
Nicht Melina Gaby Strauß, genannt Ikkimel, ist das Problem. Dass man die leicht durchschaubare Provokationsnummer dieser jungen Frau ernstnimmt, schafft ein Problem, das keine sein müsste. Ein Kommentar.
Was für ein legendärer Auftritt der Schlagerbardin Ikkimel beim ZDF-Morgenmagazin neulich. Episch, könnte man ihr Geträller dort fast schon nennen. In den Vereinigten Staaten ist man darauf aufmerksam geworden, das Video wird dort rege aufgerufen. Die deutsche Presse berichtete über dieses Interesse aus Übersee. Sie interpretiert es allerdings als Qualitätssiegel. Man darf getrost davon ausgehen, dass die Amerikaner die Bilder aus einer anderen Welt ungläubig betrachten, ganz so wie wir gewisse Hochglanzclips aus Nordkorea. Der Hymne auf den »freundlichen Vater« Kim Jong-un vermag man sich zum Beispiel auch nicht zu entziehen – schmissig ist das Hohelied, wie weiland mancher Beitrag beim seligen Karl Moik. Die Bilder vollkommen verzückter Nordkoreaner, die dazu geliefert werden, sind derart verstörend, man kann einfach nicht weggucken – den Amerikanern mag es bei Fräulein Ikkimel ähnlich ergehen.
Nährstoff: Provokation
Ikkimel ist der Künstlername von Melina Gaby Strauß. Geboren wurde sie 1997 im beschaulichen Berlin – sie nennt sich eine feministische Rapperin. Ikkimel setzt sich zusammen aus dem berlinerischen Ich – Icke – und der Abkürzung ihres bürgerlichen Vornamens – wahrhaft eine geistreiche Kombination. Einem breiteren Publikum wurde die junge Frau zuletzt bekannt, weil Talkikone Heide Reichinnek sie zum Monolog mit Stichwortvorgaben lud – dort tauschte man eifrig und im hochprozentigen Dauerempörungsmodus Plattitüden aus, die zwar nichts mit der gelebten Realität der Menschen in Deutschland zu tun hatten, dafür aber mit der gefühligen »Wirklichkeit« der urbanen Parallelgesellschaft zwischen Lastenfahrrad und Pronomensuche. Das Gespräch zwischen den beiden Damen ging – wie man so sagt – viral.
Man darf annehmen, dass auch irgendein Verantwortlicher beim ZDF dieses Stück deutscher Zeitverdichte gesehen haben muss – und dass derjenige prompt auf den Gedanken kam, dass man dieser jungen Stilikone der geistig-moralischen Zeitenwende eine prominente Bühne bieten sollte. Und siehe da, sie trat im Morgenmagazin auf und riss das scheintote Publikum mit ihrem Fotzenrap – nein, das ist keine Frechheit meinerseits, so nennt die »Künstlerin« ihre »Kunst« – aus der mentalen Leblosigkeit. Die Gesichter der versammelten NPC-Community sind einfach köstlich anzusehen. Sie zeigen aber auch, wie leicht man diese Leute doch in Wallung bringen kann, wie spielend und erwartungsgemäß sie doch jedes Höschen einnässen, das ihnen eine Künstlerinnensimulation vor die Nase hält.
Das ist auch Ikkimel-Sicht – die hier exemplarisch steht für eine ganze Gesellschaftsgruppe, die sich längst auf Nonsens-Themen verständigt hat – auch bitter nötig. Denn die lebt vom wallenden Blut einer Öffentlichkeit, die sich früher als bürgerlich betrachtet hat, heute aber ein seichtes Gemisch aus Phrasen, vorgestanzten Denkschablonen und kultivierten Angstmodus ist. Die Empörung ist es, die dieser Klientel, die sich »links« nennt, als Nahrung dient. Sie legen es darauf an, Empörung zu erzeugen, weil nur sie sicherstellt, dass das über ihr mangelndes Können und ihre biedere Mittelmäßigkeit hinwegtäuscht. Ihr Drang, alles Althergebrachte destruktiv zu dekonstruieren – eine andere Umschreibung für Zerstörung –, ist ebenfalls auf die fehlende Könnerschaft zurückzuführen. Ebenso wie ihr Hang dazu, jedes Andersdenken mit freudloser Jakobinermimik zu verurteilen.
Abwinken und sich Wichtigerem zuwenden
Vorlaut sein, andere durch den Dreck ziehen – so wie Melina Gaby Strauß es im ZDF getan hat, als sie während er Weltmeisterschaft alle Fußballmänner kleinmachte – Fußballfrauen nicht, die dürfen das –, ist die klassische Methode dieser Klientel, die durch Empörung verkappen will, dass sie noch nicht mal mit Wasser kocht. Die eigentliche Leistung besteht nicht im künstlerischen Werk, sie besteht in der präzisen Inszenierung eines erwartbaren Reflexes. Begriffe, Gesten oder vermeintliche Tabubrücke werden vollzogen, die zuverlässig Entrüstung auslösen sollen. Wir haben es mit einem Geschäftsmodell zu tun, das nicht auf Können setzt, auf Wissen oder gar Sachlichkeit – es zielt auf den Krawall ab, denn nur er lässt diese Klientel geschäftlich überleben. Aus einem an sich belanglosen Auftritt entsteht auf diese Weise ein gesellschaftliches Ereignis – die postbürgerlichen Massen und die politischen Gegner dieser Leute sorgen schon für eine Skandalisierung. Anders gesagt: Ikkimel und Co. brauchen den politischen Gegner, benötigen »den Rechten«, denn erst er macht sie zu dem, was sie zu sein vorgeben.
