
Heute gehen junge Leute auf die Straße, um gegen die Wehrpflicht zu protestieren. Dabei ist eine Wehrpflicht nötiger denn je! Ein Aufruf zur Wehrpflicht.
Bis zu 5.000 Euro Bußgeld drohten denen, die gerstern der Schule fernblieben, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. Von Rheinische Post bis rbb, von SWR bis MDR: Was Schülern – oder besser deren Eltern – heute blühen könnte, wenn sich von der Schulbank gedrückt und auf die Straße bewegt wird, musste natürlich nochmal explizit betont werden. Zwar liest man auch, dass kein Fall von einem derart hohen Bußgeld beim Schwänzen der Schule bekannt sei, aber theoretisch sei eine solche Sanktion möglich. Also titelt man furchtheischend auf diese Weise: Denn alles was der Angsterzeugung dient, ist erlaubt.
In verschiedenen deutschen Städten haben junge Leute gestern ein Zeichen gegen die Wehrpflicht gesetzt, die bis dato freiwillig ist, die aber so wenig »in Anspruch genommen« wird, dass man von einer baldigen Wehrpflicht, die dem Namen dann auch gerecht wird, ausgehen muss. Dieser Thursday to Tackle Conscription ist, mehr als jeder verdammte Freitag vorher, ein Friday for Future. Gegen die Wehrpflicht stehen die Jungen auf. Es wäre jedoch gut – auch wenn es seltsam klingen mag –, wenn man gleichzeitig auch für die Wehrpflicht werben würde.
Marschieren – jetzt!
Dieses Land besteht nur noch aus Totschlagargumenten – es will Andersdenkende totschlagen. Metaphorisch zumindest. Nicht wenige träumen wohl von physischen Eingriffen. Völlig gleich, um was es thematisch geht, die Debattenräume sind Zonen für Totschläger – keine Seite lässt die andere sprechen, geschweige denn gelten. Jedes Weltereignis polarisiert dermaßen, dass letztlich das Klima leidet – dieser Klimawandel, der sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren brutal vollzogen hat, ließ aus dieser Bundesrepublik eine ziemliche Hölle werden.
Dazu kommen andere Entwicklungen, die schon früher angelegt waren: Investitionszurückhaltungen, eine Kultur des Verschleißens und Mürbemachens von Arbeitskräften, Lohnzurückhaltung und damit einhergehend ein Grad an Verarmung, der nun auch immer gezielter die Mittelschicht erfasst und auch den unternehmerischen Mittelstand, dem einst goldener Boden nachgesagt wurde – heute liegt er auf selbigen und spürt: Das bisschen Stroh ist halt doch kein Gold – und aus Stroh lässt sich nur in Märchen welches spinnen. Das Stadtbild: Grau, chaotisch, kaputt und das ist in aggressive Grundstimmung getaucht. Ist es das, was junge Leute verteidigen sollen?
Deutschland ist ein missgestimmtes, ein gezielt auf schlechte Laune ausgerichtetes Land – eine Lebensart von Format kennt man hier nicht; das hiesige »Savoir-vivre« geht ungefähr so: Gürtel enger schneller, Maul halten, irgendwie weiterwursteln und bloß nicht auffallen durch kritische Äußerungen – und wenn es drauf ankommt, dann mit dem Chor der Regierungshörigen singen, denn das macht alles leichter. Streitkultur gibt es keine. Das, was man stattdessen implementiert hat, ist soziale Ächtung, Cancel Culture, Ausblenden und Wegzappen: Totschlagen eben. Über ergebnisoffene Diskurse entscheidet hierzulande der Medienbetrieb. Was geht und was nicht: Das ist seine Expertise. Er weiß, was gesagt werden darf und wo man Ansichten besser sofort totschlägt.
Ist das der Way of Life, für das junge Menschen – und auch alte Knacker, wenn es eng wird – selbiges hingeben sollen? Nach dem Lieferhelden und dem Pflegehelden mal wieder ein Sterbeheld? Humanressourcen für den Wahn von Versagern, deren letzte Option es ist, den Nachwuchs in Schlachthaus zu führen? Wenn die Jungen und Alten nun marschieren sollen, dann doch bitte nicht an die Front irgendwo an Außengrenzen, sondern an jene Fronten, die man durch Missachtung, Verachtung, Ignoranz und auch aus Kalkül im Inneren aufgetan hat. Da braucht es eine Wehrpflicht!
Wehrpflicht – sofort!
Und zwar eine allgemeine Pflicht, sich zu wehren. Sich zur Wehr zu setzen gegen eine Politik, die gegen die Interessen der Menschen geht, die immer mehr in den Lebensalltag der Bürger eingreift, sie bevormundet, sie entmündigt und am Ende gar zum Schweigen bringen will. Es wird Zeit, dass man sich gegen jene dummdreiste Politik wehrt, die jeden Einwand als Extremismus und als rechts und damit als böse denunziert und jede Kritik zur Gefahr erklärt, der man beikommen muss – wenn nötig auch mittels der Inanspruchnahme einer Netzagentur, die dann ohne richterliche Anordnung Redakteuren auflauern darf. Her mit der Wehrpflicht gegen eine politische Klasse, die sich längst daran gewöhnt hat, dass Widerspruch nur noch als Störung behandelt wird. Wehrpflicht heißt auch: Nicht kuschen, verdammt nochmal! Das Land gehört uns – den Bürgern und nicht den Apparatschiks.
