Mensch bleiben!

Maskenpflicht, Hamburg
Hinnerk11, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ist der blanke Hohn und die gelebte Schadenfreude gegen solche statthaft, die sich in den Corona-Jahren über Impfverweigerer ereiferten? Offenbar ist Unmenschlichkeit auf allen Seiten zur Normalität geworden.

Neulich erreichte mich die Nachricht eines Freundes: Der Bürgermeister seiner kleinen Gemeinde sei gestorben – gerade einmal 57 Jahre alt wurde er. Der Mann habe sich während der dunklen Jahre virologischer Großmannssucht als ein Verfechter und strikter Freund der Maßnahmen erwiesen. Der war doch ganz sicher geimpft? Na aber ganz sicher! Wer, wenn nicht einer wie er? Aus der Nachricht meines Freundes, der mir dies sicherlich nicht mit böser Absicht mitteilte, drängt sich der Eindruck auf: Der verstorbene Bürgermeister hat mitgemacht, sich ein Serum verabreichen lassen — und nun starb er viel zu früh. Sowas kommt von sowas. Ist doch klar, oder?

Nein, das ist es nicht. Menschen starben zu allen Zeiten auch schon viel zu früh. Manche fielen wie aus dem Nichts um und waren tot. Andere bekamen schon in jungen Jahren eine ungünstige Krebsdiagnose. Oder man diagnostizierte eine andere schwere Krankheit. Bevor es Corona gab, starben Menschen in allen möglichen Altersphasen. Es war nie anders. Ich kann freilich nicht ausschließen, dass der Tod jenes Bürgermeisters etwas mit der Verabreichung von mRNA-Stoffen zu tun hat – verifizieren kann ich es ebenso wenig. Hier böte es sich an, nicht zu forsch vorzugehen, denn Spekulation auf Kosten eines Toten (oder Kranken) ist nicht nur unhaltbar – sie ist pietätlos. Und überdies schrecklich selbstgerecht. Zuletzt spottete die coronakritische Blase über einen Komiker, der öffentlich machte, aktuell gegen einen Tumor anzukämpfen. Grund des Spottes: Er hatte einst gegen Ungeimpfte Stimmung gemacht.

Geschieht es dem Tumorerkrankten recht?

Der Name des Mannes: Torsten Sträter. Er ist Comedian mit eigener Sendung in der ARD. Sie trägt schlicht seinen Namen. Dort talkt er mit Gästen und versucht, sein Publikum zum Lachen zu bringen. Sträter ist erfolgreich. Dies ist einigermaßen überraschend, denn sein Humor kennt lediglich seichte Tiefen – er setzt gerne künstliche Sprechpausen und philosophiert über Nonsens, in die Stille seiner Sprechunterbrechungen hineinhorchend, ob man ihm das als große Einordnung der Welt durchgehen lässt. Sträter ist das Gewächs eines Zeitgeistes, der sich dazu entschlossen hat, die lahme Durchschnittlichkeit zu einer Meisterleistung zu verklären. Den Zeitgeist hat der Mann dann auch tatsächlich aufgesogen, wie man in jenen Jahren sah, als der mündige Bürger wie nie zuvor in der Geschichte dieses Landes zu einem Mündelbürger degradiert wurde

»Ich bin geimpft. Drei Mal. Und ich hab ne Nadel-Phobie, ihr Affen.« So ließ er sich im November 2021 im Zuge einer Impfkampagne bei Twitter aus. Die Aussage spiegelt zunächst genau die Art von Humor, die Sträter bei seinen Auftritten zelebriert. Es scheint in irgendeinem humoristischen Kosmos witzig zu sein, wenn ein Mensch, der sich vor Spritzen fürchtet, dennoch mal mit einer Spritze »behandeln« lässt, während es solche, die eine solche Angst vermutlich nicht kennen, davor zurückscheuen. Damals erntete er natürlich die Wut derer, die nicht mitzogen. Die »Affen«, die er anspricht, muss man im Kontext der damaligen Jahre sehen: Kritische Bürger wurden entmenschlicht, man verortete sie im Tierischen, verglich sie auch schon mal mit Ratten. Und weil Tiere an sich auch nichts dafürkönnen, konnte schon mal der lästige Blinddarm herhalten, um Impfunwillige zu etwas zu erklären, was ein Chirurg doch bitte aus dem Unterbauch herausschälen sollte. Sträters damaliges Statement wurde als Ausdruck seiner Systemkonformität begriffen. Doch seine Karriere konnte das nicht aufhalten – seine Sendung ist auf seinem Haussender weiterhin gesetzt.

Der Comedian äußerte einmal, dass er in seinem Leben bereits Erfahrungen mit Depressionen gemacht habe. Da er zuletzt alle seine Auftritte abgesagt hatte, wurde öffentlich gemunkelt, dass Sträter eine depressive Phase durchleide. Sträter stellte das schnell richtig: Es sei »dummerweise ein Tumor«. Da er etliche Arzttermine habe, müsse er nun beruflich kürzertreten. Prompt reagierten jene, die damals »als Affen« gemeint waren – die coronakritische Blase fiel in den Netzwerken über den Tumorerkrankten her, brachte seine schändliche Aussage aus dem November 2021 nochmal aufs Tapet. Was wollte man damit ausdrücken? Dass es Sträter recht geschähe und dass er sich dieses Schicksal verdient habe? Oder dass der Tumor ein Ergebnis der Impfung sei? Ganz gleich, welche Absicht hinter den Reaktionen auf die Bekanntgabe der Erkrankung stand: Man spürte deutlich, wie sich da die Schadenfreude Bahn brach – und wie Hohn und Spott ausgegossen wurden. Oft kommentierten die User noch nicht mal gesondert; sie riefen einfach nochmal Sträters »Affen«-Aussage auf und blieben stumm. Auch das war eine Botschaft: Jetzt hast du es, Sträter, du Affe!

Menschliche Größe und unmenschliche Kleingeister

Die Zahlen der Krebserkrankungen stagnieren. Für die Jahre 2024 und 2025 gibt es nach wie vor keine abgeschlossenen Statistiken. Man schätzt jedoch für diese Jahre jeweils etwa 530.000 Diagnosen. Zwar häuften sich schon recht bald nach der Gabe des sogenannten Impfstoffes Krebserkrankungen, die oft schnell wieder abgeklungen sind — »Turbokrebs« genannt. Es bleibt jedoch strittig, ob die Anzahl der Diagnosen seit dem Ende der Pandemie angestiegen ist oder nicht. Doch selbst wenn das der Fall sein sollte, hätten wir es mit einer statistischen Größe zu tun, die rein gar nichts über den Einzelfall aussagt – anders gesagt: Heute auftretende Erkrankungen — ob bei Komikern oder wirklich lustigen Leuten ist dabei einerlei – lassen sich nicht statistisch erklären, sondern nur medizinisch. Ein Patient prüft ihm Regelfall nicht, ob die Statistik zu seiner Krankheit steigt oder stabil bleibt. Was hätte jemand, der sich krankheitsbedingt vor dem Tod fürchtet, von so einer Maßnahme? Weiß er dann, dass sich auch noch andere vor dem Tod fürchten? Tun wir das nicht alle? Und übrigens: schon bevor man mRNA in Körper jagte, erkrankten Menschen hin und wieder. Oder – wie am Anfang dieses Artikels eingeleitet – sie starben überraschend. Das war nie anders. Das wird wohl immer so bleiben.

So an seine Situation heranzugehen, bringt einem Patienten im Regelfall wenig ein – er will geheilt werden. Schuldfragen zu klären, Statistiken heranzuziehen: Das ist keine Therapie. Sich auf jemanden zu stürzen, weil er in seinem Vorleben einen bösen Fehler gemacht hat – sei’s drum, ob er ihn einsieht! –, seiner Schadenfreude Ausdruck zu verleihen, es dem Kranken zu gönnen, dass er krank ist: wie kleinkariert kann man eigentlich sein? Wie tief kann ein Mensch doch sinken! Muss man Anteilnahme äußern? Natürlich nicht! Jeden Tag erkranken Menschen an Krebs, ohne dass man sich dazu genötigt fühlt, völlig betroffen durch seinen Alltag zu stolpern. Das ist Normalität. Unschön – sicher! Dramatisch –aber natürlich! Und dennoch Teil unserer menschlichen Existenz. Jeden Moment kann uns das Schicksal ereilen. In jedem Augenblick ist unser Ende angelegt – von heute auf morgen kann sich alles durch eine böse Diagnose ändern. Schlimmer noch: von einer Sekunde auf die andere! Dies muss einen ja nicht dauerhaft traurig stimmen. Aber wenn uns dann jemand begegnet, dem das Schicksal nicht gut mitspielt, dann gehört es zur menschlichen Größe, sich in jemanden hineinfühlen zu können und – so wir ihn nicht sonderlich mögen – zu nicken und zu schweigen.

Sträter hätte damals auch schweigen sollen – natürlich! Er hat genau diese Fähigkeit sausen lassen, sich empathisch in die Lage von Menschen zu versetzen, die sich fürchteten – nicht vor der Nadel, wie er in seinem Statement kokett mitteilte, sondern vor den Konsequenzen und dem Ungewissen aufgrund mangelnder Studienlage. Aber Gleiches mit Gleichen vergelten? Und dann erklären sie nebenher auch noch Krankheit zur Schuld, so wie es damals die schlimmsten Zero-Covid-Fanatiker während jener Jahre taten, als sie diejenigen, die an der grassierenden Grippe erkrankten, zu Gefährdern erklärten, die nur deshalb erkrankten, weil sie die Maßnahmen wohl nicht eingehalten hätten. Das erinnert an das Mittelalter, als Erkrankungen als Bestrafung für ein sündhaftes Leben galten. Und nun händeln es die, die damals zu Schuldigen erklärt wurden, nicht so viel anders, wenn sie Sträter nahebringen wollen, dass sowas von sowas komme. Man sieht also, das Leben nach diesem Bruch, den man uns politisch verordnete, ist nicht einfach. Corona hat uns alle ein Stück unmenschlicher gemacht.

Wer gut sein will, lässt leiden

Ich kann freilich an dieser Stelle nur für mich sprechen, aber viele Leidensgenossen von damals — ungeimpft und widerwillig –, mit denen ich spreche, berichten mir von ganz ähnlichen Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die sie neu — das heißt: erst nach Corona – kennengelernt haben. Eine bange Frage drängt sich nach einer Weile neuer Bekanntschaften nämlich auf: Wie war denn der neue Nachbar damals unterwegs? Hat er wohl mitgemacht? Findet er es heute noch richtig? Und dann die Gretchenfrage: Will man das alles eigentlich im Nachgang noch wissen? Denn nachdem man Antworten in Erfahrung gebracht hat, die einem nicht zusagen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass man die zarten Beziehungsbande, die sich entwickelt haben mögen, dezent einschlafen lässt. Bekanntschaften zu machen ist in der Zeit danach nicht schwieriger geworden – aber sie auszuhalten, wenn sich beider Vergangenheiten nicht gleichen, ist ungleich komplizierter als einst.

