Ein kurzer Traktat über einen Mann, den es noch immer nicht gibt

Putin auf einem Boot
Kremlin.ru, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Vor zwölf Jahren war Wladimir Putin in deutschen Medien längst kein Politiker mehr, sondern eine Kunstfigur: Dämon, Despot und Höllenfürst. Das deutsch-russische Verhältnis wäre heute ein anderes, hätte man seine Person sachlicher behandelt.

Vor fast zwölf Jahren schrieb ich einen Text über einen Mann, den es so gar nicht gibt. Er hieß Wladimir Putin. Jedenfalls hieß die Kunstfigur so, die damals täglich durch die deutschen Zeitungen gereicht wurde. Der wirkliche Putin, russischer Präsident, ehemaliger Geheimdienstmann, Machtpolitiker, autoritärer Staatslenker und zweifellos ein Mann mit allerlei Eigenschaften – sicher auch unangenehmen –, war als Gegenstand der Berichterstattung schon damals zunehmend ausgeschieden. An seine Stelle war einer getreten, der praktischer zu handhaben war: Putin, der Dämon – oder auch: Putin, der Höllenfürst.

Seitdem ist einiges passiert. Russland führt einen Krieg in der Ukraine. Hunderttausende Menschen sind gestorben oder verwundet worden, Städte wurden zerstört, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Man könnte also meinen, die Wirklichkeit habe die Kunstfigur von damals eingeholt. Vielleicht gab es diesen Putin, von dem die Zeitungen schon 2014 erzählten, am Ende doch?

Krebs, Koks und Kind?

Aber Geschichten – Märchen – werden nicht einfach zur Wahrheit, weil einer einen Krieg beginnt. Vielleicht ist es eher sogar andersherum und Kriege beginnen – nicht immer, nicht überall – auch deswegen, weil man sich Geschichten über jemanden erzählte und weniger die wirklichen Umstände ins Visier nahm. Denn hinter diesem Mann, den es so nicht gab, der aber täglich in der deutschen Medienlandschaft als erfundene Gestalt firmierte. Die Journalisten staffierten ihn mit Wesensmerkmalen aus, die man sich für einen infernalischen Charakter gemeinhin vorzustellen glaubt – er wurde so voller einseitiger Boshaftigkeit, Durchtriebenheit und machiavellistischer Heimtücke vorgestellt, dass er objektiv betrachtet nur als Personifikation verstanden werden konnte.

Im Laufe der letzten Jahre hat man dieses Bild von Putin nicht intensiviert: Der Putin unserer Tage ist nicht einfach ein Staatschef – oder auch nur ein aggressiver Staatschef. Nein, er ist Zar, Imperialist, Wiedergänger längst vergangener Despoten; er sei krank, gekränkt, größenwahnsinnig, vom Untergang der Sowjetunion traumatisiert und besessen von dem Wunsch, das alte Reich wiederauferstehen zu lassen. Über seinen Gesundheitszustand wurde zeitweise derart ausgiebig spekuliert, dass man meinen konnte, ein beträchtlicher Teil deutscher Expertise bestehe aus medizinischer Ferndiagnose und psychologischer Tiefenanalyse. Wie sitzt er am Tisch? Wie hält er den Arm? Ist sein Gesicht aufgedunsen? Bewegt sich sein Fuß sonderbar? Hat er Krebs? Parkinson? Nimmt er Steroide? Koks? Ja, sogar eine uneheliche Vaterschaft wurde vermutet.

Anders gesagt: Die Person des Waldimir Putin ist wieder – oder weiterhin – zur Erzählung geworden. Einige Vermutungen mögen auch einen wahren Kern haben. Dass ein Mann, der seit einem Vierteljahrhundert an der Staatsspitze steht, ein ausgeprägteres Ego aufweist als ein Bundeskanzler, den niemand liebt oder auch nur schätzt, wäre ja nun wahrlich nicht überraschend. Dennoch bleibt das Bild, das man von ihm zeichnet, hochgradig spekulativ und interpretativ.

Der Krieg gegen den Leibhaftigen

Die Bilder des russischen Präsidenten, die der Journalismus hierzulande seit Jahren und Jahrzehnten verbreitet, sind längst in den politischen Wissensschatz und in die Reste des öffentlichen Debattenraums gewandert. Der unberechenbare Despot, der Teufel im Maßanzug, der mit nacktem Oberkörper durch die Walachei reitet, um der Welt seine ganze Manneskraft zu beweisen: all diese narrativen Ausschmückungen und Überhöhungen haben ein Gesellschaftsklima vorbereitet, das gar nicht mehr als deeskalierende Lösungen des Ukrainekonfliktes zu denken vermag. Denn jener Putin, der als Kunstfigur in der deutschen Öffentlichkeit vorkommt, kann sich nur noch als das personifizierte Böse vorgestellt werden, das für seine Handlungen kein Motiv braucht, sondern nur aus reinster Destruktivität heraus vorgeht.

Mit der Kunstfigur kann man also nicht verhandeln – mit dem wirklichen Putin vielleicht aber schon. Nur kennt den niemand in Deutschland – der Mann wird als Phänomen abgeheftet, nicht als Person der Zeitgeschichte. Denn letzteres würde ihn als Menschen qualifizieren, einer Gattungszuordnung, die man dem russischen Präsidenten seit Jahrzehnten verwehrt. Das setzt nicht voraus, dass man die Person des Wladimir Putin unkritisch betrachten müsste, es wäre auch vermessen anzunehmen, dass ein Staatspräsident eine moralische Instanz sei. Doch vermutlich wären wir heute in einer anderen Lage, wenn die Berichterstattung zu seiner Person schon vor Jahren sachlicher gewesen wäre. Vielleicht hätte es diesen Krieg trotzdem gegeben – aber die deutsche Öffentlichkeit wäre nicht mit dem zuvor vergifteten Gefühl an diesen Konflikt herangetreten, wonach es sich beim russischen Präsidenten um den Leibhaftigen höchstpersönlich handelt.

Seit Jahren wurde vor einem Mann gewarnt, den man gleichzeitig immer weniger zu verstehen versuchte. Man hat ihn auf eigentümliche Weise beschrieben, psychologisiert, pathologisiert und dämonisiert – und ihn dabei Stück für Stück aus der politischen Wirklichkeit herausgeschrieben. Nun steht Europa vor einem Krieg, dessen Ende irgendwann doch mit jenem Russland ausgehandelt werden muss, welches dieser Mann voraussichtlich noch immer regieren wird. Dann wird sich zeigen, wie hinderlich es ist, jemanden zum Ungeheuer umzudeuten – fast wirkt es so, als wussten die deutschen Verantwortlichen das im Verlauf der letzten Jahre bereits, weswegen sie es gar nicht erst versuchten, mit der russischen Regierung ins Gespräch zu kommen. Wer ist dieser Putin also wirklich? Eine spannende Frage, deren Antwort man der deutschen Öffentlichkeit seit Jahren vorenthält.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →

Ähnliche Beiträge:

57 Kommentare

    1. ++++
      Unsere Politiker werden den nie verstehe, warum? Weil sie nicht wollen oder eher dürfen?
      100 Zeichen, die Bürokratie hat Einzug gehalten im Portal muss ich es jetzt meiden?

  1. Werter Roberto
    Die westdeutsch( BRD) sozialisierten Eliten ( andere gibt es nicht in diesem Land), sind die Nachkommen jener Menschen, die seit 1941 versucht haben, die „russischen Untermenschen“ auszurotten. Vom Akademiker in den Ministerien, die den „Generalplan Ost“ erstellten, bis zum brutalen Kleinkriminelle, der für eine Flasche Schnaps am Tag Frauen,Kinder, ältere Menschen ermordeten.
    Und die sich ab Mai 1945 den westlichen Besatzern andienten und ja schon immer „Musterdemokraten“ waren. In der Mehrzahl mit narzisstischen Persönlichkeitsstrukturen( „Untertanen“) die sie an die Nachkommen weitergaben. Und so ist es kein „Versehen“, wenn ein FAZ- Journalist, dessen Großvater Offizier im Wehrmachtführungsstab war, die Frage stellt, was der „Westen“ tun kann, um mehr Russen zu töten. Das ist dessen tief sitzende Überzeugung, das man Russen töten müsse. Und seine Kollegen der medialen Zunft stammen doch sehr oft aus dem oberen Bürgertum, das auch die Naziherrschaft aus Überzeugung getragen hat. Für die war und ist „ der Russe“ schon immer der Feind. Und da es nicht möglich ist, 144 Mill. Bürger Russlands zu Feinden und „Untermenschen“ zu erklären, nimmt man stellvertretend dessen Präsidenten, auf den der ganze narzisstische Hass der politischen und medialen „Eliten“ abgeladen wird. Die Aussagen einer Florence Gaub ( „die Russen sehen nur wie europäische Menschen aus, in Wirklichkeit sind sie asiatische (Untermenschen))oder des Wadephul ( „die Russen werden immer unsere Feinde bleiben“ ) ist ja kein Versehen einzelner Typen. Die Mehrzahl hat diesen rassistischen Hass internalisiert.
    Eine narzisstische Gesellschaft braucht zu ihre Selbstvergewisserung einen imaginierten Feind. Und das ist eben seit 1054 „der Russe“….

      1. Anno 1054: Das Morgenländische Schisma. Die spaltung der chrislichen Kirche zwischen der „Westkirche“ und der „östlichen Orthodoxie“.

  2. Als wir unseren letzten Mannschaftskampf im Schach verloren, kommentierte ich das mit: „Da ist der Puttin dran schuld“, worauf sich großes Gelächter erhob. Anschließend fing jeder an, herum zu blödeln, woran der Puttin denn nun alles Schuld sei, das ging von „Die Frau lässt mich nicht mehr ran “ bis „Mein Rasenmäher ist kaputt“.
    An allem war der Puttin Schuld!
    Das zeigte mir deutlich, das viele Leute nicht so dämlich sind, wie Politik, ÖRR und MSM von ihnen annehmen.

    P.S.: Puttin heißt der Putin im Pott!

    1. Hatte ich auch letztens auf dem Bahnhof, als einer der Züge mal wieder irgendwo liegenblieb, hat mich wirklich erheitert.

  3. Putin ist praktisch (kurze Episode als MP) seit 2000 in Russland durchgehend an der Macht und hat parallel zu 7 Amtszeiten von US-Präsidenten Russland (ich behaupte: erfolgreich aus russischer Sicht) geführt.

    Natürlich kann man niemandem hinter die Stirn schauen, und manchmal zählt bei Menschen, die man einschätzen will, einfach der subjektive, durchaus nicht immer begründbare Eindruck mehr, da man schlicht zu wenig Objektivierbares weiß über denjenigen. Putin erschien mir, bevor die mediale Propaganda einsetzte, wann immer ich ihn reden hörte (Lektüre-Empfehlung für die jüngere Generation: Wortprotokoll seiner Rede im Bundestag 2001 https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort-244966), als diplomatischer, intelligenter, wortgewandter, gebildeter und weitsichtiger Politiker, der selbstverständlich in erster Linie das Wohl seines Staates im Auge hat – etwas was man von keinem und keiner (!) deutschen PolitikerIn heute behaupten kann, von amerikanischen ganz zu schweigen.

