „Schwarz-Weiß“ oder „Richtig-Falsch“-Denken. Aber da hat in der liberalen Welt die politische Ideologie die Religion ersetzt. Nicht mehr Gott steht im Mittelpunkt der liberalen Demokratie, sondern Individualität, Ego und real auch Reichtum. Das sind die Dogmen, für die man kämpft, die der liberale Staat verteidigt.

  13. Das Foto erklärt alles… alles erhabene und allwissende North-Face Funktionsjackenträger.
    Ich bin ein Anderstragender, daher müssen die mich wohl verabscheuen…

  14. Was Luigi Pantisanos gesagt hat, ist eigentlich ein Geplänkel in unserer Zeit, die man oder ich historisch einordne.
    Historisch betrachtet scheint besteht die Konfrontation zwischen Kapitalisten und dem was Marx, Engels und Lenin geschriebeb haben – die Menschheit steht an einer langwierigen Auseinandersetzung. Erst mal war es wichtig, was Marx und Engels geschrieben haben, das Kapital betreffend. Lenin hat dann die Gedanken von Marx und Engels auf die Wirtschaft aller Länder der Erde übertragen. Und Lenin hat mit den Bolschewikie die Sowjetunion geschaffen, was bei dem Kapitalismus und seinen Vertretern eine Wut entstehen hat lassen – es entstand ein Loch im Denken der Imperialisten und ihren Profiten. Auch wenn es die Sowjetunion nicht mehr gibt, die Analyse und die Schriften von Marx, Engels und Lenin sind für die Kapitalisten ein ewiges Ärgernis – dass sie mit allen Mitteln auf der Erde die Bevölkerumgen militärisch unterdrücken und wirtschaftlich ausbeuten wollen, zeigt versteckt ihren Ärger, den sie in sich hineinfressen, auch wenn sie immer von Freiheit und Demokratie reden. Es wird noch eine lange Geschichte werden.

    1. Ja, aber diese Typen „verteidigen“ die „europäische Freiheit.“ Dieses Konzept kennen wir ja gut!
      Das muß man halt einsehen.

  15. Wer heute noch im Hinblick auf gegenwärtige Dinge den Faschismus-Begriff verwendet, ist ohnehin intellektuell nicht ernst zu nehmen.

    Lustig übrigens folgende Info von Pantisanos Wikipediaseite:
    „Während seines Studiums war er Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Baden-Württemberg Stiftung und des German Marshall Fund.[7]“

    Spätestens die Annahme des Stipendiums der letztgenannte Stiftung lässt mich mich nur lachen.

    Ach, alles nur Kinderkram.

    1. Was den historischen Faschismus betrifft, da gebe ich ihnen Recht. Den politikwissenschaftlichen Begriff „Faschismus“ als zeitlose Beschreibung eines extremen Korporatismus der politischen, ökonomischen und kulturellen Machteliten halte ich aber nach wie vor für sinnvoll und angebracht.
      Danke für die Nennung einiger Stationen in Pantisanos Laufbahn. Das scheint meine Annahmen zu ihm, zur Partei „Die Linke“ und zu seiner Äußerung weiter oben zu bestätigen.

      1. „Den politikwissenschaftlichen Begriff „Faschismus“ als zeitlose Beschreibung eines extremen Korporatismus der politischen, ökonomischen und kulturellen Machteliten halte ich aber nach wie vor für sinnvoll und angebracht.“

        Sorry, das ist 100 Jahre altes Antiquariat. Der Begriffe „Faachismus“ und „links“ sind heute in Deutschland klar definiert: ALLES, was nicht AfD ist bzw der AfD entspricht. Die Begriffe: „Faschist“ und „Linker“, die als Synonyme gelten, sind auch klar definiert: ALLE, die nicht die AfD wählen.

      2. @AeaP

        Ich verstehe schon, was Sie meinen.

        Nun müsste man allerdings ergänzen, dass auch der von Ihnen genannte politikwissenschaftliche Begriff „Faschismus“ sehr heikel ist, weil es in der Politikwissenschaft ja eine ganze Reihe von Schulen und sehr unterschiedlichen Ansätzen gibt.
        Es gibt zwar „die“ Physik und „die“ Mathematik, aber nicht „die“ Politologie!

        Und die Sache wird noch dadurch verkompliziert, dass es nicht bloß verschiedene Schulen und Definitionen gibt, sondern dass diese unterschiedlichen Schulen und Definitionen bekanntlich zutiefst mit bestimmten weltanschaulichen / politischen Richtungen, Strömungen und Lagern verbunden sind, mithin total befangen sind.

        Daraus folgt, dass es eigentlich überhaupt keine politische Wissenschaft gibt, die auch nur halbwegs beanspruchen könnte, einen gewissen überparteilichen und neutralen Charakter zu haben. Stattdessen haben wir es landauf, landab nur mit den Theorie- und Legitimationskonstrukten verschiedener Lager zu tun.
        Ist das überhaupt „Wissenschaft“ ??

        Daraus folgt, dass der heutige politikwissenschaftliche Begriff „Faschismus“ außerhalb von dem ihn verwendenden Milieus unbrauchbar ist. Er ist immer noch das, was er (von Mussolini und Nolte abgesehen) immer schon war: ein Kampfbegriff zur politischen Auseinandersetzung.

        Es gibt einige politische Denker, die weniger befangen waren und die das Wesen des Politischen zumindest versucht haben zu erfassen.
        Wahrscheinlich ist es aber kein Zufall, dass nun ausgerechnet solche Leute – ich meine z.B. Aristoteles und Carl Schmitt – heute wenig Ansehen haben.

        Zurück zum „F.“:
        wollen auf den Korporatismus hinaus:

        „… eines extremen Korporatismus der politischen, ökonomischen und kulturellen Machteliten“

        Ja, das gibt es natürlich und es ist für meine Begriffe der Normalfall, dass die Machteliten eines Staates kooperieren. War übrigens auch in der DDR so.
        Der bloße Umstand einer engen Kooperation dürfte für Linke ärgerlich sein, ist aber historisch gesehen in nahezu allen Staaten und Gesellschaften der Regelfall!! Das ist doch nichts Besonderes!
        Das betrifft etwa Großbritannien im 18. Jh. ebenso wie das Alte Ägypten oder die Römische Republik, betrifft das wilhelminische Deutschland ebenso wie China oder Spanien im 19. Jahrhundert. Die Liste der Beispiele wäre fast endlos, weil dieser sog. „Korporatismus“ eben der absolute Normalfall in JEDEM nicht links-sozialistischen Staat war und ist.

        Dass diese Kooperation für all jene Linken, die nicht bloß auf klassisch sozialdemokratische Art (Stichwort: „Godesberg“) einen etwas gemäßigteren Kapitalismus erreichen wollen, sondern mehr, ein großes Ärgernis war und ist, das ist klar.
        Um so verständlicher, dass man als Linker dann diesen ärgerlichen Normalzustand in einer nichtsozialistischen Ordnung verdammen und denunzieren will.

        Und umso ärgerlicher wird es natürlich, wenn sich diese Koop der Eliten dann sogar explizit gegen den Erfolg von stärker gewordenen Linken richtet … ! Das ist dann spätestens der Moment, in dem irgendein linker Stratege wie etwa Dimitroff sich den neuen Begriff „Faschismus“ (in linker Deutung) ausdenken musste.

        Wer nun auf Grundlage dieser Überlegungen sagen würde, dass es überhaupt keinen Faschismus gibt, der ist gar nicht so leicht zu widerlegen. Etwas anders ist es mit dem Faschismusbgriff von Nolte.

        Was es natürlich gibt, das ist das Phänomen der Diktatur bzw. (um mit Aristoteles zu sprechen) der Tyrannis.
        Und ja, ab und an kippt dieser oder jener Staat mal in ein diktatorisches bzw. tyrannisches Stadium.
        Um das zu erkennen, reicht Aristoteles also schon aus.

    2. Hauptsache, er ist ein strammer Atlantiker, das lässt den Faschismus-Vorwurf schnell vergessen. Siehe Beispiel Meloni von der rechten Seite. Wer wirft ihr ihren Post-Faschismus heute noch vor? Sie ist atlantisch, das zählt.

  16. Eine Wandmalerei in Jena, “ Faschos ins Lager“. Ich frage mich mich, wer soll die denn bewachen? Wollen die „aufrechten
    Antifas“ sich mit solchem „Kleinkram“ beschäftigen, anstatt immer mehr „Faschisten“ zu entlarven ( ein Ausdruck, der mir aus der DDR Zeit vertraut ist). Marx Meinung, dass Geschichte sich als Farce wiederholt, findet aktuell seine Bestätigung.

  17. Faschismus ist ein Schimpfwort, mit dem alle rumwerfen. Aber in Bezug auf die CDU hat Pantisano recht. Aber auch die anderen Blockparteien und die Linken gehören dazu, denn sie alle wollen Opposition verbieten. Das betrifft Meinungsfreiheit und Direkte Demokratie und Ablehnung der Unterstützung des Ukrainekriegs mit Russland, sowie EU und NAZO Kritik. Und wer sich zu weit vor wagt, sitzt schon in Untersuchungshaft und bleibt da sitzen, bis er zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt wird. Und wie A. H. (Anton Hofreiter) spielen sie mit der Existenz Europas. Und sie wollen Russland provozieren, bis es eine Rakete abschießt, worauf der Verteidigungsfall ausgerufen wird, Wahlen ausgesetzt werden, und die AfD neutralisiert wird.

  18. Können man uns bitte von einer Berichterstattung darüber verschonen, was irgendwann, irgendein ein Parteipolitiker zum Besten gegeben hat, egal unter welchem Logo er agiert und völlig wurscht zu welchem Thema oder über welche Person, egal auch vor welchen Auditorium und dies einfach den Fachmedien überlassen. Es gibt hierzu das Goldene Blatt, die Aktuelle, den DLF, die Freizeitrevue, die Praline und wohl noch etliche weitere Medien denen sich Interessierte bedienen können.
    Für alle anderen sind nur die Beschlüsse von Belang. Neue Kriegsanleihen, weiterer Sozialabau und höhere Steuern. Mehr gibt es nicht zu sagen.

  19. Herr Lapuente, kommt mein Beitrag jetzt in die Moderation, weil ich behaupte, dass ein AfD Verbot faschistisch ist, sie aber vielleicht dafür sind?

    1. Entschuldigung. Ist mir wirklich peinlich. Ich dachte, mein Kommentar erscheint nicht. Das nächste Mal beherrsche ich mich besser.