Natürlich kann jeder seine Kontakte sofort abbrechen, wenn einem nicht gefällt, was er über den anderen zur damaligen Zeit erfährt. Dann spricht man mit dem neuen Nachbarn eben kein Wort mehr – oder meidet den jüngst dazugekommenen Arbeitskollegen. Aber ich weiß nicht, ob man diesen Weg gesund übersteht. Denn schließlich verursacht er das leidige Gefühl der Bitterkeit. Ein namhafter Politiker, der hier aber nicht namentlich erwähnt werden soll – seinen Namen kann man wirklich nicht mehr hören –, hat einmal festgehalten, dass wir uns alle viel zu verzeihen haben werden. Ihm stand es nicht zu, eine solche Aussage zu machen, denn wenn, dann hätte man ihm etwas verzeihen müssen. Wobei Verzeihen eine schöne und christliche Tugend ist, die zu gewähren jedoch für Verantwortliche zweitrangig sein sollte. Es müsste in einer besseren Welt bei denjenigen um Sühne gehen, um strafrechtliche Einordnung und – falls ein Machtmissbrauch nachgewiesen werden kann – um Strafe. Wie dem auch sei: jener Politiker lag nicht ganz falsch.

Verzeihen ist vielleicht ein zu starkes Wort. Aber manchmal braucht es Vergessen – und etwas Gelassenheit. Nicht wenn es darum geht, das strukturelle und systematische Versagen anzusprechen und die Erinnerung daran aufrechtzuerhalten. Aber im Umgang mit Menschen kann nur die Bereitschaft dazu, selbst nicht so unmenschlich zu werden wie jene, die man anprangert, das gesellschaftliche Klima entgiften. Wie oft warf man zuletzt den Grünen, den Woken und den Linken vor, sie würden im Glauben, zu den Guten zu gehören, jede Schweinerei gegen Andersdenkende mitmachen oder gar initiieren. Da gehe ich mit. Aber eines sollte man auf der Seite regierungskritischer Menschen nie vergessen: Dieses Modell vermeintlichen Gutseins sollte man nicht kopieren. Wer sich zu gut fühlt, verliert die Bodenhaftung. Und das führt unweigerlich ins eigene und ins gesellschaftliche Unglück.

Dieser Artikel erschien erstmals unter anderem Titel bei Manova.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →

Ähnliche Beiträge:

73 Kommentare

  1. Das Bild ist typisch Deutschland. Abgebildet ist ein Afrikaner und beschriftet in Denglisch. Ich habe übrigens in der gesamten Coronazeit ca. 10x eine Maske auf gehabt, ansonsten alles ohne gemacht. Am lustigsten fand ich es immer in Tankstellen, wo sie mich dann belehren wollten. Ich habe dann nur gesagt „ich habe bei Ihnen getankt, wollen Sie das Geld jetzt haben oder nicht?“ Sie entschieden sich immer für´s Geld.

    1. Was ich damit sagen will, viele haben den Quatsch ohne Not einfach mitgemacht. Berufsmäßig muß ich manchmal eine Staubmaske tragen, bäh so ein Scheiß, man ist jedes Mal froh, wenn man sie wieder absetzen kann, mit Schwitzwasser drin.

    2. Ich gehe mal davon aus, dass dein Leben während der Fakepandemie nicht nur aus der Befüllung deines Autos mit Benzin bestand. Da würde ich gerne mal wissen wie lustig sich dein übriges Maskenloses Leben damal gestaltete, in und an den unzähligen Maskenpflichtigen öffentlichen und privaten Orten.

      1. Da gibt es nicht viel zu berichten, meine Frau und ich haben weiter gelebt wie bisher. Das Problem waren immer nur die anderen, z. B. als bei einem Todesfall in der Verwandtschaft die Angehörigen die Trauerfeier den Coronamaßnahmen unterworfen haben (Begrenzung der Anzahl der Personen usw.) Natürlich war die Situation bedrückend, aber wir waren im Prinzip zu träge, all diesen Quatsch mitzumachen, wir haben uns nie testen lassen, impfen erst recht nicht (wir haben eine Ärztin in der Familie, die sich auch nicht impfen ließ) Als um uns herum etliche Leute mit Impfnebenwirkungen zu kämpfen hatten, bestärkte das uns in unserer Einstellung. Einer, mit dem ich beruflich zu tun hatte, ist sogar an der Impfung gestorben, mit 40 Jahren. Bei einem Familientreffen, bei dem meine Frau und ich die einzigen Ungeimpften waren, wurden wir angesteckt. Dann nochmals bei anderen Kontakten, wo alle geimpft waren. Wir waren dann ziemlich bedient. Als Ungeimpfter wurde die Luft dann allerdings dünn, als man in Läden nicht mehr rein kam. Bei KIK habe ich mir Kleidung gekauft, die hat mir die Verkäuferin raus vor die Tür gebracht, ich habe die quasi draußen neben meinem Auto anprobiert und dann bezahlt. am Ende der Coronazeit waren wir auf Anti-Impfzwang-Demos, wo uns Antifa-Fotografen mit Teleobjektiven abgelichtet haben, und ab 24.02.22 standen Gegendemonstranten mit ukrainischen Staatsflaggen da und haben uns als sonstwas beschimpft. Man konnte viel lernen und begreifen über seine Mitmenschen in dieser Zeit. Die Plandemie lebte vom Mitmachen.

        1. Alles nicht lustig.
          Ich könnte ein Buch schreiben darüber. Von angestellten Furien und Kapos im Supermarkt (grotesk-komisch), bis zum frühmorgendlichen Überfall eines 5 köpfigen und bewaffneten LKA-Kommandos im Morgengrauen, noch Ende 2022. Aber auch unterwegs und auf Reisen, ein riesiges Füllhorn bizarrer Eindrücke und Beispiele was ein nicht nur durch Angst und Panik niedergeschmetterter Verstand so alles anrichten kann. Da hat sich am amtlich beglaubigten Volksfeind auch viel untertänig-böse Lust ausgetobt.
          Nicht nur bei Komikern im staatlichen Volksempfänger.
          Danke für deine Antwort.

          1. „Aber auch unterwegs und auf Reisen, ein riesiges Füllhorn bizarrer Eindrücke “ – z.B. auf einer griechischen Fähre mit Maskenpflicht: 1/3 komplett ohne Maske, 1/3 Drittel die Maske auf dem Kinn, 1/3 Drittel auf korrekt auf der Nase und das waren vermutlich die deutschen Touristen. 🙂

  2. Verzeihen, vergessen, späte Einsichten oder gar Mitgefühl sind unmöglich, weil jeder, egal ob „für Corona“ oder „gegen Corona“, seiner Sache so sicher ist, unbeirrbar, über alles Bescheid weiß, keinerlei Zweifel hat.
    Unklare Datenlagen? Unbekannte Unbekannte? Komplexe Lage?
    Von wegen, ich habs immer gewusst, ich habe Recht, schon immer, seit 1974.
    Der Glaube steht fest und wankt nicht.
    Die Diktatur der absolut Mittelmäßigen, mit ihren zwei unversöhnlichen radikalen Flügeln, hat den Laden fest im Griff.

  3. „Neulich erreichte mich die Nachricht eines Freundes: Der Bürgermeister seiner kleinen Gemeinde sei gestorben – gerade einmal 57 Jahre alt wurde er. Der Mann habe sich während der dunklen Jahre virologischer Großmannssucht als ein Verfechter und strikter Freund der Maßnahmen erwiesen. Der war doch ganz sicher geimpft? Na aber ganz sicher! Wer, wenn nicht einer wie er? Aus der Nachricht meines Freundes, der mir dies sicherlich nicht mit böser Absicht mitteilte, drängt sich der Eindruck auf: Der verstorbene Bürgermeister hat mitgemacht, sich ein Serum verabreichen lassen — und nun starb er viel zu früh. Sowas kommt von sowas. Ist doch klar, oder?“

    Hat da der Autor die statistischen Eigenschaften von Natur/Evolution und insbesondere von Seuchen nicht begriffen?

  4. > Doch selbst wenn das der Fall sein sollte, hätten wir es mit einer statistischen Größe zu tun, die rein gar nichts über den Einzelfall aussagt

    Das ist richtig. Richtig ist aber auch es gab in den Impfjahren eine signifikante Übersterblichkeit. Zu sehen zb auf dem YT Kanal von Herrn Homburg.

    > Ich bin geimpft. Drei Mal. Und ich hab ne Nadel-Phobie, ihr Affen.

    ..nebst anderen Tieren. Ja es ist pietätlos sich jetzt über ihn lustig zu machen. Aber genau diese Leute haben damals mitgemacht die Impfkritiker an die Grenzen ihres Lebensunterhaltes zu bringen. Wer kann es denen verdenken?

    > Verzeihen ist vielleicht ein zu starkes Wort. Aber manchmal braucht es Vergessen – und etwas Gelassenheit.

    Nicht wenn es um Menschenleben geht. Nicht ohne Grund verjähren einige Straftaten nie. Wir reden hier nicht von fahrlässig, wir reden von vorsätzlich. Laut den RKI Files war alles damals bereits bekannt.

    Wer jetzt auf Vergessen pocht, ignoriert die Schwere des Vorfalls.

    1. > „Wer jetzt auf Vergessen pocht, ignoriert die Schwere des Vorfalls.“

      Und nicht nur das. Der vergisst auch, dass es Menschen gibt, denen man übel mitgespielt hat und die heute noch darunter leiden. So wie Ulrike Guérot, über die gerade gestern ein schöner Artikel auf den Nachdenkseiten erschienen ist. Und was ist mit den sanktionierten Journalisten und was ist mit Jaques Baud? Solange diese Menschen nicht voll rehabilitiert sind, solange es kein Urteil gibt, das diese schändliche Praxis untersagt, kann es kein Verzeihen und darf es, schon garnicht, ein Vergessen geben.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=150091

    2. > Nicht wenn es um Menschenleben geht. Nicht ohne Grund verjähren einige Straftaten nie. Wir reden hier nicht von fahrlässig, wir reden von vorsätzlich. Laut den RKI Files war alles damals bereits bekannt.

      > Wer jetzt auf Vergessen pocht, ignoriert die Schwere des Vorfalls.

      Ganz genau.

      1. Genau das wollen die verantwortlichen Entscheidet doch damit sie weitermachen können wie biaher. Kennt man doch eigentlich als Deutscher? Da wurde nach dem Krieg auch alles unter den Teppich gekehrt, und man machte weiter wie bisher.

  5. „Sowas kommt von sowas“ soll also genau so schlimm sein wie „Oma-Mörder“?
    Eine wirklich seltsame Art der Reinwaschung einfach die anderen so zu beschmutzen, dass alle wieder gleich „sauber“ sind.

  6. Ich habe während der Corona-Zeit etwas erlebt, das mich bis heute beschäftigt. Nicht nur von der Seite der Maßnahmenbefürworter, die Kritiker oft genug als verantwortungslose Spinner, Egoisten oder Schlimmeres abgetan haben. Sondern auch von manchen Coronakritikern selbst.

    Weil ich geimpft war und später an Krebs erkrankte, kamen einige sofort mit dem Reflex: selbst schuld.

    Das ist ein Satz, den man nicht vergisst.

    Ich war nie ein blinder Anhänger der Coronapolitik. Im Gegenteil. Viele Maßnahmen hielt ich für vollkommen überzogen. Die Ausgrenzung, der moralische Druck, die gesellschaftliche Spaltung und erst recht die drohende Impfpflicht waren für viele Menschen nicht folgenlos. Da wurde massiv Vertrauen zerstört. Und bis heute wird zu wenig ehrlich aufgearbeitet, was damals politisch, medial und gesellschaftlich angerichtet wurde.

    Trotzdem hatte ich mich impfen lassen.

