
Das deutsche Feuilleton betrauerte diese Woche den Tod eines Russen. Nun gut, eines Amerikaners, der in seiner bekanntesten Fernsehrolle einen Russen spielte. Mehr Russlandfreundlichkeit gibt es in Deutschland derzeit nicht.
Walter Koenig ist vor einer Woche gestorben. Wer? Kennen Sie nicht? Vielleicht wäre es daher sinnvoller, ihn beim Namen seiner bekanntesten Rolle zu nennen: Pavel Chekov. Koenig spielte von 1967 bis 1969 die Rolle des russischen Navigators auf dem Raumschiff Enterprise. Der Schauspieler kam erst ab der zweiten Staffel zum Cast der Produktion dazu. Später griff er seine Rolle für sieben Kinofilme der Star-Trek-Reihe nochmals auf. Chekov war bei den Fans der Serie ein äußerst beliebter Charakter. Er stand für die Weltoffenheit, die der Schöpfer der Serie – aus der im Laufe von Jahrzehnten ein riesiges Franchise mit vielen Serien und etlichen Kinofilmen wurde –, ein Mann namens Gene Roddenberry, den Zuschauern unbedingt aufzeigen wollte.
Für Mitte der Sechzigerjahre war es mutig, den Zuschauern in den Vereinigten Staaten eine Zukunftsvision vorzusetzen – die Serie Star Trek, die im Deutschen Raumschiff Enterprise heißt, ist zeitlich im Jahr 2265 verortet –, in der Frauen in verantwortlichen Positionen auf der Brücke des Raumschiffs standen, Schwarze mitwirkten – und am Ende sogar ein Russe Platz fand, immerhin der Vertreter einer Nation, mit der sich die Vereinigten Staaten des Jahres 1967 – da trat Koenig erstmals als Chekov auf – in einem Kalten Krieg befanden. Die Enterprise verhieß Fortschritt – sie war eine progressive Serie, die aufzeigen wollte, dass es für die Menschheit gut ausgehen konnte, wenn sie es nur wollte.
Der wünschenswerte Russe
Star Trek war eine Utopie in drei Staffeln – danach wurde die Serie abgesetzt, die Fans rangen zehn Jahre darum, dass es mit Captain Kirk und Co. weitergehe. 1979 folgte der erste Kinofilm – einige Jahre später ging eine Nachfolgeserie auf Sendung, The Next Generation. Der Großteil heutiger Science-Fiction kann sich Zukunft nur noch als düsteren Ort vorstellen, an dem die Menschen darben, um ihr Überleben kämpfen müssen. Man kann nachvollziehen, weshalb heutige Futuristen so miesmutig sind. In den Sechzigern verspürte mancher offenbar noch ein Gefühl des Aufbruches, eine andere Welt schien möglich – Roddenberry wollte dem Publikum eine optimistischen Aussicht bieten. Einen Russen an Bord zu holen war mutig, eine kleine Provokation – ebenso wie einen Weißen eine Schwarze küssen zu lassen. Letzteres war ein viel größerer Skandal, ganz besonders in den Südstaaten. Die Rolle des Chekov erfreute sich jedoch recht schnell großer Beliebtheit.
Der schlanke, eher schmächtige Navigator der Enterprise, der im englischen Original – ebenso wie in der deutschen Synchronisation – mit stark russischem Akzent sprach, hatte alles, was man sich im Westen von einem Russen wünschte: Er war emotional, aber auf eine liebenswerte Art und Weise. Dazu war er kulturbeflissen, leicht spleenig und hatte nebenher noch einen Schalk im Nacken. Eine menschliche Rolle eben, die fast zwangsläufig zur Publikumsbeliebtheit kommen musste. Als Chekov, also Walter Koenig, am vergangenen Sonntag starb, waren es diese Werte, die man in den Rückschauen auf seinen Charakter nochmals ausbreitete. Ja, dieser Chekov war eben ein Russe, wie man ihn sich herbeisehnt. Ein russischer Onkel Tom quasi – ein Onkel Pavel, der lustig aufspielte, um dem Menschen im Westen zu gefallen.
