Avantgarde und Autoritarismus

Woke Leute
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Die woke Freiheitsfeindlichkeit ist nicht vom Himmel gefallen. Sie hat eine Ihrer Wurzeln in der Künstler-Avantgarde des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein Essay über Tom Soras „Linke Intellektuelle im Dienst des Totalitarismus“.

Das ideologische Leitmotiv im harten Kern des linksautoritären Gesinnungsstaates tönt in etwa so: Leistung ist böse. Gleichstellung ist unantastbar. Bürgerliche Freiheit ist Illusion. Alle weißen Männer sind Täter, alle anderen sind Opfer. Männer können Kinder gebären, Frauen einen Penis haben. Kinder im Mutterleib ohne Strafe zu töten und auf den medizinischen Sondermüll kippen zu können, ist ein Ausdruck von Humanität und Fortschritt, weil man damit gegen das allgegenwärtige Patriarchat agiert, dessen Keimzelle in der bürgerlichen Kleinfamilie liegt. Muslime sind per se gut, und sie passen sich sofort an den westlichen Lebensstil an, wenn sie in Massen in den Westen einwandern, wo sie dann friedlich mit Juden und LGBTQIA+-Menschen zusammenleben. Wenn arme Menschen aus armen Ländern ohne ökonomisch verwertbare Qualifikationen in wohlhabende Gesellschaften strömen, dann ist es die Schuld eben jener Nationen, wenn Migranten nicht sofort in die Mittelschicht aufsteigen. Auch an der Ausübung von öffentlichem Messerfechtsport durch so manch rundumversorgten Migranten trägt der Rassismus der Aufnahmegesellschaft die Schuld. Im Übrigen ist die überproportionale Kriminalität von Schutzsuchenden bloß eine Einbildung böser Rechter oder das Resultat von rassifizierender Polizeiarbeit. So bestätigen es immer wieder neutrale Experten aus Universitäten und Think Tanks. Ebenso wissenschaftlich fundiert ist die Einschätzung, dass es sich bei westlichen Gesellschaften um heuchlerische Konstrukte handelt, die von strukturellem Rassismus, Queerfeindlichkeit sowie Patriarchat und Androzentrismus durchzogen sind. Sogar das Weltklima macht der weiße, westliche Mann kaputt, erneut auf Kosten der „Verdammten dieser Erde“ (F. Fanon).

Der Westen kann im Lichte seiner unermesslichen Verkommenheit Buße nur dadurch leisten, dass die in ihm eingewachsenen Völker als Abstammungs- und Traditionsgemeinschaften ausradiert, die Industrie zerstört, die bürgerliche Kleinfamilie an den Rand gedrängt sowie Leistungsstreben, Ordnungssinn und individuelle Verantwortung durch einen öko-sozialistisch angehauchten Betreuungsstaat abgelöst werden. Wer gegen den Buntheitskult opponiert, dem wird sogleich aus den Schaltstellen der woken Infiltration attestiert, dass er Desinformation verbreite und ein Faschist sei. Bezahlen darf man solche Urteile als Steuerzahler selbst, und das nennt sich dann „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ und „Demokratie leben!“ Wer immer noch nicht pariert, dem wird das Bankkonto gekündigt und er bekommt Einträge in den Meldestellen „Antifeminismus“ und „Antimuslimischer Rassismus“.

Sora legt die Vorgeschichte des Wokeismus vor

Soweit zum politischen Elend der Gegenwart. Der Komponist und Publizist Tom Sora hat mit seinem höchst aktuellen Werk „Linke Intellektuelle im Dienst des Totalitarismus“ (2024), das sich auf das Weltbild des Künstlers John Cage fokussiert, eine bestechende Vorgeschichte dieser links-woken Horrorstory vorgelegt. In seinem Werk, das auf einem bürgerlich-liberalen Wertefundament mit konservativem Einschlag aufruht, geht Sora wesentlich weiter zurück als zu der Neuen Linken und den Wegbereitern des postmodernen Denkens in den 1960er und 1970er Jahren. Darin liegt die Innovativität des Buches: Neue Linke und Postmoderne stellen zwar den Ausgangspunkt der heutigen Woke-Bewegung dar, indem seit sechzig Jahren zunehmend die Weltsicht ehemaliger Hippies, Steine-Schleuderer, Barrikaden-Bauer und Pädophilie-Verharmloser sowie die antiaufklärerischen und freiheitsfeindlichen Thesen von Foucault- und Derrida-Adepten zentrale Institutionen wie Medien, Staatsapparat, Parteien und Kulturbetrieb infiltriert. Sora zeigt jedoch anhand von Schriften künstlerischer Bewegungen seit dem 19. Jahrhundert, dass der Wokeismus unserer Gegenwart auf einer regelrechten Tradition der Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft, der Sprache, der Familie, der Marktwirtschaft aufruht. Inspiriert durch Sozialisten und Kommunisten, von Saint Simon über Lenin bis hin zu Gramsci, verstanden sich bedeutende linke künstlerische und intellektuelle Strömungen zumeist als Avantgarde, der es aufgegeben ist, das Volk von kapitalistischen Verblendungen zu befreien und zur richtigen Gesinnung zu erziehen. Ziel war, gut marxistisch, der „kollektive Mensch“ sowie die Auslöschung von Individualität, Subjektivität, bürgerlicher Tatkraft und Verantwortung.

Denkschemata sprengen

Sora hat in seinen frühen Lebensjahren selbst die drückende Gewalt des rumänischen Kommunismus erlebt – diese biographische Erfahrung mag den Blick für dessen bis in die Gegenwart hineinreichende Folgen stark geschärft haben. Die Lehre des Kommunismus laufe dabei, so Sora, auf jenen totalitären Kollektivismus hinaus, der auch für Faschismus und Nationalsozialismus kennzeichnend ist. Der Umstand, dass Faschismus und Kommunismus „Zwillinge“ seien, legt Sora unter anderem an der Wandlung Mussolinis vom Sozialisten zum Faschisten dar. Wie sehr als „links“ geltende Kunstprogrammatiken von faschistoidem Gedankengut beeinflusst wurden, zeigt Sora anhand des Manifests des Futuristen Tomasso Marinetti auf. Dessen Verherrlichung von anti-bürgerlicher Zerstörungswut, Gewalt, Krieg und „Welt-Hygiene“ beeinflusste Dadaismus, Performancekunst und Konstruktivismus. Der einflussreiche Surrealismus André Bretons baut, so zeigt uns Sora, auf der morbiden Faszination für die stalinistische Gewaltherrschaft auf. Nationalsozialismus und Kommunismus hätten im Sozialismus ihre gemeinsame Wurzel: Der eine ist ein nationaler, der andere ein internationaler Sozialismus.

Immer wieder sprengt Sora in seinem Buch das allzu simple, zeitgeistige Denkschema aus „links = gut“ und „rechts = böse“. Das ist ungemein wohltuend in der vermieften, auf eingefahrenen intellektuellen Schienen laufenden Diskurslandschaft unserer Gegenwart. Die Figur „John Cage“ dient Sora schließlich dazu, die Totalitarismen, die Widersprüche, die Doppelmoral des links-totalitären Denkens in seiner Gesamtheit offenzulegen – eine hermeneutische Operation, die an manchen Stellen der Figur John Cage vielleicht zu viel der Verantwortung, möglicherweise auch zu viel der Ehre aufbürdet.

Wer war John Cage?

Werfen wir zunächst einen – von Soras Darstellung unabhängigen – Blick auf den Künstler John Cage. John Cage, 1912 in Los Angeles geboren, 1992 in New York gestorben und spätestens seit den 1950er Jahren bestens vernetzt mit der Kunstszene seiner Zeit – etwa mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Merce Cunninghan – ist mit Komponisten wie Arnold Schönberg, Alban Berg oder György Ligeti als Vertreter der Neuen Musik in die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen. Bei allen Differenzen liegt dem Wirken der Neuen Musik, wie auch anderen Kunstformen des 20. Jahrhunderts, ein gemeinsames Motiv zugrunde: das Sprengen von Grenzen und die Auflösung bislang geltender künstlerischer Maßstäbe.

John Cage trieb dies bekanntlich besonders weit: So geht es in seinem Werk um die Auflösung von harmonischer Tonalität, um das Schleifen der Grenzen zwischen Kunstwerk und Publikum, zwischen Komposition und Umgebungsgeräuschen, der Einsatz von Aleatorik beim Komponieren, die Ausdehnung der Instrumente hin zu Alltagsobjekten wie Gummi, Holz, Schrauben, Kisten, Radiosendungen, Badewannen. Auf Partituren wird mitunter verzichtet, ebenso wie auf feste Tonhöhen, und die tonale, personale und kompositorische Entgrenzung wird folgerichtig mit einer beliebigen Freiheit für den Interpreten kombiniert, über den der Komponist als genialischer Schöpfer keine Macht mehr ausüben können soll. Während es das herkömmliche Konzept von Musik beinhaltet, den Zuhörer durch die Gestaltung einer Klangfolge in Stimmungszustände wie Trauer, Erstaunen, Freude, Angst, Aufregung oder inneren Frieden zu versetzen, setzt Cage in seinem Werk auf die radikale Präsenz der jeweiligen tonalen Folge oder besser: des „Geräuschs“, das er seit den 1950er Jahren in das Zentrum seines akustischen Schaffens stellte.

An seinem Werk „Water Walk“, aufgeführt für eine US-amerikanischen TV-Show im Jahr 1960, lässt sich dies gut verdeutlichen. Cage malträtiert die Seiten eines Klaviers mit einem Plastikfisch, lässt dampfende Kochtöpfe zischen, produziert Klänge mit Eiswürfeln, Gummienten und Gießkannen. Im Hintergrund ist zu hören wie das Publikum immer wieder überrascht, mitunter leicht abfällig lacht – als handele es sich bei der Performance um einen misslungenen Sketch. Genau dieses pejorative Lachen wird zu einem Bestandteil der flüchtigen akustischen Präsenz, die sich in der Darbietung spontan einstellt und ebenso spontan vergeht. Dem Wirken von John Cage liegt damit eine Vorstellung zugrunde wie sie in den religiösen Weltanschauungen des fernen Asiens verkörpert ist. Das, was Cage als „Geräusche“ ausweist, soll das Subjekt nicht mehr an seine Affekte binden, sondern vielmehr die Subjektivität und seine, wie es im Buddhismus heißt, „Anhaftungen“ auflösen: Denken wir an Siddartha Gaudamas Lehre vom Nirvana, das den Kreislauf aus Leiden, Krankheit, Alter und Tod beseitigen soll.

Ins Extrem getrieben wird das Konzept der akustischen Präsenz in Cages berühmtestem Werk „4‘33“. Es besteht aus 4:33 Minuten Stille und wird nur durch das Öffnen und Schließen des Klavierdeckels in drei Sätze unterteilt. In „4‘33“ werden Komponist und Interpret in ihrer subjektiven Schöpfungskraft irrelevant und begeben sich in die Unmittelbarkeit des akustischen Augenblicks: Das ‚Stück‘ wird ununterscheidbar vom Publikum und der physikalischen Umwelt, die mit jedem Hüsteln, jedem Scharren, jedem Rutschen, jedem Lufthauch zu einem Bestandteil der Aufführung wird. So betrachtet steht die Figur John Cage für die Übersetzung des Weltbildes der Meditation – der Verankerung des Leibes und des Geistes in der sinnlichen Präsenz des Hier und Jetzt – in eine künstlerische Praxis. Sie weist damit voraus auf die Indien-Besessenheit, die für die Neue Linke in den 1960er Jahren charakteristisch werden sollte: Von Donovan über Mike Love bis hin zu den Beatles ließen sich westliche Popstars von Yogi-Meistern in transzendentaler Meditation schulen. Viele Kommunarden aus wohlhabenden Industriegesellschaften, deren höchstes geistiges und soziales Streben darin bestand, befreit ohne Klotür zu leben, taten es ihnen nach.

Zerstörungswut, Entgrenzung, Doppelmoral

Man könnte es Soras Buch ankreiden, auf eine wohlwollende Rekonstruktion dieses wesentlichen inneren Motivs des Werkes von John Cage, das sicherlich eine eigene künstlerisch-spirituelle Dignität aufweist, verzichtet zu haben und sogleich zur Kritik am politischen Weltbild des Komponisten übergegangen zu sein. Genau dies ist aber auch dringend notwendig, wie die Summe an Material, die Sora vor dem Leser ausbreitet, eindrucksvoll zeigt. Was in der Sphäre spirituell angehauchten Künstlertums in einer freien Gesellschaft seine vollkommene Berechtigung hat, wird brandgefährlich, wenn man es unbesehens auf die Sphäre der Politik überträgt. In größter, manchmal überreicher Detailschärfe zeigt Sora anhand einer Fülle von Schriften und Stellungnahmen wie Cage den Massenmörder Mao verehrte, die Familie als identitätsstiftende Keimzelle und Völker als nationale Beziehungsgefüge auflösen, konsistente Kommunikation und Sprache zerstören sowie das bürgerliche Leistungsprinzip und individuelle Verantwortung abschaffen wollte. Dass Cage dafür eintrat, das Geld abzuschaffen, aber mit Auftritten und Lehraufträgen zum Millionär wurde; dass er Familien empfahl, in Wohngemeinschaften in Schichten zu schlafen, aber in seinen späteren Jahren in einem großzügigen New Yorker Loft wohnte, weist voraus auf die Herrschaft der Doppelmoral, die der links-woken Diskurshegemonie unserer Gegenwart so penetrant zu eigen ist.

Cage trachtete gleichsam danach seine zentralen künstlerischen Impulse in die Sphäre der Politik zu übertragen – die Entgrenzung der Musik bis hin zu ihrem Aufgehen im Lärm, das Fortschreiten des Lebens in einer Folge unverknüpfter, situativer Präsenzen, die radikale Abstraktion von schöpferischer Subjektivität, die Entbindung der Sprache von syntaktischer und semantischer Kohärenz. Ein solches Programm muss freilich in der Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft münden – und so auch die Vorbedingung einer freien Kunstszene, von der Cage Teil war, unterminieren. Demokratie funktioniert nur mit verantwortlichen Subjekten, mit garantierten Grundrechten im Rahmen konsistenter juristischer Systematiken, mit marktwirtschaftlich erzeugtem Wohlstand, der den ökonomischen Spielraum für bisweilen abseitig wirkende Künstlergruppen zuallererst entstehen lässt. Der freie künstlerische Ausdruck, die Verwegenheit des Denkens und Gestaltens, das so manchem Künstler zu eigen ist, hat die bürgerliche Liberalität zur Grundlage. Wer der Demokratie den verantwortlichen Bürger, der Marktwirtschaft den tatkräftigen Unternehmer, der Wissenschaft und dem Bildungswesen die logische Kohärenz nimmt, wer in Gefolgschaft des Dadaismus die Sprache zerstören will, der produziert, so zeigt uns Sora, nur eines: eine beliebig formbare Menschenmasse.

Trans-Agenda, Migrationsextremismus, Leistungsfeindschaft: ein Erbe linken Künstlertums

Nur unter der Bedingung einer grundsätzlich freien Gesellschaft konnte sich das Weltbild von Cage und seiner Künstlerfreunde folgenreich in unserer Gegenwart niederschlagen – konzentriert und angereichert durch den Missbrauch der Universitäten im Gefolge des Siegeszugs der Postmoderne, deren Propheten Derrida und Foucault rund 20 Jahre nach Cage geboren wurden und die seit den 1950er und 1960er Jahren ihre höchst einflussreichen, radikal relativistischen, symbolfixierten und realitätsbefreiten Theorien ausarbeiteten. Das späte Erbe von Cages künstlerischer Vision der Entgrenzung ist denn auch die Auflösung der Geschlechtergrenzen, wie sie in der totalitären Trans-Agenda, die mittlerweile auch die Allerjüngsten in ihre Fänge nimmt, zum Ausdruck kommt; es ist aber auch die extremistische Migrationsagenda, die auf die Auflösung nationaler Grenzen abzielt und den angeblich dominanten Kulturen und Völkern des Westens ihre schützenswerte Distinktheit rauben möchte; es ist zudem die anti-bürgerliche Leistungsfeindlichkeit, die für ein Milieu, in dem Kunst nicht mehr zwingend von Können kommt, psychisch funktional ist: Wer sich mit anderen nicht misst, weil „Leistungsdruck“ böse ist, muss sich nie mit dem Empfinden eigenen Unvermögens oder Lernpotentials auseinandersetzen, das möglicherweise einsetzt, wenn man mit den eigenen Kompositionen an der Meisterschaft von Bach, Beethoven, Mozart Maß nimmt.

Wer alle Maßstäbe der Kunstbewertung hinter sich lässt, kann sich stets ungehemmt Spitzenklasse attestieren, wie Sora im Schlusskapitel seines Buches zeigt. Der Weltsicht von Cage und viele seiner Künstlerkollegen scheint denn auch das Ressentiment eingeschrieben, das sich in der Gegenwart in semi-kriminellen Pädagogik-Konzepten wie dem „Schreiben nach Gehör“ bei wehrlosen, ihren erwachsenen Bezugspersonen bedingungslos vertrauenden Grundschulkindern manifestiert. Angesichts der Banalität von manchen Kunstwerken Cages, scheint die Abwertung des Leistungsstrebens geradezu die psychische Vorbedingung für die Pflege des eigenen Dilettantismus, den auch Cages Bekannter Cy Twombly mit seinen infantilen Plastiken kultivierte.

So viele politische Gefahren sich an dem Werk von John Cage auch zeigen lassen, so kann Soras Fixierung auf Cage doch dazu führen, Cages persönlichen Einfluss auf die Gegenwart überzubewerten. Vieles was Cage im Bauchladen seiner Überzeugungen mit sich herumtrug, gehörte in linksrevolutionären Künstler- wie Studentenkreisen zur gemeinsam geteilten geistigen Folklore: Die Mao-Anhimmelei, die Kritik an autoritären Verhältnissen in Politik, Familie und Bildungssystem, die Kritik an Konsum und Entfremdung in der Arbeitswelt.

Zum ganzen Bild, das in Soras Darstellung des linken Künstlertums nicht aufscheint, gehört auch, dass westliche Gesellschaften in maßvollen Spuren von den Folgen der Künstlerkritik profitieren konnten: von einem größeren Maß an Bewusstsein für unsere natürlichen Lebensgrundlagen, von freieren und spontaneren zwischenmenschlichen Beziehungen, von einem größeren Gespür für nationale und globale Ungerechtigkeiten. Cage war gewiss kein Dämon, sondern ein Kind seiner Zeit und seines Milieus – womit die destruktiven Übertreibungen und die selbst verschuldete Naivität mit Blick auf totalitäre Systeme, die als gerechtfertigt galten, solange sie nur eine ‚gute Sache‘ vertraten, nicht zu entschuldigen sind.

Eines ist sicher: Eine freie Gesellschaft findet sich nicht auf dem Pfad, den die sozialistischen Avantgarde-Bewegungen sowie John Cage und seine Künstlerfreunde vorgezeichnet haben. Das Künstler-Ressentiment beraubt den Einzelnen wertvoller Erfahrungen der Selbstwirksamkeit: Jene mitunter existenzielle Krise zu durchleben, die es bedeutet, durch das wiederholte Scheitern schrittweise Fortschritte zu machen. Die entgrenzte Gleichmacherei, wie sie in Künstlervisionen à la John Cage zum Ausdruck kommt, hat dramatische Konsequenzen, wenn sie sich einseitig und mit Absolutheitsanspruch geltend macht: Für die Integrität der Demokratie, die auf Bürger angewiesen ist, die, auch im politischen Streit, nachvollziehbar und verlässlich miteinander kommunizieren, für den Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten, für das Lebensglück der Einzelnen, die als Freie und Rechtsgleiche ihre Geschicke individuell und kollektiv selbst bestimmen.

Mit Soras tiefenscharfer Analyse des Falles John Cage und seines Milieus ist ein weiterer Hebel geschaffen, um durch einen Blick in die Vergangenheit den woken Irrsinn der Gegenwart als das zu entlarven, was er ist: der Versuch, westliche Gesellschaften zu destabilisieren, ihre Bürger durch das Einpflanzen von Selbsthass und Realitätsentrückung geistig und affektiv zu zersetzen, mit Hilfe Orwellscher Sprachzerstörung eine Politik zu betreiben, die ein skurriles Weltbild mit autoritären Mitteln durchsetzt und die Demokratie ausgerechnet im Namen ihres Schutzes zerstört.

Dieses Essay erschien bereits bei der Achse des Guten.

Christian J. Zeller

Christian J. Zeller ist promovierter Soziologe und politischer Publizist. Die freie und offene Debatte, auch zu kontroversen Themen, ist aus seiner Sicht der Sauerstoff für eine funktionierende liberale Demokratie. Lagerdenken und Kontaktschuld hingegen zerstören die freiheitliche Ordnung. Er ist Mitglied im Komitee von Bündnis Redefreiheit.
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89 Kommentare

    1. .. und dazwischen hat man jeden denkbaren Standpunkt einmal eingenommen und
      wird berichten können daß es keine Rettung gibt und
      alle Wege in die Hölle führen.

    2. Ich denke dieser Eindruck ist eher der Unzulänglichkeit des eindimensionalen Links-Rechts-Modells geschuldet. Das, was ich als „extrem links oder rechts“ bezeichnen würde ist beides ideologisch-autoritär, im alternativen dreidimensionalen Modell [liberal:autoritär, rational:ideologisch, progressiv:konservativ], das ich da eher bevorzuge. Die befinden sich in diesem „Raum“ (vs. Rechts-Links-„Gerade“) ohnehin schon in der selben „Ecke“ und unterscheiden sich lediglich darin, dass die „Linken“ progressiv, und die „Rechten“ konservativ sind. Oder: Linksextreme sind progressive Rechtsextreme und Rechtsextreme sind konservative Linksextreme. Da schliesst sich der vermeintliche Kreis.

    1. Richtig. Nur was hat dieses rechte Machwerk auf Overton zu suchen? Beim Lesen der Kommentare hatte ich das Gefühl, wieder bei Telepolis zu sein.

    1. Da wäre ich doch wohl noch ein gehöriges Stück des Weges weiter. Ohne notarielle Beglaubigung der Einvernehmlichkeit für bzw. zu was auch immer, nein danke … aber erfreulicherweise bin ich aus dem Alter raus.

  1. „Kinder im Mutterleib ohne Strafe zu töten“

    Wenn Männern Parasiten im Körper wachsen würden, dann wäre Abtreibung der absolute Mindeststandard, und niemand würde einen nicht lebensfähigen Zellhaufen „Kind“ nennen.

    Wenn ein nicht lebensfähiger Zellhaufen aber ein Kind sein soll, dann müssten alle Tiere automatisch Menschenrechte erhalten, immerhin sind die lebensfähig, intelligent und haben Bewusstsein, im Gegensatz zu einem Embryo.

    Im übrigen halte ich die Transagenda nicht für links, sondern für ein neoliberales ( = hart rechts und faschistisch) PsyOp zur Vernichtung der wenige Rechte, die Frauen sich erkämpft haben.

    Es ist Frauenhass im woken Mantel und de facto Sharia, weil Frauen nun keine sicheren Orte mehr haben, und der Transvergewaltiger ist ja auch immer unschuldig.

    Ich stimme mit allen überein außer diesem albernen Frauenhass und Kontrolle über die Körper Anderer.

    1. Natürlich hat der faschistoide gender und diversity Kram nichts mit links sein zu tun. Aber woher sollen die konservativen Wasserträger sonst ihre Daseinsberechtigung in dieser Schmierenkomödie herleiten, wenn sie nicht die vorgegebenen Ablenkthemen beackern und gewünschte Pseudoalternativen anbieten.

      1. Ablenkung und Pseudoalternativen sind doch dein Spezialgebiet.

        Aber Danke, dass du zur Abwechslung mal nicht unübersichtliche Zitate vermeintlicher linker Vordenker anschleppst, wahrscheinlich weil man sonst merken würde, dass die woke Ka*ke ganz wesentlich auf eurem linken Mist gewachsen ist. Selbst hier im Forum gibt es genug Unterbelichtete, die auf „alte weiße Männer“ schimpfen und die glauben, alle Übel gängen von uns aus und wir sollten Buße tun, indem wir uns abschaffen und ohne Obergrenze und Nuetzlichkeitserwaegung Benachteiligte, Klimaopfer, Arme usw. hierherholen, oder ist das nicht mehr der Kern des Mausfeldschen linken Projektes, des universellen Humanismus, das du bei jeder Gelegenheit anpreist?

    2. Wenn Männern Parasiten im Körper wachsen würden, dann wäre Abtreibung der absolute Mindeststandard, und niemand würde einen nicht lebensfähigen Zellhaufen „Kind“ nennen.

      Behaupten Feministinnen und beweisen damit ein weiteres Mal, dass sie nicht logisch denken können, denn die Abtreibungsfront verläuft nicht primär zwischen den Geschlechtern. Aber interessant, dass du eine Frau bist, das passt wie die Faust aufs Auge zu meinem Eindruck.

      Wenn ein nicht lebensfähiger Zellhaufen aber ein Kind sein soll, dann müssten alle Tiere automatisch Menschenrechte erhalten, immerhin sind die lebensfähig, intelligent und haben Bewusstsein, im Gegensatz zu einem Embryo.

      Intelligente Tiere? Deine Katze?
      Du lieferst eine maximal vereinfachte radikale Definition von Embryo, ignorierst damit den Entwicklungsprozess und die Komplexitäten der Schwangerschaft und damit einhergehenden Emotionen bei der Frau. Ganz so einfach ist es dann auch nicht.

      Im übrigen halte ich die Transagenda nicht für links, sondern für ein neoliberales ( = hart rechts und faschistisch) PsyOp zur Vernichtung der wenige Rechte, die Frauen sich erkämpft haben.

      Damit könntest du sogar Recht haben, allerdings wurde und wird es mit den Stimmen von gutmeinender naiver Weiblichkeit und Linksextremen durchgesetzt:

      „Das vorherrschende ernährerzentrierte Modell der Arbeits- und Familienbeziehung beruhte auf der Selbstverständlichkeit der Heterosexualität. Lesben, Schwule, Trans- und Intersexuelle sowie Transgender haben bis heute mit ständigen Diskriminierungen im Erwerbsleben zu kämpfen, zumeist müssen sie ihre Sexualität und ihre Beziehungsform verheimlichen, um berufliche Aufstiegsmöglichkeiten zu erreichen.“

      https://www.die-linke.de/fileadmin/user_upload/Parteiprogramm_Die_Linke_2024-web.pdf
      Seite 24

      „Die Linke steht für eine emanzipatorische Politik, die die unterschiedlichen Lebensweisen berücksichtigt und unterstützt.
      Heterosexualität und die Vorstellung, dass es ausschließlich zwei Geschlechter gibt, gilt stillschweigend als Maßstab politischer und gesellschaftlicher Norm. Diese Norm grenzt aus. Die Linke unter-stützt das Recht auf die sexuelle und
      geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft. Dazu gehört die gesellschaftliche Gleichstellung und Akzeptanz der Grundrechte von Lesben, Schwulen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen. Das Personenstandsrecht muss
      den Menschenrechten insbesondere von Intersexuellen und Transsexuellen gerecht werden.“

      Seite 67

      Jetzt zeig mir bitte die entsprechenden Passagen im AfD-Parteiprogramm oder schätze ich dich falsch ein und du hältst die AfD nicht für „rechts und neoliberal“?

    3. @me-need-more-brain
      Wenn ich lese, was Sie hier über Parasiten, Embryos und Zellhaufen schreiben, offenbart ein bestürzendes Mass an geistiger unbd menschlicher Entartung.
      Sie gehören damit in die Psychi und in Behandlung, je eher je besser.

    4. Gibt es zur Abtreibung eigentlich nur Extrempositionen? Ich finde es ist ein guter Kompromiss nur so lange von dem „Zellhaufen“ zu reden, wie es sich tatsächlich noch um einen solchen handelt. Ab einem gewissen Punkt ist das nämlich nicht mehr gegeben und es handelt sich nicht mehr nur um den „eigenen Körper“. An dem – da bin ich mich ziemlich sicher – haben die wenigsten vor, den Frauen die Rechte „wegzunehmen“. Die aktuelle Lösung mit einem strengen Limit bis zu welcher Schwangerschaftswoche eine Abtreibung erlaubt ist, finde ich eigentlich einen guten Ausgleich zwischen beiden Positionen. Allerdings bin ich auch dafür, dass es explizit „legal“ sein sollte und nicht in dieser rechtlichen Grauzone mit „straffrei“ und sowas.

      Auch muss ich sagen, dass die 3 Monate bereits extrem großzügig ausgelegt sind, wenn man sich die menschliche Embryonalentwicklung anschaut. Ab bereits einem Monat würde ich schon nicht mehr von „Zellhaufen“ sprechen. Aber ich sehe auch ein, dass es da einen gewissen Puffer braucht, zumal man auch oft diesen Monat erstmal braucht um überhaupt festzustellen, dass man schwanger ist.

      Insofern meine Meinung: Legalisierung ja, aber keine Ausweitung des Zeitraums, in dem das geschehen muss. Die 3 Monate sind bereits ein sehr großzügiger Kompromiss. Auch sollte es genügend Möglichkeiten geben, den Eingriff zeitnah durchzuführen.

  2. Der erste Schritt wäre, sich von der Sprache des Imperiums zu lösen. Siehe Klemperer LTI.
    Der Begriff des Autoritarismus ist ein solcher Begriff der LTI. Der richtige Begriff wäre Diktatur. Bei der Gelegenheit könnte man dann erkennen, dass jede Klassengesellschaft eine Diktatur ist und das Gefasel von Freiheit reine Demagogie.

  3. Schön rausgearbeitet, Herr Zeller, Chapeau!
    Viel interessanter aber: wie konnte ein derart pubertäres Gehabe zur kulturprägenden Kraft des Wertewestens werden?

    1. Es hat sich herausgestellt, dass, wenn jemand laur schreit und sich mit skurilem Outfit
      in Szene setzt, er oder sie wahrgenommen wird. Man sehe sich die Musikszene an. Auf
      der einen Seite Bands die einfach gute Musik machen mit guten Musikern. Schlichtes
      Outfit ohne großes Brumborium. ACDC, Deep Purpel, Nazareth, oder Leute wie Rory
      Gallahga. Und dann die Knaller. Tikio Hotel und all die, die heute sich auf den ÖRR
      Wettbewerben tummeln und dann im Djunglecamp landen. Möglichst kreischend quer,
      mit einer bestimmten religiösen Ausrichtung, oder mit mehrfachem Migrationshintergrung.
      Nur ein Name: Ofraim !!

      1. „ACDC, Deep Purpel, Nazareth, oder Leute wie Rory Gallahga“
        Hmmja, zuerst dachte ich: Alkohol oder Drogen – da klappts oft nicht mehr mit dem korrekten Schreiben.
        Dann dachte ich: wohl eher Sarkasmus-Karambolage.

        Die aufgeführten Bands/Musiker haben durchaus (nicht immer, aber oft) sehr gute Musik gemacht trotz zum Teil mehr als nur grenzwertigem Outfit, für welches man ganz früher eingesperrt worden wäre, und ganz ganz früher am Dorfpranger geendet hätte (wobei, nichts gegen Dorfpranger – wäre manchmal gut, wir hätten das noch).

        Und ob ein krude geschminkter / gekleideter Musiker nun wirrer ist als ein durchlöcherter zutätowierter Tätowierter …. das lass ich mal offen….

      2. Stimmt. Würde ich aber auch unter pubertär einsortieren; aber dass sich sowas unter Erwachsenen durchsetzt?
        Da scheint mir ein größerer, tiefer gehender Defekt vorzuliegen.

      3. Natürlich müssen Musiker (heutzutage) möglichst schrill aussehen und sich aufführen, wie hirnamputierte Affen auf Koks. Sonst kommt noch jemand auf die Idee und hört sich die Musik an.

        Geht aber auch anders. „Richtige“ Musiker haben für sowas aber gar keine Zeit. Die konzentrieren sich aufs Musik machen. Bsp:

        https://youtu.be/INu8_qXhYpY?si=N847Wuw7g-qRWV05

        Und das hat noch nicht mal den Pep der alten Mingus-Bands.

  4. Ich schlage vor, für derartige künstlerische Exzesse Ausstellungen zu organisieren, damit sich das Volk angemessen darüber empören kann. Fehlt noch ein griffiger Name. „Aus der Art geschlagene Kunst“? Irgendwie so, kann man ja noch dran feilen, wenn die AfD die Macht ergriffen hat.

      1. Selten trifft der Spruch so gut wie hier
        „Kunst kommt von Können, hätte es nur was mit Wollen zu tun, wäre es ja Wunst“.

        „Entartete Kunst“ passt auch gut – kann ich als Nicht-Deutscher auch ohne Probleme einfach so schreiben / aussprechen.

        Im Internet gesucht und gefunden:
        «Entarten» bedeutet «seine Art oder Natur zu verlieren», und zwar stets hin zum Schlechteren.

        Passt.

  5. „Lagerdenken und Kontaktschuld hingegen zerstören die freiheitliche Ordnung.“

    Und dann schreibt er solch einen hetzerischen und verleumd. Artikel. Ein Text, wie ihn normalerweise nur die übelsten Faschisten verfassen. Auf der Merkliste – der Author Christian J. Zeller ist gesichert rechtsextrem.

    1. Der Artikel erschien tatsächlich vorher (siehe oben) bei einen „üblen Faschisten“. Und zwar beim rechtsextremen Hardcorezionisten und Genozidfan Henryk M. Broder.

  6. Also ok, Cage ist nicht meine Musik (falls überhaupt eine), aber sowohl der Autor als auch der von ihm gepriesene Spiesser Sora missbrauchen das Thema, um unablässig „Sozialismus“ und „Totalitarismus“ zu geifern.
    Arnold Schönberg, dessen Musik ich durchaus schätze, war politisch konservativ. Sowas interessiert die Geiferer mit ihrem faschistischen Schaum vor dem Mund aber nicht.

    Nichts gegen Pluralität auf Overton, aber müssen solche scharfrechten Tiraden sein?

    1. Nicht scharf rechts, sondern Fakt, genauso habe ich es wahrgenommen. Auch wenn die Linken das jetzt, nachdem es defakto gescheitert ist, nicht mehr hoeren wollen und den wahren Schotten rausholen, ala es gefaellt mir nicht mehr, also ist rechtsfaschistisch… faellt nur niemand drauf rein, ihr habt einfach fertig.

      1. Klar, der Frosch verteidigt seinen Tümpel, die R[u]atte ihre Kloake.
        Antikommunismus ist die Kernideologie jeglichen Faschismus.

        Direkt erbärmlich ist beider, Soras wie Zellers, Unbildung. Die musiktheoretischen Werke Schönbergs haben solche Fanatiker intellektuell überfordert, falls sie je etwas von Substanz gelesen hätten.

    2. Ich kann aquadrant nur zustimmen. Weder der Autor des Artikels noch der von ihm zitierte Autor haben eine Ahnung von moderner Kunst und Musik. Sie instrumentalisieren die erwähnten Künstler für ihre rechte Ideologie und das in einer extrem dümlichen Art und Weise. Wie kann man nur so einen Schwachsinn veröffentlichen.

  7. Wenn jemand meint, es gibt soundsoviel Geschlechter, bitte sehr!
    Wenn jemand meint, dass Kunst so und so zu sein hat, bitte sehr!
    Wenn jemand meint, ich denke falsch und verstehe als alter weißer Mann meine Erbschuld nicht, bitte sehr!
    Wenn jemand meint, meine Sternchenlose Schreib- und Sprechweise sei Ausdruck von Was weiß ich nicht, bitte sehr!
    Das können die denken, wie sie wollen, da können die nach leben, wie sie es wollen, bitte sehr!
    Sie können glauben was sie wollen, ob sie die Verdammnis herab beschwören, ob sie irgendwas als Sakrament für heilig deklarieren, ob sie ihren Frauen Burkas anziehen, ob sie zu Allah, oder Buddha oder Christus oder Brians Sandale beten, bitte sehr!
    Solange sie mich damit in Ruhe lassen!
    Wenn sie mir das aufzwingen wollen, von dem Moment an sind sie mein Feind!
    Sie sind meine Feinde, wenn sie diese Dinge als Quintessenz des Seins postulieren, als Maß des Seins, aber Armut, Hunger, Krieg und Verzweiflung zulassen, ohne dagegen Stellung zu beziehen.
    So einfach ist das für mich!
    Aber ich bin ja nur ein alter, weißer Mann,
    was weiß ich schon!
    Nur in Ruhe sollen sie mich mit diesem Kram lassen!

    1. @ Wallenstein

      101 % d‘ accord!

      Das Beste, was ich bisher im Overton-Forum gelesen habe.
      Bin auch nur ein alter weißer Cis-Mann …
      _____________

      P.S.: Off-Topic
      Dies ist auch ein Test, ob etwa mein Account gesperrt wurde. Sollte diese Wortmeldung durchkommen, handelt es sich bei der ausgebliebenen Freischaltung meines gestrigen sachlichen Kommentars zu „Dem ukrainischen Volke“ nach drei Versuchen bei merkwürdigem Verhalten der Kommentarfunktion vermutlich um ein technisches Problem – einen Verstoß gegen „https://overton-magazin.de/kommentarregeln/“ kann ich nicht erkennen. Aber dort steht auch: „Von Nachfragen betreffend Freischaltungen oder Löschung von Kommentaren bitten wir abzusehen.“ Und die anderswo übliche Angabe eines Kontakts zum Webmaster bei technischen Problemen fehlt bei OM komplett. Schau’n mer mal …

  8. In der Sache hat der Autor mehrheitlich recht: Linke sind meist beseelt, moralisierend, absolutistisch und derart übrezeugt von ihren eigenen Wirrungen, dass sie keine andere Sicht auf die Dinge zulassen können – und deshalb neigen sie zum Totalitarismus – zumindest solange er links ist.
    Für einen Linken sind denn auch alle, welche nicht noch versiffter linker sind als er selbst, Rechtsradikale. Alternativ AfDler ….
    Den eigenen Balken im Auge, also den eigenen linksradikalen Balken, welcher ihm die Sicht auf die Realitäten versprerrt, den sieht er nicht.

    Nun bin ich gespannt, wie die linksversifften linken Sofa-Revoluzzer hier das Ganze zerreissen, relativieren, schönreden, schlechtreden wollen, ihre oft wütenden bis beleidigenden bis peinlichen Ergüsse sind immer amüsant zu lesen.

    Vorschläge:
    – Das waren keine richtigen Linken.
    – Das sind in Tat und Wahrheit Ideen der AfD
    – Wer sowas wie der Autor schreibt, ist selbst Faschist.
    – Alle sind Faschisten ausser [mir] ([mir] als Platzhalter für den jeweiligen linksversifften linken Kommentierer).
    – Stimmt alles nicht, wir haben freie Meinungsäusserung (sofern sie linksversifft links ist)

    Na, die ersten üblichen Versifften Verdächtigen sind ja schon aufgetaucht – das wird noch lustig.
    Bier und Chips bitte !

    1. So sieht es aus!

      Aber Leute die so ticken, lernen i.d.R. nicht aus ihren Fehlern, weil ihnen der rationale Teil im Gehirn irgendwie zu fehlen scheint. Wenn sie unzufrieden mit der Entwicklung sind, dann sind die Verursacher offenbar dem feindlichen Stamm zuzuordnen und der ist ja wohl immer rechts, man selbst zaehlt ja zu den Superguten, Intelligenten und marxistisch Aufgeklaerten, also zu den Linken…

      1. Das Sie sich mit Leuten gemein machen die weiter oben für einen „Dorfpranger“ sich begeistern, oder Halt das passt schon so ein Folterkellerchen haben Sie ja auch immer im Hinterkopf und nennen es Law & Order.

  9. Was für ein pseudo-intellektuelles Geschwafel inkl. vermeintlich ‚klarer Worte‘.
    Platteste Verallgemeinerungen, aus denen das um Beifall heischen nur so trieft. Irgendwie wirkt der Text (gerade in seiner Wortwahl und seinen wild zusammengewürfelten Unterstellungen) auch reichlich künstlich, so daß man auf die Idee kommen könnte, daß eine KD mindestens zur Unterstützung benutzt wurde.
    Selbst als Satire völlig untauglich. Kurz zusammengefasst : Was für ein Schrott.

  10. Zitation aus dem Artikel:
    „……Inspiriert durch Sozialisten und Kommunisten, von Saint Simon über Lenin bis hin zu Gramsci, verstanden sich bedeutende linke künstlerische und intellektuelle Strömungen zumeist als Avantgarde, der es aufgegeben ist, das Volk von kapitalistischen Verblendungen zu befreien und zur richtigen Gesinnung zu erziehen. Ziel war, gut marxistisch, der „kollektive Mensch“ sowie die Auslöschung von Individualität, Subjektivität, bürgerlicher Tatkraft und Verantwortung…..“
    (Zitatende)

    Bis ich auf die Quelle „Die Achse des Guten“ stieß , dachte ich zunächst mal ,dass das nur Satire seinn könne.
    Denn der Text könnte nahezu Wort für Wort auch von einem deutsch- globalen, sehr tiefreichenden , seit langer Zeit bestehenden und bis in die Umgebung von Henry Kissinger und dessen Lehrer zurückreichenden Neocon – Netzwerk wie das „World Security Network“ (WSN) und seiner Vision von „World3.0“ stammen .
    Kurz : In jeder weise typischer US- Neocon – Sprech. Passt auch ganz gut zur Erstveröffentlichung bei „der Achse“. Gerade in den jetzigen Zeiten.
    Das WSN wurde gegründet vom deutsch – amerikanischen Ziehvater eines finanzstarken deutschen politischen Hintergrund – Operateurs , der zusammen mit einer anderen (deutsschtämmigen) internationalen Finanzmagnatin das Erbe seines Ziehvaters global weiterführt .
    Ich kann nur hoffen, dass es möglichst wenige Verwirrte hier gibt , die auf dieses rechtslibertäre Propagandatextchen zur Verunglimpfung von „Altlinken“ oder auch von (demokratischen) „Sozialisten) hereinfallen: Die typische aktuelle Strategie der Rechtsintellektuellen. Man konstrueirt mittels durchaus vorhandener Unsinnigkeiten modischer linkslibertärer Extravaganzen (denen man penetrant das Links- Label aufklebt) einen aufsehenerregenden Strohmann , den man dann mit Empörungsrhetorik spektakulär abschlachtet. Typisch ist auch , dass Verweise auf sozialistische (oder kommunistische) Traditionslinien , die die (amoralischen bzw. unmenschlichen ) Klassenverhältnisse thematisieren, fast immer fehlen. Statt dessen werden pauschale Propaganda – Totschlag -„Argumente“ wie „….gut marxistisch, der „kollektive Mensch“ sowie die Auslöschung von Individualität, Subjektivität, bürgerlicher Tatkraft und Verantwortung…..“
    auf den Tisch gehauen.
    Und ein „Bündnis Redefreiheit“ macht sich in Zeiten von ideologischer und emotionaler Verunsicherung immer gut .
    (Zur Tarnung?) Mir kommen die Tränen: Ich soll wirklich glauben, dass den bemitleidesnswerten Reichen und den supereichen Eliten bald das Schicksal droht , nicht mehr zu Wort kommen zu dürfen.

  11. Ich halte die woke Haß-Ideologie für ein Angriffsvektor. Ursprung sind (um etwas zu nennen, das halbwegs ein paar Leute kennen) satanistische Sekten und andere lebensfeindliche Zirkel wie z.B. die englische Fabian Society der 1930er (Julian Huxley u.a.). Ja klar könnt ihr das für Blödsinn halten. Ihr habt euch mit dem Thema auch nicht viel beschäftigt. Aber keine Bange, die Zeit ist reif dafür, daß da einiges an Hintergrundinfos ans Licht kommt.

  12. „Der Wokismus“ ist bekanntlich (und zum Glück) auf dem Rückzug, freilich nicht im vollendeten Niedergang. Das scheint dem Autor Christian Zeller noch nicht geflüstert worden zu sein, also nimmt er großen Anlauf und: Is kicking a dead pig.

    Es folgt ein selbstbesoffener Homerun auf (aus heutiger Sicht) Nischenkunst mit einem eingesprungenen Rittberger auf der durch soziale Käte gefrorenen Jauchegrube der Gegenwart – mehr Umschreibung braucht es nicht für die ersten beiden Absätze.

    Wie sehr als „links“ geltende Kunstprogrammatiken von faschistoidem Gedankengut beeinflusst wurden, zeigt Sora anhand des Manifests des Futuristen Tomasso Marinetti auf.

    Wenn Marinetti als Beweis für irgendetwas herhalten soll, dann beweist es erstmal, dass da nicht viel außer Ressentiment ist. Wer jemals das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich mit Futurismus auseinander zu setzen, weiß, das kann weg, und wer das mag, braucht betreutes Leben. Das Futuristische Manifest ist eine der vielen Reaktionen auf die Dekadenz und Spießigkeit des Fin de Siècle – und beides ist vergangen.

    wer in Gefolgschaft des Dadaismus die Sprache zerstören will

    Der Dadaismus war die Folge der durch WKI zerstörten Sprache, Psyche und Hoffnung – und wer meint, diesem zu folgen, ist kein Dadaist, sondern einfach nur ein absichtlicher Idiot.

    Pädophilie-Verharmloser

    Triggerwarnung: Buzz-Word. Ohne die Erwähnung von Kinder*****rn wird heute kein, ja, äh, sagen wir: ambitionierter Artikel geschrieben. Oder Kaffee gekocht. Siewissenschon.

    Wer sich mit anderen nicht misst, weil „Leistungsdruck“ böse ist, muss sich nie mit dem Empfinden eigenen Unvermögens oder Lernpotentials auseinandersetzen

    Da springt der Chauvinismus endgültig aus der Obstkiste: Leistung gibt es natürlich nur durch Druck und ist selbstverständlich ausschließlich im Wettkampf oder besser noch im Krieg identifizierbar. Ich würde behaupten, der Autor war noch nie in einer Arena über der stand: „Kämpfe mit allem, was du hast, und bestehe, sonst endet hier alles, was du bist.“ Aber sicher kaut er noch heute an den Nägeln, wenn er sich an seinen miesen Geigenunterricht erinnert.

    »Ich brauche keine Feinde oder Gegner, die größten Herausforderungen finde ich in mir selbst.« So viel Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstkritik muss erst erlangt werden, doch das diffundiert nicht auf dem intellektuellen Kinderkarussell, diese Rotoren beschenken lieber andere mit Holzspielzeug-Revanchismus.

    Die Mao-Anhimmelei, die Kritik an autoritären Verhältnissen in Politik, Familie und Bildungssystem, die Kritik an Konsum und Entfremdung in der Arbeitswelt.

    »Mao-Anhimmelei« und »Kritik an Konsum« in einem Satz als gemeinsame Verfehlung? Derailer, I can hear you squeak…

    Das Künstler-Ressentiment beraubt den Einzelnen wertvoller Erfahrungen der Selbstwirksamkeit

    Ah, deswegen hat er genau DAS hier durchgezogen. Da bleibe ich bei meiner Prämisse und beim Werk, das zu mir spricht oder es unterlässt. Pfeif auf Ikonen und jenen, die sich daran kratzen müssen.

    Für die Integrität der Demokratie, die auf Bürger angewiesen ist, die, auch im politischen Streit, nachvollziehbar und verlässlich miteinander kommunizieren, für den Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten, für das Lebensglück der Einzelnen, die als Freie und Rechtsgleiche ihre Geschicke individuell und kollektiv selbst bestimmen.

    Zum Ende hin dann der Multi-Komponentenkleber, damit zusammengeleimt werden kann, was sich trennen will, doch zum Zuckerguss verurteilt ist.

    Wo muss ich ankreuzen, um den Autor nicht zu wählen?

    Ich fange erst einmal damit an, es mir zu erlauben, das beworbene Buch zu ignorieren und mich davon frei zu stellen. Weiter werde ich auch heute – nicht aus Trotz – nicht John Cage hören, denn ich mag das auch nicht, anerkenne aber die Notwendigkeit seines unerfreulichen Werks. Die Notwendigkeit des Artikels oder des Buches dürfte über die Bedeutung der lustigen Bildchen auf Zigarettenschachteln nicht hinaus gehen.

    1. Danke, dass Du Dich so gründlich durch diese intellektuelle Kloake gearbeitet hast. Mir hat schon das Gepöbel gegen Schönberg gereicht, um zu sehen, wes Ungeistes Kind da geifert, und habe den Rest nur diagonal gelesen. Da sind mir einige .. hmm Perlen .. entgangen. Aber auf der Achse des Ungeists ist er gut aufgehoben.

  13. Schöner Artikel.
    Bin etwas überrascht, ihn hier zu lesen.

    Zwar keine neue Erkenntnis, aber erfrischend formuliert und knackig auf den Punkt gebracht.
    Wer wollte Zeller und Sora widersprechen … ??

    1. „Wer wollte Zeller und Sora widersprechen?“
      Na icke!
      Sollen Frauen wieder abends die Hausschlappen für den Herren bereithalten, die Kinderlein mit gekämmten Haaren vorführen und den Doktor Oetker Pudding servieren um den Gemahl milde zu stimmen? Nee, danke.

  14. Was für ein Schrott. Wahrscheinlich das blödeste, das ich auf Overton je gelesen habe. Trotzdem danke! Dieses Buch werde ich mit tödlicher Sicherheit nicht lesen.

    = = = =

    Ein Interviewer fragte mal John Cage:
    Ja, sagen Sie mal Herr Cage. Glauben Sie denn wirklich daß das noch Musik ist?

    John Cage:
    Nun, wenn sie meinen, das ist was anderes, dann nennen Sie es doch anders.

    Ich kann mir auch heute noch John Cage oder Morton Feldman stundenlang als Hintergrundmusik anhören. Tausendmal besser jedenfalls als das ewige öde Gitarre, Bass, Schlagzeug und Kreisch.

  15. Habe nun auch ein paar Kommentare überflogen.
    Das Lustige ist ja immer,
    dass viele Linke bei Kritik an der Linken sogleich behaupten, dass all jene aufgezeigten Probleme ja gar nicht Folge linker Aktivitäten seien …
    Bisschen billig!

    1. Billig ist primitive pauschalierende Polemik. Die Postmoderne, aus der die „Woken“ hervorgegangen sind, war von Beginn an ein antimarxistisches rechtes Projekt unter falscher Flagge, grosszügig gesponsort durch die CIA. Dass es Anhänger fand, die sich selbst „links“ glauben, ist tragisch. Aber Differenzieren scheint auch mal wieder Herrn Wirths Sache nicht zu sein.

      1. @ aquadraht

        1. Habe ich mich explizit auf „Wokeness“ bezogen? Nein.

        2. Meine eigentliche Grundaussage haben Sie gar nicht widerlegt. Wobei sich diese Grundaussage ja keineswegs nur auf die Gegenwart bezieht, so wie auch Zeller und Sora keineswegs nur die Postmoderne im Blick haben.
        Es ist eine eher allgemeine Beobachtung, dass sich Linke gerne die Rosinen rauspicken wollen aus dem Kuchen, den sich links wähnende Politiker und Aktivisten – Lenin, Mao, Pol Pot, Ulbricht, Meinhof, Ensslin, Honecker, Castro hin bis zu heutigen wie Fischer, Gysi oder Thunberg usw. – „gebacken“ haben. Man muss aber alles zusammen sehen.
        Die ganze Malaise!

        Und die neueste steile These ist nun die, dass die aktuelle woke neue Linke so rein gar nichts mit der alten Linken zu tun habe. Womöglich sogar eine Schöpfung der CIA. Da machen Sie es sich, guter Mann, aber wirklich viel zu einfach!! Das geht nicht. Und das wissen Sie selbst.
        Schließlich sind die nach 1990 leider immer noch ziemlich rührigen Politiker und Erben der SED ja keineswegs von den Amerikanern bezahlt!! Nein, sie betreiben diesen woken und neulinken Unsinn aus EIGENEM Antrieb als eine neue Strategie. Eine Strategie, die zwar nicht mehr marxistisch ist, aber dennoch auch links ist.

        2. Sie geben ja (als Altlinker) selbst zu, dass die Woken sich selbst links fühlen. Nun können Sie natürlich auf marxistischem Fundament stehend, die „Woken“ als Lumpenproletariat bezeichnen. Dann müssten Sie aber eben auch den Erben der SED das Linkssein absprechen. Geht das? Oder gehen Sie etwas soweit, die ganze DDR als nicht links zu bezeichnen?? Das wäre dann exakt die Rosinenpickerei, die ich anfangs im Sinn hatte …
        —-

        @Alex_R

        Ach, Alex …
        Es ist doch schon Aschermittwoch!

    2. Das gilt für Nichtlinke genauso. ich denke nur an all die Kapitalismusbefürworter, die alle negativen Effekte unseres Wirtschaftssystems mit Sozialismustendenzen erklären.

  16. Würde hier auf Overton ebenso frequent über die fortschreitende und zunehmende Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und/oder der rasanten Intoxikation aller Lebewesen mit Pestiziden, PFAS, Mikroplastik etc., berichtet wie über das Thema „Woke“, wäre man deutlich näher an wirklichen Problemen dran.

  17. Ich schättze das Overtone-Magazin für seine diffenzierte Aufklärungsarbeit. Aber so im Einstieg dieses Artikels Hippies, Foucault, neue Linke und Künstler einfach mit einem Handstrich als Freiheitsfeind ebezeichnet und in die Tonne geworfen werden stellt den Artikel auf das Niveau der Freiheitsfeinde, die er vorgeblich bekämpfen will.

  18. Wirklich ein guter Artikel, wenn man alles zerstören und diffamieren will, das nur irgendwie alternativ ist. Denn da kann man nahtlos weiter machen. Sicher sind viele Vertreter und Vertreterinnen mindestens genauso totalitär, wie die gebrandmarkten Linken. Und Rumänien unter Ceaucescu ist nun wahrlich nicht schwer als Feindbild von was eigentlich zu dienen? Nonkongormismus kann es ja nicht sein, Querulantentum? Freiheitlich-Liberal, oder doch besser Extremkonservativ?
    Ganz ehrlich. Sich keinen Nanometer aus der Mitte zu entfernen ist totalitären als irgendwo am Rande zu stehen und extremere Ansichten zu haben.

  19. Auf solches sich als besonders berufen fühlende Personal,
    das aus dem ehemaligen Ostblock herübergeschwappt ist, hätte man gut verzichten können – Reaktionäre und Schleimer übelster Art. Da hallizuniert einer irgendetwas von „linksextremen Milliardären und ihren Stiftungen“. Das muss man sich wirklich mal reinziehen:
    https://tom-sora-for-western-culture.tomsora.de/die-inneren-feinde-des-westen/
    Ich meine er konnte ja nichts dafür, in einem muffigen bulgarischen Drecksloch hausen zu müssen, als hier für eine kurze Epoche, die Türe zu wirklicher Freiheit, einen Spalt weit offen stand.
    Aber wieso versucht so jemand, nun dies zu verdammen. Da braucht es wahrscheinlich psychologische Erklärungen. Für diesen Sora trifft dies doppelt zu, da er in seiner Eigenschaft als kaum beachteter Komponist zeitgenössischer Musik meint, den Gottvater des Genres, John Cage zu kannibaliseren.

  20. Im Gegensatz zum Verfasser denke ich das Woke, Gender und das ganze LGBTQIA+ Gedöns nämlich von Rechts, respektive eher konservativen Kräften initiiert wurde.
    Martine Rothblatt, Die Pritzker Familie, Peter Buffet und Warren Buffet und natürlich George Soros und auch noch zu erwähnen Angelica Ross.
    Hier mal eine recht gute Zusammenfassung, das die ganze Bewegung nicht von links kommt: file:///C:/Users/Biggi/Downloads/2024-06-29b_DieFinstereAgendaHinterDerTran_klatv29454%20(1).pdf
    Auch, die Verbindung zu Epstein kommt dann auch zutage.
    Ach, ja, die KI Bildchen sind mittlerweile mehr als peinlich zu betrachten.

    1. Hallo monotone(r?) Biggi,
      file:///C:/Users/Biggi/Downloads .., ich lach mich schlapp. Grüsse von 127.0.0.1

      Zur Sache: Ja. Das „woke“ Projekt war von Beginn an ein Eliten-/CIA-Projekt.

          1. harrt die erkenntnis, dass du deine lokale festplatte verlinkt hast, noch der unbefleckten empfängnis durch dein gehirn? diese autonome avantgarde mal wieder.. zum glück bist du schon 3 jahre vor ivo übergeschnappt, ich hätte sonst direkt angst du würdest bei mir in der nähe wohnen und mich der reinen möglichkeit nach mit dem moto überfahren können.

  21. „Der Umstand, dass Faschismus und Kommunismus „Zwillinge“ seien, legt Sora unter anderem an der Wandlung Mussolinis vom Sozialisten zum Faschisten dar. “

    Ich kann einfach keinen Kontext finden wo das reinpassen könnte .
    Kann das weg ? …

    Gleichmäßig verteilte Armut , an Kommunismus und Faschismus festmachen zu wollen, weniger intellektuelle Glanzleistung .. o))
    Ich habe mit solchen Leuten echte Probleme, und das obwohl ich selber erleben musste wie hier und da Menschen leiden mussten weil Sie irgendwelchen ideologischen Kriterien nicht gerecht wurden damals in den Sozialistischen Ländern.

  22. Mein Opa, Jahrgang 1910, zuerst NSDAP-, dann CDU-Stammwähler, hätte an diesem Text seine helle Freude gehabt.

    Seine Familie hat er einmal im Monat ins Auto gepackt, ist mit ihnen an die Mauer gefahren, hat dort eine Stunde geschimpft, und für ihn als Papa war das eine großartiger Tag der Redefreiheit. Die übrige Zeit des Monats musste sich meine Oma um die Kinder kümmern.

  23. Gern Vielfalt statt Einfalt. Allein was ich hier lese ist an Einfalt kaum noch zu überbieten.

    Hab mit den Möchtegern-Hippies sehr früh gebrochen, meist nur verwöhnte Kinder aus der gehobenen Mittelklasse, die finanziell die Freiheit hatten, mal so zu tun als ob. Genauso mit Salon-Kommunisten, die nicht den geringsten Bruchteil von Marx und Engels verstanden haben. Ebenso mit staatsmonopolistischem Kapitalismus, der sich verwegen Sozialismus oder Kommunismus nennt.

    Was hier jedoch gemacht wird ist die Ursachen auszublenden, alle in einen Sack zu stecken (wie das auf Bauernhöfen gang und gäbe ist, wenn zu viele Katzenkinder da sind) und den Sack dann in den Fluss zu werfen. Dieser ganzer woke Mist ist hochgradig neoliberal (extrem freundlich gesagt), egal ob jene die das Propagieren sich Hippie, Links oder sonstwas auf’s Revers heften.

    Von diesen Gedankengängen ist es nicht mehr weit bis zu unwerter Kunst und unwertem Leben.

    Es kotzt mich gerade so an, dass ich keinen Lieben Gruss anfügen möchte.

  24. Ich habe keine Lust, einen langen Text zu lesen, dessen Autor schon im ersten Absatz klar macht, dass seine Absichten rein polemische sind. Ich halte von der Wokerei auch nichts, aber wenn man sich seriös mit ihr auseinandersetzen will, muss man sie erst stark machen, um in der Folge ihre logischen und konkreten Schwachpunkte aufzeigen zu können. Wenn man ihre Positionen von Anfang an im Absurden ansiedelt, kommt dabei etwas heraus, dass sich in seiner Qualität nicht vom Kritsierten unterscheidet.

    Leider ein weiteres Beispiel für die unkonstruktiven bis reaktionären Texte, die sich in letzter Zeit, wahrscheinlich mit gütiger Hilfe von Delapuente, ins Overton-Magazin verirren. Schade drum.

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