Irgendwo da draußen

Sternenhimmel
Dawid Zawiła davealmine, CC0, via Wikimedia Commons

Ein Blick auf einen anderen Planeten.

Man muss sich das mal so vorstellen: auf einem Planeten irgendwo im Weltall ermuntert eine Supermacht aus sich mega-grandios verstehenden Lebewesen ein kleines, in sich uneiniges, kulturell ziemlich zerrissenes, weit entfernt gelegenes Staatsgebilde dazu, einen Stellvertreterkrieg gegen eine andere, konkurrierende Großmacht in unmittelbarer Nachbarschaft zu führen – beliefert dieses Staatsgebilde in bis dato unvorstellbarem Ausmaß mit Waffen, macht es so zu einem Frontstaat gegen den Großkonkurrenten. All das, um diesen massiv zu schwächen (oder gar zu „ruinieren“) und reiht dabei eine Menge anderer, ebenfalls waffenliefernde Staatsgebilde in die Front gegen den Großkonkurrenten ein – was auch noch funktioniert, weil diese sich davon ebenfalls neue Marktzugänge, Reichtumsvorteile und jede Menge eigenen imperialen Machtzuwachs versprechen. Mit dem vorläufigen Ergebnis: Hunderttausende Tote; ein in hohem Maße völlig zerstörter Lebensraum und: der ganze Planet einem dritten umfassenden Selbstvernichtungskrieg nahe.

Zugleich ist die so bekämpfte Großmacht, auch nach mehreren Kriegsjahren, nur mittelprächtig geschwächt, aber im Prinzip überlegen aufgestellt und rückt weiter vor.

Alles Fehlanzeige

Als die Planeten-Supermacht, ohne die der ganze Krieg nie hätte stattfinden können (wie sie nach einiger Zeit selbst zugibt), ihr tödliches Kriegsprojekt aufgibt und lieber wieder mega-profitable Geschäfte machen will auf dem gesamten Planet (zu Lasten und durch Erpressung Dritter) statt unproduktiv, teuer und ergebnisoffen zu töten bzw. töten zu lassen, gerät das Heer der bisherigen Verbündeten in Panik. Zuerst ideologisch, dann in Folge auch militärisch. Denn die Supermacht hat mit einer Art Knall die gesamte Kriegspropaganda auch der Verbündeten geschreddert. Schockstarre! Statt zuzugeben, dass sich der Krieg gegen die eine konkurrierende Großmacht auch für sie nicht rechnet, dass sie ihrer auch selbstproduzierten Kriegspropaganda („Für Werte wird man doch wohl noch töten dürfen“) aufgesessen sind, wollen diese – von ihrer Supermacht urplötzlich alleingelassenen – Verbündeten unbedingt weiter Krieg führen. Sie haben sich so verrannt in die Sache, dass sie sich nichts Anderes mehr vorstellen können, als bedeutende Konkurrenten zu vernichten, insbesondere in diesem konkreten Falle. Sie wollen ihre gesamte Wirtschaft, ihre konkurrentisch-aggressiv ausgerichteten Staatskonstruktionen, ja das gesamte Leben in ihren Herrschaftsgebieten dem Krieg unterwerfen. „Whatever it takes“ grölen sie dabei. Und: sie verlangen, dass sich alle Normalmenschen im eigenen Herrschaftsgebiet diesem Plan bedingungslos unterwerfen.

Und was passiert dann?

Gibt es Proteste, gar Aufstände gegen den gesteigerten Kriegsfanatismus, gegen das Ausgeliefertwerden (auch der eigenen Familien) unter bizarre Kriegsinteressen? Nein. Gibt es Aufklärung darüber, warum vor Jahren der Dauerkrieg wirklich begonnen hat? Ein vertiefendes Nachdenken über die Mitschuld am Krieg? Auch Nein! Ein Nachdenken vielleicht auch darüber, ob die eigene, brutal-konkurrentische Lebensweise in allen Alltagsbereichen mit dem großen Konkurrenzkrieg etwas zu tun hat? Alles Fehlanzeige. Bisher jedenfalls.

Friedensmission

Sieht man genauer hin, fragt man nach den Ursachen dieses Desasters, dann heißt es bei den leibhaftigen Verbündeten der haupt-aggressiven Supermacht: Erstens – das ganze Debakel liege am Gehirn des feindlichen Großmacht-Anführers. Zweitens – dieser habe ja „angefangen“, einen „Angriffskrieg“ aus „heiterem“ Himmel begonnen. Von früh bis spät hämmern diese verrückten Thesen durch die Medien- und Alltagswelt der Planetenbewohner auf der einen Seite der Kriegsfront und dringt noch in die kleinste Hütte ein – so soll „Zusammenhalt“ hergestellt werden, die bisher eher schwächlichen Verbündeten zu mega-imperialer Größe aufsteigen. Zum Gegenangriff berechtigt. Aus „Verantwortung“ für die ganze Welt.

Statt nachzudenken, machen im Hinterland der Front nicht nur sämtliche großen Medien, sondern auch alle möglichen Vor-Ort-Propagandisten und Ortsvorsteher der Planetenbewohner für den Krieg mobil. Ebenso Wissenschaftler, Schuldirektoren etc. Auf beiden (!) Kriegsseiten. Genau so, wie es vor den beiden vorhergegangenen, planetenumfassenden Vernichtungskriegen der Fall war. Mit genau demselben nationalen, staatsfixierten Fanatismus. Als Wesensmerkmal eines geistig armen Planetentyps, der schon wieder vor finaler Selbstvernichtung steht – aufgrund des Beharrens auf ein irrsinnig konkurrentisches Gegeneinander um Geldmacht bzw. auf „unsere Art zu leben“.

Von der wollen die Planetenbewohner einfach nicht lassen, weder die der Supermacht und ihrer Verbündeten, noch jene im Herrschaftsbereich der feindlichen Großmacht, schon gar nicht jene, die meinen, wenn Aggression und Krieg im Namen von „Demokratie“ daherkomme, sei das eine gute Sache und – tautologisch geschlussfolgert – müssten sich daher alle anderen Experimente des Zusammenlebens einer auf Kreutzchenmachen abgerichteten Demokratie schlicht fügen. So soll, so „muss“ es einfach sein, ist überall zu hören.

Wie es weitergehen wird auf diesem Planeten? Ich wage eine Prognose: noch bevor sie von Teilen der Planetenbewohner als krasse Wahrheitsverdreher und Kriegsverbrecher zu enttarnen sind, werden die durch die bisherige Supermacht schlagartig demaskierten Verbündeten schnell neue Tatsachen schaffen und eine vermutlich blitzartige, supermachtfreie, aber nichtsdestotrotz gigantische Militär-Alleinaktion an den Grenzen der Großmacht durchführen und diese dadurch unendlich provozieren. Nur so noch können sie ihr „Gesicht wahren“. Den Titel dafür gibt es schon: „Friedensmission“. Wie immer.

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54 Kommentare

  1. Der Autor thematisiert hier unser „konkurrentisches Denken und Handeln“, unser „konkurrentisches Gegeneinander“.
    In der Spiritualität gibt es dafür eine sehr interessante Unterscheidung, nämlich zwischen dem „esoterischen Denken und Handeln“ und dem „exoterischen Denken und Handeln“.
    Das „esoterische“ Denken und Handeln arbeitet mit dem Wissen, dass das gesamte Universum und alles was sich in ihm befindet, eine einzige Wesenheit ist, dass alles miteinander verbunden ist und aufeinander einwirkt.
    Das „exoterische“ Denken und Handeln negiert diese universelle Beschaffenheit und Funktionsweise vollständig.

    Und das ist das Grundproblem in den sog. „internationalen Beziehungen“, in der Geopolitik. Denn die internationalen Beziehungen, die Geopolitik, basieren vollständig auf dem exoterischen Denken: Ein Staat hat bestimmte Interessen, die unbedingt durchgesetzt und gewahrt werden müssen.
    Dieses Denken und Handeln führt aber unausweichlich immer wieder in Kriege!