Bevor wir darauf zurückkommen, lohnt sich noch ein Blick auf die wirklichen Russen, die im Kosmos von Star Trek mitwirkten. Sie wurden Klingonen genannt und waren die Gegenspieler der Vereinigten Föderation, für die die Enterprise »neue Welten erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen« entdecken sollte, wie es im Intro hieß. Diese Klingonen waren ungestüme und kriegerische Aliens; Ehre galt ihnen mehr als Vernunft – man konnte sie kaum einfangen, sie waren die ultimative Gefahr, weil sie sich der menschlichen Ratio entzogen. Schnell betrachtete man diese Klingonen als Allegorie auf die Sowjets, die die US-Öffentlichkeit gemeinhin mit Attributen ausstattete, die nun diese außerirdische Rasse übertragen bekam – Drehbuchautor Gene L. Coon erklärte später, dass man diese Spezies nahe an den Russen angelegt habe. Der Kalte Krieg schaffte es also ins Weltall. Im sechsten Star-Trek-Film, der 1991 in die Kinos kam, näherten sich Klingonen und Föderation an: Das politische Tauwetter der Realität fand also seine Entsprechung auch im Star-Trek-Universum.
Onkel Pavel
Nun also Pavel Chekov, der zum Tode des Schauspielers Walter Koenig nochmal in den Kulturspalten besprochen wurde. Dort erinnerte man sich seiner als Sympathieträger, als Bereicherung jener Serie, die im Laufe der Jahrzehnte einen regelrechten Kultstatus entwickelte. Chekov war ein umgänglicher Typ, der aber hier und da Ecken und Kanten zeigte – aber man konnte mit ihm sprechen, er war Argumenten und der Vernunft zugänglich, auch wenn er je und je ungestüm auftrat. Chekov war als stolzer Russe angelegt – aber sein Stolz stand ihm nie im Weg. Am Ende war er »einer von uns«, ein braver russischer Kerl, der sich westlich integriert hatte. Er behauptete zwar gerne, dass gewisse Erfindungen oder kulturelle Errungenschaften ihren Ursprung in Mütterchen Russland hatten – aber das machte ihn liebenswert, schrullig obendrauf. So einen Typen musste man lieben.
Dieser Russe, der die Enterprise navigierte, war ein selbstverständlicher Teil der gemeinsamen menschlichen Zukunft. So wünschte man sich den Russen: Mit weichem Kern, ungewollt witzig – alles unterstrichen mit einem verniedlichenden Akzent. Ein bemühter Charakter, der nicht ganz herausfindet aus seinen nationalen Marotten und kulturellen Prämissen, der sich aber immer noch zur rechten Zeit am Riemen zu reißen weiß, um den anderen – die sinnbildlich für den Westen standen – nicht unangenehm aufzufallen. Seine Fremdheit sollte unterhaltsam sein und nicht als Zumutung wahrgenommen werden.
Dieser allseits beliebte Chekov, diese ikonische Figur aus TOS – wie Trekkies die Serie mit Insiderabkürzung nennen, The Original Series –, war eine Art Onkel Tom des Weltraums. Onkel Pavel sollte den Erwartungen »der freien Welt« entsprechen. Man tut der literarischen Figur des Onkel Tom allerdings etwas unrecht, denn die Schriftstellerin Harriet Beecher Stowe hat ihn als zutiefst christlichen Charakter geschrieben, dessen Gewissen sich nicht unterwerfen lässt. Erst später hat man – im Zuge des inneramerikanischen Kulturkampfes – den Charakter als tumben Schwarzen begriffen; der Roman Onkel Toms Hütte karikiere die Schwarzen auf eine Weise, wie sich Weiße Schwarze wünschten. Fortan galt Tom als unterwürfige Figur, als ergebene Gestalt ohne eigenen Willen. Onkel Tom ist zu einem Schimpfwort geworden. Seine Gefügigkeit begreift man in der Black Community als Affront. Seine schwarze Identität sollte aus Sicht der Autorin offenbar der Reinheit des Charakters nicht im Wege stehen.