  20. Bundesrepublik war die Fortsetzung des Nationalsozialismus mit freundlicheren Mitteln. Soziale Marktwirtschaft des Ludwig Wilhelm Erhard.
    In der Adenauer CDU/ Regierung waren sogar NS Kriegsverbrecher in Regierungsämtern.
    Die Linke ist genauso Kapitalistisch geprägt wie die sogenannten Volksparteien. Mein Großvater, der im 2.Weltkrieg an der Ostfront war ist nicht wieder zurück gekommen. Nein er ist nicht gefallen. Er blieb in der Sowjetunion und lebte bis 1970. Er und meine Großmutter und auch meine Eltern sagten immer eine Regierung muss immer einen Flügel Linker, einen Flügel Rechter und einen in der Mitte haben so das alle Interessen der Bevölkerung wahrgenommen werden können.
    Der Rechte Flügel vertrat die bürgerlichen Nationalisten.
    Der Linke Flügel vertrat die sozialen Ziele und Interessen der Bevölkerung
    Und die Mitte abgewogen die Interessen der beiden Blöcke so kann verhindert werden das der Rechte oder Linke Block nicht in die Regierung kommt wie 1933.
    Heute muss die Parteien Landschaft neu bewertet werden man kann nicht sagen die AfD ist eine Rechte/ Nazi Partei. Es tummeln sich fsschistisch Gesinnte in fast allen Parteien und vor allem da in der schon immer Nazi-Vorfahren und deren Nachkommen waren. ( CDU, CSU, FDP Grüne) Im Prinzip müssten sich alle sogenannten Volksparteien auflösen und sich neue politische Gruppen/ Parteien bilden die ihre Programme in vollem Umfang offen tun. Alle sollten zu Frieden und Souveränität ihres Landes stehen und verteidigen. Also Alles für Deutschland.

  21. Wie kann man nur so einen unwissenden, rechten, weidschen Unsinn über Adolf Hitler verbreiten, wonach dieser mit den mächtigsten deutschen Kapitalfraktionen nichts zu tun gehabt hätte ?

    de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_zum_Studium_des_Faschismus

  22. Eigentlich sehe ich es so wie der Autor, auch wenn ich Einwände vortrage.

    Den revolutionären Terror der Französischen Revolution, ohne den feudalen maßlosen und viele hundert Jahre anhaltenden Terror des alten Regimes zu beschreiben, ist nicht redlich. Ihn dann ins Verhältnis zur Shoa zu setzen, wie es der vom Autoren zitierte Historiker getan haben soll, geradezu infam. Der Jubel des Pariser Volkes, wenn die Köpfe fielen, ist sehr viel leichter zu verstehen, wenn man bedenkt, dass Tod, Ausplünderung per Steuer oder einfach mit Gewalt, Folter, usw. usf. alltägliche und historische Erfahrungen waren. Im Übrigen war das Fallbeil weniger grausam als die Methoden des alten Regimes, dass sich noch im Zeitalter der Aufklärung darin gefiel, ihre Opfer öffentlich zu Tode foltern zu lassen. Ich da hatte vor Wochen mal an Robert-François Damiens erinnert.

    Und die Idee, dass das deutsche Kapital (mehrheitlich) den Nazis nicht eben zugetan gewesen sein soll, wird auch durch unendlich viele Wiederholungen nicht richtig. Ich kann jetzt nicht, wie ich es wider besseres Wissen immer wieder mache, lange Ausführungen zur Rolle der deutscher Kapitalisten bei der Machtergreifung machen. Das liest man halt in der Regel nicht. Aber in der Kurzfassung: Die Nazis hatten nie eine eigene Mehrheit in regulär gewählten Parlamenten und die Machtergreifung wurde von Hugenberg und den ihm nahestehenden Kreisen inszeniert und ich hatte hier auch schon mal detailliert unter Bezug aus die Tagebücher von Goebbels, in denen er berichtet, wie man offene Türen beim Kapital einrannte.

    Der fortschreitenden Verblödung deutsche Mehrheitslinker, ihrem Abschied von emanzipatorischen Ansprüchen, ihrer Flach-Erde-Weltsicht auf die realen Konflikte und die sich tatsächlich vollziehende Faschisierung -da teile ich die Ansicht des Autoren voll und ganz- steht auf der anderen Seite genau diese Relativierung der deutschen Naziherrschaft und die Rolle des Kapitals gegenüber. Schon vor Nolte.
    Und die deutschen Konservativen, ja, sie alle als Nazis zu beschimpfen ist grenzdebiler Unfug. Aber einfach nochmal auf den Punkt gebracht: Wer stimmte dem Ermächtigungsgesetz zu? Wer machte Hitler zum Kanzler und -für wen das Zeug von vor hundert Jahren ist- wer treibt den Brüsseler Generalangriff auf die Reste bürgerlicher Freiheiten voran?

    1. Die Ansicht, wonach es sich beim Terror der Jacobiner um Exzesse handelt, die verständlich, aber bedauerlich sind, habe ich so auch mal vertreten.

      Heute sehe ich das anders. Ich glaube die sprunghaften Modernisierung Frankreichs wäre so nicht möglich gewesen, ohne die parasitäre Klasse des Hochadels zu reduzieren. Das gleiche Muster in China: Jahrhunderte des gesellschaftlichen Stillstands sind in einen kometenhaften ökonomischen Aufstieg gemündet. Und zwar präzise ab dem Moment, wo man die alte herrschende Klasse konsequent beseitigt hat. Ich halte das für eine Methode, die sich zur Nachahmung empfiehlt.

      1. Die Frage, ob ohne den Terror, ohne die Reduzierung des Adels, die Modernisierung hätte gelingen können, ob die „bürgerliche Gesellschaft “ sich hätte entfalten können, kann ich eigentlich nicht beantworten. Ich wollte eigentlich bloß Widersprach anmelden, wenn – ich verkürze das jetzt mal stark- so getan wird, als wäre mit der Revolution das „Böse“ an die Macht gekommen, gar die Vorläufer der Shoa. Das geht wirklich nicht. Da wird ein historischer Prozess umgedeutet, seines eigentlichen Kontextes entkleidet und ein neuer haarsträubender Kontext phantasiert.
        Vor Tagen las ich über die russischen Bauernaufstände im 18. Jahrhundert, wie grausam die Bauen waren. Ungerührt schreibt der Autor in der Folge, als wäre es schon ok so, dass Katharina ihrem Lover Orlow ein Gut mit 400 Bauer „Seelen“ schenkte.
        Dass es dann endlich Mitte des 19. Jahrhunderts zur Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland kam, ist für mich letztendlich auch ohne den Sturm und ohne das Fallbeil nur schwer vorstellbar.

  23. „Die Linke ist Teil der neofaschistischen Architektur“

    Meine Rede seit ca. 15 Jahren. Und es ist schlimmer, wenn man TypInnen wie Franziska Brantner, Anna Lührmann … betrachtet.

  24. Ein Artikel, der mich entsetzt zurücklässt. Der Faschismus, der sich in Deutschland aus guten Gründen Nationalsozialismus – wohlgemerkt Sozialismus – nennt, wurde also von „Rechten“, dem Großkapital und Leuten wie z.B. Strauß oder auch Adenauer vehement abgelehnt. Und natürlich waren der Großteil der deutschen Bevölkerung Sozialisten. Aha. Gut zu wissen. Die Totalitarismus Doktrin von Nolte oder auch Götz Aly – sprich Nationalsozialismus ist gleichzusetzen mit Kommunismus – muss immer wieder neu belebt werden.
    Dieser Pantisanos setzt ein Zeichen. Die CDU/CSU Politik – auch die jetzige Regierungspolitik mit Hilfe der Verräterpartei SPD – kann ihn fast allen Fragen mit der der AfD in einen Topf geworfen werden. Das ist momentan aber NOCH gefährlich, obwohl es daran keinen Zweifel geben kann. Wer sehen will, sieht. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit und CDU koaliert mit der AfD. Beginnend auf Landesebene.
    Als letztes hier eine Aussage von Stalin. Sie hat ihre Gültigkeit nicht verloren.
    „Der Faschismus ist die Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv gesehen der gemäßigte Flügel des Faschismus.“ Zitatende
    Der Faschismus gehört zum Kapitalismus wie der Regen zur Wolke. Sobald sich der Kapitalismus – seine stärksten Fraktionen Finanzkapital/Rüstungsindustrie – seine Profite in Gefahr sieht, greift er zu seiner brutalsten Waffe: Faschismus. Und die Politik, die seit Jahren in der BRD betrieben wird – egal wer die Regierung stellt – ist zwar noch kein Faschismus, sie bereitet aber den Weg und die faschistoiden Sozialkürzungen, der Bevölkerung als Reformen verkauft, sind erst der Anfang. Einschub: Hier werden Kürzungen Reformen genannt (Warum wohl), der Faschismus wird NationalSozialismus genannt (Warum wohl).
    Also, ich sehe die Aussagen des Herrn, der sich links nennt, aber rechte Politik unterstützt so: er will ausdrücken, dass sich die CDU von der AfD nur noch minimal unterscheidet. Wo er recht hat, hat er recht.

    1. Meine Fresse, Stalin zu zitieren und dem Zitat sogar noch Allgemeingültigkeit zuzusprechen, ist schon irritierend. Nun lässt sich über die Sozialdemokratie, zumal die deutsche, sehr viel sagen und nicht sehr viel davon ist aus meiner Sicht gut. Aber die These vom Sozialfaschismus, die zeitweilig dazu führte, dass die KPD, nachdem sie auf Moskauer Linie gebracht wurde, die SPD zum Hauptfeind ernannte, war abgrundtief dumm und falsch. Und zwar in jeder Hinsicht. Analytischer Schwachsinn sowieso, hat sie der Positionierung antifaschistischer Kräfte gegen die heraufziehende Gefahr unendlich geschadet und als Moskau eine neue Linie bestimmte, war es einfach zu spät und die Gräben zu tief. Den Preis haben nicht nur sowjetische Menschen zahlen müssen.
      Um es ganz deutlich zu sagen. Der Stalinismus ist noch immer das beste und stärkste Argument für alle Rechten gegen den Kommunismus. Er ist der historische Exzess, der jeglicher emanzipatorischer und sozialistischer Bewegung für sehr lange Zeit geschadet hat.

      1. @ 1211:
        Nein, ich habe meinen Ausführungen nichts hinzuzufügen, ich habe auch nicht vor irgendetwas zu streichen, oder zurückzunehmen. In Ihren Augen bin ich ein hoffnungsloser Fall, ein Stalinist. Wenn dem so ist, nehme ich es als Lob. Und damit Sie sich bestätigt fühlen, setze ich noch einen drauf:
        Ich halte Stalin für einen der größten Staatsmänner seiner Zeit.

        1. „Ich halte Stalin für einen der größten Staatsmänner seiner Zeit“
          Womit du leider recht hast.
          Ganz Großer STAATSMANN halt.

