
Historisch schlechte Wahlergebnisse, eine Partei am Abgrund – und Friedrich Merz erklärt, er habe das nötige Rückgrat zum Weitermachen. An diesem Wahlabend gab es nur einen Rücktritt: den des postdemokratischen Mummenschanzes.
Kurz vor Schließung der Wahllokale am heutigen Abend um 18 Uhr sickerte durch, dass der Bundeskanzler recht bald nach den ersten Hochrechnungen vor die Öffentlichkeit treten würde. Um 18:14 Uhr folgte er dieser Ankündigung. Zunächst kommentierte er die Ergebnisse der heute stattfindenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Schwer seien die Verhältnisse an der Ostsee gewesen – zu dem Zeitpunkt seiner Ansprache stand seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern in den Hochrechnungen bei 5 bzw. 5,5 Prozent, je nach TV-Sender. Lob hingegen hatte er für die Berliner CDU übrig, ihr Kandidat hätte ein ordentliches Ergebnis erzielt – 20 Prozent laut erster Hochrechnung, ein Verlust von mehr als 8 Prozent gegenüber 2023.
Schwer habe es auch seine Bundesregierung gehabt – denn die Wirtschaft, aber im Grunde das komplette gesellschaftliche Leben, stehen vor einem Umbruch. Aber die Reformen müssten weitergehen – wenn sie vielleicht auch erst im Laufe der Zeit wirkten. Konkreter wurde der Mann nicht. Den unversöhnlichen Ton innerhalb der Gesellschaft verurteilte er in einem Nebensatz. Vor den autoritären Stimmen von links und rechts warnte er in altgewohnter Manier. Dann der Abschluss seiner Ansprache, die nur etwa drei Minuten dauerte: Es brauche nun Rückgrat, um durchzuhalten. Er bringe ein solches mit. Als Bundeskanzler.
Er, der Friedrich und der Merz
Friedrich Merz hat sich offenbar in eine Stimmung versetzt, in der er für die Realitäten der Stunde nicht mehr zugänglich ist. Bundeskanzler müssen nicht die beliebtesten Herrschaften im Lande sein, waren sie nie. Aber ein Kanzler, den neun von zehn Bürger ablehnen, der selbst in den eigenen Reihen mehrheitlich abgelehnt wird, dessen Politik immer stärker in eine Sackgasse mündet, der das Land in außenpolitische Eskalationen führt, ihm Milliarden und Milliarden entzieht, um gleichzeitig die Zeche über Einsparungen im Sozialen und im Gesundheitswesen auszugleichen, der ist ja nicht einfach nur unbeliebt – der ist als Regierungschef offenbar an Grenzen gelangt, die er – noch halbwegs bei Trost – nicht überschreiten sollte.
Aber Merz hat sie dann doch überschritten. Seine Rede trotzte von Unterlassungen und Auslassungen, eine typische Merz-Rede, die aus Empfindlichkeiten und aus mehreren zu kräftigen Schucke aus der Pulle bestand. Am Ende hatte er gar die Chuzpe, sich am Abend des schlechtesten Wahlergebnisses, das die CDU seit 1949 in einem Bundesland einfuhr – kurz vor der Fünf-Prozent-Hürde, vielleicht ja auch drunter, was die Auszählung noch so hergibt –, vor die Bürger zu stellen und so zu tun, als gäbe es nur drei Alternative für Deutschland: Ihn, den Friedrich und den Merz.
Rückgrat – dieses Wort verwendete er und brachte es in der Tat mit seiner Person in Zusammenhang. Die Schwierigkeiten, die »angesichts konkreter Bedrohungen« –gerne wiederholte Phrase des Bundeskanzlers auch heute – für Deutschland bestehen, kann offenbar in dieser Republik nur einer so angehen, dass sie Hand und Fuß haben. Sicher, der Mann hat eine Agenda und dafür kein Taktgefühl, aber gibt es nicht diesen einen lichten Moment, wo auch die Borniertesten zu der Erkenntnis kommen, dass sie es vielleicht gut sein lassen sollten? Merz jedoch will nicht einfach nur weiterhin Bundeskanzler und Parteivorsitzender bleiben, er will seinen Kurs quasi sogar verschärfen – das war als Ansage auf die Sozialdemokraten gedacht, die am heutigen Abend einen Aufwind verspüren dürften. Nächste Kanzlerkandidatin: Manuela Schwesig, eine zum Erfolgsmodell hochgeschriebene Allerweltsfunktionärin, die in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 35 Prozent eingefahren haben wird – das ist ein Wert, in den die SPD Baden-Württembergs fast siebenmal hineinpassen würde.
Adieu, postdemokratisches Schauspiel!
Wahlsieger – wenn man so sagen kann angesichts Weimarer Zahlenarithmetik – in Berlin: Die Linken. Also die Leute, die es mit der Gerechtigkeit in der Hauptstadt anpacken werden: Am besten mit der Umbenennung all der Straßen, die nach einem berühmten toxischen Mann heißen – klassische Linke sind darunter kaum zu finden. Die Wohlstandssphäre spielt Politik. Für Rot-Rot-Grün könnte es reichen. Die Fronthauptstadt wird also weiterhin die Stellung halten. Das BSW steht indes in beiden Ländern an der Schwelle, die Briefwahlen werden es so richten, wie es gerade opportun ist, behaupten böse Zungen immer wieder, wenn das BSW im Laufe der Auszählung so unschlüssig zwischen Drinnen und Draußen mäandert.
Weiter so! Friedrich Merz macht weiter. Diesmal mit Zuversicht – er monierte in seinen drei Minuten übrigens auch, dass man hierzulande so viel schlechtrede. Dieser dumme Idiot von einem Bürger, der sich nicht freut, dass er nur sechs Monate auf einen Facharzttermin warten muss, der stattdessen drängelt und schneller vorstellig werden will und dann auch noch jammert: Es reicht, der Mann mit Rückgrat packt weiter an, auch damit diese Schwarzmalerei aufhört. Das ist sicherlich genau der Humor all derer, die Friedrich Merz satthaben – und das ist eine absolute Absolutmehrheit. Aber es bedeutet rein gar nichts. Das nicht – die schlechten Wahlergebnisse nicht. Gar nichts. Es ist vollkommen wumpe, total wurscht. Und damit ist uns klar, wer heute wirklich endgültig abgetreten ist: die Postdemokratie. Sie ist vorbei, les jeux sont faits. Nichts geht mehr.
Andere sagen Fassadendemokratie dazu. Die Idee dahinter: Es gibt einen demokratischen Apparat, der als Überbau rein rituell weiterbetrieben wird, während Entscheidungen andernorts getroffen werden – so weit so bekannt. Es war ja nie anders, in Hinterzimmern macht man von jeher Politik. Die Postdemokratie verhieß aber ein Theaterstück, das aufgezogen wird, um Teilhabe zu simulieren. Das Ritual erforderte auch, Abbitte leisten zu müssen, wenn der Ritus – also die Wahl – auf Abwege geriet. Wer den Ritus zu stark schädigte, wurde Anschlussverwendungen zugeführt. Dann trat einer zurück, um dem Rituellen die Ehre zu erweisen, die Fassade aufrechtzuerhalten. Heute ist wohl jedem klar, dass auch diese Fassade nicht mehr gestrichen wird. Sie bröckelt ja schon sehr lange. Am heutigen Tage ist sie in Teilen heruntergekommen. Dem Bürger noch irgendwas vormachen? Irgendwas, vielleicht auch nur einen kleinen Ausschnitt aus dem neuen Stück? Keine Chance, diese Zeiten sind vorbei – es ist möglich, dass der Totengräber der Union weitermacht, gegen alle Widerstände, gegen alle Vernunft, gegen die postdemokratische Scheinordnung. Rückgrat also? An diesem Abend spielt es tatsächlich eine Rolle: Denn Merz hat das morsche Rückgrat der ohnehin schon vertrockneten Postdemokratie durchbrochen. Durch die Brandmauer hatte er es nicht geschafft.
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Hoffentlich hängt sein Rückgrat nicht durch und schleift über den Boden, wenn sie¹ ihn aus dem Kanzleramt tragen.
¹Mindestens vier wirklich starke Männer, keine abgewrackten Kirmesboxer mit FDP-Parteibuch. Vielleicht findet sich zur Abrundung in den Reihen der Jungen Union ein Kleinwüchsiger, der auf der Blechtrommel den Takt zum Kanzler-Abtransport-Marsch schlägt
Sie werden ihn schon raustragen muessen, er wird nicht freiwillig gehen sondern weiterhin da sitzen, sich an seinem Bundeskanzlertisch festhalten und sagen: Ich gehe nicht
Der Friedrich, der Friedrich…
Kleinigkeiten. Die CDU bewegt sich also auf die 4% zu. Da kommt Freude auf. Aber das stört keinen grossen Reichskanzler. Es geht weiter in Richtung Krieg und Sozialabbau. Sind doch autoritäre Säcke, die dagegen sind.
Wegen solchen Kleinigkeiten tritt man nicht zurück. Da beweist man Rückgrad. Was anderes würden die Auftraggeber sicher nicht akzeptieren.
Morsches Rückgrat? Unfähigkeit? Nein, nichts davon. Nur kann er nicht die Wahrheit über seine Aufgabe aussprechen.
Die Ministerpräsidentin Schwesig sieht sich, ja auch als Gewinnerin der aktuellen Landtagswahl. „Was mich nicht wählt, macht mich nur stärker“ (aus Wille zur Macht) und nicht etwa was die Wahlberechtigten wirklich wollen.
Der Fritze wird so lange an seinem Posten kleben, bis ihm Larry Fink sagt, das es Zeit ist zu gehen.
Und das fehlende Rückgrat war bisher die Grundvoraussetzung für einen deutschen Politiker, der „nach oben“ wollte. Ansonsten das übliche hohle Geschwätz, wenn sie eine Klatsche vom Wahlvieh bekommen haben…
In seiner rückratlosen Rede hat er bereits weitere Belastungen für die Bevölkerung angedroht.
Wer mich nicht wählt der wird bestraft???
SPD Krach der als Kandidat extra aus Hannover angereist war hat eine krachende Niederlage erlitten.
Die SPD will die Bevölkerung nun mit Glasperlen beglücken anstatt ihre gegen den Willen der Bevölkerung gerichtete Politik zu ändern.
Moin,
ein bisschen verwunderlich finde ich es schon, dass alle auf dem armen Fritz herumhacken…..,
wohlweislich außer acht lassend, dass es vor allem der Jens war und ist, welcher der CDU den größten Schaden zufügt.
Allerdings darf man sich da dann durchaus auch fragen, inwiefern eine „Volkspartei“ so wenig passables Personal vorweisen kann, dass sie sich gezwungen sieht, komplett verbrannte „Kader“, dann doch wieder in die erste Reihe zu schieben……? (Gruß auch an den Maut-Looser!)
Ist es tatsächlich „nur“ Dummheit…….., oder muss die Partei noch alten Versprechungen nachkommen?
Der Jens lauert schon und wird sehr wahrscheinlich der nächste Kanzlerkandidat der CDU.
Bis zur nächsten Wahl hat der Wähler alles vergessen und die MSM werden ihn auch nicht daran erinnern.
Moin,
das sehe ich entschieden anders.
Die Jugendlichen, die 2020 mit 12 Jahren aus der Schule und dem Sportverein verbannt wurden, wegen nichts und wieder nichts, die sind jetzt Erstwähler. Bei jungen Menschen funktioniert die Erinnerung noch besser, die hohe Wahlbeteiligung kommt nicht von ungefähr, und dass diese jungen Erwachsenen in der Mehrheit CDU oder SPD wählen, darauf können die lange warten.
Wenn die CDU den Spahn als Kanzlerkandidaten aufstellen, ist der AFD-Sieg so sicher wie das Amen in der Kirche.
Merz: Ich regiere weiter, auch wenn alles in Scherben fällt. …
Das muss er von seinem Großvater haben.
Was ist da los beim ZDF? Grüne vor AfD? Wem wollen die denn das noch erzählen…
https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2026/09/20/eil-landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-afd-klar-vorn-berlinwahl-sieg-der-kommunisten/
Linkspartei gewinnt, die Blauen schreiben „Sieg der Kommunisten“.
Und Hitler war sowieso Kommie.
Die sind genauso gaga wie ihre grünen Mitinsassen.
Selbstredend ist der Friederich der falsche Mann am falschen Ort. In Kombination mit der Weiter-so-bis-in-den-Abgrund-Partei SPD verheerend.
Nichtsdestotrotz summieren sich die Wahlberechtigten in MVP und SA auf gerade mal 3 Mio., fallen mithin unter die 5% Hürde bundesweit. Rauschen im Osten. Mehr nicht.
So ähnlich argumentiere ich, besonders nach den hysterischen Reaktionen nach der Wahl in Sachsen- Anhalt auch und der Totalausfall der CDU in Mecklenburg ist zwar lustig, aber auf das Bundesgebiet bezogen bedeutungslos. Trotzdem würde ich es nicht als „Rauschen“ abtun, weil es einen Trend belegt, der sich überall abzeichnet. Weiter westlich sicher sehr viel langsamer.