    Ein Spiel bei politischen Diskussionen mit einem Freund ging so: Mit wem würdest du lieber mal ein Bier trinken gehen? Mit Putin oder ( je nach Amtszeit) Dabbeliuh Bush / Obama / Trump / Biden? Außer bei Obama waren wir uns immer einig, wobei sich die Differenz nach den „Interventionen“ der USA (manche nennen es auch „völkerrechtswidrige Angriffskriege“) in Libyen und Syrien auch schnell erledigt hatte.

  4. Das Bild von Wowa musste zwangsläufig geschaffen und beibehalten werden, weil Rußland wie er sich nicht dem schönen Plan beugen wollte, das Land zur Plünderung freizugeben, noch nicht mal den Ausbau westlicher Waffenstützpunkte vor seiner Haustür.
    Ohne diese Verteufelung hätte man die Angriffe auf Russland nicht kaschieren und der Bevölkerung als notwendig vormachen können.
    Zumindest wäre die Lage im Inland von mehr Widerstand geprägt und die Rüstung nicht so wie jetzt stillschweigend akzeptiert worden.

  5. Putin ist zuallererst eines: jemand, mit dem man reden muss. Das nennt man Diplomatie. Denn glaubt mir, in jedem Volk gibt es Menschen, die sehr schlimm sind, wie Stalin, Berija, Hitler, Napoleon, Mc Carthy, Reagan, Franco, Mussolini, Pol Pot, … Wenn diese Menschen an die Macht kommen, geht das selten gut aus.
    Aber das Böse ist auch noch selten personalisiert, eher banal, es ist ein Teil von uns.

    1. @Gunther

      Ich möchte die Liste deiner Beispiele schlimmer Menschen um zwei Politiker ergänzen, die im Bewusstsein westlicher Bürger harmlos erscheinen, die aber ebenso viel Unheil anrichteten wie zum Beispiel McCarthy, das sind die Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama.

      Bill Clinton, weil er der Versuchung, die Nato nach Osten zu erweitern, trotz dokumentierter Beteuerungen führender westlicher Politiker, keinen Zoll weit sich über die Grenze Deutschlands auszubreiten, nicht widerstehen konnte und Barack Obama, weil er den Putsch 2014 auf dem Maidan inszenierte, was er in einem CNN-Interview stolz verkündete.
      https://internetz-zeitung.eu/index.php/2974-obama-gesteht-maidan-revolution-in-ukraine-war-us-inszenierter-putsch

  6. Ich empfehle ein außerordentliches Interview von Pascal Lottaz mit Pavel Shchelin. Unbedingt hörenswert und anregend.
    https://www.youtube.com/watch?v=qZZ-6Qngs3QDer Krieg in der Ukraine dreht sich nicht um die Ukraine. Es geht um Bedeutung. Ja, es ist ein Stellvertreterkrieg, und ja, Macht steht im Zentrum der militärischen Konfrontation. Selbst ihn als Krieg der Zivilisationen zu betrachten, ist nicht falsch, doch das verfehlt, worüber die Zivilisationen tatsächlich uneinig sind. Erst die symbolischen Grundlagen des Krieges offenbaren, worum Moskau einerseits und die Globalisten andererseits tatsächlich kämpfen.

    Der russische politische Philosoph und orthodoxe Denker Pavel Shchelin spricht mit Pascal darüber, wie Weltanschauungen, Symbole und Wünsche politische Entscheidungen prägen. Sie untersuchen Sanktionen, konkurrierende Vorstellungen von Frieden und Sicherheit, die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen, die NATO und warum eine gemeinsame politische Sprache tiefe Meinungsverschiedenheiten über die Ukraine verbergen kann.
    Zeitstempel:
    00:00:00 Pavel Shchelin über politische Theologie
    00:04:19 Weltanschauungen, Rationalität und Realität
    00:12:01 Sanktionen und symbolische Politik
    00:23:54 Geschichten über Russland und den Westen sowie politische Sprache
    00:37:15 Friedensvorschläge und die Beendigung von Kriegen
    00:57:43 Aufklärung, Globalismus und Imperium
    01:03:33 Russlands Sicherheitsziele und die Ukraine

  7. Das Bild Putins in anderen Ländern ist/war komplett anders als in Deutschland. In Japan gab es bis vor einigen Jahren Putin-Wandkalender, 2019 glaub ich sogar gleich drei verschiedene in einer der größten Kaufhausketten zu kaufen.

  8. Also ich kenne ehrlich gesagt nicht wenige Leute, die sich heimlich positiv über Putin äußern. Aber nur hinter vorgehaltener Hand!
    Zb dass sie der Auffassung sind, dass sie Putin für einen halten mit dem man hätte reden können. Und das sind keineswegs ausdrückliche Putinbwfürworter! Aber da sich niemand traut so etwas in großer Runde zu sagen wird alles so bleiben wie es ist.
    Putin wird in aller Albernheit auf dem Spiegelcover mit Teufelshörnern und ganz lila angefärbt abgebildet. Der wohlgenährte junge Mann im olivgrünen t-shirt hingegen ist sakrosankt!

  9. Das größte Problem ist, dass kein Mensch mehr nach Russland fährt. Die Hürden durch die Sanktionen sind einfach zu groß. Daher ist es einfach für die kriegswütigen „Eliten“ ein Feindbild aufzubauen und die Zustände in Russland schlecht zu reden. Die Menschen in Russland verschmelzen zu einer amorphen Masse und werden dadurch leichter als Feind markiert. Man hat ja auch noch seine Vorurteile aus der Zeit der Sowjetunion.

    Und indem man Präsident Putin als Monster hinstellt, zeigt man indirekt, dass die Russen auch nur Idioten sein müssen, wenn sie so einen wählen.

  10. Die vorsätzliche, bewusste Irreführung westlicher Bürger – erst über die Sowjetunion, jetzt über Russlands – begann bereits in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts als der US-amerikanische Zeitungsmogul Randolph Hearst das Märchen von der von Josef Stalin verursachten Hungersnot mit dem Ziel die ukrainische Bevölkerung zu dezimieren, verbreitete.

    https://www.google.com/search?q=Der+US-Medienmogul+William+Randolph+Hearst+ver%C3%B6ffentlichte+1935+in+seinen+Zeitungen+Berichte+und+Fotos+%C3%BCber+den+Holodomor

    Obwohl es zahlreiche Dokumente gibt, die dies als Schwindel entlarven, entblödeten sich die deutschen Politiker 2022 nicht die Hungersnot in der Ukraine 1932/33 zum Genozid erklären und damit die politisch motivierten Positionen ukrainischer Ex-NS-Kollaborateure zu übernehmen.

    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9096

    1. Die Hungersnot war kein Märchen, und die Verantwortung der sowjetischen Führung dafür ist offensichtlich – ganz gleich, was Hearst von der Sache hielt.

      1. @Roman

        »Die Hungersnot war kein Märchen, und die Verantwortung der sowjetischen Führung dafür ist offensichtlich – ganz gleich, was Hearst von der Sache hielt.«

        Aber die Unterstellungen von Hearst, dass Stalin die Hungersnot benutzt hat um die ukrainische Bevölkerung zu dezimieren sind eindeutig bewusst gelogen wie hier nachzulesen ist.

        https://www.google.com/search?q=Der+US-Medienmogul+William+Randolph+Hearst+ver%C3%B6ffentlichte+1935+in+seinen+Zeitungen+Berichte+und+Fotos+%C3%BCber+den+Holodomor

        1. Wer glaubt, die sowjetische Führung habe nicht geahnt, dass Menschen sterben würden, als sie der Ukraine Lebensmittel entzog, hat eine sehr geringe Meinung von ihr. Hearst konnte veröffentlichen, was er wollte, aber der große Führer des Proletariats kannte seine Ziele genau und erreichte sie

  11. Wohl aus evolutionsbiologischen Gründen sind viele Menschen geistig nicht dazu in der Lage, von der persönlichen Ebene zu abstrahieren. Jedoch, hinter den medialen Butzemännern Putin, Trump – und wie sie alle heißen – stehen Apparate, Verwaltungen, Militär, Geheimdienste, wirtschaftliche und staatliche Interessen, Geldgeber, Mitläufer und andere Profiteure. Alles viel zu kompliziert also, weshalb man lieber auf leichter verständliche, eher boulevardeske Geschichten sowie die Person selbst ausweicht. Die genannten Staatsmänner erscheinen dann mehrmals in der Woche wie böse Onkels über die Mattscheibe im Wohnzimmer und sorgen für böses Blut zum Abendbrot. Schon schräg.

  12. Ich hatte vor Jahrzehnten die Gelegenheit mit Putin zu sprechen, Meinungen und Gedanken auszutauschen. ohne das ich wußte, wer eigentlich Putin ist, was er tat und was seine Aufgabe war. 1985 im Offizierskasino der russischen Garnison in Dresden. Fast ein Jahr später, nach einem mysteriösen Ereignis im Großraum Dresden, in den Räumen der Dresdner Gerichtsmedizin war die zweite Begegnung. Ich lernte Putin als hochintelligenten Mann mit großer Allgemeinbildung und fast fotografischen Gedächtnis kennen. Er hatte, so empfand ich es damals, aber auch eine Aura und Ausstrahlung, die für mich schwer einschätzbar und berechenbar erschien. Viele seiner Bemerkungen und Äußerungen, so hatte ich den Eindruck, waren umfassend, tiefgründig und vielseitig, erfolgten aber immer auch mit der Abwägung, was bringt mir das persönlich.

    1. Ergänzung zu meinen Beitrag.
      Im Herbst 86 fand man in einem Waldgebiet in der Dresdner Heide ein männliche Leiche mittleren Alters, nackt und mit einem Kopfschuss getötet. Beide Hände waren abgetrennt worden. Das bedeutete, die Identifizierung mittels Fingerabdruck sollte nicht möglich sein. Der Leichnam wurde in die Gerichtsmedizin zur Obduktion gebracht. Meine Aufgabe war es, diese Obduktion fotografisch zu dokumentieren. Die Obduktion wurde von vielen sehr schweigsamen Männern beobachtet, die russisch, polnisch, tschechisch und wenig deutsch sprachen. So begegnete ich erneut Putin. Was ich aus der Unterhaltung so nebenbei erfuhr, ging es nach meiner Wahrnehmung bei dem Toten in Richtung Israel und um das Atomprogramm in der Atomforschungsstädte Dimona.
      Nach 1990 habe ich versucht, nähere Informationen in den unterschiedlichsten staatlichen Archiven der ehemaligen DDR- Institutionen , die jetzt unter westdeutscher Kontrolle und Verwaltung standen, zu erlangen. Es war nicht möglich, irgendeine diesbezügliche sachdienliche nähere Information zu bekommen. Ich denke eher, man wollte es auch nicht.

      1. Spannende Story.

        Zu Putin: Bei allem sollte klar sein:
        Er ist Politiker und ehem. Geheimdienstler.
        Da gehört eine ordentliche Portion
        Verschlagenheit und ein ausgeprägter
        Sinn für das eigene Wohl sicher dazu…

        @Text:
        Es ist genau wie in D eine Illusion
        zu glauben, dass dieser Mann relevante
        Dinge allein entscheidet. Das ist eine
        Propaganda Ente. Er ist Repräsentant,
        genau wie das hier in D auch ist.
        Die Entscheider sitzen bei uns in Washington, dort wahrscheinlich in Russland… oder Peking, je nachdem.