        2. Warum so bescheiden, warum nicht „einer der größten Staatsmänner aller Zeiten“ ? Heinrich Himmler war sicherlich auch einer der größten Hühnerzüchter aller Zeiten, mit Superlativen sollte man durchaus großzügig sein.

    2. Wenn ich Helmut Kohl sonst eher selten im positiven Sinne zitiere, hier aber doch: „Es kommt darauf an, was hinten rauskommt.“ Genauso ist es, wenngleich etwas ungelenk formuliert: Was draufsteht oder welches Etikett draufklebt, ist nebensächlich. Davon abgesehen: Wer bild ein Interview gibt, ist selber schuld, aber klar: „Reichweite, die Menschen (draußen) im Land“ usw.

  25. „Faschist*In“ ist heute eine Universalbeschimpfung, die jeder gegen jeden blind raushaut. Napoleon hat wohl sinngemäß mal gesagt, daß man nur ein wenig intrigieren muß, dann zerfleischen die Deutschen sich gegenseitig anstatt ihre Interessen zu erkennen und zu vertreten. Damit hatte er Recht.
    Zusammenhalt und Erkennen von Interessen der Bevölkerung ist in Deutschland nicht möglich. Die jeweiligen Regimes machen sich das zunutze indem permanent Konflikte geschürt werden. Zwischen Männern und Frauen, Migranten und Biodeutschen, Coronauten und Nichtcoronauten, langstreckenfliegenden Reemtsma Erbinnen und ihren weniger begünstigten Pendants in den sozialen Brennpunkt Siedlungen usw usw…..
    Aber am schönsten ist es, wenn reiche Chefarzt Söhnchen gegen Bürgergeldempfänger hetzen.

  26. Dieser großmäulige „Streit“ ist ein Paradebeispiel gemeinsamer Showkampfveranstaltungen von woken Pseudolinken und ihren Mitspielern aus den anderen bürgerlichen Parteien. Und hier liegt die Betonung auf „Gemeinsam“.
    Inhaltlich so abgefuckt belanglos wie nur sonst was.
    Dieser „linke“ Wahlverein gibt nicht nur alles für die entsetzlichsten Vorhaben dieser Nation, sondern lieferte bereits auch schon praktisch wesentliches ab: die Ermöglichung der Wahl von Fritze Merz zum Kanzler dieses Landes.

    1. 101 von 100 Punkten, dazu noch kurz und knapp, all thumbs up! Da passt wirklich die vielstrapazierte Vokabel ‚Klartext‘; was Luigi, Luigi Pantisano (jaja, Shantel!) gesagt hat, war vielleicht recht unscharf. Hier fragt sich dann natürlich, warum er ausgerechnet mit der eingebildetsten aller Zeitungen reden musste und dabei erwartete, das würde ganz sicher nicht irgendwie ‚skandalisiert‘ werden; aber auch sowas passt zu der PdL, die wahrscheinlich „Reichweite“ damit erzielen will.

      Ansonsten nochmal: Die Aktion vom 6.5.25 war einfach nur sturzpeinlich-„verantwortungsvoll“, ganz nach dem Motto: ‚Hilfe, unser heißgeliebter Millionär ist im ersten Durchgang BEI DEN EIGENEN LEUTEN durchgefallen, heul, plärr, krachsauer (eben vom Thinktank Bodo R. erfunden) sei… ganz schlimm, nicht auszudenken, dass sich das ganze Theater um drei Tage verzögert… am Ende holt er sich seine Mehrheit noch woanders, wo doch jeder weiß, dass zu Hause gegessen wird, unabhängig von der Herkunft des Appetits… wir brauchen jetzt gleich den maximalen Kahlschlag im Sozialen, gegen den wir dann ritualisiert-wirkungslos wetter können – und vor allem: Was wäre denn die Alternative (gewesen)? Hilfe, Hilfe, Rasen betreten nicht mehr verboten, Bahnsteigkarten braucht‘s auch keine mehr und jetzt auch noch das, wie will so jemand die ganze Nation…‘ (langsam ausblenden).

      Aber gut, wer sich für eine Teil-Verirrung eines 10%-Vereins interessiert, ist wohl der Meinung, dass wir seit Jahrtausenden von „irgendwie Linken“ beherrscht werden, die ja bekanntlich völlig bedeutungslos und gleichzeitig dämonisch-mächtig sind. Und damit endgültig Kamera aus.

  27. Interessant ist hier vor allem das Muster: Die „Faschismus“-Keule funktioniert inzwischen ähnlich wie die „Antisemitismus“-Keule. Beides sind historisch hochbelastete Begriffe, die eigentlich sehr präzise verwendet werden müssten. Stattdessen werden sie immer häufiger als rhetorischer Vorschlaghammer benutzt: Wer nicht ins eigene politische Raster passt, wird moralisch erledigt.
    Das ist bequem, aber billig. Denn wer jemanden zum Faschisten oder Antisemiten erklärt, muss sich mit dessen Argumenten nicht mehr beschäftigen. Die Debatte ist dann beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat.
    Damit werden diese Begriffe nicht geschärft, sondern entwertet. Echter Faschismus und echter Antisemitismus existieren — und gerade deshalb sollte man damit nicht herumwerfen wie mit Konfetti auf dem Parteitag der Selbstgerechten.
    Wenn alles Faschismus ist, ist irgendwann nichts mehr Faschismus. Und wenn jede unbequeme Israelkritik Antisemitismus sein soll, wird auch dieser Begriff stumpf. Am Ende profitieren davon genau diejenigen, die man angeblich bekämpfen will.

  28. Grundregel des Journalismus:
    Was hat er wirklich gesagt?
    Bitte ein vollständiges Zitat und Einordnung in den Kontext!

    Bevor hier die Empörungs-Automaten (KI und Pseudo-KI) in Nulltexten immer weiterlaufen: gäähhn!

    Zur Erinnerung:
    – Grundregel des Journalismus: Wer was wann wie wo und warum
    – Wer hat Hitler an die Macht gebracht?
    – Denkanstoß: Wer bringt einen wie Merz an die Macht?

  29. Es ist nicht der Fehler des „Linken“-Vorsitzenden, die Partei des Reichskanzlers Merz „faschistisch“ zu nennen (was ist eine Partei, die mit aller Macht wieder den Krieg gegen Russland betreibt, denn bitteschön sonst?) sondern der Fehler ist, die Kriegstreiberei nicht konsequent zu bekämpfen.
    Und Koalition mit der CDU? Also Bitte!

  30. Irgendwie frage Ich mich grade ob Herrn La Puente die Hitze nicht bekommen ist ?
    Der Artikel ließt sich auf jeden Fall wie ein „Fiebertraum“..

    Also grundsätzlich kennen viele hier meinen Ansatz über den Faschismus als solchen und wer die Faschisten waren. Grundsätzlich halte Ich dabei die Dimitrov Definition für die zutreffendste, da sich die anderen Definitionen schnell in philosophischem Bla Bla verlieren und nicht in der Lage sind Faschisten klar zu erkennen..

    Comrades, fascism in power was correctly described by the Thirteenth Plenum of the Executive Committee of the Communist International as the open terrorist dictatorship of the most reactionary, most chauvinistic and most imperialist elements of finance capital.

    Dimitrov

    Genau aus dem Grund unterscheide Ich auch zwischen Faschisten und faschistischen Handlangern. Die Handlanger sind Menschen die selbst nicht zum engen Kreis der Faschisten gehören aber diesen dienen und dabei profitieren. Handlanger werden allerdings oft geopfert wenn es mit dem Faschismus nicht mehr gut läuft.

    Wenn also ein Herr Pantisanos jetzt erklärt die CDU seine Faschisten, dann liegt er damit insofern richtig als dass sich die CDU grade den Faschisten (Blackrock, State Street, Rheinmetall etc.) enorm andient und ohne Rücksicht deren Agenda durchsetzt..

    Somit ist die CDU auf jeden Fall zu den Handlangern der Faschisten zu zählen, aber der Übergang ist da auch recht fließend. Persönlich bin Ich regelrecht begeistert mal wieder so ein Statement aus der Linken zu hören aber es bedarf schon etwas mehr als nur eines Statements um das verspielte Vertrauen zurückzubekommen. Denn auch die Linke hat sich leider sehr zum Sprachrohr der Faschisten machen lassen z.B während der „Lockdowns“ oder auch im Hinblick auf die Ukraine..

    Also liebe Linke nicht so viel „schnacken“ sondern eher mal eine Demo gegen den Militarismus und den damit einhergehenden totalitären Staat organisieren (oder seid Ihr schon zu sehr zum Teil dieses Staates geworden?)..
    Trotzdem.. Man sollte richtige Ansätze würdigen!

    Weiter..

    Franz Josef Strauß war ein korrupter Politiker, ein „sexuelles Raubtier“ und hat es mit dem Gesetz nicht allzu ernst genommen. Er deckte ein faschistisches System der schwarzen Kassen in der CDU von dem er selbst ein Teil war. Die Wiederbewaffnung die Strauß damals voranbrachte war eines der korruptesten staatlichen Unterfangen seit des 2. Weltkriegs.

    Was Herr La Punente sollen wir also von Ihrem Strauß apologismus halten.. ?
    Wollen Sie hier grade die staatliche Korruption schön reden ?

    Ob Strauß ein Nazi war oder nicht ist mir relativ scheißegal er war auf jeden Fall ein Rassist und Reaktionär und er arbeitete offensichtlich für die Faschisten des MIC.

    Danach kommen Sie dann mit Heffner dem Nazi „Erklärbär“ aus Großbritannien und seiner Bullshittstory über den angeblichen „konservativen Widerstand“..

    Heffner übergeht dabei aber die schlichte Tasache das es sehr wohl Widerstand der „Linken“ gab allerdings wurde der Widerstand der Arbeiterinnen und Arbeiter gewaltsam erstickt (teilweise von der SPD). Kurze Zeit später wanderten die kommunisten ins KZ gefolgt von so manchem SPDler wenn er sich nicht einfügen konnte..

    Die konservativen von denen Heffner da spricht waren die restlichen verbliebenen Kaisertreuen (DVP, DNVP) ebenfalls eine reaktionäre und korrupte Bande von Adligen und Militaristen, welche nicht nur den 2. Weltkrieg mit verschuldet hatten und somit direkt für die Misere deutschlands verantwortlich waren sondern durch Ihre korruption auch maßgeblich zur Machtergreifung der NSDAP mit beigetragen haben..

    Meiner Meinung nach erfüllt Heffner da schon alle Vorraussetzungen für „Geschichtsklitterei“. Aber genau deswegen ist er ja bei reaktionären und so beliebt weil er die wahren Schuldigen ausklammert und statt dessen „die Linken“ an den Pranger stellt..