Ob das in der Politik der Republik Folgen haben wird, vermag ich heut nicht zu beurteilen. Ich vermute aber, dass die politische Klasse, die eine materielle Existenz in Parteien, Administrationen, Staatsmedien, Stiftungen und Parlamenten hat, zunehmend Handlungsbedarf sieht. Ich kenne natürlich keinen einzigen CDU- Kandidaten persönlich, habe aber das Gefühl, dass die nur schwer hinnehmen können, dass die vielen Jahre Kampf um einen einstmals sicheren Listenplatz vergebens waren und nun wieder die Mühen eines normalen Arbeitsalltages drohen könnten.
@1211
Sicherer Arbeitsplatz….
Es tut mir leid aber die tun mir nicht leid. Die fallen trotz allem weich, auf jeden Fall weicher als unsereiner. Laut Hrn. Kühnert für eine Legislaturperiode 800 € Rentenanspruch. Die Mädels und Jungs mit “ Moos auf dem Buckel“, fallen nicht so tief, oder ? Auch ich hatte einen guten Job, für 45 Jahre gerade mal das Doppelte. 😉
Schon richtig interessant wie die Wahlen in MP und Berlin das politische Deutschland durcheinander bringen. Auch wenn mir nicht jede Entwicklung gefällt, schön und spannend zu sehen das die Wähler die Entscheidung in der Hand haben.
Wann wird so ein spannender Artikel über die Dumawahl veröffentlicht? Das war doch auch wieder ein Kopf an Kopf Rennen zwischen der Partei des Zaren und ähhhh, ja, also und den andern die auch irgendwie für das aktuelle Feudalsystem durchs Feuer gehen.
Naja, wichtig ist das die parlamentarische Opposition gegen die Regierung die Rechtstaatlichkeit durchsetzt.
Mission erfüllt. 👍
„Wann wird so ein spannender Artikel über die Dumawahl veröffentlicht?“
Gemach, gemach!
Unser Mann vom Anti-Spiegel ist wieder live vor Ort.
https://anti-spiegel.ru/2026/ich-bin-wieder-als-wahlbeobachter-unterwegs-2/
Wozu eine Wahl beobachten bei der bereits vor der Wahl die kritische Opposition komplett ausgeschlossen wurde. Wähle zwischen Putin, Putin, Putin und noch ein paar Putins.
Extrem langweilig, selbst wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommen sollte. Der Betrug wurde vor der Wahl bereits vollbracht. 🥱
Ist es denn bei uns wesentlich anders, wenn ich nur zwischen unterschiedlich gefärbtem Kommißbrot wählen kann? Kommißbrot bleibt Kommißbrot. Und die Sahnetörtchen werden eh verteufelt (und bald von der „Speisekarte“ genommen)…
1. keine Ahnung von Russland. Alle Infos stammen von russophoben Medien, oft Boulevard-Medien, die besonders übel hetzen. Wobei der Hinweis auf transparente Wahlboxen auf Kritik von damaligen Wahlbeobachtern zurückgeht und über spezifisch ist. Hier beobachtet ein Russlandgegner sehr genau „feindliche“ Medien, allerdings natürlich keine russischen Medien, weil er kein russisch kann.
2. Sich über einen Politiker oder Partei beschweren, die zu lange im Amt wären, war in CDU-Deutschland immer nur Heuchelei, wo es kein term limit gibt.
3. Der Angriff auf Wahlbeobachter ist auch erbärmlich. Erstens war Baab nie Wahlbeobachter. Zweitens gibt es in USA Staaten wie Texas, die erst gar keine Wahlbeobachter zu lassen. In Deutschland gibt es erst gar keine internationalen Wahlbeobachter. Venezuela wurde auch vorgeworfen, sie seien diktatorisch und die Opposition hatte zum Wahlboykott aufgerufen – immer wenn sie laut Umfragen vor empfindlichen Niederlagen stand. Aber das Problem wurde ja gelöst, so wie auch in Syrien. In der Ukraine wären auch Wahlen überfällig. Bei den Wahlen in Israel beschwert sich keiner, dass Israelis nur Kandidaten in die Regierung wählen können, die für den Genozid sind. Kherson wäre wahrscheinlich russisch, weil die Stadt erst kampflos sich ergeben hat, um der Zerstörung zu entgehen. Später flohen wegen der ukrainischen Bombardierung die meisten Bewohner mit den Russen. Die ukrainische Regierung hat also dafür gesorgt, dass Kherson bis heute bombardiert wird, gerade auch weil sie ein Referendum verloren hätten.
Hier sieht man mal wieder wie kaputt solches Denken ist. Ihr seid wie Fußballfans. Es geht nur um den Sieg eures Teams. Wie das erreicht wird, ist euch letztlich egal. Der Rest ist endlose Heuchelei.
„Unser Mann live vor Ort“
Sind die anderen bekannten „internationalen Wahlbeobachter“ diesmal auch dabei? Ich meine: Patrik Baab, Sergey Filbert und die „Wahlbeobachter“, die Fico aus der Slowakei vorbeischickt, um die transparenten Wahlurnen zu überwachen..?
Oliver oder Thomas?
Also ich bin da nicht so gut informiert, wer sich da alles aufgemacht hat, um die freien und demokratischen Wahlen in Russland einschl. Cherson zu bestaunen. Vielleicht mal die anderen hier fragen…
Die eigene Demokratie ist immer interessant. Da kommt ja nichts durcheinander. Nur wird gerade die CDU durch die AfD ersetzt. Von Ludwig Erhard zu Ludwig von Mises oder so. Und auch Patriotismus und Wehrsport wird die AfD besser können. Es bleibt also alles fast wie es ist, nur noch mehr Sozialabbau und mehr Wehrsport. Auch der Krieg gegen Russland wird bleiben, keine Sorge. Man darf auch weiterhin alles sagen, wenn es gegen Putin geht.
Hm, so wie du das sagst klingt das ja nicht gerade nach besonders viel Hoffnung was Putins Sturz angeht. Wohl eher stürzt euere Regierung wie es aussieht. Schon wieder… Mensch, ihr müsst sado-maso sein. Aber macht nur weiter so. Immer schön weiter rüsten und immer schön den Gürtel enger ziehen. Super macht ihr das! Denn ihr wisst ja, sonst kommt der Russ!
Du redest dir wie viele Russen, die Welt doch etwas zu schön.
Der Krapivnik „prognostiziert“ z.B. Hungernöte in Deutschland. Da er nicht in Deutschland ist, sieht er nicht, was für ein gigantisches Überangebot an Nahrungsmitteln es gibt. Ich bin gestern an unzähligen Obstbäumen vorbei gefahren, die keiner aberntet. Gleiches gilt für die gesamte Wirtschaft.
Gleiches gilt auch für die AfD. Die ist einfach neoliberaler und noch brutaler als die CDU im Durchgreifen. Der Pro-NATO-Flügel dominiert. Die AfD wird also eher noch Schranken wegräumen, die vielleicht CDUler noch hätten stehen lassen auf dem Weg zum Krieg.
@greta
„Der Krapivnik „prognostiziert“ z.B. Hungernöte in Deutschland. Da er nicht in Deutschland ist, sieht er nicht, was für ein gigantisches Überangebot an Nahrungsmitteln es gibt. “
Die Prognose wird am Ende des Jahres, spätestens jedoch 2027, real werden. Da West-Asien als größter Düngerproduzent ausfällt.
Der weitere Düngerlieferant Russland fällt auf Grund der irrsinnigen Sanktionen aus.
Das wird zu Ernteausfällen von 40 bis 50 % führen. Rasantseigende Energiepreise für Öl und Gas werden zu weiteren rasanten Preissteigerungen führen.
Vermutlich wird es zwar noch Lebensmittel geben aber die Preise werden nur noch die Gutbetuchten zahlen können und der Rest de Bevölkerung, der jetzt schon den Riemen enger schnallen muss wird ihn 2027 so eng schallen müssen das ihm die Luft weg bleibt.
Für diese Entwicklung ist der verantwortungslose Kanzler mit siener Kriegsrethorik verantwortlich!
Ich wollte einfach nur klar machen wie perfide das System der konventionellen (kapitalistischen) Landwirtschaft sowieso ist. Fahr einfach mal aufs Land, um zu sehen, wie viel Ackerfläche für Energiemais genutzt wird. In vielen Regionen Deutschlands gibt es riesige Maisfelder soweit das Auge reicht. Außerdem sah ich dieses Jahr einige mehr Weizenfelder dazwischen, ohne das aber in offiziellen Bilanzen nachweisen zu können, also zwischen den vielen Maisfeldern (Maiswüsten ohne Biodiversität). Weizen zu pflanzen lohnt sich normalerweise nicht, gibt weniger Profit als Energiemais. Andere Ackerkulturen bringen sogar noch weniger Profit. Es sei denn der Weizenpreis steigt. Es werden unglaublich viele Lebensmittel weggeworfen, viel für Energieproduktion verwendet. Wir sprechen nicht einmal von biologischem Anbau mit oft organischem Dünger im Gegensatz zu importiertem Mineraldünger oder synthetisch hergestelltem Dünger. Auch da gäbe es ein großes Potenzial. Dazu kann Deutschland aus dem Ausland Nahrungsmittel importieren, haben deutsche Agrarkonzerne dort noch viel Land gekauft (land grabbing). Man stelle sich vor! Am Ende müssten sie bei der GAP (gemeinsame Agrarpolitik, alle 7 Jahre) doch mehr ökologische Landwirtschaft mit einbringen. Oder die großen Landwirtschaftslobbyverbände könnten nicht mehr so einfach Referenden für mehr ökologische Landwirtschaft oder Artenschutz zerstören. Klar, erst wird es schlimmer. Alle Schranken weg. Aber das passiert eh gerade schon. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.
Die Hungersnöte wird es in Ländern und Regionen geben, wo sie noch viel Subsistenzwirtschaft haben oder sowieso schon Krieg und Vertreibung wüten. Wenn es bei Spritpreisen schon Subventionen gibt, dann gäbe es erst Recht bei Nahrung noch mehr Subventionen.
Das ist ein gängiger Fehler der Pessimisten (ich bin kein Optimist) die Allokationskraft von großen Volkswirtschaften zu unterschätzen, also wie gut sie sich anpassen können oder andererseits wie langsam sich eine Volkswirtschaft negativ verändert, trotz schlechter Politik.
Ich wage mich absolut nicht zu prognostizieren, ob es wirklich so drastisch wird wie das so viele Pessimisten orakeln aus oft entgegen gesetzten politischen Lagern. Wir schauen jetzt erst einmal was die beschlossenen Tankrabatte bringen. Dann bunkere ich vielleicht mal Sprit für den Worst case. Nicht weil ich das bräuchte, die paar Euro, es geht mehr um das Gefühl etwas Pfuffer zu haben, falls wirklich was Schlimmes passiert. Man darf übrigens nicht viel Sprit bunkern aus Sicherheitsgründen. Dann schauen wir weiter. Ich habe noch eine Anekdote: Gestern auf der Autobahn war es wie immer: Sonntags fährt kaum einer unter 120 km/h und ab ca. 11.00 Uhr gab es den üblichen Stau wie seit Jahren. Offensichtlich stört all die Fahrer der hohe Spritpreis überhaupt nicht. Ich sinnierte bei der Beobachtung wie viel davon Suchtverhalten oder Mitläufereffekt ist? Besitzern von Geschäftswagen ist der Spritpreis auch ziemlich egal usw.
Hohe Öl- und Gaspreise beschleunigen auch die Umstellung auf z.B. E-Autos und Wärmepumpen und auf noch mehr EE. Die Öl- und Gas-Exporteure profitieren auch da nur für einen kurzen bis mittelfristigen Zeitraum. Ich habe jedenfalls die Schnauze so was von voll davon abhängig zu sein, was die USA oder Russland an Stellvertreterkriegen produzieren. Die meisten Kriege der Welt sind Rohstoffkriege. Eine moderne (imperiale) Armee funktioniert schlicht nicht ohne Öl.
Und jetzt ist die CDU in Mecklenburg-Vorpommern nach jüngsten Hochrechnungen unter die 5%-Hürde gerutscht. Damit würde sie erstmals bei einer Landtagswahl rausfliegen.
Vielleicht sollte ja Merz in der Ukraine kandidieren. Ich meine, falls es dort mal Wahlen geben sollte. 🤡
CDU unter 5% – Hürde gerutscht
Die CDU ist laut Hochrechnung von infratest dimap (21:47 Uhr) bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,9 Prozent unter die Fünf-Prozent-Hürde gerutscht. Damit wäre sie nach jetzigem Stand nicht mehr im Landtag vertreten.
Kein Wanken, kein Zweifel.
Christdemokraten sind für Höheres geschaffen.
Kreuzzüge sind nur bewaffnete Pilgerfahrten.
Direkte Demokratie –
Für eine Abwahl von Parlamentären per Volksentscheid !
„Lob hingegen hatte er für die Berliner CDU übrig, ihr Kandidat hätte ein ordentliches Ergebnis erzielt – 20 Prozent laut erster Hochrechnung, ein Verlust von mehr als 8 Prozent gegenüber 2023.“
Für die Berliner CDU wäre das im neuen Jahrtausend in der Tat ein ordentliches Ergebnis, praktisch am Durchschnittswert gelegen:
2001 = 23,8; 2006 = 21,3; 2011 = 23,3; 2016 = 17,6; 2021 = 18,0; 2023 = 28,2
Die Wiederholungswahl war einfach ein Ausreißer.
„Für Rot-Rot-Grün könnte es reichen.“
Wann hat es für die in Berlin denn genau NICHT gereicht?
Stimmen der sog. „Mitte-Links“-Parteien (SPD, Grüne, PDS / LINKE):
1990 = 48,9; 1995 = 51,4; 1999 = 50,0; 2001 = 61,4; 2006 = 57,3; 2011 = 57,6; 2016 = 52,4; 2021 = 54,4; 2023 = 49,0; 2026 = 52,2 / 56,9 (Hochrechnung, inklusive / exklusive BSW)
Sie hatten in jedem Senat seit der Wende die Mehrheit der Sitze. In JEDEM.
„Dem Bürger noch irgendwas vormachen?“
Das scheint in der Tat das Stichwort der Leitartikler zu sein! Denn warum beschäftigt man sich eigentlich nicht mal mit etwas WIRKLICH Interessantem? „Der Bürger“ wählt nämlich erstaunlich gleich!
These: Über den Verlauf der Jahrzehnte hinweg betrachtet, zeigt sich eine bemerkenswerte Persistenz der sog. „politischen Lager“ (Grundorientierung), bei gleichzeitig erheblichem Wandel der Parteien, die diese Lager repräsentieren. Das macht die Wahlgeschichte eher zu einer Geschichte wechselnder politischer Angebote bei gleichzeitig erstaunlich stabiler politischer Nachfrage nach bestimmten Produkten (ohne deren Einlösung).
Gebt euch mal die Ergebnisse der Parteien in MV seit 1990:
https://wahlen-in-deutschland.de/blMVP.htm
Wilde Wechsel, oder? Aber ordnen wir das nun gemäß der „politischen Lager“ an. Die Zuordnung SPD/Grüne/Linkspartei vs. CDU/FDP/AfD entspricht dabei der gängigen Betrachtung des deutschen Parteiensystems in Wissenschaft und Medien. Für das „linke“ Lager kann 2026 noch das BSW neu hinzugenommen werden.
„Mitte-Links“:
1990 = 52,0; 1994 = 55,9; 1998 = 61,4; 2002 = 59,6; 2006 = 50,4; 2011 = 62,7; 2016 = 48,6; 2021 = 55,8; 2026 = 52,5
„Mitte-Rechts“:
1990 = 44,0; 1994 = 41,6; 1998 = 32,9; 2002 = 36,8; 2006 = 45,7; 2011 = 31,8; 2016 = 45,8; 2021 = 36,6; 2026 = 44,1
Die aggregierten Lager-Werte entsprechen fast spiegelbildlich den Werten von 1990!
Die enorme Verschiebung INNERHALB der Lager ist also wesentlich größer als die Verschiebung ZWISCHEN den allgemein definierten „politischen Lagern“. Die persönliche Parteibindung mag schwächer geworden sein – aber das zugrunde liegende politische Kräfteverhältnis wurde davon nicht sonderlich stark berührt. Die CDU zum Beispiel ist von 38,3 % (1990) auf 4,9 % (heute) gefallen, während umgekehrt die AfD heute mit 38,2 % fast ihren damaligen Wert erreicht. Das verändert zwar die BINNENSTRUKTUR des rechten Lagers dramatisch, aber NICHT seine Gesamtgröße.
Innerhalb der viel zitierten Fluktuation gibt es offenbar gewisse langfristige politische Räume, in denen sich Parteien immer wieder etablieren können – und neue parteipolitische Angebote docken bloß an bereits vorhandenes, bislang unterversorgtes oder anders kanalisiertes Potential an. Offensichtlich erschaffen sie nicht ausschließlich neues Wählerpotential – sie ordnen sich relativ schnell auf dem jeweiligen Flügel ein. Die Parteienlandschaft mag somit instabil geworden sein – die aggregierten Lager sind über die Jahrzehnte quasi gleichgeblieben. Oder anders formuliert: Es gibt Eintopf in verschiedenen Geschmacksrichtungen – aber es bleibt eben Eintopf.
Die Folgefrage lautet nun aber, ob dieses Lagermodell überhaupt etwas taugt. Denn nur weil Medien und „Wissenschaft“ zum Beispiel Grüne und SPD als „linke Parteien“ kodieren, bedeutet das ja nicht, dass sie dieselbe Art von Politik vertreten wie vor 30 oder 40 Jahren. Oder dass sie in Regierungsverantwortung ihr von irgendjemand als „links“ bewertetes Parteiprogramm umsetzten. Oder dass sie überhaupt „links“ (gewesen) sind. Und umgekehrt.
MV ist dafür ein schönes Anschauungsbeispiel: Hier gab es schon viele Jahre Rot-Rot; die von den Regierungen Ringstorff wie Schwesig verantworteten Projekte und Maßnahmen waren häufig aber alles andere als „links“. Vielmehr handelte es sich um neoliberale „Reformen“, die von der SPD in Parteitagsreden oder der PDS / Linkspartei in der Opposition gern scharf bekämpft wurden. Eine Partei kann also programmatisch deutlich „links“ blinken und auch als „links“ gelten – und trotzdem institutionell längst in das politische Establishment integriert sein und alles andere als „linke“ Politik machen. (Schwesig bekommt dafür sogar Zustimmung. Zitat Tagesschau: „Die Arbeit der von ihr geführten rot-roten Landesregierung wird von etwa der Hälfte der Menschen positiv bewertet – was im Vergleich zu anderen Bundesländern ein guter Wert ist.“)
Dergestalt etablierte Parteien nennt man aber „Kartellparteien“. Diese sichern ihre Position vornehmlich über ihre Verankerung im Staat und den Zugang zu staatlichen Ressourcen ab. Parteien, die nicht zu diesem „Kartell“ Zugang haben gelten fachsprachlich als „Herausforderer“. (Eine Partei kann zunächst „Herausforderer“ sein und anschließend schrittweise in den Bereich der etablierten Parteien hineinwachsen beziehungsweise in das Kartell aufgenommen werden.)
Grüne und mehr noch die Linkspartei sind dafür Paradebeispiele. Gerade letztere wird noch immer von vielen als „Protestpartei“ oder „extrem“ kodiert, obwohl das wenig Substanz aufweist. Denn die PDS in MV war schon früh parlamentarisch etabliert und mehrfach an Landesregierungen beteiligt. Demgemäß fraglich ist, ob die Beschreibung für sie adäquat ist. Spätestens seit ihrer Regierungsbeteiligung wird es hier methodisch mehr als schwierig. Die Partei mag vielleicht für die Zeit Anfang der 1990er Jahre als klare „Herausforderer“-Figur taugen. Sie 2026 aber immer noch unter „Alternative“, „Extrem“ oder „Protestpartei“ zu führen, erscheint angesichts ihrer Ausrichtung und langjährigen Partizipation am gouvernementalen Betrieb analytisch kaum noch zu rechtfertigen Sie gehört längst zum normalen Parteienwettbewerb und -betrieb der Republik.
Dennoch, als Alternativschema, teilen wir Parteien in MV statt in „Mitte-Links“ vs. „Mitte-Rechts“ in „Etablierte“ (SPD, CDU, Grüne, FDP) und „Herausforderer“ (PDS-Linkspartei/NPD/AfD/BSW) ein. Nun der Anteil der „Herausforderer“ über die Zeit:
1990 = 15,9
1994 = 22,8
1998 = 25,5
2002 = 17,2
2006 = 24,1
2011 = 24,4
2016 = 37,0
2021 = 27,4
2026a = 43,0 (AfD + BSW)
2026b = 49,5 (inklusive Linkspartei)
Das ist ein qualitativ anderer Befund als bei den Lagern: Die Gesamtverteilung „links vs. rechts“ bleibt stabil, während sich der Anteil der Stimmen, die auf Herausforderer außerhalb des Establishments entfallen, deutlich erhöht hat. MV erlebte somit anstelle einer Verschiebung in eine politische Richtung die Transformation seiner Parteienlandschaft! Das ist viel interessanter als der öde Blick auf den jeweiligen „Wahlsieger“. (Der „andere Teil“ der Bevölkerung scheint die Arbeit der Landesregierungen offenkundig nicht gut zu bewerten.)
Dann nochmals das ABER: Eine Partei kann nicht gleichzeitig immer stärker zur etablierten Regierungs- und Verwaltungspartei werden und unverändert als „Protestpartei“ behandelt werden! Daher ist fraglich, ob man die Linkspartei spätestens ab den 2000ern überhaupt noch als solche führen sollte. Und das scheinen auch viele ihrer (ehemaligen) Wähler so zu sehen: Die Partei, die einst der große (ostdeutsche) Herausforderer war, wurde immer mehr „Mainstream“ – und verlor gleichzeitig einen erheblichen Teil ihres früheren Wählerpotentials. Stattdessen wurden BSW und AfD zu den neuen Sammelbecken des „Herausforderer“-Potentials.
Doch angesichts der realisierten (BSW) wie erstrebten (AfD) Aufnahme in Kartellstrukturen stellt sich bei ihnen dieselbe Frage wie bei der Linkspartei. In MV – wie in Sachsen-Anhalt, wo das „linke“ Lager bei den letzten Wahlen übrigens fast sieben Prozentpunkte zugelegt (!) hat und die „Rechten“ nun keine Zweidrittelmehrheit mehr haben – zeigt sich zum Beispiel das rasche Verglühen des BSW:
Europawahl 2024 in MV: 44,7 (AfD 28,3 + BSW 16,4)
Bundestagswahl 2025: 45,6 (AfD 35 + BSW 10,6)
Landtagswahl 2026: 43 (AfD 38,2 + BSW 4,8)
Der Gesamtanteil des „Herausforderer“-Potentials ist in der Größenordnung zwar erstaunlich ähnlich geblieben. Aber die interne Zusammensetzung dieses Lagers hat sich innert zwei Jahren dramatisch verändert: Aus 63:37 wurde 88:12! Der „Potsdam-Erfurt-Effekt“ scheint beim BSW zum Tragen zu kommen. Denn die Nachfrage nach einem bestimmten politischen Angebot („Veränderung“) ist ja nicht verschwunden – der Wähler hat aber den Anbieter gewechselt, wechseln müssen, weil er hofft, dass der andere seine Nachfrage besser befriedigt als der „Brombeer-Tarif“.
Ob die Leute mit dem Anbieter AfD besser dran sind, sei dahingestellt. Für alle drei „Herausforderer“ ist letzten Endes ein Begriff tauglicher, den ehemaliger Forist benutzte: „Systemopposition“ Man verwendet ihn gemeinhin (und abwertend) bei Dumawahlen. Eine Partei kann aber auch in Deutschland „Systemopposition“ sein, wenn sie die politischen Institutionen und Spielregeln gerade nicht grundsätzlich ablehnt oder zu verändern sucht, jedoch zugleich (noch) außerhalb der etablierten Regierungs- bzw. Kartellkonstellation steht. Das trifft auf BSW wie AfD zu, die ja regelmäßig um Aufnahme ersuchen. Meine Wette: Es braucht bald eine neue „coole“ Alternative, um die Enttäuschten aufzufangen. Weiter im Alphabet wäre nun „C“ an der Reihe… wie wäre es mit der APO-Partei CDU aus MV?
Solchen Spuren nahzugehen, erscheint mir weitaus zielführender als der Blick auf vorgebliche „Gewinner“ und „Verlierer“ an einem Wahlabend.
Sehr interessante Analyse. Einige Thesen halte ich im Detail für diskutabel, aber gut.
Spannend fände ich jetzt die Betrachtung der einzelnen Parteien, mit welchen tagesaktuellen Themen sowie vorgespielten Traditionen und Mitteln sie aus ihrer aktuellen Position auf die Wähler zugehen, um das immer gleiche als neues zu verkaufen und die Wähler entsprechend zu verführen, zwangsläufig zu enttäuschen, aber letztendlich im Sinne des „Staatswohls“ ruhig zu stellen.
»The Show must go on«, aber wie genau machen sie das?
Einer der besten Beiträge zum Thema Wahlen den ich je gelesen habe.
Eigentlich bloss logisch, der Werdegang vom populistischen Herausforderer zum alternativlosen Etablierten ist am Ende die zugrunde liegende Essenz jeder Demokratie. Aber es hilft enorm fürs Verständnis wenn das alles schön mit Zahlen aufgelistet wird.
PS: Für das „C“ plädiere ich für die CSU. Die macht in Bayern ja oft auf Opposition, obwohl sie seit 25 Jahren an jeder Regierung in Berlin beteiligt ist.
Oh hallo Sepp!
Schön, dass du noch nicht ganz verschwunden bist.
Dein langer Beitrag bietet wirklich eine interessante neue Perspektive.
In dem Fall ist dein Beitrag beim Lesen auch keineswegs zu lang geworden.
LG: „Einige Thesen halte ich im Detail für diskutabel, aber gut.“
Und welche willst du jetzt genau diskutieren?
LG II: „Spannend fände ich jetzt die Betrachtung der einzelnen Parteien“
Das ist Datenanalyse. Lass das mal die KI machen, ein alter Mann sollte sich mit so was nicht herumquälen müssen…
PE: „der Werdegang vom populistischen Herausforderer zum alternativlosen Etablierten ist am Ende die zugrunde liegende Essenz jeder Demokratie.“
Findet ihr es nicht auch ziemlich traurig, dass es am Schluss immer im Einheitstrott endet? Die Mehrheitsdemokratie wird stets als große „Verändererin“ angepriesen. Aber was ändert sich denn wirklich, wenn am Ende alles beim Alten bleibt?
Wäre das nicht ein Argument, andere Wege zu beschreiten und neue Organisationsmodelle auszuprobieren?
Zweimond: „Schön, dass du noch nicht ganz verschwunden bist.“
Trotz KI verschwinden immer mehr Beiträge. Die im Frühjahr Ausgekehrten sind nicht wieder gekehrt. Viele Artikel finde ich blass. Viele Debatten drehen sich um Nebensächlichkeiten. Die meisten kreisen um sich selbst. Irgendwann hat man keine Lust mehr.
Für dich interessant in MV: Schwesig ist Zwilling mit Merkur und Mond (konjunkt) in Zwilling. Zudem Mars und Saturn in Krebs und Jupiter in Fische. Das Archetypische einer „Landesmutter“ lässt sich bei ihr gut herausarbeiten. Spannend auch ihr Venus Quadrat Mars…
@ Sepp:
Bei mir werden seltsamerweise fast gar keine Beiträge geblockt, obwohl ich mir gar keine besondere Mühe gebe. Keine Ahung woran das liegt. Letzte Woche aber konnte ich einen wirklich nicht durchbekommen. Ich fand den aber gar nicht so wild. Das Schlimmste darin war vielleicht, dass ich die AFD-Co-Vorsitzende mit einer bestimmten Vogelart verglichen habe.
Die letzten beiden Sätze aus deinem Absatz oben kann ich aber voll unterschreiben, ich verliere auch immer mehr die Lust hier.
Also ohne Geburtszeit (die man von ihr nicht bekommen kann) ist das alles zu viel Spekulation. Man kann daraus blos entnehmen, dass sie ein ziemlich merkurischer Typ ist, im Denken und im Fühlen.
Der Merkur steht immer recht nah an der Sonne, wenn der Mond nun auch nah der Sonne steht, ist eine Konjunktion nicht so unwahrscheinlich. Saturn und Jupiter in den Zeichen macht nie wirklich individuelle Aussagen über die spezielle Person, sondern mehr über die Sub-Generation dieser Person.
Bei Mars ist es schon etwas mehr individuell, aber ohne Geburtszeit….
Interessanter als Schwesig fände ich das Horoskop von Sigmund, aber von dem bekommt man auch keine Geburtszeit.
Er ist Skorpion wie Merz und Mond im Steinbock (= emotionaler Bunker)
@ Sepp Gladiola:
Sie haben die Frage selbst beantwortet, wenngleich sie nicht an mich gerichtet war: »Wäre das nicht ein Argument, andere Wege zu beschreiten und neue Organisationsmodelle auszuprobieren?« Es gibt auch schon genügend Modelle, die erwägenswert wären, doch die Herausforderung ist doch wohl, ein neues Modell wirksam mit dem bestehenden Staatsapparat auszutauschen. Vielleicht wäre es ein Anfang, zu versuchen, den Wählern klar zu machen, dass der Job (explizit nicht „Beruf“) des Politikers eher in der Nähe eines Autoverkäufers als eines Notarztes zu verorten ist. Na ja, beim Autokauf lassen sich die Leute ja leider auch allen möglichen Unfug aufschwatzen. Jedenfalls halte ich es für wichtig, sich des Jobs „Politiker“ als „individuelle Erwerbsgrundlage“ zu entledigen, egal welches Modell denn nun weitergedacht werden sollte.
Im Rahmen von „statistische Sozialpsychologie“ fand ich es beeindruckend, wie mittels sorgfältig konfektionierten Fragen (so 15-20), die vordergründig nichts mit Politik zu tun haben, mit >95% Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, was ein einzelner wählt, Nichtwähler eingeschlossen. Darin dürfte sich dann auch Ihre These »wechselnder politischer Angebote bei gleichzeitig erstaunlich stabiler politischer Nachfrage nach bestimmten Produkten (ohne deren Einlösung)« wiederfinden, was am Ende doch irgendwie dem Zwei-Parteien-Korridor in den USA ähnelt.
Deswegen halte ich es für geboten, sich ganz genau anzuschauen, wie Parteien es anstellen, den Wählerwunsch nach „Veränderung“ bei jeglicher politischen Dispositionen (gäbe es da keinen Bedarf, würden noch viel weniger wählen gehen) derart zu penetrieren, dass die tatsächliche Unveränderlichkeit nicht wahrgenommen wird oder ohne Konsequenzen bleibt. Das benötigt aber fundierte Interpretation und nicht nur „Datenanalyse von KI“. Aber ich möchte bestimmt nicht, dass sich irgendwer damit „quält“, weder ein »alter Mann« noch eine vitale Frau. 😉
Besten Gruß.
@ LG (und unten an Zweimond):
Zitat: „Sie haben die Frage selbst beantwortet“
Biste auch so einer von der Siez-Fraktion? Dachte wir waren weiter
Übrigens: wir bösen alten Männer haben in MV nicht für den Ken gestimmt. Die Jüngeren wählten die AfD. Da weiß man dann auch, in welche Richtung das Land einmal gehen wird!
Zitat: „doch die Herausforderung ist doch wohl, ein neues Modell wirksam mit dem bestehenden Staatsapparat auszutauschen.“
Nein, die Herausforderung ist, dass in dieser Gesellschaft gar nicht die sozialpsychatrischen Voraussetzungen für irgendeine Form von „neuem Modell“ vorhanden sind, sofern „neues Modell“ nicht bloß eine andere Ausprägungsform von Autoritarismus beschreibt. Zur Erinnerung, das ist Deutschland:
„Schulen sollten Disziplin und Gehorsam gegenüber Autoritäten beibringen: Der Forderung, dass Schulen disziplinieren und Gehorsam beibringen sollten, stimmen 40,5 % der Befragten »eher« oder »voll und ganz« zu, weitere 29 % »teils/teils«. Lediglich ein knappes Drittel (31 %) lehnt eine autoritär ausgerichtete Schule ab.“
Zitat: „dass der Job (explizit nicht „Beruf“) des Politikers eher in der Nähe eines Autoverkäufers als eines Notarztes zu verorten ist.“
Was hast du gegen Autoverkäufer? Schlechte Erfahrungen? 😀
Notärzte sind auch keine Ritter in Weiß. Und selbst Ritter in Weiß können gerne mal sadistisch sein. Stichwort: Zahnärzte ohne Grenzen.
Außerdem ist „Politiker“ eine Berufung. Bestimmung und Mission müssen keine positiv aufgeladenen Funktionen sein.
Zitat: „Im Rahmen von „statistische Sozialpsychologie“ fand ich es beeindruckend, wie mittels sorgfältig konfektionierten Fragen (so 15-20), die vordergründig nichts mit Politik zu tun haben, mit >95% Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, was ein einzelner wählt, Nichtwähler eingeschlossen.“
Glaube ich dir. Aber ich will meinen, dass kann der Zweimond anhand deiner Geburtszeit auch. 😀
Zitat: „Zwei-Parteien-Korridor in den USA“
Es gibt in den USA, wie im Rest des Westens, keine zwei Parteien. Es gibt nur eine Partei und die hat ein paar dem Stimmvieh als „unterschiedlich“ verkaufte Flügel.
Zitat: „Das benötigt aber fundierte Interpretation und nicht nur „Datenanalyse von KI“.“
Damit tust du der KI und ihren Fähigkeiten bestimmt Unrecht. Das hat sie auf deine Frage geantwortet:
„1. Personalisierter Wandel statt institutioneller Veränderung
Veränderung wird an Personen, Führungsstile oder einzelne Projekte gebunden: „neue Köpfe“, „neuer Kurs“, „Aufbruch“. Dadurch kann der Eindruck eines politischen Bruchs entstehen, obwohl Entscheidungsstrukturen, Koalitionslogiken und zentrale politische Rahmenbedingungen fortbestehen. Der Wähler bekommt also eine scheinbare Veränderung angeboten, ohne dass notwendigerweise die zugrunde liegenden Entscheidungsmechanismen verändert werden.
2. Konfliktinszenierung innerhalb eines gemeinsamen Korridors
Parteien können sich im Wahlkampf scharf voneinander abgrenzen, während sie bei bestimmten grundlegenden Prämissen einen klaren Konsens teilen. Der politische Wettbewerb findet dann vor allem über Prioritäten, Sprache und Verteilung innerhalb eines bestehenden Korridors statt. Gerade die sichtbare Kontroverse kann dabei den Eindruck größerer Alternativität erzeugen, als die tatsächlich unterschiedlichen Handlungsoptionen vermuten lassen. Für die Analyse müsste man deshalb nicht nur Wahlprogramme vergleichen, sondern auch betrachten, welche Optionen von allen relevanten Akteuren gar nicht erst ernsthaft zur Disposition gestellt werden.
3. Transformation von Systemkritik in verwaltbare Politik
Besonders interessant ist der Moment, in dem ein diffuser oder grundsätzlicher Veränderungswunsch in konkrete politische Forderungen übersetzt wird. Parteien können solche Forderungen aufnehmen, institutionalisieren und in kleinere Reformpakete zerlegen oder sogar völlig uminterpretieren. Das kann echte Veränderungen hervorbringen – zugleich kann dadurch der ursprüngliche Konflikt entschärft oder in eine ganz andere Richtung transformiert werden: Aus der Frage „Muss sich an den grundlegenden Regeln etwas ändern?“ wird die Frage „Welche Stellschraube wollen wir anders einstellen?“. Die entscheidende empirische Prüfung wäre dann, was mit einer Forderung (z.B. Wohnungskonzerne enteignen) geschieht, nachdem sie parteipolitisch vereinnahmt worden ist.“
Na, da kann man doch sicher mit arbeiten?
Ansonsten lasse ich die KI gerade die Bundesländer durchrechnen. Erste Ergebnisse:
„Ausgangspunkt der Recherche ist die These, dass sich politische Lager in den deutschen Ländern über lange Zeiträume hinweg in ihrer Größenordnung als erstaunlich persistent erweisen, während die Parteien, die diese Lager repräsentieren, erheblichen Wandel durchlaufen. Für Bayern zeigt die Aggregation der Landtagswahlergebnisse seit 1946 ein besonders klares Muster: Das als „rechts“ kodierte Lager liegt fast durchgehend ungefähr im Bereich von 60–70 % und das „links“ kodierte Lager meist bei etwa 30–35 %. Entscheidend ist dabei nicht die Kontinuität der CSU, sondern die Kontinuität der Größenordnung des „rechts“ kodierten Lagers: 1950 etwa verteilen sich rund 70 % auf CSU, Bayernpartei, BHE, FDP und kleinere rechte Parteien; 1974 liegen erneut knapp 70 % „rechts“, nun fast vollständig unter CSU-Führung; 2023 sind es wiederum rund 73 %, diesmal verteilt auf CSU, Freie Wähler, AfD und kleinere Parteien wie die FDP. Daraus folgt die interessante Beobachtung:
*Parteien können verschwinden, verboten werden oder massiv an Bedeutung verlieren, während die politische Nachfrage innerhalb eines Lagers erstaunlich stabil bleibt.*
Diese Beobachtung sollte allerdings nicht mit der Behauptung verwechselt werden, individuelle politische Einstellungen seien seit 1946 unverändert. Die Wahlergebnisse zeigen zunächst nur die aggregierten Lagergrößen. Die mögliche Erklärung liegt daher eher in einer Kombination aus intergenerationaler politischer Sozialisation, langlebigen sozialen und konfessionellen Cleavages sowie regionalen Institutionen, Netzwerken und historischen Erfahrungen.
Die Forschung zur politischen Sozialisation findet tatsächlich eine deutliche intergenerationale Weitergabe von Links-Rechts-Orientierungen; die Cleavage-Forschung wiederum legt nahe, dass gesellschaftliche Konfliktstrukturen langlebiger sein können als einzelne Parteien. Die weitergehende Hypothese lautet daher: Parteien sind teilweise wechselnde organisatorische Repräsentanten bereits vorhandener regionaler politischer Milieus. Eine verschwundene Partei bedeutet deshalb nicht notwendigerweise das Verschwinden des entsprechenden Milieus. Gerade die KPD → SPD/Grüne/Linke sowie NPD/REP → AfD sind unter diesem Gesichtspunkt interessante Fälle, ohne dass daraus individuelle Wählerwanderungen abgeleitet werden dürfen.
Der erweiterte Vergleich der Bundesländer untereinander macht die Frage besonders interessant. Bayern erscheint als stark und relativ stabil „rechts“ geprägtes Land, Bremen als langfristig stark „links“ geprägtes Gegenstück; NRW und Hessen liegen näher an einem ausgeglichenen Kräfteverhältnis und könnten eher für eine Persistenz konkurrierender Lager als für die Dominanz eines Lagers stehen. Der Blick auf Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie einige ostdeutsche Länder erbringt weitere unterschiedliche Konstellationen. Entscheidend ist daher nicht nur der Median des „linken“ bzw. „rechten“ Lagers, sondern auch dessen Streuung: Median, Interquartilsabstand, Minimum und Maximum sollen künftig für alle 16 Länder berechnet werden. Damit lässt sich unterscheiden zwischen „starkes und persistentes Lager“, „starkes, aber volatiles Lager“, „dauerhafte Konkurrenz zweier ähnlich großer Lager“ und „dauerhafte Dominanz eines Lagers“.