    Man kann hieran sehen, wieviel Erkenntnisarbeit die Menschheit noch leisten muss, bevor sie wirklich zu einem echten Frieden fähig ist.

    1. Vor allem Georg muss noch eine Menge Erkenntnisarbeit leisten. Weil die Staaten keine Esoteriker sind machen sie Kriege? Weil Staaten keine Universelle Wesenheit im Kosmos anerkennen führen sie Kriege?

      Um zu erkennen, dass auf der Erde vieles miteinander verbunden ist, braucht es kein esoterisches Denken.
      „Ein Staat hat bestimmte Interessen, die unbedingt durchgesetzt und gewahrt werden müssen.“ Nein nicht Interessen sind per se schlecht. Es kommt auf den Inhalt des Interesses an. Kriege sind nicht die Folge von exoterischem Denken, sondern die Folge von gesamtgesellschaftlichen Gewaltsubjekten, auch Staaten oder Nationen, genannt. Gewaltsubjekte stehen von ihrem Begriff her, schon im Ausgangspunkt in Konkurrenz zueinander. Gewaltsubjekt gibt es überhaupt nur für den Krieg. Sie sichern ihrer Gesellschaft die exklusive Verfügung über Reichtumsvoraussetzungen (Volk und Natur d.h. Territorium) und zwar gegen ihresgleichen, also gegen andere Gewaltsubjekte. Das Austragen der Konkurrenz mit dem Mittel der Gewalt nennt sich Krieg.

      Staatliche Gewaltsubjekte sind also nichts anderes als Organisationen zur Führung von Kriegen.

      1. „Um zu erkennen, dass auf der Erde vieles miteinander verbunden ist, braucht es kein esoterisches Denken.“

        Esoterisches Denken ist Allverbundenheitsdenken, das Denken in Holismen, das Denken, dass alles Bewusstsein ist und alles, was ich anderen antue, letztendlich mir schadet (spiegelt sich z.B. im Karma-Begriff).

        Georg hat da durchaus Recht, ich sehe das genauso. Allerdings ist es vom Wissen darum, bis zu einer Handlungsanweisung für eine knappe und dumme Welt, ein sehr weiter und komplizierter Weg. Und man braucht keine Esoterik dafür, eigentlich reicht der kategorische Imperativ („was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu“) aus.

        „Staatliche Gewaltsubjekte sind also nichts anderes als Organisationen zur Führung von Kriegen.“

        Du neigst zu arger Simplifizierung. Nationen sind vor allem für Innenpolitik und Organisation notwendig, dass sie nach außen wehrhaft sein sollten, liegt allein im Überlebenstrieb, es ist nicht ihr primärer Existenzzweck, so wie du das suggerierst. Sie müssen auch nicht in Konkurrenz zueinander stehen, die meisten Konflikte gehen m.E. auf dumme und/oder korrupte Politiker zurück.

        1. Allverbundenheitsdenken ist ein religiöses Vorurteil, das gar nicht mehr wissen will, ob es tatsächlich eine Verbundenheit gibt oder nicht.

          „es ist nicht ihr primärer Existenzzweck“ Doch genau das ist es. Die exklusive Verfügung über ein Territorium muss anderen Gewaltsubjekten gewaltsam abgetrotzt werden. Erst auf dieser Grundlage gibt es überhaupt ein „Innen“, eine Gesellschaft. Die Welt ist unter Gewaltsubjekten aufgeteilt. Und jedes neue Gewaltsubjekt muss sich gegen das auf dem gleichen Territorium befindliche durchsetzen. siehe Israel siehe Palästina siehe alle anderen Staaten. Russland ruinieren ist nichts anderes als Russland die Verfügung über Reichtumsvoraussetzungen zu bestreiten. Staaten sind Gewaltsubjekte, die notwendig mittels Gewalt zueinander in Beziehung treten. Ihre Konkurrenz ist eine Notwendigkeit, die aus ihrem Begriff als Gewaltsubjekt folgt.

          1. Richtig, auf den Punkt formuliert, aber unvollständig.

            Engels, Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats in MEW 21 S. 165:
            „Der Staat ist also keineswegs eine der Gesellschaft von außen aufgezwungene Macht; ebenso wenig ist er „die Wirklichkeit der sittlichen Idee“, wie Hegel behauptet. Er ist vielmehr ein Produkt der Gesellschaft auf bestimmter Entwicklungsstufe; er ist das Eingeständnis, dass diese Gesellschaft sich in einen unlösbaren Widerspruch mit sich selbst verwickelt, sich in unversöhnliche Gegensätze gespalten hat, die zu bannen sie ohnmächtig ist. Damit aber diese Gegensätze, Klassen mit widerstreitenden ökonomischen Interessen, nicht sich und die Gesellschaft in fruchtlosem Kampf verzehren, ist eine scheinbar über der Gesellschaft stehende Macht nötig geworden, die den Konflikt dämpfen, innerhalb der Schranken der Ordnung halten soll; und diese, aus der Gesellschaft hervorgegangene, aber sich über sie stellende, sich ihr mehr und mehr entfremdende Macht ist der Staat“

            Der bürgerliche Staat als ideeller Gesamtkapitalist ist Gewalt nach innen gegen die abhängige(n) Klasse(n). Die Staatenkonkurrenz erwächst aus der staatenübergreifenden Kapitalkonkurrenz, daraus entsteht Gewalt zwischen Staaten, die zwischen den herrschenden Eigentümerklassen dadurch ausgetragen wird, dass sie die Leben der von ihnen (lohn-)abhängigen (Arbeiter-)Klasse durch den bürgerlichen Staat als Waffen einsetzen, um Territorium, Ressourcen etc. zu gewinnen. Der Einsatz dieser Gewalt nach außen ist aber nicht immer gleich stark, weil Kapitalkonkurrenz sich nur widersprüchlich eben auch durch notwendige Kapitalkooperation entfalten kann (wie man z.B. auch an den divergierenden Interessen unterschiedlicher Kapitalfraktionen erkennen kann – nicht alle Kapitalfraktionen sind jeweils für Krieg, manche sogar fast immer für Waffenstillstand, den sie Frieden nennen, den es allerdings zwischen kapitalistischen Staaten nie geben kann) und Staatenkonkurrenz auch Bündnisse (also Kooperation) erfordert.

            Eine Überwindung dieser widersprüchlichen und ständig mehr oder weniger für die abhängige(n) Klasse(n) lebensgefährlichen politisch-ökonomischen Verhältnisse ist perspektivisch auf politischer Ebene nur durch das Absterben des Staates möglich, wenn Lohnarbeit, Ware und Geld als besondere Ware abgeschafft sind.

            Selbstverständlich nur Andeutungen, wie in einem Forum üblich.

          2. Absolut richtig, genau wie Religionen ebenfalls Gewaltsubjekte darstellen, um diesen Begriff hier zu verwenden.
            Es geht bei Nationen und Religionen schon bei der Gründung immer exkludierend „wir gegen die“!
            Und hier geht es übergreifend um Reich gegen Arm!
            Esoterisches Denken, gereicht nur der herrschenden Klasse zum Vorteil.
            Weil denen, derartige Dinge völlig fremd sind.

  2. Meine Vision von der kosmischen Erde ist folgende:

    Vor ca. 2 Millionen Jahren mußten hochentwickelte Außerirdische im Gebiet des heutigen China notlanden. Da sie keine Rückkehrmöglichkeiten zu ihren Heimatplaneten hatten, nahmen sie eine menschliche Gestalt an und beschlossen hier auf diesen Planeten zu leben. Sie verloren langsam ihre überlegenen technischen Möglichkeiten. Mißtrauisch beobachteten sie die indigenen irdischen Ureinwohner, die eine lange Evolution hervorbrachte. Diese irdische Lebensform war sehr gewalttätig. Damit wollten die Nachkommen der auf der Erde Gestrandeten nichts zu tun haben und sie kapselten sich ab.