    Nicht, weil ich jede Regierungsentscheidung überzeugend fand. Nicht, weil ich Andersdenkende verachtet hätte. Sondern weil ich meiner Mutter vertraute, die jahrzehntelang in einem medizinischen Beruf gearbeitet hatte. Ich dachte: Sie kennt sich aus. Also habe ich diese Entscheidung getroffen.

    Ich selbst hatte keine dramatischen Nebenwirkungen. Ein paar Tage Hirnnebel, dann war es vorbei. Später habe ich bei einem Freund gesehen, dass es auch ganz anders laufen kann. Herzmuskelentzündung. Und er kämpft bis heute mit den Folgen.

    Das hat meinen Blick verändert.

    Heute würde ich mich nicht mehr gegen Corona impfen lassen. Nicht aus Trotz. Nicht aus Ideologie. Sondern weil ich nach allem, was ich erlebt und gesehen habe, diese Risikoabwägung für mich anders treffen würde.

    Bei einer Impfung gegen Krebs sähe das wieder anders aus. Auch mein Krebsmedikament ist im Prinzip experimentell. Aber genau darum geht es: Es ist meine Wahl. Meine Krankheit. Mein Körper. Mein Risiko. Meine Abwägung.

    Und hier liegt der entscheidende Punkt: Man kann über Nutzen, Risiken, Nebenwirkungen, Druck, politische Verantwortung und medizinische Irrtümer streiten. Man muss sogar darüber streiten. Aber man sollte aufhören, Krankheit als moralisches Urteil zu behandeln.

    Ein Tumor ist keine Quittung.

    Eine Herzmuskelentzündung ist kein politischer Punktgewinn.

    Ein Impfschaden ist keine Trophäe für Coronakritiker.

    Und eine Krebserkrankung eines Geimpften ist kein Beweis für die eigene Weltsicht.

    Ob die Coronaimpfung irgendeinen Anteil an meiner Krebserkrankung hatte, entzieht sich meiner Kenntnis. Nach allem, was ich weiß, deutet vieles eher nicht darauf hin. Ich werde mir also keine Gewissheit basteln, nur weil sie in ein bestimmtes Weltbild passt.

    Genau das erwarte ich aber auch von anderen.

    Ich möchte keine Gesellschaft, in der Menschen nach einer Diagnose erst einmal politisch sortiert werden. Geimpft? Ungeimpft? Maßnahmenkritiker? Regierungstreu? Selber schuld? Opfer? Beweisstück?

    Nein.

    Ein kranker Mensch ist zuerst ein kranker Mensch.

    Das heißt nicht, dass man die Corona-Zeit vergessen soll. Im Gegenteil. Die Aufarbeitung ist notwendig. Die Ausgrenzung Ungeimpfter, der Druck auf Menschen, die Einschränkungen von Grundrechten, die Drohung einer Impfpflicht — all das gehört auf den Tisch. Ohne Schönreden. Ohne nachträgliches Wegducken. Ohne das übliche „man konnte es damals ja nicht besser wissen“, wenn genau das damals schon viele gesagt haben.

    Aber Aufarbeitung ist etwas anderes als Häme.

    Wer damals entmenschlicht wurde, darf wütend sein. Wer unter Druck gesetzt wurde, darf Klarheit verlangen. Wer Nebenwirkungen erlitten hat, verdient Anerkennung, Hilfe und keine bürokratische Vernebelung. Aber niemand gewinnt etwas, wenn aus erlittenem Unrecht neue Unmenschlichkeit wird.

    Ich weiß, wie verletzlich man wird, wenn Krankheit ins Leben einbricht. Man verliert nicht nur Gesundheit. Man verliert Selbstverständlichkeit. Plötzlich wird jeder Arzttermin, jeder Befund, jede Therapieentscheidung zu einer existenziellen Angelegenheit.

    Da braucht kein Mensch noch politische Schuldzuweisungen obendrauf.

    Ich kann die Coronapolitik kritisieren und trotzdem sagen: Wer über die Krankheit anderer spottet, hat den Kompass verloren.

    Ich kann die Impfung heute für mich ablehnen und trotzdem sagen: Nicht jeder Geimpfte war dumm, hörig oder selbst schuld.

    Ich kann Nebenwirkungen ernst nehmen und trotzdem sagen: Nicht jede spätere Erkrankung ist automatisch ein Impfschaden.

    Und ich kann eine schonungslose Aufarbeitung fordern, ohne einen Tumor zur Pointe zu machen.

    Vielleicht wäre das die Lehre, die wir aus dieser Zeit ziehen müssten: Nicht weniger Streit, sondern besseren Streit. Harter Streit in der Sache. Aber keine Freude am Leid.

    Denn wer Krankheit zur Abrechnung benutzt, macht am Ende genau das, was er den anderen vorwirft: Er sieht keinen Menschen mehr. Nur noch ein Lager. Nur noch ein Symbol. Nur noch einen Anlass, recht behalten zu wollen.

    Ich möchte nicht so leben.

    Ich möchte kritisch bleiben. Ich möchte widersprechen dürfen. Ich möchte Irrtümer benennen. Aber ich möchte dabei Mensch bleiben.

    Gerade dann, wenn es schwerfällt.

    1. Lieber Patient0,
      Was für ein herausragender Text! Danke. Der sollte sich nicht in den Kommentaren verstecken, sondern als Artikel erscheinen.

    2. Ich bin auch geimpft, OBWOHL ich wusste (aus dem größten medizinischen Fachjournal der Welt „The Lancet“, dass die „Impfung“ gar keine ist und „geimpfte“ gar nicht vor Ansteckung schützen.
      Das war von Anfang an bekannt !Es wurde wissentlich und absichtlich darüber gelogen !
      Das einzige, was die Impfung laut der kurzfristigen Studien versprach war, schwere Verläufe zu verhindern oder weniger schwer zu machen. Sonst nix.

      1. Und nicht mal das stimmte. Tatsächlich wurden mit der experimentellen modRNA-Technik ein riesiger Menschenversuch gemach, an dem heute Millionen weltweit leiden, ohne die Ursache zu kennen, weil die immer noch einTabu ist. Und das ohne Not, denn ohne Covid herunterzuspielen, war es eben nicht einmal im Ansatz die „tödliche Seuche“, als die es uns verkauft wurde.

      2. Wenn Sie wussten, daß die Spritze nicht wirkt wie beworben, warum haben Sie sich dann das gentechnische Präparat injizieren lassen? Springen Sie über jedes Stöckchen, welches man Ihnen hinhält? Hätten Sie und jeder andere der trotz begründeter Zweifel sich hat spritzen lassen, dies abgelehnt, wären sie nicht so weit mit ihrer Aktion gekommen. Statt murrend mitzumachen muss man NEIN sagen, sonst haben die Täter gewonnen. Denen ist egal ob man freiwillig mitmacht oder widerwillig. Hauptsache man folgt ihren Anweisungen.

        1. Warum? Da wäre eine Reihe von Gründen vorstellbar. Stellvertretend mein eigener.

          Als die Politik im Sommer ’21 von „Geduld, bitte lasst die Alten und Vulnerablen vor!“ zu „Nun aber auch alle, und möglichst rasch!“ umschaltete, suchte ich das Gespräch mit den Menschen in meinem Umfeld. Die meisten waren, wie ich, gerade im Urlaub. Ich selbst lehne Impfungen überhaupt nicht ab und habe fast alle gängigen Impfungen, die die StiKo empfielt. Allerdings fand ich nicht nur die damalige Studienlage zu den neuartigen Covid-„Impfstoffen“, sondern auch die autoritäre Art, wie öffentlich ihr massenhafte „Verimpfen“ gefordert wurde, völlig inakzeptabel. Doch die allermeisten Menschen in meinem Bekanntenkreis schienen sich an beidem nicht zu stören, einige wurden sogar richtig rabiat, wenn ich das Thema auch nur im Ansatz kritisch ansprach.

          Rasch wurde deutlich, dass sich die nötige Masse an kritischem Geist in meinem Umfeld nicht finden lassen würde. Parallel dazu machte mein Arbeitgeber unmissverständlich klar, dass er beabsichtigte, sich über eine möglichst 100%-ige „Impfquote“ seiner Belegschaft eine gnädige Erlaubnis der zuständigen Behörde zur Weiterarbeit zu erkaufen. Wer von der Belegschaft sich diesem ambitionierten Vorhaben entgegenstellte, sah sich dem Verdacht ausgesetzt, den Fortbestand der Firma vorsätzlich zu gefährden. Mir wurde klar, dass ich als Mitglied der mittleren Leitungsebene nicht unter dem „Impf“-Radar des Managements bleiben würde. Um die Mitarbeiter meiner Abteilung zu schützen, sah ich mich gezwungen, mich selbst aus der Schusslinie zu nehmen.

          Ich ließ die künstliche Covid-„Immunisierung“ an mir selbst ein einziges Mal zu. Auf diese Weise wurde es mir möglich, den „Impf“-Status innerhalb meiner Abteilung zu einem Nichtthema zu machen. Dieser Status hatte unter meiner Verantwortung schlicht keine Bedeutung. Es wurden keine entsprechenden Listen geführt und keine Informationen ausgetauscht. Und wenn beispielsweise die Testung von „Ungeimpften“ angeordnet wurde, hatten sich in meiner Abteilung alle Mitarbeiter zu testen. Eine Differenzierung ganz gleich welcher Art gab es bei mir nicht. Im geschützten Mitarbeitergespräch konnte ich mit den betreffenden Kollegen sogar die eine oder andere originelle Lösung für bestimmte unabwendbare Zwänge beraten. Das alles konnte ich tun, weil ich selbst „geimpft“ und damit unverdächtig die Eiferer und Kontrollwütigen der Fima von meinen Mitarbeitern fernhalten konnte.

    3. Vielen Dank für Ihren wirklich sehr gelungenen Beitrag! Zudem wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei Ihrem Kampf gegen die Krebserkrankung.

    4. Es tut mir sehr leid, dass Du krank bist. Ich hoffe sehr, Du wirst wieder ganz gesund!

      Niemand hat die Schäden verdient, die die Verbrecher mit ihrer Gentherapie verantworten, und von denen sie von vornherein wussten, dass sie und in welcher Dimension sie auftreten werden. Sie sind die Verbrecher.

      Dir wünsche ich gute Besserung!

    5. @n.b
      Vielen Dank für Ihren Post und ihre Offenheit!
      Sie haben vollkommen Recht.

      Ich wūnsche Ihnen von Herzen, dass Sie den Krebs überwinden.

    6. @ n.b. 9 Uhr 59 : Danke für Ihren Kom -mentar und alles Gute! Solche wie Sie braucht es mehr! [und jetzt noch auf 100 Worte…]

    7. Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht, wenn auch bei Weitem nicht so schlimm:

      Ich habe eine chronische Erkrankung, die mich mal mehr, mal weniger plagt. Ich habe schon einige Ärzte durch mit unterschiedlichen Diagnosen, die nichts halfen. Dann fragte ich eine Heilpraktikerin. Die meinte, das könnte ein Impfschaden sein. Dumm nur, dass ich die Erkrankung schon vorher hatte.

      Kranken Menschen zu wünschen, dass sie „ihren Impfschaden“ verdient hätten oder auch einfach unterstellen, dass der Krebs vom Impfschaden käme ohne jeglichen Beweis, gar eine falsche Diagnose geben, um ein Präparat zu verkaufen, was aber wahrscheinlich nicht hilft…. aber solches Verhalten hat auch sein Gutes: Man weiß darauf hin mit wem man es zu tun hat und meidet die Person in Zukunft oder beschränkt den Kontakt auf das Nötigste.