        1. Hallo YGL
          Wirklich eine spannende Story.
          Was ich noch in Erfahrung bringen konnte und man mir hinter vorgehaltener Hand zugeflüstert hat, besagt, was ich aber nicht auf Wahrheit und Richtigkeit überprüfen konnte aber glaubwürdig erscheint: der Tote soll ein tschechischer Nuklearwissenschaftler gewesen sein, der über die USA nach Israel eingeschleust wurde, um das israelische Kernwaffenprogramm auszuspionieren und ist dabei aufgeflogen. Er wurde deshalb liquidiert. Nochmal, meine letzte Information, ohne Wahrheitsgehalt überprüfen zu können !!!!!!

  13. Man mag ihn mögen oder nicht (ich finde ihn persönlich nicht sympathisch und ich wäre ganz gewiss nicht sein Parteigänger oder Wähler, wäre ich Russe), aber man muss mit ihm reden. Als faktischer Repräsentant Russlands, so wie Trump der faktische Repräsentant der USA ist. Wir haben nicht das Recht und können es auch nicht, ihn nämlich aus seinem Amt zu entfernen. Und eine europäische Sicherheit kann es nur mit Russland geben. (Ein neuer Hitler, der die Welteroberung im Sinn hat, ist er offenkundig nicht. Das hätten wir schon gemerkt, nach mehr als einem Vierteljahrhundert seiner Regentschaft.)

  14. Laut MS sind ja eh bereits alles Putinversteher. Aber muss man ihn überhaupt verstehen? Ich denke nicht. Die Friedensvorschläge Russlands liegen auf dem Tisch. Wenn man die unterschreibt hätten wir ab morgen Frieden. Das Problem dabei, die Ukraine würde auf einen Teil ihres Landes verzichten. Nur stimmt das auch? Diese Landesteile wollten sich nach der nationalistischen Wende 2014 autonomisieren. Die Angst als Russen diskriminiert zu werden war durchaus berechtigt, wenn man sich die nachfolgenen Sprachgesetze anschaut und das Verbot russicher Parteien. 2014 war übrigens noch nichtmal von Abspaltung die Rede, und von Angliederung an Russland gleich gar nicht, man forderte nur Autonomie. Anstatt sich an einen Tisch zu setzen wurden sie bombardiert und Russland quasi in die Arme getrieben. Das hat man sich in Kiew selbst verscherzt und zwar auf Dauer.

  15. Das Buch „Putin – Innenansicht der Macht“ von Hubert Seipel ist … nun ja, in der gesamten westlichen Welt eliminiert worden. Nicht verbrannt, denn dann zirkulierten gewiß mehr Exemplare, als gemäß Verbundkatalog noch vorhanden sind – etwas über einem Dutzend Exemplare in Stadtbibliotheken wie Aurich, Peine, Bad Liebenhain und so zu. Unterdessen ist ja bekannt geworden, daß Antiquariate zwecks Büchervernichtung durchforstet werden.

    Noch verfügbar ist ein eineinhalbstündiges Interview Seipels von 2015
    https://www.youtube.com/watch?v=qqQNORHJ8fA
    Es macht durchaus „Sinn“ das downzuloaden, es könnte in Europa nicht mehr lange zugänglich bleiben.

    „So traurig es auch ist … in unserem Land ist die Rückkehr zu einem totalitären Staat für eine gewisse Zeit möglich. Aber die Gefahr sollte man nicht bei den Organen der Rechtsordnung, beim Sicherheitsdienst, bei der Polizei, und nicht einmal bei der Armee suchen. Diese Gefahr liegt in der Mentalität unseres Volkes, in unserer eigenen Mentalität. Uns allen scheint es so, und ich will es nicht verheimlichen, auch mir scheint es manchmal so, wenn einer mit harter Hand eine strenge Ordnung einführte, so würde es uns allen besser gehen, wir hätten mehr Komfort und würden uns sicherer fühlen. Doch verschwindet dieser Komfort sehr schnell wieder, weil diese harte Hand sehr schnell anfängt, uns zu würgen. Wir würden es augenblicklich spüren, bei uns selbst und unseren Familienangehörigen.“
    Putin 1996, in einem von ihm selbst in Auftrag gegebenen Film.
    Das Zitat steht am Anfang eines ansonsten indiskutablen Propagandafilms der ARD:
    https://www.ardmediathek.de/video/putin-und-die-macht/putin-und-die-macht/rbb/Y3JpZDovL3JiYl82Nzc3NGNiMy0xNmFmLTQzMTgtOWIxMy00OTE3NWVmYTE4MmNfcHVibGljYXRpb24
    aber ich fordere euch auf, diesen Schnipsel anzusehen, er sagt noch einiges mehr über die intellektuelle Physiognomie und geistige Statur des heutigen Präsidenten.

    Die intellektuelle Physiognomie und geistige Statur keines einzigen Spitzenpolitikers, der mir seit 1965 unter gekommen ist, war und ist derart öffentlich kenntlich gemacht, als die Putins, und das enspringt, wie man zahlreichen Interviews und Pressekonferenzen entnehmen kann, Putins Wunsch. Dieser Wunsch wiederum folgt demselben „Strickmuster“, behaupte ich, auf das Obama sich bezogen hat, als er Putin zum proletarischen Emporkömmling aus der Gosse stilisiert hat, der die damit angeblich einher gehende Rohheit, Beschränktheit und „Aggressivität“ nie abzulegen vermocht habe.
    Just saying.

    1. Da revanchiere ich mich doch mal kurz, aber eine Rechtfertigung Deines Textes hätte es nicht gebraucht. (Btw. funktioniert der Kapitalismus weiterhin, das besagte Buch gibt es gebraucht bei Amazon ab 3.97€, war sogar der erste Treffer.) Der Hinweis auf Obamas Titulierung seinerzeit ist interessant, weil sie doch endgültig hätte jedem klar machen können, dass unter »Change« des ersten Todesdrohnen-Pilotierers nichts anderes als „Wechselgeld“ zu verstehen war.

      Eine damalige Bekannte schrieb ihre Doktorarbeit über die „irritierenden Selbstinszenierungen Putins“, in deren Analyse deutlich wurde, dass diese Bilder hauptsächlich die Russen selbst adressierten sollten, was mit Deinem Zitat über Putins Sichtweise der russischen Mentalität absolut einhergeht. Leider weiß ich nicht, was aus der Arbeit geworden ist, aber ihren Hut hat sie bekommen.

  16. Vielleicht hätte es diesen Krieg trotzdem gegeben

    Und wenn die heilige Jungfrau Maria, Aphrodite oder eine Chimäre aus Margaret Thatcher, Mutti und Petra Kelly Präsidentin der RF gewesen wäre, hätte es einen Krieg gegeben gegen „Die Braut des Teufels“, „Die Abtreiberin“ oder „Die Erbin Katharina der Großen als Connaisseurin der nächtlichen Pferdegesellschaft“.

    Wer ist dieser Putin also wirklich? Eine spannende Frage, deren Antwort man der deutschen Öffentlichkeit seit Jahren vorenthält.

    Ad personam: Warum diesen Sandkasten verlassen, denn nicht nur der Großteil der Deutschen wählt noch immer Leute und nicht Konzepte, plausible Pläne, Vorstellungen oder Ideen von der Zukunft. Deswegen werden sie auch nicht gefragt, sondern gelegentlich an die Urne gebeten oder gelassen. Was sonst so in einer Urne kommt, ist nicht weiter zu erwähnen, aber aus der materiellen Perspektive genau so wertvoll.
    Da nehme ich jeden Köder und meine, es sei ein günstiges Dinner. Weiter spotte ich über Putin oben ohne auf dem Pferd, lasse mich von Bush jun. im Pilotenoverall beeindrucken und staune über den großen Stift im Haupsache-Gold-Drumherum eines Trump, doch ich beschäftige mich nicht mit der „Ikonografie der Macht“, da komme ich mir nur blöd vor.

    1. Mal wieder ein trotzig regressiver Text von Dir.
      Ich gehe kurz darauf ein, um mein eigenes Posting zu rechtfertigen ,-)

      Merkel ist so lange Kanzlerin gewesen, weil die persönlichen Voraussetzungen, die sie in den Job eingebracht hat, es erlaubt haben, imperialistische deutsche Politik mit und in Europa gegen den vormodernen Nationalismus durchzusetzen, der das Personal der CDU / CSU zur Zeit ihrer Regentschaft noch maßgeblich geprägt hat, und daß wir jetzt einen „Merz“ durchleben müssen, ist noch immer ein klares Indiz für diesen vergangenen Zusammenhang.

      Die Personalie Putin ist von noch größerem Belang für die Rekonsolidierung der RF als eines Nationalstaates, als die Personalie Merkel für die Konsolidierung Deutschlands als Führungsmacht der EU gewesen ist.

      1. trotzig regressiver Text

        Wohl wahr. Nachdem jetzt auch mir unter mehreren Artikeln längere Kommentare „abhanden“ gekommen sind und ich nicht herausfinden konnte, welche da denn nun die Buzzword waren, habe ich doch einiges an Schwung verloren. Manchmal erscheint es mir wie eine schlechte Gewohnheit meinerseits, hier noch zu posten. Andererseits muss gelegentlich der Metaphernstau in meinem Schädel entlüftet werden – aber Spaß geht anders.

        Nach Jelzin war Putin sicherlich eine Verbesserung für die RF, sofern man Ausverkauf nicht prima findet, ansonsten weiß ich nicht, ob Personalien auf staatlicher Ebene wirklich relevant sind. Die Tapete mag eine andere Textur haben, das Mobiliar unterschiedlich bequem, doch es sind weiterhin Paläste.

  17. Dieses ewige „Putin ist halt ein Imperialist / Irrer / Sowjetnostalgiker / neuer Zar – deswegen führt er Krieg“ ist analytisch ungefähr so ergiebig wie: Es regnet, weil der Himmel traurig ist.

    Damit erklärt man nichts. Man ersetzt Analyse durch Küchenpsychologie.

    Staaten führen keine Kriege, weil irgendein Staatschef morgens mit „Imperialismus“ im Blut aufwacht. Da gibt es Interessen, Sicherheitsvorstellungen, Machtfragen, rote Linien, Fehleinschätzungen, innenpolitischen Druck und Entscheidungen. Und ja: Am Ende hat Russland die Entscheidung getroffen, die Ukraine anzugreifen. Dafür trägt die russische Führung die Verantwortung.

    Aber wenn ich vorher jeden russischen Einwand mit „Putin will sowieso die Sowjetunion zurück“ abbügele, brauche ich mich hinterher nicht zu wundern, wenn ich überhaupt nicht mehr verstanden habe, welche Konflikte eigentlich eskalieren**.

    Das Geniale an dieser Putin-Psychoanalyse ist nämlich: Sie erklärt hinterher immer alles. Greift er an, war er schon immer Imperialist. Greift er nicht an, wartet er nur auf seine Chance. Verhandelt er, täuscht er. Lehnt er ab, beweist das seine Aggressivität. Damit ist die Theorie vollkommen unfalsifizierbar – und damit praktisch wertlos.

