
War mein Opa Nazi? Der Spiegel will, dass ich das herausfinde. Und was, wenn ich es weiß? Diese Nazi-Schau wirkt mehr und mehr wie ein toter Fetisch.
Seit Wochen springt es den Besucher der Spiegel-Webpräsenz ins Auge – ganz prominent an oberster Stelle: Was hat Opa eigentlich damals getrieben? War er in der Partei, hat er Kriegsverbrechen begangen? Das Magazin hat Millionen Mitgliedskarten der NSDAP digital aufbereitet, damit jeder nachschauen kann, was die Vorfahren angestellt haben. Familienrecherche sei jetzt nämlich notwendig. Der Spiegel lässt nicht locker. Finden Sie heraus, was Ihre Familie unter Hitler getan hat! Und auch: Das Lügen hat ein Ende! Die Spiegel-Kartei bringt nun Aufklärung.
Nun, vielleicht bin ich ja taktlos, aber so recht erschließt sich mir nicht, warum man 80 Jahre nach Ende jenes fatalen Krieges nochmal auf Ahnenforschung gehen sollte. Welche Lügen, wie es heißt, würde man damit denn aushebeln? So gut wie alle, die in dieser Kartei vorkommen dürften, sind längst tot und lügen damit auch nicht mehr. Und will man der 101-jährigen Großmutter wirklich noch ein Streitgespräch aufs Sterbebett binden? Aus meiner Warte ist das sinnlos, nicht mehr wert als eine Möglichkeit zum Stöbern, wie man als Neugieriger auch alte Plattensammlungen durchforstet, weil es sich eben anbietet. Und was, wenn der Name eines Ahnen vorkommt? Es ist besorgniserregend, wie das Magazin hier den einstigen Anspruch, man möge sich erinnern, zu einen sinnentleerten Fetisch umfunktioniert – aber das passt freilich auch zu dieser Zeit.
Opa auf der Krim
Ich weiß wenig über Großvaters Kriegserlebnisse. Auf der Krim war er. Die Deutschen vergessen heutzutage gerne, dass sie die Halbinsel damals gerne annektiert hätten. Daran sollten sie sich heute aber erinnern und etwas Demut zeigen. Stalingrad: Dieser Kelch ging an ihm und damit auch an mir vorbei. Wäre er dort gelandet, gäbe es diesen Artikel nicht. Später war er in russischer Gefangenschaft. In Sibirien. Er kam 1950 nach Hause. Nicht sonderlich mangelernährt. Ohne Ödeme, die Mangelernährung gemeinhin verursacht. Andere Rückkehrer sahen da viel mitgenommener aus. Meine Tante freute sich, dass sie nun auch einen Papa habe – die Väter anderer Mädchen kamen früher nach Hause. Oder waren nie weg. Die Russen, so erklärte Großvater, wenn er überhaupt mal was über jene Zeit preisgab, seien nicht so schlecht zu ihnen gewesen. Dargestellt hatte man das in Deutschland damals anders. Die meiste Zeit schwieg er sich über jene Zeit aus. Jahre später, mein Großvater war längst tot, sichtete meine Großmutter im Fernsehen Bilder einer Kriegsgefangenenweihnacht. Schwarz-weiß, Tannenbaum und einige wohl singende – der Film war ohne Ton – Ex-Soldaten der Wehrmacht. Sie glaubte ihren Hans erkannt zu haben. Mein Vater zeichnete eine Wiederholung der Sendung – ich glaube, sie lief im ORF – auf. Wieder und wieder spulten wir vor und zurück. Aber nein, es war nicht ihr Hans – diese deutschen Kerle sahen sich damals alle ziemlich ähnlich. Und sie hießen fast alle Hans.
Beziehungen halfen ihm nach der Rückkehr dabei, eine Stelle im örtlichen Automobilwerk zu bekommen – Audi zahlte dann auch bis zum Tode meiner Großmutter eine zusätzliche Witwenrente an seine hinterbliebene Ehefrau. Er war als Lederer ausgebildet, aufgewachsen in Regensburg, in direkter Nachbarschaft zu den Thurn und Taxis‘. Meine Großeltern bekamen Jahre nach seiner Heimkehr eine zweite Tochter – meine Mutter –, weil er wenigstens ein Kind aufwachsen sehen wollte. Heute würde man feststellen, dass sein Nachkriegsleben ein Ausbund an kleinbürgerlicher Spießigkeit war. Arbeit, Familie, kein Fußball, aber dafür die Kleingartenanlage. In letzterer fiel er eines schönen Tages um. Schlaganfall. Schon auf der Fahrt ins Krankenhaus verstarb er. Er war Anfang 60. Geboren wurde er 1914 – der Erste Weltkrieg tobte da bereits. Wie kann man jemanden das Spießige verübeln, wenn man davon ausgehen muss, dass er Höllen durchschritt? Sabine Rennefanz, Kolumnistin des genannten Magazins, arbeitet sich indes daran ab, was die Kartei über unsere Verdrängung verrät. Als sei Verdrängung ganz und gar unmenschlich.
Hat mein Großvater Johann als Wehrmachtssoldat Menschen getötet? Beweisen lässt es sich nicht, aber erahnen schon. Hat er Soldaten im Gefecht erschossen? In so einer Konstellation wäre das normal und alles andere nur verwunderlich. Hat er bei standrechtlichen Erschießungen mitgewirkt? Zivilisten, Frauen, Greise und Kinder gar, vor einem ausgehobenen Loch hingerichtet? Das lässt sich nicht verifizieren. Natürlich war ich neugierig und habe dann die Datenbank, die der Spiegel so exzessiv anpreist, gesichtet. Aber nichts, ein Mann, der den Namen meines Großvaters trägt, lässt sich dort nicht ausfindig machen. Muss ich jetzt von seiner Unschuld ausgehen? Darf ich das hoffen?
Opa? Kenne ich nicht!
Und was würde mir eine solche Hoffnung eigentlich einhandeln? Schließlich kannte ich den Mann, der mein Großvater war, überhaupt nicht. Sein Tod ereignete sich zwei Jahre vor meiner Geburt. Alles, was ich über ihn weiß, habe ich aus zweiter Hand erfahren. Verklärungen inklusive. Hans war der beste Gatte aller Zeiten – und der feinste Vater auf Erden. Das so zu sehen ist für Hinterbliebene mehr als legitim, hilft aber in keiner Weise dabei, einen Menschen nähergebracht zu bekommen. Wenn ich also ehrlich bin, ist Omas Hans in all den Jahren meiner Existenz ein Fremder für mich geblieben. Es macht für mich wenig Unterschied, ob man von meinem Großvater spricht, von meinem Ururgroßvater, der vielleicht um das Jahr 1850 geboren wurde oder von einem mittelalterlichen Handwerker aus dem Umkreis Regensburgs. Mir fehlt schlicht der Bezug. Die Figur, die mir meine Oma in Gesprächen vorstellte, war eine Skizze, vielleicht sogar eine Karikatur des Menschen, den sie liebte. Man kann ihr das – wie gesagt – nicht zum Vorwurf machen. Aber wie sollte ich Gefühle entwickeln als Nachgeborener? Kann man denn überhaupt jemanden lieben, den man nie kennenlernen konnte?
Was ich sagen will: Es macht für mich also überhaupt keinen Unterschied, ob ich nun erfahren würde, dass der beste Gatte auf Gottes weitem Rund, im Krieg unbewaffnete Menschen erschoss oder nicht. Und man steinige mich bitte nicht sofort, sondern erst nach dem nächsten Satz, aber die Frage, die sich stellt, liegt doch auf der Hand: Wäre er meiner Mutter ein schlechterer Vater gewesen, wenn so eine Schandtat bekannt gewesen wäre? Würde es, erführe sie heute von väterlichen Verbrechen, ihre Erinnerungen an ihn so belasten, dass sie ihre Kindheit als Betrug einordnen würde? Und müsste sie – weil es offenbar auch zur Maxime des Spiegel-Projektes gehört, wir kommen gleich darauf zurück – mit ihm brechen und ihn posthum ächten und sich entlieben müssen? Was hätte ich von der Gewissheit, dass Opa ein Mörder war? Entschudligen Sie meine Offenheit, aber was hat das alles mit mir zu tun? Mich treiben ganz andere Sorgen um. Nicht der Zweite Weltkrieg, sondern der Dritte, wenn man es ganz genau wissen will.