      Den Impfgegnern geht auch nicht auf, dass sie in der Bringschuld sind, wenn sie behaupten, die Impfungen wären schädlich und dass nach wie vor nur ein sehr kleiner Teil der Geimpften an Nebenwirkungen erkrankt ist. Mir fiel auch damals schon auf, dass Kritik der Impfgegner zwischen „hilft doch gar nicht“ und „ist eine tödliche Gentherapie, um die Erde zu entvölkern“ schwankte. Es kann nur das Eine oder das Andere sein. Das nennt man Zielkonflikt. Immer wenn man so einen grundlegenden Zielkonflikt in der Argumentation einer Person findet, kann man davon ausgehen, dass die Person nicht ehrlich ist (oder nicht zurechnungsfähig).

      Bei Corona-Gegnern gibt es natürlich auch keine Erkrankungen wie Long-Covid, die ihrer These widersprechen. Hier gälte das Gleiche: Wenn es den Erkrankten schon vor der Impfung oder Behandlung sehr schlecht ging, müsste denen doch dämmern, dass es die Erkrankung wirklich gibt. Gut, sie schieben es dann auf etwas Anderes. Mir schon klar.

      Das war schon immer hoffnungslos. Es ist wie mit vielen Themen, wo man eingehende naturwissenschaftliche Kenntnisse und viele Untersuchungen bräuchte für gesicherte Erkenntnisse und vor allem vorsichtig und kompetent formulieren müsste, eine reine Glaubensfrage. Viele der Impfgegner sind auch deshalb gegen Impfen, weil sie wie die Zeugen Jehovas gar nicht wahrhaben wollen, dass wir in einer durch und durch materialistischen Welt leben, wo nichts auf ein göttliches Wesen hindeutet. Es kann auch anders rum sein, gerade wenn es um ihre eigenen materiellen Bedürfnisse geht: Dass sie sich in ihrer persönlichen Freiheit bedroht empfanden durch die Pandemiemaßnahmen, obwohl es gar nicht so schlimm war. Auch denen, denen wirklich was Schlimmes passiert ist, die müssten einfach einen Weg finden, endlich einen Neuanfang hinzulegen. Zu einem Krebskranken oder gemein zu sein, hilft jedenfalls Niemandem.

      Gute Besserung und nicht unterkriegen lassen! Ich würde Ihre Beiträge vermissen.

    8. @n.b.: Ein unglaublich vernünftiger und zugleich bewegender Kommentar. Eigentlich hatte ich Ihnen gestern schon von meinem Smartphone eine Antwort schicken wollen, aber der ließ sich nicht abschicken (Das neue Forum ist nicht nur von den Regeln her absurd, sondern es gibt offensichtlich auch massive technische Probleme).

      Ansonsten wünsche ich Ihnen alles nur erdenklich Gute für Ihre Gesundheit und hoffe, dass diese brutale Krankheit besiegen werden. Da Sie früher auch regelmäßig bei den Neulandrebellen präsent waren, weiß ich schon ziemlich lange über Ihr Schicksal Bescheid. Noch einmal alles, alles Gute für Sie!

  7. Sehr geehrter Herr De Lapuente, der letzte Absatz ihres Artikels zeigt: Sie haben offenkundig Herz, Verstand und Vernunft.

    Man kann das eine auch Empathie oder Mitgefühl nennen. Das andere betrifft die intellektuelle Fähigkeit, zu verstehen und logisch zu denken, um damit universelle Zusammenhänge der Wirklichkeit herstellen zu können, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen, die für alle Menschen gelten sollten, damit alle Menschen ein zufriedenstellendes Leben führen können. Man könnte das im weiteren Sinne als den Kantschen Imperativ bezeichnen:
    „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

    Damit gehören Sie leider zu einer ganz kleinen Minderheit der Gesellschaft. Das war vor 2.000 Jahren so, es war im feudalen Mittelalter so und vor 100 Jahren. Im Dritten Reich nannte sie der Vorsitzende des VGH „Verräter“, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden daraus dann Widerstandskämpfer. Diese Menschen gibt es auch heute und es gibt sie in den USA, China, in Russland, Frankreich, Norwegen, Italien, GB, im Iran und in Deutschland.

    Die Mehrheit der Gesellschaft ist leider anders gestrickt. Die einen haben noch nie etwas von Kant gehört, andere wissen nicht, was Empathie ist oder verstehen den Inhalt nicht oder nicht mehr, weil die Sätze zu lang sind. Wenn es um die Ökonomie geht, die das materielle Leben bestimmt, zitiere ich diesen indischen Rechtsanwalt: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.“ Was für ein genialer Satz.

    Die Gier aber ist maß- und grenzenlos. Auch das war leider schon vor 2.000 Jahren so.

    Der geniale Kabarettist Volker Pispers brachte das tragische Dilemma der real existierenden Demokratie einmal folgendermaßen auf den Punkt: Es findet sich in der Demokratie offenkundig keine Mehrheit für eine Politik, von der 90 Prozent der Gesellschaft profitieren und die 10 Prozent, die inzwischen im Reichtum und Luxus leben, nicht ärmer werden.

    Wenn es für die Mehrheit ökonomisch nich mehr bergauf oder bergab geht und sie Angst vor der Zukunft hat, dann wählt die Mehrheit aber ganz offenkundig keine Politiker, die die Oligarchen, Plutokraten und „Superreichen“ in die Schranken weist. Immer mehr Menschen wählen eine „Alternative“, die in dem einen oder anderen Punkt die etablierten Parteien und die Regierung zurecht kritisiert. Was die Ökonomie und das soziale „Gedöns“ (Gerhard Schröder, SPD) angeht, ist das aber eine zutiefst neoliberale Partei. Hinter dem Neoliberalismus steht der Sozialdarwinismus: Nach unten treten und nach oben buckeln, und da wären wir dann beim „Untertan“ von Heinrich Mann, dieser genialen Charakterstudie über den typischen Deutschen des Kaiserreiches. Der Roman erschien vor über 100 Jahren und wer kann sich daran erinnern?

    1. Als ehemaliger Insasse der DDR habe ich früh gelernt, das es drei Methoden gibt, um mit dem Schwachsinn der Diktatur umzugehen.
      1. Mitmachen, mit der Herde mitblöken und sein Gewissen, sofern vorhanden, in den Tiefschlaf versetzen.
      2. Totaler Widerstand und die Konsequenzen, von sozialer Ausgrenzung, Zerstörung der Existenz, Inhaftierung….auf sich nehmen.
      3. So tun, als ob. Formal zustimmen, aber nie mitmachen. Das erfordert einen gewissen Schwejk‘ schen Stil. Und die Fähigkeit, die Mitläufer und Systemlinge als das zu sehen, was sie sind….
      Was „St.Corona“, die Schutzheilige der Geldwechsler, betrifft, sollte man sich fragen, wozu diente diese Inszenierung? Was sollte damit erreicht werden? Das ist wichtiger als jeden Opportunisten, Blockwart und Denunzianten zu demaskieren…

      1. Ich denke nicht, dass es sich bei Pispers allein um Altersstarsinn handelt. Sein Zustand findet sich ja noch heute bei fast allen Linken, in so gut wie allen Altersklassen und politischen Schattierungen. Ein permanenter Schockzustand selektiver Erstarrung, ich fürchte bis zum Ende.

    2. Pispers hat sich auf seiner Website seit über 5 Jahren unverändert klar positioniert und sich damit für mich als Instanz selbstverzwergt. Nicht wegen seiner kritiklosen Übernahme von Narrativen sondern wegen seinem offenischtlichen Beharren darauf, denn er hat den Text nicht geändert. Und das, obwohl ihm doch sicher die Verschiebung der Vermögensverhältnisse als Folge der „echten“ Pandemie bekannt geworden sein muss. Seltsam. Denn das finde ich bei den eher linken Pandemiefreunden seltsam, ihre kosnequente Weigerung über die These nachzudenken, dass genau diese Umverteilung die eigentliche Ursache der „Pandemie“ war.

      Pispers schreibt:
      „Aus gegebenem Anlass möchte ich mich an dieser Stelle von allen Coronaleugnern, selbsternannten Querdenkern, AfD-Fans und rechten Extremisten distanzieren.
      Diese Leute mißbrauchen aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und alte Texte, um mich in den asozialen Hetzwerken als vermeintlichen Kronzeugen für Ihre kruden bis kranken Ansichten zu präsentieren.
      Ich weiß leider nicht, wie ich mich dagegen wehren kann, ohne einen Großteil meiner Lebenszeit damit zu vergeuden, gegen diese Machenschaften vorzugehen.
      In aller Klarheit: Ich bin nicht der Meinung, dass die Corona-Pandemie eine Erfindung ist. Es ist auch absoluter Quatsch, dass unsere Politiker die Pandemie nutzen, um eine Diktatur zu errichten.
      Über den richtigen Weg in der Pandemie und über die einzelnen Maßnahmen läßt sich selbstverständlich trefflich streiten, aber den Regierenden pauschal zu unterstellen, Ihnen gehe es nur um Repression, ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit.
      Das alles ändert überhaupt nichts an der Tatsache, dass ich die von uns gewählten Regierenden für unfähig halte. Gleiches gilt allerdings auch für einen zunehmend größeren Teil der Wählenden.“

      https://pispers.com/

  8. > Vergessen – und etwas Gelassenheit
    das hoert sich ja gut an, aber
    wuerde man das auch bei andern, npch schlimmeren verbrechen gegen die menschlichkeit fordern?

    dagegen ist „haeme“ vielleicht doch zumindstens verstaendlich.

    1. Angesichts der Dimension der Verbrechen und der Vielzahl an Lügen, ist für mich derzeit Verzeihen oder Vergessen unmöglich. Zumal das Ganze ja nur ein Symptom unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems ist. Bei einer ehrlichen Aufarbeitung bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit über den kapitalistischen Tellerrand hinauszuschauen. Alles unter den Tisch zu kehren mit der Einsicht, wir wollen doch nicht so werden wie die, ist aus meiner Sicht nicht zielführend.
      Es geht eher um die Frage, wieviel innere Spannung man aushält, oder wie harmoniebedürftig man ist.
      Neuestes Beispiel der Verlogenheit: der Spiegel schreibt, dass jährlich 64 Milliarden für die Folgen von „Long Covid“ ausgegeben werden müssen. Genau das hatten viele Leute schon vor Beginn der Impfkampagne so befürchtet.
      Na? Steigt der Puls?

  9. Angesichts der Dimension der Verbrechen und der Vielzahl an Lügen, ist für mich derzeit Verzeihen oder Vergessen unmöglich. Zumal das Ganze ja nur ein Symptom unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems ist. Bei einer ehrlichen Aufarbeitung bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit über den kapitalistischen Tellerrand hinauszuschauen. Alles unter den Tisch zu kehren mit der Einsicht, wir wollen doch nicht so werden wie die, ist aus meiner Sicht nicht zielführend.
    Es geht eher um die Frage, wieviel innere Spannung man aushält, oder wie harmoniebedürftig man ist.
    Neuestes Beispiel der Verlogenheit: der Spiegel schreibt, dass jährlich 64 Milliarden für die Folgen von „Long Covid“ ausgegeben werden müssen. Genau das hatten viele Leute schon vor Beginn der Impfkampagne so befürchtet.
    Na? Steigt der Puls?