Wehrpflicht hieße auch, sich gegen einen Medienbetrieb zu stellen, der mehr und mehr zum Scharfmacher geworden ist. Der Konflikte aufbläst, Empörung kultiviert und moralische Frontlinien zieht, um sich auf diese Weise lieb Kind bei den politischen Machtfunktionären zu machen.
Und schließlich braucht es eine Wehrpflicht gegen die Vereinnahmung durch Propaganda, die man überall antreffen kann – und die auch immer mehr Menschen durchschauen, die es aber nicht laut aussprechen, weil sie ahnen, was ihnen dann blühen könnte. Gegen einen Zeitgeist, der nur noch erlaubt, entweder dafür oder dagegen zu sein, braucht es Wehrhaftigkeit – wir müssen wehrtüchtig, wehrbereit werden.
Am Ende wäre diese Wehrpflicht nichts anderes als eine Erinnerung daran, dass das, wovon alle ständig sprechen, ohne es zu meinen, Demokratie nämlich, keine Komfortzone ist. In ihr muss man streiten, laut werden, sich mitteilen und sich auch wehren. Das ist ihr Normalzustand. Der politische Betrieb und dessen Medienanstalten erzählen uns seit langem, dass demokratischer Diskurs etwas ist, was die gnadenvolle Politik genehmigt, über was sie verfügt, was sie den Bürgern zuteilt. Gegen den Parteienstaat, der die Mitbestimmung und die Mitsprache derart eingezäunt hat, braucht es wehrhafte Bürger – Leute, die sich eine Wehrpflicht auferlegen. Was gestern auf Deutschlands Straßen stattfand, kann nur ein Beginn sein. Erst diffamierte der Mainstream besorgte Bürger, dann brandmarkte er Wutbürger – vor dem Wehrbürger sollte er zu kuschen lernen.
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Seit ich Wehrpflicht mit von der Straße aufgabeln, in Busse zerren, eine Woche Ausbildung und dann ab in den Fleischwolf assoziiere, stehe ich dem Thema deutlich kritischer gegenüber als früher. Ich würde mich nicht darauf verlassen, das das im Ernstfall hier ebenfalls so ablaufen würde.
Ich wäre mir da auch nicht sicher, was sie im Ernstfall tun würden. Ansonsten hat man ja bereits bei Corona
gesehen, zu was sie fähig sind.
@Zauberfee
Das war für mich das aller erschreckendste an der Covidie. Zu sehen zu was die fähig sind!
Damit hatte ich nicht wirklich gerechnet.
Mir ging es genau so. Ich war vor allen Dingen fassungslos, daß die meisten da wiederspruchslos mitgemacht, und die anderen die das nicht wollten, auf’s übelste beschimpft haben. Ich wurde sogar im Freien
angeschrien, weil ich keine Maske auf hatte. Wie die Polizei sich verhalten hat, war auch ganz furchtbar.
Ich mag da gar nicht mehr dran denken.
Auf jeden fall muss man dann sein Gewehr am erstbesten Vorgesetzten, am besten an einem Offizier Ausprobieren ob es auch funktioniert. Die Anzahl an Offizieren ist begrenzt und bei genügend Teilnehmern zum Gewehr Ausprobieren wars das mit Armee, Wehrpflicht und so ziemlich schnell.
„Und zwar eine allgemeine Pflicht, sich zu wehren. Sich zur Wehr zu setzen gegen eine Politik, die gegen die Interessen der Menschen geht, die immer mehr in den Lebensalltag der Bürger eingreift, sie bevormundet, sie entmündigt und am Ende gar zum Schweigen bringen will.“
Habe schon ein Patent auf die neue RdL-Bademantelkollektion angemeldet.
Zu viel der Ehre. Idealistisch und überaus zuvorkommend unterstellt der Autor, dass der Staat eigentlich ganz anders und viel schöner sein könnte, im Interesse der Menschen, nicht eingreifend, bevormundend usw. usf. Das reinste Wunschkonzert. Der Staat wird den Deibel tun, den Autor am Verbreiten so hübscher Märchen zu hindern.
„Der Staat wird den Deibel tun, den Autor am Verbreiten so hübscher Märchen zu hindern.“
Ja, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das höchstwahrscheinlich (noch) richtig.
Seit einigen Jahren ist allerdings zu beobachten, dass das System nach innen ganz immens verstärkten Repressionsdruck ausübt. Auf allen Ebenen. Sehr schmerzhaft eingeübt wurde das mit dem Coronaterror, der nahtlos in die „Kriegstüchtigkeit“ überführt wurde.
Da dienen auf den ersten Blick so zusammenhanglos erscheinende Maßnahmen wie
-verschärfte Polizeigesetze
– Ausweitung von Geheimdienstbefugnissen
– Einführung/Verschärfung des (Straf-)Tatbestandes „Politikerbeleidigung“
– Aufweichung des 8-Stunden-Tages und der 40-Stunden-Woche
– geplante Rente mit 70
– Einführung der „neuen Grundsicherung“
– Übungen zur Aufstandsbekämpfung im Inland inkl. Bundeswehreinsatz in Inland
– der neu geschaffene Beschnüffelungsanlass „Delegitimierung des Staates“,
– medial verstärkte Inszenierungen und Schauprozesse gegen die Rollator-Gang und die „Sächsischen Separatisten“
– der „Kampf gegen Rechts“
– Rückbau des Sozialstaates unter dem Vorwand der Aufrüstung
– der Widerruf der Aussetzung der Wehrpflicht usf. usw.
einem einzigen Zweck und Ziel: die BRD-Insassen stärker auf Linie zu zwingen und für die aktuellen (gestiegenen) imperialistischen Bedürfnisse der BRD-Herrschenden passgenauer zuzurichten.
Speziell im Bereich Journalismus, um den es hier geht, ist ebenfalls starker staatlicher Repressionsdruck zu verzeichnen:
– in den vollständigen „Genuss“ journalistischer Freiheiten kommen nur noch jene, die einen Journalistenausweis vorweisen können. Aber nicht irgendeinen Journalistenausweis, sondern nur einen der „anerkannten“ Stellen, als solche stellen, die bereits demokratisch gleichgeschaltet wurden oder sich selbstgleichgeschaltet haben.
– nicht vollständig auf Linie befindliche Journalisten werden von Regierungssprechern medienöffentlich und offen sadistisch bedroht (z. B. Florian Warweg) bzw. auf EU-Ebene ohne Gerichtsverfahren und wirtschaftlich und gesellschaftlich kaputtgemacht (z. B. Dogru, Baud, Röper, Lipp). Die dabei offenkundige Haltlosigkeit der konstruierten Vorwürfe, die allesamt sogar unter der hierzulande gültigen Strafbarkeitsschwelle liegen, ist gar kein Versehen, sondern soll gezielt ein diffuses Bedrohungsgefühl schaffen.
– die 2024 erfolgte Existenzvernichtung (u. a. Entfernung aus dem Dienst als angehende Grundschullehrerin) der wohlweislich unter dem Pseudonym „Anna Schneider“ arbeitenden Brandenburger Compact-Moderatorin, die eigentlich E. W. heißt.
– das medial inszenierte Compact-Verbot (nicht dass ich etwas für das Schmierblatt übrig hätte), bei dem dem vorab über das Rollkommando informierten „Presseservice Rathenow“ das ikonische Bademante-Foto von Elsässer gelang. Dass die Maßnahme später gerichtlich gekippt wurde, tut der durchschlagenden Wirkung auf das öffentliche Bewusstsein übrigens keinen Abbruch.
Heute mag RdLs Plädoyer für eine „andere Wehrpflicht“ vielleicht noch staatlich geduldet sein. Aber das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht. Der zulässige Spielraum für die Insassen folgt einzigen den Konjunkturen der Herrschenden. Und es wird selbstverständlich noch brachialer. Damit nach außen Krieg aussichtsvoll geführt kann, muss erst der Krieg nach innen restlos gewonnen sein.
Wenn RdL heute zum systemkonformen Widerstand aufruft und dabei heftig mit dem Grundgesetz wedelt, wird ihm beides schon morgen – auch rückwirkend – als Wehrkraftzersetzung ausgelegt.
Deshalb gilt: Desertieren nur im Bademantel!
Absolut.
Umso größer die Gefahr, sich an die Illusion des eigentlich guten Staats zu klammern, je offenkundiger die Brutalität des real existierenden wird.
Umso wichtiger folglich, seine Illusionen endlich mal fahren zu lassen.
Aber davon ist weit und breit nichts zu sehen.
PS:
Er desertiert ja gerade nicht. Dass der Staat des RDLs Treue (!) in neuer Empfindlichkeit als Verrat oder sonstwie, jedenfalls falsch interpretieren mag, macht sie auch nicht zur Desertion.
sie unterschätzen die rückwärtskompabilität von strafurteilen gegenüber solchen, die sich mit eigenem namen, im eigenen land, und sei es auch nur im bademantel, exponieren. der gute alte spruch vom recht zu unrecht, widerstand zu pflicht, könnte im extremfall als amtsanmassung ausgelegt werden, darum wünsche ich dem guten jungen roberto ein „gott sei mit ihm“ und ein „gott sei dank“ für das forum, wo wir uns noch gegenseitig beschreiben können bis dann mal der bus von und zu einladung für kundenservice vorfährt. gerade roberto hat noch ein paar jahre mögliche dienstzeit vor sich, ich würde ihn jedenfalls sofort zum küchenchef und, bei gutem betragen während dem absitzen, oswald spengler ehrenhalber befördern, als wohlmeinende hilfe aus seiner misslichen selbstgewählten lage als freier journalist.
@foehre
„Dass der Staat des RDLs Treue (!) in neuer Empfindlichkeit als Verrat oder sonstwie, jedenfalls falsch interpretieren mag, macht sie auch nicht zur Desertion.“
Meine Antwort klingt möglicherweise auf den ersten Blick wie Wortklauberei. Aber ich schreibe sie trotzdem mal hin.
Dass RdL in konstruktiv-kritischer Treue fest steht, daran hege ich keinen Zweifel.
Was aber nun den zugestandenen Bedeutungsumfang und die Interpretation des Begriffs „Treue“ bzw. bestimmte Verhaltensweisen/Gedanken/Ideen (hier: von RdL) angeht, besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen unsereinem und dem staatlichen Gewaltapparat.
Wenn geneigte OT-Foristen RdL zuwenig oder fehlenden revolutionären Elan nachsagen oder ein (zu) konstruktives Verhältnis zum Staat vorwerfen, dann ist das eine bloße Meinung, aus der überhaupt nichts folgt (außer vielleicht eine Trennung von OT).
Wenn aber der staatliche Gewaltapparat RdL (oder jedem anderen vom System kommandierten Insassen) ein bestimmtes Verhalten, die Äußerung eines bestimmten Gedankens oder auch umgekehrt das fehlende Bekenntnis zu einem staatlich vorgegebenen Sachverhalt ankreidet, dann hat das Konsequenzen, Und zwar genau jene Konsequenzen, die der staatliche Gewaltapparat zu einem bestimmten Zeitpunkt vorsieht.
Am hiesigen Beispiel: Wenn RdL eine „neue Wehrpflicht“ fordert, dann kann der Staat das heute als Treue und grundgesetzliche verbriefte Meinungsäußerung interpretieren, morgen als Verrat und übermorgen als Wehrkraftzersetzung und Desertion.
Dabei braucht sich an dem von RdL verbreiteten Inhalt gar nichts geändert zu haben.
Es kommt immer nur auf die jederzeit veränderbare Stellung des Staats zu dem verbreiteten Inhalt an. Denn der Staat stellt mit seiner Gewalt den Status wirklich her, den er haben will. Das kann „Treue“ sein, „Verrat“ oder „Wehrkraftzersetzung/Dersertion“.
Setzt der Staat mit seiner Gewalt heute den Status „Treue“, wird RdL kein Haar gekrümmt und der Staat feiert sich frenetisch für die schöne „Meinungsfreiheit“, die er seinen Insassen beschert. Und lässt sich von seinen Insassen frenetisch feiern, was die Insassen auch nicht zu knapp tun.
Setzt der Staat mit seiner Gewalt für denselben Inhalt morgenden Status „Verrat“ und übermorgen den Status „Wehrkraftzersetzung/Desertion“, dann haut er mit seiner Gewalt drauf. Und zwar genau so sanft oder hart, wie es ihm gerade angemessen erscheint, um den als problematisch definierten Inhalt zu beseitigen.
Dabei braucht aber kein Insasse zu befürchten, der Staat würde willkürlich handeln. Nie und nimmer. Schließlich leben „wir“ in einem Rechtsstaat. Und da schreibt der Staat sich erst Gesetze auf, auf die er dann als Handlungsgrundlage und Gewaltrechtfertigung zeigt. Nulla poene sine lege (außer vielleicht auf EU-Ebene, aber auch da nicht so richtig).
Dass bei diesen Abläufen die Insassen manches anders interpretieren als der staatliche Gewaltapparat (Insassen: „Treue!!!“, Staat: „Desertion!!!“ und sich wundern, dass gestern noch erlaubt war, was heute schon verboten ist, tut nicht nur nichts zur Sache, sondern war bisher sogar gewünscht vom staatlichen Gewaltapparat. Das ist der schöne (und belanglose, weil praktisch folgenlose) „Meinungspluralismus“. Von dem leben mainstreamige genauso wie alternative Staatsmedien. Natürlich auch OT und RdLs Artikel zur „neuen Wehrpflicht“.
Die Unzufriedenheit der Insassen macht sich der staatliche Gewaltapparat so für sein System nutzbar.
Dass die „Meinungsfreiheit“ Grenzen hat, versteht sich dabei von selbst. Weil der Staat diese „Meinungsfreiheit“ ja erst gewährt, was bedeutet, dass er nach seinen jederzeit veränderbaren Bedürfnissen auch verbindlich definiert, was drunter fällt und was nicht mehr. Und das war früher mehr, ist heute weniger und dürfte im Rahmen der „Kriegstüchtigkeit“ bald noch rigoroser gehandhabt werden.
Für die Forderung nach einer „neuen Wehrpflicht“ mag RdL heute noch staatlichen Beifall oder allenfalls eine Naserümpfen ernten. Wenn der staatliche Gewaltapparat aber morgen oder übermorgen loslegt mit der Bussifizierung, weil die Frontschweine massenhaft desertieren oder gar nicht erst einrücken, dann wird RdL für denselben Inhalt wie gestern wegen Wehrkraftzersetzung als Landminensucher ins Niemandsland geschickt oder ins Strafbataillon an die Gulaschkanone.
Ob RdL also von der Fahne geht und was das bedeutet: „von der Fahne“ begehen, und wo es beginnt, das bestimmt allein der staatliche Gewaltapparat nach seinen jederzeit veränderbaren Bedürfnissen.
Trotzdem oder gerade deshalb hat RdL einen doppelten Bademantel verdient.
„Der Staat“, der vorherrschende, ein falsches Konstrukt.
Besser : „Die Bürger sind der Boss“
https://www.youtube.com/watch?v=UdMbksk1R58
„Die dauermosernde, besserwisserische, pubertäre Gesellschaft – Politische Unmündigkeit als System“
https://www.youtube.com/watch?v=xq37a-jRmWU
„Werde Losdemokrat, dann kannst Du ruhigen Blicks in alle gesellschaftlichen Abgründe blicken!“ 😉
https://www.youtube.com/watch?v=NSllVB3vouQ
Bitte machen Sie daraus eine Übergrößen-Kollektion. Dann sind wir beide dicke im Geschäft.
Hamdullah!
Die Tagesshow gestern konnte überhaupt nicht verstehen, wie man denn dagegen protestieren könne, wo es doch freiwillig sei. Dabei ist eine „freiwillige …pflicht“ alleine schon ein absurdes Konstrukt, wie es nur die Politiker verbrechen können.
Auch die Clowns unter den Propagandafacharbeitern müssen sich doch an die Agenda halten. Sonst wird vielleicht nch der Dr. Goebbels sauer und es gibt keine Knete mehr von der Zwangsabgbe und dann muss Olli weinen.
Das geht Hand in Hand mit den Privaten, is ja die selbe Oberhoheit:
Medien-Tresen | 06.03.2026
Wieder einmal alternativlos
Der Wertewesten wirft wieder Bomben, und ein Altbekannter aus dem Mainstream nutzt Vergleiche aus dem Kindergarten.
Text: Helge Buttkereit
Die Alternativlosigkeit ist zurück. Sie kleidet sich gerade in andere Worte, aber der Inhalt bleibt. Es gibt keine Alternative. Dieses Mantra des Neoliberalismus, das Margaret Thatcher einst ins Spiel brachte (TINA – „There is no alternative“), kommt immer wieder. Alternativlos, das sind die Handlungen der Herrschenden. Krieg gegen den Terror, Rettung des Euro, Lockdown und Impfungen, Waffenlieferungen an die Ukraine. Alles alternativlos. Und jetzt der Krieg gegen den Iran. Die Begründungen sind wandelbar und widersprechen sich zuweilen – in der Ukraine wird der Völkerrechtsbruch beklagt, im Iran bejubelt. Was bleibt, ist die Alternativlosigkeit. Dazu kommt eine Geschichtslosigkeit, die nicht nur einen studierten Historiker die Hände vor dem Kopf zusammenschlagen lässt. Die Erfahrungen der Vergangenheit werden offenbar genutzt, um dieselben Fehler und Verbrechen stetig zu wiederholen. Die Welt ohne Alternativen ist eben auch eine Welt ohne Geschichte oder besser: ohne Geschichtsbewusstsein und ohne den Willen, aus der Geschichte zu lernen.
Und so hat es einer der Lordsiegelbewahrer des journalistischen Mainstreams in Deutschland wieder getan. Nikolaus Blome, früher bei Bild, ist heute bei n-tv und RTL und schreibt Kolumnen für den Spiegel. Mehr Mainstream geht nicht. Zwei Tage nach dem Beginn des Angriffskriegs Israels und der USA auf den Iran, der möglichst „Militärschlag“ oder „Präventivschlag“ zu heißen habe, hat Blome eine Kolumne veröffentlicht mit dem Titel:
Regime Change ist das einzig Wahre.
Mit anderen Worten: Er ist alternativlos. Das sehen viele andere auch so. Viele Konservative und Rechte haben in dieser Woche ihre Unterstützung für die USA erklärt. Deren Präsident interessiert sich weniger dafür als für den Kotau des Kanzlers, wobei insbesondere die vermeintlich oppositionelle politische Rechte aufhorchen müsste. Sind (oder waren?) doch der Kanzler, aber auch Menschen wie Blome ihre Gegner. Bevor wir uns dessen aktuelles Machwerk anschauen, wollen wir uns erinnern.
Es war schließlich kein anderer als Nikolaus Blome, der vor gut fünf Jahren schon die Corona-Impfung als alternativlos erklärte und ausdrücklich um gesellschaftliche Nachteile für all jene bat, die freiwillig auf eine Corona-„Impfung“ verzichteten. Sein Satz „Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen“ hat es auf den Titel eines vielgelesenen Buches gegen die Maßnahmenbefürworter geschafft. Blome vertrat also damals Unsinn und tut dies auch heute.
https://www.freie-medienakademie.de/medien-plus/wieder-einmal-alternativlos
Wenn ich mich recht entsinne sollt’s ja mit der Impfung auch zur freiwilligen Pflicht werden:
Karl Lauterbach: „Die Impfpflicht führt dazu, dass man sich freiwillig impfen lässt.“
https://www.youtube.com/shorts/NN6uXfDCvV4
Solch sinnfreie Wortaneinanderreihungen sind ja standard heut. Im Grunde könnt man das auch von einer Animatronik aufsagen lassen.
@ Gracchus : ER ist eine ANIMA TRONIK
@GratisValium
Sie haben da was falsch verstanden. Erinnern wir uns an Lallerbach. „Eine Impfpflicht führt ja am Ende dazu, daß man sich freiwillig impfen lässt.“
Diese Pflicht, sich zu wehren gegen ein zunehmend autokratisch agierendes System steht schon im Grundgesetz,als Pflicht zum Widerstand gegen jeden, der es unternimmt, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu untergraben. und diese Gefahr kommt nicht primär von einer Partei, sondern von dem aktuellen politischen Führungskartell von CDU, SPD, GRÜNEN. Deren Kurs führt über Remilitarisierung zur autoritär formierten Gesellschaft von Duckmäusern, wie schon einmal in der Geschichte. Aus Katastrophen lernen wir wohl nichts.
@ Scriptor : Niemals haben Menschen aus der Geschichte gelernt – und sie werden es auch in Zukunft nicht tun.“
Kurt Tuchokski, 1926 !
Wo auf der Erde wurde oder wird Demokratie durch Wehrpflicht sichergestellt bzw. durch Soldaten mit Raketen und Bomben erkämpft? Wo auf der Erde werden Kriege geführt und damit viele Menschen getötet weil man damit Menschen Demokratie bringen will?
Die Schweizer Armee in der Eidgenossenschaft 🇨🇭
in der schweiz wird alles gute und schöne durch die wehrpflicht sichergestellt, glaubt man dem schweizer. übrigens durften sogar im iran die frauen früher wählen als in der schweiz lol, tatsächlich hat die schweiz die wahlen noch nicht komplett ausgesetzt in krisenfällen, nur referenden und initiativen eingeschränkt, also nur die „schweizer“ demokratie. wie das allerdings aussehen wird, wenn mal eine fremde armee über die landesgrenzen marschieren sollte, muss man sich noch selbst vorstellen, oder anhand der ukraine vergleichsweise illustrieren. im klartext: die wahlen werden selbstverständlich nicht abgeschafft, nur auf unbestimmte zeit verschoben, so steht das nämlich im gesetz.
„Totschlagen eben. Über ergebnisoffene Diskurse entscheidet hierzulande der Medienbetrieb.“
Sowas kann Roberto schreiben nachdem er gestern jede Menge Kommentare „Weggezappt“ hat. Kann man machen muss man aber nicht.
Nein, da verwechseln Sie was. Es wurden keine Kommentare weggezappt, sondern Beleidigungen. Dass diese in Kommentaren eingebettet waren: Nun ja. Was genau ist am sich gegenseitigen Anfeinden und Niedermachen ein ergebnisoffener Diskurs?
https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/nach-einem-kriegstag-im-iran/#comments
Ja, die Grenze zur Beleidigung wird auch im Overton-Kommentariat gründlich ausgetestet, dabei dachte ich, dass sei hier ein Debatten-Forum und nicht eine rhetorische Kampf-Arena i. S. v. „Wer ist der größte Anti-Imperialist“?
@ Dagmar Brandt : zeitweise ist es ein Depperten -Forum
also ich fühlte mich von monotoners Kommentar zum Diskurs angeregt. er hatte zwar ne andere Meinung, die hat er häufig, fand aber nichts anstößiges.
mir war wie in letzten Tagen, als Telepolis unterging, angeregt von forenten und von oben gemasregelt.
Die Pflicht sich gegen einen Übergriffigen Staat zu verteidigen fehlt enorm.
Wer verhängt diese Pflicht? Der Staat?
Die sollte der eigene Verstand, soweit vorhanden auferlegen. Der Staat ist nämlich kein Abstraktes Wesen sondern nur Menschengemachter Irrsinn.
Warum dann nicht auch aufs Staatsvokabular verzichten und allgemein aus diesen Denkbahnen rausfinden. Einsicht in Notwendigkeit ist keine Pflicht.
Schön wärs. Der hat nen konkreten Zweck, und den erfüllt er auch.
Du MUSST dich freiwillig entscheiden, ist schon ein geiles Konstrukt.
Irgendie aber nachvollziehbar an die freiwillige Impfpflicht heran formuliert.
Und es dreht sich immer rasanter um Menschen, denen nicht einmal bekannt ist, dass wir alle freie, ewige Seelen beinhalten, welche sich im Leben sekündlich völlig frei entscheiden dürfen…
„Du MUSST dich freiwillig entscheiden, ist schon ein geiles Konstrukt.“
Weshalb erinnert mich das an das Coronaimpfen?
Wie riefen damals die Grünen, „Wehrt euch leistet Widerstand“. Damals gegen AKWs. Die Grünen gibt’s nicht mehr, nur noch schleimige, angepasste Karrieristen. Lapuente hat vollkommen Recht, wir brauchen einen breiten Widerstand gegen die Diktatur der Blockparteien und deren willfährigen Laberer und Schreiberlinge sowie die moralischen Widerlinge der ÖR und Konzernmedien. Unsere „Eliten“ verraten und missachten tagtäglich die Verfassung. Wann greift das verfassungsmäßige Recht auf Widerstand?
Es gibt nur die Rechte die man auch durchsetzen kann. Alles andere ist nur Unendlich geduldiges Papier.
Das waren nicht die Grünen. Das war die Anti-AKW Bewegung.
Danke Robert für Deine Stimme.
Es kann einem schlecht und himmelangst werden, wenn man Tucholsky zur Hand nimmt und das, was er damals geschrieben hat, mit heute vergleicht.
Ich weiß nicht ,ob eine Söldnertruppe,und das sind Berufssoldaten,wie die Fremdenlegion,der bessere Weg ist.
Eine Söldnertruppe kannst du zum imperialen Einsatz in die ganze Welt schicken(siehe Fremdenlegion)
Das war ja auch die Triebfeder von Guttenberg,als er die Wehrpflicht abschaffte, um als Vasallenstaat die imperialen Kriege der USA ( USA
– SA -SS ) zu unterstützen.
Bei Wehrpflichtigen dürften Auslandseinsätze etwas schwieriger sein.
Ausserdem ist natürlich für die herrschende sog. Elite(Mist schwimmt oben,Gold sinkt) die Gefahr gegeben,dass sich die Wehrpflichtigen bei Unruhen eher mit dem Volk verbünden,um die Dreckseliten zum Teufel zu jagen.
Israel versucht gerade die NATO durch FALSE FLAG Aktionen direkt ins Kampfgeschehen einzubinden.
Darf man junge Menschen dazu zwingen an dem verbrecherischen Krieg von Trump und Netanyahu teilzunehmen? NEIN!
Das sie drastische Strafen ausgerechnet für das Schwänzen für den Frieden androhen ist schon bezeichnend!
Die wollen die Jugend in einem verbrecherischen Krieg verheizen, anders kann man sich das nicht erklären.
Die planen den Krieg und sie werden sich daran beteiligen dazu muß man sich nur mal wieder Rutte anhören.
Derweil soll es in Israel massive Proteste geben. Bilder und Informationen dürfen nicht ins Ausland, alles wird unterdrückt, die angerichteten Schäden in Israel sollen massiv sein.
Was reale Informationen betrifft sitzen wir hier im Tal der Ahnungslosen.
Da bleibt eben am ende nur das auf die richtigen Schießen übrig. Kleiner Tipp es sind weder Russen noch sonstige Ausländer, welche letzendlich nur als Zielscheibe Entschärft werden können.
Der Feind, das sind die Faschisten die uns regieren, verwalten, verurteilen, das Blut Aussaugen und in ihre Kriege treiben wollen. Der Feind sitzt nicht weit weg in jeder Behörde, da sind die Menschenfeinde zu finden, nicht in fernen Ländern.
„….um die Dreckseliten zum Teufel zu jagen..“.
Hm, interessanter Gedanke zur Wehrpflicht.
Von Wehrpflicht schwafeln aber zensieren.
Da passt etwas ganz offensichtlich nicht zusammen.
Lieber RdL.
Der gesamte Text ist eine einzige Insubordination ober noch schlimmer: WEHRKRAFTZERSETZUNG
Onkel Pistolius ist nicht erfreut …………..
es geht ums Geld, um sehr viel Geld
https://www.boerse-express.com/news/articles/rheinmetall-aktie-friedensangst-schockt-anleger-842841
ist schon erstaunlich das gerade Deutschland so viele Kriegstreiber aufgetrieben hat, wo sind die ganzen Diplomaten geblieben?
„Bis zu 5.000 Euro Bußgeld drohten denen, die gerstern der Schule fernblieben“
Hier geht es um Menschen die noch nicht über ein eigenes Einkommen verfügen..
Wie kann das da rechts sein ?
Die Politik ist von allen guten Geistern verlassen o(
Aber cooler Artikel… guut o)
Wusste ich ja gar nicht… Es kostet 5000 Euro, wenn man sich weigert andere Menschen zu töten oder sich töten zu lassen. Ne. Das ergibt Sinn. Das kannste echt niemandem mehr erklären, so verrückt sind sie inzwischen. Wenn du das wem im Ausland erzählst, die werden einen ungläubig anschauen und sagen „das stimmt doch nicht. Das kann gar nicht sein. So irre kann niemand sein“.
Definiere, was eine Diktatur ist. Diktatur ist genau und exakt das, „Wahlen“ hin oder her. Alles Fake. Null komma gar keine Demokratie.
Update: Klasse Artikel!
Erst wenn es wieder eine schlechte Zeit gibt, in der die Leute nichts zu fressen haben, besteht eine winzige Chance, dass sie ins Grübeln geraten. Solange noch Krieg ist, glauben sie an den Sieg.
Wie immer: Es betrifft nicht „junge Menschen“, sondern ausschließlich junge Männer. Wehr“pflicht“ samt ihren perversen Begleitumständen (Nacktuntersuchungen, medizinisch in dieser Hinsicht absolut irrelevantes Beglotzen und Befummeln der Genitalien durch und vor Frauen, die der Staat zu nichts verpflichten will) ist der größtmögliche Sexismus überhaupt. Weg mit dieser Sauerei!
Pseudooriginelles Gelaber, das mit irgendeiner beobachtbaren Realität nichts zu tun hat und das eigentliche, sehr ernste Thema als Aufhänger missbraucht, die eigne politische Agenda voranzutreiben. Wenn schon, sollte man sich mit dem Euphemismus ‚Wehrpflicht‘ beschäftigen, geht es doch dabei in Wirklichkeit um den Versuch erneut, primär männliche Mitglieder eines gewissen Alters und dem korrekten Pass der deutschen Bevölkerung dazu zu zwingen, anderen Menschen, die ebenfalls diesem Zwang unterworfen wurden, aber für einen anderen Staat, existenziell zu schaden, und dies unter Einsatz des eignen Lebens. Das hat mit ’sich wehren‘ nichts zu tun, das ist eine Art 007-Lizenz für alle Pflichtigen, eine Lizenz zum töten. Man sollte also eher von einer ‚Totschlagpflicht‘ sprechen. Dass man nicht wollen darf, ist nicht nur aus ethischen Gründen selbstverständlich, sondern auch im Interesse der eignen Psyche, die im Krieg irreparablen Schaden nimmt.
dabei wurde schon von verschiedener höherer stelle klargestellt, dass sie das natürlich schon sehr schlecht finden dürfen, gerade das zeichne das meinungsfreiheitliche überdeutschland ja zum besten aus. nur, man sollte sich selbst nicht mit dem volksbeauftragten für pflichten verwechseln, wenn es dann tatsächlich um das dürfen geht, weil das definiert man sich, entgegen verbreiteter auffassung, ja nicht einfach selbst zusammen, denn das wäre ja die reinste chaotische anarchie wie wir sie uns auf keinen fall leisten können, besonders im ernstfall! in diesem sinne: beschwerde zur kenntnis genommen und „ad acta“ gelegt!
„[…]Und zwar eine allgemeine Pflicht, sich zu wehren. Sich zur Wehr zu setzen gegen eine Politik, die gegen die Interessen der Menschen geht, die immer mehr in den Lebensalltag der Bürger eingreift, sie bevormundet, sie entmündigt und am Ende gar zum Schweigen bringen will. Es wird Zeit, dass man sich gegen jene dummdreiste Politik wehrt, die jeden Einwand als Extremismus und als rechts und damit als böse denunziert und jede Kritik zur Gefahr erklärt, der man beikommen muss – wenn nötig auch mittels der Inanspruchnahme einer Netzagentur, die dann ohne richterliche Anordnung Redakteuren auflauern darf. Her mit der Wehrpflicht gegen eine politische Klasse, die sich längst daran gewöhnt hat, dass Widerspruch nur noch als Störung behandelt wird. Wehrpflicht heißt auch: Nicht kuschen, verdammt nochmal! Das Land gehört uns – den Bürgern und nicht den Apparatschiks.[…]“
Lieber Roberto J. de Lapuente, bei aller Zustimmung, aber in Deutschland wird daraus nix.
Die letzten die sich auf diese Weise ge“wehrt“ haben waren die Bürger/-innen gegen die SED-Diktatur im Osten. Die im Westen waren damals schon zu obrigkeitshörig auch den westlichen Filz des Ex-Kanzlers Helmut Kohl (CDU), samt CDU/CSU-Ex-Nazis in der alten BRD zum Teufel zu jagen.
Ein einzelner Rebell ändert auch nichts daran wenn die große Masse der Bevölkerung ein Volk von „Untertanen“ (Zitat Heinrich Mann) ist – seither meine Erkenntnis 😉
Ehrlich ich würde es gerne auch anders sehen, war in meiner Jugend auch rebellisch drauf, aber mit zunehmendem Alter habe ich es aktzeptiert, dass Deutschland eben so ist – wir haben wohl ein „Untertanen-Gen“ – schon seit der Deutschen Revolution 1848/49 spätestens seit der Reichsgründung des Kronprinzen Wilhelm, des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. der die Revolution in Deutschland blutig niederkartätschen ließ.
Manchmal frage ich mich was wohl wäre hätte Österreich Preußen 1866 besiegt – ergo die Habsburger Vorherrschaft hätte weiterbestanden.
Wie wäre dann wohl die Geschichte? Weniger Obrigkeitshörig preußisch mehr gemütlich österreichisch? Kein Drittes Reich in Berlin? Keine SED-Diktatur im Osten? Keine BRD Ex-Nazis in Bonn? *Ironie*
Ich für meinen Teil habe resigniert, denn wie oben erwähnt es scheint doch ein „Untertanen-Gen“ in uns Deutschen, und den in Deutschland eingebürgerten Menschen aus vielen Ländern dieser Erde, zu geben. Preußisch korrekt wirkt eben bis heute noch nach – oder wie Friedrich Merz sagen würde „Frieden – er meinte wohl Freiheit? – findet man auf jedem Friedhof“. Ganz besonders in Deutschland 2026 – nach Corona und Ukraine-Krieg jetzt im Krieg USA-Israel gegen Iran.
Resignierte Grüße
Bernie
PS: Ach übrigens es gab ja mal ein Land in Europa, dass die Fackel der Freiheit weit hochhielt – mit revolutionärer Tradition – aber das wurde ja 1871 von Preußen, und den deutschen Kleinstaaten, besiegt. Seither ist Frankreich auch nicht mehr das Land von Liberte, Egalite, Fraternite…..sorry, is leider so – auch hier macht sich bei mir Resignation breit 🙁
https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberrevolution#Ausweitung_auf_das_ganze_Reich
@Bernie
1) Immer dran denken. Sie haben einen Personalausweis; so wie eben jedes Personal eines Unternehmens
2) Ein „Untertanen-Gen“ haben nur Preußen. Die sind erst seit rund 350 Teil Deutschlands und da sollte man doch noch mal genauer hinsehen, ob man sich das wirklich leisten kann.
Daher „sei selbst der Wandel, den du dir wünschst“
ansonsten https://www.youtube.com/watch?v=3HsartoltcE
oder hier https://www.youtube.com/watch?v=-h0S95vfDZY
oder der hier https://www.youtube.com/watch?v=mSfFqH-idZE
aus ganzem Herzen angepisste Grüße
notabene
Nachtrag
„Forderung: Wehrdienst bis 70
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages hat es getan. Nein, nicht hingeschmissen und der Politik den Rücken gekehrt. Er hat getan, was man als Politiker eben tut: Fordern! Das heißt: Nicht von sich selbst, sondern von anderen. Seine Forderung lautet: Das Höchstalter für den Wehrdienst auf 70 Jahre erhöhen, so berichtet es die FAZ. Das Motto wird deutlich: Wer noch mit dem Löffel den Milch im Kaffee umrühren kann, kann auch noch sein Gebiss nach dem Feind werfen. Eine nicht ganz unwichtige Frage drängt sich auf: Ist diese Forderung schon „Wehrkraftzersetzung“ aus dem Innern? Eine Glosse von Marcus Klöckner.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147281
„Lieber Gott, mach mich blind, daß ich alles herrlich find, lieber Gott, mach mich taub, daß ich an den Schwindel glaub,
lieber Gott, mach mich stumm, daß ich nicht nach Dachau kumm …“ (Auszug aus Spottversen des „III. Reichs“.)
Quo usque tandem?
Achja, lieber Roberto: Es gab damals auch „Versehrtenbattailone“ und nun gibt es anscheinend den Vorschlag, daß auch Leute über 60 zum Kriegsdienst herangezogen werden sollen ->
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147281
Gruß
Frank
„Das ist eines der Beispiele, die ein hiesiger Kommentator meinte, als er von ‚alles nehmen‘ schrieb.“