Vor 81 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Vor 76 Jahren kam mein Großvater zurück aus der Sowjetunion. Darf man freundlich darauf hinweisen, dass das ein langes, fast gänzlich umfassendes Menschenleben her ist? Ist es noch Teil der Aufarbeitung, jetzt den Lesern und Abonnenten den Auftrag ans Herzen zu legen, eine ganz besondere Form der Familien- und Ahnenforschung anzustellen? Wem hilft das? Zumal die damaligen Zeitgenossen, wie Opa Hans, längst beerdigt wurden – sicher, es gibt noch Zeitzeugen, aber die Reihen lichten sich beträchtlich. Muss man die Aktion des Nachrichtenmagazins als die letzte Zuckung eines Komplexes sehen, den man hierzulande seit vielen Jahren als »Aufarbeitung« kennt? Davon ist fast auszugehen – und so penetrant, wie der Spiegel jetzt täglich zur Recherche auffordert, drängt sich der hässliche Gedanke auf, dass diese »Aufarbeitung« nicht mehr ist, als ein etablierter, aber gänzlich sinnentleerter Fetisch, dessen Stoßrichtung von gravierender Sensationslust getragen ist.
Opa war kriegstüchtig
Umso mehr, da wir aktuell in einer Zeit leben, in der sich die Aufarbeitung endlich bewähren könnte – was sie aber nicht tut. Wieder sprechen wir im Ton der Untermenschenverachtung von den Russen – erneut will man Russland ruinieren und es in einen Krieg verwickeln, es am Ende besiegen. Erinnerungstage finde ohne russische Delegationen statt – nicht die Russen bezwangen das nationalsozialistische Deutschland, sondern angeblich die Amerikaner ganz alleine. Geschichtsvergessenheit: Ihr wollte man doch den Kampf ansagen! Kriegstüchtig soll das Land werden. Kriegsbereit gar. Und schon wieder erklärt eine Regierung auf deutschem Boden, bis wann man militärisch in vollem Saft stehen muss. In dieses Klima, in dem es sich lohnen würde, zurückzublicken und verstehen zu wollen, erklärt der Spiegel, man solle die Sünden des Großvaters recherchieren. Als sei damit alles geklärt, als könne man auf diese Weise noch so tun, als sei den Deutschen ihre Geschichte nach wie vor wichtig und bewusst. Der Spiegel simuliert gewissermaßen die Verinnerlichung der deutschen Geschichte – bedient aber nur einen oberflächlichen und vulgären Schuldkomplex.
Ja, ich habe das Wort bewusst gewählt – Schuldkomplex! Mir ist vollumfänglich klar, wer ihn gerne gebraucht. Vielleicht sollte man sich eingestehen, dass diese unappetitlichen Gesellen, die schon seit Jahrzehnten von einem solchen Komplex sprechen, am Ende nicht ganz falsch lagen? Wenngleich vermutlich aus anderen Gründen. Denn es zeichnet sich ab, dass die »Aufarbeitung« und »Erinnerungskultur« viel zu stark mit Schuld arbeitete – wie es der Spiegel aktuell auch tut – und viel zu wenig mit Zusammenhängen und nüchternen historischen Fakten. Wie war das damals wirklich? Welche gesellschaftlichen Dynamiken forcierten die Entwicklung? Wer wählte denn nun die NSDAP und warum? Warum fielen so viele um, speziell die ehemaligen Wähler der KPD und die Arbeiter? All das ist ziemlich unterrepräsentiert in jenem Komplex, mit der man Deutsche der Nachkriegszeit und darüber hinaus erzog. Die Schuld stand aber im Zentrum – später modifizierte man sie zu einer Form der Erbschuld. Und je länger nun die bestialischen Ereignisse von damals zurückliegen, desto plumper bedient man die Schuldhaftigkeit.
Wie geht das denn zusammen, einerseits ohne historische Anleihen nehmen zu wollen, eine erneute Eroberung Russlands in den Raum zu stellen – und gleichzeitig den Leuten zu erklären, dass es verdammt wichtig sei zu wissen, was der Opa auf dem Kerbholz hatte, als er damals Teil des Russland-Feldzuges Hitlers war? Die Erinnerungskultur hat offenbar völlig versagt – und die Spiegel-Aktion ist ein Beleg dafür. Wäre das Anliegen der Aktion seriös, müsste man Opas Verbrechen in Relation zum NATO-Kurs gegenüber Russland setzen. Wieder ein Russland-Feldzug? Diese Frage müsste man sich stellen – und zwar unabhängig von einem russischen Verschulden oder Eskalieren des ukrainischen Bürgerkrieges. Stattdessen suhlt man sich in der möglichen Schuld von Altvorderen, die längst begraben sind und suggeriert den Menschen, man habe die Geschichte nicht vergessen. Wenn dann herauskommt, dass Opa an einem Kriegsverbrechen beteiligt war – ja, was dann? Dann folgt daraus zweierlei. Einerseits redet man sich in diesem Falle ein, verantwortungsvoll mit der Historie umzugehen – und andererseits kann man dann selbstbewusst ausrufen: Diesmal – ab 2029 – stellen wir es ohne Kriegsverbrechen an! Versprochen! Wir haben aus unserer Geschichte gelernt!
Ähnliche Beiträge:
- Der Wehrmachtsoffizier, der seinem Land die Niederlage wünschte
- Nicht mehr sagen, was ist – alles wegen euch, ihr Systemfeinde!
- Auf den Spuren der deutschen Besatzer
- Wahrheit als Kreativmasse
- »Sie müssen davon ausgehen, dass Ihr Vater schwer traumatisiert war«





„erneut will man Russland ruinieren und es in einen Krieg verwickeln“
Es sei daran erinnert, dass man Russland nicht in einen Krieg verwickeln will, sondern dass Russland 2022 einen Krieg begonnen hat mit dem es sich selbst gerade ruiniert!
Und vielleicht sollte die Propagandisten in Russland mal in der Spiegel App recherchieren bevor sie wieder solchen Blödsinn wie mit dem angeblichen Nazigroßvater von Olaf Scholz herausposaunen.
Manchmal wünscht man sich, dass bei solchen hochgeistigen Kommentaren das Internet für eine Weile nicht funktionieren würde.
Zensur wird in autoritären Ländern gerne genutzt.
Warum ziehen sie nicht um, sondern bleiben hier?
Machen sie ihren Traum war.
„Es sei daran erinnert, dass man Russland nicht in einen Krieg verwickeln will, sondern dass Russland 2022 einen Krieg begonnen hat mit dem es sich selbst gerade ruiniert!“
Es sei daran erinnert, dass Russland den Krieg schon in 2014 mit dem Einmarsch im Donbass begonnen hat. 2022 markiert den Beginn der full scale invasion, also die Ausweitung des Krieges auf die ganze Ukraine.
Welchen Einmarsch in den Donbass?
Den der Kiever Nazis vielleicht? Davon gibt es nämlich sehr viele Videobelege.
„Welchen Einmarsch in den Donbass?“
Sind die Russen im April 2014 im Donbass einmarschiert oder nicht? Was wollen Sie sagen?
Sind sie nicht! Nein!
derRestsindfürdiehundertzeichenwasichzusagenhabebrauchtnichtmehralsdasgeschriebene
Nach der Krim-Annexion im März 2014 sind russische Spezialeinheiten Anfang April 2014 im Donbass einmarschiert. Russische Nazi-Verbände und Verbände der russischen Reichsbewegung aus St. Petersburg wie die „Rusich Group“ von Milchakov -auch unter dem Namen „Batman Batallion“ bekannt- oder das RIM („Russian Imperial Movement“), um die prominentesten zu nennen, folgten danach. Im August 2014 entsandte Putin diie reguläre, gepanzerte russische Armee in die Ost-Ukraine -bekannt als Operation: „Severny Veter“.
12 Jahre später braucht man darüber nicht mehr zu diskutieren, werter @Wallenstein.
russische Naziverbände kämpften ab 2014 im Donbass gegen die ukrainischen Naziverbände?
Aber Hallo, Quelle bitte?
Und bitte nicht die russophoben Quellen….Deutschlandfunk,Bild, Spiegel, Zeit, FAZ, FR etc.
Danke
„Und bitte nicht die russophoben Quellen….Deutschlandfunk,Bild, Spiegel, Zeit, FAZ, FR etc.“
Guten Tag @Rubis,
Auch Sie möchte ich auf die semantische Bedeutung des seit Februar 2022 inflationär und schwerpunktsmässig bei Ihnen in der SBZ verwendeten Kreml-Propagandabegriffs „russophob“ hinweisen. Dass gerade die von Ihnen aufgelisteten Medien durch „Russophobie“ -also eine krankhafte Angst vor dem Russen- aufgefallen wären, konnte ich nicht wirklich nicht feststellen. Sie?
„Russophobie oder Russenfeindlichkeit ist eine ablehnende Haltung gegenüber Russland, den Russen oder der russischen Kultur. “
Quelle Wikipedia
sonst noch was?
Ich sollte verstaendlich klargemacht haben, dass 2014 in den Donbass hauptsaechlich ukrainische Nazis eingefallen sind. Konnte man auf liveleak damals mitverfolgen. Auch wurde von 2014 bis 2022 belegbar dokumentiert, welche Seite denn am meisten geschossen hat, auch besonders gerne auf Zivilisten. Hinweis, es waren nicht die ‚russischen Separatisten‘.
Zeigen sie doch mal Beweise fuer einen russischen Einmarsch!
Da liegst du falsch, Girkin (Zitat: “ den Auslöser zum Krieg habe ich gedrückt“) war ein russischer Nationalist der mit russischen Söldnern in den Donbass einmarschiert ist.
Natürlich gab es keine ‚russischen Separatisten‘ — genauso wenig wie es 1941 ‚pro-deutsche Separatisten‘ gab, die einfach friedlich ein paar Teile der UdSSR ins Dritte Reich überführen wollten und dabei von Moskauer Kommunisten angegriffen wurden. Das Muster ist dasselbe, nur die Uniform hat gewechselt.
Wobei man fairerweise anmerken muss: Die historische Analogie hinkt sogar zugunsten Kiews. Denn Moskau hatte 1941 tatsächlich kurz zuvor baltische Staaten, Westukraine und Weißrussland annektiert — die Legitimationsfrage des Sowjetregimes seit 1917 war erheblich kniffliger als die der ukrainischen Übergangsregierung 2014. Aber das nur am Rande.
Zurück zu den ‚Separatisten‘: Igor Girkin, Oberst des russischen Militärgeheimdienstes aus Moskau, der sich irgendwie als ‚Rebellenführer‘ und ‚Verteidigungsminister‘ wiederfand — unter ‚Premierminister‘ Borodaj, ebenfalls Russe aus Moskau. Man erkennt ein gewisses Muster, wenn man möchte. Girkin selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er den Krieg begonnen hat, und dass nicht nur Waffen, sondern die entscheidende personelle Masse aus Russland kam.
Zum Argument der ukrainischen Zivilistenbeschießung noch ein letzter Gedanke, der eigentlich alles sagt: Wenn eine Armee eine Stadt ernsthaft mit schwerem Gerät beschießt, braucht sie dafür keine acht Jahre, acht Monate oder acht Wochen. Zwei bis drei Wochen russischer Vollinvasion genügen — wie Mariupol, Bachmut oder Awdijiwka eindrücklich demonstrierten — um eine Mondlandschaft mit ein paar Überlebenden in Kellern zu hinterlassen. Die UN-Berichte für den Donbass 2014–2021 sind da sehr nüchtern: Zivilisten stellten eine Minderheit der Opfer, und nach 2016 sanken zivile Todesopfer auf Dutzende pro Jahr — überwiegend durch Landminen und Blindgänger, nicht durch direkten Beschuss. Wer also acht Jahre lang geschossen hat, ohne die Städte zu zerstören, hat entweder sehr schlecht gezielt — oder gar nicht auf Städte gezielt.“
„Zum Argument der ukrainischen Zivilistenbeschießung noch ein letzter Gedanke, der eigentlich alles sagt: Wenn eine Armee eine Stadt ernsthaft mit schwerem Gerät beschießt, braucht sie dafür keine acht Jahre, acht Monate oder acht Wochen.“
Ach ja, das Terrorisieren von Zivilbevölkerung durch plötzlichen Granat- oder Artilleriebeschuss ist jetzt ja so irrelevant; wie wohl genauso wenig relevant ist, dass Kiew die Minsker Verträge nie umsetzen wollte.
@ L. Ren: 13 Uhr 14 : Ob es Ihnen helfen kann, die Protokolle der OSZE zu sichten ? Einschließlich der Statistiken
nach UN Angaben wurden zw. 2014 bis 2022 in der Ostukraine von den Putschisten (5 Mrd. $ Putsch- Nuland Fuck the EU) 10 000 rusischsprachige Ukrainer getötet… von dem Odessa Massaker wo im Gewerkaschatshaus dutzende protestierenede von den Nazis lebendig verbrant wurden wird auch nicht berichtet… und die aus dem brenendem Haus flüchten wollten wurden gezielt ermordet … und das sollen die nächsten EU Mitglieder werden, na dann Gnade uns Gott…
https://www.nachdenkseiten.de/?p=114630
„Der 5 Mrd. $ Putsch“
Wenn der Euromaidan aufs US-Geld als Ursache und Auslöder zurückzuführen ist, dann hätte ja Putin das Doppelte in den Ring werfen sollen, um das Janukowytsch-Regime zu stützen. 10 Mrd. USD gibt Putin aktuell aus für einen Monat seines Krieges gegen die Ukraine. War Putin Ende 2023 so knausrig und heute nicht mehr…?
Wenn ich Märchen hören möchte, gehe ich zu den Brüder-Grimm-Festspielen nach Hanau.
Heute um 18:30 Uhr: Tischlein, deck dich!
Die Analysen zu den Ursprüngen und den entlarvten Bildmontagen zu der Behauptung über den Großvater von Olaf Scholz stammen von Correctiv und T-online. Beide, ebenso der Spiegel, sind keine unabhängigen Faktenprüfer und haben die gleiche Glaubwürdigkeit wie der ehemalige Koch von Putin, der diese Lügen- Story in die Welt setzte. Kriegspropaganda gab und gibt es auf beiden Seiten in übelster Form.
Dass der Krieg in der Ukraine sich nicht zu einem Weltkrieg 2014 entwickelte, wie ihn Jean-Claude Juncker 2013 voraussah, ist nicht der Verdienst des Westen. Darüber mal nachdenken, was 2013 so alles geplant war und 2014 nicht realisiert werden konnte durch die russische Besetzung der Krim. Georgien, Weißrussland und die Ukraine müssen noch in die NATO um Russland zu dekolonisieren.
@ Werner 9 Uhr 04 : Haben wir nicht gehört bzw. gesagt bekommen, dass es
vor „unserer“ Zeitrechnung auch Jahre vor
„Christ Geburt“ gab? Also auch Jahre vor
2022? Also 2021. Was da war, lässt sich herausfinden. Auch ohne den Chef von Nato/Otan: Der Krieg begann nicht 2022
sondern 2014. Ach, Werner ! Lernen Sie Geschichte !
@Titel: „Wir sollen Russland besiegen“ Es müßte gemäß der West-Eliten lauten: „Wir wollen Russland vernichten“ um nichts anderes geht es diesen Kriegstreibern. Tote, egal auf welcher Seite sind diesen Kriegstreibern egal so lange es nicht sie selbst oder ihre Bagage betrifft. Nazi-Opa wird sich freuen über diesen Rachefeldzug für den verlorenen Krieg
Die Eskalation wird immer weiter getrieben bis Russland der Geduldsfaden reißt und das ist von den Kriegstreibern gewollt. Man muß sich nur das Großmaul Rutte anhören.
Von den jetzigen Politikern kann man keine Umkehr zum Frieden erwarten und wenn wir als Bevölkerung es nicht stoppen werden wir mit denen untergehen.
Jetzt kommt die Fußball-WM, eine hervorragende Ablenkung um weitere Schweinereien vorzubereiten.
Wie das ausgehen könnte kann man sich bei Alex Wellerstein ansehen
Alex Wellerstein
NUKEMAP is a web-based nuclear weapons effects simulator. I created it in 2012 (and did all programming, design, and research on it). Since then it has had many updates to its effects model and capabilities. It has been used by over 20 million people globally, and has been featured in both academic and general-audience publications and television shows for depicting nuclear weapons effects. “The scariest site on the Internet isn’t lurking on the dark web, but hiding in plain sight at nuclearsecrecy.com,” says The Washington Post.
A screenshot of NUKEMAP, showing a vast fallout plume over the northeast United States, with a calculation of over three million deaths and even more injured
A screenshot from NUKEMAP, showing the effects of the first hydrogen bomb ever tested, had it been detonated on the island of Manhattan. The fallout plume is visible, and the fatalities and injuries are calculated in the many millions.
NUKEMAP is essentially a “mash-up” of Samuel Glasstone and Philip J. Dolan’s The Effects of Nuclear Weapons (1977) and online map programs (initially Google Maps, but now MapBox). It allows a user to simulate a nuclear detonation (with several possible parameters, including explosive yield and height of burst) anywhere on the world. It gives information about the ranges of prompt effects (blast, heat, acute ionizing radiation), delayed effects (fallout contamination), and calculates estimates as to the numbers of possible casualties based on an underlying database of global ambient population density.
NUKEMAP on the Daily Show with John Stewart
NUKEMAP made an appearance on the Daily Show with John Stewart in 2013.
NUKEMAP making an appearance on the Jimmy Kimmel show
A printout from NUKEMAP was used (with permission) by Irwin Redlener (of the National Center for Disaster Preparedness) in his appearance on Jimmy Kimmel Live! in 2017.
NUKEMAP is not the first such website to have been created, but its ease and quickness of use, extensive information, and deeply-developed effects model have led it to become the “gold standard” in such websites. It also features an extensive FAQ that explains the origins of the models, qualifies their accuracy, and in general attempts to set a high bar for technical transparency.
NUKEMAP 3D on Fox News
NUKEMAP 3D made an appearance on Fox News in 2015.
As a result, NUKEMAP has been used by scholars, commentators, and journalists across the political spectrum — a rare case of a 21st century tool about a controversial technology that has allowed people of differing opinions to at least agree on the basic technical dimensions of the problem.
A screenshot of NUKEMAP 3D, which shows a large mushroom cloud over Manhattan
A screenshot from NUKEMAP 3D, showing the mushroom cloud of a 20 kiloton detonation over lower Manhattan.
In 2013, I also released a version of NUKEMAP called NUKEMAP 3D, which does the same functions albeit also allowed the rendering of a three-dimensional mushroom cloud in the Google Earth API, allowing an additional visual dimension of the size of these weapons to be more intuitively understood. Unfortunately, Google discontinued support for the necessary API code in 2016, and the code is no longer operable. There is a (somewhat inadequate) work-around (the cloud shapes can be exported to Google Earth Pro, as described in the link above).
In 2014, NUKEMAP was a finalist for a National Science Foundation “Vizzies” Award for Data Visualization.
A screenshot of the MISSILEMAP webite
MISSILEMAP showing a hypothetical Minuteman missile launch.
A screenshot for MISSILEMAP, showing a series of rings over Moscow
A zoomed-in screenshot of MISSILEMAP, showing accuracy rings (Circular Error Probable, in blue), and a designated area of very high blast pressure for a given missile. The application allows the user to “animate” the accuracy of the missile, as well as calculate the Single Shot Probability of Kill for arbitrarily-sized targets.
In 2017, I also developed the MISSILEMAP, a variant of NUKEMAP that visualizes the relationship between nuclear missile range and accuracy and the explosive payload, showing how nuclear planners regard the military utility of these weapons. It allows one, for example, to determine why a nation might aim several weapons at a single target in order to reach a guaranteed confidence in its destruction.
A screenshot of stylized rings over a city, showing areas of effects
A screenshot from the Outrider/NUKEMAP application.
In 2018, I worked with the company BlueCadet to develop a variation of the NUKEMAP with funding from the Outrider Foundation targeted towards younger audiences. Along with generating significant news coverage, it was named as a finalist for the 2018 Science Media Awards at the Jackson Hole Wildlife Film Festival.
https://alexwellerstein.com/
https://alexwellerstein.com/projects/nukemap/
https://nuclearsecrecy.com/nukemap/
Danke ! Ich hatte die Web-Seite auch schon mehrfach verlinkt. Allerdings jedesmal ohne eine Antwort auf meine entsprechenden Kommentare zu bekommen..
Wahrscheinlich folgt man der neu ausgerufenen Bürgerpflicht. Nicht einschüchtern lassen, der Russe will uns nur Angst machen, der ist eh doof den kann man ignorieren.
@Grottenolm
Ich kannn Ihnen nur zustimmen.
Hat der Kanzler nicht gesagt: „Keine Angsr vor dem Aromkrieg“ ???
Danke für diesen sehr treffenden Kommentar. Was ich vielleicht noch ergänzen würde ist, dass das offizielle Gedenken heute immer zielgerichtet ist. Wir gedenken der Toten nicht, weil sie tot sind, und unter oft jämmerlichen Umständen sterben mussten, nicht einmal der memoria wegen, seit wir vom Glauben abgefallen sind. Wir gedenken der Toten, um die AfD zu verhindern, um Unseredemokratie zu retten, etc. – dieses Gedenken macht die Opfer des Nationalsozialismus zu Mitteln eines Zwecks, mithin zu Objekten (des staatlichen) Handelns. Ein klarer Verstoß gegen das Menschenwürdegebot aus Art 1 I GG.
Ich nenne das finales Gedenken.
Das vom Autor beschriebene „negative‟ Gedenken („Mein Opa war ein Mörder‟, wer sich an die NPD Demos gegen die Wehrmachtsausstellung erinnert) tut letztlich das gleiche, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Und verwerflich finde ich hier auch, dass man das gratismutig zu einem Zeitpunkt anfängt, wo, wie der Autor ja auch ausführt, kaum einer der Beschuldigten sich noch selbst zu der Entnazifizierungsakte einlassen kann. Es ist billig, sich an der eigenen Gerechtigkeit zu erfreuen, in dem man jemanden verurteilt, der sich nicht mehr verteidigen kann.
Lasst mich raten, da werden Hinz und Kunz jetzt zu Monstern erklärt, als hätte man eine Wahl gehabt wenn man von der Wehrmacht eingezogen wurde. Bei den Ahnen von prominenteren Leuten, oder Kollaborateuren aus bestimmten Ländern gerät die lückenlose Aufklärung aber komischerweise ins Stocken?
Zurück auf Anfang. Weder auf Zeit noch auf Spiegel online ist von einer Wehrmacht-Datei die Rede. Oder hab ich da überlesen, dass Opa da nicht drin war? Diese Tatsache geht scheinbar im ideoloischen Kampf unseres Meinungshelden gegen Windmühlen verloren. …
Wehrmacht-Datei? Vielen Dank, aber Meinungshelden haben wenig Interesse an Nebelkerzen.
Der Spiegel stellt den Kleinen an den Pranger während die Grossen (die Grossindustriellen welche die NSDAP an die Macht brachten, den Nazi der seine Karriere in der BRD fortsetzte) unter den Teppich gekehrt werden. Das ist auch kein Wunder, stammt die Liste doch aus den USA.
„Dann folgt daraus zweierlei. Einerseits redet man sich in diesem Falle ein, verantwortungsvoll mit der Historie umzugehen – und andererseits kann man dann selbstbewusst ausrufen: Diesmal – ab 2029 – stellen wir es ohne Kriegsverbrechen an! Versprochen! Wir haben aus unserer Geschichte gelernt!“ – das fast es gut zusammen: Gutmenschentum, Doppelmoral und camouflierte, bürokratische Bösartigkeit.
@Aeap
„Diesmal – ab 2029 – stellen wir es ohne Kriegsverbrechen an! Versprochen! Wir haben aus unserer Geschichte gelernt!“ – das fast es gut zusammen: Gutmenschentum, Doppelmoral und camouflierte, bürokratische Bösartigkeit.“
Das kann so nicht stimmen, Ob es Merz, Wadephul oder jemand anderes war der folgendes sagte kann ich nicht mehr sagen.
„im nächsten Krieg gegen Russland gibt es keine Regeln“
Das hört sich nicht so an als ob die aus der Geschichte gelernt haben.
Natürlich haben sie nicht wirklich aus der Geschichte gelernt, wie es psychisch gesunde Menschen tun würden. Die „Aufarbeitung“, der Begriff ist m.E. schon verräterisch, war und ist nur Mittel zum Zweck: Seht her, wir haben „aufgearbeitet“, sind jetzt geläutert und (doppel-)moralische Weltmeister – und deswegen dürfen wir wieder da weitermachen, wo unsere Altvorderen aufhören mussten. Das wird natürlich niemand von denen offen zugeben.
Die Bundesrepublik hat doch bereits vorgemacht, wie man mit den heutigen deutschen Kriegsverbrechern umgeht!
Oberst Klein wurde für die von ihm veranlasste Tötung von 97 Zivilisten juristisch für unschuldig befunden und ist damit wegen des juristischen Doppel-Verfolgungsverbotes sowie der offiziellen Nichtanerkennung von Den Haag durch die Bundesrepublik für deutsche Kriegsverbrechen raus aus dem Schneider.
Politisch wurde er dafür mit Erhebung in den Generalsrang geadelt. Ein klares offizielles Statement für künftige Kriegsverbrechen.
Und die bewusste Zerstörung eines mit zivilen Personenzuges mit 10 Toten und 30 zumeist Schwerverletzten) auf der Brücke von Vavarin am 30.05.1999 im ersten völkerrechtswidrigen, deutschen Angriffskrieg seit 1945 wurde von deutschen Gerichten als legitime Kriegshandlung nicht zur Befassung angenommen, der Rechtsweg dagegen ausgeschlossen.
Passender Witz dazu:
Hänschen nimmt in der Schule in Geschichte die NS-Zeit durch und lernt da so einiges. Da kommt ihm auch in den Sinn, dass sein Großvater diese Zeit miterlebt haben muss.
Wieder von der Schule zu hause sucht er deswegen sofort seinen Großvater auf und fragt ihn ungeduldig ganz offen heraus: He Opa, warst du eigentlich ein Nazi?
Der Opa ist ganz geschockt und sagt nur prompt: Natürlich war ich kein Nazi, Jungens!
Nicht recht viel später will es der Zufall, dass Hänschen beim Stöbern auf dem Dachboden eine Kiste mit Dingen aus der Jugendzeit seines Großvaters findet. Unter den Dingen darin findet sich ein Foto, dass ihn klar mit ausgestreckter erhobener rechter Hand abbildet. Hänschen kennt jetzt die Geste und geht deshalb sofort zu seinem Opa und fragt diesen das Foto zeigend ganz empört: He Opa, du hast doch gesagt, du warst kein Nazi.
Opa ist aber noch nicht senil und hat schon etwas parat: Ja weist du Sohnemann, das war damals in der Sporthalle. Da fragte Goebbels: Wollt ihr den totalen Krieg? Da sagte ich: (hier muss man sich die Handbewegung vorstellen!!) Moment mal!
Finden Sie raus was Ihr Opa unter Hirohito, Stalin, Mussolini, Mao gemacht hat wäre auch eine spannende Frage.
Findet es der Autor eigentlich gut das diese Fragen in anderen Länder eher nicht gestellt werden?
diese spannende Frage würde sich heute nicht stellen, wenn der Friedrich, der Hans, der Werner, der Karl, der Hermann und die vielen Gleichgesinnten im Geschichtsunterricht besser aufgepasst hätten. Heute gehts um Rache, um
Krieg, um Macht…..!
Territorium schlägt Menschenrechte.
(Historisch hat der Name Boris tiefgreifende Wurzeln in der osteuropäischen Kultur, insbesondere in Russland)
Mit Verlaub, man sollte immer erst den Dreck vor der einen Haustür wegräumen bevor man mit dem Finger auf auf den Dreckhaufen vor der Haustür des Nachbarn zeigt oder?
Diese „spannende Frage“ erinnert mich die Revisionisten, die immer fragen, wer den nun schlimmer gewesen wäre: Stalin oder Hitler, um von der Verantwortung für die eigene Geschichte abzulenken.
Der entscheidende Unterschied zwischen Stalin und Hitler ist: Stalin wurde nie gewählt. 1933 haben 44 Prozent der deutschen Wähler den kleinen Braunen aus Braunau am Inn (bzw. seine Partei) gewählt, der anschließend per Ermächtigungsgesetz zum großen Diktator gemacht wurde und Deutschland gleichgeschaltet hat. Beim Ermächtigungsgesetz haben damals alle im deutschen Reichstag vertretenen Parteien (mit Ausnahme der damaligen SPD) zugestimmt. Noch Fragen?
Der Autor findet solche Fragen offensichtlich scheiße, und ich würde halt gerne von ihm wissen ob ihm das besser gefällt das solche Fragen so nicht in anderen Ländern gestellt werden.
BTW: Ich habe mich nicht dazu geäußert was ich davon halte, daher einfach mal deine Beißreflexe besser kontrollieren.
Zitat:
„kann man dann selbstbewusst ausrufen: Diesmal – ab 2029 – stellen wir es ohne Kriegsverbrechen an! Versprochen! Wir haben aus unserer Geschichte gelernt!
Sehr guter Gedankenweg! Und wenn ich diesen Weg mal weiter verfolge, dann komme ich dahin, daß nicht nur Kriegsverbrechen Verbrechen sind.
Sondern daß der Krieg selbst ein einziges großes Verbrechen ist!
Und dann müßte man sich darüber unterhalten. Im frühen Grundgesetz stand noch, daß schon die Vorbereitung eines Krieges ein Verbrechen ist. Sogar als ein Offizialdelikt zu behandeln ist, bei dem die Staatsanwaltschaft sofort einschreiten muss.
Dieser Paragraph wurde vor ein paar Jahren im Rahmen einer Verfassungsänderung ohne Volksabstimmung elegant entsorgt. Langfristig vorausschauend gedacht, könnte man sagen. Ich meine, geplant. Frieden war mal erste Bürgerpflicht in Deutschland. War mal.
Ich denke, der Spiegel versucht hier so eine Art „Erbschuld“ herauf zu beschwören, mutmaßlich mit dem Ziel, missliebige Personen damit zu diskreditieren. So nach dem Prinzip „Der Opi vom CDU-Mitglied mit NSDAP-Mitgliedschaft? Na der war doch nur Mitläufer, aber der Opi vom AfD-Wähler, um Gottes Willen, der war natürlich Täter!“. Natürlich alles nur, um die Demokratie zu stärken und gegen ihre Feinde zu härten und ungemein praktisch, weil man die Betroffenen, die man aus den Akten kramt, nicht mehr befragen kann.
Dabei wäre die wichtigste Erkenntnis aus dem zweiten Weltkrieg gewesen, daß dieser aus einer Demokratie heraus entstand. Und diese Entstand aus der Erbmonarchie heraus, die sich im ersten Weltkrieg sozusagen ihr eigenes Grab schaufelte, womit die Berufspolitiker das Ruder übernahmen, bisher ohne den konkreten Nachweis, daß der parlamentarisch Pseudo-Kollektivismus tatsächlich bessere Entscheidungen produziert, als die Inzuchtmonarchie. Na Freunde, welche Konsequenzen haben wir daraus gezogen? Was wurde unternommen, um die Demokratie vor der Übernahme durch ihr feindlich gesonnene Elemente zu schützen? Keine, denn das ist längst wieder passiert, wie die eindrucksvolle parlamentarische Mehrheit beweist, denen die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine wichtiger ist, als das Wohl des eigenen Landes.
Mir macht der Fanatismus der Europäer sorgen. Die glauben offenbar wirklich – oder sie reden es sich gegenseitig ein – daß sie in diesem Krieg etwas „gewinnen“ könnten und überschreiten jede rote Linie der Russen.
Im Gegensatz dazu die Amerikaner – ausgerechnet die Dauerkriegstreiber erkennen viel schneller, daß es irgendwo nichts mehr zu gewinnen gibt. Und ziehen sich dann pragmatisch zurück, wobei sie natürlich erklären, dass sie gewonnen hätten. „Mission accomplished.“ auf Neudeutsch.
Die Amerikaner ziehen sich allerdings nur verbal zurück. Keine ukrainische Drohne im russischen Kernland ist ohne Hilfe der USA gestartet.
Mich treibt auch die Sorge um einen Dritten Weltkrieg um. Grundlage für einen Krieg gegen Russland ist die nie enden wollende Russophobie, mit der ich, Jahrgang 1944 zwar nicht im Elternhaus, aber durch allgemeine Propaganda groß geworden bin und mit der Wahlen gewonnen wurden. Ich war und bin dagegen gefeit, da mein Vater, als Kradmelder vor Leningrad, mein Opa als Kommunist sowieso, nur gut über die Menschen in Russland gesprochen haben.
Enkel oder Söhne mit anderen Erfahrung geben die Russophobie weiter, wobei durch die laufende Propaganda diese immer weiter übertragen und bewusst gefördert wird. Wenn das nicht beendet wird, sehe ich Deutschland in einem Krieg mit Russland, verbrochen durch Menschen die keine Erfahrung mit Krieg gemacht haben.
Ich frage mich ja, warum Lapuente die Erzlüge des Adenauerstaates wiederkäut, Arbeiter und darin insbesondere Kommunisten, hätten die Nazis groß gemacht.
Wir wissen doch alle, dass dies eine Schutzbehauptung des braunen Gesindels war, welches seine Macht in den Adenauerstaat hinüberrettete, all diese Beamten, Journalisten, Kleinunternehmer und Bauerntölpel. Also dass, was heute schwarz, gelb oder grün wählt.
Es ist übrigens auch heute wieder das Wählerreservoir der blauen.
Solche Fehler dürfen einem Journalisten nicht unterlaufen.
Seit der Politik der Zeitenwende wird ganz offiziell die deutschen Vergangenheit ignoriert. Die Verbrechen des deutschen Faschismus sind nicht länger relevant für dir deutsche Politik. Man macht so, wie schon vor 1945, den Militarismus zu einer tragenden Säule deutscher (Außen-)politik.
Da passt es, dass man im historischen Gedächtnis vergessen machen will, dass Wahlen nie für Hitlers Machtübernahme ausgereicht haben. Es war Hindenburg gewesen, der Hitler zum Reichskanzler ohne parlamentarische Mehrheit ernannte. Hitlers Zustimmung zu den Weltkriegsplänen der deutschen Reichswehr im Februar 1933 machte dann den Weg für die innenpolitischen Repressionen frei, beginnend mit dem faschistisch inszenierten Reichstagsbrand am 28.02.33. Zu einer Mehrheit bei den Wahlen im März 1933 hat es dennoch nicht gereicht. Trotz Repression und Wahlfälschung bliebt Hitler auf bürgerliche Unterstützung angewiesen, weswegen die damalige Elite schnell die parlamentarische Fassade zugunsten ihrer eigenen Pläne über den Haufen warf.
Da passt es denn ganz gut, wenn nicht über Hitlers Verbindungen zur militärischen Führungsriege und den wirtschaftlich Mächtigen im Vorfeld und bei der Machtübergabe geredet wird, wenn Hitlers Aufstieg zum individuellen „Versagen“ bei Wahlen umgedeutet wird. Auch dass die Stimmen beim Aufstieg der NSDAP (Juli –> Nov. 33: -5%) angeblich von den Kommunisten (+2%) gekommen seien, gehört offenbar zu den unausrottbaren Propagandalügen der Bundesrepublik, die sich an der Realität der historischen Tatsachen und Wahlergebnisse in Luft auflösen.
Da passt der Fokus auf das individuelle Parteibuch. Ich habe es mir geschenkt, das Parteibuch meines Großvaters mit Eintrittsdatum vor 1933 anzuschauen. Dort dürfte sein Unmut über die Ausschaltung der Strasserlinie (Röhm’putsch‘) genausowenig vermerkt sein, wie über den Kriegsbeginn. Auch sollte man dort wenig über das in der Sowjetunion geraubte und von ihm nach Hause geschickte, wertevolle Beutegut finden. Solche Heimatpaketsendungen mit Raubgut waren üblich und breit verbreitet in den sonst leer ins Reich zurückfahrenden Zügen. Ebensowenig würde ich dort nichts über seine spätere „Schonung“ als Besatzungssoldat in Frankreich erfahren, dessen Platz im Auto dann beim Rückzug von Beutegut verstellt war, so dass er zu Fuß nur mit Mühe unter dem Beschuss der Resistance den letzten(!) Zug aus Paris erreichte. Ein Nazi (und wahrscheinlich Kettenhund), der sich dann kurz vor dem Sturm der roten Armee auf Berlin einen Urlaubsschein ausstellte und so im Juni 1945 als Deserteur seine Familie wohlbehalten, aber krank an der Seele, erreichte, der 1949 sein Leid selbst beendete.
Oder soll ich an einen anderen, entfernteren Zweig meiner Familie denken, der sich auf einen Leibwächter Ernst-Thälmanns zurückführen lässt, welcher 1944 als Angehöriger der Resistance von den Nazis ermordet wurde, übrigens mit jüdischer Herkunft?
Es ist die Verdrängung der gesellschaftlichen Zusammenhänge, die sich im boulevardesken Wühlen im Privaten äussert.
Das das Archiv öffentlich und auch digital zugänglich ist, ist dabei begrüssenswert, der Umgang des Spiegels damit allerdings nicht.
Korrektur: ich meinte natürlich die beiden letzten Wahlen in der Weimarer Republik von 1932. Sorry, Schreibfehler.
Ich hätte da folgende Theorie..
Der Artikel ist Propaganda aber er war vornehmlich nicht für uns Deutsche gedacht. Die meisten von uns älteren dürften die Geschichte ihrer Familie kennen zumindest bis zum Urgroßvater. Deswegen vermute Ich der Artikel war eher für Russinnen und Russen gedacht die den Spiegel lesen.
Vermutlich sollen die dazu gebracht werden uns alle als Verbrecher zu sehen um somit den innereuropäischen Konflikt weiter anzuheizen, denn wenn diese uns nur genug hassen, dann führt das natürlich auch wieder zu schärferer Rhetorik seitens der Russinen und Russen. (Vor allem wenn man weiß, dass die meisten Kriegsgefangenen damals trotz ihrer Verbrechen fair und menschlich behandelt wurden)
Somit wird aus dem Bedrohungsgeheul der Nato-Hetzer dann vielleicht eine selbsterfüllende Prophezeiung..
Ich hoffe mal die Russinen und Russen sind schlauer und fallen nicht auf die Propaganda der westlichen Spin-Doktoren herein, denn das wäre vermutlich das Ende für die meisten von uns Beteilligten..
Somit kann Ich dazu nur Sagen, Ich weiß was meine Vorfahren im 2. Weltkrieg getan haben. Wir dürfen es nicht vergessen aber es sollte heute auch nicht zwischen uns stehen.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt das Weltweiter handel und Kooperation durchaus geignet sind um die Lebensbedingungen der Menschen global besser zu machen, solange wir darauf achten, dass die Überproduktion der Länder gerecht verteilt wird..
Aber genau dass mögen die Herren und Damen der westlichen Führungen nicht, sie wollen halt alles für sich haben. Dabei geht es meiner Vermutung nach nicht wirklich um Reichtum, denn die Gruppe dieser Menschen ist bereits unnermesslich Reich. Ausschlaggebend dürften hier eher krankhaftes Machtstreben, Gier und ein genereller Größenwahn sein..
Aber der Spiegel gehört nun mal genau diesen Menschen und deshalb verbreitet er deren Propaganda..
Das Angebot selbst wurde übrigens auch nicht vom Spiegel bereitgestellt, sondern vom Katalog der US-Nationalarchive
Erinnern wir uns also noch mal der Nato Doktrin des Lord’s Ismay:
Quelle:
https://www.counterfire.org/article/keep-the-russians-out-the-americans-in-and-the-germans-down-a-potted-and-bloody-history-of-nato/
дружба..
Mfg Makrovir
P.S
Naja die jungen Leute heute sind ja immer so begeistert von ihren „Internet challenges“..
Da hätte Ich mal eine „Challenge“ für den Spiegel..
Anstatt das Sie uns Dinge zu erzählen die wir eh schon wissen, denn immerhin war die NSDAP ja ab 1933 die einzige zugelassene Partei und das Parteibuch war quasi Pflicht.
Hätte Ich da die „Challenge“ mal eine Datenbank mit den Kriegsgewinnlern des 2. Weltkriegs aufzubauen..
Firmen Aktionäre, Bankverbindungen, Beteilligungen und natürlich auch wie viel man am millionenfachen Tod verdient hatte.
Und das ganze bitte nicht nur für die Deutschen sondern international!
Das Ganze dann bitte noch mal quer-referenzieren mit den Strafen die diese Personen dafür bekommen haben und wie sie heutzutage so dastehen.
Das wäre mal ein interessanter und auch heute noch sehr wichtiger Datensatz..
Mfg Makrovir
Hmm. Der Spiegel gehört ja auch zur Bertelsmann Gruppe oder .. 🙄
Gehört das nicht zusammen? Der Spiegel hat sich früher als „Sturmgeschütz der Demokratie“ bezeichnet. Derzeit wird er eher als Sturmgeschütz der Barbarossa-Fraktion gesehen. Um diesen Eindruck zu vermeiden, hilft er den Deutschen jetzt, den Nazi-Opa zu finden.
Kann ja garnicht sein. Der Spiegel ist doch so antifaschistisch.
Um mein Vorhaben zu vollenden, „Friedirch Merz“ zu suchen, hätte ich 1 Euro bezahlen sollen. Der Speigel braucht Abonenten.
Ansonsten ist die Idee doch nett, nach der NAZI-vergangenheit von Nachbars
LumpiOpi zu forschen.Mal sehen, wann der Spiegel die erste EV kassiert, weil er Persönlichkeitsrechte mißachtet.
Wir wissen ja, wie ein Naziopa auf heutige Volldemokraten abfärben kann.
Davon abgesehen muss man davon ausgehen, dass solches Material „bearbeitet“ wurde.
Ich habe lange Jahre gebraucht, bis die Nazis in meiner Familie sich geöffnet haben. Ich wollte verstehen, wie diese Ideologie funktioniert und was sie mit den Menschen macht. Das ist lange her, denn niemand lebt mehr in meiner Familie, der die Nazi-Zeit noch miterlebt hat. Was es bringen soll, heute zu recherchieren, was Opa (vermutlich eher Uropa) in der Nazizeit getan hat, verstehe ich nicht. Man kriegt es nicht raus. Es ist etwas ganz anderes, mit Opa (oder Grossonkel, Oma, Grosstante, etc.) zu sprechen, während die noch leben.
Du musst ja für deine Studien den Opa gar nicht mehr behelligen.
Die aktuelle Gesellschaft zu beobachten zeigt sehr schön auf, wie Gleichschaltung funktioniert.
Lustigerweise wieder beim gleichen Klientel wie vor 90 Jahren. Das war zwar immer so, (sie Kommie-Verfolgung der 50er bis 70er oder das Vorgehen gegen die Friedensbewegung der 80er und 90er) aber aktuell treten die Mechanismen wieder besonders deutlich hervor.
He, man braucht jetzt keine Gegendarstellung mehr zu fürchten und kann sich als zu den Guten® gehörend sehen.
Ich empfehle dir das Buch “ Massenpsychologie des Faschismus“ von Wilhelm Reich, parallel dazu Desmet über Massenbildung und alles von Fabio Vighi. Wenn du fertig bist lade ich dich gern zur Flasche Wein und ein langes Gespräch ein.
Die Absolute Zielstrebigkeit der Gesellschaftsentwicklung hin zu Krieg und Faschismus lässt uns nur noch wenig Zeit.
Der Spiegel lebt nicht erst seit gestern von der NS-Zeit. Das Faktische wird zum Bühnenbild, in einem Drama, in dem es nur Täter gibt, alte, die leugnen, und neue, die leugnen, dass sie Täter werden können, weil sie es wollen.
Wann immer ein historisches Ereignis sich jährt oder ein Artefakt wiederentdeckt wird, wird die Schuldfrage neu thematisiert. Aber eben nicht als Schuld von konkreten Personen, dort und damals, sondern als Kollektivschuld aller Deutschen ohne Begrenzung. Und da das nicht so ganz reicht, haben wir jetzt auch die Schuld am Kolonialismus, die Schuld gegenüber POC und dem Rest des Universums.
Schuld ist jetzt ein Industriezweig, vorausgesetzt, man war schnell genug mit dem Finger, auf jemanden zu zeigen und sich an ihm abzuarbeiten.
Das Schizophrene des Spiegels ist, dass er als Teil der Bertelsmann-Familie dazu verpflichtet ist, den Krieg mit Russland propagandistisch zu begleiten. In einer Sprache, die sehr vieles wieder aufnimmt, was in Deutschland zwischen 33 und 45 über Russland gesagt wurde. Was wurde und wird über Russland, seine Menschen, die politische Führung und natürlich Putin nicht alles geschrieben.
Und mit welchen Worten wird der Krieg gegen Russland gerechtfertigt? Hier wird wieder das Abendland und die westliche Kultur verteidigt, gegen die russischen Unmenschen. Hier werden die Angehörigen der russischsprachigen Minderheiten im Baltikum als Fremdkörper beschrieben, deren Entrechtung gerechtfertigt ist.
Die deutschen Medien, einschließlich ihrer publizistischen Flaggschiffe Spiegel und Zeit, sind wieder dort angekommen, wo sie 1945 endeten.
Sehr viele Deutsche haben aus der Vergangenheit nicht sehr viel gelernt.
Die 1968er haben geforscht, ob ihre Eltern Nazis waren. Deshalb ist das in meiner Familie bekannt.
Übrigens auch bei den Frauen. Meine Oma hat versucht, mir als kleiner Junge das Horst Wessel-Lied beizubringen, und war bis an ihr Lebensende überzeugte Hitler-Anhängerin.
In dem anderem Familienzweig ist mein Opa als glühender Nationalsozialist in den Krieg gegangen und als überzeugter Pazifist wiedergekommen. Da machte der nie ein Geheimnis draus, lehnte es ab, mir Kriegsspielzeug zu schenken, und wählte stets Helmut Kohl.
Wäre der Spiegel an Aufklärung interessiert, so stellte er die Mitgliederkartei der NSDAP öffentlich zur Verfügung. ‚Die Zeit‘ tat das vor 6 Wochen, aber nur für ihre Abonnenten (Zahlschranke). Hier ist eine Anleitung für Geduldige mit viel Zeit: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/suche-im-online-archiv-zu-nsdap-mitgliedern-so-funktionierts,VEIoP0p
Da könnten wir dann nachgucken, ob auch der Russen-hassende Opa der Annalena Baerbock, von dem sie ihre Außenpolitik inspirieren ließ, in dieser Kartei drinsteht.
Ich poste noch mal mein Lied zu den Trümmerfrauen mit einer neuen Strophe.
Die Arbeit machen dann die Trümmerfrauen.
Wenn die Häuser nicht mehr stehen.
Wenn alle in den Strassen die Leichen liegen sehen.
In den Städten leben dann nur noch die Trümmerfrauen.
Die Arbeit machen dann die Trümmerfrauen.
Wenn die Männer tot sind.
Und die Kinder ohne Vater sind.
Die Arbeit macht dann die Trümmerfrau.
Die Arbeit machen dann die Trümmerfrauen.
Wenn es das Zuhause nicht mehr gibt.
Wenn es ausser den Trümmern nichts mehr gibt.
Die Gebeine tragen dann die Trümmerfrauen.
Die Arbeit machen dann die Trümmerfrauen.
Wenn die Vereinten Nationen die Zutaten zum Kochen bringen.
Wenn die Kinder die leeren Mägen bringen.
Wird es dann noch welche geben die sich ans Leben trauen?
Werden dann die Trümmerfrauen die Arbeit machen?
Wird es einen geben der sich dann noch in den Krieg gehen traut?
Wird es einen Grund zum Singen geben?
Bleibt es dann an denen hängen die noch am Leben sind?
Reimen für den Frieden.
Der Autor erwähnt die UdSSR in seiner Publikation mit keinem Wort. Er schreibt von einem „Russland-Feldzug“ und setzt die heutige Russische Föderation bewusst mit der damaligen UdSSR gleich. Dies geschieht mit einer klaren Absicht: die aktuelle Verstärkung der deutschen Verteidigung als Vorbereitung auf eine erneute „Eroberung Russlands“ darzustellen, eine Wiederholung des „Russland-Feldzugs“ zu Hitlers Zeiten.
In der Publikation kämpften die verstorbenen Großväter „in Russland“ und erinnerten sich daran, wie „Russen“ sie während ihrer Gefangenschaft behandelten. Der Autor, der nichts über die Taten seines Großvaters wissen will, weigert sich daher bewusst anzuerkennen, dass der „Russland-Feldzug“ in der UdSSR stattfand, die damals aus vielen Republiken bestand, die heute unabhängige Staaten sind.
Lieber Roberto J. de Lapuente,
ich weis ja nicht wie alt Sie sind, aber für die jüngere Generation die dies so sieht kann ich durchaus Verständnis empfinden.
Ich bin etwas älter, und über meinen Vater ein so genannter „Kriegsenkel“ geworden, der zum Kriegsende 1945 auf dem Sprung von seiner Kindheit in die Jugend war.
Was die Vergangenheitsaufarbeitung angeht, da sehe ich es wie Sie mit einem Unterschied – Mord verjährt nicht.
Ergo können echte Kriegsverbrecher/-innen ewig belangt werden – so will es das alte, und aktuelle, deutsche Recht der BRD.
Gut, die Generation, die es direkt angeht mag längst verstorben sein, aber leider ändert dies nichts an der Tatsache, dass es immer noch ungesühnte Nazi-Verbrechen (Morde z.B.) im Umfeld vieler Deutscher gibt.
Ich bin erst kürzlich – über KI – auf ein solches Dokument gestoßen, dass ein mögliches Kriegsverbrechen in meinem Heimatdorf, in dem ich immer noch lebe, dokumentiert.
Außerdem gibt es da eine österreichische Autorin namens Eva Menasse, die mit dem Roman „Dunkelblum“ einen Roman über ein Kriegsverbrechen geschrieben hat, dass sich 1945 im österreichischen Burgenland ereignet hat.
Die Zeugen, Täter sind alle mittlerweile altersbedingt tot, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Mord nicht verjährt.
Im Roman „Dunkelblum“ geht es übrigens um einen „Spaß“ bei einer NS-Party, wo zum Kriegsende eine Gräfin, die danach in die neutrale Schweiz emigrierte die „Partygäste“ zu einer Massenerschießung ungarischer Juden einlud, und danach in die Schweiz flüchtete……mehr davon können Sie im oben erwähnten Tatsachenroman „Dunkelblum“ nachlesen. Das Massengrab – der genaue Standort – konnte bis heute nie gefunden werden, da eben alle an diesem Kriegsverbrechen beteiligten nach 1945 schwiegen…..und dies sprichwörtlich bis ins eigene Grab. Der Enkel der oben erwähnten Gräfin ist übrigens auch Journalist, und hat ein Buch darüber geschrieben was das Verbrechen 1945 mit ihm zu tun hätte…..ein auch sehr interessantes und aufschlußreiches Buch eines Schweizer Journalisten mit dem Titel „Ein Verbrechen 1945 – was hat das mit mir zu tun?“
Was unsere Opas/Omas angeht, da sehe ich es wie sie, nur eben mir der oben erwähnten Ausnahme 😉
Im übrigen, wie kommen Sie zur SPIEGEL-Recherche über Ihre NS-Vorfahren?!
Die Recherchemöglichkeit versteckt sich nämlich hinter einer „Bezahlschranke“, was natürlich große Teile der SPIEGEL-Leserschaft – gilt auf für die Zeit, die dies ähnlich anbietet zur Recherche – von vorneherein ausschließt.
Noch was zum Abschluß – es gibt auch, trotz eines Menschen(lebens)zeitalters seit 1945 durchaus noch Interessantes zu recherchieren:
Mein Opa zum Beispiel wurde von der NS-Partei ausgeschlossen, weil er nix spendete, und auch nicht an Parteiveranstaltungen teilnahm. Ich fand das Dokument im Nachlass seiner Frau, meiner eigenen Großmutter, die 1988 altersbedingt verstorben ist, und dies aufbewahrte – es hatte wohl einige Bedeutung für sie. Das hiesige Rathaus teilte mir mit, dass mein Opa entnazifiert wurde…..
Eine kurze Recherche zum Thema NSDAP, und Parteiausschluß aus dieser Partei, zeigt mir, dass dies noch einer aufzuarbeitetenden Themen für zukünftige Historiker/-innen sein dürfte.
Mittels KI kann jeder selbst nachforschen was ein Parteiausschluß aus dieser Partei für jemanden sehr unterschiedlich bedeutsam machen konnte – hatte jemand z.B. für die damalige Zeit „die falschen Freunde“ – war ein Parteiausschluß aus der NSDAP wohl noch eine der harmlosesten Folgen für die jeweiligen Betroffenen. Kann jeder ja heute, dank KI, selber recherchieren – interessant übrigens, dass niemand bisher das Thema aufgegriffen hat. Ein vergessenes Thema, wie auch oben erwähnt, für zukünftige Historikergenerationen.
Gruß
Bernie
@ Bernie 21 Uhr 25 : Vorsicht bei Ki.
Sie ist sehr schwach, widerspricht sich unentwegt, lügt und entschuldigt sich, und lügt weiter.
Was zeigt das Foto? Eine Bildunterschrift wäre nötig. Außer daß das Erschießungskommando deutsche Uniformen trägt, sagt das Bild nichts aus.
Der Autor schreibt :
„Ja, ich habe das Wort bewusst gewählt – Schuldkomplex! “
Ich bin auch ein Kriegsenkel, und ich behaupte von mir, dass ich nicht an einem Schuldkomplex leide, aber ich empfinde sowas wie eine „historische Verantwortung“ gegenüber den Völkern der ehemaligen Sowjetunion.
Diese resultiert m.M.n. aus dem Faktum des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion :
Viele Russen werden an transgenerational vererbten Traumata leiden : Deutsche Aggression gegen Russland wird unterschwellig bei russischen Menschen sicherlich heftige Ängste vor einem neuen barbarischen Angriff der Deutschen hervorrufen.
Dessen sollten sich alle Deutschen, und insbesondere alle deutschen Politiker, immer bewußt sein : Französischer Russenhass z.Beisp. wird das russische Volk weitaus weniger triggern, als solcher aus der BRD.
Wenn man an mehr als den Mitgliedskarten interessiert ist, gibt es noch weitere Quellen:
Deutsche Digitale Bibliothek – Kultur und Wissen online
bzw.
Archivportal-D
oder direkt in einem Landesarchiv bzw. bei einer Landesarchivverwaltung:
Staatsarchiv – Wikipedia
Nützlich ist auch:
GStA – Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Wenn ein Vorfahre Beamter war, stehen die Chancen gut, dass er im GStA mit Berufsbezeichnung und Ort aufgelistet ist. Bei Beamten und Verwaltungsangestellten war die Quote der NSDAP-Mitglieder sehr hoch, nicht selten aus Angst, sonst als politisch unerwünschte Beamte entlassen zu werden.
Die anderen Archive enthalten mitunter umfangreiche Unterlagen wie Formulare und ergänzende, schriftliche Erklärungen zur beruflichen und familiären Situation im Kontext der „Entnazifizierung“.
@b_s
Stadt- und Gemeindearchiv ist auch manchmal einen Recherche besuch wert. 😉
Die Info über meinen Opa bzw. seine Entnazifizierung erhielt ich z.b. über das hiesige Stadtarchiv von einem historisch bewanderten Stadtarchivar.
Gruß Bernie
Niemand ist verantwortlich für das, was die Großeltern oder die Eltern getan haben, nicht getan haben und/oder gegebenenfalls verbrochen haben. Es sei denn, man hätte das als Kind irgendwie verhindern können. Wenn man 5 oder 10 Jahre alt ist, ist das sicherlich schwierig. Hinzukommt, dass man in diesem Alter auch noch fast alles glaubt, was die „großen“ Erwachsenen erzählen.
Es geht um nichts anderes als darum, aus der Geschichte zu lernen, wie es dazu kommen konnte, damit sich dieser Misthaufen nicht noch einmal wiederholt, denn sonst wiederholt sich dieser Misthaufen. Daran ändert dann auch diese Datenbank des Spiegels nichts, falls man herausfinden sollte, dass der Opa ein kleiner „Nassi“ war.
Falls man herausfinden sollte, dass der eigene Opa ein kleiner oder sogar ein großer „Nassi“ war und man das tatsächlich nicht wusste, dann sollte man die Frage stellen und beantworten, warum das im Rahmen der „Entnazifizierung“ nach dem Zweiten Weltkrieg niemandem aufgefallen ist und warum das in der eigenen Familie totgeschwiegen wurde.
Mein Opa Fritz Gollwitzer 02.11.1893 – 02.02.1971 war – mit Ausnahme der Kriegs- und Nachkriegsjahre – ein allseits geschätzter Volksschulrektor in Münchberg. In beiden Kriegen war er ein hoch dekorierter Frontsoldat, ohne dass er uns Enkeln jemals das Militärische, das auch gar nicht seinem Naturell entsprach, hätte spüren lassen. Im Gegenteil – die Familien-Saga weiß zu berichten, dass er am Tag des Überfalls auf die Sowjetunion im Kreis der Seinen ganz klar prophezeit hat, dass dieses Unternehmen scheitern muss. Ich denke, er hätte die kriegsgeile Russenphobie der heute politisch Verantwortlichen mit gleicher Entschiedenheit auf ihr absehbare Scheitern hingewiesen.
smeik schreibt :
„ohne dass er uns Enkeln jemals das Militärische, das auch gar nicht seinem Naturell entsprach, hätte spüren lassen.“
Mein Großvater verhielt sich genauso, er war ein sehr sanftmütiger Mensch, und dementsprechend nicht „hoch dekoriert“; er war – wie sicherlich auch Ihr Großvater – zum Gehorsam, zum Untertan erzogen worden und hat getan, was die Obrigkeit von Ihm verlangte, aber nicht mehr; er hatte – vielleicht ganz bewußt – dem Verbrecherregime nur soviel Gehorsam geleistet wie notwendig war, um zu überleben. Wehrmachtssoldaten die nach militärischen Auszeichnungen strebten, dienten dem Regime mit besonderem Elan, dieser Ehrgeiz, ein tapferer Soldat zu sein, egal für wenn oder was man kämpft, ist zumindest diskussionswürdig.
Zitat:
„Erinnerungstage finde ohne russische Delegationen statt – nicht die Russen bezwangen das nationalsozialistische Deutschland, sondern angeblich die Amerikaner ganz alleine.“
Ich habe gerade noch mal nachgesehen. Es steht immer noch auf der Webseite der EU:
„Vor 75 Jahren haben die Alliierten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit.“
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/statement_20_90
Ich frage mich, welche Alliierten (also Mehrzahl) das wohl gewesen sein mögen.
Und ich wundere mich nicht allein:
https://www.infosperber.ch/politik/europa/tanzt-von-der-leyen-nach-us-oder-polnischer-geige/
Das ist schon ein Armutszeugnis, wenn ein Journalist die Freigabe lange verschlossener Dokumente nicht begrüßt.
Da könnte natürlich Neid dahinterstecken, man gönnt den Kollegen eben keine Erfolge.
Oder er bemerkt nicht, dass dieser Schritt, so spät er auch kommt, zur Aufarbeitung der Nazizeit dazu gehört.
Vielleicht will er auch gar keine Aufarbeitung, dann lässt es sich schöner drüber Klagen, dass es in der heutigen Zeit keine Aufarbeitung mehr gibt.
Er egal was der Spiegel gemacht hätte, ich bin mir sicher, der Autor hätte es verurteilt, alleine aus Prinzip.
Traurig