    Und genau so sitzt man irgendwann in der Bredouille: Weil man jahrelang nicht mehr gefragt hat „Welche Interessen hat die andere Seite und wo könnten Kompromisse liegen?“, sondern nur noch „Was stimmt mit diesem Putin eigentlich nicht?“

    Bei einem Konflikt zwischen Atommächten ist das keine besonders clevere Form von Außenpolitik. Es ist Stammtischpsychologie mit potenziell ziemlich endgültigen Konsequenzen.

  18. Daniele Ganser hat mal einen Videobeitrag erstellt, wo er erklärte was für eine Funktion Dämonisierungen
    von Personen hat, vor allem, wenn sie Staatsoberhäupter sind. Soweit ich mich erinnere, thematisierte er
    Putin, Assad und Milosevic. Die alltägliche mediale Dämonisierung von Putin bei uns ist selbstverständlich,
    den Bürgern einzuhämmern, wo der Schuldige für unsere Probleme ist. An den Zustimmungsraten zu Merz
    erkennt man allerdings, dass das nur begrenzt funktioniert.

    Mit dem Amtsantritt Putins hatte besonders unser Land die Chance, von einem deutsch sprechenden russischen
    Staatschef zu profitieren, und das hat es ja. Mit der günstigen russischen Gasversorgung war Deutschland
    sechsmal in Folge der offizielle Exportweltmeister. (2003-2008) Das fand die Konkurrenz, vor allem die jenseits des
    Atlantiks gar nicht toll.

    https://www.spiegel.de/ausland/nord-stream-2-anthony-blinken-bekraeftigt-us-widerstand-gegen-pipeline-a-52cdd35e-dde3-4a9d-a0c1-bfaffa6ad44c

    Wer erinnert sich denn noch an diesen Gastbeitrag vom November 2010?

    „Putin: Plädoyer für Wirtschaftsgemeinschaft – Von Lissabon bis Wladiwostok“

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/putin-plaedoyer-fuer-wirtschaftsgemeinschaft-von-lissabon-bis-wladiwostok-1.1027908

    Wer kann sich den vorstellen, dass ein Merz, Scholz oder Trump jedes Jahr eine stundenlange Pressekonferenz abhält, in der auch
    auswärtige Journalisten, auch kritische Fragen stellen können? Man vergleiche das mal mit eine Bundespressekonferenz.
    Putin hat in St. Petersburg 5 Jahre Rechtswissenschaften studiert, und 1997 an der Staatlichen Bergbau-Institut in Sankt Petersburg einen akademischen Grad der Wirtschaftswissenschaften erworben. Das merkt man auch, wenn man sich das Video mit Tucker Carlson von 2024
    anschaut. Der Suffkopf Jelzin erhielt 1996 starke Wahlkampfunterstützung von der Clinton-Administration, weil die radikalen Wirtschaftsreformen
    von Jelzin russische Oligarchen hervorbrachte (z. B. Chodorkowski) die sich mit internationalem Ölhandel dumm und dämlich verdienten, während
    die normalen Russen immer mehr ein menschenunwürdiges Leben führen mussten, was ab 2000 Putin wieder änderte und rückgängig machten.
    Ab da war er für die westlichen Raubtierkapitalisten das Böse.

    Mir bleibt jetzt immer wieder die Spucke weg, mit welcher Niveaulosigkeit und Dreistigkeit vor allem der Gebühren-Dummfunk die Birne seiner Financiers vollmüllt.

    Maischberger, 13.3.2022:

    „Joachim Gauck: „Putin ist noch nicht in der Situation eines Adolf Hitlers“

    Gauck: „Putin ist noch nicht in der Situation eines Adolf Hitlers“ – FOCUS online

    Maischberger, 21.11.2024:

    „Boob Woodward: „Putin ist der Adolf Hitler dieses Jahrhunderts“

    Bob Woodward bei Maischberger: „Putin ist der Adolf Hitler dieses Jahrhunderts“ – ntv.de

    ARD, 18.11.2025: „Über die Fehler der deutschen Russlandpolitik sprechen wir mit Katja Gloger und Georg Mascolo.“

    SWR1 Leute: Katja Gloger und Georg Mascolo | Was ist in der deutschen Russland-Politik falsch gelaufen? – hier anschauen

    „Als Putin im Februar 2022 die Ukraine angreift, steht die Welt unter Schock. Dabei ist dieser Krieg von Geheimdiensten präzise vorausgesagt worden. In einer aufsehenerregenden Recherche enthüllen Katja Gloger und Georg Mascolo, wie die Verantwortlichen über Jahrzehnte Warnungen ignorierten und kritische Stimmen in der deutschen Russlandpolitik ausblendeten.
    Anhand von zahlreichen Geheimdokumenten und Gesprächen mit Dutzenden Zeitzeugen erzählen sie eine atemberaubende Geschichte: über die wahren Hintergründe der umjubelten Putin-Rede im Bundestag und einen Back Channel in den Kreml, der im früheren Leben Stasi-Spion war. Über ein Geheimdossier des Auswärtigen Amts, das schon 2007 einen bewaffneten Konflikt um die Krim und den Osten der Ukraine beschreibt – und im Archiv landet. Sie offenbaren die Details einer unerklärlich engen militärischen Zusammenarbeit – und warum Putins nukleare Drohungen einen Bundeskanzler um die halbe Welt reisen lassen. Ein Schlüsselwerk zum Verständnis unserer gefährlichen Gegenwart“

    https://www.ullstein.de/werke/das-versagen/hardcover/9783550204272

    ZDF heute, 25.6.2026

    „Mirko Drotschmann erklärt – Autoritär und aggressiv: Wie Putin Russland umgebaut hat“

    https://www.zdfheute.de/video/zdf-heute-xplanied-putin-deutschland-veraenderung-video-100.html

    Auszug:

    „Die Russland-Expertin Sabine Adler sieht in der Petersburger Zeit so etwas wie das Miniaturmodell des Systems Putin, das er später im Großen aufziehen wird.“

    „Und der Investigativjournalist Roman Anin fasst es so zusammen. Er ist von zwei Mentalitäten geprägt. (2:11) Der Mentalität eines Kriminellen und der Mentalität eines Geheimdienstmannes.“

    „Und auch wenn Putin selbst behauptete, kaum ein eigenes Vermögen zu haben, eine Wohnung, zwei Autos und einen Parkplatz, (5:25) so gibt es auch immer wieder Hinweise darauf, dass Wladimir Putin still und heimlich ein beträchtliches Vermögen angehäuft hat. “

    „Der schätzte unter Bezugnahme auf ein Datenleak in den sogenannten Panama Papers Putins Vermögen auf 200 Milliarden US-Dollar. Damit wäre Putin zu dem Zeitpunkt sogar der reichste Mann der Welt gewesen.“

    „Dazu kommt eine gezielte Geschichtspolitik und eine Umerziehung in Schulen. Die Geschichte Russlands wird dabei als großartig dargestellt. Viel Negatives wird ausgelassen. 2020 wird sogar in der Verfassung verankert, wie über die Vergangenheit zu denken ist. Zitat. Die Bedeutung des Heldentums des Volkes bei der Verteidigung des Vaterlandes dürfe nicht geschmälert werden. Kindern müsse Patriotismus beigebracht werden. Beobachter beschreiben, dass die Bevölkerung möglichst passiv wohlwollend bleiben und sich im besten Fall gar nicht für Politik interessieren solle. Die in Kiew geborene und im heutigen St. Petersburg aufgewachsene Psychologin und Soziologin Anna Shorchuknovskaya fasst es so zusammen. In Russland wird eine mit Mythen indoktrinierte Bevölkerung geschichts- und gedächtnislos gemacht. Letztlich wird der Kreis derer, die im Kreml noch mitreden, immer kleiner.“

    „Und Putin hält fest an der schon früher getätigten Forderung Russlands, dass die militärische Rolle der USA in Europa zurückgefahren werden soll. Für Russland fordert er ein formales Mitspracherecht bei allen Fragen, die den Kontinent Europa betreffen.“

    „Damit geht Putin auf Konfrontationskurs mit westlichen Staaten, die in der NATO verbündet sind. Nachdem in den ersten Jahren noch viele in Deutschland und anderen westlichen Ländern auf eine Annäherung gehofft hatten, wird spätestens mit Putins Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 klar, dass mit ihm ein anderer Wind weht.“

    1. Hubert Seipels Putin-Dokumentation https://www.youtube.com/watch?v=NSKlEEPifIk wird eine zu große „Putin-Nähe“ vorgeworfen bis hin zu Vorwürfen einer russischen Honorarzahlung. Ich kann das nicht so recht nachvollziehen. Der Kommentar zu Putins Regierungsstil ist an vielen Stellen ausgesprochen bissig.

      Im Abspann:
      „Eine Produktion von CineCentrum Hannover
      Im Auftrag von NDR SERVUS TV MDR rbb nordmedia
      2012“

      Vor 11 Jahren erlaubte sich Seipel bei hartaberfair, Verständnis für die russische Position zu äußern https://www.youtube.com/watch?v=G_NBYZK3RiI. Das war zuviel für die in Deutschland erlaubte „Meinungsfreiheit“ und so folgte unweigerlich die koordinierte Medienreaktion mit Diskreditierung der Person Seipels analog zu der von Putin.

  19. Da muß ich doch – bevor ich zum eigentlichen Thema komme – erst einmal mit dem Trugschluss aufräumen, dass ‚der arme Kerl‘ nur für die allein in Großdeutschland als Kremlschurke, Haderlump oder wie auch immer es zu hei8en hat zu gelten haben. Wie mutmaßlich vorgegeben aus dem pflichtigen Vokabelheftchen – Herausgeber Propagandaministerium, Unterabteilung Reichschriftumskammer! Mitnichten, dem ist wahrlich nicht so. Nicht dass die offensichtlich ‚konzertierte Aktion‘ hierzulande nicht besonders brutalstmöglich aggressiv (gewesen) sein dürfte, aber …

    Fürbass erstaunt war ich – das erste Mal, als sich im internationalen Familienverbunde anlässlich welches Ereignisses auch immer, eine nur noch selten anzutreffende Dame, seit mehr als einem halben Jahrhundert zu den Eidgenossen ausgewandert – potzblitz – glaubte, sich dann doch einmal über besagten Hotzplotz äußern zu müssen. Hatte mich nicht erinnern können, die gute Frau jemals sich über Politik èchauffieren zu vernehmen zu hören. Und jetzt das, es war ziemlich dicke, was sie da so abzublasen hatte. Irgendwoher mußte sie das ja gesteckt bekommen haben. Nein, die NZZ kann’s nicht gewesen sein, das war schließlich das Kampfblatt vom Ex-Göttergatten und das geht ja gar nicht. Nein, das ‚Tagi‘ – der Tagesanzeiger muß, kann es nur gewesen sein.