    Aus den gestrandeten Außerirdischen entwickelte sich die asiatisch-chinesische Zivilisation. Diese war den eingeborenen Erdlingen technisch und moralisch immer überlegen. Deshalb sollten die ursprünglichen Erdlinge auf die kluge und weise Softpower der chinesischen Kultur vertrauen, die möglicherweise diesen Planeten eine friedvolle Zukunft bereiten könnte.

    Europa aber, das war immer Krieg und Gewalt, nur noch übertroffen durch die europäischen Auswanderer nach Amerika, später auch Afrika.

    1. „Europa aber, das war immer Krieg und Gewalt, nur noch übertroffen durch die europäischen Auswanderer nach Amerika, später auch Afrika.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen_und_Schlachten_im_alten_China

      Man sollte nicht so plump, ja rassistisch, verallgemeinern. Alle Völker, überall auf der Welt, führten Kriege untereinander. Dass es in Europa in den letzten Jahrhunderten besonders kriegerisch zuging, liegt an zwei Tatsachen:

      1) hohe Bevölkerungsdichte (abnehmende Kindersterblichkeit, Fortschritte in Medizin und Versorgung)

      2) zunehmende Industrialisierung (und damit neue Waffen, neuer Rohstoffbedarf und eine Überlegenheit, die man ausnutzen kann)

      Und zum Thema Entstehung:
      Weiß der Teufel, wie die unterschiedlichen Menschenrassen entstanden sind, ich halte mittlerweile alles für möglich, aber egal, welche Sachliteratur man dazu konsumiert, es wird kein einheitliches Bild daraus, selbst die Archäogenetik ändert ständig ihre Meinung. Ich bin allerdings sicher, dass wir nicht die erste Hochkultur auf Erden sind, darauf weisen einige OOPArt (Out-of-place-Artefacts) hin und noch eine Menge mehr an Überlieferungen usw.

      Vielleicht gibt es gar nicht die eine Geschichte, sondern verschiedene Zeitlinien, die sich hin- und wieder vermischen, oder die Geschichte ändert sich retroaktiv, dann ist es von vornherein aussichtslos, die eine Wahrheit finden zu wollen, auch darauf deutet einiges hin, z.B. sehr ausgeprägte Mandela-Effekte…

      1. Gemach, Gemach!
        Es geht hier nur darum ironisch aus einer SF-Perspektive mal so auf den europäischen Teil der Menschheit zu blicken. Man darf diesen Teil der Menschheit auch mal mit der arabischen Kultur vergleichen. Da kommt heraus, arabische Herrscher waren immer weit toleranter als ihre europäischen Crusander. Ich frage mich deshalb schon lange, habt ihr Europäer – was immer auch dieser Begriff meint – ein Aggressionsgen? Warum seit ihr anderen Kulturen gegenüber so überheblich, besserwisserisch und arrogant? Liegt das an eurer imperialen politischen DNA? Lernt endlich christliche Demut!
        Ganz außen vor in diesen Überlegungen ist der asiatisch-chinesische Kulturkreis. Dieser strebt ganz unkriegerisch nach Harmonie und Frieden, friedlichen Fernhandel.
        Ihr Europäer habt doch Eure Kriegsschiffe – ihr wollt neue bauen – bis nach China geschickt. Kein Chinese hat die Hunenrede eures letzten deutschen Kaisers vor über 100 Jahren vergessen, ihr Deutschen aber schon. Sagt das nicht alles?
        Streuen Sie also ein wenig Asche über ihr Haupt, zeigen Sie christliche Demut und chinesische Selbstkritik. Dann werden sie ein willkommenes Mitglied der neuen Menschenfamilie!

        1. „Man darf diesen Teil der Menschheit auch mal mit der arabischen Kultur vergleichen. Da kommt heraus, arabische Herrscher waren immer weit toleranter als ihre europäischen Crusander.“

          Kann man zumindest mal behaupten. Ich bin kein Historiker, schon gar nicht für den arabischen Raum, aber ich wage deine Aussage leise zu bezweifeln, wenn das nicht ohnehin Äpfel mit Birnen verglichen sind, da sich die Historie, die Religionen und die allgemeine Struktur und Lebenskultur teilweise fundamental unterscheiden. Wenn du das im Detail erörtern willst, bin ich aber der Falsche.

          „Ich frage mich deshalb schon lange, habt ihr Europäer – was immer auch dieser Begriff meint – ein Aggressionsgen?“

          Ja, was meint der Begriff? Europa setzt sich aus x Ländern zusammen, die jedes eine für sich spezifische Geschichte, eine eigene Sprache, eine eigene Mentalität, eigene Dynastien und Probleme hatten und teilweise auch eigene, genetisch voneinander abweichende Populationen. Deine Frage ist so nicht beantwortbar, weil ich schon deine Prämisse anzweifle und für eine Unterstellung halte, die jedenfalls sehr gründlich empirisch zu belegen wäre…

          „Warum seit ihr anderen Kulturen gegenüber so überheblich, besserwisserisch und arrogant?“

          Auch das ist wieder eine Unterstellung. Keine Ahnung, welcher Kultur du angehörst, aber die allermeisten Kulturen sind im Kern rassistisch und halten sich selbst für überlegen. In Afrika zieht sich das m.W. bis auf Stammesebene durch. Dass unsere aktuelle Außenpolitik so peinlich ist, liegt schlicht und einfach am politischen System, welches eine Negativauslese der Dümmsten der Dummen produziert. Ich kann einer Baerbock keine zwei Minuten zuhören ohne mich fremdzuschämen und Merkel hat mich richtiggehend geekelt.

          Historisch gesehen, gab es immer ein Überlegenheitsdenken durch diejenigen, die auch technisch überlegen waren. Kombiniert mit hoher Bevölkerungsdichte und harten Überlebensbedingungen (nur eine Ernte, ein Winter in dem man erfrieren kann, zumindest in den nordischen Ländern usw.), hat dabei einen besonderen Menschenschlag hervorgebracht, der einerseits sehr kollektivistisch ist (der Sozialstaat ist m.W. eine nordeuropäisch/deutsche Erfindung), andererseits bereit ist (bzw. war), hart um seine Existenz zu kämpfen.

          „Liegt das an eurer imperialen politischen DNA? Lernt endlich christliche Demut!“

          Es ist dir vielleicht noch nicht aufgefallen, aber die ehemals von Europiden bewohnten Länder sind dabei sich selbst zu entleiben, sie sind unfruchtbar, die Menschen leiden unter Sinnverlust und die Aufarbeitung der eigenen Geschichte verstärkt diese suizidale Neigung noch. Wenn du ein devoteres und selbstvergesseneres Land als Deutschland findest, darfst du das gerne mal hier kommentieren, ich kenne keines (darüber täuscht die arrogante Quotenaußentrulla höchstens einen Ausländer hinweg).

          „Ganz außen vor in diesen Überlegungen ist der asiatisch-chinesische Kulturkreis. Dieser strebt ganz unkriegerisch nach Harmonie und Frieden, friedlichen Fernhandel.“

          Ja, vor allem Japaner und Chinesen, würden sich niemals nicht gegenseitig… nur Harmonie und Frieden. Aber ich verstehe was du meinst, der aktuelle Konfrontationskurs ist einer des sterbenden US-Imperiums, welches sich mit Lügen und Spalterei seinen Einfluß erhalten möchte. Leider haben die Amis in Europa alle wesentlichen Institutionen und besonders die Medien unterwandert, so dass es ausgesprochen schwierig ist, da gegenzusteuern…

          „Ihr Europäer habt doch Eure Kriegsschiffe – ihr wollt neue bauen – bis nach China geschickt. Kein Chinese hat die Hunenrede eures letzten deutschen Kaisers vor über 100 Jahren vergessen, ihr Deutschen aber schon. Sagt das nicht alles?“

          Das sagt gar nichts. Der Kaiser wurde nach dem ersten WK rausgeworfen und der traumatischste Abschnitt der deutschen Geschichte, der die Moral dieses Landes komplett und nachhaltig zerstört hat, kam erst danach. Die Hunnenrede ist eine Petitesse verglichen damit, kaum ein Deutscher weiß noch irgendwas von der deutschen Geschichte vor 1932, das verdammte dritte Reich überlagert unsere komplette lange und reichaltige Geschichte und erdrückt unsere Kultur.