    Die Jakobiner muss man im Kontext der damaligen Zeit sehen. Auch Ich will natürlich nicht die wiedereinführung der Guillotine weil ich die Todesstrafe für barbarisch halte. Aber die Menschen des damaligen Frankreichs wurden ebenfalls von Ihren peinigern ermordet, entrachtet und wie Vieh behandelt. In ihrem damaligen Kontext gesehen waren die Jakobiner also bei weitem nicht so extrem wie es heute oft dargestellt wird..

    Man stellt die Jakobiner deshalb als besonders blutrünstig dar; weil man die Menschen von einer wie auch immer gearteten Verbgesserung Ihrer Lebensumstände abhalten will. Dennoch ist die Menge an Blut für die die Jakobiner verantwortlich waren sehr gering verglichen mit dem Ozean an Blut den die Adligen vergossen..

    Die Jakobiner werden deshalb gehasst weil Sie das Blut der Mächtigen vergossen haben..

    Und auch wenn sich die Linke (Partei) leider in letzter Zeit oft ebenfalls zum Sprachrohr der faschisten gemacht hat, so ist eine Verallgemeinerung der gesamten linken Bewegung (Internationalen) als Systembestandteil des Faschismus falsch und ehrenrührig..

    Auch wenn die meisten in der CDU vielleicht nicht direkt zum Kreis der Faschisten gehören so dienen Sie auf jeden Fall den Faschisten insofern ist die Aussage des Herrn Patisanos zutreffend, wenn auch etwas unreflektiert, und das betrifft leider auch die Grünen, die SPD, die FDP und vermutlich auch die AFD und die Linke wenn auch zu wesentlich geringerem Anteil.

    Deswegen sage Ich ja immer, dass wir niemals vergessen dürfen wer die Faschisten wirkilch waren und sind!

    Denn scheinbar haben das viele Leute vergessen und deshalb kriechen die Faschisten grade wieder aus allen Löchern und stehlen unsere grade unser Leben und unsere Habe…

    Deshalb ein Tipp: Gehn Sie einfach mal kalt duschen Herr La Puente, das hilft..

    Mfg Makrovir

    1. P.S
      Upps bitte um Verzeihung, dass ich Ihren Namen verhunzt habe Herr De Lapuente..
      War keine Absicht..

      Wie Sie sehen führt die Hitze auch bei mir schon zu einigen Ausfallserscheinungen.. Ich glaub Ich nehm gleich noch mal ne Dusche .. 🥵😉

      Mfg Makeovir

    2. Die Bundesregierung hat sich überlegt, wo es noch Einsparpotentiale gibt. Eine der ersten Ideen war dann, behinderten Kindern die Unterstützung zu streichen. Damit liegt die Bundesregierung hier völlig auf Linie mit dem historischen Nationalsozialismus. Und das ist keine Meinung, sondern ein objektiver Fakt.

  31. Aktueller Antrag einer Partei im Berliner Parlament: die sowjetische Prägung der Ehrenmale, die an den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland erinnern, mit antisowjetischen und antikommunistischen Narrativen zu überschreiben und letztlich so den Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus zu zerstören.
    Eine Partei, die mit einem solchen Antrag eine Gleichsetzung von Sowjetunion und Nazideutschland unterstützt und so auf eine vom Finanzkapital eingeforderte kriegstüchtige Mobilisierung mittels einer zeitgemäßen Geschichts- und Erinnerungspolitik einschwenkt, ist dies wirklich eine faschistische Partei, wie Frau Wagenknecht betonte?
    Andere Parteien im Parlament, auch die Linke, wollen diesem Antrag zustimmen. Sind die auch faschistisch?

  32. Faschismus ist keine Ideologie sondern eine Methode!
    /Konfuzius o.s.

    Und zu dieser Methode gehört u.a. Sündenböcke zu konstruieren…
    Möge jetzt Jeder vergleichen mit wem er will…

  33. Es ist ja gut, dass in den letzten Jahrzehnten sämtliche Alternativen obsolet wurfen, die Grünen, die Linken, die AfD, demnächst der BSW … Dann bleibt nichts mehr übrig. Keine Alternative zu unserem System heißt aber im Umkehrschluss, dass unser System zum einen gesiegt hat, zum anderen aber mit 100%iger Sicherheit sich zu einem totalitären System entwickeln wird, das jede auch nur geringste Alternative sofort vernichten wird, bevor sie auch nur ausgesprochen werden kann, geschweige denn irgendwie diesem System irgendwie gefährlich werden kann. Aber keine Angst, es wird keine Alternativen mehr geben. Das ist nicht nur unwahrscheinlich, nein, es ist unmöglich. Denn die Völker werden so mit Propaganda verseucht sein, dass sie von sich aus keine Alternative mehr wollen. Aber wie das Imperium Romanum an deiner eigenen Machtfülle scheiterte, wird auch dieses System scheitern. Doch dieses Scheitern wird mit einem so lauten Knall passieren, dass nicht nur 99% der Menschheit dabei den Tod finden wird, sondern 99% aller Lebewesen auf dieser Erde. Dessen bin ich mir sicher. Aber freut euch nur über diesen Sieg, der ein Phyrrussieg sein wird. Genießt die Früchte dieses Sieges, solange es noch geht, aber ich bezweifle, dass bei einem totalen Sieg dieses Systems die Menschheit noch lange überleben wird. Rom im Jahre 400 nach Christus, Napoleon kurz vor Waterloo…
    Und verurteilt ruhig irgendwelche fehlgeleiteten Kommunisten, Stalin oder Pol Pot…. Macht ruhig Marx, Liebknecht, Thälmann, Luxemburg oder Lenin für alle Verbrechen seit 5.000 Jahren verantwortlich, oder Putin meinetwegen für den Klimawandel oder ….
    Ich habe keinen Bock mehr… Ciao!

  34. „Strauß war Offizier der Wehrmacht, aber ein Gegner der Nationalsozialisten –“
    Meines Wissens war Strauß NSFO (Nationalsozialistischer Führungsoffizier), also sowas wie ein nationalsozialistischer Kommissar.
    Und der soll Gegner des Nationalsozialismus gewesen sein?
    Dann wäre er ja noch heute ein Fall für das Standgericht.

    1. OBERST MEYER – danke für den Beitrag bezüglich NSFO – habe etwas ähnlich auch kommentiert – ist zum kotzen wie die NS-Vergangenheit von BRD-Politiker verbrämt wird!

  35. Es gibt nur eine Unterscheidung und die entscheidet sich on jemand die Systemfrage stellt oder nicht.
    Ansonsten wir hier wieder relativiert, bis sich die Balken biegen.

  36. Sie haben ja Recht, Roberto. Es bringt nichts und tötet nur jede sachliche Auseinandersetzung, wenn man beginnt,
    den politischen Gegner als „Nazi“ oder wie im vorliegenden Fall als „Faschisten“ zu bezeichnen. Zumal, wenn nach der Beschimpfung nichts substantiell Inhaltliches mehr kommt.

    Allerdings verdient die Politik der CDU und speziell die von Merz eine besondere Beachtung, auch vor dem historischen Hintergrund der deutschen Geschichte.
    Nicht nur ist Merz` Jargon unerträglich („Drecksarbeit“ für das Töten von Menschen), worüber unsere Leitmedien locker hinwegsehen, vor allem seine Taten, die Planung und Schaffung der stärksten Armee Euopas, mit der er dann unter deutscher Führung gegen Russland Krieg führen will, das er als im Zustand „tiefster Barbarei“ bezeichnet.
    Das erinnert doch sehr an seinen Amtsvorgänger, den berüchtigten Reichskanzler.
    Nicht umsonst bezeichnete Maria Sacharowa Merz als den gefährlichsten Kanzler Deutschlands. Und das ist er in der Tat nicht nur für Russland, sondern vor allem auch für die Bevölkerung Deutschlands, die er zur Geisel seiner russophoben Politik macht.

    Es war ein schwerer Fehler der Sowjetunion, dass sie nach dem gewonnenen Krieg die Entnazifizierung des westlichen Teil Deutschlands den USA und GB überlassen hatte. Die holten die alten Nazi-Funktionseliten schnell wieder zurück in ihre Funktionen, weil man sie im Kalten Krieg einsetzen wollte.
    Legendär Churchills Ausspruch: „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet“, der sogar mit den Resten der Wehrmacht gegen Russland in den Krieg ziehen wollte.
    Auf mindestens 3 Generationen hinaus hätte es ein Verbot für Zöglinge aus einflussreichen Nazi-Familien für die höchsten Staatsämter in Deutschland geben müssen. Dann wäre uns Merz erspart geblieben. Er kann zwar nichts für seine Abstammung, aber wenn er die gleiche Politik wie seine Nazi-Vorfahren vollzieht (Barbarossa II), dann ist das unakzeptabel.

    Merz wickelt als Blackrock Heuschrecke die Wirtschafts- und Finanzkraft Deutschlands ab.
    Gleichzeitig presst er die deutsche Bevölkerung finanziell aus, für seinen Stellvertreterkrieg gegen Russland.
    Wir alle sollen jetzt schon zahlen, für unseren wirtschaftlichen Niedergang und für unsere Vernichtung im kommenden Krieg gegen Russland.

    Wie, verehrter Roberto, würden Sie einen deutschen Kanzler bezeichnen, der eine solche Politik vollzieht?

    1. Poschardt nannte ihn neulich eine Wurst.

      Ich möchte dazu nicht öffentlich antworten, mein Bademantel ist in der Wäsche.

      1. Habe verstanden.
        Sie wollen die Weiterexistenz ihres Magazins nicht gefährden.
        Kann ich verstehen.
        Vielen Dank für die Antwort.

  37. Könnte sich die Linke denn sinnvoll einbringen? Absolut, denn ich sehe schon, dass wir hier inzwischen auf britische Zustände zusteuernn, wo sich Rechte und Islsmisten gegenseitig hochziehen. Wo wäre da der Platz der Linken? Gegen beide natürlich. Diese Position wäre absolut mehrheitsfähig. Denn eine Mehrheit will keine Rechten an der Regierung haben, aber auch keine gewalttätigen Islamisten im Land.
    Nun hat sich die Linke aber in einem Ausmaß an die Islamisten gekettet, dass sie nicht zurück kann. Da nämlich kommt der Faschismusvorwurf gegen Merz letztlich her. Merz hat die Abschiebung von gewalttätigen Islamisten ausdrücklich begrüßt. Da beginnt für Pantisano der Faschismus. Meint er wirklich, mit dieser Haltung punkten zu können?
    Irgendwie fühle ich mich berufen, die Grabrede bei der Beerdigung der Linken zu halten. Was denn den Tod des Verstorbenen bewirkt habe? Meine Antwort: die Krankheit heißt Free Palestine.

  38. Natürlich war das ein klarer Fehlstart und nicht gerade ein Beispiel für Pantisanos politische Fähigkeiten. Aber dass Lapuente das gleich für eine bösartie Kritik verwendet, zeigt bloss, wo er selbst steht.

