
Szenen eines Wochenendes voller Verrückter, Unfähiger und Vernebelter.
Am Tag des AfD-Parteitages in Erfurt trat ich eine Reise quer durch die Republik an. Es war ein Samstag, eine Herzensangelegenheit – keine Romanze! – ließ mich nach Dessau pilgern. Für einen Nachmittag und eine Nacht. An sich mag ich solche Strapazen nicht, sich für ein Wochenende der Qual auszusetzen, dieses Land zu durchqueren. Aber da es um etwas Zwischenmenschliches ging, das wir wichtig war, trat ich den Weg an. Zielbahnhof Leipzig – dort mit der S-Bahn weiter nach Dessau. Zwischenstation: Erfurt.
Der Zug füllte sich schon am Frankfurter Hauptbahnhof mit allerlei Kuriositäten. Neben grünen Flaggen – die Farbe arabischer Theokratien wie postökologischer Parteigänger hierzulande – flatterten am Bahnsteig. Manch einer hatte selbstgebastelte Schilder bei sich. Weitere Menschen, die sich in Regenbogenfarben hüllten, stiegen in Aschaffenburg und Würzburg hinzu. Unsere Demokratie aktiviert nicht schlecht, musste man konstatieren. In Aschaffenburg gesellten sich dann zwei junge Herren in mein Separee. Grußlos – kulturlos, so würde man als Spießer feststellen. Vermutlich bin ich also einer.
Psychosen und andere Unanständigkeiten
Der eine sah wie ein Pirat aus, dem sie das Schiff unter dem Arsch weggezogen haben. Ganz in Schwarz mit einem Blumenstrauß sich bestätigender Klischees. Sein Haupt krönte ein Tuch – in bunten Farben, versteht sich. Flitter auf seinem Oberteil. Der andere Junge, ein hagerer Typ ohne kinnbetonten Übergang von Gesicht zu Hals, zierte seinen Leib mit einem T-Shirt, auf den in goldenen Lettern »Antifaschist« prangte. Frevlerische Gedanken kamen hoch: Wenn das die sind, die dagegenstehen, könnte man die Tore auch gleich weit öffnen. Ich lauschte nur zögerlich ihrer Worte, denn ich saß an einem Artikel über die Demokratiegefährdung, die von der Deutschen Bahn ausgehe – erschienen ist er übrigens mittlerweile hier. Wir saßen also im Bauch eines Gefährtes, dass von einem Mobilkonzern betreut wird, der die Stabilität im Lande ins Wanken gebracht hat, wie nur wenig anderes sonst – und die Demokratiesanitäter hatten selbstverständlich keinen Schimmer vom demokratiegefährdenden Bahnbetrieb.
Die jungen Herren erzählten was von ihrer Wut auf die Rechten, irgendwas Unausgegorenes, das man in den postpubertären Jahren zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte von sich gab – wenn auch mit anderem Sachbezug. Ungefähr so klangen auch wir in den Neunzigerjahren, nur dass wir nicht unseren Hass auf Rechte kaprizierten, sondern auf die Phänomene der damaligen Spaßgesellschaft: Wir waren zornige junge Kerle, waren – entschuldigen Sie meine Offenheit – notorisch untervögelt und frönten unserer Wut auf Techno, Lederhosen und doofe Nachbarn, die wir für ausgemachte Nazis hielten. Die Spaßgesellschaft, so wurde mir schlagartig klar, als ich mit halbem Ohr diesen Recken lauschte, ist noch gar nicht vorüber – sie hat sich neue Erscheinungsformen gesucht und gefunden. Die Objekte der Verachtung sind heute andere, auch die Getränke, die man reicht, wurden ausgewechselt. Der eine trank Buttermilch, der andere Saft. Wir bevorzugten damals Bier – ich bin bayerisch sozialisiert –, vielleicht obendrauf auch mal Schnaps. Wir wären niemals nüchtern zu Demonstrationen gefahren. Aber das spricht sicherlich nicht für meine Generation. Spricht es denn für die Demokratieretter von heute? Ist die Lebensverneinung, die ich bei dieser Enthaltsamkeit immer wittere, ein guter Leumund für die besten Absichten, die zu hegen man in diesem Lager vorgibt?
Gegen Ende unseres Aufeinandertreffens, irgendwo zwischen thüringischen Feldern, spürte ich gelegentliche Blicke auf mich gerichtet. Gottlob, ich glaube nicht, dass sie mich kannten – so bekannt bin ich zum Glück auch gar nicht, das fehlte mir auch noch. Nein, die wollten, dass ich sehe, wie engagiert sie sind. Brauchten sie Zuspruch? Oder ein Lob? Ein bisschen Kopfgetätschel? Ich interpretierte die Blicke als den Versuch, eine dankbare Reaktion von mir zu erwirken. »Danke, dass ihr für mich auf die Straße geht, Jungs.« Wenn ich diesen Satz ausgesprochen hätte, wären sie vermutlich selig gewesen – aber ich schwieg. Was letztlich besser war, denn hätte ich sie als »Jungs« angesprochen, wer weiß wohin das Gespräch abgebogen wäre. Unter Umständen hätten sie den Schaffner dazugeholt, um eine sexistische Bemerkung aktenkundig zu machen. Die jungen Wesen entstiegen planmäßig in Erfurt dem Zug, in vollem Regenbogenornat – sie hatten es sich während ihrer Gespräche angelegt. Schlachtenbummler nannte man solche Herrschaften mal. Aficionados. Fans. Hooligans? In der thüringischen Metropole dann der Zustieg eines weiblichen Junggesellenabschiedes – Sekt in der Hand, vulgär angezogen, laut und quietschend.
Verhaltensauffälligkeiten
Die erste riss die Tür meines Separees auf, ich müsse nun den Platz räumen, teilte man mir barsch mit. Das tat ich nicht, ich hatte den Sitz schließlich reserviert. Wie käme ich denn dazu? Da ich der Anweisung nicht Folge leistete, blieb man provokativ in der Tür stehen, versuchte mehrmals mit mir ins Gespräch zu kommen. Ich pflanzte mit Kopfhörer in die Ohrmuschel. Mit derart unsympathischen Menschen, die noch nicht mal in der Lage sind, zunächst mal zu grüßen, bevor sie Anordnungen erteilen, möchte ich kein vertiefendes Gespräch führen müssen. Spießer halt – ich habe es Ihnen doch gesagt. Sie nahmen dann das benachbarte Separee in Beschlag und erfüllten fortan den gesamten Waggon mit Gegacker und Gekreische. Dumme Gänse: So sagte man früher zu solchen Ansammlungen von Frauen – man ahnt, woher diese Metapher kam, das Geschnatter war jedenfalls unüberhörbar. Wann hat das begonnen, dass man so gar keine Rücksicht mehr auf den Nächsten nimmt, sich in den Mittelpunkt zu drängen als eine Art von Menschenrecht zu deklarieren?
Und wie kann das sein, dass schon wieder verhaltensauffällige Leute zusteigen konnten? Früher hätte man es als Pech erachtet, wenn man sein Abteil mit psychisch Verhaltensauffälligen teilen musste – als ein Riesenpech hätte es hingegen zu anderen Zeiten gegolten, wenn man zweimal mit so einer Gruppe zu tun bekam während einer Reise. In der zeitgenössischen Bundesrepublik sind solche Aufeinandertreffen – auch in dieser Häufung – einfach nur zwangsläufig, man kann ihnen gar nicht entkommen. Ich bin katholisch sozialisiert worden, meine Eltern waren Arbeiter, bestenfalls Kleinbürger – meine Oma eine bibelfeste Frau, mit der ich in manchem Clinch lag, die mir heute aber fehlt, weil sie etwas in sich trug, was heute kaum mehr zu finden ist: Anstand, Aufrichtigkeit, Güte, schlicht Menschlichkeit. Eines haben mir »meine Leute« mit auf den Weg gegeben: In Gesellschaft mit anderen Menschen hält man sich zurück, man grüßt, führt auch gerne Gespräche – aber man drängt sich nicht auf, macht den öffentlichen Raum nicht zu seinem persönlichen Kreissaal, gackert nicht lauthals herum, sondern bleibt angemessen ruhig und nötigt dem Nächsten nicht sein Wesen auf. Altmodisch, gell? Es muss natürlich kein Schweigen herrschen wie in einer japanischen S-Bahn, aber Rücksichtnahme ist und bleibt alternativlos.
Die gute Nachricht dieser Hinfahrt nach Dessau: Die Bahn war pünktlich, alles vollkommen nach Plan. Man sagt mir manchmal nach, dass ich destruktiv sei. Das stimmt zwar nicht, lasse ich aber als falsche Wahrnehmung meiner Person gelten. Heute will ich jedoch auch mal etwas Positives, ja Konstruktives vom Stapel lassen: Wenn die Bahn pünktlich fährt, dann ist sie das wunderbarste Fortbewegungsmittel, das man sich hienieden denken kann. Schöner als Porsche zu fahren, in den ich ohnehin kaum hineinpassen dürfte. Dass es dann eher selten wunderbar abläuft, dafür kann ich nichts.
Drei Stunden Ewigkeit
Die Stunden in Dessau verrannen schnell. Wie das so ist, wenn man sich wohlfühlt und mit Menschen beisammensitzt, die einem nahe sind. Die Ostdeutschen, auf die man traf – und man traf auf wenige, Dessau scheint aus viel Leerstand zu bestehen –, erwiesen sich als freundliche Zeitgenossen. Was wäre nur aus diesem Land für ein total hoffnungsloser Ort geworden, hätten wir die Ossis nicht unter uns? In Frankfurt kommen die wenigsten Leute auf die Idee, einfach mal ein Gespräch mit jemanden zu beginnen. Wer es tut, der gilt als verdächtig. Oder geisteskrank. Kaum in Leipzig, bei einer Bratwurst, war ich in ein Gespräch mit einem Bahnmitarbeiter verwickelt. Es ging um die Hitze, nichts Weltbewegendes – aber immerhin menschliche Interaktion. So traurig das klingen mag: Ich bin dankbar für solche kurzen Episoden, denn sie zeigen, dass eine andere Gesellschaft noch immer möglich wäre. Eine, in der man seinen Nächsten wahrnimmt, ihn menschlich behandelt. Sind wir also schon so weit, dass man wegen solcher Selbstverständlichkeiten Dankbarkeit empfinden muss?
Rückfahrt am Sonntag. Dieselbe Strecke zurück, ICE ab Leipzig, von Dessau aus mit der Regionalbahn in die Sachsenmetropole. Nach Bitterfeld blieben wir liegen. Weichenstörung. Später hieß es, jemand habe die Starkstromkabel gestohlen. Nach über eine Stunde erklärte die Schaffnerin, dass gleich jemand von der Technik käme, um sich die Situation anzusehen. Wir standen also eine Stunde und mehr herum, ohne dass überhaupt etwas passiert war. Ist ja nur meine Lebenszeit, die verrinnt. Senk ju, Deutsche Bahn. Fast drei Stunden wurden es am Ende; Normalität in diesem Lande, sofern man sich traut, die eigenen Gefilde hinter sich zu lassen. »Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher«, so der französische Philosoph Blaise Pascal einst, »dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.« Für das Deutschland dieser Zeit trifft das mehr denn je zu. Wer sich in einen Zug begibt, kalkuliert das eigene Unglück mit ein. Der weiß, dass seine frohe Grundstimmung irgendwo auf der Strecke bleiben könnte wie das Häuflein, das früher von der Bahn-Toilette auf die Gleise klatschte.