    Wann das gewesen sein könnte, lange vor dem Maidan im Land der schwarzen Erde, gefühlt in den Nuller-Jahren, kann auch kurz danach gewesen ein. Etwa zu der Zeit, als die ersten halbnackten Bubenbildchen vom ‚Wladi‘ in den Umlauf gelangt waren, vornehmlich das eine mit dem Ritt auf dem Tigger. Weitere – angeblich dégoutante Ablichtungen – sollten folgen. Dann das Jahr Twentytwelve! Was da gewesen sein soll? Was meine investigative Ader da heutzutage noch digital finden darf, nein, das hat mit meiner Erinnerung aber auch gar nichts zu tun. Es war jenes Jahr, von dem es später mal heißen sollte „Von da an ging’s bergab“ mit unseren balltretenden Buben. Unser kurz nach den Iden des März ins Amt des Bundespastors gehievte Joachim G. Verkündete quasi von der Kanzel – bevor das befürchtete Ereignis der Sitzpartnerschaft neben ‚Besagtem‘ auf der Ehrentribüne zu Donezk überhaupt anstand – er habe nicht vor, dort Präsenz zu üben. Ob die Buben beleidigt waren, als sie es dann gar nicht dazu kommen ließen, wer weiß.

    Nachtigall, ick hör dir trappsen! Dass es für diesen unseren Alterspräsidenten gar einen Extra-Wiki-Eintrag geben sollte – nämlich einen ausführlichen zu seinen hochherrschaftlichen Auslandsreisen – sagt womöglich alles. Darin auch Folgendes zu dem gestrichenen Termin am 11.+12.Mai des selbigen Jahres, Man höre und staune: „Am 25. April 2012 wurde bekannt, dass Gauck die geplante Reise in die Ukraine abgesagt hat. Dort – in Jalta auf der Krim – sollten sich zentraleuropäische Präsidenten treffen. Als auch die Präsidenten Österreichs, Tschechiens und Sloweniens das Treffen boykottierten, wurde dieses abgesagt. Hintergrund war die tiefe Besorgnis über das Schicksal der früheren Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko.“

    Nur der Vollständigkeit halber und so nebenbei, am 28.6. war dann – ohne den moralischen Beistand – auch Schluss, gegen Italien mal wieder so wie beim Sommermärchen auch. Klar beim Halbfinale darf man auch mal fehlen, warum aber zwei Wochen vorher – lt. o.g. Wiki-Liste – ausgerechnet der deutsche Präsident mit dem italienischen einen Gipfel zu absolvieren auch noch nebst dem MP des baldigen Gegners, man weiß es nicht. Zwei Jahre später dann dürfte der Austragungsort des Finales zu Rio wohl zu weit entfernt gewesen sein für einen über 70jährigen. Und die eigentliche deutsche Machthaberin – eine gewisse Angela M. – hatte genug Chuzpe, um zu Maracana direkt neben diesem Oberschurken Putin sitzend unsere Buben zum unverhofften WM-Tittel ausgerechnet in Brasilien – heftigst klatschend – zu begleiten. Dumm gelaufen, ausgerechnet diesem „Sauhund“ hatte man die nächste WM zugesprochen, weswegen er auch da zu sitzen hatte, wo er saß. Ihr

    Sorry, dass ich etwas weiter aushole, aber die Gelegenheit ist gerade günstig. Wie waren denn die deutschen Helden überhaupt so weit gekommen? Nun, da hatte es doch die schlimmste Klatsche ever für die brasilianischen Helden und Titelanwärter gegeben. Wie konnte das geschehen. Nun, neben Frau Merkel saß ja auch eine gewisse Dilma Russeff. Und das fussballbegeisterte Volk hatte bestimmt seine Erwartungen . Und die anstehenden Wahlen – ihr Vorgänger drohte wiedergewählt zu werden …da kann man doch, da wird man doch … wie das funktiioniert und wer da seine Pfoten …, hat man ja neulich wieder bzgl. Roten Karten gesehen.

    So, das reicht jetzt mal, zu Wladimir Wladimirowitsch will ich jetzt gar nicht mal Allzuviel verlautbaren. Nur soviel nach, zwei Aspekte, die eigentlich jedem Empathie nicht verabscheuenden Angehörigen der Gattung homo sapiens eingehen müßten. Der eine Aspekt, das was da zu Minsk – sowohl 1 wie auch 2 abzugehen hatte – war für einen von sich selbst überzeugten Machtpolitiker wie dem da schon langjährigen RF-Präsidenten – nämlich von einer Partnerin Angela M. und Partner Francois H. so brutalstmöglich über den Tisch gezogen zu werden, dann doch etwas zu viel des Guten. Ganz unbenommen, dass eigentlich seither das einzige Instrument zur friedlichen Beilegung von – insbesondere auch geopolitischen – Streitigkeiten – die Diplomatie – obsolet geworden waren und wohl so schnell auch nicht mehr zur allfälligen Wiederverwendung bereitstehen dürften.
    Wer
    Und der zweite Aspekt? Spätestens der müßte eigentlich auch jedem einfach im Fortex gestrickten Mitbürger hierzulande einleuchten, wenn man es ihm denn auch vermittelt hätte. Was ja so richtig nicht der Fall war, wie auch bei so vielem anderem mehr. Hat doch dieser Widerborst vom Noch-Roten-Platz sich – wohl verschnupft auch ob vorgenannter Missachtung durch europäische Reichsprotektoren – direkt an den Hegemon, den Weltenherrscher gewandt – einem zu der Zeit mit fortgeschrittener Demenz Geplagten. Mittels klar formulierter Note, in etwa wie folgt „Wollen wir uns nicht wieder vertragen, lass uns einen Deal machen – for all of us and our own security – im besten Wissen und Gewissen?“. Und selbst wenn es nicht nur naiv sonder gar blauäugig gewesen sein sollte, sondern die ihm unterstellte fiese Falle um von seinen weiteren Absichten für paar Monate später abzulenken, Wortlaut und Ton der Antwort waren wirklich nicht die feine englische Art. Die Nase lang gemacht zu bekommen, wer nimmt das ohne Rachgelüste denn einfach so hin. Der Kremlfürst – so scheint es für mich – hat sich, wenn man seine ‚Sonderoperation‘ einer kritischen Analyse unterwerfen würde so ziemlich im Griff. Wie ich es neulich formulierte – nach guter alter Indianerhäuptlingssitte, setze dich ans Ufer und warte …

    Auch wenn’s keiner oder keine glaubt, schon gar nicht die blonden Erinyen oder besser Medusen zu Brüssel und die nicht wenigen Wadenbeißer aus allerlei fünften Kolonnen vornehmlich in den Medien und aus Staats- und Stabsabteilungen – Bundeswehrhochschulen oder GONGO’s bspw, – sie sind auf dem Holzweg oder besser noch so langsam am Ende der selbstverschuldeten Sackgasse. So ganz sicher bin ich mir dessen zwar nicht, ob sie wirklich nicht wissen, wie es tatsächlich um sie alle steht. Wissen wollen .tun sie es sowieso nicht. Und einem Ratschlag eines Kant, Immanuel zu folgen – wenigstens mal dem hier „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ – na ja, wer ist schon dieser Kant oder wie er heißen möge. Stattdessen nur den Börsenkurs von Rheinmetall et al penibel im Auge zu behalten, ist sicherlich nicht ‚die‘ Lösung!

    Habe nicht lange sinnieren müssen, wie ich das ganze Spektakel umschreiben könnte mit wenigen Worten. Wie sich die eingangs des vorigen Absatzes angesagten Nasen nebst den ganzen im und nicht im Amt befindlichen vermeintlichen Volkstribunen und per Eid ausgewiesenen schadenwendenden&nutzenmehrenden Politiker sich das Ganze denn so als Pflicht auferlegt haben. Lange jedenfalls währte es jedenfalls nicht und ich landete in Hollywood, letztendlich bei zwei, dann bei einem Blockbuster. Die da wären? Der eine ‚King Kong‘, der andere „Godzilla“! Und wie das? Nun, beide wurden schließlich von mindestens einem Drehbuchautor ‚erschaffen‘, die Legende entsprechend der Erwartungshaltung des Produzenten und des Geldgebers aufgebohrt und mit den vorhandenen Mitteln umgesetzt. Der jeweilige Unhold – ob Kong oder Zilla – wenn ich mich recht erinnere – immer selbst von den ‚Menschen‘ – deren Landstriche eingeebnet werden sollten – selbst ins Land importiert und dann dummerweise ‚plötzlich und unerwartet‘ ausgebrochen und umgehend renitent zu werden,

    Was allein ‚Unhold Zilla‘ alles zu verbrechen hatte, niederzutrampeln, zu meucheln , zu erschlagen, und weshalb man ihm ganze Armeen mit Schiessprügeln und Kanonen entgegen zu schicken hatte, koste es was wolle (as long as ist takes)… Vielleicht sollte man mal eines der Machwerke den Herrschaften doch noch mal vorführen. Egal wie dort das Ende – wenn das Ende-Wort aufzutauchen hat – sich einzustellen hatte, es müßte eigentlich überzeugen, dass diese eingeschlagene Strategie wahrlich nicht die Lösung sein dürfte.

  20. Bund Neues Vaterland (1914)
    → während des Ersten Weltkriegs verboten
    → Deutsche Liga für Menschenrechte (ab 1922)
    → entschiedener Gegner von Militarismus und Nationalsozialismus
    → 1933 von den Nazis zerschlagen
    → Mitglieder verfolgt, inhaftiert oder ins Exil getrieben
    → 1949 Wiedergründung in der Bundesrepublik

  21. Man muss ihn dämonisiren, denn sonst hätten wir ja keinen Grund, kriegstüchtig zu werden. Um es kurz zu machen. Man kann Fall für Fall durchgehen und findet fast überall westliche Lügen. Fast. Eine Heiligsprechung ist nicht meine Absicht. Hier habe ich mal die wichtigsten Sachverhalte zusammen gestellt:
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/die-daemonisierung-putins-ein-klassisches-instrument-der-kriegsrhetorik/#comment-393053

    Es sind definitiv nicht „die Deutschen“. Diese haben im Jahr 1990 dem Gorbatchow zugejubelt, in einer Weise, dass man dem den Namen Gorbimania gab. Sie wollten Frieden und gute Beziehungen zu Russland. Es sah so aus, als ob die alten Ressentiments völlig verschwunden wären. Dass das nun anders ist, liegt an einer massiven Propagandaflut, die seither über uns hereingebrochen ist. Wogegen Wessis weniger Resistenz als die Ossis haben. Die AfD-Wahlerfolge liegen zu einem Gutteil hier begründet.

  22. Fortsetzung …
    „…dass diese eingeschlagene Strategie wahrlich nicht die Lösung sein dürfte.“
    Ein deutsches Sprichwort seit erlaubt: „Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand!“ Es steht schließlich zu erwarten , dass die inländischen „Melder für Hass&Hetze“ – dem inländischen Geheimdienst zum Zwecke der Beobachtung der Gewährleistung von Demokratie und nicht nur der (Meinungs-)Freiheit wieder mal reichlich Arbeit bekommen hatten. Auch und gerade mit diesem „auf den Punkt gebrachten“ Pamphlet – überraschenderweise auch noch von ‚De Lapuente‘ – zu gut deutsch das Iberische „auf den Punkt gebracht“. Nein, nein – glaube nicht, dass er uns zu etwas ‚provozieren‘ wollte, dazu sind RDL’s Worte durchaus eindeutig und präzise und sogar – ausnahmsweise – mal ziemlich deckungsgleich mit den meisten ‚Putinverstehern‘ – wie meiner Wenigkeit – identisch. Putinversteher – ist das immer noch nicht justiziabel?

