Wer ist die gefährlichste Frau im ganzen Land?

Schwarzweißfoto von Ulrike Guérot
Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

»Spiegel, Spiegel an der Wand, wer ist eigentlich die gefährlichste Frau im ganzen Land?« Der Spiegel antwortete: »Sahra Wagenknecht ist die Gefährlichste hier! Zusammen mit Svenja Flaßpöhler! Aber Ulrike Guérot ist tausendmal gefährlicher als beide zusammen.«

Wir haben in dieser Gesellschaft ja durchaus ein Faible für starke Frauen. Rosa Luxemburg finden die Linken beispielsweise noch immer so toll, dass sie ihr jährlich gedenken. Zu recht! Ob nun Frida Kahlo, Clara Zetkin, Simone de Beauvoir oder Eleanor Roosevelt: Das waren alles richtig starke »Menschen mit Gebärmutter« – sie sind aber allesamt schon tot. So scheinen sie manchen, besonders auch den besonders progressiven Geistern unter uns, am liebsten zu sein: Wenn sie nichts mehr sagen können.

Starke Frauen, die jedoch noch was sagen können, vielleicht sogar etwas, was gemeinhin nicht so gerne gehört wird, ehrt man dann eher nicht mehr mit so großem Elan. Ganz im Gegenteil: Man bekämpft sie lieber. Erklärt sie für gefährliche Zeitgenossinnen und für die gefährlichsten Frauen im Lande.

Guérot bei Lanz: Wer fängt an?

Das ist offenbar das einzige Mittel, das man gegen solche Gefährderinnen noch auffahren kann. Man pathologisiert sie, ja kriminalisiert sie schier. Nehmen wir nur mal Ulrike Guérot: Sie wird erst seit etwa zwei Jahren als gefährlich gelabelt. Vor einigen Wochen saß sie bei Markus Lanz. Darüber wurde mehrfach berichtet. Sie hatte dort das erste Wort. Nachdem sie sich für Verhandlungen mit Russland ausgesprochen hatte: Kurze Stille in der Runde. Dann sagte Markus Lanz die berühmten Worte, an die anderen Talk-Teilnehmer gerichtet: »Wer fängt an?«

Ja, wer wollte denn anfangen, diese gefährliche Frau in Grund und Boden zu reden, ihr das Wort zu verdrehen, es abzuschneiden, sie nicht ausreden zu lassen? Alle wollten sie. Denn gegen Gefährderinnen von dieser Qualität darf und kann es kein Zögern geben, da muss man sich ranhalten. Und das hat die Runde an jenem Abend dann auch vollbracht. Meisterlich. Propagandistisch abgerundet.

An jenem Abend mauserte sich Frau Guérot zum enemy of the state, wurde zur Staatsfeindin Nummer 1 erklärt. Sie war im Dissidentinnenolymp angelangt. Und mit Leuten, die dieses Gütesiegel verpasst bekommen haben, spricht man nicht mehr – man redet auf sie ein, kämpft sich an ihnen ab. Man fragt sie nicht mehr, man befragt sie – wie beim Verhör. Da wird der gängige Haltungsjournalismus polizeilich aktiv. Solchen Renegaten und Renegatinnen gestattet man keinen Fußbreit mehr. Es geht nur noch um soziale Ächtung, um Shitstorms und darum, die differenzierten Ansichten, die sich von der herrschenden Meinung teils grundlegend unterscheiden, voll und ganz zu diskreditieren.

Also wer fängt an? Alle gleichzeitig, in synchron gesprochenen Monologen, denn es ist ja so ein dankbares Unterfangen, eine Person, die zum Abschuss freigegeben wurde, nach allen Regeln der Verleumdungskunst vorzuführen. Gäste schießen sich auf sie ein, Kollegen mischen mit. (So wie Armin Nassehi, Soziologieprofessor aus München – und nebenbei eifriger Vertreter von LibMod -, der neulich seiner Kollegin Guérot sogar indirekt den Suizid der österreichischen Impfärztin Kellermayr andichtete.) In den Netzwerken werden Geschütze aufgefahren. Es ist ein schierer Totalitarismus, der sich manifestiert und kruderweise als demokratische Haltung feiern lässt.

Staatsfeindinnen

Vermutlich einen Rang verloren in der Gunst unserer bolschewoken Abschnittsbevollmächtigten hat Sahra Wagenknecht. Was Guérot jetzt erlebt, kennt die linke Politikerin seit vielen Jahren. Ob die Politikwissenschaftlerin auch mal eine Schokoladentorte ins Gesicht gedrückt bekommt, wie Wagenknecht vor vielen Jahren mal, kann man heute noch nicht sagen. Klar, es wäre nur eine Torte, nur ein bisschen Sahne. Aber der Akt sollte Wagenknecht damals demütigen, lächerlich machen. Sie dumm dastehen lassen. Haben damals eigentlich die üblichen Neofeministinnen aufgeschrien? Immerhin handelte es sich um einen toxischen Testosteronmenschen, der die Konditoreiware zweckentfremdete.

Neulich las man bei Twitter, dass Guérot nun endgültig übergeschnappt sei. Mehrfach geteilt wurde ein kurzer Clip, man sah sie auf einer Bühne, sie hielt ein Mikrofon in der Hand: Guérot erzählt von der digitalen Allverfügbarkeit, von den Gefahren – ein Schuss Widerwillen von den transhumanistischen »Segnungen« schwang mit. Sie sprach auch von Corona und der Ukraine. Etwas mehr als zwei Minuten ging das so. Was von dem Gesagten dazu geeignet war, der Frau den Verstand in Abrede zu stellen, wurde nicht erklärt – es wurde einfach nur in den Raum geworfen. Wer über Staatsfeinde urteilt, kann sich Begründungen ganz offensichtlich sparen. Und auch hier könnte Wagenknecht sicher aus ihrem reichhaltigen Schatz diskreditierenden Verhaltens ihr gegenüber berichten.