135,8 Millionen Fernverkehrsreisende hatte die Deutsche Bahn im letzten Jahr. Die Reiseunpünktlichkeit aller Fernzüge lag im selben Zeitraum bei 34,5 Prozent – gemeint sind damit Züge, die weniger als 15 Minuten Verspätung hatten. Wer mit 14-minütiger Verspätung an sein Ziel gelangt, der galt und gilt noch immer als pünktlich. Man könnte überschlagen und festhalten: Knapp 47 Millionen Fernverkehrsreisende sind im Jahr 2025 zu spät an ihren Zielort gelangt. Bei 15 Minuten Verspätung ergeben sich ungefähr 700 Millionen Fahrgastverspätungsminuten – umgerechnet sind das 1.330 Jahre an Verspätung, die die Deutsche Bahn in einem Jahr erzeugt. Und das ist a) konservativ gerechnet, denn vermutlich verspäten sich viele Fahrgäste sehr viel mehr – und b) reden wir hier nur von Fernverkehrsreisenden. Im Nahverkehr dürfte die Situation nicht sonderlich besser ausfallen. Es gab in Michael Endes Momo die sogenannten grauen Herren, die die Menschen um ihre Zeit bringen. War das eine Analogie auf die Deutsche Bahn, die es schafft, aus einem Jahr Tausende Jahre zu destillieren? Diese Zeiträuber genieren sich auch gar nicht mehr, sie bitten täglich hunderttausendfach um Verständnis – und die Fahrgäste, immerhin auch Bürger, nehmen es geduldig hin. Sag noch einer, die Deutschen sind kein geduldiges, kein sanftes Volk!
Bückbürger im Bistro
In dem ICE, den ich alternativ nehmen musste und von dem ich wusste, dass er einer Sardinenbüchse auf Gleissträngen gleichen würde, wurde ich mit der Sanftmut deutschen Bückbürgertums konfrontiert. Ich pendelte mich auf Höhe des Bordbistros ein, weil ich ahnte, dass ich in der zweiten Klasse auf dem Flur stehen oder sitzen müsste. Im Bistro musste man immer mal wieder einen Kaffee ordern, um eine Sitzberechtigung zu haben. Ich platzierte mich an einem Tisch mit drei Herren – einer davon Franzose. Nach einer Weile war die Schicksalsgemeinschaft beschlossen und wir plauschten. Der Franzose wollte über den Klimawandel sprechen, was keinen so richtig anmachte. Was interessiert mich der Klimawandel, ich hatte Bahnschwierigkeiten. Die anderen beiden waren digitale Nomaden, nicht mehr ganz jung. Dass sie von überall arbeiten können, betonten sie mir eine Spur zu häufig. War das Aufschneiderei oder ein Hilferuf? An sich seien sie zwar genervt von der Bahn, aber wir müssten doch froh sein, so konnte man ihren Ausführungen entnehmen, dass es sie so noch gibt. Einer von beiden erzählte von einem Afrikaaufenthalt. Damals sei er mit einem Bus gereist, der aber nicht am eigentlichen Ziel ankam, weil alle Reisenden gerne woanders hinwollten, worauf der Fahrer den Ankunftsort wechselte. Wenigstens würde die Bahn noch ihre Ziele einhalten, erklärte der Mann nun. Was für eine Bückbürgerei! Wie klein kann man sich eigentlich als Staatsbürger machen, dass man solche Vergleiche zieht und sich darüber auch noch glücklich schätzt? Gott im Himmel, was für traurige Gesellen!
Dem anderen fehlte neulich Strom – er war Leidtragender des Anschlages der Vulkan-Gruppe in Berlin. Fünf Tage ohne Saft blieb er. Also quartierte er sich in einem Hotel ein, die Rechnung übernehme die Versicherung. Es sei ihm gegönnt. Als ich anmerkte, dass diese Mittel nicht jeder habe, er als Vermögensberater – er thematisierte seinen Beruf zuvor kurz – habe da natürlich Vorteile, guckte er erst bedröppelt, dann hatte er aber einen Ansatz gefunden, sich zu erklären. So wild das gar nicht, wusste er nun, denn in Berlin hätten Hotels Sonderangebote für Betroffene eingeführt. Man hätte Zimmer für 80 Euro die Nacht haben können – in Häusern, die sonst vielleicht 300 Euro nähmen. Das ist großzügig von den Hoteliers, aber 80 Euro ist für viele in diesem Land trotzdem eine Menge Geld. Bückbürger wissen davon nichts, sie sind gezielt desinformiert und strotzen vor einer Haltung, die irgendwie ein Gemisch aus Überheblichkeit, Unkenntnis und gleichzeitiger Unterwürfigkeit ausmacht. Auch Thema: Veganismus. Der eine habe mal ein Jahr so gelebt, nicht weil er kein Fleisch möge, sondern weil es halt chic war – er sagte es so nicht, aber man spürte, der Mann ist orientierungslos im Leben, da gibt es nicht mal beim Essen Grundprinzipien. Er hörte mit dem veganen Schmu auf, als ihm ein Gastgeber Fleisch vorsetzte. Warum sagt man eigentlich Lauch zu gewissen Männern?
Ich war heilfroh, dass der ICE dann doch irgendwann am Frankfurter Hauptbahnhof ankam. Auf dem Bahngleis stand dann noch ein Pulk von Regenbogenbeschmückten herum – Hinterlassenschaften des Erfurter Spektakels, so nehme ich an. Im Bistro trank ich, um sitzen zu dürfen, drei Kaffee. Mir brummte der Kopf, mein Herz raste – man steckt manches nicht mehr so leicht weg. Aber war es der Kaffee, der mich so unruhig werden ließ? Oder die Erkenntnis, dass ich an diesem Wochenende eine Reise ins Herz der deutschen Finsternis getan hatte? Anders als Marlow in Joseph Conrads Roman »Herz der Finsternis«, traf ich nicht auf Kurtz, aber wohl auf viele seltsame Kreaturen, die nicht mehr ganz rund zu laufen schienen. Ich wusste es vorher schon, aber ließ es mir auf meiner Reise bestätigen: Deutschland ist ein Irrenhaus, ein Ort voller Untauglichkeiten und Unzurechnungsfähigkeiten. Das Verrückte hat hier seine Heimat. Und eines scheint mir gewisser denn je: Dieses Land besteht aus Irren und Unfähigen. Und es ist lediglich noch nicht sicher, wer am Ende gewinnen wird.
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Ich bin beruflich gezwungen oft zureisen (mit dem Zug) und kann aus langjähriger Erfahrung nur bestätigen was Sie schreiben. Es hat in den letzten Jahren eindeutig einen kulturellen und geistigen Niedergang in weiten Teilen der Bevölkerung gegeben.
Ich würde das aber nicht auf das Bahnerlebnis beschränken. Es scheint mir, soweit man das aus den Nachrichten beurteilen kann, eine allgemeine Tendenz in der Menschheit zu sein. Die Perspektive ist aber eventuell zu kurz. Über längere Zeiträume gibt es da vermutliche wellenförmige verlaufende Entwicklungen und wir sind gerade auf dem Weg in ein Wellental (das letzte und endgültige vielleicht ?)
Es gibt ja die Meinung, die Menschheit werde ihre Probleme nicht aus wirtschaftlichen, sozialen, politischen Gründen nicht lösen können, sondern weil es schlicht nicht mehr genug Vernünftige gibt, die rational und sinnvoll handeln können. Alle die Verwerfungen in der Politik sind lediglich Symptom dieses allgemeinen Abgleitens in Wahn und Verblödung.
Danke für das Zitat !
Nix mit wellenförmig, Gaußsche Glockenkurve!
Scheitelpunkt der Evolution auf Terra war 1969. Der momentane Kurvenpunkt liegt knapp hinter jenem, wo die Tangente den 45°-Winkel nach unten überschritten hat.
Lebensbilder aus Deutschland anno 2026.👍 Manchmal reichen zufällige profane Alltagsbeobachtungen aus, um zu erkennen, dass es bei uns schon länger nicht mehr rund läuft.
Treffend formuliert: „Bückbürger wissen davon nichts, sie sind gezielt desinformiert und strotzen vor einer Haltung, die irgendwie ein Gemisch aus Überheblichkeit, Unkenntnis und gleichzeitiger Unterwürfigkeit ausmacht.“👍
Ganz so schlimm ist es nicht. Schließlich spielt die Deutsche Bahn bei den Kriegsplänen gegen Rußland eine Schlüsselrolle.
Wenn die Deutsche Bahn tatsächlich bei den Kriegsplänen gegen Russland eine
gößere Rolle spielen soll, werden die Russen sicherlich guter Hoffnung sein, dass
sie aus Richtung Deutschland so schnell nicht angegriffen werden. Wenn der erste
Panzertransport per Deutscher Bahn ansteht, trifft der Zug dafür erst einmal mit
mehrtägiger Verspätung ein. Dann, endlich beladen rollt er einige Meter bis zur ersten
Weiche und bleibt stehen, weil die Steuerungskabel für die Weichen wieder einmal
schon ihren eigenen Weg gen Osten genommen haben. Und dann streiken die Zugführer.
Wenn schon so viel Geld in die Rüstung geht, dann müssen doch auch die Zugführer
etwas davon abbekommen. Wenn der Zug es dann nach drei Wochen wieder schafft
in Bewegung zu geraten, dann gibt es in der Nähe wieder ein Feuerchen in einem
wichtigen Umspannwerk, ausgelöst von linken Ökofreaks. Die sonst eingesetzten Diesellocks
können natürilch mangels Diesel aus Russland nicht fahren. Dann werden die einzelnen
Waggons mit eiligst zusammen gesuchten Eseln und Pferden aus dem Weg geräumt,
damit morgens der erste ICE die EU Abgeordneten aus Berlin wenigstens nach Brüssel
gekarrt werden können. Inzwischen füllen sich in Russland die Krankenhäuser mit Menschen,
die sich fast totgelacht haben……..in Deutschland nichts Neues…..
Meine Geografie-Welt kam kurzzeitig ins Wanken …
„Der Zug füllte sich schon am Frankfurter Hauptbahnhof … stiegen in Aschaffenburg und Würzburg hinzu.“
… bis ich diese Meldung fand:
Frankfurt–Fulda–Erfurt–Leipzig–Dresden. Die Züge werden zwischen Frankfurt und Erfurt über Aschaffenburg und Würzburg umgeleitet.
(ja, man kann auch von Frankfurt über Wiesbaden nach Hanau fahren, hätte mein Mathelehrer früher gesagt, wenn der Lösungsweg ein wenig komplizierter gestaltet war)
RDL: „Deutschland ist ein Irrenhaus, ein Ort voller Untauglichkeiten und Unzurechnungsfähigkeiten. Das Verrückte hat hier seine Heimat. Und eines scheint mir gewisser denn je: Dieses Land besteht aus Irren und Unfähigen. Und es ist lediglich noch nicht sicher, wer am Ende gewinnen wird.“
Kein schönes, aber leider ein zutreffendes Resümee. Das große Problem dabei, viele dieser Irren und Verückten glauben, sie gehören zu den „Normalen“ und die anderen wären die Irren, die „Nazis“, die „Kommunisten“, die „Antisemiten“, die Feinde der „Demokratie“ und die Feinde der bürgerlichen „Freiheit“.
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Weisheit und davon entfernen sie viele Menschen in diesem Land immer mehr.
Viele Bahnfahrer glauben inzwischen, dass es ganz normal wäre, wenn die Deutsche Bahn zu spät kommt. Die Besserverdiener, deren Eltern schon Besserverdiener waren, glauben, dass es ganz normal wäre, in einer Villa mit Swimmingpool, Sauna im Keller und Elektro-SUV in der Doppelgarage zu wohnen. Viele Bürger wissen, dass viele Politiker korrupt sind, aber das ganz normal wäre. Es gibt Schizophrene in der Psychatrie, die glauben auch, dass sie ganz normal wären und alle anderen psychisch krank.