    Erstaunlich ist es jedenfalls, dass heuer der thread ziemlich als trollfreie Zone ausgewiesen werden kann, oder habe ich etwas gesehen? Auch waren meine unter 9100 Zeichen ausgewiesenen 7,5 Tsd. relativ zügig aus der pflichtigen Quarantäne entlassen. Sollte? Könnte es gar eine neuerliche Zeitenwende sein? Das allerdings bezweifle ich doch stark. Aber was dann? Eine Auftragsarbeit, um wirklich der allerletzten Kandidaten für die ‚Einzugsliste‘ von potentiellen … ach was, ist ja auch egal, da schon länger dort vor Ort sollte ich doch längst Narrenfreiheit genießen.

    Auf den Spuren des schon lange verlorengegangenen Sinn’s des Wörtchens ‚unprovoked‘ – verlautbart kurz nach einem nicht hinnehmbaren Ereignis am 24.2.2022 und noch am gleichen Tag – man glaubt es nicht, wie schnell es plötzlich gehen kann mit dem Versuch, sich aus dem Obligo zu bringen, obwohl doch alles vom Gegenteiligen kündet. Die stets sachdienliche Google-KI vermeldet zu „provozieren“ doch tatsächlich „das Verb provozieren bedeutet, jemanden absichtlich zu einer Reaktion herauszufordern oder ein bestimmtes Ereignis bewusst herbeizuführen. Es leitet sich vom lateinischen provocare (hervorrufen, herausfordern) ab.“ Ebenda ausgewiesen auch dem entsprechende, weitere Synonyme wie „(auf)reizen, auslösen“. Die Künstliche Illigenz hat sogar Tipps, wie man auf Provokation reagieren sollte. Nun, in meinem vorigen Kommentaren wie auch in den meisten anderen sind ja reichlich Hinweise was denn so als Provokation gedacht gewesen sein dürfte, selbst RDL hat man seinem ‚Erguss‘ auf Manches Ungebührliche hingewiesen. Von den angebotenen Akut-Reaktionen von Dr. Gugel
    – Die 3-Sekunden-Pause: Atme tief ein, bevor du antwortest. Das stoppt den ersten Impuls.
    – Sachlich bleiben: Antworte kurz, sachlich und ohne emotionale Schärfe.
    – Die Metaperspektive: Sprich das Verhalten direkt an, anstatt auf den Inhalt einzugehen (z. B. „Warum ist es dir
    wichtig, mich jetzt anzugreifen?“)
    – .Mit Humor kontern: Eine schlagfertige, humorvolle Bemerkung nimmt dem Angriff sofort den Wind aus den Segeln –
    – Ignorieren: Zeige keinerlei Körpersprache oder verbale Reaktion. Drehe dich weg oder wechsle das Thema.
    dürften am 23.2.2022 wohl für den für das Wohl seiner Landesgenossen sich verantwortlich fühlende RF-Präseident wohl die Meisten schon des längeren sich schon nicht mehr angeboten haben, da ja auch mehr als etlichze von ihm bereits schon mal ohne Wirkung zum Einsatz gebracht wurden. Und das – weiterhin – Ignorieren! Nein, irgendwann heißt es auch mal Basta!

  23. Wohl irgendwie – völlig unprovoziert von mir – irgendwo abhanden gekommen mein Folgekommentar zu dem von 14:05. Nun denn, ein Versuch ist es mir wert, schließlich hätte ich noch einen Dritten. Der allerdings braucht erst einmal den Zweiten, sonst hinge er in der Luft!

    „…dass diese eingeschlagene Strategie wahrlich nicht die Lösung sein dürfte.“ Ein deutsches Sprichwort seit erlaubt: „Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand!“ Es steht schließlich zu erwarten , dass die inländischen „Melder für Hass&Hetze“ – dem inländischen Geheimdienst zum Zwecke der Beobachtung der Gewährleistung von Demokratie und nicht nur der (Meinungs-)Freiheit wieder mal reichlich Arbeit bekommen hatten. Auch und gerade mit diesem „auf den Punkt gebrachten“ Pamphlet – überraschenderweise auch noch von ‚De Lapuente‘ – zu gut deutsch das Iberische „auf den Punkt gebracht“. Nein, nein – glaube nicht, dass er uns zu etwas ‚provozieren‘ wollte, dazu sind RDL’s Worte durchaus eindeutig und präzise und sogar – ausnahmsweise – mal ziemlich deckungsgleich mit den meisten ‚Putinverstehern‘ – wie meiner Wenigkeit – identisch. Putinversteher – ist das immer noch nicht justiziabel? Erstaunlich ist es jedenfalls, dass heuer der thread ziemlich als trollfreie Zone ausgewiesen werden kann, oder habe ich etwas gesehen? Auch waren meine unter 9100 Zeichen ausgewiesenen 7,5 Tsd. relativ zügig aus der pflichtigen Quarantäne entlassen. Sollte? Könnte es gar eine neuerliche Zeitenwende sein? Das allerdings bezweifle ich doch stark. Aber was dann? Eine Auftragsarbeit, um wirklich der allerletzten Kandidaten für die ‚Einzugsliste‘ von potentiellen … ach was, ist ja auch egal, da schon länger dort vor Ort sollte ich doch längst Narrenfreiheit genießen. Auf den Spuren des schon lange verlorengegangenen Sinn’s des Wörtchens ‚unprovoked‘ – verlautbart kurz nach einem nicht hinnehmbaren Ereignis am 24.2.2022 und noch am gleichen Tag – man glaubt es nicht, wie schnell es plötzlich gehen kann mit dem Versuch, sich aus dem Obligo zu bringen, obwohl doch alles vom Gegenteiligen kündet. Die stets sachdienliche Google-KI vermeldet zu „provozieren“ doch tatsächlich „das Verb provozieren bedeutet, jemanden absichtlich zu einer Reaktion herauszufordern oder ein bestimmtes Ereignis bewusst herbeizuführen. Es leitet sich vom lateinischen provocare (hervorrufen, herausfordern) ab.“ Ebenda ausgewiesen auch dem entsprechende, weitere Synonyme wie „(auf)reizen, auslösen“. Die Künstliche Illigenz hat sogar Tipps, wie man auf Provokation reagieren sollte. Nun, in meinem vorigen Kommentaren wie auch in den meisten anderen sind ja reichlich Hinweise was denn so als Provokation gedacht gewesen sein dürfte, selbst RDL hat man seinem ‚Erguss‘ auf Manches Ungebührliche hingewiesen. Von den angebotenen Akut-Reaktionen von Dr. Gugel – Die 3-Sekunden-Pause: Atme tief ein, bevor du antwortest. Das stoppt den ersten Impuls. – Sachlich bleiben: Antworte kurz, sachlich und ohne emotionale Schärfe. – Die Metaperspektive: Sprich das Verhalten direkt an, anstatt auf den Inhalt einzugehen (z. B. „Warum ist es dir wichtig, mich jetzt anzugreifen?“) – .Mit Humor kontern: Eine schlagfertige, humorvolle Bemerkung nimmt dem Angriff sofort den Wind aus den Segeln – – Ignorieren: Zeige keinerlei Körpersprache oder verbale Reaktion. Drehe dich weg oder wechsle das Thema. dürften am 23.2.2022 wohl für den für das Wohl seiner Landesgenossen sich verantwortlich fühlende RF-Präseident wohl die Meisten schon des längeren sich schon nicht mehr angeboten haben, da ja auch mehr als etlichze von ihm bereits schon mal ohne Wirkung zum Einsatz gebracht wurden. Und das – weiterhin – Ignorieren! Nein, irgendwann heißt es auch mal Basta!


    1. Diese achso freundliche Behandlung – ohne Gnade – dürfen wir ja auch momentan erleben, gerqadezu ein Flächenbrand. Nicht dass ich eine Freund der Enzian-Partei wäre, abr es ist nur noch lachhaft, was diesbezüglich gerade so läuft. Nun es ist demnächst Wahl in SA. Aber den Landes-Vorsitzenden als den „Gefährlichsten Mann in Deutschland“ auf dem Spiegel-Titelbild wie auf einem Fahndungsbild à la „Death or Alive“ zu verkaufen, in den Tagesthemen eben ihn als ‚Menschenfänger“ zu verklaufen,, als des dummen Wählers wohl gemeint – nur weiter so, sie werden schon sehen wo sie noch landen damit. Bezüglich des Kandidaten für angewandte Wadenbeißerei – RF-Staatspräsident -sollten wir es für heute gut sein lassen. Wir wissen schließlich alle – zumindest die Allermeisten – warum das alles zu erfolgte. Zwanzig lange Jahre lang. Und alles um das große Ziel, die eurasische Landmasse nach eigenem Gusto irgendwann zerlegen zu können. Erste Etappe oder besser der Prolog mit Start auf dem Maidan. Die zweite, die Krim – schon mal überlegt, was die ganzen Präsidenten – wie im ersten meiner Kommentare heuer erwähnt – 2012 ausgerechnet in Jalta suchen und finden wollten? Zwischenzeitlich sind wir ja einen gewaltigen Schritt weiter und die NATO steuert aus mehreren Wolfschanzen in UK, in D gleich zweimal – für Wehrm…äh…BW und US-Außen-Fünfeck, etc. pp Angriffe per Plastikbomber bis zum Ural wenn nicht weiter. Habe im 2. Kommentar den Fokus von der kindischen Putin-Behandlung auf das eigentliche Thema gelenkt und auf das ‚unprovoked‘ verwiesen . Zu diesem Sachverhalt habe ich neute nachmittag auch eine Mail von Prof. Glenn Diesen aus Norwegen erhalten. Ich erlaube mir seine Stellungnahme zu eben diesem Thema hier übersetzt einzustellen. Schließlich weiß er bestimmt, dass man Mails auch forwarden kann. Also, voilà!

      Betreff: Wie die Erläuterung der Motive Russlands im Westen zum Tabu wurde
      Datum: 21. August 2026 um 16:10 Uhr
      Prof. Glenn Diesen
      GLENN DIESEN 21.AUG.

      Die Kontrolle über die öffentliche Darstellung hat unsere Gesellschaften offenbar unfähig gemacht, zwischen „Erklärung“ und „Rechtfertigung“ zu unterscheiden. Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass Russland den Expansionskurs der NATO seit dem Ende des Kalten Krieges als die größte Sicherheitsbedrohung betrachtet und dass
      Russland das Vordringen der NATO in die Ukraine als existenzielle Bedrohung ansieht. Dennoch diffamiert und zensiert unser politisch-mediales Establishment jede Erklärung als „Rechtfertigung“. Damit kriminalisieren sie auch jeden Weg hin zu einer politischen Lösung zur Beendigung des Krieges.