  39. Es gibt Texte, die argumentieren. Und es gibt Texte, die bloß Bilder erzeugen sollen, bis der Leser glaubt, das Bild sei das Argument. Dieser Beitrag gehört eindeutig zur letzteren Kategorie.

    Denn dieser Text handelt von vielem, nur nicht von Luigi Pantisano. Den und seine Partei könnte man sezieren, eine Kritik an ihm und dem Programm seiner Partei könnte interessant werden. Aber Pantisano taugt hier nur als Köder, als Vorwand. Der eigentliche Gegenstand dieses Beitrags ist das altbekannte Klagebild, wonach „die Linke“ jeden Andersdenkenden mindestens moralisch vernichte. Ironischerweise bedient sich der Beitrag dabei genau jener Methoden, die er anprangert. Er möchte zeigen, wie Ideologie funktioniert. Herausgekommen ist vor allem ein Lehrstück darüber, wie man die eigene Ideologie für Nüchternheit hält.

    Argumentiert wird hingegen erstaunlich selten. Stattdessen wird arrangiert. Namen, historische Episoden und Reizwörter werden aneinandergereiht, bis aus bloßer Assoziation der Eindruck eines Beweises entsteht. Jakobiner, Strauß, Nolte, Islamismus, Eurofaschismus – nicht weil daraus eine stringente Argumentation entstünde, sondern weil Geschichte hier weniger Erkenntnisquelle denn Kulisse ist.

    Das beginnt bereits bei einem der entlarvendsten Sätze des gesamten Beitrags. Demonstrationen gegen rechts würden von „pensionierten Studienrätinnen“ besucht, „meist als Omas bekannt, wenn auch häufig enkellos“.

    Diesen Satz sollte man sich langsam auf der Zunge zergehen lassen.

    Welchen Erkenntnisgewinn liefert der ehemalige Beruf dieser Frauen? Warum muss der Leser wissen, dass sie (angeblich) keine Enkel haben? Was genau trägt die vermutete Kinderlosigkeit überhaupt zum Argument bei?

    Die Antwort lautet: nichts.

    Der Satz existiert ausschließlich, um Verachtung zu erzeugen. Er ist kein Argument, sondern eine soziale Herabsetzung. Eine moralische Beschämung. Lehrer, das weiß man seit Gerhard Schröder, sind „faule Säcke“. Diese hier sind obendrein „kinderlos“, haben somit auch in jener Dimension nichts geleistet. Sie haben versagt – jedenfalls in der Logik dieses Textes. Das Kopfkino erledigt den Rest.

    Und genau das ist die Methode des gesamten Textes. Kaum jemand darf einfach auftreten. Fast jede Figur wird bereits beim ersten Erscheinen kommentiert und gerahmt: NGOs sind selbstverständlich „kaschiert“, der Parteitag wird zum „Catwalk“, politische Gegner zu „Schranzen“ und jene Frauen eben zu kinderlosen Pensionistinnen. Das sind keine Beschreibungen, sondern Regieanweisungen. Der Leser soll gar nicht erst selbst urteilen, sondern bereits mit der passenden Haltung ausgestattet werden.

    Interessant sind daran weniger die erzeugten Bilder als die doppelten Maßstäbe. Denn derselbe Autor beklagt wenige Zeilen später, die Linke würde Menschen nicht nach ihren Argumenten beurteilen, sondern moralisch abstempeln. Offenbar sind ad hominem, Homogenisierung und Karikatur aber keine Probleme – solange das Ziel die richtigen Leute sind.

    Und auch dieses Muster zieht sich durch den gesamten Text. Man bemerkt fast körperlich den Unterschied zwischen Analyse und Inszenierung. Analyse trennt, differenziert und wägt ab. Inszenierung verdichtet. Sie lebt davon, dass alles irgendwie zusammengehört: die enkellosen Omas, die „kaschierten“ NGOs, die blutrünstigen Jakobiner, die finstere EU, der böse Islam, die gefährliche Linke. Aus einzelnen Demonstranten wird so ein Milieu. Aus politischen Gegnern ein Kollektiv. Und aus historischen Assoziationen ganze Gewissheiten. Das Endergebnis ist kein Gedankengang, sondern ein geschlossenes Weltbild.

    Man könnte nun Versatzstücke auseinandernehmen. Doch ist es am Ende völlig egal, ob Strauß, der Islam oder Pantisano hier richtig dargestellt werden. Interessant ist, warum sie überhaupt auftauchen: Sie erfüllen eine dramaturgische Funktion. Sie sollen die richtige Stimmung erzeugen und Schritt für Schritt in ein fertiges Deutungsmuster hineinführen. Genau deshalb verfehlt eine Debatte darüber ihren Gegenstand. Entscheidend ist ihr Effekt. Am faszinierendsten sind ohnehin nicht die altbekannten rechten Erzählungen, sondern die Blindheit gegenüber der eigenen Methode.
    Man kämpft vorgeblich gegen moralische Selbstgerechtigkeit und urteilt dabei selbst nicht weniger moralisch. Man kritisiert den Dogmatismus der anderen und bemerkt nicht den eigenen. Man kritisiert Lagerdenken, während man selbst das eigene absteckt und befestigt, wo es nur geht. Oder, in passenderen Worten gefragt: „Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! – und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?“

    Für mich sagt der Artikel weniger über Luigi Pantisano aus als über das Medium, in dem er erscheint. In der Eigenbeschreibung präsentiert man sich als Plattform, die Narrative hinterfragt. Inzwischen scheinen lediglich andere erzeugt zu werden. Das Gegenteil des Mainstreams gilt bereits als Aufklärung. Aus Analyse wird immer öfter Milieuprosa. Aus Aufklärung Selbstvergewisserung. Und stets mit der beruhigenden Gewissheit, dass ausgerechnet die eigene Brille durchsichtig sei.

    1. @ Sepp Gladiola:

      Aber, aber, die Überschrift wurde doch immerhin als Frage formuliert. (*Grinsesmiley*)
      Gute Textanalyse, danke dafür, hier meine Lieblingssätze:

      »Das sind keine Beschreibungen, sondern Regieanweisungen.«

      »Analyse trennt, differenziert und wägt ab. Inszenierung verdichtet.«

      »… sondern die Blindheit gegenüber der eigenen Methode.«

      So ein Artikel kommt dann eben heraus, wenn man „den Leser abholen will“, statt ihm Gründe zu geben, selbst loszugehen.

    2. Vielen Dank für diese Textanalyse.
      Genau das erlebe ich bei nahezu jedem DLp-Artikel, weswegen mir meist schon die Überschrift reicht um ihn rechts liegen zu lassen.

    3. Danke, genau deswegen lese ich diese Ergüsse nicht mehr, und würde das Magazin rechts bzw unten hinten liegen lassen wenn es keine Gastautoren und Kommentare gäbe.

    4. Danke, besser kann man diesen Artikel nicht sezieren.

      „Das Gegenteil des Mainstreams gilt bereits als Aufklärung.“
      Ja, das ist in diesem Milieu so… schon 2018 beklagte sich ein Beiratsmitglied vom RUBIKON darüber…

      „Nicht alles, was Mainstream ist, muss aus Propaganda resultieren oder durch Manipulation entstanden sein.
      Und nicht alles, was den Mainstream in Frage stellt, kann für sich den Anspruch erheben, aufklären zu können.“
      /Mohssen Massarrat

      … und wir wissen was aus dem RUBIKON geworden ist.
      Overton wird den gleichen Weg gehen… so sad 🙁

    5. @Sepp Gladiola

      Mit „Analyse“ aus dem liberalen Elfenbeinturm gegen den Kapitalismus kämpfen! Wie lächerlich ist das denn? Da bleibt man doch auf der vom System zugewiesenen Spielwiese für „linke“ Intellektuelle und gaukelt so „Freiheit“ vor.

      Genau dafür steht heute „Die Linke“. Als ob es für den Klassenkampf irgendeine Bedeutung hätte, ob die CDU nun als faschistisch definiert wird oder nicht.

    6. LG et al.: „Gute Textanalyse, danke dafür, hier meine Lieblingssätze“

      Danke, freut mich. Wobei ich fairerweise sagen muss: Die Formulierungen stammen nicht alle allein von mir. Nachdem sich die ersten Versionen immer wieder totgelaufen hatten, habe ich den Text drei- oder viermal gemeinsam mit der KI überarbeitet und rekalibriert. Die ersten beiden Sätze gehen deshalb auf sie zurück. Einige meiner ursprünglichen Formulierungen gefielen mir zwar besser, aber was soll man noch groß schreiben…

      Die Passage mit dem Lager und Schröder stammt allerdings von mir, ebenso wie die Grundidee des Textes. Die KI hatte dieses Mal aber auch einen guten Einwand: Statt sich an einzelnen Punkten wie Strauß oder der angeblichen Allianz aus Linken und Muslimen abzuarbeiten, wollte sie den Fokus stärker auf der dahinterliegenden Methodik liegen. Das erschien mir überzeugend, deshalb habe ich den Text entsprechend umgebaut.

      Und an „garno“: „Mit „Analyse“ aus dem liberalen Elfenbeinturm gegen den Kapitalismus kämpfen!“

      Ich glaube, dein Kommentar war für jemand anderen gedacht. Weder die Linke noch der Kapitalismus waren mein Thema – und im verlinkten Artikel ging es ebenfalls nicht darum.

  40. Ernst Nolte , ich muss immer wieder in
    seinem “ Der Faschismus in seiner Epoche “ lesen. “ Revolution im Mittelmeer “ aus dem Jahre 1941 von einem Herrn Dr. Schmidt ( Herausgeber Reichsaussenministerium ), ebenfalls sehr lesenswert bezüglich Analyse des
    damaligen Zeitgeistes … Nahost usw..!
    Mein Problem ist : die meisten und grössten Modelinken,
    Unseredemomkratiedemokraten sowie Antifaschisten haben leider die
    grössten Lücken in der Definition des
    Faschismus und dieser historischen Epoche . Nüchtern betrachtet ergeben
    sich für mich jedoch viele erschreckende gleiche Denk- und Verhaltensmuster dieser tapferen Kämpfer mit dem historischen Faschismus !
    Vielen Dank an den Autor des Artikels , da ich die Erwähnung der Schriften Noltes für unentbehrlich halte.

    1. Ernst Nolte

      Passt schon. Sein Vater kam ja auch aus Brilon. Aus Wikipedia:

      Im 1990 von Rainer Zitelmann, Uwe Backes und Eckhard Jesse herausgegebenen Sammelband Die Schatten der Vergangenheit argumentierte Nolte, der Antisemitismus der Nationalsozialisten habe ein „fundamentum in re“, einen rationalen Kern, der im Verhalten der Juden liege: Er zitierte revolutionsbefürwortende und deutschfeindliche Äußerungen Ernst Blochs, Georg Lukács’ sowie Max Horkheimers und konstatierte dann, wer so „enthemmt“ schreibe, „der darf sich nicht wundern, wenn aus dieser Realität ein Gegenschlag hervorgeht, der nicht minder enthemmt“ sei.

      Na denn…

      1. @Gilbert
        Vater kam aus Brilon ???!!??
        Ich habe noch eine andere Geschichte
        von alten Männern :
        Zu Beginn des angehenden 20. Jahrhunderts warnten führende Vertreter des liberal – bürgerlichen
        Judentums in Wien , vor weiterem ungezügelten jüdischen Zuzug aus
        den östlichen Provinzen der k.u.k.
        Monarchie. Es entwickelte sich eine heftige Debatte innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Eine Stimme,
        noch im Dunkel und Nebel der Vorausahnung, prophezeite eine neue dämonische Kraft die entstehen würde , sollte der Zuzug unbegrenzt
        bleiben . ..
        Alphonse de Chateaubriand fand
        später ein Wort für
        diese neue Kraft , die er nach den Eindrücken
        des Grossen Krieges „…als Vulkanismus , die Entfesselung
        aller Kräfte, die zum Wesen des Menschen gehören und die aus dem
        verschütteten Abgrund der Seele her-
        vorbrechen. Sieg des Bösen über das
        Gute , des Todes über das Leben .“

        Ich kann bei Nolte nicht eine Zeile finden
        die dem widerspräche .

  41. An sich alles überflüssige Diskussionen.
    Es reicht auf Dimitroff zu verweisen:
    Faschismus ist nach Dimitroff die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.

    Grundgedanke der Dimitroff-Definition
    Georgi Dimitroff, bulgarischer Kommunist und führender Vertreter der Komintern, charakterisierte Faschismus als Instrument des Finanzkapitals, das die Arbeiterklasse, revolutionäre Bauern und Intelligenz systematisch unterdrückt und politische Gewalt einsetzt, um die kapitalistische Ordnung zu sichern und revolutionäre Bewegungen zu verhindern
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    +1
    . Faschismus ist demnach keine über den Klassen stehende Macht, sondern die direkte Herrschaft der ökonomisch mächtigsten Kreise, die ihre Interessen durch Terror, Chauvinismus und aggressive Außenpolitik durchsetzen
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    +1
    .

    Merkmale nach Dimitroff
    Terroristische Diktatur: Faschismus nutzt Gewalt, Folter und politische Repression gegen Arbeiter, Bauern und oppositionelle Intellektuelle
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    .
    Chauvinismus und Imperialismus: Er propagiert aggressiven Nationalismus, kultiviert Hass gegen andere Völker und dient imperialistischen Zielen
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    .
    Instrument des Finanzkapitals: Die herrschende Bourgeoisie setzt Faschismus ein, um Krisen des Kapitalismus zu bewältigen, Märkte zu sichern und revolutionäre Bewegungen zu unterdrücken
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    .
    Antirevolutionäre Funktion: Faschismus zielt darauf ab, die Kräfte der Arbeiterbewegung zu zerschlagen und die politische Macht der Kapitalisten zu stabilisieren
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    +1
    .
    Historischer Kontext
    Die Definition entstand im Jahr 1933 auf dem VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale, als Dimitroff den Faschismus in Deutschland analysierte. Sie wurde populär, obwohl Dimitroff selbst die Formulierung nicht ursprünglich verfasste, sondern sie im Rahmen der Komintern-Arbeit zitierte und verbreitete
    nrw-archiv.vvn-bda.de
    nrw-archiv.vvn-bda.de
    . Besonders der Hitlerfaschismus wurde als Stoßtrupp der internationalen Konterrevolution und als Hauptinitiator imperialistischer Kriege beschrieben
    Marxists Internet Archive
    Marxists Internet Archive
    .

    Bedeutung der Dimitroff-Definition
    Die Dimitroff-Definition wird in der antifaschistischen Bewegung häufig zitiert, da sie die ökonomischen und politischen Wurzeln des Faschismus betont und Faschismus nicht nur als Ideologie, sondern als praktisches Herrschaftsinstrument des Kapitals versteht
    antifa-info.net
    antifa-info.net
    . Sie unterscheidet sich damit von anderen Faschismustheorien, die Faschismus eher als kulturelles oder psychologisches Phänomen analysieren
    Wikipedia
    Wikipedia
    .
    Insgesamt liefert die Dimitroff-Definition eine klassenanalytische Perspektive, die Faschismus als Instrument der Unterdrückung und imperialistischen Expansion begreift, was für die Praxis antifaschistischer Politik und historische Analysen zentral ist

    1. @ Grottenolm

      Selbst nach der Logik Dimitroff ist die folgende Aussage logisch und wahr:

      Ohne den kommunistischen Versuch einer grundlegenden Umwälzung und Systemänderung auch kein „faschistischer“ Korporatismus der bisherigen Machthaber zur Abwehr desselben.

      1. „Ohne den kommunistischen Versuch einer grundlegenden Umwälzung und Systemänderung auch kein „faschistischer“ Korporatismus der bisherigen Machthaber zur Abwehr desselben“

        Oder

        Ohne aufgezwungene Abwehrmaßnahmen gegen andauernde imperialistisch-faschistische Interventionsversuche, auch „kein „faschistischer“ Korporatismus der neuen Machthaber“

      2. Versteh ich das richtig, die Machtunterworfenen sollen die Tyrannei, alltäglichen Raub und Mord erdulden, so wie es den Herren gefällt und sind selber Schuld wenn sie dann doch gegen diese Tyrannei aufbegehren, da sie damit die Herren zwingen noch bestialischer zu reagieren? Akzeptier die Rute, sonst gibt’s die Peitsche.

        Interessehalber zwischendurch nachgefragt. Wie haben die Machtunterworfenen die Herren zum „Großen Neustart“ gezwungen? Also zur offen faschistischen Renaissance? Dann sind also die Machtunterworfenen vermutlich auch schuld wenn die Chose an ihren eigenen Widersprüchen zerbirst.

        Zumindest dies ist damit geklärt. Wenn euereiner von Logik schwatzt trifft das Gegenteil zu.

        1. @ Gracchus Babeuf und @Phineas

          Der gracchische Babeuf irrt:

          MEIN Aussagesatz …

          „Ohne den kommunistischen Versuch einer grundlegenden Umwälzung und Systemänderung auch kein „faschistischer“ Korporatismus der bisherigen Machthaber zur Abwehr desselben.“

          … ist für sich allein genommen vollkommen logisch, richtig und nahezu unwiderlegbar. In dieser Feststellung gibt es keinerlei Wertung. Das ist entscheidend. Ich werte nicht, ich stelle nur fest.

          Die EINZIG mögliche Erwiderung wäre, das der kommunistischen Versuch einer grundlegenden Umwälzung und Systemänderung eine gewisse historische Notwendigkeit hatte. Doch auch das wäre bestenfalls eine gewisse Relativierung, aber keine Widerlegung.

          IHRE Gedanken hierzu sind natürlich zulässig, aber sie beruhen auf einer von Ihnen im Vorfeld vorgenommenen emotional begründeten Wertung und Schwerpunktsetzung – nämlich der moralischen Berechtigung des Versuchs der kommunistischen Systemänderung. Möglicherweise können Sie das aber nicht verstehen, weil Sie diese eigene Wertung und Schwerpunktsetzung für moralisch geboten und alternativlos halten. Nun – ob sie moralisch geboten ist, darum geht es hier überhaupt nicht!

          Allerdings könnte man auch auf die Behauptung einer angeblichen Gebotenheit des Aufstandes erwidern, dass die Ungleichheit der Menschen und die Existenz von Hierarchien normal seien und sozusagen zur Weltordnung dazugehören. Immerhin hat ein großer Teil der Menschheit auf diese Weise auch schon 5000 Jahre vor Marx gelebt. Insofern steht auch das Argument, dass der kommunistische Aufstand alternativlos gewesen sei, nicht auf sehr stabilen Füßen. Immerhin haben über Jahrtausende hinweg die Menschen mit dieser Ungleichheit auch irgendwie leben können. Sie werden sagen: schlecht leben können … haben gelitten usw. usf.
          Ja, stimmt. Ein gutes oder gar luxuriöses Leben war es nur für wenige. Aber irgendwie ging es meistens – nicht immer – doch.

          Übrigens kommt man schwer um die Erkenntnis herum, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Niedergang der überlieferten Religion und dem Aufschwung extremer Systemüberwinder/Revolutionäre gab und gibt. Anders gesagt: Die (marxistische) Vision der Gleichheit und der Systemänderung ersetzt mit ihrer diesseitigen Hoffnungsvision die alte Religion.

          Zurück zum Eigentlichen:
          ENTSCHEIDEND bleibt die nüchterne Feststellung, dass überhaupt erst die kommunistische Revolutionsdrohung den ohnehin immer gegebenen gemäßigten Korporatismus der Eliten so sehr herausgefordert hat, dass er im 20. Jahrhundert ins offen Diktatorische und Tyrannische kippte. Dass er also in jene Verhältnisse umschlug, die von Kommunisten und verkappten Neokommunisten als „faschistisch“ bezeichnet werden und die man als unbefangener und neutraler Historiker schlichtweg als Diktatur oder Tyrannis bezeichnen sollte.

          Nun werden Sie und Ihre Genossen – etwa @Phineas – natürlich betonen, dass die kommunistische Herausforderung der alten Eliten richtig und alternativlos war. Im Rahmen Ihrer Wertungen und Ihrer Logik ist das eine nachvollziehbare Aussage.
          Und ja, bezogen auf die historische Notwendigkeit historischer Prozesse und mit dem Blickwinkel von einer Metaebene ist auch Ihre Feststellung, dass der Aufstand der Unterschichten gegen die alten Eliten alternativlos war, womöglich sogar richtig. Aufstand und Revolutionsdrohung kamen im frühen 20. Jahrhundert durchaus nicht ganz überraschend. Sie sehen, ich widerspreche Ihnen gar nicht.

          Der Unterschied ist, dass Sie Partei sind und ich von einer Metaebene aus betrachte!

          Allerdings darf man sich dann als Revolutionär natürlich nicht wundern und rumjammern, wenn die angegriffene Seite ebenfalls zu rabiaten Maßnahmen greift.
          Auch zu dieser Feststellung kann man nüchtern und vollkommen wertfrei gelangen, indem man den gesunden Menschenverstand bemüht. Und wer widerspricht, der ist eben befangen.
          Alles klar!

          1. Hallo Herr Wirth,

            Der Unterschied ist, dass Sie Partei sind und ich von einer Metaebene aus betrachte!