Vor 20 oder 25 Jahren gab es ein Sozial-Experiment. Da haben ein paar Besserverdiener mal ein paar Monat lang von Sozialhilfe bzw. Hartz-IV/Bürgergeld gelebt, um ihren Horizont zu erweitern und persönlich zu erfahren, wie das so ist, wenn man von Sozialhilfe leben und mit wenig Geld auskommen muss. Das Experiment hat nur einen kleinen Haken: Die Besserverdiener wissen, dass sie nach ein paar Wochen/Monaten wieder in der Welt der Besserverdiener leben werden, die Schlechterverdiener müssen aber weiterhin in der Welt der Schlechterverdiener leben. Es sei denn, sie erben ein paar Millionen Euro, gewinnen im Lotto, werden in den Deutschen Bundestag gewählt oder gründen ein Startup und verdienen damit Millionen. Aber: Wer reinigt dann im Krankenhaus für 12,90 Euro brutto in der Stunde die Toiletten? Katherina Reiche, Elon Musk, Hubert Aiwanger, Markus Söder, Friedrich Merz, Susanne Klatten, Robert Habeck, Dieter Schwarz, der Intendant des ZDf, der CEO der Deutschen Bahn AG und die „alternative“ Alice Weidel mit den blauen Schuhen sicherlich nicht.
Es gibt auch Parteien, Politikerinnen und Politiker, die selbst zu den Besserverdienenden gehören und das gezielt ausnutzen, indem sie die Geringverdiener gegen die Arbeitslosen aufhetzen oder die Mittelschicht gegen die „faule“ Unterschicht, weil sie selbst zu den 10 Prozent der Bevölkerung gehören, die davon profitieren.
Das ist das uralte Herrschaftsprinzip: Divide et impera oder teile bzw. spalte (die Gesellschaft) und herrsche. Das wurde auch bei Corona angewendet: Man hetzt die Geimpften gegen die Ungeimpften auf, um nicht über die Ursachen des Virus und die Maßnahmen debattieren zu müssen und darüber, ob diese Maßnahmen angemessen sind.
Fragen Sie die Ex-ARD-Journalistin und „Corona-Expertin“ Sarah Frühauf. Die Frau weiß, wie das funktioniert und wie man das macht. 2025 wurde sie zur „Leiterin des Pressereferats im Bundesministerium des Innern und Sprecherin des Bundesinnenministers“ befördert. Aber das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun, es geht doch hier nur um fachliche „Kompetenz“? (Eben!) Außerdem wäre das doch eine dieser „Verschwörungstheorien“ und das sind doch alles „Verrückte“ und „Irre“. Manche Verschwörungstheoretiker haben tatsächlich nicht alle Latten am Gartenzaun, aber eben nicht alle.
In dem US-amerikanischen Spielfilm „The Usual Suspects (deutsch: Die üblichen Verdächtigen) heißt es am Ende: „Der größte Trick des Teufels bestand darin, die Welt glauben zu lassen, dass es ihn nicht geben würde.“ Der größte Trick der scheindemokratischen bürgerlichen Mitte der Gesellschaft besteht darin, den Bürgerinnen und Bürgern zu erzählen, alle Bürger, die die Politik der Regierung hinterfragen und kritisieren, wären „Verschörungstheoretiker“ und verrückt. Wie verückt wäre das denn oder ist das normal?
1933 wurde in Deutschland ein „Irrer“ mit braunen Socken und einem ausgestreckten rechten Arm zum Anführer gewählt oder wer ist bzw. war da jetzt „verrückt“? Ganz normal ist bzw. war es, dass sich viele der Wählerinnen und Wähler, die 1933 den Anführer mit den braunen Socken und dem rechten Arm gewählt haben, sich 1945 nicht mehr daran erinnern konnten (bzw. wollten). So verrückt kann der „Irre“ mit den braunen Socken aber nicht gewesen sein, wenn man es schafft, sich selbst zum Führer und Diktator zu machen oder?
Krieg ist auch bekloppt oder ist es der Frieden „verrückt“? Auch hier muss man wieder differenzieren: Auf der einen Seite gibt es die Irren, die gar nicht merken, wie verrückt es ist, für den Kaiser, das Vaterland, die Ehre, die Nation, eine diffuse Freiheit oder was auch immer an der Front zu kämpfen und zu sterben. Auf der anderen Seite gibt es die Normalen, die wissen, dass das verrückt ist, aber sie profitieren vom Krieg und davon, dass andere an der Front für sie kämpfen und sterben. Dazwischen gibt es die Normalen, die nicht wissen und auch nicht wissen wollen solange im Fernsehen „Kuh sucht Bauer“ läuft keine Rakete auf das eigene Hausdach fällt.
Ein irre Welt braucht mehr Idioten, Verrückte und Irre, sonst kämpft und stirbt keiner an der Front für die Interessen der Reichen und Superreichen.
Noch Fragen Kienzle? – Ja Hauser: Ist das Klima „verrückt“ oder sind es diejenigen, die glauben, dass es ganz normal wäre, dass 2026 die Pegelstände im Bodensee einen historischen Tiefstand erzielt haben.
Sogar die Zeitung für den gebildeten deutschen Normal-Bürger, die „Bild“ macht eine schlagende Zeile, aber sie macht einen „Rekord“ daraus: „Historischer Juli-Rekord gebrochen: Dürre lässt Bodensee austrocknen“. Die Zeitung für den deutschen Normal-Bürger liefert auch noch eine Begründung dafür, aber keine Ursache: „Weniger Schnee, vor allem in den tieferen Lagen der Alpen, und die aktuelle Trockenheit lassen den Bodensee buchstäblich dürsten.“ Warum sagt das niemand dem irren Wettergott?
Wer reinigt dann im Krankenhaus für 12,90 Euro brutto in der Stunde? Keiner, denn der allgemeinverbindliche Tariflohn für Gebäudereiniger beginnt bei 15,00 Euro. Meistens werden aber etwas mehr bezahlt.
»Herz der deutschen Finsternis«? Da hatte aber mal jemand einen „Anflug von alter weißer Mann“.
Nur so als Aufklärung: Ja, ein JunggesellInnen-Abschied ist genau dazu da, »den öffentlichen Raum [
nicht] zu seinem persönlichen Kreissaal« zu machen. Ist keine schöne Sache, ebenso wie eine bayerische Alkoholiker-Sozialisation oder eine devote und gleichzeitig anmaßend herablassende Bibelfestigkeit.Doch in der natürliche Verwendung des charmanten Begriffs »Bückbürger« zeigt Herr RdL, wo er sich verortet.
Deutsches Sommerloch: 10 Punkte.
Naja, wenn mich jemand auffordern würde, einen reservierten (und damit extra bezahlten) Sitzplatz zu räumen, nur damit andere ihren „Kreißsaal“ eröffnen können, wäre ich auch not amused…
Gut, dass Ihr Post weiter unten noch nicht von der internetuellen Gleichstellungsbeauftragten gelesen wurde…😁
So richtig verstanden habe ich deinen Vortrag nicht. Schätze, wir alle wissen was ein Junggesellenabschied ist. Der Autor sicher auch, zumal er von einem tangiert wurde. Wie man das erlebt, ist jedem selbst überlassen. Die einen mit Gelassenheit und einem Lächeln. Andre mit aufkommendem Ekel, wenn die werdenden Ehepartner und die Freunde die Distanz nicht wahren wollen, die man sich als Unbeteiligter wünscht. Letzteres ist die naheliegende Reaktion. Was daran ist problematisch?
Mir gelingt es übrigens immer recht schnell, mir solche Gefolgschaft von Halse zu halten, in dem ich erkläre, dass ich noch an den Kosten einer Scheidung zu knabbern habe. Stimmt zwar nicht, funktioniert aber sehr gut. Manchmal lüge ich auch, dass ich Anwalt wäre und auf Scheidungen spezialisiert bin. Geht auch.
@ 1211:
Der Text von RdL ist ein typische (deutsche?) Glosse oder ein Rant, wie es sie seit erscheinen der ersten Zeitungen gibt. Der Tenor ist: „Alle sind doof, außer mir oder mich oder meins.“ Kann man auch mal machen, doch die vollständige Abwesenheit jeglicher Lässigkeit beim Ich-Erzähler ob des befremdet Seins über die Begegnungen macht den Text zu einem Spießruten-Bürger-Lauf, zu einem Heinz-Rühmann-Albtraum. Stattdessen gesteht der Erzähler seine passiv-aggressive Hilflosigkeit, die sich durch aktives Ignorieren oder „nicht sagen, was man denkt“ äußert, die weder beflissentlich noch nonchalant ist, sondern einfach nur schwach und gegenwartstypisch.
Letztendlich macht der Ich-Erzähler das Selbe, wie die beschriebenen Karikaturen: Er stellt sich und die eigene Wahrnehmung sowie Außenwirkung nicht in Frage, sondern gleicht die Welt mit den eigenen Befindlichkeiten und eskapistischen Wunschvorstellungen ab. Das ist allerdings dann doch ein unschönes und treffendes Zeichen der Zeit – hat Autor RdL, das beabsichtigt? Eher nicht…
Zufällig habe ich die Tage mal wieder »Apocalypse Now« gesehen, deswegen halte ich die Artikel-Überschrift »Reise ins Herz der deutschen Finsternis« für absolut over the top. Die distanzierte Beobachtung menschlichen Treibens seit der Moderne hinterlässt immer Gaga-Momente – lesen Sie unter dieser Prämisse mal Marcel Proust, ist amüsant –, die doch eher zu belächeln sind, aber bestimmt nicht mit dem unmenschlichen Wahnsinns der Romanvorlage referenziert werden können.
Abschließend beschreiben Sie Ihre lustige Handlungsalternativen, um sich solchen Situationen zu entziehen, und Sie machen eines offensichtlich nicht: Sie schmollen nicht wie eine beleidigte Leberwurst.
Zu Ihrem »imbezilles Geraune« weiter unten folgendes. Gestern Abend hatte eine Freundin von einem anderen Gaga-Moment erzählt und meinte, »da hatte ich einen kurzfristigen Anflug von alter weißer Mann.« Ich habe gelacht. Übrigens etwas, das ich vom Feminismus gelernt habe, anwürfige Sprachfiguren wie „alter weißer Mann“ bei Gelegenheit ironisch gegen sich selbst wenden, um sie so zu neutralisieren. Aber da kann ich natürlich nicht für die anderen Kommentare sprechen.
Es braucht mittlerweile nur noch eine Fahrt in der Bahn, um sich zu radikalisieren. Die abenteuerlichen Situationen und Begegnungen, die einem dort widerfahren, mögen in der Jugend vielleicht noch gereizt haben – jetzt zermahlen sie die Seele, denn sie zeichnen ein eindeutiges Bild: die moralische, spirituelle und ästhetische Bankrotterklärung einer Gesellschaft.
Wenn ich so darüber nachdenke, war Herr RdL außerordentlich unhöflich zu den Junggesellinnen: Man bittet die feierwütigen Frauen ins Abteil, auch den eigenen Schoß als Sitzplatz (das ist in diesem Kontext nicht übergriffig), kauft bei ihnen 2-3 Runden Schnäpse, die für gewöhnlich angeboten werden, und schlägt anschließend mindestens zwei von ihnen vor, sie hier und sofort im Abteil vor den anderen zu knallen: „Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch.“ Ein Lackmustest für die eigene Fuckability. So oder so, es wäre das Geschenk einer guten Story gewesen, die die Frauen zukünftig auf die eine oder andere Weise immer wieder gerne erzählt hätten.
(Sie finden, dass dieser Kommentar etwas entgleist ist? Willkommen bei der Deutschen Bahn.)