Sicher, die Einwände kamen prompt: Strauß habe Abitur, später habe sie studiert – ihr zu unterstellen, sie könne nichts, sei deswegen eine Frechheit. Aber seit wann bedeutet denn Schulausbildung Könnerschaft. Zumal im zeitgenössischen Deutschland mit seinen abgespeckten Lehrplänen und tiefergelegten Abschlüssen? Doch selbst wenn sie wirklich eine blenden Schülerin und Studentin war: Na und? Wer hat nicht schon alles studiert? Jens Spahn zum Beispiel. Aber auch Pol Pot oder manche der ganz dunklen Gestalten deutscher Geschichte. Die Ausrede mit dem Studium ist die dümmste, die man sich ausdenken kann.
Nein, diesen Leuten muss man die Nährstoffe entziehen: die Empörung, die sie durch billige Provokationsnummer erzielen. Sicher, auch dieser kurze Text schenkt diesem Auftritt Aufmerksamkeit – aber er versucht es ohne Empörung, ohne Aufregung, er spitzt zu, aber er findet Ikkimel nicht empörend. Denn das ist das Substrat, in dem die Ikkimels dieses Landes gedeihen. Man stelle sich vor, Strauß würde im Morgenmagazin auftreten und niemand guckte pikiert, das Publikum schaute starr vor sich hin und applaudierte am gar Ende freundlich: Jede Wette, dass man dort nicht mehr auftreten möchte, dass man sich langweilte an solchen Reaktionen! Vor 25 Jahren brachte Pixar den Film Monster AG in die Kinos. In dem Animationsfilm zieht die Parallelwelt der Monster ihre Energieversorgung aus der Angst menschlicher Kinder, weswegen den Kleinen nachts im Kinderzimmer Monster auflauern. Die woke Clique lädt sich energetisch geradezu monsterhaft durch die Empörung der Anderen auf. Wenn man diese Versorgung kappt, gerät dieses ganze Modell in eine energetische Krise, dann schmiert deren System ab, kommt das Geschäftsmodell ins Schwimmen. Man sollte ihnen diesen Rohstoff nicht mehr liefern, auf nichts mehr eingehen, sie natürlich nicht mundtot machen, aber auch nicht mehr mit einer Wichtigkeit ausstatten, die sie nicht besitzen. Höfliche Nichtbeachtung, egal wie sehr sie die Empörungsschraube dann drehen werden: Wenn das geschieht, tritt Ikkimel künftig wieder verstärkt in ihrem Kinderzimmer auf.
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Aha. Mir als Nicht-Konsumenten der woken oder Mainstream-Medien ist nach Lektüre dieses Artikels leider nicht klar, was überhaupt passiert ist….
Nie von Ikkimel gehört geschweige denn von ihrem Auftritt.
Also, was war denn nun?
🤔
Geht mir auch so. Da ich ÖRR seit 25 Jahren
nicht mehr konsumiere, fehlt der Bezug.
Aber eins schafft der amüsante Artikel
mühelos: Die Bestätigung schaffen,
dass – gleich was dort geschieht – es keinen
Verlust darstellt…
Im Gegenteil: Man erspart sich den Ärger
des sich einstellenden Brechreizes.
Geht mir auch so. Da ich ÖRR seit 25 Jahren
nicht mehr konsumiere, fehlt der Bezug.
Aber eins schafft der amüsante Artikel
mühelos: Die Bestätigung schaffen,
dass – gleich was dort geschieht – es keinen
Verlust darstellt…
Im Gegenteil: Man erspart sich den Ärger
des sich einstellenden Brechreizes.
Da sind Sie in guter Gesellschaft. Ich dachte zuerst an eine probiotische Milchzubereitung eines bekannten Joghurtherstellers…😉
Das war:
https://youtu.be/7rd-0WxYQyA
Und ehrlich, mir fällt dazu kein Kommentar ein. Wenn dieses größtenteils unverständliche (weil in der technischen Über-Überarbeitung völlig zerschnippselte) Geschwätz „provokativ feministisch sein soll, sollte man sich große Sorgen um Menschen machen, die sowas feiern. Dazu eine Kleidung, die allenfalls in der Hamburger Herbertstraße angemessen wäre. Und zwar hinter dem Schaufenster.
Und da wundern wir uns immer noch, wieso DIESE „westliche Kultur“ in 90% der Welt abgelehnt wird? Und die eher rätseln, was uns ins Trinkwasser gemixt wird?
Oh danke für den Link, jetzt weiß ich als nicht Fernsehkonsument um was es geht. Zugegebenermaßen habe ich von dem Text, den die Dame piepst, fast nichts verstanden, kann mich also auch nicht darüber aufregen. Aber bei diesem Auftritt hat sie einmal ganz lieb mit dem Hintern gewackelt. Aber leider nur einmal, das weiß ich genau, denn ich habe extra deswegen das Video bis zu Ende geschaut, aber da kam bedauerlicherweise nichts mehr. Das soll also ein Aufreger sein? Da hatte Nina Hagen früher mit ihrer Schwitze auf der Ritze mehr drauf. Sogar der olle Udo (der Panische) hat früher gesungen „Alle wollen sie immer nur das Eine, meine Hüften meinen Körper, meine langen langen Beine“. Als junger Mann, das ist schon ne Weile her, war ich öfters auf den Hosenkonzerten, da haben sie noch gegrölt „Ficken, Bumsen, blasen, alles auf dem schönen Rasen“. Das war so gar auf eine Wiese, es hat sich allerdings doch niemand getraut. Jetzt machen die Hosen ja nur noch Bierzeltschunkelmusik, kommt sicher mehr dabei rum wie mit schlecht abgestimmtem Punk und Pogo. Tja so ist das mit der Provokation, die geht halt auch so langsam den Bach runter, Der letzte gelungene Aufreger war wohl doch Macrons Tuntenshow mit der Abendmahlinszenierung bei der Olympiade in Frankreich, da gab es sogar heraushängende Eier bei einer übergewichtigen Tunte. Aber macht das Macron zum Punker? Da ist jetzt Ikkemel deutlich hübscher anzuschauen. Ich denke die letzten Punker sind wohl Wadepfuhl und Pistolius, die hauhen Sachen raus, wenn das mal keine Provokation ist, aber da gibt es angeblich Leute die nehmen das ernst.
Schliesse mich der totalen Ignaranz meiner Vorkommenatoren, was das ist, ein Ikkimel, und was es war oder sein wird oder sein könnte oder auch nicht, vorbehaltlos an, und bleibe auch dabei.
„Man darf getrost davon ausgehen, dass die Amerikaner die Bilder aus einer anderen Welt ungläubig betrachten, ganz so wie wir gewisse Hochglanzclips aus Nordkorea. Der Hymne auf den »freundlichen Vater« Kim Jong-un vermag man sich zum Beispiel auch nicht zu entziehen – schmissig ist das Hohelied, wie weiland mancher Beitrag beim seligen Karl Moik. Die Bilder vollkommen verzückter Nordkoreaner, die dazu geliefert werden, sind derart verstörend, man kann einfach nicht weggucken“.
Halt! Hier ist unbedingt darauf zu verweisen, dass hier ein westliches Propagandabild reproduziert wird, dass mit der Realität nichts zu tun hat.
War es hier oder auf einer anderen Website, ein kirchlicher Mitarbeiter, der jahrelang auch in Nordkorea zu tun hatte, berichtete über die kulturellen Hintergründe der grundlegend anderen Gesellschaft, die die uns merkwürdig erscheinenden Bräuche als durchaus normal erklären.
Bitte keine westlichen Narrative hier zu eigen machen!
Ich hab mir den Auftritt hinterher angeguckt und schon alleine, wie die paar Kids mit offenem Mund und fast göttlicher Andacht auf Ikkimel schauen, ist den Auftritt wert. Das man in den USA wirklich auf den Text hört, statt ihn nur als Auslöser der kindlichen Ehrfurcht zu nehmen, glaube ich nicht.
Von daher ist Kim Jong-un ein super Vergleich. Allerdings sind die Empörungsmaßnahmen gegen Ikkimel nicht mit den schon jahrzentelang andauernden Sanktionen gegen Nordkorea zu vergleichen, aber auch die Regierung gewinnt dadurch Kraft. Fragt man die KI, was Sanktionen mit den Versorgungsproblemen in Nordkorea zu tun haben, sagt die: „erheblich“.
Kannte Ikkimel bis vor kurzem gar nicht, was wohl auch kein Verlust war.
Aber Chocomel aus den Niederlanden kann ich sehr empfehlen, echt lecker!
Nachdem ich mir den Auftritt angehört habe, fiel mir wieder ein, woher ich Ikkimel kannte: Ein Kollege ließ das Zeug gelegentlich bei uns in der Werkstatt laufen – allerdings vorsichtshalber nur dann, wenn kein Kunde in der Nähe war. Aus gutem Grund.
Und nun also im ZDF-Morgenmagazin. Ikkimel zum Frühstück, zwischen Wetterbericht, Servicetipp und gut gelaunter Moderation. Man muss dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk lassen: Wenn er seine Zuschauer erschrecken will, kennt er inzwischen wirklich keine halben Sachen mehr.
Besonders schön ist, dass ausgerechnet ein Anti-Fußball-Song vorgetragen wurde. Wahrscheinlich wollte man irgendein mutiges Zeichen setzen, irgendeine Zielgruppe abholen oder schlicht beweisen, wie wahnsinnig jung, wild und unangepasst das Morgenmagazin inzwischen ist. Das Ergebnis wirkte allerdings weniger wie kulturelle Rebellion und mehr wie eine Betriebsfeier, auf der der Abteilungsleiter plötzlich mit umgedrehter Baseballkappe Rapmusik auflegt.
Nun ist der Auftritt natürlich viral gegangen, sogar in den USA. Dort verstehen die meisten kein Wort, was dem internationalen Erfolg vermutlich ausgesprochen zuträglich ist. Würden sie die Texte verstehen, könnten sie feststellen, dass sich das Gesamtwerk überwiegend um Drogen, Sex und miserable Männer dreht. Also ungefähr das, was heute offenbar bereits als rebellisches Gesamtkunstwerk genügt, solange es laut, vulgär und hinreichend vermarktbar daherkommt.
Das eigentlich Komische ist aber nicht einmal Ikkimel. Die macht eben ihr Ding, verdient damit Geld und scheint Spaß zu haben. Wirklich komisch ist die gewaltige Bedeutungsmaschine drumherum: Die einen erklären den Auftritt zum feministischen Befreiungsschlag, die anderen zum Untergang des Abendlandes, und am Ende reden alle darüber. Eine musikalische Randnotiz wird zum Kulturkampf aufgeblasen, weil offenbar niemand mehr in der Lage ist, etwas einfach nur peinlich, albern oder belanglos zu finden.
Vielleicht wäre genau das die angemessene Reaktion gewesen: kurz lachen, den Kaffee austrinken und weitermachen. Aber nein – nun haben Empörte, Kulturkämpfer, Feuilletonisten und internationale TikTok-Nutzer gemeinsam dafür gesorgt, dass der ganze Kram erst recht viral geht.
Herzlichen Glückwunsch. Die Empörungsindustrie hat wieder einmal zuverlässig geliefert.
🙋🏼♂️belanglos finden….✅
„Eine musikalische Randnotiz wird zum Kulturkampf aufgeblasen, weil offenbar niemand mehr in der Lage ist, etwas einfach nur peinlich, albern oder belanglos zu finden.“
Das ist vermutlich, weil ja heute alle permanent für oder gegen irgendetwas kämpfen… wer immer im Kampf ist, halt natürlich überall Ausschau nach Aspekten, die dem eigenen Standpunkt (hier absichtlich nicht Narrativ) zuträglich sind, sei es als Bedrohung oder als gewonnene Schlacht.
Wer immer kämpft sieht eben irgendwann nur noch Siege und Niederlagen um sich herum…
Bedauernswertes Dasein.
Wer schaut eigentlich noch ZDF und gar das „Morgenmagazin“? Und welcher vernunftbegabte Mensch
hört sich den verbalen Auswurf namens „Rap“ an?
Soll hier PR für etwas gemacht werden, das niemanden interessiert? Ich bin ratlos und beschäftige mich mit wichtigeren Dingen.
Weiblich, jung mit provokanten pornohaften Auftreten und aggressiver Anmache hat es wohl schon immer gegeben.
Ob das immer Kunst ist, bleibt zumindest einmal fraglich.
Dass die Presse das hyped liegt wohl daran, dass man auch in diesem Gewerbe inzwischen komplett der Käuflichkeit erlegen ist. Nicht alles gewöhnliche ist Kunst und nicht jedes Aufsehen eine Nachricht.
Jedenfalls versucht Delapuente hier wieder uns die Afd schmackhaft zu machen: https://www.manova.news/artikel/der-kampf-gegen-das-gestern
Das hat er aber gut versteckt. Ob es wirklich eine wirksame Strategie ist, wenn es nur AfD-fixierte Gegner merken?
Genau so isses. Wussten Sie schon, dass in China mehrere Sack Reis umgefallen sind? In der Pekinger Gegend waren tatsächlich (!!) 2 (i.W. zwei) Stück.
Ich kenne nur Karamel – als Geschmacksrichtung meiner Kaffeekapseln.
Da mein Kunst/Musikgeschmack für diese Dame wohl zu anspruchsvoll ist, wird es auch nicht passieren, dass ich jemals etwas von ihr kennen lerne 😉
Saure-Gurken-Zeit nennt man das wohl. So liefert die Suche nach Gaby Strauß Morgenmagazin von taz bis speigel das einschlägige Ergebnis.
Sprechgesang halte ich nun nicht gerade für einen Ohrenschmaus. Aber das ist GEschmackssache. Ich halte ja auch – wie Ibañez – Fussballfans für eine kriminelle Vereinigung. Daher kann ich die Empörung, die Roberto zu diesem Artikel veranlasste, nicht nachvollziehen. Aber es ist wohl Saure-Gurken-Zeit.
„Einem breiteren Publikum wurde die junge Frau zuletzt bekannt, weil Talkikone Heide Reichinnek sie zum Monolog mit Stichwortvorgaben lud.“
Wie nett aufklärerisch, den Rest via „Infotainment“ mit dieser allgemein Unbekannten vertraut machen zu wollen.
Dass sich: „Plattitüden.., die zwar nichts mit der gelebten Realität der Menschen in Deutschland…“ zu tun haben, besonders gut als Platzhalter anbieten und stringent genutzt werden, muss nicht näher erläutert werden.
„Abwinken und sich Wichtigerem zuwenden“
Frage:Ist das als Selbsterkenntnis* oder Aufforderung bzw. guter Rat zu verstehen?
*Späßle muss sein.
Zweiter Auftritt im ZDF Morgenmagazin sagt Google. Sie ist dort also bereits institutionalisiert.
Kurze Frage an die ÖRR Zuschauer. Durfte sie auch dort, wie in der blutigen Darstellung in einem ihrer YT-Videos, einer Hasenmaske mit einem Nagelbrett in den Mund…?
„Vor 25 Jahren brachte Pixar den Film Monster AG in die Kinos. In dem Animationsfilm zieht die Parallelwelt der Monster ihre Energieversorgung aus der Angst menschlicher Kinder, weswegen den Kleinen nachts im Kinderzimmer Monster auflauern.“
Am Ende des Films stellt sich heraus, dass Kinderlachen noch viel mehr Energie für die Welt der Monster erzeugt.
Vielleicht könnte man die Parallele ziehen und „Ikkimel“ und ihresgleichen einfach auslachen. Lächerlich genug ist ihre Persona dafür jedenfalls.
Schließe mich dem Vorposter @Gilbert an.
Mich haben die Reaktionen von Ikkimels Auftritt sogar zum lachen gebracht.
Da kann man doch nur dankbar sein.
Auch die grottenschlechte „Musik“ Untermalung ist kein Alleinstellungsmerkmal Ikkimels, sondern Standard.
Höherwertige Abweichungen kann man mit der Lupe suchen, aber finden tut man trotzdem nichts.
Muss gestehen, ich mag die sogar ein wenig, im Gegensatz zum gerade auch hier auf Overton kennengelernten „Gangster Dan“.
Einigermaßen sauertöpfische Reaktionen auf die „Göre“.
Auf jeden Fall macht sie nicht alles falsch.
„im Gegensatz zum gerade auch hier auf Overton kennengelernten „Gangster Dan““
„Danger Dan“ nennt sich der Kerl.
Pardon.
Also, der Auftritt von Danger Dan und seinen Mitmusikern auf dem Dach der Wiener Volksoper (!) ist sehens – und hörenswert: Ist von der Kunstfreiheit gedeckt.
Lieber Herr De Lapuente, ich stimme Ihrem Artikel bis auf einen Satz zu: „schmissig ist das Hohelied, wie weiland mancher Beitrag beim seligen Karl Moik“.
Damit tun Sie Herr Moik ganz sicher Unrecht. In seinen Liedern bzw. „Songs“🎵 geht es um Liebe und Romantik, Berge, Heimat, die (schöne) Natur, Freundschaft, Geselligkeit und Lebensfreude. „Zwei Herzen beim Wein“, „Ja, heute woll’n wir feiern“ oder „Blumen aus den Bergen“ usw.
Als gereifter Fan des klassischen ProgRock, wie man das heute nennt, weil das tatsächlich progressiv war, mit
Pink Floyd: „Animals“, „Us and Them“, „Another Brick in the Wall“, „The Final Cut“, „Money“ usw.
King Crimson: „Epitath“, „Cirkus“, „21st Century Schizoid Man“, „Fallen Angel“, „Elephant Talk“ und Fan von
Reinhard Mey: „Sei wachsam“, „Die Waffen nieder!“, „Das Narrenschiff“, „Frieden“, „Was kann schöner sein auf Erden als Politiker zu werden“; „Alle Soldaten woll’n nach Haus“
Georg Danzer: „Die Freiheit“, „Frieden“, „Ich bin dagegen“, „Feine Leute“, „Tschik“, „Die Folter“ usw.
muss man kein Liebhaber von 🪗Karl Moik🎺 und seiner Musi sein. Aber das Ziel von Karl Moik bestand sicherlich nicht darin, Scheinempörung zu erzeugen und die Bürger auf billige Art und Weise zu provozieren, wie das hier in in diesem Fall der Fall ist.
Auszug aus dem wunderbaren Lied „Das Narrenschiff“ von Reinhard Mey aus dem Jahr 1997:
Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine
Und Rollen und Stampfen und schwere See
Die Bordkapelle spielt: Humbatätärä
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten
Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken
Die Mannschaft, lauter meineidige Halunken
Der Funker zu feig um SOS zu funken
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs aufs Riff
usw.
Hauser: Noch Fragen Kienzle?
Kienzle: Ja Hauser, warum werden die Lieder von Reinhard Mey nicht mehr im Radio gespielt und kennen Sie „Revolution“ aus dem Jahr 1968 von diesen langhaarigen „Beatles“?
Hauser: Das Lied kenne ich, aber worum geht es da?
Kienzle: Da geht es um gesellschaftliche und soziale Veränderung („Revolution“) aber ohne Gewalt. Es geht um Kritik an Superreichen, um Vermögenskonzentration und politische Machtkonzentration. Es geht um eine bessere Welt, aber ohne Gewalt, Hass und Zerstörung.
Hauser: Dat is abba schon lange her.
Kienzle: Viel zu lange. Der Song „Soldiers“ von „Abba“ wird im Radio aber auch nicht mehr gespielt, nicht einmal im „Oldiesender“. Über den Song „Universal Soldier“ von Buffy Sainte-Marie bzw. Donovan müssen wir erst gar nicht sprechen.
„Reinhard Mey nicht mehr im Radio gespielt“ – mit Verlaub, das stimmt nicht!
Ich empfehle die Kurzwelle. 6070 kHz, also im 49m-Band, die Station nennt sich Channel 292. Dort war das Narrenschiff zu hören mit der Abmoderation: „Die neue deutsche Nationalhymne“. Bemerkenswert insofern, als man auf dieser Frequenz völlig ohne gesprochenes Wort auszukommen sucht.
Kienzle und Hauser danken für Ihren Hinweis. Offensichtlich kann man den Sender aber nicht im „normalen“ Autoradio empfangen. Schade ist auch, dass es keinen offiziellen MP3-, AAC-, Icecast- oder Shoutcast-Stream von Channel 292 gibt, den man direkt als URL in einen Audioplayer wie Clementine, VLC, Audacious, AIMP, foobar2000 usw. eintragen könnte.
Nichtsdestoweniger haben Sie Kienzle auf eine Idee gebracht und er hat im WWW nach Online-Radios gesucht ohne Anmeldung/Zwangs-Account und ich habe spontan das Portal accuradio.com gefunden. Dort gibt es eine Rubrik:
accuradio.com/featured/protest-music-sounds-of-revolution/
Da lief gerade „Eve of Destruction“ von Barry McGuire. Ein wunderbarer Song, aber das wird eben nicht im „normalen“ Autoradio oder im „Morgenmagazin“ bei ARD/ZDF gespielt und ist fast so alt wie Hauser. Kienzle ist aber sicher, dass das überhaupt nichts mit dem Alter und auch nichts mit „Der Zeit“ zu tun hat. Es gibt da nämlich so eine Redewendung:
„Die Leute sagen immer: Die Zeiten 🕒 werden schlimmer. Ich sage: Die Zeiten bleiben und sind wie immer 🕒. Die Politiker 🤥 😈 🤫 und Journalisten 🤫🤐🙈🙉🙊 werden schlimmer.“
Danke Ihnen für den Hinweis auf „Das Narrenschiff“ von Reinhard Mey aus dem Jahr 1997. Ich wusste bis dato nicht, daß der Song „S.O.S.“ von Silly aus dem Jahr 1987 eine inhaltlich Homage erfahren hat. Und das von Reinhard Mey.
Hm, ich weiß jetzt nicht, was denn der tatsächliche Gegenstand des Artikels ist, oder die Information. Oder die Nachricht.
Dem Nonsens dieser Emotionalisierungs-Epoche begegnet man tatsächlich wirkungsvoll, wenn sowohl der Empörung als der vorausgehenden blutarmen Provokation entgegnet wird: „Danke, ich hatte fast vergessen, was Langeweile ist.“
Traurige Sache ist das mit der rasant wachsenden Anzahl der Aufmerksamkeits-Bedürftigen. Doch ich denke, ich bin nicht der Einzige, der berechtigt sagen kann: „Sorry, ich habe keine Ausbildung bezüglich betreutes Leben. Bitte weitergehen.“
Was ist ein „ZDF-Morgenmagazin“ ?
Falls es um Crossmedia und Kritik
gehen sollte, ist mir der Nutzen unklar.
Neugierig, wie ich bin, habe ich mir diese seltsamen Auslassungen des Herrn De Lapuente nicht entgehen lassen. Und siehe da, es hat sich gelohnt. Warum?
1. Bis dato wusste ich nichts von einem „ZDF Morgenmagazin“.
2. Ikkimel…. nie gehört. Ohne De Lapuentes Aufklärung hätte ich diesen Namen unter „Softdrink für Durchgeknallte“, oder neueste Sofaecke bei IKEA abgehakt.
Ich bin dankbar, dass „Overton“ – immerhin ein alternatives Medium (soll es doch sein, oder?) – sich mit so einem Rotz beschäftigt. Allein die Vorstellung, nichts von Ikkimel, oder dem ZDF-Morgenmagazin gewusst zu haben, treibt mir jetzt noch die Schweißperlen auf die Stirn. De Lapuente greift die wirklich wichtigen Themen der Gesellschaft auf und lässt uns, die Leser, teilhaben. Ohne ihn,… nicht auszudenken. Vllt. trifft er ja demnächst bei einer seiner vielen Bahnfahrten diese seltsame Person Ikkimel, und berichtet uns dann ausführlich über die Gespräche, die er mit ihr im Bistro hat führen dürfen. Ich bin jedenfalls schon jetzt gespannt.
@Koba
Es gibt aber Menschinnen, Menschen und Diverse (Gendern ist wichtig beim ÖRR!), die das Magazin „Moma“ jeden Morgen im Fernsehen ansehen. Die Reichweite beträgt im D-Schnitt zwischen drei und vier Millionen pro Tag. Das heißt nicht, dass sich alle Zuschauer die gesamte Sendung von 05:30 Uhr bis zum Ende ansehen. Der Marktanteil liegt aber meines Wissens immerhin bei 20 bis 25 Prozent. Das heißt, dass sich jeder Fünfte oder sogar jeder Vierte, der am Morgen mit der Flimmerkiste in die Ferne sieht, sich die Droge(n) reinzieht.