Gruß
—
Zweimond
Zitat: „Bei mir werden seltsamerweise fast gar keine Beiträge geblockt, obwohl ich mir gar keine besondere Mühe gebe. Keine Ahung woran das liegt.“
Das wäre ja noch schöner, wenn der Leser das wissen dürfte!
Meine Wahlanalyse zu Sachsen-Anhalt enthielt gar nichts Böses. Nur Zahlen und glattgebügelte Sätze wie die von gestern Abend. Rein kam sie trotzdem nicht. Mein Kommentar zur Dumawahl ebenso wenig. Vielleicht hätte ich mehr trollen sollen, denn von denen gibt es trotz aller Hürden noch immer so einige…
Zitat: „aber von dem bekommt man auch keine Geburtszeit.“
Von Dieter Hallervorden auch nicht.
Die werden alle schon wissen warum. Sonst kommen nämlich Leute wie du am Ende und erläutern der Welt noch ihre intimsten Geheimnisse 🙂
Zitat: „Er ist Skorpion wie Merz und Mond im Steinbock (= emotionaler Bunker)“
Ja und dann erst die auffälligen Konjunktionen seines Mondes mit Saturn und Neptun. Eine sehr empfindsame Seele und so wichtig für das Land!
Das stammt nicht von mir, sondern von den zahlreichen Astrologen, die sich im Umfeld der AfD tummeln. YouTube ist voll von ihren Analysen zu Siegmund und Co:
https://www.youtube.com/watch?v=BbHjdmZME0E
Na, teilste die Meinung vom Fachmann? Also ich bleibe lieber bei was Handfesterem.
Wobei ich gerade sehe, dass man bei Trump anscheinend einen veritablen Streit um die Geburtszeit ausficht. Bestimmt erklärt uns sein korrigierter Aszendent die Iran-Entscheidungen viel besser…
@ Sepp:
Ja, warum die „Textkontrolle“ hier so willkürlich erscheint, so unberechenbar, dass man kaum erahnen kann warum etwas geblockt wird und warum nicht, das ist möglicherweise kein Bug, sondern ein Feature. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht möglich wäre, die damit betraute KI besser einzurichten. Aber wer weiß…
Jaja, die Trolle sind nicht wirklich von der „Textkontrolle“ verjagt worden. Sowas zu umgehen gehört ja quasi auch zu deren „Grundausbildung“.
Ich glaube, dass das bei einigen wirklich so ist!
Wenn man weiß, was ein guter Astrologe damit anstellen kann, ist das auch gar nicht so abwegig.
(Astrologe geben ihre Geburtszeit oft nicht raus)
Viele geben mittlerweile nicht mal ihr Geburtsdatum an, sondern nur das Jahr.
Wow, ist das übel! 🤣😂
Ein 1A-Astrologie-Geschleime und das alles ohne Geburtszeit.
Diese Konstellation da gibt es unzählig. Meine Frau hat auch was Ähnliches. Muss sie mal fragen ob sie sich auch so an das Schicksal Deutschlands gebunden fühlt. 😊
LG…
Zitat: „Die KI-Antwort lasse ich mal auf mich wirken und werde mich vielleicht später dazu äußern“
Mach das ruhig. 🙂
Zitat: „Da kann ich leider nicht aushelfen, meine Informationen lauten »vormittags«“
Das wird für eine Annäherung bestimmt dicke ausreichen. Im Netz gibt es unzählige Seiten mit Generatoren, die helfen dir dann bei der Feinjustierung.
Zweimond…
Zitat: „das ist möglicherweise kein Bug, sondern ein Feature.“
Das war glaube ich immer der Spruch von deinem Spezi [aufständisches Obstanbaugebiet]. Den möchte ich mittlerweile unterschreiben. Ich hatte hier verschiedenste KI-geprüfte Beiträge, die entweder gleich abgeblockt wurden oder in der Moderationsschleife hängenblieben. Oder einfach wieder verschwanden.
Die KI selbst meint:
„Dass ein Kommentar nicht veröffentlicht wurde, bedeutet nicht automatisch, dass er inhaltlich problematisch war. Bei KI-Moderation können auch völlig legitime Beiträge hängenbleiben, etwa durch Kontextfehler, bestimmte Formulierungen, erkannte Muster oder eine zu empfindliche Risikoschwelle.
Hinzu kommen Dinge, die ein automatischer Moderator möglicherweise falsch interpretiert — etwa Negationen, Zitate, hypothetische Aussagen, bestimmte Verlinkungen, Unterstellungen, politische Begriffe, Gewaltbegriffe oder Formulierungen, die isoliert problematisch wirken.
Ein menschlicher Moderator dagegen kann beispielsweise auch aufgrund von Kontext, Unterstellung, Tonfall, persönlichem Angriff, Themenregeln oder einer bestimmten Interpretation einer Aussage ablehnen, obwohl kein einzelner problematischer Begriff enthalten ist.
Vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis sogar: Eine sorgfältig formulierte Antwort kann trotzdem an einem Moderationssystem scheitern, ohne dass man aus dem Ergebnis zuverlässig auf einen konkreten Fehler im Text schließen kann. Gerade bei einem System aus KI-Filter plus menschlicher Prüfung bleibt da eine Menge Intransparenz.“
Das klingt wie „alles und jeder“ kommt in Frage! 😀
Zitat: „Ich glaube, dass das bei einigen wirklich so ist!
Wenn man weiß, was ein guter Astrologe damit anstellen kann, ist das auch gar nicht so abwegig.“
Das scheint bei Rechten tatsächlich ausgeprägt zu sein. Zur politischen kommt die klassische Esoterik. Der WoWi hat euch damals auch nichts als seinen Skorpion-Aszendenten verraten wollen. Mit dem sollte er dann aber, wenn ich deine Erläuterungen zu Aszendent und Sonne richtig im Kopf habe, gut zum Siegmund passen.
Spannender wäre es bei [aufständisches Obstanbaugebiet]. Der müsste seinen Angaben gemäß im Alter vom Siegmund sein und somit die „generationellen Planeten“ teilen. (Heißen die so? Und was macht ihr Astrologen eigentlich, wenn wir Physiker Planet Nine finden – Umlaufzeit 10.000 bis 20.000 Jahre?)
Der User war zumindest auch Skorpion und Steinbock. Als emotionaler Eisschrank kam er mir jedenfalls nicht rüber. Mein Bruder dagegen hat einen Steinbock-Mond, ist aber Widder. Der ist kein Eisschrank, der geht lieber zum Eisschrank. Zeigt uns das nicht die Beschränktheit der ganzen Theorie?
Zu guter Letzt: In dem Dorf, in dem ich aufwuchs, wurde einer am selben Tag wie ich geboren. Der wurde nicht Physiker, blieb Bauernsohn. Vielleicht lebt er noch immer dort. Oder willst du dich wieder mit Häusern und Geburtszeit retten? 🙂
Zitat: „Ein 1A-Astrologie-Geschleime und das alles ohne Geburtszeit.“
Bei den Leuten kommt’s an. Das ist doch das Einzige, was zählt. Lies mal die Kommentare unter dem Video…
Zitat: „Diese Konstellation da gibt es unzählig. Meine Frau hat auch was Ähnliches.“
Also auch die „generationellen Planeten“? Alle in Steinbock wie beim Siegmund? Vielleicht verwandt oder verschwägert? 🙂
Auf die Gasriesen zielen die Rechten übrigens öfters ab: Deutschland wurde am 03.10.1990 wiedervereinigt, und kurz darauf kam Siegmund unter diesem Himmel zur Welt. Ihn quälen dieselben Fragen wie sein identitätsloses Land …
@ Sepp:
So jetzt bekommst du noch meinen 5.
Gut passen wäre zu viel ausgedrückt, dafür müssen mehrere andere Komponenten auch noch passen.
Aber es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Sigmund ihm nicht ganz unangenehm ist, rein menschlich gesehen. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit höher als bei anderen Zeichen.
Also man kann mich sicher nicht als Astrologen bezeichnen, dafür weiß ich viel zu wenig und wende es auch zu selten an. Man könnte mich eher als astrologisch interessiert beschreiben und zwar vor allem auch an dem philosophischen System auf dem Astrologie basiert.
Nein, die heißen nicht „generationelle Planeten“. Denn nur bei der Stellung in den Zeichen sind sie für eine Sub-Generation bedeutsam, wobei es beim Jupiter nur ein Jahrgang ist und beim Saturn 2,5 Jahrgänge, die genau die gleiche Stellung haben, weswegen das dann natürlich wenig individuell ist in der Deutung. Bei der Hausstellung sind diese Planeten aber genauso bedeutsam wie die anderen, denn ihre Hausstellung ändert sich alle 2 Stunden. Aber dafür braucht man dann eben die Geburtszeit (und den Geburtsort um ganz genau zu sein!)
Planet Nine wäre kein Problem für die Astrologie. Astrologen sind sehr kreativ darin neue Planeten in die Astrologische Deutung einzubauen. So z.B. 1790 den Uranus, und 1930 den Neptun.
Wie sinnvoll das im Einzelnen ist darüber kann man natürlich streiten 😊
Aber bei den beiden oben genannten Planeten hat es jedenfalls funktioniert.
Zunächst einmal: Man kann nicht immer sicher eine einzige Stellung isoliert betrachten, also z.B. Mond im Steinbock. Es gibt da eine Wahrscheinlichkeit für = emotionaler Bunker, aber wenn andere Komponenten vollkommen dagegen sprechen, wird das deutlich modifiziert werden, bis es im Extrem kaum noch erkennbar ist.
Mit „Emotionaler Bunker“ meinte ich aber auch nicht Einsschrank, sondern dass die tieferen Gefühle sehr verborgen sein können und sich solche Menschen nur trauen sich auf dieser Ebene wirklich zu öffnen, wenn sie sich ganz sicher fühlen, und das kann sehr lange dauern, bis sie das tun, weil sie da extrem verletztbar sind. Deswegen schaffen das manche auch ihr ganzes Leben nicht so recht, wenn sie früh eine schlimme Verletzung erfahren haben. Auf oberen Ebenen können sie aber durchaus locker und gefühlig wirken.
Oft haben diese Menschen auch Schwierigkeiten selbst ihre tieferen Gefühle wahrnehmen zu können, sie sind dann quasi davon abgeschnitten.
Bei manchen kann es dann übel schief gehen mit diesem emotionalen Bunker, bestes Beispiel ist Hitler!
Einige Menschen, besonders Frauen, die mir nahe stehen, haben Mond im Steinbock. Menschen mit denen ich seit Jahren eng befreundet bin und die ich sehr schätze. (Wenn sie einmal vertrauen, können diese Menschen sehr enge und sehr stabile Beziehungen eingehen) Und mir begegnen immer wieder Frauen mit Mond im Steinbock, weil die von meinem Saturn (=Steinbock-Planet) am Aszendenten angezogen werden.
Auf den „Ehemaligen“ kann man das Ganze aber nicht beziehen. Denn er hat die Sonne im Steinbock, aber die Sonne steht nicht für die tieferen Gefühle wie der Mond, sondern für das bewusste Denken, für die innere Haltung. Das ist also eine ganz andere Ebene.
Er hat einen Skorpionmond und das spricht in der Tat eher für eine ziemlich heftige Gefühlswelt.
Natürlich rette ich mich damit 😜
Bestes Beispiel sind Zwillinge. Die paar Minuten Unterschied bei der Geburtszeit können enorme Unterschiede erzeugen!
Ich habe einmal eine Analyse eines berühmten Astrologen über einen Mordfall in Wien gelesen.
Da hat er das Radix (also Geburtshoroskop) der ermordeten Frau mit dem einer anderen Frau verglichen, die nur wenige Minuten später in gleichen Hospital geboren worden war. Und an den wenigen, winzigen Unterschieden hat er erklärt warum die eine ermordet worden ist und die andere nicht. Es klang dummerweise ziemlich überzeugend und war daher auch entsprechend gruselig.
Der betreffende Astrologe hat übrigens auch immer seine Geburtszeit verheimlicht.
Mein letzter an Zweimond, LG scheint ja noch am Studium zu sein. Das Gespräch dann vielleicht wann anders.
(Die heutigen Artikel lassen sich mal wieder gar nicht kommentieren. Oder es liegt an Tor, den ich aus hygienischen Gründen im Internet benutze.)
Zitat: „Also man kann mich sicher nicht als Astrologen bezeichnen, dafür weiß ich viel zu wenig und wende es auch zu selten an.“
Stell doch dein Licht nicht unter den Scheffel. 😉
Du hast hier ja schon viele Bücher und Hinweise zum Thema verteilt. Ein Novize bist du ganz sicher nicht und auch nicht bloß ein bisschen „interessiert“.
Wer bloß ein „bisschen interessiert“ ist, merkt sich in der Regel nicht die Mondtypen all seiner Freunde…
Zitat: „Es gibt da eine Wahrscheinlichkeit für = emotionaler Bunker, aber wenn andere Komponenten vollkommen dagegen sprechen, wird das deutlich modifiziert werden, bis es im Extrem kaum noch erkennbar ist.“
Du kennst ja die allgemeinen Daten seines Horoskops, also wirst du das sicher entsprechend einordnen können.
Politisch interessanter als die Verkäufer finde ich immer die Entwickler. Bei Siegmund und der Magdeburger Fraktion nimmt diese Rolle Tillschneider in. Er liefert den Überbau. Tillschneider ist wie ich Wassermann und im Ausland geboren und teilt sich den Mond mit Siegmund.
Aber auch von ihm kennen wir nur den Geburtstag (*05.02.1978). Die Uhrzeit schrieb er nicht auf seine Tassen.
Zitat: „Oft haben diese Menschen auch Schwierigkeiten selbst ihre tieferen Gefühle wahrnehmen zu können, sie sind dann quasi davon abgeschnitten.“
Bei so manchem Rechten braucht man aber keinen Astrologen, um dafür die Ursachen zu finden…
„Auf den „Ehemaligen“ kann man das Ganze aber nicht beziehen. Denn er hat die Sonne im Steinbock“
Das habe ich verwechselt. Bei so viel Sonne, Mond und Sterne muss man irgendwann durcheinander kommen! 🙂
Ich erinnere mich aber, dass es ein sehr „saturnisches“ Horoskop war. Du hast es verschiedentlich mit deinem verglichen, wo der Saturn am Aszendenten klebt.
Bei dem Punkt bin ich mir sicher.
Sonne im Steinbock mit Mond im Skorpion hatte übrigens auch Alfred Rosenberg (*12.01.1893 um 07:50 Uhr in Tallinn). Das war’s vermutlich mit den Gemeinsamkeiten.
Zitat: „Ich habe einmal eine Analyse eines berühmten Astrologen über einen Mordfall in Wien gelesen.“
Kannst du das vielleicht verlinken? Von mir aus unter einem anderen Artikel, wenn du hier nicht mehr posten kannst? Ich fand im Netz nur diesen Fall:
https://tonylouis.wordpress.com/2021/07/03/an-interesting-case-of-twins-born-2-minutes-apart/?utm_source=chatgpt.com
@ Sepp Gladiola:
»Siez-Fraktion? Dachte wir waren weiter«. Na, wenn Du meinst, dann ist das jetzt so.
»…nicht die sozialpsychatrischen Voraussetzungen […] vorhanden sind…« Gut, sehe ich auch so, doch wenn wir wirklich glaubten, was wir wissen, dann wäre doch das ganze Geschreibsel hier und woanders sinnlos, bestenfalls Notdurft.
»Autoverkäufer? Schlechte Erfahrungen?« Allerdings, frühkindliche: Dieter Thomas Heck.
»Notärzte« habe ich gewählt – da mag es auch miese Ausreißer geben –, weil die meisten aufgrund der hohen und vor allem unvorhersehbaren Belastungen relativ jung sind und sich dort die meisten kämpfenden Idealisten (abgebrüht schon, aber idealistisch, jedenfalls die, die ich kennen gelernt habe) finden, im Vergleich zu plastischen Chirurgen, wobei Schönheitsideale und Finanzstatusideale auch Ideale sind – lassen wir das…
»kann der Zweimond anhand deiner Geburtszeit auch.« Da kann ich leider nicht aushelfen, meine Informationen lauten »vormittags« 🤷. Und soweit ich mich erinnere, liegt doch das Interesse von @Two Moon nicht im prophetischen Aspekt der Astrologie..?
Die KI-Antwort lasse ich mal auf mich wirken und werde mich vielleicht später dazu äußern.
Gruß.
@ El-G:
Stimmt. Aber Wow! jetzt bin ich wirklich beeindruckt, dass du das behalten hast 🙂
übrigens landeten in MV 14% der Stimmen im Orkus. auch ein neuer Rekord, der nicht mal erwähnt wurde.
Was Tun,
zu Recht wurde die 5% Sperrklausel bei den ersten freien Wahlen der Wiedervereinigung eingeführt.
Vorher gab’s nur Wahlzwang für die Einheitslisten.
5% Sperrklausel ist undemokratisch egal wie mans dreht.
Das verhindert auch niemanden. Diese Idee war also auch falsch.
Mit mehr Parteien im Bundestag hätten wir mehr Auseinadrersetzung, man könnte weniger durchregieren.
oh je, die selbstverliebten pro-Regierungskommentare von den üblichen Verdächtigen oder auch das Abzielen auf eine Person vom Kolumnisten…. Die CDU hat so einige zehntausend institutionelle Posten in ihrem Griff.
Ich habe gerade etwas gesucht, weil ich das noch so halbwegs im Kopf habe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Duvergers_Gesetz
https://de.wikipedia.org/wiki/Vetospielertheorem
Ansonsten gilt auch in Deutschland, dass fast ausschließlich Politik für reiche Spender gemacht wird. Denen ist damit auch egal, ob der Facharzttermin zu lange dauert, während Patienten dahinvegetieren und sich ihr Zustand verschlechtert ohne Behandlung.
Nochmal für alle!
Es ist völlig egal wer gewählt wird, weil die, die das Sagen haben gar nicht wählbar sind!
Falscher Ort. Die Putin-Wahl ist Thema eines anderen Threads.Sieht gut aus für ihn. Wer hätte das gedacht!?
Da wollen einige wohl nicht wahrhaben, das er tatsächlich hohe Zustimmungswerte hat, weil er das Volk aus der Armut geholt hat.
Hm, der Merz ist doch der belieteste Kanzler – in der Ukraine mit irgendwas um 64% aller Bürger. Soll er sich also gefälligst dortin scheren. Maulheld zu Maulheld. Zwei und zwei gesellt sich doch gerne zusammen.
Merz ist der beste deutsche Kanzler, den die Ukraine je hatte.
Das funktioniert aber nur, wenn er nicht in der Ukraine, sondern in D regiert.
Das Verteilen der Milliarden in der Ukraine erledigen Elendsky & Co schon selber, aber dafür, dass die EUropäischen Steuergelder erstmal dahin manövriert werden, braucht man eben Leute wie Fritze und EUschi.
Dass der BSW den Einzug in beide Landtage nicht geschafft hat, ist ein Desaster, trotz des schwachen Lichtblicks, dass die CDU den Einzug bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern knapp verfehlt hat.
Sarah Wagenknecht ist die einzige deutsche Politikerin, die die etablierten Parteien herausfordern könnte, wenn man in den Medien sie zu Wort kommen ließe.
Die Politiker der Linken sind nur Clowns, trotz ihres unbegreiflichen Triumphs in Berlin und die Grünen profitieren bis heute, weil im Fernsehen keine Sendung über Afrika, Asien, Südamerika oder die Arktis ausgestrahlt wird ohne auf die Erderwärmung hinzuweisen.
Doch, SW kam zu Wort. Sie hatte aber erhebliche Kontrapositionen gegen sich und wirkte, zumindest auf mich, diesmal nicht überzeugend. Sie hat weder schlüssig noch mit der erforderlichen Gegenwehr darlegen können, und das hat mich schon sehr überrascht, warum ein Einzug ihrer Partei wichtig gewesen wäre.
Als Sammlungsbewegung für Stalinisten, Rechte und Esoteriker bietet das BSW keine dauerhafte, politische Heimat. Der Sprung vom einen Ende des Hufeisen auf das andere ist einfach und nicht weit und macht inhaltlich kaum einen Unterschied. Spontane Stimmwanderungen sind einfach zu erklären.
„Sarah Wagenknecht ist die einzige deutsche Politikerin, die die etablierten Parteien herausfordern könnte,…“
Den Rest des Satzes lasse ich mal weg, denn der ist Unsinn.
Tja, das BSW….Es reicht nun leider, leider nicht aus, in Berlin auf arabisch Wahlkampf zu machen, um der Linken ihre Israel hassende Wählerschaft abzuwerben.
Und dass man der bessere Putinversteher ist als die alternativen nationalen…ähm…“Sozialisten“, eben auch nicht.
Sarah Wagenknecht hat mit ihrer Forderung Merkel und Schröder als Team für Verhandlungen mit Putin zu nominieren total falsch gelegen und in den sozialen Medien war oft danach zu lesen: das BSW ist jetzt auch unwählbar. Wie kann man Frau Merkel für so einen Job vorschlagen, die Putin nach Strich und Faden belogen hat? Übrigens Frau Wagenknecht hat schon öfters bewiesen dass sie nicht im Voraus denken kann.
@Oskar
Was den Vorschlag – Merkel für Verhandlungen mit Putin zu nominieren – darin stimme ich dir zu, trotzdem sehe ich keinen anderen deutschen Politiker, der die Narrative der etablierten Parteien besser entlarven kann.
Sie haben schon recht, das BSW ist die einzige Kraft, die dem herrschenden Kartell gefährlich werden könnte. Und zum Kartell zähle ich auch die AfD, im radikalisierten Wartestand sozusagen. Denn von der AfD hat der regierende tiefe Staat und seine Lenkerinnen und Lenker nichts zu befürchten. Im Gegenteil, sie ist quasi ihre Brechstange.
„Aber es ist doch nur Sachsen-Anhalt.“
„Aber es ist doch nur Meckelnburg-Vorpommern.“
Klar.
Nur 43,8 % AfD und 17,2 % CDU in Sachsen-Anhalt.
Nur 38,2 % AfD und 4,9 % CDU in Mecklenburg-Vorpommern.
Nur zweimal in zwei Wochen mehr als eine Verdoppelung der AfD.
Nur die CDU erstmals überhaupt aus einem deutschen Landtag geflogen.
Nur jahrzehntelange politische Kräfteverhältnisse in kürzester Zeit zerlegt.
Natürlich sind die zwei Bundesländer nicht Deutschland, aber irgendwann sollte der Trend einleuchtend sein.
Ja, das Volk hat es halt einfach nicht verdient und der Reichskanzler ist über jeglicher Kritik erhaben, so war das schon einmal 😉 (und BTW – der „Russe“ sorgte dann für seinen wohlverdienten „Rücktritt“)
But:
Remember, remember, the fith of November….
Noch träumt Merz wohl eher vom 20th of September
https://www.youtube.com/watch?v=Sga35pDi434
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Alma
Es war zwar zu erwarten, dass der rechts-gepolten Redaktion der Wahlsieg der Linken in Berlin auf den Magen schlagen würde. Unerwartet sind aber die damit verbundenen desinformativen Assoziationen der sich als „der Aufklärung verpflichtet“ ausgebenden Redaktion.
Das Wahlprogamm der Linken stand unter dem Titel „Berlin bezahlbar machen“. O-Ton ARD von vor einer Woche:
„Ähnlich wie Mamdani setzt auch Eralp auf die Themen soziale Gerechtigkeit und bezahlbarer Lebensraum. In einem Fünf-Punkte-Plan erklärt sie nun, was sie als Erstes angehen will, wenn die Berlinerinnen und Berliner ihr am kommenden Sonntag das Vertrauen geben. …
Eralp verspricht darin (im 5-Punkte-Plan), die Stadt wieder bezahlbar und sauber zu machen sowie Zuversicht verbreiten zu wollen. Wenig überraschend steht das Thema Mieten gleich am Anfang. Schließlich ist es mit Abstand das Topthema für die Berlinerinnen und Berliner bei dieser Wahl. Eralp will für die Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft einen Mietendeckel einführen.“ usw.
Und wenn man die Mieten deckeln will, dann wählt man natürlich nicht Trump oder die AfD. Das weiß auch Lapuente, kann’s aber nicht sagen.
Da werden sich die ohnehin schon privilegierten Mieter landeseigener Wohnungen freien. Was aber ist mit dem Rest? Und wer bezahlt eigentlich die Differenz zwischen kalkulierten und dann fehlenden Mieteinnahmen der landeseigenen Wohnungskonzerne? Aber das sind lästige Detailfragen.
DIE LINKE an Regierung hat bundesweit bisher noch nie geliefert und wird es auch diesmal nicht. Darauf kann man sich verlassen. Die Olivgrünen sind da anders drauf. Die haben Verwaltung und Medien in ihrer Hand.
Oh ja, mal ganz was Neues aus der rechten Ecke, wenn’s um soziale Probleme geht: „Da kann man nichts machen. Da muss man durch.“
Natürlich wird die LINKE mit Zuckerbrot und Peitsche von den Kapitalparteien vor sich hergetrieben. Genau das wird sich auch nicht ändern.
Das Zuckerbrot wird genügen, die Peitsche wird da nicht gebraucht. Regulär nennt man das Korruption:
Baerbock und Lindner als Werbeträger für DocMorris, McCafe und Daimler
16. 01. 2022 | Dass die SPD ihren Bundesparteitag von Pfizer, DocMorris und Co. sponsern ließ, hat einige Menschen zur Recht sehr nachdenklich gemacht. Die SPD ist mit ihrer Offenheit für die Belange von spendenfreudigen Konzernen aber bei weitem nicht allein, wie etwa Portraits zeigen, für die Annalena Baerbock und Christian Lindner sich vor Werbetafeln aufstellen, wie sonst nur gesponserte Sportsgrößen.
(…)
Etwas mehr Vereinnahmungsängste hätte man vielleicht von der ehemaligen Linke-Chefin Katja Kipping erwartet. Sie wirbt unter anderem für Facebook, Daimler, Reemtsma, DocMorris und BNP Paribas.
https://norberthaering.de/macht-kontrolle/baerbock-bundespresseball/
Und vlt. noch zu einer andern Personalie aus dem pseudolinken Kunstrasenprojekt:
Wie eine Mehrheit im Bundesvorstand der Partei DIE LINKE die Friedensbewegung von zentralen Forderungen abzulenken und zu spalten versucht
NATO-Auflösung oder NATO-Austritt?
Von LUFTPOST
In ihrem Parteiprogramm von 2011 stellt sich DIE LINKE als „internationalistische Friedenspartei“ vor, die „gemeinsam mit Friedensbewegungen und allen friedensorientierten Partnern … um Wege zu struktureller Gewaltprävention und für einen zivilen Konfliktaustrag“ ringen will. Sie fordert u. a. „die Auflösung der NATO und ihre Ersetzung durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands“. In ihrem Wahlprogramm 2017 bezeichnet sich DIE LINKE als „d i e Partei des Friedens“, die „als einzige Partei und Fraktion im Deutschen Bundestag den Auslandseinsätzen der Bundeswehr nicht zugestimmt hat und es auch in Zukunft nicht tun wird“. Sie will „die US- und NATO-Infrastruktur in Deutschland beseitigen, die für den Aufmarsch gegen Russland, eine verheerende Regime-Change-Politik sowie ganz allgemein für Interventionskriege genutzt wird“.
Im NATO-Vertrag ist eine Auflösung des Bündnisses allerdings überhaupt nicht vorgesehen, jedes Mitgliedsland kann aber jederzeit aus dem Bündnis austreten – mit einer Kündigungsfrist von nur einem Jahr, die mit dem Tag beginnt, an dem es der US-Regierung seinen Austritt mitgeteilt hat. Obwohl das auch in der Partei DIE LINKE bekannt sein dürfte, fordert sie nicht den jederzeit mit einfacher Mehrheit vom Bundestag zu beschließenden Austritt aus der NATO, sondern deren Auflösung, die allenfalls dann erfolgen würde, wenn eine US-Regierung die Allianz tatsächlich für überflüssig hielte und deshalb auf deren Fortbestand verzichten würde.
Warum von „Auflösung“ geredet wird, hat Gregor Gysi, der immer noch als Strippenzieher im Hintergrund agierende ehemalige Vorsitzende und Fraktionschef der LINKEN, dem damaligen US-Botschafter Philip Murphy in einem Gespräch in der US-Botschaft in Berlin, das vermutlich Ende November 2009 stattgefunden hat, ausführlichst erläutert.
Gysi wies Murphy darauf hin, „dass die Forderung seiner Partei nach einer Auflösung der NATO gebraucht wurde, um die in der Partei erhobene radikalere Forderung nach einem Austritt Deutschlands aus der NATO entgleisen zu lassen“.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24458
Läßt sich fortsetzen in einer schier endlosen Reihe weiterer Belege. Und da nun der Etikettenschwindel als solcher erkannt ist, das pseudolinke Kunstrasenprojekt trotz entsprechender medialer Aufbereitung als solches enttarnt ist, könnte man sich ja mal um Wesentlicheres bemühen. Nämlich der essentiellen Erkenntnis, daß es ziemlich Schnuppe ist wo und ob sie ihr Kreuzchen machen oder nicht:
Im Feudalismus war das Ziel eines Veränderungswillens noch klar erkennbar. Damit hatte auch das politische Handeln ein Ziel, und die sozialen Spannungen konnten sich, oftmals sehr blutig, in Revolutionen entladen. Solange jedoch die eigentlichen Zentren der Macht unsichtbar sind, können sich politische Veränderungsbedürfnisse des Volkes nur auf Ablenkziele richten und müssen somit politisch ins Leere gehen. Die repräsentative Demokratie hat für die eigentlichen Zentren politischer Macht den Vorteil, dass die gesamte Veränderungsenergie des Volkes in der Wahl anderer Repräsentanten aus einem vorgegebenen Spektrum erschöpft wird. Damit fehlen innerhalb der gegenwärtigen Formen repräsentativer Demokratie Mechanismen, durch die ein Veränderungswille politisch wirksam werden kann. Genau dadurch stellt die repräsentative Demokratie für die Machteliten eine nahezu perfekte Herrschaftsform dar; sie ist eine Form der Oligarchie, die jedoch dem Volk als Demokratie erscheint.
In der Herdenmetapher bedeutet dies, dass die repräsentative Demokratie die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Hirten lenkt und die Herdenbesitzer gleichsam unsichtbar macht; die Veränderungsenergie des Volkes bleibt darauf beschränkt, andere Hirten aus dem Personal des Herdenbesitzers zu wählen. Dieses Problem wurde früh erkannt, und der amerikanische Karikaturist Joseph Keppler hat es bereits 1889 in seiner Zeichnung „»The Bosses of the Senate« bildlich verdichtet dargestellt.
Es ist selbst als ein Erfolg jahrzehntelanger Indoktrination anzusehen, wenn wir den Eindruck haben sollten, diese Karikatur sei eine groteske Überzeichnung des Repräsentationsproblems. Überspitzt ist sie nur in den künstlerischen Mitteln; in der Sache stellt sie die wirklichen Machtverhältnisse der damaligen Zeit recht zutreffend dar. Seitdem haben sich die Verhältnisse noch einmal massiv zugunsten oligarchischer und plutokratischer Strukturen verschoben. Zudem wurde von den Macht- und Funktionseliten das »Unsichtbarmachen« der tatsächlichen Zentren politischer Macht – unter intensiver Erforschung nutzbarer Schwachstellen des menschlichen Geistes – in zunehmend systematischer Weise perfektioniert.
(…)
Der Philosoph Karl Jaspers beklagte 1967 in seiner Antwort an die Kritiker seiner Schrift »Wohin treibt die Bundesrepublik«: »Paradox könnte man sagen; Wir stehen in dem Zerfall einer Demokratie, die bei uns eigentlich noch gar nicht da war. Wir verrotten, ohne dass eine Substanz verrottete, die gewesen wäre.«
Der französische Sozialphilosoph André Gorz stellte fest: »In Westeuropa und auf dem amerikanischen Kontinent gibt es kein Land mehr, in dem die gewählten Versammlungen noch eine demokratisch entwickelte Konzeption der Gesellschaft und des Allgemeininteresses vertreten, die wichtigen Entscheidungen nicht von Expertenausschüssen fernab jeder Öffentlichkeit getroffen werden und die parlamentarischen Debatten nicht zu bedeutungslosen Zeremonien herabgesunken sind.« Und er wies darauf hin, dass »die repräsentative Demokratie notwendig eine mystifizierte Demokratie ist und immer schon war.« Ihrer eigentlichen kapitalistischen Ideologie zufolge entziehen sich zentrale Aspekte der Gesellschaft ihrem Einfluss: »(…) die Art und die Ausrichtung der Produktion entsprechend den Bedürfnissen der Masse, die technische und gesellschaftliche Arbeitsteilung, die Investitionsentscheidungen der privaten Monopole und des Staates, die Verwendung der wirtschaftlichen Überschüsse (…)« Soweit nur einige Beispiele, die aufzeigen, dass die neoliberale Revolution lediglich einen Zerstörungsprozess der Demokratie vollendete, der bereits lange zuvor begonnen hatte.
(Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören S. 97-99)
Da können die versprechen was sie wollen und da können sie ankreuzen was sie wollen. Es gibt keinen Anspruch des „demokratischen Souveräns“ auf Erfüllung.
Mmmh, Sie dürfen gern Erfolge linker Regierungsbeteiligungen darlegen. Mir ist da nichts ernsthaft Erwähnenswertes bekannt.
Natürlich kann und soll und muss die Linkspartei versuchen, etwas im Sozialen zu bewegen. Allein sie wird nichts bewegen, abgesehen vielleicht von ein paar Kulissen auf der Bühne. Das Wohnungsproblem in Berlin ist auch Ergebnis linker Politik. 3,5 Millionen Neubürger in Deutschland, auch wenn noch nicht alle Staatsbürger sind, wollen nicht nur hausen sondern wohnen. Und das funktioniert nicht mit sinkenden Mietkosten.
Was auch immer wieder gern vergessen wird, ist, dass Genosse Multimillionär Gregor Gysi und seine damalige Partei PDS als Vorgängerorganisation der Linkspartei vor 25 Jahren einen erheblichen Anteil an dem Verkauf der landeseigenen Wohnungen an private Investoren hatten. Die Linkspartei hat den Zustand, den sie jetzt beklagt, selbst mit herbeigeführt. Aus Machtgeilheit darf man wohl vermuten, nicht aus Überzeugung.
Und als „Rechter“ – ich lasse mal beiseite, dass ich einige Jahre in nicht allzuferner Vergangenheit engagiertes Mitglied der Linkspartei war, wofür ich mich heute tatsächlich im Nachinein schäme, also als Rechter kann ich Ihnen versichern, dass die Kapitalisten sich doppelt bereichern werden an dem geplanten Deal der „Vergesellschaftung“. Günstig kaufen, teuer verkaufen ist ein altes, gut funktionierendes kaufmännisches Grundprinzip.
DIE LINKE ist eine verlässliche Partei, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.
(Am Rande: ich glaube erst an eine linke Bürgermeisterin, wenn sie vereidigt wurde – keine Sekunde eher. Aus Gründen.)
Wer die Berliner SPD kennt, wird nicht sicher sein, dass es zu einem linken Senat kommt. Die ist zum Beispiel sehr entschieden nicht bereit, den Wohnungs – Volksentscheid umzusetzen und hat schon gestern verkündet, dass, wenn sie gezwungen würde, den Wählerwillen umzusetzen, sie nicht in die Koalition mit der Linken geht. Das wird zwar anders formuliert, aber die Aussage war klar. Die Grünen, die zwar traditionell in Berlin weiter links als im Bund waren, werden wegen irgendwelcher blöden Wohnungen für Berliner Normalos nicht auf die Senats – und Staatssekretärsposten verzichten und das dann unwiderlegbar begründen: die AFD ist schuld.
Muss nicht so kommen. Aber sicher ist ein linker Senat bei uns noch längst nicht,
Ich würde auch eher darauf tippen, dass ein CDU-SPD-Grünen-Senat herausspringt, aber darum ging’s mir nicht.
Zitat El Hotzo:
Und das gilt nicht nur für Merz. Der Wedding stimmt mit bis zu 58% für die Linken, aber Lapuente faselt von Wohlstandsproblemen.
Rückrat bedeutet doch bei Erschütterungen standhaft zu bleiben ,nicht zu schwanken und aufrecht gehen.Black Rock Merz kann das wenn es ums Kapital geht.
Die SPD konnte damit punkten das man den Leuten Angst gemacht hat vor einer „Machtergreifung“. Eine „Machtergreifung“ die man selbst erst erfunden hat. Inhaltlich anzubieten hat man nichts, weil das könnte man ja als Regierung im Bund umsetzen.
Die Linke in Berlin mit einer populistischen Enteignung. Die bietet aber keine echte Lösung, im Gegenteil die verhindert Lösungen, weil man sehr viel Geld, 30 Mrd, in etwas reinsteckt was keine einzige Wohnung mehr schafft. Stattdessen hat die Linke im Bund den Megaschulden zugestimmt, incl der Aufrüstung. Geld das bereits weg ist und uns die nächsten 20 Jahre jedes Jahr 30+ Mrd kosten wird die für Soziales weniger zur Verfügung stehen werden, Plus die unbekannte Menge für die Aufrüstung. Eine Linke die sich immer mehr der CDU andient.
BSW macht wohl noch irgendwas falsch. Das müssen sie aber selbst herausfinden.
AfD hätte ohne Angstmache und Populismus wahrscheinlich noch mehr Prozente. So wird man schätze ich in allen 3 Ländern eine Politik Änderung verhindert haben.
„Die Linke in Berlin mit einer populistischen Enteignung.“
Ist es jetzt neuerdings auch schon Populismus, wenn die Linke endlich einen Volksentscheid umsetzen will? Was auch immer beim Thema unternommen wird, eine kurzfristige Lösung kann es gar nicht geben. Nur das Land Berlin und die Bezirke geben in 2026 wieder ca. 1,2 Mrd. Euro für Wohngeld und Kosten der Unterkunft aus, Tendenz weiter steigend. Ein nicht geringer Teil dieser Summe landet übrigens in den Taschen der Immobilienhaie, die öffentliche Hand ist quasi zum Goldesel der Investoren geworden. Ich muss kein Buchhalter sein, um zu erkennen, dass sich die prognostizierte Entschädigungssumme von 16-30 Mrd. dagegen gerechnet durchaus nicht mehr ganz so dramatisch ausnimmt.
Ob es zur Umsetzung auch tatsächlich kommt, ist nach wie vor offen. Der Widerstand wird sicherlich groß, wie bislang auch. Was ich eigentlich schreiben will ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass 16 bis 30 Mrd. ausreichen.
Bleiben wir besser bei 30, evtl auch mehr. Es wird zum Zeitwert gekauft, also noch nicht mal zu dem Wert wo es damals verscherbelt wurde. Der Begriff Enteignung ist also schon irreführend. Hatte ich schon erwähnt das die Linke damals mit verkauft hat? Nicht nur in Berlin btw.
Aber nochmal für 30 Mrd gibts keine einzige Wohnung mehr. stattdessen wird man 2 Mrd zusätzlich Zinsen zahlen pro Jahr, weil das Geld hat Berlin ja gar nicht. wäre es da nicht besser die 30 Mrd zu nehmen und Wohnungen zu bauen? Dann sinken für alle die Mieten, über Angebot und Nachfrage, ganz simpel. Da muss ich auch nicht über die bösen „Immobilienhaie“ schimpfen. „die öffentliche Hand ist quasi zum Goldesel der Investoren geworden“ ja aber woran liegts, es wurden zu wenig Wohnunen gebaut.
„Ist es jetzt neuerdings auch schon Populismus, wenn die Linke endlich einen Volksentscheid umsetzen will? “
Lustig das du den Satz bringst. Wenn es damit nicht besser wird, dann ja. Wie schon oben geschrieben, es wird mit Enteignung geworben, die findet aber gar nicht statt. So reden 2 Leute von 2 verschiedenen Schuhen. Das ist das populistische.
Gar keine Frage, dass war Blödheit Hoch 10 von der damaligen PDS, dass sie sich dafür hergegeben hat.
Ansonsten klingt mir das arg nach CDU und FDP, bauen, bauen, bauen und der Markt wird es dann schon richten. Problem ist nur, das erzählen sie schon seit Jahren und die Situation wird nicht besser. Gebaut wird doch auch jetzt an allen Ecken und Enden der Stadt, nur eben viel zu wenig bezahlbarer Wohnraum.
Hinter dem Volksentscheid steht ein langfristiges Konzept, das wurde und wird viel zu selten diskutiert und die einschlägig bekannten Kreise reduzieren es gerne und oft lediglich auf den Punkt „Enteignung“, warum wohl?
Man könnte ja mal damit anfangen, die Sozialbindung der heutigen Sozialwohnungen nicht mehr verfallen zu lassen. Dazu benötigt es nicht viel, nur einen politischen Beschluß. Jedes Jahr werden (zu wenige) neue Sozialwohnungen gebaut, von „Privatinvestoren“, die staatlich gefördert werden, und die Wohnungen dafür als Sozialwohnungen anbieten müssen. Aber eben nur für eine bestimmte Zeit. Dann gehen die Wohnungen in den „Markt“ ein. Und derzeit fallen Jahr für Jahr mindestens doppelt soviele (wenn nicht noch weit mehr) Wohnungen aus der Sozialbindung heraus, wie im gleichen Zeitraum neu gebaut werden. Damit verknappt sich bezahlbarer Wohnraum ganz automatisch immer mehr.
> Man könnte ja mal damit anfangen, die Sozialbindung der heutigen Sozialwohnungen nicht mehr verfallen zu lassen.
Das stimme ich zu. Ein sehr wichtiger Punkt. „Damit verknappt sich bezahlbarer Wohnraum ganz automatisch immer mehr.“ korrekt.
> Dazu benötigt es nicht viel, nur einen politischen Beschluß.
Das stimmt so allerdings nicht. Investoren rechnen natürlich mit dem Rausfall. Wenn nicht passt die Kostenrechnung nicht mehr, dann baut keiner mehr was. Ne man muss dann auch gegenfinanzieren, zb über Steuererleichterungen.
Was oder wer soll denn Merkel, äääh Merz ersetzen? Da ist doch nix Konservatives mit Herz und Verstand in Sicht. Aber, und das mag vielen Menschen nicht gefallen, genau das wird gebraucht.
Die CDU hat sich von Merkel in die Mitte kaputt machen lassen, von einer Frau mit extremen Machtbewussein aber ohne jeden Weitblick. Und die CSU? Da sieht es kaum besser aus.
Es sind nun mal keine demokratischen Wahlen durch informierte und rational entscheidende Wähler. Es sind Gefühls- und Personenwahlen. Dabei wird stets das vermeintlich kleinere Übel gewählt. Und so übel sind denn auch die Ergebnisse der resultierenden Politik.
Und die CDU wird wohl durch die AfD ersetzt. Weiter so, Friederich!
Die eleganteste Methode, Merz und seine Regierung loszuwerden wäre, dass jetzt endlich der Wahlprüfungsausschuss des Bundestages seinen Job macht und nachzählen lässt. Dann wäre BSW drin und diese Koalition erledigt.
Ist da nicht noch die bislang künstlich verzögerte, Zeit- und sachgerechte Wahlprüfung fällig?
Dann braucht es auch keine „Königsmörder“
Genau meine Rede.
Wäre für die CDU-Politikerdarsteller die gesichtswahrende Lösung.
Würde wahrscheinlich zu Neuwahlen führen.
Könnte für die CDU (und erst recht für die SPD) erst recht zum Desaster führen.
3 x Konjunktiv, also wenig wahrscheinlich. 🙂
Wahrscheinlicher ist leider der außenpolitische Eskalationsweg, um die Posten, nicht nur der Spitzen, sondern auch der politischen Beamten und Mitarbeiter zu retten.
SCHMerz bleibt Kanzler…schließlich flog gestern ja seine CDU aus dem Landesparlament. Was ja wohl ein deutliches Wählervotum für die Terrorreformen und den totalen Krieg gegen Russland ist.
Und falls ihr wirklich mal was über Menschen erfahren wollt, dann schaut euch an wie diese ihre kleinen und großen Erfolge feiern. Das gilt selbstverständlich nicht nur für die Wähler und Gewählten der Berliner Linkspartei.
Es kam so, wie ich es früheren Beiträgen im Forum vorhersagte. Ich hatte im Jahr 2008 die Gelegenheit mit Frau Wagenknecht einen Meinungsaustausch in einem längeren Gespräch zu führen, daraus ergibt sich bis heute meine feste Überzeugung.
Frau Wagenknecht kann vielleicht Vereine und Parteien gründen, aber nicht leiten und führen!
Das BSW als Partei wird immer mehr in die Bedeutungslosigkeit versinken! Da helfen auch keine Versuche der Reanimation jeglicher Art.
Als Ergebnis der gestrigen Wahlen müsste es jetzt zwei Rücktritte geben, Wagenknecht und Merz!
Wozu braucht ein Kanzler Rückgrat?
Er setzt doch bloß die Ziele des europäischen deep State um: „Aber ein Kanzler, den neun von zehn Bürger ablehnen, —, der das Land in außenpolitische Eskalationen führt, ihm Milliarden und Milliarden entzieht, um gleichzeitig die Zeche über Einsparungen im Sozialen und im Gesundheitswesen auszugleichen, ….“ Fehlt noch Geopolitik und Umverteilung von unten nach oben.
Das genau würde auch sein Nachfolger tun, vielleicht nicht ganz so begeistert, aber er würde es tun. Rückgrat bräuchte er erst, wenn er sich gegen diese Politvorgaben der Medien/think Tanks/NGOs und Politvordenkern wenden würde.
Noch eine Bemerkung, warum der Zuspruch zur AFD in Ostdeutschland so überdurch-schnittlich ist. In den Nachwahldiskussionsrunden in den ÖRR Medienanstalten in den extra dafür angesetzten meinungsbildenden Propagandasendungen MIOSGA, PHOENIX RUNDE und LANZ waren die eingeladenen Diskussionsgäste ausschließlich Westdeutsche. Dabei immer das gleiche inhaltliche Niveau. Unterste Schublade und mit Tunnelblick versehen, d. h. “Wenn Westdeutsche über ostdeutsche Belange und Befindlichkeiten reden, ist das so, als wenn Blinde von der Farbe reden würden“.
Westdeutsche Vormundschaft immer und überall!
Ukrainische Faschisten sind deutsche Faschisten!
https://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2015/01/17/ukrainische-faschisten-sind-deutsche-faschisten/
Veröffentlicht am 02. Mai 2014 auf facebook, als das Massaker in Odessa noch nicht geschehen war…
Dieser Artikel erklärt auch die Anwesenheit der überall auftauchenden ukrainischen Faschisten in der Bundesrepublik und den deutschen sozialen Netzwerken, warum sie nicht unschädlich gemacht und wozu sie gebraucht werden!
Dieser Artikel erklärt auch den Schutz der alten und neuen Nazis in der Bundesrepublik.
Dabei wäre noch anzumerken, dass der Chauvinismus erst durch die Deutschen während der deutschen Besatzung Galiziens 1918 implementiert wurde – bei den reaktionärsten Kräften Galliziens!
Der deutsche Faschismus in der Ukraine ist also wesentlich älter als dieser Artikel erzählt!
Auch darf nicht vergessen werden: Die BRD wurde von den Angloamerikanern unter Benutzung des Nazi-Goldes und der Kader der Nazis errichtet.
Seit Bestehen der BRD, wurde die Politik der Nazis stringent weitergeführt.
Es wurde lediglich etwas „sanfter“ angestrichen. Heute kommt die alte faschistische Fratze immer deutlicher zum Vorschein!
. Wie Rossolinski-Liebe im Interview mit german-foreign-policy.com berichtet, deuten freigegebene CIA-Dokumente darauf hin, „dass kein anderer westlicher Geheimdienst so lange wie der BND die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) in München unterstützt und Bandera so viel Macht eingeräumt hat“. ALLES LESEN !!
MERZ & CO. KÖNNEN NUR VON USA GESTEUERTE NEO-NAZI SEIN!!
Moin,
die Geschichte der heutigen Ukraine umfasst ja auch so das eine und andere Deutsche:
https://migrations-geschichten.de/geschichte-deutsche-siedlungen-ukraine/
Mal sehen wie lang es noch dauert, bis Deutschland da Gebietsansprüche stellt…..
Ich denke es wird noch ca 2 Wochen rumgeschachert, dann hat sich’s ausgemerzt! Wie will er es denn anstellen Kanzler und Parteivorsitzender zu bleiben? Ich kann das nicht nachvollziehen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Rückgrat? Der Kanzler Dr. Merz attestiert sich selbst Rückgrat zu haben. – Ist ver -wandt mit Gräte, nicht ? Wohl bekomms!
@ Sepp Gladiola (22.09.2026 00:04 Uhr):
Aber, aber, nicht so ungeduldig, ich musste noch mit mir verhandeln.
Zu »1. Personalisierter Wandel statt institutioneller Veränderung«:
Ja, es ist nicht zu leugnen, dass das Gros eher zu Gesichtern als zu Themen neigt, und bei genehmen Gesichtern irgendwie nicht richtig zuhört. Aber nicht „wer“ ist wichtig, sondern „was“ gesagt wird und „wie“ mit dem Ausgesprochenen umgegangen werden soll. Deswegen bevorzuge ich Texte und lass Videos, vor allem Interviews (auch hier bei OM) meist ungesehen. Der Spaß an Textarbeit ist nicht weit verbreitet und im Bildungsauftrag der Schulen fängt es damit an, da wird der Spaß institutionell eher verhindert.
Zu »2. Konfliktinszenierung innerhalb eines gemeinsamen Korridors«:
Politik als Show, weiß jeder und niemanden interessiert oder stört es. Was vor allem die nicht zu verstehen scheinen, die davon überzeugt sind, wir lebten in einer „echten Demokratie“, dass die Show immer auf einer Bühne (»Korridor«) inszeniert wird und so ortsgebunden, begrenzt und verborgen zielorientiert ist.
Zu »3. Transformation von Systemkritik in verwaltbare Politik«:
Auch so ein alltäglicher Zaubertrick. Probleme werden vorgeblich in Teilprobleme und angeblich Teilaufgaben unterteilt. Auf die Forderung „Wir brauchen Revolution des Wohnungsmarkts!“ ist die Antwort dann „Ja natürlich, klar, wir bilden einen Ausschuss, der herausfindet, wer die Schnittchen macht“. Das führt dann zu „Meine bitte vegan.“ oder „Und meine bitte elektrisch.“
Zu den KI-Ergebnissen der Bundesländer:
»Kombination aus langlebigen sozialen und konfessionellen Cleavages sowie regionalen Institutionen, Netzwerken und historischen Erfahrungen […] Parteien sind teilweise wechselnde organisatorische Repräsentanten bereits vorhandener regionaler politischer Milieus.«
Unter Strich heißt das doch dann, die Wähler bekommen genau das, was sie wollten, und was sie gelernt haben zu wollen. Nur wird von den Parteien ausschließlich die Befindlichkeit eines Wählerwillens bedient und nicht eine materiell notwendige Veränderung. Die Wähler bekommen also, was sie verdienen. Schönes Menschenbild hat die KI da. Und sie macht abschließend das gleiche wie „gute“ Politiker und hält hin, mit alten Erkenntnissen in scheinbar klugen Worten:
»Damit lässt sich unterscheiden zwischen „starkes und persistentes Lager“, „starkes, aber volatiles Lager“, „dauerhafte Konkurrenz zweier ähnlich großer Lager“ und „dauerhafte Dominanz eines Lagers“.« Wow, 🥱
Ich gehe davon aus, dass Menschen einfache Parolen oder traditionelle Haltungen wählen, weil sie nicht persönlich – und damit meine ich physisch – angesprochen werden. Im echten Zwiegespräch lassen sich Menschen gerne zu etwas für sie neuem überzeugen, wenn sie sich als ernst- und wahrgenommen sehen. Politiker sind demnach deshalb erfolgreich, weil sie die Wähler aufmerksam und Zuwendung simulierend ignorieren.
Es geht ausschließlich darum, die gesellschaftliche Stase aufrecht zu erhalten – und KI hilft dabei.
(Ich könnte mich noch weiter darüber auslassen, aber zum einen bist Du ausgefünft und andererseits bleibt das Thema hier bei Overton ja erhalten.)
@ Two Moon:
Klar erinnere ich mich, weil ich Astrologie für völlig abwegig halte – das liegt allerdings an früheren persönlichen und unerfreulichen Begegnungen –, kann aber es aber als Narretei oder pures und absichtsfreies Interesse nachvollziehen.