          Streuen Sie also ein wenig Asche über ihr Haupt, zeigen Sie christliche Demut und chinesische Selbstkritik. Dann werden sie ein willkommenes Mitglied der neuen Menschenfamilie!

          *lol* ich vermute mal, du bist chinesisch-stämmig?
          Ich bin ein Anhänger einer friedlichen multilateralen Welt, von mir aus kann sie eher heute als morgen greifen, aber ich bin auch nicht naiv, kulturelle und Verteilungskonflikte wird es auch auf absehbare Zeit geben.

          Ein neues Zeitalter wird aber nicht anbrechen, bevor die Amerikaner nicht ihren Weltbeherrschungswahn ablegen. Ob Deutschland jemals souverän wird, mal sehen… und mal sehen, was in 20, 30, 40 Jahren überhaupt noch von uns übrig ist, z.Z. sehe ich da schwarz.

        2. christliche Demut ?
          Wenn ich an Deschners Werk, Kriminalgeschichte der Christenheit, denke, haben wir zuviel christliche Demut. Darum sind wir so krieglüstern. Danke an die Mohamedaner , dafür das sie diese christliche Demut in Grenzen gewiesen haben. 😉

      2. Ah, die kapitalfaschistischen Hobbyeugeniker wieder schwer bei der Arbeit. Na, bei der hohen Bevölkerungsdichte ist es ja gut, daß POTUS, in seiner ersten Amtszeit, seinen Onkel Doktor unter die Executive Order 13887 gesetzt hat:

        https://www.govinfo.gov/content/pkg/DCPD-201900631/pdf/DCPD-201900631.pdf

        Nur ist das völliger Quark, daß Bevölkerungsdichten etwas mit besonders kriegerischem Verhalten zu tun haben. Das Milieu ist entscheidend und das ist das von Sein durch Haben. Manche bekommen eben nie den Hals voll. Mal nennt man die Krieg siebenjährig, mal dreissigjährig, Griechen und Römer gaben sich und anderen, auf Geheiß, auch schon regelmäßig auf die Murmel. Ich schätze damals war die Bevölkerungsdichte bedutend geringer.

        Durch die Industrialisierung wurden die Kriege im innern, wie im außen, zerstörerischer. Gibt ja viel bessere Wirkmittel gegen die Weichziele. Gewehr und Spritze bei Fuß.

        1. kapitalfaschistischen Hobbyeugeniker

          Vielleicht solltest du das Niveau deiner Anwürfe überdenken, solche Beleidigungen fallen nur auf dich selbst zurück…

          Nur ist das völliger Quark, daß Bevölkerungsdichten etwas mit besonders kriegerischem Verhalten zu tun haben.

          Durchaus nicht, wenngleich es natürlich nicht der einzige Grund ist. In einer Gegend, in der man sich nicht gegenseitig ausweichen kann, in einer Gegend, in der fruchtbares Land rar ist bzw. seit Generationen aufgeteilt, kommt es selbstverständlich leichter zu Konflikten um eben dieses und die Macht darüber.

          Und m.E. (das ist eine subjektive Einschätzung von mir) hätte es die Industialisierung und Wissensrevolution der Moderne, zusammen mit dem viel geschmähten „Kapitalismus“ ohne zunehmende Verstädterung und Arbeitskräfteüberschuß niemals gegeben. Aber da kannst du gern anderer Meinung sein.

        2. Ich sehe es so und denke ich werde gleich heftigen Widerspruch ernten:

          Der Kapitalismus, also Privateigentum und Industrialisierung, verbunden mit eurozentristischer Arroganz, ist eine der wesentlichen Kriegsursachen. Seit asiatische Kulturen, also China, Japan, Singapur, Vietnam und Korea den westlichen Kapitalismus übernahmen, wurden sie deshalb nicht kriegerischer.
          Das Kriegsbeil muß etwas mit imperialistischer, europäischer Denke zu tun haben. Die Verbindung aus modernen Kapitalismus und imperialer europäischer Denke hat zu zahlreichen Kriegen geführt, WK 2 war wohl der schlimmste. Er endete mit 2 Atombombenabwürfen auf Japan durch die kranke, amerikanische Zivilisation, die aus Europa kommt.
          Asiaten, Chinesen käme niemals in denn Sinn so etwas zu tun. Das verbietet schon die konfuzianische Weltsicht und die 36 chinesischen Strategeme.

          Nehmt deshalb Eurer Christentum einmal ernst – christliche Demut – und verbindet diese mit chinesischer Weisheit und Selbstkritik und Eurer kriegerisches Wesen könnte sich ändern.
          Die Menschheit wird es euch danken!

      1. @Krim: Der Durchschnitt scheint nicht besonders intelligent zu sein… Ansonsten würden Frieden und Wohlstand für ALLE hier herrschen!
        Aber ne: Gierige und gewalttätige Nacktaffen herrschen hier… Vollkommen idiotisch und bestimmt haben Außerirdische das Sonnensystem zum Sperrgebiet erklärt:
        „Vorsicht! Menschen! GEMEINGEFÄHRLICH! Nicht füttern!“

        1. Auch die Verallgemeinerung mit dem Durchschnitt lehne ich ab, weil – gleiches Argument wie oben – man nicht von einer Kaste von Berufsimperialisten auf den Durchschnitt schließen sollte.
          Wie gesagt hat das nichts mit Intelligenz, sondern mit kapitalistischen Zwecken zu tun.

          1. Hör mir auf…

            Es gibt mit Sicherheit eine Minderheit die einigermaßen intelligent ist um den ganzen Dreck zu durchschauen, aber die dumpfe Masse ist anscheinend echt zu blöd zum Kacken!

            1. achja: klar klingt meine Aussage antidemokratisch auf den ersten Blick. ich halte auch Wahlen für nicht unbedingt demokratisch. Ein Losverfahren mit 3-6 Monaten Amtszeit in den Parlamenten wäre meiner Meinung nach wesentlich besser.

            2. Ich weiß nicht, was du hast – die Masse kackt doch – also ist sie nicht zu blöd dafür. Mag ja auch sein, dass viele die Situation nicht durchschauen.
              Was mich stört ist, dass eine politische Kriegerkaste oder Kriegstreiberkaste zum Vertreter der Spezies Mensch gemacht wird und daraus „geschlossen“ wird, dass die „Menschen“ als Spezies mächtige Intelligenzdefizite aufweisen. Hier wird einfach unter der Hand der Angeklagte vertauscht.

      2. Wer hat die „Kaste“ denn in diese Position gebracht, respektive gewählt. Und das nicht in einem Land, sondern in allen Ländern.
        Eine zweidrittel Mehrheit ist mit dem, was geschieht einverstanden, mindestens. Niemand, der von sich sagen will, er/sie sei erwachsen, kann behaupten, verführt, belogen oder einfach schlecht informiert zu sein. Wer Zugang zu Katzenvideos hat, kann sich informieren, es soll auch Bücher geben.

        Es ist einfach eine bittere Realität.

        1. @omicron:

          Leider sind viele Intellektuelle so dermaßen deprimiert von dem vollkommen bescheuerten Benehmen der absoluten Mehrheit der Menschen, dass diese sich lieber mit Katzenvideos anschauen, als sich noch weiter mit Politik oder ähnlichem zu beschäftigen…
          Katzenvideos lenken ab und heitern wenigstens etwas auf. So wie sich das alles hier, vor allem im Westen, in den letzten Jahren entwickelt, ist es nicht mehr lang hin und der „Große Filter“ (mögliche Erklärung Fermi-Paradoxon) schlägt zu!

          Es ist einfach eine bittere Realität.

        2. „Einverstanden“ ist aber ein anderes Argument als „zu blöd zu kacken“. Wenn die Leute einverstanden sind haben sie sich was gedacht – zwar das Falsche. Aber das kann man ihnen ja erläutern. Wenn man allerdings glaubt die Leute seien eh zu blöd, dann bleiben nur Katzenvideos oder der Strick. Und ich weiß nicht, was davon besser ist.

          1. Das mit dem erläutern ist so eine Sache.
            Menschen mit geistiger Behinderung oder sehr einfach gestrickte Menschen sind in der Lage Sachverhalte zu verstehen, wenn sie entsprechend erklärt werden.

            Menschen, die glauben intelligent zu sein, sind das wahre Problem, sie verstehen etwas, aber nicht alles und nicht en détail und in der Tiefe. Sie weisen weitergehende Erklärungen zurück und sind nahezu entrüstet, wenn man nahelegt, sie haben etwas nicht ganz verstanden. Sie können solche Typen sehr schnell an der Vorliebe für „einfache und schnelle“ Erklärungen erkennen.

            Die Wahrheit sieht unglücklicherweise anders aus.

            1. Ja. Viele verstehe Kritik als Angriff auf ihre werte Persönlichkeit und reagieren dann angegriffen. Trotzdem glaube ich nicht, dass die „Begriffsstutzigkeit“ an der Intelligenz liegt.

              Vielmehr liegt es am Interesse sein Leben möglichst ungestört leben zu wollen, zurechtkommen zu wollen. Und das geht am einfachsten, wenn man mit dem Strom schwimmt. Man muss ja auch sagen, dass man nur den individuellen geistigen Widerstand gegen die Mainstreamnarrative zu Hobby machen muss, damit man die Ideologien halbwegs kritisieren kann und sich seinen gesunden Menschenverstand bewahren kann. Es erfordert schon eine Anstrengung nicht verrückt zu werden, wenn die ganze Welt verrückt wird. So jedenfalls ist im Moment mein Lebensgefühl. Das Problem ist, dass sie die gesellschaftlichen Verhältnisse affirmieren, ihnen zustimmen, weil sie in ihnen zurechtkommen wollen. Und diese Zustimmung machen sie zur Leitlinie ihres Nachdenken. Mit diesem Vorurteil sortieren sie die Welt und drehen alles so dass es zu Ihrem Interesse passt in der kapitalistischen Gesellschaft ihr Glück zu machen. Vernünftig wäre der umgekehrte Weg. Erstmal schauen was es mit dieser Gesellschaft so auf sich hat. Ist die überhaupt gemacht dafür, dass es mir gut geht. Das ist sie aber nicht, wenn man zur lohnabhängigen Klasse gehört. Also erst analysieren und prüfen und dann zustimmen oder auch nicht. Aber stattdessen gehen die meisten Leute auf die Welt los als sei sie für sie gemacht, als sei sie eine Ansammlung von Chancen ganz allein für sie persönlich. Alles was nicht in diese interessierte Weltsicht passt wird ausgeblendet. Das erzeugt dann den Eindruck als seien die Leute minderbemittelt und hätten nicht alle Zacken in der Krone.

  3. WENN es eine Spezies auf irgendeinem Planeten da draußen gäbe, die der Beschreibung nur in Ansätzen ähnelte, käme man ohne Umwege zu der Erkenntnis, dass:
    a) diese zu „bekloppt“ wäre, um dauerhaft überlebensfähig zu sein
    und
    b) es sich definitiv nur um ein missglücktes Experiment handeln kann.

    Puuuh…mag man sich nicht vorstellen, was irgendwo in den Weiten des Alls, bei den richtig W(i)rren, alles los sein könnte.
    Aber Gott sei Dank – hier, mit dem ‚Gipfel der Schöpfung‘, hatten wir nochmal richtig Glück!😁

    1. Leute, Leute. Es liegt doch nicht an der Spezies. Es liegt an der kapitalistischen Gesellschaft. Nicht immer das Kind mit dem Bade ausschütten.

      1. Kommunisten führen keine Kriege? Abgesehen davon, dass sie einen permanenten Krieg gegen „innere Feinde“ (sogenannte „Reaktionäre“) führen müssen (zumindest haben das alle real existierenden linksextremen Regime getan).

        Oder wie sieht deine Vision einer Zukunft aus? Und bitte kein marxistisches Rudelgequatsche von irgendwelchen Klassen, die man nur überwinden müsste, damit über Nacht das Paradies eintritt, so funktioniert das nämlich nicht.

        1. Stalin und Mao haben wohl in etwa genauso viele Kommunisten gemeuchelt, wie die kapitalfaschistischen Blutsäufer. Daß der Etikettenschwindel heute noch betrieben wird, sieht man an der KPCh. Und da es gewünscht wurde, geliefert wie bestellt:

          Marx-Engels-Forschung
          ‘Kommunismus’ – ein falsch verstandener Begriff?
          Überlegungen zur Dialektik von Individualität und Kollektivität bei Marx (Teil I)
          von Werner Goldschmidt
          Dezember 2013
          (…)
          Bekanntlich haben Marx und Engels, vor allem in der ‘Deutschen Ideologie’, den radikal-egoistischen Individualismus Max Stirners[8] einer ausführlichen Kritik unterzogen. Tatsächlich hatte Stirner das seit Mitte des 17. Jh. praktisch und theoretisch (Theorie des Gesellschaftsvertrags von Hobbes bis Rousseau, des individuellen Nutzens bei Bentham, im Utilitarismus etc.) sich durchsetzende Prinzip des liberalen Individualismus[9] nur radikalisiert und auf eine fast absurde Spitze getrieben. Insofern ist die Behauptung, der historische Materialismus habe den abstrakten, bürgerlichen Individualismus überwunden, grundsätzlich berechtigt. Aber die These, wonach der bürgerliche Individualismus[10] im Sozialismus/Kommunismus durch einen Kollektivismus überwunden werde, ist eine Vorstellung, die Marx und Engels nach meiner Auffassung kaum weniger heftig kritisiert hätten. Denn es ging ihnen in ihren Aussagen zum Kommunismus gerade nicht darum, die Gesellschaft oder Gemeinschaft – das Kollektiv – gegen die Individuen – oder auch umgekehrt – auszuspielen, vielmehr versuchten sie, das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft im Kommunismus als einer gegenüber der bestehenden bürgerlichen Gesellschaft höher entwickelten Formation historisch-praktisch und begrifflich neu zu bestimmen und zwar derart, dass darin der abstrakte Gegensatz beider Pole dialektisch, im Sinne von ‘aufgehoben’, überwunden wird.[11]

          Marx und Engels waren in keiner Weise – weder weltanschaulich noch methodisch oder normativ[12] – Individualisten[13], schon gar keine ‘Besitzindividualisten’ wie die politischen Philosophen und Ökonomen des 17. und 18. Jh.[14] Aber sie waren ebenso wenig Kollektivisten, wie es zumeist von radikalen Gegnern des Marxismus behauptet wird. Dabei stützen letztere sich gelegentlich auch auf Äußerungen von Autoren aus den ehemaligen ‘realsozialistischen’ Ländern, u.a. auch aus der DDR, die sich bei der These vom Primat der Kollektivität im Kommunismus aber keineswegs auf Marx oder Engels berufen können.[15]

          Was Marx’ Begriff des Kommunismus gegenüber diesen einseitigen, sich wechselseitig ausschließenden Interpretationen auszeichnet, ist die gleichzeitige und gleichgewichtige Verbindung von freier Assoziation und freier Individualität. Die Individuen können sich als isolierte Individuen nicht wirklich befreien, da sie als solche stets in feindlicher, konkurrierender – oder um den Philosophen verständlicher zu bleiben in ´entfremdeter´ – Abhängigkeit von einander, also im ´Krieg aller gegen Alle´ (Hobbes) und damit letztlich in Unfreiheit verbleiben. Wirklich frei werden sie demnach nur in der Assoziation, der freiwilligen Vereinigung mit anderen Individuen, in der die unterschiedlichen Individualitäten sich wechselseitig betätigen und in dieser Tätigkeit zugleich entfalten können. Dies ist das Grundthema und das Endziel von Marx Untersuchungen der Geschichte progressiver Gesellschaftsformationen.

          https://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/de/article/1135.kommunismus-ein-falsch-verstandener-begriff.html

          1. Sorry, aber Gäääähn. Das soziologisch-philosophische Gequatsche um die richtige Auslegung irgendeiner Lehre, längst verstorbener Männer, ermüdet mich immer.