@ DIRTY OPERATING SYSTEM:
All Ihre Informationen mögen der Wahrheit entsprechen, obwohl ich sehr vorsichtig an Statistiken herangehe. Ganz besonders an die, die Einschaltquoten betreffen. Aber eines möchte ich Ihnen doch zurufen:
Sollten Ihre angegebenen Zahlen zutreffen, dann sind die mir Schei…egal. Und mit Zuschauern solcher Sendungen – leider muss ich zugeben noch keine einzige gesehen zu haben, aber iss ZDF, das muss als Ablehnung reichen – möchte ich niemals ein Gespräch führen, geschweige denn mal an einem Tisch sitzen. Solche Leute sind mir zuwider. Aber sollte sich De Lapuente dazusetzen, dann……..gehe ich ich auf jeden Fall. Es sei denn, es wäre in einem Bistro der Bahn. Wohin soll ich gehen? Auf Toilette? Die sind verdreckt, klärt mich De Lapuente auf. In ein Abteil? Die sind übervoll. Also….??
@Koba „Aber eines möchte ich Ihnen doch zurufen: Sollten Ihre angegebenen Zahlen zutreffen, dann sind die mir Schei…egal. Und mit Zuschauern solcher Sendungen … möchte ich niemals ein Gespräch führen, geschweige denn mal an einem Tisch sitzen.“
Aber das ändert leider nichts daran, dass es ein paar Millionen Zuschauer in diesem Land gibt, die sich das „Moma“ offenkundig jeden Tag reinpfeifen.
Ich würde mich gerne mit diesen Zuschauern an einen Tisch setzen und mit ihnen diskutieren, debattieren und mit Argumenten streiten. Das Problem ist, dass die meisten Leute das nicht wollen, weil sie entweder zu faul oder feige sind oder arrogant bzw. überheblich hoch drei oder borniert oder eine Kombination aus diesen Eigenschaften oder „keine Zeit“ haben. Ich halte die meisten Zuschauer aber nicht für dumm.
Ich konnte – das ist schon fast 20 Jahre oder länger her, jedenfalls vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes – einen eher konservativen Kollegen davon überzeugen, dass der Mindestlohn nicht nur eine gute Sache für die Leute ist, die vom Mindestlohn leben, sondern auch für ihn und zwar mit der Frage, ob er es in Ordnung findet, dass Leute von einem Arbeitgeber mit drei oder vier Euro pro Stunde bezahlt werden, der Arbeitgeber sich damit eine goldene Nase verdient, und wenn die Bezahlung am Monatsende dann nicht einmal für die Miete reicht, das Gehalt auf Kosten aller Steuerzahler auf das Hartz IV-Niveau aufgestockt werden muss, also auch mit seinen Steuern. Aber das wusste er vorher einfach nicht.
Neugierig, wie ich bin, habe ich mir diese seltsamen Auslassungen des Herrn De Lapuente nicht entgehen lassen. Und siehe da, es hat sich gelohnt. Warum?
1. Bis dato wusste ich nichts von einem „ZDF Morgenmagazin“.
2. Ikkimel…. nie gehört. Ohne De Lapuentes Aufklärung hätte ich diesen Namen unter „Softdrink für Durchgeknallte“, oder neueste Sofaecke bei IKEA abgehakt.
Ich bin dankbar, dass „Overton“ – immerhin ein alternatives Medium (soll es doch sein, oder?) – sich mit so einem Rotz beschäftigt. Allein die Vorstellung, nichts von Ikkimel, oder dem ZDF-Morgenmagazin gewusst zu haben, treibt mir jetzt noch die Schweißperlen auf die Stirn. De Lapuente greift die wirklich wichtigen Themen der Gesellschaft auf und lässt uns, die Leser, teilhaben. Ohne ihn,… nicht auszudenken. Vllt. trifft er ja demnächst bei einer seiner vielen Bahnfahrten diese seltsame Person Ikkimel, und berichtet uns dann ausführlich über die Gespräche, die er mit ihr im Bistro hat führen dürfen. Ich bin jedenfalls schon jetzt gespannt.
Habe mir gerade mal den Text von „Fußballmänner“ angesehen.
Setze ich gleich hier unter meinen Text für alle, die ihn noch nicht kannten.
Ich habe versucht den Text von „Fußballmänner“ irgendwie zu verstehen, einen Sinn darin zu erkennen. Ist mir aber nicht gelungen. Zusammenhangloses Zeug. Wieso das eine Empörung auslösen soll, verstehe ich nicht. Worüber denn? Das ist doch nur GaGa.
Jetzt sagt RdL aber:
Ach nein? Wirklich?
Nein, der Text bekundet ostentativ sich nicht über Ikkemel zu empören. Nein mit Empörung würde man solchen wie Ikkemel ja nur auf den Leim gehen. Aber der Sache ein wenig Aufmerksamkeit schenken will man dann doch schon. Und ein wenig zuspitzen. Natürlich.
Aber warum denn, wenn es doch eigentlich nur sinnentleertes Zeug ist?
Na… na weil es am Ende doch Empörung auslösen soll. Empörung gegen solche Leute, die billige Empörungssituationen produzieren, im Fernsehen oder sonstwo. Und dabei werden gleich noch Ex-Bürger, Linke, Woke und was weiß ich nicht noch alles, als Mitverantwortliche eingewoben in den Text. Das wirkt irgendwie krampfig und bemüht. Doch immerhin fehlte diesmal der „Bückbürger“.
Ein sich empörendes Nichtempören also.
Hätte man da den Text nicht lieber gleich gar nicht schreiben sollen?
FUSSBALLMÄNNER Songtext:
Eigentlich wollte ich hier den Fußballmännersongtext posten.
Als ich diesen Text aber abschicken wollte, kam folgende, mir bisher nicht bekannte Durchsage:
„Ihr Kommentar wirkt wie ein Fülltext oder eine künstlich gestreckte Eingabe. Bitte formulieren Sie ihn inhaltlich aus.“
Und dabei immerhin ein Zürück-Link. Wie nett. Da hat sich der Forums-Programmierer doch noch mal ein wenig bemüht.
Sehr lustig, dass der Songtext gar nicht durch den Filter gegangen ist, denn das ist ja quasi der Beweis wie sinnentleert dieser Liedtext ist 😀
@Mischa im Artikel >Der planetarische Schädling homo non sapiens<
"Nun in o.g. Eigenschaft hat er sich ja auch wiederholt gegen ‚Sterbehilfe‘ verwahrt…"
Gegen Sterbehilfe als solches ist doch nichts einzuwenden, wäre da nicht das berechtigte Misstrauen gegenüber der Obrigkeit…
Rentenansprüche und gesunde, transplantierbare Organe könnten da mal schnell zum Risiko werden, zumal ja kriegerische Zeiten bevorstehen, in welchen Menschenrechte keine Priorität geniessen…
Das mühsam erarbeitete Misstrauen wird auch dann nur sehr, sehr langsam schwinden, selbst wenn es gesetzt einer fiktiven Annahme in der Zukunft nicht mehr berechtigt wäre.
Danger Dan, Ikkimel, Jammer-RDL:
Das Dreigestirn des deutschen Widerstands, der 365-Tage-20.-Juli des 3. Jahrtausends.
Die ersten beiden für unsere Demokratie, Letzterer auch, unter Einschluss der afd-enden Wagenknecht-Bückbürger.
Immer das schöne, große Ganze im Blick behalten. Das große WIR. Das lohnt sich.
Da wird ideell gebundeskanzlert, bis der Arzt kommt.
Meine Güte,
Lapuentes Beiträge sind kaum noch zu lesen. Schlecht geschrieben und irgendwie ohne Konsequenz, inzwischen völlig im Tunnelblick. Ikkimel war recht früh relativ angesagt bei jungen Leuten, längst nicht nur, wohl aber natürlich auch, „urbanes Lastenfahrrad Klientel“. Die fahren ihr dann hinterher und rennen auf jedes Konzert und bilden Blasen und laborieren an ihrem Weltbild herum, wie es Teenager in Verbindung mit Popmusik seit Anbeginn der Zeit tun. Deswegen stürzen sich Leute wie Reichinnek oder ZDF Redakteure auch auf sie und versuchen, sie zu vereinnahmen. Dass es anders herum laufen würde – das ZDF oder die Reichinnek irgendwen populär machen würden, damit sie ihre eigenen linksliberalen Botschaften besser verbreiten können, ist – in diesem Fall – Unfug. Die Frage ob sie „was kann“ oder nicht – ist irrelevant, weil die Antwort darauf irrelevant ist.
Und sich dauernd über eine „Dauerempörung“ und „Plattitüden“ aufzuregen in Artikeln, wo man den Schaum förmlich vom Mund des Schreibers tropfen hört, die dann obendrein, nach all der Galle aus der Silberfeder, zum Schluß kommen, man sollte eigentlich nur abwinken, ist jetzt auch eigentlich ziemlich blöde.
kurz vor Ende C entdeckte ich Ikkimel und spielte die mit Freuden auf Raves und Demos – und jz darf die im MoMa trällern. Witzige Zeiten. Man hypt etwas und wird von denen die es annehmen als Nazi/Anti-*mit und sonstwas verunglimpft, naja, nicht das erstemal. Zombies.
Nun, da hat jemand, der weder Grundsicherung noch Lohnsklaverei wollte, den Weg zum individuellen Wohlstand gefunden. Sei’s ihr gegönnt. Dass sich da Publikumsgeile anheften ist daily business. Ist ein Gradmesser für das gesellschaftliche Niveau, wie lange es hypt. Sie hat jedenfalls den Zwang zum Sklaven überwunden. Fragt sich nur wie lange es für ihren Lebensstil reicht, wie groß die Sucht nach Ruhm und Luxus geworden ist.