  10. Dieser Artikel tangiert einen persönlichen Fragenkomplex, der sich durch meine berufliche Tätigkeit ergab.
    Ich bin Pflegefachkraft mit 43 Berufsjahren, zwei Berufsausbildungen in dem Bereich und etliche Zusatzqualifikationen, von denen eine die Palliativpflege ist. Ich habe mehrere Jahre im Hospiz gearbeitet.
    Der vom Autor angeschnittene Komplex ist kompliziert.
    Wenn man mit Menschen kommuniziert, denen das Lebensende klar und bewusst vor Augen steht, kann man seltsame Dinge erleben. In einem Fall hatte ich die Finalpflege eines Mannes, an dessen linker Achsel die Blutgruppe tätowiert war, der eine buchstäblich höllische Angst hatte, im Jenseits gerichtet und für seine Verbrechen gestraft zu werden.
    Seine letzten Tage waren mit jener Furcht besetzt, die eine frühkindliche katholische Impfung bei entsprechendem Elternhaus hervorrufen kann, essentiell, Seelenqual.
    Der Mann stand wirklich in Russland an den Massengräbern und hat sie gefüllt! Persönlich! ….und er hat erzählt, detailliert, Details, die besonders belasten…..
    Das hörte ich mir mehrere Wochen an, Bezugspflege, ein Mann, wenig männliches Personal, also mein Pflege…..
    Das hat mich auch zu Hause nicht los gelassen, habe mit meiner Frau, auch vom Fach, stundenlang diskutiert, über Grenzen des Berufes, Ethik und überhaupt, wie geht man damit um?
    Ich habe mir klar gemacht, das ich weder sein Ankläger noch sein Richter bin, sondern der Pfleger, dessen Pflicht es ist, sein möglichstes zu tun, damit der Mensch so friedlich und ruhig wie irgend möglich sein Leben beenden kann.
    Es gibt einen Punkt, wo man nur noch Mensch ist, sein muss.
    Da gingen auch viele meiner Pflegeschüler mit konform, dann berichtete ich Ihnen über einen analogen Fall, aus meiner Psychiatriezeit, in der ich einen Patienten pflegte, der zweidrittel seiner Lebenszeit geschlossen in der Forensik verbrachte, dann zu uns in die Geronto-Psychiatrie kam, da er keine Gefahr mehr dar stellte, weil pflegebedürftig.
    Die Akte war verschlossen, wir benötigten einen Gerichtsbeschluß, heraus kam, der Mann hatte sich an Kindern vergangen und mindestens zwei ermordet……da war dann das Reizthema…..schon damals haben sich Kolleginnen strikt geweigert, den Mann zu pflegen, dessen Schmerzen gönnten sie ihm, bei den Schülern ähnlich in der Diskussion, gegen die Todesstrafe war man zwar, aber bei Solchen….das Übliche eben…..
    Ich machte meinen Standpunkt dann immer klar:
    Da liegt ein hilfloser Mensch, gequält von Schmerzen, gequält von Angst, wir können helfen, lindern, erleichtern….
    Da wir Profis sind, wird aus dem „können“ ein „müssen“….so einfach ist das.
    Im übrigen, sagte ich immer, ist es ein Gefühl des Anstands, von mir aus auch nur des „Was Du willst, das man Dir tu…..“,
    das man seinem Mitmenschen keine essentiellen, vernichtenden Krankheiten an den Hals wünscht oder darüber Genugtuung empfindet.
    Da hat der Autor völlig recht!

    1. Danke für Ihren Beitrag.
      Eben, man muss sich immer klar machen, ein Mensch ist immer mehr als das, was er verbrochen hat und aus den Nahtoderfahrungen weiß der, der es wissen möchte, dass der, der an der Schwelle des Todes steht, selbst sein schärfster Ankläger und Richter ist, denn dort erfährt er unmittelbar, wie jede seiner Taten, seien sie gut oder böse, auf den von dieser Tat betroffenen Menschen (und wahrscheinlich auch Tier und ‚Natur‘ im Allgemeinen) gewirkt und was sie an Qualen oder auch Freude verursacht hat.
      Jeder Mensch, der sich zu Grausamkeit, sei sie verbaler oder physischer Art, hinreißen lässt, beschädigt sich selbst.

    2. Das mag zwar richtig sein, dass man auch Schwerverbrechern in ihrer Not hilft, keine Frage, aber der Wunsch, dass sie sich vor sich selbst oder einer „höheren Instanz“ zu verantworten haben, ist nur allzu verständlich. Denn eine Frage ist legitim: hatten sie selbst Mitleid mit ihren Opfern? Hatten sie die vor Todesangst aufgerissenen Augen wahrgenommen? Die Opfer sind tot und bleiben tot.

      1. hatten sie selbst Mitleid mit ihren Opfern

        Warum sollte man sich ausgerechnet an der Mitleidlosigkeit dieser Leute ein Beispiel nehmen?

        Die Opfer sind tot und bleiben tot.

        Eben. Da man denen nicht mehr helfen kann und der Täter soeben stirbt (also nichts mehr anrichten und auch nichts mehr lernen wird), geht es schlicht um Rache.

        1. Wie heißt es doch „mein ist die Rache“, spricht Gott, nicht des Menschen. Ich meinte ja, dass die Betroffenen sich vor ihrem eigenen Gewissen (sofern sie eines haben) rechtfertigen müssen, oder eben vor einer „höheren Instanz“. Eine entlastende Vorstellung für die Hinterbliebenen oder für überlebende Opfer. Das hat mit Rache nicht zu tun. Sondern mit einer höheren Gerechtigkeit. Ansonsten könnte man auch bloß mit den Achseln zucken und sagen, er hat abgrundtief Schlechtes getan, so what? Die Bösartigkeit hat freie Bahn. Kann man machen nix.

          1. Dann ist die Frage unsinnig, ob sie selbst Mitleid hatten. Nein, sie hatten offenkundig keins, und die Welt ist nicht gerecht. Was folgt daraus?

    3. @Wallenstein

      Da haben Sie einen mich persönlich sehr beeindruckenden Kommentar geschrieben.
      Respekt!
      Sie haben sich für meine Begriffe sehr anständig verhalten.

      Unwillkürlich musste ich beim Lesen an dieses alte Sprichwort oder Bibelwort denken:
      „Mein ist die Rache, spricht der Herr.“
      (Stammt offenbar aus Psalm 94)

      Darüber zu spekulieren, wie diese Rache – oder besser: wie dieser Ausgleich, diese höhere Gerechtigkeit – konkret aussehen mag, kann zwar interessant sein, bleibt aber doch nur Spekulation.

      Die Angst des von Ihnen beschriebenen Täters vor seinem Ende mag auch nur der Anfang gewesen sein …
      Irgendwer meinte mal, dass Verbrecher irgendwann später in die Situation kämen oder gebracht würden, über ihr eigenes Handeln zu urteilen.

    4. @Wallenstein „Da wir Profis sind, wird aus dem „können“ ein „müssen“….so einfach ist das.“

      Ich stimme Ihren Ausführungen bis auf den o. g. Satz zu, denn so „einfach“ ist es leider eben nicht.

      Man muss kein Bibelforscher sein, aber Sie argumentieren im Grunde mit christlichen Motiven und damit meine ich nicht die vielen Scheinheiligen in diesem Lande, die sich als „Christen“ tarnen. (Warum fällt mir da immer sofort der Name Markus Söder ein? Warum ist das so?) CDU und CSU machen das seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und das durchaus sehr erfolgreich. Das kann man nüchtern und bei Lichte betrachtet nicht bestreiten. Ein Bekannter sagt, das waren schon immer „Fake-Parteien“: Wasser predigen und Champagner saufen. Sie fordern von anderen Menschen Enthaltsamkeit, Sparsamkeit und Verzicht. Selbst schöpfen sie aber aus dem Vollen, leben verschwenderisch und machen Politik für die „Superreichen“, damit die „Superreichen“ noch reicher werden. Ist das nicht „super“? Es gibt immer noch Bürger und Wähler, die auf diesen Trick hereinfallen.

      Man muss seinen Feind, der einem gerade ein Messer an die Gurgel setzt, nicht lieben. Man sollte seine Feinde lieben wie sich selbst und auf Rache und Vergeltung verzichten. Diese Motivation gibt es aber nicht nur in „christlichen“, sondern auch in anderen Religionen.

      Diese Fähigkeit haben leider nur wenige Menschen, geschweige denn viele oder alle Menschen. Selbstverständlich muss ein Mörder bestraft und ein Kinderschänder muss aus dem Verkehr gezogen werden. Man darf das aber nicht mit Rache und Vergeltung verwechseln.

  11. es wird eine Zeit kommen, in der man die mRNA-gedowngradeten von der Gesellschaft separieren MUSS um die Gesundheit der menschlichen Genetik zu erhalten – FaFo-Prinzip, andere sagen auch Karma dazu

    1. Bis diese Einsicht allgemein anerkannt sein wird, wird sich durch shedding und Körperflüssigkeitenaustausch die Spritze schon so weit ausgebreitet haben in der Bevölkerung, das es egal ist und die Menschheit mit den Folgen ihrer Dummheit wird leben müssen. Siehe Asbest, siehe Tabak rauchen, siehe Kunststoffe überall usw. usf. Trotz des vorhandenen Wissens über die Gefahren wird so lange geleugnet, klein geredet und vor sich her geschoben bis etwas unternommen wird, das es eigentlich auch egal ist.

  12. Als ehemaliger Insasse der DDR habe ich früh gelernt, das es drei Methoden gibt, um mit dem Schwachsinn der Diktatur umzugehen.
    1. Mitmachen, mit der Herde mitblöken und sein Gewissen, sofern vorhanden, in den Tiefschlaf versetzen.
    2. Totaler Widerstand und die Konsequenzen, von sozialer Ausgrenzung, Zerstörung der Existenz, Inhaftierung….auf sich nehmen.
    3. So tun, als ob. Formal zustimmen, aber nie mitmachen. Das erfordert einen gewissen Schwejk‘ schen Stil. Und die Fähigkeit, die Mitläufer und Systemlinge als das zu sehen, was sie sind….
    Was „St.Corona“, die Schutzheilige der Geldwechsler, betrifft, sollte man sich fragen, wozu diente diese Inszenierung? Was sollte damit erreicht werden? Das ist wichtiger als jeden Opportunisten, Blockwart und Denunzianten zu demaskieren…

  13. Am 29.04.2020 setzte in Deutschland die Maskenpflicht ein. Etwas das ich nie für möglich gehalten hätte. Dh am 27.04 konnte man noch ohne Maske einkaufen gehen, ab 29. nicht mehr. Inwiefern sich die Lage in diesen beiden Tagen geändert hatte, konnte mir niemand erklären. Ich betrat am 29. oder 30.4 dann einen Drogeriemarkt unmaskiert, weil ich zunächst gesagt hatte daß ich nicht mitmachen werde. Ich wurde von anderen, vor allem KundInnen (Frauen habe ich oft am militantesten erlebt) fast zusammengeschlagen. Daraufhin trug ich Maske, da ich nicht in der Verfassung war mir das regelmässig anzutun. Ich habe dann das Futter innen aus der Maske rausgeschnitten, da ich so besser atmen konnte und weniger Panik hatte, aber auch damit hatte ich einige Probleme und wurde aus Läden rausgeschmissen. Man sah leider von aussen daß das Futter rausgeschnitten war. Ich blieb dann auch ungespritzt, nachdem ich mich sorgfältigst über diese Injektionspräparate informiert hatte und wurde von Familienfeiern ausgeladen und/oder wüst beschimpft. Verzeihen kann ich das alles bis heute nicht, da ich ein nachtragender Mensch bin. Aber ich komme heute wieder im Leben klar und habe auf gewisse Art und Weise einen Haken an die Sache gemacht, auch wenn ich nicht verzeihen kann. Mit einigen in meiner Umgebung bin ich übereingekommen, daß das Thema eben ausgespart wird und das klappt ganz gut.
    Dennoch habe ich auch den widerlichsten Coronauten wie Niedecken, Schröder, Bosetti und Co nie eine Krebsdiagnose gewünscht. Damit würde ich mich ja auf das gleich gehässige Niveau begeben.
    Ich erinnere mal daran, daß es Vorschläge gab Unge“impfte“ von der medizinischen Versorgung abzuscheiden oder aus der Krankenkasse zu werfen.
    Ich sage mir heute einfach, daß die Leute ihre Gründe hatten, so zu reagieren wie sie eben reagiert haben. Vielleicht hatten sie tatsächlich Angst, vielleicht haben sie auch eine autoritäre oder faschistoide Ader.
    Ich habe ja auch Gründe für meine Reaktanz.
    Im Endeffekt bin ich froh, daß das alles passiert ist, denn paradoxerweise sind ja die Masken in dieser Zeit gefallen, obwohl sie real aufgesetzt würden.
    Ich werde deswegen künftige Krisen besser bewältigen können. Dafür bin ich dankbar.

  14. Wenn alle Menschen mehr Verstand, Empathie und Rücksicht walten liessen, und sich selbst nicht immer für den Nabel der Welt hielten, kämen wir mit einem Mindestmass an Gesetzen /Verboten aus.

  15. Aus den RKI-Files ist klar, dass die Pandemie-Maßnahmen von der Politik gewollt wurden, obwohl dem RKI klar war, dass die „Sklavenmasken“ keine Wirkung hatten. Von den Impfungen war bekannt, dass sie nur schaden und keinen Nutzen haben. Tests – witzlos.

    Ob es bei der Plandemie nur um Geld ging? Den Eindruck erwecken die Epstein-Files, wo die geplante Pandemie oft auftaucht. Aber warum wird dann eine Biowaffe als „Impfstoff“ verwendet?

    Auf jeden Fall steckt das NATO-Militär mit in der Pandemie. Aufklärern wie Reiner Füllmich oder Arno van Kessel (Niederlande) wurde übel mitgespielt. Van Kessel war monatelang in Einzelhaft im Gefängnis, Füllmich ist es immer noch. Da steckt der „Deep State“ tief mit drin.

    Auf jeden Fall wurden die Menschen übel gegeneinander aufgebracht, um Impfverweigerer an die Nadel zu bekommen. Und das war geplant und wurde geübt!

    Ich habe einiges an übler Behandlung erlebt und da reagiert man natürlich auch hämisch. Also: Manchen Fieslingen gönne ich ihre Giftspritze, obwohl mir klar ist, dass sie selbst Opfer einer böse ausgedachten Kampagne geworden sind. Was bei anderen Themen (z.B. Ukraine) ebenso ist.

    Aber es überwiegt natürlich das Mitleid mit den Kranken und den Angehörigen der Verstorbenen.

  16. Wir sprechen uns dann bei der nächsten “Pandemie”.

    Alle Corona-Gesetze sind noch in Kraft. Die Gain-of-Function-Forschung wird weiter betrieben. Die Massenmedien haben nichts geändert. Allein, die Zensurgesetze werden immer schärfer.

    Lieber Roberto, wir sprechen uns dann in der nächsten “Pandemie”. Bin gespannt, was Du dann zu denjenigen sagst, die wieder mitmachen. Mal schauen, ob es Dir dann auffällt, wo das Problem liegt.

    1. Werden wir. Ich lehne mich dagegen auf, nicht mehr menschlich sein zu sollen – das war auch mein Antrieb während jener Jahre.

  17. Vor dem Vergessen kommt das Verzeihen. Vor dem Verzeihen kommt das Entschuldigen. Vor dem Entschuldigen kommt das Eingestehen. Vor dem Eingestehen kommt das Einsehen.

    Wir sind nicht mal beim Einsehen bisher.

    1. Gut zusammengefaßt!

      Nur eine sprachliche Korrektur (auch weil dieser Fehler zur Gewohnheit geworden ist) sei mir gestattet:

      Man kann SICH nicht entschuldigen! Man kann nur als Schädiger den Geschädigten um Verzeihung/Entschuldigung BITTEN. Entschuldigen/Verzeihen ist dann das Privileg (nicht die Pflicht!) des Geschädigten.

      Aber die Arroganz der Schädiger ist ja leider grenzenlos. Allein Jens Spahns Buchtitel!:

      „Wir werden einander viel zu verzeihen haben“.

      Ich wüsste nicht, was er mir verzeihen sollte? Und umgekehrt hat er noch nicht mal seine Verbrechen eingesehen, geschweige denn dafür um Verzeihung gebeten…

    2. Vor dem Vergessen kommt das Verzeihen. Naja ehrlich gesagt fordert der Autor ja auch kein Vergessen, sondern eine Amnesie(nicht Amnestie!);)

    3. Ob die Hintermänner der „Pandemie“ demnächst ein Viertelstündchen in den Tagesthemen bekommen und dort erklären dürfen:

      „Wir entschuldigen uns für den Massenmord mit Gen-Spritzen, den wir als ‚Impfung‘ nach einer ‚Pandemie‘ getarnt haben, damit es niemand merkt.“

      Schön wär’s! 😉

  18. Kommetare verschwinden spurlos seit Beginn der Regelungen.
    Kann man vielleicht Fachleute daran setzen, ist die Müllabfuhr billiger?
    Das ist nicht gegen die Müllabfuhr gerichtet!

  19. Endlich kann ich wieder mit Freude und Gelassenheit Grönemeyer, BAP, die Ärzte, die Toten Hosen, Rage Against The Machine etc. hören, im Berghain tanzen und Chomsky lesen…

    Spaß beiseite: C war nun einmal eine De-Maskierung, insbesondere des Kulturbetriebs, und daran lässt sich nichts mehr ändern. Dennoch, gute Artikel und schönes Motto – wir alle setzen uns mit gewissen Unausweichlichkeiten auseinander, ob bewusst oder unbewusst.

  20. …und dann erklären sie nebenher Krank-heit zur Schuld………. Machte das die r.k. Kirche nicht jahrhundertelang ? Und us
    Evangelikale bis heute? Der Herr mache
    die Seinen reich und schön, und die Ande
    ren arm, hässlich und krank ?

  21. Wenn die Politik etwas seit Jahren oder Jahrzehnten oder noch viel länger etwas vorlebt(te) das die Unmenschlichkeit personifizierte, dann ist das Mensch sein, seit diesen Ewigkeiten abhanden gekommen.
    Da jede Generation mit seiner gezielten verabreichten Propaganda gross geworden ist.
    Das Mensch sein muss vom Menschen selbst, erstmal selbst analysiert werden.
    Leider hat der Mensch keine Zeit mehr, weil der liberale Kapitalismus einem die Zeit stehlt, eigene Gedanken zu entwickeln.
    Simulanten simulieren die Simulation

  22. wichtiger Hinweis
    Schadenfreude ist ne Sch….Freude…
    tut dem Menschen auch nicht gut.
    klar nervt mich das Übergehen meiner „Verletzungen“ und dass viele so tun als hätten sie nicht Grundstandards des Zusammenlebens aufgelöst …
    Auf um Aug ..und alle werden blind
    ist doch blöd…

    unsere Art, Kritische und Andersdenkenden zu enthumanisieren (ohne Augenzwinkern) und ohne direkte Betroffenheit ist seit eh und je schon ekelhaft!
    was haben Männer gg Frauen geäzt, nur weil die Rechtsstaat und Demokratie für sich und ihr Kinder wollten…
    was würde gg die S21 Gegner gehetzt, nur weil wir das offizielle Mantra “ S21 kostet nur 2,8 Milliarden“ in Frage stellten …

    es ist also nicht neu, erschreckt aber immer wieder und vor allem Dingen:
    wollten wir es nicht anders machen?
    und noch erschreckender: damit Mensch nicht „Entschuldigung“ sagen muss wird kräftig weiter gehetzt ..

  23. Die Darstellung des Zeitgeistes und des Niveaus der Comedie-Szene finde ich gelungen.
    Jede Spekulation über Ursache-Wirkungszusammenhänge aber fast aussichtslos angesichts der vielen Gefahren und Einflüsse denen unsere Gesundheit heute ausgesetzt ist, die alle in den letzten sagen wir maximal 100-200 Jahren aufgekommen sind und auf die die Evolution in den vergangenen Millionen Jahren uns daher nicht vorbereiten konnte.

  24. Selbstgerechtigkeit, @name 9:01, ist eine Tugend der Herrschaftsmoral – top down wie bottom up. Ihre gleichmäßig erscheinende Verteilung auf allen Seiten der Covid-Barrikaden könnte man getrost zum „Beweis“ dafür nehmen, wenn das Gefüge moralischen Bewußtseins nicht so selbsterklärend wäre, wie es hier beiderseits zum Ausdruck gebracht wird.

    Wenn ich die veröffentlichte Meinung zum Maßstab nähme, wie sie weitgehend offenherzig aus den sog. Sozialen Medien schallt und quillt, müßte ich zu dem Schluss kommen, 98% der Leutz im sog. „Westen“ sollten schleunigst aus dem Verkehr gezogen werden, „taken out“, wie der Amerikaner sagt, wg. der akuten und zu einem hohen Anteil willkürlichen und böswilligen „Fremdgefährdung“, eine Vokabel, die ich hier opportunistisch ihres juristischen Belanges halber verwende; aber! Ich weiß, das Internet täuscht. Schematisch sind 9 von 10 dieser scheinbaren 98% so klein, daß ich den Hut lupfen muß, unter dem sie in der Öffentlichkeit nahezu unsichtbar werden. Sie tun, was ihnen befohlen wird, und gut is. „ZURÜCK!“, habe ich diejenigen angeherrscht, die mir ab Winter 2020 eine freizügig maskenlose Volldosis ihrer möglichen Virenlast überzuhelfen drohten, und mein Lungendruck war allemal gut genug, gleich einen Teil der potentiellen Gefahr zu beseitigen. Sie wichen alle zurück, auch diejenigen, die 20cm höher und 60kg schwerer waren. Nackte Aggression aus einer kenntlichen Masse potenter Schnellkraftmuskulatur wirkt meistens zuverlässig.

    Und wenn einer wie ich dann versöhnlich nachhakt, sobald der Probant Abstand genommen hat, sind die Meisten „ganz lieb“, und diejenigen, die es nicht sind, maulen, krähen und beckmessern halt a weng ‚rum, kein Problem, ist ihnen gegönnt.

    Das war zwischen 20 und 23 so, und war es auch die 50 Jahre vorher, die ich auf körperliche Präsenz gesetzt habe, wenn es darum ging, keine Kompromisse zuzulassen, wenigstens für die Zeit, die ich benötigt habe, mich aus der Situation zurück zu ziehen.

    So what. Es gibt seither wahrlich genug anderes Geschehen, das eure Wehrhaftigkeit berufen könnte und sollte. Würde zwar so wenig dabei ‚rumkommen, wie eh und je, just dafür ist die Selbstgerechtigkeit der Moraliker ja da, nech. Aber es gäbe immerhin weniger thematischen Unrat in der veröffentlichten Meinung.