@El-G
„Sie finden, dass dieser Kommentar etwas entgleist ist? Willkommen bei der Deutschen Bahn.“
Ihre Kommentare auf die Bahn abzuwenden, entspricht exakt meiner Vorstellung von Ihnen…
Bösewicht!
–
Zeichen 1nnn2mmm3vvv4xxx5ddd6eee7eee8www9rrr1jjj2lll3äää4ööö5üüü6ooo7ppp8eee9 danke, reicht!
@Roberto de Lapuente.
Wie angenehm, in der Stille des Sonntagmorgens so einen Artikel von Ihnen zu lesen. Besten Dank
Täglich grüßt das Murmeltier Lapuente.
Immer derselbe nationalistische Sermon: „Mein Land hat fertig“ als singuläres RDL-Dauerthema mit immer denselben 5 aneinandergereihten Worthülsen, je nach Morgenlage nur notdürftig mal mehr mal weniger umgruppiert.
Beifallheischend, vorhersehbar, platt.
Da freuen sich wieder alle alternativmedialen Sofageneräle und ideellen OT-Bundeskanzler.
Am meisten über RDLs konstruktiv-schlandkritischen Ergüsse freuen dürften sich allerdings diejenigen, die RDL für Zustand und Zurichtung „seines“ Landes (welches Stückchen Schland gehört RDL denn eigentlich?) verantwortlich macht: Die Berliner Blase und ihre 16 Außenstellen in den Bundesländern.
Bei so viel sorgenvoller Anteilnahme am Lebenskampf der Nation im imperialistischen Hauen und Stechen geht in Staatskanzlei und Regierungsbunker die Sonne auf.
Auch und gerade dann, wenn auf das Regierungsviertel unmaßgebliche und deshalb folgenlose Traktate losgelassen werden, in denen „das große Ganze“ in den sorgenvollen Blick genommen wird, das schöne „WIR“, und diese ehrenamtliche Politikberatung den „Versagern“ im Reichstag mal schriftlich steckt, wie man „ES“ gefälligst besser machen sollte.
Kaum biedert sich RDLs Wagenknecht den Blauen mal wieder unverhohlen an und haut aufs Kabinett Merz drauf, verfertigt RDL eine Unterstützungsattacke, u.a. gegen die von der Regierungsbank bezahlten und dirigierten aggressiv-bunten Psychotiker von „Widersetzen“ in Erfurt.
Zweifellos haben die einen Dachschaden. Entgangen ist RDL bei seiner Suada bloß, dass er damit selbst einen identischen Stoßtrupp Psychotiker formiert und instruiert, der genau so bunt ist, bloß alternativ bunt, genau so widersetzlich, bloß alternativ widersetzlich. Und genau so erratisch-systemkonform wie die Erfurter Blagen, die in den Blauen Wiederbetätigung wähnen.
Wer einmal die spröde-blutleere Wagenknecht ihre langweilig-nationalistischen Reden abspulen gehört und gesehen hat, wie die angebliche „zweite Rosa Luxemburg“ dabei unbeholfen-asynchron mit beiden Armen gleichzeitig von unten nach oben wedelt, um die vergeblich agitierten Armen wenigstens so vom Hocker zu reißen, kann RDLs heutiges Pamphlet nur als einschlägige Beihilfe werten.
Ob das reicht, um Sachsen-Anhalts Saubermann Siegmund noch ein paar dürre Stimmchen abzujagen, ihn gleichzeitig gnädig zu stimmen und so im September zum Königsmacher am Freßtrog zu avancieren?
Täglich grüßt das Murmeltier Lapuente.
Immer derselbe nationalistische Sermon: „Mein Land hat fertig“ als singuläres RDL-Dauerthema mit immer denselben 5 aneinandergereihten Worthülsen, je nach Morgenlage nur notdürftig mal mehr mal weniger umgruppiert.
Beifallheischend, vorhersehbar, platt.
Da freuen sich wieder alle alternativmedialen Sofageneräle und ideellen OT-Bundeskanzler.
Am meisten über RDLs konstruktiv-schlandkritischen Ergüsse freuen dürften sich allerdings diejenigen, die RDL für Zustand und Zurichtung „seines“ Landes (welches Stückchen Schland gehört RDL denn eigentlich?) verantwortlich macht: Die Berliner Blase und ihre 16 Außenstellen in den Bundesländern.
Bei so viel sorgenvoller Anteilnahme am Lebenskampf der Nation im imperialistischen Hauen und Stechen geht in Staatskanzlei und Regierungsbunker die Sonne auf.
Auch und gerade dann, wenn auf das Regierungsviertel unmaßgebliche und deshalb folgenlose Traktate losgelassen werden, in denen „das große Ganze“ in den sorgenvollen Blick genommen wird, das schöne „WIR“, und diese ehrenamtliche Politikberatung den „Versagern“ im Reichstag mal schriftlich steckt, wie man „ES“ gefälligst besser machen sollte.
Kaum biedert sich RDLs Wagenknecht den Blauen mal wieder unverhohlen an und haut aufs Kabinett Merz drauf, verfertigt RDL eine Unterstützungsattacke, u.a. gegen die von der Regierungsbank bezahlten und dirigierten aggressiv-bunten Psychotiker von „Widersetzen“ in Erfurt.
Zweifellos haben die einen Dachschaden. Entgangen ist RDL bei seiner Suada bloß, dass er damit selbst einen identischen Stoßtrupp Psychotiker formiert und instruiert, der genau so bunt ist, bloß alternativ bunt, genau so widersetzlich, bloß alternativ widersetzlich. Und genau so erratisch-systemkonform wie die Erfurter Blagen, die in den Blauen Wiederbetätigung wähnen.
Wer einmal die spröde-blutleere Wagenknecht ihre langweilig-nationalistischen Reden abspulen gehört und gesehen hat, wie die angebliche „zweite Rosa Luxemburg“ dabei unbeholfen-asynchron mit beiden Armen gleichzeitig von unten nach oben wedelt, um die vergeblich agitierten Armen wenigstens so vom Höcke zu reißen, kann RDLs heutiges Pamphlet nur als einschlägige Beihilfe werten.
Ob das reicht, um Sachsen-Anhalts Saubermann Siegmund noch ein paar dürre Stimmchen abzujagen, so im September zum Königsmacher am Freßtrog zu avancieren, um den Lohnabhängigen dann gemeinsam ans Leder zu gehen?
Was für ein gehässiger Kommentar! Warum lesen Sie hier denn? Sie können sich doch solche Ausbrüche leicht sparen.
Vielen Dank.
Neid ist die deutsche Form der Anerkennung.
Und Ihrem: „Warum lesen Sie denn hier usw.“, entnehme ich die unserdemokratisch-spätkapitalistisch modernisierte Form von: „Na dann geh doch rüber!“
Ich lese und schreibe hier bloß, um der Gefolgschaft des OT-Betriebsführers wenigstens die Möglichkeit zu bieten, mal über den Tellerrand hinauszublicken und die konstruktiv-alternativnationalistischen Vorurteile ein wenig zu entlarven.
Inhaltlich liefert Ihr Kommentar leider keine Informationen, was Ihnen an meinen Einwänden missfällt. Bloß „gehässig“ soll er sein, verbunden mit Ihrem Wunsch, ich möge doch freiwillig aus OT ausreisen. Als nächster Schritt dürften dem Nestbeschmutzer dann Ausschaffung und Remigration drohen.
Sagen Sie doch mal, was Sie inhaltlich falsch finden an meiner Kritik an RDLs Traktat, an meiner Kritik am alternativmedialen Deutschnationalen, an der ewigen konstruktiv-kritischen Politikberatung durch OT, an der Kritik an Wagenknecht, Siegmund, AfD?
Was finden daran inhaltlich falsch, verkehrt, schief?
PS: Einen Aspekt hatte ich vorhin noch vergessen: RDL bringt es in seinem Artikel zudem sogar noch fertig, dem Springer-Nationalisten Poschardt die Steigbügel zu halten.
Nationalisten der „Kartellparteien“ samt ihrer bezahlten und ehrenamtlichen „Widersetzer“ sind aber auch keine schlechteren Nationalisten als die alternativmedialen bei OT, auch wenn Poschardt und RDL erstere „gehässig“ als „Bückbürger“ bezeichnen.
Da ist Ihnen aber dann keine „Gehässigkeit“ aufgefallen.
Zu RDLs Ehrenrettung soll bzgl. „Bückbürger“-Begriff abschließend aber auch gesagt sein, dass RDL diese Diffamierungsvokabel womöglich bloß deshalb eingerührt hat, um bei Westend den Verkauf von Poschardts gedruckter Makulatur anzukurbeln. Gehört schließlich auch zu seinen Aufgaben als OT-Redakteur. Nannte sich früher Schleichwerbung.
Aber: In dubio pro Roberto.
»Neid ist die deutsche Form der Anerkennung.« Der ist wirklich gut 👍
Doch, wirklich, der ist so 100!
„Mein Land hat fertig“
Der RdL ist als Produkt seiner sozialen Verhältnisse das Äquvalent zu den ultrarechtsnationalistischen Z-Bloggern -auch „Zetniks“ genannt- in Russland, die in ihren Telegram -Gruppen seit einiger Zeit genau die gleichen Untergangsprophezeiungen für Russland verbreiten. Die Haltung dieses RdL als deutscher Zetnik ist allerdings widersprüchlich: auf der seinen Seite möchte man als bekannte rechtsreaktionäre Kraft alle in Deutschland vertretenen aussenrechts-libertären Strömungen innerhalb des deutschen Bürgertums -vom globalisierungsabgehängten DDR-Wiedervereinigungsverlierer bis zur Alt-BRD Gloria von Thurn und Texas- Aristokratie ansprechen, aufgreifen, zusammenfassen und als Wählerpotential in die neue strategische AfDBSW-Allianz überführen, auf der anderen Seite bedient man sich bei der Akquise des stilistischen Mittels eines allg. Untergangsfatalismus. Steckt aber nicht in den Ideen von Nationalsozialismus und Faschismus in erster Linie das ganz grosse Versprechen einer Aufbruchsstimmung und einer strahlendenen Zukunft für uns alle…?
@Egon Kowalski
Ich fand Ihre Angriffe auf Sahra Wagenknecht recht polemisch und ich finde grundsätzlich, daß Kritik an der Bahn mehr als notwendig ist. Dieser Konzern ist eine Zumutung. Fast jede Bahnfahrt ist tatsächlich für manche Menschen eine Gesundheitsgefährdung. Zb wenn man leicht klaustrophobisch ist.
Gegen Ihren Anwurf, Sie müßten die anderen Forenten hier aus ihrer Suppe holen, ist im Prinzip nichts einzuwenden. Eine Gegenmeinung ist immer gut, aber es kommt ein wenig so rüber wie das, was Sie Delapuente vorwerfen nämlich: alle anderen sind verblendet, nur ich nicht. Beim Begriff „Bückbürger“ und somit den Bezug auf diesen Ulf Poschardt stimme ich Ihnen zu. Das gefällt mir auch nicht.
Im übrigen dachte ich tatsächlich nur an eine Nervenschonung mit meinem Vorschlag hier nicht zu lesen.
Ihr Beitrag wirkte sehr „aufgebracht.“
Ich persönlich halte es so.
@Jasmina
Forist Kowalski meldet sich nicht mehr. Möglicherweise werden seine Antworten zensiert oder er hat zusammen mit seinen zensierten Antworten hier schon die Höchstgrenze von insgesamt 5 Beiträgen erreicht.
Hier mal mein Senf dazu.
Ja, kann schon sein, dass Kowalskis Angriffe polemisch sind, Aber seit wann ist Polemik denn kein Mittel der sachlichen und politischen Auseinandersetzung mehr?
Die Beobachtung mit Wagenknechts unbeholfen-asynchronen Armfuchteln von unten nach oben kann ich aus einer Live-Anschauung bestätigen. Habe schon mehrere Wagenknecht-Reden vor Ort gesehen.
Bei Wagenknecht (wie bei allen anderen Politikern) kann man auch mal die umgekehrte Perspektive einnehmen: Wie polemisch und verblödend die mit dem Stimmvieh (und ihresgleichen) redet, wie verlogen die ist und agiert, wie die ihre Zuhörer regelmäßig konditionieren will…
Verglichen mit Wagenknechts verlogenen Nummern mit den Regierungsbeteiligungen in den Ländern, mit der weiteren Schädigung des Stimmviehs ist es doch eine Lappalie, eine hilflose zumal, Wagenknecht nachzusagen, dass sie spröde-blutleer ist und beim Quatschen vor Publikum unkoordiniert mit den Ärmchen fuchtelt.
Aber wenn man auf Wagenknecht steht, ist schon das wahrscheinlich nur ganz schwer auszuhalten. Und wenn man auf Wagenknecht steht, verzeiht man ihr auch die dicksten Lügen und die schmierigste Regierungsbeteiligung und rechtfertigt das vor sich selbst damit, dass Wagenknecht da einfach übergangen worden wäre und es ganz anders gekommen wäre, hätte Wagenknecht entscheiden dürfen. Wenn einem solche oder ähnliche Rechtfertigungen in den Kopf kommen, hat Wagenknecht doch ganze Arbeit geleistet und die unkoordinierte Armfuchtelei hat eindrucksvoll gefruchtet.
Zur Bahn. Ja, sicher, man kann die Bahn schon kritisieren. RDL und vieler seine Leser bilden sich aber wie selbstverständlich ein, dass die Bahn FÜR SIE da wäre und da rumfahren würde, damit SIE bequem und ungestört von A nach B kommen. Das ist ein Irrglaube, der auf der vielen Systempropaganda beruht. Man sollte sich also erstmal erklären, was so eine Deutsche Bahn AG ist, welchen Zweck sie zu erfüllen hat am Kapitalstandort Deutschland, warum sie früher als Deutsche Bundesbahn gegründet und fahren gelassen wurde und dann in eine andere Rechtsform überführt wurde.
Da kommt dann etwas anderes raus als RDLs egozentrisches und jammerhaftes: „Mir schmeckt´s nicht (mehr)!“ Man sollte die Gegenstände und Begebenheit des Lebens aus sich und ihrer Funktion für das System erklären und nicht mit dem bräsigen Anspruch an die Sache rangehen, dass die Bahn (oder was auch immer) hier für einen selbst da wäre oder da zu sein hätte und man einen Anspruch darauf hätte, dass der ein oder andere Bahnlümmel an die frische Luft gesetzt gehört.
Nur dadurch kann man sich ein adäquates Urteil über den kritisierten Gegenstand bilden und ggf. die richtigen Konsequenzen ziehen.
Sie meinen nun, dass Kowalski selbst so rüberkommt, wie er es RDL vorwirft: „Alle doof außer ich.“
Kowalski hatte ja darum gebeten, inhaltlich dazulegen, was falsch ist an seinen Ausführungen. Dafür würde ich hier auch plädieren. Bisher hatten Sie (immer noch) nichts inhaltlich moniert, sondern nur Formkritik geübt, nämlich dass es gegen Wagenknecht „polemisch“ geworden sei. Ok, aber was ist denn inhaltlich falsch?
Dass Sie so besorgt sind um Kowalskis „Nervenverschonung“ klingt zumindest für mich ein wenig merkwürdig. Bei mir ist eher der Eindruck entstanden, dass Kowalskis Kommentar ihnen an die Nerven gegangen ist und Sie sich wünschen, dass ihre Nerven von Kowalski verschont bleiben mögen. Und das legen Sie dann als Handlungsanleitung und Gesundheits“sorge“ in Kowalski rein.
Dazu auch ein einfaches Beispiel: Offenkundig haben Sie ja den Ausgangsartikel oben von RDL gelesen. Und RDLs Ausgangsartikel scheint Ihnen zugesagt und aus der Seele gesprochen zu haben.
Im Ausgangsartikel beklagt RDL sein persönliches Martyrium, u. a. durch Bahnfahren im Irrenhaus.
Hier wäre doch zuvörderst eine heftige Gesundheits“sorge“ angemessen gewesen. Gegenüber RDL lassen Sie allerdings jegliche Gesundheits“sorge“ vermissen. So haben Sie z. B. an die Adresse von RDL keinen Kommentar verfasst, der RDL z. B. eine „Schonung“ seiner „Nerven“ empfehlen und etwa anraten würde, RDL möge doch einfach die nächste oder übernächste Bahn nehmen, zu Fuß gehen, auf Blablacar umsatteln oder idealerweise gar keine nervenaufreibenden OT-Artikel mehr verfassen.
Und das ist doch interessant: Ihre Gesundheits“sorge“ „zugunsten“ eines Kommentators bricht sich erst dann Bahn, wenn Sie Aversionen gegen dessen Kommentar hegen.
Merken Sie selbst, oder? 🙂
Stimmt, ziemlich gehässig und auch reichlich viele Unterstellungen. Aber gut geschrieben mit etlichen orginellen Gedanken. Deshalb geht das für mich allemal in Ordnung, auch wenn ich kaum was zu teilen vermag.
Und unendlich viel besser, als imbezilles Geraune vom „Alten Weißen Mann“ . Eine Metapher, bei deren Anwendern ich noch immer nicht sicher bin, ob sie Wahlkämpfer für die AFD oder einfach nur verblödet sind.
@Egon Kowalski
Starkes Zeugs, das Sie da haben und nehmen…
Aber nehmen Sie in Zukunft weniger davon!
Merkwürdig, ich teile die Beobachtungen vollumfänglich, insbesondere die Beschreibung der „Bückbürger“, warum kommt mein Post dann nicht „durch“?? Was ist daran nicht „legitim“??
Apropo „AfD-Parteitag“ – derzeit erscheinen ja wieder anti-faschistische Bücher 😉
Hier ein aktueller Lesetipp von mir – auch wenn ich nicht alles teile was der ostdeutsche Autor so vertritt, z.B. die Verdammung der Kräfte die gegen die AfD Stellung beziehen, und die Verteidigung der ursprünglichen Heimat seines Großvaters aus der Ukraine (so der Autor selbst über seinen Großvater der nach Deutschland floh als Stalin über die Ukraine herrschte):
https://www.br.de/nachrichten/kultur/faschismus-ist-keine-meinung-buch-von-ilko-sascha-kowalczuk,VOxud60
Tipp:
Mensch sollte auch mal solche Bücher lesen damit er weis wie sein Gegenüber so tickt.
Der Autor hat durchaus Verdienste in der Beurteilung der Ex-DDR, und der Geschichte „Ostdeutschlands“ bis heute, aber seine Ablehnung des BSW, und der Linkspartei, sowie der Friedensbewegung ist seine Sache – nicht meine 😉
Gruß
Bernie
Der Autor war mal Mitglied des Neuen Forums, aber dort alsbald ein stark kritisierter “ Historiker“, wegen seinem früh erkennbaren Drang, sich mit Anbiederungen einen Karriereweg zu bahnen. Dabei kam ihm der vielleicht nachvollziehbare Antirussimus seiner Abstammung gerade zurecht, passte der doch hervorragend in den entstehenden Mainstream, im dem er sich seitdem sicher freischwimmt.
@Oberst Meyer
Danke für den Hinweis, auch bei Wikipedia erfährt Mensch einiges über den Autor, Herr Kowalczuck, dass sich mit dem deckt was Sie geschrieben haben.
Dennoch bleibe ich dabei Mensch, auch als „Westdeutscher“, der ich seit Geburt bin, man sollte auch mal seine Positionen gelesen haben, auch wenn man denen absolut nicht zustimmt, damit Mensch weis wie die Gegenseite so tickt, die alles ablehnt, was einst vielleicht sogar die eigene Position des Kerrn Kowalczuck war – „Wendehals“ heißt das doch im Gebiet der ehemaligen DDR als korrekte Bezeichnung des „Historikers“ aus Ostdeutschland?
Oder? Übrigens laut einigen Web-Quellen steht der Autor sogar den Grünen nahe, wenn er auch kein Mitglied dieser Partei ist – tja, da weis Mensch doch wo er dran ist, auch wenn er, wie Herr Kowalczuck, „den Faschismus“ ablehnt, aber im Unterschied zu Herrn Kowalczuck auch in der Bandera-Ukraine, oder sonstwo auf diesen Planeten, wo der Faschismus – gewendet auf die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts – seine überaus häßliche Fratze wieder zeigt.
Gruß
Bernie
Ich hatte hier schon 2mal einen Kommentar eingebracht, aber beide Male im Orkus oder Lokus verschwanden.
Vermutlich treffen sie sich gerade mit den Socken, die aus der Waschmaschine verschwinden und den unauffindbaren eMails auf gemeinsamer Party.
Könnt Ihr denen verklickern, wohin sie eigentlich gehören? Wäre nett.
„Wann hat das begonnen, dass man so gar keine Rücksicht mehr auf den Nächsten nimmt, sich in den Mittelpunkt zu drängen als eine Art von Menschenrecht zu deklarieren?“
Kann man sich ausrechnen: seitdem bereits Kleinkinder als kleine, bedürfnisorientierte Erwachsene gesehen werden, ohne zu bedenken, dass Kinder Eltern, aber diese nicht als Freunde brauchen, Regeln und Grenzen benötigen sowie – wie alle zuvor – erst im/durch Leben und Erfahrungen zu mündigen, reifen, konstruktiven Erwachsenen werden, wenn das entsprechende Fundament gelegt wurde.
„…weil sie etwas in sich trug, was heute kaum mehr zu finden ist: Anstand, Aufrichtigkeit, Güte, schlicht Menschlichkeit.“
Das sind keine genetischen Zugaben, sondern werden erst durch Sozialisierung erlernt und erworben.
Wo jedoch nichts mehr ist, kann auch nichts weitergegeben werden.
„…aber Rücksichtnahme ist und bleibt alternativlos.“
Korrekt:dazu zählt allerdings auch das Beantworten oft und zu Recht gestellter Fragen anderer, wie z.B. weshalb verschwand diese Ausführung oder wurde jener entfernt?
„Das ist großzügig von den Hoteliers, aber 80 Euro ist für viele in diesem Land trotzdem eine Menge Geld. Bückbürger wissen davon nichts, sie sind gezielt desinformiert und strotzen vor einer Haltung, die irgendwie ein Gemisch aus Überheblichkeit, Unkenntnis und gleichzeitiger Unterwürfigkeit ausmacht.“
Deshalb ist es auch gut, dass es andere Alternativen gibt, die diese Zustände nicht weiträumig meiden, sondern thematisieren.
Brillante Glosse!
Roberto, Ihre Texte sind so wunderbar leicht zu lesen und sprechen doch tiefsinnig genau das Richtige an.
—
Genau so ist es:
„Eines haben mir »meine Leute« mit auf den Weg gegeben: In Gesellschaft mit anderen Menschen hält man sich zurück, man grüßt, führt auch gerne Gespräche – aber man drängt sich nicht auf, macht den öffentlichen Raum nicht zu seinem persönlichen Kreissaal, gackert nicht lauthals herum, sondern bleibt angemessen ruhig und nötigt dem Nächsten nicht sein Wesen auf. Altmodisch, gell? Es muss natürlich kein Schweigen herrschen wie in einer japanischen S-Bahn, aber Rücksichtnahme ist und bleibt alternativlos.“
Nein, leider ist es nicht mehr so,
es WAR einmal so.
Na danke schön, daß ich jetzt weiß, daß keine 5 Kilometer von meinem dörflichen Idyll in Mitteldeutschland, wo es weder Ausländerproblematik, noch Antifa oder gar irgendeine Wokeness gibt und ich noch niemals eine Regenbogenfahne gesehen habe, dafür einem früh morgens um halb sechs, wenn ich mich wenig sportlich zu betätigen pflege, selbst von der anderen Straßenseite ein „Morjen“ zugebrüllt wird, und es soviel Grün gibt, daß wir keinen einzigen Grünen-Wähler haben, ganze ICEs voller Verrückter vorbei rauschen. Einziger Trost: der ICE hält hier weit und breit nicht, die kommen da also auch nicht so einfach raus und verseuchen vielleicht noch meine Umgebung. Puh, Schwein gehabt!
Dieses Gejaule eines alten weißen Mannes hat nichts mit Journalismus zu tun.
Jaja, die schlimme Jugend von heute.
Alle doof, nur RdLP nicht.
Für sowas spenden?! Ochnö!
es zwingt Sie doch keiner hier zu lesen und zu kommentieren, suchen Sie sich doch die für Sie „journalistisch genehme“ Online
Plattform raus und dann können Sie nach Herzenslust kommentieren….
@A.F. Dann sind Sie also ein junger weißer Mann oder eine bunter regenbogenfarbener junger oder mittelalter Diverser?
1. Wer definiert, was „Journalismus“ ist?
Etwa die jungen weißen oder bunten „Journalisten“ (m/w/d) von ARD, BILD, FAZ, RTL, SZ, WELT und ZDF oder
Elon Musk mit seinem Portal „X“ oder
die Deutsche Presseagentur oder
die Bundesregierung oder
die INSM, eine Lobbyvereinigung der Arbeitgeber oder
der MP von Bayern, Markus Söder, oder
der Intendant des ZDF oder
die PR-Abteilungen der Bundesministerien?
2. Was bitte ist „schlimm“ an der heutigen Jugend? Die Mehrheit dieser Jugend besteht doch aus angepassten und opportunistischen kleinen Untertanen und jungen Bückbürgerinnen und Bückbürgern. Aus der Sicht der herrschenden politischen und ökonomischen Klasse gibt es keine „besseren“ Bürgerinnen und „besseren“ Bürger und das Alter spielt dabei keinerlei Rolle. Es gibt auch schlimme alte weiße Männer und schlimme alte weiße Frauen. Oder etwa nicht? Warum fallen mir an dieser Stelle Namen wie Ursula von der Leyen und Friedrich Merz ein? Die Jugend sollte gegen die Dummheit, gegen Krieg, gegen ökonomische und soziale Ungerechtigkeit rebellieren. Das macht die Jugend von heute nicht. Das ist das Problem.
3. Kennen Sie das Herrschaftsprinzip „divide et impera“?
Aber ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Sie haben mich auf die Idee gebracht, meinen Dauerauftrag zu erhöhen.
Sind hier nur Lobhudeleien gewünscht?
Weder noch.
In meiner Gegend stehen immer Horden junger Menschen herum, weil hier mal ein Film gedreht wurde.
In dieser Straße gibt es einen in der Hitze schwerst leidenden jungen Baum und siehe da, ich konnte 2 freundliche junge Menschen gewinnen, von der Straßenpumpe diesem ein paar Eimer Wasser zu spenden. Es kommt nur drauf an, wie man sie anspricht.
Übrigens ebenso, wenn ich mal Hilfe brauche, z.B. mein Fahrrad die Treppen hoch oder runter zu tragen.
Ich sage nur Wald und Echo.
„Weil hier mal ein Film gedreht wurde“ – „Sonnenallee“? „Florentiner 73“?
„Lindenstraße“, achso. Noch’n Bier?
Welches Problem haben Sie?
Ich erwähne den Titel nicht, weil ich eben nicht unbedingt einen Hinweis darauf geben möchte, wo ich lebe. Obwohl die Datenauswertungen das wahrscheinlich schon ausgeknobelt haben.
@A.F.
In diesem Sinne:
Dieses Geschreibsel eines jungen Menschen hat nichts mit einem seriösen Kommentar zu tun.
Und dann dieser lächerliche Pseudobegriff „alter weißer Mann“.
Haben Sie denn gar kein Schamgefühl?
Danke für das Geständnis. Spießbürger/Untertan von der Sohle bis zur Haarspitze, mag keine Menschen, keine Fröhlichkeit, keine Lebensfreude. Hält sich für den Allwissenden, während alle um ihn herum nur dumme Idioten sind und so weiter und so fort – also ein klassischer AfD-Wähler und Faschismusapologet.
Nicht jeder ist so ehrlich – wenigstens dafür bekommt er mein Respekt. Aber ansonsten verachte ich ihn natürlich für seine menschenverachtende Ideologie und Agitation.
Sehr geehrter Herr andreas!
1. Was hat der Artikel mit einem „Spießbürger/Untertan“, der angeblich „keine Fröhlichkeit, keine Lebensfreude“ besitzt?
Kommt die Bahn in Deutschland etwa pünktlich, wenn man am Bahnsteig ein fröhliches Lied trällert? Wie wäre es mit:
„Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei!“ von Stephan Remmler oder „In the Summertime“ von Mungo Jerry oder altdeutsche Klassiker wie „Lustig ist das Zigeunerleben“ (Original-Liedtext, Auszug):
Lustig ist das Zigeunerleben, faria, fariaho.
Brauch’n dem Kaiser kein Zins zu geben, faria, fariaho.
Lustig ist es im grünen Wald, wo des Zigeuners Aufenthalt.
Sollt uns mal der Hunger plagen, faria, fariaho.
gehn wir uns ein Hirschlein jagen, faria, fariaho.
Hirschlein, nimm dich wohl in acht, wenn des Jägers Büchse kracht.
und so weiter…
Ich erwarte von der Bahn einfach nur, dass sie pünktlich kommt, die Wagons sauber und sicher sind und ich für 200 km von M nach N keine sieben Stunden und 40 Minuten unterwegs bin. Dann fahre ich nämlich mit meinem Automobil, weil ich damit nur zwei Stunden und 35 Minunten brauche.
2. Und wer oder was sind jetzt die „Allwissenden“? Etwa die Kritiker der Regierung und Bürger, die auf die Doppelmoral der Mainstream-Propaganda-Medien hinweisen, wenn es um den Krieg in der Ukraine und die Kriege im Gaza, im Irak und die „Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“ geht? Aber den Krieg in Afghanistan haben die Nicht-Allwissenden sowieso schon wieder vergessen oder sie haben noch nie etwas davon gehört.
Die Psychologie sagt: Leute, die nichts wissen, werfen anderen gerne vor, dass sie noch weniger wüssten oder „Allwissenheit“, um von ihrer eigenen Unwissenheit und/oder von ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Problemen abzulenken. Der „unwissende“ Physiker Albert Einstein sagte mal: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
3. Nicht alle AfD-Wähler sind doch „Idioten“ und „Faschismusapologeten.“ Da sind sicherlich ein paar dabei. Aber die Ursache für die AfD ist doch die Politik der Politikerinnen und Politiker, die sich als „liberal“ oder „nato-olivgrün“ oder „christlich-demokratisch“ oder „christlich-sozial“ oder „sozialdemokratisch“ oder als „konservativ-bürgerliche Mitte“ bezeichnen oder die Wähler (m/w/d), die glauben, dass Gendern und Regenbogenfahnen bezahlbare Wohnungen schafft.
Noch Fragen Kienzle? Ja Hauser: Gibt es auch nicht klassische AfD-Wähler? Kienzle: Das wären dann vermutlich die Wähler, die AfD wählen, weil sie glauben, dass sich dann für sie persönlich etwas verbessern würde, weil die AfD immer gegen die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes stimmt. Aber die gibt es auch bei der „Sozialdemokraten“, den „Christdemokraten“, den „Christlich-Sozialen“, den „Gender-Grünen“ und den woken und regenbogenfarbenen „Linken“.
@andreas: Pseudolinkes Gefasel vom Allerfeinsten!
An Herrn De Lapuentes Beiträgen, etwa zum Klimawandel, gibt es wahrlich mehr als genug massiv zu kritisieren, aber das immergleiche „AfD/Faschismus“-Geschwurbel, wenn jemand einfach die Aspekte der Verwahrlosung und Verblödung der Mitmenschen, die jeder, der regelmäßig im öffentlichen Raum unterwegs ist (wie auch ich z.B.), erlebt, nachdrücklich beschreibt, ist nur noch nervtötend.
„[…]Wann hat das begonnen, dass man so gar keine Rücksicht mehr auf den Nächsten nimmt, sich in den Mittelpunkt zu drängen als eine Art von Menschenrecht zu deklarieren?
Und wie kann das sein, dass schon wieder verhaltensauffällige Leute zusteigen konnten? Früher hätte man es als Pech erachtet, wenn man sein Abteil mit psychisch Verhaltensauffälligen teilen musste – als ein Riesenpech hätte es hingegen zu anderen Zeiten gegolten, wenn man zweimal mit so einer Gruppe zu tun bekam während einer Reise. In der zeitgenössischen Bundesrepublik sind solche Aufeinandertreffen – auch in dieser Häufung – einfach nur zwangsläufig, man kann ihnen gar nicht entkommen. Ich bin katholisch sozialisiert worden, meine Eltern waren Arbeiter, bestenfalls Kleinbürger – meine Oma eine bibelfeste Frau, mit der ich in manchem Clinch lag, die mir heute aber fehlt, weil sie etwas in sich trug, was heute kaum mehr zu finden ist: Anstand, Aufrichtigkeit, Güte, schlicht Menschlichkeit. Eines haben mir »meine Leute« mit auf den Weg gegeben: In Gesellschaft mit anderen Menschen hält man sich zurück, man grüßt, führt auch gerne Gespräche – aber man drängt sich nicht auf, macht den öffentlichen Raum nicht zu seinem persönlichen Kreissaal, gackert nicht lauthals herum, sondern bleibt angemessen ruhig und nötigt dem Nächsten nicht sein Wesen auf. Altmodisch, gell? Es muss natürlich kein Schweigen herrschen wie in einer japanischen S-Bahn, aber Rücksichtnahme ist und bleibt alternativlos.[…]“
Lieber Roberto J. de Lapuente, als „alter weißer Mann“ machte ich unlängst eine ähnliche Erfahrung nur nicht im Zug sondern beim Einkaufen im nachbarortlichen PennyMarkt. Ich wollte da einen Mann vorlassen, der nur wenig hatte, was der aber abwies, weil er, wie ich erst sah als ich ihn anblickte, ebensowenig im Einkauf hatte wie ich.
Er bedankte sich dennoch, und beschwerte sich über die Zustände heutzutage, dass nicht einmal Menschen, die einen vollen Einkaufswagen haben, und ganz offensichtlich sehen würden, dass er wenig einkaufe ihn an der Kasse vorließen – bei seinem vorletzten Einkauf – also lange vor dem Begegnen mit mir.
Ich wollte ihm etwas entgegnen, hielt aber den Mund, da ich dachte, dass er „als alter weißer Mann“, nur ein bißchen älter als ich, es eigentlich besser wissen müßte.
Es wäre mal interessant die Psychologie der nachgewachsenen Generationen seit dem Angriff der neoliberalen Ideologie auf die deutsche Politik, die deutsche Wirtschaft und die Gesellschaft zu untersuchen – ich vermute einmal, dass auch mangels Aufklärung über diese faschistoide Wirtschaftsideologie einer Ellenbogengesellschaft im Bildungswesen, eine, oder sogar gleich 2 oder 3 Generationen herangewachsen sind, die diese Ideologie mit der sprichwörtlichen Muttermilch aufgesogen haben dürften.
Das Problem, dass Sie hier schildern scheint nämlich überall dort aufzutauchen – auch in diversen anderen Ländern – wo der Neoliberalismus (die faschistoide Wirtschaftsideologie wie ich sie nenne) erbarmungslos via Sozialabbau – auch „Reformen“ genannt – durchgepeitscht wurde – kein Wunder, dass Merz, Blackrock, und Markttaliban kein Problem mit den echten Taliban haben – sie vertreten ja dieselbe Ideologie, nur rein auf Wirtschaft statt auf eine x-beliebige Religion, bezogen.
Das die Jugend (angeblich) schon immer verdorben war ist müßig, dass behaupteten schon die „alten Griechen“, aber darum geht es hier nicht, sondern darum was für Parallelen die Ideologie des radikalen Marktes bei der Umsetzung und Bildungsfeindlichkeit mit anderen totalitären Ideologien aufweist – als Ablehner jeglicher Ideologie ist mir dies durchaus bewußt, ebenso wie die Tatsache, dass eben Ideologen immer die Kinder und Jugendlichen zuerst indoktrinieren – mit ihrer x-beliebigen Ideologie – das gilt nicht erst seit dem Jungvolk/Der Hitlerjugend und der entsprechenden Kinder- und Jugendbewegungen in der sozialistisch-autoritären Ex-DDR sondern auch heute noch bei der Durchsetzung der neoliberalen Ideologie – einziger Unterschied damals gab es weder Internet/Computer noch Smartphone/Laptob oder Handy – zum Glück muss Mensch da sagen – ja, zynisch, aber so sehe ich es eben als jemand der jede Ideologie, egal wo die herkommt, oder wenn die erziehen will, absolut ablehnt.
Sarkastische Grüße
Bernie
„Es wäre mal interessant die Psychologie der nachgewachsenen Generationen seit dem Angriff der neoliberalen Ideologie auf die deutsche Politik, die deutsche Wirtschaft und die Gesellschaft zu untersuchen – ich vermute einmal, dass … eine, oder sogar gleich 2 oder 3 Generationen herangewachsen sind, die diese Ideologie mit der sprichwörtlichen Muttermilch aufgesogen haben dürften.“
Kann man so formulieren. Es gibt sogar Sprichwörter und bekannte Redenwendungen, die das zum Ausdruck bringen:
„Die erste Generation baut auf, die zweite erhält, die dritte zerstört.“
Der 1898 verstorbene Otto von Bismarck soll mal gesagt haben: „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends.“ Das mit der Kunstgeschichte halte ich allerdings für einen Mythos. Wie viele Akademiker, die „Kunstgeschichte“ studiert haben, sitzen 2026 im Deutschen Bundestag oder in den Landesparlamenten? Ich würde das durch heute durch Juristen und Betriebswirtschaftler ersetzen:
Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite Generation studiert Betriebswirtschaftslehre und verteilt das Vermögen von unten nach oben um – oder Jura, um das Vermögen der Reichen und Superreichen zu verwalten – und die dritte Generation führt Krieg gegen Russland und maximiert das Vermögen der Rüstungsaktionäre.
@Dirty Operating System
Danke für die Hinweise 😉
Sie sagen es, denn so kann Mensch es auch sehen 😉
Gruß
Bernie
„Wir standen also eine Stunde und mehr herum, ohne dass überhaupt etwas passiert war. “
Was alles „nicht passiert ist“: Ein Bautrupp wurde am Sonntag aus der Rufbereitschaft alarmiert, ist zum Betriebshof gefahren, hat Fahrzeuge abgeholt und sich auf den Weg gemacht – irgendwo in der Wallachei, per Schiene perfekt angebunden, per Straße womöglich nicht, und sehr wahrscheinlich auch nicht direkt um die Ecke.
Dort haben dann in brütender Mittagshitze oder im strömenden Regen – was andere gibt es in solchen Situationen nicht – ein paar Arbeiter die Folgen der seit Jahrzehnten vernachlässigten Infrastruktur geflickt, natürlich unter Zeitdruck, weil ja die Fahrgäste Ansprüche haben.
Die Männer – was anderes gibt es in solchen Situationen nicht – haben zwar Zuschläge und Steuernachlässe für Sonntagsarbeit bekommen, aber einen freien Sonntag hatten sie halt nicht.
Also bitte nicht so tun, als würden alle nur rumsitzen, nur weil man selbst gerade nicht weiterkommt.
Galgenhumor ist übrigens kein Bückbürgertum.
@Heribert Wannsieder
Ihre Beschreibung ist zwar zutreffend, aber wer, wenn nicht das „Bückbürgertum“ hat diese Zustände in der angeblich besten Demokratie, die wir in Deutschland jemals hatten, gewählt? Wenn der Humor am Galgen dafür verantwortlich wäre, dann schneiden wir den toten Humor ab, er bekommt ein anständiges Begräbnis und alle Probleme sind gelöst.
Diese Zustände sind doch nicht vom Himmel gefallen oder? Diese Zustände sind das Ergebnis der Privatisierung der Bundesbahn nach dem Motto: Der Markt regelt das schon. Der Markt „regelt“ alles, die Frage ist allerdings, wem das nützt und wer dabei draufzahlt. Krieg ist die Krönung der kapitalistischen Marktwirtschaft. Da gibt es für die Aktionäre der Rüstungsindustrie mehr Rendite als in Friedenszeiten.
Der Schriftsteller Heinrich Mann identifizierte und charakterisierte den typischen Deutschen mit dem Namen Diederich Heßling schon vor mehr als 100 Jahren als „Der Untertan“. Und der Kabarettist Volker Pisper (oder war es Georg Schramm?) formulierte es wie folgt: Die Mehrheit der Deutschen weiß, dass sie Politiker wählen, die sie anlügen, aber sie wählen sie trotzdem, um sich hinterher darüber beschweren zu können, dass sie angelogen wurden.
„Diese Zustände sind doch nicht vom Himmel gefallen oder? Diese Zustände sind das Ergebnis der Privatisierung der Bundesbahn nach dem Motto: Der Markt regelt das schon.“
Das wirklich Schlimme dabei ist: die Bundesbahn wurde doch niemals privatisiert – das ist eine reine Schutzbehauptung der Politik. Die Bahn wurde zwar in eine AG umgewandelt, aber einziger Anteilseigner ist seit über 30 Jahren zu 100% immer noch der Bund.
Da ist nichts mit „Markt“ – für die Zustände ist einzig und allein die Politik zuständig.
Das ist kein „Marktversagen“, sondern Politikversagen (und zwar mit Ansage) sämtlicher Regierungen seit der „Bundesbirne“.
Lasst euch doch keinen Sand in die Augen streuen…
Immerhin wurde die Bahn privatisiert, um sie zu verkaufen. Der größte Teil des Abrisses war der Versuch, sie für „die Märkte“ profitabel erscheinen zu lassen.
Bevor jetzt jemand „den Märkten“ die Schuld gibt: Die hätten den Moloch in jedem Zustand genommen. Es war politische Entscheidung, vorher alles kaputtzumachen, weil die Politiker aus Gier den Preis erhöhen wollten.
Und bevor jetzt jemand „den Politikern“ die Schuld gibt: Die wurden gewählt und haben das umgesetzt, was damals Mehrheitsmeinung war.
„Immerhin wurde die Bahn privatisiert“
Seit dieser „Privatisierung“ stelle ich mir immer die Frage: würde jemand an seiner Jauchegrube ’nen Schild mit der Aufschrift „Swimming-Pool“ aufstellen, und hernach nur noch von seinem „Swimming-Pool“ reden, wieviele würden diesen Euphemismus mitmachen und vor allen Dingen, wieviele würden in diesen „Pool“ reinspringen?!?
Also noch einmal: die Bahn wurde nicht privatisiert, sondern ist nach wie vor eindeutig ein Staatsbetrieb. Die Organisationsform als AG ändert daran überhaupt nichts.
Bitte macht diesen euphemistischen Schwachsinn nicht mit, denn er dient einzig und allein dazu, Verantwortlichkeiten und Schuld zu vernebeln.
Wer im Zusammenhang mit der Bahn von „Privatisierung“ redet ist den „Spin-Doktors“ schon halb ins Netz gegangen.
„Der größte Teil des Abrisses war der Versuch, sie für „die Märkte“ profitabel erscheinen zu lassen.“
Ich bin mir heutzutage nicht mehr sicher, ob jemals überhaupt ernsthaft geplant war die Bahn an die Börse zu bringen.
Eine Bahn in privater Hand hätte zumindestens offiziell versuchen müssen schwarze Zahlen zu schreiben – sowas wie zB bei Stuttgard21, wo es offensichtlich darum ging/geht möglichst viel Geld für seine (Partei-) Spezies rauszuholen (Verkauf von oberirdischem Bahngelände, explodierende Baukosten, die von Anfang an von den Kritikern prognostiziert wurden, etc.), wäre nach einer Privatisierung bei Rechenschaftspflicht gegenüber den Aktionären um einiges schwieriger bzw weitaus weniger profitabel (weil man die Aktionäre dann dementsprechend hätte beteiligen müssen) möglich gewesen.
Hinzu kommt, dass in den vergangenen über 30 Jahren die Bahn gezielt und politisch gewollt (selbst von den Grünen) vor die Wand gefahren wurde, um die Gewinne der Autoindustrie zu steigern (an denen der Bund bzw einige Länder auch beteiligt sind). Auch dies wäre nach einer Privatisierung so nicht mehr möglich gewesen.
„Und bevor jetzt jemand „den Politikern“ die Schuld gibt: Die wurden gewählt und haben das umgesetzt, was damals Mehrheitsmeinung war.“
Ja und nein.
Gewählt wurden sie, da hast du Recht (zumindestens wenn man ignoriert, dass Merz nur deshalb Kanzler spielen kann, weil aller Wahrscheinlichkeit nach die Stimmen der letzten Wahl nicht korrekt ausgezählt wurden), aber wann haben unsere Politiker das letzte Mal wirklich sich um die Mehrheitsmeinung gekümmert?!?
Das geht ja mittlerweile schon so weit, dass Kanzler ihre Wahlversprechen schon in die Tonne treten, bevor sie überhaupt zum Kanzler gewählt werden – wird schwer sein für seine Nachfolger das noch zu toppen…
Das war ganz offensichtlich ne von der Wählerschaft ganz klar kommunizierte Mehrheitsmeinung, über die sich der alte Bundestag und mit ihm die neue Regierung einfach so hinweggesetzt hat – deutlicher kann man auf die „Mehrheitsmeinung“ glaub ich überhaupt nicht nen Riesenhaufen machen!
@El-G
„Sie finden, dass dieser Kommentar etwas entgleist ist? Willkommen bei der Deutschen Bahn.“
Weshalb versuchen Sie, Ihren Kommentar auf die Bahn abzuwenden?
Hat mir Freude bereitet, diesen Text bis zum letzten Wort zu „verschlingen“. Auf einen Aspekt will ich mal eingehen – es gäbe jedoch noch viele andere: „Wann hat das begonnen, dass man so gar keine Rücksicht mehr auf den Nächsten nimmt, sich in den Mittelpunkt zu drängen als eine Art von Menschenrecht zu deklarieren?“
Man kann schwer einschätzen, wann das begann. Dennoch kann ich für meinen Teil feststellen, dass ich seit ca. 20 Jahren häufiger solche Begegnungen habe. Immer mehr Gleichgültigkeit, Unverfrorenheit, Rücksichtslosigkeit, je unsicherer die Lebensperspektiven für viele werden.
@zicke
Wann hat eigentlich die neoliberale Religion, oder auch Ideologie genannt, aus dem amerikanisch-angelsächsischen Raum den Einzug in Deutschland gehalten?
Ist das nicht mittlerweile schon ca. über 20 Jahre her?
Kein Wunder, dass Mensch sich da – rein aus Überlebensgründen – anpassen muss, bzw. ca. seit der Agenda 2010 auf Ellenbogenmentalität gepolt wird.
Sarkastischer Gruß
Bernie
Den Begriff „Ellebogenmentalität“ habe ich zum ersten mal Ende der 90er von meinem damaligen Politiklehrer gehört.
Ich weiß nicht mehr in welchem genauen Zusammenhang, aber diese Bezeichnung ist hängen geblieben.
Waren Reagan und Thatcher mit ihrem TINA-Gequatsche nicht der eigentliche, offizielle Beginn der Umsetzung dieser neoliberalen Vergewaltigung..?
Den zeitlichen Zusammenhang zu dieser Agenda und die sozialen Verwerfungen durch sie sehe ich ebenfalls. Proteste dagegen versickerten in der Bedeutungslosigkeit – das korrespondiert mit deren Protagonisten.
Lieber Herr De Lapuente,
Sie beklagen: „Das Verrückte hat hier seine Heimat. Und eines scheint mir gewisser denn je: Dieses Land besteht aus Irren und Unfähigen.“ Das kann man so meinen, wenn man sein eigenes als normal und vernünftig erachtetes Weltbild als eigentlich gelten sollenden Maßstab anlegt. Weiter bringt einen das leider nicht. Sich mit den beiden Demonstrationsreisenden zu unterhalten, wäre eine Möglichkeit gewesen, deren Standpunkt genauer kennenzulernen, ihn zu hinterfragen und bei dieser Gelegenheit den eigenen an die Mannen zu bringen. Ein solches Unterfangen setzt aber den Willen voraus, sich mit Leuten auseinanderzusetzen, die dem Anschein nach nicht mit den eignen Ansichten konform zu gehen scheinen. Wenn das keine Möglichkeit gewesen wäre, eine interessante Kontroverse anzuzetteln, weiß ich auch nicht, was die feine Zurückhaltung rechtfertigen könnte, die im Artikel für mich durchscheinende Verachtung Leuten gegenüber, die gemäß eigenem Urteil auf der falschen Spur sich zu bewegen scheinen, als einzig mögliche Reaktionsform anzusehen. Man mag ein vielleicht wenig durchdachtes Meinen wie Sie abfällig beklagen, doch Fakt ist nun mal, dass wir uns, die wir ein paar grundlegende gesellschaftliche Änderungsvorschläge vorzubringen hätten, unsere Ansprechpartner nicht aussuchen können. Deshalb halte ich es für angebracht, statt sich in geistigen Beschimpfungen zu ergehen, die Realität zwar nicht anzuerkennen, die darin steckende Herausforderung aber anzunehmen und uns daran zu messen, ob es uns gelingt, dieser eine in unserem Sinn zielführende Richtung zu weisen. Dass das nicht unbedingt ein Vergnügen darstellt, sei zugegeben, aber dass Politik unbedingt Spaß machen sollte, ist ein alter Irrtum, der vielleicht schwer auszurotten sein mag, aber es nicht wert ist, weiterhin unterschwellig vorausgesetzt zu werden.
RDL könnte sich vielleicht noch an die APPD erinnern, deren Aktivisten vor dreißig Jahren ungefähr dasselbe versucht haben, wie „Die Partei“, Wahlkampfgelder und vielleicht gar mehr einheimsen, um den Aktivisten eine Repro zu verschaffen und den Anhängern Spaß.
Ich habe mich damals für ein halbes Jahr beteiligt.
In unser Parteiprogramm haben wir eine „Zonisierung der BRD“ geschrieben, eine Auteilung in eine „anarchistische Pogo-Zone“, in der die Kühlschränke leer gefressen und gesoffen werden. die in einer „Spießer-Zone“ (vielleicht wurde sie anders genannt, ich erinnere das nicht mehr genau) von Fans des Bruttosozialprodukts und des „gehobenen“ Konsums gefüllt werden sollten, sowie einen „Gewalt-Erlebnispark“ für alle Fans von Recht und Ordnung, in der sie einander mit Waffen aus der Spießer-Zone die Köppe einschlagen, abstechen und abknallen könnten.
Das wohlmeinende Publikum bestand aus Punks, vorzüglich aus der Hannoveraner, Hamburger und Berliner Szene.
Das Sahnehäubchen auf den Wahlkampfveranstaltungen war Geschlechtsverkehr auf der Bühne.
Tja. Das war vor eineinhalb Generationen. Was das wohl bedeuten mag 😉
Wie gut beobachtet! Das Bahnfahren gerät zunehmend zum Albtraum. Allein gestern benötigte ich für die Bahnfahrt (Regionalbahnen) nach Halle 2 Stunden und 59 Minuten, Alles verlief reibungslos und pünktlich, übrigens auch über Leipzig. Bei der Rückfahrt sollten dann aus den 2 h 59 min sagenhafte 5 Stunden und 30 Minuten werden. Und das für ca. 190 Km. Auch ähnlich rücksichtslose Charaktere waren natürlich unterwegs, die glaubten, allein im Zug zu sitzen. Wie soll so der Umstieg vom Auto auf die Bahn schmackhaft gemacht werden? Wahrscheinlich wird eher das Gegenteil bewirkt!
Die wollen gar nicht mehr das wir Reisen,
Die werden uns alles nehmen, krank machen, krank halten und am Ende töten.
Das ist der Plan von der herrschenden Klasse!
Es ist das klassische Boomer‑Update: Ich durfte jung und daneben sein, ihr seid jung und daneben – also seid ihr das Problem. Man könnte sagen: Roberto hat nicht nur eine Reise mit der Bahn gemacht, sondern auch eine Zeitreise, in der er seine eigene Jugend mit einem dicken Edding „vernünftig“ überschreibt, um die der anderen „irre“ nennen zu können.
Die Pointe: Genau so hat er selbst mal geklungen – nur eben als zorniger Jugendlicher, untervögelt, mit Wut auf Techno, Lederhosen und „Nazis in der Nachbarschaft“, wie er ehrlich schreibt. Heute sitzt der gleiche Typ im Zug, hört einer jüngeren Generation beim Wütendsein zu und stellt fest: Damals waren das noch „zornige junge Kerle“, heute sind es „psychisch Verhaltensauffällige“ – der Unterschied liegt vor allem im Geburtsjahr.
Dann kommt sein Lieblingsspielzeug: der Bückbürger. Menschen, die Bahnchaos, Stromausfall oder Hotelpreise irgendwie pragmatisch verarbeiten, sind für ihn „klein gemachte Untertanen“, ein Gemisch aus Überheblichkeit, Unkenntnis und Unterwürfigkeit. Ausgerechnet ein Typ, der selbst jahrelang als „linker“ Chronist der Verhältnisse unterwegs war, übernimmt hier einen Poschardt‑Begriff, um sich genüsslich über jene zu stellen, deren Alltag weniger komfortabel ist als sein eigener.
Dabei war er früher selbst genau jener Bürger, der Missstände hinnimmt, Texte schreibt, gelegentlich wütend ist und sich ansonsten im System bewegt – also ziemlich nah an dem, was er heute mit „Bückbürger“ abwertet. Im Bordbistro sitzt er zwischen Franzosen, Nomaden, Vermögensberatern, Veganern und redet sich die eigene Überlegenheit warm, während er denselben resignativen Ton anschlägt, den er bei anderen als Unterwürfigkeit denunziert.
Am Ende ist es geradezu lehrbuchhaft: Ein Mann, der einst selbst zorniger jugendlicher Bahnfahrer war, wird alt, fährt wieder Bahn, trifft andere zornige jugendliche Bahnfahrer und reagiert mit maximaler Irritation. Er nennt die Welt um sich herum „Irrenhaus“, „Herz der Finsternis“ und „Land der Unfähigen“ – und merkt nicht, dass er in seinem eigenen Text als Paradebeispiel dafür steht, wie man im Alter etwas seltsam wird, ohne es je bemerken zu wollen.
Dafür, dass RDL erst 1978 geboren wurde, kann er ja nichts, aber das er immer wieder versucht alle vorigen Einflüsse ebenfalls zu negieren, oder gar negativ zu konnotieren ist schon auffällig.
Und für die, die sich wirklich mit dem Thema beschäftigen wollen, hier. ein Text der es veranschaulicht: https://www.manova.news/artikel/der-lieblingsfeind-der-linken
Und ein weiterer mit der Analyse: https://www.manova.news/artikel/vier-verschwindungen
Warum man sich dergleichen nur antut?! Sich einfach als AfD-Mitglied auf einem Parteitag einzubuchen, wäre für einen Redakteur eines namhaften Nachrichtenportales vermutlich stressfreier. Wie auch immer: Wo ich nicht mit dem E-Bike hinkomme, da fahr ich auch nicht hin, auch wenn der Kaiser von China dort einen Parteitag veranstaltet. Auf gar keinen Fall fahr ich Bahn – da komm ich zu Fuß noch schneller an! O.K. es gibt Ausnahmen, wenn Du zum Beispiel der Führer bist und den Parteitag auf keinen Fall verpassen darfst aber dann nimmst du sowieso einen Privatjet oder den Fahrdienst des Bundestages.
Welch ein Titel für die Reise ins Herz der Deutschen Finsternis, da sind die NPC die überhaupt nix mehr Schnallen aber dafür um so mehr Haltung zeigen, nämlich hauptsächlich die Richtige…
… wo wenn wann German Brainrot im Endzustand!
Ich habe die Kommentare eben mal überflogen.
Es gibt ja komischerweise wirklich einige Leute, so etwa vier oder fünf, die an dem Artikel etwas auszusetzen haben.
Würde ich nicht um die Irrationalität wissen, die bei solchen Leuten wirksam wird, würde ich mich sehr wundern.
So wundere ich mich nicht.
Man kann allerdings den Schluss ziehen, dass all diese von Herrn De Lapuente beschriebenen Unerfreulichkeiten solche Kritiker des Autors gar nicht stören: weder demokratiefeindliche Demonstranten auf dem Weg nach Erfurt und pöbelnd-unerzogene junge Frauen im Abteil noch Zugverspätungen und „Bückbürger“ .
Ts, ts, ts
@Wolfgang
Woll! Ganz genau. Volle Zustimmung!
Was stört es die deutsche Eiche RDL, wenn ein Kommentator sich an ihr reibt (oder etwa 4 oder 5)?
Herrn Lapuentes Leiden beim Bahnfahren kann ich sehr gut nachvollziehen und auch aus eigener leidvoller Erfahrung vollauf bestätigen. Viele Züge werden nicht erst durch ihre Insassen entwertet, sondern fahren bereits äußerlich verschandelt in den Bahnhof ein – dieses himmelschreiende Kainsmal kündet allerorten von Deutschlands Niedergang.
Manche Waggons sind nur voller – für Außenstehende völlig unleserliche – Tags, manche sind zugeschmiert mit Graffiti in allen Regenbogenfarben und manche tragen als tiefe Narben auf ihrer Außenhaut den guten G. Schmack beleidigende, lausige Lümmellyrik.
So musste ich vorgestern Berlin HBF einen nagelneuen! ICE 4 nach Altona einfahren sehen, auf dessen Wagen 14 (der allererste Waggon nach dem Triebfahrzeug! Und sogar 1. Klasse!!!) schon mit schwarzer Farbe gesprüht zu lesen war: „Müßiggang ist aller Laster Anfang“. Und direkt darunter: „Wer nix wird wird Wirt. Und wer das nicht wird, wird…“
Das letzte Wort konnte ich leider nicht entziffern. Aber egal. Da hört sich ja wohl alles auf!
So etwas hätte es früher nicht gegeben. O tempora, o mores!