Es geht ja bei Personen, die man als Dissidenten kartographiert hat, gar nicht so sehr um die Inhalte. Die lässt man hinter sich, blendet man gezielt aus. Es geht um deren Haltung. Und ja, es geht darum, dass sie sich nicht unterwerfen. Ob nun Wagenknecht oder Guérot: Dass sie dem Mainstream nicht huldigen, kaschieren sie ja nicht gerade geschickt. Ihre oppositionelle Haltung zu einer fast schon totalitären Mehrheitsmeinung vertreten sie selbstbewusst, belesen und eloquent. Vor allem um dieses Selbstbewusstsein geht es denen, die sie zu Staatsfeindinnen ausrufen. Es ihnen auszutreiben: Das ist der Antrieb.

Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie Magazins, ist übrigens eine weitere Frau in diesem momentanen Dissidentinnenbunde. Auch sie sorgt mit ihren Auftritten für Empörung, mausert sich zur Staatsfeindin, die was gegen das Gendern und den woken Neofeminismus zur Diskussion anreicht. Solange diese drei starken Frauen an aufsässige, gescheite und sich nicht vom Wege abbringende Frauen aus der Geschichte erinnern, kann man mit Guérot, Wagenknecht und Flaßpöhler noch umgehen: Ja, da findet man gar lobende Erwiderungen, stimmt mit ein. Wenn sie aber selbst diese Rolle einnehmen, werden sie zu Gefährderinnen deklariert, gegen die fast jedes Mittel recht ist.

Die Angst auf tönernen Füßen

An dem, was diese drei mutigen Frauen in diesen Tagen zur Debatte beitragen, spürt man die gesamte Angst unseres Systemapparates: Denn der greift zu Mitteln und Methoden, die man nicht gerade als souverän einordnen kann – und er tut es immer unverblümter, direkter, sichtbarer. Man bietet alles auf, was die Staatsträgerschaft hergibt, um deren Ansichten zu einer Meinung zu deklarieren, die man zwar per Meinungsfreiheit haben darf, aber nicht muss, wenn einem die soziale Achtung lieber ist als die soziale Ächtung. Also kürt man das, was sie zu sagen haben, zu einer Spinnerei von Frauen, die man bitte nicht ernstnehmen soll.

Natürlich trifft es auch Männer mit anderer Meinung, auch sie werden aus dem schmalen Meinungskorridor gedrängt, müssen mit Unterstellungen und Ehrabschneidungen leben, auch ihnen säbelt man das Wort ab, schreit auf sie ein, sorgt für massive soziale Ausgrenzung. Doch bei den genannten mutigen Frauen läppert sich die wohlfeile »Haltung«, die heute als ganz großer Wurf deklariert wird, zu einem lächerlichen Ausbund an Selbstgefälligkeit zusammen.

Denn die mutigen Altvorderen von dunnemals, die historischen starken Frauen, die auch gegen die Mehrheit, gegen den Mainstream, gegen die Stimmen argumentierten, die den Apparat lenkten, sind offenbar nur gefeierte Heldinnen, weil sie nicht mehr sind, keinem mehr im Wege stehen – ja, weil sie schweigen. Die, die wir aber noch haben, die sich noch was trauen können, sich nicht beeindrucken lassen, die überzieht diese Haltungsgesellschaft mit Hohn und Spott – und ja, auch mit gesteuertem Hass. Man stelle sich nur mal vor, was los wäre, käme die Luxemburg zurück, gleich jenes Christus in Dostojewskis Großinquisitor, nur um anzumerken, dass sie die pandemische Entmündigung und den Kurs gegen Russland idiotisch findet: Da wäre es aber ganz flugs vorbei mit den jährlichen Feierlichkeiten.

Ob nun Ulrike Guérot, Sahra Wagenknecht oder Svenja Flaßpöhler: Sie buhlen um den Titel der gefährlichsten Frau Deutschlands. Und das beinahe schon Woche für Woche für Woche. Die amtierende Herrschaft muss wirklich auf tönernen Füßen stehen, wenn sie es nötig hat, diese wertvollen Querdenkerinnen – einst ein ehrenvolles Label, das man im Ekel vor Andersdenkenden umgewertet hat – derart zu stigmatisieren.

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73 Kommentare

  1. Ich bin echt beeindruckt, eine sehr guter Meinungsartikel – und ich hätte es nicht so gut sagen können, es spricht mir aber aus dem Herzen. Wir sind auf einer steilen Rampe auf dem Weg zu einem neuen Faschismus – und merkt es einer?

    1. Ja das sind wir..,!
      ich nicht, weil ich nicht mehr in diesem Land lebe, aber was sich in den Medien in Deutschland abspielt ist mit gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar …

  2. Diese Frauen sind gefährlich, weil sie intelligent und kompetent und seriös sind.

    Andere Frauen sind dies nicht. Beispielsweise Annalena Baerbock, die sich ihrer wertebasierten Politik rühmt, aber eine Frau bewundert, die den Tod von 500.000 irakischen Kindern meint verantworten zu können oder Nancy Faser, die gerne Abweichler vom geltenden Narrativ in die rechte Ecke verortet, sich selber aber neben einer stolzen ukrainischen Blondine ablichten lässt, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „Black Rifles matter“ trägt.

    Auch wenig intelligent ist ein gewisser Markus Lanz, der eine „Expertin“ einlädt, die in seiner Sendung rassistisches Gedankengut über die Russen äussert.

    1. Stimme Ihnen 100%-ig zu.
      Frau Baerbock ist, Ihrer Argumentation folgend, auf geradezu atemberaubend bedrohliche Art total ungefährlich.
      Herr Lanz sollte seine Sendung in „Lanzer/Landser” umbenennen. Das würde als Trigger-Warnung für die zu erwartende intellektuelle Insolvenz ganz gut funktionieren.

      1. Ein toller Beitrag in der von Blockwarten und Volksverpetzern auf niedrigstem Niveau geführten Ausgrenzungsdebatte gegen diese drei souveränen und intelligenten Frauen, die meinen größten Respekt haben!

    2. 👍👍👍 to the point! Aber Madeleine wurde ja auch am Ende Feministin…da sind die paar Kinder schon ok🤬 Die grüne Moral ist unerträglich geworden.

  3. Meinungsfreiheit gab es in der DDR auch …
    Es sollte eben nur die richtige geäußert werden…
    So wie heute auch…

    Ich habe ja kein Problem, wenn jemand die Meinung der Tagesschau vertritt. Aber wenn er mir dann wiederspricht, sollte er es mit Argumenten machen. Doch daran scheitert es meistens…

    Warum sind im Moment die größten Kriegstreiber in Deutschland Frauen?
    Baerbock, Van der Leyen, Stack-Zimmermann usw.

      1. Ohne dies diskriminierend zu meinen:
        Ist die ‚als Frau gelesene‘ Person Strack-Zimmermann nicht eine „Umgebaute“?
        Hörte mal kürzlich sowas…

    1. …man darf den vielen namenlosen Frauen, die Tag für Tag für die anständige Seite hierzulande eintreten, keinen „Strick“ drehen, nur weil ein paar ihrer Geschlechtsgenossinnen rücksichtslos Karriere machen wollen. ALB, AdL, SrZ sind ja nur die Köpfe in Orgas, die von Dutzenden Abteilungsleitern und Mitarbeitern bestehen. Die files & ranks. Und die sind meist vor allem Männer. Nicht zuletzt, weil ein Groß rekrutiert wurde noch in pre-Gleichstellungszeiten. Eine Beamtenlaufbahn in der BRD kann ja recht lang sein.
      Aber vielleicht weiß ja jemand hier Bescheid von den inneren Vorgängen in den Ministerien, in denen Tausende Menschen arbeiten…

    2. Servus oskar,

      tja, das ist ja leider das größte Problem, unserer völlig irrationalen Zeit: Je mehr von „Meinungsfreiheit und Toleranz“ gefaselt wird – desto weniger, gibt es sie. „Meinungsfreiheit“ ist es nur, wenn man dem woken „mainstream“ entspricht. Das beschert dem Dummichel, ein moralisch gutes Gefühl und verlangt keinerlei geistige Anstrengungen. Die „richtige“ Meinung, holt man sich aus der „Tagesschau“ – und fertig ist der nährwertlose Meinungsbrei, den man leicht verdauen kann. Einige emotionale Geschmacksverstärker – tote Kinder – schon wird die Empörungswilligkeit, aktiviert.

      Wirkliche „Argumente“, sind weder erwünscht – noch unter ehemals „realen“ Bedingungen möglich. Die einst gepriesene „Diskussionskultur“, in der konträre Meinungen aufeinandertrafen, um eventuell zu GEMEINSAMEN Lösungen zu gelangen – das war einmal. (Das liegt aber auch daran, dass heutige „Meinungsmacher“, weder die umfassende Bildung, noch den geraden Charakter einstige Politiker haben. Es sind nur noch durchideologisierte Politagiteure, die unterste Liga einer „NAPOLA 2.0“)

      Interessant ist auch, wie man so manche „Kämpfer“, für die richtige Meinungsfreiheit, ins Straucheln bringen kann: „Im Grundgesetz steht, jeder kann sich überall informieren, ZENSUR, gibt es nicht. Wenn nun keine Zensur herrscht, aber dennoch manche Medien plötzlich verboten werden: Wovor hat man Angst? Was darf der Bürge nicht sehen, hören – um sich seine Meinung zu bilden?“ Dann kommt natürlich: „Fake news, Putin-Propaganda“, etc. Nun, wer dauernd von „fake news“ spricht, hat wohl selbst Erfahrung damit.

      Kurz gesagt: Heute sollte man „Frei von eigener Meinung sein, als Meinungsfreiheit zu fordern. Die Welt ist nur noch ein stinkendes „shithole“.

  4. Das war nötig, Herr Roberto De Lapuente.
    Meiner Meinung hätte das Prof. Maja Göpel dazugehört, ich weiß, wo sollte es dann enden? Sie ist nicht so zerrissen worden wie die drei genannten, aber weit mehr als ein Splitter im Fleisch des ökonomischen Systems.
    Am meisten schmerzt mich, dass Armin Nassehi beiden Kritikern ist, ansonsten wirklich gut durchdenkender Wissenschaftler. Aber dann auch wieder Lib Mod??
    Der Frau Wagenknecht die Torte ins Gesicht zu „hauen“ zeigt doch nur auf welchem Niveau da Politik gemacht wird. Wie sie richtig schreiben, die Frauen sind nicht nur vorbereitet, es scheint, dass sie in der Materie zu Hause sind.
    Als Mann wünschte, ich mir, ich könnte auf die Angriffe in solchen Talkshows so gelassen reagieren wie die Frauen.
    Die Stimmen sind so wichtig, weil es keine Revolutionen geben wird, die Gesellschaft wird sich aus sich heraus verändern, von daher wird gegen solche Standpunkte wie sie die Frauenvertreten (klares sehen was ist und das sagen) gehetzt.

    1. Es ist gut, dass Sie festhalten, dass da noch welche fehlen in der Auflistung. Danke dafür. Und je mehr wir hier noch zusammentragen, desto besser: Denn das macht ja Hoffnung, dass es mehr von denen gibt, von denen wir glauben, sie seien rar.

      1. Lieber Herr De Lapuente,

        Ihre klugen Analysen, sind zwar innerhalb unserer „Selbsthilfegruppe der Enttäuschten“, ein wirksames „Lokalanalgeticum“, allerdings den Begriff „Hoffnung“, habe ich bereits als „unbrauchbar“, entsorgen müssen.

        Wir – zumindest ich empfinde es so – befinden uns einem artgerechten Gehege – zwar noch nicht Gefängnis, in dem nur intern Meinungsaustausch auf fruchtbaren Boden fällt. Der aber kaum nach außen dringt. Und das ist es, was mich so erschüttert.

          1. Was zweifellos, eine weitere „Enttäuschung“ wäre;o))) Ich kommentiere ja auch weiterhin – aber man brodelt leider nur im eigenen Saft. Das war ja auch nicht als Kritik gemeint, sondern als Ausdruck einer tiefen Desillusion.

    2. (Re: Nassehi. Er war neben seiner populären Soziologie halt auch schon immer sehr gern im öffentlichen Fokus. Das rächt sich jetzt vielleicht. Es gibt Dutzende Soziologen warum hören wir immer im öffentlichen „Diskurs“ nur dieselben 3 Namen? Das liegt nicht zuletzt auch an deren Profilneurosen. Anyway. Nassehi hat es sich aber endgültig verscherzt als er auf das Angebot der Grünen vor 3 Jahren oder so eingegangen ist. Das war dann die Preisgabe der eigenen Integrität als Wissenschaftler. Wäre ich einer seiner Exstudenten fänd ich das echt schlimm. Sie sprechen vom „Schmerz“. Es hat mich freilich auch etwas gewundert. Also vielleicht lieber Lessenich. Obwohl der jetzt keine Frau ist…)

  5. Zu 100 Prozent einverstanden mit diesem Beitrag. Phantastisch.

    Das Schlimme an der ganzen Gemengelage ist jedoch mal wieder, dass die amtierende Herrschaft (Zitat) großen Erfolg mit ihrer Ausgrenzung und Stigmatisierung der genannten Personen hat! Es funktioniert! Daher sind es eher keine „tönernen Füße“, auf denen diese Herrschaft steht, sondern recht stabile, wie ich zu meinem Bedauern konstatieren muss.

    Und was Herrn Lanz angeht, der alle 3 Frauen ganz gerne mal einlädt, so gewinnt man den Eindruck, dass ihm hin und wieder mal einfällt, dass es so etwas wie Meinungsfreiheit gibt und er diese in seiner Sendung, die ja eigentlich die Vielfalt an Meinungen widerspiegeln soll (natürlich! Wir sind ein freies Land blabla….), er also diesen genannten Damen, quasi als Almosen, eine Bühne gibt, eine „Chance“ gibt, sich verständlich zu machen, es jedoch nicht versäumt, von Anfang an seine Verachtung für bzw. seinen Ekel vor der Haltung der Betreffenden zum Ausdruck zu bringen. Sehr, sehr schade, sehr, sehr schlimm.

  6. Gegen den Mainstream anzugehen ist fast nicht möglich – habe ich selbst im „Freundeskreis“ erlebt. Es wurde und wird schon im Vorfeld von unseren Politikern und den Medien darauf hingewiesen, dass ein Protest gegen weitere Kampfhandlungen und für echte Verhandlungen (welche z.B. durch ein Ende der Waffenlieferungen erzwungen werden könnten) nur von den Russen gelenkt sein kann. Ergo ist jeder der so etwas fordert ein „Putinfreund“ und wird Mainstream gnadenlos verfolgt. „Putinfreund“ kann mit „Kriegsverherrlicher“ gleichgesetzt werden und schon kann die juristische Fakultät auf der Bildfläche erscheinen.

    Es ist schon schlimm, dass allein die in der Frage des Umgangs mit den Kriegsparteien, den Auswirkungen des Embargos auf unsere bzw. auf die westeuropäischen Volkswirtschaften aufwerfen ausreicht, um als Neurechte(r)(clevere Variante) rechte(r) oder linke(r) Populist schon im Vorfeld diffamiert zu werden.
    Es fällt auf, dass es halt immer wieder die Spezialdemokraten sind die sich mit solchen Diffamierungen besonders hervortun.
    Fazit, wenn es den sein muss: „Ein Widerstand der falschen Seite, ist besser als gar kein Widerstand“*
    * der Satz ist nicht von mir, kenne aber den Verfasser nicht.
    Alle Achtung vor dem Mut der im Bericht erwähnten Damen.

    1. Gib‘ dem Kleinbürger ein von der Obrigkeit komfortabel gesatteltes moralisch-hohes Ross und er macht sofort den apokalyptischen Hofreiter.

  7. Gaby Weber ist eine Frau, mit gutem Journalismus!
    Dann zum Tode der Tochter Dugins, ein TP Artikel.
    Der alt bekannte DJ Holzbank, öffnete seine Ansichten zum Artikel
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Wer-legte-die-Moskauer-Autobombe-und-warum/Relotius/posting-41501903/show/
    etwa in der Mitte zu seinem Thread diese Antwort
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Wer-legte-die-Moskauer-Autobombe-und-warum/Re-Relotius/posting-41503734/show/

    Diverse Positionen zu vertreten gehört zur Demokratie, ABER INDIREKTE DROHUNGEN auszuschreiben ohne das der zensor einschreitet unterstreicht Herr Roberto’s Zeilen!

    1. Da Sie Frau Gaby Weber erwaehnen, ich habe noch Frau Renate Dillmann
      und Frau Karin Leukefeld im Angebot. Tolle Journalistinnen alle drei.
      Und natuerlich noch die Sevim Dağdelen, Die Linke ……

  8. Zunächst wäre vorab zu klären, was man unter dem Begriff „gefährliche Frau“ versteht – für mich sind das die, die ihre Aussagen wie Brandbeschleuniger nutzen, um jede Debatte für einen Frieden immer negativ zu beeinflussen suchen.

    Da sind die Frauen Ursula von der Leyen, Annalena Baerbock, Marie Agnes Strack Zimmermann, Marieluise Beck bis hin zu Claudia Roth usw. Diese sind wegen ihrer Handlungen als die wesentlich gefährlicheren Frauen zu nennen.

  9. Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht gefährlich? Nein – Dumm!
    Gefährlich waren die „Noskes“, traumatisierte Militärs, denen man auch noch die Kasernen weggenommen hatte, die Nationalversammlung, die statt sich vom Militär schützen zu lassen nach Weimar ausgewichen (geflüchtet) ist, der in den Niederlanden im Exil lebende (uneinsichtige) Kaiser Wilhelm II, die Dolchstoßlegenden-Erfinder.
    Nach der Währungsreform 1923 eigneten sich vor allem international Vernetzte die billig angebotenen Filetstücke an, während verarmte Handwerker und Bauern schufteten, damit sie die Dachziegel ersetzen konnten, bevor es hereinregnete.

    Ulrike Guérot, Svenja Flaßpöhler, Sahra Wagenknechtt und andere gefährlich?
    Nein, Gefährliche sitzen nicht bei Lanz, Illner, Maischberger, Plasberg, Will. Bei den Gefährlichen gibt es heute kaum mehr Unterschiede, weder Frau noch Mann, ob in Deutschland oder in Bezug auf die Ukraine.

  10. Man ERKLÄRT sie für gefährlich!
    SO sollte das, glaube ich, verstanden werden.
    Selbstredend sind Strack-Zimmermann, Baerbock etc. die tatsächlich Gefährlichen.

    1. Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Gebräuche. Darum achte man darauf, dass die Worte begrifflich auch stimmen.
      SPIEGEL ….. BILD und auch Lanz stehen dies bezüglich meistens klar im Abseits – daran gibt es keine Deutelei.

      Schon Konfuzius sagte: „Bevor ihr streitet, klärt die Begriffe.“ (Zu leicht redet man sonst an einander vorbei)

  11. Dieses Vorgehen ist inzwischen auch in bisher kritischen Websites, Telepolis, eingezogen. Vorsichtig aber unverkennbar hat sich Rohland Barton zunächst mit beständiger Putin -Demontage ziemlich breit entfaltet, ausschließlich russische Dissidenten als objektive Zeugen zur Hand, jetzt hat er Daria Dugina am Wickel, die er als rechtsnationalistische Person wie auch ihren Vater zum Abschuss freigibt. Hier verwendet er die gleiche Methode, mit der Melenchon als linksradikal gebranntmarkt wird, Beweise bringt er nicht. Das TP-Forum wurde vorausschauend schon gesäubert, potentielle Kritiker rausgeworfen, einige strichen von selbst die Segel.

  12. Warum es nötig war der Darstellung medialer Doppelstandards noch einen Schuss polemische Querschlägerei beizumengen – „pandemische Entmündigung“ – ist nicht nachvollziehbar. Schliesslich hat die Seuche und der Umgang mit ihr kaum etwas mit dem Versuch, die NeoCon-Pläne zu realisieren, dem nun die gesamte Menschheit ausgesetzt ist, zu tun.

    1. Entmündigung hat schon was mit den Plänen der Herrschaften zu tun, denn so lernt man Gehorsam und Unterwerfung. Letztlich ist dies das genaue Gegenteil von offen diskutieren, Argumente austauschen und eventuell ein sinnvolleres Verständnis zu entwickeln.

      1. Bloss wurde niemand entmündigt. Bei der Gurtenpflicht im Auto würden Sie wohl auch nicht von Entmündigung sprechen. Auch dort nötigt der Staat Sicherheitsverhalten auf.

        1. Ich bin zwar nicht Simon. Aber ich mische mich einmal ein. Doch. Es ist auch dort eine Entmündigung. Einfach als Sachverhalt. Ich werde unter Androhung von Strafe zu einer Handlung gezwungen, die ich nicht ausführen möchte. Gibt es auch andere Begriffe für. Ich werde „nur zu meinem Besten“ vom Staat entmündigt. Ich darf nicht selbst entscheiden, was richtig ist oder ich für gut für mich empfinde.

          1. Na klar darfst du nicht selbst entscheiden. Wenn dem so wäre, dann bräuchte es keine Regierung und keine Wahlen, wozu? Es geht aber nicht um den einzelnen, es geht um die Gesellschaft.
            Es ist auch nicht so banal, dass es um Entmündigung geht. Für alles gibt es Verträge.
            Es gibt sogar den Gesellschaftsvertrag.
            Wie lange war es verboten abzutreiben, sogar die Abtreibung im Ausland vornehmen zu lassen, war strafbar und wurde bestraft. Eine Änderung hat es da erst gegeben, als immer mehr Frauen gegen die Gesetze verstoßen haben.
            Da beste an deiner Einlassung ist „Ich darf nicht selbst entscheiden, was richtig ist oder ich für gut für mich empfinde.“ Soll das, was richtig ist (woran macht sich das fest?) den, gut für mich empfinde gegenüberstehen?

            1. „Es geht aber nicht um den einzelnen, es geht um die Gesellschaft.“

              Da hätte ich doch gerne mal im Detail ausgeführt, inwieweit denn eine Gurtpflicht im Auto „der Gesellschaft“ dient. Und zwar in einem Umfang, der eine solche Entmündigung rechtfertigt.

              Das Verhindern von Fremdgefährdung ist es in diesem Fall ja wohl kaum – und in welchem Umfang jemand vorsätzlich oder versehentlich Eigengefährung betreibt, geht einen Staat gerade mal überhaupt nichts an.

              1. Zur Gurtpflicht müsste man diskutieren, wie weit der einzelne durch sein „negatives“ Verhalten die Gesellschaft finanziell in Haftung für einen wahrscheinlich höheren Schaden mit nehmen darf, wenn ein schwerer Unfall passiert.

                Wo fängt man hier an? Wo hört man hier auf? Denn alleine Bergsteigen/ Klettern zu gehen, ist ja auch nicht verboten.

                Hier kann man nur über einen Erhalt eines mehrheitlichen Konsens in jedem Einzelfall sprechen, was immer einen Beigeschmack von Lobbyismus mit bei behalten wird.

                Vielleicht sollte es dort keine Verbote Seitens der Regierung sondern ein Haftungsausschluss durch die Versicherungen geben, um die Gemeinschaft vor den Mehrkosten zu schützen?

        2. Natürlich wird man mit diesen Gesetzen entmündigt, weil man wie ein unmündiges Kind bevormundet wird. Und dies obwohl in vielen Fällen weder der Nutzen der angeordneten Massnahmen bewiesen ist noch diese wenigstens, wie das Anlegen eines Sicherheitsgurts, ungefährlich sind.
          Oder hast du schon mal was von Autopassagieren gehört, die nach dem Anlegen eines Sicherheitsgurts eine Myokarditis oder eine Sinusvenenthrombose entwickelten?

  13. Mir war und ist schon klar, wie der Autor das mit den „gefährlichen Frauen“ gemeint hat.
    Ich will aber auf die „großen“ Gefahren hinweisen, vor denen wir aktuell stehen.

  14. Figuren wie Nassehi bezeichne ich immer nur als Einschaltquoten-Soziologen.
    Aus dem Kulturbereich könnte man noch Lisa Eckhart und Lisa Fitz zu den „Gefährlichen“ zählen.

  15. So sehr ich Vieles schätze was Ulrike Guérot, Sahra Wagenknecht oder Svenja Flaßpöhler zum Ukraine-Krieg und teilweise auch zu anderen Themen sagen, so sehr ärgert mich manchmal aber auch wie wenig klug sich diese Frauen oft in Talkshows oder anderen Diskussionen verhalten. Das gilt jetzt weniger für Wagenknecht, sondern mehr für die anderen beiden Frauen. Besonders Ulrike Guérot lässt sich zu leicht aus der Reserve locken und dann in aufgeregte Dispute und vorbeitete Fallgruben locken, wo sie in diesem ÖRR-Umfeld nur verlieren kann.

    Eigentlich müssten sie doch wissen wie das dort abläuf, wie das Szenario geplant ist indem sie dann gleich von mehreren Seiten mit ständigen Unterbrechungen attackiert werden, ohne in der Lage sein zu können die eigenen Standpunkte vernüftig erklären zu können. Wenn man sich schon in so ein Umfeld begibt, dann muss einem doch klar sein, dass man da sehr klug, selbstbeherrscht und kontrolliert vorgehen muss und dass man keine Fairness erwarten kann. Das ist sicher nicht leicht da die Nerven zu behalten, aber ich denke es ist möglich. Und wenn nur eine dieser Frauen das einmal schaffen würde hier klüger vorzugehen, dann hätte das sicher einen riesen Effekt.

    Natürlich trifft das Gleiche auch auf viele „gefährliche“ Männer zu. Wer es aber bespielsweise ziemlich gut hinbekommt ist Richard David Precht. In Ukraine-Diskussionen mit Lanz sieht dieser gegen Precht immer ziemlich alt aus.

    1. Bei den Männern sollte man Serdar Somuncu nicht unerwähnt lassen. Wurde ja bei seinen TV-Auftritten immer wieder zensiert. Er will sich leider nächstes Jahr aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

    2. Hi Two Moon,

      Precht ist doch kein „gefährlicher“.

      Er nimmt sich auf Grund seiner Unabhängigkeit mehr Freiheiten heraus, sich auch neben den Mainstream zu äußern. Dies tut Folker Hellmeyer und ein paar andere auch. Doch das dient doch nur der Aufrechterhaltung des „Fassadenjournalismus“ in Deutschland. Warum laden Sie nicht Thomas Röper mit seinen prorussischen Ansichten und den direkten Kenntnissen aus Sankt Petersburg ein? Ein IQ-Wunder ist ein Herr Röper doch nicht, dass müßte sich doch ein überzeugter Journalist des ÖRR zutrauen, wie der „neunmalkluge“ Lanz.

      Was Sie zur Beherrschtheit der Damen bei diesen Diskussionen sagen, da bin ich bei Ihnen.
      Nur die Frau Dr. Wagenknecht beherrscht das. Dabei beantwortet sie auch noch ohne auszuweichen deren Fragen und bringt dann aber auch ihre Aussagen an den Reporter.

      1. Hi Mengel,
        ja Precht ist nicht wirklich ein „Gefährlicher“, eher ein Gemäßigter. Ich wollte ihn eigentlich auch nicht in diese Kategorie stecken. Weil die beiden Sätze aber so nebeneinander stehen, entstand natürlich der Eindruck ich würde Precht zu den „Gefährlichen“ zählen.
        Gleichwohl agiert Precht ziemlich klug und er sagt auch nicht alles was er denkt, sondern nur das, was im aktuellen Rahmen durchsetzbar ist ohne ausgegrenzt zu werden.

        Wen ich übrigens auch noch zu den gefährlicheren Frauen zählen würde ist Juli Zeh.

        1. Hi Two Moon,

          ja Precht ist einer mit hoher Inteligenz. Er sagt bestimmt auch nicht alles, was er denkt.

          Macht Precht aber nicht zum Helden. Eher das Gegenteil.

          1. Hi Mengel,
            ein Held ist Precht wohl nicht. Das Gegenteil aber vielleicht auch nicht.
            Precht hat eine gewisse einflussreiche gesellschaftliche Position errungen und er mag diesen Einfluss.
            Man könnte ihm daher also unterstellen er sagt nicht alles was er denkt, weil er die mit diesem Einfluss verbundene Popularität und evt. auch das Geld nicht verlieren möchte.

            Es könnte aber auch so sein, dass er seinen Einfluss nutzen möchte um etwas, und zwar alles was möglich ist, zu bewirken gegen das Mainstream-Narrativ bezüglich des Ukrainekrieges. In diesem Fall muss er eben etwas zurückhaltender vorgehen um nicht gleich in die Putin-Versteher-Ausgrenzungsecke abgedrängt zu werden.

            Ich bin mir auch nicht sicher welche Motivation bei ihm die Bestimmende ist, vielleicht spielt sogar beides eine Rolle.

            So ehrenwert es ist immer zu sagen was man denkt in aller Schärfe und auch unter der Gefahr Einfluss und Anerkennung zu verlieren, so unklug und kontraproduktiv ist das machmal.
            Wenn man sich zu leicht ausgrenzen lässt, macht man es der Mainstreamfraktion in dieser Kriegsthematik nur um so einfacher ihre Sache gegen echte kritische Einflüße abzuschirmen.

            Wenn ich im Freudes- und Bekanntenkreis auf Diskutanten treffe, die deutlich aus der Putin/Russland-Hasser-Ecke kommen, dann sage ich auch nicht immer was ich denke, sondern halte mich teilweise bedenkt und spreche nur einzelne Aspekte an. Das führt manchmal immerhin dazu, dass diese Leute ins Nachdenken und ins Zweifeln kommen. Würde ich anders vorgehen, würden sie mir erst gar nicht mehr ernsthaft zuhören.

            1. Hi Two Moon,

              du kannst Recht haben, dass meine Behauptung über Precht „Eher das Gegenteil“ zu weit geht.

              Mich nervt aber auch das herum gelabbere von in der Öffentlichkeit stehenden „Putinverstehern“ , dass es ein „Angriffskrieg „sei (Nein, dass ist UN Artikel 51), dass Putin bestraft werden muss (wer hat mit der Ermordung von Russen bereits 2014 angefangen?), dass die besetzten Gebiete zurück gegeben werden müssen (darüber sollten die Bewohner der Gebiete entscheiden und keiner aus dem Wertewesten) usw.
              Hatte mir vor 2 Stunden ein Interview mit der Sevim Dağdelen bei Welt TV angeschaut, wo genau die von mir recht geschätzte Politikerin genau dies mehrfach tat. Es würde der deutschen Politiklandschaft gut tun, wenn es Politiker/ Parteien gäbe, die diese Stimmen aus dem Volk auch öffentlich vertreten würden, wie sie in weiten Teilen dieses Forums, bei MoA, Anti-Spiegel und zum Teil noch bei TP deutlich zum Ausdruck gebracht werden.

              Übrigens würde jedem Land Diplomaten gut zu Gesicht stehen, welche Politiker anderer Länder verstehen/ sich in diese hinein versetzen können, um eine vernünftige Politik im Interesse der eigenen Bevölkerung mit diesem anderen Ländern zu verwirklichen.

              1. Hi Mengel,
                Habe mir das Interview Sevim Dağdelen bei Welt TV angeschaut.

                https://duckduckgo.com/?q=Sevim+Da%C4%9Fdelen+bei+Welt+TV+&t=newext&atb=v257-1&iax=videos&ia=videos&iai=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DY-FbQpYCEPQ

                Dort hast du recht. Sevim Dağdelen, in meinen Augen eine taffe Frau, versucht in dem Mainstraem anerkannte Synonyme zu verwenden und wird von den zwei Journalisten trotzdem runter gemacht. Dann wäre es doch viel spannender, wenn Sevim Dağdelen richtig Kontra gibt und sagt die Donbas sind von RF anerkannt und auf Grund des Beistandsvertrages ist Russland in den seit 2014 stattfindenden Krieg auf Grund der UN Artikel 51 mit eingetreten.

                Diese Schnappatmung hätte ich gerne gesehen. Warum traut sich das keiner?

    3. Was ist so verwerflich daran, Frau zu sein?
      Geht es darum, eine Show abzuziehen?
      Muss es denn so sein wie bei Politikern, die auf eine Frage sagen, das ist nicht die Frage, die Frage dann selbst stellen und die auch beantworten?
      Ich finde es nur eloquent, wenn die Frauen bei ihrem Standpunkt bleiben, so wie sie es können und nicht wegen der Form sich verdrehen. Im Grund entlarven die anderen sich doch selbst. Das schreiben sie doch auch.

      1. Hi Peter,
        also mein Kommentar war natürlich nicht nur auf Frauen bezogen, das habe ich am Ende meines Kommentars ja noch mal deutlich gemacht. Weil der Artikel um Frauen ging, habe ich mich erst mal nur auf die bezogen.
        Ansonsten: Siehe meine letzte Antwort auf Mengel.

        Manchmal und für manche Menschen macht es eben Sinn, wenn sie auf volle Konfrontation gehen. Manchmal und für manche andere Menschen ist aber genau dies nicht ratsam.
        Wenn es einem um die Sache geht und nicht nur um Profilierung oder Frustabbau oder Ähnliches, dann muss man hier gut abwägen.

  16. Auf Telepolis findet sich ein Artikel zu Darja Dugina von einem Roland Bathon. Dieser Artikel enthält weder bedauernde Worte, noch irgendeine Zurückweisung von Mord als politischem Mittel.

    Er endet mit einem Satz, der die ganze Widerlichkeit der heuchlerischen Westhetzpresse aufscheinen lässt::
    „Ihre Verwandlung von jemandem, der in der Jugend selbst ein solches Leben geführt hat, hin zu einer Ultranationalistin war zum Zeitpunkt ihres Todes bereits vollständig abgeschlossen.“

    Was will uns der Autor in Anbetracht der Ermordung eines jungen Menschen damit sagen? Ist Darja selbst schuld an „ihrem Tod“ (also nicht: „ihrer Ermordung“)? Wenn jemand von wem auch immer als „falsch“ etikettierte Ansichten vertritt, ist ein Mord legitimiert, das Mordopfer selbst schuld?
    Dazu noch die lyrische Anspielung auf Kafkas „Verwandlung“ eines Menschen in ein Ungeziefer.
    Dazu fällt mir nur noch Kreislers „Schlag sie tot“ ein.

    Für Begriffsstutzige eine kurze Anmerkung: Vor der Meldung ihrer Ermordung war mir das Mordopfer, auch ihr Vater nicht bekannt. Gelesen habe ich von beiden nichts. Daher weiß ich nicht, ob ich mit deren Ansichten etwas anfangen könnte. Das ist mir auch egal, was die dachten und sachten. Es ist nicht legitim, Mord zu legitimieren.

    Der „Werte-Westen“: Keinerlei Anstand, keine Moral, keine Skrupel, kein Gewissen.

    In Anspielung auf einen anderen Overton-Artikel: Es stellt eine Verharmlosung der heutigen Zeit dar, wenn man sie mit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts vergleicht.

    1. Hi Ohein,

      habe heute mit einem guten Freund diskutiert. Alle Vorfälle die unschön für die Ukraine aussehen, sind noch nicht richtig aufgeklärt. Aufgeklärt können diese Ereignisse aber nur von „unabhängigen“ westlichen Akteuren werden.

      Personen, welche auch auf Grund ihres Berufes und der Einsatzorte Aussagen zu Ereignissen machen können, welche dann aber nicht prowestlich ausfallen, wie bei Jacques Baud sind „gedrehte Boote“, VTer, denn so werden sie auch von „Wikipedia“ beschrieben.

      Die USA zu hinterfragen, kann man vielleicht noch machen. Doch unsere Politik zu Russland unter den (Oliv)Grünen ist super. Fehler haben die Regierungen davor nur mit zu viel „Putinfreundlichkeit“ gemacht.

      Hier wurde Menschen super beigebracht, Meinungen, welche nicht ins Bild passen, auszublenden. Dabei war das mit eine Stärke der Leute in der DDR, Schwachstellen auch im Kleingedruckten zu finden. Die Propaganda wirkt!

    2. Sie müssen wissen, dass dieser Herr Bathon ein relativ neuer russophober Hassprediger bei TP ist. Diese Charakterisierung hat mir eine zeitweilige Sperre eingetragen, bevor man mich endgültig rausgeschmissen hat. Das Ganze ist auch im Zuge der Neuausrichtung von TP zu sehen, wo eine Nazi- und russophobe Kriegshetzerkloake ins Forum geschwappt ist.

  17. Ein sehr guter Kommentar! Ich frage mich auch wo die Feministinnen sind, die an sich für das starke, mutige Frausein eintreten – bei Guerot, Wagenknecht und Flaßpöhler sind sie alle verstummt?! Ich finde, dass die genannten Damen für Vernunft und Respekt stehen und kluge Haltungen vertreten, die Regierung und Medien vermissen lassen, ja sogar unklug umgekehrt haben! Diese 3 haben salopp gesagt „die Eier in der Hose“!

  18. Rosa Luxemburg,
    …war das nicht die, die die russische Revolution unbedingt auch in Deutschland haben wollte (himmelhilf!), und die dann leider nur durch die anderen (nationalen) Sozialisten gestoppt werden konnte….
    Was da Regen, was da Traufe war, ist im Nachhinein schwer zu sagen…
    Was Deutschland bekam (NSDAP), war von Übel. Was wir hätten bekommen können (Stalinismus), …wär‘ das wirklich ‚besser‘ gewesen?
    Ich hab die Rosa Luxemburg auch mal verehrt. Da war ich noch jung und d…
    Inzwischen weiß man: Der Sozialismus/Kommunismus hat eine so eklatante Misserfolgsbilanz … … …

    1. Wer schreibt, er hätte eine Luxemburg mal verehrt, dabei aber nicht weiß, dass Rosa gerade keine Leninistin und schon gar keine Stalinistin war, hat substanziell überhaupt nichts begriffen und diese aufrechte Frau bestenfalls als pseudophilosophische Wichsvorlage missbraucht.
      Deshalb kann man sich eine Kritik an weitergehenden Bewertungen sicher ersparen.

      1. ja bitte, spar dir deinen Wichs. Ansonsten einen schönen Sonntag mit deiner Vorlage.

        Nach 50 Jahren reflektieren über den Sozialismus und jemand, der diese Partei früher gewählt hat, muss ich leider sagen, dass der Sozialismus sehr dem Kommunismus ähnelt und nicht wirklich besser ist. Man sah das deutlich am rigiden Corona-Maßnahmenvollzug.

        1. Und ich dachte immer, dass Kommunismus erst nach entsprechender sozialistischer Grundlage möglich ist, weil einerseits die Produktivkräfte genügend entwickelt sind und andererseits die Gesellschaft hinreichend organisiert ist, um reif für diesen Schritt zu sein.

          Ein rigide Corona-Maßnahmen-Vollzug sagt erst einmal nur bedingt etwas über ein ökonomisch organisiertes gesellschaftliches System aus.

          Für Marx bedeutete aber Kommunismus „Freiheit für Alle“.

  19. Das Beste wird sein, Spiegel und Co links liegen zu lassen, nicht kaufen, nicht lesen, nicht kommentieren, einfach vergessen. Alles andere hat sich als unwirksam erwiesen. Sie waren, sie sind und sie bleiben unverbesserlich, nicht lernfähig, ignorant und spalterisch. Für mich persönlich seit 2,5 Jahren nicht mal mit spitzen Fingern anzufassen.

    1. „Spiegel“, kaufen??? Nö. Aber wenn auf irgend einem öffentlich Klo, einer herumliegt: Sicher schaue ich hinein. Gönnen wir uns doch den kleinen Luxus, von oben herab ein bisschen im mainstreamigen Dorgenmillieu zu schnüffeln. WIR wissen ja, nicht davon abhängig zu werden. Und ich schaue auch gern in geistig geschlossene Abteilungen. ICH, komme da ja wieder raus.

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