  25. Nun, Schadenfreude vielleicht nicht. Aber auch kein Mitleid. So groß ist das Füllhorn des Einzelnen nicht, daß da neben den Impfopfern und sonstwie Drangsalierten noch etwas für die Täter übrigbleibt.

  26. Ich hatte als Plandemie-Massnahmen Gegner große Hoffnungen als Bill Gates auf diesem berühmten Ted Talk darüber fabulierte das er das Überbevölkeungsproblem mittels Impfung in den Griff bekommen wollte. Das Ende der Wohnungsknappheit stand kurz bevor. Und nun die große Enttäuschung, von wegen plötzlich und unerwartet. Laut Euromomo alles im normalen Bereich. Bill der Scammer hat mal wieder nicht geliefert was versprochen war.
    Ja, man kann die Ereignisse auch zynisch lesen.

  27. Lieber Herr de Lapuente, Sie scheinen mir in Ihrem Artikel ein Zwiegespräch mit sich selbst zu veröffentlichen. Nur die Überschrift ist nicht so ganz passend zum moralischen Anspruch Ihres Textes. Denn diejenigen, die hämisch und peitätlos die Dreckkübel über die Erkrankten oder Verstorbenen ausleeren, verhalten sich doch exakt so, wie Menschen sich verhalten. Sie müssen nicht „Mensch bleiben!“ sondern man kann auf Basis dessen, was Sie da schildern sehr git feststellen, dass sie das Menschsein nie verlassen haben.

    Und das Elegante an der Angelegenheit ist, dass diese Menschen genauso „menschlich“ sind, wie jene, die diese Menschen während des Zivilisationsbruchs Corona erniedrigt, beleidigt und gern Kraft der ihnen gegebenen Macht gequält und unterdrückt haben. Insofern bewegt sich alles auf einer zutiefst menschlichen Ebene.

    Natürlich kann man das Verhalten sowohl des Einen wie des Anderen moralisch verurteilen, aber menschlich ist es alle mal.

    Es besteht jedoch ein gewisser Unterschied zwischen jenen, die aus Schwäche heraus ihren Zivilisationsanstrich, ihre Höflichkeit vergessen, denn nur darum geht es, und jenen, die die ihnen zugefallene Macht, medial, staatlich oder als Leitwolf in Gruppen nutzen, um ihre niederen Instinkte auszuleben. Denn um nichts anderes als niedere Instinkte handelte es sich und handelt es sich noch, wenn man sich noch immer nicht zu seiner Fehleinschätzung bekennt, sich entschuldigt und Konsequenzen zieht. Ich gehe mal davon aus, dass weder der Bürgermeister noch das TV-Satirikerlein zu jenen ganz, ganz wenigen gehören, die ihre unterirdischen Verhaltens- und Handlungsweisen während der Coronazeit bedauern und als falsch einschätzen würden. Auch ein solches Verhalten ist zutiefst menschlich, gehört doch das Zugeben von Fehlern nicht zu unseren hervorstechendsten kulturellen und individuellen Eigenschaften. Schuld haben regelmäßig die Anderen.

    Wenn wir nur „menschlich“ bleiben, ändert sich nichts. Ihre Forderung läuft sozusagen ins Leere. „Übermenschlich“ im positiven, nicht im usurpierten Sinne zu werden, müsste der Anspruch sein.

    Zur Sachlage im Hinblick auf Krebserkrankungen und mRNA-Behandlungen ist schlicht festzustellen, dass das Krebsregister hierzulande und, bitte mich gegebenenfalls zu korrigieren, auch anderswo eben genau nicht erfasst, ob der Erkrankte einer mRNA-Therapie oder einer anderen Covid“Impfung“ teilhaftig geworden ist oder nicht. Das gilt für alle anderen Erkrankungen, deren signifikante Steigerung in den letzten 5 Jahren behauptet wird, gleichermaßen. Es ist ja noch nicht einmal konsequent erfasst worden, ob ein positiver PCR-Test von einem geimpften oder ungeimpften Menschen stammt. Somit wurde bewusst entschieden, das Kriterium mRNA-Spritze nicht zu untersuchen. Und genau deswegen liegt der Verdacht sehr nahe, dass es da Zusammenhänge geben könnte. Nun wird aus Korrelation nicht zwingend eine Kausalität, ganz entgegen der Implikationen, die UNSEREDEMOKRATIE und UNSEREWISSENSCHAFT über mittlerweile Jahrzehnte in die Köpfe der Menschen träufelt, mit Ausnahme politisch nicht genehmer Korrelationen, aber die Erfahrung lehrt auch, dass gerade für den Fall der ständigen Verneinung von Zusammenhängen durch die Obrigkeiten eine hohe Wahrscheinlichkeit für Zusammenhänge besteht. Und hinzu kommt das anekdotische eigene Erleben. Hier fällt mir auf, dass z.B. hartnäckige Erkältungen und langanhaltende körperlich Schwächephasen bei „Geimpften“ in meinem Umfeld doch deutlich zugelegt haben. Aber das ist alles sicher nur Zufall. In jedem Fall sind Spekulationen ebenfalls zutiefst menschlich.

    Herzlichst und beste Wünsche für Ihre Gesundheit

  28. Sträter bringt mich zum Lachen, De Lapuente eher zum Heulen. Wahrscheinlich bin ich eben auch seicht, gerade auch, weil ich immer noch davon überzeugt bin, dass Leute, die sich in einer laufenden Pandemie nicht impfen lassen, asozial handeln. Speziell wenn sie in pflegenden Berufen tätig sind. Zugegeben, von der damals neu durchgedrückten Technologie war ich auch nicht überzeugt und bin ihr aus dem Weg gegangen, was in meinem Fall nicht schwierig war. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Man ist kein Fan zynischer kapitalistischer Politik, wenn man überzeugt ist, dass man im Fall einer Pandemie nicht nichts tun kann. Wenn die reklamierte Freiheit zu höherer Inzidenz und damit nicht nur zu mehr Todesfällen, sondern auch unzähligen Post-Covid-Erkrankungen führt, halte ich sie für vorübergehend zweitrangig und hintanstellpflichtig.

  29. Danke , Roberto, für diesen Beitrag, der meinen Herzverstand erreicht und berührt.
    Ebenso der wunderbare Kommentar von @n.b , der, wie ein Forist vorschlägt, als eigenständiger Artikel erscheinen könnte.

    Letztlich leben wir alle weiterhin in einem uns schädigenden, bevormundenden System, das sich „unsere Demokratie“ nennt. Viele Foristen die hier kommentieren haben einen kritischen Blick darauf. Auch dafür Danke, denn mir sind das alles Zeichen für’s menschlich sein und bleiben wollen.

  30. Nur mal ein kleiner Kritikpunkt:

    „der sogenannte Impfstoff“ – schreibt uns der weltberühmte Mediziner und Virologe Roberto Lapuente. Dafür zitiert er dann einen Link von der hochseriösen Website von Stefan Magnet, der aus dem Dunstkreis der FPÖ kommt. Zu dem Arzt, der den Artikel schrieb, findet man auch genügend. Er musste z.B. schon eine Unterlassungserklärung unterschreiben, weil er behauptete, dass Impfstoffe „Graphenoxid“ enthielten.

    1. Und was wollen Sie dem mündigen Bürger damit sagen?

      Selbstverständlich gab und gibt es zu jeder Zeit und überall Scharlatane, Alchemisten und Leute, die behaupten, dass der blaue Planet eine flache Scheibe ist. (Nur so am Rande: Manche Kritiker, die damals bestritten, wurden von den politischen und religiösen Führern als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.)

      Das aber hat nichts mit der fehlenden wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, sozialen und politischen Aufarbeitung von Corona zu tun. Denn diese Aufarbeitung ist von der herrschenden Nomenklatura nicht erwünscht und nicht gewollt. Das Motto der verantwortlichen Parteien, Politiker, Pharmareferenten, Mediziner, Maskenhersteller und einer ehemaligen Vorsitzenden des „Ethikrates“ lautet: Bitte weitergehen, hier gibt es nichts mehr zu sehen.

      Das kann man durchaus mit der sogenannten „Entnazifizierung“ nach dem Ende des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges vergleichen. 1933 haben rund 44 Prozent der Deutschen Wähler (und Wählerinnen) ihren eigenen Diktator gewählt. 1945 wurden daraus unschuldige Befehlsempfänger (und Befehlsempfängerinnen), Mitläufer (und Mitläuferinnen) und Leute (m/w/d), die von nichts wussten. Da war dieser kleine Mann mit dem komischen Schnauzbart an allem schuld und damit ist nicht Charlie Chaplin gemeint, sondern dieser kleine Mann mit dem komischen Schnauzbart, den braunen Klamotten und dem ordentlichen deutschen Seitenscheitel. Der aber hatte sich bekanntlich rechtzeitig selbst aus der Verantwortung gestohlen und in Asche verwandeln lassen.

  31. 2020 ist insofern eine Zäsur für mich gewesen, als ich bis zum Mai dieses Jahres zu den verworfensten Verschwörungstheoretikern der Republik gezählt habe, ein spätes Dokument dafür ist dieses Postingdanach liefen mir die absurden Vorstellungen der Querdenker „den Rang ab“.
    Die Absurdität könnte ich jetzt anhand etlicher Vorposter skizzieren, aber ich ziehe es vor, lediglich an ein paar simple Fakten zu erinnern (was ich auf dieser Plattform schon mehrfach getan habe), die sie entweder nie zur Kenntnis genommen haben, oder ignorieren.

    1. Bis Mitte März 2020 – zu diesem Zeitpunkt war es in Deutschland, anders als in Skandinavien, längst zu spät für Maßnahmen, die geeignet gewese wären, die Ausbreitung von Sars-Cov wirksam zu verlangsamen – hat sich die Bundesregierung, hatte sich Merkel persönlich, der „Durchseuchungsstrategie“ des händewaschenden Boris Johnson angeschlossen.
    2. Zum „Strategiewechsel“ kam es präzise, als die „Nordlichter“ unter den Bundesländern, Schleswig Holstein, Hamburg, Niedersachsen und MeckPom, in eigener Länderhoheit Lockdowns der öffentlichen Hand (bes. Schulen) angeordnet haben, und den „Dammbruch“ gegen die Durchseuchungsstrategie hat wahrscheinlich der Aufsichtsrat von VW verursacht, dem es angesichts der Fahrzeughalden nicht schwer gefallen sein dürfte, in Niedersachsen Aussetzung der Werksbetriebe anzuordnen. Etliche mittelständische Betriebe, weniger, als in Frankreich, aber immerhin, haben dann begonnen, dem Beispiel zu folgen.
    3. Daß die Bundesregierung ihre innere Souveränität gegen solchen „Wildwuchs“ zu verteidigen hatte, ist zu diesem Zeitpunkt, bevor UvdL von EU-Seite offiziell in Tätigkeit getreten ist, das Hauptmotiv für den obrigkeitsstaatlichen Umgang mit der Epidemie gewesen und zugleich das plausible Argument für die Angehörigen der politischen Klasse, sich von wissenschaftlichen und anderen sachgerechten Urteilen über Verlauf und Auswirkungen der Epidemie schlicht frei zu stellen, zugunsten der Bedienung staatsidealistischer Ansprüche an Souveränität und Handlungsfähigkeit der … Obrigkeit.
    Das hat gleichsam die Demokratieideale im ideologischen Betrieb auf ihren operativen Begriff reduziert.