            Ein Vorschlag zur Güte: skizzier doch mal deine Zukunftsvision und zwar KONKRET. Wie sieht deine Wunschgesellschaft aus? Das ist etwas worüber ich gern mit den Leuten diskutiere und i.d.R. etwas, bei dem die linken Theoretiker meist sehr wortkarg werden. Sie wissen zwar angeblich wo all die Probleme herkommen, aber wie man sie konstruktiv beseitigen kann, ohne in einer totalitär-ideologischen Diktatur herauszukommen, können sie normalerweise nicht beantworten (oder bleiben mit ihren Antworten auf dem Niveau von naiven Sechsjährigen)…

        2. „Oder wie sieht deine Vision einer Zukunft aus?“ – Weltrevolution ist doch klar. Sobald es ein staatliches Gewaltsubjekt gibt, muss es sich gegen andere staatliche Gewaltsubjekt zumindest behaupten, auch wenn im Inneren paradiesische Zustände herrschen würden. Weil sonst ist es halt vorbei mit den paradiesischen Zuständen. Kommunismus ist aber auf absehbare Zeit kein paradiesischer Zustand, sondern nur um Längen besser als Kapitalismus und zwar weil die antagonistischen Klassen abgeschafft sind. Auch wenn dir das „marxistische Rudelgequatsche“ missfällt muss ich dir diese Wahrheit einfach zumuten. Kapitalismus bedeutet eben, dass es eine Ausbeuterklasse gibt und eine ausgebeutete Klasse. Indem man die Ausbeutung abschafft, schafft man auch diese Klassen ab, die der Bevölkerung (mit Ausnahme der Kapitalistenklasse) das Leben versaut. Ach ja – das Paradies dauert dann noch ne Weile – geht nicht über Nacht.

          1. Weltrevolution ist doch klar

            Ja, klar wie Kloßbrühe, außer einer handvoll Linksextremer will die aber niemand, schon gar nicht weltweit.

            „Sobald es ein staatliches Gewaltsubjekt gibt, muss es sich gegen andere staatliche Gewaltsubjekt zumindest behaupten, auch wenn im Inneren paradiesische Zustände herrschen würden.“

            Und das ist schlecht? Weißt du was du alles verlieren würdest, wenn es keinen nationalen Organisationsrahmen mehr gäbe? Keine der Kultur angepasste Gesetzgebung? Keine Möglichkeit demokratischer Korrekturen? Keine eigenen Sprachen mehr?

            Kommunismus ist aber auf absehbare Zeit kein paradiesischer Zustand, sondern nur um Längen besser als Kapitalismus

            Also aus der Geschichte kannst du das unmöglich ableiten.

            weil die antagonistischen Klassen abgeschafft sind. Kapitalismus bedeutet eben, dass es eine Ausbeuterklasse gibt und eine ausgebeutete Klasse. Indem man die Ausbeutung abschafft, schafft man auch diese Klassen ab, die der Bevölkerung (mit Ausnahme der Kapitalistenklasse) das Leben versaut.

            Wenn man auf diese Rudeldenke fixiert ist, mag einem das so erscheinen, aber man muss den Breitenwohlstand, solche Lappalien wie Selbstverwirklichung und Meinungsfreiheit oder auch nur die Innovationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, bewusst ignorieren wollen, um zu so einem Schluß zu kommen.

            Was nützt es mir, wenn ich nicht ausgebeutet werde, aber der Ausgebeutete viel besser lebt als ich, weniger arbeiten muss und dazu mehr persönliche Freihheiten hat? Ja genau: gar nichts!

            Ach ja – das Paradies dauert dann noch ne Weile – geht nicht über Nacht.

            Das hast du immerhin mit den Kommunisten im Ostblock gemein, die vertrösteten auch immer auf später, weil sie im Jetzt nicht liefern konnten. Erst musste der sozialistische Mensch erzogen werden und die reaktionären Elemente ausgemerzt, aber dann!!!… blöd, dass sie beides nie geschafft haben, weil sie eben ein vollkommen infantiles Menschenbild hatten…

            1. außer einer Handvoll Linksextremer will die aber niemand,

              Wenn es mehr werden, sind sie nicht mehr extrem. Außerdem sagte ich nicht, dass Weltrevolution populär sei, sondern das richtige Ziel.

              Weißt du was du alles verlieren würdest, wenn es keinen nationalen Organisationsrahmen mehr gäbe?

              Wieso das denn? Entweder es gäbe einen anderen nationalen Organisationsrahmen oder es gäbe nach der Weltrevolution gar keine Staaten mehr. Wieso die Weltrevolution die Sprachen abschaffen sollte, erschließt sich mir nicht. Von demokratischen Korrekturen halte ich eh nichts. Und die Kultur wäre sowieso eine andere. Schalt doch mal das TV an. Um diese Kultur ist es nicht schade.

              Also aus der Geschichte kannst du das unmöglich ableiten.

              Genau.

              aber man muss den Breitenwohlstand, solche Lappalien wie Selbstverwirklichung und Meinungsfreiheit oder auch nur die Innovationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, bewusst ignorieren wollen, um zu so einem Schluß zu kommen.

              Nein. Hast du das Zitat von Gracchus Babeuf oben nicht gelesen.

              Die Individuen können sich als isolierte Individuen nicht wirklich befreien, da sie als solche stets in feindlicher, konkurrierender – oder um den Philosophen verständlicher zu bleiben in ´entfremdeter´ – Abhängigkeit von einander, also im ´Krieg aller gegen Alle´ (Hobbes) und damit letztlich in Unfreiheit verbleiben. Wirklich frei werden sie demnach nur in der Assoziation, der freiwilligen Vereinigung mit anderen Individuen, in der die unterschiedlichen Individualitäten sich wechselseitig betätigen und in dieser Tätigkeit zugleich entfalten können. Dies ist das Grundthema und das Endziel von Marx Untersuchungen der Geschichte progressiver Gesellschaftsformationen.

              Was nützt es mir, wenn ich nicht ausgebeutet werde, aber der Ausgebeutete viel besser lebt als ich, weniger arbeiten muss und dazu mehr persönliche Freihheiten hat? Ja genau: gar nichts!

              Der Ausgebeutete lebt aber nicht besser, sondern schlechter und zwar weil er ausgebeutet wird.

              Das hast du immerhin mit den Kommunisten im Ostblock gemein,

              Das waren keine Kommunisten, sondern Realsozialisten und das die nicht liefern konnten, kann man erklären. Ich vertröst nicht auf später, weil Kommunismus ja, wie gesagt, viel bekömmlicher für die Leute ist als Kapitalismus. Und zwar weil gemeinsame Produktion und Konsumtion der Zweck dieser Gesellschaft ist. Der Zweck des Kapitalismus ist Kapitalvermehrung und das unterstellt Ausbeutung. Ich sagte lediglich das man Kommunismus nicht mit einem Schlaraffenland verwechseln darf. Auch im Kommunismus muss gearbeitet werden, bloß halt kürzer mit weniger Verschleiß von Natur und Arbeiter und es werden bessere Sachen produziert, weil die Qualität der Produkte nicht durch die beschränkte zahlfungsfähige Nachfrage einer ausgebeuteten Arbeiterklasse beschränkt ist.

            2. Nein eine Weltweite Revolution bedeutet nicht das jede Nationale Kultur untergeht. Wenn die Revolution von 1918/19 in Deutschland geklappt hätte hätte das nicht bedeutet das sämtliche Nationale Kultur in Deutschland ausradiert worden wäre, sondern es wären nur die Ergebnisse der Oktoberrevolution 1917 übernommen worden. Aber wir haben ja zum Glück eine sehr vorausdenkende Partei gehabt die das verhindert hat und uns anschließend in den Faschismus geführt hat.

              Die Ergebnisse der Oktoberrevolution wurden lediglich nach 1945 in der DDR realisiert im wirtschaftlich schwächsten Teil Deutschlands. Schon 1946 wurde ein Gesetz zur Enteignung der Kriegsverbrecher im Sächsischen Landtag verabschiedet und anschließend per Volksabstimmung verifiziert. Die Betriebe wurden in Volkseigentum überführt, die Kriegsverbrecher gingen in die Trizone.

              Aber niemand wurde von 1945-1990 gezwungen sein Deutsch aufzugeben und die Amtssprache in der DDR war auch nicht russisch. Die Deutsche Kultur und Geschichte wurden auch nicht verleugnet ganz im Gegenteil.

              Lediglich in der Wirtschaft wurde versucht im Rahmen des RGW leider erfolglos die Produktionskapazitäten zu bündeln um höhere Stückzahlen zu erreichen um mit dem Kaptitalistischen Staaten mitzuziehen. Doch dieser Versuch schlug wegen zu großer Bürokratie und politischer Abstimmungsprobleme oft, aber nicht immer fehl.

              Ähnlich lief es es überall wo bis in die 1970er Jahre der Sozialismus ausbrach. Eine Übernahme des sowjetischen Systems bedeutete noch lange nicht die Übernahme der Kultur des „Großen Bruders“ wie es hier im Westen der Fall ist.

      2. Leute, Leute.
        Natürlich, jetzt ist der Groschen gefallen 🫢 – DER Kapitalismus, bereits weit, weit BC erfunden, ist selbstverständlich das alleinige Grundübel, nicht die dahinterstehende Kreatur.
        Alexander, Hannibal (Antike) Dschingis Khan etc. waren quasi die Gründerväter desselben!
        Und erst recht die „Römer“ als legitimer Hegemon der GESAMTEN (bekannten) Welt (da die Neue Welt noch nicht entdeckt war).

        Allerdings – und das mag wohl mit viel Selbstüberredung stimmen – weit davor übervorteilte und erschlug man sich (im Großen wie Kleinen) gegenseitig noch aus purem Spaß an der Freude.
        Hätte man drauf kommen müssen.
        Sorry

        1. Heute der Kapitalismus, früher der Feudalismus. Aber auch die Gewaltsubjekte der Altvorderen waren nicht zimperlich. Die Beispiele hast du genannt. Gewaltsubjekte sind auch ohne Kapitalismus von Übel. Aber mit sind sie eben zur globalen Vernichtung fähig.

    2. Es gibt die Theorie, daß die Menschheit keine Außerirdischen findet, weil diese auf gar keinen Fall von Elementen wie uns gefunden werden will. Denn ganz ehrlich, was würde denn passieren? Wir führen Krieg gegen sie, entweder weil sie genau so sind wie wir. Oder wir führen Krieg gegen sie, weil sie nicht so sind wie wir.

      1. Eine Alternative vergaßen Sie, die Mensch bei noch so abseitigen oder pervertierten Handlungen als „legitim“ erachtet/e:
        „Weil wir es können.“
        (unabhängig davon, welche Geister beschworen werden, die freiwillig nie wieder in die Flasche zurück kehren).

        Das gleiche gilt übrigens für jeden Planeten, der für Leben geeignet und irgendwann erreichbar wäre: zum Zeitpunkt seiner Entdeckung ist er bereits ein zum Sterben verurteilter Planet.

  4. Anbei noch der Hinweis auf einen Grundlagenartikel:

    „15 Jahre Lagerhaft für den Autor!“
    11. März 2025, Ein Artikel von Renate Dillmann

    „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ betitelt Ole Nymoen, bekannt vom Podcast „Wohlstand für Alle“, sein neues Buch beim Rowohlt-Verlag, nachdem er zuvor mit Wolfgang M. Schmitt bereits ein Buch zu „Influencern“ sowie ein Kinderbuch („Die kleinen Holzdiebe und das Rätsel des Juggernaut“) veröffentlicht hat. Der junge Autor bezieht damit Position in einer Debatte, die angesichts der Militarisierung – Stichworte: Aufrüstung, Herstellung von Kriegstüchtigkeit bei der Bevölkerung, eventuelle Wiedereinführung der Wehrpflicht – in Deutschland dringend notwendig erscheint. Im Interview mit den NachDenkSeiten erklärt Nymoen, was er an der Außenpolitik von Nationalstaaten und ihren Kriegen kritisiert und warum einige pazifistische Positionen zu kurz greifen. Das Interview führte Renate Dillmann.
    (…)
    In der Einleitung zu Ihrem Buch sprechen Sie davon, dass die führenden deutschen Politiker, die im Augenblick nationale Geschlossenheit einfordern, zuvor mit neoliberaler Härte für prekäre Jobs, neue Formen von Armut und steigende Besucherzahlen der „Tafeln“ gesorgt haben, während gleichzeitigt ein DAX-Rekord den nächsten jagte. Ist das ein Widerspruch?

    Durchaus. Auf der einen Seite sagt dieser Staat: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ Solidarität ist für alle maßgeblichen Politiker ein Wert, der bestenfalls bei der Ein-Herz-für-Kinder-Gala gelebt wird. Dass die einen immer reicher werden, während die anderen jeden Euro zweimal umdrehen – das ist für einen Friedrich Merz, eine Alice Weidel oder einen Robert Habeck nun einmal der Lauf der Welt, und viele von ihnen wollen diese Tendenz sogar verstärken. Etwa durch Steuersenkungen für Reiche, während für die Ärmsten die Mehrwertsteuer erhöht wird.

    Dieses Land produziert auf der einen Seite einen gigantischen Reichtum, auf der anderen Seite verfallen Schulen und Kinder bekommen nicht einmal ein warmes Mittagessen. Die Räson dieses Staates besteht sicherlich nicht darin, für alle ein angenehmes Leben zu schaffen. Und das behauptet auch keiner, im Gegenteil: Permanent werden die Bürger darauf eingeschworen, den Gürtel enger zu schnallen, Lohnsenkungen oder Kürzungen der Sozialleistungen hinzunehmen. Und was passiert, sobald Krieg ist? Dann soll sich das ganze Volk als große Solidargemeinschaft missverstehen. Da stimmt doch etwas nicht!
    (…)
    Staaten sind nichts weiter als Gewaltmonopolisten. Das halten die klassischen Staatstheoretiker ihnen gerade zugute. Man denke an Hobbes, demzufolge der Staat mit seinem Gewaltmonopol den „Krieg eines jeden gegen jeden“ beendet. Da stellt sich nur die Frage: Wenn der Staat angeblich bloß dazu da ist, die Gewalt im Inneren eines Gemeinwesens zu unterbinden – wieso rüstet sich dann ein jeder Staat permanent auf, um diese Gewalt auf erweiterter Stufenleiter – soll heißen, im Krieg – fortzuführen?

    Meine Antwort ist simpel: Ein Staat ist eben nicht ein freier Verband von Menschen, die sich zusammengefunden haben, um gemeinsam Gesellschaft zu machen – sondern ein Herrschaftsbereich, der in ökonomischer und militärischer Konkurrenz zu anderen Gewaltmonopolisten steht. Und diese Konkurrenz enthält immer das Potential, dass Konflikte nicht nur „zivil“, beispielsweise mit Handelssanktionen, geführt werden. Stattdessen enthält diese Staatenwelt immer schon das Potenzial der militärischen Gewalt.
    (…)
    Im „Kommunistischen Manifest“ von Karl Marx und Friedrich Engels heißt es: „Die Arbeiter haben kein Vaterland.“ Davon bin ich ebenso überzeugt. Auch wenn Menschen verschiedene Sprachen sprechen oder unterschiedlichen Kulturen entstammen, gibt es keinen sachlichen Grund, weshalb sie aufeinander losgehen und sich massakrieren sollten. Das tun sie nur, weil man es ihnen befiehlt – und weil sie gelernt haben, alles durch eine nationale Brille zu betrachten.

    Wer sein Leben lang erzählt bekommt, dass er zu einem wunderbaren Staatsvolk gehört, das leider Gottes durch äußere Feinde bedroht ist – der wird dann oftmals auch zu jeder Gräueltat bereit sein und seine Waffen auf Menschen richten, von denen ihn in Wahrheit überhaupt nichts trennt. Besonders eindrucksvoll kann man das in Romanen über den Ersten Weltkrieg nachlesen, etwa in Erich Maria Remarques Klassiker „Im Westen nichts Neues“. Dort merken die Soldaten selbst, dass die feindlichen Kämpfer ihnen eigentlich viel weniger gefährlich sind als die eigenen Oberbefehlshaber. Schon vor knapp 100 Jahren war das vielen Menschen klar, aber heute scheint es vergessen worden zu sein. Deshalb greife ich in meinem Buch auf solche Klassiker zurück.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=130011

  5. Ich vermisse sowohl in der Vision als auch in den Kommentaren eine wesentliche Ursache der Unruhen in der Welt: die Religionen bzw die davon übrig gebliebenen kulturellen Prägungen.
    Interessanterweise werden zwar immer seltener die Waffen gesegnet, aber „with God in our Side“ sind doch immer noch die meisten unterwegs.

  6. Nein, es ist ganz anders. Durch ungeregelte Globalisierung und Deregulierung bildeten sich unabhängige Megakonzerne die ein globales Finanz- und Wirtschaftkartell bildeten, das Globosuperkartell, unter dessen Macht die westlichen Staaten und auch Russland gerieten. Zwecks Profitmaximierung verlegten die Konzerne zunehmend ihre Produktion von Hochlohnländern in Niedriglohnländer, um billig produzierte Waren dann zu reimportieren und mit Riesengewinnen zu verkaufen, was sie Handel nennen. Mit Bestechung, Korruption und Krieg setzten sie ihre Interessen durch. Die Staaten mussten diese Konzerne bedienen und sich verschulden um ihrer Bevölkerung ein Leben knapp über dem sozialen Existenzminimum zu sichern. In dieser verführerischen Situation schufen die Finanzkonzerne betrügerische Produkte, die sie ihren Marionetten verkauften. Als das aufflog und platze, mussten die Staaten mit Bad Banks die Ramschprodukte übernehmen und die Risiken tragen, um die Banken zu „retten“. Dadurch gerieten sie in eine gigantische Verschuldung.
    Inzwischen hatte in Russland ein Giftzwerg die Macht ergriffen, der die totale Ausplünderung des Landes verhinderte, und ein anderes Land hatte sich zwar industrialisieren aber nicht unterwerfen lassen.
    So entstand Plan A, einen Krieg gegen Russland anzuzetteln, es zu zerstückeln und total auszuplündern, um mit Riesengewinnen die Verschuldung zu reduzieren. Das ging schief wie schon im zweiten Weltkrieg.
    Deshalb tritt nun Plan B in Kraft. Die Ziele der aktuellen Politik laufen darauf hinaus einen Notstand zu schaffen, der einen Neuanfang ermöglicht. Es geht darum, eine Bürgerkriegsarmee mit Hilfe von Migranten einzurichten, die globalisierungskritischen und populistischen Parteien zu verbieten, Unruhen zu schüren, um das Militär einzusetzen, den Sicherheitsfall und bei Fortführung des Ukrainekriegs auch den Verteidigungsfall auszurufen, Einberufung des „Gemeinsamen Ausschusses“ als Notparlament, Aussetzung von Wahlen, um jeden Widerstand gegen das Endziel zu ersticken, nämlich die Verschuldung so zu erhöhen, dass die Einführung einer neuen Währung zwingend notwendig wird, wie nach dem zweiten Weltkrieg, um zum Reset und Neustart den Geldüberhang zu beseitigen. (Das Umstellungsverhältnis betrug damals von RM zu DM 10:1 bei gegebenem Preisniveau.) Asylgesetz, BVerfGG und Notstandsgesetze ermöglichen einen solchen Ablauf. Wie damals erhalten die verarmten Bürger ein Kopfgeld (das war damals zweistellig), und die Banken werden mit den zu ihrem Funktionieren erforderlichen Beträgen ausgestattet.

  7. Richtig beschrieben. Aber es gibt Neuigkeiten.

    Es hat mich ja sehr gewundert, dass der Europäische Gerichtshof die Ukraine wegen dem Massaker in Odessa angeklagt hat. Aber inzwischen zeigt sich, warum. Das Thema blieb unter der Decke. Ein paar alternative Medien haben berichtet, der Mainstream nicht. Um fair zu sein: die FAZ hat offenbar hinter der Bezahlschranke doch etwas geschrieben.
    Hatte das Urteil den Zweck, eine größere Staubaufwirblung zu verhindern? Das kann man so sehen. Was aber beim nächsten Fall nicht helfen wird. Die Russen wollen eine Untersuchung von Butscha durch die UNO:
    https://anti-spiegel.ru/2025/das-russische-aussenministerium-fordert-erneut-eine-internationale-untersuchung-zu-butscha/
    Was sie eigentlich schon immer wollten, aber das Ansinnen wurde stets abgelehnt. Wohl, wie man vermuten kann, auf amerikanischen Druck. Der könnte plötzlich nachgelassen haben. Es könnte sein, dass sich die UNO bewegt.

    Butscha ist eine der Kernlügen der Transatlantiker und wenn diese ins Rutschen kommt oder gar widerlegt wird, lässt sich das nicht mehr unter den Tisch kehren. Da erfährt die Öffentlichkeit dann, was gespielt wird.

    Sehr gut. Anders ist der Saustall nicht aufzuräumen.

  8. Das Problem mit diesen unseligen Proletariern ist, dass sie, wenn sich ihre Lebensbedingungen verbessern, schneller verbürgerlichen, als ein linker Schreibtischideologe Kapitalismus sagen kann…

  9. Das Schöne, beinahe schon Unterhaltsame an dieser Politik ist ja eben gerade, dass man NICHT weiss, wie das weitergeht. So ähnlich wie in einem guten Krimi..

    Sehen sie: „Sie wollen ihre gesamte Wirtschaft, ihre konkurrentisch-aggressiv ausgerichteten Staatskonstruktionen, ja das gesamte Leben in ihren Herrschaftsgebieten dem Krieg unterwerfen. „Whatever it takes“ grölen sie dabei. Und: sie verlangen, dass sich alle Normalmenschen im eigenen Herrschaftsgebiet diesem Plan bedingungslos unterwerfen.“

    Ich versteh ihre Kritik daran nicht… Wenn man ein solches Volk, von in der Tat „Normalmenschen“ zur Verfügung hat ,und mit denen man das alles durchziehen kann, dann wär man doch schön blöde, wenn man es nicht täte und sich daran dumm und dämlich verdienent, oder? Wofür hat man längst eine Zweit-Residenz in sicherer Entfernung?
    Warum wären die Konsequenzen also von Bedeutung, bzw für wen? Ausser denen, die das alles ermöglichen?

    Nehmen sie den Vietnam Krieg. Eine Grossmacht zerstört ein Land, verseucht es mit Agent Orange und ermordet 3,1 Millionen seiner Bürger. DAS ist auch ethisch ein Verbrechen, denn die Vietnamesen wollten mit Sicherheit nicht um einen solche Preis vor dem Kommunismus gerettet werden… falls überhaupt.

    Von den Deutschen, den Polen, den Franzosen oder Engländern weiss man hingegen genau, dass sie zZt in ihren demokratischen Wahlen Regierungen an die Macht gewählt haben, die ganz offen für einen solchen Krieg waren, dessen Folgen auch ungefähr so viel Tote haben würde, wie der in Ost-Asien. Also, diejenigen die dafür veranwortlich sind müssen (wie gesagt, im Gegensatz zu den Vietnamesen) den Preis für ihre EIGENE Entscheidung bezahlen.
    Ich würde das nur für gerecht halten… soviel Eingenverantwortung sollte schon sein.
    Jeder kannte das Potential des Konfliktes und alle haben es zugelassen.

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