            Sind Sie sich da ganz sicher? Diesen Eindruck habe ich aber beim Lesen Ihres Kommentars nicht.

            „Ohne den kommunistischen Versuch einer grundlegenden Umwälzung und Systemänderung auch kein „faschistischer“ Korporatismus der bisherigen Machthaber zur Abwehr desselben.“

            Ja, das kann man meinetwegen so sehen. So wie Sie es aber in Ihren Text einbauen, erscheint es so als solle es den Eindruck erwecken, dass kommunistische Erhebungen Schuld daran wären, dass sich der Faschismus entwickelt hat. Oder zumindest hätten sie eine bedeutende Mitschuld.
            Nach dem Motto: „Hättet ihr nicht eure blöden zerstörerischen Revolutionen gemacht, wäre uns der Faschismus erspart geblieben.“
            Aber nur weil das Eine in der Folge des Anderen ist, kann man es noch lange nicht als dessen Ursache betrachten, das greift viel zu kurz.

            Allerdings könnte man auch auf die Behauptung einer angeblichen Gebotenheit des Aufstandes erwidern, dass die Ungleichheit der Menschen und die Existenz von Hierarchien normal seien und sozusagen zur Weltordnung dazugehören. Immerhin hat ein großer Teil der Menschheit auf diese Weise auch schon 5000 Jahre vor Marx gelebt. Insofern steht auch das Argument, dass der kommunistische Aufstand alternativlos gewesen sei, nicht auf sehr stabilen Füßen. Immerhin haben über Jahrtausende hinweg die Menschen mit dieser Ungleichheit auch irgendwie leben können. Sie werden sagen: schlecht leben können … haben gelitten usw. usf.
            Ja, stimmt. Ein gutes oder gar luxuriöses Leben war es nur für wenige. Aber irgendwie ging es meistens – nicht immer – doch.

            Da wird mir zu viel über einen Kamm geschoren. Man kann das 19. Jahrhundert nicht mit den 5000 Jahren davor vergleichen.
            Der Kommunismus ist im 19. Jahrhundert erst in Folge der Industialisierung und des aufstrebenden Kapitalismus entstanden und wurde im Wesentlichen von Arbeitern getragen. Diese Arbeiter waren in ihrer damaligen Lebenssituation in den allermeisten Fällen wesentlich schlechter dran als die Bauern früherer Zeiten. Zudem gab es in der Zeit ein enormes Bevölkerungswachstum, was die Masse der im Elend lebenden Arbeiter noch verstärkte.
            Da die herrschende Schicht auf die schlimme Lage der Massen an Arbeitern keine adäquate Antwort hatte und diese Schicht aus einer Reihe von Gründen auch weniger respektiert wurde als in früheren Zeiten…
            Natürlich gab es auch ganz früher viel Elend unter den Bauern. Aber selbst ein im Elend lebender Bauer hat noch seinen Garten (Sie wissen selber wieviel der wert ist) und frische Luft um sich – und musste nicht in rußigen Löchern in irgendwelchen Industrie-Konglomeraten leben. In „Germinal“ von Emile Zola wird das zum Beispiel sehr eindrücklich beschrieben. Die Verhältnisse waren so arg, teilweise so sklavenhaft und unmenschlich, dass eine Reaktion auf diese Verhältnisse quasi unausweichlich war.

            Übrigens kommt man schwer um die Erkenntnis herum, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Niedergang der überlieferten Religion und dem Aufschwung extremer Systemüberwinder/Revolutionäre gab und gibt. Anders gesagt: Die (marxistische) Vision der Gleichheit und der Systemänderung ersetzt mit ihrer diesseitigen Hoffnungsvision die alte Religion.

            Es gab aber noch eine Entwicklung, die im 19. Jahrhundert in der Folge des Niedergangs der überlieferten Religion entstand: Der Nationalismus! Statt an den Glauben und die Kirche fühlte man sich zunehmend an die Nation gebunden. Die Nation wurde zur Ersatzreligion. Zumindest für den einen Teil, der andere fand die „diesseitige Hoffnungsvision“ interessanter. Und das ist lange so geblieben.

            1. @Two Moon

              „… erscheint es so als solle es den Eindruck erwecken, dass kommunistische Erhebungen Schuld daran wären, dass sich der Faschismus entwickelt hat. Oder zumindest hätten sie eine bedeutende Mitschuld.
              Nach dem Motto: „Hättet ihr nicht eure blöden zerstörerischen Revolutionen gemacht, wäre uns der Faschismus erspart geblieben.“

              Antwort:
              Ein eingeschränktes Ja.

              Ich finde es allerdings sehr heikel, im Zusammenhang mit historischen Großprozessen überhaupt das Wort „Schuld“ zu verwenden. Schuld gibt es für mich immer nur auf individueller Ebene und in einer ganz konkreten Situation.
              Wir haben es hier also nicht mit „Schuld“ oder „Mitschuld“ zu tun, sondern nur mit Verursachung, Mitverursachung und Mitwirkung oder im Rahmen von geschichtlichen Kraftfeldern. Diese nicht moralisch aufgeladenen Wörter treffen die Sache besser.

              Wir sind eben bloß Spielbälle inmitten historischer Großprozesse, die vom Menschen überhaupt nicht kontrolliert werden können.

              Ich habe ja ebenso zu verstehen gegeben, dass auch die zerstörerischen Revolutionen und Umsturzversuche eine gewisse historische Notwendigkeit hatten.
              Das ist das ewig Tragische des historischen Prozesses: Die Dramen und Tragödien vollziehen sich eben vollkommen losgelöst vom Wollen und der Einsicht der Menschen. Wir sind Objekte und keine Subjekte.

              Ich glaube, eben das war für die Theaterstücke die Alten Griechen ein ganz entscheidender Punkt: Der Mensch als Spielball übermenschlicher bzw. göttlicher Kräfte. Das ist schon in Homers „Ilias“ zu sehen und ebenfalls in den großen Tragödien des Euripides.

              Für Sie als jemanden, der die Wirksamkeit astrologischer Konstellationen betrachtet, ist das ja eine ganz vertraute Sache: Der Mensch oder auch ganze Länder unter dem Einfluss höherer Kräfte.

              Mir ging es in jenem Einwurf an @Babeuf …

              ( François Noël Babeuf war übrigens in der französischen Revolution ein ganz besonders blutrünstiger Extremist: : https://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_No%C3%ABl_Babeuf )

              … darum, dass ich es albern finde, wenn Linksextreme jammern und rumheulen, weil die vom Umsturz bedrohten alten Eliten nun ihrerseits einen auf gewaltsam machen. Das liegt doch in der Natur der Sache!

              Volle Zustimmung zu Ihren Bemerkungen über die Besonderheit der sozialen Verhältnisse im 19. Jahrhundert:

              „Man kann das 19. Jahrhundert nicht mit den 5000 Jahren davor vergleichen.
              Der Kommunismus ist im 19. Jahrhundert erst in Folge der Industrialisierung und des aufstrebenden Kapitalismus´ entstanden und wurde im Wesentlichen von Arbeitern getragen. Diese Arbeiter waren in ihrer damaligen Lebenssituation in den allermeisten Fällen wesentlich schlechter dran als die Bauern früherer Zeiten. “

              Uneingeschränktes Ja.

              Da von den heutigen Eliten in einer „weisen“ oder sagen wir mal lieber – berechnend eigennützigen – Vorausschau (durch einen gemäßigten Sozialstaat) eine Wiederkehr des Elends des mittleren 19. Jahrhunderts („Pauperismus“) vermieden bzw. verhindert wird, entfällt auch auf absehbare Zeit eine Konstellation, die linksextreme Positionen in die Mitte der Gesellschaft bringen könnte.

              Auch deswegen ist eben jene seit 50 Jahren praktizierte Kulturkampfmethode (der „Frankfurter Schule“ und Gramscis) das von linker Seite gewählte Schlachtfeld.

              „Es gab aber noch eine Entwicklung, die im 19. Jahrhundert in der Folge des Niedergangs der überlieferten Religion entstand: Der Nationalismus! Statt an den Glauben und die Kirche fühlte man sich zunehmend an die Nation gebunden. Die Nation wurde zur Ersatzreligion. Zumindest für den einen Teil, der andere fand die „diesseitige Hoffnungsvision“ interessanter. Und das ist lange so geblieben.“

              Ja!

              Und was lehrt uns all das?
              Es wäre besser gewesen, wenn die überlieferte Religion stabil geblieben wäre!!
              Dass sie das nicht bleiben konnte, ist natürlich auch wieder so ein tragischer und durch größere Kräfte bewirkter Umstand.

              Gruß

              1. @ Wolfgang Wirth:

                Ich finde es allerdings sehr heikel, im Zusammenhang mit historischen Großprozessen überhaupt das Wort „Schuld“ zu verwenden. Schuld gibt es für mich immer nur auf individueller Ebene und in einer ganz konkreten Situation.
                Wir haben es hier also nicht mit „Schuld“ oder „Mitschuld“ zu tun, sondern nur mit Verursachung, Mitverursachung und Mitwirkung oder im Rahmen von geschichtlichen Kraftfeldern. Diese nicht moralisch aufgeladenen Wörter treffen die Sache besser.

                Gut. Das sehe ich ähnlich.

                Ich glaube, eben das war für die Theaterstücke die Alten Griechen ein ganz entscheidender Punkt: Der Mensch als Spielball übermenschlicher bzw. göttlicher Kräfte. Das ist schon in Homers „Ilias“ zu sehen und ebenfalls in den großen Tragödien des Euripides.

                Für Sie als jemanden, der die Wirksamkeit astrologischer Konstellationen betrachtet, ist das ja eine ganz vertraute Sache: Der Mensch oder auch ganze Länder unter dem Einfluss höherer Kräfte.

                Ja, man steht unter dem Einfluss höherer Kräfte. Aber man ist nicht nur Spielball. Einen gewissen Gestaltungsfreiraum gibt es immer. Man kann diese Kräfte ein wenig modifizieren. Das menschliche Bewusstsein hat, wenn ein Mensch sich frei entwickeln kann, kreative Möglichkeiten, die nicht unbedeutend sind.

                Auch in der Astrologie gibt es keine Konstellationen, denen man ansehen kann, dass sie immer schlecht ausgehen. Es gibt sehr problematische und herausfordernde Konstellationen, doch es hängt dennoch vom Individuum ab, ob sie sich am Ende ins Positive, Kreative oder in Negative, Zerstörerische wenden.

                … darum, dass ich es albern finde, wenn Linksextreme jammern und rumheulen, weil die vom Umsturz bedrohten alten Eliten nun ihrerseits einen auf gewaltsam machen. Das liegt doch in der Natur der Sache!

                Ok ja.
                Blos wer hatte denn den größeren Spielraum? Die Arbeiter sicher nicht, da deren Existenz als in Würde leben wollende Menschen massiv bedroht war.
                Die alten Eliten hingegen mussten hinnehmen, dass sie je nachdem einen Teil oder einen Großteil oder alle ihre Previlegien verlieren. Das mag schmerzhaft gewesen sein, aber nicht dermaßen lebenbedrohlich, wie es für die Arbeiter war. Die Eliten hatten die Möglichkeit weiser reagieren zu können.

                Aber ja, auch ich bin kein Fan von Revolutionen, auch nicht von kommunistischen. Sie machen in der Regel noch mehr kaputt, als das sie positive Neuerungen schaffen.
                Und das gilt in gewisser Weise auch für die 68er.

                Die Änderung menschlicher Lebensverhältnisse ist eben keine einfache Sache.
                Doch das Leben verlangt solche Änderungen in gewissen Phasen. Und wenn diese zu lange von Eliten oder Machthabenden, die auf ihren Pfründen und Reichtümern und Herrschaftsrechten sitzen, blockiert werden, kommt es zu Revolutionen.

                Es wäre besser gewesen, wenn die überlieferte Religion stabil geblieben wäre!!
                Dass sie das nicht bleiben konnte, ist natürlich auch wieder so ein tragischer und durch größere Kräfte bewirkter Umstand.

                Nein, das ist nicht tragisch, das ist normal. Die Religion hatte sich überlebt. Sie hätte sich sehr massiv verändern müssen um zu überleben. Aber wer saß denn mehr auf seinen Pfründen als die Kirche?
                Tragisch ist, dass man der spirituellen Religion nun das nur noch materialistische Duo Kapitalismus und Kommunismus entgegensetzte. Dieser reine Materialismus war und ist sehr zerstörerrisch. Obwohl man sagen muss, dass eine Änderung in Richtung mehr Materialismus eben irgendwann auch angesagt war.

          2. Meiner bescheidenen Auffassung nach Unsinn, Beweis durch Behauptung.
            Wenn man mal den Korporatismus runterbricht auf das was er ist: nämlich im Kern Leibeigenschaft der Masse, dann gab es das schon vor organisiertem Kommunismus.
            Lange vorher.

          3. @Wolfgang Wirth

            Die (marxistische) Vision der Gleichheit und der Systemänderung ersetzt mit ihrer diesseitigen Hoffnungsvision die alte Religion.

            Das ist richtig, betrifft aber nicht nur die sozialistische Ideologie, sondern auch die bei uns herrschende liberale. Beide sind ja Kinder der Aufklärung. Der Liberalismus stellt das Individuum in den Vordergrund, der Sozialismus (in Reaktion darauf) das Kollektiv, was im Klassenkampf gipfelt. Die große Masse der im Kapitalismus ihrer menschlichen Möglichkeiten Beraubten machen ihre natürlichen Rechte geltend – im Klassenkampf, wozu natürlich Klassenbewusstsein notwendig ist. Alles Bestreben im herrschenden liberalen Regime ist deshalb, das Entstehen von Klassenbewusstsein zu verhindern, durch Individualisierung und Vereinzelung (Prinzip Teile und Herrsche).

            Als Konservativer sollten Sie wissen, dass die Menschen auch eine natürliche soziale und kollektive Ader haben, die sich im Prozess der Mensch-Werdung entwickelt hat, angefangen von der Familie über Sippe bis zum Volk. Kollektive, wo im Sozialismus die soziale Klasse steht.

            Auch wenn Sie behaupten, Sie ständen auf einer „Meta-Ebene“, so ist das doch nur Ihr konservatives Menschenbild, das zwar neben individualistischen auch kollektivistische Elemente enthält, wie Nation und Religion. Nicht verwechseln sollte man das jedoch mit der Synthese von Liberalismus und Sozialismus. Diese Synthese steht noch aus.

            1. Diese Synthese ist meiner Meinung nach die Basisdemokratie..

              Denn erst wenn wir alle an der Gesetzfindung und an den gesellschaftlichen Entscheidungen beteilligt werden und zwar als Individuen ! Kann man von einer Synthese sprechen in der die maximale persönliche Freiheit in perfekter Form Einklang findet mit den kollektivistischen Notwendigkeiten des sozialen Gesamtsystems..

              Mfg Makrovir

    2. Dimitroff definierte also schon 1933 ,dass
      den führenden deutschen Industriellen wie Heinkel , Junkers und vielen anderen,
      unter einer antifaschistischen Regierung , eine weniger repressive Führung durch die Partei,
      erlaubt wäre , als wie unter Hitler.

    1. Nee, je länger dein potentiell wehrkraftzersetzender Artikel ist nachdem er von der Blockwart-KI zur besonderen Verwendung markiert wurde, muss wohl jemand das Ding auch noch durchlesen um zu schauen was denn da so Pöses drinstand. Wenn der Fehlalarm 5000 Zeichen hat, kanns schon mal ein paar Stunden dauern bis er Haftverschonung bekommt. Zumindest reim ich mir das so zusammen.

  42. Doch noch gekommen, was läuft da schief in der Aktualisierung der Anzeige ? Mal wird es gleich aktualisiert, mal verschindet es um dann wieder aufzutauchen, mal Moderation, mal ohne , Kafka lässt grüßen

    1. @ Grottenolm:

      Sie müssen im Kafkaesken den Mehrwert sehen: Sie dürfen kommentieren und bekommen ein kostenloses Glücksspiel und Geduld-Training dazu, Entschleunigung sozusagen.

      Der Prozess ist sicherlich als funktionale Systemkritik gemeint.

      (Ironie Ende)

  43. Luigi Bel Bonzano, questo il cretino

    Idiotie an den Schalthebeln der Macht, und Gesellschaft schaut einfach zu.

    „The Joker“, „Batman“, Jack Nicholson — https://batman.fandom.com/de/wiki/Joker_(Jack_Nicholson)

    „Hybris und Nemesis“, Rainer Mausfeld ( 2026 )

    „Denn dies eben heißt Verkommenheit: nicht mehr fühlen, wie tief man gesunken ist.“ ( Kurt Tucholsky )

    Ignaz Wrobel, Die Weltbühne, 08.09.1921, Nr. 36, S. 237 /

    Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 3, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 44-50:
    „Das Buch von der deutschen Schande“ [ … ]

    Weitere Hinweise:
    1) Karl Marx, Das Kapital ( 1867 ff. )
    2) Ludwig Erhard, Wohlstand für alle ( 1957 )
    3) Susanne Schmidt, Markt ohne Moral ( 2010 )
    4) Christoph Butterwegge, Die zerrissene Republik ( 2020 )
    5) Jean Ziegler, Ändere die Welt ( 2014 )
    6) Daron Acemoglu et al., Why Nations Fail ( 2012 )
    7) Robert Kagan, Macht und Ohnmacht in der neuen Weltordnung ( 2003 )
    8) Eugen Drewermann, Kapital und Christentum, 3 Bde. ( 2016 ff. )
    9) Werner Rügemer, BlackRock & Co. enteignen! ( 2021 )
    10) Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? ( 2020 ).

  44. DIE LINKE?
    Ist das nicht diese Mauermörderpartei – also die SED – welche nach zwei oder drei Häutungen – wie Schlangen – in einem neuen Gewand erscheint?
    Aber ich denke, eine gifitge und tödliche Mamba bleibt auch nach drei Häutungen eine gifitge und tödliche Mamba.
    Und die Mauermörderpartei bleibt die Mauermörderpartei – und wenn man so hört, was diese Vollidioten an ihren Versammlungen so proklamieren, dauert es auch nicht mehr lange, bis sie wieder das tun, was sie am liebsten tun: morden.
    Dann vielleicht nicht an der Mauer, aber hey, SED bleibt SED, und Mord bleibt Mord.

    1. EINRICO: – bitte beschreiben sie doch einmal ihre Einschätzung der massenhaften Häutung* der ehemaligen NAZIs zu „demokratischen“ Berufspolitiker/-beamten** unter Adenauer nach 1945 die die BRD, bis heute, nachhaltig geprägt haben- danke!
      *) „häuten“ sich auch „Realpolitiker“ wie zB. die der GRÜNEN?
      **) oder hatten die nur ein quasi religiöses „Erweckungserlebnis“

      1. @Edelbert Hackenberg
        Thema ist hier DIE LINKE.
        Schreiben Sie doch selbst enen Artikel zu Ihrem Lieblingsthema – ich kommentiere dann gerne.

  45. Was soll die aktuell falsche Glorifizierung von F.J. Strauß als Gegner der NAZIs?
    Strauß war nachweislich gegen Ende des WK II ein ausgebildeter und aktiver NSFO*, dh. Nationalsozialitischer Führungsoffzier, der die Aufgabe hatte die Soldaten geistig ua. auf Endsieg (über die roten Horden der Untermenschen) zu trimmen. (* = vergleichbar mit dem Politkommisar in der Roten Armee) – zum NSFO hat er sich freiwillig ausbilden lassen, dazu wurde man nicht gezwungen.
    Der Haß auf alles Linke einschl. Bezeichnung seiner Gegner als zB. Schmeißfliegen etc. hatte F.J.S. als NSFO gelernt/ praktiziert und das beeinflusste/steuerte sein Verhalten als Politiker nach 1945.
    Es ist zum kotzen mit der Verbrämung von politischen Kotzbrocken in den Medien.

  46. „Ziehen wir ein prominentes Beispiel heran: Franz-Josef Strauß. Er hat sich zeit seines Lebens mit jenen dunklen Jahren deutscher Geschichte auseinandergesetzt, seine Geschichte nie versteckt.“

    „Den Protestpöbel kümmerte all das herzlich wenig, er hielt sich nicht mit Fakten auf und erteilte der Komplexität der historischen Wahrheiten aus Gründen der Vereinfachung eine Abfuhr. Es ging schließlich und endlich um die richtige Haltung zu Strauß, den man ja durchaus herzlich unsympathisch finden konnte, dessen politische Agenda man auch nicht teilen musste, der aber eines sicher nicht war: ein Faschist oder Nazi“

    Auf Haltung ist gepfiffen.
    Auf Recherche und Redlichkeit aber nicht.
    Sogar Redakteure des staatlichen Fernsehens bekamen das manchmal hin (siehe unten).
    Ist allerdings schon über 2 Jahrzehnte her, und wird sicher so nie wieder passieren. Der Bericht umfasst allerdings nur einige seiner Verstrickungen in den äußerst blutigen und geheimdienstlich gelenkten Rechtsterrorismus in Westeuropa während der 70er und 80er Jahre.
    Schließlich hat Strauss aus seinen allgemeinen Faschismus und Rassismus-Affinitäten nie einen Hehl gemacht, sondern immer offen und gern bekundet.

    https://www.youtube.com/watch?v=1ipGGyo1uTU

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