      Deutschland marschierte während des Zweiten Weltkriegs weitgehend als Präventiv- maßnahme in mein Land, Norwegen, ein. Großbritannien erwog einen Einmarsch in Norwegen, um dessen Atlantikküste zu kontrollieren, die für Deutschland lebenswichtigen Eisenlieferungen zu unterbrechen und eine Nordflanke gegen die Deutschen zu sichern. Norwegen war neutral, doch seine Neutralität konnte nicht durchgesetzt werden, da die britische Marine ohne dessen Erlaubnis in norwegischen Gewässern operierte. „Rechtfertige“, „legitiiere“ oder „entschuldige“ ich die Invasion Norwegens durch Nazideutschland, indem ich diese historischen Fakten darlege, um zu erklären, wie Staaten um Sicherheit konkurrieren? Um zu verstehen, wie unsere Gesells- chaften strategisches Denken, Meinungsfreiheit, Diplomatie und Frieden aufgeben, ist es unerlässlich zu begreifen, wie unser politisch-mediales Establishment die Realität unterdrückt, um Kriegsnarativen Schutz zu gewähren.Die westliche Kriegsdarstellung basiert auf der absurden Behauptung, die russische Invasion in der Ukraine sei „unprovoziert“ gewesen.

      Diese Darstellung wird durchVerleumdungen und Einschüchterungen gegen jeden geschützt, der die Rolle des NATO-Expansionismus thematisiert. Der ehemalige US-Botschafter in Russland, der später Direktor der CIA wurde, schrieb 2008, dass jeder Versuch, die Ukraine in den Einflussbereich der NATO zu ziehen, einen Bürgerkrieg in der Ukraine auslösen könnte und dass „Russland entscheiden müsste, ob es eingreifen soll; eine Entscheidung, der
      sich Russland nicht stellen will“. Dies ist weit entfernt von der Behauptung einer „unprovozierten“ russischen Invasion zur Wiederherstellung der Sowjetunion. Am Ende des ersten Tages der russischen Invasion bestätigte Selenskyj, dass man von Moskau kontaktiert worden sei, um über eine Beendigung des Krieges zu sprechen, die auf der Wiederherstellung der Neutralität der Ukraine beruhen sollte. Drei Tage später einigten sich Moskau und Kiew darauf, Friedens- gespräche aufzunehmen, die an die Wiederherstellung der Neutralität der Ukraine geknüpft waren.

      Dies wird in unseren Medien verschwiegen, da es nicht in das Narrativ einer „unprovozierten“ Invasion passt. Nachdem die Gespräche in Istanbul gescheitert waren, wurden wir von den türkischen und israelischen Vermittlern darüber informiert, dass Russland und die Ukraine kurz vor
      einer Einigung standen, die auf der Wiederherstellung der Neutralität der Ukraineberuhte, bevor die USA und Großbritannien beschlossen, das Abkommen zu torpedieren, da sie darin eine Gelegenheit sahen, die Ukrainer zum Kampf gegen Russland einzusetzen und das Land zu schwächen. Wie Selenskyj in einem Interviewmit „The Economist“ im März 2022 einräumte: Jeder hat unterschiedliche Interessen. Es gibt im Westen diejenigen, denen ein langer Krieg nichts ausmacht, weil er Russland zermürben würde – selbst wenn dies den Untergang der Ukraine bedeutet und auf Kosten ukrainischer Leben geht.“ Der einzig akzeptable Diskurs im Westen muss jedoch offenbar auf der Prämisse beruhen, dass die NATO lediglich ein altruistischer Akteur ist, der auf den Wunsch der Ukraine nach einem NATO-Beitritt eingegangen ist – obwohl jede Umfrage zwischen 1991 und 2014 gezeigt hat, dass nur eine winzige Minderheit
      der Ukrainer eine NATO-Mitgliedschaft wollte.

      Der Diskurs ist so sehr vereinfacht, dass die Behauptung, die russische Invasion sei unprovoziert gewesen, zum Lackmustest dafür gilt, „pro-ukrainisch“ zu sein, während jede abweichende Meinung als „pro-russisch“ abgestempelt wird. Warum? Die Lage der Ukraine hat sich seit 2014 kontinuierlich verschlechtert, und eine Fortsetzung dieses
      Kurses könnte die Ukraine als Nation zerstören. Würden wir hingegen anerkennen, dass Russland die NATO in der Ukraine ebenso wenig akzeptieren wird, wie die USA das russischeMilitär in Mexiko akzeptieren würden, könnte eine Einigung erzielt werden, die den Sicherheitswettbewerb in den Griff bekäme, die Ukraine aus der Frontlinie eines
      gespaltenen Europas herausnehmen und eine stabile und prosperierende Ukraine schaffen würde. Doch schon die bloße Diskussion über die Möglichkeit, den Sicherheitswettbewerb zu entschärfen, wird als „Rechtfertigung“, „Legitimierung“ und „Entschuldigung“ der russischen Invasion kriminalisiert. Der Westen hat sich in der Folge in Narrativen verstrickt, die es unmöglich machen, in einem Krieg, den er nicht gewinnen kann, nach Frieden zu streben.

      Ende Diesen-Mail

      With no further comment!

  24. Es ist vergessen worden, das Putin die göttliche oder teuflische Eigenschaft hat immer und überall anwesend zu sein. Wenn man den Zeitungen glauben darf, dann bombBARDIERT Putin die Ukraine, tötet ukrainischen Kinder fährt Panzer, aber er kriegt auch eins auf die Mütze, er blamiert sich er kann die Angriffe nicht abwehren usw.
    Es existiert kein russischer Staat, kein Generalstab, keine russischen Soldaten, sie sind alle Teil des einzigen Putin, des vollendeten Bösen.
    Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, dann kann man auch das Märchen von Dornröschen heran ziehen. Wenn man die böse Fee ( hier Putin) nicht zum Fest einlädt, dann hat man eben 100 Jahre Tiefschlaf (hier Krieg)

  25. Es gab in bestimmten Kreisen der üblichen Verdächtigen nie ein Interesse daran, mit der RF eine zwischenstaatliche Beziehung auf Augenhöhe zu führen. In dieser Denke ist nur ein schwaches, eingehegtes Russland ein gutes Russland. Das war mit Putin nicht zu machen, daher war dessen Dämonisierung unausweichlich und sie ist äußerst erfolgreich umgesetzt worden. Dank zahlreicher Medien und diverser PSYOPs gelang es, Putin selbst bei ansonsten intelligenten Menschen zur Fixen Idee werden zu lassen. Das ist schon bemerkenswert aber auch kein Wunder bei der manipulativen Dauerschleife. Einige wenige beteiligten sich nicht an dem Propagandacoup, es gibt z.B. die interessanten Interviews von Oliver Stone oder Hubert Seipel mit Putin. Seipels guter Ruf war irgendwann völlig ruiniert, Souveränität hat eben ihren Preis. Dummheit auch und mit ihr ist ein großer Teil der EU-Politiker als auch der Bevölkerung reich gesegnet.

    1. @Lana: „Dank zahlreicher Medien und diverser PSYOPs gelang es, Putin selbst bei ansonsten intelligenten Menschen zur Fixen Idee werden zu lassen.“
      Hatte über viele Jahre persnlich-privaten. Kontakt mit einem ‚mutmaßlich‘ hoch-illigenten Menschen, sogar geradezu als zukünftoger Nobelpreisempfänger geführt, immerhin. Da ergaben sich gelegentlich bei Besuchen auch Diskussionen, bei denen wir uns fast offene Türen hätten einrennen können, zu Putin insbesondere. Dann wurde diese Person in einen der hächsten deutschen Elite-Kreise aufgenommen. Kurze Zeit später -beim ersten Kontakt danach – gab es all das, was RDL und so manch ein Mitforist über die Schandtaten dieses ansonsten ’strafbefehlbewehrten, gerichtsnotorischen Kinderschänders“ auch sonst noch so vermelden hatten, für mich schlimme Person ‚brühwarm‘ verabreicht. Nein, nein! Da ist mehr als nur PsyOps hinter den ganzen fixen Ideen!

      1. Ja, Mitläufertum aus Karieregründen, das gibt es i.d.F. auch. Doch die Mehrheit der Putin-Neurotiker haben keinen Vorteil aus ihrer irrationalen Überzeugung.

      2. @Lana, Mischa

        Lana, warum willst Du den deskriptiv vagen Begriff „Mitläufertum“ auf materiell fassbare, zweckmäßige Vorteilsnahme begrenzen? Das ist willkürlich, vere?

        Mischa, warum vergeheimnist Du genau den Punkt in Deiner Geschicht, der zur Erklärung anstünde, nämlich warum dem Aufsteiger daran gelegen war, Dir gegenüber seine Wendehalsigkeit zu demonstrieren und zu rechtfertigen, also offenkundig zu demonstrieren um zu rechtfertigen?

        Ich mag heut vormittag nicht mit einem meiner üblichen Traktate für eine Erklärung einstehen, aber eine Gemeinsamkeit eurer Sicht- und Herangehensweise ist doch leicht kenntlich:
        Entlastung der Unterworfenen von einer vermeintlichen Täterschaft
        Die Unterworfenen, und dazu gehört selbstredend auch der Aufsteiger, sind doch voraussetzungsgemäß keine Täter!
        Aber gemäß eurer moralischen Weltanschauung wollen sie euch als Täter erscheinen, wenn sie den Ideologemen und Sprachregelungen ihrer Herren nicht nur folgen, sondern sie persönlich annehmen.
        Aber tun sie das denn – annehmen?

        Kann gar nicht sein, setze ich dagegen, weil es sich bei aller gleichartigen Bestimmtheit der Individuen im und vermittels ihres gesellschaftlichen Verkehrs dennoch um Subjekte handelt, um verschiedene Einzelne, die alle ihre eigene Geschicht, ihre eigenen Köpfe haben und spazieren tragen.
        Oh je, jetzt wird das doch ein Traktat.

        Vor dem Richter und dem Pfaffen sind alle Subjekte gleich bevor ihnen zugestanden wird – und sie sich, wenn sie Richter und Pfaffen als maßgebliche Subjekte anerkennen, selbst, in eigener Autorität zugestehen – auch verschieden zu sein; sekundär verschieden.

        Es gibt den verbreiteten Spruch zu „westlichem“ Gebaren, ‚okay, Natty, Prinz Salman, Erdo und wie sie alle heißen, sind Schweinehunde, aber es sind unsere Schweinehunde‘.
        Das schmutzige Geheimnis: Das Dienstvolk urteilt nach genau demselben Muster. Putin und Merz sind Schweinehunde, aber Merz ist unser Schweinehund.
        Da spricht (und denkt) der selbstbewußte Knecht, der in seinem Fatalismus moralisch UND intellektuell anmaßend wird – weil er sich als ein unverzichtbares Zubehör eines Herrschaftsverhältnisses kennt.
        Für den Aufsteiger gilt das in erster Instanz individuell
        Für das gemeine Dienstvolk gilt das kollektiv, und diese wahrlich eigenartige und seltsame „Kollektivität“, die auf gemeinsamer Knechtschaft und Dienstpflicht ruht, nennt sich „Nation“, der zugehörige Mindset „Nationalismus“.
        C’est tout. Im Wesentlichen.

        Denis Diderot hat ein zeitloses Werk geschaffen, in dem der Zusammenhang auseinander genommen wird: „Jacques, le fataliste“, deutsch „Jakob und sein Herr“ (wenn ich recht erinnere). Lohnt sich, echt!

  26. In autoritären, personalistischen Regimen manifestieren sich die persönlichen Neigungen des Autokraten ungefiltert in der Außen- und Innenpolitik des Staates. Solchen Regimen fehlt eine starke Parteistruktur oder parlamentarische Kontrolle. Eine nüchterne Beurteilung der persönlichen Eigenschaften des vom russischen Volk so verehrten Präsidenten ist in jedem Fall sinnvoll und stellt keine Dämonisierung dar.

  27. Um der ganzen Putin-Schwelgerei mal was hingegenzusetzen:

    Putin ist ein vom IStGH „gesuchter“ Kriegsverbrecher. Und die Unschuldsvermutung spare ich mir da mal.

    Das muss man nicht diskutieren. Das ist Fakt.

    1. Wegen 1,2 Millionen verschleppter russischsprachiger Kinder aus dem Gebiet des Don Bas und der Tötung von 15.000 russischsprachigen Ukrainern seit 2013 alleine bis zum Einmarsch der russichen Truppen die seitdem Millionen aus dem Gebiet der Ukraine per Genickschuß elimiert haben, das haben Sie vergessen hinzufügen, vielleicht sollten Sie das noch mit einem Link unterstreichen. Bilder sagen doch mehr als Worte.

      Hinterhältigerweise ist der IStGH weder von Israel, den USA, Südafrika, China und Russland anerkannt und wenn ich mich richtig erinnere haben die USA damit gedroht, sollte ein US Bürger da vor Gericht stehen, diesen mit den US Truppen zu befreien.

      Da kommt das ganze Traumata der deutschen „Seele“ hervor. Wir brauchen unbedingt einen vergleichbaren Prozess zu den Nürnberger Prozessen, die Welt muss sehen wir waren / sind nicht die einzigen die Russen sind doch noch viel schlimmer wie die Nazis.

      Die FAZ lies das ja ihren Mitarbeiter so treffend sagen, was können wir tun um noch mehr Russen zu töten ergänzend dann zu russischen Soldaten.

      Ich erinnere mich daran wie Fischer den Krieg gegen die Republik Jugoslawien verkauft hat, sein Nie wieder Auschwitz machte die Einmaligkeit der Verbrechen zu einem universellen Geschehen das eben nicht einmalig in der Weltgeschichte sei sondern sich in vielen Ländern wiederhole und damit dagegen einen Krieg rechtfertigt.

      Dabei unterschlug er die Industrielle Tötung die in der Weise nur in einem hochindustrialisierten Land möglich war und ist.

      Nicht jeder Massenmord ist so industriell durchorganisiert wie es die Vernichtung in deutschen KL. war. Dazu braucht man eine Infrastruktur (Eisenbahnen, chemische Industrie etc.)

      Es dauert dann nicht mehr lange das aus dem Nie wieder Krieg ein Nie wieder Krieg ohne deutsche Mitwirkung wurde.

      Die Kinder der mordenden Nazis machen überall in Weltregionen die sich nicht unterwerfen Nazis aus. Dabei scheuen sie sich wie in der Ukraine nicht mit wirklichen Nazis zusammenzuarbeiten die dort tatsächlich bis in die Führung hinein verankert sind.

      Gerne verweist man darauf das Selenskij ja Jude sei, daher kein Faschist sein kann. Ganz vergessend das weder in Italien unter Mussolinin noch unter Franco in Spanien Juden vernichtet wurden. Ganz im Gegenteil weigerte sich sowohl das faschistische Italien, wie auch Franco Spanien Juden an das deutsche Reich auszuliefern. In beiden Staaten fanden Juden unterschlupf vor den Nazis.

      Es ist eben nicht so einfach, der Faschismus hat je nach Land verschiedene „Spielarten“.

      Den überall gibt es Despoten, die man Vernichten muss. Ja Vernichten, da muss man dann halt über den eigenen Schatten springen und auch mal mit Verbrechern zusammenarbeiten. Es geht ja um die Menschenrechte.

      1. Ihre Aussagen über „1,2 Millionen verschleppter russischsprachiger Kinder aus dem Gebiet des Don Bas und der Tötung von 15.000 russischsprachigen Ukrainern“ sind falsch.

  28. endlich. der Kunstruss. ich wollte ja sowieso lieber den Ivan Rebroff als Präsidenten der Russischen Föderation. dann muss in Deutschland niemand wehrtüchtig werden. die Übergabe der Kremlschlüssel kommt von Herzen und dann kriegen die Englischen Odessa ohne 100 jährige Eier und der Wolodimirsoerdir darf endlich wieder den Piano spielen.

    1. Mal so als redundante Differenzierung: Auch wenn die plumpen Dämonisierungen Putins (oder eines anderen beliebigen Feind des Westens) nicht goutiert werden, bedeutet das nicht, dass zu irgendeiner Handlung des Präsidenten der RF applaudiert wird.

      Bedauerlicherweise ist Ihr Wunschkandidat seit 2008 (†) nicht mehr verfügbar, aber auch mit Ivan Rebroff hätte es hübsche Pferdebildchen gegeben – leider ist das Bild tonlos, dafür allerdings ohne oben ohne.

      1. Passt schon. ich will nur mein Nord Stream zurück, aber nicht in der Version mit Sean Penn und wenn der Geist vom Ivan in die Leitung fährt, dann kann es ja wieder blubbern, zumindest auf dem halben Ohr und dann wirds mir im Winter warm ums Herz ganz ohne Ironie … und jetzt verschwinde ich … muss ja noch nach Litauen und schauen, wie weit meine Spezis schon sind mit den Hologrammen vom Rebroff und so.

        1. Ja, pragmatische Entscheidungen sind dieser Tage sowas von überhaupt nicht gefragt. Für wohliges Blubbern braucht es mindesten magische Kesselflicker, sicherlich keine abgehalfterten Zauberlehrlinge aus Hollywood. Aber ob ein pelziges Hologramm etwas gegen ideologische Windmühlen (die nicht einmal Strom erzeugen) ausrichten kann? Wer weiß, manchmal ist man überrascht…

          Bonne chance et bon voyage.

  29. Es ist scheinbar das Grundbedürfnis das Staatswesen und seine Funktion auf einzelne Personen zu reduzieren. Das macht es für viele einfacher als die gesamten Machtstrukturen zu analysieren.
    Nur ist das natürlich, wie alles das komplexe Zusammenhänge betrifft, einfacher alles in einer Person zu kompensieren.

    Das gilt im übrigen auch für die Personifizierung der Macht bei uns. Es ist eben nicht der Kanzler/in sondern es sind die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse und die Frage, die man immer stellen muss Wem nützt das ganze wer hat die meisten Möglichkeiten in einer Gesellschaft.

    Sehen wir die BRD Realität, so kann man mehr und mehr feststellen das eine übersichtliche Gruppe von Interessenvertretern für den Abbau des Sozialstaats hin zu einem Manchester Kapitalismus die Medien mit ihren Helfershelfern beherrschen.

    Spätestens mit dem Ende der DDR / der sozialistischen Staaten erleben wir wie immer stärker die Klassenfrage in den Vordergrund tritt. Inzwischen werden Kanzler und das politische Personal verstärkt aus den Reihen der Konzerne rekrutiert. Schaut man das politische Personal genauer an, so finden sich darunter kaum noch Menschen aus den Reihen der Arbeiter / einfachen bis mittleren Angestellten.

    Selbst die auf ihre Herkunft aus der Arbeiterklasse verweisen sind von der Ausbildung her nicht mehr zu den Arbeitern zu zählen. Aber wer das Leben der Menschen nur aus Büllerbü kennt, der kann sich auch nicht in die Menschen versetzen die mit den Entscheidungen in Bezug auf das Sozialsystem herumschlagen müssen.

    Während also die einen ihre Netzwerke und ihre Handlanger haben, sind die anderen dabei mit den Füßen gegen ihre Interessen zu handeln und gehen nicht mehr in Gewerkschaften. Wobei man selbst bei den Beschäftigten der Gewerkschaften eine Akademisierung feststellen kann.

    Denn klassischen Betriebs- / Personalrat der nach Jahren betrieblicher Arbeit von den Gremien angesprochen wird, ob er zur Gewerkschaft als Hauptamtlicher gehen will, gibt es so auch fast nicht mehr.

    Aber wir lassen uns abspeisen indem man uns den oder die Personifiziert und das dann angeblich die sind die Macht haben. Das alte SPD Problem, die meinen sie hätten Mach dabei sind sie nur mit an der Regierung. Die Mächtigen stellen sich Weltweit keiner Wahl.
    In meinem Arbeitsleben konnte ich egal wo nirgends feststellen das der Geldadel irgendwo gewählt oder abgewählt werden könnte.

    In den Siebzigern, wenn ich mich richtig erinnere, gab es den Slogan: “ Die Demokratie endet vor den Werkstoren“. Das hat sich bis heute nicht geändert egal wie, die heißen die da durch die Manage geführt werden und die wir gnädiger Weise wählen dürfen.
    Apropos Wahlergebnisse, da finden sich dann mehr oder minder immer wieder die gleichen die eine Regierung bilden egal wie wir gewählt haben.
    Wo es noch Wahlergebnisse gibt, die man nicht will werden dann einfach Stimmen nicht für die Partei gezählt wie im Fall des BSW.

    In anderen Ländern ist man da dank der EU schon weiter, da werden Wahlergebnisse nicht anerkannt und Wahlen annuliert die Brüssel nicht behagen. Oder wie in Moldau ganze Wählergruppen / Ethnien an der Wahl gehindert so dass man die hat die man will.
    Die EU Kommission die keine demokratische Legitimation durch Wahlen hat bestimmt selbstherrliche und vernichtet Existenzen von andersdenkenden.
    Eigentlich hätte ich mir gewünscht das Overton sich nicht auf die personifizierung der Macht einlässt sondern Machtmechanismen mit journalistischen Mitteln aufzeigt. Aber da war vermutlich die Versuchung zu groß wie die anderen es auch tun alles zu Personifizieren.

  30. „Wegen 1,2 Millionen verschleppter russischsprachiger Kinder aus dem Gebiet des Don Bas und der Tötung von 15.000 russischsprachigen Ukrainern seit 2013 alleine bis zum Einmarsch der russichen Truppen die seitdem Millionen aus dem Gebiet der Ukraine per Genickschuß elimiert haben, das haben Sie vergessen hinzufügen, vielleicht sollten Sie das noch mit einem Link unterstreichen. Bilder sagen doch mehr als Worte.“

    Ei, ei, ei. Mit solchen, Verzeihung: Mist, bauen Sie also Ihre ganze Argumentation auf.

    Wenn ich Sie fragen darf: Haben Sie das direkt von der russ. Propaganda übernommen? Ansonsten sollten Sie das mit einem Link (aber natürlich nicht mit russ. Fakes oder abstrusen Verschwörungstheorien) belegen.

    Na wenigstens haben Sie in mir den Antifaschisten erkannt.

  31. Vladimir Putin hat es sich spätestens 2003 mit dem Paten in Washington verdorben, mit der Yukos-Affäre, als er verhinderte, dass das russische Öl und Gas mit Chodorkowskis Hilfe an Exxon und Texaco verscherbelt wurde.
    https://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Russland/chodorkowski3.html
    Noch konnte Schröder ihn einen „lupenreinen Demokraten“ nennen, doch der wurde abesägt und Putin der böse Autokrat, spätestens mit dem Ukraine-Putsch 2014 und der „Annexion“ der Krim Hitlers Widergänger und 2022 Sauron mit den Orks. Eine Karriere der besonderen Art.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen