
Eine Frauenbewegung, die Mütter mitdenkt: Warum echte Selbstbestimmung auch die Entscheidung für Familie und Kinder einschließen muss.
Im Rahmen der letzten „Heroica“, einer Konferenz für widerständige Frauen, gab es die Möglichkeit, Alice Schwarzer Fragen zu stellen. Ich saß dabei und habe geschwiegen. Dabei hätte ich so, so viel, was ich schon lange an die Frauenbewegung loswerden wollte. Aber ich dachte mir, wenn ich jetzt den Mund aufmache, bekomme ich ihn so schnell nicht wieder zu. Seitdem sitzt sie in mir, diese ungehaltene Rede. Jetzt folgt sie hier auf „Papier“.
Über den blinden Fleck der Frauenbewegung und die Chance, die uns die Transbewegung bietet
Als ich eine junge Frau war, hatte ich nicht nur eine, sondern gleich zwei lila Latzhosen. Feminismus, das war mir wichtig. Frauenpower! Aber als ich älter wurde, habe ich der Frauenbewegung zunehmend den Rücken gekehrt. Dachte ich jedenfalls damals. Heute glaube ich, es war andersherum: Die Frauenbewegung hat mir den Rücken zugedreht und die kalte Schulter gezeigt.
Denn ich habe den größten geächteten Schritt getan, den eine Frau in den Augen der Frauenbewegung nur tun kann: ich habe Kinder bekommen. Das wäre ja vielleicht noch angegangen, wenn ich die Kleinen gleich in eine Fünfzig-Stunden-Kita gesteckt hätte, um wenigstens vierzig Stunden die Woche arbeiten gehen zu können. Aber nein. Ich wollte diese Kinder nicht nur irgendwie werfen und dann so tun, als gäbe es sie kaum. Ich wollte mich um sie kümmern. Sie lieben, ihnen Brote schmieren, ich wollte sie aufmerksam begleiten auf ihrem Weg in die Welt. Vor der Familienphase hatte ich viel über Karriere trotz Kindern nachgedacht, aber plötzlich war mir klar: Das hier war die wichtigste Aufgabe meines Lebens. Ich wurde über Nacht unersetzlich und die Karriere, die konnte rüber auf die Sparflamme. Wie bei so vielen Frauen war bei mir durch die Schwangerschaft nicht nur ein Baby entstanden, sondern auch eine Mutter.
Und eine Mutter, machen wir uns nichts vor, das ist nichts wert in den Augen von Feministinnen. Dumme Trutschel. Halbtagsfalle. Unterwerfung unter das Patriarchat. Kostenlose Care-Arbeit. Kindererziehung ist etwas Minderwertiges, von dem man sich fernzuhalten hat. Total unwichtig. Das soll man anderen, ärmeren Frauen aufdrücken, die dann das Kind in der Kita betreuen. Soziologische Studien sind klar: Kinder entwickeln sich am besten, wenn sie von Menschen betreut werden, die sie lieben. Warum kann man nicht wenigstens den Frauen, die sich ihren Kindern widmen möchten, zugestehen, dass das ein gangbarer Weg ist. Warum immer dieses Runtermachen?
Wir alle sind von einer Mutter geboren. Nur Frauen können Mütter werden. Jede Mutter ist eine Frau. Und trotzdem bringt die Bewegung, die sich die Frauenrechte auf ihre Fahnen geschrieben hat, nichts als Geringschätzung auf für diese Aufgabe, die eine urweibliche ist.
Babys können sich nicht selbst versorgen. Sie brauchen Liebe und Aufmerksamkeit und sehr viel Kraft. Über Jahre. Wir sehen gerade, was mit Kindern passiert, die so viel in Kitas verwahrt werden: es fehlt ihnen an Resilienz, an Kraft, an Zuversicht in die Welt. Angststörungen und Depressionen unter jungen Menschen schießen in den Himmel. Kinder brauchen Eltern! Das ist nichts, was man weg-delegieren kann. Und Eltern brauchen Zeit. Das geht nicht so nebenbei zwischen 19 und 20 Uhr. Selbst in der Pubertät lohnt es sich noch, hinzuschauen.
Die Frauenbewegung hat da wirklich Erfolg gehabt
Trotzdem hat die Frauenbewegung alles getan, um Frauen kleinzumachen, die sich für eine aktive Mutterschaft entscheiden. Keine Familien-Mitversicherung, keine Rentenansprüche für Mütter, kein Ehegattensplitting, nur Kita, Kita, Kita. Frauen müssen ganztags arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten. Wer, wie und wo die Kinder betreut werden, ganz egal. Hauptsache keine Halbtagsfalle.
Und die Frauenbewegung hat da wirklich Erfolg gehabt, keine Frage. Heute sind die Gesetze so, dass keine Familie mehr mit einem Gehalt durchkommt, selbst anderthalb Gehälter reichen kaum mehr. Die Familienförderung wurde gestrichen – mit großer Zustimmung der Frauenbewegung. Denn die dumme Trutschel soll endlich ganztags arbeiten. Mensch, ihre Rentenansprüche, dass sie das aber auch nicht checkt, die blöde Gans!
Die Frauenbewegung hat eine mütterfeindliche Gesellschaft mitgeschaffen. Alle Mütter sind Frauen. Ist Mütterfeindlichkeit nicht vielleicht auch ein klein wenig frauenfeindlich? Wir sehen, wohin das führt. Unsere Reproduktionsrate ist mittlerweile auf 1,2 Kinder pro Frau gesunken (wenn man die Geburten mit Migrationshintergrund rausrechnet). Frauen schaffen es nicht mehr, voll zu arbeiten und ein Kind zu erziehen, das ist die totale Überforderung. Nicht nur für die Frauen, sondern vor allem auch für die Kinder. Und Mütter lieben ihre Kinder. Dann lieber nur ein Kind – oder gar keins.
Gesellschaften entstehen über Jahrhunderte. Die Werte werden tradiert, von den Eltern auf ihre Kinder. Unsere westliche Gesellschaft ist – bei allen Schwierigkeiten – das beste Modell auf der Welt. Frauenrechte, Freiheit, Demokratie: das gibt es nicht in so arg vielen Ecken der Erde. Diese Form wird nur weiterbestehen, wenn wir unsere Werte weitergeben an unsere Kinder.
Denn unsere potenziellen Mütter wissen, was sie erwartet: Abwertung, weil Mutterschaft als etwas minderwertiges gesehen wird. Eine unlösbare Aufgabe. Vollzeit und das Kind nicht untergehen lassen. Dieses Problem haben die Mütter mit Migrationshintergrund häufig nicht, denn sie bleiben überwiegend daheim. In England gibt es regelmäßig Umfragen: 60 Prozent der Muslime im Land befürworten die Scharia. Frauen darf man dann schlagen, sie sind nichts wert. Keine Freiheit, keine sexuelle Selbstbestimmung, dafür Kopftuch. Demokratie wird vom Islam als etwas Absurdes gesehen. Denn das Gesetz kommt von Gott.
Liebe Alice, wünschst du Dir in Zukunft eine Frauenbewegung?
Die Abwertung von Müttern trägt zu dem enormen Geburtenrückgang in westlichen Ländern bei. Welche Frau würde sich schon für so ein Modell entscheiden? Armut oder Überforderung im Hamsterrad? Der westliche Geburtenrückgang könnte den Trend zur Islamisierung vorantreiben und Frauenrechte gefährden. In England fürchten viele, dass in einer Generation die Mehrheit muslimisch sein könnte. Diese Möglichkeit besteht auch für Deutschland. Wir sind dabei, uns selbst abzuschaffen. Allein dadurch, dass wir keinen Wert mehr auf Kinder legen. Dass wir sie als Klimaschädlinge betrachten. Glauben die Woken wirklich, ohne westliche Werte würde die Welt besser laufen?
Und glaubst Du, liebe Alice wirklich, die Frauen würden aus ihren tollen Renteneinzahlungen irgendwann eine große Rente rausbekommen, wenn sie sich gegen die oft beschworene Halbtagsfalle entschieden haben? Wohl kaum. Unsere Renten werden von unseren Kindern und Enkelkindern bezahlt. Wenn wir zu wenige bekommen und diese so schlecht auf die Welt vorbereiten, dass sie vor lauter Mimimi nichts mehr gebacken bekommen, was ist denn dann mit den Rentenansprüchen? Und glaubst Du, es sei nur die Gen Z, die so lebensunfähig ist? Dann warte mal auf die Generation Alpha.
Kinder sind so wichtig! Sie können etwas bewegen, sie können unsere Gesellschaft fortführen und Ideen entwickeln. Liebe Alice, ich fürchte, wenn Du Dir auch in Zukunft eine Frauenbewegung wünschst, dann solltest Du mal Deine Haltung zu Kindern und Müttern überdenken.
Da hat die Frauenbewegung einen riesigen blinden Fleck. Jede Frau soll individuell selbst entscheiden, ob sie Kinder bekommt oder nicht, das ist klar. Wer aber auf gesellschaftlicher Ebene keine Kinder will, der will auch keine Zukunft. Und komm mir jetzt bloß nicht mit „Ich finde Kinder ja ganz toll!“ Wer behauptet, Botanische Gärten zu lieben, aber gießen, düngen und zurückschneiden ablehnt, der liebt eben keine Botanischen Gärten. Der hat darüber nur noch nicht ehrlich nachgedacht. Kinder brauchen Liebe und Zeit! Wenn wir dafür keine Ressourcen haben, dann geht es in die falsche Richtung.
Jede Frau hat ein Recht darauf, ihren Weg zu wählen
Wir haben jetzt eine große Chance. Die Transbewegung macht deutlicher denn je, was eine Frau ist, und warum man für ihre Rechte einstehen muss. Frauen haben Eierstöcke und Gebärmütter, sie erzeugen Eizellen. Eine Frau ist über ihre reproduktiven Gegebenheiten definiert. Das ist es, was uns grundlegend von Männern unterscheidet, die Spermien produzieren. Wir haben die Gebärmutter nicht durch Zufall und das Wort sagt klar, worum es geht: um das Gebären und das Muttersein. Es gehört ursächlich zum Frausein dazu.
Wer seine Gebärmutter benutzt, wird dadurch nicht zur Frau zweiter Klasse. Auch dann nicht, wenn die Mutter sich dazu entscheidet, den Kindern Zeit zu widmen. Durch ihre implizite und explizite Mütterfeindlichkeit hat die Frauenbewegung viele Befürworterinnen verloren. Es wird Zeit, dass wir das wieder integrieren. Lesben und Mütter und Alte und Junge und Karrierefrauen und solche, die sich der wichtigsten und vielleicht schwersten Aufgabe stellen, die eine Gesellschaft hat: dem Erziehen von Kindern, wir alle haben eines gemeinsam: wir sind Frauen. Und die Rechte von uns und unseren Töchtern werden gerade auf allen Ebenen ausgehöhlt.
Mir ist klar, dass ich eine hartgesottene Radikal-Feministin nicht davon überzeugen kann, dass Babys etwas Großartiges sind. Das macht aber nichts. Das, wovon ich Dich überzeugen möchte, ist, dass jede Frau ein Recht darauf hat, ihren Weg zu wählen. Ob sie keine Kinder bekommt, oder diese ganztags fremdbetreuen lässt oder sich ihnen widmet: keines dieser Lebensmodelle verdient es, als dumm und unwert betrachtet zu werden. Wir können als Gesellschaft nur weiterbestehen, wenn wir Wege finden, wie Frauen gerne und selbstbestimmt Mutter werden. Mütter gehören dazu. Wenn wir so weit kommen, dann wäre das doch schon mal ein großer Schritt.





Die radikalsten Feministinnen sind nicht umsonst dem eigenen Geschlecht zugeneigt (Schwarzer, Butler usw.)
Ich habe nie verstanden, wieso so viele Frauen darauf reinfallen, es ist vollkommen gegen ihre psychischen und physischen Bedürfnisse. Unter dem Aspekt „Ehe“ macht auch ein Großteil der feministischen Argumente keinen Sinn mehr, was spielt ein angeblicher GPG (m.W. ohnehin eine Propaganda-Lüge) für eine Rolle, wenn Frauen statistisch sowieso über 80% des Familieneinkommens kontrollieren usw.? Was bringt eine Karriere, wenn man unglücklich, vielleicht sogar einsam, alt wird?
Ich, als Vater, arbeite auch Teilzeit, weil ich für meine Kinder da sein wollte. Ich habe es auch nie bereut, auch wenn es viel anstrengender und manchmal frustrierender ist, als man denken könnte.
Und der Treppenwitz: all die (fast)kinderlosen Karrierefrauen sind der Hauptgrund für Massenzuwanderung, die die edlen feministischen Ziele teilweise komplett konterkariert, während die politische Korrektheit verbietet, das auch nur zu thematisieren…
Von daher: vielen Dank an Anne Burger, vielleicht gibt es ja eine Rückbesinnung auf unsere menschlichen Eigenschaften, es wäre jedenfalls sehr zu wünschen, wir sind weit von einem gesunden Weg abgekommen!
Ohne Frage ein wichtiger Beitrag, aber:
Jetzt bin ich aber verwirrt und wirklich irritiert, denn die Woken verkörpern doch die westlichen Werte. Die liberale, westliche Gesellschaft ist doch woke, bis in die Gesetze hinein. Es sind die Populisten und Faschisten, die das ändern wollen. Welche Werte meint die Autorin also?
Die Autorin ist eine saturierte westsozialisierte Dame.
„Westliche Werte“ steht für das, was sie persönlich gut findet.
(Das gilt übrigens für die gesamte westliche Gesellschaft)
Alles andere blendet man aus. Da sind immer „andere“ dran schuld.
Männer, Moslems, Faschisten, Kapitalisten, Kommunisten, Emanzen, Woke usw usf.
Vollkommen untauglich, irgendwas zu erklären…
Die Woken „glauben“, sie würden „westlichen“ Werte verkörpern.
Sie haben aber leider vergessen, nachzuschauen und nachzufragen,
ob das, was die sie an selbstdefiniertem Werten verkörpern,
tatsächlich „westliche“ Werte sind.
Die Autorin sagt sehr klar, welche Werte sie meint.
Lesen kann helfen.
Wenn Sie bitte die Stelle anführen würden wo die „klaren westlichen Werte“ zu finden sind!
Ansonsten sind es wohl eher Ideale als die Realität, denn die ist heute in den westlichen liberalen Demokratien „woke“, und zwar inklusive Gesetzgebeung.
Wenn man als Mann etwas über Frauen sagt, betritt man ein Minenfeld. Lasse ich lieber. Aber als Gewerkschafter kann ich etwas sagen. Früher war der Vater der Ernährer und der musste so viel verdienen, dass er die Familie durchbrachte. Das war eine klar definierte Grenze, die für die Gewerkschaft leicht zu verteidigen war. Jetzt aber schwingt ja immer mit, dass die Frau ja arbeiten könnte. Ein Mittel zur Lohndrückung. Um das mal klar zu sagen.
Aber der Mann wird diese Stellung ja nutzen, um die Frau in Abhängigkeit zu halten? Heute völlig klar, das Patriarchat ist immer schlecht. Genau da kommt auch die Ablehnung der Mutterschaft her. Überall maximale Streitsuche.
War das nicht einmal die Maxime der Arbeiterbewegung, dass Männer und Frauen die Ziele gemeinsam erreichen und sich nicht spalten lassen dürfen? Aus dieser Zeit stammen alle Rechte der Frauen, die Emanzen haben exakt garnichts erreicht.
Was, wenn das beibehalten worden wäre? Die Arbeiterbewegung käme nicht so gespalten daher wie derzeit und man hätte sich unendliche Streitereien gespart. Ein Verächtlichmachen der Mutterschaft hätte es nicht gegeben.
Ums mal zusammen zu fassen: der konservative Standpunkt hat hier ungeahnte Schnittmengen mit dem gewerkschaftlichen.
> Wenn man als Mann etwas über Frauen sagt, betritt man ein Minenfeld.
Da ist was dran. 🙂
> Was, wenn das beibehalten worden wäre? Die Arbeiterbewegung käme nicht so gespalten daher wie derzeit und man hätte sich unendliche Streitereien gespart. Ein Verächtlichmachen der Mutterschaft hätte es nicht gegeben.
In der DDR hats das auch nicht gegeben. Wobei der boshafte Westmund sagt das lag nur daran das die DDR Arbeitskräfte brauchte. Halte ich aber für falsch, es gab einfach ein echte tiefer angelegte Gleichberechtigung, als mir jemals in der Bundesrepublik bis heute begnet wäre.
Die DDR brauchte Arbeitskräfte, außerdem mussten die Kinder staatstreu indoktriniert werden und wo geht das besser, als im Ganztagskindergarten und Hort? Ich habe es wirklich gehasst! Wenn das die zwangsweise Folge von „tiefer angelegter Gleichberechtigung“ ist, verzichte ich gern darauf.
Also meine Kinder waren auch in Ganztagskindergarten und Hort und haben sich dann in der BRD sehr gut zurechtgefunden. ABI gemacht und in München studiert. In Ganztagskindergarten und Hort kann man keine Kinder staatstreu erziehen. Geht nur über Gefühle und diesbezüglich war die Westpropaganda weit besser als die in der DDR. Es gab da mal einen guten Beitrag eines DEFA- Regisseurs auf einem Parteitag.
Welcher DEFA-Regisseur? Welcher Parteitag? Wann? Wo? Der Vortrag interessiert mich jetzt. Westpropaganda aus Sicht des Ossis.
> Warum immer dieses Runtermachen?
Das ist eine gute Frage. Aus meiner Sicht ein falscher Feminismus, von Frauen ersonnen die das Kinderkriegen verpasst haben und es den anderen dann auch nicht gönnen.
> Liebe Alice, wünschst du Dir in Zukunft eine Frauenbewegung?
Die Frage hätte man besser Alice selbst gestellt. Sich deren Antwort selbst aus den Fingern zu saugen ist keine Lösung.
Ich kenns aber auch wenn man manchmal sich nach Events ärgert nicht aufgestanden zu sein und seine Frage laut gestellt zu haben. Damit muss man dann aber leben.
Von Alice kamen in letzter Zeit einige Sachen die ich so nicht erwartet hatte, das nur mal positiv zu Alice.
Unabhängig von der politischen Diskussion, ist es biologisch recht einfach. Die Natur hat der Frau mitgegeben Kinder zu kriegen. Frauen die das verpasst haben fehlt meistens was von dem sie nicht genau sagen können was es ist. Da gibts dann das Ersatz Haustier oder die Stofftiersammlung. Bei Männern ist der biologische Druck da aber nicht ganz so stark ausgeprägt. Aus meiner Sicht wirds immer dann problematisch wenn man versucht die Natur wegzudiskutieren.
„die Chance, die uns die Transbewegung bietet“ – Hab ich nicht verstanden was damit gemeint ist.
„Glauben die Woken wirklich, ohne westliche Werte würde die Welt besser laufen?“ – Da schlies ich mich meinen Vorredner an und bin auch verwirrt. Das sind ja die aktuellen westlichen Werte. Gleichzeitig beklagt man die Schieflage der Alterspyramide für die Renten.
Ich betrachte mir gerne die Natur und ihre noch vorhandenen Substanz an Tieren, Insekten und Fauna an.
Das was noch vorhanden ist, geht stets den gleichen Weg über ihre spezifische Arten voran. Dort erkenne ich Rivalitäten, aber keinen spezifischen Streit über ihr Geschlecht. Ja, natürlich gibt es in der Natur Rivalität, aber keinen endlosen Nihilismus wohin der Mensch gehört.
Wir geben uns Ideologien hin, die einzig dazu fähig sind, das Leben auf dieser Erde zu zerstören und feiern ihres gleichen für diese obszönitäten diese fabrizieren.
„Ich wollt ich wär ein Huhn und hät net viel zu tun, ich legte mal ein Ei oder zwei drei“…
„Ob sie keine Kinder bekommt, oder diese ganztags fremdbetreuen lässt oder sich ihnen widmet: keines dieser Lebensmodelle verdient es, als dumm und unwert betrachtet zu werden.“ – nun ja, diesen Schlenker glaube ich der Autorin nicht – schon mit “ fremdbetreuen“ setzt sie fort, was sich durch ihre gesamte, nicht gehaltene Rede zieht – wer sein/e Kind/er nicht selbst großzieht, schadet ihnen und wer keine bekommt, trägt gar zur Islamisierung der Gesellschaft und damit noch weiteren Einschränkung von Frauenrechten bei.
Völlig außer acht bleibt dabei, in welcher Zwickmühle sich gerade Frauen und Männer befinden, die gern Kinder hätten, aber genau wissen, daß sie von Staat und Gesellschaft dabei nicht unterstützt werden – von dem bißchen Kindergeld mal abgesehen. Oder, die den Bellizisten glauben und einfach Angst haben, ihre Kinder könnten das nächste Kanonenfutter für die Kriegspläne der Regierenden werden (müssen – z.B. durch Wehrpflicht/sogenannten Ausnahmezustand o.ä.m.)
Und mein Sohn (damals viereinhalb) und ich wurden von seinem Vater verlassen – da hätte ich ihn also mit Sozialhilfe großziehen sollen, statt (Vollzeit) arbeiten zu gehen, Kita und Schulhort zu nutzen und ihm damit ein Aufwachsen mit Gleichaltrigen und in relativer sozialer Sicherheit zu ermöglichen?
Ne, bissl „zu kurz gesprungen“ und auch widersprüchlich (siehe die anderen Kommentare) diese: Rede“.
Nicht nur nicht unterstützt werden beim Elterndasein, sondern speziell als Viehlieferanten für die kapitalistische Verwertungsmaschine ausgebeutet werden sollen.
Keine Kinder zu bekommen als legitime Form einer fundamentalen Opposition.
Kinder zu bekommen als fundamentales Menschenrecht und Basis des Fortbestehens der menschlichen Gesellschaft.
Dazwischen ist Anne Bürger hin und her gerissen. Ohne sich grundsätzlich und fundamental begründet für eine Position entscheiden zu wollen/können, daher der Rückzug ins Private und Individuelle, der feministisch verbrämt wird.
Ja, sehe ich auch wie Sie: „… zu kurz gesprungen…“.
Schon seltsam, diese sog. ungehaltene Rede, mit der Overton den Ton angeben will !?!
Dieser Artikel ist mir zu oberflächlich und zu pauschal.
Bin selbst mehrfache Mutter und kenne gut „frauenbewegte Zeiten“.
Mir war immer wichtig, dass mensch „Wahlmöglichkeiten“ hatte.
Damit ist es bis heute schlecht bestellt, und daran ist nicht „die Frauenbewegung“ schuld.
Mir fehlt bei Frau Burger der Blick auf das vorherrschende profitgetriebene System, welches im Verbund mit
der Politik die Verwertung der Arbeitskraft von Männern wie Frauen stetig vorantreibt.
Ein Treppenwitz der Geschichte ist es, dass diese Funktionselite das als Emanzipation verkauft.
Darüber hätte ich gerne mehr von Frau Burger erfahren.
Auch darüber, dass es nicht „die Frauenbewegung“ gibt, sondern viele verschiedene feministische Gruppierungen, von
systemisch angepassten bis systemisch widerständigen.
Eine empfehlenswerte Initiative ist z.B. „Care-Revolution“ über die Frau Burger hoffentlich bald berichten wird.
Es gibt Fälle, da verstecken sich neoliberale Ausbeuterei und dunkelstes Patriarchat unter wokem Chichi und Schein-Gleichberechtigung. Selbst schon gesehen.
Wir sollten wieder lernen, nach der Substanz zu fragen und nicht nach der (fast) perfekten Show.
Die Wortführerinnen des Feminismus und der Emanzipation kommen doch alle aus bourgeoisen Verhältnissen. Natürlich müssen sie den armen dummen Proletinnen die Welt erklären und zum eigenen Vorteil einreden, daß es Befreiung sei in der kapitaliatischen Verwertungsmaschine verheizt zu werden zusammen mit den Männern.
Dafür bekommen die Feministinnen dann per Frauenquote ganz gerecht ihren Frühstücksdirektorinnenposten. Toll diese Gleichstellung! Zum Divide-et-Impera trägt das natürlich auch bei um die Gesellschaft zu spalten. Und ganz progressiv und links und weltverbesserisch fühlen sie sich dann auch noch diese Feministinnen.
Mit Verlaub verehrte Frau Burger! Dieses Kübel, das Sie über der Frauenbewegung/den Feminismus ausschütten, verlangt eine Antwort: Wenn ich die Situation meiner Mutter mit der meinen vergleiche, habe ich bereits die Antwort darauf, was an wertvollen Entwicklungen die Frauenbewegung/der Feminismus zur Situation der Frauen und deren Selbstermächtigung beigetragen hat. Meine Mutter musste mich als uneheliches Kind vor der Öffentlichkeit verstecken bis von der Familie ein Mann für sie gefunden wurde, der geeignet war, den Schein meiner ehelichen Geburt zu waren. Zum Glück musste ich nicht die Anfeindungen erleben, die Kinder meiner Art erleiden mussten, die als „Bastarde“ geächtet wurden. Später, als ich meinen ersten Freund mit nach Hause brachte, durfte dieser bei uns nicht übernachten, weil sich meine Mutter dann der Kuppelei strafbar gemacht hätte. Frauen konnten mit einem Mann keine gemeinsame Wohnung nehmen, wenn das Paar nicht verheiratet war und das auch nicht vorhatte, uvm.
Ich führe diese Beispiele an, um den enormen Unterschied zwischen noch nicht allzu langer Zeit und heute deutlich zu machen, der nur dem unermüdlichen Kampf der Frauenbewegung/Feministinnen zu verdanken ist. Was heute so vielen Frauen als selbstverständlich gilt, ist das Ergebnis jahrzehntelanger, teils aufopferungsvoller Kämpfe. Und nicht zuletzt die Gegenwart zeugt davon, dass dieser Kampf so notwendig wie lange nicht ist. Wir haben also keinen Grund übereinander herzufallen, sondern unsere Anstrengungen dahin gehend lenken, wie wir wieder zu neuer Kraft finden können – in der Diversität, wie sie nun einmal vorhanden ist. Und dazu gehören selbstverständlich auch Muslima!
Mit dem hier vorliegenden Text stimme ich in hohem Maße überein. Ich finde ihn gerade wegen seiner Emotionalität nicht „oberflächlich“ wie eine Kritikerin schrieb, sondern treffend.
Daher nur ein Widerspruch zur Sache. Es ist auffällig, dass die Autorin nur und ausschließlich aus (ihrer) Sicht auf Frauen und Mütter die Frage behandelt. Das ist ihre Angelegenheit und ich habe das nicht zu kritisieren. Solidarität, Liebe, Familie sind nicht ihr Thema. Ungeachtet dessen, dass ich die Idee, man könne die Bindung einer Mutter zu ihrem Kind, das sie austrug, stillte usw durch beliebig andere Personen, egal welchen Geschlechts, ersetzen, für hochgradig schwachsinnig und nicht mehr zu diskutieren halte. Wenn in ihren Überlegungen Männer, Väter, Solidarität nicht vorhanden sind, ist es eben so. Wäre nur zu bemerken, dass es dann auch nicht vernünftig ist, Solidarität, Unterstützung, gemeinsames politisches agieren von solchen zu erwarten.
Das wiederum ist meine subjektive Beurteilung und es gibt ja keine praktische Situation, in der ich real entscheiden müsste, politisch oder sonstwie solidarisch mit solchen Überzeugungen zu sein. Ich wäre es sicher nicht, das ist klar. Wäre die Frage, ob sich sehr viele andere Männer fänden oder finden, die es anders behandeln.
Der moderne Feminisums hat die Folgsamkeit der Frau gegenüber dem Mann den sie sich selbst aussuscht und liebt, und wo man Ansprauch auf 50% der Kapitalallokation hat, gegen die Unterwerfung des Chefs eingetauscht.
Kinder großziehen wird nicht mehr zum Privileg und Wunsch sondern zur Belastung und „mental Load“
„Stark und unabhängig“ ist eine komplette PsyOp.
In den 1960-ziger Jahren wurden 50% der Ehen geschlossen weil eine ungewollte Schwangerschaft der Grund war – der Volksmund sage dazu „die mussten heiraten“. Gibt es Untersuchungen dazu welche Auswirkungen das auf die Kinder hatte und ist es den betroffenen Kindern bewußt welche Auswirkungen das auf ihr Leben hatte?