Ein Russe, der noch leicht zu händeln war
Walter Koenig mimte einen Russen, der auf ganz ähnliche Weise funktionierte wie jene berühmte Gestalt der amerikanischen Literatur. Er durfte, ja er sollte russisch sein – dies bereicherte die Crew der Enterprise, wertete sie zur Utopie auf. Aber gleichzeitig sollte dieses Russischsein niemandem etwas abverlangen. Schon gar nicht den Zuschauern. Pavel Chekov erfüllte das Klischee eines russischen Mannes, ohne daraus den Anspruch abzuleiten, dass er ein völlig anderes Weltbild – nun ja, auch Weltraumbild – pflegen könnte, als die anderen Protagonisten auf dem Raumschiff, die der westlichen Welt entsprungen waren. Chekov war integriert – freundlich ausgedrückt. In Wirklichkeit war er domestiziert – und bildete den Russen so ab, wie ihn sich der Westen schon damals wünschte.
Es ist demnach gar kein Wunder, dass das geballte Feuilleton nochmal einen wohlwollenden Nachruf auf Koenig anstimmte – um damit über Umwege auf Pavel Chekov zu sprechen zu kommen. Wie sehr sehnt man sich in den Redaktionsstuben dieses Landes doch nach Russen, die so leicht zu händeln wären, wie einst diese fiktive Gestalt des berühmtesten Raumschiffes aller Zeiten! Deren Eigenheiten würde man ja tolerieren, die kleinen Spleens und Marotten als Ausdruck russischer Identität feiern. Wenn sie aber plötzlich mit eigenen Interessen auftreten, wenn sie sich das Recht herausnehmen, der Welt ihre Vorstellungen zu vermitteln, dann endet die Zuneigung abrupt.
Der nun betrauerte Pavel Chekov ist insofern die russische Figur des Augenblickes, die man gegen den russischen Präsidenten stellt. Mit dem lässt sich – so heißt es – nicht sprechen, nicht verhandeln. Er sei nicht einsichtig, für Vernunftargumente nicht zugänglich. Welch Unterschied zu Onkel Pavel, den man immer irgendwie so einfangen konnte, dass am Ende alle zufrieden waren. Wladimir ist kein Onkeltyp, ist nicht gefügig, bleibt stur, wo Pavel so liebevoll einsichtig auftrat. Wohin die Reise ging, entschied Captain Kirk – der russische Präsident versteht sich und sein Land nicht als gefälligen Reisebegleiter. Das macht ihn zum Russen, den so viele hassen – Chekov ist das Abziehbild eines Russlands, wie es sich der Westen seit jeher sehnsüchtig erträumt hat: unterwürfig, leicht zu managen und am Ende in Wertevorgaben aufgehend, die ihm dieser Westen vorgibt.
Ähnliche Beiträge:
- Generationenwechsel und die Midterms
- Wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist
- Boldly Go to a Diverse Future
- Krieg über unseren Köpfen
- Stimmen hören





Und jetzt ist auch noch Catain Picard in den unendlichen
Weiten des Weltall’s für immer verschwunden. Er hat
unser aller Verständnis von Zusammenleben mit
anderen Kulturen geprägt. Er wird mir fehlen.
Genau so schaut’s aus. Allerorten hat es nicht nur Einzug gehalten,sondern erfreut sich wachsender Beliebtheit alsFüller:Das Feuilleton als journalistische Darstellungsform schildert „in betont persönlicher Weise die Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten des Lebens und versucht, ihnen eine menschlich bewegende, erbauende Seite abzugewinnen“
Mich hat an der Rolle immer das bemühte Radebrechen mit hollywood-„russischem“ Einschlag gestört. Russen sind in Hollywood und US-Serien meist dumm oder mit Klischees überfrachtet. Meist beides. Der „Kalte krieg“ wurde eben auch da fortgeführt.
Am bescheuertsten war der „Russe“ in dem Film „Armageddon“, der einer der schlechtesten Filme aller Zeiten ist. Technisch hanebüchen, voller Fehler und natürlich retten die Amis mal wieder die Welt – mit einer Atombombe. Der Rest der Story war Testosteron-Gehabe. Und das sage ich als Mann, dem das scheinfeministische Geblöke von „toxischer Männlichkeit“ auch auf den Keks geht.
Und da gab es auch einen „Russen“, nämlich einen „Lev Andropov“, der der einzige (!!!) Hüter der russischen Raumstation Mir war, wo die zeitgleich (!!!) gestarteten Shuttles für ihren Weiterflug zum Asteroiden Sauerstoff nachtanken sollten (als ob es den auf so einer Station gäbe). Und dieser „Russe“ war ein Hinterwäldler, der dort in Unterhose aber mit dicker russischer Fellmütze (Tschapka) hauste, und alle Naselang mit einem großen Schraubenschlüssel auf den Geräten herumschlug, um sie „zu reparieren“.
Positive russische Charaktere in US-Filmen muß man mit der Lupe suchen. Und wenn, dann sind es Figuren wie Kapitän Ramius (Sean Connery) auf dem sowjetischen UBoot „Roter Oktober“, die deshalb „gut“ sind, weil sie das böse Heimatland verraten und sich dem guten US-Militär ergeben – CIA inklusive… Ist zwar im Gegensatz zu „Armageddon“ ein gut gemachter Film, aber die Klischees sind dieselben.
Heinz: Einen guten „Russen“ im US Traumland gibt es noch. „Ivan Danko“ alias Arnlod Schwarzenegger.
Das war in Red Heat, als er einen russischen Drogenfahnder spiete. Ich persönlich habe eigentlich nur
gute Russen kennengelernt. Leider schon lange her.
Ja, in „Armageddon“ war der schwedische Schauspieler Peter Stormare der Bilderbuchrusse (in „Jurassic Park“ hinwiederum ein fieser Gelegenheitstierquäler, der aber dann… übrigens ist seine Figur in dem Streifen dann noch recht eng mit der eines ignorant-feigen Klischee-Latinos verbunden, aber… nicht spoilern!) und der Film war relativ schwach bis sehr schlecht, haha: keine Steuern mehr zahlen – das nenne ich eine Vision (wobei die anderen – wohl am Ende erfüllten -Forderungen teils ganz witzig waren)!
Der Artikel von Herrn De Lapuente ist übrigens hervorragend, viele scharfsinnige Detailbeobachtungen, Hut ab!
Das zieht sich wie ein roter Faden durch wertewestliche Film“kunst“. James Bond ist da ein negativ besonders hervorstechendes Beispiel. Aber selbst deutsche Tatorte bleiben von derlei nicht verschont. Bei den Briten bin ich mir sicher, daß es ab einem bestimmten Zeitpunkt Absicht war, beim Tatort (hoffentlich) nur Blödheit der Drehbuchautoren.
Jupp! In den James-Bond-Filmen wurden die Bösewichte auch immer der aktuellen weltpolitischen Lage angepaßt. So kamen denn auch China, Aserbeidschan, Kasachstan und Nordkorea in den „Genuß“, als Kulisse für die selbstgerechte Inszenierung der britischen Geheimdienste im Hollywood-Stil herhalten zu müssen.
Übrigens, der Schöpfer der Romanfigur James Bond, Ian Fleming war was? Britischer Geheimdienst-Mitarbeiter! Er arbeitete für den Marinegeheimdienst, koordinierte sich dann mit den US-Marinegeheimdienst und beriet den US-amerikanischen Nachrichtendienstkoordinator William J. Donovan bei der Reorganisation der US-Geheimdienste, woraus das Office of Strategic Services (OSS) hervorging, eine echte Gurkentruppe, allerdings mit dem Anspruch, überall auf der Welt Morde verüben und Politik machen zu dürfen, und die daher nach dem 2. WK von Präsident Truman aufgelöst werden sollte. Am Ende sollte die neugegründete Nachfolgeorganisation CIA nur noch als reiner Nachrichtendienst, also nicht operativ tätig sein. Das wurde aber von den OSS-Leuten, namentlich vor allem Allan Dulles hintertrieben, die die CIA in ihren Sinne weiterbetrieben.
Ramius spielte einen Balten. Insofern politisch westlich korrekt. Die Mannschaft dagegen wurde als russisch einfältig dargestellt.
Checkovs hintergründige „Position“ nahm später Worf in „Next Generation“ ein, sozusagen als modernisierter „Russe“.
Iwan Wassiljewitsch Drago als Super SpezNas
Der alte Schwede Hans Lundgren war einfach der beste Russendarsteller nach Ivan Rebroff!
Dazu Moskau von Dschinghis Khan laut hören 🇷🇺
Diese Schlager-Klischees von „Werft die Gläser an die Wand – sauft Brüder, rauft Brüder“ kommen ja noch hinzu.
Ich glaube, im Westen hat noch niemand versucht, ein normales Bild vom „Russen an sich“ zu zeichnen, oder gar mal einen echten Russen einzuladen. Und Hans Rolf Rippert als bester Russendarsteller? Oje…. Dieser „Ivan Rebroff“ war das personifizierte Klischee. Ein Mann, der nur noch die Rolle lebte. Quasi ein Atze Schröder des Schlagers.
Das „Russischbrot“ stand ja auch kurz vor einem Verkaufsverbot, 1984 ist die Anleitung für Neusprech und Doppeldenk.
„Russischer Zupfkuchen“ ist auch seltener geworden, und Edeka hat 2022 das Eis „Moskauer Art“ in „Kiewer Art“ umbenannt…
https://www.stern.de/wirtschaft/news/edeka-benennt-eissorte-um—aus-solidaritaet-mit-der-ukraine-32575054.html
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!
Ich weiß, ich weiß, nur das „Пломбир“ ursprünglich aus Frankreich stammt und tatsächlich hochwertige Zutaten enthält. Und keine Kapitalistische Copy Sowjetischer Mangelwirtschaft.
Vergessen wir aber nicht die Besatzung des schnellen Raumkreuzers ORION. Ziemlich „internationale“ Besatzung und die starke „russische“ Frau(!), Tamara Jagellovsk, als galaktischer Sicherheitsoffizier. Die Leute konnten auch aller vernünftig sprechen
In jeder Hinsicht um Längen besser als dieser billige US-Serienquatsch. Und schon älter.
Jinpa: „Internationale Besatzung“ der Orion, aber für einen Deutschen war kein Platz.
Nicht die Russen sind immer die Bösen, sondern die Deutschen. Reist man im Sience
Fiction Film in die Vergangenheit, landet man garantiert in der Nazizeit. Böse Außer-
irdische verpackt man in Naziklamotten.
Für einen Deutschen war nicht Platz. In der Tat und eine erstaunlich diverse Forderung von dieser Seite des politischen Spektrums. Allerdings war da eine Frau Leutnant Helga Legrelle Teil der Besatzung. Keine Ahnung für was für eine Nationalität die stehen mag. War wohl auch nicht so wichtig, da es auch in Raumpatrouille, auf der Erde, keine Nationalstaaten mehr gibt.
Ja und ist schon doof wenn man dazu auserkoren wurde permanent als Sündenbock herzuhalten, da man im faschistischen Endstadium des kapitalistischen Wettbewerbs im letzten Jahrhundert unterlegen war. Ein Jammer daß dieses absolut bösartige Regime immer noch auch als solches hervorgekramt wird. Keine Bange es wurde nicht wirklich etwas verloren, viel mehr gehegt und gepflegt. Und diesmal wird das bestimmt was, oder?
Das Jubiläum fällt in eine Woche, in der die Star-Trek-Fans von zwei bekannten Darstellern Abschied nehmen mussten: Patrick Stewart, berühmt als Captain Jean-Luc Picard, starb am 28. Oktober im Alter von 86 Jahren. Wenige Tage zuvor war Walter Koenig gestorben, der in der Original-Serie der 60er-Jahre den Navigator Pavel Chekov spielte.
https://weddingweiser.de/60-jahre-star-trek-captain-zitt-landet-wieder-im-wedding/
Auch nicht vergessen sollte man Susan Ivanova aus Babylon 5
Geboren 2230 in St. Petersburg im russischen Konsortium
Ab 2259 wird sie Kommandant der Raumstation Babylon 5
Die US- Filme haben den Vorteil, das Historiker immer das jeweils aktuelle Feindbild der US-Eliten erkennen können. Neben den blutrünstigen Indianern die hinterhältigen Hispanics und eben „der Russe“. Und natürlich „der Moslem“, der nur in den 1980ern der Held war, bevor er wieder zum Teufel wurde… Eben jede Volksgruppe, die ihre von den „WASP“ Herren gewollte Rolle als Sklaven nicht akzeptieren und sich gegen ihre Versklavung wehren….
Und in Deutschland kommt ja noch dazu, das die in „Stürmer“ , „Wochenschau“ und Co. Propagierten Feindbilder durch die angelsächsische Propaganda im „kalten Krieg“ nach verstärkt und gefestigt wurden. So weiß heute in De jeder Halbanalphabet, wie bösartig und hinterhältig “der Russe“ so ist.
Eltern, Großeltern und Urgroßeltern sowie die Lehrer in der Schule können doch nicht irren…..
Und so werden sie wieder losziehen um die „Freiheit“ und „unsere Werte“ an der Wolga zu verteidigen… Nur das sie diesmal nicht über ihre „Heldentaten“ erzählen können. Denn diesmal wird es nicht der „General Winter“ sein, der den Sieg der „Herrenmenschen“ verhinderte. Den „nuklearen Winter“ werden unsere
überlebenden „Helden“ eben auch nicht überleben….
US-amerikanische Filmproduktionen scheinen sich darin zu gefallen, Klischees zu bedienen, oder sogar notfalls zu erfinden. Der typische Russe kann halt nicht richtig sprechen, eine Eigenschaft die es immer in die deutsche Synchronisation schafft, wo dann aber alle Amerikaner perfektes Hochdeutsch sprechen. Auf die Dauer ergibt das ein Bild, – wenn es nicht durch persönliche Erfahrung korrigiert wird, – das durch besondere Einfalt und Schablonendenken geprägt ist und nicht zum grenzübergreifenden Verständnis anregt.
Bei der Darstellung von Chinesen übrigens ganz ähnlich. Man denke nur an Hop Sing oder Miss Golightlys Nachbar.
Ich möchte aber noch hinzufügen, dass die Serie „Raumschiff Enterprise” mir meine Kindheit versüßte. Ich freute mich immer sehr auf den Samstag 18:00 Uhr Termin. Im Großen und Ganzen funktionierten die Charaktere wunderbar zusammen.
Tja, werter Rob, meine Kindheit hat es mir leider nur dann versüßt, wenn der Vater mal nicht da war, leider unhäufig!
Ansonsten wuchs ich in einer Zeit auf, wo der Vater bestimmte, was geguckt wird. Als Kind war ich da nur von Nutzen, um aufzustehen und umzuschalten!
Um 18.00 war Sportschau, da war nicht dran zu Rütteln!
Besonders war für mich die Rolw des Pavel Checkov in dem Film, als es darum ging, mal wieder die Welt zu retten, indem man einen Wald in die Zukunft bringen musste, und die Mannschaft mit einem klingonischen Raumschiff in die Vergangenheit reiste und in der Jetztzeit in San Francisco zu den atomangetriebenen Kriegsschiffen mussten, um deren Energie anzuzapfen. Das war witzig.
Ich kenne den Film. Aber Pawel Checkov spielte darin fast keine Rolle. Und witzig war nur die Szene, in der der „Russe“ in San Francisco Passanten auf der Straße nach den atomgetriebenen Kriegsschiffen fragte. Und das mitten im Kalten Krieg!
Er war immer eine untergeordnete Nebenrolle. Eben der „Quotenrusse“. Alle anderen Neben-Charaktere (Pille, Scotty, Zulu und vor allem Spock) nahmen mehr Raum ein. In dem Film waren Kirk, Spock und die Walexpertin aus der Vergangenheit die Protagonisten.
Ich habe bewußt von dem gar nichts gesehen und das wird weiter so bleiben. Das bezieht sich auch auf “ Amifilme“ generell.
Gab und gibt es eine längere und weltweit dominierendere Manipulationsmaschine als „Hollywood“? Das Weltbild der aktuellen Menschheit ist zu 90 % davon geprägt, der Rest ist Wissen einer kleinen Minderheit.
Da halte ich es lieber mit Kästner: Was auch immer geschieht,…“
Viele kluge Kommentare, die mein Empfinden des Klischeehaften in amerikanischen Filmen sehr gut ausdrücken.
Also speziell die Darstellung anderer Kulturen; allerdings frage ich mich immer, ob das Klischee beabsichtigt ist oder die Weltsicht des ungereisten Amerikaners abbildet, also so, wie sich John Smith die Welt vorstellt.
Die Tante meiner verstorbenen Frau hatte einen US-Amerikaner geheiratet, der in Deutschland stationiert war. Die Familie lebt in Portland/Oregon. Meine Frau war als Kind dort schon zu Besuch, lange vor der Wende. Sie wurde dort gefragt, aus welchem Deutschland sie denn käme, aus West-, Ost-, oder Nazi-Deutschland! Nur das prägnanteste Beispiel!
Ihre Cousine, hier vor ein paar Jahren zu Besuch, konnte Europa, speziell Deutschland nicht fassen, da es, trotz deutscher Mutter, in keinster Weise dem Bild entsprach, das sie sich in den USA von Deutschland und Europa vorher gemacht hat.
Ich bin überzeugt, das das Klischee das amerikanische Bild von der Welt ist!
Chekov, einer der beiden Halbstarken auf der Brücke. Lümmelte neben Sulu direkt vorm Lehrmeister und Kommandanten, um die beiden Rabauken stets im Auge zu behalten und beizeiten zur Ordnung rufen zu können. Während der Asiat nach jeden Kommando oder Rüffel, sofort beflissen und kerzengerade über sich hinauswuchs, verharrte der Russe fast immer eine Weile lang in einer sympathisch trotzigen Deckung und Krummbuckeligkeit.
Auch sind mir Chekovs außergewöhnliche Frisuren unvergesslich, deswegen, weil sie haargenau dem ähnelten, was Hausgemachte Schneidekunst auf dem Kopf meines kleinen Bruders angerichtet hatte.
Ui,heute hat die KaIih einen Fehler entdeckt.
Zwischenmenschliche Manipulationen existieren seit Menschengedenken; der Unterschied zu früher besteht nur darin, dass die Methoden zwar ebenso grobschlächtig, dafür aber konsequent implementiert wurden.
NUR: wer ist der eigentliche, schuldhafteDepp?
Der „Manipulator“, der sich eines vorhandenen und stetig wachsenden Potenzials bedient, oder jener, der sein (Rosinen)Hi²rn mittlerweile und ausnahmslos im Õff-Modus betreibt?
Im Übrigen:Barden,Mimen,Tänzer waren seit jeher eine willkommene Abwechslung zur Drœgnis/oder dem Elend des eigenen Alltags.
Daher ist an Kurzweil, auch bei dem ein oder anderen Film aus dem ‚Stëchpålmenwald‘, absolut nichts auszusetzen.
Problematisch wird es nur, wenn sich „intellektuelleGourmānds“ als willige und unreflektierteSendungsempfänger anbieten, die u.a. Filme mit Bildung verwechseln.
Beschränkt sich bedauerlicherweise aber nicht nur auf Filme, sondern trifft auch auf den Genuss (offiziell verlautbarter,aber nicht vorhandener)“Âufklärung“zu.