
Hubert Aiwanger starb überraschend mit 55 Jahren. Seine Todesursache ist bislang ungeklärt. Doch manche wissen bereits, was sie aus seinem Tod machen wollen. Über ein zunehmend würdeloses Land. Ein Kommentar.
Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wurde gestern Abend leblos in einem Berliner Hotelzimmer gefunden. Zuvor hatte er sich unwohl gefühlt. Er sollte das neue Hauptstadtbüro seiner Freien Wähler eröffnen – diesen Termin sagte er jedoch noch ab. Nach Medienberichten gibt es bislang keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Die Todesursache ist noch ungeklärt.
Aiwanger war zu seinen Lebzeiten ein streitbarer Mann – er polarisierte die bayerische, aber noch viel mehr die deutsche Öffentlichkeit. Aber selbst jetzt, da er nicht mehr ist, scheint sein Name Beißreflexe auszulösen. Manche, die ihn ablehnten und politisch bekämpften, zeigen in den Netzwerken eine gewisse Erleichterung und Freude. Sterben: Recht geschieht es ihm. Soziale Netzwerke nennen wir diesen Ort des Sittenverfalls. Was bitte ist sozial an einer Einrichtung, in der jeder seinen unqualifizierten, kleinkarierten und grotesken Unsinn als ganz heißen Shit anpreisen darf? Aber wir kommen vom Thema ab.
Zwischen Freude und Verschwörungsgeschichten
Diese Leute, die ihre »klammheimliche Freude« ganz und gar nicht heimlich absondern, sondern sich lauthals erfreut über den Tod eines Menschen äußern, gab es zu allen Zeiten – Menschen mögen sterben, aber der Kleingeist ist einfach nie totzukriegen. Andere erklärten, dass sie keine Trauer empfinden könnten – das sei ihnen gestattet, es gibt keine Trauerpflicht. Aber warum muss man das äußern? Wieso nicht einfach die Klappe halten und es mit einiger gewissen Würde gut sein lassen? Das geht natürlich in der heutigen Zeit nicht mehr, jeder muss seine Haltung zeigen – auf Kosten eines Verstorbenen, auf Kosten seiner Angehörigen. Auch das ist nicht verboten. Es ist nur infam, es ist gottlos überheblich. Eine perfide, weil betulich daherkommende Form von dem, was hierzulande schlagwortartig »Hass und Hetze« heißt.
Es gibt aber auch noch die anderen, die den Tod des Hubert Aiwanger auf andere Weise für sich instrumentalisieren. Die ersten Vergleiche mit Uwe Barschel wurden sogar gezogen. Der starb schließlich auch in einem Hotelzimmer. Wie viele Menschen sterben in Deutschland jährlich in Hotels? Einige werden es wohl sein, das Statistische Bundesamt führt darüber keine Zahlenreihen. Sind das alles verdächtige Todesfälle? Über die genaue Auffindesituation Aiwangers ist bislang nichts öffentlich bekannt. Dennoch wird dieses Bild aufgemacht – von Leuten, die von sich behaupten, besonders aufgeweckt zu sein. Nein, nicht die Woken, die anderen Aufgeweckten, die kritischen Leute, die von sich behaupten, sie seien Staatsbürger, die immer und überall Skepsis zeigen.
Eine löbliche Haltung – wenn sie nicht zur Paranoia wird. Oder zur Orthodoxie. Skeptisch sein ist eine Bürgertugend – eine seltene zumal. Aber dennoch muss sie sich bei solchen Vorwürfen wie einer Tötung an Fakten halten. Oder an Beweisen, um es im kriminalistischen Jargon auszudrücken. Welche Belege sind der Öffentlichkeit also nun bekannt, die auf eine Tötung des bayerischen Wirtschaftsministers hinweisen könnten? Richtig: Es sind genau null. Zur Stunde jedenfalls. Vielleicht ändert sich das noch. Ausgeschlossen ist das nie. Aber im Augenblick gibt es keinen Beleg dafür, dass Aiwanger getötet wurde. Dennoch wird in den Netzwerken spekuliert, auch bei denen, die während der Pandemiejahre aus gutem Grund skeptisch und standhaft blieben. Sie holen nun auch Aiwangers Impfung hervor. Er wollte nicht, ließ sich wie so viele jedoch dazu treiben – fünf Jahre später stirbt er im Hotel und sie konstruieren Zusammenhänge.
Wachkoma statt Aufgewecktheit
Gibt es dafür hinreichende Belege? Nein. Wieder nicht. Dass ein Zusammenhang nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde, ist noch kein Anhaltspunkt dafür, dass er besteht. Das Bauchgefühl wird zum Indiz. Wenn ein umstrittener Mann wie Aiwanger so früh stirbt, dann könne da was nicht stimmen. Starben denn nicht zu allen Zeiten Menschen jungen Alters? Und starben nicht viele von ihnen plötzlich und unerwartet? Eben noch kreuzfidel, fielen sie im nächsten Augenblick um und waren tot. Das kommt vor. Schon vor den Corona-Impfungen gab es ein solches Phänomen. Es traf streitbare Leute und beliebte Menschen – bekannte Gesichter und unbekannte Zeitgenossen. Der Tod halt, er ist nicht wählerisch. Muss man das diesen ach so skeptischen und aufgeweckten Leutchen nun wirklich explizit noch mal sagen?
Was für ein gottloser Umgang mit dem Tod eines Menschen! Freude hier, Spekulation dort – und immer geht es nur um eine Sache: um einen selbst. Der tote Aiwanger muss jetzt dafür herhalten, dass irgendwelche Kleingeister ihr eigenes politisches Weltbild der Öffentlichkeit feilbieten können. Während die einen vor Freude und Dankbarkeit juchzen – wem danken sie eigentlich? Gott kann es ja wohl nicht sein –, reißen sich die anderen die Causa ohne nennenswerte Faktenprüfung unter den Nagel und konstruieren Verschwörungsdenk aus einer morgendlichen Laune heraus. Sie nennen das dann: kritisch sein.
Kritisch ist aber nicht das. Kritisch ist der Umgang mit solchen Vorfällen. Eine Kultur des »Ich-weiß-auch-was-zu-sagen« hat sich manifestiert, die ein gesellschaftliches Klima erzeugt hat, in dem Aufrichtigkeit und Pietät immer weniger zählen. Die Umstände von Aiwangers Tod sind noch nicht geklärt, aber im Moment sieht es nicht so aus, als habe es Fremdeinwirkung gegeben. Deutlich zeigt sich hingegen schon jetzt, wie würdelos in diesem Land mit dem Tod eines Menschen umgegangen wird. Und es sind nicht die Mainstreamer alleine, die das bewerkstelligen, sondern auch die vermeintlich so alternativen Aufgeweckten, die mitmischen in den Fahrgewässern der Würdelosigkeit. Ob sie je begreifen, dass es kein Ausdruck von Wachheit ist, wenn sie alles bespringen, was sich ihnen thematisch bietet, um daraus eine neue Geschichte zu drechseln? Manche scheinen ihr Wachkoma mit Aufgewecktheit zu verwechseln.
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Ist gerade nicht der einzige:
https://kurier.at/politik/inland/fpoe-nationalrat-norbert-nemeth-tot/403202979
„Was für ein gottloser Umgang mit dem Tod eines Menschen!“
Wenn es keinen Gott gibt, ist auch gottloser Umgang irrelevant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Damnatio_memoriae
Ich finde diese Praxis durchaus gut, siehe Henry Kissinger. De mortuis nil nisi bene brauchen besonders die, die schlechte Menschen waren.
Man müsste es für Satire halten,wenn es nicht real und darum umso trauriger wäre.
-Soziale Netzwerke nennen wir diesen Ort des Sittenverfalls. Was bitte ist sozial an einer Einrichtung, in der jeder seinen unqualifizierten, kleinkarierten und grotesken Unsinn als ganz heißen Shit anpreisen darf?“
Sehr, sehr gute Frage.Aber was will man tun, wenn man selbst diesen Gaul reitet?
-Aber wir¹ kommen vom Thema ab.“
Stimmt, darauf besser nicht tiefer eingehen, denn es könnte u.U. zum Nachdenken anregen, wenn innerhalb weniger Stunden ein Einzelereignis als hotShit verwurstet wird, aber das Dasein/Entwicklung/Zukunft vom Gros nie=Teufel/Weihwasser.
¹(Wir?PluralisMajestatis?)
Man sollte aber schon diskutieren, ob Skeptische Spekulation wegen (womöglich nur subjekti-) moralisch- ethischer Einwände wie „Würde eiens Verstorbenen“ in den Hintergrund gedrängt werden darf oder sollte. Denn was ist das höhere Gut oder die höhere Pflicht für einen Staatsbürger : Wegen des (guten) Andenkens an einen Verstorbenen „einfach die (politisch- ethische) Klappe zu halten“ – oder die politisch- moralische Pflicht zur investigativen Wahrheissuche* ? Ganz besonders wenn man mal davon ausgeht dass Spekulation welcher Art auch immer dem Verstorbene kaum mehr schaden kann – allenfalls „seinem Ansehen“. Aber auch nur wenn man an eine
„unsterbliche Seele „glaubt.
Ganz real und weitgehend unbestritten schädlichfür die Gemeinschaft ist aber das Unterdrücken skeptischer Nachfragen zu einem Sachverhalt , der dann doch nicht so ganz alltäglich ist, wei derAutor des Artikels oben meint.
Und dazu gehört nun mal auch eine manchmal zu vorschnelle Neugier und die Bereitschaft, auch spekulative Gedankengänge zuzulassen. Allerdings ohne diese dann von Kritik abzuschirmen oder vor Kritik zu immunisieren.
Ich möchte jetzt nicht so weit gehen, auch den Hinweis auf „Pietät“ als Immunisierungsversuch zu werten.
*(Ich kenne die Problematik hinter dem Pauschalbergriff „Wahrheit“)
Es gibt durchaus Menschen, deren Ableben man feiern kann.
Ein bayerischer Provinzpolitiker gehört da sicherlich nicht dazu.
Es ist allerdings bezeichnend, dass es doch dazu kommt, was dann durchaus auf die Verrohung der Gesellschaft zurückzuführen ist.
Dass diese Verrohung auch und gerade bei den ach so achtsamen „Demokraten der Mitte“ zu beobachten ist, widerlegt zuallererst einmal deren eigenes Selbstbild. Menschen, die ausserhalb dieser „Mitte“ stehen, überrascht das nicht.
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
Exakt so ist das.
Deshalb werde ich hier auch meine Gefühle nicht beschreiben, als der Tod von Lindsay Graham gemeldet wurde. Schäme ich mich dafür? Nein, auf keinen Fall.
Aiwanger war ein kleines Licht und ganz sicher nicht jemand, dem man den Tod wünschen sollte.
Bei der ‚ Verrohung der Mitte faellt mir doch gleich Kerkeling ein mit seiner ‚Bazillensprache‘ bez. der AfD mit dem ’schimmligen Brot, das man doch ganz wegschmeisse und nicht nur eine Scheibe‘.
Das fanden viele toll…
Die Mafia ist auch ein soziales Netzwerk, wobei die Omertà einigen SM Teilnehmern ganz gut zu Gesicht stünde.
Interessanter ist doch, dass RdL den Tod Aiwangers auch nur als Aufhänger verwendet, um sich über Sittenverfall und Niedertracht auszulassen, ohne den Verstorbenen substanziell zu erwähnen.
Na, man sagt wohl einfach:
»Thoughts & Prayers«
„Interessanter ist doch, dass RdL den Tod Aiwangers auch nur als Aufhänger verwendet,“
Aiwanger selbst wird nur als eine abstrakte Figur verwendet und dessen Tod instrumentalisiert, um ein weiteres Mal gegen den Lieblingsfeind -das Phantom des „Shitbürgertums“- auszuteilen.
Als nicht Teilnehmer an sozialen Medien, bin ich durch den Artikel aber jetzt doch sehr neugierig geworden. Was wird denn so gemunkelt?
Und dann eine erst gemeinte Frage: Ist ein letztes Nachtreten nicht auch eine Form der Verabschiedung? Ist das „De mortuis nil nisi bene dicendum est.“ überhaupt noch zeitgemäß und wird man einer streitbaren Person überhaupt damit gerecht, wenn man sie in Frieden beerdigt? Wenn man an die Grabbeilagen denkt, die das Leben nach dem Tode versüßen sollen, dann gehört es sich bei streitbaren Personen womöglich auch, etwas von dem geliebten Zwist mit ins Grab zu legen.
Wunderbar. Ich schließe mich an mit einer weiteren sehr ernstgemeinten Frage: Wäre es für den frommen und ehemals streitbaren Christen Herrn Aiwanger nicht die Hölle, wenn er in den Himmel käme? Denn dort ist es total langweilig, das Paradies, überall Engelchen und Freude. Würde er nicht viel lieber im ewigen Feuer der Hölle schmoren, wo Chaos, Rivalität und Streit herrschen?
@Trux Im weiteren Sinne gehört aber auch das overton-magazin zu den „sozialen Medien“.
Wenn es um steitbare lebende Personen geht, dann sollte es immer darum gehen, welche Ziele sie mit dem Streit verfolgen und was sie damit erreichen wollen. Man kann für den Frieden streiten oder für den Krieg. Man kann für soziale Gerechtigkeit streiten oder dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich noch größer wird.
Diese Ziele ändern sich nach dem Ableben nicht. Es sei denn, es würde sich herausstellen, dass jemand, der als lebender Politiker mit Worten gegen den Krieg gekämpft hätte, von der Rüstungsindustrie Millionen kassiert hätte.
Hallo Herr De Lapuente!
Ein sehr guter Text inkl. Inhalt und Ton. Allein, was erwarten Sie von einer Kultur( Nation ), in welcher z. B. ÖRR ihre klammheimliche Freude über Tode politisch anders Denkender zum Ausdruck und zur Schau stellen? Was erwarten Sie von einer Kultur( Nation ), in welcher Menschen schon wieder mit Tieren vergleichen und gleichgesetzt werden? Was erwarten Sie von einer Kultur( Nation ), in welcher ein Toter Wal – oder muss ich Wälin / Walin … sagen? – mehr Mainstream- und Bevölkerungsaufmerksamkeit erhält als Armut, Wohnungsknappheit, wirtschaftlicher / sozialer Totalrückbau, Obdachlose, Menschenhandel qua LeihgebärerInnenschaft, Drogentote – oder muss ich DrogentotInnen / Drogentot:-*innen sagen? -, Weltkriegsgefahr, neuer Militarismus samt Geschichtsrevisionismus und Geschichtsvergessenheit …?
Schließlich will ich noch ein Zitat vom Kabarettisten Christoph Sieber anschließen:
„Dass wir das aushalten, auf Kosten eines Großteils der
Menschen auf diesem Planeten zu leben, die Umwelt zu vernichten,
Rohstoffe zu verbrauchen, Kriege um Rohstoffe zu Führen.
Und das wir das alles am Ende ausblenden können oder sogar noch als
gerecht empfinden.
Das ist die große Leistung des Systems.“
Ein zunehmend würdeloses Land. Wie wahr.
Aber man muss sich den Aiwanger nun doch etwas genauer anschauen, bzw. würdigen. Seine zentrale Aufgabe war es, dem Söder die AfD vom Hals zu halten. Er hat Bayern so etwas wie eine Brombeerkoalition erspart. Immerhin.
Stets hat er versucht, sein Konzept auf den Rest der Republik auszudehnen, oder gar in ganz Europa. Was nicht gelang. Die Freien Wähler sind sehr eng an die Person Aiwanger gebunden und es ist auch in Bayern fraglich, ob sie da einen Nachfolger finden.
Zu meinem Erstaunen hat er sich plötzlich für Windkraft stark gemacht. Gleichzeitig aber über die Wärmepumpen geschimpft. Im Rest der Republik wäre das als Unlogik gesehen worden. Die aber ist disjunkt von der Bayernlogik.
Wird jetzt die AfD stark? Eher nicht, die passt einfach nicht zu Bayern. Eher die Bayernpartei.
„Wird jetzt die AfD stark? Eher nicht, die passt einfach nicht zu Bayern.“
Die AfD ist mit 21.5% in den Wahlumfragen die zweitstärkste Partei nach der CSU mit 36,5%.
Im Mahlstrom der Zeit ist die Kakofonie der „sozialen Medien“ (was für eine Satire) nur ein kurzes Aufblitzen der niederen Geister & Trolle, die diese Medienlandschaft bewohnen
Aiwanger war nicht mein Lieblingspolitiker. Aber sein Durchhaltevermögen war schon beachtlich – und das verschaffte ihm Respekt. Möge er in Frieden ruhen und mein Beileid seinen Angehörigen.
Das geschah, glaube ich, ausgerechnet an dem Tag, an dem die neue Statistik veröffentlicht wurde, dass Bayern (nach BW) nun das zweite deutsche Bundesland ist, in dem die Lebenserwartung der Männer im Schnitt die 80 Jahre überschritten hat. Demnach hätte er noch ein gutes Vierteljahrhundert vor sich haben können!
@Stefan Schleim Das Durchhaltevermögen war sicherlich beachtlich, da stimme ich Ihnen zu. Aber damit allein verdient man sich doch keinen „Respekt“.
Respekt habe ich vor den Menschen, die das Regime in der ehemaligen DDR kritisiert haben und dafür in Bautzen eingesperrt wurden und vor den Menschen, die in der Diktatur des Dritten Reiches Widerstand geleistet haben und dafür im Extremfall mit ihrem Leben bezahlt haben. Respekt habe ich vor Journalisten wie Hüseyin Doğru, die in diesem Land die Politik der „Elite“ bzw. der Regierung kritisieren und dafür auf der schwarzen Liste der EU-Kriegstreiber landen und ohne offizielle Anklage, öffentliche Verhandlung und rechtsstaatliches Urteil sanktioniert werden (inkl. Familie). Dazu gehört Herr Aiwanger sicherlich nicht.
Und was die „Lebenserwartung der Männer“ angeht, dann schreiben Sie selbst „im [statistischen Durch-]Schnitt“ und das ist das Problem dabei. Als Besserverdiener wäre Herr Aiwanger wahrscheinlich noch älter geworden, denn Besserverdiener leben erheblich länger als Schlechterverdiener. Als bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident kassiert man derzeit auf Kosten der Allgmeinheinheit rund 250.000 Euro jährlich. Damit zählt man zweifelsohne zu den Besserverdienern. Wer zu denen gehört, die dann auch noch die Erbschaftststeuer abschaffen wollen wie Herr Aiwanger, vertritt in diesem Land die Interessen der besserverdienenden Reichen und Superreichen, aber nicht die Interessen der Schlechterverdiener, die ein Problem damit haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden.
Es gibt nur wenige Untersuchungen, weil das den „Staat“, die Regierung und die „bürgerlich-konservative“ FAZ nicht interessiert: Obdachlose Menschen werden in diesem Land im Durchschnitt nur 50 Jahre alt. Das ist ganz weit entfernt von diesen 80 Jahren.
„Respekt habe ich vor den Menschen, die das Regime in der ehemaligen DDR kritisiert haben und dafür in Bautzen eingesperrt wurden“
Sorry, aber Sie sind wieder einmal nicht auf dem Laufenden. Im post-demokratischen Deutschland verdient man sich Respekt mit „staatspolitischer Verantwortung“ und mit „gesellschaftlicher Vorbildfunktion“:
>Immer Recht gehabt zu haben, ist einfach. Einen Fehler zu korrigieren und dies auch noch öffentlich kundzutun, ist ungleich schwieriger. Deshalb kann vor Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) jetzt nur der Hut gezogen werden. Er hat sich nach langem Zögern nun doch gegen Corona impfen lassen. Respekt!
Dass der Druck auf Aiwanger in der brisanten vierten Welle mit jedem Tag größer geworden ist, ändert daran nichts, selbst wenn er es nur widerwillig getan haben sollte. Aiwangers Umkehr zeugt so oder anders von staatspolitischer Verantwortung. Damit erfüllt er endlich die Vorbildfunktion, die zuletzt sogar von seiner eigenen Partei eingefordert worden war.< ("Augsburger Allgemeine", 2021)
Eine Kultur des »Ich-weiß-auch-was-zu-sagen« hat sich manifestiert
Basieren auf dieser Kultur nicht sämtliche asozialen Medien, aber auch Seiten wie diese?
Beim Schreiben meines obigen Kommentars sprang mich kurz die Frage an, ob denn auch (fast)JEDEM bewusst ist, dass diese Seite ebenfalls zu den „qualifizierten,rührigen,sozialen Medien“ zählt.
War der Meinung JA,aber so kann man sich stets aufs Neue irren.
Würden zusätzlich Themen wie Wetter,Krankheiten,Sportergebnisse,hotShit etc.etabliert,fänden sich ebenfalls viele Liebhaber der seichten Unterhaltung, denn wichtig ist nicht das WAS, sondern DASS man drüber quatschen und seinen Moutarde dazu geben kann.😂
Einen guten Katholiken kann nichts erschüttern, nicht einmal der eigene Tod.
Aber Berlin… Warum muss es ausgerechnet immer Berlin sein, wo der größte Mist passiert.
In den meisten Fällen ist es Ausdruck der eigenen inneren Lehre (ich nehme mich da nicht aus). Auf jeden Fall war die Schaffung des Begriffes „soziale Medien „einer der größten Kniffe der letzten Jahrzehnte.
Ich fand Herrn Aiwanger damals wirklich gut, wie er versucht hatte sich gegen den allgemeinen Konformitätsdruck zu stemmen. Es tat mir leid, dass er sich dann doch hat „impfen“ lassen. Die Sache mit dem Schulranzen etc, die man da aus seiner Jugend ausgegraben hatte, fand ich verdächtig. Mit welcher Intention gräbt man plötzlich so uralte Kamellen aus?
Ehe ich Gegenteiliges erfahre, bin ich fest davon überzeugt, dass es ein Impfschaden war. Bei uns in der Familie ist gerade ein ebenfalls 55jähriger einfach beim Spaziergang tot umgefallen.
Roberto hat insofern Recht, dass es plötzliche Todesfälle schon früher gab, aber nicht in diesem Ausmaß.
Guter Artikel, der bürgerliche Werte wahren möchte.
Öffnet man den Fokus hin auf die individuelle, psychologisch-existentielle Ebene, erkenne ich im Verhalten des Pietätlosen jedoch den Versuch, seine Angst vor dem Tod zu kontrollieren. Jeder Sterbefall ist schließlich eine Erinnerung an die eigene Endlichkeit – wie also mit einer solchen bedrohlichen Perspektive umgehen, zumal die althergebrachten Angebote (der Glaube, die Rituale der Kirche) immer weniger eine Rolle spielen?
Die Medienfigur, die mich aus dem Bildschirm heraus in die Augen schaut und in geteilten Videos Reden hält, sie ist ja noch da. Und meistens kenne ich nur dieses Abziehbild – den echten Menschen, der jetzt verstorben ist, kenne ich nicht. Bleibe ich nun auf der medialen, rein virtuelle Ebene (etwa die politische Auseinandersetzung oder das Andeuten von Verschwörungen), muss ich mich nicht mit der menschlichen Tragödie, die letztlich auch meine Tragödie ist, auseinandersetzen. Ein postmoderner Verdrängungsmechanismus also, irgendwo angesiedelt zwischen den Themenfeldern neue Pseudoreligionen als Resultat der metaphysischen Obdachlosigkeit sowie Virtualität versus Realität.
So kann man aus einer schlechten Übersetzung, soziale Medien, eine unsinnige Behauptung stricken.
Immerhin hat man es mit Übersetzung versucht, während wir ja immer mehr mit Anglizismen überflutet werden.
Aber das amerikanische social ist mehrdeutiger als das deutsche sozial, bedeutet z.B. auch gesellig.
Im Kern bedeutet social media, daß sich alle aktiv beteiligen können, i.G. zu den klassischen Medien, die man nur konsumieren kann. Also besteht das vermeintlich „soziale“ genau darin, daß jeder seinen Senf absondern kann, wie assozial der auch immer sein mag.
💬 Zitat Herr De Lapuente: „Der tote Aiwanger muss jetzt dafür herhalten, dass irgendwelche Kleingeister ihr eigenes politisches Weltbild der Öffentlichkeit feilbieten können.“
Das wirft dann aber die Frage auf, wie groß das „Geist“ von Herrn Aiwanger war und welches „politische Weltbild“ Herr Aiwanger feilbot.
Man sollte nicht nachtreten, denn Tote können sich selbst nicht mehr wehren. Das wäre unfair und in der Tat würdelos. Aber das bedeutet doch nicht, dass man jemanden nach dem Tod „heilig“ sprechen muss, weil er zu Lebzeiten einer „streitbarer“ Mann war. Die Frage ist doch, wofür bzw. wogegen er zu seinen Lebzeiten gestritten hat.
Man kann für den Krieg streiten und für den Frieden kämpfen, aber ein Kriegsverbrecher bleibt auch dann ein Kriegsverbrecher, wenn er verstorben ist. Oder etwa nicht?
Wenn ich im Folgenden falsch liege, dann bitte ich um Korrektur. Der Anführer der wirtschaftsliberalen „Freien Wähler“ Hubert Aiwanger stand unter anderem dafür, die Erbschaftssteuer abzuschaffen. Die Frage ist: Wer würde von der Abschaffung der Erbschaftssteuer profitieren❓ Und die Antwort lautet: Davon würden nur nur die besserverdienden Reichen und vor allem die milliardenschweren „Superreichen“ profitieren, denn aufgrund der Freibeträge zahlen derzeit 90 Prozent aller Erben keine Erbschaftssteuer, weil sie keine Millionen oder Milliarden erben. Von der Abschaffung der Erbschaftssteuer würden nur die oberen 10 Prozent der Bevölkerung profitieren. Das sind nicht diejenigen, die ein Problem damit haben, in München, Hamburg, Freiburg, Nürnberg, Bremen, Berlin, Oberammergau oder wo auch immer eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dazu gehören diejenigen, die ein Problem damit haben, ob sie sich eine Ferienvilla in Südtirol oder am Starnberger See kaufen sollen und diejenigen, die kein Problem damit haben, weil sie soviel Geld haben, um sich eine Ferienvilla in Südtirol und am Starnberger See kaufen zu können.
Kein Problem hatte der Politiker Hubert Aiwanger offenkundig damit, dass die meisten Mieter in Deutschland Grundsteuer zahlen, obwohl sie nicht Eigentümer der Wohnung sind, weil die Grundsteuer in 99 Prozent aller Mietverträge von den Eigentümern auf die Mieter überwälzt wird. Kritisiert hat Herr Aiwanger auch nicht, dass sogar Obdachlose Steuern zahlen, nämlich Mehrwertsteuer, wenn sie sich etwas zum Essen und zwei Dosen Hundefutter für ihren Hund kaufen, weil ihr Hund ein besserer Freund ist als viele „streitbare“ Politiker in diesem angeblich „christlichen“ Land.
FRAGE: Ist es nun „würdelos“, wenn man das auch nach dem Tod kritisiert und spielt es dabei eine Rolle, ob Herr Aiwanger mit 55 oder 65 oder 75 oder 85 Jahren verstorben ist❓ Doch, das spielt ein Rolle: Besserverdiener leben im Durchschnitt erheblich länger als Schlechterverdiener. Der Besserverdiener Hubert Aiwanger ist lediglich die Ausnahme.
Nein, das ist nicht problematisch. Problematisch ist die Veröffentlichung solcher Postings knapp 1 Stunde nach der Todesmeldung durch eine angeblich antifaschistische Partei:
https://www.instagram.com/p/DfVYrgLxUrW/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading
Google KI, worin unterschied sich Aiwangers Haltung zur Ukraine von der Regierungspolitik? Kein Framing, beantworte ausschließlich Frage.
Google KI:
„Hubert Aiwangers Haltung zur Ukraine unterschied sich im Wesentlichen in zwei Kernbereichen von der Politik der Bundesregierung:
• Sozialleistungen für Geflüchtete: Aiwanger forderte eine strikte Abkehr von der Gewährung des Bürgergeldes an erwerbsfähige ukrainische Geflüchtete. Während die Bundesregierung den Rechtskreiswechsel für Geflüchtete aus der Ukraine in die Grundsicherung beschloss, verlangte Aiwanger, diese Zahlungen einzustellen, um stärkere Arbeitsanreize zu setzen und den Staatshaushalt zu entlasten.
• Langfristige Russland- und Wirtschaftspolitik: Obwohl Aiwanger den russischen Angriff als völkerrechtswidrig verurteilte, betonte er im Gegensatz zur klaren strategischen Entkopplungslinie der Bundesregierung die Notwendigkeit, nach Beendigung des Konflikts wieder zu normalen und stabilen Wirtschaftsbeziehungen mit Russland zurückzukehren.
Zudem plädierte er im Rahmen des Konflikts wiederholt mit Nachdruck für eine stärkere diplomatische Deeskalation.“
🤔
Der Hubert tut uns in diesem unseren ‚Doitschland‘ doch bestimmt generell mehr als leid. Wie nur werden wir – so wie der Markus bestimmt auch – ohne ihn auskommen. Dabei haben wir doch gar nicht so schlimm zu leiden. Ohne auskommen doch wohl kaum, haben wir doch einen vollkommenen Ersatz. Was vermeldet dazu die Intelligenz, die künstliche von Gugel? Ein Mann für gleich Drei in Einem!
Der gesuchte Kabarettist heißt Wolfgang Krebs.
Er ist das absolute Aushängeschild für bayerische Politiker-Parodien. Seit über 20 Jahren ist er die feste Schlussnummer am Donnerstagabend in der BR-Sendung „quer“ mit Christoph Süß.
Hinweis aus gegebenem Anlass:
Es steht zu befürchten an, dass heute Donnerstagabend bestimmt in der BR-TV-Sendung ‚quer‘ uns’aller Hubert noch mal aufzuvertreten vermag.
Mit seinen perfekt sitzenden Perücken, der passenden Mimik und der absolut originalgetreuen Gestik verwandelt er sich dort regelmäßig in:
• Edmund Stoiber (mit den typischen, legendären Versprechern)
• Markus Söder (mit der staatstragenden, sonoren Stimme)
• Hubert Aiwanger (im unverkennbaren niederbayerischen Dialekt)
Neben seinen Fernsehauftritten hört man seine Stimmenimitationen dieses Trios übrigens auch jeden Morgen im Radio in der beliebten Comedy-Reihe „Die Superbayern“ auf Bayern 1.
Böse Zungen behaupten übrigens, er sei deswegen nach Berlin geflogen, um sich als Kandidat für das Amt des Frühstücksdirektors in der Pension zur Schönen Aussicht ins Spiel zu bringen. Hat dann aber erfahren, dass die Pension des längeren gar nicht zur Verfügung stehen wird.
Es heißt und schreibt sich noch Deutschland, glaube ich zumindest. Hört sich ja frankphonisiert auch seltsam an: Dooaahtschlan, oder?
2. Versuch (der erste ging – warum auch immer – über die Wupper des Rötzer’schen Zensors). Dabei sind doch die Verlautbarungen und Hinweise mehr als mitfühlend, ehrlich!
Der Hubert tut uns in diesem unseren ‚Doitschland‘ doch bestimmt generell mehr als leid. Wie nur werden wir – so wie der Markus bestimmt auch – ohne ihn auskommen. Dabei haben wir doch gar nicht so schlimm zu leiden. Ohne auskommen doch wohl kaum, haben wir doch einen vollkommenen Ersatz. Was vermeldet dazu die Intelligenz, die künstliche von Gugel? Ein Mann für gleich Drei in Einem!
Zitat Google-KI: „Der gesuchte Kabarettist heißt Wolfgang Krebs.
Er ist das absolute Aushängeschild für bayerische Politiker-Parodien. Seit über 20 Jahren ist er die feste Schlussnummer am Donnerstagabend in der BR-Sendung „quer“ mit Christoph Süß.
Mit seinen perfekt sitzenden Perücken, der passenden Mimik und der absolut originalgetreuen Gestik verwandelt er sich dort regelmäßig in:
• Edmund Stoiber (mit den typischen, legendären Versprechern)
• Markus Söder (mit der staatstragenden, sonoren Stimme)
• Hubert Aiwanger (im unverkennbaren niederbayerischen Dialekt)
Neben seinen Fernsehauftritten hört man seine Stimmenimitationen dieses Trios übrigens auch jeden Morgen im Radio in der beliebten Comedy-Reihe „Die Superbayern“ auf Bayern 1.“
Böse Zungen behaupten übrigens, er sei deswegen nach Berlin geflogen, um sich als Kandidat für das Amt des Frühstücksdirektors in der Pension zur Schönen Aussicht ins Spiel zu bringen. Hat dann aber erfahren, dass die Pension des längeren gar nicht zur Verfügung stehen wird. Hatte aber keine bösen Absichten, Hass&Hetze schon gar nicht. Ist es doch bestimmt uns aller Ansinnen, ihm einen würdigen Abgang zu ermöglichen. Im BR-TV wo sonst!
Es geht beim pietätlosen Umgang vor allem um Die Partei.
https://www.instagram.com/p/DfVYrgLxUrW/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading
Deren Multimillionärsabgeordnete mit Züricher Edelviertelwohnsitz, Sybille Berg, vergleiche zu Alice Weidel sind angebracht, bekannt für Jammervideos zu sozialen Missständen, für Ihre Eitelkeit hat sich nicht distanziert. Ebensowenig hat das selbstverliebte Merz-Double Sonneborn, nennt sich Satiriker und Führer, benimmt sich auch so wie letzterer, es getan.
Satire ist das nicht.