    Zum Begriff der querdenkerischen Verschwörungsideologien haben damals Peter Decker et al vom „Gegenstandpunkt“ (oder seinem Umkreis) für „Telepolis“ Wesentliches aber auch Unzureichendes aufgeschrieben, lange Artikel, die jetzt wohl gecancelt sind (ich habe das nicht geprüft).
    Ich trete hier jetzt mal in einer radikal auf den nackten Kern reduzierten Darstellung dieses Begriffes für die Artikel ein:

    Die Querdenker, und unter ihnen mit spezifischer Energie Leute, die sich zuvor in ihrem Selbstbild „irgendwie links“ eingeordnet und gewähnt haben, haben sich durch die obrigkeitsstaatlichen Maßnahmen auf den nackten Kern ihrer Freiheitsideologien zurück werfen lassen: Gewerbefreiheit. Sie wähnten und wähnen sich nach wie vor als Herren ihrer Arbeitskraft und deren Ertrages, sie weigern sich, zur Kenntnis zu nehmen, daß ihre geschätzte bis geliebte persönliche Freiheit in nichts anderem, als einem staatlichen Dienstverhältnis besteht. Der obrigkeitsstaatliche Umgang mit der Epidemie hat den harten, begrifflichen Kern dieses Dienstverhältnisses aus der Plethora der Schichten der Kulturen der Gewerbefreiheit – die ja eine diverse ständische Verteilung in der Bevölkerung aufweisen, daran sei immerhin erinnert – an die Oberfläche der öffentlichen Wahrnehmung zurück gehoben, genau daran haben sich die Geister geschieden.

    C’est tout. Im Kern der Sache.

    1. Da hier nichts kommen wird, verwende ich meinen dritten Streich für einen Bericht darüber, was ich damals in der Öffentlichkeit getan habe, nicht um mich zu loben, vielmehr als ein beispielhaftes Dokument, was unter günstigen Voraussetzungen in der Sequenz der Phasen möglich gewesen ist. Die Zeugnisse dieser Tätigkeit sind einesteils gelöscht, andernteils habe ich sie selbst depubliziert, um meinen Blog zu schützen.
      Die Voraussetzungen waren meine wissenschaftliche Vorbildung und eine Menge Zeit und Energie. Hat nicht jeder – dafür gibt es sowas wie Arbeitsteilung.

      1. Phase eingenommen von der Opposition gegen die sozialdarwinistisch faschistische Ideologie / Strategie einer Opferung der „Alten, Kranken, Schwachen und Untauglichen“, kurz des kapitalistisch unwerten Lebens.
      Ergänzt um den Hinweis, was eine verständig syndikalistische Arbeiterorganisation jenseits kommunistischer Umtriebe dagegen hätte tun können. Ich wiederhole den Inhalt nicht.

      2. Phase: a) Warnung vor Vertrauen auf eine Impfung, bevor eine auf dem Markt war!
      Denn die wiss. Lit. zu dieser Zeit gab bereits die Gewißheit her, daß eine Impfung nicht vor Infektion schützen, sondern bestenfalls die Ausbreitung des Erregers im Körper und die Gewebezerstörung eindämmen könne.
      Später ergänzt um eine bedingte Empfehlung der Vektorimpfstoffe von Astra und Moderna und des russischen „Sputnik“ unter dem Motto: „Wer sich nicht impfen will, probiere halt die Infektion aus und beschwere sich anschließend nicht“.
      Ergänzt um die strikte Warnung, wer sich impfen lasse, halte danach eine 10 bis 14 tägige Quarantäne ein, um keinen „Doppelwhopper“ aus Impfung und Infektion einzufangen.
      b) Fortgesetzte Aufklärung über die laufend absehbarer werdenden Spätschäden, die auch als „milde“ empfundenen Infektionen mit Sars-Cov anrichten mußten, jedenfalls in der Phase der endemischen Sedimentierung des Virus.

      3. Phase: Die doppelte Warnung habe ich für die mRNA-Impfstoffe noch einmal verstärkt, bevor sie auf den Markt kamen, gleichwohl einen Fehler gemacht. Etwa im Mai / Juni / Juli gab die wissenschaftliche Literatur, die ich zu den Hintergründen und Methoden der mRNA-Technologie fand, keine tauglichen Hinweise ab, daß etwas an den zahlreichen aufkommenden Querdenker-Verschwörungsideologien dran war, insbesondere die Unterstellung eines Eingriffes in die DNA. Deshalb stellte ich mich zu dieser Zeit überwiegend gegen diese ideologische Kultur.
      Es hat allerdings Hinweise genug gegeben, das Versprechen des Herstellers, Dosis und Wirkweise würden ausschließen, daß der Impfstoff bei korrekter intramuskulärer Verabreichung das organische System gleichsam „fluten“ könne, war teils eine Lüge, teils „positives Denken“. Diese Hinweise habe ich in meinem Widerstand gegen die Querdenker-Ideologeme ignoriert. Insgesamt haben meine Nachforschungen zu den Risiken dieser Technologie nur das Urteil her gegeben:
      Verschont die Gören damit!. Und die Alten und Kranken sowieso. Die Gründe wiederhole ich nicht.
      Eine einmalige Astra-Impfung habe ich aufgrund einer damals extremen und kaum vermeidbaren Exposition angenommen.

      4. Phase: Strikte Ablehnung der mRNA-Technologie etwa ab Frühsommer ’21. Astra war zu dieser Zeit aus guten Gründen durchgefallen, Moderna kaum verfügbar, Sputnik und die chinesischen / cubanischen Impfstoffe verboten.

      Biontech habe ich im Frühjahr ’22 selbst noch angenommen, maßgeblich mit Rücksicht auf meine (ungeimpfte) Lebensgefährtin unter fortdauernder extremer Exposition und im Vertrauen auf meine vielfach bewährte Widerstandskraft. Ich bin nie zuvor derartig durchgreifend erkrankt gewesen, wie in der Woche nach dieser Impfung, die zwei Nierenbeckenentzündungen, die ich als Jugendlicher kassiert habe, waren ähnlich übel, aber die Impfung hat alle Organe in Mitleidenschaft gezogen, vielleicht mit Ausnahme des Herzens. Ich erwähne diese Episode, weil alle Geimpften in meinem Umfeld zunächst geringere Impffolgen eingefangen haben, statt des nahezu brutalen „Finger weg“ meines Immunsystems. Wer sie dafür verurteilt, ist final erkrankt und sollte … naja. Ihr wißt schon.

      Ausgelassen habe ich jetzt die politische Agitation im Umfeld des Geschehens, insbesondere Aufklärung – soweit möglich – über Strategie und Machenschaften von EU (in Klammern: NATO) und die buchstäblich mörderischen Impfkampagnen des RKI und noch mehr des PEI unter in Deutschland flächendeckender Knebelung bis politischer / bürokratischer / juristischer Verfolgung der Warner und Gegenstimmen. Selbst in Israel geschah dasselbe weniger repressiv, in den USA sowieso. Freilich ist das schon deshalb nicht wahr genomme worden, weil ich die querdenkerische „Adelung“ jedes logischen / wissenschaftlichen Irrwitzes, der verfolgt bzw. gecancelt worden ist, beispielhaft sei Homburg erwähnt, natürlich nicht mitgemacht, sondern mich dagegen gestellt habe.

      Falls im Netz noch Spuren meiner damaligen Tätigkeit zu finden sind: Mein Name ist Tom Gard.

      1. Sie haben leider nicht verstanden, daß die „Pandemie“ erfunden wurden, um die „Spritze“ – die schon lange bereitstand – an den „Mann“ zu bringen. Und nicht die „Spritze“ wegen der Pandemie …

        Trotzdem lese ich ihre Kommentare zu Themen wie Ukraine, NATO, usw. immer wieder gerne, lieber Tom Gard! Da kennen Sie sich wirklich aus …

        Mit freundlichen Grüßen, H.L.

  32. „Die Corona-Zeit war ein beeindruckendes und und bedrückendes Lehrstück über den Menschen wie er ist und wie er sich mehrheitlich in Ausnahmesituationen verhält.
    Die alte, sehr alte Erkenntnis: Der Mensch ist schwach.

    Im Grunde kann man nach „Corona“ auch das Handeln bzw. Versagen früherer Menschen in anderen Extremsituationen besser verstehen. Geht mir jedenfalls so.
    Stets wird es nur eine Minderheit sein, die es schafft, widerständig zu sein oder zu werden. Diese Erfahrung hat man im 20. Jahrhundert ja auch im Hinblick auf das Verhalten in Diktaturen machen müssen.

    Eben diese Erkenntnis, dass der Mensch mehrheitlich schwach ist, hindert mich nun aber auch daran, jene gewöhnlichen Mitbürger zu hassen, die mich damals als Ungeimpften und Maßnahmenkritiker drangsaliert haben.
    Die meisten von ihnen waren einfach schwache, feige oder uninformiert-dumme Menschen.
    Ich kann doch nicht den Menschen an sich, als Gattungswesen hassen!

    Der Aufruf von Herrn De Lapuente („Mensch bleiben!“) ist insofern sowohl anständig als auch weise.
    Zum Menschsein gehört die Schwäche eben dazu. Das Verzeihen-können auch.

    Das heißt allerdings nicht, dass ich stattgefundenes Fehlverhalten, erlebte Feigheit, Schwäche und Dummheit vergesse oder gar für bedeutungslos halte, aber ich bin es eben nicht so sehr gewöhnt, von anderen in Krisensituationen viel Mut zu erwarten. Und so weiß ich mittlerweile immerhin besser als vorher, welcher Verwandte, Freund oder Nachbar in welche Schublade gehört … Das war nun allerdings leider keine erfreuliche Erfahrung.

    Gleichwohl gibt es im Hinblick auf die Corona-Zeit auch Personen, die in größerem Maße Schuld auf sich geladen haben. Meist Entscheidungsträger.
    Und es gibt auch Ausnahmen, die sehr wohl der Justiz bedürftig sind. Also Leute, die wider besseres Wissen verantwortungslos oder profitorientiert gehandelt haben.

    So halte ich etwa die Freigabe der mRNA-Impfstoffe ohne die sonst zwingend erforderliche gründliche und lange Prüfung für ein regelrechtes Vergehen. Und wenn man beispielsweise den merkwürdig starken Rückgang der Geburtenzahlen ab Impfeinführung nimmt, wie er etwa hier
    https://multipolar-magazin.de/meldungen/0412
    dargestellt wird, so handelt es sich auch um ein sehr schwerwiegendes Vergehen. Und die anderen gar nicht so seltenen Impfschäden (z.B. Herzmuskelentzündungen) kommen ja noch hinzu!

  33. Es bleibt leider dabei..: #wirhabenmitgemacht
    Wünsche niemandem Schlechtes. Will aber auch nicht mehr erhöhte Krankenkasse zwangszahlen müssen, damit die ganzen treudoofen GenmutantInnen jetze ihre millionenfachen Gürtelrosen und HIV-chimärischen Immundefekte teuer „behandelt“ bekommen. Im Jahre 6 anno coronae wird man von diesen (ignoranten, arroganten) ach so menschlichen Menschlein immer noch angefeindet, ge-gaslighted, ausgegrenzt, in Nazi-Schubladen gesteckt, und obendrein zum ukrainischen Ersatznationalismus aufgefordert. Damals wollten sie mich wegen gut begründeter Nichtimpfung wahlweise in die Psychiatrie, ins Lager oder gleich in den Knast stecken. Ich sag’s mal (wieder) so, wie der weise Götz von Berlichingen…

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen